[ZM] Fahrgäste im Zug gefangen (Allgemeines Forum)
462 001, Taunus, Sonntag, 10.07.2016, 11:25 (vor 3557 Tagen)
Hallo,
wie ich eben in einem Artikel der Lübecker Nachrichten entdeckt habe, gab es am Freitag in Reinfeld ein paar Problemchen beim Mobilitätsanbieter Nr. 1 in Deutschland.
Bis zum eintreffen einer Ersatzlok sollen etwa 90 Minuten vergangen sein, was angesichts des warmen Wetters in Verbindung mit nicht funktionsfähiger Klimaanlage(Lok war ja kaputt) recht unangenehm war.
Kleiner Auszug aus dem Artikel:
Der Schaffner der Regionalbahn habe zunächst das Notfallmanagement seines Arbeitgebers nicht erreichen können. „So lange blieben auch die Türen des Zuges geschlossen“, sagte er. „Es wurde dann doch ganz schön warm, weil die Klimaanlage nicht funktionierte.“ Nach etwa einer Dreiviertelstunde seien drei Türen geöffnet worden, die von der Polizei bewacht worden seien. „Die hatten sicher Sorge, jemand würde aussteigen“, vermutete Peter Exner-Straube. „Aber wenigstens konnten wir dort hingehen und frische Luft schnappen.“
Warum werden die Fahrgäste in einem sich aufheizenden Zug festgehalten? Das System muss man nicht verstehen. Das geht solange gut, bis die Reisenden mit Kreislaufproblemen zusammenklappen oder noch schlimmeres passiert...
Gruß aus dem sonnigen Taunus
--
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Immer wieder erstaunlich, wie schnell die Bahn reagiert.
ktmb, Sonntag, 10.07.2016, 11:35 (vor 3557 Tagen) @ 462 001
Ging mir und ca. 70 Reisenden am letzten Dienstag auf dem Weg nach Amsterdam ja auch so. Wir durften wenigstens draussen auf den 90 Minuten zu spät kommenden SEV warten. :)
Immer wieder erstaunlich, wie schnell die Bahn reagiert.
bahnerausleidenschaft, Sonntag, 10.07.2016, 14:14 (vor 3556 Tagen) @ ktmb
Ging mir und ca. 70 Reisenden am letzten Dienstag auf dem Weg nach Amsterdam ja auch so. Wir durften wenigstens draussen auf den 90 Minuten zu spät kommenden SEV warten. :)
Besonders wenn der SEV von der NS organisiert werden muss, ist selbstverständlich die DB Schuld.
Immer wieder erstaunlich, wie schnell die Bahn reagiert.
guru61, Arolfingen, Sonntag, 10.07.2016, 16:35 (vor 3556 Tagen) @ bahnerausleidenschaft
Ging mir und ca. 70 Reisenden am letzten Dienstag auf dem Weg nach Amsterdam ja auch so. Wir durften wenigstens draussen auf den 90 Minuten zu spät kommenden SEV warten. :)
Besonders wenn der SEV von der NS organisiert werden muss, ist selbstverständlich die DB Schuld.
Hat er mit einem Wort gesagt dass die DB schuld ist? Er hat nur gesagt, dass ihm auch ein Zug verreckt ist und er drin warten muss.
Bisschen weniger Leidenschaft und mehr Nachdenken wünsche ich Dir!
Zur Ablenkung noch ein Bildchen von heute Morgen:
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Gruss Guru
Man muß sicher immer wieder wundern ...
Garfield_1905, Montag, 11.07.2016, 00:59 (vor 3556 Tagen) @ ktmb
Ging mir und ca. 70 Reisenden am letzten Dienstag auf dem Weg nach Amsterdam ja auch so. Wir durften wenigstens draussen auf den 90 Minuten zu spät kommenden SEV warten. :)
Hast Du schon mal einen kurzfristigen SEV organisiert, egal ob in Deutschland oder sonstwo ?
Natürlich stehen in ganz Deutschland Hunderte von Bussen einschl. Fahrer flächendeckend ständig 24 Std. am Tag 'Gewehr bei Fuß' und sind dann in beliebiger Menge innerhalb von 15 Minuten an jedem beliebigen Ort an deutschen oder anderen Bahnstrecken parat und warten schon mit Hufen scharrend darauf, eingesetzt zu werden. Mann, Mann, Mann, hast Du eine Ahnung ! *kopfschüttel
Immer wieder erstaunlich, wie schnell die Bahn reagiert.
Aphex Twin, Montag, 11.07.2016, 02:30 (vor 3556 Tagen) @ ktmb
Ging mir und ca. 70 Reisenden am letzten Dienstag auf dem Weg nach Amsterdam ja auch so. Wir durften wenigstens draussen auf den 90 Minuten zu spät kommenden SEV warten. :)
SEV in Fällen von technischen Problemen ist schon per Definition mit einer Wartezeit verbunden (es sei denn man würde jedem Zug einen Bus hinterher fahren lassen). Daher zu sagen der SEV komme zu spät ist ungefähr so aussagekräftig wie einen Schimmel als weiß zu bezeichnen.
[ZM] Fahrgäste im Zug gefangen
ffz, Sonntag, 10.07.2016, 12:31 (vor 3556 Tagen) @ 462 001
Wenn das Nachbargleis nicht gesperrt ist findet dort normaler Zugverkehr statt, wenn da ein Fahrgast aussteigt und von einem Zug erfasst und verletzt bzw getötet wird hat die Bahn ein Problem. Zudem bekommt die Bahn ein Problem, wenn die Fahrgäste auf freier Strecke aussteigen und sich beim Aussteigen verletzen. So loange es im Zug nicht brennt ist es immer das Sicherste im Zug zu bleiben, so lange die Fahrzeugbatterie noch Strom hat funktionieren zumindest Toilette und Notlicht. Der Fussboden von einem Hocheinstiegsdosto befindet sich etwa 90cm über der Schienenoberkante, neben dem Gleis ist zumeist ein Bahngraben, da kommt schnell ein Höhenunterschied von 1,5 Metern zusammen. Für die Evakuierung, die immer das letzte Mittel sein sollte gibt es aufbaubare Stege und Leitern.
[ZM] Fahrgäste im Zug gefangen
bahnerausleidenschaft, Sonntag, 10.07.2016, 14:13 (vor 3556 Tagen) @ ffz
Tja das siehst du so, aber leider die meisten ganz anders. Da ist es dann Nötigung und Freiheitsberaubung wenn nicht nach wenigen Minuten ein Ersatzzug bereitgestellt ist. Lassen wir es. Es wurde hier im Forum schon sooft durchgesprochen. Aber die Besserwisser ähm Experten wissen es alle besser.
