Ab Ende 2017 halten ICE-Züge in Coburg (Allgemeines Forum)
Karolinger, Freitag, 24.06.2016, 15:20 (vor 3727 Tagen)
Anschluss ans Hochgeschwindigkeitsnetz: Ab Ende 2017 halten ICE-Züge in Coburg
Bis zu zwei Stunden kürzere Reisezeiten nach München oder Berlin durch Nutzung der neuen Schnellfahrstrecke
Der Freistaat Bayern und die Deutsche Bahn (DB) haben sich auf eine bessere Bahnanbindung der Region Coburg geeinigt. Pro Werktag bieten ab Ende 2017 jeweils drei ICE-Züge schnelle Direktverbindungen nach Berlin und München. Durch die Nutzung der neuen Schnellfahrstrecke zwischen Erfurt und Ebensfeld verkürzt sich die Reisezeit von Coburg nach Berlin um zwei Stunden auf dann zweieinhalb Stunden. Auch Richtung München werden künftig Reisezeiten von knapp über zwei Stunden möglich.
„Dreimal am Tag direkt nach Berlin oder nach München: Das sind in Sachen Reisezeit und Anbindung ans Hochgeschwindigkeitsnetz echte Verbesserungen“, sagt Berthold Huber, DB-Vorstand Verkehr und Transport. „Die Integration dieser sechs ICE-Halte stellt einen guten Kompromiss dar. So wird den Bedürfnissen der Coburgern nach einer hochwertigen Schienenanbindung Rechnung getragen. Gleichzeitig wird im Interesse aller Bahnreisenden ein bundesweiter Fahrplan mit optimalen Anschlüssen gewährleistet. Das gute Gesamtpaket für Coburg wird vor allem durch die attraktiven zusätzlichen Nahverkehre komplettiert. Dafür danke ich dem Freistaat Bayern ausdrücklich.“
„Wir wollen die Region Coburg/Südthüringen besser an das deutsche Fernverkehrsnetz anbinden. Deshalb wird es ab dem Fahrplanwechsel Ende 2017 alle zwei Stunden einen schnellen Expresszug zwischen Sonneberg und Nürnberg geben. Dieser verbindet in Zukunft die Region mit Bamberg und den Großstädten im Ballungsraum Nürnberg – also dorthin, wohin die meisten Verkehrsbeziehungen bestehen“, so Bayerns Verkehrsminister Joachim Herrmann.
Künftig werden morgens gegen 7 Uhr in Coburg je ein ICE aus Berlin (Abfahrt ca. 4 Uhr) mit Ziel München (Ankunft ca. 9 Uhr) und aus München (Abfahrt ca. 5 Uhr) mit Ziel Berlin (Ankunft ca. 9:30 Uhr) halten. Mittags wird je ein ICE aus München und Berlin zwischen 12 und 16 Uhr in Coburg angeboten. Schließlich fährt auch abends gegen 22 Uhr je ein ICE aus Berlin (Abfahrt ca. 19:30 Uhr) nach München (Ankunft ca. 24 Uhr) und aus München (Abfahrt ca. 20 Uhr) nach Berlin (Ankunft ca. 1 Uhr) in Coburg ein. Die genauen Zeiten stehen nach der detaillierten Fahrplankonstruktion im nächsten Jahr fest.
Neben den sechs direkten ICE-Verbindungen profitieren Reisende aus Coburg und Oberfranken künftig auch von den schnellen Umsteigeverbindungen zwischen Nah-und Fernverkehr via Bamberg: So verkürzt sich auf dieser Strecke ab Ende 2017 die Reisezeit von Coburg nach Berlin um rund eine Stunde auf etwa 3:40 Stunden, für Reisende aus Lichtenfels auf 3:20 Stunden. Richtung München können die weiteren ICE-Verbindungen ab Nürnberg genutzt werden, so dass sich auch hier die Reisezeiten zwischen Coburg und München um 15-30 Minuten auf unter 2:30 Stunden verkürzen.
Mittelfristig sind weitere Verbesserungen bei der Anbindung Oberfrankens an das Fernverkehrsnetz zu erwarten: Die bislang für Ende 2030 geplante Einführung einer zweistündlichen IC-Linie aus Karlsruhe via Stuttgart, Nürnberg, Jena nach Leipzig soll um sieben Jahre auf Ende 2023 vorgezogen werden. Diese IC-Züge halten dann nicht nur in Bamberg und Lichtenfels, sondern auch in den neu angebundenen Städten Kronach und Ludwigsstadt.
http://www.deutschebahn.com/presse/muenchen/de/aktuell/presseinformationen/11566898/Cob...
RE-Bedienkonzept auf der Neubaustrecke Nürnberg-Erfurt
Karolinger, Freitag, 24.06.2016, 15:28 (vor 3727 Tagen) @ Karolinger
(...)
Wie Bayerns Verkehrsminister heute berichtet hat, sollen die Fahrzeiten von und nach Coburg stark reduziert werden. Das gelingt durch die Einführung einer Regionalexpress-Linie, die zukünftig auf der Neubaustrecke fahren soll. Herrmann: „Bis Bamberg halbiert sich der Zeitaufwand nahezu, künftig sind es rund 20 statt 40 Minuten. Bis Nürnberg spart man sich in Zukunft eine halbe Stunde und schafft es in rund 70 Minuten. Und wer aus Kostengründen mit dem Bayern-Ticket nach München und zurück fahren will, hat durch günstige Anschlüsse künftig über zwei Stunden mehr Zeit in der Landeshauptstadt.“
Durch die neue Regionalexpress-Linie könne man zwischen Nürnberg und Bamberg pro Richtung mindestens vier weitere Regionalexpressabfahrten anbieten. Für Bamberg und Forchheim, Erlangen und Fürth bedeute das einen noch dichteren Takt. Auch eine Steigerung der Platzangebote führe laut Herrmann zu mehr Qualität auf dem stark gefragten Abschnitt in Nordbayern. Weiter werde auch die Frankenwald-Region von dem neuen Konzept profitieren. „Reisende aus dem Raum Kronach und Lichtenfels erhalten in Bamberg über die Regionalbahn aus Saalfeld Anschluss an die schnellen Coburg-Nürnberg-Expresszüge und haben künftig mehr Möglichkeiten, mit dem Regionalverkehr schnell in den Ballungsraum Nürnberg zu gelangen“, so Herrmann.
Dem Minister ist es ein wichtiges Anliegen, dass trotz enger Finanzlage bei den Regionalisierungsmitteln dieses Premium-Angebot für das westliche und nördliche Oberfranken realisiert werden kann.
Das zusätzliche Regionalexpressangebot, das vorerst bis Ende 2023 angeboten wird, wird von der DB Regio gefahren, das als einziges Eisenbahnverkehrsunternehmen für den Auftrag geboten hat. Sie setzt hierfür klimatisierte Doppelstockfahrzeuge mit barrierefreien Eistieg ein, die die technischen Voraussetzungen für den Einsatz auf der Neubaustrecke erfüllen wie beispielsweise Drucktauglichkeit und Ausrüstung mit dem europäischen Zugbeeinflussungssystem ETCS. Die Züge haben eine Transportkapazität von über 530 Personen.
Minister Herrmann und DB-Vorstand Huber dankten in diesem Zusammenhang Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt dafür, dass er einer Herabsetzung der Höchstgeschwindigkeit auf Teilen der Neubaustrecke auf 250 km/h zugestimmt hat, damit die Regionalexpresszüge mit Tempo 160 km/h verkehren und die angstrebten Zeitgewinne realisieren können. Aus Sicherheitsgründen dürfen die ICE- und Regionalexpresszüge bei Begegnungen in der Summe nicht mehr als 410 km/h fahren.
http://www.stmi.bayern.de/med/pressemitteilungen/pressearchiv/2016/218b/index.php
RE-Bedienkonzept auf der Neubaustrecke Nürnberg-Erfurt
Berlin-Express, nähe BPHD, Freitag, 24.06.2016, 15:33 (vor 3727 Tagen) @ Karolinger
Minister Herrmann und DB-Vorstand Huber dankten in diesem Zusammenhang Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt dafür, dass er einer Herabsetzung der Höchstgeschwindigkeit auf Teilen der Neubaustrecke auf 250 km/h zugestimmt hat, damit die Regionalexpresszüge mit Tempo 160 km/h verkehren und die angstrebten Zeitgewinne realisieren können. Aus Sicherheitsgründen dürfen die ICE- und Regionalexpresszüge bei Begegnungen in der Summe nicht mehr als 410 km/h fahren.
Was ist das denn für eine Aktion?
Man baut für unmengen an Geld eine SFS für 300 km/h und dann senkt man gleich zum Start die Höchstgeschwindigkeit auf 250 km/h und jagt RE`s mit unglaublichen 160 km/h über die SFS während z. B. mit den Skoda-Zügen deutlich höhere Geschwindigkeiten möglich wären.
ICE4 fahren eh nur 250 km/h, ICE-T nur 230 km/h
ICETreffErfurt, Eisenach, Freitag, 24.06.2016, 16:35 (vor 3727 Tagen) @ Berlin-Express
Was ist das denn für eine Aktion?
Man baut für unmengen an Geld eine SFS für 300 km/h und dann senkt man gleich zum Start die Höchstgeschwindigkeit auf 250 km/h und jagt RE`s mit unglaublichen 160 km/h über die SFS während z. B. mit den Skoda-Zügen deutlich höhere Geschwindigkeiten möglich wären.
War eigentlich gar kein echtes Problem, da die Taktzüge ab 2019 mit ICE4 und vmax 250 km/h gefahren werden sollen. Sie können die Streckenhöchstgeschwindigkeit eh nicht ausnutzen. Einzig die Sprinter werden etwas vom Fahrzeitvorteil verlieren.
ICE4 fahren eh nur 250 km/h, ICE-T nur 230 km/h
gsg, Freitag, 24.06.2016, 17:01 (vor 3727 Tagen) @ ICETreffErfurt
War eigentlich gar kein echtes Problem, da die Taktzüge ab 2019 mit ICE4 und vmax 250 km/h gefahren werden sollen. Sie können die Streckenhöchstgeschwindigkeit eh nicht ausnutzen. Einzig die Sprinter werden etwas vom Fahrzeitvorteil verlieren.
Die Sprinter werden mal grob überschlagen 20s langsamer. Durchaus verkraftbar. Viel trauriger finde ich: Warum können wir das hochmoderne ETCS nicht so programieren, dass nur für den Fall dass ICE und RE sich in einem Tunnelabschnitt begegnen werden die Geschwindigekeit des ICE gesenkt wird?
ICE4 fahren eh nur 250 km/h, ICE-T nur 230 km/h
Lumi25, Freitag, 24.06.2016, 17:11 (vor 3727 Tagen) @ gsg
Die Sprinter werden mal grob überschlagen 20s langsamer. Durchaus verkraftbar. Viel trauriger finde ich: Warum können wir das hochmoderne ETCS nicht so programieren, dass nur für den Fall dass ICE und RE sich in einem Tunnelabschnitt begegnen werden die Geschwindigekeit des ICE gesenkt wird?
Wenn man so argumentiert kann man die Vmax. auch auf 160 km/h absenken.
Nach dem Motto:
Strecke wird für 300 km/h ausgebaut. Ach aber bei 250 km/h sind wir nur ein paar Minuten langsamer
Strecke wird für 250 km/h ausgebaut. Ach aber bei 220-200 km/h sind wir nur ein paar Minuten langsamer
Strecke ist für 200 km/h zugelassen. Ach die paar km 200 km/h können wir uns sparen 160 km/h reicht auch sparen wir uns die Kosten für den Wiedereinbau der LZB
=
Am besten alles auf 160 km/h begrenzen spart massig Kosten ein und etliche neue Trassen für den Güterverkehr werden geschaffen.
ICE4 fahren eh nur 250 km/h, ICE-T nur 230 km/h
ICETreffErfurt, Eisenach, Freitag, 24.06.2016, 17:56 (vor 3727 Tagen) @ gsg
War eigentlich gar kein echtes Problem, da die Taktzüge ab 2019 mit ICE4 und vmax 250 km/h gefahren werden sollen. Sie können die Streckenhöchstgeschwindigkeit eh nicht ausnutzen. Einzig die Sprinter werden etwas vom Fahrzeitvorteil verlieren.
Die Sprinter werden mal grob überschlagen 20s langsamer.
Mit Bremsweg und Beschleunigungsweg ist es sogar ein bisschen mehr, siehe 160km/h-La-Diskussions-Thread für die SFS Erfurt-Halle/Leipzig.
Man wird etwa 1 Minute verlieren.
ICE4 fahren eh nur 250 km/h, ICE-T nur 230 km/h
naseweiß, Freitag, 24.06.2016, 18:04 (vor 3727 Tagen) @ ICETreffErfurt
Mit Bremsweg und Beschleunigungsweg ist es sogar ein bisschen mehr, siehe 160km/h-La-Diskussions-Thread für die SFS Erfurt-Halle/Leipzig.
Und von/nach Bamberg soll der Sprinter wieder auf 300 km/h beschleunigen?
Nein, Beschleunigung/Bremsen wird bloß in Richtung Erfurt hinter den Coburger Abzweig verschoben. Auf der Bamberger Seite kann sowieso nur langsamer gefahren werden.
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ICE4 fahren eh nur 250 km/h, ICE-T nur 230 km/h
lokuloi, Samstag, 25.06.2016, 08:19 (vor 3727 Tagen) @ naseweiß
Mit Bremsweg und Beschleunigungsweg ist es sogar ein bisschen mehr, siehe 160km/h-La-Diskussions-Thread für die SFS Erfurt-Halle/Leipzig.
Und von/nach Bamberg soll der Sprinter wieder auf 300 km/h beschleunigen?
Nein, Beschleunigung/Bremsen wird bloß in Richtung Erfurt hinter den Coburger Abzweig verschoben. Auf der Bamberger Seite kann sowieso nur langsamer gefahren werden.
Bitte nicht mir Fakten verwirren. Danke. :-(
ICE4 fahren eh nur 250 km/h, ICE-T nur 230 km/h
ICETreffErfurt, Eisenach, Samstag, 25.06.2016, 19:51 (vor 3726 Tagen) @ naseweiß
Mit Bremsweg und Beschleunigungsweg ist es sogar ein bisschen mehr, siehe 160km/h-La-Diskussions-Thread für die SFS Erfurt-Halle/Leipzig.
Und von/nach Bamberg soll der Sprinter wieder auf 300 km/h beschleunigen?
Nein, weswegen ich das auch nicht geschrieben habe.
Nein, Beschleunigung/Bremsen wird bloß in Richtung Erfurt hinter den Coburger Abzweig verschoben. Auf der Bamberger Seite kann sowieso nur langsamer gefahren werden.
Also ich damals geschrieben habe, dass man durch 4 km La auf der SFS EHL 27 Sekunden verliert (160 vs 230 km/h), schrieb Heineken, dass es real mehr ist, da ja ein ICE auch bremsen und beschleunigen muss.
Die hier angegebenen 20 Sekunden für 15 km Geschwindigkeitsbeschränkung (250 vs 300 km/h) können also auch nicht real sein, da darin auch kein Bremsweg berücksichtigt ist.
ICE4 fahren eh nur 250 km/h, ICE-T nur 230 km/h
lokuloi, Samstag, 25.06.2016, 20:05 (vor 3726 Tagen) @ ICETreffErfurt
Die hier angegebenen 20 Sekunden für 15 km Geschwindigkeitsbeschränkung (250 vs 300 km/h) können also auch nicht real sein, da darin auch kein Bremsweg berücksichtigt ist.
Der Bremsweg fällt auf jeden Fall an. Entweder eben nördlich des Abzweigs Niederfüllbach, oder eben im Tunnel Eierberge. (Wenn es möglich wäre in diesem Bereich trassierungstechnisch 300 zu fahren.)
Vom Südportal des Tunnel Eierberge - Beginn der Festen Fahrbahn - bis zum Abzweig Niederfüllbach sind's übrigens nur 12 km.
Davon abgesehen: bei deinen Angaben oben komme ich nicht auf 20 Sekunden (ich komme auf mehr).
Ciao,
Uli
ICE4 fahren eh nur 250 km/h, ICE-T nur 230 km/h
ICETreffErfurt, Eisenach, Samstag, 25.06.2016, 23:53 (vor 3726 Tagen) @ lokuloi
Ich komme auch nicht auf 20 Sekunden, sondern 15/250-15/300 = 36 Sekunden.
d.h. mit Beschleunigungsweg sind es 80-90 Sekunden.
ICE4 fahren eh nur 250 km/h, ICE-T nur 230 km/h
lokuloi, Sonntag, 26.06.2016, 08:47 (vor 3726 Tagen) @ ICETreffErfurt
Ich komme auch nicht auf 20 Sekunden, sondern 15/250-15/300 = 36 Sekunden.
d.h. mit Beschleunigungsweg sind es 80-90 Sekunden.
Also unter den Randbedingungen, die Du oben angeben hast sind es 36 Sekunden, ja. Es sind aber wie schon gesagt auf keinen Fall 15 km für 300. Spätestens südlich vom Tunnel Eierberge sind's auf jeden Fall keine 300 mehr, da hier keine Feste Fahrbahn mehr liegt. Meiner Meinung nach ist's schon ab der Talbrücke Weißenbrunn am Forst so, dass die Trassierung keine 300 mehr hergibt.
Aber unabhängig davon: wo kommen Deine Zusatzsekunden für das Beschleunigen her? Der Zug muss doch in jedem Fall beschleunigen! Egal ob schon zuvor oder erst hinterm Abzw., das kostet an der einen Stelle nicht mehr als an der anderen. Deine 90 Sekunden sind also nicht nachvollziehbar.
Uli
ICE4 fahren eh nur 250 km/h, ICE-T nur 230 km/h
ICETreffErfurt, Eisenach, Sonntag, 26.06.2016, 21:15 (vor 3725 Tagen) @ lokuloi
Die Beschleunigungsstrecke liegt in einer Steigung. Auf der SFS KRM dauert das Beschleunigen von 250 auf 300 auch über 1 Minute, zumindest dem FIS nach.
Unterm Strich erreicht der ICE3 die 300 km/h etliche Kilometer später, wenn man innerhalb der Steigung eine Geschwindigkeitsbegrenzung einfügt und so den Beschleunigungsbeginn nach Norden verlegt.
ICE4 fahren eh nur 250 km/h, ICE-T nur 230 km/h
lokuloi, Sonntag, 26.06.2016, 21:56 (vor 3725 Tagen) @ ICETreffErfurt
bearbeitet von lokuloi, Sonntag, 26.06.2016, 21:56
Die Beschleunigungsstrecke liegt in einer Steigung. Auf der SFS KRM dauert das Beschleunigen von 250 auf 300 auch über 1 Minute, zumindest dem FIS nach.
Unterm Strich erreicht der ICE3 die 300 km/h etliche Kilometer später, wenn man innerhalb der Steigung eine Geschwindigkeitsbegrenzung einfügt und so den Beschleunigungsbeginn nach Norden verlegt.
Um ehrlich zu sein, ich weiß nicht, was Du uns erklären willst. Dass die 300 km/h später erreicht werden, wenn man den Beschleunigungsbeginn verlegt ist logisch und hat niemand bestritten. Die Beschleunigung liegt in unserem konkreten Fall auch immer in der Steigung, egal wo man jetzt genau beschleunigt.
Also: 2 Unterschiedliche Szenarien:
A:
5 km Beschleunigung von 250 km/h auf 300 km/h
65 km Fahren mit 300 km/h
B:
15 km Fahren mit 250 km/h
5 km Beschleuningung von 250 km/h auf 300 km/h
50 km Fahren mit 300 km/h
Der Fahrzeitunterschied entsteht durch die 15 km mit denen 250 km/h statt 300 km/h gefahren wird. Der Beschleunigungsvorgang ist immer notwendig und hat keine Auswirkung auf den Fahrzeit_unterschied_. Auf die Fahrzeit selbst natürlich schon, aber die Beschleunigung ist ja immer notwendig, egal wo.
Ciao,
Uli
ICE4 fahren eh nur 250 km/h, ICE-T nur 230 km/h
ICETreffErfurt, Eisenach, Montag, 27.06.2016, 00:16 (vor 3725 Tagen) @ lokuloi
Man verliert etwa 1,5 Minuten, dass will ich damit erklären.
Denn der Beschleunigungsweg von 250 auf 300 km/h ist durch die Steigung und die damit verbundene Zugkraftbeeinflussung deutlich gestreckt.
Netto verliert man halt 36 Sekunden durch 15 km langsamer Fahrt, wenn es genau 15 km betrifft. Dazu kommt noch einmal fast 1 Minute dadurch, dass der Beschleunigungsvorgang in die nachfolgende Steigung verlegt wird. Denn der größte Anstieg kommt erst nach Coburg und nicht davor.
ICE4 fahren eh nur 250 km/h, ICE-T nur 230 km/h
Lumi25, Montag, 27.06.2016, 02:22 (vor 3725 Tagen) @ ICETreffErfurt
Eure Rechnungen sind alle theoretischer Natur. Fakt ist wie man DB Netz kennt wird da die fahrplanmäßige Vmax. nicht 250 km/h sondern 200-222 km/h betragen und dort wo man 300 km/h fährt 250 km/h. Das ist auf den anderen NBS nicht anders.
Mit anderen Worten sobald die Vmax. auf der NBS niedriger ist werden die Puffer entsprechend angepasst.
ICE4 fahren eh nur 250 km/h, ICE-T nur 230 km/h
lokuloi, Montag, 27.06.2016, 17:23 (vor 3724 Tagen) @ ICETreffErfurt
Man verliert etwa 1,5 Minuten, dass will ich damit erklären.
Denn der Beschleunigungsweg von 250 auf 300 km/h ist durch die Steigung und die damit verbundene Zugkraftbeeinflussung deutlich gestreckt.
Netto verliert man halt 36 Sekunden durch 15 km langsamer Fahrt, wenn es genau 15 km betrifft. Dazu kommt noch einmal fast 1 Minute dadurch, dass der Beschleunigungsvorgang in die nachfolgende Steigung verlegt wird. Denn der größte Anstieg kommt erst nach Coburg und nicht davor.
Das ist in der Form - fast hätte ich gesagt: natürlich - auch nicht korrekt:
Im Bereich Tunnel Eierberge (Anfang der Festen Fahrbahn) habe ich eine ca. 3 km Kilometer lange Steigung mit ca. 9 o/oo. Im Gegensatz dazu habe ich unmittelbar hinter dem Abzweig Niederfüllbach sogar ein Gefälle von ebenfalls ca. 9 o/oo, wenn auch nur auf ca. 1 km, aber auch dahinter habe ich vorerst nur eine geringere Steigung.
Aber selbst wenn Du recht hättest:
Wenn der Beschleuningungsvorgang eine Minute länger dauert, ist das noch nicht der Fahrzeit_unterschied_. Du musst davon schon noch abziehen, wie lang der Zug für diese Strecke bräuchte, wenn er konstant mit 300 km/h fahren würde.
