Alkoholverbot....... (Allgemeines Forum)

dennis k., Dienstag, 20.10.2009, 00:09 (vor 6109 Tagen)

Hi!


Der Metronom verbietet ja ab November den Genuss vom Alkohol im Zug.
Soweit ich mitbekommen habe berät man sich nun auch bei der DB um ein Alkohol Verbot in Nahverkehrszügen.
Was haltet ihr davon???

Ich persönlich denke das dass größte problem ist das die Fahrgäste zwar dann nicht mehr im Zug trinken sondern einfach "Rappelvoll" in den Zug einsteigen, und dann genau der selbe efekt entsteht der zuzeit das Problem ist.


Lg dennis

Alkoholverbot.......

cyberle, Düsseldorf, Dienstag, 20.10.2009, 03:22 (vor 6109 Tagen) @ dennis k.

Hi!


Der Metronom verbietet ja ab November den Genuss vom Alkohol im Zug.
Soweit ich mitbekommen habe berät man sich nun auch bei der DB um ein Alkohol Verbot in Nahverkehrszügen.
Was haltet ihr davon???

Ich persönlich denke das dass größte problem ist das die Fahrgäste zwar dann nicht mehr im Zug trinken sondern einfach "Rappelvoll" in den Zug einsteigen, und dann genau der selbe efekt entsteht der zuzeit das Problem ist.


Lg dennis


Nicht nur in Nahverkehrszügen denkt man darüber nach. Es wird soweit darüber nachgedacht selbst den Verkauf in Zügen (durch private Imbissdienste) oder im Boardrestaurant des FV sowie den Gesamten Verkauf von alkoholischen Getränken in Bahnhöfen einzustellen

Alkoholverbot.......

ICE 79, Dienstag, 20.10.2009, 09:19 (vor 6109 Tagen) @ cyberle

komisch... Die DB ist selbst "Dealer" und möchte nun die Seite wechseln. Ich bin gespannt :D

Alkoholverbot. im Fernverkehr?

Weiler, Dienstag, 20.10.2009, 12:38 (vor 6108 Tagen) @ cyberle

Das mit dem Verbot im Fernverkehr bei der DB halte ich für ein völlig haltloses Gerücht.
Quelle???

Frage hierzu: Was sollen die Kioskbesitzer dann verkaufen ?

GUM, Donnerstag, 22.10.2009, 21:56 (vor 6106 Tagen) @ cyberle

Nicht nur in Nahverkehrszügen denkt man darüber nach. Es wird soweit darüber nachgedacht selbst den Verkauf in Zügen (durch private Imbissdienste) oder im Boardrestaurant des FV sowie den Gesamten Verkauf von alkoholischen Getränken in Bahnhöfen einzustellen

Dann frage ich mich nur, wie man das mit den Mietverträgen für die Läden / Kioske machen will ? Die zahlen sicherlich keine günstige Gewerbemiete und jetzt soll Ihnen durch "Erlass" des Vermieters der Verkauf ganzer Produktgruppen verboten werden.

Das schreit danach, dass sich da der Bundestag mal darum kümmert. Immerhin ist die DB AG ein Privatunternehmen, welches im Nahverkehr im öffentlichen Auftrag "rumfährt".

Fragen über Fragen....:
+ Sollte da nicht der Auftraggeber einen klaren Auftrag erteilen inkl. Kompensation oder Sonderkündigungsrecht für alle Mietverträge , bei denen bisher diese Artikel verkauft wurden?
+ Was macht der Restaurant/Bistro-Mann nach der Abendessenszeit ? Schon bald werden dann die Bordrestaurants vielleicht nur bis ... Uhr geöffnet sein ?
+ Was macht der Zub, wenn jemand den ersten Schluck Alkohol trinkt und noch nicht besoffen ist ? Aus dem Zug werfen ? Polizei holen ? Beförderungsvertrag beenden ?
+ Was ist mit Sparpreisen ? Darf der "Herausgeworfene" mit dem nächsten Zug weiterfahren oder erst nach XX Stunden ? Bekommt er eine Quittung über den Rauswurf ?
und letztlich: Verlagert man dieses Problem nciht an andere Stellen ?

