Dieselnetz Nürnberg bleibt bei DB Regio (Allgemeines Forum)
DB Regio Franken betreibt für weitere zwölf Jahre das Dieselnetz Nürnberg
"BEG und DB Regio Franken besiegelten Verkehrsdurchführungsvertrag in Nürnberg / Netz wird um drei Linien erweitert / Bestehendes Fahrplankonzept bleibt erhalten / Sowohl Neufahrzeuge als auch Gebrauchtfahrzeuge mit Redesign.
NÜRNBERG. DB Regio Franken wird ab Juni 2019 die Regionalverkehre auf folgenden Strecken weiter betreiben:"
- Nürnberg – Fürth – Siegelsdorf – Markt Erlbach
- Nürnberg – Fürth – Siegelsdorf – Neustadt (Aisch) – Markt Bibart (einzelne Züge)
- Fürth – Cadolzburg
- Neustadt (Aisch) – Bad Windsheim – Steinach (b. Rothenburg o. d. Tauber)
- Steinach (b. Rothenburg o. d. Tauber) – Rothenburg o. d. Tauber
- Nürnberg Nordost – Gräfenberg
- Nürnberg – Lauf (r. Pegnitz) – Neunkirchen a. Sand – Neuhaus
- Nürnberg – Lauf (r. Pegnitz) – Neunkirchen a. Sand – Simmelsdorf-Hüttenbach
- Roth – Hilpoltstein
- Pleinfeld – Gunzenhausen
- Wicklesgreuth – Windsbach
http://beg.bahnland-bayern.de/de/presse/pr...-nuernberg-9415
DB Regio Franken fährt weiter die Mittelfrankenbahn
"Im europaweiten Vergabeverfahren „Dieselnetz Nürnberg“ entschied DB Regio Franken erneut den von der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) durchgeführten Wettbewerb für sich.
Das Betriebskonzept wird wie bisher fort geführt. Zusätzlich werden drei weitere Strecken aufgenommen und acht neue Fahrzeuge beschafft.(...)
Zum Einsatz kommen die bewährten Fahrzeuge der Baureihe VT 642 und VT 648, die bis zum Start einem Redesign unterzogen werden. (...)
Zusätzlich beschafft DB Regio Franken acht neue zweiteilige Züge der Baureihe VT 622 (Coradia LINT 54) von Alstom."
http://www.deutschebahn.com/presse/muenche...rankenbahn.html
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Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
![[image]](https://i.ibb.co/3FX2shg/signature-met.png)
2019 noch neue Diesel-Fz... unfassbar rückständig...
Hallo.
Und die sollen dann noch ein bis zwei Jahrzehnte dieseln und lärmen und stinken.
Unfassbar. Da wird die Zukunft völlig verschlafen. Und die Akzeptanz als umweltfreundliches Verkehrsmittel ist mittelfristig mehr als gefährdet.
Schöne Grüße von jörg
2019 noch neue Diesel-Fz... unfassbar rückständig...
Sind für dich Dieselfahrzeuge nicht modern und zukunftsweisend ??!?!?
Und alle Straßenfahrzeuge die viel mehr Abgase bei gleicher Personenanzahl ausstoßen sind okay ?!?!
Vor allem ist es sehr teuer das komplette Netz Nordbayern bzw. Raum Nürnberg zu elektrifizieren und bringt für den NV dort keinen Vorteil. Und dass es moderne Dieselfahrzeuge gibt ist mit BR 622, 648, 640, etc. eindeutig bewiesen.
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❤ 611, 612, 642, 644, 425, ICE-T, IC1 ❤
+1
- kein Text -
2019 noch neue Diesel-Fz... unfassbar rückständig...
Hallo.
Und die sollen dann noch ein bis zwei Jahrzehnte dieseln und lärmen und stinken.
Unfassbar. Da wird die Zukunft völlig verschlafen. Und die Akzeptanz als umweltfreundliches Verkehrsmittel ist mittelfristig mehr als gefährdet.
Schöne Grüße von jörg
Was ist den ein umweltfreundliches Fahrzeug?
