(UK) Pendler-Protest in London gegen Notfahrplan (Allgemeines Forum)
maxiboy, IBNR: 7006966, Montag, 11.07.2016, 23:07 (vor 3557 Tagen)
Am Bahnhof London Victoria, von dem aus der Nahverkehr in große Teile des Südens Englands sowie einzelne Fernverkehrszüge abfahren, gab es heute Abend unter großer medialer Aufmerksamkeit eine Demonstration frustrierter Pendler.
Massive Zugstreichungen im Netz Southern, die ihre Ursache ursprünglich in seit längerer Zeit bekanntem Triebfahrzeugführermangel und einem Konflikt mit Gewerkschaften über den Einsatz von Zugbegleitpersonal haben, haben zu unzumutbaren Zuständen im ohnehin überlasteten SPNV der britischen Hauptstadt geführt. Einzelne Parlamentsabgeordnete haben im Vorfeld die vorzeitige Kündigung des Verkehrsvertrages mit Govia (einem Gemeinschaftsunternehmen von Go-Ahead und Keolis) gefordert.
Bilder u.a. hier: http://www.bbc.com/news/uk-england-36759843
Als langjähriges Opfer der Aussitzpolitik des Berliner Senates und der S-Bahn Berlin GmbH erfüllt mich dieser Anblick mit einer Genugtuung. Gibt es doch tatsächlich Nationen, in denen man sich nicht alles bieten lässt. Da wird sich nicht hinter einem vermeintlichen "Gemeinschaftsgeist" versteckt und die Tatsache, dass Mitarbeiter eventuell ihren Arbeitgeber wechseln müssten, nicht gegen die gebeutelten Pendler instrumentalisiert.
(UK) Pendler-Protest in London gegen Notfahrplan
thelasse, Utrecht(NL), Dienstag, 12.07.2016, 10:36 (vor 3556 Tagen) @ maxiboy
Am Bahnhof London Victoria, von dem aus der Nahverkehr in große Teile des Südens Englands sowie einzelne Fernverkehrszüge abfahren, gab es heute Abend unter großer medialer Aufmerksamkeit eine Demonstration frustrierter Pendler.
Massive Zugstreichungen im Netz Southern, die ihre Ursache ursprünglich in seit längerer Zeit bekanntem Triebfahrzeugführermangel und einem Konflikt mit Gewerkschaften über den Einsatz von Zugbegleitpersonal haben, haben zu unzumutbaren Zuständen im ohnehin überlasteten SPNV der britischen Hauptstadt geführt. Einzelne Parlamentsabgeordnete haben im Vorfeld die vorzeitige Kündigung des Verkehrsvertrages mit Govia (einem Gemeinschaftsunternehmen von Go-Ahead und Keolis) gefordert.
Bilder u.a. hier: http://www.bbc.com/news/uk-england-36759843
Als langjähriges Opfer der Aussitzpolitik des Berliner Senates und der S-Bahn Berlin GmbH erfüllt mich dieser Anblick mit einer Genugtuung. Gibt es doch tatsächlich Nationen, in denen man sich nicht alles bieten lässt. Da wird sich nicht hinter einem vermeintlichen "Gemeinschaftsgeist" versteckt und die Tatsache, dass Mitarbeiter eventuell ihren Arbeitgeber wechseln müssten, nicht gegen die gebeutelten Pendler instrumentalisiert.
Hier hat aber vorallem die Politik komplett versagt. Die alte Southern Konzession ist im Sommer 2015 abgelaufen. Und schon in dieser Konzession hatte man Probleme mit der Pünktlichkeit und Kapazität der Züge. Oft fällt im Sommer die Hälfte der Züge auf der Brighton Main Line (Brighton-London Victoria) aus.
Da muss man sich wirklich fragen wie man einem solchen Unternehmen die Konzession nochmal für 6 Jahre geben kann.Andererseits frage ich mich auch warum die neuen Züge bei Southern plötzlich so ein Problem sind und bei anderen Thameslink Strecken nicht. Denn die Züge die teilweise schon eingesetzt werden oder eingesetzt werden sollen sind ja die gleichen.
