Online-Länderticket - ungewöhnliche Praxis? (Fahrkarten und Angebote)

Alter Köpenicker, BSPF, Samstag, 23.04.2016, 03:56 (vor 3703 Tagen)

Wie so oft waren wir gestern mit der Online-Variante des Brandenburg-Berlin-Tickets unterwegs. Auf der Rückfahrt forderte die burschikose Schaffnerin, die das bereits gezangte Ticket abermals samt Bahncard scannte, mich auf, die Namen meiner Mitreisenden auf das Ticket zu schreiben. Dann zangte sie das Ticket gleich dreimal und zwar einmal irgendwo und zweimal bei den Namen der Mitreisenden (wir waren insgesamt zu dritt). Nachdem wir umgestiegen waren wurden wir wieder kontrolliert und die Schaffnerin erkundigte sich, ob das Ticket bereits gescannt sei. Nachdem ich die Frage bejahte, setzte sie ebenfalls viele Zangenabdrücke auf das Papier. Ich fragte sie, warum die Tickets neuerdings so oft gescannt werden, was ja in der Vergangenheit eher unterblieb - die Antwort verblüffte mich dann doch etwas: Nicht wenige Reisende würden das Ticket mehrfach ausdrucken und jeweils die Namen der Mitreisenden ändern. Durch das viele scannen käme man dadurch Betrügern eher auf die Schliche. Was ist denn davon zu halten?

Ich schaute mir das Ticken dann nochmal genau an und fand im Kleingedruckten tatsächlich die Aufforderung, die Namen an eine geeignete Stelle auf dem Ticket zu vermerken. Wir sind wirklich oft mit dem Brandenburg-Berlin-Ticket unterwegs. In der Vergangenheit wurde es eigentlich nie gescannt, sondern lediglich einer Sichtprüfung unterzogen und nach den Namen hat auch keiner gefragt. Ich ging auch immer davon aus, daß die Preisgabe der Namen der Mitreisenden auf Online-Tickets nicht erforderlich sei.


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