ZM: Gottardino: Mitten im Tunnel: «Alles aussteigen!» (Fahrkarten und Angebote)

RhBDirk, Freitag, 05.08.2016, 19:40 (vor 3580 Tagen)

Bergstrecke 2017?

4652, Freitag, 05.08.2016, 21:18 (vor 3580 Tagen) @ RhBDirk

So interessant die neue Tunnelstrecke von der Technik her sein mag, ich bin froh, bei herrlichem Wetter nochmal im IR die Fahrt über die Bergstrecke genossen zu haben. Nach meinem Erkenntnisstand soll es 2017 ja nur noch Nahverkehr über die Bergstrecke geben, bis auf ein saisoniertes, reservierungspflichtiges Zugpaar für den Tourismus. Allerdings ist in den neuesten diesbezüglichen Nachrichten wieder die Rede von einem zusätzlichen "regulären" IR-Zugpaar Zürich-Bellinzona. Was hat es damit denn auf sich?

Bergstrecke 2017!

Twindexx, St. Gallen (CH), Freitag, 05.08.2016, 22:15 (vor 3580 Tagen) @ 4652

Hoi,

So interessant die neue Tunnelstrecke von der Technik her sein mag, ich bin froh, bei herrlichem Wetter nochmal im IR die Fahrt über die Bergstrecke genossen zu haben. Nach meinem Erkenntnisstand soll es 2017 ja nur noch Nahverkehr über die Bergstrecke geben,

Gemäss Konzession weiterhin Fernverkehr ohne Abgeltungen, nur mit Regionalverkehrstriebzügen (Nahverkehr ist in CH Stadtbusse und innerstädtische Trams).

bis auf ein saisoniertes, reservierungspflichtiges Zugpaar für den Tourismus. Allerdings ist in den neuesten diesbezüglichen Nachrichten wieder die Rede von einem zusätzlichen "regulären" IR-Zugpaar Zürich-Bellinzona. Was hat es damit denn auf sich?

Das ist derselbe Zug. Es war nirgends die Rede davon, dass dieser reservationspflichtig wäre. Das ist ein IR mit sechs Wagen (3 Apm61 Pano, 1 Bpm61 Velo, 2 B21-73, je nach Nachfrage fakultativ noch ein zusätzlicher Gepäckwagen), in dem wie in jedem anderen Zug auch jedes auf der Strecke gültige Billett gilt und ohne vorherige Reservation mitgefahren werden kann.

Der Zug fährt zusätzlich zum restlichen Takt und somit nicht mit den besten Anschlüssen unterwegs. Mitte April bis Ende Oktober fährt der IR am Wochenende Zürich-Bellinzona und zwar via Südbahn und Rotkreuz. Mitte Juni bis Ende Oktober fährt der IR auch unter der Woche, dann aber nur Flüelen-Bellinzona.


Nun gibts aber für den Betrieb in späteren Jahren weiterhin Diskussionen. Die Südostbahn hat mit einem stündlichen Fernverkehrskonzept die Debatte wieder verschärft. Die SOB will auf dieser Strecke die Fernverkehrskonzession von den SBB ab Dezember 2020 übernehmen und dann stündlich ohne Umstieg und hochwertigen Fernverkehrssitzkomfort die Bergstrecke bedienen. Das Bundesamt für Verkehr (BAV) muss in den nächsten Jahren sowieso über die Erneuerung der Fernverkehrskonzessionen entscheiden. Und da kommt das neue SOB-Konzept sehr gut an. Sogar das BAV kritisiert nämlich das SBB-Angebot ab 2017 auf der Bergstrecke.

Die SOB würde ihr neues VAE-Rollmaterial einsetzen, stündlich durchgehend zwischen Arth-Goldau und Lugano via Gotthardbergstrecke und Ceneri-Basistunnel, ab Arth-Goldau je zweistündlich umsteigefrei weiter nach Zug-Zürich und Luzern-Olten-Basel: http://www.bahnonline.ch/bo/blog/10984/neuer-voralpen-express-kommt-in-fahrt.htm


Grüsse aus der Ostschweiz.

--
[image]

Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.