Frage hierzu: Was sollen die Kioskbesitzer dann verkaufen ?

cyberle, Düsseldorf, Freitag, 23.10.2009, 01:53 (vor 6106 Tagen) @ GUM


Das schreit danach, dass sich da der Bundestag mal darum kümmert. Immerhin ist die DB AG ein Privatunternehmen, welches im Nahverkehr im öffentlichen Auftrag "rumfährt".

Öhm der Nahverkehr hat nix mit dem Bundestag zu tun. Dieser jene wird vom Land bzw dem Verkehrsverbund bestellt. Krass gesagt fährt eine Sbahn nicht für den Kunden der hinten sitzt sondern für den Verbund.

Alkoholverbot.......

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Dienstag, 20.10.2009, 09:45 (vor 6109 Tagen) @ dennis k.

Hallo Dennis,

Soweit ich mitbekommen habe berät man sich nun auch bei der DB um ein Alkohol Verbot in Nahverkehrszügen.
Was haltet ihr davon???

Etwa genauso viel wie das NL-Kneipenrauchverbot: es wurde erprobt, aber zum Teil wieder rückgängig gemacht.

1. Alkohol und Drogen sind an sich das Problem nicht. Das Problem ist, dass viele Leute nicht mit Überkonsum von Alkohol + Drogen umgehen können. Mit einem Verbot verdrängt DB Regio auch die Kundschaft, die nur 1-2 Pilschen konsumiert hat (und diese Kundschaft ist um einiges größer als die Dauerbetrunkener).
2. Wenn Otto Glasfesthälter im Zug nicht mehr trinken darf, macht er das (wie Du sagst) anderswo, z.B. vorher am Bahnsteig, auf der Straße oder zu Hause.
3. Viele Leute fahren gerade Bahn, damit sie abends in der Kneipe etwas trinken können; man wird nachher ja bequem nach Hause chauffiert. Wenn Otto Glasfesthälter den Zutritt zur Bahn verweigert wird, schließt er sich bestenfalls eine Autofahrgemeinschaft an.


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

Die Kneipenheimfahrt geht doch wie bisher

Rustin Parr, Dienstag, 20.10.2009, 21:04 (vor 6108 Tagen) @ Oscar (NL)

2. Wenn Otto Glasfesthälter im Zug nicht mehr trinken darf, macht er das (wie Du sagst) anderswo, z.B. vorher am Bahnsteig, auf der Straße oder zu Hause.

Dann macht er es anderswo. Soll er doch. Nur warum soll er weiterhin die Leute im Zug daran teilhaben lassen?

Neben den Leute, die das Trinken an einen anderen Ort verlegen, wird es genug geben, die es einfach ganz lassen oder weniger trinken.

3. Viele Leute fahren gerade Bahn, damit sie abends in der Kneipe etwas trinken können; man wird nachher ja bequem nach Hause chauffiert. Wenn Otto Glasfesthälter den Zutritt zur Bahn verweigert wird, schließt er sich bestenfalls eine Autofahrgemeinschaft an.

Die Argumentation, die so oft kommt, dass die Leute dann nach einem Kneipenbesuch oder dem Fußballspiel keinen Zug mehr fahren würden oder könnten, verstehe ich nicht. Es geht doch nicht um die Heimfahrt, wenn man angetrunken ist, sondern um das Trinken im Zug, was unterbunden werden soll.

Alkoholverbot.......

fabs, Braunschweig, Dienstag, 20.10.2009, 10:44 (vor 6109 Tagen) @ dennis k.

Moin!
Im April hieß es noch, daß man ein Alkoholverbot für nicht durchsetzbar halte: >KLICK<

In einem anderen Artikel (den ich leider gerade nicht finde) sagte jemand vom Fernverkehr, daß mit Bier mit der größte Umsatz im Speisewagen gemacht wird und man sich nicht selbst diese Einnahmequelle entziehen wolle.