Ein Fahrzeug mit ein Paar Tonnen Blei drin, angemacht mit Schwefelsäure, gefüllt mit französischem Atom- oder deutschen Kohlestrom?
http://www.stromschnell.de/nachhaltigkeit/wie-schaedlich-ist-die-produktion-und-entsorg...
http://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article135412530/Elektroautos-koennen-mehr-schad...
Achja: Mit was fährt deine Apothekergötsche?
Gruss Guru
Nee, unfaßbar schlampig von der Politik,...
Und die sollen dann noch ein bis zwei Jahrzehnte dieseln und lärmen und stinken.Unfassbar. Da wird die Zukunft völlig verschlafen. Und die Akzeptanz als umweltfreundliches Verkehrsmittel ist mittelfristig mehr als gefährdet.
...weil die Bahn explizit von der der Nachrüstpflicht ausgenommen wurde. Beim PkW werden demnächst die EURO 5-Besitzer enteignet, so denn die Blaue Umweltplakette kommt. Da schaut man aufs Millionstel Gramm CO2, ohne Rücksicht auf die Kosten für den Autofahrer zu nehmen. Aber für die Bahn gilt wieder einmal Sonderrecht.
Ist doch kein Problem:
...weil die Bahn explizit von der der Nachrüstpflicht ausgenommen wurde. Beim PkW werden demnächst die EURO 5-Besitzer enteignet, so denn die Blaue Umweltplakette kommt. Da schaut man aufs Millionstel Gramm CO2, ohne Rücksicht auf die Kosten für den Autofahrer zu nehmen. Aber für die Bahn gilt wieder einmal Sonderrecht.
VW Opel und andere habens ja vorgemacht: Die Abgasreinigung muss ja nur während des Tests funktionieren.
Übrigens ist weder der Flugverkehr, noch die Schifffahrt diesem Verdikt untergeordnet.
Gruss Guru
NL: NS verabschiedet Dez. 2017 das fahrdrahtlose Reisen.
DB Regio Franken betreibt für weitere zwölf Jahre das Dieselnetz Nürnberg
Zum Einsatz kommen die bewährten Fahrzeuge der Baureihe VT 642 und VT 648, die bis zum Start einem Redesign unterzogen werden. (...)
Zusätzlich beschafft DB Regio Franken acht neue zweiteilige Züge der Baureihe VT 622 (Coradia LINT 54) von Alstom."[/i]
Nur zum Kontrast: ab Dezember 2017 trennt NS sich von ihrer letzten fahrdrahtlosen Strecke.
Auf Enschede-Zwolle-Kampen sollen dann elektrische Züge von Syntus verkehren.
Was mit der DM'90 Flotte passiert, ist zur Zeit unklar. So ganz abgefahren sind die Züge nicht.
Ansonsten betreibt NS nur elektrische Züge.
Dieselspass hat man bei uns allerdings doch:
- Strecken rundum Groningen und Leeuwarden
- Zutphen-Hengelo
- Apeldoorn-Zutphen-Winterswijk-Zevenaar
- Elst-Tiel
- Nijmegen-Roermond (soll auch mal elektrifiziert werden)
- Landgraaf-Herzogenrath
Wobei die meisten Züge ihren Dieselanlagen nur für Stromerzeugung verwenden.
gruß,
Oscar (NL, wo "lint" ein Bestandteil von Microsoft Office ist), der weiss dass NL nicht mit CH mithalten kann, weil in CH alle Strecken schon lange elektrifiziert sind.
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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
Unfaßbar... ;-)
Hallo!
Und die sollen dann noch ein bis zwei Jahrzehnte dieseln und lärmen und stinken.
Unfassbar. Da wird die Zukunft völlig verschlafen. Und die Akzeptanz als umweltfreundliches Verkehrsmittel ist mittelfristig mehr als gefährdet.
Was ist den ein umweltfreundliches Fahrzeug?
Ein Fahrzeug mit ein Paar Tonnen Blei drin, angemacht mit Schwefelsäure, gefüllt mit französischem Atom- oder deutschen Kohlestrom?
Ob das umweltfreundlich IST, ist insofern egal, als dass der Zeitgeist es als umweltfreundlich BETRACHTET!
