Reisebericht: Eine Stunde Borkum mit IC Borkum (Reiseberichte)
Hallo.
Seit einiger Zeit wollte ich mir schon Emden Außenhafen ansehen und zwar mit einem immer seltener werdenden Lokwechsel.
Dazu hatte ich mir am vergangenen Sonntag IC 2204 "Borkum" in Form eines klassischen IC1 ohne Steuerwagen ausgesucht.
Aus verschiedenen Gründen fuhr ich zunächst um halb 10 (gut ausgeschlafen) mit der S-Bahn nach Essen Hbf und von dort aus dem RE2 nach Münster. Dort bestand Anschluss an den RE 15 nach Emden Außenhafen.
Als unterwegs klar war, dass IC 2204 pünktlich sein würde, bin ich an der Landesgrenze in Rheine ausgestiegen und habe dort auf IC 2204 gewartet, der ebenfalls nach Emden Außenhafen fährt.
Im Zug war ich dann überrascht, dass ich zwar eine Reservierung für die 1.Klasse hatte, diese sich aber im Wagen 12 befand, was nicht der Schlusswagen war.
Im Gegensatz zu der Wagenreihung auf grahnert.de, bei der Wagen 12 ein Bpmz ist, bestand dieser in meinem aus einem zweiten Avmz.
Da aber genug frei war, setzte ich mich im letzten Wagen (14) ins letzte Abteil.
In Emden waren dann planmäßig 20 Minuten für das Umspannen vorgesehen.
Alt und neu: Lok verlässt den IC Richtung Norden.
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Nach einer Umfahrung auf den Abstellgleisen kehrt unsere Lok am anderen Ende an unseren Zug zurück.
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Nach langsamer Fahrt und etlichem Hupen an den Bahnübergängen auf der eingleisigen, aber inzwischen elektrifizierten Strecke nach Emden Außenhafen, erreichen wir den "Privatbahnhof" Emden Außenhafen. Der einzige(?) "Privatbahnhof" mit DB-Fernverkehr.
Im Hintergrund steht schon die Erdgas-Fähre nach Borkum bereit.
Am Schalter kaufte ich mir die Tageskarte mit Reservierung für den Katamaran für die Rückfahrt.
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Vom Deck der Fähre konnte ich dann den Lokwechsel in Emden Außenhafen beobachten.
Auf der Überfahrt stärkte ich mich mit einem Mittagessen. Das Wetter war eigentlich ganz gut, aber aufgrund des Windes auf Deck war es dann doch noch etwas zu kalt.
Robbe/Seehund am Strand von Borkum.
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Im Hafenbahnhof wartete schon die Inselbahn, die im Fährpreis mit enthalten ist. Es besteht immer Anschluss.
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Im Innenstadtbahnhof angekommen, lief ich nach einer kurzen Runde eher zielstrebig zum Strand. "Neuer Leuchturm":
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Leider war gerade Niedrigwasser, aber aufgrund des Sonnenscheins war die Szenerie trotzdem sehr schön.
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Nach ca. einer Stunde Spaziergang an der Promenade und am Strand, ging es wieder zurück zum Bahnhof. In der Nähe das BW mit Wismarer Schienenbus in Schmalspurausstattung. Dieser stand leider im Dunkeln in der Halle.
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Pünktlich 17:40 ging es mit dem Zug wieder zum Hafen, wo Anschluss an den Katamaran nach Emden und die Fähre nach Eemshaven bestand.
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Ich hatte den Katamaran gebucht. An Bord geht es eher wie in einem Flugzeug oder ICE zu denn wie auf einer Fähre.
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Spaß bei der Überfahrt. Alleine die akustische Kulisse war die Fahrt wert. In der Mitte vom Heck gab es die beiden MTU Dieselmotoren in Stereo. Das kann man sich so vorstellen wie zwei 218er auf Vollgas in Parallelfahrt und man selbser genau dazwischen. Als Gimmick hier ein Mini-Video: https://www.youtube.com/watch?v=748rgk3EgnY
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Wieder in Emden Außenhafen hatte ich eine knappe halbe Stunde Übergang zu meinem RE17 zurück nach Münster. Leider gab es in Emden Außenhafen keine geöffnete Gastronomie, sodass ich mich mit einem alten Brötchen und ein paar mitgebrachten Käsecrackern begnügen musste.
Auf dem Bild links das Stellwerk, mittig der Westfalenbahn RE15 nach Münster und rechts das doppelte Bahnsteigdach "neu+alt". In Lage des grau gepflasterten Bereiches mit neuem Bahnsteigdach lag früher noch Gleis 1. Links vom Stellwerk sieht man die Schutztore. Bei Sturmflut steht der Bahnhofsbereich unter Wasser.
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Der RE15 hat in Emden gut 10 Minuten Zeit für den Richtungswechsel eingeplant.
Bis Rheine ging es dann im WFB-Flirt in der 1.Klasse Richtung Heimat, dann in der recht vollen 2.Klasse bis Münster weiter.
In Münster hatte ich 16 Minuten Umstiegszeit auf den RE2, in der ich eigentlich noch ein Abendessen kaufen wollte. Leider hatte die Pommesbude auf dem Ersatz-Vorplatz schon um kurz vor 22 Uhr geschlossen.
Ein Blick auf den Navigator sagte mir, dass ein leicht verspäteter IC mich schnell nach Bochum bringen könnte, wo ich 29 Minuten mit Essenssuche bis zur nächsten S-Bahn verbringen könnte.
Daher kaufte ich am Bahnsteig schnell ein Handy-Ticket und stieg in IC 2225, der zu meiner Freude sogar ein funktionierendes Bistro hatte.
Dort entschied ich mich dann für die Tomaten-Feta-Farfalle und gegen McDonald's in Bochum. Die Farfalle sind durchaus genießbar.
Trotz Verspätung war in Dortmund noch Zeit frühzeitig in die S-Bahn umzusteigen, um nicht später in Bochum 29 Minuten am Bahnsteig warten zu müssen.
Das war's auch schon mit "Eine Stunde Borkum mit IC Borkum".
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