Aber der Gotthard ist nur echt im unklimatisierten Wagen

J-C, In meiner Welt, Samstag, 06.08.2016, 03:56 (vor 3580 Tagen) @ Twindexx

Wo man noch das Fenster aufmachen und den Gotthard sprichwörtlich erleben kann...

das war damals ein Erlebnis, hachja *seinen imaginären langen Bart streichel und im imaginären Wippsessel wipp*

--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Bergstrecke 2017!

4652, Samstag, 06.08.2016, 08:43 (vor 3579 Tagen) @ Twindexx
bearbeitet von 4652, Samstag, 06.08.2016, 08:43

bis auf ein saisoniertes, reservierungspflichtiges Zugpaar für den Tourismus. Allerdings ist in den neuesten diesbezüglichen Nachrichten wieder die Rede von einem zusätzlichen "regulären" IR-Zugpaar Zürich-Bellinzona. Was hat es damit denn auf sich?


Das ist derselbe Zug. Es war nirgends die Rede davon, dass dieser reservationspflichtig wäre. Das ist ein IR mit sechs Wagen (3 Apm61 Pano, 1 Bpm61 Velo, 2 B21-73, je nach Nachfrage fakultativ noch ein zusätzlicher Gepäckwagen), in dem wie in jedem anderen Zug auch jedes auf der Strecke gültige Billett gilt und ohne vorherige Reservation mitgefahren werden kann.

Die SBB melden auf ihrer Internetseite zum Angebot "Gotthard Panorama Express", dass dieser Zug reservierungspflichtig wäre: Link.

Desweiteren steht in diesem Artikel: Von Ostern bis Ende Oktober wird zudem an Wochenenden morgens eine Direktverbindung von Zürich via Göschenen und Airolo bis Bellinzona und abends wieder zurück angeboten. Der Pano-Express soll nach dem weiter oben verlinkten Bericht allerdings genau umgekehrt verkehren: morgens nordwärts und am Nachmittag wieder in den Süden. Wenn es aber eben derselbe Zug ist, kann da irgendwas nicht stimmen.

Nun gibts aber für den Betrieb in späteren Jahren weiterhin Diskussionen. Die Südostbahn hat mit einem stündlichen Fernverkehrskonzept die Debatte wieder verschärft. Die SOB will auf dieser Strecke die Fernverkehrskonzession von den SBB ab Dezember 2020 übernehmen und dann stündlich ohne Umstieg und hochwertigen Fernverkehrssitzkomfort die Bergstrecke bedienen. Das Bundesamt für Verkehr (BAV) muss in den nächsten Jahren sowieso über die Erneuerung der Fernverkehrskonzessionen entscheiden. Und da kommt das neue SOB-Konzept sehr gut an. Sogar das BAV kritisiert nämlich das SBB-Angebot ab 2017 auf der Bergstrecke.

Die SOB würde ihr neues VAE-Rollmaterial einsetzen, stündlich durchgehend zwischen Arth-Goldau und Lugano via Gotthardbergstrecke und Ceneri-Basistunnel, ab Arth-Goldau je zweistündlich umsteigefrei weiter nach Zug-Zürich und Luzern-Olten-Basel: http://www.bahnonline.ch/bo/blog/10984/neuer-voralpen-express-kommt-in-fahrt.htm

Interessant, danke.

GoPaEx

caboruivo, CH, Samstag, 06.08.2016, 11:43 (vor 3579 Tagen) @ 4652

Hallo

Es ist der selbe Umlauf. Der Zug fährt Zürich-Bellinzona-Flüelen-Bellinzona-Zürich. Bellinzona-Flüelen-Bellinzona ist reservierungspflichtig, der Rest nicht.

Gruss

--
Nur falsche Prinzen reiten auf dem Schimmel, richtige in der Lokomotive

GoPaEx

Twindexx, St. Gallen (CH), Samstag, 06.08.2016, 18:44 (vor 3579 Tagen) @ caboruivo

Hoi,

Es ist der selbe Umlauf. Der Zug fährt Zürich-Bellinzona-Flüelen-Bellinzona-Zürich. Bellinzona-Flüelen-Bellinzona ist reservierungspflichtig, der Rest nicht.