Atomstrom ist übrigens klimafreundlich ;-) Ich persönlich hätte auch keine Probleme, wenn die Atomkraft auch hierzulande weiter am Netz bliebe...
Jedenfalls wenn das E-Auto als Synonym für Umweltfreundlichkeit gilt und der Verbrennungsmotor als technisch veraltet, dann hat eine mit Verbrennungsmotor betriebene Bahn ein gewisses Problem: Das Image als "umweltfreundlich" zieht dann jedenfalls womöglich nicht mehr! Sie gilt dann als veraltet.
Allerdings ist es auch bei diesem Thema so, wie es bei anderen Entwicklungen auch schon war: Europa verschläft den Trend. Während man weiter östlich schon bienenfleißig am Thema forscht. Nicht auszuschließen also, dass wir hier mal wieder von fernöstlichen Technikoffensiven überschwemmt werden. Dann aber bitte nicht wieder jammern, wie böse die anderen alle sind...
Achja: Mit was fährt deine Apothekergötsche?
Selbstredend fährt die mit Diesel. Mit derzeitiger Technik würde das mit einem E-Auto auch (noch!) nicht funktionieren. Allerdings hätten wir in der Firma meines Chefs ein paar Touren dabei, die mit einem E-Auto durchaus machbar wären. Wenn ich Chef wäre, würde ich schon längst geschaut haben, ob sich da irgendwo Fördermittel und Zuschüsse abgreifen ließen für den Einsatz.
Ob meine Apothekengötsche aber in 15 oder 20 Jahren noch immer mit Diesel betrieben wird - und darum geht es ja!!! - das sei mal dahin gestellt.
Schöne Grüße von
jörg
Unfaßbar... ;-)
Hallo!
Guten Morgen
Ob das umweltfreundlich IST, ist insofern egal, als dass der Zeitgeist es als umweltfreundlich BETRACHTET!
Da hast du Recht.
Atomstrom ist übrigens klimafreundlich ;-) Ich persönlich hätte auch keine Probleme, wenn die Atomkraft auch hierzulande weiter am Netz bliebe...
Ich auch nicht, nur schon deshalb, weil ich in Kabelrollendistanz von einem KKW wohne:
![[image]](https://c1.staticflickr.com/3/2891/11153216843_f9b07e332b_z.jpg)
Ich hab schon mal nach einem alten Brennstab gefragt. Die Nachzerfallswärme würde einen Winter halten :-)
Jedenfalls wenn das E-Auto als Synonym für Umweltfreundlichkeit gilt und der Verbrennungsmotor als technisch veraltet, dann hat eine mit Verbrennungsmotor betriebene Bahn ein gewisses Problem: Das Image als "umweltfreundlich" zieht dann jedenfalls womöglich nicht mehr! Sie gilt dann als veraltet.
Kann sein, allerdings: seit ich im Februar mit einem Bayrischen Spitzenprodunkt mal von Bern nach Härkingen gefahren bin, und gezittert habe, ob die Ladung auch wirklich nach Bern zurück reicht, sehe ich das ein wenig anders: Auch die Wärmepumpenheizung ist nicht das gelbe vom Ei! Sie braucht nämlich Strom.
Wir waren dort um Ladestationen in Betrieb zu nehmen: ein Schweineteures Gerät, das aber nicht viel bringt: Für Schnelladungen bräuchte man ein nochteureres Gerät, das eine entsprechende Stromversorgung braucht.
Nur will wir dort mittag assen, klappte es knapp!
Allerdings ist es auch bei diesem Thema so, wie es bei anderen Entwicklungen auch schon war: Europa verschläft den Trend. Während man weiter östlich schon bienenfleißig am Thema forscht. Nicht auszuschließen also, dass wir hier mal wieder von fernöstlichen Technikoffensiven überschwemmt werden. Dann aber bitte nicht wieder jammern, wie böse die anderen alle sind...
Das einzige, was dem E Fahrzeug auf lange Sicht zum Durchbruch bringen würde, wären Schnelltauschbatterien.
Das will aber Niemand. Jeder werkelt an einer Speziallösung herum.
