Speisewagen noch zeitgemäß (Allgemeines Forum)
Hustensaft, Sonntag, 28.02.2016, 09:42 (vor 3691 Tagen)
Ja, der Titel ist zugegebenermaßen provokativ - und dennoch ist die Frage sehr ernst gemeint. Dabei geht es weder um das Angebot oder dessen Verfügbarkeit noch um die Preise, die teilweise in Ordnung, zum Teil aber horrend sind.
Wer sich - vor allem im Berufsverkehr, aber nicht nur dann - den Speisewagen betrachtet, wird sehr schnell feststellen, dass zumindest der Bistroteil gnadenlos voll ist und vielfach als Ersatz für einen Sitzplatz missbraucht wird, so dass der "normale" Kunde, dessen Reise weiter ist als nur - um ein Beispiel zu nennen - von Mannheim oder Kassel/Fulda bis Frankfurt, kaum eine Chance hat, hier zum "Zug" zu kommen. Der Kontrast dann zu anderen Zeiten/auf anderen Strecken, wo sich hier herrliche Arbeits- bzw. Kinderspielmöglichkeiten bieten, da kaum Betrieb herrscht. Der einzig echte Verkaufsschlager ist der Kaffee, der durch den Zug getragen wird.
Wäre es da nicht sinnvoller, den Speisewagen durch einen normalen Wagen mit einer kleinen Kaffeeküche und einer Verkaufstresen zu ersetzen - die Kosten wären tendenziell geringer und das reguläre Sitzplatzangebot höher.
Speisewagen noch zeitgemäß!
J-C, In meiner Welt, Sonntag, 28.02.2016, 09:53 (vor 3691 Tagen) @ Hustensaft
Wenn ich zum Beispiel von Breclav in Tschechien nach Hamburg 10 Stunden lang im EC172 fahren werde, muss ich zwar normalerweise nicht das Klo aufsuchen , aber ein Mittag- und Abendessen ist zwingend notwendig.
Oder wenn ich von Hamburg nach Zürich im ICE fahre, da vergehen auch schon über 7 Stunden, also benötige ich dort auch einen Speisewagen.
Selbst Hamburg-Köln oder Hamburg-Frankfurt kann zur Mittagszeit ein lohnendes Ziel für den Speisewagen sein.
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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky
Speisewagen noch zeitgemäß!
ICE 79, Sonntag, 28.02.2016, 10:05 (vor 3691 Tagen) @ J-C
Moin J-C,
Wenn ich zum Beispiel von Breclav in Tschechien nach Hamburg 10 Stunden lang im EC172 fahren werde, muss ich zwar normalerweise nicht das Klo aufsuchen , aber ein Mittag- und Abendessen ist zwingend notwendig.
also das mit dem Klo klingt ja bedenklich, also 10 Stunden kann man schon aushalten, aber will ich mir dies antun? Ich trinke jeden Tag an die 3 Liter, das muss auch weggeschafft werden.
Just my 2ct.
Speisewagen noch zeitgemäß!
J-C, In meiner Welt, Sonntag, 28.02.2016, 10:10 (vor 3691 Tagen) @ ICE 79
Abtun? Ist wohl von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Sollte halt nut verdeutlichen, dass mir ein defektes Klo weniger stört als das Abschaffen vom Bordrestaurant.
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Speisewagen noch zeitgemäß!
ICE 79, Sonntag, 28.02.2016, 10:13 (vor 3691 Tagen) @ J-C
Abtun? Ist wohl von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Sollte halt nut verdeutlichen, dass mir ein defektes Klo weniger stört als das Abschaffen vom Bordrestaurant.
mit antun = zumuten. Ich war hier vielleicht in der Formulierung nicht präzise genug.
Nur 10 Stunden nicht auf ein WC zu gehen ist schon grenzwertig :-) Ich kann das auch aushalten, will es aber nicht.
Mich stört's halt nicht.
J-C, In meiner Welt, Sonntag, 28.02.2016, 10:19 (vor 3691 Tagen) @ ICE 79
Ich kann selbst bei längsten Reisen nicht beurteilen, wie das Klos ist. Beim normalen Schultag hingegen passiert's natürlich öfters, dass ichdas Klo in der Bahb aufsuche. Deswegen kann ich eher qas über das Klo im Dosto oder Flirt3 erzählen als über jenes im ICE/IC/EC.