Das IR-Paar 2891/2894 Zürich HB (7:40) - Bellinzona (10:44) / Bellinzona (16:18) - Zürich HB (19:42) ist auch öffentlich im Fahrplanentwurf zu finden, Verkehrstage: Sams-, Sonn- und allgemeine Feiertage 14. Apr - 29. Okt.
Zwischenhalte in Rotkreuz, Arth-Goldau, Schwyz, Erstfeld, Göschenen, Airolo, Ambrí-Piotta, Faido und Biasca.


Grüsse aus EC 158.

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Der SBB FV-Dosto.

Bergstrecke 2017!

Chrispy, Samstag, 06.08.2016, 10:32 (vor 3579 Tagen) @ Twindexx
bearbeitet von Chrispy, Samstag, 06.08.2016, 10:33

Hallo Twindexx

Die SOB würde ihr neues VAE-Rollmaterial einsetzen, stündlich durchgehend zwischen Arth-Goldau und Lugano via Gotthardbergstrecke und Ceneri-Basistunnel, ab Arth-Goldau je zweistündlich umsteigefrei weiter nach Zug-Zürich und Luzern-Olten-Basel: http://www.bahnonline.ch/bo/blog/10984/neuer-voralpen-express-kommt-in-fahrt.htm

Hier noch eine Ergänzung:
Das SOB konzept wird in der neusten Schweizer Eisenbahn-Revue noch etwas detailierter beschrieben als im Link oben. Es sieht so aus als würde man auch einen Rheintaler IR planen der Chur über St. Gallen und Flughafen mit dem Hauptbahnhof Zürich verbindet. Also quasi eine verknüpfung des RE Chur - St. Gallen mit dem IR St. Gallen - Zürich. Dieser Zuglauf soll dann mit dem neuen Gotthard IR Zürich - Gotthard Berstrecke - Lugano verknüpft werden, sodass alle 2h eine umsteigefreie Verbindung (Chur) - St. Gallen - Zürich Flughafen - Göschenen - Lugano besteht. Man rechnet mit einer kosteneinsparung von 25 Mio Franken für Bund und Kantone.

Ich finde das Konzept genial und hoffe darauf, dass es auch umgesetzt werden "darf". Ich fände es auch wünschenswert, wenn man auf der Bergstrecke neue Stationen und Stationswiedereröffnungen prüfen würde. Z.B. Amsteg mit Postautoverbindung ins Maderanertal, Intschi mit anschluss auf die Luftseilbahn Arnisee, Gurtnellen und Wasen mit Postautoanschluss richtung Sustenpass. Damit würde das Reustal wieder etwas attraktiver für Tagestouristen und man könnte vielleicht auch etwas die Abwanderung bremsen. Allerdings müsste dafür der Jammerkanton Uri endlich einmal den Kopf aus dem eigenen Hintern ziehen und etwas initiative zeigen.

Gruss
Chrispy

Bergstrecke 2017!

Twindexx, St. Gallen (CH), Samstag, 06.08.2016, 19:04 (vor 3579 Tagen) @ Chrispy

Hoi Chrispy,

Das SOB konzept wird in der neusten Schweizer Eisenbahn-Revue noch etwas detailierter beschrieben als im Link oben. Es sieht so aus als würde man auch einen Rheintaler IR planen der Chur über St. Gallen und Flughafen mit dem Hauptbahnhof Zürich verbindet. Also quasi eine verknüpfung des RE Chur - St. Gallen mit dem IR St. Gallen - Zürich.

Das ist keine Idee der SOB. Diese Durchbindung ist Bestandteil der Angebotsplanung Ostschweiz ab Dezember 2018. Die SBB werden hier mit Twindexx Zürich-St. Gallen-Chur durchgehend verkehren, in St. Gallen stehen jeweils vier Minuten zum Stärken oder Schwächen zur Verfügung.

Die SOB hat diese SBB-Pläne nun einfach kopiert. Und da offenbart sich eigentlich auch gleich das Problem im SOB-Angebot: Sie kann mit den bestellten Triebzügen nicht die zur HVZ nötigen Sitzplätze in der ersten Klasse für Zürich-St. Gallen zur Verfügung stellen. Die SBB fahren zur HVZ mit nie weniger als 220 Erstklassplätzen (in dem Fall werden die SBB zur HVZ mit Twindexx IR200 und IR100 in Traktion verkehren), während die SOB auch mit drei gekuppelten Triebzügen bei 375 m Länge nur knapp 160 Erstklassplätze bieten könnte. Das ist viel zu wenig auf so einer Städteverbindung als Bestandteil der aufkommensstarken West-Ost-Achse. Und wenn die SOB eine Teilflotte für die Strecke Zürich-St. Gallen(-Chur) mit anderer Zusammenstellung oder gar Doppelstockzüge bestellen würde, dann wäre A) die Synergie mit den anderen Linien hinüber und B) die Möglichkeit, alle zwei Stunden in Zürich mit der Gotthardroute durchzubinden, nicht mehr möglich.

