Heute Erinnerungstag 13. August (Reiseberichte)

EK-Wagendienst, EGST, Samstag, 13.08.2016, 12:50 (vor 3514 Tagen)

Heute ist wieder der 13. August, da wird ja jedes Jahr dran erinnert.
So hatte ich bei meinen Streckenbereisungen die letzte Strecke der Deutschen Bundesbahn auf diesen Tag gelegt.
Dank Tramper Monats Ticket, was im Jahr zu vor eingeführt wurde, und welche ich auch in meiner Lehre nutzen konnte, und somit ich nicht mal komplett selber zahlen musste.

Das Ganze ist nun 37 Jahre her, wie doch die Zeit vergeht, und wo es da noch alles Bahnstrecken gab.

Die längste Fahrt habe ich im Juli 79 gemacht, alles geplant, um die ganzen Nebenbahnen zu befahren.
30 Tage im Zug, nur zum Duschen immer wieder mal nach Hause, alles geplant, maximaler Aufenthalt von 1,5 Stunden.
Dieses über 350 mal Umsteigen hat alles geklappt, keinen Anschluss verpasst, eben noch Deutsche Bundesbahn, erst am letzten Tag auf der Heimfahrt hat dann ein Umsteigen nicht geklappt.

Da gab es noch viele Nachtzüge wie Braunschweig – Lindau / Dortmund – Hof / Innsbruck – Lüneburg – Kopenhagen, mit Kurswagen nach Altona, dieses war ein beliebter Nachtzug von mir, da nur Kurswagen nach Hamburg, und damit wenig bekannt, immer sehr leer, und einen damals neuen BDms mit den orangen Sitzen, die da ganz neu waren.

Ein schöner Samstagsausflug war am Sa um 6 Uhr ab Koblenz Hbf über Engen – Siershahn – Au – Betzdorf – Olpe – Dieringhausen – Remscheid Lennep nach Wuppertal Oberbaremen, wo man so um 14 Uhr ankam.
Von den Strecken ist ja fast nichts mehr zu befahren oder vorhanden.

Nach der Wende ab Jan 90 wurde dann die DDR vorgenommen, und hier konnte ich dann die letzte Strecke im Pv auch am 13. August 1990 abfahren, somit habe ich es noch geschafft auch alle Strecken der DDR zu befahren.
Hier wurden dann ja einige sehr schnell eingestellt, die nur noch mit 10 km/h zu befahren waren.
Alles mit Einzelfahrkarten die zusammen rund 1000 DM gekostet haben, da schwarz 1:4 getauscht.

Eine Geschichte dazu.
Bin am Abend mit dem letzten Zug nach Triebsees gefahren, und der Schaffner fragte mich wo ich hin wollte.
Antwort einmal nach Triebsees und zurück.
Die Fahrkarte der Rückfahrt will ich in Triebsees kaufen,
oh, da schau ich mir mal die Entfernung an, da dort die Fka nicht mehr offen hat.
Es sollte dann nach Kurort Oberwiesental gehen.
Er kam dann ganz erstaunt an, die Fahrkarte kostet aber so 55,00 Mark,
Antwort von mir ja, bin ja schließlich bis morgen Mittag damit unterwegs.
So was hatte er noch nie auf seiner Nebenbahn verkauft.
Es ging dann über Velgast – Stralsund – Neustrelitz –weiter mit einem Liegewagen nach Leipzig - Karl Marx Stadt und Cranzahl nach Oberwiesental.

Im Vergleich zu heute war es früher viel angenehmer mit der Eisenbahn zu fahren, halt nicht so schnell, aber eben noch so richtig Eisenbahn.

Wobei ich heute die schnellen Verbindungen mit dem ICE nicht vermissen möchte, wenn ich nur von A nach B möchte.

Ich hatte damals mit Tricksereien insgesamt 105 TMT mir gekauft, und danach Netzkarten.

Hier noch ein Hinweis zur BC 100, so im Jahre 1993 habe ich für Netzkarten der Bundesbahn und Reichsbahn schon so viele bezahlt, wie heute nicht mal die BC 100 kostet,
Es waren so in der 1. Klasse ca. 14.000 DM, später bei der Bahn AG war der Preis dann nur noch 5000 €. Die Netzkarte war früher auch nicht so verbreitet wie heute.

