Ein See, ein Fluss und drei Länder Teil 2/2(m45B) (Reiseberichte)

462 001, Taunus, Samstag, 27.08.2016, 18:12 (vor 3500 Tagen)

Hallo allerseits,

willkommen zum 2ten Teil meiner Reise an den Bodensee.
Zur Orientierung nochmal die Karte:
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Im ersten Teil bin ich bis nach Heiden gekommen und habe dort eine kleine Pause eingelegt.

Von dort geht es nun mit dem Postauto nach St. Gallen, um mit der S-Bahn wieder den Bodensee zu erreichen. Aber seht selbst:

Ab Heiden(einem Knotenpunkt im Busverkehr) geht es nun im Postauto nach St. Gallen.

01-03: Die Linie 121 ist sehr empfehlenswert. Es gibt schöne Landschaften zu sehen, auch wenn die Linie 120 mit ihren Doppeldeckern auch was hat.
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Der St. Galler Bahnhof wird pünktlich erreicht und es bleibt noch genug Zeit ein paar Züge zu fotografieren.

04: Zuerst mal die Appenzeller Bahn...
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05: ...dann gibts eine S-Bahn...
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06: ...den Voralpen-Express(VAE)...
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07: ...und zuletzt einen ICN zu sehen.
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Dann ging es mit der S8 nach Romanshorn.

08: Auch hier gibts wieder schöne Landschaft zu genießen.
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Nach einer kurzen, aber trotzdem interessanten Fahrt ist Romanshorn erriecht.

09: Der Bahnhof liegt direkt am Hafen und ich lasse mir einen kleinen Rundgang nicht entgehen.
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12: Zurück zum Bahnsteig, denn mein IC für die nächste Etappe steht schon bereit.
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13: Natürlich sitze ich im Oberdeck, denn so ist der Ausblick doch viel schöner.
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Nach ruhiger Fahrt, bei der ich auch nicht kontrolliert wurde, erreicht der IC pünktlich Frauenfeld.

14: Der Stadtbusbahnhof, die Postautos fahren rechts von mir an eigenen Haltestellen ab. Und dort geht es nun auch hin.
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15: Und schon sitz ich im Postauto nach Diessenhofen.
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16: Querung der Thur bei Warth-Weiningen.
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17: In Stammheim wird aufgrund eines Volksfestes eine Umleitung gefahren.
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18: Diessenhofen ist erreicht, jetzt bin ich wieder am Rhein. Weiß eigentlich jemand, wie genau man den Ortsnamen ausspricht?
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Von dort geht es nun mit der S-Bahn(wieder S8) entlang des Rheins nach Schaffhausen.

19: In Diessenhofen findet auch eine Zugkreuzung statt.
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Die Fahrt im thurbo GTW nutze ich um ein wenig zu dösen, deshalb gibt es diesmal kein Streckenbild.

20: Kurz vor dem Bahnhof Schaffhausen wird der Rhein gequert, denn der Bahnhof liegt auf der rechten(hier eher nördlichen) Rheinseite.
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21: Direkt vor dem Bahnhof finden sich die Bushaltestellen der Stadtbusse. Ich nehme nun die Linie 1, eine O-Buslinie nach Neuhausen.
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Es geht einmal quer durch Neuhausen bis zur Haltestelle Zentrum, dort wird sogar als Zusatz "Zum Rheinfall bitte hier aussteigen / Next stop: Rhinefall" angesagt.

22: Dann kam ich noch am brandneuen Haltepunkt Rheinfall vorbei. Über den Bahnsteig...
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23: ...und dieser doppelten Aufzugskonstruktion kommt man direkt bis unten an den Rhein heran.
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24: Hier der Rhein nachdem er gefallen ist.
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25: Und nach einem Schwenk ist er zu sehen.
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26-30: Entlang des Falls gibt es einen befestigten Fussweg mit einzelnen Aussichtsplattformen an dem man die Kraft des Wassers spüren kann(Zwischendurch gibts auch eine Infotafel).
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Vom Rheinfall aus sollte es nun per S-Bahn nach Schaffhausen gehen...

31: Der Bahnhof Neuhausen(CH), hier halten die S9, S22 und S33. Mit denen man u. A. nach Singen, Jestetten und Zürich kommt.
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...doch leider habe ich den Fahrplan falsch gelesen und ich fuhr doch wieder per Bus zurück.

