(Un-)heimliche Preiserhöhung im Fernverkehr (Allgemeines Forum)
GUM, Mittwoch, 09.07.2008, 21:37 (vor 6415 Tagen)
Habe eine schlechte Nachricht. Anscheinend sind zum 01.07.2008 einige Preise heimlich angepasst worden.
Die Kombination M-S(+City) BC25F/SP50/1Mitfahrer ist um ca. 3 % teurer geworden.
Leider habe ich nicht viele andere Preise im Kopf. Mir scheint es aber,dass es wieder eine heimliche Preiserhöhung gegeben hat.
Kann leider ausschließen, dass es sich um ein Vergucken meinerseits gehandelt hat, denn ich habe vorhin meine "Lieblingskombination" auf dieser Strecke Hin (IC), zurück (TGV) mal gesucht an einem Wochenendtag !!!
(Un-)heimliche Preiserhöhung im Fernverkehr
ICE-T-Fan, Donnerstag, 10.07.2008, 00:09 (vor 6415 Tagen) @ GUM
3% ist doch noch normal... liegt im Bereich der aktuellen Inflation.
(Un-)heimliche Preiserhöhung im Fernverkehr
Steffen, Donnerstag, 10.07.2008, 00:19 (vor 6415 Tagen) @ ICE-T-Fan
3% ist doch noch normal... liegt im Bereich der aktuellen Inflation.
Nicht, wenn die Preise drei mal im Jahr um die Höhe der (Jahres-)Inflation angehoben wird ;)
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(Un-)heimliche Preiserhöhung im Fernverkehr
ICE-T-Fan, Donnerstag, 10.07.2008, 00:36 (vor 6415 Tagen) @ Steffen
Jagut, damit hast du recht.
Aber wenn die Bahn einmal im Jahr den Preis um 3% erhöht, find ich das noch ok, da sich alles andere im Durchschnitt auch um soviel erhöht.
Allerdings würden sie sich selbst ein Gefallen tun, wenn sie mal die Preise konstant halten, damit sie neue Kundschaft gewinnen.
(Un-)heimliche Preiserhöhung im Fernverkehr
Steffen, Donnerstag, 10.07.2008, 00:54 (vor 6415 Tagen) @ ICE-T-Fan
Allerdings würden sie sich selbst ein Gefallen tun, wenn sie mal die Preise konstant halten, damit sie neue Kundschaft gewinnen.
Ich weiss nicht inwiefern die DB überhaupt noch neue Kundschaft gewinnen möchte. Die Züge sind ja zeilweise so voll, dass ein Fahrgastzuwachs nicht unbedint nochwendig ist. D.h. neue Kunden muss man in leere Züge lenken, z.B. mit irgendwelchen Komtingenten, zeitlichen Einschränkungen o.ä.. Das sind dann allerdings irgendwelche Angebote, die ohnehin von einer "normalen" Anhebung des Fahrpreises (=Normalpreis) unberührt bleiben. (Ausname: Sparpreise, die von der Bahn aber nicht oder nur in geringem Umfang zur Neukundengewinnung genutzt werden)
Soll heissen: Durch eine starke Erhöhung des Normalpreis werden kaum Neukunden abgeschreckt, da diese ganz andere Fahrkarten kaufen (sollen). Problematisch ist hier eher, dass Kunden verloren gehen, weil sie nicht mehr bereit sind, die teureren Fahrpreise zu bezahlen.
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(Un-)heimliche Preiserhöhung im Fernverkehr
ICE-T-Fan, Donnerstag, 10.07.2008, 01:03 (vor 6415 Tagen) @ Steffen
Lass mal den Spritpreis bis zum Ende dieses Jahrzehnts auf 2,00-2,20 Euro pro Liter steigen und schon hat die DB wieder gut 5 Mio neuer potentieller Kunden.
Spätestens bei einem Literpreise von über 4 Euro lohnt sich finanzielle das Bahnfahren durchaus für sämtliche Menschen die in den Ballungsnzentren wohnen.
