Hat die Bahn die Preise Erhöht? (Fahrkarten und Angebote)

nscharrn, IC 2152, Dienstag, 17.05.2016, 13:18 (vor 3662 Tagen)

Hallo Zusammen

ich fahre zweimal im Monat mit dem IC 61447 von Köln nach Sachsen. das hat incl. BC25 immer 104,25@ gekostet (Flexpreis)

Heute habe ich für den 19.05. geschaut und die wollten auf einmal 105,75€ (Flexpreis) woran kann das liegen?

Selber Fahrweg, keine Umleitungen, mir ist aber aufgefallen das keine Sparpreise mehr möglich sind?

Was ist da los?

Hat die Bahn die Preise Erhöht?

nscharrn, IC 2152, Dienstag, 17.05.2016, 14:12 (vor 3662 Tagen) @ nscharrn

Sorry ich nuss mich berichtigen Umleitung über Hannover-Spandau-Berlin Spandau-Berlin Ostbahnhof

weis jemand wo dann das Rangieren stattfindet da ja Berlin Wannsee vermutlich nicht angefahren wird?

(OT) Fahrpreise

heineken, Dienstag, 17.05.2016, 14:18 (vor 3662 Tagen) @ nscharrn

Kann dir zum konkreten Fall nichts sagen. Außer vlt. die Frage, ob sich bei dir nicht eine BC50 lohnen würde?

Aber! – Die Bahn und ihre Preise:
Da fährt man nun, als ex Schwarzkärtchenfahrer, mit BC-Rabatt und im »Sprinter« für 14,25 Euro von Frankfurt nach Berlin. Und zurück (ins Frankfurter Umland, d.h. mit SPNV) gehts für 23,25 Euro. Resp. investiert 7,50 Euro mehr für die Polsterklasse – und genehmigt sich vor Abfahrt in Berlin einen Imbiß und Schlummertrunk in der Polsterklassen-Lounge.

Ob das nun der richtige Weg für die Bahn resp. den Fernverkehr ist, die Züge nachhaltig voller und v.a. rentabler zu betreiben?

(OT) Gejammer

Paladin, Hansestadt Rostock / Güstrow, Dienstag, 17.05.2016, 14:37 (vor 3662 Tagen) @ heineken

Kommt das Gejammer jetzt in jedem Thema?

Valide Sorge eines Bahnkunden/Bahnfans

GUM, Dienstag, 17.05.2016, 15:04 (vor 3662 Tagen) @ Paladin

Paladin schrieb:

Kommt das Gejammer jetzt in jedem Thema?

Deinen Beitrag finde ich nicht fair. Heineken hat durchaus eine valide Sorge vieler Bahnkunden/Bahnfans ausgedrückt! Inwieweit Fahrpreise, die entlang oder unterhalb der Vollkosten angesiedelt sind, wirklich sinnvoll sind.

Ich rufe mir den Beitrag von Heineken in Gedanken zurück.

Heineken schrieb:
"Ob das nun der richtige Weg für die Bahn resp. den Fernverkehr ist, die Züge nachhaltig voller und v.a. rentabler zu betreiben?"

Diese Frage stelle ich mir auch häufiger, insbesondere im Zusammenhang mit der Sportwetten-BahnCard (aka SiegerBahn Card) und der 1-monatigen Freifahrt im Fernverkehr!

Resultat wird ein Monat mit Passagierrekord, aber auch sehr niedrigen Einnahmen sein.

Die Bahn muss endlich den Mut aufbringen, eine bestimmte Preisuntergrenze festzulegen. Unter der macht es keinen Sinn, Fahrkarten zu verkaufen.

Kunden, die das nicht zahlen wollen, müssen dann entweder mit einem Billig-Anbieter Bahn fahren (wie in Frankreich http://www.ouigo.com/) oder im Fernbus.

Ansonsten sinken die Durchschnittserträge weiter und dann muss noch eine Reihe in den Großraumwagen 2. Klasse.

Alternative: 2. Klasse "normal" mit früherem Sitzabstand und 2. Klasse "discounted" mit geringerem Sitzabstand oder gar Fernbusäquivalentem Komfort.

Ich kann den Gedankengang und die Frage von Heineken mit etwas anderen Schwerpunkten also durchaus nachvollziehen.

Sorge mache ich mir -höflich gesprochen- eher um die Qualität der Beiträge von Paladin.

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Valide Sorge eines Bahnkunden/Bahnfans

Paladin, Hansestadt Rostock / Güstrow, Dienstag, 17.05.2016, 16:13 (vor 3662 Tagen) @ GUM

Lieber Sir GUM,

zunächst einmal bedanke ich mich recht herzlich, dass Eure Erhabenheit sich die Zeit nimmt, einem Vertreter des gemeinen 14,25€-Aktions-Sparpreis-Pöbels zu antworten.

Wie so oft hast du meinen Beitrag mal wieder nicht verstanden und schaust von deinem Thron herab und kommentierst irgendwas. Ich bin gerade zu faul zum Suchen, aber gerade in den vergangenen Tagen gab es eine ausgiebige Diskussion darüber, dass heineken seine Black Mamba nicht verlängert hat wegen diverser Fahrkarten Gründe.

Dass du dein Marketingunverständnis hier bei der Siegerbahncard erneut zur Schau stellen musst, beweist ebenfalls, dass du es in dem anderen Thema, wo das zur Sprache kam, offensichtlich nicht verstanden hast. Das ist eine Werbeaktion. Die Züge werden deswegen nicht überfüllter sein als sonst und die DB Fernverkehr AG wird daran auch nicht zugrunde gehen. Akzeptier das oder lass es bleiben, wenn du eine ausgiebige Argumentation vermisst, so nutze die Suchfunktion - ich muss nicht wiederholen, was andere bereits ausgiebig dargelegt haben.

@ heineken

Was ich bei deinen Beschwerden nicht nachvollziehen kann: Warum freust du dich nicht einfach darüber, dass du für genauso viel Mobilität wie mit der BC100 jetzt weniger bezahlen musst? Stattdessen nur Ärger, dass es jetzt günstiger geht. Irgendwie Paradox.

Halbvalide Sorge eines Bahnkunden/Bahnfans

GUM, Dienstag, 17.05.2016, 17:23 (vor 3662 Tagen) @ Paladin

Lieber Sir GUM,

zunächst einmal bedanke ich mich recht herzlich, dass Eure Erhabenheit sich die Zeit nimmt, einem Vertreter des gemeinen 14,25€-Aktions-Sparpreis-Pöbels zu antworten.

So habe ich das nicht gemeint, Paladin!

Ich würde niemals von einem 14,25 Euro "Sparpreis-Pöbel" sprechen, sondern eher von preisbewussten Reisenden. Mir ging es vielmehr um eine langfristige Perspektive für die Bahn und irgendwie einen fairen Gegenwert.

Während die Flexpreise mir zu hoch erscheinen sind manche Sparpreise wirklich zu niedrig. Und decken die Vollkosten nciht.

Wie so oft hast du meinen Beitrag mal wieder nicht verstanden und schaust von deinem Thron herab und kommentierst irgendwas. Ich bin gerade zu faul zum Suchen, aber gerade in den vergangenen Tagen gab es eine ausgiebige Diskussion darüber, dass heineken seine Black Mamba nicht verlängert hat wegen diverser Fahrkarten Gründe.