Ob meine Apothekengötsche aber in 15 oder 20 Jahren noch immer mit Diesel betrieben wird - und darum geht es ja!!! - das sei mal dahin gestellt.
Schaun wer mal. Seit 50 Jahren werden uns unmittelbar bevorstehende Durchbrüche in der Batterietechnik kommuniziert. Man ist aber immer noch nicht wesentlich weiter, als mein Vater das Pfander Elektromobil für deine Milchtour brauchte:
Schöne Grüße vonjörg
Unfaßbar... ;-)
Das einzige, was dem E Fahrzeug auf lange Sicht zum Durchbruch bringen würde, wären Schnelltauschbatterien.
Das will aber Niemand. Jeder werkelt an einer Speziallösung herum.
Wenn die Akkus während der Fahrt per Induktion geladen werden könnten, wäre das auch toll.
Unfaßbar... ;-)
Das einzige, was dem E Fahrzeug auf lange Sicht zum Durchbruch bringen würde, wären Schnelltauschbatterien.
Das will aber Niemand. Jeder werkelt an einer Speziallösung herum.
Wenn die Akkus während der Fahrt per Induktion geladen werden könnten, wäre das auch toll.
Ja, blöd ist aber nur, wenn du einen Herzschrittmacher hast.
Und dann würde ich dir noch empfehlen, in einem Physikbuch mal nachzulesen, was der Luftspalt bei der induktiven Leistungsübertragung für einen Einfluss hat.
Gruss Guru
Unfaßbar... ;-)
Das einzige, was dem E Fahrzeug auf lange Sicht zum Durchbruch bringen würde, wären Schnelltauschbatterien.
Das will aber Niemand. Jeder werkelt an einer Speziallösung herum.
Wenn die Akkus während der Fahrt per Induktion geladen werden könnten, wäre das auch toll.
Ja, blöd ist aber nur, wenn du einen Herzschrittmacher hast.
Scheint bei den aktuellen induktiven Ladeverfahren (z.B. Berlin, Bus 204) ja auch kein großes Problem zu sein.
--
Weg mit dem 4744!
Unfaßbar... ;-)
Das einzige, was dem E Fahrzeug auf lange Sicht zum Durchbruch bringen würde, wären Schnelltauschbatterien.
Das will aber Niemand. Jeder werkelt an einer Speziallösung herum.
Wenn die Akkus während der Fahrt per Induktion geladen werden könnten, wäre das auch toll.
Ja, blöd ist aber nur, wenn du einen Herzschrittmacher hast.
Scheint bei den aktuellen induktiven Ladeverfahren (z.B. Berlin, Bus 204) ja auch kein großes Problem zu sein.
Ja, hier ist es nicht:
Ein kleines Schlaufchen, das erst lädt, wenn der Bus drauf steht. Der Busboden ist natürlich abgeschirmt.
https://www.bvg.de/images/content/meldungen/2015/150707_E-BusFAQ.PDF
Aber beim Fahren, auf der Strasse wo du nicht sagen kannst, wann ein Auto kommt?
http://www.herzstiftung.de/schrittmacher-geraete-abstand.html
Abgesehen kommt immer noch das Problem des Luftspaltes.
Gruss Guru
2019 noch neue Diesel-Fz... unfassbar rückständig...
Sind für dich Dieselfahrzeuge nicht modern und zukunftsweisend ??!?!?
Und alle Straßenfahrzeuge die viel mehr Abgase bei gleicher Personenanzahl ausstoßen sind okay ?!?!
Er hat doch völlig Recht.
Vor allem ist es sehr teuer das komplette Netz Nordbayern bzw. Raum Nürnberg zu elektrifizieren und bringt für den NV dort keinen Vorteil. Und dass es moderne Dieselfahrzeuge gibt ist mit BR 622, 648, 640, etc. eindeutig bewiesen.
Unfug.
Die Elektrifizierung Nürnberg - Hof hat für den Bund oberste Priorität und bereits 2018 wird die Planung dafür beginnen. Vsl. 2025 wird man dann zwischen Nürnberg und Neuhaus alles elektrisch fahren. Warum wird dann der Vertrag noch bis 2031 mit Dieselfahrzeugen durchgeführt?