Beispiel: ein von 250 km/h auf 300 km/h beschleunigender Zug fährt vereinfacht im Schnitt 275 km/h (in Realität ist’s eher ein Schnitt von 280km/h).
Innerhalb der Minute, die er länger beschleunigt, fährt er 458 km. Ein Zug, der konstant mit 300 km/h fährt, braucht für diese Strecke 55 Sekunden. Der beschleunigende Zug braucht also gerade einmal 5 Sekunden länger als der mit konstanter Geschwindigkeit fahrende Zug. Nur diese 5 Sekunden dürftest du dazurechnen, wenn Deine Ausgangsprämisse stimmen würde.
Aber selbst wenn Du recht hättest:
Es geht wie gesagt nicht um 300 km/h. Die Entwurfsgeschwindigkeit zwischen der Mainbrücke Wiesen und der Füllbachtalbrücke beträgt _nicht_ 300 km/h!
Damit ist die ganze Rechnung sowieso hinfällig.
Ciao Uli
ICE4 fahren eh nur 250 km/h, ICE-T nur 230 km/h
ICETreffErfurt, Eisenach, Montag, 27.06.2016, 17:47 (vor 3724 Tagen) @ lokuloi
bearbeitet von ICETreffErfurt, Montag, 27.06.2016, 17:48
Um es mal mit einem praktischen Beispiel zu zieren:
Für die 160er-La auf der SFS EHL wurden hier im Forum von mir genau 27 Sekunden Fahrzeitunterschied angegeben. Natürlich ohne Berücksichtigung des Brems- und Beschleunigungsweges.
Nachdem ich die Strecke mit GPS und unter Beobachtung der Hektometer-Tafeln einmal mit und einmal ohne La gefahren bin, habe ich real einen Fahrzeitunterschied von einer knappen Minute festgestellt. Wobei darin berücksichtigt werden muss, dass er nach der La nicht wieder auf volle 230 km/h beschleunigt hat sondern nur auf 175 km/h, da wenige km weiter die nächste (Schutz-)La wegen Bauarbeiten im Nachbargleis kam.
Also lag der Irrtum meinerseits so bei etwa 100%, infolge der Nichtberücksichtigung des Brems- und Beschleunigungsweges.
Bei 15 km fällt der Beschleunigungsweg Richtung Erfurt bzw. Bremsweg Richtung Coburg prozentual sicherlich nicht ganz so stark ins Gewicht. Allerdings ist der Zugkraftüberschuss oberhalb von 250 km/h beim ICE3 nun auch nicht mehr so groß wie der eines ICE-T bei 160 km/h. Sprich der ICE3 wird etwas zäher von 250 auf 300 km/h beschleunigen als ein ICE-T von 160 auf 230 km/h. Wie viel genau, müssen die Experten hier im Forum mit den korrekten Fahrwiderstandsformeln ausrechnen.
Bei 36 Sekunden also noch mal etwa eine Minute drauf zu packen, halte ich nicht für total unrealistisch, wenn auch vielleicht etwas zu hoch angesetzt.
Davon abgesehen sind die geschätzten 90 Sekunden Fahrzeitunterschied auf einer Strecke von über 500 km Distanz (München-Berlin) nun wirklich vernachlässigbar gering.
ICE4 fahren eh nur 250 km/h, ICE-T nur 230 km/h
lokuloi, Dienstag, 28.06.2016, 21:47 (vor 3723 Tagen) @ ICETreffErfurt
Einen Versuch mach ich noch :-)
Um es mal mit einem praktischen Beispiel zu zieren:
Für die 160er-La auf der SFS EHL wurden hier im Forum von mir genau 27 Sekunden Fahrzeitunterschied angegeben. Natürlich ohne Berücksichtigung des Brems- und Beschleunigungsweges.
Nachdem ich die Strecke mit GPS und unter Beobachtung der Hektometer-Tafeln einmal mit und einmal ohne La gefahren bin, habe ich real einen Fahrzeitunterschied von einer knappen Minute festgestellt. Wobei darin berücksichtigt werden muss, dass er nach der La nicht wieder auf volle 230 km/h beschleunigt hat sondern nur auf 175 km/h, da wenige km weiter die nächste (Schutz-)La wegen Bauarbeiten im Nachbargleis kam.
Also lag der Irrtum meinerseits so bei etwa 100%, infolge der Nichtberücksichtigung des Brems- und Beschleunigungsweges.
Das ist ja auch logisch, denn hier bremst und beschleunigt der Zug während der Vergleichszug mit konstanter Geschwindigkeit durchfährt. Da muss man selbstverständlich die Beschleunigungsvorgänge berückischtigen.
Zug A fährt: 230 -> 160 -> 230 während Zug B konstant 230 fährt.
Bei 15 km fällt der Beschleunigungsweg Richtung Erfurt bzw. Bremsweg Richtung Coburg prozentual sicherlich nicht ganz so stark ins Gewicht. Allerdings ist der Zugkraftüberschuss oberhalb von 250 km/h beim ICE3 nun auch nicht mehr so groß wie der eines ICE-T bei 160 km/h. Sprich der ICE3 wird etwas zäher von 250 auf 300 km/h beschleunigen als ein ICE-T von 160 auf 230 km/h. Wie viel genau, müssen die Experten hier im Forum mit den korrekten Fahrwiderstandsformeln ausrechnen.
Das ist doch gar nicht der entscheidende Punkt. Der entscheidende Punkt ist, dass der Beschleunigungsvorgang bei beiden Zügen anfällt.
Sowohl Zug A als auch Zug B verkehren mit der Abfolge 250 -> 280 -> 300.
Der einzige Unterschied ist, wann und wo sie beschleunigen und bremsen, nicht ob sie überhaupt Beschleunigen/Bremsen. Die Beschleunigungsvorgänge spielen hier keine (bzw. nur eine sehr untergeordnete Rolle).
Ich hoffe das war halbwegs verständlich ;-)
Ciao,
Uli
ICE4 fahren eh nur 250 km/h, ICE-T nur 230 km/h
ICETreffErfurt, Eisenach, Dienstag, 28.06.2016, 22:03 (vor 3723 Tagen) @ lokuloi
Ich hoffe das war halbwegs verständlich ;-)
Ciao,
Uli
Nicht nur halbwegs sondern ganz verständlich. Wir sind uns soweit einig, dass der Sprinter durch die herabgesetzte Höchstgeschwindigkeit in dem Streckenabschnitt nicht allzu viel Zeit verlieren wird.
Schwachsinn pur!
462 001, Taunus, Freitag, 24.06.2016, 16:37 (vor 3727 Tagen) @ Karolinger
Hallo
Minister Herrmann und DB-Vorstand Huber dankten in diesem Zusammenhang Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt dafür, dass er einer Herabsetzung der Höchstgeschwindigkeit auf Teilen der Neubaustrecke auf 250 km/h zugestimmt hat, damit die Regionalexpresszüge mit Tempo 160 km/h verkehren und die angstrebten Zeitgewinne realisieren können. Aus Sicherheitsgründen dürfen die ICE- und Regionalexpresszüge bei Begegnungen in der Summe nicht mehr als 410 km/h fahren.
Äh, wie bitte?!?
Da kriegste die Tür nicht mehr zu...
Warum nehmen die nicht die Wagen des bisherigen MüNüX, oder wie Berlin-Express schon schrieb auch die neuentwickelten Skodazüge?
In Sachen Eisenbahn mittlerweile schwarz sehende Grüße von
ICE1223
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Von mir besuchte Bahnhöfe
- Deutschland: 1644
- Euro. Ausland: 726
Schwachsinn pur!
weichenknecht, Süd- und Ostbayern, Freitag, 24.06.2016, 17:49 (vor 3727 Tagen) @ 462 001
Warum nehmen die nicht die Wagen des bisherigen MüNüX, oder wie Berlin-Express schon schrieb auch die neuentwickelten Skodazüge?
Die MüNüX-Wagen will der Fernverkehr wohl bald mal wieder zurück haben und die Skodazüge haben leider kein ETCS und ob die zahlenmäßig ausreichen, um zusätzlich den Verkehr nach Coburg abzudecken, bin ich mir nicht sicher.
BR 101 und 102 wohl nicht auf VdE8-SFS
218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Freitag, 24.06.2016, 18:03 (vor 3727 Tagen) @ weichenknecht
Warum nehmen die nicht die Wagen des bisherigen MüNüX, oder wie Berlin-Express schon schrieb auch die neuentwickelten Skodazüge?
Die MüNüX-Wagen will der Fernverkehr wohl bald mal wieder zurück haben und die Skodazüge haben leider kein ETCS und ob die zahlenmäßig ausreichen, um zusätzlich den Verkehr nach Coburg abzudecken, bin ich mir nicht sicher.
BR 101 hat bis auf 101 140–144 auch kein ETCS ...
Wenn man die aber für einen eigenen Umlauf seperatieren könnte für zwei Züge mit min. 7 Wagen mit 2x101 (Bpmbdzf hat kein ETCS), wäre das vlt. eine Lösung gewesen.
--
Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
![[image]](https://i.ibb.co/3FX2shg/signature-met.png)
BR 101 und 102 wohl nicht auf VdE8-SFS
ICE-TD, Freitag, 24.06.2016, 18:11 (vor 3727 Tagen) @ 218 466-1
BR 101 hat bis auf 101 140–144 auch kein ETCS ...
Wenn man die aber für einen eigenen Umlauf seperatieren könnte für zwei Züge mit min. 7 Wagen mit 2x101 (Bpmbdzf hat kein ETCS), wäre das vlt. eine Lösung gewesen.
Das ETCS ist nicht kompatibel zu dem auf der Strecke vorhandenen ETCS. Man hat auch schon überlegt die fünf 101er wieder zurückzubauen zu "normalen" 101ern, da man für einen ETCS-Einsatz ein komplett neues Fahrzeuggerät bräuchte, eine neue Software reicht da nicht.
BR 101 und 102 wohl nicht auf VdE8-SFS
Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Dienstag, 28.06.2016, 09:19 (vor 3724 Tagen) @ ICE-TD
Das ETCS ist nicht kompatibel zu dem auf der Strecke vorhandenen ETCS.
Der Brüller. Man denkt sich ETCS aus, um europaweit einheitliche Zugsicherung zu haben. Und was kommt dabei raus? Etwas, das nicht mal mehr innerhalb eines Landes zu sich selbst kompatibel ist.
Wenn da nicht so viel Geld verbrannt worden wäre, könnte man es glatt lustig finden.
Die Verantwortlichen zu Ehrenbürgern der Stadt Schilda ernennende Grüße,
der Colaholiker
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![[image]](http://abload.de/img/kippelnverbotene3qfr.png)
BR 101 und 102 wohl nicht auf VdE8-SFS
ICETreffErfurt, Eisenach, Dienstag, 28.06.2016, 14:39 (vor 3723 Tagen) @ Colaholiker
Das ETCS der 101er stammt von 2005. Das ist ungefähr so, wie wenn du versuchst ein Windows-7-Programm unter Windows 2000 oder MS Dos 6.22 laufen zu lassen.
Nach den Versuchsjahren 2006 und 2007, wo man mit den 101er das ETCS zwischen Bitterfeld und Jüterbog erstmal in Deutschland im praktischen Einsatz getestet hat, hat man weder die Hardware noch die Software an den 101er irgendwie verändert.
Besorg Dir mal bitte eine Krücke...
Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Dienstag, 28.06.2016, 14:52 (vor 3723 Tagen) @ ICETreffErfurt
... denn Dein Vergleich hinkt mitleiderregend.
Das ETCS der 101er stammt von 2005. Das ist ungefähr so, wie wenn du versuchst ein Windows-7-Programm unter Windows 2000 oder MS Dos 6.22 laufen zu lassen.
Du kannst die Produktlebenszyklen von "Consumerprodukten" wie einem PC mit Windows und einem System wie ETCS nicht vergleichen. Und selbst wenn Du es vergeichst, vergleiche es bitte richtigherum. Die 101 (oder ihr ETCS-Bordsystem) wäre ein Programm aus der Zeit von Windows XP. (Für das Jahr 2005 ist das realistischer.) Die Strecke ist ein flammeneuer Rechner mit Windows 10 (mit dem Knorz hat mich unsere Firmen-IT jetzt beglückt, ich bin den ganzen Tag schon dabei, erstmal alles halbwegs benutbar zu bekommen So eine Sch... mit der Sch... hier! Das ist genau so schlecht wie Windows 8!). Mit recht hoher Wahrscheinlichkeit wird die Kombination altes Programm auf neuem Betriebssystem funktionieren. Als Beispiel zocke ich zu Hause gerade mal wieder ein 16 Jahre altes Spiel, das problemlos auf Windows 7 64 Bit läuft. Ohne jeden Patch.
Aber kommen wir mal zu einem System wie ETCS. Normalerweise ist ein korrektes Vorgehen, so ein System aufzubauen, so, daß man erst den Umfang definiert, und dann das System implementiert. Eventuell auch erst einen beschränkten Umfang, der mit der Zeit erweitert wird. Aber in jedem Fall sollte es bei einem ordentlichen Systemdesign so sein, daß sowohl ein Fahrzeug mit neuerer Technik auf einer Strecke mit älterer Technik klar kommt, als auch umgekehrt. Man einigt sich sozusagen auf den "kleinsten gemeinsamen Nenner".
Deinem Vergleich auf die Füße helfende Grüße,
der Colaholiker
--
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Dito
ICETreffErfurt, Eisenach, Dienstag, 28.06.2016, 15:49 (vor 3723 Tagen) @ Colaholiker
bearbeitet von ICETreffErfurt, Dienstag, 28.06.2016, 15:49
Dein Vergleich mit dem 16 Jahre alten Spiel ist aber auch falsch, da es sich hier um ein Hardware-Problem handelt.
Die 101er haben eine veraltete Hardware. Die aktuelle ETCS-Software würden auf den Loks gar nicht laufen. Man müsste erst einmal die Fahrzeuggeräte ersetzen. Es sind ja nur die 5 Testloks mit den Nummern 101 14x. Die restlichen Loks der Baureihe haben gar kein ETCS-Gerät und sind noch jungfräulich, könnten also relativ kostengünstig umgerüstet werden. Die Umrüstung der 5 Testloks wird vermutlich teurer, da man sie erst einmal zurück bauen müsste.
Lesen - verstehen - posten
Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Mittwoch, 29.06.2016, 07:59 (vor 3723 Tagen) @ ICETreffErfurt
Dein Vergleich mit dem 16 Jahre alten Spiel ist aber auch falsch, da es sich hier um ein Hardware-Problem handelt.
Du verwechselst schon wieder die Seiten. Das alte Spiel, das ich zum Vergleich herangezogen habe, ist die alte ETCS-Implementierung auf der 101. Mein Computer (mittlerweile auch nicht mehr ganz neu *hüstel* und noch uf Windows 7, was aber nicht an der Hardware liegt, sondern daran, daß danach von Microsoft nur noch größerer Mist kam, den ich zu Hause nicht haben will) ist die neue Bahnstrecke. Der Computer / die Strecke sieht "oh, da kommt eine alte Software / Lokomotive", ich passe mich an.
Und schon wird ein Schuh draus. Schließlich kann in einem neuen System ja immer die Information enthalten sein, wie sich frühere Systeme verhalten haben. Stichwort Abwärtskompatibilität.
Erklärbärige Grüße,
der Colaholiker
--
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Lesen - verstehen - posten
ICETreffErfurt, Eisenach, Mittwoch, 29.06.2016, 19:38 (vor 3722 Tagen) @ Colaholiker
ETCS ist nur einseitig abwärtskompatibel, nämlich neue Fahrzeug mit neuerer Baseline können alte Strecken mit älterer Baseline befahren, jedoch können keine alten Fahrzeuge mit alter Hardware/Software neue Strecken befahren.
Im Prinzip hast du Recht, wenn du die Abwärtskompatibilität auch in der anderen Richtung forderst, jedoch war das ETCS von 2005 nur eine mehr oder weniger experimentelle Probeversion. Aus dem Grund hat man es ja parallel zur LZB zwischen Bitterfeld und Jüterbog verbaut. So konnte es betrieblich erst einmal keinen Schaden anrichten und man konnte in aller Ruhe zu Zuverlässigkeit testen. Es waren ja nur 2 Zugpaare pro Tag, die mit ETCS gefahren wurden.
Später bei der Version 2.3.0.d hat man dann ein paar Veränderungen vorgenommen, die aus der Erprobung der Version 2.2.2. resultiert sind. Diese Veränderungen, die vornehmlich der Stabilität und Zuverlässigkeit dienten, machen eine Nutzung von alter Fahrzeughardware mit einer neueren Streckensoftware unmöglich.
Die 101 14x sind eher mit dem ICE-V zu vergleichen
ICETreffErfurt, Eisenach, Dienstag, 28.06.2016, 15:53 (vor 3723 Tagen) @ Colaholiker
Aber kommen wir mal zu einem System wie ETCS. Normalerweise ist ein korrektes Vorgehen, so ein System aufzubauen, so, daß man erst den Umfang definiert, und dann das System implementiert. Eventuell auch erst einen beschränkten Umfang, der mit der Zeit erweitert wird. Aber in jedem Fall sollte es bei einem ordentlichen Systemdesign so sein, daß sowohl ein Fahrzeug mit neuerer Technik auf einer Strecke mit älterer Technik klar kommt, als auch umgekehrt. Man einigt sich sozusagen auf den "kleinsten gemeinsamen Nenner".
2005 wurde das ETCS erstmal in Deutschland getestet. Vorher hat es nur auf dem Papier existiert, zumindest für die deutsche Bahn.
Die 101 14x-Loks sind also vergleichbar mit dem Versuchszug ICE-V, wo man erst mal die Grenzen und den Nutzen eines neuen Systems ausgelotet hat, ohne das es offiziell in der Produktion war.
Die Rechner der Loks sind hoffnungslos veraltet, da spielt es kaum eine Rolle, dass es die Software auch ist. Die RBC auf der SFS EHL würden die Loks vermutlich nicht mal als ETCS-Loks erkennen, weil die Datenformate gar nicht übereinstimmen.
BR 101 und 102 wohl nicht auf VdE8-SFS
Steffen, Dienstag, 28.06.2016, 14:53 (vor 3723 Tagen) @ Colaholiker
Das ETCS ist nicht kompatibel zu dem auf der Strecke vorhandenen ETCS.
Der Brüller. Man denkt sich ETCS aus, um europaweit einheitliche Zugsicherung zu haben. Und was kommt dabei raus? Etwas, das nicht mal mehr innerhalb eines Landes zu sich selbst kompatibel ist.
Die Inkompatibilität ist doch europaweit einheitlich? Ich sag nur NL (HSL-Zuid)... :-))
--
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Die ICE-T könnten übernehmen...
ALR997, Freitag, 24.06.2016, 21:40 (vor 3727 Tagen) @ weichenknecht
...passt zwar nicht weil die gerade selbst ganz gut ausgelastet sind, aber kann man ja mal in den Raum werfen.
Wobei...wenn ich so darüber nachdenke: das bisherige Angebot auf der LHE kann mit ICE-T-Zügen komplett gedeckt werden. Da sich die Fahrtenanzahl bei Eröffnung der NBE ja nicht großartig erhöht, die Reisezeit aber sinkt, könnte man vielleicht ein oder zwei Umläufe einsparen - gerade der Umweg via Fulda erfordert gegenüber der Schnellfahrstrecke sicher mindestens zweie.
Dann noch schön so lackieren und fertig ist der CoNüX ;-)
Schwachsinn pur!
ThomasK, Freitag, 24.06.2016, 22:17 (vor 3727 Tagen) @ 462 001
Äh, wie bitte?!?
Da kriegste die Tür nicht mehr zu...
Warum nehmen die nicht die Wagen des bisherigen MüNüX, oder wie Berlin-Express schon schrieb auch die neuentwickelten Skodazüge?
In Sachen Eisenbahn mittlerweile schwarz sehende Grüße von
ICE1223
Ich stimme dir absolut zu. Wenn man bedenkt, dass die NBS VDE 8.1 alleine dadurch schon 500 Millionen € teurer geworden ist, dass man für 300 km/h statt 250 km/h trassiert hat, dann lacht man sich jetzt über Vmax = 250 km/h nur noch kaputt.
200 km/h taugliche RE-Fahrzeuge zu beschaffen, die sich mit 300 km/h schnellen ICE-Zügen im Tunnel begegnen können, kosten nur einen Bruchteil dieser 500 Millionen €.
Würde man nach dem gigantischen Milliardenaufwand für die NBS VDE 8.1 einen 200 km/h schnellen stündlich verkehrenden RE zwischen Nürnberg und Erfurt anbieten, der mit Zwischenhalten in Erlangen, Bamberg, Coburg und Ilmenau eine Kantenzeit zwischen Nürnberg und Erfurt von 90 Minuten einhielte, könnte man sich auch den ganzen Schwachsinn mit den ICE-Halten in Coburg sparen.
Aber klar, Thüringen will keine Regionalisierungsmittel für einen RE Coburg - Erfurt ausgeben.
Aber das ist wieder einmal typisch. Der Bau selbst darf 6 Milliarden € kosten, aber zweistellige Millionenbeträge für vernünftige RE-Züge sowie für ein vernünftiges Zugangebot sind wieder einmal nicht vorhanden.
Das wäre ungefähr so, wie wenn man die NBS Hannover - Würzburg gebaut hätte, aber zwischen Flieden und Gemünden auf den Bau verzichtet hätte und sich die Züge mit Vmax = 60 km/h durch Elm schlängeln würden, weil kein Geld mehr für die restlichen 40 km NBS dagewesen wäre.
Es ist schon erstaunlich, wie viel Milliarden € Deutschland für seine Neubaustrecken ausgibt und im SPFV kaum mehr Fahrgäste unterwegs sind, als vor 30 Jahren.
Bei soviel Chaoterei sollte es mich nicht wundern, wenn der ICE dann auch noch in Fürth hält.
Schwachsinn pur!
lokuloi, Samstag, 25.06.2016, 08:18 (vor 3727 Tagen) @ ThomasK
Äh, wie bitte?!?
Da kriegste die Tür nicht mehr zu...
Warum nehmen die nicht die Wagen des bisherigen MüNüX, oder wie Berlin-Express schon schrieb auch die neuentwickelten Skodazüge?
In Sachen Eisenbahn mittlerweile schwarz sehende Grüße von
ICE1223
Ich stimme dir absolut zu. Wenn man bedenkt, dass die NBS VDE 8.1 alleine dadurch schon 500 Millionen € teurer geworden ist, dass man für 300 km/h statt 250 km/h trassiert hat, dann lacht man sich jetzt über Vmax = 250 km/h nur noch kaputt.
Könntest Du hierfür auch nur eine _seriöse_ Quelle angeben. Vor allem bitte auch dazu, dass die Trassierung südlich des Abzweigs Coburg überhaupt 300 km/h zulassen würde. Oder überhaupt, dass die Strecke für 300 km/h trassiert wurde, und nicht erst nachträglich untersucht wurde, wo es für 300 km/h reicht?