Ja, das sind die Opportunitätskosten der Sonderangebote. Gewöhnen sich die Fahrgäste daran, dass es keine einmalige Aktion ist, dann wird 60+ oder 90+ Tage geplant und gebucht. Die Black Mamba rentiert sich dann erst nach mehr Kilometern als vorher.

Und wird damit bei gleichem Endpreis in Währungseinheiten unlukrativer.

Dass du dein Marketingunverständnis hier bei der Siegerbahncard erneut zur Schau stellen musst, beweist ebenfalls, dass du es in dem anderen Thema, wo das zur Sprache kam, offensichtlich nicht verstanden hast. Das ist eine Werbeaktion. Die Züge werden deswegen nicht überfüllter sein als sonst und die DB Fernverkehr AG wird daran auch nicht zugrunde gehen. Akzeptier das oder lass es bleiben, wenn du eine ausgiebige Argumentation vermisst, so nutze die Suchfunktion - ich muss nicht wiederholen, was andere bereits ausgiebig dargelegt haben.

Es ist eine unterschiedliche Wertung der mentalen Programmierung der (Neu-) Fahrgäste: Muss die Bahn für einen "Richtig-Tipper" bzw. jeden "Richtig-Tipper" auf die Fernverkehrseinnahmen eines ganzen Monats verzichten? Bei einem Turnierausgang der EM 2016 quotierte ein Wettenanbieter heute:

Deutschland 4,3
Frankreich 4,33
Spanien 6,5
England 9,0
Belgien 12,0
....
Albanien 501

Als lange Jahre "gelb politisch" beeinflusster glaube ich einmal an die Marktkräfe.
Dies bedeutet: Der Sieger BahnCard Käufer, der sich gar nicht mit Fußball auskennt, der wird sich unter den ersten vier oder fünf Mannschaften entscheiden. Und keine "Sieger BahnCard" Albanien kaufen.

Bei Gleichverteilung auf die ershen vier würden deshalb etwa 25 % der Sieger BahnCard-Inhaber gleichzeitig und kostenlos fahren können. Da es keinerlei Kontingentierung bzw. Reservierungspflicht gibt und August Urlaubsmonat ist, werden die Züge regelrecht gestürmt.

Der Passagierrekord ist vorprogrammiert. Die entscheidenden Fragen lauten dann:

1.) Wie viele Stammkunden (bspws. bahn.bonus comfort) wandern von ihrem Mindestumsatz von 166,67+ Euro pro Monat auf 0 Euro ab?
2.) Wie viele Geschäftskundenfahrten (Vertrieb) wandern von Spar- und Flexpreisen auf 0 Preise ab?
3.) Wie wird die DB Fernverkehr AG auf den Strecken mit dem Andrang fertig, die nur mit 7-Teilern befahren werden und dann Passagiere für 14 Wagen am Bahnsteig stehen.

Sicherlich eine unglaublich großzügige Werbeaktion. Die Kernfrage wird sich in den Nachfolgemonaten beantworten lassen: Wie viele der geworbenen Kunden bleiben und wie viele nutzen das Eröffnungsangebot und werden fast nie wieder gesehen?

Es ist also ähnlich wie früher bei mancher Tageszeitung, bei der das Begrüßungsgeschenk fast den Gesamtabo-Wert erreichte.

Es bleibt spannend und ich bleibe bei meiner halbvaliden Sorge eines Bahnkunden. Und folge einem Teil Deiner Argumentation.

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Preis und Leistung

heineken, Dienstag, 17.05.2016, 20:04 (vor 3662 Tagen) @ GUM
bearbeitet von heineken, Dienstag, 17.05.2016, 20:06

Nur der Zyniker würde beim momentanen Zustand des Fernverkehrs von einem angemessenen Preis-/Leistungsverhältnis sprechen, angesichts solcher Blüten wie der genannten Frankfurt – Berlin für 19 Euro (./. BC-Rabatt).
(Wieviele Tarifkilometer sind das, beim Sprinter über Hannover Güterumgehung? 550? Dann läge der Preis unter 3,5 Cent /Pkm steuerbrutto! Bei BC-Rabatt 2,6 Cent. Im Sprinter! Das ist absurd!)

Diejenigen, die dem (Neu)Kundengewinnungs- und v.a. -Bindungseffekt nicht den in der reinen Lehre immer so hoch gehaltenen Wert beimessen, muß es schütteln bei solchen Kamikaze-Preisen. Weil der »Wert« der Leistung, selbst der mit nicht shampoonierten Teppichboden und 50% kaputten Toiletten im Zug dabei unter die Räder kommt. Oder besser: Das Preisgefühl.
Das spiegelt sich ja auch im, von Vernunftbegabten hier schon angeführten Mißverhältnis der ganzen Billig-Sparpreise zum Flexpreis wieder.
Und eine der sicher nicht von den Preiswürflern beim roten Riesen gewollten Folgen könnte genau dieses sein. Und gerade auch bei der Stammkundschaft.

Ja, ich wiederhole mich: Anstatt an den unzweifelhaft vorhandenen resp. reaktivierbaren Stärken des SPFV – eingebettet und (!) zuverlässig verzahnt mit dem SPNV – zu arbeiten und diese herauszustellen, geht derzeit scheinbar nur noch billig billig billig.

Ich wette (Sekt und Schnittchen darauf): Wenn der Herr Flix morgen ankündigt, ab sofort ebensolche (Sekt und Schnittchen) in seinen Bussen zu reichen und zusätzlich noch Rückenmassage anzubieten für 1 Euro … dann zieht die Karawane der »hier is billig, hier kaufe ich ein«-Kunden einfach weiter. Bei der Bahn bleibt ein Scherbenhaufen kaputter Preise und eine Stammkundschaft, die sich irgendwann mal fragt, ob sie die Weihnachtsgans, die es auszunehmen gilt, darstellen soll.

Und genau das möchte ich für *meine* Bahn nicht.

Leute, holt Eure roten Stifte und die Kalender raus...

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Mittwoch, 18.05.2016, 08:39 (vor 3662 Tagen) @ heineken

Nur der Zyniker würde beim momentanen Zustand des Fernverkehrs von einem angemessenen Preis-/Leistungsverhältnis sprechen, angesichts solcher Blüten wie der genannten Frankfurt – Berlin für 19 Euro (./. BC-Rabatt).
(Wieviele Tarifkilometer sind das, beim Sprinter über Hannover Güterumgehung? 550? Dann läge der Preis unter 3,5 Cent /Pkm steuerbrutto! Bei BC-Rabatt 2,6 Cent. Im Sprinter! Das ist absurd!)

...denn der Colaholiker stimmt heineken zu. Ohne Relativierungen, ohne Zweifel, einfach nur vollste Zustimmung.

Dir ausnahmsweise sowas von Recht gebende Grüße,
der Colaholiker

PS: Heute ist der 18. Mai, da müßt Ihr das Kreuz machen...

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100 % Zustimmung und Mini-Ergänzung

GUM, Mittwoch, 18.05.2016, 10:09 (vor 3662 Tagen) @ heineken

Es wäre nicht das erste Unternehmen, welches sich durch eine Rabattschlacht ruiniert.

Wer mag, der kann sich einmal den 10 Jahres Chart der Deutschen Lufthansa AG Aktie (WKN: 823212) ansehen. Dort passiert gerade (fast) das Gleiche: Man eifert einigen Billig-Anbietern nach und der "Spread" bzw. die Preisdifferenz zwischen den erheblich ermäßigten Preisen spiegelt sich inzwischen in einer niedrigen Produktqualität für alle wider.