Abgesehen davon kostet die Elektrifizierung zwischen Neunkirchen am Sand und Simmelsdorf-Hüttenbach vielleicht 20 Millionen €, das kann der Freistaat Bayern genauso aus der Portokasse bezahlen wie die Elektrifizierung Dachau - Altomünster. Zwischen Siegelsdorf und Markt Erlbach kostet die Elektrifizierung vielleicht 30 Millionen €. Zusammen also gerade mal 50 Millionen €.
Alleine aus dem Topf der Regionalisierungsmittel hat der Freistaat Bayern über 500 Millionen € an Rücklagen gebildet.
Man kann sich darüber streiten, ob man in einem Abwasch auch die Gräfenbergbahn gleich mit elektrifiziert, aber die Elektrifizierung Neunkirchen am Sand - Simmelsdorf-Hüttenbach sowie Siegelsdorf - Markt Erlbach ist im Hinblick auf den Synergieeffekt bezüglich der Elektrifizierung Nürnberg - Hof bzw. dem elektrischen Betrieb Nürnberg - Würzburg ein absolutes Muss.
Aber klar - für sinnlose Planungen wie seinerzeit den Transrapid (200 Millionen €) oder den S-Bahn-Tieftunnel München (150 Millionen €) wird das Geld herausgepfeffert ohne Ende, aber für sinnvolle Projekte ist dann kein Geld mehr da.
Baden-Württemberg will in den nächsten 14 Jahren bis 2030 peu a peu das gesamte Eisenbahnnetz elektrifizieren. Mit einem gesamten finanziellen Aufwand von ca. 1,5 Milliarden € ist das gar nicht so unwahrscheinlich, dass das gelingen wird. Daran könnte sich Bayern auch mal ein Beispiel nehmen. Will man in Bayern ebenfalls alles elektrifizieren, dann ergibt sich ein Gesamtbedarf von ca. 2,2 Milliarden €. Da davon aber bereits die Projekte Nürnberg - Hof, Regensburg - Hof, Markt Schwaben - Mühldorf - Freilassing sowie Geltendorf - Memmingen - Lindau abzuziehen sind, verbleiben dann noch etwa 1,3 Milliarden € für den gesamten Rest in Bayern. Wenn man das politisch wollen würde, könnte man das bis 2030 sehr wohl schaffen.
Die Schweizer lachen uns doch - völlig zu Recht - aus, dass wir immer noch mit lächerlichen Dieselfahrzeugen unterwegs sind.
2019 noch neue Diesel-Fz... unfassbar rückständig...
Die Elektrifizierung Nürnberg - Hof hat für den Bund oberste Priorität und bereits 2018 wird die Planung dafür beginnen. Vsl. 2025 wird man dann zwischen Nürnberg und Neuhaus alles elektrisch fahren.
Daran glaube ich beim besten Willen nicht, das wird wohl noch etwas länger dauern. Ein großes Hindernis stellen die zahlreichen Tunnel im Pegnitztal dar. Diese müssen alle erneuert werden, da sie für eine Oberleitung zu niedrig sind. Ich würde da eher 2030 anpeilen, somit wäre der Verkehrsvertrag in diesem Umfang absolut berechtigt.
Abgesehen von der Umweltverträglichkeit sehe ich bei einer Elektrifizierung Nürnberg-Hof für den Personenverkehr keinen nennenswerten Vorteil. Die RE (VT 612) sind dort derzeit mit Neigetechnik unterwegs und können so attraktive Fahrzeiten bieten, zumal sie nur sehr wenige Unterwegshalte bedienen (Pegnitz und abwechselnd Neuhaus / Hersbruck). Ein guter Vergleich ist der RE auf der Strecke Lichtenfels-Saalfeld, der vor einigen Jahren von VT 612 auf ET 442 umgestellt wurde und exakt die gleichen Fahrzeiten hat. Der 442er kann schneller anfahren und beschleunigen, dafür konnte der 612er unterwegs höhere Geschwindigkeiten fahren. Nur werden auf dieser Strecke 7 Unterwegshalte bedient, im Falle von Nürnberg-Hof/Bayreuth deutlich weniger, sodass der VT 612 fahrzeitmäßig von keinem derzeit verkehrenden ET zu schlagen sein wird. Ausnahme: Man könnte ja in ca. 15 Jahren die ICE-T5 aus dem FV abziehen und auf dieser Strecke einsetzen, dann hätte man beides: ET und Neigetechnik.