(UK) Pendler-Protest in London gegen Notfahrplan
ffz, Dienstag, 12.07.2016, 11:00 (vor 3556 Tagen) @ thelasse
Ganz einfach, weil Southern siene Züge(Class 377 und Class 378) in DOO(Driver Only Operation) fahren will und dazu alle Züge schon mit Kameras ausgestattet hat. Bisher kommt dieses Verfahren in UK nicht zur Anwedung, wenn in DOO gefahren wird, dann nur mit spiegeln und Bahnsteigaufsicht. Bei Southern gibt der Trainguard(Zugführer) die Türen bei jedem Halt frei, nachdem er überprüft hat, dass alle Züge am bahnsteig sind und schließt die Türen zentral wieder und meldet danach über einen Summer dem Lokführer den zug abfahrbereit. Southern will nun die Train Guard einsparen und die Züge nur mit Lokführer besetzen. Dagegen protestiert die Gewerkschaft RMT. Nun sind viele Train Guards krank und die Lokführer weigern sich Überstunden zu machen(Overtime-Ban). Somit kann Southern seine Züge nicht emhr fahren. Quasi alle TOC(Train Operating Compan=EVU) in GB können ihre Zugleistungen nur über Überstunden der Tf und der Train Guards abdecken.
Nun hat gestern Go-Ahaed(die halten 70% von Govia) in stuttgart den Verkehrsvertrag für Stuttgart unterschreiben, ob das wohl ein zeichen ist....
Darf ich Deinen Post mal etwas gliedern?
sfn17, Dienstag, 12.07.2016, 11:19 (vor 3556 Tagen) @ ffz
Ganz einfach, weil Southern siene Züge (Class 377 und Class 378) in DOO (Driver Only Operation) fahren will und dazu alle Züge schon mit Kameras ausgestattet hat. Bisher kommt dieses Verfahren in UK nicht zur Anwendung. Wenn in DOO gefahren wird, dann nur mit Spiegeln und Bahnsteigaufsicht. Bei Southern gibt der Trainguard (Zugführer) die Türen bei jedem Halt frei, nachdem er überprüft hat, dass alle Wagen am Bahnsteig sind. Er schließt die Türen zentral wieder und meldet danach über einen Summer dem Lokführer den Zug abfahrbereit.
Southern will nun die Train Guards einsparen und die Züge nur mit Lokführern besetzen. Dagegen protestiert die Gewerkschaft RMT. Nun sind viele Train Guards krank, und die Lokführer weigern sich, Überstunden zu machen (Overtime-Ban). Somit kann Southern seine Züge nicht mehr fahren. Quasi alle TOC (Train Operating Compan=EVU) in GB können ihre Zugleistungen nur über Überstunden der Tf und der Train Guards abdecken.
Nun hat gestern Go-Ahead (die halten 70% von Govia) in Stuttgart den Verkehrsvertrag für Stuttgart unterschrieben, ob das wohl ein Zeichen ist....
Danke für das interessante Posting.
(UK) Pendler-Protest in London gegen Notfahrplan
thelasse, Utrecht(NL), Dienstag, 12.07.2016, 11:19 (vor 3556 Tagen) @ ffz
Ganz einfach, weil Southern siene Züge(Class 377 und Class 378) in DOO(Driver Only Operation) fahren will und dazu alle Züge schon mit Kameras ausgestattet hat.
Aber die 377 werden ja auf einem Teil der Southern Linien durch die neue Class 700 ersetzt. Also müssen diese Züge ja auch mit Kameras ausgestattet sein. Und wenn das bei Southern funktioniert wird man es ja wahrscheinlich auch bei anderen Thameslink Linien einführen. Warum ist das also nur bei Southern so ein Problem und auf anderen Linien wo es ja dann wahrscheinlich auch kommt nicht ?
Nun hat gestern Go-Ahaed(die halten 70% von Govia) in stuttgart den Verkehrsvertrag für Stuttgart unterschreiben, ob das wohl ein zeichen ist....
(UK) Pendler-Protest in London gegen Notfahrplan
ffz, Dienstag, 12.07.2016, 11:47 (vor 3556 Tagen) @ thelasse
Aber die 377 werden ja auf einem Teil der Southern Linien durch die neue Class 700 ersetzt. Also müssen diese Züge ja auch mit Kameras ausgestattet sein. Und wenn das bei Southern funktioniert wird man es ja wahrscheinlich auch bei anderen Thameslink Linien einführen. Warum ist das also nur bei Southern so ein Problem und auf anderen Linien wo es ja dann wahrscheinlich auch kommt nicht ?