Vielen Dank dafür.
Schwachsinn pur!
ThomasK, Samstag, 25.06.2016, 12:02 (vor 3726 Tagen) @ lokuloi
Könntest Du hierfür auch nur eine _seriöse_ Quelle angeben. Vor allem bitte auch dazu, dass die Trassierung südlich des Abzweigs Coburg überhaupt 300 km/h zulassen würde. Oder überhaupt, dass die Strecke für 300 km/h trassiert wurde, und nicht erst nachträglich untersucht wurde, wo es für 300 km/h reicht?
Vielen Dank dafür.
In den ersten Vorüberlegungen war zwar lediglich eine Trassierung von 250 km/h angedacht, aber dann entschied man sich bereits in der Vorplanungsphase die Strecke Ebensfeld - Erfurt auf 300 km/h zu trassieren.
http://mgrobe2.free.fr/nbserfurtnuernberg.pdf
(Seite 9, Kapitel 4)
Die Änderung der Entwurfsgeschwindigkeit von 250 km/h auf 300 km/h wurde immer wieder bestätigt. Hier die Mitteilung auf der offiziellen URL:
http://www.vde8.de/Die-Neubaustrecke--NBS--VDE-8-1-Ebensfeld-----Erfurt--------_site.si...
Nebenbei bemerkt:
In Bayern ist die Strecke großzügiger trassiert als in Thüringen, denn in Thüringen beträgt der Abstand der beiden Gleisachsen 4,50 m und in Bayern 4,70 m. Das ändert aber nichts daran, dass nicht nur in Bayern, sondern auch in Thüringen Vmax = 300 km/h gefahren werden kann.
Es bleibt dabei: Im Hinblick darauf, dass die ICE nur stündlich fahren werden, ist es ein totaler Witz, dass man nicht zusätzlich einen 200 km/h schnellen RE ebenfalls stündlich fahren lässt, der mit Zwischenhalten in Erlangen, Bamberg, Coburg und Ilmenau in knapp 90 Minuten von Nürnberg nach Erfurt unterwegs ist.
Schaut man sich die Kapitalkosten dieser Strecke an und vergleicht sie mit den Grenzkosten für eine Zugfahrt und dem Investitionsbedarf für die Neubeschaffung von 200 km/h schnellen RE-Zügen, dann muss man feststellen, dass die Bundesregierung von Wirtschaft nichts versteht - davon aber jede Menge.
Im Hinblick darauf, dass die Regionalisierungsmittel erfreulicherweise nun um 200 Millionen € für die neuen Bundesländer erhöht werden, bleibt zu hoffen, dass irgendwann doch noch ein 200 km/h schneller RE mit Neufahrzeugen zwischen Nürnberg und Erfurt stündlich über die NBS unterwegs ist, weil Thüringen dann nördlich von Coburg den RE finanziert.
Würde man zwischen Ebensfeld und Nürnberg den geplanten Güterzugtunnel ICE-tauglich bauen, eine Umfahrung Bamberg bauen und die Strecke zusammen mit einer für 300 km/h trassierten NBS Nürnberg - Würzburg entlang der A3 bauen, dann könnte man zwischen Nürnberg und Erfurt mit einer Fahrzeit von nonstop 59 Minuten Fahrzeit und zwischen Nürnberg und Würzburg mit 28 Minuten Fahrzeit gerade so eben noch einen ITF schaffen mit Vollknoten in Nürnberg, Würzburg und Erfurt.
Das setzt aber voraus, dass gemäß dem Schweizer Standard in Deutschland vernünftig geplant wird - etwas, was derzeit ganz sicher nicht gegeben ist.
Immerhin hat es Merkel vor ein paar Wochen in Erstfeld selbst erlebt, wie in der Schweiz geplant wird und was für einen Scherbenhaufen sie in Deutschland hinterlässt (Stuttgart 21, kein ITF, keine Trassenpreisgrenzkosten, keine Trennung von Netz und Betrieb usw.).
Schwachsinn pur!
lokuloi, Samstag, 25.06.2016, 12:53 (vor 3726 Tagen) @ ThomasK
In den ersten Vorüberlegungen war zwar lediglich eine Trassierung von 250 km/h angedacht, aber dann entschied man sich bereits in der Vorplanungsphase die Strecke Ebensfeld - Erfurt auf 300 km/h zu trassieren.
http://mgrobe2.free.fr/nbserfurtnuernberg.pdf
(Seite 9, Kapitel 4)
Und da steht, dass die Vorbereitung auf 300 km/h 500 Mio € gekostet hat?
Die Änderung der Entwurfsgeschwindigkeit von 250 km/h auf 300 km/h wurde immer wieder bestätigt. Hier die Mitteilung auf der offiziellen URL:
http://www.vde8.de/Die-Neubaustrecke--NBS--VDE-8-1-Ebensfeld-----Erfurt--------_site.si...
Und da steht, dass die 300 km/h auf der ganzen Strecke gelten?
Nebenbei bemerkt:
In Bayern ist die Strecke großzügiger trassiert als in Thüringen, denn in Thüringen beträgt der Abstand der beiden Gleisachsen 4,50 m und in Bayern 4,70 m.
Was hat der Gleisabstand 4,50 vs 4,70 mit der Trassierung (und der Geschwindigkeit) zu tun? Die "Alt-NBS"en Hannover - Würzburg und Mannheim - Stuttgart haben auch 4,70 m Gleisabstand, das war zu der Zeit üblich, trotzdem wird dort nur 280 km/h gefahren. KRM und NIM haben 4,50 m Gleisabstand, trotzdem darf dort 300 gefahren werden.
Hier konnte man es halt in einem Bundesland noch anpassen, im anderen nicht mehr.
Das ändert aber nichts daran, dass nicht nur in Bayern, sondern auch in Thüringen Vmax = 300 km/h >gefahren werden kann.
Tja. Ich hab da andere Informationen. Da steht also erstmal Aussage gegen Aussagen...
Z.B. hat die Talbrücke Weißenbrunn am Forst (https://de.wikipedia.org/wiki/Talbr%C3%BCcke_Wei%C3%9Fenbrunn_am_Forst) einen geringeren Radius, als den in deinem Link angegebenen Mindestradius.
Das setzt aber voraus, dass gemäß dem Schweizer Standard in Deutschland vernünftig geplant wird - etwas, was derzeit ganz sicher nicht gegeben ist.Immerhin hat es Merkel vor ein paar Wochen in Erstfeld selbst erlebt, wie in der Schweiz geplant wird und was für einen Scherbenhaufen sie in Deutschland hinterlässt (Stuttgart 21, kein ITF, keine Trassenpreisgrenzkosten, keine Trennung von Netz und Betrieb usw.).
Also der Gotthardbasis-Tunnel ist für Deine Argumentation nun ein ganz schlechtes Beispiel: für 250 km/h trassiert, gefahren wird nur 200km/h. Und dass die ICs mit Halt in Altdorf doch 220km/h fahren (müssen) ist nun wahrlich kein Ergebnis jahrelanger, weitsichtiger Planung, sondern eine Notlösung um einen politischen Halt überhaupt - wenn auch trotzdem auf Kosten der Kapazität - zu ermöglichen.
Uli
Schwachsinn pur!
Lumi25, Samstag, 25.06.2016, 15:25 (vor 3726 Tagen) @ lokuloi
Also der Gotthardbasis-Tunnel ist für Deine Argumentation nun ein ganz schlechtes Beispiel: für 250 km/h trassiert, gefahren wird nur 200km/h. Und dass die ICs mit Halt in Altdorf doch 220km/h fahren (müssen) ist nun wahrlich kein Ergebnis jahrelanger, weitsichtiger Planung, sondern eine Notlösung um einen politischen Halt überhaupt - wenn auch trotzdem auf Kosten der Kapazität - zu ermöglichen.
Der Gotthardbasis-Tunnel soll auch nicht in erster Linie dem Fernverkehr dienen sondern die Kapazitäten im Güterverkehr erhöhen und z.B. das kostenintensive Nachschieben vermeiden.
Natürlich ist klar soll dort auch Fernverkehr durchfahren soll aber halt möglichst so, dass nicht zu viele Güterzugtrassen kaputt gefahren werden. Des wegen fährt man eben nur 200 km/h.
Auf der NBS Halle/Leipzig-Erfurt-Ebensfeld wird aber vermutlich niemals ein Güterzug fahren. Dies diente nur dazu, dass Projekt schön zu rechnen.
Genau das selbe gilt auch mit der NBS Wendlingen-Ulm. Hier wird kein einziger Güterzug fahren und das Nachschieben von schweren Güterzügen über die Geislinger Steige wird auch nicht beseitigt.
Und mal ehrlich die DB Fernverkehr wird auch immer langsamer. Zwischen München und Stuttgart braucht man immer noch länger wie früher trotz 230 km/h ABS.
Schwachsinn pur!
Aphex Twin, Sonntag, 26.06.2016, 03:57 (vor 3726 Tagen) @ Lumi25
Also der Gotthardbasis-Tunnel ist für Deine Argumentation nun ein ganz schlechtes Beispiel: für 250 km/h trassiert, gefahren wird nur 200km/h. Und dass die ICs mit Halt in Altdorf doch 220km/h fahren (müssen) ist nun wahrlich kein Ergebnis jahrelanger, weitsichtiger Planung, sondern eine Notlösung um einen politischen Halt überhaupt - wenn auch trotzdem auf Kosten der Kapazität - zu ermöglichen.
Der Gotthardbasis-Tunnel soll auch nicht in erster Linie dem Fernverkehr dienen sondern die Kapazitäten im Güterverkehr erhöhen und z.B. das kostenintensive Nachschieben vermeiden.
Auch wurde der Gotthardtunnel durch eine Trassierung für 250 km/h nicht wirklich teuerer.
Schwachsinn pur!
lokuloi, Sonntag, 26.06.2016, 08:36 (vor 3726 Tagen) @ Aphex Twin
Also der Gotthardbasis-Tunnel ist für Deine Argumentation nun ein ganz schlechtes Beispiel: für 250 km/h trassiert, gefahren wird nur 200km/h. Und dass die ICs mit Halt in Altdorf doch 220km/h fahren (müssen) ist nun wahrlich kein Ergebnis jahrelanger, weitsichtiger Planung, sondern eine Notlösung um einen politischen Halt überhaupt - wenn auch trotzdem auf Kosten der Kapazität - zu ermöglichen.
Der Gotthardbasis-Tunnel soll auch nicht in erster Linie dem Fernverkehr dienen sondern die Kapazitäten im Güterverkehr erhöhen und z.B. das kostenintensive Nachschieben vermeiden.
Auch wurde der Gotthardtunnel durch eine Trassierung für 250 km/h nicht wirklich teuerer.
Bisher gibt es auch nur einen, der dies für Ebensfeld - Erfurt behauptet.
Hier geht es außerdem nur um das kurze Stück bis zum Abzeig Niederfüllbach.
Die Mehrkosten für die höhere Geschwindigkeit sind hier genauso vernachlässigbar bzw. nicht vorhanden wie im Gotthardbasistunnel - vom dem her doch ein guter Vergleich ;-).
Uli
Schwachsinn pur!
ThomasK, Sonntag, 26.06.2016, 13:54 (vor 3725 Tagen) @ lokuloi
Und da steht, dass die 300 km/h auf der ganzen Strecke gelten?
Selbstverständlich gelten die 300 km/h auch auf dem bayrischen Teil der NBS Ebensfeld - Erfurt.
Tja. Ich hab da andere Informationen. Da steht also erstmal Aussage gegen Aussagen...
Dann sind deine Aussagen falsch. Maßgebend sind die amtlichen Aussagen und nicht das, was du dir ausdenkst. Auch in Bayern ist die NBS Ebensfeld - Erfurt für 300 km/h trassiert.
Z.B. hat die Talbrücke Weißenbrunn am Forst (https://de.wikipedia.org/wiki/Talbr%C3%BCcke_Wei%C3%9Fenbrunn_am_Forst) einen geringeren Radius, als den in deinem Link angegebenen Mindestradius.
Na und?
Das ist doch keine Widerlegung dafür, dass die NBS Ebensfeld - Erfurt auch in Bayern für 300 km/h trassiert ist?
Aber nehmen wir einmal zu deinen Gunsten an, dass in diesem Fall ausnahmsweise - so wie Wikipedia nach deinem Hinweis behauptet - trotzdem der Radius nur 3570 m betrüge.
https://de.wikipedia.org/wiki/Talbr%C3%BCcke_Wei%C3%9Fenbrunn_am_Forst
Schauen wir mal in die Eisenbahn Bau- und Betriebsordnung:
https://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/ebo/gesamt.pdf
In § 40 (7) steht, dass die Fahrgeschwindigkeit im Gleisbogen (Radius in m * (Überhöhung in mm + Überhöhungsfehlbetrag in mm) / 11,8) ^ 0,5 km/h betragen darf.
Unter § 40 (8) steht, dass der Überhöhungsfehlbetrag nicht größer als 150 mm betragen soll.
Unter § 6 (3) steht, dass die Überhöhung nicht mehr als 180 mm betragen soll.
Benutzen wir die Formel, dann stellen wir fest, dass wir eine Überhöhung von 180 mm gar nicht benötigen, wenn wir 300 km/h fahren wollen. Eine Überhöhung von 150 mm reicht völlig aus, denn bei einem Radius von 3570 m gilt eine maximale Geschwindigkeit von
(Radius in m * (Überhöhung in mm + Überhöhungsfehlbetrag in mm) / 11,8) ^ 0,5 km/h =
(3570 * (150 + 150) / 11,8) ^ 0,5 = 301,2685... km/h.
Also selbst dann, wenn die Behauptung von Wikipedia, dass man hier den Mindestradius von 3700 m auf 3570 m abgesenkt hätte, stimmen würde, ist dies kein Gegenargument für eine auf 300 km/h trassierte Strecke.
Also der Gotthardbasis-Tunnel ist für Deine Argumentation nun ein ganz schlechtes Beispiel: für 250 km/h trassiert, gefahren wird nur 200km/h. Und dass die ICs mit Halt in Altdorf doch 220km/h fahren (müssen) ist nun wahrlich kein Ergebnis jahrelanger, weitsichtiger Planung, sondern eine Notlösung um einen politischen Halt überhaupt - wenn auch trotzdem auf Kosten der Kapazität - zu ermöglichen.
Die Schweiz hat sich zum Ziel gesetzt, zwischen Zürich HB und Lugano eine ITF-Beförderungszeit von 2 Stunden sowie zwischen Zürich HB und Milano C eine ITF-Beförderungszeit von 3 Stunden zu erreichen.
Zudem will man einen durchgängigen 30-Minuten-Takt durch den GBT im IC-Verkehr fahren zuzüglich 5 Güterverkehrstrassen pro Stunde und Richtung, weil man im Vergleich zur Bergstrecke nur noch die halbe Traktionsleistung benötigt.
Zusammen mit dem Ceneri-Basistunnel und den bis 2021 abgeschlossenen Maßnahmen werden sämtliche Ziele bis 2021 erreicht.
Mit den bis 2021 abgeschlossenen Maßnahmen hat die Gotthardachse so eine extrem hohe Leistungsfähigkeit, dass man den gesamten Güterverkehr zu 100% auf die Schiene zwingen kann. Dazu benötigt man noch nicht einmal die 5 Güterverkehrstrassen pro Stunde, da auch noch die Bergstrecke zur Verfügung steht.
Für die fernere Zukunft gibt es aber für die Gotthardstrecke über den Ceneri-Basistunnel noch weitere Ausbauplanungen, wie z.B. den Urmibergtunnel oder eine NBS Lugano - Chiasso. Sofern man nicht alle 5 Güterverkehrstrassen im Gotthardbasistunnel benötigt, hat man sich die Option offen gehalten mit einer 250 km/h Trasse im GBT in fernerer Zukunft zusammen mit den weiteren Ausbaumaßnahmen (Urmibergtunnel, NBS Lugano - Chiasso) zwischen Zürich HB und Milano C die Kantenzeit von 3 Stunden ab dem Jahr 2021, dann dereinst sogar auf 2,5 Stunden abzusenken.
Der Ausbauzustand der Gotthardstrecke im Jahr 2021 ist also ein qualifizierter Zwischenschritt.
Was gibt es denn daran zu kritisieren?
Zu Raden, Überhöhungen, usw
numi, Sonntag, 26.06.2016, 14:47 (vor 3725 Tagen) @ ThomasK
Hallo,
zum Thema Radien usw. hier ein paar Hinweise. Die maximale Überhöhung die Verbaut werden kann beträgt bei fester Fahrbahn 170 mm und bei Schotteroberbau 160 mm. Der maximale Überhöhungsfehlbetrag ist 150 mm (Ausnahmen gibt es bei Radien die kleiner als 650 m sind).
Für die genannte Strecke bedeutet dies also, dass wir eine Überhöhung von 170 mm und einen Überhöhungsfehlbetrag von 150 mm annehmen dürfen.
Wir benötigen für eine 300 km/h Strecke also einen Mindestradius von 3.319 m beim bogeninneren Gleis.
Einmal aus der Praxis: Auf der SFS KRM hat man minimal 3.348 m für die 300 km/h. Auf der im Bau befindlichen SFS Ulm - Wendlingen werden die für 250 km/h minimal notwendigen 2.305 m auch tatsächlich auf den Meter genau verbaut.
Zu Raden, Überhöhungen, usw
Henrik, Montag, 27.06.2016, 01:08 (vor 3725 Tagen) @ numi
zum Thema Radien usw. hier ein paar Hinweise. Die maximale Überhöhung die Verbaut werden kann beträgt bei fester Fahrbahn 170 mm und bei Schotteroberbau 160 mm. Der maximale Überhöhungsfehlbetrag ist 150 mm (Ausnahmen gibt es bei Radien die kleiner als 650 m sind).
Für die genannte Strecke bedeutet dies also, dass wir eine Überhöhung von 170 mm und einen Überhöhungsfehlbetrag von 150 mm annehmen dürfen.
diese Annahme ist zulässig bei artreinem Personenverkehr (siehe NBS Köln-Rhein/Main),
hier liegt aber gemischter Verkehr mit starker Güterzugbelastung vor.
Von daher gehe ich eher nicht davon aus, dass als maximale Überhöhung 170 mm festgelegt wurde.
Wir benötigen für eine 300 km/h Strecke also einen Mindestradius von 3.319 m beim bogeninneren Gleis.
Einmal aus der Praxis: Auf der SFS KRM hat man minimal 3.348 m für die 300 km/h.
als kleinster Bogenradius wurde 3320 m festgelegt, s.o.
der kleinste ausgeführte Radius beträgt 3348 m, ja.
Topic war hier eine Brücke.
auf der NBS Köln-Rhein/Main stellen die Schienenauszüge auf der Wallbach-Talbrücke bei Wörsdorf eine Besonderheit dar, die in einem um 155 m überhöhten Gleisbogen mit 4100 m Radius liegen. Für die zulässige Geschwindigkeit von 300 km/h errechnet sich ein Überhöhungsfehlbetrag von 104 mm. Hier konnte eine unternehmensinterne Genehmigung für das Abweichen vom Regelwerk erteilt werden.
Zu Raden, Überhöhungen, usw
lokuloi, Montag, 27.06.2016, 17:24 (vor 3724 Tagen) @ Henrik
Für die genannte Strecke bedeutet dies also, dass wir eine Überhöhung von 170 mm und einen Überhöhungsfehlbetrag von 150 mm annehmen dürfen.
diese Annahme ist zulässig bei artreinem Personenverkehr (siehe NBS Köln-Rhein/Main),
hier liegt aber gemischter Verkehr mit starker Güterzugbelastung vor.
Von daher gehe ich eher nicht davon aus, dass als maximale Überhöhung 170 mm festgelegt wurde.
Damit liegst Du richtig ;-).
An der oben „berechneten“ Talbrücke Weißenbrunn am Forst ist zum Beispiel eine Überhöhung von 135mm eingebaut.
Topic war hier eine Brücke.auf der NBS Köln-Rhein/Main stellen die Schienenauszüge auf der Wallbach-Talbrücke bei Wörsdorf eine Besonderheit dar, die in einem um 155 m überhöhten Gleisbogen mit 4100 m Radius liegen. Für die zulässige Geschwindigkeit von 300 km/h errechnet sich ein Überhöhungsfehlbetrag von 104 mm. Hier konnte eine unternehmensinterne Genehmigung für das Abweichen vom Regelwerk erteilt werden.
Als Ergänzung für die „Allgemeinheit“: der zulässige Überhöhungsfehlbetrag bei Schienenauszügen und Entwurfsgeschwindigkeiten > 200 km/h ist 60mm.
Zu Radien, Überhöhungen, usw
Henrik, Dienstag, 28.06.2016, 00:55 (vor 3724 Tagen) @ Henrik
zum Thema Radien usw. hier ein paar Hinweise. Die maximale Überhöhung die Verbaut werden kann beträgt bei fester Fahrbahn 170 mm und bei Schotteroberbau 160 mm. Der maximale Überhöhungsfehlbetrag ist 150 mm (Ausnahmen gibt es bei Radien die kleiner als 650 m sind).
Für die genannte Strecke bedeutet dies also, dass wir eine Überhöhung von 170 mm und einen Überhöhungsfehlbetrag von 150 mm annehmen dürfen.
diese Annahme ist zulässig bei artreinem Personenverkehr (siehe NBS Köln-Rhein/Main),
hier liegt aber gemischter Verkehr mit starker Güterzugbelastung vor.
Von daher gehe ich eher nicht davon aus, dass als maximale Überhöhung 170 mm festgelegt wurde.
Wir benötigen für eine 300 km/h Strecke also einen Mindestradius von 3.319 m beim bogeninneren Gleis.
Einmal aus der Praxis: Auf der SFS KRM hat man minimal 3.348 m für die 300 km/h.
als kleinster Bogenradius wurde 3320 m festgelegt, s.o.
der kleinste ausgeführte Radius beträgt 3348 m, ja.Topic war hier eine Brücke.
auf der NBS Köln-Rhein/Main stellen die Schienenauszüge auf der Wallbach-Talbrücke bei Wörsdorf eine Besonderheit dar, die in einem um 155 m überhöhten Gleisbogen mit 4100 m Radius liegen. Für die zulässige Geschwindigkeit von 300 km/h errechnet sich ein Überhöhungsfehlbetrag von 104 mm. Hier konnte eine unternehmensinterne Genehmigung für das Abweichen vom Regelwerk erteilt werden.