Gruß

für was steht denn der 13. August? Ich steh auf dem Schlauch

J-C, In meiner Welt, Samstag, 13.08.2016, 14:06 (vor 3514 Tagen) @ EK-Wagendienst
bearbeitet von J-C, Samstag, 13.08.2016, 14:08

Ansonsten, netter Reisebericht und naja... komm mal rüber nach Tschechien, wenn man es sich auf OpenRailwayMap anschaut (und berücksichtigt, dass auch die grauen Strecken befahren werden), kommt man durchaus auf ein ziemlich dichtes Streckennetz. Hab ich erlebt auf meiner Fahrt Hodonín-Kromeriz-Kojetín-Ostrava mit Rückfahrt durch bis Breclav (Die Akzente kann ich nicht so schnell via Handy rüberbrigen)
habe ich festgestellt, dass man praktisch alle 10-20 Minuten an der Hauptstrecke gleich eine Nebenstrecke serviert bekommt, wo ich mir denke, holla was ist das für ein Angebot!

DB (und auch die damalige Bundesbahn!) hätten so einige Strecken wohl rigoros gestrichen. Klar, die Gleise sind dann auch nicht immer so top gepflegt wie bei der DB oder ÖBB, aber das ist nicht soo tragisch, wie ich finde.

Aber immer noch besser als die damaloge DR. Die Hauptstrecken sind in Tschechien oftmals auf 160 ausgebaut.

Selbst alte Wagen, die sich mit deutschen N-Wagen vergleichen ließen, sind auf 160 zugelassen.

Und im Gegensatz zu dem, was ich über die damalige Bundesbahn hörte, sind die Wagen auch meist sauber, die Bahnhöfe zwar nicht so, aber naja.

--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

für was steht denn der 13. August? Ich steh auf dem Schlauch

Fred, Samstag, 13.08.2016, 14:14 (vor 3514 Tagen) @ J-C

für was steht denn der 13. August? Ich steh auf dem Schlauch


Am frühen Morgen des 13. August begannen bewaffnete Grenzpolizisten mitten in Berlin das Straßenpflaster aufzureißen. Asphaltstücke und Pflastersteine wurden zu Barrikaden aufgeschichtet, Betonpfähle eingerammt und Stacheldrahtverhaue gezogen. Die Absperrung lief entlang der sowjetischen Sektorengrenze mitten durch Berlin. Geschütze und Panzer fuhren auf, der Berufsverkehr musste für sämtliche Bewohner der Randgebiete Berlins neu organisiert werden. Der Minister für Verkehrswesen der DDR, Erwin Kramer, befahl bereits um Mitternacht, den S-Bahn-Verkehr zwischen den Westsektoren Berlins und der DDR zu unterbrechen.

In der Nacht vom 17. zum 18. August wurde der Stacheldraht durch eine Mauer aus Hohlblocksteinen ersetzt. Als der Morgen graut, war die Grenze dicht.

https://www.lpb-bw.de/mauerbau.html

Der Mauerbau ist aber länger als 37 Jahre her

sfn17, Samstag, 13.08.2016, 14:37 (vor 3514 Tagen) @ Fred

Es bleibt also rätselhaft, was der Fadenbeginner am 13.8.1979 erlebt hat. Das IC79-Netz wurde lt. Wikipedia im Mai eingeführt.

Der Mauerbau ist aber länger als 37 Jahre her

EK-Wagendienst, EGST, Samstag, 13.08.2016, 14:44 (vor 3514 Tagen) @ sfn17

Es bleibt also rätselhaft, was der Fadenbeginner am 13.8.1979 erlebt hat. Das IC79-Netz wurde lt. Wikipedia im Mai eingeführt.

An dem 13. August bin ich, ganz bewusst an diesem Tag, die letzte Strecke mit Personenverkehr der Deutschen Bundesbahn gefahren.
Ich habe diesen Tag gewählt, weil man da ja jedes Jahr durch den Hinweis auf die Berliner Mauer ja daran erinnert wird.
Die Mauer ist schon lange weg, aber die Erinnerung gibt es immer noch.
wie heutwe beim Tagesspiegel: http://www.tagesspiegel.de/politik/55-jahre-mauerbau-die-schatten-der-teilung-vom-13-au...