[ZM] Fahrgäste im Zug gefangen
meilensammler, Sonntag, 10.07.2016, 16:20 (vor 3556 Tagen) @ ffz
Die Rede ist ja nicht vom Aussteigen, sondern vom Öffnen der Türen zwecks Belüftung.
Dazu eine Frage: wenn ich als Passagier die Not-Türentriegelung betätige, um in so einem Fall Frische Luft zu bekommen, lässt sich die Tür später wieder leicht schließen, oder müssen Techniker ran?
[ZM] Fahrgäste im Zug gefangen
ffz, Sonntag, 10.07.2016, 16:34 (vor 3556 Tagen) @ meilensammler
Wenn du als Passagier die Türnotentriegelung betätigst, dann schlägt erst mal eine Meldung beim Tf auf. Die Türe kann dann nicht einfach wieder verschlossen werden. Zudem droht dir eine Anzeige und Ermittlungen wegen Eingriffes in den Bahnverkehr. Die Türnotentrieglung ist für den Brandfall gedacht um fliehen zu können, nicht um den Wagen zu belüften.
[ZM] Fahrgäste im Zug gefangen
guru61, Arolfingen, Sonntag, 10.07.2016, 16:44 (vor 3556 Tagen) @ ffz
Wenn du als Passagier die Türnotentriegelung betätigst, dann schlägt erst mal eine Meldung beim Tf auf. Die Türe kann dann nicht einfach wieder verschlossen werden. Zudem droht dir eine Anzeige und Ermittlungen wegen Eingriffes in den Bahnverkehr. Die Türnotentrieglung ist für den Brandfall gedacht um fliehen zu können, nicht um den Wagen zu belüften.
Ok. Also wenn der Zug von einer Brücke stürzt und du am versaufen bist, benützt du die Notentriegelung nicht? Denn die ist ja nur für den Brandfall gedacht! Zeige mir mal bitte den Anschlag bei der Notentriegelung, dass sie nur im Brandfall betätigt werden darf?
Wie heiss ist dir?
Gruss Guru
[ZM] Fahrgäste im Zug gefangen
ffz, Sonntag, 10.07.2016, 16:54 (vor 3556 Tagen) @ guru61
Die Türnotentrieglung darf nur im Notfall betäigt werden, ich bezweifle mal dass ein Notfall vorliegt wenn dir warm ist. Wenn der Zug von einer Brücke in einen Fluss fällt ist die Türnotentriegelung sehr warhscheinlich sinnlos, weil du das nicht überlebt hast. Selbst wenn ein Zug auf einer Brücke entgleist gibt es die entsprechenden Führungschienen die einen Absturz verhindern sollten. Wenn du mit angenommen 140 km/h auf einer Brücke entgleist und aus 70 Metern Höhe in einen Fluss stürzt bist du zu über 70% tot bevor du überhaupt im Wasser ankommst.
Ich halte die Notöffnung der Türen für legitim
ICETreffErfurt, Eisenach, Sonntag, 10.07.2016, 17:07 (vor 3556 Tagen) @ ffz
Die Türnotentrieglung darf nur im Notfall betäigt werden, ich bezweifle mal dass ein Notfall vorliegt wenn dir warm ist.
Es kann zumindest ein medizinischer Notfall werden, wenn jemand durch die Wärme Kreislaufprobleme oder jemand eine Panikattacke bekommt.
So etwas passiert aber für gewöhnlich nicht in wenigen Minuten. 60 Minuten sollte ein normaler gesunder Mensch durchaus aushalten müssen. Bei mehr als 60 Minuten Wartezeit halte ich es für gerechtfertigt die Türen zu öffnen, um präventiv gesundheitliche Probleme bei den Fahrgästen zu verhindern.
Ich halte die Notöffnung der Türen für legitim
ffz, Sonntag, 10.07.2016, 17:13 (vor 3556 Tagen) @ ICETreffErfurt
In den Fernverkehrszügen gibt es Notfallwasser was dann kostenfrei ausgegeben wird.
Was bringt das Öffnen der Türen denn wirklich, außer dass im Sommer warme Luft in das nach 60 Min sehr warhsceinlich noch kühlere Fahrzeug eindringt. Sofern kein Wind weht bringt das öffnen der Türen keinen Luftzug und damit auch keine Abkühlung.
Ich halte die Notöffnung der Türen für legitim
ICETreffErfurt, Eisenach, Sonntag, 10.07.2016, 17:23 (vor 3556 Tagen) @ ffz
Solange die Lufttauscher laufen, bringt das Türöffnen vermutlich keinen positiven Zusatzeffekt.
Nur in einem Zug ohne laufende Lufttauscher ist diese Maßnahme sinnvoll.
Wetterlage
Thomas, Sonntag, 10.07.2016, 17:29 (vor 3556 Tagen) @ ICETreffErfurt
es hängt auch immer mit der Wetterlage zusammen. Ist es draußen windig, bringt es durchaus einiges.
Ein Zug funktioniert ja nicht anders als ein Auto ohne Klimaanlage an einer Ampel. Fenster auf ist viel angenehmer als Fenster zu.
Ich halte die Notöffnung der Türen für legitim
ffz, Sonntag, 10.07.2016, 17:29 (vor 3556 Tagen) @ ICETreffErfurt
Was dür Lufttauscher? Meinst du die Klimaanlage? Die läuft dann nicht mehr, aber auch dann wird es im Zug nicht schlagartig stickend heiß. Ein Zug ist weder Druckdicht noch Luftdicht, es findet immer ein Luftaustausch mit der Außenluft über Ritzen und Fenster- und Türdichtungen statt.
60min
Quasar, Sonntag, 10.07.2016, 17:34 (vor 3556 Tagen) @ ICETreffErfurt
60min können aber auch sehr lang sein. Was machst du, wenn es keine Wasserausgabe gibt, bzw das ausgegebene Wasser aufgebraucht ist? Erwartest du von den Fahrgästen, dass sie sich die 0,33l oder 0,5l auf die eine Stunde aufteilen?
Klar muss nach Umständen gehandelt werden, aber 60min vorauszusetzen, ist bei sommerlichen Temperaturen und sich weiter verbrauchender Luft vorsichtig formuliert sehr grenzwertig.
Fenster aufbrechen
Thomas, Sonntag, 10.07.2016, 17:42 (vor 3556 Tagen) @ Quasar
Ich habe mal den Ausfall der Klimaanlage in einem fahrenden, vollbesetzten Regionalexpress erlebt. Im Wagen saß ein älterer übergewichtiger Mann, der richtige Atemprobleme hatte und sich gerade so noch auf dem Sitz halten konnte. Mit einem anderen Fahrgast haben wir das kleine, obere Fenster, das mit einem Vierkant verschlossen war, aufgehebelt.
Die Alternative wäre nur die Notbremse gewesen, was aber in diesem Fall nichts gebracht hätte, weil es dann noch heißer geworden wäre und eh kein Bahnhof weit und breit ist.
Hier wäre es angebracht, Notfall-Vierkant-Schlüssel bereit zu stellen analog zu den Feuerlöschern. Gerade, wenn kein Schaffner im Zug ist. Immerhin sind die Fenster auch deshalb eingebaucht worden?!
Fenster aufbrechen
ffz, Sonntag, 10.07.2016, 17:50 (vor 3556 Tagen) @ Thomas
Wenn der Tf im Steuerwagen sitzt, bzw in einem Triebwagen dann einfach dort an die Tür klopfen der Tf hat einen Vierkant und kann das Fenster aufschließen, bzw den Vierkant einem Fahrgast geben. Wenn der Tf auf der Lok sitzt dann die Sprechstellen im Wagen benutzen. Oder im Wagen oder in den Nachbarwagen fragen ob dort ein Eisenbahner mit Vierkant sitzt bzw steht.
60min
ffz, Sonntag, 10.07.2016, 17:46 (vor 3556 Tagen) @ Quasar
Also zunächst mal gibt es so viel Notfallwasser dass für einen durchschnittlich besetzten Zug für jeden Fahrgast etwa 1 Liter Wasser da ist. Damit kommt man relativ weit. Die Klimaanlage kühlt den Fahrgastraum auf etwa 20 Grad herunter, wenn die Klimaanlage ausfällt wird es in 1 Stunde etwa 8 Grad wärmer. Auch bei 28 Grad sollte es durchaus aushaltbar sein, ohne dass man jetzt fruchtbar ins Schwitzen kommt, man muss sich ja nicht großartig bewegen. In einem Zug verbraucht sich die Luft nicht, da ein Zug nicht Luftdicht oder Druckdicht ist. Es findet immer ein Luftaustausch mit der Außenluft statt über Ritzen und Fenster- und Türdichtungen.
Abenteuerliche Vorraussetzungslage
Quasar, Sonntag, 10.07.2016, 17:57 (vor 3556 Tagen) @ ffz
bearbeitet von Quasar, Sonntag, 10.07.2016, 17:59
Auch bei 28 Grad sollte es durchaus aushaltbar sein, ohne dass man jetzt fruchtbar ins Schwitzen kommt, man muss sich ja nicht großartig bewegen. In einem Zug verbraucht sich die Luft nicht, da ein Zug nicht Luftdicht oder Druckdicht ist. Es findet immer ein Luftaustausch mit der Außenluft statt über Ritzen und Fenster- und Türdichtungen.
Mit Verlaub ich halte das für eine abenteuerliche Ausgangslage. Sind zahlende Kunden alle durchtrainierte Profisportler, die sich bei 28°C so richitg wohlfühlen?
Die zahlende Kundschaft des Produktes Bahn sind auch Menschen, die sicher ohne weiteres bei 28°C und entsprechenden Ausssentemperaturen kreislaufbedingt ins Trudeln geraten können. Und je nachdem was man vor dem Betreten eines Zuges gemacht hat, hat ein eingeschränkter Körper durchaus schon ordentlich gearbeitet. Gerade dann, wenn der Zug kein Fernverkehrsprodukt ist und einen entsprechend aufgeheizten Umlauftag hinter oder vor sich hat. Fahr mal in NRW an einem Tag wie heute in einem RE, wo die Klima nicht oder nur extrem schwach läuft. Wenn z.B ein RE4 zwischen Aachen und Dortmund drei Runden hinter sich hat, dann ist die Luft sicher nicht frisch wie in einem Reinraum von Infineon.
Abenteuerliche Vorraussetzungslage
ICE-TD, Sonntag, 10.07.2016, 21:00 (vor 3556 Tagen) @ Quasar
Mit Verlaub ich halte das für eine abenteuerliche Ausgangslage. Sind zahlende Kunden alle durchtrainierte Profisportler, die sich bei 28°C so richitg wohlfühlen?
Die zahlende Kundschaft des Produktes Bahn sind auch Menschen, die sicher ohne weiteres bei 28°C und entsprechenden Ausssentemperaturen kreislaufbedingt ins Trudeln geraten können.
Wenn man an die Klimaausfälle im ICE in Bielfeld zurückdenkt kollabierten keine 80-jährigen Omas sondern 15-jährige Schüler. Aber du hast recht, wie man sieht hängt es auch von der körperlichen Verfassung ab...
60min
Aphex Twin, Montag, 11.07.2016, 02:44 (vor 3556 Tagen) @ ffz
Die Klimaanlage kühlt den Fahrgastraum auf etwa 20 Grad herunter, wenn die Klimaanlage ausfällt wird es in 1 Stunde etwa 8 Grad wärmer.
Mit so einer genauen Vorhersage des Temperaturanstiegs wäre ich vorsichtig. Ohne Sonnenschein sollte die Rate des Temperaturanstiegs vom Delta zwischen Innen- und Außentemperatur abhängen, d.h. bei 40° doppelt so viel wie bei 30°. Einen viel größeren Einfluss hat aber wahrscheinlich die Sonneneinstrahlung die von der Jahreszeit, der Tageszeit, der Bewölkung, der Orientierung des Zuges zur Sonne und auch vom Typ des Zuges abhängt.
Statt irgendeine bestimmte Wartezeit als harmlos einzustufen, sollte man eher eine Temperatur bzw. eine mit der im Zug herrschenden Temperatur gewichtete Wartezeit als relevanten Wert heranziehen.
[ZM] Fahrgäste im Zug gefangen
meilensammler, Sonntag, 10.07.2016, 16:54 (vor 3556 Tagen) @ ffz
Zudem droht dir eine Anzeige und Ermittlungen wegen Eingriffes in den Bahnverkehr
Moment mal, ich dachte, nur der gefährliche Eingriff in den Bahnverkehr wäre strafbar?
Wenn ich aber bei einem stehenden Zug eine Tür öffne (und zwar auf der Seite, wo kein Nachbargleis da ist), dann gefährde ich nicht die Sicherheit, also hätte hier die Bahn keine Erfolgsaussichten mit einer Anzeige (zudem sie von mir sofort eine Strafanzeige wegen Freiheitsberaubung und versuchten Körperverletzung bekommen würde).
[ZM] Fahrgäste im Zug gefangen
ffz, Sonntag, 10.07.2016, 17:25 (vor 3556 Tagen) @ meilensammler
Zudem droht dir eine Anzeige und Ermittlungen wegen Eingriffes in den Bahnverkehr
Moment mal, ich dachte, nur der gefährliche Eingriff in den Bahnverkehr wäre strafbar?
Wenn ich aber bei einem stehenden Zug eine Tür öffne (und zwar auf der Seite, wo kein Nachbargleis da ist), dann gefährde ich nicht die Sicherheit, also hätte hier die Bahn keine Erfolgsaussichten mit einer Anzeige (zudem sie von mir sofort eine Strafanzeige wegen Freiheitsberaubung und versuchten Körperverletzung bekommen würde).
Gibt es da abgesehen vom Wortlaut einen Unterschied zwischen einem Eingriff und einem gefährlichen Eingriff?
Weißt du als Fahrgast bei einem stehenden Zug ob die Oberleitung intakt ist? Woher weißt du dass die Sicherheit nicht gefährdet ist? Nehmen wir mal an du öffnest die Türe und ein anderer Fahrgast muss drigend zu einem Termin und springt aus der von dir geöffneten Türe und bricht sich den Fuß oder das Bein, wer trägt dann die Verantwortung? Ich garantiere dir dass es genug Idioten gibt die dann an der Gleisabgewandten Seite aussteigen, sich dabei Nichts tun dann aber meinen im Gleis zum nächsten Bahnsteig laufen zu müssen. So ein Zusammenstoß zwischen einer Hilfslok und einem Menschen geht für den Menschen meist tödlich aus. Wieso solltest du die Bahn wegen Freiheitsberaubung anzeigen können, du hast ja die Türnotentrieglung betätigt und die Türe geöffnet, wori besteht nun die Freiheitsberaubung? Ein Eisenbahner wird dich nur auf die Gefahren hinweisen und dir sagen, dass du das bitte nicht tun sollst er wird dich nicht daran hindern.
Nochmal es geht hier um eine reine Sicherheitsempfehlung, so lange es nicht brennt und der Zug noch ganz normal auf den Schienen steht ist es das sicherste im Zug zu bleiben und die Türen geschlossen zu lassen, außer das Zugpersonal ordnet über Lautsprecher bzw persönlich Anderes an.
[ZM] Fahrgäste im Zug gefangen
meilensammler, Sonntag, 10.07.2016, 18:03 (vor 3556 Tagen) @ ffz
Im Wortlaut wird verlangt, dass der Eingriff die Sicherheit gefährdet (und nicht etwa die Püntklichkeit oder den Profit der Bahn):
§ 315 Gefährliche Eingriffe in den Bahn-, Schiffs- und Luftverkehr(1) Wer die Sicherheit des Schienenbahn-, Schwebebahn-, Schiffs- oder Luftverkehrs dadurch beeinträchtigt, daß er
1. Anlagen oder Beförderungsmittel zerstört, beschädigt oder beseitigt,
2. Hindernisse bereitet,
3. falsche Zeichen oder Signale gibt oder
4. einen ähnlichen, ebenso gefährlichen Eingriff vornimmt,
und dadurch Leib oder Leben eines anderen Menschen oder fremde Sachen von bedeutendem Wert gefährdet, wird mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren bestraft.
[ZM] Fahrgäste im Zug gefangen
ICE-TD, Sonntag, 10.07.2016, 20:48 (vor 3556 Tagen) @ meilensammler
bearbeitet von ICE-TD, Sonntag, 10.07.2016, 20:52
Er sprach von einer eventuell beschädigten OL, also spring einfach, den Rest erledigt die Darwinsche Auslese. Ich bin auch der Meinung man muß nicht jeden vor sich selbst schützen, schon gar nicht gegen seinen Willen.
Abgesehen davon öffnet jemand eine Tür per Notentriegelung setzt der Tf einen Notruf ab und läßt die Strecke sperren wegen Personen im Gleis. Dann kommt solange keine Hilslok und kein Evakuierungszug in den gesperrten Abschnitt bis er vom Notfallmanager und eventuell Polzei überprüft ist ob sich noch Personen dort befinden.
[ZM] Fahrgäste im Zug gefangen
Reservierungszettel, KDU, Sonntag, 10.07.2016, 20:23 (vor 3556 Tagen) @ meilensammler
Die Rede ist ja nicht vom Aussteigen, sondern vom Öffnen der Türen zwecks Belüftung.
Dazu eine Frage: wenn ich als Passagier die Not-Türentriegelung betätige, um in so einem Fall Frische Luft zu bekommen, lässt sich die Tür später wieder leicht schließen, oder müssen Techniker ran?
Bei klassischen Deutschen IC Zügen reicht es die Notentriegelung in Grundstellung zu bringen und die Betätigung des "zu" Knopfes.
[ZM] Fahrgäste im Zug gefangen
Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Sonntag, 10.07.2016, 16:21 (vor 3556 Tagen) @ ffz
Hier ist keine Oberleitung runter gerissen worden, die es so gefährlich macht sich dem Zug von außen zu nähern. Und der große Eisenbahnknoten Lübeck ist so nah. Warum konnte da keine Abschlepplok nach 30 Minuten am Zug sein und das Ding bis zum nächsten Bahnsteig ziehen?
Das ist es doch, was die Leute rasend macht.
Gruß
Olaf
[ZM] Fahrgäste im Zug gefangen
ffz, Sonntag, 10.07.2016, 16:48 (vor 3556 Tagen) @ Alibizugpaar
Hier ist keine Oberleitung runter gerissen worden, die es so gefährlich macht sich dem Zug von außen zu nähern. Und der große Eisenbahnknoten Lübeck ist so nah. Warum konnte da keine Abschlepplok nach 30 Minuten am Zug sein und das Ding bis zum nächsten Bahnsteig ziehen?
Das ist es doch, was die Leute rasend macht.
Gruß
Olaf
Hallo,
ohne den Fall näher zu kennen...
Es sitzt kein Tf in Lübeck auf seiner Lok rum und wartet darauf, dass eine Lok defekt ist. Wenn also ein Lok defekt ist, mledet der Tf das zunächst mal dem Fdl und der Leiststelle. Dann versucht er den Defekt zu beheben und die Fahrt aus eigener Kraft fort zu setzen. Da sind schon mal die ersten 30 Min rum. Der Tf ruft zur Störungsbeseitigung entweder bei der Hotline an, wo ihmn Techniker Tipps geben und er den Fehler versucht zu beschreiben, oder der Tf versucht es selber wenn er sich entsprechend auskennt. Nach ca 30 Min stellt der Tf fest ok ich kann den Fehler nicht beheben, er meldet der Leitstelle und dem Fdl dass er eine Hilfslok/Abschlepplok benötigt. Nun muss die Leitstelle einen Tf und eine Lok finden die den Zug abschleppen kann. Mit einer V90 oder einer V60 braucht man das nicht versuchen die Loks haben einfach nicht genug Zugkraft. Dann wenn Tf und Lok gefunden sind muss von der Leitstelle bei DB Netz ein Fahrplan bestellt und natürlicht bezahlt werden. DB Netz erstellt einen Fahrplan und vergibt die entsprechenden Zugnummern für Hinfahrt und die Sperrfahrt. Dann muss die Lok bis zur vorhergehenden Betriebsstelle fahren. Dort werden dann Befehle erteilt zur Fahrt im Gegengleis als Sperrfahrt mit den entsprechenden Geschwindigkeitsbeschränkungen. 90 Min ist da noch eine sehr gute Zeit. Wir sind hier nicht auf der Modellbahn sondern im realen Eisenbahnbetrieb und da gelten die Regeln der Ril 408 und noch einige andere Regelwerke. Auch eine Lok überhaupt Schleppfähig zu machen ist je nach Defekt gar nicht so einfach. Bleib mal mit einem Reisebus auf der Autobahn liegen unter 90 Min ist da auch kein Ersatzbus da, oft erst nach 3-4 Stunden. Mal so eben einen Bus abschleppen geht auch nicht, dazu muss man erst die Kurbelwelle ausbauen sonst ist beim Abschleppen auf der eigenen Achse gleich das Getriebe mit kaputt. Ich bin schon mit einem Fernlinienbus in St. Gallen, immerhin eine nicht ganz kleine Stadt liegen geblieben. Dort musste ich 3 Stunden auf einen Ersatzbus warten, das geht halt nicht viel schneller.
