Was tun mit verspäteten Zügen (Reiseberichte)

Alphorn (CH), Freitag, 12.08.2016, 01:15 (vor 3516 Tagen) @ Regiosprinter
bearbeitet von Alphorn (CH), Freitag, 12.08.2016, 01:18

- Einspurstrecken (Arth-Goldau bis Zug, Zug bis Thalwil)


Alles klar! Das erklärt die Umleitung über Rotkreuz und Dietikon mit dem Haltausfall in Zug.

Die Einspurstrecke zwischen Zug und Thalwil stark belegt (stündlich 6 Züge pro Richtung) und pünktliche Züge haben in der Schweiz absoluten Vorrang. Das hat folgende Gründe:

- Man verspätet lieber einen Zug um 30 Minuten als 3 Züge um 10 Minuten. Im ersten Fall verpassen nur die Reisenden eines Zuges einen Taktzug im Halbstundentakt, im zweiten Fall alle (denn die ITF-Umsteigezeiten sind knapp)

- Man will Domino-Effekte verhindern. Das Schweizer Netz ist weltweit das am stärksten belastete. Wenn der Zug andere verspätet und diese wiederum weitere, ist bald der ganze Fahrplan Makulatur.

Daher nimmt man für den verspäteten Zug den Umweg in Kauf. An anderen Stellen schickt man einen Ersatzzug los und lässt den verspäteten verenden (natürlich erst aber einer grösseren Verspätung).

Obwohl so mehr pünktliche Abfahrten entstehen, dienen diese Massnahmen übrigens nicht der Verspätungsstatistik: Die wird nämlich in Reisenden- und nicht Zugminuten gemessen und nimmt bezieht daher verpasste Anschlüsse mit ein.


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum