Abschied vom alten BÜ Bordelum: Bunte Reise von S n. N (Reiseberichte)

Eisenbahnwilli, Sonntag, 17.07.2016, 18:33 (vor 3542 Tagen)
bearbeitet von Eisenbahnwilli, Sonntag, 17.07.2016, 18:38

Hallo zusammen,

vor gut einem Monat hieß es Abschied nehmen vom letzten Bahnübergang mit der Leuchtschrift "2 Züge" an der Marschbahn. Von einst mindestens 10 dieser Anlagen an der Marschbahn ist nun auch der letzte vor gut einem Monat gestorben.
Zwei Tage zuvor besuchte ich ihn zum letzten Mal. Hautgrund waren die Sylt-Shuttle-Plus und der Dampfzug.

Los ging es am 17.06. um kurz vor eins mit einem kurzen Spaziergang von der Personalkantine des KKH Calw zum dortigen Bahnhof. Mit der Wiederinbetriebnahme der Strecke nach Weil der Stadt wird sich dieser Weg um einiges verkürzen.
Die Abfahrt erfolgt pünktlich um 13:04 mit dem Regio-Shutlle nach Pforzheim.
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Pforzheim wird pünktlich erreicht, die Fahrt geht mit der S-Bahn der AVG weiter bis Karlsruhe-Durlach. Die Fahrt ist sehr angenehm, von den vorderen Plätzen freie Sicht voraus. Bei meinen anderen, bestimmt 30 Fahrten auf dieser Strecke mit DB Regio war aus welchen Gründen auch immer keine Sicht auf die Strecke möglich.
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Mit der S3 traf in Durlach auch der Regen ein:
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Ab Heidelberg ging es mit der RB nach Frankfurt weiter. Die Herrlichkeit aus n-Wagen und Dostos mit grünen Sitzen wird bald vorbei sein, wenn dort die S-Bahn den Verkehr übernimmt. Die Dosto-Züge sind bereits mit 146 bespannt. Genießen wir also die grünen Sitze.

Ab Frankfurt ging es dann mit dem RE nach Kassel Hbf weiter. Kurz nach der Abfahrt bot sich dieser malerische Blick am Fenster:
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Dann folgte der Cantus nach Göttingen. Bis Friedland war der Zug überpünktlich, kurz vor Göttingen gab es dann +5 wegen Kreuzung eines Güterzuges.
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Ab Göttingen folgte dann der Metronom bis Hamburg Hbf. Erstaunlicherweise ist kein Umstieg in Uelzen erforderlich, obwohl die Fahrpläne diesen vorsehen.
Hier der Metronom in Göttingen:
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Der Metronom sammelt in vielen Punkte Pluspunkte gegenüber der DB. Für jeden Kunden ist in den Dostos das Richtige dabei: Für Menschen, die schlafen oder in Ruhe reisen wollen ein Ruhe-Wagen mit gedämmten Licht, für Radfahrer ein Wagen, dessen Unterdeck ausschließlich aus Radabstellplätzen besteht, für Hungrige und Durstige Passangiere ein Snach-Automat und eine Art Stehcafe, für wohlhabende Fahrgäste die 1. Klasse, für den Otto-Normalbahnfahrer "normale" Plätze und für den Eisenbahnfreund Ausblick aus dem Steuerwagen, der bei DB-Dosto-Steuerwagen leider nicht möglich ist (warum eingentlich?):
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Das Personal vom Metronom ist um einiges freundlicher, als ich es von DB-Regio gewohnt bin, der Tf war sehr aufgeschlossen und das Begleitpersonal verabschiedet sich noch außerhalb des Bahnsteigbereiches. Dazu die Ansagen wie "Sehr geehrte Fahrgäste, der Ausstieg befindet sich in Fahrtrichtung rechts". Solch eloquente Ansagen sind mir bei unzähligen Fahrten mit anderen EVU noch nie untergekommen. Beim Metronom hingegen immer.