Ein weiteres Mal aus der Praxis, etwas passender,
Die Gleisanlage wurde im Neubauabschnitt mit einer Gradiente von bis zu 20 Promille bei einer Überhöhung von bis zu 160 mm sowie einem Überhöhungsfehlbetrag (bei 300 km/h) von 100 mm trassiert; 20 Promille Längsneigung werden in neun Abschnitten von 600 bis 1815 m Länge (im Geisbergtunnel) erreicht; die Bahndämme erreichen Höhen bis zu 16 Meter.[10] 55 Prozent der Neubaustrecke liegen in Bögen,[11] bei einem minimalen Bogenhalbmesser von 4085 m.[12]
https://de.wikipedia.org/wiki/Schnellfahrstrecke_Nürnberg-Ingolstadt-München
dort verlinkt,
Als Überhöhungsfehlbetrag bezeichnet man [...] Nach dem Regelwerk der DB Netz AG beträgt dieser Wert 150 mm, wenn auf dem entsprechenden Gleis nur Reisezugverkehr mit dafür zugelassenem Rollmaterial stattfindet und der Kurvenradius 1000 m oder mehr beträgt sowie keine Zwangspunkte (Weichen, Bahnübergänge, etc.) vorhanden sind. Findet dort auch Güterverkehr statt, so ist als maximaler Überhöhungsfehlbetrag 130 mm erlaubt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Überhöhung#Überhöhungsfehlbetrag
--
lokuloi, Danke! ;)
Schwachsinn pur!
lokuloi, Sonntag, 26.06.2016, 16:07 (vor 3725 Tagen) @ ThomasK
Und da steht, dass die 300 km/h auf der ganzen Strecke gelten?
Selbstverständlich gelten die 300 km/h auch auf dem bayrischen Teil der NBS Ebensfeld -
Erfurt.
Du warst ja anscheind dabei bei den Planungen...
Tja. Ich hab da andere Informationen. Da steht also erstmal Aussage gegen Aussagen...
Dann sind deine Aussagen falsch. Maßgebend sind die amtlichen Aussagen und nicht das, was du dir ausdenkst. Auch in Bayern ist die NBS Ebensfeld - Erfurt für 300 km/h trassiert.
Du nimmst hier den Mund ganz schön voll. Du kennst die fahrdynamischen Unterlagen zur NBS Ebensfeld - Erfurt?
Aber nehmen wir einmal zu deinen Gunsten an, dass in diesem Fall ausnahmsweise - so wie Wikipedia nach deinem Hinweis behauptet - trotzdem der Radius nur 3570 m betrüge.
https://de.wikipedia.org/wiki/Talbr%C3%BCcke_Wei%C3%9Fenbrunn_am_Forst
Schauen wir mal in die Eisenbahn Bau- und Betriebsordnung:
https://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/ebo/gesamt.pdf
In § 40 (7) steht, dass die Fahrgeschwindigkeit im Gleisbogen (Radius in m * (Überhöhung in mm + Überhöhungsfehlbetrag in mm) / 11,8) ^ 0,5 km/h betragen darf.
Unter § 40 (8) steht, dass der Überhöhungsfehlbetrag nicht größer als 150 mm betragen soll.Unter § 6 (3) steht, dass die Überhöhung nicht mehr als 180 mm betragen soll.
Entscheidend ist hier nicht die EBO sondern die Ril 800.0110
Also selbst dann, wenn die Behauptung von Wikipedia, dass man hier den Mindestradius von 3700 m auf 3570 m abgesenkt hätte, stimmen würde, ist dies kein Gegenargument für eine auf 300 km/h trassierte Strecke.
Das entscheidende Stichwort heißt hier Schienenauszug.
Ohne Gruß.
Positivbeispiel Gotthard-Basistunnel?
bigbug21, Samstag, 25.06.2016, 16:40 (vor 3726 Tagen) @ ThomasK
Immerhin hat es Merkel vor ein paar Wochen in Erstfeld selbst erlebt, wie in der Schweiz geplant wird und was für einen Scherbenhaufen sie in Deutschland hinterlässt (Stuttgart 21, kein ITF, keine Trassenpreisgrenzkosten, keine Trennung von Netz und Betrieb usw.).
Gotthard-Basistunnel? War das nicht der Tunnel, der nach den landläufigen deutschen Beurteilungsmaßstäben fast fünfmal so teuer wurde wie geplant, mit vielfachen Verschiebungen des Inbetriebnahmetermins (insgesamt etwa zehn Jahre) und grundlegend während der Bauphase überarbeiteten Planungen?
Viele Grüße
Peter
--
unterwegs für freie Eisenbahn- und Defibrillator-Daten
Positivbeispiel Gotthard-Basistunnel?
ThomasK, Sonntag, 26.06.2016, 14:02 (vor 3725 Tagen) @ bigbug21
Immerhin hat es Merkel vor ein paar Wochen in Erstfeld selbst erlebt, wie in der Schweiz geplant wird und was für einen Scherbenhaufen sie in Deutschland hinterlässt (Stuttgart 21, kein ITF, keine Trassenpreisgrenzkosten, keine Trennung von Netz und Betrieb usw.).
Gotthard-Basistunnel? War das nicht der Tunnel, der nach den landläufigen deutschen Beurteilungsmaßstäben fast fünfmal so teuer wurde wie geplant, mit vielfachen Verschiebungen des Inbetriebnahmetermins (insgesamt etwa zehn Jahre) und grundlegend während der Bauphase überarbeiteten Planungen?Viele Grüße
Peter
Nein, der Gotthardbasistunnel wurde nicht 5 Mal so teuer, wie geplant. In der Schweiz wird nicht so herumchaotet wie in Deutschland. Die Kostensteigerung betrug meines Wissens nach ungefähr 30%, also etwa Faktor 1,3 und nicht 5; es entzieht sich aber meiner Kenntnis, welchen Preisindex man damals Zugrunde gelegt hat. Über eine Bauzeit von fast 20 Jahren ist es logischerweise fast unmöglich die Inflationsrate hinreichend genau vorauszuberechnen.
Positivbeispiel Gotthard-Basistunnel?
bigbug21, Sonntag, 26.06.2016, 14:09 (vor 3725 Tagen) @ ThomasK
Hallo Thomas,
Nein, der Gotthardbasistunnel wurde nicht 5 Mal so teuer, wie geplant. In der Schweiz wird nicht so herumchaotet wie in Deutschland. Die Kostensteigerung betrug meines Wissens nach ungefähr 30%, also etwa Faktor 1,3 und nicht 5; es entzieht sich aber meiner Kenntnis, welchen Preisindex man damals Zugrunde gelegt hat. Über eine Bauzeit von fast 20 Jahren ist es logischerweise fast unmöglich die Inflationsrate hinreichend genau vorauszuberechnen.
Wenn man die (für meine Begriffe überzogenen) Maßstäbe deutscher Kritik anlegen würde, wäre die Kostensteigerung in einem Faktor von 4 bis 5. Beim Regierungsbeschluss über das Projekt, 1989, lagen die geschätzten Kosten bei 3 Milliarden Franken. Zum Preisstand von 1998 sind es letztlich (Ende 2015) rund 12 Milliarden Franken geworden, die seither eingetretene Preissteigerung und die noch ausstehenden Maßnahmen noch nicht mit eingerechnet.
Auch die noch Mitte der 1990er Jahre von SBB und Bundesamt für Verkehr für 2005 angekündigte Inbetriebnahme wurde locker überschritten.
Unter dem Strich tatsächlich eingehalten wurden zwischenzeitlich mehrfach revidierte Zeit- und Kostenpläne.
Viele Grüße
Peter
--
unterwegs für freie Eisenbahn- und Defibrillator-Daten
Positivbeispiel Gotthard-Basistunnel?
Alphorn (CH), Montag, 27.06.2016, 00:39 (vor 3725 Tagen) @ bigbug21
Wenn man die (für meine Begriffe überzogenen) Maßstäbe deutscher Kritik anlegen würde, wäre die Kostensteigerung in einem Faktor von 4 bis 5. Beim Regierungsbeschluss über das Projekt, 1989, lagen die geschätzten Kosten bei 3 Milliarden Franken. Zum Preisstand von 1998 sind es letztlich (Ende 2015) rund 12 Milliarden Franken geworden, die seither eingetretene Preissteigerung und die noch ausstehenden Maßnahmen noch nicht mit eingerechnet.
Ein Regierungsbeschluss ist in der Schweiz aber nicht entscheidend - es kommt auf die Volksabstimmung an. In den Abstimmungsunterlagen ist die Rede von 14.9 Mrd für das Gesamtprojekt Gotthard/Ceneri/Lötschberg, und diesem Betrag hat die Bevölkerung zugestimmt.
Laut diesem Inflationsrechner wären die 14.9 Mrd heute 17.9 Mrd, da sind die erwarteten realen Endkosten von 24 Milliarden nicht um Faktoren drüber.
Ja, das Projekt wurde beschnitten (Lötschberg-Basistunnel teils nur eingleisig, Zimmerbergbasistunnel II weggelassen), andernorts dafür erweitert (Ceneri-Basistunnel mit zwei Röhren statt einer).
Auch die noch Mitte der 1990er Jahre von SBB und Bundesamt für Verkehr für 2005 angekündigte Inbetriebnahme wurde locker überschritten.
Immerhin seit 2005 wurde der Eröffnungstermin 2016 kommuniziert. Finde ich keine schlechte Leistung, wenn man bei einem einzigartigen Bauwerk mit vielen Unbekannten 11 Jahre im Voraus sagen kann, wann man fertig wird. Die älteste Quelle, die ich gefunden habe, sprach übrigens im Jahr 2001 von einer Eröffnung um 2013, lag also um 25% daneben.
Unter dem Strich tatsächlich eingehalten wurden zwischenzeitlich mehrfach revidierte Zeit- und Kostenpläne.
Das ist korrekt. Wenn man allerdings die Prognosefehler sowohl bei der Zeit als auch bei den Kosten prozentual sieht, dann sind sie nicht annährend nicht so gross wie bei den letzten Grossprojekten in Deutschland. Wobei ich das nur teilweise für Planungsfehler halte; es ist in Deutschland anscheinend politisch gewollt, dass die Kosten und Laufzeiten der Projekte vor Baubeginn schöngerechnet werden.
Positivbeispiel Gotthard-Basistunnel?
ThomasK, Montag, 27.06.2016, 11:26 (vor 3724 Tagen) @ Alphorn (CH)
Laut diesem Inflationsrechner wären die 14.9 Mrd heute 17.9 Mrd, da sind die erwarteten realen Endkosten von 24 Milliarden nicht um Faktoren drüber.
Vielen Dank für die Zahlen. Teilt man nun die 24 Milliarden CHF durch die 17,9 Milliarden Franken, dann erhält man 1,34, also eine Kostenüberschreitung von etwa 34%.
Diese Größenordnung hatte ich auch ungefähr so in Erinnerung.
Aber bei so einem Großprojekt ist es nahezu unmöglich exakt zu kalkulieren, zumal man ja erhebliche Unsicherheiten nicht nur in der wirtschaftlichen Entwicklung, sondern auch im Bereich der Geologie quantifizieren müsste.
Das ist korrekt. Wenn man allerdings die Prognosefehler sowohl bei der Zeit als auch bei den Kosten prozentual sieht, dann sind sie nicht annährend nicht so groß wie bei den letzten Grossprojekten in Deutschland. Wobei ich das nur teilweise für Planungsfehler halte; es ist in Deutschland anscheinend politisch gewollt, dass die Kosten und Laufzeiten der Projekte vor Baubeginn schöngerechnet werden.
Völlig richtig. Sowohl bei Stuttgart 21 als auch bei der Zweiten Stammstrecke hat ja mittlerweile der Dümmste kapiert, wie nach Stich und Faden in Deutschland manipuliert wird.
Bei der Manipulation der NBS Ebensfeld - Erfurt vs. Nürnberg - Hof - Altenburg/Tharandt war es alleine deshalb nicht so offensichtlich wie bei Stuttgart 21 und der Zweiten Stammstrecke, weil 1991 das Internet als Investigationskeule noch keine Bedeutung hatte und heute sind die Würfel für Ebensfeld - Erfurt längst gefallen. Anders ausgedrückt: Um die NBS Nürnberg - Hof - Altenburg/Tharandt zu retten, kam das Internet bei weitem zu spät.
Positivbeispiel Gotthard-Basistunnel?
bigbug21, Montag, 27.06.2016, 23:53 (vor 3724 Tagen) @ Alphorn (CH)
Hallo Alphorn,
Das ist korrekt. Wenn man allerdings die Prognosefehler sowohl bei der Zeit als auch bei den Kosten prozentual sieht, dann sind sie nicht annährend nicht so gross wie bei den letzten Grossprojekten in Deutschland. Wobei ich das nur teilweise für Planungsfehler halte; es ist in Deutschland anscheinend politisch gewollt, dass die Kosten und Laufzeiten der Projekte vor Baubeginn schöngerechnet werden.
Die typische an Messlatte, die zuweilen an Eisenbahn-Großprojekte in Deutschland angelegt wird, sind die zur Inbetriebnahme kommunizierten Kosten im Vergleich zu jenen von Baubeginn. 1999 wurden für den Gotthard-Basistunnel acht Milliarden Franken genannt. Ende 2015 waren es -- zum Preisstand von 1998 -- 12,2 Milliarden Franken, zuzüglich eines "Risikopotentials" von 0,6 Milliarden Franken.
Selbst wenn dieses Potential nicht realisiert wurde, wären die Kosten -- ohne Berücksichtigung der Inflation -- um über 50 Prozent gestiegen. Mit Berücksichtigung steigender Preise, wie es in Deutschland üblich ist, wäre man also auch hier durchaus in der Liga verdoppelter Kosten.
Viele Grüße
Peter
--
unterwegs für freie Eisenbahn- und Defibrillator-Daten
Positivbeispiel Gotthard-Basistunnel?
lokuloi, Dienstag, 28.06.2016, 21:38 (vor 3723 Tagen) @ Alphorn (CH)
bearbeitet von lokuloi, Dienstag, 28.06.2016, 21:40
Immerhin seit 2005 wurde der Eröffnungstermin 2016 kommuniziert. Finde ich keine schlechte Leistung, wenn man bei einem einzigartigen Bauwerk mit vielen Unbekannten 11 Jahre im Voraus sagen kann, wann man fertig wird.
Ist also durchaus mit Ebensfeld - Erfurt vergleichbar. Lt. Wikipedia-Artikel wurde ab 2008 der Fertigstellungstermin mit Dezember 2017 angegeben. Wobei ich mir einbilde schon 2007 von diesem Fertigstellungstermin gehört/gelesen zu haben.
Das ist korrekt. Wenn man allerdings die Prognosefehler sowohl bei der Zeit als auch bei den Kosten prozentual sieht, dann sind sie nicht annährend nicht so gross wie bei den letzten Grossprojekten in Deutschland. Wobei ich das nur teilweise für Planungsfehler halte; es ist in Deutschland anscheinend politisch gewollt, dass die Kosten und Laufzeiten der Projekte vor Baubeginn schöngerechnet werden.
Tja. Und wenn man realistische Zeitpläne angibt, wie z.B. für die ABS/NBS Karlsruhe - Basel ist's auch nicht recht. "Was. Solange dauert das noch."
Ciao,
Uli
Schwachsinn pur!
Henrik, Samstag, 25.06.2016, 19:09 (vor 3726 Tagen) @ ThomasK
Könntest Du hierfür auch nur eine _seriöse_ Quelle angeben. Vor allem bitte auch dazu, dass die Trassierung südlich des Abzweigs Coburg überhaupt 300 km/h zulassen würde. Oder überhaupt, dass die Strecke für 300 km/h trassiert wurde, und nicht erst nachträglich untersucht wurde, wo es für 300 km/h reicht?
Vielen Dank dafür.
In den ersten Vorüberlegungen war zwar lediglich eine Trassierung von 250 km/h angedacht, aber dann entschied man sich bereits in der Vorplanungsphase die Strecke Ebensfeld - Erfurt auf 300 km/h zu trassieren.
http://mgrobe2.free.fr/nbserfurtnuernberg.pdf
(Seite 9, Kapitel 4)
dort ist nichts von einer Änderung zu lesen, sondern von der Trassierung für 300 km/h.
Die Änderung der Entwurfsgeschwindigkeit von 250 km/h auf 300 km/h wurde immer wieder bestätigt. Hier die Mitteilung auf der offiziellen URL:
http://www.vde8.de/Die-Neubaustrecke--NBS--VDE-8-1-Ebensfeld-----Erfurt--------_site.si...
der Link führt auf die Überblick-Seite des Projektabschnitts,
http://www.vde8.de/de/vde-81-neubau/ueberblick
Es bleibt dabei: Im Hinblick darauf, dass die ICE nur stündlich fahren werden, ist es ein totaler Witz, dass man nicht zusätzlich einen 200 km/h schnellen RE ebenfalls stündlich fahren lässt, der mit Zwischenhalten in Erlangen, Bamberg, Coburg und Ilmenau in knapp 90 Minuten von Nürnberg nach Erfurt unterwegs ist.
es steht jedem EVU frei, dort einen Betrieb mit 200 km/h durchzuführen.
Schaut man sich die Kapitalkosten dieser Strecke an und vergleicht sie mit den Grenzkosten für eine Zugfahrt und dem Investitionsbedarf für die Neubeschaffung von 200 km/h schnellen RE-Zügen, dann muss man feststellen, dass die Bundesregierung von Wirtschaft nichts versteht - davon aber jede Menge.
Die Wirtschaftlichkeit musste gegeben sein, ansonsten hätte die NBS nicht finanziert werden dürfen. Der Nachweis wurde erbracht.
Für Nahverkehr sind die Bundesländer zuständig.
Im Hinblick darauf, dass die Regionalisierungsmittel erfreulicherweise nun um 200 Millionen € für die neuen Bundesländer erhöht werden, bleibt zu hoffen, dass irgendwann doch noch ein 200 km/h schneller RE mit Neufahrzeugen zwischen Nürnberg und Erfurt stündlich über die NBS unterwegs ist, weil Thüringen dann nördlich von Coburg den RE finanziert.
Die Regionalisierungsmittel sind um 199 Millionen € für die neuen Bundesländer erhöht worden, eine Million erhält das Saarland.
Diese Erhöhung hatte nicht den Hintergrund, den jeweiligen neuen Bundesländern mehr Geld zu Verfügung zu stellen, sondern kein Bundesland sollte künftig weniger Mittel erhalten als aktuell.
vgl.
http://www.eurailpress.de/news/politik/single-view/news/reg-mittel-mehr-gelder-und-vert...
Thüringen hat erklärt, dass sie kein Nahverkehr auf der NBS bestellen will,
Regionalverkehr Richtung Erfurt über die Neubaustrecke wird es nicht geben. Die rot-rot-grüne Landesregierung von Thüringen lehnt die Bestellung eines Regionalexpress ab, zwischen Coburg und Erfurt gibt es überdies keinen einzigen Bahnhof.
http://www.insuedthueringen.de/lokal/sonneberg_neuhaus/sonneberg/ICE-Coburg-Nur-drei-St...
zudem..
Verschärft werde die Situation Thüringens durch die neue ICE-Strecke, die das Land zwinge, auf den bisherigen Fernverkehrsstrecken in erheblichem Umfang zusätzlichen Nahverkehr zu bestellen und allein zu finanzieren. „Schon mittelfristig drohen daher Einschnitte in das vorhandene Fahrplanangebot“, sagt Schlosser.
http://www.otz.de/web/zgt/leben/detail/-/specific/Wegen-Fluechtlingskompromiss-droht-Ka...
Würde man zwischen Ebensfeld und Nürnberg den geplanten Güterzugtunnel ICE-tauglich bauen, eine Umfahrung Bamberg bauen und die Strecke zusammen mit einer für 300 km/h trassierten NBS Nürnberg - Würzburg entlang der A3 bauen, dann könnte man zwischen Nürnberg und Erfurt mit einer Fahrzeit von nonstop 59 Minuten Fahrzeit und zwischen Nürnberg und Würzburg mit 28 Minuten Fahrzeit gerade so eben noch einen ITF schaffen mit Vollknoten in Nürnberg, Würzburg und Erfurt.
nach "von Wirtschaftlichkeit verstehen" liest sich das nicht gerade.
Das setzt aber voraus, dass gemäß dem Schweizer Standard in Deutschland vernünftig geplant wird - etwas, was derzeit ganz sicher nicht gegeben ist.
Standards von andernorts blind zu kopieren hört sich nicht gerade intelligent an, insbesondere hier.
Die Vorgehensweise, die Art an sich, die ist interessant und hat man ja auch entsprechend übernommen.
Immerhin hat es Merkel vor ein paar Wochen in Erstfeld selbst erlebt, wie in der Schweiz geplant wird und was für einen Scherbenhaufen sie in Deutschland hinterlässt (Stuttgart 21, kein ITF, keine Trassenpreisgrenzkosten, keine Trennung von Netz und Betrieb usw.).
Stuttgart21 ist kein Bundesprojekt, keine finanziellen Mittel,
ITF gibts nahezu flächendeckend im NV in Deutschland, auf dem Fernverkehr machts wenig Sinn, da gibt es andere sehr effektive Maßnahmen, sowie die Taktknoten
Trassenpreisgrenzkosten gibts, wird sehr streng kontrolliert,
die Trennung von Netz und Betrieb ist faktisch quasi Realität (zu beidem vgl. LuFV II).
Schwachsinn pur!
ThomasK, Sonntag, 26.06.2016, 13:00 (vor 3725 Tagen) @ Henrik
dort ist nichts von einer Änderung zu lesen, sondern von der Trassierung für 300 km/h.
Es wurde die Behauptung aufgestellt, dass die NBS Ebensfeld - Erfurt nicht auf ganzer Länge für 300 km/h trassiert sei. Diese Behauptung habe ich widerlegt.
Ich weiß aber, dass man kurz nach der Wende andere Vorüberlegungen hatte. Die NBS Ebensfeld - Erfurt war ohnehin nur dritte Wahl. Erst nach der Intervention von höchster politischen Ebene hatte man sich überhaupt erst mit dieser Strecke befasst.
Die erste Wahl, eine NBS Nürnberg - Hof - Altenburg / Tharandt, also eine Y-Lösung, wäre gegenüber der NBS Ebensfeld - Erfurt haushoch überlegen gewesen. Sie hätte nicht nur die Beförderungszeit zwischen München und Berlin ebenfalls auf 3:45 Stunden gesenkt, sondern auch die Relation München - Dresden mit einer Beförderungszeit auf unter 3 Stunden gewaltig aufgewertet und die Verbindung Nürnberg - Prag deutlich beschleunigt, weil nicht nur bei Bayreuth, sondern auch bei Hof / Marktredwitz eine Streckenverknüpfung mit der Bestandsstrecke vorgesehen war. Da zudem Westsachsen bei weitem dichter besiedelt ist als der Thüringer Wald hätte sich zudem auch der Regionalverkehr besser gerechnet.
Warum trotz aller verkehrsplanerischen Überlegenheit der NBS Nürnberg - Hof - Altenburg / Tharandt gegenüber der Strecke Ebensfeld - Erfurt, dennoch die dritte Wahl gebaut wurde, ist hinreichend bekannt.