für was steht denn der 13. August? Ich steh auf dem Schlauch

phil, Samstag, 13.08.2016, 14:40 (vor 3514 Tagen) @ Fred

für was steht denn der 13. August? Ich steh auf dem Schlauch



Am frühen Morgen des 13. August begannen bewaffnete Grenzpolizisten mitten in Berlin das Straßenpflaster aufzureißen. Asphaltstücke und Pflastersteine wurden zu Barrikaden aufgeschichtet, Betonpfähle eingerammt und Stacheldrahtverhaue gezogen. Die Absperrung lief entlang der sowjetischen Sektorengrenze mitten durch Berlin. Geschütze und Panzer fuhren auf, der Berufsverkehr musste für sämtliche Bewohner der Randgebiete Berlins neu organisiert werden. Der Minister für Verkehrswesen der DDR, Erwin Kramer, befahl bereits um Mitternacht, den S-Bahn-Verkehr zwischen den Westsektoren Berlins und der DDR zu unterbrechen.

In der Nacht vom 17. zum 18. August wurde der Stacheldraht durch eine Mauer aus Hohlblocksteinen ersetzt. Als der Morgen graut, war die Grenze dicht.

https://www.lpb-bw.de/mauerbau.html

was hat denn der Mauerbau mit der Deutschen Bundesbahn zu tun ?

für was steht denn der 13. August? Ich steh auf dem Schlauch

heinz11, Samstag, 13.08.2016, 14:52 (vor 3514 Tagen) @ phil


was hat denn der Mauerbau mit der Deutschen Bundesbahn zu tun ?


Sehr viel. Die Unterbrechung des durchgehenden S-Bahn-Verkehrs in Berlin, die Unterbrechung einiger Bahnstrecken, die Einführung fest definierter GÜST, über die der Personenverkehr zwischen Ost und West ausschließlich laufen durfte...

...und noch manches mehr.

für was steht denn der 13. August? Ich steh auf dem Schlauch

phil, Samstag, 13.08.2016, 15:08 (vor 3514 Tagen) @ heinz11
bearbeitet von phil, Samstag, 13.08.2016, 15:09


was hat denn der Mauerbau mit der Deutschen Bundesbahn zu tun ?

Sehr viel. Die Unterbrechung des durchgehenden S-Bahn-Verkehrs in Berlin, die Unterbrechung einiger Bahnstrecken, die Einführung fest definierter GÜST, über die der Personenverkehr zwischen Ost und West ausschließlich laufen durfte...

...und noch manches mehr.

Hmmm, wurde die S-Bahn bis 1961 von der Bundesbahn betrieben ? .. ich hatte irgendwas im Hinterkopf, dass die S-Bahn (auch Westberlin) in den Händen der DDR war ... muss das mal nachlesen

für was steht denn der 13. August? Ich steh auf dem Schlauch

DR2771, Samstag, 13.08.2016, 20:42 (vor 3514 Tagen) @ heinz11


was hat denn der Mauerbau mit der Deutschen Bundesbahn zu tun ?

Sehr viel. Die Unterbrechung des durchgehenden S-Bahn-Verkehrs in Berlin, die Unterbrechung einiger Bahnstrecken, die Einführung fest definierter GÜST, über die der Personenverkehr zwischen Ost und West ausschließlich laufen durfte...

DAS hat aber was mit der Deutschen Reichsbahn (DR) und nicht mit der Deutschen Bundesbahn (DB) zu tun!


...und noch manches mehr.

Und was bitteschön? Außer dass die Deutsche Bundesbahn einen Teil des Wagenparks gestellt hat, der durch Westberlin gefahren ist - eigentlich nichts! Tfz = DR , Betriebsführung (nicht nur S-Bahn!) = DR, Lokpersonal = DR, Zugbegleitpersonal (Zub) = DR

Ich steh auf dem Schlauch... bei dem Alter kein Wunder

EK-Wagendienst, EGST, Samstag, 13.08.2016, 15:07 (vor 3514 Tagen) @ J-C

Ansonsten, netter Reisebericht und naja...


Dann frag in der Schule mal deinen Geschichtslehrer...

Mit 18 Jahren kennt man ja auch keine Eisenbahn mehr, sondern nur den Transport von Personen.

Ja Tschechien ist dann schon mehr eine Eisenbahn.

Ich steh auf dem Schlauch... bei dem Alter kein Wunder

J-C, In meiner Welt, Samstag, 13.08.2016, 15:12 (vor 3514 Tagen) @ EK-Wagendienst

Ansonsten, netter Reisebericht und naja...