Der A321-100 ging von 186 Plätzen auf 205, der Business Klasse Sitzabstand ist etwa -16 %! Also eine ähnliche Entwicklung wie beim "Redesign" von ICE1 und ICE3.

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Halbvalide Sorge eines Bahnkunden/Bahnfans

Rocket, Mittwoch, 18.05.2016, 09:03 (vor 3662 Tagen) @ GUM

Ich glaube kaum, dass die Bahn mit den Siegerbahncards als solchem Gewinn machen wird, 19€ für eine 3 Monats BC 25 sind schnell "abgefahren", also als Rabatt wieder reingeholt aus Kundensicht. Viel mehr Gewinn wird sie mit den Kunden machen, die vergessen die BC rechtzeitig zu kündigen, da diese sich selbstständig auf eine 1 Jahres BC 25 verlängert.

Auch denke ich nicht, dass alle Sieger so bahnverrückt wie wir hier sind und die Züge dann jeden Tag stürmen werden. Ich vermute eher, dass die Freifahrten dann vielleicht 5x/Sieger eingesetzt werden wenn überhaupt. Dazu kommen noch An- und Abreisekosten des NV, wenn man nicht direkt am FV Bahnhof wohnt..

Halbvalide Sorge eines Bahnkunden/Bahnfans

ALR997, Dienstag, 17.05.2016, 16:15 (vor 3662 Tagen) @ GUM

Paladin schrieb:

Kommt das Gejammer jetzt in jedem Thema?

Deinen Beitrag finde ich nicht fair. Heineken hat durchaus eine valide Sorge vieler Bahnkunden/Bahnfans ausgedrückt! Inwieweit Fahrpreise, die entlang oder unterhalb der Vollkosten angesiedelt sind, wirklich sinnvoll sind.

Persönliche Meinung meinerseits: sinnvoll sind diese Angebotspreise auf jeden Fall, denn du gewinnst damit potentielle Neukunden - genauso wie es die Fernbusse ja aktuell auch tun. Was ich aber nun auch oft genug zum Besten gegeben habe: die Sparpreise dürfen nicht Tarifgrundlage werden. Es herrscht eine massive Lücke zwischen den (für meinen Geschmack) zu hohen Normalpreisen/Flexpreisen und den übermäßig niedrigen Sparpreisen.

Ich rufe mir den Beitrag von Heineken in Gedanken zurück.

Heineken schrieb:
"Ob das nun der richtige Weg für die Bahn resp. den Fernverkehr ist, die Züge nachhaltig voller und v.a. rentabler zu betreiben?"

Diese Frage stelle ich mir auch häufiger, insbesondere im Zusammenhang mit der Sportwetten-BahnCard (aka SiegerBahn Card) und der 1-monatigen Freifahrt im Fernverkehr!

Resultat wird ein Monat mit Passagierrekord, aber auch sehr niedrigen Einnahmen sein.

Ich glaube du überschätzt die Trefferquote bei solchen Wett-Aktionen. Die Chance auf einen Monat Freifahrt wird viele Nachfrager locken, wenn nun aber am Ende Albanien gewinnt und drei Leute einen Monat frei fahren können, dann bringt das der Bahn effektiv ein Plus.

So ist das eben bei einer Wette: mal gewinnst du und mal die Anderen. Die Bahn geht das Risiko ein, einen Monat eine gewisse Menge Menschen frei Haus zu transportieren, kann sich aber zuvor einer weitaus größeren Gruppe Menschen Einnahmen von 19-159 Euro pro Person sicher sein.

Fazit: weder wird das Angebot einen Monat mit übermäßig hoher Nachfrage mit sich bringen, noch mit übermäßig niedrigen Einnahmen - zumindest verglichen mit den Vorjahren, der August ist bekanntermaßen nicht unbedingt durch seine übermäßigen Verkehrsspitzen auf den Hauptrelationen bekannt (Stichworte: Sommerferien, Urlaubsverkehr, Deutschlandpass, Interrail, etc.).

Die Bahn muss endlich den Mut aufbringen, eine bestimmte Preisuntergrenze festzulegen. Unter der macht es keinen Sinn, Fahrkarten zu verkaufen.

Das wäre aus meiner Sicht absolut der falsche Ansatz! Wichtiger wäre es, dem Kunden (zur Not auch auf die harte Tour) zu vermitteln, dass die Dienstleistung, die er erwartet, eben einen bestimmten Preis hat. Dazu gehört eine transparente Preispolitik genauso wie ein moderates Preisniveau - nicht zu hoch, nicht zu niedrig.

Sich selbst mit einer fixen Preisuntergrenze zu geißeln wäre zwar gut, um die *Billigmentalität* (mittlerweile hasse ich das Wort richtig) abzudämpfen, um aber potentielle Nachfragelöcher zu füllen, könnte die Preisuntergrenze unter Umständen zum Verhängnis werden.
Hier geht es, um das nochmal zu betonen, nicht darum, den Markt zu überlisten, indem man Dauerniedrigpreise anwendet, sondern um eben die schwachen Monate zu überbrücken. Darum gibts im Sommer die "Supersparpreise", so dass man sich vielleicht doch nochmal überlegt, mit der Bahn in den Urlaub, oder auf Städtereise zu fahren.

Kunden, die das nicht zahlen wollen, müssen dann entweder mit einem Billig-Anbieter Bahn fahren (wie in Frankreich http://www.ouigo.com/) oder im Fernbus.

Da bin ich wieder bei dir. Billigbahnen haben sich in Deutschland nun noch nicht durchgesetzt, wohl auch weil die DB selbst alle Nutzersegmente in sich zu vereinen versucht. In Deutschland sitzen die Niedrigstpreiszahler neben Flexpreiszahlern in beiden Klassen in allen Zuggattungen. In Frankreich fängt man nun an, langsam die "unterste Schicht", die ganz Preissensiblen an die Bahn, aber an ein minderwertiges Produkt zu binden. Ein Vorgang der für das System Bahn so gut ist, wie er schlecht ist, für die nachhaltige Kundenbindung sein kann, wenn er richtig ausgeführt wird.

Ansonsten sinken die Durchschnittserträge weiter und dann muss noch eine Reihe in den Großraumwagen 2. Klasse.

Alternative: 2. Klasse "normal" mit früherem Sitzabstand und 2. Klasse "discounted" mit geringerem Sitzabstand oder gar Fernbusäquivalentem Komfort.

Eine dritte Klasse, auch wenn sie nicht so bezeichnet werden müsste (es fällt uns sicher auch ein netterer deutscher Begriff dafür ein ;-) ) ist keine schlechte Idee. Die Linken würden zwar den Herzkasper ihres Lebens kriegen, aber für das System Bahn könnte eine Klasse zwischen der aktuell ersten und aktuell zweiten Klasse eine gute Hilfe sein. Die Frage ist aber: wie gestaltet man dann das Komfortkonzept?
Bereits jetzt sind die Klassen 1 und 2 in vielen Bereichen nur noch marginal verschieden: im Regionalverkehr sieht man das ganz besonders, aber auch im Fernverkehr wird das immer deutlicher.

Wenn ich vergleiche, wie die Fahrt in der 1. Klasse im Thalys, im Frecciargento oder im ICE war, muss ich sagen, dass es mir das nicht zwingend wert ist, in Deutschland das 1,5-fache des Preises zu zahlen, nur um unter Umständen mehr Platz für meine Beine zu haben.

