Von Königssee und Nebelhorn | 1/7 mit 41 Bildern (Reiseberichte)

TD, Samstag, 23.04.2016, 18:46 (vor 3648 Tagen)

Hallo zusammen,

ich finde endlich Zeit, eine Reise aus dem letzten Sommer aufzuarbeiten. Das ursprüngliche Motiv für die Reise waren die Intercity-Züge mit den wohlklingenden Namen „Königssee“ und „Nebelhorn“, rundherum habe ich dann noch eine bunte Mischung an Strecken und Zügen zusammengestellt, so dass nun für jeden etwas dabei sein sollte: Nahverkehr und Fernverkehr, Inland und Ausland, Adhäsions- und Zahnradbahn, Bergwelt und Flachland, alte und neue Züge, Großstadt und Landleben, Sonne, Regen und Schnee sowie (persönliche) Abschieds- und Premierenfahrten.

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Wir fahren von Konstanz über Zürich nach München, an den Tegernsee und nach Bayrischzell. Mit der Seilbahn geht es auf den Wendelstein und auf der anderen Seite mit der Zahnradbahn hinunter und mit Meridian und BLB nach Berchtesgaden an den Königssee. Dann fahren wir mit dem IC „Königssee“ in den Norden. Am vierten Tag steht eine Rundfahrt durch Schleswig-Holstein auf dem Programm, dann geht es mit dem IC „Nebelhorn“ ins Allgäu. Wegen schlechten Wetters brechen wir die Tour in Oberstdorf ab und kommen im Winter wieder für einen Besuch auf dem Nebelhorn und beim Alex. Mit dem IC „Allgäu“ geht es dann mit einem wahren Langläufer nach Leipzig. Bei der Fahrt von Leipzig nach Hannover testen wir den IC2, weiter fahren wir nach Köln. Mit einem Abstecher nach Lüttich geht es nach Brüssel, wo als Abschluss eine Abschiedsfahrt mit dem IC/IR „Iris“ nach Basel auf dem Programm steht.
Auf der erstklassigen Tour hatte ich mich größtenteils mein Bruder begleitet, beim ersten Reiseteil waren wir mit dem Deutschland-Pass unterwegs.


Tag 1: Konstanz – Zürich – München – Tegernsee - Bayrischzell

Wenn man die meisten Züge und Strecken schon kennt, denkt man sich neue Herausforderungen aus, in unserem Fall lautet diese, möglichst viele Zugläufe komplett vom Start- bis zum Zielbahnhof zu nutzen. Das erklärt auch, warum wir von Konstanz zunächst nach Zürich fahren. Da ich diese Interregio-Verbindung schon in vielen meiner Reiseberichte vorgestellt habe, überspringen wir diese Etappe.

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Hier sind wir schon in Zürich angekommen und nutzen den Aufenthalt für einen Besuch in der Lounge und einen ersten Kaffee.

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Dann machen wir uns auf den Weg zum Gleis 13, wo schon der EC 193 nach München bereit steht – unser erster Zug, mit dem wir vom Start- bis zum Zielbahnhof mitfahren.

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Für die nächsten gut vier Stunden machen wir es uns nun im SBB-Großraumwagen bequem. Den ersten Streckenabschnitt bis Winterthur kennen wir schon, denn dort sind wir vorhin bei der Anreise aus Konstanz schon gefahren.

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Wir fahren nun durch die Ostschweiz über St. Gallen zum Bodensee und überqueren den Alpenrhein. Für einige Kilometer sind wir auch in Österreich unterwegs.

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Unterdessen testen wir mal den Am-Platz-Service, den es seit einiger Zeit in den EC-Zügen zwischen Zürich und München gibt, allerdings belassen wir es bei einem Café crème für 4,60 CHF. Unterdessen zieht der Bodensee am Zugfenster vorbei.

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Während des Lokwechsels in Lindau können wir auf dem Bahnsteig etwas frische Luft schnappen. Ein 218er-Pärchen übernimmt nun den Zug. Dann geht es über den Inseldamm wieder zurück aufs Festland.

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Bei schönstem Sommerwetter fahren wir gemütlich durch die sanfte Landschaft des Allgäus, hier mit Blick auf den Ellerazhofer Weiher. Landschaftlich ist sicherlich die Allgäubahn über Kempten interessanter, aber auch die Strecke über Memmingen hat ihren Reiz.

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Bei Kaufering queren wir den Lech, jetzt sind es noch rund 40 Minuten bis München. Während wir Lindau mit zwölf Minuten Verspätung verlassen haben, hat der Zug schon einige Minuten aufgeholt, in München kommen wir mit vier Minuten Verspätung an.

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Nach der Ankunft in München werfen wir noch einen kurzen Blick auf unseren Zug, dann machen wir uns auf den Fußweg hinaus in den Starnberger Flügelbahnhof zu Gleis 33.

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Den Rest des Tages wollen wir nun im Netz der Bayerischen Oberlandbahn verbringen. Unser erstes Ziel ist der Tegernsee bzw. die gleichnamige Stadt. Der hinterste Integral-Triebwagen ist der Flügelzug zu unserem Ziel. Bis Holzkirchen fahren die Züge gemeinsam, dort wird der erste Zugteil nach Bayrischzell geflügelt, in Schaftlach erfolgt dann die zweite Trennung.

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Nach der Fahrt durch das Stadtgebiet von München queren wir auf der Großhesseloher Brücke die Isar, dann geht es durch die Voralpenlandschaft des Bayerischen Oberlands. Nach der Flügelung und dem Fahrtrichtungswechsel in Schaftlach folgt für die letzten 12 Kilometer die Tegernseebahn.

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Nach der Ankunft in Tegernsee schauen wir uns zunächst am Bahnhof um. Das imposante Empfangsgebäude wurde 1902 erbaut.

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Jetzt wird es etwas touristisch, aber wenn wir schon mal hier sind, wollen wir doch auch eine kleine Runde durch Stadt und am Seeufer drehen und etwas Bilderbuch-Bayern mitnehmen.

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Das ehemalige Kloster Tegernsee war einst die wichtigste Benediktinerabtei Oberbayerns, der Gebäudekomplex wird heute anderweitig genutzt, wobei man in der Basilika noch immer heiraten kann, wie die Hochzeitsgesellschaft auf dem Bild verrät.

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Es geht gleich weiter...

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