Dann frag in der Schule mal deinen Geschichtslehrer...

Mit 18 Jahren kennt man ja auch keine Eisenbahn mehr, sondern nur den Transport von Personen.

Uhh... ja, dazu ist die Eisenbahn durchaus auch gebaut worden. Trotzdem liebe ich natürlich es auch ein wenig, wenn die Züge noch so richtig schön rattern und (wenn auch bitteschön nicht so sehr, dass ich mir ernsthafte Sorgen um mein Gehör machen muss) quitschen.


Ja Tschechien ist dann schon mehr eine Eisenbahn.

Was definierst du denn als Eisenbahn. Tschechien hat auch den Railjet und den SuperCity-Pendolino. Auch so Fabrikate wie RegioPanter, CityElefant oder InterPanter sind tschechisches Fabrikat. Sind das etwa keine Züge?

--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Ich steh auf dem Schlauch... bei dem Alter kein Wunder

EK-Wagendienst, EGST, Samstag, 13.08.2016, 16:43 (vor 3514 Tagen) @ J-C

Ja Tschechien ist dann schon mehr eine Eisenbahn.


Was definierst du denn als Eisenbahn. Tschechien hat auch den Railjet und den SuperCity-Pendolino. Auch so Fabrikate wie RegioPanter, CityElefant oder InterPanter sind tschechisches Fabrikat. Sind das etwa keine Züge?

So wie es früher bei der Bundesbahn oder auch Reichsbahn war, und nicht jede Firma denkt nur noch das ihr Bereich in Ordnung ist, und was der andere macht egal.

Baustellen und DB Netz: Den ist doch völlig egal, wie die Fahrgäste an das Ziel kommen, Hauptsache es kostet die Baustelle nicht zu viel, Züge stören beim Bauen nur, also wird eben nicht mehr gefahren.

Siehe nur das Dilemma mit den Angaben der Verspätungen, früher gab es dann den Bahnhof mit Fdl und Aufsicht, da redet der eine mit dem anderen und die Informationsflüsse waren kurz, heute muss alles über viele Stellen geregelt werden.
Außer bei den Liegewagen kenne ich keine Modernisierung, wo das Ergebnis besser war als vorher, ohne nachbauten wie Steckdosen oder WLAN, was auch nicht jeder braucht.

Ich möchte bequem von einem Ort zu einem andern kommen, und es soll klappen, ob ich dann 1 Stunde 59 oder 2 Stunden 15 fahre das ist mit egal. Es soll einfach nur klappen und alles funktionieren, aber so was kostet Geld und das will man nicht ausgeben, und jeder will billig fahren.
Je moderne (neuer) die Züge sind, desto unbequemer sind sie geworden.
Auf Anhieb fällt mir kein Fahrzeug ein, wo ich mal länger Sitzen kann, es wurde immer alles enger und die Sitze härter, Sitze lassen sich wenn überhaupt nur ein wenig verstellen, von Licht ausschalten und Gardinen mal gar nicht zu reden.
Wenn ich dann immer lese unMod und so was.
Wer kennt denn noch wie die Grossraumwagen 2. Klasse zu erst waren, mit gelb grünen Sitzen, oder 1.Klasse Abteilwagen mit Holzfensterrahmen, und Fenster als Notöffnung. Wenn da mal die Klimaanlage nicht ging, dann kam da noch Luft rein.
Ich habe es aufgegeben, das die moderne Bahn, nicht nur die DB, das nochmals hin bekommt, mit diesen politischen Vorgaben geht das nicht.

Gruß

Jo, liegst voll im Trend mit deinem Populismus.

Paladin, Hansestadt Rostock / Güstrow, Sonntag, 14.08.2016, 19:50 (vor 3513 Tagen) @ EK-Wagendienst

So wie es früher bei der Bundesbahn oder auch Reichsbahn war, und nicht jede Firma denkt nur noch das ihr Bereich in Ordnung ist, und was der andere macht egal.

Das stimmt doch gar nicht.

Baustellen und DB Netz: Den ist doch völlig egal, wie die Fahrgäste an das Ziel kommen, Hauptsache es kostet die Baustelle nicht zu viel, Züge stören beim Bauen nur, also wird eben nicht mehr gefahren.

Das stimmt doch gar nicht.