Nein die Class 700 gehören zum Thamslink Franchise(siehe hier https://en.wikipedia.org/wiki/Thameslink_and_Great_Northern) Die Class 700 werden zwar die Class 387 ersetzen, die Class 377 kommen schon länger(ca 6 Wochen) nicht mehr auf der Thamslink Strecke zum Einsatz. Die Class 377 auf der Thamslink Strecke haben schon immer zum Southern Franchise gehört und waren nur untervermietet. Thamslink ist schon seit über 15 Jahren eine DOO Netz dort sind aber an den Stationen Spiegel montiert und die Train Guards machen heute Bahnsteigaufsicht, genau wie great Northern. Southern war noch nie ein DOO netz und soll es nun werden. Govia will auf diesem Wege etwa 400 Train Guards überflüssig machen, ein teil soll andere Jobs bekommen, wie Bahnsteigaufsichten oä, der andere Teil entlassen werden. Dad´gegen protestiert die Gewerkschaft, meiner Meinung nach zu Recht. Denn am ende dient die DOO nur den Gewinnen von Govia, der Preis für das franchsie sinkt nicht und die Fahrpreise werden zentral vom DfT(Deprtment for Transport=Bundesverkehrsministerium) fest gelegt. Zudem hat sich Southern und Govia auf eine völlige Verweigerungshaltung begeben, die wollen DOO einführen ohne die Gewerkschaft zu beteiligen(Betriebsräte sind in GB unbekannt), das ist so verhnadlungstechnisch sehr ungeschickt und zeugt von keinem guten Verhandlungsstil. Verhandlungen bieten immer Konflikte und es gibt zum Schluss immer einen Kompromiss wo beide Seiten etwas nachgeben müssen.
(UK) Pendler-Protest in London gegen Notfahrplan
thelasse, Utrecht(NL), Dienstag, 12.07.2016, 14:09 (vor 3556 Tagen) @ ffz
bearbeitet von thelasse, Dienstag, 12.07.2016, 14:10
Aber die 377 werden ja auf einem Teil der Southern Linien durch die neue Class 700 ersetzt. Also müssen diese Züge ja auch mit Kameras ausgestattet sein. Und wenn das bei Southern funktioniert wird man es ja wahrscheinlich auch bei anderen Thameslink Linien einführen. Warum ist das also nur bei Southern so ein Problem und auf anderen Linien wo es ja dann wahrscheinlich auch kommt nicht ?
Nein die Class 700 gehören zum Thamslink Franchise(siehe hier https://en.wikipedia.org/wiki/Thameslink_and_Great_Northern) Die Class 700 werden zwar die Class 387 ersetzen, die Class 377 kommen schon länger(ca 6 Wochen) nicht mehr auf der Thamslink Strecke zum Einsatz. Die Class 377 auf der Thamslink Strecke haben schon immer zum Southern Franchise gehört und waren nur untervermietet.
Die Southern Franchise wurde im Sommer 2015 mit dem Ende der Konzession mit der Thameslink Francise vereinigt.(siehe hier https://en.wikipedia.org/wiki/Southern_(Govia_Thameslink_Railway)) Dort wird gesagt:Southern is the brand name used by the Govia Thameslink Railway train operating company on the Southern routes of the Thameslink, Southern and Great Northern franchise.(.....)With the last franchise expiring on 26 July 2015, the South Central franchise was merged with the Thameslink Great Northern franchise to create Thameslink, Southern and Great Northern. This is operated by Govia Thameslink Railway, which is also owned by Southern's parent company, Govia. The Southern brand identity has been retained.
Southern has ordered 116 Class 387 "Electrostar" carriages which will be used on the Thameslink route until the new Class 700s are delivered. Und in einem Zeitungsartikel vom April 2015()wird gesagt:Keith Wallace, GTR Thameslink programme director, said: “For passengers on Brighton mainline services, the new depot and 700 trains will, by 2018, deliver 1,000 more seats in the morning peak and allow trains to be lengthened from eight to 12 carriages.(Artikel Also kommen die Class 700 auch auf die von Southern befahrene Brighton Main Line (ist ja auch das letzte Stück der Thameslink Strecke).
Thamslink ist schon seit über 15 Jahren eine DOO Netz dort sind aber an den Stationen Spiegel montiert und die Train Guards machen heute Bahnsteigaufsicht, genau wie great Northern. Southern war noch nie ein DOO netz und soll es nun werden. Govia will auf diesem Wege etwa 400 Train Guards überflüssig machen, ein teil soll andere Jobs bekommen, wie Bahnsteigaufsichten oä, der andere Teil entlassen werden. Dad´gegen protestiert die Gewerkschaft, meiner Meinung nach zu Recht. Denn am ende dient die DOO nur den Gewinnen von Govia, der Preis für das franchsie sinkt nicht und die Fahrpreise werden zentral vom DfT(Deprtment for Transport=Bundesverkehrsministerium) fest gelegt. Zudem hat sich Southern und Govia auf eine völlige Verweigerungshaltung begeben, die wollen DOO einführen ohne die Gewerkschaft zu beteiligen(Betriebsräte sind in GB unbekannt), das ist so verhnadlungstechnisch sehr ungeschickt und zeugt von keinem guten Verhandlungsstil. Verhandlungen bieten immer Konflikte und es gibt zum Schluss immer einen Kompromiss wo beide Seiten etwas nachgeben müssen.