Hier bräuchten wir eine Reform.

Ich kann den Gedankengang und die Frage von Heineken mit etwas anderen Schwerpunkten also durchaus nachvollziehen.

Sorge mache ich mir -höflich gesprochen- eher um die Qualität der Beiträge von Paladin.

Och, da würde ich mir keine Sorgen machen. So lange die freie Meinungsäußerung noch erlaubt ist, darf Paladin Heinekens Beiträge als Gejammer bezeichnen, so wie ich das mit deinen tun dürfte ;-)

Gruss,
Lucas

Achtung: Es spricht der Reichsbedenkenträger

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Mittwoch, 18.05.2016, 09:17 (vor 3662 Tagen) @ ALR997

Persönliche Meinung meinerseits: sinnvoll sind diese Angebotspreise auf jeden Fall, denn du gewinnst damit potentielle Neukunden - genauso wie es die Fernbusse ja aktuell auch tun.

Ja und nein. Als die Fernbusse begannen, den Markt mit Kampfpreisen umzukrempeln war man sich einig, da das nicht lange gut geht und mittelfristig dazu führt, daß aus dem Verdrängungswettbewerb nur wenige Überlebende hervorgehen. Und so geschah es. Nennenswerte Marktanteile haben doch heute nur noch der Postbus und Mein verflixter Fernbus, oder wie die sich, je nach Beschriftungsvariante ihres Busses gerade mal nennen. Was da sonst noch ambitioniert gestartet ist, ist genauso ambitioniert wieder in der Versenkung verschwunden.
Übertragen wir das mal auf die Bahn. Okay, da steckt genug Stärke dahinter, um die Preise eine Weile halten zu können, bzw. gibt es genug Reisende, die spontan fahren müssen oder zu Zeiten, wo keine Sparpreise erhältlich sind, die das ganze dann wieder querfinanzieren.
ABER: Wer heute mit der Bahn fährt, weils so schön billig ist, fährt morgen vielleicht mit dem Fernbus, weils so schön billig ist und übermorgen, weil nichts billiges zu finden ist, sitzt er auf der Rückbank eines verrosteten abgeranzten Corolla mit Goodwill-Tüvplakette in den Haschischrauchwolken des Fahrers und genießt seine billige Mitfahrt bei schlechter "Musik"...

Die Bahn muß, wenn sie langfristig Fahrgäste gewinnen will, überzeugen, nicht locken.

Was ich aber nun auch oft genug zum Besten gegeben habe: die Sparpreise dürfen nicht Tarifgrundlage werden. Es herrscht eine massive Lücke zwischen den (für meinen Geschmack) zu hohen Normalpreisen/Flexpreisen und den übermäßig niedrigen Sparpreisen.

Richtig.

Ich glaube du überschätzt die Trefferquote bei solchen Wett-Aktionen. Die Chance auf einen Monat Freifahrt wird viele Nachfrager locken, wenn nun aber am Ende Albanien gewinnt und drei Leute einen Monat frei fahren können, dann bringt das der Bahn effektiv ein Plus.

Ich könnte noch nicht mal sagen, was wahrscheinlicher ist - Albanien oder England. Mit etwas Glück könnte ich sagen, daß es Brasilien nicht wird, weil ich zumindest irgendwo gehört habe, daß es sich um eine Europameisterschaft handelt, und Brasilien zumindest zu meiner Schulzeit noch in Südamerika und nicht in Europa lag.

Was mir einfach gepflegt gegen den Strich geht, sind zwei Dinge. Erstens sollte ein Mobilitätsdienstleister sich nicht in Sportwetten beteiligen. Das ist etwas für die zwielichtigen "Wettcafes", die an jeder Straßenecke aufmachen, meist umlagert von seltsamen Gestalten. Das ist in meinen Augen einfach unseriöses Gezocke. Außerdem kann ich es schon wieder nicht mehr sehen - jedes Produkt muß momentan mit farbigen Streifen und schwarz/weiß gefleckten Lederkugeln dekoriert sein. Ich will das nicht! Momentan versuche ich, beim Einkaufen derartig gekennzeichnete Produkte zu vermeiden. Auch wenn es keinen Unterschied macht, und mein Geld auch beim Kauf der gleichen Produkte in undekorierter Verpackung für diese modernen Gladiatorenkämpfe rausgeschmissen wird, ich kann's einfach nicht mehr sehen. Da spende ich lieber 50€ an den örtlichen Sportverein als an Millionäre, die einer Kugel hinterher rennen.

Dann lieber Aktionen, die ohne Gezocke funktionieren, verwiesen sei auf die im vergangenen Jahr angebotene "Probe-Bahncard Samstag +1". Man weiß genau, was man bekommt, es hngt nicht von irgendwelchen nicht von einem selbst zu beeinflussenden Parametern ab. Und man kann wunderbar den sonst im Fernverkehr eher schwachen Samstag noch beleben. Gleichzeitig bietet sich die Chance, daß eventuell ein Stammkunde an einem Samstag einen Ausflug mit einer weiteren Person, die man sonst vielleicht mit dem Auto gemacht hätte (weil die zweite Person nicht bahnaffin ist), dann eben mit der Bahn macht - und die zweite Person plötzlich merkt, wie angenehm das Reisen in der 1. Klasse im ICE doch ist.

So ist das eben bei einer Wette: mal gewinnst du und mal die Anderen. Die Bahn geht das Risiko ein, einen Monat eine gewisse Menge Menschen frei Haus zu transportieren, kann sich aber zuvor einer weitaus größeren Gruppe Menschen Einnahmen von 19-159 Euro pro Person sicher sein.

Natürlich werden sich die Zahlenjongleure der DB so etwas voher gut überlegt haben. Ich denke, das bezweifelt hier auch keiner. Trotzdem kann ich dieses Produkt nicht unkritisiert gutheißen.

Fazit: weder wird das Angebot einen Monat mit übermäßig hoher Nachfrage mit sich bringen, noch mit übermäßig niedrigen Einnahmen - zumindest verglichen mit den Vorjahren, der August ist bekanntermaßen nicht unbedingt durch seine übermäßigen Verkehrsspitzen auf den Hauptrelationen bekannt (Stichworte: Sommerferien, Urlaubsverkehr, Deutschlandpass, Interrail, etc.).

Gerade in den Ferien verreisen doch die Leute...? Wieso sollte gerade dann weniger los sein? Zumal immer mehr Leute immer weniger Geld im Beutel haben und viele vormals sehr preiswerte Urlaubsdestinationen aus politischen Gründen wegfallen. Dann geht es eben dafür in den Schwarzwald, an die Ostsee, ...

Das wäre aus meiner Sicht absolut der falsche Ansatz! Wichtiger wäre es, dem Kunden (zur Not auch auf die harte Tour) zu vermitteln, dass die Dienstleistung, die er erwartet, eben einen bestimmten Preis hat. Dazu gehört eine transparente Preispolitik genauso wie ein moderates Preisniveau - nicht zu hoch, nicht zu niedrig.

Richtig. Wenn ich aber (aus der Luft gegriffene Zahlen ohne Anspruch auf Exaktheit) die Spanne von 19€-Sparpreis zu > 100€ Normalpreis habe, kann das auf Dauer nicht gut gehen.