Es ist nicht, dass ich es einfach aushalte, ich hab einfach nicht sondas Bedürftnis auf solchen Fahrten...
...wenngleich ich nicht so gerne ausführlch darüber reden will ^^
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Speisewagen noch zeitgemäß
RhBDirk, Sonntag, 28.02.2016, 10:01 (vor 3691 Tagen) @ Hustensaft
Meiner Meiunung nach kann auf den Speisewagen verzichtet werden und dafür das Sitzplatzangebot erhöht werden. Das Gastro- und Supermarktangebot ist an den Bahnhöfen (oder in der Nähe davon) mittlerweile sehr gut. Oder man schmiert sich seine "Stullen" bereits zu Hause.
Ein kleines Getränke- und Snackangebot durch eine bezahlbare Minibar wäre auch noch okay.
Alles andere empfinde ich als überflüssig.
Speisewagen noch zeitgemäß
J-C, In meiner Welt, Sonntag, 28.02.2016, 10:10 (vor 3691 Tagen) @ RhBDirk
Und wenn deine Relation meinetwegen Hamburg-Prag lautet?
6 Stunden nur mit Snacks?
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Speisewagen noch zeitgemäß
ICE 79, Sonntag, 28.02.2016, 10:15 (vor 3691 Tagen) @ J-C
dann führen wir längere Snack-Korrespondenz-Halte ein, dann kann sich jeder am Bahnhof bei MCD, BK, Subway, Starbucks, Ditch, Schweinske und Co. mit Proviant eindecken und den Zug verdkleckern.
Speisewagen noch zeitgemäß
J-C, In meiner Welt, Sonntag, 28.02.2016, 10:20 (vor 3691 Tagen) @ ICE 79
bearbeitet von J-C, Sonntag, 28.02.2016, 10:21
Das ist aber reinste Zeitverschwendung, außerdem gibt's vielleicht welche, die wirklich im Zug selber speisen wollen und nicht an einem Bahnhof mit allem Hab und Gut erstmal aussteigen und dann eine Gastro finden wollen? Wäre reichlich unattraktiv.
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Mach nicht die EU wach... ;-)
Blaschke, Sonntag, 28.02.2016, 11:19 (vor 3691 Tagen) @ ICE 79
Huhu!
dann führen wir längere Snack-Korrespondenz-Halte ein, dann kann sich jeder am Bahnhof bei MCD, BK, Subway, Starbucks, Ditch, Schweinske und Co. mit Proviant eindecken und den Zug verdkleckern.
Nun versenkt sich die EU ja gerade selbst und Europa arbeitet zielstrebig auf die nächsten innereuropäischen Kriege hin (war ja lange Ruhe), insofern könntest Du Glück haben, dass die EU nicht mitliest und/oder keine Zeit hat, sich damit zu beschäftigen.
Denn nachher gibt's noch eine EU-Verordnung, die die Unterwegsverpflegung im Zug regelt. Dann muß die DB in Köln und Frankfurt und Würzburg und Hannover und Berlin und Leipzig direkt auf jedem Fernzug-oder Fern-RE-Bahnsteig Schweinske und Starbucks und Mäcches und Subway jeweils einen Verkaufsstand einrichten und diesen den Betreibern gratis zur Verfügung stellen. Nur damit die Versorgung der Reisenden auch garantiert gewährleistet ist.
Andererseits: Wäre die Idee so schlecht? Es würde ja reichlich Personal benötigt für die ganzen Verkaufsbuden. Und wer böte sich da besser an als all die, die grad hineinströmen ins Paradies. Im Zug bräuchten wir noch diverse Müllwegräumer. Und Toilettenpapierauffüller. Kurzum: Vollbeschäftigung wäre angesagt. Da sind wir dann froh über jeden, der trotz seines Seehofer Horstis noch immer kommen will.
(dass ich oben in der Bahnhofsaufzählung Dresden weggelassen habe, leuchtet Euch jetzt ein, gelle?)
Schöne Grüße von
jörg
Zu viel Zeitverschwendung!