Ich sage ja nicht das ich die Southern Mitarbeiter nicht verstehe.Ich verstehe volles Verständnis dafür das sie unzufrieden sind.
(UK) Pendler-Protest in London gegen Notfahrplan
ffz, Dienstag, 12.07.2016, 15:07 (vor 3556 Tagen) @ thelasse
In UK werden keine Konzessionen vergeben, sondern es werden Franchises ausgeschrieben und der jenige der die wenigste Förderung braucht, bzw die meisten Zahlungen dafür bietet das Franchise zu betreiben gewinnt das Franchise. Wenn ein Franchise mit einem anderen Franchise vereinigt wird hört das Franchise deshalb nicht auf zu existieren. Das DfT kann zB beschließen, Govia das Southern Franchise zu entziehen, wenn die Qualität nicht stimmt dann behält Govia trotzdem das Thamslink und das great northern Franchise. Das jetze Great Western Franchise in Uk sind zB eine 3 Franchises die unter einem Namen betrieben werden, das ist das Thams Local Franchise, das ist das Great Western IC Franchise und das Wessex Franchise. Sämtliche Fahrzeuge in UK werden vom DfT bzw im Auftrag vom DfT von einem TOC bestellt und gekauft, dann aber sofort an eine rolling stock leasing company(eisenbahnfahrzeug vermietungs gesellschaft) weiter verkauft und von dort für eine bestimmte Dauer zurück geleast. In UK darf eine Personenverkehrs TOC keine Fahrzeuge besitzen. Die Class 700 Triebwagen wurden vom DfT für das Thamslink Franchise beschaft, das Thamslink Franchise sieht 2 Fast Services pro Stunde brighton-London Bridge-St. Pancras-Bedford vor. Diese Leistungen gehören nicht zum Southern Franchise. Es ist bei einer Jahreskarte/Monatskarte Brighton-London terminals nach wie vor ein Kostenunterschied ob ich eines für Southern only oder eines für Thamslink only oder eines für alle TOC buche.
In UK entscheidet sich der Fahrpreis nicht nur nach der zurück gelegten Strecke, sondern es hängt auch davon ab welches TOC ich nutzen will. So kann ich von King's Cross nach Peterbrough entweder mit Great Northern(Govia), Virgin Trains East Coast oder flexibel mit beiden TOC fahren. Great Northern ist etwas langsamer und kostet 27,60 Pfund, Virgin Trains ist teuerer aer schneller und kostet 33,20 Pfund, das Anytime Ticket kostet dann noch mehr 50 Pfund. Dafür kann Virgin Trains billiger sein, weil die Advanced Fares, ähnlich dem deutschen Sparpreis mit Zwangsreservierung und Zugbindung anbieten.
Lesestoff zum Railway Franchising
kcp, Dienstag, 12.07.2016, 15:42 (vor 3556 Tagen) @ ffz
Auf den Seiten des Englischen Parlaments gibt es ein ganz aufschlussreiches Dokument zum Railway Franchising.
Nach einer Kurzeinführung zu Wieso, Weshalb, Warum des Franchising gibt es dann Details zu jedem einzelnen Franchise. Neben Franchisedauer und -nehmer gibt es Infos zu welchen Verbesserungen sich der Franchisenehmer verpflichtet hat und wie die finanzielle Situation ist (m.a.W.: Ob für das Franchise ein Zuschuß gezahlt werden muß oder der Staat daran verdient)
Das Dokument ist vom Dezember 2015
Nachzulesen unter
http://researchbriefings.files.parliament.uk/documents/SN01343/SN01343.pdf
War da Anfang des Jahres mal drüber gestolpert und fand es eine ganz erhellende Lektüre.
So long
Charly
P.S.: Wer ganz viel Muse (und Zeit) hat und die Franchise Agreements sehr detailliert studieren will, kann mal hier schauen
https://www.gov.uk/government/collections/public-register-of-rail-passenger-franchise-a...
