SK Teil 1: Mit CNL und EN von Köln nach Košice (m~25B.) (Reiseberichte)
Hallo zusammen! Vor ein paar Wochen verschlug es mich für ein paar Tage in die Slowakei. Die Anreise und auch das Reisen vor Ort erfolgte natürlich mit der Bahn. ;)
Ich habe mal eine Karte zusammengebastelt. Ich habe mich dabei von unserem User TD habe inspirieren lassen, da ich das bei seinen Berichten immer schön anschaulich finde. :)
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Tag 0: Köln Hauptbahnhof
Der erste Abschnitt dieser Reise beginnt spät abends in der Domstadt. Am theoretisch ersten Tag des Trips wird planmäßig nur 40 Minuten gereist, dank Verspätung sind es am Ende nur knappe 15. Daher kann ich den Tag wohl getrost als Tag 0 bezeichnen.
Um 23:19 soll CNL 419 den Kölner Hauptbahnhof verlassen. Mit gut 20 Minuten Verspätung trifft er schließlich aus Amsterdam ein.
Reserviert habe ich einen Liegewagenplatz und mein Abteil ist, bis auf meinen Platz, auch schon voll belegt und am Schlafen. Dem Beispiel meiner Mitreisenden folge ich gerne und liege bald oben unter der Abteildecke und probiere beim monotonen Fahrgeräusch zu schlafen.
Für meine erste Nacht im Liegewagen klappt das erstaunlich gut und nach einem kurzen Halt in Bonn schlafe ich irgendwo vor Koblenz ein.
Tag 1: München - Wien - Bratislava - (Zilina)
Ich werde in Frankfurt kurz wach als der Zugteil nach Zürich ab- und der Teil aus Hamburg angekoppelt, aber bald bin ich wieder am schlafen. Das nächste mal erwache ich um viertel vor 6 kurz vor Ulm, denn hier steigen meine vier Mitreisenden aus. Erfreut stelle ich also fest, dass ich das Abteil für die letzten 90 Minuten Fahrt durch das frühmorgendliche Bayern für mich alleine habe.
Hier mein Wagen des 419 "Pollux" nach der Ankunft in München. Die Auslastung schien in allen Klassen recht gut.
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Nachdem ich mir eine halbe Stunde die Füße vertreten habe ist es Zeit für die nächste Etappe mit Eurocity 111. Der Zug ist leer und ich habe nicht nur mein Abteil, sondern direkt den ganzen Wagen für mich alleine.
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Überquerung der Salzach kurz vor Salzburg.
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Während der 111 weiter nach Klagenfurt fährt, ist für mich in Salzburg schon Schluss. Nach kurzer Wartezeit besteige ich den Railjet 765 nach Wien. Bei meiner letzten und einzigen Fahrt im Railjet vor gut 2 Jahren fand ich den Zug eigentlich ganz nett. Damals war ich allerdings auch 1. Klasse unterwegs und es ging gemütlich durchs Inntal nach Westen. Diesmal fahre ich "Economy" und es geht mit vollem Tempo der Hauptstadt entgegen. Irgendwo im Wagen klappert es bei hohem Tempo stetig und auch die Sitze finde ich nicht wirklich überragend... Für knappe 2h passt das schon, aber auf eine Tour z.B. von München - oder gar Frankfurt - nach Budapest hätte ich hier wenig Lust...
Gegen 12:30 ist Wien erreicht. Mein Reiseplan sieht vor, dass ich erst am Abend in Bratislava sein muss, deswegen entschließe ich mich den Nachmittag erstmal hier zu verbringen. Ich starte am Bahnhof Wien-Meidling, von wo es fußläufig zum Schloss Schönbrunn und dessen Schlosspark geht.
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Von Schönbrunn aus fahre ich mit der U4 bis zum Stadtpark. Hier kreuze ich den Weg einiger Läufer des Wien-Marathons bevor ich mich auf den Weg zum Stephansdom mache.