32: Zurück am Schaffhauser Bahnhof. Nochmal ein Blick auf einen Hess Swisstrolley.
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33: Übersicht der Bahnsteige. Der IC nach Zürich fährt ohne Zwischenhalt.
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34: Meine RB nach Erzingen fährt auf dem letzten Gleis ab.
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35/36: Bei der Ausfahrt aus Schaffhausen entstanden diese beiden Aufnahmen. Der erste Zwischenhalt ist übrigens Neuhausen Badischer Bahnhof.
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Die RB ist während der gesamten Fahrt sehr leer. Es sind höchstens 10 Reisende dabei.

37: Angekommen in Erzingen, ein nicht gerade schöner Bahnhof...
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38: ...hier noch mal die RB, die wieder zurück nach Schaffhausen fährt.
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Ab Erzingen geht es nun mit dem IRE nach Basel. Ich machte mir schon arge Sorgen um meinen Anschluss, war aber recht froh, das der Zug wegen Bauarbeiten nur aus Thayngen(Wo er im Regelfall gar nicht hält) kam und so pünktlich war.

39: In Waldshut stehen ein paar Wale rum.
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Der IRE erreicht auf die Sekunde pünktlich den Badischen Bahnhof in Basel.

40: Mit dem ICE 1172 soll es nun ri. Frankfurt gehen...
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41: ...während dessen umringt die DB die SBB.
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42: Und da kommt der ICE.
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Kurz nach der Abfahrt fing es leider an zu regnen, sodass die weiteren Bilder nicht so wirklich sehenswert sind. Trotzdem wollte ich den Bericht nicht soabrubt beenden, also gehts noch etwas weiter.

43: Hier gibts die Einfahrt in den Katzenbergtunnel...
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44: ...und hier den Halt in Offenburg.
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Der ICE war ganz leicht verspätet in Frankfurt . Der Umstieg in die S-Bahn passte trotzdem, da ich fast 20 Minuten Zeit hatte.

45: Das letzte Bild aus Niedernhausen ist leider nix geworden. Trotzdem erkennt man grad noch so die S-Bahn.
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Mit diesem verwackelten Bild endet der Bericht, denn ab Niedernhausen geht es nun im Dauerregen mit einem Desiro der HLB nach Hause.

Das wars dann auch:)
Ich hoffe die Rundreise hat gefallen und wr sie nachmachen(oder eine ähnliche Tour machen möchte) dem kann ich die Tageskarte Euregio Bodensee nur empfehlen. Sie kostet für alle Zonen 31€(mit Halbtax, Vorteilscard oder Bahncard sogar nur 24€).


Gruß und noch ein schönes Wochenende wünscht
ICE1223

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Von mir besuchte Bahnhöfe
- Deutschland: 1619
- Euro. Ausland: 717

Stand: 20.02.2026

Ein See, ein Fluss und drei Länder Teil 2/2(m45B)

Garfield_1905, Samstag, 27.08.2016, 21:06 (vor 3500 Tagen) @ 462 001

Beide Teile zusammen ein sehr schöner, interessanter Bericht mit 'alten Bekannten' und Anregungen für einen erneuten Besuch in der Gegend. So soll es sein ! :-)

Diessenhofen :-)

guru61, Arolfingen, Sonntag, 28.08.2016, 11:53 (vor 3500 Tagen) @ 462 001

Hallo allerseits,

Hallo

18: Diessenhofen ist erreicht, jetzt bin ich wieder am Rhein. Weiß eigentlich jemand, wie genau man den Ortsnamen ausspricht?

Ja: Di-e-ssenhofen

Das E wird ausgesprochen. Wobei es, nach Schweizer Art ein Mittelding zwischen "E" und "Ä" ist.

Das SS ist scharf, wie bei "Hass" ausgesprochen.
Gruss Guru

Ein See, ein Fluss und drei Länder

Twindexx, St. Gallen (CH), Montag, 29.08.2016, 13:54 (vor 3499 Tagen) @ 462 001

Hoi,

Schon lustig, da bin ich drei Wochen in Russland und Skandinavien unterwegs und das erste was ich daheim sehe, ist dein Reisebericht über meine Gegend. ;-)

Da kommt mein Postauto nach St. Gallen, leider kein Doppeldecker. Aber man kann ja nicht alles haben.