Ab Hamburg sollte es mit dem RE nach Kiel weitergehen. Dieser war zuerst mit +10, dann mit +30, dann mit +50 anbekündigt. So allmählich machte ich mir Gedanken, ob die Umsteigezeit in Kiel reicht. Gut, eine knappe Stunde zum Umsteigen ist nicht wenig, aber es wäre nicht das erste Mal, dass Umsteigezeiten von über einer Stunde mir nicht reichen. Also warten nachts am Hamburger Hbf. Das wäre für DB-Sicherheit das Paradies gewesen, im 5-Minuten-Takt Flaschensammler und jemand, der Züge fotografiert;)
Zwischenzeitlich erhielt der ICE aus dem Süden auf Gleis 14(!) Einfahrt:
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Letzlich waren es +27, die sich auf der angenehmen Fahrt bis Kiel erhöhten, denn statt Aquarium-Dostos fuhren alte Hanse-Express-Wagen ein:
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Komfort im Nahverkehr:
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Ankunft in Kiel. Da die Abfahrt meines Zuges nach Husum an diesem Tag 15 Minuten später erfolgte (und dafür in Rendsburg nur 1 statt 16 Minuten gehalten wird - was sollen die 16 Minuten sonst eingentich?), ist noch genug Zeit. Sonst wäre es wirklich knapp geworden:
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Mix aus Dr-Dosto und n-Wagen von einer 218 bespannt:
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Die Fahrt von Kiel nach Husum verlief ohne Besonderheiten, tlw. im Schlaf.
Die halbe Stunde in Husum wird angehem in der Bahnhofshalle verbracht:
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Der SSP aus Hamburg:
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Wir erreichen Langenhorn (Schlesw)/e Hoorne mit +3:
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Formsignalherrlichkeit:
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Nach vier Kilometern Fußweg ist das Ziel erreicht:
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Hier treffen wir auf eine andere Person, die ebenfalls von diesem BÜ Abschied nimmt.
Der SSP hat eben in Bredstedt gewendet und fährt nach Niebüll zurück:
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Der Dampfzug hatte ca. eine Stunde Verspätung, hier rollt er um 12:40 Uhr vorbei:
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Hier noch ein IC mit 2x218:
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Und die Leuchtschrift in Aktion:
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Zurück ging es um kurz nach Zwei mit per Pedes zum Bf Langenhorn, dann mit der NOB nach Altona. Sieben Minuten nach der Abfahrtszeit traf diese auch ein, ohne vorherige Info. Ich dachte schon an ein zweites Güterglück. Kurz vor Husum kam die Ansage, dass der RE nach Kiel nicht wartet, er wartete dann aber doch, da zwischen Bredstedt und Husum 2 Minuten aufgeholt wurden. In Heide, Itzehoe une Elmshorn stand die NOB ca. 2 Minuten rum und war trotzdem drei Minuten zu früh in Altona. Die Fahrzeit könnte also locker um 10-15 Minuten gekürzt werden - warum passiert das nicht? Der Sprinter soll ja auch nur die Zeit schneller sein, die durch die Haltezeiten wegfallen.
Ab Altona dann mit der S31 nach Dammtor. Dort fuhr dann die Gumminase ein (übrigens auch 5 Minuten vor Plan, man könnte also trotzdem in Neumünster halten):
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Unmittelbar danach dann der ICE, mit dem die Fahrt bis Karlsruhe fortgesetzt wird. Wegen einem roten Signal in Wunstorf sind es in Hannover wenige Minuten Verspätung, wegen einer "Signalstörung" (eher LZB-Störung) in Göttingen +12, wegen Warten auf freie Einfahrt in Kassel dann +15. Trotz der Verspätung betrug die Geschwindigkeit auf der SFS nur 190-220 km/h - warum? Es war ICE 273 am 18.06.16. War da vielleicht ein IC mit Hg=200 vornedran?
Durch den deswegen knapp verpassten Anschluss war in Karlsruhe Zeit und Gelegenheit Klavier spielen:
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Gegen Ende des Tages ist die Fahrt dann zu Ende. Fortsetzung folgt - am nächsten Tag mit einem Ausflug zum Dampfzug in den Taunus.
Ich hoffe, der Bericht hat gefallen. Mit dem Rätsel geht es dann auch bald weiter. Über Kommentare freue ich mich.
Viele Grüße,
Eisenbahnwilli


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