Die Wirtschaftlichkeit musste gegeben sein, ansonsten hätte die NBS nicht finanziert werden dürfen. Der Nachweis wurde erbracht.
Bei der Standardisierten Bewertung wurden bewusst zu niedrige Kosten angesetzt, um diese durchdrücken zu können. Außerdem wurde in der Standardisierten Bewertung der Nutzen für den Güterverkehr von täglich 90 Zügen eingerechnet und zudem ZUSÄTZLICH zur ICE-Linie ein 200 km/h schneller RE unterstellt, der zwischen Nürnberg und Erfurt stündlich fährt und mit Zwischenhalten in Erlangen, Bamberg, Coburg und Ilmenau knapp 90 Minuten unterwegs ist. Für die ICE-Züge wurde zwischen Nürnberg und Erfurt eine Fahrzeit von 66 Minuten unterstellt, die weit verfehlt wird.
Nachdem man mit völlig unrealistischen Annahmen die Strecke Ebensfeld - Erfurt in der NKU über 1 hochfrisiert hatte, schmeisst man selbstverständlich alles über den Haufen. Die Güterzüge brauchte man nur, um eine frisierte Standardisierte Bewertung mit einem imaginären Nutzen für nicht existierende Güterzüge präsentieren zu können, denn es war klar, dass im direkten Vergleich die NBS Ebensfeld - Erfurt der NBS Nürnberg - Hof - Altenburg / Tharandt haushoch unterlegen sein würde. Genau aus diesem Grund hatten die politischen Seilschaften eine NKU für die NBS Nürnberg - Hof - Altenburg / Tharandt gleich von Anfang an blockiert, denn dann hätte man Ebensfeld - Erfurt nicht mehr durchboxen können.
Für Nahverkehr sind die Bundesländer zuständig.
Das ist zwar richtig, aber es geht hier um die NKU, um die Strecke überhaupt bauen zu können.
Thüringen hat erklärt, dass sie kein Nahverkehr auf der NBS bestellen will.
Noch einmal:
Mit nur einem ICE pro Stunde und Richtung, der dann auch noch wesentlich länger unterwegs ist als 66 Minuten, wird der Nutzen dieser Strecke bei weitem nicht den Aufwand rechtfertigen.
Stuttgart 21 und Zweite Stammstrecke lassen grüßen.
Würde man zwischen Ebensfeld und Nürnberg den geplanten Güterzugtunnel ICE-tauglich bauen, eine Umfahrung Bamberg bauen und die Strecke zusammen mit einer für 300 km/h trassierten NBS Nürnberg - Würzburg entlang der A3 bauen, dann könnte man zwischen Nürnberg und Erfurt mit einer Fahrzeit von nonstop 59 Minuten Fahrzeit und zwischen Nürnberg und Würzburg mit 28 Minuten Fahrzeit gerade so eben noch einen ITF schaffen mit Vollknoten in Nürnberg, Würzburg und Erfurt.
nach "von Wirtschaftlichkeit verstehen" liest sich das nicht gerade.
Nur dann, wenn der Quotient aus ZUSATZnutzen (Mitfall - Ohnefall) dividiert durch ZUSATZaufwand (Mitfall - Ohnefall) > 1,00 ist, kann die Strecke gebaut werden.
Will man also eine Strecke durchboxen, so frisiert man den ZUSATZaufwand nach unten und den ZUSATZnutzen nach oben. Also wurden auf den NBS Ebensfeld - Erfurt etliche Güterzüge und 200 km/h schnelle RE unterstellt, die jetzt nicht fahren. Und die Fahrzeit von 66 Minuten zwischen Nürnberg und Erfurt, die Grundlage für die Standardisierte Bewertung war, um den Reisezeitnutzen monetarisieren zu können, wird auch nicht erreicht.
Um teure Projekte realisieren zu können, sind also Synergieeffekte notwendig. Die NBS Ebensfeld - Erfurt hat - im Gegensatz zur NBS Nürnberg - Hof - Altenburg / Tharandt - keine Synergieeffekte. Das gilt insbesondere bei bei so einem grottenschlechten und kundenfeindlichen Betriebskonzept.
Stuttgart21 ist kein Bundesprojekt, keine finanziellen Mittel.
Blödsinn.
Abgesehen davon, dass sich der Bund neben dem Land Baden-Württemberg sehr wohl an der Finanzierung von Stuttgart 21 beteiligt, ist die Deutsche Bahn zu 100 % ein Bundesunternehmen. Der Vorstand wird durch den Aufsichtsrat, den der Bund zur Hälfte bestimmt, kontrolliert.
Stattdessen hat Merkel sogar Stuttgart 21 noch unterstützt. Soweit ich mich erinnere, sprach sie sogar noch davon, dass Deutschland unregierbar sei, wenn Stuttgart 21 nicht gebaut würde. Es darf gelacht werden.
Ich gebe dir dringend den Tipp, dich mal ausgiebig mit politischen Strukturen und politischen Seilschaften zu beschäftigen, denn offenbar hast du keinen blassen Schimmer, wie politische Entscheidungen in Deutschland zustande kommen.
Vorzugswürdigkeit einer NBS Nürnberg--Dresden?
bigbug21, Sonntag, 26.06.2016, 14:22 (vor 3725 Tagen) @ ThomasK
Hallo Thomas,
Ich weiß aber, dass man kurz nach der Wende andere Vorüberlegungen hatte. Die NBS Ebensfeld - Erfurt war ohnehin nur dritte Wahl. Erst nach der Intervention von höchster politischen Ebene hatte man sich überhaupt erst mit dieser Strecke befasst.
Vielen Dank für diesen Hinweis. Gibt es dafür irgendwelche Belege? Mir ist es nach eingehender Befassung mit der Frühzeit des Projekts VDE 8 noch nicht gelungen, über die üblichen Angaben zum Gerangel zwischen Sachsen und Thüringen hinaus, etwas Substantielles zu finden.
Die erste Wahl, eine NBS Nürnberg - Hof - Altenburg / Tharandt, also eine Y-Lösung, wäre gegenüber der NBS Ebensfeld - Erfurt haushoch überlegen gewesen. Sie hätte nicht nur die Beförderungszeit zwischen München und Berlin ebenfalls auf 3:45 Stunden gesenkt, sondern auch die Relation München - Dresden mit einer Beförderungszeit auf unter 3 Stunden gewaltig aufgewertet und die Verbindung Nürnberg - Prag deutlich beschleunigt, weil nicht nur bei Bayreuth, sondern auch bei Hof / Marktredwitz eine Streckenverknüpfung mit der Bestandsstrecke vorgesehen war. Da zudem Westsachsen bei weitem dichter besiedelt ist als der Thüringer Wald hätte sich zudem auch der Regionalverkehr besser gerechnet.
Für konkrete Hinweise, beispielsweise zu Trassierungsentwürfen, bin ich dankbar.
Eine solche NBS hätte offenbar eine völlig neue Linienführung und ebenfalls eine Vielzahl von Tunneln erfordert.
Im Erläuterungsbericht der späteren Planfeststellungsunterlagen wurde das ganze als Variante 3 untersucht und sollte mit 13,4 Milliarden DM eine Milliarde DM teurer sein als die letztliche Antragstrasse. Ein späterer VDE8-Projektleiter wurde in einer Zeitung zitiert, wonach die untersuchte Neubauvariante (in weiten Teilen parallel zur A9) erheblich größere Eingriffe als die Querung des Thüringer Waldes bedeutet hätte.
(...)
Viele Grüße
Peter
--
unterwegs für freie Eisenbahn- und Defibrillator-Daten
Vorzugswürdigkeit einer NBS Nürnberg--Dresden?
ThomasK, Montag, 27.06.2016, 12:24 (vor 3724 Tagen) @ bigbug21
Vielen Dank für diesen Hinweis. Gibt es dafür irgendwelche Belege?
Meines Wissens ist es sehr schwierig, da zu recherchieren.
Uns sagte man damals hinter vorgehaltener Hand, dass die NBS Nürnberg - Hof - Altenburg/ Tharandt aus politischen Gründen nicht gebaut wird und die Bundesregierung die NBS Ebensfeld - Erfurt bauen will.
Hintergrund waren offenbar persönliche Animositäten zwischen Bundeskanzler Helmut Kohl und dem sächsischen Ministerpräsidenten Kurt Biedenkopf einerseits und zum anderen eine gute persönliche Freundschaft zwischen Helmut Kohl und dem thüringischen Ministerpräsidenten Bernhard Vogel, die sich beide noch sehr gut aus rheinland-pfälzer Zeiten kannten.
Nach dem Politikverständnis Helmut Kohls hatten die Leute ihm gegenüber loyal zu sein, wobei die Definition des Adjektivs loyal nach Helmut Kohl bedeutete, dass man ihm auch dann Recht gibt und zusammenhält, wenn man sachlich falsch liegt. Leute, die das nicht beachteten, wurden von Helmut Kohl gnadenlos abgesägt. Wer sich hingegen Helmut Kohl unterwarf, konnte trotz Inkompetenz eine beispiellose Karriere machen.
Der damalige Ministerpräsident Biedenkopf war bei Helmut Kohl in massive Ungnade gefallen; der thüringische Ministerpräsident Bernhard Vogel hingegen wollte unbedingt die NBS Ebensfeld - Erfurt bauen lassen.
Wie die einzelnen Abläufe 1991 und 1992 im Einzelnen vor sich gingen, konnte bis heute nicht hinreichend genau geklärt werden, aber es ist nach Lage der Dinge davon auszugehen, dass Helmut Kohl offenbar Bernhard Vogel belohnen und Kurt Biedenkopf bestrafen wollte.
Fakt ist, dass es erst gar nicht zu einer Standardisierten Bewertung der NBS Nürnberg - Hof - Altenburg / Tharandt kam und die Strecke Ebensfeld - Erfurt "gesetzt" war.
Erst nach der Abwahl der Kohlregierung kam die NBS Ebensfeld - Erfurt erneut auf den Prüfstand. Es gab sogar einen mehrjährigen Baustopp. Es zeigte sich aber, dass der wirtschaftliche Breakeven aufgrund der versenkten Kosten bereits überschritten war, sodass nichts anderes übrig blieb, als mit der Fertigstellung des Projekts nach dem Motto "Augen zu und durch" zu verfahren.
Aus heutiger Sicht muss man sagen, dass die Chancen für eine Neuprüfung der NBS Nürnberg - Hof - Altenburg / Tharandt fast Null sind, denn diese NBS könnte jetzt nur noch in den Destinationen München - Dresden sowie Nürnberg - Prag punkten, da sie zwischen München und Berlin im Vergleich zur NBS Ebensfeld - Erfurt - Halle / Leipzig nur noch auf ein Remis kommt, was in der Standardisierten Bewertung entscheidend ist.
Allenfalls dann, wenn durch diese NBS auf die Elektrifizierung der Bestandsstrecke Nürnberg - Hof verzichtet werden könnte, gäbe es noch eine kleine Chance für die Realisierung der NBS Nürnberg - Hof - Altenburg / Tharandt, aber danach sieht es ganz gewiss nicht aus. Nur dann, wenn die politische Großwetterlage so aussehen würde, dass man mit massiven Pushmaßnahmen Verkehr von der Straße auf die Schiene zwingt, wie z.B. durch eine drastische Erhöhung der Mineralölsteuer, dann könnte man die NBS Nürnberg - Hof - Altenburg / Tharandt doch noch bauen, aber danach sieht es derzeit leider auch nicht aus.
Ich sage es mal so: Lägen Bayern und Sachsen in der Schweiz, dann ginge vielleicht noch etwas, aber so, wie die Dinge jetzt liegen, geht gar nichts mehr.
Für konkrete Hinweise, beispielsweise zu Trassierungsentwürfen, bin ich dankbar.
Ich habe damals nur eine Entwurfsgrafik gesehen, aber keine Lagepläne. Was ich noch weiß ist, dass die NBS Nürnberg - Hof - Altenburg / Tharandt die Bestandsstrecke zwischen Schnabelwaid und Bayreuth gekreuzt hätte und beide Strecken miteinander verbunden gewesen wären. Bei Wunsiedel hätte es eine Verbindung auf die Bestandstrecke zwischen Marktredwitz und Hof gegeben. Für die Züge Richtung Prag hatte man eine Einmündung in die Bestandsstrecke kurz vor Schirnding vorgesehen. Der Hauptast der NBS wäre an Hof vorbei geführt worden und bei Altenburg in die Bestandsstrecke eingeführt worden; für den Dresdner Verkehr hätte man einen NBS-Ast bis kurz vor Tharandt gebaut.
Die Gabelung zwischen dem Altenburger Ast und Tharandter Ast wäre etwa zwischen Werdau und Zwickau erfolgt.
Vermutlich hätte man dort so ein Bauwerk errichtet wie jetzt bei der NBS Erfurt - Halle - / Leipzig der Fall ist, wo sich die NBS in einen Ast nach Halle und einen nach Leipzig aufteilt.
Aber wie gesagt: Auf Druck von ganz oben wurde das alles bereits im Keim erstickt und es kam zu keiner Untersuchung mehr. Es wurden auch keine Lagepläne mehr erstellt. Das war lediglich eine Vorstudie für die Raumordnung.
Eine solche NBS hätte offenbar eine völlig neue Linienführung und ebenfalls eine Vielzahl von Tunneln erfordert.
Ja, das ist völlig richtig.
Aber so ist das eben in der Politik.
Im Erläuterungsbericht der späteren Planfeststellungsunterlagen wurde das ganze als Variante 3 untersucht und sollte mit 13,4 Milliarden DM eine Milliarde DM teurer sein als die letztliche Antragstrasse. Ein späterer VDE8-Projektleiter wurde in einer Zeitung zitiert, wonach die untersuchte Neubauvariante (in weiten Teilen parallel zur A9) erheblich größere Eingriffe als die Querung des Thüringer Waldes bedeutet hätte.
Offenbar hatte man da den Ast Richtung Tharandt schon abgesägt. ;-)
Mir ist es nach eingehender Befassung mit der Frühzeit des Projekts VDE 8 noch nicht gelungen, über die üblichen Angaben zum Gerangel zwischen Sachsen und Thüringen hinaus, etwas Substantielles zu finden.
Kein Wunder, denn je mehr in der Politik geschoben wird, umso weniger ist man an Transparenz interessiert und das Internet hatte noch nichts zu sagen. ;-)
Grüße,
Thomas
Vorzugswürdigkeit einer NBS Nürnberg--Dresden?
bigbug21, Dienstag, 28.06.2016, 00:27 (vor 3724 Tagen) @ ThomasK
Hallo Thomas,
nach ein paar hundert Stunden Recherchen rund um VDE 8 bin ich weiterhin sehr skeptisch, was die diversen Gerüchte angeht.
Es gibt in den Planfeststellungsunterlagen zumindest ein paar Seiten zum Variantenvergleich, die zumindest einmal eine Reihe von konkreten Aussagen enthalten und meines Wissens so recht in Zweifel gezogen wurden. Eine um 2000 vom Land Sachsen durchgeführte Studie wurde zwar in ihren Ergebnissen publiziert, steht selbst allerdings unter Verschluss und kann damit für eine fundierte Diskussion nicht herangezogen werden.
Grundsätzlich unterschätzt wird für meine Begriffe der Aufwand, eine heute in weiten Teilen (ohne Neigetechnik) mit um die 100 bis 120 km/h befahrbare Achse für 200 oder mehr km/h auszubauen. De facto wäre eine komplett neue Trasse das Ergebnis gewesen, deren Tunnelanteil offenbar noch wesentlich größer ausgefallen wäre als bei der Querung der Thüringer Waldes, an die sich immerhin gute 90 insgesamt einigermaßen gestreckt trassierte Betandskilometer anschließen. Laut Wikipedia umfasst die realisierte Tunnelkette im Thüringer Wald ein Länge von 23 km. Ein Tunnel im Tharandter Wald und südwestlich von Plauen wären zusammen auf den ersten Blick allein auf um die 15 Kilometer gekommen.
Eine Standardisierte Bewertung, wie sie für Nahverkehrsprojekte üblich ist, wurde im Übrigen offenbar auch für VDE 8 nicht vorgenommen.
Viele Grüße
Peter
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unterwegs für freie Eisenbahn- und Defibrillator-Daten
Vorzugswürdigkeit einer NBS Nürnberg--Dresden?
ThomasK, Dienstag, 28.06.2016, 03:25 (vor 3724 Tagen) @ bigbug21
Hallo Thomas,
nach ein paar hundert Stunden Recherchen rund um VDE 8 bin ich weiterhin sehr skeptisch, was die diversen Gerüchte angeht.
Das ist ja das Problem, dass man fast nichts Schriftliches bekommt.
Es gibt in den Planfeststellungsunterlagen zumindest ein paar Seiten zum Variantenvergleich, die zumindest einmal eine Reihe von konkreten Aussagen enthalten und meines Wissens so recht in Zweifel gezogen wurden. Eine um 2000 vom Land Sachsen durchgeführte Studie wurde zwar in ihren Ergebnissen publiziert, steht selbst allerdings unter Verschluss und kann damit für eine fundierte Diskussion nicht herangezogen werden.
Da gibt es einiges, was unter Verschluss ist.
Die politischen Absichtserklärungen zum Informationsfreiheitsgesetz werden in der Praxis oft unterlaufen.
Hier gibt es große Unterschiede zwischen Deutschland und Skandinavien. Als ich seinerzeit in Norwegen war und mich für eine Untersuchung zum Bau einer Eisenbahnneubaustrecke Fauske - Tromsö interessierte, gab man mir in Oslo im Ministerium bereitwillig Auskunft, obwohl ich als Deutscher kein Auskunftsrecht hatte. Ein sehr freundlicher Mitarbeiter übersetzte mir sogar noch einige Passagen von Bokmal ins Englische und erklärte mir, dass die Strecke volkswirtschaftlich nicht rentabel wäre, da für den Personenverkehr nur 2 Zugpaare am Tag fahren würden und der Güterverkehr ohne Probleme auf der Straße, mit dem Schiff oder dem Flugzeug abgewickelt werden könne. Außerdem wäre der Unterhalt der Eisenbahnstrecke Fauske - Tromsö im Winter bei weitem zu aufwendig.
Ich war seinerzeit völlig überrascht, dass man mir bereitwillig Auskunft gab. So eine Offenheit ist in Deutschland undenkbar.
Grundsätzlich unterschätzt wird für meine Begriffe der Aufwand, eine heute in weiten Teilen (ohne Neigetechnik) mit um die 100 bis 120 km/h befahrbare Achse für 200 oder mehr km/h auszubauen. De facto wäre eine komplett neue Trasse das Ergebnis gewesen, deren Tunnelanteil offenbar noch wesentlich größer ausgefallen wäre als bei der Querung der Thüringer Waldes, an die sich immerhin gute 90 insgesamt einigermaßen gestreckt trassierte Betandskilometer anschließen. Laut Wikipedia umfasst die realisierte Tunnelkette im Thüringer Wald ein Länge von 23 km. Ein Tunnel im Tharandter Wald und südwestlich von Plauen wären zusammen auf den ersten Blick allein auf um die 15 Kilometer gekommen.
Das ist klar. Die NBS Nürnberg - Hof - Altenburg / Tharandt wäre eine komplette Neubaustrecke gewesen. Abgesehen von den Verknüpfungen mit der Bestandsstrecke wäre die Bestandsstrecke völlig unverändert geblieben. Allenfalls hätte man die Bestandsstrecke bei den Verknüpfungspunkten zur NBS verlegt, so wie man das damals zwischen Bietigheim-Bissingen und Mühlacker im Raum Vaihingen gemacht hat.
Es ist auch völlig unbestritten, dass die Neubaustrecke Nürnberg - Hof - Altenburg / Tharandt her auch aufwendig gewesen wäre, aber es ging um den höheren Nutzen.
Im Gegensatz zur NBS Ebensfeld - Erfurt mit gerade einmal 1,5 Zügen pro Stunde und Richtung wäre die NBS Nürnberg - Hof - Altenburg / Tharandt nach der Inbetriebnahme bereits bei weitem besser ausgelastet gewesen:
Pro Stunde und Richtung:
1 ICE München - Nürnberg - Leipzig - Berlin
1 ICE München - Nürnberg - Dresden
1 RE Nürnberg - Bayreuth
1 RE Nürnberg - Hof
1 IC Nürnberg - Schirnding - Cheb - Pilsen - Prag
Auf sächsischem Gebiet wäre dann noch ein 200 km/h schneller RE Hof - Dresden dazugekommen, der die NBS teilweise bis Tharandt mit benutzt hätte.
Zwischen Nürnberg und Hof hätte der 200 km/h schnelle RE über die NBS eine Fahrzeit von 60 Minuten erreicht. Das muss man sich mal vorstellen. Das schafft man mit der Elektrifizierung der Bestandsstrecke niemals.
Wenn zudem der IC in 60 Minuten über die NBS von Nürnberg aus Cheb erreicht hätte, dann wäre endlich auch mal Nürnberg - Prag im Vergleich zum Auto konkurrenzfähig gewesen, da die CD auch die Strecke Pilsen - Prag ausbaut. Ich weiß jetzt nicht, was zwischen Cheb und Pilsen alles geplant ist, aber ich denke, dass mit Hilfe der NBS man dann von Nürnberg nach Prag via Cheb zusammen mit den Ausbaumaßnahmen der CD eine Beförderungszeit von 3 Stunden hätte erreichen können, da die CD zwischen Prag und Pilsen irgendwann einmal unter 60 Minuten fahren will. Dann wären die 3 Stunden Nürnberg - Prag trotz des Umweges über Cheb gegenüber dem Auto sicherlich konkurrenzfähig gewesen.
Wahrscheinlich hätte man auch noch ordentlich TEN-Mittel abgreifen können.
Aber heute geht ja die Verbindung Nürnberg - Prag völlig den Bach runter.
Eine Standardisierte Bewertung, wie sie für Nahverkehrsprojekte üblich ist, wurde im Übrigen offenbar auch für VDE 8 nicht vorgenommen.
Bei der Aufhebung des Baustopps ging es nur noch um die versenkten Kosten. Da wurde ganz sicher keine Standardisierte Bewertung mehr vorgenommen. Bei der Prüfung Anfang der 90er Jahre hat man den Nutzen für die Güterzüge und einen 200 km schnellen RE mit eingerechnet, um die Strecke überhaupt über 1,00 drücken zu können.
Allerdings hat man die Standardisierte Bewertung für die VDE 8.1 nie veröffentlicht. Ich hatte damals mehrmals nachgefragt, bekam sie aber nie zu Gesicht. Mir wurde lediglich gesagt, dass nur mit den Reisezeitgewinnen für die Güterzüge und den 200 km/h schnellen RE-Zügen der Nutzen / Kosten - Indikator über 1,00 sei.
Aber wie dem auch sei: Das Zeitfenster für den Bau einer kompletten Neubaustrecke Nürnberg - Hof - Altenburg / Tharandt ist längst vorbei.