[ZM] Fahrgäste im Zug gefangen
Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Sonntag, 10.07.2016, 18:30 (vor 3556 Tagen) @ ffz
"Mit einer V90 oder einer V60 braucht man das nicht versuchen die Loks haben einfach nicht genug Zugkraft."
Was was was was??? Die genannten Loks können einen RE locker an den Haken nehmen.
Sogar eine kleine Köf 333 hat früher jeden Abend in Göttingen den IR mit 9 Wagen in die Abstellung gebracht. Eine V90 kann einen ganz Bahnhof mit Empfangsgebäude wegziehen - beinahe jedenfalls. Schreibe nicht selber sowas, wenn Du anderen Modellbahndenken vorhältst. Modellbahnerei ist außerdem eine sehr schöne Sache.
Übrigens: 10 Minuten Störungssuche durch den Tf sind ja noch ok, aber dann ist vorerst gut mit den Versuchen. Wenn er im Einzelfall auch noch dreimal den ganzen Zug entlang durch den Schotter zum Steuerwagen/zur Lok stapfen muß, um die Ursache zu finden, dann soll direkt eine Hilfslok angefordert werden, damit die sich inzwischen auf den Weg macht. Irgendwo wird ja eine Lok arbeiten, die notfalls ihre Güterwagen stehen lässt und direkt losrollt. Menschen gehen vor Frachtgütern.
Wenn ein Bus irgendwo festsitzt, dann gibt es wohl nur sehr wenige Fälle, wo die Fahrgäste nicht aussteigen können. Wir wissen alle, wie vollgestopft ein Reisezug sein kann. Wer da auch noch die ganze Zeit stehen muß und kleine Kinder dabei hat, für den sind 2 oder 3 Stunden in schlechter Luft und bei hohen Temperaturen lang wie ein halbes Leben. Wer das nicht ansatzweise nachvollziehen kann, der stelle sich mal 2 Stunden zum Staubsauger in die Abstellkammer. Aber mit geschlossener Tür. Eigenversuch macht kluch!
Und wenn das nicht besser wird bei der Eisenbahn, dann gehört dem Netzbetreiber gesetzlich auferlegt, daß er an definierten Knotenpunkten übers Land verteilt Notfallloks besetzt vorzuhalten hat. Die Kosten werden auf alle Zugfahrten/Betreiber umgelegt. Gehen tut alles.
Gruß
Olaf
[ZM] Fahrgäste im Zug gefangen
bahnerausleidenschaft, Sonntag, 10.07.2016, 22:45 (vor 3556 Tagen) @ Alibizugpaar
"Mit einer V90 oder einer V60 braucht man das nicht versuchen die Loks haben einfach nicht genug Zugkraft."
Was was was was??? Die genannten Loks können einen RE locker an den Haken nehmen.
Sogar eine kleine Köf 333 hat früher jeden Abend in Göttingen den IR mit 9 Wagen in die Abstellung gebracht. Eine V90 kann einen ganz Bahnhof mit Empfangsgebäude wegziehen - beinahe jedenfalls. Schreibe nicht selber sowas, wenn Du anderen Modellbahndenken vorhältst. Modellbahnerei ist außerdem eine sehr schöne Sache.
Übrigens: 10 Minuten Störungssuche durch den Tf sind ja noch ok, aber dann ist vorerst gut mit den Versuchen. Wenn er im Einzelfall auch noch dreimal den ganzen Zug entlang durch den Schotter zum Steuerwagen/zur Lok stapfen muß, um die Ursache zu finden, dann soll direkt eine Hilfslok angefordert werden, damit die sich inzwischen auf den Weg macht. Irgendwo wird ja eine Lok arbeiten, die notfalls ihre Güterwagen stehen lässt und direkt losrollt. Menschen gehen vor Frachtgütern.
Und du meinst der Besitzer des Güterzuges sagt dann: Na Klar nehme meine Lok.
Wenn ein Bus irgendwo festsitzt, dann gibt es wohl nur sehr wenige Fälle, wo die Fahrgäste nicht aussteigen können. Wir wissen alle, wie vollgestopft ein Reisezug sein kann. Wer da auch noch die ganze Zeit stehen muß und kleine Kinder dabei hat, für den sind 2 oder 3 Stunden in schlechter Luft und bei hohen Temperaturen lang wie ein halbes Leben. Wer das nicht ansatzweise nachvollziehen kann, der stelle sich mal 2 Stunden zum Staubsauger in die Abstellkammer. Aber mit geschlossener Tür. Eigenversuch macht kluch!Und wenn das nicht besser wird bei der Eisenbahn, dann gehört dem Netzbetreiber gesetzlich auferlegt, daß er an definierten Knotenpunkten übers Land verteilt Notfallloks besetzt vorzuhalten hat. Die Kosten werden auf alle Zugfahrten/Betreiber umgelegt. Gehen tut alles.
Und die Kosten werden dann auf den Fahrpreis umgelegt. Und wieder ist das Geschrei groß hier im Forum. Und die Welt dreht sich weiter.
Gruß
Olaf
[ZM] Fahrgäste im Zug gefangen
ICE-TD, Sonntag, 10.07.2016, 23:27 (vor 3556 Tagen) @ bahnerausleidenschaft
Und du meinst der Besitzer des Güterzuges sagt dann: Na Klar nehme meine Lok.
Wenn ein Zug von der freien Strecke geschleppt werden muß wird der Besitzer nicht gefragt, das entscheidet die BZ. Allerdings ist es techn. bei modernen Fahrzeugen heute oft gar nicht mehr so einfach die mit nicht bauartgleichen Fahrzeugen abzuschleppen. Das fängt schon bei der Bauart der Kupplung an, der Leittechnik, der Bremstechnik usw.