Das BAV hat sich dazu etwa so geäussert, dass man zwischen Zürich-St. Gallen-Chur beim SOB-Angebot auch kein Mehrwert gegenüber den SBB-Plänen sähe und es ja nichts bringt, einfach nur das Betreiberlogo zu tauschen. Beim Gotthardangebot der SOB sieht das BAV jedoch gegenüber den SBB-Vorhaben deutliche Mehrwerte. Deswegen gilt: Für den Gotthard hat die SOB damit gute Chancen, für die Route Zürich-St. Gallen-Chur jedoch eher schlechte Chancen.

Ich finde das Konzept genial und hoffe darauf, dass es auch umgesetzt werden "darf". Ich fände es auch wünschenswert, wenn man auf der Bergstrecke neue Stationen und Stationswiedereröffnungen prüfen würde. Z.B. Amsteg mit Postautoverbindung ins Maderanertal, Intschi mit anschluss auf die Luftseilbahn Arnisee, Gurtnellen und Wasen mit Postautoanschluss richtung Sustenpass. Damit würde das Reustal wieder etwas attraktiver für Tagestouristen und man könnte vielleicht auch etwas die Abwanderung bremsen. Allerdings müsste dafür der Jammerkanton Uri endlich einmal den Kopf aus dem eigenen Hintern ziehen und etwas initiative zeigen.

Der Kanton Uri will selbst nicht, dass diese Stationen wieder eröffnet werden. Auch in der Bevölkerung dort will man weiterhin den Bus, weil die Bahnstationen sehr abgelegen sind vom Ort, während der Bus die Leute direkter erreicht. Deswegen steht auf der Nordrampe keinne Wiedereröffnung von Stationen auf dem Plan. In der Leventina sieht das anders aus: Ambrí-Piotta und Lavorgo werden wieder im Takt auf der Schiene bedient.


Das Gottardino-Erlebnis war übrigens wirklich spannend und interessant. Da ich in den nächsten Tagen zu einer grösseren Reise aufbreche, werde ich dann im Herbst mal darüber berichten. Bis dann bleiben denen, die die Fahrt auch noch machen, noch ein paar Überraschungen. ;-)


Grüsse aus EC 158.

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Der SBB FV-Dosto.

Bergstrecke 2017!

ArbitroCollina, Samstag, 06.08.2016, 22:05 (vor 3579 Tagen) @ Twindexx

Das Gottardino-Erlebnis war übrigens wirklich spannend und interessant. Da ich in den nächsten Tagen zu einer grösseren Reise aufbreche, werde ich dann im Herbst mal darüber berichten. Bis dann bleiben denen, die die Fahrt auch noch machen, noch ein paar Überraschungen. ;-)


Sali!

Bist Du heute auch gefahren?
Ich fand es ok, man darf natürlich nicht das Spektakel erwarten. Es ist halt eine aufgehübschte Multifunktionsstelle ;)

Spannend war die Tatsache, dass die Lok Probleme mit dem Zugsicherungssystem hatte. Anscheinend auch nicht das erste Mal seit Dienstag gewesen...

Grüsse aus EC 158.

Grüsse aus CNL 478

Bergstrecke 2017!

Twindexx, St. Gallen (CH), Samstag, 06.08.2016, 23:21 (vor 3579 Tagen) @ ArbitroCollina

Hoi,

Bist Du heute auch gefahren?

Ja.

Spannend war die Tatsache, dass die Lok Probleme mit dem Zugsicherungssystem hatte. Anscheinend auch nicht das erste Mal seit Dienstag gewesen...

Ich bin Nord->Süd gefahren. Da war der Steuerwagen voraus. Aber man ist ja sowieso noch im Testbetrieb. Letztens im Juli war ja wieder mal der ICE-S für Schnellfahrversuche mit mindestens 275 km/h durch den Tunnel unterwegs. Bis Dezember steht in mehreren Bereichen noch einiges an.