J-C, In meiner Welt, Sonntag, 28.02.2016, 11:46 (vor 3691 Tagen) @ Blaschke
bearbeitet von J-C, Sonntag, 28.02.2016, 11:47
Dann kann man gleich Auto fahren. Dann werden Bahnhöfen zu Raststätten, das mag ich nicht.
Wenn ich meine Maultaschen im Zug will, dann will ich sie im Zug und nicht extra einen hässlichen Bahnhof wie Hannover oder Mannheim besuchen müssen!
Proviant kann man sich mitnehmen, ja. Aber für ein Mittag- oder Abendessen hat es was warmes zu sein.
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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky
Gar nicht...
Blaschke, Sonntag, 28.02.2016, 11:54 (vor 3691 Tagen) @ J-C
Hallo!
Dann kann man gleich Auto fahren.
Kann man!
Dann werden Bahnhöfen zu Raststätten, das mag ich nicht.
Sind sie doch heute schon. Was daran ist denn schlimm? NOCH wird ja niemand gezwungen, die ganzen Fresstempel zu besuchen. NOCH... ;-) Vielleicht wird ja bald der Fahrschein durch einen Verzehrnachweis ersetzt. Wer für 30 Euro bei Mäcches gegessen hat (okay, ich weiß, zum Sattwerden sind andere Summen nötig), dem werden im Zug 15 Euro erlassen. Und wer mindestens 1,5 Liter ökoveganvegarischen Brennnesseltee getrunken hat, dessen Rechung darüber gilt als Tageskarte im Gesamtnetz.
Wenn ich meine Maultaschen im Zug will, dann will ich sie im Zug und nicht extra einen hässlichen Bahnhof wie Hannover oder Mannheim besuchen müssen!
Ich will mit Mausi im Zug... - und es nicht auf einem hässlichen Parkplatz irgendwo in der Pampa machen müssen. Da soll die Bahn gefälligst entsprechende ABTEILE zur Verfügung stellen.
Außerdem brauchst Du ja nicht den Bahnhof besuchen, sondern nur auf dem Bahnsteig! Wobei die EU ja auch vorschreiben kann, dass Dir die Ware bis an die Zugstür gebracht werden muss. Dann brauchst Du nicht mal raus!
Proviant kann man sich mitnehmen, ja. Aber für ein Mittag- oder Abendessen hat es was warmes zu sein.
Dann müssen wir die Stromversorgung so ändern, dass man auch eine Mikrowelle anschließen kann... ;-)
Schöne Grüße von
jörg
Oder
J-C, In meiner Welt, Sonntag, 28.02.2016, 12:02 (vor 3691 Tagen) @ Blaschke
bearbeitet von J-C, Sonntag, 28.02.2016, 12:02
Man spart sich das ganze und hat zu jeder Zeit die Möglichkeit eines warmen Mikrowellengerichts zu schweizerischen Preisen.
Das ist mir immer noch am liebsten und einfachsten
Dann muss sich die EU auch nicht damit befassen.
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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky
Gar nicht...
heinz11, Sonntag, 28.02.2016, 12:14 (vor 3691 Tagen) @ Blaschke
Ich will mit Mausi im Zug... - und es nicht auf einem hässlichen Parkplatz irgendwo in der Pampa machen müssen. Da soll die Bahn gefälligst entsprechende ABTEILE zur Verfügung stellen.
Kannst Du auch, wenn Du kannst...
Du mußt Dir halt nur IC-Linien raussuchen, wo es noch keine IC2 gibt und ein 1.Klasse-Ticket (darf durchaus ein Sparpreis sein) muß im Budget schon drinsein.
(OT:) Wenn's so einfach wäre... ;-)))
Blaschke, Sonntag, 28.02.2016, 17:46 (vor 3691 Tagen) @ heinz11
Huhu!
Ich will mit Mausi im Zug... - und es nicht auf einem hässlichen Parkplatz irgendwo in der Pampa machen müssen. Da soll die Bahn gefälligst entsprechende ABTEILE zur Verfügung stellen.
Kannst Du auch, wenn Du kannst...
Und dann behältst Du die Überschrift "Gar nicht..." bei? Also bitte...
Du mußt Dir halt nur IC-Linien raussuchen, wo es noch keine IC2 gibt und ein 1.Klasse-Ticket (darf durchaus ein Sparpreis sein) muß im Budget schon drinsein.