Naja, mir ist es egal. Ich habe zwar gelegentlich ein Bier im Speisewagen getrunken, aber wenn ich es nicht kann, dann gehe ich halt nichts mehr essen und trinken (und spare damit Geld).

Was mich an dieser Aktion nervt, sind zwei Sachen:
1. Mal wieder die Relementierungswut (Gibt es in diesem Land eingentlich noch irgendwas, was man als freier Bürger selbst entscheiden kann?)
2. Das die - ach so tolle - Metronom mal wieder(!) so großkot*** tun müssten, als ob sie ein Weltunternehmen seien (ich fahre bekanntlich recht ungern mit denen, da ich schon mit überdurchschnittlich vielen aroganten und undfreundlichen Mitarbeitern zu tun hatte*).

Weiterhin würde mich interessieren, wie untersieden wird, zwischen jemanden, der vom Einkaufen nach Hause fährt und eine Kiste Bier dabei hat und jemandem, der "die Kiste während der Fahrt noch leer machen" will.

*) Beispiel gefällig? Neulich musste ich in Hannover Hbf mit ansehen, wie eine Gruppe Eishockey-Fans von einem Metronom Zub zusammengefaltet worden, weil von den ca. 15 Leuten drei eine Flasche Bier in der Hand hatten. O-Ton (schon fast wutschaubend): Demnächt könnt ihr zusehen, wie ihr zu den Spieleb kommt. Ab nächsten Monat kommt ihr mit Bierflasche hier nicht mehr mit!

Viele Grüße
fabs

--
Es gibt Dinge im Leben, die dich schnell aus der Bahn werfen können!
Zugbegleiter zum Beispiel...

Alkoholverbot.......

RhBDirk, Dienstag, 20.10.2009, 10:56 (vor 6109 Tagen) @ fabs
bearbeitet von RhBDirk, Dienstag, 20.10.2009, 10:57

Das Problem ist sicherlich nicht das Bierchen im Speisewagen. Sondern der übermässige Konsum desgleichen von einer leider nur kleinen Bevölkerungsgruppe, als da wären: Sportfans (Fußball/Eishockey), Junggesellenabschiede, Kegelclubs etc.

Da die mittlerweile an Wochenenden überhand nehmen, diese "lieben" Mitmenschen aber nicht viel weiter denken können, bis an die eigene Grundstücksgrenze (bzw Wohnungsgrenze), muss der Staat bzw in dem Fall, müssen die entsprechenden Unternehmen selber handeln.

Ist es denn notwendig, dass man sich die Kante gibt?
Alkohol bis zum Abwinken?
Da sollte jeder selber mal drüber nachdenken.

Alkoholverbot.......

frank_le, Dienstag, 20.10.2009, 12:55 (vor 6108 Tagen) @ RhBDirk

Hoffentlich führt DB Regio bald ein Alkoholverbot ein.

Derzeit ist Zugfahren am Wochenende rund um Leipzig echt eine Zumutung. Irgendein Fußballspiel ist immer und wenn es keine Leipziger Fans sind fahren die Dynamo Dresden Fans mit Regio Zügen über Leipzig und hinterlassen verwüstete Züge (Und der Zugang von den EKZ Promenaden zu den Gleisen wird aus Sicherheitsgründen gesperrt ...).

Ohne Alkohol ist zumindest die Reizschwelle für Gewalt niedriger.

Im Fernverkehr ist Alkohol eher kein Problem.

Alkoholverbot.......

JanKrohn, Vaals (NL), Dienstag, 20.10.2009, 14:14 (vor 6108 Tagen) @ frank_le

Im Fernverkehr ist Alkohol eher kein Problem.

Dann wart mal ab, womit die Fans fahren werden, wenn sie im Nahverkehr nicht mehr saufen dürfen...

--
--
http://www.vic-fontaine.com/
http://www.heidoc.net/

Alkoholverbot.......