Nun, da hättest du auch mich fragen können, ich sehe das hier fast täglich. ;-)

Anfang 2015 hat PostAuto begonnen, die Doppelstöcker von der Linie 121 abzuziehen und fuhr erst mit dreiachsigen MAN. Die lösten erheblich Kritik aus, da die Inneneinrichtung für die kurvige Strecke völlig unzureichend war (unzureichender Halt für Fahrgäste). Im Dezember 2015 nahm PostAuto dann am Standort Heiden 13 neue Ivecos in Betrieb, die auf allen Linien ab Heiden eingesetzt werden (oft gemischt mit anderen Fahrzeugen auf derselben Linie).

Auf der Linie 121 sind nur noch vereinzelt Doppelstöcker unterwegs. Der Kurs 07:16 Uhr ab Heiden wird an Schultagen mit zwei Autos geführt. Das zweite Auto ist häufig ein Doppelstöcker. Ansonsten sind Doppelstöcker nur noch seltene Ausnahmefälle auf der Linie 121.

Ca. 2018 will man für den Standort Heiden neue Doppelstöcker beschaffen. Dann soll sich die Fahrzeugeinteilung wieder ändern. Da sind dann auch wieder Doppelstöcker für die Linie 121 ein Thema (auch weil die Linie ein Fahrgastwachstum verzeichnet und Gelenkbusse nicht einsetzbar sind). Der Beschaffungsprozess für neue Doppelstöcker ist bei PostAuto Ostschweiz am laufen.

Zuerst mal die Appenzeller Bahn...

Das Bild ist bald historisch. Ab Dezember wird dort kein Zug mehr halten. Dann wird der neue Appenzeller Bahnhof auf der anderen Seite des Gaiser Bahnhofgebäudes fertig sein (hast sicher die Baustelle gesehen). Die Züge werden dann sowohl nach Trogen als auch nach Appenzell im neuen Bahnhof abfahren. Der alte Bahnhof der Appenzeller Züge wird künftig ein Parkplatz, wobei das Perrondach aus Denkmalschutzgründen erhalten bleibt.

Auch hier gibts wieder schöne Landschaft zu genießen.

Ist das ein Bahnhofrätsel? Häggenschwil-Winden wäre es. :-D

Diessenhofen ist erreicht, jetzt bin ich wieder am Rhein. Weiß eigentlich jemand, wie genau man den Ortsnamen ausspricht?

Gegenfrage: Wie spricht man Giessen aus? Statt «G» ein «D» und «-hofen» hintendran, fertig. Nur dass man in der Schweiz kein scharfes S schreibt und man das «ie» nicht als «ii» ausspricht, das «e» wird gesprochen, wobei dann eher als «iä». Dann kommt dann am Schluss «Diässehofe» bei raus. Und in der Schweiz liegt die Betonung immer auf der ersten Silbe. Ganz einfach. ;-D

In Diessenhofen findet auch eine Zugkreuzung statt.

Bis Ende 2018 wird zwischen St. Katharinental und Schlatt eine 1'000 Meter lange Doppelspurinsel erstellt. Ab Dezember 2018 werden sich dann die S-Bahnen dort kreuzen. Gleichzeitig werden die Fahrpläne der Seelinie um 15 Minuten gedreht, womit die Seelinie dann neu in die 15/45-Fernverkehrsknoten in Romanshorn, Kreuzlingen und Schaffhausen integriert wird und so mit schlanken Anschlüssen die Fahrzeiten ab der Seelinie Richtung Zürich und dem Rest der Schweiz um bis zu 15 Minuten reduziert werden.

Übersicht der Bahnsteige. Der IC nach Zürich fährt ohne Zwischenhalt.

Da der Zug einen Bt-IV hat, konnte er nicht aus Singen kommen. Die Inlandszüge Schaffhausen-Zürich im selben Takt wie die IC Stuttgart-Zürich werden als IR geführt. So hat man die Abgrenzung zwischen den nationalen und internationalen Zügen.

Meine RB nach Erzingen fährt auf dem letzten Gleis ab.

Nun, da gibt es ein kleines Puff mit den Zugskategorien. Vom Kanton Schaffhausen werden die Leistungen als S-Bahn bestellt und das ganze Netz auch als S-Bahn Schaffhausen bezeichnet. Deswegen steht am Zug auch «S» drauf, was eben für S-Bahn steht. Die DB macht daraus bei ihren Leistungen «RB» und bei den SBB-Leistungen die sinnfreie Kategorie «SBB». Am SBB-Display am Bahnhof Schaffhausen machen die SBB-Systeme aus «RB» und «SBB» ein «R» draus, was in der Schweiz für Regio steht, das Schweizer Pendant zu Regionalbahn.