Solange Mausi nicht mitbekommt, dass sie nur ein Sparpreisticket wert ist... Aber das würde ich schon hinbekommen... Cheffe hab ich ja auch grad erklärt, dass das gekaufte Sparpreisticket nicht rückgebbar ist und habe als Schadenersatz für den gestrichenen Urlaub das gesamte Geld wiederbekommen (um danach am Bahnhof die Tickets zurückzugeben und nochmal zu kassieren *g*)
Und dann muß natürlich irgendwie noch SICHER sein, dass ich das Abteil für mich (also für Mausi und mich!) allein habe! Und nicht im "passenden" Moment der Schaffner nach der Fahrkarte fragt. Und einen Vorhang muß das Abteil auch haben - okay, man(n) könnte von mir ja lernen, wie man(n) Mausi verführt. Allerdings mache ich's ungern vor Publikum ;-).
Gewisse Voraussetzungen müssen also schon sein...
Aber all das ist graue Theorie - mangels zugfahrbegeisterter Mausi ;-).
Schöne Grüße von
jörg
(OT:) Wenn's so einfach wäre... ;-)))
oppermad, Wuppertal/Wunstorf, Montag, 29.02.2016, 08:06 (vor 3690 Tagen) @ Blaschke
Moin,
Ich will mit Mausi im Zug... - und es nicht auf einem hässlichen Parkplatz irgendwo in der Pampa machen müssen. Da soll die Bahn gefälligst entsprechende ABTEILE zur Verfügung stellen.
Gibt es schon. Da hat sich jemand vor einiger Zeit im Alleingang versucht, bis eine Zub zur Fahrkartenkontrolle kam. Ich finde das leider nicht mehr.
Cheffe hab ich ja auch grad erklärt, dass das gekaufte Sparpreisticket nicht rückgebbar ist und habe als Schadenersatz für den gestrichenen Urlaub das gesamte Geld wiederbekommen.
Ich staune. Sobald es Geld kostet, wird abgewunken oder zumindest kritisch geprüft. Das muss eine echte Notlage herrschen, anders kann ich das nicht erklären.
Und dann muß natürlich irgendwie noch SICHER sein, dass ich das Abteil für mich (also für Mausi und mich!) allein habe! Und nicht im "passenden" Moment der Schaffner nach der Fahrkarte fragt.
S. o. der Fall. Das klappt dann natürlich nicht. Von strafrechtlichen Konsequenzen ganz zu schweigen. Und "Ekel-Alfred" wird schon belangt, weil gegen die Wand eines Pissioars uriniert hat (also im Film).
Allerdings mache ich's ungern vor Publikum ;-).
Damit scheidet die Lounge Frankfurt wegen der gemeldeten Mäuse aus...
Grüße,
Dirk
--
Wer ist kundig auf folgenden Baureihen:
101, 103, 110, 111, 112, 120, 139, 140, 141, 143, 150, 151, 155, 181.2, 218, 225, 233, 362, 420, 472, 601, 605, 624, 628, 643 und 644?
Richtig: Bender!
Gar nicht...
Berlin-Express, nähe BPHD, Sonntag, 28.02.2016, 17:50 (vor 3691 Tagen) @ heinz11
Ich will mit Mausi im Zug... - und es nicht auf einem hässlichen Parkplatz irgendwo in der Pampa machen müssen. Da soll die Bahn gefälligst entsprechende ABTEILE zur Verfügung stellen.
Kannst Du auch, wenn Du kannst...
Du mußt Dir halt nur IC-Linien raussuchen, wo es noch keine IC2 gibt und ein 1.Klasse-Ticket (darf durchaus ein Sparpreis sein) muß im Budget schon drinsein.
Mod-Wagen sollte es auch nicht sein, außer Blaschi steht auf Leder. Ansonsten empfehle ich auch die Bimz, dort gibt es noch Vorhänge und mit dem Sparpreis-Aktion noch günstiger machbar.
Im 1950 bekommt man eigentlich immer ein Abteil für sich und ggf. Begleitung alleine.
Blaschi und Mausi
Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Montag, 29.02.2016, 07:53 (vor 3690 Tagen) @ Blaschke
Ich will mit Mausi im Zug... - und es nicht auf einem hässlichen Parkplatz irgendwo in der Pampa machen müssen. Da soll die Bahn gefälligst entsprechende ABTEILE zur Verfügung stellen.