(UK) Pendler-Protest in London gegen Notfahrplan
agw, NRW, Dienstag, 12.07.2016, 16:06 (vor 3556 Tagen) @ ffz
Nun hat gestern Go-Ahaed(die halten 70% von Govia) in stuttgart den Verkehrsvertrag für Stuttgart unterschreiben, ob das wohl ein zeichen ist....
Was soll das für ein Zeichen sein?
Hier gibt's doch DOO schon ewig, auch bei den großen Verkehrsverträgen mit der DB ohne Ausschreibung.
(UK) Pendler-Protest in London gegen Notfahrplan
thelasse, Utrecht(NL), Dienstag, 12.07.2016, 18:34 (vor 3556 Tagen) @ agw
Nun hat gestern Go-Ahaed(die halten 70% von Govia) in stuttgart den Verkehrsvertrag für Stuttgart unterschreiben, ob das wohl ein zeichen ist....
Was soll das für ein Zeichen sein?
Hier gibt's doch DOO schon ewig, auch bei den großen Verkehrsverträgen mit der DB ohne Ausschreibung.
Ich denke ffz meint die Personalpolitik im Allgemeinen. Das man die Leistungen nur mit Überstunden des Personals fahren kann,das man versucht beim Personal zu sparen (DOO).
(UK) Pendler-Protest in London gegen Notfahrplan
agw, NRW, Dienstag, 12.07.2016, 19:09 (vor 3556 Tagen) @ thelasse
Nun hat gestern Go-Ahaed(die halten 70% von Govia) in stuttgart den Verkehrsvertrag für Stuttgart unterschreiben, ob das wohl ein zeichen ist....
Was soll das für ein Zeichen sein?
Hier gibt's doch DOO schon ewig, auch bei den großen Verkehrsverträgen mit der DB ohne Ausschreibung.
Ich denke ffz meint die Personalpolitik im Allgemeinen. Das man die Leistungen nur mit Überstunden des Personals fahren kann,das man versucht beim Personal zu sparen (DOO).
Macht man bei der DB AG doch auch seit Jahren, oder? War das was mit Mainz?
Kann ja eigentlich nur besser werden?
(UK) Pendler-Protest in London gegen Notfahrplan
thelasse, Utrecht(NL), Dienstag, 12.07.2016, 23:49 (vor 3556 Tagen) @ agw
Nun hat gestern Go-Ahaed(die halten 70% von Govia) in stuttgart den Verkehrsvertrag für Stuttgart unterschreiben, ob das wohl ein zeichen ist....
Was soll das für ein Zeichen sein?
Hier gibt's doch DOO schon ewig, auch bei den großen Verkehrsverträgen mit der DB ohne Ausschreibung.
Ich denke ffz meint die Personalpolitik im Allgemeinen. Das man die Leistungen nur mit Überstunden des Personals fahren kann,das man versucht beim Personal zu sparen (DOO).
Macht man bei der DB AG doch auch seit Jahren, oder? War das was mit Mainz?
Kann ja eigentlich nur besser werden?
Go Ahead hat in Südengland generell ein strukturelles Problem mit Personalmangel. Southern kämpft wie gesagt schon seit Jahren mit Personalmangel. Zur Zeit ist es durch die bereits von ffz genannten Probleme besonders schlimm. Im Notfahrplan hat man jetzt von Montag bis Freitag 341 Züge pro Tag gestrichen und muss trotzdem Büropersonal einsetzen um den Fahrplan aufrecht zu erhalten.
Und auch im von Go Ahead betriebenen Busverkehr in Brighton und Umgebung fallen pro Tag bis zu 20 Fahren aus weil man zu wenige Fahrer hat.
Ich denke nicht das die DB in Stuttgart solche Personalprobleme hat und das auch über Jahre hinweg. Aber natürlich hängt das auch stark vom Vertrag ab den Go Ahead in Stuttgart unterschrieben hat.
(UK) Pendler-Protest in London gegen Notfahrplan
agw, NRW, Mittwoch, 13.07.2016, 06:26 (vor 3556 Tagen) @ thelasse
Ich denke nicht das die DB in Stuttgart solche Personalprobleme hat und das auch über Jahre hinweg. Aber natürlich hängt das auch stark vom Vertrag ab den Go Ahead in Stuttgart unterschrieben hat.
Ich redete von den FDL in Mainz. Das war ein strukturelles Problem der DB.
Obwohl die DB da ohne Konkurrenz ist und sich auch nicht bewerben musste.
Und da sind auch massig Züge ausgefallen.