Grüsse aus IR 2688.

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Bergstrecke 2017!

ArbitroCollina, Sonntag, 07.08.2016, 12:38 (vor 3578 Tagen) @ Twindexx

Ich bin Nord->Süd gefahren. Da war der Steuerwagen voraus. Aber man ist ja sowieso noch im Testbetrieb. Letztens im Juli war ja wieder mal der ICE-S für Schnellfahrversuche mit mindestens 275 km/h durch den Tunnel unterwegs. Bis Dezember steht in mehreren Bereichen noch einiges an.

Du bist ja immer gut informiert: Kannst du was zur möglichen Verringerung der Geschwindigkeit für Personenzüge auf 160 km/h sagen? Anscheinend gibt es hierzu Diskussionen...

Grüsse

Bergstrecke 2017!

Twindexx, St. Gallen (CH), Montag, 08.08.2016, 13:40 (vor 3577 Tagen) @ ArbitroCollina

Hoi,

Du bist ja immer gut informiert: Kannst du was zur möglichen Verringerung der Geschwindigkeit für Personenzüge auf 160 km/h sagen? Anscheinend gibt es hierzu Diskussionen...

Das Zielkonzept ab Dezember 2020 sieht 200 km/h für die Taktschnellzüge ohne Halt Goldau-Bellinzona vor und für den zweistündlichen IC mit Halt in Altdorf zur zeitlichen Kompensation dieses Halts ca. 240 km/h.

Derzeit gilt die Zulassung noch für 160 km/h für kommerzielle Fahrten. Da im Gesamtkorridor Zürich-Milano vor Eröffnung des Ceneri-Basistunnels im Dezember 2020 noch einige Fahrzeitreserven vorhanden sein werden (der CBT reduziert die Fahrzeit um bis zu 13 Minuten, im 30-Minuten-Taktsystem bleiben so erstmal 17 Minuten zusätzliche Reserve), muss man noch nicht schneller fahren. Man kann so noch zusätzliche Erfahrungen mit dem Bauwerk sammeln. Ausserdem wird die Reserve für nach wie vor stattfindende Bauarbeiten auf den Zufahrtsstrecken verwendet (Fertigstellung Gesamtkorridor Gotthard bis Dezember 2020 mit Vier-Meter-Korridor Basel-Chiasso für Güterverkehr, vorher für alle Verkehre noch diverse Einschränkungen verschiedenster Art). Ab 2018 soll dann noch für anderthalb Jahre die Zugerseesperre mit Umleitung via Rotkreuz beginnen, was von dieser Reserve im Gesamtkorridor zwölf Minuten nimmt.

Fahrzeit Goldau-Bellinzona 2017: 58-60 Minuten, 2021: 53-54 Minuten.


Grüsse aus der Ostschweiz.

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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.

Bergstrecke 2017!

ArbitroCollina, Montag, 08.08.2016, 21:34 (vor 3577 Tagen) @ Twindexx

Hoi Twindexx

Ach ich hatte das so aufgefasst, dass es eine Überlegung für eine dauerhafte Lösung ist, da der Energieverbrauch verringert und die Kapazität erhöht werden sollte.

Beste Grüsse aus dem Raum Zürich

Bergstrecke 2017!

Chrispy, Sonntag, 07.08.2016, 18:29 (vor 3578 Tagen) @ Twindexx

Der Kanton Uri will selbst nicht, dass diese Stationen wieder eröffnet werden. Auch in der Bevölkerung dort will man weiterhin den Bus, weil die Bahnstationen sehr abgelegen sind vom Ort, während der Bus die Leute direkter erreicht.

Aber genau da vermisse ich etwas den Ideenreichtum. Der alte Bahnhof Silenen liegt keine 100m von der Busstation Silenen Dörfli entfernt. Eine Buslinie ins Maderanertal braucht es sowieso, diese könnte man nun von Erstfeld aus betreiben anstatt von Amsteg Post. Damit bräuchte man den Bahnhof Silenen nicht unbedingt wieder zu eröffnen, jedoch könnte er einen Halt auf Verlangen bieten.