Fabian318, Münster i. W., Dienstag, 20.10.2009, 22:40 (vor 6108 Tagen) @ JanKrohn

Im Fernverkehr ist Alkohol eher kein Problem.


Dann wart mal ab, womit die Fans fahren werden, wenn sie im Nahverkehr nicht mehr saufen dürfen...

Als ob sich sog. "Fans" von einem Alkoholverbot abhalten lassen, zu trinken.

Alkoholverbot.......

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Dienstag, 20.10.2009, 13:21 (vor 6108 Tagen) @ fabs
bearbeitet von Oscar (NL), Dienstag, 20.10.2009, 13:22

Hallo fabs,

In einem anderen Artikel (den ich leider gerade nicht finde) sagte jemand vom Fernverkehr, daß mit Bier mit der größte Umsatz im Speisewagen gemacht wird und man sich nicht selbst diese Einnahmequelle entziehen wolle.

Ich dachte eher Kaffee (d.h. Bistroumsatz + Trolleyumsatz zusammen)...
Kann aber anders sein, bin ja kein Biertrinker...:)

1. Mal wieder die Relementierungswut (Gibt es in diesem Land eingentlich noch irgendwas, was man als freier Bürger selbst entscheiden kann?)

Ja: wie schnell man auf der Autobahn fährt (zumindest: großenteils).
In z.B. NL gibt es eine landesweite Tempolimit auf den Autobahnen.

Weiterhin würde mich interessieren, wie untersieden wird, zwischen jemanden, der vom Einkaufen nach Hause fährt und eine Kiste Bier dabei hat und jemandem, der "die Kiste während der Fahrt noch leer machen" will.

Die erste Person nimmt die Kiste nachher mit, die zweite läßt sie im Zug stehen.

Ab nächsten Monat kommt ihr mit Bierflasche hier nicht mehr mit!

Weil die Bierflasche auch ein versteckte Waffe ist.

Hinweis: das Thema "Alkohol im Zug" gibt es auch in der studiVZ Gruppe "Ich mag die deutsche Bahn".


gruß,

Oscar (NL).

--
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Alkoholverbot.......

cyberle, Düsseldorf, Dienstag, 20.10.2009, 14:26 (vor 6108 Tagen) @ fabs


In einem anderen Artikel (den ich leider gerade nicht finde) sagte jemand vom Fernverkehr, daß mit Bier mit der größte Umsatz im Speisewagen gemacht wird und man sich nicht selbst diese Einnahmequelle entziehen wolle.


Das Problem an der ganzen sache ist allerdings, dass der Gastronomieverkauf gerade die Ausgaben dessen deckt es ist also eine nullrunde. Hätte man sonst je drüber nachgedacht das Bistro herauszunehmen wenn es eine Goldgrube wäre :-)

Dann auch keine MP3-Player mehr

Rustin Parr, Dienstag, 20.10.2009, 21:10 (vor 6108 Tagen) @ fabs
bearbeitet von Rustin Parr, Dienstag, 20.10.2009, 21:11

Was mich an dieser Aktion nervt, sind zwei Sachen:
1. Mal wieder die Relementierungswut (Gibt es in diesem Land eingentlich noch irgendwas, was man als freier Bürger selbst entscheiden kann?)

Man kann eine ganz Menge frei entscheiden, wenn man dabei gleichzeitig andere in ihren Freiheitsrechten nicht einschränkt. Soviel also zum Thema, wann Reglementierungen gut sind.

Vielleicht könnte man in Nahverkehrszügen in Zukunft einen Sauf- oder Lärm-Wagen einreihen? Sowas wünschte ich mir schon lange bei den ganzen MP3-Playern, die mich im morgendlichen Pendlerverkehr anplärren.

Weiterhin würde mich interessieren, wie untersieden wird, zwischen jemanden, der vom Einkaufen nach Hause fährt und eine Kiste Bier dabei hat und jemandem, der "die Kiste während der Fahrt noch leer machen" will.