Wenn du jetzt sagst, "das war die DB AG, aber nicht in Stuttgart", dann hast du meine Frage verstanden, was Go-Ahead in England mit Go-Ahead in Deutschland zu tun haben soll.
(UK) Pendler-Protest in London gegen Notfahrplan
ffz, Mittwoch, 13.07.2016, 08:41 (vor 3556 Tagen) @ agw
Ich denke nicht das die DB in Stuttgart solche Personalprobleme hat und das auch über Jahre hinweg. Aber natürlich hängt das auch stark vom Vertrag ab den Go Ahead in Stuttgart unterschrieben hat.
Ich redete von den FDL in Mainz. Das war ein strukturelles Problem der DB.
Obwohl die DB da ohne Konkurrenz ist und sich auch nicht bewerben musste.
Und da sind auch massig Züge ausgefallen.Wenn du jetzt sagst, "das war die DB AG, aber nicht in Stuttgart", dann hast du meine Frage verstanden, was Go-Ahead in England mit Go-Ahead in Deutschland zu tun haben soll.
Mainz war kein strukturelles Problem, sondern die konsequenz aus einer völlig verfehlten Personalplanung in verbindung mit ignoranten Führungskräften. Was hat das mit Bewerbung oder Konkurenzlosigkeit zu tun? Die DB AG muss jedes Jahr eine Summe X als Dividende an den Aktionär den Deutschen Bund bezahlen, wie die Gewinne erwirtschaftet werden interessiert eigentlich nicht. Also wird halt überall Geld gespart, so lange bis eben der Laden zusammenbricht.
Nach einem Artikel der Schwäbischen Zeitung braucht Go Ahaed für die Zugleistungen für die DB Regio vorher 700 Mitarbeiter gebraucht hat noch 400 Mitarbeiter, das klingt für mich nicht wirklich nach einer gesunden Personalpolitik, weil so viele Büromitarbeiter hat Regio nun auch nicht. Sprich die werden sicherlich an der Zugbegleiterquote sparen und sicherlich auch an der Krankheitsreserve.
Ich meine schau dir doch mal an was National Express, die übrigens damals das East Coast Franchise in UK gekündigt haben weil sie kurz vor der Insolvenz standen, als Zugbegleiter/Kundenbetreuer in NRW einsetzt, das sind Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma die erst mal halt günstig sind und auf Grund ihres Hintergrundwissens bei einem Notfall keine Hilfe sind da keine Betriebseisenbahner udn die weder Tarifauskünfte geben können noch bei eriner Fahrkartenkontrolle mehr können wie stempeln oder einen 60er schreiben.
Aber vielleicht bin ich in dem Punkt einfach ein Dinosaurier der davon überzeugt ist dass ein Zugbegleiter/Kundenbetreuer ein betriebseisenbahner sein sollte, der zumindest mal rangieren kann, weiß wie man kuppelt und entkuppelt, als Triebfahrzeugbegleiter fungieren kann und Kentnisse des anzuwendenden Tarifes hat.
(UK) Pendler-Protest in London gegen Notfahrplan
JeDi, überall und nirgendwo, Mittwoch, 13.07.2016, 10:34 (vor 3555 Tagen) @ ffz
bearbeitet von JeDi, Mittwoch, 13.07.2016, 10:35
Nach einem Artikel der Schwäbischen Zeitung braucht Go Ahaed für die Zugleistungen für die DB Regio vorher 700 Mitarbeiter gebraucht hat noch 400 Mitarbeiter, das klingt für mich nicht wirklich nach einer gesunden Personalpolitik, weil so viele Büromitarbeiter hat Regio nun auch nicht. Sprich die werden sicherlich an der Zugbegleiterquote sparen und sicherlich auch an der Krankheitsreserve.
Viel weniger Zugbegleiter als DB Regio aktuell kann man ja kaum einsetzen.
Aber vielleicht bin ich in dem Punkt einfach ein Dinosaurier der davon überzeugt ist dass ein Zugbegleiter/Kundenbetreuer ein betriebseisenbahner sein sollte, der zumindest mal rangieren kann, weiß wie man kuppelt und entkuppelt, als Triebfahrzeugbegleiter fungieren kann und Kentnisse des anzuwendenden Tarifes hat.
Ob man wirkluch Kuppeln können muss, wenn man eh nur mit Schaku unterwegs ist? Bei DB Regio sind übrigens auch die wenigsten Zugbegleiter noch "richtige" Betriebseisenbahner.
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Weg mit dem 4744!