Sich selbst mit einer fixen Preisuntergrenze zu geißeln wäre zwar gut, um die *Billigmentalität* (mittlerweile hasse ich das Wort richtig) abzudämpfen, um aber potentielle Nachfragelöcher zu füllen, könnte die Preisuntergrenze unter Umständen zum Verhängnis werden.

Eine fixe Preisuntergrenze würde in meinen Augen auch nicht zum Ziel führen. Dann schon eher, um die Nachfragelücken zu schließen, die Fahrkarten kurzfristig günstig raushauen statt mit der Gießkanne 19€-Sparpreise zu verteilen.

Ein von mir gerne genutzter Reiseanbieter fährt ein dreistufiges Modell, um seine Auslastung gut zu halten:

Stufe 1: Katalogpreise, ggfs. mit Frühbucherermäßigung
Stufe 2: Wenn festgestellt wird, daß die Auslastung nicht so gut wie erhofft ist, wird einige Monate vorher ein reduzierter Preis mit etwas weniger inkludierter Leistung angeboten, die Reduktion ist hierbei auslastungsabhängig und die Preise können auch bei entsprechender Nachfrage wieder steigen.
Stufe 3: Wenn wenige Wochen vorher noch zu viel Kapazität frei ist, wird eine Form von Last Minute angeboten, die dem Kunden eine gewisse Flexibilität abverlangt (entweder zwei verschiedene Reisetermine, von denen einer zugewiesen wird, oder zwei Ziele, von denen dem Reisenden ein Ziel zugewiesen wird), dafür aber zu einem Preis, der unschlagbar günstig ist.

Unterm Strich hat man so die Auslastung optimiert, ohne aber von Anfang an mit Lockangeboten wie 19€-Sparpreisen die Kunden zu ködern.

Da bin ich wieder bei dir. Billigbahnen haben sich in Deutschland nun noch nicht durchgesetzt, wohl auch weil die DB selbst alle Nutzersegmente in sich zu vereinen versucht.

Der Erfolg der bisherigen privaten Fernzuganbieter ist ja auch überwältigend. ;-) Die DB hat ja schon dafür gesorgt, daß das meiste verwertbare Material vor einer Fremdnutzung verschont bleibt, was die Sache gleich deutlich schwieriger macht.

In Deutschland sitzen die Niedrigstpreiszahler neben Flexpreiszahlern in beiden Klassen in allen Zuggattungen. In Frankreich fängt man nun an, langsam die "unterste Schicht", die ganz Preissensiblen an die Bahn, aber an ein minderwertiges Produkt zu binden. Ein Vorgang der für das System Bahn so gut ist, wie er schlecht ist, für die nachhaltige Kundenbindung sein kann, wenn er richtig ausgeführt wird.

Womit wir wieder bei dem von GUM öfter gepredigten Cpmz-Wagen wären...

Eine dritte Klasse, auch wenn sie nicht so bezeichnet werden müsste (es fällt uns sicher auch ein netterer deutscher Begriff dafür ein ;-) ) ist keine schlechte Idee. Die Linken würden zwar den Herzkasper ihres Lebens kriegen, aber für das System Bahn könnte eine Klasse zwischen der aktuell ersten und aktuell zweiten Klasse eine gute Hilfe sein. Die Frage ist aber: wie gestaltet man dann das Komfortkonzept?

Sozusagen eine "Premium Economy" um den Sprachgebrauch des Luftverkehrs für ein vergleichbares Konzept (neue Klasse zwischen der bisher günstigsten und der nächstbesseren) zu übernehmen.

Bereits jetzt sind die Klassen 1 und 2 in vielen Bereichen nur noch marginal verschieden: im Regionalverkehr sieht man das ganz besonders, aber auch im Fernverkehr wird das immer deutlicher.

Zumindest im ICE(1) ist es doch noch ein recht deutlicher Unterschied, nur drei Sitze pro Reihe (betrifft en gesamten FV), mehr Reihenabstand, Hotspot inklusive (betrifft alle ICE), Reservierung inklusive (betrifft den ganzen FV), Service am Platz, ...
Zugegeben, im Regionalverkehr ist es oftmals ein (schlechter) Witz, da ist der einzige Vorteil nur, daß man (wenn sich alle brav an die Klassenaufteilung halten) noch Platz bekommt, wenn der Zug sonst voller wäre.

Wenn ich vergleiche, wie die Fahrt in der 1. Klasse im Thalys, im Frecciargento oder im ICE war, muss ich sagen, dass es mir das nicht zwingend wert ist, in Deutschland das 1,5-fache des Preises zu zahlen, nur um unter Umständen mehr Platz für meine Beine zu haben.

Das ist eine Frage der Größe. Ich persönlich weiß den Mehrplatz (und das Sitzen auf den Sitzen, die zugleich Fenster- und Gangplatz sind, wenn ich alleine reise) sehr zu schätzen.

Fertiggemosert habende Grüße,
der Colaholiker

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Andere Reisemuster in den Ferien

Sören Heise, Region Hannover, Mittwoch, 18.05.2016, 09:34 (vor 3662 Tagen) @ Colaholiker

Moin.

Die Bahn muß, wenn sie langfristig Fahrgäste gewinnen will, überzeugen, nicht locken.

Das ist es.

.

Gerade in den Ferien verreisen doch die Leute...? Wieso sollte gerade dann weniger los sein? Zumal immer mehr Leute immer weniger Geld im Beutel haben und viele vormals sehr preiswerte Urlaubsdestinationen aus politischen Gründen wegfallen. Dann geht es eben dafür in den Schwarzwald, an die Ostsee, ...


Ja, wie verreisen sie denn? Sie fahren langgeplant mit der Familie Sonnabend hin und zwei Wochen später wieder zurück, vielleicht zum günstigsten Sparpreis. Und vielleicht mit der im Preis inbegriffenen Gästekarte ein paar Mal per Nahverkehr in der Region.

Dafür fallen die kurzfristigen Geschäftsreisen weg. Ich hörte mal jemanden im ICE 6:41 aus Hannover gen Frankfurt sich über die geringe Auslastung in der 1. Klasse wundern - das war ein Wochentag in den hessischen Schulferien. Sonst ist der wohl rappelvoll. Oder 6:31 aus Hannover nach Berlin, der ist in den Ferien auch bedeutend leerer. Nicht repräsentativ, da wird es quer durch Deutschland aber ähnlich zugehen.

Viele Grüße
Sören

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Andere Reisemuster in den Ferien

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Mittwoch, 18.05.2016, 10:00 (vor 3662 Tagen) @ Sören Heise

Ja, wie verreisen sie denn? Sie fahren langgeplant mit der Familie Sonnabend hin und zwei Wochen später wieder zurück, vielleicht zum günstigsten Sparpreis. Und vielleicht mit der im Preis inbegriffenen Gästekarte ein paar Mal per Nahverkehr in der Region.

Ich weiß nicht, in welcher optimierten Welt Du lebst (auch wenn ich weiß, in welcher Region Deutschlands Du zu Hause bist ;-) ), aber bei mir geht ein Urlaub nicht zwangsweise von Samstag (unserem regionalen Äquivalent zu Eurem Sonnabend ;-) ) bis Samsabend. Das ist sogar eher die Ausnahme. Im Juni fahre ich beispielsweise donnerstags weg und komme sonntags wieder, im Juli beginnt die Hinreise am Dienstagabend (zumindest ein -abend ;-) ) und Endet am Sonntag (zumindest ein Sonn- ;-) )

Dafür fallen die kurzfristigen Geschäftsreisen weg. Ich hörte mal jemanden im ICE 6:41 aus Hannover gen Frankfurt sich über die geringe Auslastung in der 1. Klasse wundern - das war ein Wochentag in den hessischen Schulferien. Sonst ist der wohl rappelvoll. Oder 6:31 aus Hannover nach Berlin, der ist in den Ferien auch bedeutend leerer. Nicht repräsentativ, da wird es quer durch Deutschland aber ähnlich zugehen.