Naja, wenn alle Flaschen zu sind, ist der Fall klar. Wenn der Fahrgast eine Flasche offen hat und trinkt oder was drin ist, ist der Fall auch klar. Ich seh hier kein Problem.

Lärmwagen: gibt es in NL!

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Mittwoch, 21.10.2009, 08:32 (vor 6108 Tagen) @ Rustin Parr

Hallo Rustin Parr,

Vielleicht könnte man in Nahverkehrszügen in Zukunft einen Sauf- oder Lärm-Wagen einreihen? Sowas wünschte ich mir schon lange bei den ganzen MP3-Playern, die mich im morgendlichen Pendlerverkehr anplärren.

1. Der NRW-RE 2 verfügt über ein "Zugcafé"!

2. Die PROTOS-Triebwagen, die zwischen Amersfoort und Ede-Wageningen verkehren, verfügen über den sogenannten "Dance Vallei".
Das ist ein getrenntes Abteil wo die Jugend sich TMF/MTV anschauen kann und in einer Plauderecke die aktuellen Charts und Trendklamotten ausdiskutieren können.

Am anderen Zugende befindet sich ein Ruheabteil. Internet und Getränkeautomaten gibt es auch, und das ganze in lediglich 52 m Zug.

Quelle (NL): 1, 2.


gruß,

Oscar (NL).

--
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Völliger Blödsinn ist das!

Blaschke, Dienstag, 20.10.2009, 14:44 (vor 6108 Tagen) @ dennis k.

Hi!


Der Metronom verbietet ja ab November den Genuss vom Alkohol im Zug.
Soweit ich mitbekommen habe berät man sich nun auch bei der DB um ein Alkohol Verbot in Nahverkehrszügen.
Was haltet ihr davon???

In der Form nix!

Dass es Probleme mit dem Alkoholkonsum und dem Verhalten einiger Fahrgäste gibt, dürfte ziemlich unstreitig sein. Nur löse ich das Problem nicht, in dem ich Gesetze/Verordnungen/Richtlinien/Durchführungsbestimmungen schaffe. Die dann anschließend eh nicht vernünftig kontrolliert werden können!

Den "Hardcore-Säufer" wird's also nicht stören - ganz im Gegenteil, der wird sich einen Sport draus machen, Mitarbeiter des EVU auszutricksen. Und der harmlose Bürger wird bestraft.

Zumal viele Fragen in der praktischen Durchführung offen sind.


Nein, das ist alles völliger Blödsinn, Stuß hoch 10 und dient NUR dazu, das Volk weiter einzuschüchtern. Der Schuß geht aber für die Oberen nach hinten los - weil der Bürger deren Gegängel längst überdrüssig ist und sich dann seine eigenen Wege suchen wird, um trotzdem seine Wünsche auszuleben. Und somit das Katz- und Maus-Spiel zwischen uns hier unten und denen da oben wieder ein Stück mehr forciert wird.

Dabei gäbe es eine ganz einfache Lösung, des Problems Herr zu werden: Auf die Züge gehört Personal, Personal, Personal! Dann wird vor Ort von Mensch zu Mensch entschieden, was geht und was nicht. Und wenn was nicht geht --> dann hat die Polizei entsprechend ausgerüstet zu sein bzw. entsprechende Mitarbeiter vorzuhalten, die sich dann um diejenigen kümmern, die einem friedlichen Miteinander im Wege sind.

Das geht natürlich alles nicht, wenn man sinnentleerterweise nur sparen, sparen, sparen, sparen, sparen, sparen will.


Schöne Grüße aus der Friedensstadt Osnabrück vom

blaschke

Völliger Blödsinn ist das!

ICE11, Aachen, Dienstag, 20.10.2009, 17:29 (vor 6108 Tagen) @ Blaschke

Nein, das ist alles völliger Blödsinn, Stuß hoch 10 und dient NUR dazu, das Volk weiter einzuschüchtern.