Mich beschleicht der leise Verdacht, daß das bekannte "IC2-Wackelvideo" aufgenommen wurde, während Blaschi und Mausi im Unterdeck in der Behinderten-Toilette drei Punkte gemacht haben. :o)
Bei "Blaschi und Mausi" an "Milky und Schoki" aus der Kinder-Riegel-Werbung denkende Grüße,
der Colaholiker
PS: Sorry Jörg, den konnte ich mir wirklich nicht verkneifen. Hast ne Cola bei mir gut. :D
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Mach nicht die EU wach... ;-)
ICE 79, Sonntag, 28.02.2016, 13:07 (vor 3691 Tagen) @ Blaschke
Moin Jörg,
ich hatte natürlich vergessen zu erwähnen, dass es sich um Satire handelt. Da ja Amazon nun auch in das Lebensmittelgeschäft einsteigt, könnte es auch gut sein, dass Amazon fresh direkt an den Bahnsteig liefert. Und das, ohne die teuren Mieten am/im Bhf zu bezahlen...
Dann kommt die Mampfe zum Bahnsteig ;-)
Blaschke, Sonntag, 28.02.2016, 11:12 (vor 3691 Tagen) @ J-C
Huhu!
Und wenn deine Relation meinetwegen Hamburg-Prag lautet?
6 Stunden nur mit Snacks?
Den örtlichen Pizza-Blitz an den Zug bestellen... Wo ist das Problem?
;-)
Schöne Grüße von
jörg
der schon ganz andere Relationen ausgehalten hat ohne Speisewagen! Immerhin hat die Menschheit Rucksäcke erfunden und Essen, welches haltbar ist und auch kalt genießbar.
Speisewagen noch zeitgemäß
611 040, Erfurt, Sonntag, 28.02.2016, 10:32 (vor 3691 Tagen) @ Hustensaft
Nein ich finde Bordrestaurants oder mindestens Bistros sind überhaupt nicht überflüssig. Zumindest ein BordBistro muss es in jedem längeren Zuglauf (= über 3 Stunden) geben. Und das sieht die DB glücklicherweise auch so, denn die neuen ICE 4 bekommen ja wieder ein Bordrestaurant und auch beim ICE 3 Redesign werden die Bistros vorraussichtlich durch Restaurants ersetzt. Der IC2 hingegen war eine einzige Fehlentscheidung die DB geht jetzt wiedr komplett andere Wege aber damals als der IC2 bestellt wurde dachte man noch daran überall aufs billigste zu fahren. Das ist glücklicherweise vorbei aber bestellt sind die IC2 nunmal.
--
❤ 611, 612, 642, 644, 425, ICE-T, IC1 ❤
Speisewagen noch zeitgemäß; ja!
joko, Sonntag, 28.02.2016, 14:03 (vor 3691 Tagen) @ 611 040
Sehe ich genau so. Halte ich auch nicht für überflüssig. Der gehört zu einer "Fernreisekultur" dazu. Selbst Alternativen hatten es immer schwer: Vor ganz langer Zeit der "Quick Pick" (Wer kennt den noch?), dann der McDonald Test, der ja auch in der Schweiz nicht funktionierte.
Das Bordrestaurant bleibt hoffentlich noch lange! ICE4 lässt hoffen!
Gruß
joko
höheres Sitzplatzangebot kein Argument...
Blaschke, Sonntag, 28.02.2016, 11:22 (vor 3691 Tagen) @ Hustensaft
bearbeitet von Blaschke, Sonntag, 28.02.2016, 11:23
Huhu!
Wäre es da nicht sinnvoller, den Speisewagen durch einen normalen Wagen mit einer kleinen Kaffeeküche und einer Verkaufstresen zu ersetzen - die Kosten wären tendenziell geringer und das reguläre Sitzplatzangebot höher.
Man könnte die Züge jeweils um den Speisewagen verkürzen. Denn welcher Zug ist schon wirklich zu 100% und mehr ausgelastet? Ein erhöhtes reguläres Sitzplatzangebot ist also nicht unbedingt ein Argument für die Abschaffung des Speisewagens. Zumal es genug Züge gibt, die man auch so verlängern könnte, Bahnsteige und Leistung der Lok würden es hergeben.