Erstaunlich, Ich hätte gerade bei der Klientel, die die kurzfristigen Geschäftsreisen ausführt, einen hohen Prozentsatz vermutet, der nicht auf die Schulferienzeit angewiesen ist, und daher lieber "off-season" Urlaub macht. Habe ich ja, bevor die Umstände es erforderlich machten, auch bevorzugt. (Und alle, die jetzt kreidebleich werden: Nein, es gibt keine kleinen Colaholiker. Und das ist auch gut so. Meine Freundin arbeitet in einem so kleinen Unternehmen, daß sie nur Urlaub bekommt, wenn ihre Chefin Urlaub macht. Und die Chefin hat schulpflichtige Kinder. Daher sind wir mit doppelter Indirektion an Schulferien gebunden. ;-) )

Erstaunte Grüße,
der Colaholiker

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Andere Reisemuster in den Ferien

Sören Heise, Region Hannover, Mittwoch, 18.05.2016, 10:16 (vor 3662 Tagen) @ Colaholiker

Ich weiß nicht, in welcher optimierten Welt Du lebst (auch wenn ich weiß, in welcher Region Deutschlands Du zu Hause bist ;-) ), aber bei mir geht ein Urlaub nicht zwangsweise von Samstag (unserem regionalen Äquivalent zu Eurem Sonnabend ;-) ) bis Samsabend.

Also mit Samstag oder Sonnabend kannst Du mich nicht schockieren, ich nutze das synonym. ;-)
Ich habe mal besagten sechsten (oder siebten?) Wochentag genommen, um weg vom Werktag mit entsprechenden Verkehren zu kommen. Und gerade in traditionellen Urlaubsgebieten halte ich einen verstärkten Bettenwechsel mit entsprechend höherer Belastung der Bahnen für möglich. Da das aber nicht gesetzlich vorgeschrieben ist, gibt es natürlich auch Reisen, die an anderen Tagen beginnen und enden. Ist ja auch nicht verkehrt.

Erstaunlich, Ich hätte gerade bei der Klientel, die die kurzfristigen Geschäftsreisen ausführt, einen hohen Prozentsatz vermutet, der nicht auf die Schulferienzeit angewiesen ist, und daher lieber "off-season" Urlaub macht.

Na ja, es gibt wohl auch in solchen Berufskreisen Leute, die Rücksicht auf die Schulferien nehmen müssen. Und gerade in Berlin gibt es auch eine Institution jenseits der freien Wirtschaft, die auch einiges an Verkehr generiert und gemeinschaftlich Ferien macht, mehr oder minder.

Viele Grüße
Sören

Andere Reisemuster in den Ferien

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Mittwoch, 18.05.2016, 10:34 (vor 3662 Tagen) @ Sören Heise

Also mit Samstag oder Sonnabend kannst Du mich nicht schockieren, ich nutze das synonym. ;-)

Ich weiß, und als Hesse mit niedersächsischen Wurzeln, der zudem auch noch seit geraumer Zeit wieder im südlichen Niedersachsen seine zweite Heimat hat, kenne ich beide Begriffe, auch wenn ich aktiv durch meine Rhein-Main-Sozialisierung den "Samstag" (oder "Samsdaach") benutze. Interessant ist übrigens zu beobachten, daß trotz gleichem Ort des Aufwachsens meine Freundin den Samstag aktiv verwendet, ihr Vater aber den Sonnabend. ;-) Aber, wie hier ja schon mal festgestellt wurde, ist der Sonnabend bei manchen Leuten nicht mal im passiven Wortschatz enthalten.

Ich habe mal besagten sechsten (oder siebten?) Wochentag genommen, um weg vom Werktag mit entsprechenden Verkehren zu kommen. Und gerade in traditionellen Urlaubsgebieten halte ich einen verstärkten Bettenwechsel mit entsprechend höherer Belastung der Bahnen für möglich. Da das aber nicht gesetzlich vorgeschrieben ist, gibt es natürlich auch Reisen, die an anderen Tagen beginnen und enden. Ist ja auch nicht verkehrt.

Deine Intention ist schon verständlich. Ich weiß halt nicht (mangels häufigerem Aufenthalt in den "typischen Feriengebieten", ob der Bettenwelchsel an diesem zweinamigen Wochentag dort genau so ein "Gesetz" ist, wie der Artikel 1 des deutschen Ausschankgesetzes "Auf der Terrasse gibt's nur Kännchen".

Na ja, es gibt wohl auch in solchen Berufskreisen Leute, die Rücksicht auf die Schulferien nehmen müssen. Und gerade in Berlin gibt es auch eine Institution jenseits der freien Wirtschaft, die auch einiges an Verkehr generiert und gemeinschaftlich Ferien macht, mehr oder minder.

Falls Du die Institution meinst, an die ich gerade denke, haben die jemals etwas anderes als gemeinschaftliche Ferien? ;-)

Leider meistens zur Hauptreisezeit unterwegs seiende Grüße,
der Colaholiker

--
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Andere Reisemuster in den Ferien

18 607, am schönsten Bahnhof Deutschlands ;-), Mittwoch, 18.05.2016, 23:17 (vor 3661 Tagen) @ Colaholiker

Moin ihr beiden Nordlichter ;-)

Als in einem herrlichen Feriengebiet wohnhafter, lange im entsprechenden Gewerbe tätig gewesener Bahnfreund muss ich, IMHO leider, bestätigen, dass der Samstag/Sonnabend nach wie vor der Haupttag für An- und Abreise der Terroristen, äääääh Touristen ist.

Im Sommer ist es in den letzten Jahren etwas weniger geworden. Im Winter aber fast Grundvoraussetzung für Skiurlaub.

--
Grüßle

Hans-Jörg

Soo schön ist's hier

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(Und es wird noch schöner werden...)

Andere Reisemuster in den Ferien

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Donnerstag, 19.05.2016, 08:34 (vor 3661 Tagen) @ 18 607

Moin ihr beiden Nordlichter ;-)

Moooomendema! Ich bin und bleibe gebrtiger Frankfurter. Das südliche Niedersachsen ist nur meine zweite Heimat. ;-)

Als in einem herrlichen Feriengebiet wohnhafter, lange im entsprechenden Gewerbe tätig gewesener Bahnfreund muss ich, IMHO leider, bestätigen, dass der Samstag/Sonnabend nach wie vor der Haupttag für An- und Abreise der Terroristen, äääääh Touristen ist.

Okay... Hätte ich nicht gedacht. Für mich, bei dem ein Urlaub nicht zwangsweise ein Vielfaches von 7 Tagen lang ist (Vielfaches.. haha, maximal das Doppelte, mehr gibt's nicht am Stück), ist das eben ungewohnt.

Im Sommer ist es in den letzten Jahren etwas weniger geworden. Im Winter aber fast Grundvoraussetzung für Skiurlaub.