Grüße,
Thomas
Schwachsinn pur!
lokuloi, Sonntag, 26.06.2016, 17:08 (vor 3725 Tagen) @ ThomasK
dort ist nichts von einer Änderung zu lesen, sondern von der Trassierung für 300 km/h.
Es wurde die Behauptung aufgestellt, dass die NBS Ebensfeld - Erfurt nicht auf ganzer Länge für 300 km/h trassiert sei. Diese Behauptung habe ich widerlegt.
Burhaaha.
Das nennst du Nachweis? Einen fahrdynamsichen "Nachweis" anhand der EBO würde dir jeder Prüfer links und rechts um die Ohren hauen. Da kann man nur hoffen, dass deine "Planungen" nicht Realität werden. Außerdem kann man sich ungefähr vorstellen, was von deinen anderen "Nachweisen" zu halten ist.
Schwachsinn pur!
SPFVG, Montag, 27.06.2016, 01:28 (vor 3725 Tagen) @ ThomasK
Die erste Wahl, eine NBS Nürnberg - Hof - Altenburg / Tharandt, also eine Y-Lösung, wäre gegenüber der NBS Ebensfeld - Erfurt haushoch überlegen gewesen. Sie hätte nicht nur die Beförderungszeit zwischen München und Berlin ebenfalls auf 3:45 Stunden gesenkt, sondern auch die Relation München - Dresden mit einer Beförderungszeit auf unter 3 Stunden gewaltig aufgewertet und die Verbindung Nürnberg - Prag deutlich beschleunigt, weil nicht nur bei Bayreuth, sondern auch bei Hof / Marktredwitz eine Streckenverknüpfung mit der Bestandsstrecke vorgesehen war. Da zudem Westsachsen bei weitem dichter besiedelt ist als der Thüringer Wald hätte sich zudem auch der Regionalverkehr besser gerechnet.
Warum trotz aller verkehrsplanerischen Überlegenheit der NBS Nürnberg - Hof - Altenburg / Tharandt gegenüber der Strecke Ebensfeld - Erfurt, dennoch die dritte Wahl gebaut wurde, ist hinreichend bekannt.
Weil Halle-Erfurt auch dem Verkehr Berlin-Frankfurt nutzt?
München-Dresden wäre sicherlich nett, aber im Vergleich zu Berlin-Frankfurt hat es nicht wirklich Priorität. Für das kleine Dresden reicht dann die Fahrzeitverbesserung der VDE8 mit Umweg über Leipzig. Laut Webseite 4:45 Stunden. Zwar deutlich schlechter als 3h, aber auch deutlich besser als die aktuellen 6:20h.
Klar Zwickau/Chemnitz sind auch noch Metropolen, aber selbst die reichen nicht, um gegen Berlin+Frankfurt bestehen zu können.
Preisfrage wäre nur, wie hoch die "echten" Kosten der Variante über Hof am Ende gewesen wären. Wenn sie geringer ausgefallen wären, hätten sie eventuell den geringeren Nutzen wett machen können. Aber genau wird man das nun nie erfahren.
Zwickau/Chemnitz sollen Metropolen sein?????
VT_601, Montag, 27.06.2016, 09:13 (vor 3725 Tagen) @ SPFVG
Klar Zwickau/Chemnitz sind auch noch Metropolen, aber selbst die reichen nicht, um gegen Berlin+Frankfurt bestehen zu können.
Das erinnert mich an das Schild welches an der A9 in Höhe des Flughafen Halle/Leipzig steht oder gestanden hat mit der Aufschrift
Interkontinentalflughafen Mitteldeutschlands
Oder so ähnlich.
Wenn ich mir den Flugplan ansehe dann ist das ein Provinzflughafen und Zwickau/Chemnitz sind alles mögliche aber niemals Metropolen.
In beiden Fällen sehe ich da eine krasse Überbewertung.
Zwickau/Chemnitz sollen Metropolen sein?????
JeDi, überall und nirgendwo, Montag, 27.06.2016, 09:48 (vor 3725 Tagen) @ VT_601
In beiden Fällen sehe ich da eine krasse Überbewertung.
Wobei ich letztens doch erstaunt war, wie viele Einwohner KMS hat. Das hätte ich als deutlich weniger eingeschätzt.
--
Weg mit dem 4744!
Ändert nichts an der Aussage ...
SPFVG, Montag, 27.06.2016, 12:17 (vor 3724 Tagen) @ VT_601
Klar Zwickau/Chemnitz sind auch noch Metropolen, aber selbst die reichen nicht, um gegen Berlin+Frankfurt bestehen zu können.
Das erinnert mich an das Schild welches an der A9 in Höhe des Flughafen Halle/Leipzig steht oder gestanden hat mit der Aufschrift
Interkontinentalflughafen Mitteldeutschlands
In beiden Fällen sehe ich da eine krasse Überbewertung.
Ich habs bewusst "positiv" formuliert. Selbst wenn man die Städte als Metropolen zählt, oder vielleicht als eine große Metropolregion, selbst dann reicht es nicht um gegen Frankfurt-Berlin "anstinken" zu können.
Wenn man sie nicht als Metropole(n) sieht, dann erübrigt sich der Gedanken im Vorhinein.
Ändert nichts an der Aussage ...
VT_601, Montag, 27.06.2016, 13:36 (vor 3724 Tagen) @ SPFVG
Wie vernebelt im Kopf müsste man sein wenn man so Städtchen wie Zwickau als Metropole bezeichnen wollte. Und wenn dem so wäre was sind dann Städte wie Frankfurt? High ultra Metropolen?
Zwickau und der andere Ort sind......... (behalte ich besser für mich)
Immerhin
ktmb, Montag, 27.06.2016, 13:41 (vor 3724 Tagen) @ VT_601
hat Zwickau 100000 EW, Chemnitz gar 220000 EW. Dagegen ist das oberfränkische Coburg wirklich eine Kleinstadt.
NBS Ebensf - Erfurt vs. NBS N - Hof - Altenburg / Tharandt
ThomasK, Montag, 27.06.2016, 12:39 (vor 3724 Tagen) @ SPFVG
München-Dresden wäre sicherlich nett, aber im Vergleich zu Berlin-Frankfurt hat es nicht wirklich Priorität.
Da die ABS/NBS Hannover - Berlin ohnehin gebaut wurde, ist die Zeitdifferenz Berlin - Frankfurt via Erfurt im Vergleich zu Göttingen viel zu gering.
Für das kleine Dresden reicht dann die Fahrzeitverbesserung der VDE8 mit Umweg über Leipzig. Laut Webseite 4:45 Stunden. Zwar deutlich schlechter als 3h, aber auch deutlich besser als die aktuellen 6:20h.
So klein ist Dresden auch nicht, ganz abgesehen davon, dass das Einzugsgebiet recht groß ist. Dresden kann man durchaus mit Hannover oder Stuttgart vergleichen.
Klar Zwickau/Chemnitz sind auch noch Metropolen, aber selbst die reichen nicht, um gegen Berlin + Frankfurt bestehen zu können.
Zwickau und Chemnitz sind gar nicht so entscheidend. Entscheidend ist der Synergieeffekt durch die Beschleunigung des europäischen Korridors Nürnberg - Prag.
Der Bau der NBS Ebensfeld - Erfurt hat somit der Eisenbahn zwischen Nürnberg und Prag das Genick gebrochen, weswegen die DB heute zwischen Nürnberg und Prag Busse fahren lässt.
Preisfrage wäre nur, wie hoch die "echten" Kosten der Variante über Hof am Ende gewesen wären. Wenn sie geringer ausgefallen wären, hätten sie eventuell den geringeren Nutzen wett machen können. Aber genau wird man das nun nie erfahren.
Ich bezweifele extrem stark, dass der Nutzen der NBS Nürnberg - Hof - Altenburg / Tharandt, geringer gewesen wäre als der Nutzen der NBS Ebensfeld - Erfurt. Ich gehe davon aus, dass der Nutzen mindestens doppelt so groß gewesen wäre.
Aber wie bereits erwähnt, gab es aufgrund der politischen Blockade erst keine Untersuchung.
Grüße,
Thomas
NBS Ebensf - Erfurt vs. NBS N - Hof - Altenburg / Tharandt
ICETreffErfurt, Eisenach, Montag, 27.06.2016, 12:59 (vor 3724 Tagen) @ ThomasK
Ich als Thüringer sehe es auch so, dass die Variante über Hof die bessere gewesen wäre, insbesondere in Hinblick auf das Gesamtnetz.
Zumal man von Altenburg nach Leipzig einen großen Teil der Bestandsstrecke hätte mit benutzen können, die von den Kurvenradien ja locker 160 km/h oder abschnittsweise 200 km/h hergegeben hätte.
Einzig die VDE8.2 Erfurt-Halle/Leipzig hat auch unabhängig von der VDE8.1 ihre Berechtigung und für die hätte ich mich auch eingesetzt bzw. es von den Thüringer Politikern erwartet.
Für Thüringen wäre eine ABS/NBS Eisenach-Fulda-Frankfurt eh sehr viel wichtiger als eine NBS nach Nürnberg.
einzelne VDE 8.2, Berechtigung?
heineken, Montag, 27.06.2016, 13:07 (vor 3724 Tagen) @ ICETreffErfurt
Einzig die VDE8.2 Erfurt-Halle/Leipzig hat auch unabhängig von der VDE8.1 ihre Berechtigung und für die hätte ich mich auch eingesetzt bzw. es von den Thüringer Politikern erwartet.
Für Hölle (Saale) vielleicht. Aber für wen sonst?
Die Gesamtreisezeit Frankfurt – Leipzig ist ja nun mit der VDE 8.2 vor allem eines: Eine einzige Peinlichkeit!
Man schaue mal anderthalb bis eine Dekade zurück und registriere die damaligen Planfahrzeiten.
Und Weimar war wenigstens nicht abegehängt vom FV.
einzelne VDE 8.2, Berechtigung?
ICETreffErfurt, Eisenach, Montag, 27.06.2016, 13:19 (vor 3724 Tagen) @ heineken
bearbeitet von ICETreffErfurt, Montag, 27.06.2016, 13:23
Man hätte sie ohne die VDE8.1 etwas anders trassieren sollen um den veränderten Verkehrsbedürnissen Rechnung zu tragen.
Variante 1)
Weitgehend Parallel zur Bestandsstrecke bis Saaleck mit "Abfahrt" für Weimar und zur Mitnutzung der Saalbahn-IC ab Saaleck von Jena nach Leipzig.
Variante 2)
Parallel zur Strecke Erfurt-Sangerhausen und Sangerhausen-Halle (Saale) und Mitnutzung für RE/IC Erfurt-Sangerhausen-Magdeburg
Für die Pendler aus Thüringen nach Halle/Leipzig ist die VDE8.2 ein Segen. Das die Fahrzeiten Berlin/Dresden-Frankfurt dadurch nur minimal besser geworden sind, liegt eher an den Fahrzeitverlängerungen westlich von Eisenach durch fehlende GNT und verlängerte Fahrzeiten Dresden-Leipzig. Zwischen Erfurt und Leipzig hat sich die Fahrzeit um 40% verringert, zwischen Erfurt und Halle (Saale) sogar halbiert.
einzelne VDE 8.2, Berechtigung?
Lumi25, Montag, 27.06.2016, 19:53 (vor 3724 Tagen) @ ICETreffErfurt
Man hätte sie ohne die VDE8.1 etwas anders trassieren sollen um den veränderten Verkehrsbedürnissen Rechnung zu tragen.
Variante 1)
Weitgehend Parallel zur Bestandsstrecke bis Saaleck mit "Abfahrt" für Weimar und zur Mitnutzung der Saalbahn-IC ab Saaleck von Jena nach Leipzig.
Variante 2)
Parallel zur Strecke Erfurt-Sangerhausen und Sangerhausen-Halle (Saale) und Mitnutzung für RE/IC Erfurt-Sangerhausen-Magdeburg
Für die Pendler aus Thüringen nach Halle/Leipzig ist die VDE8.2 ein Segen. Das die Fahrzeiten Berlin/Dresden-Frankfurt dadurch nur minimal besser geworden sind, liegt eher an den Fahrzeitverlängerungen westlich von Eisenach durch fehlende GNT und verlängerte Fahrzeiten Dresden-Leipzig. Zwischen Erfurt und Leipzig hat sich die Fahrzeit um 40% verringert, zwischen Erfurt und Halle (Saale) sogar halbiert.
Also ich denke eine eigene NBS ist auch zwischen Halle/Leipzig - Erfurt fehl am Platz. Wäre die NBS über Hof tatsächlich gekommen wäre es zwischen Halle/Leipzig und Erfurt das beste gewesen die Bestandsstrecke neu zu trassieren so das 160 km/h - 200 km/h möglich gewesen wären.
Eine Neutrassierung von Naumburg bis Apolda wäre wohl am besten gewesen mit Verknüpfungsdreieck zur Strecke Richtung Jena.
Vorteil wäre gewesen, dass die Route Erfurt - Weimar - Jena mit beschleunigt worden wäre wie auch Halle/Leipzig - Jena. Des weiteren hätten die höherwertigen Züge aus Erfurt auch in Jena Paradies halten können statt Jena West.
einzelne VDE 8.2, Berechtigung?
ICETreffErfurt, Eisenach, Montag, 27.06.2016, 20:02 (vor 3724 Tagen) @ Lumi25
Da hätte man aber die Bestandsstrecke schon 3-gleisig (also 1 NBS-Gleis) ausbauen müssen, denn zusätzliche Kapazitäten durch Verdichtung des Nahverkehrs hätte man so oder so gut gebrauchen können.
BTW: Ob man 35 Minuten Halle-Erfurt mit einer ABS schaffen kann? 45 Minuten für Leipzig-Erfurt würde wohl gehen, da die Strecke über Naumburg nach wie vor kürzer ist als die aktuelle NBS.
NBS Ebensf - Erfurt vs. NBS N - Hof - Altenburg / Tharandt
flierfy, Dienstag, 28.06.2016, 00:52 (vor 3724 Tagen) @ ICETreffErfurt
Ich als Thüringer sehe es auch so, dass die Variante über Hof die bessere gewesen wäre, insbesondere in Hinblick auf das Gesamtnetz.
Bei dieser Route wäre Thüringen vom Berlin-München-Verkehr vollständig umgangen worden. Inwieweit das dem Gesamtnetz hätte nützen sollen, bleibt mir schleierhaft.
Zumal man von Altenburg nach Leipzig einen großen Teil der Bestandsstrecke hätte mit benutzen können, die von den Kurvenradien ja locker 160 km/h oder abschnittsweise 200 km/h hergegeben hätte.
Und wie genau wäre man von Süden kommend in den Leipziger Hbf gekommen ohne viel zu verlieren?
NBS Ebensf - Erfurt vs. NBS N - Hof - Altenburg / Tharandt
ICETreffErfurt, Eisenach, Dienstag, 28.06.2016, 01:17 (vor 3724 Tagen) @ flierfy
Ich als Thüringer sehe es auch so, dass die Variante über Hof die bessere gewesen wäre, insbesondere in Hinblick auf das Gesamtnetz.
Bei dieser Route wäre Thüringen vom Berlin-München-Verkehr vollständig umgangen worden. Inwieweit das dem Gesamtnetz hätte nützen sollen, bleibt mir schleierhaft.
München-Berlin wäre gegenüber der heutigen VDE8 deutlich beschleunigt worden. Ebenso Dresden-München und natürlich auch Jena-Gera-München. Für Erfurt und Eisenach bliebe noch eine adäquate Umsteigeverbindung in Fulda.
Zumal man von Altenburg nach Leipzig einen großen Teil der Bestandsstrecke hätte mit benutzen können, die von den Kurvenradien ja locker 160 km/h oder abschnittsweise 200 km/h hergegeben hätte.
Und wie genau wäre man von Süden kommend in den Leipziger Hbf gekommen ohne viel zu verlieren?
City-Tunnel mit Überwerfungsbauwerk, zudem 4 statt 2 Tunnelgleise.
Damit hätte man auch den Fernverkehr beispielsweise so neu sortieren können:
Linie 28 München-Nürnberg-Hof-Leipzig-Berlin-Hamburg
Linie 56 Dresden-Chemnitz-Leipzig-Halle-Magdeburg-Hannover-Bremen-Oldenburg
(Korrespondenz im Tiefbahnhof)
Linie 50 Dresden-Riesa-Leipzig-Erfurt-Frankfurt-Wiesbaden/Saarbrücken
(Anschluss im Kopfbahnhof)
Linie 29 München-Nürnberg-Hof-Leipzig-Halle-Magdeburg-Hannover-NRW
Linie 57 Dresden-Chemnitz-Leipzig-Berlin-Hamburg
(Korrespondenz im Tiefbahnhof)
Linie 51 Dresden-Riesa-Leipzig-Erfurt-Kassel-NRW
(Anschluss im Kopfbahnhof)
Linie 15 Berlin-Halle-Erfurt-Frankfurt
(Korrespondenzanschluss in Erfurt)
NBS Ebensf - Erfurt vs. NBS N - Hof - Altenburg / Tharandt
ICETreffErfurt, Eisenach, Dienstag, 28.06.2016, 01:25 (vor 3724 Tagen) @ ICETreffErfurt
Ich als Thüringer sehe es auch so, dass die Variante über Hof die bessere gewesen wäre, insbesondere in Hinblick auf das Gesamtnetz.
Bei dieser Route wäre Thüringen vom Berlin-München-Verkehr vollständig umgangen worden. Inwieweit das dem Gesamtnetz hätte nützen sollen, bleibt mir schleierhaft.
München-Berlin wäre gegenüber der heutigen VDE8 deutlich beschleunigt worden. Ebenso Dresden-München und natürlich auch Jena-Gera-München. Für Erfurt und Eisenach bliebe noch eine adäquate Umsteigeverbindung in Fulda.
Zumal man von Altenburg nach Leipzig einen großen Teil der Bestandsstrecke hätte mit benutzen können, die von den Kurvenradien ja locker 160 km/h oder abschnittsweise 200 km/h hergegeben hätte.
Und wie genau wäre man von Süden kommend in den Leipziger Hbf gekommen ohne viel zu verlieren?
City-Tunnel mit Überwerfungsbauwerk, zudem 4 statt 2 Tunnelgleise.Damit hätte man auch den Fernverkehr beispielsweise so neu sortieren können:
Linie 28 München-Nürnberg-Hof-Leipzig-Berlin-Hamburg
Linie 56 Dresden-Chemnitz-Leipzig-Halle-Magdeburg-Hannover-Bremen-Oldenburg
(Korrespondenz im Tiefbahnhof)
Linie 50 Dresden-Riesa-Leipzig-Erfurt-Frankfurt-Wiesbaden/Saarbrücken
(Anschluss im Kopfbahnhof)Linie 29 München-Nürnberg-Hof-Leipzig-Halle-Magdeburg-Hannover-NRW
Linie 57 Dresden-Chemnitz-Leipzig-Berlin-Hamburg
(Korrespondenz im Tiefbahnhof)
Linie 51 Dresden-Riesa-Leipzig-Erfurt-Kassel-NRW
(Anschluss im Kopfbahnhof)Linie 15 Berlin-Halle-Erfurt-Frankfurt
(Korrespondenzanschluss in Erfurt)
Auf der Saalbahn verbliebe dann noch alle zwei Stunden:
Linie 18 Karlsruhe-Stuttgart-Nürnberg-Bamberg-Jena-Leipzig-Wittenberg-Berlin-Rostock/Stralsund
In der anderen Stunde:
Linie 65 Karlsruhe-Stuttgart-Nürnberg-Hof-Chemnitz-Dresden
NBS Ebensf - Erfurt vs. NBS N - Hof - Altenburg / Tharandt
ThomasK, Mittwoch, 29.06.2016, 21:51 (vor 3722 Tagen) @ ICETreffErfurt
Zumal man von Altenburg nach Leipzig einen großen Teil der Bestandsstrecke hätte mit benutzen können, die von den Kurvenradien ja locker 160 km/h oder abschnittsweise 200 km/h hergegeben hätte.
Richtig. Eine ABS Altenburg - Leipzig mit Vmax = 200 km/h wäre nicht teuer gewesen.
Und wie genau wäre man von Süden kommend in den Leipziger Hbf gekommen ohne viel zu verlieren?
City-Tunnel mit Überwerfungsbauwerk, zudem 4 statt 2 Tunnelgleise.
Du ersparst mir viel Schreibarbeit. ;-)
Damit hätte man auch den Fernverkehr beispielsweise so neu sortieren können:Linie 28 München-Nürnberg-Hof-Leipzig-Berlin-Hamburg
Linie 56 Dresden-Chemnitz-Leipzig-Halle-Magdeburg-Hannover-Bremen-Oldenburg
(Korrespondenz im Tiefbahnhof)
Linie 50 Dresden-Riesa-Leipzig-Erfurt-Frankfurt-Wiesbaden/Saarbrücken
(Anschluss im Kopfbahnhof)Linie 29 München-Nürnberg-Hof-Leipzig-Halle-Magdeburg-Hannover-NRW
Linie 57 Dresden-Chemnitz-Leipzig-Berlin-Hamburg
(Korrespondenz im Tiefbahnhof)
Linie 51 Dresden-Riesa-Leipzig-Erfurt-Kassel-NRW
(Anschluss im Kopfbahnhof)Linie 15 Berlin-Halle-Erfurt-Frankfurt
(Korrespondenzanschluss in Erfurt)
Man hätte zudem zusätzlich z.B. zudem nach der Realisierung der Mottgers Spange, wenn man mit den ICE-Zügen im Halbstundentakt von Frankfurt nach Würzburg fährt und 45 Minuten Kantenzeit hat, eine ICE-Linie im Stundentakt nach Wien fahren lassen können und eine andere ICE-Linie im Stundentakt nach München.
Der Clou kommt aber noch. Man hätte zudem Aschaffenburg im Stundentakt mit einer IC-Linie anbinden können und dann eine neue IC-Linie Frankfurt - Aschaffenburg - Würzburg - Nürnberg - NBS - Cheb - Pilsen - Prag schaffen können. Dann hätte man mit diesem Clou den Widerstand der Aschaffenburger gegen die Mottgers Spange auch im Keim ersticken können.
Frankfurt - Prag in 5 Stunden bzw. Nürnberg - Prag in 3 Stunden mit dem IC kann sich durchaus sehen lassen.
Neben der Mottgers Spange mit 45 Minuten Kantenzeit Frankfurt - Fulda und 45 Minuten Kantenzeit Frankfurt - Würzburg die NBS Nürnberg - Hof - Altenburg / Tharandt und zudem die Achse Leipzig - Erfurt - Bad Hersfeld für 200 km/h - 250 km/h ausgebaut: Das wär´s gewesen.
Im nächsten Schritt wäre dann eine NBS Würzburg - Nürnberg entlang der A3 wichtig gewesen mit Vmax = 300 km/h und einer Kantenzeit von 30 Minuten.