Siehe nur das Dilemma mit den Angaben der Verspätungen, früher gab es dann den Bahnhof mit Fdl und Aufsicht, da redet der eine mit dem anderen und die Informationsflüsse waren kurz, heute muss alles über viele Stellen geregelt werden.
Außer bei den Liegewagen kenne ich keine Modernisierung, wo das Ergebnis besser war als vorher, ohne nachbauten wie Steckdosen oder WLAN, was auch nicht jeder braucht.

Total subjektiv. Es gibt viele Meinungen, denen die heutigen Züge besser gefallen.

Ich möchte bequem von einem Ort zu einem andern kommen, und es soll klappen, ob ich dann 1 Stunde 59 oder 2 Stunden 15 fahre das ist mit egal. Es soll einfach nur klappen und alles funktionieren, aber so was kostet Geld und das will man nicht ausgeben, und jeder will billig fahren.

Das ist ja schön, dass dir das egal ist. Wenn man einen Taktknoten aber aufbaut, dann gibt es einen großen Unterschied zwischen 1:59 und 2:15. Schonmal daran gedacht?

Je moderne (neuer) die Züge sind, desto unbequemer sind sie geworden.

Rein subjektiv.

Auf Anhieb fällt mir kein Fahrzeug ein, wo ich mal länger Sitzen kann, es wurde immer alles enger und die Sitze härter, Sitze lassen sich wenn überhaupt nur ein wenig verstellen, von Licht ausschalten und Gardinen mal gar nicht zu reden.

Wo DU länger sitzen kannst - wen interessiert das denn, ob DU das kannst? Die meisten Sitze lassen sich doch im FV verstellen oder irre ich mich da? Licht ausschalten geht im Abteil auch und gab es nicht auch vor kurzem irgendwo neue Gardinen?

Wenn ich dann immer lese unMod und so was.
Wer kennt denn noch wie die Grossraumwagen 2. Klasse zu erst waren, mit gelb grünen Sitzen, oder 1.Klasse Abteilwagen mit Holzfensterrahmen, und Fenster als Notöffnung. Wenn da mal die Klimaanlage nicht ging, dann kam da noch Luft rein.


Ich nicht, bin ich zu jung für. Aber vielleicht bin ich auch einfach anpassungsfähig, weiß was für ein Glück ich habe, in dieser Gesellschaft zu leben und gehöre nicht zu den typisch Deutschen Jammerern auf höchstem Niveau? Nichts für ungut. ;-)

Ich steh auf dem Schlauch... bei dem Alter kein Wunder

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Montag, 15.08.2016, 08:19 (vor 3512 Tagen) @ EK-Wagendienst

Wer kennt denn noch wie die Grossraumwagen 2. Klasse zu erst waren, mit gelb grünen Sitzen

Ich. Und die Sitze waren damals schon unbequem (gut, daß das Gestühl mit ICmod endlich ausgetauscht wurde) und die Farben sind bestenfalls noch unter "nostalgisch verklärt schön" einzusortieren. Und dann noch die tolle "Trennung" zwischen Raucher und Nichtraucher - egal wo man saß, es stank immer nach Rauch. Bah.

Wo mit einer Umgestaltung der Komfort aber definitiv abgenommen hat, ist beim ICE 1.

Dir daher nur in Teilen Recht gebende Grüße,
der Colaholiker

--
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Ich steh auf dem Schlauch... bei dem Alter kein Wunder

Reservierungszettel, KDU, Samstag, 13.08.2016, 21:34 (vor 3514 Tagen) @ J-C

Ja Tschechien ist dann schon mehr eine Eisenbahn.


Was definierst du denn als Eisenbahn. Tschechien hat auch den Railjet und den SuperCity-Pendolino. Auch so Fabrikate wie RegioPanter, CityElefant oder InterPanter sind tschechisches Fabrikat. Sind das etwa keine Züge?

Eisenbahn ist ein Zug ohne irgendwelches Gedöns was heute für viele lebenswichtig ist - so meine Definition.