Darüber hinaus: Ein Großteil der Verbindungen führt nicht Richtung Marktredweitz, sondern Richtung Bayreuth, allerdings soll der Streckenabschnitt Pegnitz-Bayreuth erst viel später elektrifiziert werden. Also wird man, ähnlich wie 2003 nach der Pleite der ICE-TD, für Bayreuth wieder ein deutlich schlechteres Angebot bereithalten und viele der Bahnkunden werden auf den Fernbus abwandern.
Aus meiner Sicht müsste man viel eher den Streckenabschnitt Schnabelwaid - Bayreuth - Neuenmarkt/Wirsberg zweigleisig ausbauen und auch die Gesamtstrecke Nürnberg - Pegnitz - Bayreuth - Kulmbach - Lichtenfels und Neuenmarkt/Wirsberg - Münchberg - Hof durchegehend auf Tempo 160 ausbauen. Nur durch attraktive Fahrzeiten kann man Fahrgäste gewinnen, für den Personenverkehr sehe ich bei einer Elektrifizierung keinen erkennbaren Nutzen.
Gruß, Ludo
BVWP 2030
Die Elektrifizierung Nürnberg - Hof hat für den Bund oberste Priorität und bereits 2018 wird die Planung dafür beginnen. Vsl. 2025 wird man dann zwischen Nürnberg und Neuhaus alles elektrisch fahren.
Du schreibst (1):
Daran glaube ich beim besten Willen nicht, das wird wohl noch etwas länger dauern. Ein großes Hindernis stellen die zahlreichen Tunnel im Pegnitztal dar. Diese müssen alle erneuert werden, da sie für eine Oberleitung zu niedrig sind. Ich würde da eher 2030 anpeilen, somit wäre der Verkehrsvertrag in diesem Umfang absolut berechtigt.
Selbstverständlich kommt es ganz entscheidend darauf an, WIE man die Strecke ausbaut.
Richtig ist, dass die Elektrifizierung und der Ausbau der Strecke Nürnberg - Marktredwitz (- Hof) alles andere als einfach ist. Mittlerweise hat sich aber bei DB Netz die Einsicht durchgesetzt, dass es besser ist, dann so eine Strecke mal für 6 - 12 Monate total zu sperren, als zu versuchen, alles unter rollendem Rad zu bauen, weil das dann 5 Mal länger dauert und wegen zahlreicher Provisorien bei weitem teurer ist.
1993/1994 hatte man z.B. die Strecke Soest - Paderborn ein ganzes Jahr gesperrt, weil damit der Ausbau auf 200 km/h bei weitem schneller durchgeführt werden konnte. Auch bezüglich der 8-monatigen Totalsperrung Hallstadt - Bad Staffelstein haben sich inzwischen die Kritiker beruhigt, weil jedem klar ist, dass wir nicht bis 2025 auf die Fertigstellung der VDE 8.1 warten wollen.
Ich gehe davon aus, dass man den Ausbau und die Elektrifizierung der Strecke Nürnberg - Hof ebenfalls mit einer einjährigen Totalsperrung auf Teilabschnitten deutlich beschleunigt. Das spart viel Zeit und Geld und mit dem eingesparten Geld kann man dann wieder andere Projekte finanzieren.