Ich sollte vor Jahren auch mal mit einer 110er von einem Lr abhängen und eine liegengebliebene Coladose von der Strecke schleppen. Zum Glück viel mir noch vor dem Abhängen ein das die in der Regel keine Notkupplung dabeihaben. Die Nachfrage des FDL beim Tf des ET bestätigte das, so musste ein anderer ET zum Abschleppen herangezogen werden.
[ZM] Fahrgäste im Zug gefangen
guru61, Arolfingen, Sonntag, 10.07.2016, 16:40 (vor 3556 Tagen) @ ffz
Wenn das Nachbargleis nicht gesperrt ist findet dort normaler Zugverkehr statt, wenn da ein Fahrgast aussteigt und von einem Zug erfasst und verletzt bzw getötet wird hat die Bahn ein Problem. Zudem bekommt die Bahn ein Problem, wenn die Fahrgäste auf freier Strecke aussteigen und sich beim Aussteigen verletzen. So loange es im Zug nicht brennt ist es immer das Sicherste im Zug zu bleiben, so lange die Fahrzeugbatterie noch Strom hat funktionieren zumindest Toilette und Notlicht. Der Fussboden von einem Hocheinstiegsdosto befindet sich etwa 90cm über der Schienenoberkante, neben dem Gleis ist zumeist ein Bahngraben, da kommt schnell ein Höhenunterschied von 1,5 Metern zusammen. Für die Evakuierung, die immer das letzte Mittel sein sollte gibt es aufbaubare Stege und Leitern.
Mit dem Argumentation kannst du mir kreuzweise den Buckel runterrutschen. Auf einer Doppelspurigen Strecke stehst du immer auf dem Aussengleis. Und eine Tür bringt man auf. Steht an jeder Tür angeschlagen. Und wenn der Kellner Rappel macht, ist ruckzuck ein Fenster auf dem Trasse. Einfach an der Gummilippe ziehen, oder das rote Hämmerchen benützen. Immer vorausgesetzt natürlich, dass es so warm wird, dass die Fahrgäste, nein Fahrzahler, auch medizinische Probleme bekommen.
Gruss Guru
Türen durch Fahrgäste öffnen?
Thomas, Sonntag, 10.07.2016, 13:43 (vor 3556 Tagen) @ 462 001
Kann nicht jeder Fahrgast die Notentriegelung der Türen betätigen? Im Brandfall muss man ja auch jederzeit rauskönnen.
Wenn sich der Zug aufheizt, ist diese Maßnahme mehr als angemessen meiner Meinung nach. Immerhin können gerade ältere Menschen ernshafte gesundheitliche Probleme bekommen während dieser Zeit.
Türen durch Fahrgäste öffnen?
ffz, Sonntag, 10.07.2016, 17:09 (vor 3556 Tagen) @ Thomas
Kann nicht jeder Fahrgast die Notentriegelung der Türen betätigen? Im Brandfall muss man ja auch jederzeit rauskönnen.
Wenn sich der Zug aufheizt, ist diese Maßnahme mehr als angemessen meiner Meinung nach. Immerhin können gerade ältere Menschen ernshafte gesundheitliche Probleme bekommen während dieser Zeit.
Ein Zug heizt sich nicht innerhalb von 60 Min so auf, dass das Gesundheitsgefährlich wird. Wenn ein Zug liegen bleibt und die Zugsammelschiene ausfällt was nicht immer der Fall ist, dann kühlt die Klimaanlage immernoch eine Weile nach. Danach wird es jeh nach Standort wärmer im Zug, aber normalerweise nicht so dass es Gesundheitsgefährlich wird. In DB Fernverkehrszügen gibt es für solche Fälle Notfallwasser was dann kostenfrei ausgegeben wird im Nahverkehr leider meistens nicht. Wenn die Klimaanlage länger ausfällt einfach einen schattigen Platz suchen, sich möglichst wenig bewegen. Wenn man Getränke dabei hat, möglichst ohne Alkohol, dann den Mitreisenenden Getränke anbieten. Der Notfallmanager sollte dann nach spätestens 60 Min am Zug eintreffen der entscheidet über das weitere Vorgehen. Es gab schon öfters den Fall, dass ein Zug leigen geblieben ist und die Fahgräste die Türnotentrieglung betäigt haben und sich in den Gleisbereich begeben haben. Das sorgt nur dafür, dass erst recht kein Zug zur Evakuierung am Nachbargleis bereitgestellt werden kann, bzw eine Lok zum Abschleppen kommen kann da immer davon ausgegangen werden muss, dass Leute den Gleisbereich betreten haben. Selbst eine Lok die "nur" 20 km/h fährt hält vor keinem Menschen mehr rechtzeitig an, wenn der Tf den Menschen überhaupt sieht. Im Übrigen nützt eine offene Türe Nichts, so lange kein Wind weht im Gegenteil es drückt nur noch mehr warme Luft in den Wagen wenn es draußen wärmer ist wie drinnen. Wenn man gar Ncihts Trinkbares mehr hat und man unerträglichen Durst hat kann man übrigens auch das Handwaschwasser in den Toiletten trinken. Das Wasser dort ist halt potentiell verkeimt, aber bevor man an einem Hitzschlag erkrankt nimmt man doch besser die Lebensmittelvergiftung.
Türen durch Fahrgäste öffnen?
bahnerausleidenschaft, Sonntag, 10.07.2016, 17:59 (vor 3556 Tagen) @ ffz
Indirekt geht es hier den meisten überhaupt nicht um Frischluft, sondern sie möchten an der offenen Tür ihrer Nikotinsucht befriedigen. :)
Ansonsten hat das hier im Forum überhaupt keinen Sinn den Vorgang zu erklären. Weil jeder hier sofort ein in seinen Augen perfekten Gegenvorschlag zur Hand hat. Am besten sammeln wir mal die tollen Vorschläge und nehmen sie ins Notfallkonzept auf. Mal sehen wenn es dann die ersten Toten bei so einem Vorfall gibt. Aber dann wird sicherlich wieder über die unfähige Bahn geschimpft.
Typisch Bahn
ktmb, Sonntag, 10.07.2016, 18:08 (vor 3556 Tagen) @ bahnerausleidenschaft
- kein Text -
Suchtpotential
Quasar, Sonntag, 10.07.2016, 18:11 (vor 3556 Tagen) @ bahnerausleidenschaft
Schön das du die Kunden deines Arbeitgebers über einen Kamm scherst und ihnen (auch mir) eine profane Suchtbefriedigung unterstellst. Ganz Herzlichen Dank.
Solche Beiträge haben echt Suchtpotential!
EXAKT lesen bitte. ;-). Und es stimmt wohl auch...
Blaschke, Sonntag, 10.07.2016, 19:34 (vor 3556 Tagen) @ Quasar
bearbeitet von Blaschke, Sonntag, 10.07.2016, 19:35
Hallo!