Einzig die ländliche Bevölkerung kann die DB und die Verkehrspolitik mit der aktuellen Einstellung nicht erreichen, da man entweder wieder mehr in die Fläche investieren muss und z.B. alte Bahnstrecken reaktivieren oder was m.E. sinnvoller wäre, die ganzen Dörfer per Bus an die nächstgelegenen Großbahnhöfe anschließt und zwar in einem Taktfahrplan.
(Un-)heimliche Preiserhöhung im Fernverkehr
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Donnerstag, 10.07.2008, 07:47 (vor 6414 Tagen) @ ICE-T-Fan
Lass mal den Spritpreis bis zum Ende dieses Jahrzehnts auf 2,00-2,20 Euro pro Liter steigen und schon hat die DB wieder gut 5 Mio neuer potentieller Kunden.
Das wage ich zu bezweifeln, denn...
Spätestens bei einem Literpreise von über 4 Euro lohnt sich finanzielle das Bahnfahren durchaus für sämtliche Menschen die in den Ballungsnzentren wohnen.
...die Freiheit, mit eigenem Verkehrsmittel jederzeit zu jedem Ort zu fahren, ist unbezahlbar. Umzug lohnt sich wohl noch mehr.
...die ganzen Dörfer per Bus an die nächstgelegenen Großbahnhöfe anschließt und zwar in einem Taktfahrplan.
Also etwa so.
Hierbei soll man verschiedene Beförderungsschichten (Eng.: "transportation layers") gründen. Auf der Straße z.B. ein Schnellbusnetz und ein Regionalbusnetz. In Städten z.B. eigene Busspuren mit Ampelvorfahrt.
Ich zweifle an Reaktivierung alter Bahnstrecken. Ein Bus ist ja weniger von Widrigkeiten abhängig; bei Baustellen ist man halt ein paar Minuten länger unterwegs. Auch Weichen-, Signal- und Oberleitungsstörungen sucht man im Busverkehr vergeblich (mal abgesehen von Trolleybussen).
gruß,
Oscar (NL).
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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
Preiserhöhung? Wenn es nur das wäre...
Heeni, Hamburg, Donnerstag, 10.07.2008, 11:24 (vor 6414 Tagen) @ Oscar (NL)
Mahlzeit!
Also etwa so.
Hierbei soll man verschiedene Beförderungsschichten (Eng.: "transportation layers") gründen. Auf der Straße z.B. ein Schnellbusnetz und ein Regionalbusnetz. In Städten z.B. eigene Busspuren mit Ampelvorfahrt.Ich zweifle an Reaktivierung alter Bahnstrecken. Ein Bus ist ja weniger von Widrigkeiten abhängig; bei Baustellen ist man halt ein paar Minuten länger unterwegs. Auch Weichen-, Signal- und Oberleitungsstörungen sucht man im Busverkehr vergeblich (mal abgesehen von Trolleybussen).
-> eine Vision!
Aber einer der bessten für uns alle...
Früher in den Gründerzeiten hat man unwirtschaftliche Nebenbahnen geplant und gebaut. Für die Strecke alleine machte das schon Sinn um Menschen, Gewerbe und Industrie zu erreichen. Allerdings war schon bei der Planung festgestellt das diese STrecken wahrscheinlich nie Gewinn abwerfen werden.
Dennoch: Sie wurden gebaut!
Warum?: Das Gesamtnetz und seine vollständige wirtschaftliche Betrachtung wurden durch den Bau dieser STrecken Stück für Stück wirtschalftlicher, zwar nur marginal, aber immerhin! Also baut die Strecken mit Potential(also die z.B. durch die Orte führen) wieder auf bzw. nehmt sie wieder in Betrieb!
Gestern musste ich feststellen das für ein Vorhaben leider die Zeit zu weit fortgeschritten ist und ich, und auch ihr, NIE wieder von Helmstadt über Schöppenstedt(Till Eulenspiegel-STadt) nach Braunschweig fahren werden könnt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Bahnstrecke_Wolfenb%C3%BCttel%E2%80%93Helmstedt
-> Das macht mich traurig!