Okay... da ich micht Ski fahre, und dementsprechend nicht in den Skiurlaub, ist mir das nicht so geläufig. Mehr Gebirge als den Taunus vor der Haustür brauche ich nicht... ;-)

Mehr zum Meer tendierende Grüße,
der Colaholiker

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Andere Reisemuster in den Ferien

18 607, am schönsten Bahnhof Deutschlands ;-), Donnerstag, 19.05.2016, 10:45 (vor 3661 Tagen) @ Colaholiker

Moin ihr beiden Nordlichter ;-)


Moooomendema! Ich bin und bleibe gebrtiger Frankfurter. Das südliche Niedersachsen ist nur meine zweite Heimat. ;-)

Alles nördlich der Donau ist Kreiswehrersatzamt Oslo ;-)

Mehr zum Meer tendierende Grüße,
der Colaholiker

Mit vielen Grüßen vom Schwäbischen Meer mit Blick auf herrliche Berge (muss man ja nicht raufsteigen)

--
Grüßle

Hans-Jörg

Soo schön ist's hier

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(Und es wird noch schöner werden...)

Vorsichtiger Widerspruch

Destear, Berlin, Mittwoch, 18.05.2016, 10:11 (vor 3662 Tagen) @ Colaholiker

Ja und nein. Als die Fernbusse begannen, den Markt mit Kampfpreisen umzukrempeln war man sich einig, da das nicht lange gut geht und mittelfristig dazu führt, daß aus dem Verdrängungswettbewerb nur wenige Überlebende hervorgehen. Und so geschah es. Nennenswerte Marktanteile haben doch heute nur noch der Postbus und Mein verflixter Fernbus, oder wie die sich, je nach Beschriftungsvariante ihres Busses gerade mal nennen. Was da sonst noch ambitioniert gestartet ist, ist genauso ambitioniert wieder in der Versenkung verschwunden.

Berlinlinienbus nicht zu vergessen, der wird im entsprechenden Lagebericht des Verkehrsministeriums meiner Erinnerung nach zumindest noch als größerer Mitbewerber genannt.

ABER: Wer heute mit der Bahn fährt, weils so schön billig ist, fährt morgen vielleicht mit dem Fernbus, weils so schön billig ist und übermorgen, weil nichts billiges zu finden ist, sitzt er auf der Rückbank eines verrosteten abgeranzten Corolla mit Goodwill-Tüvplakette in den Haschischrauchwolken des Fahrers und genießt seine billige Mitfahrt bei schlechter "Musik"...

Die Bahn muß, wenn sie langfristig Fahrgäste gewinnen will, überzeugen, nicht locken.

Da magst du recht haben, aber Teil des Problems ist auch, dass für den allgemeinen Reiseverbraucher durch neue Informationstechnologien (lies: Google) die Preistransparenz ziemlich stark gestiegen ist: Mensch kann sich heute mit wenigen Klicks den günstigen Preis oder abstrakt dass ihm am meisten entsprechende Angebot aussuchen. Für die preissensible Kundschaft (deren Anteil sehr groß sein dürfte) ist das natürlich eine wunderbare Situation. Aus diesen zwei Gründen wäre es für DB wohl zu einseitig, ausschließlich auf Stammkundenbindung zu setzen. Das funktioniert bei manchen Kundengruppen noch, bei anderen, die früher dafür in Frage kämen, aber nicht mehr.

Ehrlich gesagt finde ich das auch in Ordnung so. Es gibt jetzt mehr Auswahlmöglichkeiten und die Abwägung zwischen Preis und Komfort sollte man jedem selbst überlassen. Reagiert DB mit seinen Preisen darauf, ist das erstmal keine grundsätzlich schlechte Entwicklung.

Was ich aber nun auch oft genug zum Besten gegeben habe: die Sparpreise dürfen nicht Tarifgrundlage werden. Es herrscht eine massive Lücke zwischen den (für meinen Geschmack) zu hohen Normalpreisen/Flexpreisen und den übermäßig niedrigen Sparpreisen.


Richtig.

Da stimme ich auch zu.

Was mir einfach gepflegt gegen den Strich geht, sind zwei Dinge. Erstens sollte ein Mobilitätsdienstleister sich nicht in Sportwetten beteiligen. Das ist etwas für die zwielichtigen "Wettcafes", die an jeder Straßenecke aufmachen, meist umlagert von seltsamen Gestalten. Das ist in meinen Augen einfach unseriöses Gezocke. Außerdem kann ich es schon wieder nicht mehr sehen - jedes Produkt muß momentan mit farbigen Streifen und schwarz/weiß gefleckten Lederkugeln dekoriert sein. Ich will das nicht! Momentan versuche ich, beim Einkaufen derartig gekennzeichnete Produkte zu vermeiden. Auch wenn es keinen Unterschied macht, und mein Geld auch beim Kauf der gleichen Produkte in undekorierter Verpackung für diese modernen Gladiatorenkämpfe rausgeschmissen wird, ich kann's einfach nicht mehr sehen. Da spende ich lieber 50€ an den örtlichen Sportverein als an Millionäre, die einer Kugel hinterher rennen.

Das ist - wie unser "Wertepapst" Gum wohl sagen würde - eine Frage der sg. "Programmierung". Der Ruf der Sportwette ist nicht nur für dich fragwürdig, aber es ist fraglich, wie viele Leute diese Aktion mit dem düsteren Wett- und Spielautomatengewerbe in Verbindung bringen. DB hat sein diesbezügliches Marketing ja nun sehr hell, freundlich und positiv gestaltet. Wäre interessant zu erfahren, ob der Großteil der potenziellen Bahnkunden das so wie du sieht - ich glaube es fast nicht.

Dann lieber Aktionen, die ohne Gezocke funktionieren, verwiesen sei auf die im vergangenen Jahr angebotene "Probe-Bahncard Samstag +1". Man weiß genau, was man bekommt, es hngt nicht von irgendwelchen nicht von einem selbst zu beeinflussenden Parametern ab. Und man kann wunderbar den sonst im Fernverkehr eher schwachen Samstag noch beleben. Gleichzeitig bietet sich die Chance, daß eventuell ein Stammkunde an einem Samstag einen Ausflug mit einer weiteren Person, die man sonst vielleicht mit dem Auto gemacht hätte (weil die zweite Person nicht bahnaffin ist), dann eben mit der Bahn macht - und die zweite Person plötzlich merkt, wie angenehm das Reisen in der 1. Klasse im ICE doch ist.

Sehe ich ähnlich.


Fertiggemosert habende Grüße,
der Colaholiker

Fertigkritisiert habende Grüße,
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Noch ein vorsichtiger Widerspruch

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Mittwoch, 18.05.2016, 10:45 (vor 3662 Tagen) @ Destear

Berlinlinienbus nicht zu vergessen, der wird im entsprechenden Lagebericht des Verkehrsministeriums meiner Erinnerung nach zumindest noch als größerer Mitbewerber genannt.

Ja-ein. Als weiterer Teilnehmer im Markt gibt es sie in der Tat, allerdings hatten sie einen "Startvorteil", da es sie schon vorher gab und Konzessionen auf Strecken existierten, wo sie der Bahn keine Konkurrenz waren. Außerdem ist meines Wissens da auch die DB irgendwie beteiligt?