Schön das du die Kunden deines Arbeitgebers über einen Kamm scherst und ihnen (auch mir) eine profane Suchtbefriedigung unterstellst. Ganz Herzlichen Dank.
Bitte EXAKT lesen!
Der Forenkollege schreibt von "den meisten". Also eben nicht ALLE.
Aus praktischer Lebenserfahrung würde ich übrigens sagen: Ganz unrecht hat er nicht... ;-)
Schöne Grüße von
jörg
Da muß ich doch gerade mal lachen... hahaha!
Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Montag, 11.07.2016, 07:26 (vor 3556 Tagen) @ ffz
Sorry, aber bist du von dem, was Du da schreibst, wirklich überzeugt?
Ein Zug heizt sich nicht innerhalb von 60 Min so auf, dass das Gesundheitsgefährlich wird.
Du hast noch nie mit einem mittelschlecht isolierten Zug an einem heißen Sommertag in der sengenden Sonne gestanden. Wenn die Sonne auf die großen Glastflächen eines Dosto brät, wird es da drinnen schneller warm als Du gucken kannst.
Wenn ein Zug liegen bleibt und die Zugsammelschiene ausfällt was nicht immer der Fall ist, dann kühlt die Klimaanlage immernoch eine Weile nach.
Äh... what? Klimaanlage mit USV? Klar, das Kltemittel und der Wärmetauscher sind noch kalt. Aber ohne Strom kein Lüfter und ohne Lüfter kommt die Kälte nicht zu den Fahrgästen.
Danach wird es jeh nach Standort wärmer im Zug, aber normalerweise nicht so dass es Gesundheitsgefährlich wird.
Es gibt Personen (mich eingeschlossen), die schon bei Temperaturen unter 30° Probleme bekommen können. Solange Luftzug da ist, der die gefühlte Temperatur senken kann, geht das alles noch. Aber in stickiger Atmosphäre (auch wenn so ein Wagen nicht dicht ist, ist ohne offene Fenster (und damit meine ich nicht die Alibikläppchen der Dostos) der Luftaustausch unter aller Sau. Und wenn darin jetzt 100+ Leute sitzen, die bei steigenden Temperaturen um die Wette ölen, hast Du ruckzuck nicht nur 30+ Grad da drin, sondern auch Luftfeuchtigkeiten jenseits von Gut und Böse.
In DB Fernverkehrszügen gibt es für solche Fälle Notfallwasser was dann kostenfrei ausgegeben wird im Nahverkehr leider meistens nicht. Wenn die Klimaanlage länger ausfällt einfach einen schattigen Platz suchen, sich möglichst wenig bewegen.
Schattiger Platz. Der ist höchstens irgendwo unter einem Baum am Streckenrand. *an den Kopf greif* Hast Du in den letzten Jahren überhaupt mal irgendein Bahnfahrzeug zur Personenbeförderung gesehen? Glas wohin man schaut, Und als höchstes der Gefühle an Sonnenschutz irgendwelche Rollos, die eher aussehen, als hätte jemand das Fliegengitter von außen nach innen gesetzt.
Wenn man Getränke dabei hat, möglichst ohne Alkohol, dann den Mitreisenenden Getränke anbieten.
Falls man Getränke dabei hat... und dieser Tropfen auf dem wortwörtlichen heißen Stein bringt auch nicht viel.
Der Notfallmanager sollte dann nach spätestens 60 Min am Zug eintreffen der entscheidet über das weitere Vorgehen. Es gab schon öfters den Fall, dass ein Zug leigen geblieben ist und die Fahgräste die Türnotentrieglung betäigt haben und sich in den Gleisbereich begeben haben. Das sorgt nur dafür, dass erst recht kein Zug zur Evakuierung am Nachbargleis bereitgestellt werden kann, bzw eine Lok zum Abschleppen kommen kann da immer davon ausgegangen werden muss, dass Leute den Gleisbereich betreten haben. Selbst eine Lok die "nur" 20 km/h fährt hält vor keinem Menschen mehr rechtzeitig an, wenn der Tf den Menschen überhaupt sieht. Im Übrigen nützt eine offene Türe Nichts, so lange kein Wind weht im Gegenteil es drückt nur noch mehr warme Luft in den Wagen wenn es draußen wärmer ist wie drinnen.
Warum geht man eigentlich nicht davon aus, daß die Leute intelligent genug sind, neben dem Gleis zu laufen? Zumal man sich ja vom liegengeblibenen Zug entfernt, also egal ob man in oder gegen Fahrtrichtung losmarschiert, den liegengebliebenen Zug im Rücken hat und die Hilfslok entgegen kommt. Einer mit 20 km/h Fahrtgeschwindigkeit zuzüglich 6 km/h Laufgeschwindigkeit des Fußgängers entgegen kommenden Hilfslok kann man als Fußgänger übrigens hervorragend ausweichen. Und glaub mir, in so einem Wagen ist es, wenn die Sonne scheint, nur für sehr sehr kurze Zeit kälter als draußen. Ich rate Dir, Dich mal mit der Funktionsweise von Hightech-Produkten wie Gewächshäusern auseinanderzusetzen.
Wenn man gar Ncihts Trinkbares mehr hat und man unerträglichen Durst hat kann man übrigens auch das Handwaschwasser in den Toiletten trinken. Das Wasser dort ist halt potentiell verkeimt, aber bevor man an einem Hitzschlag erkrankt nimmt man doch besser die Lebensmittelvergiftung.
Na Mahlzeit. Ich stelle mir das in etwa so lecker vor wie den Kaffee aus der Kaffeemaschine unseres Betriebsrats. Würg. Wenn da jemand so richtig nen Durchmarsch bekommt, kann das übrigens auch im Nu als medizinischer Notfall gelten, weil dann zusätzlich noch zur Hitze Kollege Montezuma den armen Tropf mächtig dehydriert.
Wer auf der Seite des Gegengleises aussteigt, beweist dann eben u. U. die Theorien von Kollege Darwin.
An dieser Stelle bei der Bahn noch ganz deutlich die Behörde, die die Vorschriften ber die Fahrgäste stellt, erkennende Grüße,
der Colaholiker
--
![[image]](http://abload.de/img/kippelnverbotene3qfr.png)
Da muß ich doch gerade mal lachen... hahaha!
ICE-TD, Montag, 11.07.2016, 07:47 (vor 3556 Tagen) @ Colaholiker
bearbeitet von ICE-TD, Montag, 11.07.2016, 07:48
An dieser Stelle bei der Bahn noch ganz deutlich die Behörde, die die Vorschriften ber die Fahrgäste stellt, erkennende Grüße,
der Colaholiker
Nein, es beweist genau das Gegenteil. Es beweist das sie eine private Firma ist die für die Dummen mittlerweile mitdenken muß weil sie sonst haftbar gemacht werden kann. Das ist im Prinzip das Gleiche wie McDonalds auf dem Kaffeebecher warnt das das Getränk heiß sein könnte. Wichtig ist heutzutage Rechtssicherheit und um es mal auf die Spitze zu treiben, wenn ein Mensch ums Leben kommt man sich aber an alle Vorschriften gehalten hat, kann einem nichts passieren. Hat man sich aber nicht an die Vorschriften gehalten und einer bricht sich den kleinen Zeh, dann wirds gefährlich.