Aber Ebensfeld - Erfurt hätte man erst dann bauen sollen, WENN ALLES ANDERE FERTIG IST. Ehe ich Ebensfeld - Erfurt gebaut hätte, hätte ich ja noch eher eine direkte NBS Dortmund - Fulda mit einem Turmbahnhof Marburg nach dem Vorbild Osnabrück gebaut und einer Kantenzeit von 60 Minuten Dortmund - Marburg und einer Kantenzeit von 30 Minuten Marburg - Fulda. :-)))) Die Tunnelbauer hätten dann auch ordentlich etwas zum Wühlen gehabt: Zwar nicht im Thüringer Wald, aber im hügeligen Sauerland, was keinesfalls billiger gewesen wäre. :-))))
NBS Ebensf - Erfurt vs. NBS N - Hof - Altenburg / Tharandt
Nightflight, Montag, 27.06.2016, 13:17 (vor 3724 Tagen) @ ThomasK
Also das eine NBS N-Hof-altenburg so riesige Synergieeffekte nach Prag hätte, halte ich für Quatsch. Eine Elektrifizierung von N-Marktredwitz gäbe den gleichen Effekt nur viel günstiger. Aber das wäre natürlich nicht so ein Prestige-Projekt wie eine NBS.
Im übrigen hat die NBS L-EF-N enorme Vorteile für den Ast Dresden Frankfurt. Dass auch dabei massig Geld durch komplizierte und verzögerte Ausführung verpulvert wurde steht außer Frage. Aber der nutzen für die wichtigsten Verkehrskorridore ist da.
Bezüglich der Kosten und nutzen im Hinblick auf Güterzüge liegt das Problem letztlich doch nicht an der Streckenführung sondern vor allem an den Kostenfaktoren, mit denen die Schiene durch die Politik massiv benachteiligt wird.
NBS Ebensf - Erfurt vs. NBS N - Hof - Altenburg / Tharandt
Lumi25, Montag, 27.06.2016, 19:44 (vor 3724 Tagen) @ Nightflight
Eine NBS/ABS Nürnberg - Bayreuth - Hof - Zwickau hätte einen Nutzen für 4 Relationen gebracht:
Nürnberg - Leipzig - Berlin
Nürnberg - Leipzig - Halle - Magdeburg
Nürnberg - Chemnitz - Dresden
Nürnberg - Prag
Nünberg-Prag hätte natürlich am wenigsten profitiert, denn ab Pegnitz hätte man auf die Bestandsstrecke nach Marktrewitz einfädeln müssen. Allerdings darf man nicht vergessen, dass damit der problematischste Abschnitt Nürnberg-Pegnitz elegant umgangen hätte werden können.
Um die Strecke hier zu elektrifizieren müsste man nämlich etliche Tunnel aufweiten und das kostet richtig Geld. Nebenbei könnte auch gleich verlangt werden, dass 2 Röhren her müssen dann dürfte es noch mal richtig Teuer werden.
Eine Mitbenutzung der NBS zwischen Nürnberg und Pegnitz hätte dieses Problem gelöst. Im Abschnitt Pegnitz - Grenze dürften kaum Tunnels sein.
Pegnitztal
SPFVG, Dienstag, 28.06.2016, 01:39 (vor 3724 Tagen) @ Lumi25
Nünberg-Prag hätte natürlich am wenigsten profitiert, denn ab Pegnitz hätte man auf die Bestandsstrecke nach Marktrewitz einfädeln müssen. Allerdings darf man nicht vergessen, dass damit der problematischste Abschnitt Nürnberg-Pegnitz elegant umgangen hätte werden können.
Ja elegant, aber mit wenig Profit. Du schreibst es ja selbst ;)
Um die Strecke hier zu elektrifizieren müsste man nämlich etliche Tunnel aufweiten und das kostet richtig Geld. Nebenbei könnte auch gleich verlangt werden, dass 2 Röhren her müssen dann dürfte es noch mal richtig Teuer werden.
Eine Mitbenutzung der NBS zwischen Nürnberg und Pegnitz hätte dieses Problem gelöst. Im Abschnitt Pegnitz - Grenze dürften kaum Tunnels sein.
Es gibt dort noch 3 Tunnels bis Marktredwitz.
Aber wegen der von Dir angesprochenen Problematik gehe ich davon aus, dass man sich die Elektrifizierung dort spart. Einfach zu teuer, es macht mehr Sinn über Schwandorf-Furth iW auszubauen, wodurch auch der FV nach München beschleunigt wird.
Das generiert dann sogar noch genügend Nutzen, um sich eine eingleisige Untertunnelung/NBS der Grenze nach Furth iW leisten zu können.
NBS Ebensf - Erfurt vs. NBS N - Hof - Altenburg / Tharandt
SPFVG, Dienstag, 28.06.2016, 01:30 (vor 3724 Tagen) @ ThomasK
München-Dresden wäre sicherlich nett, aber im Vergleich zu Berlin-Frankfurt hat es nicht wirklich Priorität.
Da die ABS/NBS Hannover - Berlin ohnehin gebaut wurde, ist die Zeitdifferenz Berlin - Frankfurt via Erfurt im Vergleich zu Göttingen viel zu gering.
Naja die 30km Unterschied machen das Kraut sicher nicht fett, aber die Strecke Hannover-Berlin dürfte verdammt gut ausgelastet sein, da dort schon der ganzen FV in Ri. Ruhrgebiet/Frankreich/Niederlande lang fährt.
Ebenso der Nord-Südverkehr auf der SFS Hannover-Fulda.
Etwas Engpassbeseitigung ist da schon nicht verkehrt.
So klein ist Dresden auch nicht, ganz abgesehen davon, dass das Einzugsgebiet recht groß ist. Dresden kann man durchaus mit Hannover oder Stuttgart vergleichen.
Ja, aber halt nicht mit Frankfurt.
Im Endeffekt geht es um zwei Y-Strecken. Berlin-Erfurt-Frankfurt/-Nürnberg oder Nürnberg-Hof-Berlin/-Dresden.
Da zieht Dresden dann halt leider den Kürzeren, insbesondere auch, weil Erfurt fehlt. Das ist immerhin Ladeshauptstadt, auch wenn dort nur ~200T Ew wohnen. Immerhin liegt es aber zentral im Bundesland, d.h. wenn die ihre REs auf den neuen FV-Knoten auslegen -wovon auszugehen ist- dann sollten das attraktive, schnelle Zubringer werden.
Klar Zwickau/Chemnitz sind auch noch Metropolen, aber selbst die reichen nicht, um gegen Berlin + Frankfurt bestehen zu können.
Zwickau und Chemnitz sind gar nicht so entscheidend. Entscheidend ist der Synergieeffekt durch die Beschleunigung des europäischen Korridors Nürnberg - Prag.
Ja, aber Prag liegt nicht mehr in Deutschland, das interessiert(e) halt Niemanden.
Persönlich verstehe ich Dein Argument durchaus, fände einen schnellen Pragverkehr auch supertoll, aber wenn eine teure NBS gebaut wird, dann erstmal egoistisch für innerdeutsche Interessen. Mittlerweile würde man vielleicht anders denken - wobei ne, der aktuelle BVWP-Vorschlag ist auch nicht besser. Liegt halt einfach am Geld. Ins Netz wird generell zu wenig investiert, ergo beschränkt man sich nur auf das Allernötigste.
Deswegen ist/war auch Dein Ast nach Dresden unattraktiv, da man sowieso schon die Strecke Leipzig-Dresden ausbaute. Das muss leider genügen :(
NBS-Planung ist halt immer die Quadratur des Kreises, Ideallösungen gibt es nicht, nur nicht ganz so schlechte.
Der Bau der NBS Ebensfeld - Erfurt hat somit der Eisenbahn zwischen Nürnberg und Prag das Genick gebrochen, weswegen die DB heute zwischen Nürnberg und Prag Busse fahren lässt.
Das stimmt sicherlich, die Leute in der Region müssen jetzt schon froh sein, dass wenigstens Oberleitung kommt.
Ich bezweifele extrem stark, dass der Nutzen der NBS Nürnberg - Hof - Altenburg / Tharandt, geringer gewesen wäre als der Nutzen der NBS Ebensfeld - Erfurt. Ich gehe davon aus, dass der Nutzen mindestens doppelt so groß gewesen wäre.
Hmm also wenns gleich doppelt so groß sein soll, müsstest Du ein paar triftige Gründe nennen können. Meinst Du allein wegen der hohen Bevölkerungsdichte um Chemitz plus Dresden?
Aber wie bereits erwähnt, gab es aufgrund der politischen Blockade erst keine Untersuchung.
Reden wir nicht über die Ausbaualternative 3 der VDE8, die untersucht wurde?
https://de.wikipedia.org/wiki/Verkehrsprojekt_Deutsche_Einheit_Nr._8#Planung
Falls nicht, was wäre in Deiner Variante außer dem Ast nach Dresden anders?
500 Mio. Mehrkosten durch 300 statt 250 km/h
bigbug21, Samstag, 25.06.2016, 16:37 (vor 3726 Tagen) @ ThomasK
Hallo Thomas,
Ich stimme dir absolut zu. Wenn man bedenkt, dass die NBS VDE 8.1 alleine dadurch schon 500 Millionen € teurer geworden ist, dass man für 300 km/h statt 250 km/h trassiert hat, dann lacht man sich jetzt über Vmax = 250 km/h nur noch kaputt.
[...]
Das ist interessant. Gibt es für diese Information eine Quelle? Ich würde das ganze gerne in Wikipedia ergänzen.
Viele Grüße
Peter
--
unterwegs für freie Eisenbahn- und Defibrillator-Daten
Ganz schön viel Aufregung
Benjamin.Keller, Samstag, 25.06.2016, 19:55 (vor 3726 Tagen) @ ThomasK
Es ist schon erstaunlich, wie viel Milliarden € Deutschland für seine Neubaustrecken ausgibt (...)
Ganz schön viel Aufregung dafür, dass die DB mit Genehmigung des Bundes auf Bitten Bayerns die Höchstgeschwindigkeit lediglich auf einem 15km langen Teilstück reduziert. Die Zeitverlängerung wird sich im Sekundenbereich abspielen und ist außerdem bis 2023 begrenzt, dann will Bayern druckfestes Material bestellt haben.
RE-Bedienkonzept auf der Neubaustrecke Nürnberg-Erfurt
218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Freitag, 24.06.2016, 17:48 (vor 3727 Tagen) @ Karolinger
(...)
Wie Bayerns Verkehrsminister heute berichtet hat, sollen die Fahrzeiten von und nach Coburg stark reduziert werden. Das gelingt durch die Einführung einer Regionalexpress-Linie, die zukünftig auf der Neubaustrecke fahren soll. Herrmann: „Bis Bamberg halbiert sich der Zeitaufwand nahezu, künftig sind es rund 20 statt 40 Minuten. Bis Nürnberg spart man sich in Zukunft eine halbe Stunde und schafft es in rund 70 Minuten. Und wer aus Kostengründen mit dem Bayern-Ticket nach München und zurück fahren will, hat durch günstige Anschlüsse künftig über zwei Stunden mehr Zeit in der Landeshauptstadt.“
Durch die neue Regionalexpress-Linie könne man zwischen Nürnberg und Bamberg pro Richtung mindestens vier weitere Regionalexpressabfahrten anbieten. Für Bamberg und Forchheim, Erlangen und Fürth bedeute das einen noch dichteren Takt. Auch eine Steigerung der Platzangebote führe laut Herrmann zu mehr Qualität auf dem stark gefragten Abschnitt in Nordbayern. Weiter werde auch die Frankenwald-Region von dem neuen Konzept profitieren. „Reisende aus dem Raum Kronach und Lichtenfels erhalten in Bamberg über die Regionalbahn aus Saalfeld Anschluss an die schnellen Coburg-Nürnberg-Expresszüge und haben künftig mehr Möglichkeiten, mit dem Regionalverkehr schnell in den Ballungsraum Nürnberg zu gelangen“, so Herrmann.
Dem Minister ist es ein wichtiges Anliegen, dass trotz enger Finanzlage bei den Regionalisierungsmitteln dieses Premium-Angebot für das westliche und nördliche Oberfranken realisiert werden kann.
Das zusätzliche Regionalexpressangebot, das vorerst bis Ende 2023 angeboten wird, wird von der DB Regio gefahren, das als einziges Eisenbahnverkehrsunternehmen für den Auftrag geboten hat. Sie setzt hierfür klimatisierte Doppelstockfahrzeuge mit barrierefreien Eistieg ein, die die technischen Voraussetzungen für den Einsatz auf der Neubaustrecke erfüllen wie beispielsweise Drucktauglichkeit und Ausrüstung mit dem europäischen Zugbeeinflussungssystem ETCS. Die Züge haben eine Transportkapazität von über 530 Personen.
Minister Herrmann und DB-Vorstand Huber dankten in diesem Zusammenhang Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt dafür, dass er einer Herabsetzung der Höchstgeschwindigkeit auf Teilen der Neubaustrecke auf 250 km/h zugestimmt hat, damit die Regionalexpresszüge mit Tempo 160 km/h verkehren und die angstrebten Zeitgewinne realisieren können. Aus Sicherheitsgründen dürfen die ICE- und Regionalexpresszüge bei Begegnungen in der Summe nicht mehr als 410 km/h fahren.
http://www.stmi.bayern.de/med/pressemitteilungen/pressearchiv/2016/218b/index.php
Da wurde beim Bau jede Mene Geld verschwendet. Allerdings stammen die Planungen aus einer längst verangenen Zeit, als HGV und ICE noch etwas miteinander zu tun hatten.
Aber es wäre doch besser, auch (p) Fahrzeuge für die RE zu nutzen. Ab einem gewissen Punkt sollte man abwägen, ob Neufahrzeug, Niederflur usw. wirklich noch in vertretbarem Verhältnis zu den betrieblichen Nachteilen stehen.
--
Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
![[image]](https://i.ibb.co/3FX2shg/signature-met.png)
RE-Bedienkonzept auf der Neubaustrecke Nürnberg-Erfurt
ICETreffErfurt, Eisenach, Freitag, 24.06.2016, 18:07 (vor 3727 Tagen) @ 218 466-1
Ich persönlich würde die elf kurzen ICE-T (415er) für diesen Zweck nehmen und das Bistro durch Multifunktionsabteil mit Fahrradständer ersetzen. Die könnten dann mit Neigetechnik, falls neue Achsen und neue Zulassung kommt, auch weiter über die Saalbahn nach Jena und Leipzig verkehren. Als Zuggattung halt IRE, also IC mit Nahverkehrsfreigabe.
RE-Bedienkonzept auf der Neubaustrecke Nürnberg-Erfurt
SPFVG, Samstag, 25.06.2016, 19:01 (vor 3726 Tagen) @ ICETreffErfurt
bearbeitet von SPFVG, Samstag, 25.06.2016, 19:02
Ich persönlich würde die elf kurzen ICE-T (415er) für diesen Zweck nehmen und das Bistro durch Multifunktionsabteil mit Fahrradständer ersetzen. Die könnten dann mit Neigetechnik, falls neue Achsen und neue Zulassung kommt, auch weiter über die Saalbahn nach Jena und Leipzig verkehren. Als Zuggattung halt IRE, also IC mit Nahverkehrsfreigabe.
Wie meinst DU das jetzt genau, es geht doch um die VDE8, nicht die Altrecke. Willst Du einen Umlauf Erfurt-Nürnberg mit Alstrecke und und NBS zurück einrichten?
Oder allgemein einen gemeinsamen Fahrzeugpool für beide Strecken vorhalten?
Könnte man machen, aber zweckmäßig ist es aus Kostengründen nicht. Die ICET kosten wg. NT mehr im Unterhalt/Wartung, wieso sollte man damit auf die VDE8 wollen? Für die würde es ein billiger Railjet oder Vergleichbares tun.
Blöderweise ist der Zug auch für die Altstrecke zu teuer, da er seine 230 dort nicht ausspielen kann und schlecht beschleunigt. Also ebenfalls alles andere als ideal. NT wird auf der Altstrecke vermutlich nie mehr eingesetzt werden, das rentiert sich nur mit großen Halteabständen - dafür gibt dann aber ja bald eben die VDE8. Ergo wird da auf Sicht nicht recht viel mehr als Dosto-IC oder Talent2 verkehren.
Die ICE-T mit funktionierender NT wären eher was für die angedachte IC2-Strecke München-Regensburg-Hof-Chemnitz-Dresden. Außenrum wird man zwar über München-NIM-VDE8-> Halle-Leipzig-Dresden ebenfalls schneller sein, aber die Gesamtstrecke ist um einiges länger, so das es sich doch rentieren sollte.
RE-Bedienkonzept auf der Neubaustrecke Nürnberg-Erfurt
ICETreffErfurt, Eisenach, Samstag, 25.06.2016, 19:44 (vor 3726 Tagen) @ SPFVG
FTX-Flügelkonzept.
Ein 415er über Coburg nach Sonneberg, ein 415er über Lichtenfels nach Jena.
Von München bis Bamberg 2x415.
RE-Bedienkonzept auf der Neubaustrecke Nürnberg-Erfurt
SPFVG, Sonntag, 26.06.2016, 03:51 (vor 3726 Tagen) @ ICETreffErfurt
bearbeitet von SPFVG, Sonntag, 26.06.2016, 03:52
FTX-Flügelkonzept.
Ein 415er über Coburg nach Sonneberg, ein 415er über Lichtenfels nach Jena.
Von München bis Bamberg 2x415.
Ah ok, das wäre natürlich verdammt schick, fände ich gut, allein mir fehlt der Glaube, dass Du einen Geldgeber dafür findest.
Von daher müsste man sich schon darüber freuen, wenn es einen RE200 ab/bis Erfurt gäbe, in denen die Passagiere von der Altstrecke in Bamberg zusteigen könnten.
Aber selbst dass ist ja nicht möglich, erstmal gibts nur einen RE160. Wollen wir mal hoffen, dass es mit der nächsten Ausschreibung dann druckdichtes Material wird.
Dann bräuchte es auch kein Tempolimit für die ICEs mehr.
RE-Bedienkonzept auf der Neubaustrecke Nürnberg-Erfurt
numi, Freitag, 24.06.2016, 19:11 (vor 3727 Tagen) @ 218 466-1
Aber es wäre doch besser, auch (p) Fahrzeuge für die RE zu nutzen.
Naja,es stellt sich die Frage, ob die Verbindung mit druckertüchtigten Zügen überhaupt wirtschaftlich möglich gewesen wäre. Schließlich kosten die (p) Züge ganz schön viel Geld. Wahrscheinlicher wäre es, dass es den RE dann leider nie gegeben hätte.
Meiner Meinung nach ist das Konzept genial. Die 300 km/h sind in Deutschland sowieso eher symbolisch , der Nutzen gegenüber 250 km/h ist kaum vorhanden. Dafür lässt sich so eine RE Verbindung realisieren die viele zusätzliche Fahrgäste auf die Strecke bringt. Davon gewinnen letztendlich alle.
RE-Bedienkonzept auf der Neubaustrecke Nürnberg-Erfurt
SPFVG, Samstag, 25.06.2016, 18:53 (vor 3726 Tagen) @ numi
Meiner Meinung nach ist das Konzept genial. Die 300 km/h sind in Deutschland sowieso eher symbolisch , der Nutzen gegenüber 250 km/h ist kaum vorhanden. Dafür lässt sich so eine RE Verbindung realisieren die viele zusätzliche Fahrgäste auf die Strecke bringt. Davon gewinnen letztendlich alle.
Genial würde ich es nun nicht nennen, aber unter dem Umständen ist es mit deutlichem Abstand die beste aller schlechten Lösungen. Das heißt im Bahnbereich schon ziemlich viel.
Von daher kann man die Verantwortlichen durchaus auch einmal Lob aussprechen. Es hätte Schlimmer kommen können.
Wieso nur 410 km/h bei Begegnung?
gus78, Samstag, 25.06.2016, 13:50 (vor 3726 Tagen) @ Karolinger
Woher kommt die 410 km/h Angabe? Vorgabe des EBA? Ist diese eher eine Vorsichtsmaßnahme oder entsteht wirklich eine reale Gefahr? Klingt eher willkürlich festgelegt.
ICEs begegnen sich doch auch mit bis zu 600 km/h in der Summe.
Meine Idee, wie man das langfristig lösen könnte
J-C, In meiner Welt, Samstag, 25.06.2016, 19:32 (vor 3726 Tagen) @ Karolinger
Man ertüchtigt die Skoda-Dostos und Lok für ETCS, bestellt weitere Kompositionen jener Lok-Wagen-Züge und verlängert dann den MüNüx bis nach Erfurt. Will das Land Thüringen dafür nicht zahlen, könnte man es vielleicht auf eigenwirtschaftliche Basis versuchen... so als Utopie.
Für die alte Strecke am Saaletal könnte man dann einen alternativen IRE anbieten, der vielleicht von DB Regio gestellt wird und mit umgebauten ICE-T (?) befahren wird. Oder man entwickelt einen elektrischen Regio-Pendolino...
--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky
Jena?
ktmb, Samstag, 25.06.2016, 19:36 (vor 3726 Tagen) @ J-C
bearbeitet von ktmb, Samstag, 25.06.2016, 19:37
Toll, dass Ihr an irgendwelche ICE-T-RE Phantasien denkt.
Es ist viel wichtiger, dass Jena wieder Fernverkehr bekommt.
2023 finde ich viel zu spät. War nicht einmal der Laufweg Leipzig - Nürnberg mit IC2 geplant?
Herzliche Grüße
Jena!
J-C, In meiner Welt, Samstag, 25.06.2016, 19:50 (vor 3726 Tagen) @ ktmb
Nun, an sich braucht es ein elektrisches Neigefahrzeug, welches 160 können muss.
Aktuell kenne ich kein solches Fahrzeug auf dem Markt, weswegen der ICE-T nicht völlig undenkbar sein sollte...
...meiner Idee nach würde er Nürnberg-Erlangen-Bamberg-Lichtenfels-Saalfeld-Jena-Naumburg-Leipzig befahren.
--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky
Jena!
SPFVG, Sonntag, 26.06.2016, 04:16 (vor 3726 Tagen) @ J-C
Nun, an sich braucht es ein elektrisches Neigefahrzeug, welches 160 können muss.
Aktuell kenne ich kein solches Fahrzeug auf dem Markt, weswegen der ICE-T nicht völlig undenkbar sein sollte...
Wieso ist ein Fahrzeug das aktuell nicht bogenschnell fahren darf besser als ein Fahrzeug das es nicht gibt? Da seh ich keinen Unterschied, beides ergibt keine bogenschnelle Lösung. Falls Du davon ausgehen solltest, dass es für die ICE-T Achsen geben könnte, kannst Du auch davon ausgehen, dass Dir Alstom einen bogenschnellen vierteiligen New-Pendolino (vgl. Renfe Class 114, wenn auch ohne NT) mit Vmax 160 auf den Hof stellt, wenn Du die passenden Euronen hast.