Da magst du recht haben, aber Teil des Problems ist auch, dass für den allgemeinen Reiseverbraucher durch neue Informationstechnologien (lies: Google) die Preistransparenz ziemlich stark gestiegen ist: Mensch kann sich heute mit wenigen Klicks den günstigen Preis oder abstrakt dass ihm am meisten entsprechende Angebot aussuchen.

Sage ich ja, ein günstiges Angebot lockt die Kunden heute schnell an, da es sich (auch dank der "sozialen" Medien im Nullkommanix rumspricht) schnell in den entsprechenden Kreisen verbreitet.

Für die preissensible Kundschaft (deren Anteil sehr groß sein dürfte) ist das natürlich eine wunderbare Situation. Aus diesen zwei Gründen wäre es für DB wohl zu einseitig, ausschließlich auf Stammkundenbindung zu setzen. Das funktioniert bei manchen Kundengruppen noch, bei anderen, die früher dafür in Frage kämen, aber nicht mehr.

Ich denke, hier liegt ein Mißverständnis vor - es geht mir nicht darum, die Sparbrötchenfraktion als Fahrgäste der DB auszuschließen. Es geht darum, diesen Personenkreis eben auch langfristig an das System Bahn zu binden, indem es seine Vorteile klar ausspielt. (Nur ein ganz einfaches Vorteilsbeispiel - auch wenn das Ein- und Ausfädeln im Centralbahnhof zu Frankfurt am Main mit der Bahn Zeit kostet, das ist nichts dagegen, wenn ein Bus sich im besten Berufsverkehr von irgendeiner Autobahnabfahrt durch die Stadt zum Busbahnhof am Hauptbahnhof quälen muß, und von dort aus wieder sich durch den Stau zur nächsten Autobahn... ;-) )

Ehrlich gesagt finde ich das auch in Ordnung so. Es gibt jetzt mehr Auswahlmöglichkeiten und die Abwägung zwischen Preis und Komfort sollte man jedem selbst überlassen. Reagiert DB mit seinen Preisen darauf, ist das erstmal keine grundsätzlich schlechte Entwicklung.

Die Proportion von Preis und Komfort ist aber nicht mehr gegeben, wie sie sein sollte. Wie kann es angehen, daß ich für 19€ exakt die gleiche Leistung bekommen kann, wie für über 100?

Das ist - wie unser "Wertepapst" Gum wohl sagen würde - eine Frage der sg. "Programmierung". Der Ruf der Sportwette ist nicht nur für dich fragwürdig, aber es ist fraglich, wie viele Leute diese Aktion mit dem düsteren Wett- und Spielautomatengewerbe in Verbindung bringen. DB hat sein diesbezügliches Marketing ja nun sehr hell, freundlich und positiv gestaltet. Wäre interessant zu erfahren, ob der Großteil der potenziellen Bahnkunden das so wie du sieht - ich glaube es fast nicht.

Nein, zumal bei vielen, sobald irgendeine Welt- ode rEuropameisterschaft im Rasengladiatorsport ansteht, das Gehirn temporär durch eine Lederkugel ersetzt wird. :( Daß die Aufmachung hell, positiv und freundlich ist, bestreite ich nicht - gefallen tut es mir deshalb noch lange nicht.

Fertigkritisiert habende Grüße,
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Dir deinen Benutzernamen "Destear" soufflierende Grüße,
der Colaholiker

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(OT) Meine Gedanken zu einer Auslastungssteuerung

ALR997, Mittwoch, 18.05.2016, 22:37 (vor 3661 Tagen) @ Colaholiker

N'abend,

ohne jetzt auf deine sehr umfangreiche Antwort einzugehen - wohl habe ich sie mit Interesse gelesen - nur kurz meine private Idee zu einer (hoffentlich funktionsfähigen) Auslastungssteuerungsmöglichkeit:

Erstmal ist die Grundlage ein Normalpreissystem. Ob das nun relations- oder entfernungsbasiert ist (ich würde Entfernungen als Grundlage nehmen, aber ich verstehe jeden, der es nicht tut) ist zunächst unwichtig.

Dann gibt es Frühbucherangebote - interessant sind dabei Relationen für Städtereisen, Urlaubsverkehre oder Großveranstaltungen. Hauptaugenmerk wird hier auf Zugbindung, aber auch auf Umbuchungsmöglichkeiten, also relativ flexibel, zu einem moderaten Sparpreis (das können dann zum Beispiel 30 oder 40 Euro sein, je nach Entfernung, auf kurzen Strecken auch mal 20, auf besonders langen strecken 50 Euro). Das Ganze wird kontingentiert.
-> Diese Kunden hätten in meinem Modell einen relativ hohen Stellenwert, weil sie sich möglichst früh an eine spezielle Fahrt, an eine spezielle Relation binden.

Sparangebote, hier vor allem in nachfrageschwachen Zeitlagen oder auf Verstärkerzügen, um Regelzüge nicht zu überlasten.
-> Die Kunden sollten ganz unten in der Rangordnung stehen, sie bezahlen womöglich 20 oder 30 Euro, haben weniger Rechte (zumindest in Umbuchung oder Erstattung), aber sie haben bezahlt und werden dementsprechend an ihr Ziel gebracht.

Wenn nun jemand sein Ticket umtauscht - was ich persönlich wichtig finde, weil wenn die Möglichkeit nicht besteht, wird das Ticket verfallen gelassen und kann nicht für andere Kunden zur Verfügung stehen, sollte es Werkzeuge geben, die die Sparpreiskunden etwas nachstellt (Umtausch 1:1 nur gegen Gutscheine, Bargeld gibts nur bei einer Gebühr von n Euro), und den Frühbuchern die Möglichkeit gibt noch umzubuchen, oder zu besseren Konditionen die Fahrt zu ändern.

Wenn nun ein zuggebundenes Ticket zurückgegeben wird, sollte man es einem Last-Minute-Pool zuführen, so dass Kurzentschlossene (auf die Gefahr hin, Normalpreis zahlen zu müssen) unter Umständen für ihre Verbindung noch einen guten Preis machen können.

Der ganze Spaß sollte so weit in Maßen bleiben, dass es keine Überhand nimmt. Angenommen 6 Plätze pro Wagen sind in irgendeiner Art und Weise zu günstigeren Konditionen zu haben, dann würde ich das spontan als angemessen ansehen.

Es gibt vermutlich stellenweise Nachholbedarf bei einem solchen Konzept und in unserer unperfekten Welt kann man das kaum umsetzen, aber vielleicht geht der Gedankengang nicht in eine komplett falsche Richtung :-)

Valide Sorge eines Bahnkunden/Bahnfans

nscharrn, IC 2152, Dienstag, 17.05.2016, 21:42 (vor 3662 Tagen) @ GUM

Mein Meinung zu der Sieger BC ist wenn einer den Europameister richtig getippt hat wir derjenige ein, zwei mal umsonst fahren und nicht mehr

Danke für die Einschätzung!

GUM, Mittwoch, 18.05.2016, 10:13 (vor 3662 Tagen) @ nscharrn

- kein Text -

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Sicherheitshinweis: Lassen Sie Ihre Politiker nicht unbeaufsichtigt!
Security advice: Don't leave your politicians unattended!

(OT) Fahrpreise

nscharrn, IC 2152, Dienstag, 17.05.2016, 21:39 (vor 3662 Tagen) @ heineken

ich fahre immer mit Sparpreis + BC25 und komme im Schnitt auf eine Erparniss von ca. 50 bis 65 Prozent gegenüber dem Flexpreis

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