So eine Maßnahme ist meines Erachtens nach bitter nötig, da Teile (!) des Volkes in den letzten Jahren vergessen, verdrängt oder verlernt zu haben scheinen, dass es mal sowas gab, dass sich "Benehmen" oder "Rücksicht" nannte. Stattdessen ist die Mentalität "Hauptsache ich und der Rest ist mir egal" auf dem Vormarsch. Und eben solchen Mitbürgern müssen ihre Grenzen aufgezeigt werden.

Regelungen gibt es - Aber die Umsetzung ist das Problem

Holger_HAM, Hamm (Westfalen), Dienstag, 20.10.2009, 19:20 (vor 6108 Tagen) @ ICE11

Hallo,
laut "Hausordnung" bei der Bahn sind es ja die AGB Personenverkehr kann man auch heute schon Fahrgäste raussetzen:
***
Jeder Reisende hat sich so zu verhalten, dass andere Reisende nicht über Gebühr gestört oder
belästigt werden. Reisende, die sich entgegen den vorstehenden Regelungen verhalten, die
Weisungen der Mitarbeiter missachten oder in sonstiger Weise eine Gefahr für die Sicherheit
und Ordnung darstellen, können von der Beförderung bzw. Weiterbeförderung ohne Anspruch
auf Erstattung des Fahrpreises und des Gepäckpreises ausgeschlossen werden.
***
Diese Regelung reicht vollkommen aus. Nur es muss auch jemand sein, der diese Ordnung durchsetzt. Und natürlich jemand, der sich vor seine Mitarbeiter stellt, wenn sie genau so verfahren.

--
Viele Grüße aus Hamm in Westfalen,
Holger
***
Der bahn.kommfort-Briefkasten. Auch vor Ihrer Haustür!
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Wann gibt ein Fahrgast zu, dass er sich gestört fühlt?

Rustin Parr, Dienstag, 20.10.2009, 21:14 (vor 6108 Tagen) @ Holger_HAM

Hallo,
laut "Hausordnung" bei der Bahn sind es ja die AGB Personenverkehr kann man auch heute schon Fahrgäste raussetzen:
***
Jeder Reisende hat sich so zu verhalten, dass andere Reisende nicht über Gebühr gestört oder
belästigt werden. Reisende, die sich entgegen den vorstehenden Regelungen verhalten, die
Weisungen der Mitarbeiter missachten oder in sonstiger Weise eine Gefahr für die Sicherheit
und Ordnung darstellen, können von der Beförderung bzw. Weiterbeförderung ohne Anspruch
auf Erstattung des Fahrpreises und des Gepäckpreises ausgeschlossen werden.
***
Diese Regelung reicht vollkommen aus. Nur es muss auch jemand sein, der diese Ordnung durchsetzt. Und natürlich jemand, der sich vor seine Mitarbeiter stellt, wenn sie genau so verfahren.

Problem ist nur: Wann meldet sich ein Reisender und sagt: "Ich fühle mich über Gebühr gestört."???

Völliger Blödsinn ist das!

Blaschke, Dienstag, 20.10.2009, 19:32 (vor 6108 Tagen) @ ICE11

Nein, das ist alles völliger Blödsinn, Stuß hoch 10 und dient NUR dazu, das Volk weiter einzuschüchtern.


So eine Maßnahme ist meines Erachtens nach bitter nötig, da Teile (!) des Volkes in den letzten Jahren vergessen, verdrängt oder verlernt zu haben scheinen, dass es mal sowas gab, dass sich "Benehmen" oder "Rücksicht" nannte.

Stimmt.

Aber warum soll der "vernünftige" Teil des Volkes darunter unnötig "leiden" durch unnütze Einschränkung der persönlichen Freiheit? Zumal sich der "unvernünftige" Teil nur selten durch ein Gesetz abschrecken läßt!

Stattdessen ist die Mentalität "Hauptsache ich und der Rest ist mir egal" auf dem Vormarsch.

Warum bloß?

Und eben solchen Mitbürgern müssen ihre Grenzen aufgezeigt werden.