Vielleicht sind neue Achsen günstiger als ein neues Fahrzeug
J-C, In meiner Welt, Sonntag, 26.06.2016, 09:02 (vor 3726 Tagen) @ SPFVG
?
--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky
Jena!
CNL484, Sonntag, 26.06.2016, 14:06 (vor 3725 Tagen) @ J-C
EC-Züge der SBB/FS sollen doch Frankfurt-Milano fahren ab Dezember.Haben doch Neigetechnik. Währe was für die Saalebahn. Momentan aber auch nach Beendigung der Bauarbeiten.Braucht man Jena- Berlin-Hamburg gut 30 min länger wie früher. Ist ja ordentlich Zeitpuffer drin bei der DB.Das waren noch Zeiten Hamburg-Jena direkt in 03:45 h.Das sich das in Deutschland keiner Traut wie in Italen.Bin mit Nonstop Zug Rom-Milano gefahren.Neuer F 1000.Ordentliche Auslastung.Platzgenaue Buchung 20 min vorher am Automaten. Ordentlich breite Sitze in der Business Clas.3 mal wurde man mit kostenlosen Getränken versorgt. Ordentlich Sekt und Wein wurde Mittags schon ausgeschenkt.Deutschland nicht bachbar.Wegen Auslastung schon und man fährt mit vielen anderen IC-ICE-RE-Linien auf ein Gleis.Wird ständig ausgebremst.
RE-Bedienkonzept, Wunschvorstellung
naseweiß, Sonntag, 26.06.2016, 11:06 (vor 3726 Tagen) @ Karolinger
(...)
Herrmann: „Bis Bamberg halbiert sich der Zeitaufwand nahezu, künftig sind es rund 20 statt 40 Minuten. Bis Nürnberg spart man sich in Zukunft eine halbe Stunde und schafft es in rund 70 Minuten. (...)
Durch die neue Regionalexpress-Linie könne man zwischen Nürnberg und Bamberg pro Richtung mindestens vier weitere Regionalexpressabfahrten anbieten. Für Bamberg und Forchheim, Erlangen und Fürth bedeute das einen noch dichteren Takt.
(...)
http://www.stmi.bayern.de/med/pressemitteilungen/pressearchiv/2016/218b/index.php
Während hier hauptsächlich über die Fahrgeschwindigkeit der ICE diskutiert wird, will ich noch den Regionalverkehr ansprechen. Mir erscheint diese Planung als Flickschusterei. Ich hätte lieber möglichst konsequente Takte:
- 30-min-Takt RE Nürnberg-Bamberg,
- 60-min-Takt RE Bamberg-Coburg direkt über die SFS.
![[image]](http://www.bilder-upload.eu/upload/484e37-1466927695.png)
Fahrplanvorschlag mit stündlichem RE Nürnberg-Sonneberg über die SFS (türkis hinterlegt).
Die Zeitlage dieser REs wird aber auch in etwa der Planung entprechen, siehe Angaben.
Für den 30-min-Takt Nürnberg-Bamberg könnte man die Nürnberger S1 auf dem Abschnitt Forchheim-Bamberg aufgeben. Die REs müssten die drei S1-Halte (Eggolsheim, Buttenheim, Strullendorf) mitbedienen, was allerdings zeitlich unpreblematisch ist, da zwischen Bamberg und Nürnberg bei einer Stunde Kantenzeit noch Luft ist. Ärgerlich sind die modernisiert verkürzten Bahnsteige von nur 140 m.
Neben solch einem stündlichen RE Nürnberg-Sonneberg über die SFS, Bamberg zur Minute 00', könnte zur Minute 30' der RE immer nach Würzburg fahren, da die Zugteile nach Sonneberg entfielen. Die Regionalzüge der Frankenwaldbahn, RB/RE nach Kronach/Saalfeld/Jena, könnten prinzipiell sogar nur eine Umsteigeverbindung sein - in Bamberg sowieso längerer Aufenthalt. Oder aber man flügelt weiterhin mit den Talent-2. So könnten nicht nur die REs an die Würzburger REs, sondern auch die RBs an die Coburger RE gekuppelt werden. Es ergäbe sich ein direkter 30-min-Takt Kronach/Lichtenfels-Nürnberg. Wobei sich in diesem Fall die Frage stellt, ob die Talente für den Coburg-Sonneberger RE das ETCS der SFS bekommen könnten. Auf Saalfeld-Kronach sähe ich lieber auch stündlich den RE (mit RB-Halten alterierend) anstelle der zweistündlichen RB. Der RE verpasst in Saalfeld nur leider knapp den Anschluss nach Gera in der 00er-Zeitlage.
Die RB Bad Rodach-Lichtenfels würde man um 30 min drehen, zwecks gutem Anschluss in Coburg nach Nürnberg. Um ca. eine halbe Stunde versetzt könnte - min. zur HVZ - eine RB Sonneberg-Coburg-Lichtenfels fahren, welche im Raum Coburg den dichteren Takt herstellt und die alte Führung von Sonneberg nach Lichtenfels beibehält.
Die Verlängerung der RE Lichtenfels-Bayreuth/Hof bis Bamberg habe ich nicht extra dargestellt. Diese könnte zweistündlich den Elektro-RE ersetzen, da jener nur ein Kurzläufer bis Lichtenfels/Kronach wäre. Prinzipiell könnte die Verlängerung zwar wegfallen, insbesondere für Umsteigeverbindungen nach Würzburg ist sie aber sehr empfehlen, da man sonst zweimal umsteigen muss. Vor wenigen Jahren gab es schließlich noch eine durchgehende Linie.
Zu guter letzt sieht man hier noch die vermutliche Zeitlage der stündlichen ICEs Berlin-München, zur Vereinfachung mal mit stündlichem Halt in Erlangen. Den ICE-Halt in Coburg benötigt es dank schneller REs nicht unbedingt, auch da es den Takt sprengte. Um ca. 30 min versetzt wäre die Sprinter-Trasse, welche vorerst aber nur zu wenigen Stunden des Tages belegt wäre. Es ergeben sich leichte Konflikte mit der RB bzw. S1. So wie ich es verstehe, wird die viergleisige ABS im Jahre 2018 wohl bis Hallstadt nördlich von Bamberg gehen. Dadurch könnte der Sprinter/Takt-ICE die RB/RE von Lichtenfels fliegend überholen. Während bei der Paarung Takt-ICE und RE noch Platz ist, müsste die RB in Hallstadt direkt nach dem Sprinter auf die zweigleisige Reststrecke bis Bamberg einfädeln. Übrigens fährt auch der Coburg-Sonneberger-RE am Abzw. Niederfüllbach südwärts in recht kurzem Abstand zum Sprinter auf die SFS bzw. nordwärts läuft der Sprinter bis dorthin ggf. auf den RE auf.
Bzgl. S-Bahn: Sobald sie eine eigene Trasse hat, gäbe es auch im Raum Nürnberg weniger Konflikte (S-Bahn dann im 20-min-Takt, hier nur der Einfachheit wegen im 30-min-Takt dargestellt).
Gruß, naseweiß
--
![[image]](https://abload.de/img/signature_ice1_rastervujr9.png)
RE-Bedienkonzept, Wunschvorstellung
lokuloi, Sonntag, 26.06.2016, 19:15 (vor 3725 Tagen) @ naseweiß
(...)http://www.stmi.bayern.de/med/pressemitteilungen/pressearchiv/2016/218b/index.php
Während hier hauptsächlich über die Fahrgeschwindigkeit der ICE diskutiert wird, will ich noch den Regionalverkehr ansprechen. Mir erscheint diese Planung als Flickschusterei. Ich hätte lieber möglichst konsequente Takte:
Prinzipiell Zustimmung - vermutlich wäre das die Wunschvorstellung der meisten. Allerdings muss man halt immer einen Kompromiss finden zwischen den Wünschen und dem finanziell machbaren. Man kann sich mehr Regionalisierungsmittel wünschen - ich auch - aber danach sieht's nicht aus.
Innerhalb dieser Randbedingungen ist ein Zweistundentakt durchaus auch ein konsequenter Takt. In Bayern wird daher öfters auf Zweistundentakte zurückgegriffen um schnelle Dirketverbindungen zu ermöglichen, wie man am Alex oder am München-Nürnberg-Express sieht. Da man diese Züge durchaus in einer IR-Tradition sehen kann, scheint mir ein Zweistundentakt erstmal nicht unvernünftig.
In anderen Bundesländern wird das durchaus anders gehandhabt. Z.B. BaWü scheint mir auf einen konsequenten Stundentakt zu setzen dafür fehlen dort Direktverbindungen, die in meinen Augen sinnvoll wären (z.B. Stuttgart - Konstanz).
Die Verlängerung der RE Lichtenfels-Bayreuth/Hof bis Bamberg habe ich nicht extra dargestellt. Diese könnte zweistündlich den Elektro-RE ersetzen, da jener nur ein Kurzläufer bis Lichtenfels/Kronach wäre. Prinzipiell könnte die Verlängerung zwar wegfallen, insbesondere für Umsteigeverbindungen nach Würzburg ist sie aber sehr empfehlen, da man sonst zweimal umsteigen muss. Vor wenigen Jahren gab es schließlich noch eine durchgehende Linie.
Volle Zustimmung. Den Entfall der Direktverbindung Hof/Bayreuth - Würzburg finde ich auch nicht gut, ist dies doch der Anschluss von Oberfranken an den Fernverkehrsknoten in Würzburg und damit die Anbindung an den ganzen Nordwesten und Westen Deutschlands. Neben den Verzicht auf Diesel unter Fahrdraht ist dies aber gerade der konsequenten Vertaktung im Stundentakt geschuldet.
Zu guter letzt sieht man hier noch die vermutliche Zeitlage der stündlichen ICEs Berlin-München, zur Vereinfachung mal mit stündlichem Halt in Erlangen. Den ICE-Halt in Coburg benötigt es dank schneller REs nicht unbedingt, auch da es den Takt sprengte. Um ca. 30 min versetzt wäre die Sprinter-Trasse, welche vorerst aber nur zu wenigen Stunden des Tages belegt wäre.
Gibt es dazu eigentlich schon offizielle Verlautbarungen, welche Lage die Sprinter in Nürnberg bekommen sollen? Sowohl zur halben als auch zur vollen Stunde hat ja Vor- und Nachteile.
Vorteile der Lage zur vollen Stunde ist m.M.n., dass dies die Möglichkeit eröffnet, dass die regulären Berliner Züge zu dieser Zeit über Augsburg fahren, und im Abschnitt Nürnberg - München direkt durch den Sprinter ersetzt werden.
Zur halben Stunde habe ich diese Möglichkeit nicht, da die bestehenden ICE aus Hamburg den stündlichen Halt in Ingolstadt sichern müssen und nicht über Augsburg gelegt werden können. Ein Halt der Berlin-Sprinter in Ingolstadt als Ersatz wäre sinnfrei. Die Sprinter würden einfach zusätzlich verkehren ohne hier neue Möglichkeiten zu eröffnen.
Gruß, naseweiß
Ciao & viele Grüße,
Uli
RE-Bedienkonzept, Wunschvorstellung
naseweiß, Montag, 27.06.2016, 10:21 (vor 3725 Tagen) @ lokuloi
Prinzipiell Zustimmung - vermutlich wäre das die Wunschvorstellung der meisten. Allerdings muss man halt immer einen Kompromiss finden zwischen den Wünschen und dem finanziell machbaren. Man kann sich mehr Regionalisierungsmittel wünschen - ich auch - aber danach sieht's nicht aus.
Hätte man die Ausschreibung des Elektronetz-Netz Franken (ENF) gleich drauf ausgelegt, hätte es eigentlich nicht teurer werden sollen:
- 30-min-Takt RE Nürnberg-Bamberg <---> S1 Forchheim-Bamberg + Verstärker-RE + neu 2h-Takt
- RE Würzburg-Bamberg im ENF anstatt Spessart-Netz
- Verlegung der RE von Lichtenfels auf die SFS: teurer, aber weniger Zugkilometer und schneller
Innerhalb dieser Randbedingungen ist ein Zweistundentakt durchaus auch ein konsequenter Takt. In Bayern wird daher öfters auf Zweistundentakte zurückgegriffen um schnelle Dirketverbindungen zu ermöglichen, wie man am Alex oder am München-Nürnberg-Express sieht. Da man diese Züge durchaus in einer IR-Tradition sehen kann, scheint mir ein Zweistundentakt erstmal nicht unvernünftig.
Die beiden Alex-Linien würde ich nicht unbedingt als Maßstab nehmen, da sie nicht parallel zum Fernverkehr fahren, sondern selbst Fernverkehrscharakter haben. Die Anbindung von Coburg an Bamberg bzw. Nürnberg sehe ich eher als Zubringer- denn als Fernverkehrs-Funktion.
In anderen Bundesländern wird das durchaus anders gehandhabt. Z.B. BaWü scheint mir auf einen konsequenten Stundentakt zu setzen dafür fehlen dort Direktverbindungen, die in meinen Augen sinnvoll wären (z.B. Stuttgart - Konstanz).
Ich sehe andersherum Bayern als vorbildlich und führend:
- Fuggernetz seit 2008 mit neuen 30-min-Takt als RE/RB-Mischung und Flügelung (direktes Vorbild)
- Donau-Isar-Express seit 2009 mit neuem 60-min-Takt
- neue 30-min-Takte RE Nürnberg-Bayreuth und RE/RB Lichtenfels-Bayreuth seit wenigen Jahren
Baden-Württemberg hat da noch viel nachzuholen, insbesondere auf die (I)RE-Linien Stuttgart-Würzburg, Stuttgart-Singen und Stuttgart-Ulm mit nur 2h-Takten oder solche Stummel-RBs wie etwa ab Plochingen, Backnang, Herrenberg.
Speziell für die Verbindung Bamberg-SFS-Coburg wäre aber Baden-Württemberg insofern Vorbild, dass es dort schon seit langer Zeit die IRE Stuttgart-Vaihingen(Enz) über die SFS gibt. Der Takt-IRE fährt zwar nur im 2h-Takt, aber es gibt den ergänzenden IC und zur HVZ sogar einen 30-min-Takt, über die SFS.
--- Thema Sprinter ---
Vorteile der Lage zur vollen Stunde ist m.M.n., dass dies die Möglichkeit eröffnet, dass die regulären Berliner Züge zu dieser Zeit über Augsburg fahren, und im Abschnitt Nürnberg - München direkt durch den Sprinter ersetzt werden.
Zur 00er-Lage fährt aber neben der L28 auch noch die L41.
Anscheinend soll die L28 sowieso im 3h-Takt über Augsburg fahren.
Zur halben Stunde habe ich diese Möglichkeit nicht, da die bestehenden ICE aus Hamburg den stündlichen Halt in Ingolstadt sichern müssen und nicht über Augsburg gelegt werden können.
Auch die L25 soll anscheinend im 3h-Takt über Augsburg fahren.
Im Zweifel kann der Sprinter teilweise die Lücke (bzgl. 30-min-Takt) der schnellen Verbindung M-N schließen.
Ich sehe folgende Vorteile: Gebündelte Führung auf der Anhalter Bahn mit den Taktlinien über Halle und Leipzig (L15/28, L11/L28) und somit keine größeren Einschnitte für den dortigen Regionalverkehr. Bis Bayern dann knapp 30 min schneller und in Bayern somit um 30 min versetzt zur L28. In Bayern gibt es sowieso schon den 30-min-Takt, 00er-Lage L28 und L41 und 30er-Lage L25 und dieser Sprinter.
Etwas nachteilig finde ich die Abfahrten/Anküfte zur Minute 30 in Berlin und München. Idealerweise sollten die beiden Sprinterzugpaare 6-10 Uhr und 18-22 Uhr verkehren, also zur Minute 00. Stattdessen werden sie vermutlich 06:30-10:30 Uhr und 18:30-22:30 Uhr fahren. Oder wie seht ihr das?
Gruß, naseweiß
--
![[image]](https://abload.de/img/signature_ice1_rastervujr9.png)
RE-Bedienkonzept, Wunschvorstellung
lokuloi, Dienstag, 28.06.2016, 21:28 (vor 3723 Tagen) @ naseweiß
--- Thema Sprinter ---
Etwas nachteilig finde ich die Abfahrten/Anküfte zur Minute 30 in Berlin und München. Idealerweise sollten die beiden Sprinterzugpaare 6-10 Uhr und 18-22 Uhr verkehren, also zur Minute 00. Stattdessen werden sie vermutlich 06:30-10:30 Uhr und 18:30-22:30 Uhr fahren. Oder wie seht ihr das?
Ich könnte mir sogar vorstellen, dass die Sprinter mit den Coburger Zügen verknüpft sind. Beide sollen 3 Mal am Tag und nur werktags fahren (zumindest laut nordbayern.de).
Das würde bedueten immer wenn ein Sprinter fährt, fährt der "reguläre" Zug über Coburg,da für die Fernstrecke ja ein schneller Zug verfügbar ist. Entweder nördlich oder südlich könnte dann der Sprinter die Zeitlage des "regulären" Zugs übernehmen. Die Sprinter würden dann allerdings eher 5-9 und 19-23 Uhr fahren, und einmal nachmittags. Man wird sehen.
Sinnvoll wäre es evtl auch die Coburger so fahren zu lassen, dass sie in Nürnberg im Knoten zur halben Stunde verkehren, dann könnten sie hier einen der Züge der Linie 25 ersetzten, der statt dessen über Augsburg fährt. Allerdings dürfte das im weiteren nördichen Verlauf nicht sinnvoll unterzubringen sein, denn der Halt im Coburg kostet ja keine 30 Minuten.
Naja. Wir werden sehen.
Gruß, naseweiß
Ciao, Uli
NL: Begegnung bei 460 km/h...
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Dienstag, 28.06.2016, 13:26 (vor 3723 Tagen) @ Karolinger
bearbeitet von Oscar (NL), Dienstag, 28.06.2016, 13:29
...dass er einer Herabsetzung der Höchstgeschwindigkeit auf Teilen der Neubaustrecke auf 250 km/h zugestimmt hat, damit die Regionalexpresszüge mit Tempo 160 km/h verkehren und die angstrebten Zeitgewinne realisieren können. Aus Sicherheitsgründen dürfen die ICE- und Regionalexpresszüge bei Begegnungen in der Summe nicht mehr als 410 km/h fahren.
Was ist das denn wieder?
Bei uns auf der HSL-Zuid fahren Thalys 300 km/h und "Regionalexpresszüge" namens IC Direkt 160 km/h. Macht insgesamt 460 km/h. Wenn die neuen IC200-Triebwagen kommen, wird das sogar 500 km/h.
Es ist NIEMALS die Rede gewesen von einer Herabsetzung der vmax wegen zu grösser Begegnungsgeschwindigkeit.
Auch sei erwähnt, dass es sich hier zur Zeit um 20 bzw. 30 Jahre alte Kisten handelt.
Was haben unsere Golden Oldies, was die brandneue Züge in Coburg nicht haben? Oder liegt es in Deutschland an die Strecke oder die ICEs?
gruss,
Oscar (NL).
EDIT: sehe schon. Es sind Dostos mit ")p(", was das auch bedeutet.
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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
RE ist nicht gleich RE
J-C, In meiner Welt, Dienstag, 28.06.2016, 13:50 (vor 3723 Tagen) @ Oscar (NL)
Nun, nur weil es 160 fährt, muss es kein RE sein.
Und unsere REs zum Beispiel waren nie darauf ausgelegt, sich mit 300 km/h schnellen Zügen zu begegnen. Dementsprechend kann man ihnen nur mit 250 begegnen. Bisher brauchte man anderes auch nicht...
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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky
RE ist nicht gleich RE
ICETreffErfurt, Eisenach, Dienstag, 28.06.2016, 15:58 (vor 3723 Tagen) @ J-C
Das Problem dürften die Tunnel sein, da auf der SFS Erfurt-Ebensfeld noch einröhrige Tunnel verbaut wurden und die Dosto, welche für die RE vorgesehen sind, eben nur das Merkmal )p( und nicht das Merkmal (p) haben.
Ab Ende 2017 halten ICE-Züge in Coburg
Lumi25, Freitag, 24.06.2016, 17:05 (vor 3727 Tagen) @ Karolinger
WoW das Konzept ist echt der Knüller und dann noch die abgesenkte Vmax. auf 250 km/h auf Teilabschnitten.
Den IR hätte Coburg sich besser vertraglich absichern lassen sollen. Aber gut 3 ICE am Tag ist natürlich sehr viel besser als der damals geplante 2h-Takt IR. Das muss gefeiert werden.
Würde man mehr als 250 km/h fahren wollen...
ALR997, Freitag, 24.06.2016, 21:58 (vor 3727 Tagen) @ Lumi25
...wäre dieser Fakt ja noch relevant. Aber: auch wenn die Bahn ja relativ oft ihre Planungen anpasst, sogar tiefgreifend ändert und dann doch wieder vollends über den Haufen wirft und ganz am Anfang beginnt, was dazu führt, dass man irgendwann den Überblick verliert, wer was wann wo und warum plant, meine ich, dass der letzte Stand war, Züge, die über 250 km/h erreichen (ergo ICE3) nur in sehr begrenztem Umfang einzusetzen. Der Rest der ICE-Sippschaft, seien es ICE1, ICE-T oder ICE4 erreichen jeweils maximal 250 - Gerüchte besagen, dass der eine oder andere 1er schonmal 280 gefahren ist - km/h und deren Fahrten haben nun keinen Schaden davon, dass die Geschwindigkeit herunter gesetzt wurde.
Sollte man eines schönen Tages einen wahrlich schnellen Zug dort fahren lassen, sei es der ICE3, eine Abart des TGV oder was auch immer, und es ist relevant dort möglichst niedrige Fahrzeiten zu erreichen, was ja selbst bei dem geplanten "Sprinter" nur bedingt der Fall ist, dann sähe ich die akute Pflicht bei dem EIU, die Geschwindigkeit für die die Strecke geplant ist und wofür die Steuerzahler schließlich auch bezahlt haben, also 300 km/h, auch auf der ganzen Strecke zu ermöglichen.
Bis dahin würde ich das ganze entspannt sehen, die Bahn ist ohnehin nicht mehr auf der Jagd nach Rekordfahrzeiten wofür dann die Maximalgeschwindigkeit ausfahren? ;-)
Schönen Gruß vom Schleich-ICE-Nutzer,
Lucas
Ab Ende 2017 halten ICE-Züge in Coburg
JeDi, überall und nirgendwo, Freitag, 24.06.2016, 22:30 (vor 3727 Tagen) @ Lumi25
Den IR hätte Coburg sich besser vertraglich absichern lassen sollen. Aber gut 3 ICE am Tag ist natürlich sehr viel besser als der damals geplante 2h-Takt IR. Das muss gefeiert werden.
Wie willst du mit der vorhandenen Anbindung und den gegebenen Taktknoten einen 2-Stunden-Takt fahren? Da wäre ein 3-Stunden-Takt das höchste der Gefühle.
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Weg mit dem 4744!