Du weiter (2):
Abgesehen von der Umweltverträglichkeit sehe ich bei einer Elektrifizierung Nürnberg-Hof für den Personenverkehr keinen nennenswerten Vorteil. Die RE (VT 612) sind dort derzeit mit Neigetechnik unterwegs und können so attraktive Fahrzeiten bieten, zumal sie nur sehr wenige Unterwegshalte bedienen (Pegnitz und abwechselnd Neuhaus / Hersbruck). Ein guter Vergleich ist der RE auf der Strecke Lichtenfels-Saalfeld, der vor einigen Jahren von VT 612 auf ET 442 umgestellt wurde und exakt die gleichen Fahrzeiten hat. Der 442er kann schneller anfahren und beschleunigen, dafür konnte der 612er unterwegs höhere Geschwindigkeiten fahren. Nur werden auf dieser Strecke 7 Unterwegshalte bedient, im Falle von Nürnberg-Hof/Bayreuth deutlich weniger, sodass der VT 612 fahrzeitmäßig von keinem derzeit verkehrenden ET zu schlagen sein wird. Ausnahme: Man könnte ja in ca. 15 Jahren die ICE-T5 aus dem FV abziehen und auf dieser Strecke einsetzen, dann hätte man beides: ET und Neigetechnik.
Nach einer Elektrifizierung könnte man z.B. Züge von Augsburg aus bis nach Hof durchbinden.
Abgesehen davon ist der Ausbaustandard Nürnberg - Marktredwitz - Hof noch nicht abschließend festgelegt. Es ist durchaus möglich, durch die eine oder andere Linienverbesserung die Strecke "konventionell" zu beschleunigen.
Zwar ist die konventionelle Beschleunigung einer Strecke durch Linienverbesserungen teurer, aber sie erspart langfristig auch mehr Langsamfahrstellen und Streckensperrungen, weil der Unterhaltsaufwand - sofern nicht schneller als 200 km/h gefahren wird - deutlich sinkt. Zudem spart man bei einem konventionellen Streckenausbau auch Produktionsaufwendungen. Zum einen verkürzt sich die Strecke und zum anderen fallen Geschwindigkeitswechsel weg, die bei der Neigetechnik erhalten bleiben.
Du weiter (3):
Darüber hinaus: Ein Großteil der Verbindungen führt nicht Richtung Marktredwitz, sondern Richtung Bayreuth, allerdings soll der Streckenabschnitt Pegnitz-Bayreuth erst viel später elektrifiziert werden. Also wird man, ähnlich wie 2003 nach der Pleite der ICE-TD, für Bayreuth wieder ein deutlich schlechteres Angebot bereithalten und viele der Bahnkunden werden auf den Fernbus abwandern.
Bei der Diskussion zum BVWP haben wir ja auch deutlich darauf gedrungen, BEIDE Strecken Nürnberg - Hof zu elektrifizieren (über Marktredwitz und Bayreuth) und die Bayreuther Strecke vollständig zweigleisig auszubauen. Auch der Ausbau der Hochstadt-Marktzeuln - Neuenmarkt-Wirsberg nebst Abzweigungen ist enthalten.
Zwar konnten wir die Politik nicht von allen Vorschlägen überzeugen, aber es ist schon bemerkenswert, wie viel in Nordbayern im Bundesverkehrswegeplan enthalten ist. Einiges ist zwar nur im weiteren Bedarf, hat aber ausdrücklich die Optionsmöglichkeit, noch innerhalb dieses BVWP aufzusteigen, liegt also zwischen dem weiteren Bedarf und dem vordringlichen Bedarf.
Zudem hat es die Strecke Regensburg - Hof mit einem riesigen Satz von 0 auf 100 von der Nichtbeachtung im BVWP 2003 gleich in den vordringlichen Bedarf geschafft.
Du weiter (4):
Aus meiner Sicht müsste man viel eher den Streckenabschnitt Schnabelwaid - Bayreuth - Neuenmarkt/Wirsberg zweigleisig ausbauen und auch die Gesamtstrecke Nürnberg - Pegnitz - Bayreuth - Kulmbach - Lichtenfels und Neuenmarkt/Wirsberg - Münchberg - Hof durchgehend auf Tempo 160 ausbauen. Nur durch attraktive Fahrzeiten kann man Fahrgäste gewinnen, für den Personenverkehr sehe ich bei einer Elektrifizierung keinen erkennbaren Nutzen.
Zu 100% d´accord!
http://www.stadtkreation.de/munich/BVWP2015-BY-Kantke_Baumgartner-20130118b.pdf ;-)
Grüße,
Thomas