Stellt mich bitte nicht an den Pranger(Ich bin kein militanter Öko, bahnsinnig aber noch auf dem Boden geblieben, versuche nachhaltig zu leben) aber einen Spritpreis von 2,00 € und mehr kann ich unterstützen wenn man parallel die "richtigen" Maßnahmen einleitet(Befreiung der Öffentlichen von Öko- und Mehrwertsteuer, 10Cent je Liter für Regionalisierungsmittel, Deutschlandweiter Taktfahrplan, "Verkehrsverbund Deutschland", [...])
-> Es gibt viel zu tun!
- PACKEN WIR´S AN -
oder
- WARTEN WIR´S AB -
Wie auch immer man sich entscheidet, Veränderungen kommen, so wie bisher geht´s nicht weiter und die Welt können wir nicht zu Grunde richten, sie aber uns...
-ein etwas nachdenklicher- (der auf die Reaktionen gespannt ist)
Heeni
--
So lange es voran geht, kommt man weiter!
Preiserhöhung? Wenn es nur das wäre...
Steffen, Donnerstag, 10.07.2008, 11:47 (vor 6414 Tagen) @ Heeni
Früher in den Gründerzeiten hat man unwirtschaftliche Nebenbahnen geplant und gebaut. Für die Strecke alleine machte das schon Sinn um Menschen, Gewerbe und Industrie zu erreichen. Allerdings war schon bei der Planung festgestellt das diese STrecken wahrscheinlich nie Gewinn abwerfen werden.
Dennoch: Sie wurden gebaut!
Damals wurde die Eisenbahn nicht als wirtschaftliches System betrachtet, sondern als Produktionsmittel für die (regionale) Wirtschaft.
Nebenbahnen waren zu der Zeit, als sie gebaut wurden (meistens so um 1860-1900), die einzige Chance für die regionale Industrie zu überleben. Wo keine Eisenbahn gebaut wurde, sind die Betriebe abgewandert. Ein Eisenbahnanschluss war damals einer der wichtigsten Standortfaktoren, weil die Unternehmen nur so wirtschaftlich Absatzmärkte erschliessen konnte. Die Alternative war der Transport mit Kutschen, was wesentlich(!) teurer war als die Eisenbahn. Deshalb konnte man sich gegen die Konkurrenz mit Eisenbahnanschluss nicht durchsetzen.
Inzwischen genügt in den meisten ällen ein Strassenanschluss, un den gibt es flächendeckend. Insofern haben sich die Voraussetzung zahlreicher Nebenbahnen ziemlich geändert.
Gestern musste ich feststellen das für ein Vorhaben leider die Zeit zu weit fortgeschritten ist und ich, und auch ihr, NIE wieder von Helmstadt über Schöppenstedt(Till Eulenspiegel-STadt) nach Braunschweig fahren werden könnt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Bahnstrecke_Wolfenb%C3%BCttel%E2%80%93Helmstedt
-> Das macht mich traurig!
Auch hier in der Region sind mehrere(!) Eisenbahnlinien weggebaggert, teilweise aber auch verlegt worden:
- Düren-Bedburg (komplett abgebaut)
- Stolberg-Jülich (ab Weisweiler abgebaut)
- Köln-Mönchengladbach (teilweise verlegt)
- Horrem-Grevenbroich (verlegt)
Ist fraglich, welche dieser Eisenbahnstrecken ohne den Tagebau noch leben würde.
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![[image]](http://img.aachen-im-bild.de/brueckebelgien.jpg)
!! ENTWARNUNG !! War mein Fehler, nur MVV teurer !!!
GUM, Donnerstag, 10.07.2008, 22:20 (vor 6414 Tagen) @ GUM
@Alle: Sorry, war mein Fehler !
Hatte mich verrechnet, weil ich die Strecke manchmal unter der Woche mit Sp25/BC25F fahre und manchmal am Wochenende und irgendwie mal einen kleinen Gutschein eingelöst hatte.
Habe somit irgendwie die Preise verwechselt !ENTSCHULDIGUNG
(Lediglich meine S-Bahn-Monatskarte ist teurer geworden).