In der Onlineauskunft auf sbb.ch stehen alle S-Bahnen Schaffhausen-Erzingen (DB und SBB) dann als «S» für S-Bahn drin. Und das wäre so auch korrekt. In Schaffhausen verwendet man nämlich seit der Elektrifizierung grundsätzlich die Bezeichnung S-Bahn für die regionalen Leistungen im Kanton. Auch das offizielle Schweizer Kursbuch führt alle elektrischen Leistungen Schaffhausen-Erzingen als S-Bahn. Leider hat die DB da einfach mit der Bezeichnung ein kleines Puff.

Die RB ist während der gesamten Fahrt sehr leer. Es sind höchstens 10 Reisende dabei.

Grundsätzlich ist man sehr zufrieden mit der Auslastung. Als noch Dieselverkehr war, zählte man in den Regionalzügen Schaffhausen-Erzingen täglich 1'600 Reisende. Das war ein wenig attraktiver Betrieb. Mit der Elektrifizierung und der Modernisierung der Stationen auf Schweizer Boden sind die Fahrgastzahlen förmlich explodiert:
Bereits nach zehn Monaten elektrischem Betrieb waren es über 2'050 Reisende, ein weiteres Jahr später 3'200 Reisende und Ende diesen Jahres, drei Jahre nach Inbetriebnahme, prognostiziert man für die S-Bahn Schaffhausen im Erzinger Ast bereits um die 4'000 Fahrgäste täglich.

Damit werden sich die Fahrgastzahlen dank attraktivem elektrischen Betrieb mit modernen und attraktiven Stationen in nur drei Jahren verzweieinhalbfacht haben im Vergleich zum langsamen und unzuverlässigen Dieselbetrieb mit Walen und verranzten 628ern. Seit Anfang diesen Jahres wird auch vom Kanton Schaffhausen ein GTW 2/8 statt eines GTW 2/6 bestellt. Die grössere Gefässgrösse war nötig, weil zur HVZ ein GTW 2/6 bereits einige Stehplätze verzeichnete. Das zeigt auch die Entwicklung auf, die da in nur zwei Jahren stattgefunden hat. Ein Zug ohne freie Sitzplätze war im Schaffhauser Klettgau mal was neues.

Das bestätigt den Kanton Schaffhausen, dass es absolut das richtige war, dieses Projekt umzusetzen. Der durchgehende Halbstundentakt an sämtlichen Tagen steht längst nicht mehr in Frage und die 4'000 Reisenden täglich sind dann die magische Grenze, um auch die Viertelstundentakt-Zusatz-S-Bahnen Schaffhausen-Beringen zur HVZ nicht mehr in Frage zu stellen.

Seit 2013 konnte mindestens die Hälfte des allgemeinen Verkehrswachstums von der Schiene aufgefangen. Das war das Ziel des Vorhabens von Anfang an. Das Ziel wurde erreicht und das ist Verkehr, der nun nicht zusätzlich die Strassen verstopft. Aber für die Schiene liegen nach wie vor Potenziale brach. Der lange Jahre unzuverlässige Dieselbetrieb hat nunmal zu einer gewissen Autoaffinität im Klettgau geführt. Das hat sich nun in den letzten Jahren nach der Elektrifizierung langsam zu wandeln begonnen, aber da ist ein langjähriger Prozess, der noch längst nicht abgeschlossen ist

Dieselbetrieb hat in der Schweiz den Status eines Museumsbetriebs. Das ist was für einen netten Tagesausflug, aber nicht für den täglichen Gebrauch. Und das ändert sich da nun seit gut zwei Jahren im Schaffhauser Klettgau.


Jedenfalls hoffe ich, du hattest einen schönen Tagesausflug. :-)


Grüsse aus der Ostschweiz.

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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.

Ein See, ein Fluss und drei Länder

Sören Heise, Region Hannover, Montag, 29.08.2016, 16:41 (vor 3499 Tagen) @ Twindexx

Erstmal ein dankeschön für den Bericht!

Schon lustig, da bin ich drei Wochen in Russland und Skandinavien unterwegs und das erste was ich daheim sehe, ist dein Reisebericht über meine Gegend. ;-)

Nutzer aus dem Norden haben wir, aus Rußland wäre mir jetzt spontan keiner bekannt.

Gegenfrage: Wie spricht man Giessen aus?

Ganz normal. Mich wundert eher, daß man Diessenhofen so seltsam ausspricht. Müßte man eigentlich Diëssenhofen schreiben, aber das sieht dann zu sehr nach einem Großherzogtum irgendwo im Westen aus, Diëssehofe noch mehr.