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Weiter geht es kreuz und quer durch die Stadt. Bis ich am Hbf sein muss habe ich noch etwa 1,5h, deswege laufe ich einfach der Nase nach wohin es mir gefällt.
So geht es vorbei an der Technischen Hochschule langsam wieder in Richtung Bahnhof.
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Um 16:16 verlasse ich den Wiener Hauptbahnhof im REX 2425, welcher mich über Marchegg (Gr) in die Slowakei bringt. Auf der Linie fahren dieselbespannte CityShuttle Garnituren, welche hinter der Lok einen einzelnen Slowakischen Wagen führen. In eben diesem Suche ich mir einen Platz für die nächste Stunde.
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Bald ist Bratislava hl.st erreicht. Hier habe ich nun 2h bis es weiter nach Osten geht. In 2 Tagen habe ich einen längeren Aufenthalt in der Hauptstadt geplant, deswegen bleibe ich heute nur in relativer Bahnhofsnähe. Auf meiner Karte ist auf dem nahen Hügel ein Aussichtspunkt verzeichnet. Na nichts wie los! Der Hügel stellt sich bald als höher raus als erwartet und für 20 Minuten laufe ich auf Trampelpfaden durch einen kleinen Wald. Oben angekommen bin ich gut erledigt, aber ein wenig Aussicht - zumindest auf den Bahnhof - hats immerhin.
Hier schlängelt sich gerade der R 613 nach Poprad-Tatry aus dem Hauptbahnhof heraus.
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Bis mein Zug bereitgestellt wird verschlage ich mir die Zeit noch etwas auf dem Bahnhofsgelände.
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Um 20 vor 7 kann ich dann endlich Quartier beziehen. Der RR 709 nach Zilina wird bereit gestellt. Der Zug führt einen Kursschlafwagen nach Kosice mit, welcher in Zilina abgestellt und früh morgens an den Euronight 445 aus Prag angehängt wird. Planmäßig (lt. wabonweb.cz) fahren hier moderne WLABmee, doch zu meiner Freude stelle ich fest, dass ich diese Nacht in den Genuss eines alten WLAB komme! Für die Fahrt habe ich ein Slovak-Express Ticket bekommen. Die Fahrt im Schlafwagen Single kostet so nur 39€.
An dieser Stelle: Wo kann man eigentlich noch so günstig und angenehm Schlafwagen fahren?
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Abfahrt ist um 19:55. Zilina wird um 22:41 erreicht, doch der weiterführende Zug nach Kosice kommt erst um kurz vor 4. Bis dahin wird mein Schlafwagen im Bahnhof abgestellt und ich kann in Ruhe schlafen.
Tag 2: (Zilina) - Kosice
Wach werde ich beim Verlassen den Bahnhofs von Poprad. Es ist kurz nach 6 und ich fühle mich erstaunlich gut erholt. Ein kleines Frühstück und Kaffee sind im Preis inklusive und so sitze ich nun bei offenem Fenster auf meinem Bett und beobachte die morgendliche Landschaft.
Frühstückbox:
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Viel zu früh ist Kosice erreicht. Nicht weil ich noch müde bin, sondern weil ich es ruhig noch länger in meinem Abteil ausgehalten hätte. Die Sonne strahlt als ich um viertel vor 8 den Zug verlasse. Hier begutachte ich ein letztes Mal mein Transportmittel der letzten knapp 12 Stunden.
Links der EN 445 nach der Ankunft mit meinem Wagen als ersten hinter der Lok. Direkt dahinter ein WLABmee, welcher hier als Kurswagen aus Cheb angekommen ist.
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Soweit erstmal der erste Teil dieses Reiseberichts. Bisher war ich fast nonstop unterwegs, habe aber nun auch den östlichsten Punkt meiner Reise erreicht. Im nächsten Teil gibt es dann auch mehr von Städten zu sehen! Wie es weiter geht seht ihr ja schonmal in etwa auf der Karte oben.
Besten Dank fürs Lesen und bis zum nächsten Teil.
Gruß, Lukas