Ausgerechnet von denen, die uns das "Hauptsache ich" vorleben???


Schöne Grüße von

jörg

GDBA gegen Alkoholverbot, aber...

Holger_HAM, Hamm (Westfalen), Dienstag, 20.10.2009, 17:01 (vor 6108 Tagen) @ dennis k.
bearbeitet von Holger_HAM, Dienstag, 20.10.2009, 17:02

Hallo,
auch die Verkehrsgewerkschaft GDBA hat sich dazu positioniert:
GDBA gegen Alkoholverbot in Zügen und Bahnhöfen
Hommel: Das Thema Gewalt muss generell gelöst werden

***
GDBA gegen Alkoholverbot in Zügen und Bahnhöfen
Hommel: Das Thema Gewalt muss generell gelöst werden

Der Bundesvorsitzende der Verkehrsgewerkschaft GDBA, Klaus-Dieter Hommel, hat sich gegen ein generelles Alkoholverbot in Bahnhöfen und Zügen ausgesprochen. Sinnvoller sei es, bei Volksfesten und Fußballspielen gezielt gegen volltrunkene Fahrgäste vorzugehen. Dafür sei aber mehr Personal nötig, so Hommel.

„Der Alkohol ist nicht das einzige Problem“, machte der GDBA-Chef deutlich. Unsere Kolleginnen und Kollegen klagen zunehmend über gewalttätige Ausschreitungen“. Fast täglich würden Mitarbeiter, insbesondere beim Fahrpersonal, bespuckt, angerempelt, bedroht, angebrüllt und teilweise auch verprügelt.

Die Verkehrsgewerkschaft GDBA hat dies zum Anlass genommen, bei Zugbegleitern, Busfahren und Servicemitarbeitern nachzufragen, wann und wo diese mit Gewalt bedroht werden und wie sie damit umgehen. „Das Ergebnis ist erschreckend“, so der Bundesvorsitzende der Verkehrsgewerkschaft GDBA. Angefangen von Regionalzügen, in denen randalierende Schüler Mitarbeiter und Fahrgäste terrorisieren, bis hin zu Fußballspielen und Volksfesten, bei denen Alkohol zunehmend ein Problem ist, würden Kolleginnen und Kollegen fast täglich mit jedweder Form von Gewalt konfrontiert.

„Diese Problemzüge sind bekannt“, so der GDBA-Chef. Wir haben die Deutsche Bahn schon im vergangenen Jahr nachdrücklich aufgefordert, hier mehr Mitarbeiter, vor allem aber mehr Sicherheitspersonal einzusetzen. Auf Drängen der GDBA würde das Unternehmen zunehmend De-Eskalationskurse anbieten. Das allein reiche aber nicht aus.

Das Problem ist wie häufig das Geld. Nach Auffassung der Verkehrsgewerkschaft GDBA muss künftig in jedem Verkehrsvertrag, der einer Streckenausschreibung zugrunde liegt, festgeschrieben werden, wie das Unternehmen die Sicherheit seiner Fahrgäste und Mitarbeiter gewährleisten will. Hier werde häufig gespart, um ein günstiges Angebot abgeben zu können.

Das, so Hommel, sei der falsche Weg.

„Den Verkauf von Alkohol zu verbieten, löst unsere Probleme nicht. Wir müssen uns ernsthaft der Frage zuwenden, wie wir mit dem Thema Gewalt generell umgehen“, machte der GDBA-Vorsitzende deutlich.
***
Mein Kommentar: Recht hat er!

--
Viele Grüße aus Hamm in Westfalen,
Holger
***
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[image]

Alkoholverbot als erster wichtiger Schritt zu weniger Gewalt

Rustin Parr, Dienstag, 20.10.2009, 21:16 (vor 6108 Tagen) @ Holger_HAM
bearbeitet von Rustin Parr, Dienstag, 20.10.2009, 21:16

„Den Verkauf von Alkohol zu verbieten, löst unsere Probleme nicht. Wir müssen uns ernsthaft der Frage zuwenden, wie wir mit dem Thema Gewalt generell umgehen“, machte der GDBA-Vorsitzende deutlich.
***
Mein Kommentar: Recht hat er!