In Holstein gibt es Laboe und Itzehoe, näher bei Dir liegt Owen. Also die Aussprache ist nicht immer leicht.

Die DB macht daraus bei ihren Leistungen «RB» und bei den SBB-Leistungen die sinnfreie Kategorie «SBB».

Das mag aus schweizer Sicht sinnfrei sein, aus deutschers Sicht ist es das nicht. Die Leistungen fährt eine nicht DB-Bahn, da kommt dann, sofern dem nichts entgegensteht, das Firmenkürzel.

Grundsätzlich ist man sehr zufrieden mit der Auslastung.

...weshalb man ja auch nach einem Jahr den Viertelstundentakt von Erzingen nach irgendwo zwischendurch zurückgenommen hat. ;-) Ist ganz ironiefrei natürlich nachvollziehbar, wenn er tief im Westen nicht angenommen wurde.

Dieselbetrieb hat in der Schweiz den Status eines Museumsbetriebs. Das ist was für einen netten Tagesausflug, aber nicht für den täglichen Gebrauch.

Das ist in Deutschland und in anderen Teilen der Welt anders. Und in Schaffhausen hat man nunmal diese besondere Situation mit einer ausländischen Staatsbahn. Da ist alles ein klein wenig anders. Bald kommen wohl erstmal 612er statt der 611er. Viel Spaß!

Viele Grüße
Sören

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Verstehen Sie Bahnhof!
Europa: Linkliste Fahrplantabellen und mehr

Ein See, ein Fluss und drei Länder

Twindexx, St. Gallen (CH), Mittwoch, 31.08.2016, 02:51 (vor 3497 Tagen) @ Sören Heise

Hoi,

Nutzer aus dem Norden haben wir, aus Rußland wäre mir jetzt spontan keiner bekannt.

War auch mein erstes Mal. Aber eine interessante Erfahrung wars wie erwartet schon. Mal sehen, vielleicht mach ich noch einen Bericht draus.

Ganz normal. Mich wundert eher, daß man Diessenhofen so seltsam ausspricht. Müßte man eigentlich Diëssenhofen schreiben, aber das sieht dann zu sehr nach einem Großherzogtum irgendwo im Westen aus, Diëssehofe noch mehr.

Ist einfach Schweizer Mundart. Den Ueli und den Ruedi spricht macht man auch nicht Üli oder Rüdi aus. Mit sowas hat sich aber auch schon der Zürcher Stadrat beschäftigen müssen: http://www.limmattalerzeitung.ch/limmattal/zuerich/albisguettli-und-trimmli-sind-im-tra...

In Holstein gibt es Laboe und Itzehoe, näher bei Dir liegt Owen. Also die Aussprache ist nicht immer leicht.

Und wer mit dem Eurocity von Zürich nach München fährt, legt in Buchloe einen Halt ein. Darf man annehmen, dass die oe-Endung hier immer gleich ausgesprochen wird? Und was wird an Owen speziell ausgesprochen?

Das mag aus schweizer Sicht sinnfrei sein, aus deutschers Sicht ist es das nicht. Die Leistungen fährt eine nicht DB-Bahn, da kommt dann, sofern dem nichts entgegensteht, das Firmenkürzel.

Zugskategorien sind aber betreiberunabhängig. Wenn die Leistung als S-Bahn bestellt, und das ist sie, muss da egal bei welchem EVU auch S-Bahn stehen. Die DB begibt sich da auf sehr dünnes Eis.

...weshalb man ja auch nach einem Jahr den Viertelstundentakt von Erzingen nach irgendwo zwischendurch zurückgenommen hat. ;-) Ist ganz ironiefrei natürlich nachvollziehbar, wenn er tief im Westen nicht angenommen wurde.

Zwei Jahre waren das. Und das hat auch seine Gründe: Auf Dezember 2015 wurde aus dem Hinketakt des Fernverkehrs Zürich-Schaffhausen (25-35-min-Takt) ein exakter Halbstundentakt. Während man zuvor in der einen halben Stunde deswegen den Anschluss in Schaffhausen nicht hatte, konnte mit dem Viertelstundentakt zur HVZ wenigstens ein 15-45-min-Takt für Zürichpendler hergestellt werden. Da jetzt aber die Zürcher Schnellzüge halbstündlich Anschluss an den halbstündlichen Grundtakt nach Erzingen herstellen, musste hier sowieso von einer Verkehrsverlagerung von den Zusatzzügen zu den Taktzügen ausgegangen werden. Wegen dieser Umstände wurde der Viertelstundentakt zur HVZ auf Ende 2015 hin nochmal überprüft.

