BC-Teilabschied (Teil 3.1, zusammen 50 Bilder) (Reiseberichte)

Sören Heise, Region Hannover, Donnerstag, 05.05.2016, 10:38 (vor 3636 Tagen)

Moin,

hier und jetzt der dritte Teil meiner Reise über den seit Dezember 2015 reiserverkehrsfreien Abschnitt der BC-Linie, der Bahnstrecke zwischen Borsdorf und Coswig. Der Tag sollte eine unangenehme Überraschung bringen. Das wußte ich aber noch nicht, als ich in Gleisberg-Marbach ausstieg. Zuvor aber sei noch der zweite Teil verlinkt.


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81 Dort lassen wir 642 042 weiterfahren.


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82 Eine Bushaltestelle. Der Trend zur gläsernen Wartehalle scheint noch nicht angekommen - ich hätte jedenfalls Angst, daß der Bus vorbeifährt.


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83 Alt (links) und noch älter (rechts).


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84 Straßenkreuzung. Die Station liegt zwischen Gleisberg (1 km) und Marbach (2 km).[/size]
[size=10px]Doppelt gesetzte Rahmen hatte ich auch noch nicht, pardon.[/size][size=15px]


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85 Zum Bahnhof.


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86 Bahnhofstür.


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87 Der Weg zum Zug.


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88 Die Reichsbahn lebt, wenn auch nur als Mülltonne.


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89 Nehmen wir mal ohne wirklichen Mehrwert eine Spiegelei mit hinein.


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90 Bahnsteigbild.


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91 Am Bahnsteigende ist der Bahnsteig noch nicht zu Ende. Blick Richtung Roßwein.


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92 Noch ein Bahnsteigbild.


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93 Bahnhof und Bahnwärterhaus.


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94 Moderne Eisenbahn...


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95 ...auch auf der Schiene. 642 047 kommt aus Meißen und bringt uns nach Roßwein. Die Freifläche hinter Uhr ist der Zugang zum einstigen Bahnsteigtunnel.


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Roßwein. Der Name sagt nichts über die Kunst der sächsischen Weinbauern aus, er ist vielmehr slavischen Ursprungs. Somit wissen wir, daß dort mal ein Sorbe mit rötlich-blondem Haar gelebt hat. Auch der Ort ist sorbischen Ursprungs, am Anfang war ein Fischerdorf. Das entwickelte sich im Rahmen der Ostsiedlung zu einer Stadt, die zur Markgrafschaft Meißen gehörte. 1220 wurde der Ort erstmals erwähnt, 1286 war die Rede von einer Stadt. Sieben Jahre später kam diese zum Kloster Altzella, nach seiner Säkularisierung zum sächsischen Amt Nossen. Danach wuchs die Stadt noch ein wenig, mit ihren Stadttteilen hat sie etwa siebentausendfünfhundertfünfundziebzig Einwohner. Bei der letzten Kommunalwahl war die BWG N-R (Bürgerwählergemeinschaft Niederstriegis-Roßwein) der klare Sieger, sie konnte um 17 Prozent zulegen. Die Bürger der Stadt haben dank diverser Kreisreformen die Auswahl zwischen sieben unterschiedlichen Autokennzeichen. Laut Wikipedia hat Roßwein keine berühmten Töchter hervorgebracht, von den aufgeführten berühmten Söhnen ist mir keiner ein Begriff.

In Roßwein zweigte von der BC-Linie die Bahnstrecke Roßwein - Niederwiesa (RW-Linie) ab. Sie wurde in zwei Teilen gebaut: Seit dem 1. März 1869 fuhren Züge zwischen Niederwiesa (zwischen Chemnitz und Flöha) und Hainichen. Am 15. August 1874 folgte der Abschnitt Hainichen - Roßwein, Bauherr war die Hainichen-Rossweiner Eisenbahn-Gesellschaft. Die Gesellschaft ging schon am 10. August 1876 in der Staatsbahn auf, die schon immer den Betrieb geführt hatte. Dieser nördliche Abschnitt ist mittlerweile Geschichte: Am 23. Mai 1998 fuhr der letzte Reisezug, Ende 1999 endete der Güterverkehr. Wenig später erfolgte die Stillegung. Der südliche Streckenabschnitt wird seit Dezember 2004 von der Citybahn Chemnitz betrieben, die Strecke ist Teil des Chemnitzer Modells. Einige Aufnahmen aus dem März 1991 hier, dort dann auch Aufnahmen aus Roßwein.


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Schnapp.


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