Natürlich muss das Problem Gewalt generell gelöst werden und meiner Meinung nach ist ein Alkoholverbot ein erster, wichtiger und richtiger Schritt in diese Richtung.

Alkoholverbot auch bei den ÖBB?

Anoj 1, Dresden (D) / Vbg. (A), Dienstag, 20.10.2009, 17:33 (vor 6108 Tagen) @ dennis k.

Hallo!

Auch die ÖBB denken z. Zt. über ein Alkoholverbot nach.

m b g,
Anoj

Temporäres Verbot

ICE615, Dienstag, 20.10.2009, 20:30 (vor 6108 Tagen) @ Anoj 1

Im Fernverkehr ist es meiner Meinung nach nicht nötig, den Ausschank von Alkohol zu verbieten, da es sowieso unnmöglich ist, sich bei den Preisen voll zu trinken.

Im Nahverkehr könnte man es doch so machen wie mit dem Fahrradtransport in der S Bahn Hamburg. Fahrräder dürfen in der Zeit von sechs bis neun und in der Zeit von 16 bis 19 Uhr nicht transportiert werden (gilt jeweils von Mo bis Fr). Genauso sinnvoll wäre es, bereits stark Alkoholisierte und Alkoholkonsumierende im selben Zeitraum von der Beförderung auszuschließen.

Wenn jemand eine Flasche Bier trinkt und dabei eine Sitzbank für sich alleine hat, ist das in Ordnung, da niemand den "Gestank" ertragen muss.

Gestern fuhr ich jedoch gegen 18:30 Uhr mit einer Hamburger S3, es war brechend voll und eine ziemlich dicker, großer Mitvierziger stand neben mir und stank entsetzlich nach Bier. Mit einigen Unterbrechungen zum Aufstoßen hatte er es dann auch irgendwann geschafft, den nächsten halben Liter in sich hineinzukippen.

Von daher würde ich sagen, dass Alkoholkonsum in der Bahn solange in Ordnung ist, wie niemand anderes dadurch belästigt wird. Da es eigentlich immer nur zur Rush Hour voll ist, können andere Fahrgäste auch nur dann belästigt werden.

Also ist dann auch nur ein temporäres Verbot sinnvoll.

Temporäres Verbot

Rustin Parr, Dienstag, 20.10.2009, 21:23 (vor 6108 Tagen) @ ICE615

Im Fernverkehr ist es meiner Meinung nach nicht nötig, den Ausschank von Alkohol zu verbieten, da es sowieso unnmöglich ist, sich bei den Preisen voll zu trinken.

Was ist mit selbst mitgebrachten Alkoholika?

Im Nahverkehr könnte man es doch so machen wie mit dem Fahrradtransport in der S Bahn Hamburg. Fahrräder dürfen in der Zeit von sechs bis neun und in der Zeit von 16 bis 19 Uhr nicht transportiert werden (gilt jeweils von Mo bis Fr). Genauso sinnvoll wäre es, bereits stark Alkoholisierte und Alkoholkonsumierende im selben Zeitraum von der Beförderung auszuschließen.

Also ist dann auch nur ein temporäres Verbot sinnvoll.

Ich würde ja behaupten, dass z.B. in der frühmorgendlichen Rush Hour keine Alkoholisierten unterwegs sind. Oder kippen sich auch Leute nach der Nachtschicht einen hinter die Binde?

Zumindest glaube ich nicht, dass ein temporäres Verbot was bringt, weil es zu undurchsichtig ist. Das haben z.B. die temporären Busspuren in Berlin gezeigt. Die Uhrzeiten verwirren nur. Wieso sollte man es beim Alkoholverbot in Zügen anders handhaben als beim Rauchverbot? Mal abgesehen davon ist die Rush Hour für das Trinken in der Bahn wohl eher das Wochenende inkl. Freitagabend.

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