In Intschi bräuchte es einen ganz neuen Haltepunkt. Auch den könnte man lediglich 50m von der Bushaltestelle Intschi-Seilbahn entfernt bauen. Das Dorf selbst ist relativ Kompakt, wodurch keine Nachteile gegenüber dem Bus entstehen.

Der Bahnhof Gurtnellen liegt sogar 100m näher am gleichnamigen Dorf als die Busstation und auch Heute fährt da ein zusätzlicher Kleinbus hoch.

Einen Haltepunkt Pfaffensprung könnte man ebenfalls in Dorfnähe bauen (Busstation keine 100m entfernt).

Für den Bahnhof Wassen gäbe es zwei möglichkeiten. 1. Man reaktiviert den alten Bahnhof und erschliesst das Dorf mit der existierenden Postautolinie richtung Sustenpass. 2. Man verlegt den Bahnhof 500m richtung Norden. Mit der variante 2 hätte man eine Station die ca. 100m vom Dorfkern entfernt liegt. Zudem sollte man auch noch anmerken, dass der alte Bahnhof Wassen nur ca. 500m vom Dorfkern entfernt liegt. Das entspricht 5 - 10 Gehminuten. So abgelegen ist das nun auch wieder nicht!

Für die Stationen bis Gurtnellen dürften sich die Fahrzeiten mit der Bahn gegenüber dem Bus in etwa halbieren. Wassen wäre von Erstfeld aus wohl in etwa 20min per Bahn zu erreichen, gegenüber 30min mit dem Bus. Viel wichtiger jedoch scheint mir die möglichkeit einer umsteigfreien Verbindung nach Luzern, Basel und Zürich.

Bergstrecke 2017!

Twindexx, St. Gallen (CH), Montag, 08.08.2016, 13:12 (vor 3577 Tagen) @ Chrispy

Hoi,

Aber genau da vermisse ich etwas den Ideenreichtum.

Und die Gemeinden vermissen wohl das Geld dafür.

Es ergibt da ein paar Probleme:

- Der stündliche Taktzug hat auch noch Fahrplanzwänge bis nach Lugano runter. So muss er ab Biasca bis Lugano vor einem GBT-Schnellzug bleiben. Auch Bodio, Giornico und Rodi-Fiesso werden weiterhin nicht bedient, Bodio hat wenigstens einzelne Züge am Morgen. Jeder Halt benötigt je nach eingesetztem Rollmaterial und Fahrgastwechsel zwischen anderthalb (S-Bahn-Wert) und zweieinhalb bis dreieinhalb Minuten (FV-Wert). Man müsste schauen, wieviele Halte da zwischen Goldau und Lugano überhaupt drinliegen.

- Man müsste wohl über einen zusätzlichen bestellten Regionalzug nachdenken für diese Halte. Der Zug ist deutlich teurer als der Bus und die Gemeinde muss je nach Anzahl Regionalverkehrs-Halte auf ihrem Gemeindegebiet einen festgelegten Beitrag zahlen. Sowohl Gemeinde als auch Kanton haben nicht einfach mal mehr Geld.

- Nicht alle Bushalte können durch eine Bahnstation ersetzt werden. Man müsste schauen, inwiefern es weiterhin einen Bus bräuchte.

- Und bleibt noch die Frage: Wer zahlt den Bau der Stationen? Da muss wegen Behindertengesetz (BehiG) sowieso neu gebaut werden. Dann kann ich noch die Zugslängen abfragen: Die S1 in Einzeltraktion braucht 95 m Perron, der SBB-RE im nächsten Jahr 200 m Perron, der SOB-Zug je nach möglicher Verstärkung bis zu 320 m Perron (VAE150m-Doppeltraktion). Und dann noch Unterführung mit Rampe.

Damit bräuchte man den Bahnhof Silenen nicht unbedingt wieder zu eröffnen, jedoch könnte er einen Halt auf Verlangen bieten.

Auch ein Halt auf Verlangen muss das BehiG erfüllen und in den Fahrzeiten berücksichtigt werden.


Als kurze Zusammenfassung: Letztlich ist es in erster Linie eine Geldfrage und beim durchgehenden Taktzug auch eine Fahrzeitenfrage.


Grüsse aus der Ostschweiz.

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Der SBB FV-Dosto.

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