Das ist halt Deutschland.
J-C, In meiner Welt, Montag, 11.07.2016, 07:53 (vor 3556 Tagen) @ ICE-TD
So ein Land wie Polen würde sich für die deutsche Vollkaskomentalität wohlbweniger interessieren. Mein Papa kann darüber berichten, dass man auch nach Abfahrt noch im rollenden Zug gerne mal die Tür der S-Bahn aufmachte und einstieg...
Und für die russische Strecke Moskau-St.Petersburg würde das EBA bestimmt keine Zulassung für 250 erteilen ;-)
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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky
Da muß ich doch gerade mal lachen... hahaha!
Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Montag, 11.07.2016, 08:04 (vor 3556 Tagen) @ ICE-TD
Nein, es beweist genau das Gegenteil. Es beweist das sie eine private Firma ist die für die Dummen mittlerweile mitdenken muß weil sie sonst haftbar gemacht werden kann. Das ist im Prinzip das Gleiche wie McDonalds auf dem Kaffeebecher warnt das das Getränk heiß sein könnte. Wichtig ist heutzutage Rechtssicherheit und um es mal auf die Spitze zu treiben, wenn ein Mensch ums Leben kommt man sich aber an alle Vorschriften gehalten hat, kann einem nichts passieren. Hat man sich aber nicht an die Vorschriften gehalten und einer bricht sich den kleinen Zeh, dann wirds gefährlich.
Das ist Deine Interpretation der Dinge. Für mich sieht es eher nach der Flexibilität eines durchschnittlichen Schmiedeambosses aus. "In ParagraphX von Regelwerk Y steht, das geht nicht. Also geht es nicht." Aber leider haben wir ja mittlerweile eine Rechtskultur, die der den in USA gängigen Mentalität immer näher kommt. Ein "Selbst Schuld, warum ist der Typ auch auf dem Gleis statt daneben gelaufen?" ist ja heute wohl nicht mehr politisch-korrekt-akzeptabel.
Wenn wir früher als Kinder beim Spielen vom Baum gefallen sind, dann hieß es ja auch "haste Dich nicht richtig festgehalten" und nicht "jetzt verklagen wir erstmal den Baumbesitzer, weil er den Baum nicht gegen Beklettern gesichert hat". Und? Die Welt dreht sich weiter.
Diese Rahmenbedingungen für die allgemeine Verblödung der Menscheit durch Abschaffung der natürlichen Auslese mit verantwortlich machende Grüße,
der Colaholiker
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Da muß ich doch gerade mal lachen... hahaha!
Silver, Montag, 11.07.2016, 08:17 (vor 3556 Tagen) @ Colaholiker
An der Rechtsprechung hat sich nichts geändert, es handelt sich vielmehr um eine Änderung in der Unternehmenskultur. Wir haben heute ein viel größeres Qualitätsbewusstsein, dass sich nicht nur auf die Produktqualität sondern auch auf die Qualität von Management und Prozessen bezieht. Das schließt auch die Einhaltung von Vorschriften mit ein und daher sind Mitarbeiter und Vorgesetzte in diesem Punkt viel stärker sensibilisiert als früher.
Da muß ich doch gerade mal lachen... hahaha!
musicus, Montag, 11.07.2016, 08:41 (vor 3556 Tagen) @ Silver
Wer ist "wir"? Aber man kann natürlich die Produktqualität auch dadurch senken, dass man aus nach endlosen Managementaudits und Prozessoptimierungen gewachsener Vorschriftengläubigkeit zwar alles nach Plan gelöst, dem Kunden aber trotzdem das Empfinden vermiest hat.
Wo bleibt da der Pragmatismus mit Augenmaß? Gerade für einen Dienstleister sollte noch immer gelten: Der Kunde, der Kunde, der Kunde - auch wenn einem das (erfahrungsgemäß) nicht immer leicht fällt.
(OT:) Die Lösung...
Blaschke, Sonntag, 10.07.2016, 19:32 (vor 3556 Tagen) @ 462 001
bearbeitet von Blaschke, Sonntag, 10.07.2016, 19:33
Hallo!
Wenn man gefangen ist, erklärt man den Aufenthaltsort einfach für einsturzgefährdet und schon geht alles ganz schnell.
Hat beim Münsteraner Gefängnis grad ganz wunderbar funktioniert. Und schnell vor allem.
Okay, der Bau ist älter als das vieles bei der Eisenbahn in Deutschland. Aber ein Versuch ist es trotzdem wert - demnächst einfach der Polizei melden, dass die Deckenverkleidung im Zug lose ist. Wenn man dann noch das Glück hat, ein paar passend gestimmte Fußball"fans" an Bord zu haben, die das eben mal ratzfatz nebenbei tatsächlich erledigen, dann geht's noch schneller...
;-)
Die Sache mit dem maroden uralten Gefängnis:
http://www1.wdr.de/nachrichten/westfalen-lippe/gefaengnis-muenster-raeumung-baufaellig-...
http://www.wn.de/Muenster/2447709-Einsturzgefahr-Muensters-Gefaengnis-muss-innerhalb-vo...
Schöne Grüße von
jörg
Heute Störungen auf der Strecke Amsterdam-Osnabrück
telemaxx, Bremen, Hannover, Sonntag, 10.07.2016, 22:02 (vor 3556 Tagen) @ 462 001
bearbeitet von telemaxx, Sonntag, 10.07.2016, 22:04
Heute war auf der Strecke von/nach Amsterdam via Osnabrück auch wieder Chaos. Mein Zug hatte gut 50 Minuten Verspätung wegen eines technischen Defekts eines anderen Zugs (wir standen irgendwo vor Bad Bentheim). Der vermutlich verursachende Zug trudelte dann in Osnabrück irgendwann mit +190 ein. Die Informationslage war anscheinend schlecht, zumindest wusste auch das niederländische Zugpersonal nicht, wann es weitergehen sollte, bis es dann irgendwann doch weiterging. Was uns bis zum Ende nicht mitgeteilt wurde ist, warum der technische Defekt des anderen Zugs unsere Weiterfahrt so lange behinderte.
In einzelnen Wagen ist dann noch die Klimaanlage ausgefallen. Fahrgäste waren in der Lage Türen zu öffnen (wurde gemacht wegen der schlechten Luft), was mich sehr überrascht hat, dass das möglich ist.
Weiß jemand, was genau vorgefallen ist?