Zum Railjet, der ist zumindest bei einigen Zub durchgefallen und wird liebevoll als scheisskübel bezeichnet :)

Eine gute Dokumentation findet man hier:

ThomasK, Samstag, 13.08.2016, 23:45 (vor 3514 Tagen) @ J-C

https://www.youtube.com/watch?v=jlbAUFvh04k

Ich kann man noch erinnern, wie ich damals als Jugendlicher im IC 189 Hermes von Bremen nach München fuhr. Der Zug fuhr als ET 403 Donald Duck und meine Eltern saßen mit mir und meiner Schwester in einem Abteil im Triebkopf des 109,22 m langen Zuges (27,45 m + 27,16 m + 27,16 m + 27,45 m).

Der IC 189 Hermes fuhr pünktlich um 18.23 Uhr aus Göttingen raus und erreichte pünktlich um 19.15 Uhr Bebra.

Nicht nur in Eichenberg selbst, sondern auch zwischen Eichenberg und Bad Sooden-Allendorf kam die Eisenbahnstrecke mehrere Kilometer lang bis auf etwa 100 m direkt an die DDR-Grenze heran. Es war schon dunkel und auf einmal wurde unser Abteil, in welchem wir die Innenbeleuchtung ausgeschaltet hatten, für ein paar Sekunden von einem grellen Scheinwerferkegel getroffen, der von den DDR-Grenzern kam. Unser dunkles Abteil war kurzzeitig taghell erleuchtet. Oh, Mann, war das gruselig. Meine Eltern meinten, dass die DDR-Grenzer offenbar einen Flüchtling an der Flucht in den Westen aufhalten wollten. Was waren wir froh, als der IC 189 Hermes dann durch Bad Sooden-Allendorf fuhr, denn dann war der Spuk vorbei.

Am meisten freute ich mich aber, wenn der IC 189 Hermes um 22.56 Uhr mit 150 km/h durch Donauwörth fuhr und unmittelbar nach der Donauüberquerung auf 200 km/h beschleunigte. Zwischen Donauwörth und Augsburg hatten die Autos auf der parallel verlaufenden Bundesstraße natürlich keine Chance gegen den 200 km/h schnellen IC 189. Die beste Zeit, die ich damals von der Durchfahrt durch den Bahnhof Donauwörth bis zum Stillstand Augsburg Hbf gestoppt hatte, waren 13:53 Minuten. So lahmarschig wie heute die ICE unterwegs sind, wird das heute nicht mehr erreicht. Auch von den 54 Minuten zwischen Bremen und Hannover, die der ET 403 Donald Duck bzw. IC 189 Hermes damals fuhr (Bremen Hbf ab 16.23 Uhr, Hannover Hbf an 17.17 Uhr), können die heutigen ICE nur noch träumen.

Zurück zur DDR-Grenze:
Dank der Hilfe des Verteidigungsministeriums konnte damals das Verkehrsministerium dann die NBS Hannover - Würzburg politisch durchsetzen, da die Bundeswehr die Verteidigung der Nord/Süd-Strecke gegen Panzerangriffe des Warschauer Paktes unmittelbar an der DDR-Grenze nicht garantieren konnte. Die Bundeswehr verlangte einen Abstand von mindestens 10 km zur DDR-Grenze. Also überholte die NBS Hannover - Würzburg aus militärischen Gründen die damals geplante und viel wichtigere NBS Köln - Groß Gerau. Eigentlich wollte damals die Bundeswehr auch zwischen Kassel und Hannover einen größeren Abstand zur DDR-Grenze, weswegen zwischen Kassel und Hannover zunächst eine direkte Führung über Holzminden geplant war. Die niedersächsische Landesregierung (Albrecht) setzte dann aber politisch eine Führung der NBS Hannover - Würzburg über Göttingen durch.

Als die Grenze fiel, war die NBS Hannover - Würzburg bis auf minimale Restarbeiten dann komplett fertig. Wäre die Grenze schon 1970 gefallen, dann wäre die NBS Hannover - Würzburg in der Lage niemals gebaut worden.

Vielen Dank für die interessante Detailinformationen zur N

sfn17, Sonntag, 14.08.2016, 14:00 (vor 3513 Tagen) @ ThomasK

BS entlang der innerdeutschen Grenze! :-)

Danke!

Paladin, Hansestadt Rostock / Güstrow, Sonntag, 14.08.2016, 19:44 (vor 3513 Tagen) @ sfn17

Ebenfalls danke für die Hintergrundinfo. Dass die NBS Hannover-Würzburg ein Relikt der deutschen Teilung ist, ist ja offensichtlich. Aber andere Details kannte ich noch nicht.

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