Immer derselbe Bahnhof, Teil 15 (30 Bilder) (Reiseberichte)
Am 15. Dezember 1874 fand die Eröffnung der Bahnstrecke von Ebenhausen über Bad Neustadt und Ritschenhausen nach Meiningen statt. Der Bau wurde von den jeweiligen Staatsbahnen durchgeführt, der Betrieb auf gesamter Linie von der in München domizilierten Bahngesellschaft. Per Staatsvertrag vom 30. Mai 1895 ging auch das sachsen-meiningische Teilstück in bayrischen Besitz über. Mit der Zeit erhielt die Strecke eine gewisse Bedeutung, so verkehrte hier 1939 u. a. ein Kurswagen von Berlin nach Neustadt an der Bucht. Der Zugverkehr endete vorerst am 8. April 1945 durch die Sprengung diverser Brücken durch die Wehrmacht, kürzere Teilstrecken blieben befahrbar.
Bis 1945 verkehrten hier auch interessante D-Zug-Langläufe wie: D 11/12 und D 13/14 (dieser sogar von Konstanz-)Stuttgart-Würzburg-Erfurt-Halle-Berlin und zurück. Um 1937-1939 sogar Schaffhausen-Stuttgart-Erfurt-Berlin oder Tübingen-Stuttgart-Erfurt-Berlin.Z.t. auch FD-Züge ab/bis Zürich!
Trotz der Wiedereröffnung der Strecke nach Thüringen am 28. September 1991 wurde zwischen Ebenhausen und Mellrichstadt im September 1994 der signalisierte Zugleitbetrieb aufgenommen. Hierdurch sank die Leistungsfähigkeit, dank veränderter Signalstandorte war ein Verkehren längerer Güterzüge nicht mehr möglich. Die Technik hielt sich nicht lange, seit 2004 wird der Abschnitt vom ESTW in Bad Neustadt ferngesteuert.
Der signalisierte Zugleitbetrieb (SZB) war ursprünglich konzipiert und schon vertraglich fixiert für die Rumpfstrecke bis Mellrichstadt bzw. war auch angedacht, nur noch bis Bad Neustadt zu fahren. Dann kam der Herbst 1989 und man baute es eben ein, weil Siemens ansonsten mit Vertragsbruch gedroht hätte und erweiterte den SZB-Betrieb bis Rentwertshausen (ausschließlich).
5 Das grüne Signal deutet auf eine Zugkreuzung hin.
Rechts vom Streckengleis Richtung Norden verlief die Strecke nach Bad Königshofen(im Grabfeld)
21 Moderner Vorbau. Das ortsbediente Reisezentrum befand sich zuletzt in der (aus dieser Perspektive) kleinen Hütte hinter der Uhr.
Und ebendort - in dieser kleinen Hütte - in Richtung Bahnsteig war auch das SZB-Stellwerk des Zugleiters
27 Drunt im Taale die Sale.
Und so lieblich wie sie sich dahinschlängelt - bei Frühjahrshochwasser war es dort weiträumig nass....
Auf Wiedersehen in Neustadt! Aber erst in zwei Wochen, denn den 16. Teil dieser Serie habe ich bereits mit dem achten Teil zusammen gezeigt. Die Übersicht über alle bisher erschienenden Neustadt-Portraits und Links zu den viel zu vielen anderen von mir vorgestellten Bahnhöfen findet ihr in meinem zweiteiligen Beitragsverzeichnis, das ihr über den Link in meiner Signatur erreicht.
Viele Grüße
Sören
Vielen Dank für den - wieder einmal - sehr interessanten Bericht!
Eine kurze Durchsage, bevor es ein anderer tut: Es sei darauf hingewiesen, daß es sich bei der Saale natürlich um die Fränkische und nicht um die Sächsische Saale handelt. Danke. Ende.
Schluss!
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Sören Heise,
12.04.2016, 17:58
- Danke - 462 001, 12.04.2016, 18:37
- Immer derselbe Bahnhof, Teil 15 (30 Bilder) -
Regiosprinter,
12.04.2016, 20:33
- Sammelantwörtchen - Sören Heise, 13.04.2016, 18:18
- Immer derselbe Bahnhof, Teil 15 (30 Bilder) -
DR2771,
13.04.2016, 21:59
- Immer derselbe Bahnhof, Teil 15 (30 Bilder) -
Sören Heise,
15.04.2016, 11:39
- Immer derselbe Bahnhof, Teil 15 (30 Bilder) -
DR2771,
15.04.2016, 18:35
- Immer derselbe Bahnhof, Teil 15 (30 Bilder) - Sören Heise, 15.04.2016, 20:01
- Immer derselbe Bahnhof, Teil 15 (30 Bilder) -
DR2771,
15.04.2016, 18:35
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Sören Heise,
15.04.2016, 11:39
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