Die Überprüfung hat ergeben, dass die Viertelstundenzüge zur HVZ zwar erhalten bleiben, aber nicht mehr die volle Strecke zurücklegen sollen. Damit liess sich auch noch ein Fahrzeug einsparen. Beringen ist dabei jedoch nicht irgendwo, sondern ein Entwicklungsschwerpunkt innerhalb des Kantons. Deshalb wurde dort auch die neue Haltestelle Beringerfeld errichtet. Dabei ist zu beachten, dass gerade die Enge zwischen Beringen und Neuhausen den entscheidenden Engpass im Strassennetz darstellt, den die S-Bahn entschärfen soll. Um dieselben Kapazitäten, welche die S-Bahn theoretisch zur Verfügung stellen könnte (die Infrastruktur ist auf den Betrieb von vierteiligen Flirt in Doppeltraktion ausgelegt worden, jeweils 170 m Perronlänge), auf der Strasse anbieten zu können, müsste man erheblich mehr Geld verpulvern und mehr Landschaft opfern. Und da hat die Politik Nein gesagt und das S-Bahn-Projekt aus dem Boden gestampft, welches dann auch vom Volk per Volksentscheid mitgetragen wird.

Ab Dezember 2018 wird es dann gar so sein, dass im Knoten Schaffhausen die Viertelstundenzüge nur noch nach Singen Anschluss haben werden. Alle anderen Linien ab Schaffhausen werden im halbstündlichen 15/45-Knoten eingebunden. Dann werden die Viertelstundenzüge wirklich nur noch lokalen Schaffhauser Verkehr beinhalten. Aber ich denke, dass sie sich bis dahin genug etabliert haben werden. Jetzt führt man seit dem letzten Fahrplanwechsel auch bei der Buslinie 21 von Schleitheim nach Schaffhausen die Zusatzkurse nur noch nach Beringerfeld mit Anschluss an die Zusatz-S-Bahnen. Die Buslinie 21 ist die letzte Linie, die noch parallel zur Bahn fährt. Das macht sie jetzt noch halbstündlich und fährt dabei weiterhin die zusätzlichen Bushaltestellen an, wo der Zug nebendran weiterhin vorbeifährt.

Bald kommen wohl erstmal 612er statt der 611er. Viel Spaß!

Von aussen find ich sie schöner als die 611. Mal sehen, was die modernisierte Inneneinrichtung bietet. Aber ansonsten sind das bisher ja genauso scheppernde Dröhnkisten. Bleibt nur zu hoffen, dass sie zuverlässiger sind.


Grüsse aus der Ostschweiz.

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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.

Laboe, Itzehoe, Buchloe, Owen, Diessenhofen

JanZ, HB, Mittwoch, 31.08.2016, 16:23 (vor 3497 Tagen) @ Twindexx
bearbeitet von JanZ, Mittwoch, 31.08.2016, 16:25

In Holstein gibt es Laboe und Itzehoe, näher bei Dir liegt Owen. Also die Aussprache ist nicht immer leicht.


Und wer mit dem Eurocity von Zürich nach München fährt, legt in Buchloe einen Halt ein. Darf man annehmen, dass die oe-Endung hier immer gleich ausgesprochen wird? Und was wird an Owen speziell ausgesprochen?

Eben nicht: Labö, Itzehoh, Buchlo-e. Und Owen wird Auen ausgesprochen. Das muss man aber alles nicht unbedingt wissen, erst recht nicht als Schweizer. Umgekehrt habe ich mich beim Lesen des OP gefragt, was denn an der Aussprache von "Diessenhofen" so besonders sein soll :-).

Sammelantwort

462 001, Taunus, Montag, 29.08.2016, 20:42 (vor 3498 Tagen) @ 462 001
bearbeitet von 462 001, Montag, 29.08.2016, 20:42

Nabend,

danke für die Kommentare:)

Zu unseren beiden Schweizern:
Danke für die Hilfe mit der Aussprache von Diessenhofen. Wie Sören anmerkt, ist es halt doch nicht immer einfach einen recht simpel geschriebenen Ort auszusprechen.


Gruß aus dem Taunus,
wo es zwar kühler aber immer noch 10°C zu warm ist

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Von mir besuchte Bahnhöfe
- Deutschland: 1619
- Euro. Ausland: 717

Stand: 20.02.2026

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