Dass man den Speisewagen trotzdem abschaffen kann, ist natürlich weiterhin eine These, die man unterstützen kann... ;-)
Mir persönlich ist das schlicht egal. Wenn's einen gibt, schaue ich ab und an mal rein. Und wenn's keinen gibt ==> man sieht auf den ersten Blick, dass Blaschi bislang noch immer was zu Essen aufgetrieben hat und sich niemand Sorge machen muß, dass der Dicke womöglich (ver)hungern könnte...
Schöne Grüße von
jörg
Man könnte je nach Benutzerkreis abwägen! Übrigens!
Bahngenießer, Sonntag, 28.02.2016, 13:45 (vor 3691 Tagen) @ Hustensaft
bearbeitet von Bahngenießer, Sonntag, 28.02.2016, 13:46
Bei einer ICE-Garnitur, die fast ausschließlich Pendler zwischen dem Rhein-Ruhr- und dem Rhein-Main-Gebiet transportiert (z. B. Laufweg Dortmund-Köln-Schnellstrecke-Frankfurt) wäre nach meiner Meinung eine Bistro-Theke völlig ausreichend. [Dort sind die Sitzplätze auch mitunter tatsächlich recht knapp.]
Bei Zügen, die auch häufig für längere Fahren (z. B. Urlaubsreisen) benutzt werden, halte ich aber einen Speisewagen für dringend erforderlich.
Übrigens:
Vor Jahrzehnten, als die meisten Fernzüge (z. B. D-Züge) noch zu öffnende Abteilfenster hatten und an den Bahnhöfen auch mitunter längeren Aufenthalt (Kurswagen-Rangieren, Lokwechsel), da wurden noch vom Bahnsteig aus (mittels Handkarren) heiße Würstchen, Eis usw. verkauft. Sogar in Brilon Wald gab es soetwas in den siebziger Jahren, während der Eilzug (Amsterdam-Bad Wildungen) seinen Fahrtrichtungswechsel durchführte. War manchmal für preisbewusste Familien noch billiger als der "Speisewagen" und für die Kinder noch abwechslungsreicher als die eingepackten Butterbrote!
Speisen im Zug noch zeitgemäß!
Kein Bier in Wagen 11, Sonntag, 28.02.2016, 16:13 (vor 3691 Tagen) @ Hustensaft
Im Zug etwas essen zu können, das nicht kalt ist und man nicht auch selber mitnehmen könnte: ja, ich finde das auch weiterhin zeitgemäß. Ich glaube allerdings, dass es das Angebot nicht mehr ist. Ich denke, ein aufgebohrter Bistrobereich mit mehr Plätzen und einem größeren Angebot würde den bisherigen Restaurantbereich obsolet machen. Gleicher Umsatz mit mehr Essen und weniger Aufwand - man sollte es m.E. trotz der Erfahrungen mit Quick-Pick & co. nochmal neu und anders versuchen.
Speisewagen noch zeitgemäß
agw, NRW, Sonntag, 28.02.2016, 21:43 (vor 3691 Tagen) @ Hustensaft
bearbeitet von agw, Sonntag, 28.02.2016, 21:45
Ich würde den anderen Weg vorschlagen: Bahnhofsrestaurantionen werden verboten, sämtliche 2.Klassewagen werden durch Speisewagen ersetzt, in denen mitgebrachte Speisen nicht verzehrt werden dürfen.
Schon brummt der Verkauf wieder! Vielleicht könnten sogar dadurch die Tickets günstiger werden.
Ich fänds gut!
Lebensqualität!
guru61, Arolfingen, Montag, 29.02.2016, 07:30 (vor 3690 Tagen) @ Hustensaft
Nein, ich fände es sehr schade, wenn die Speisewagen abgeschafft werden.
Ich geniesse die 2 Kaffee und das Gipfeli jeden Morgen im IC von Olten nach Bern.
Freundlich serviert und sauber wieder abgeräumt. Und ich spare Zeit: Erstens müsste ich dafür eine halbe Stunde früher aufstehen, wenn ich zu Hause frühstücken würde, und Zweitens hätte ich um diese zeit noch keine frischen Gipfel.
Klar kostet das, mit Trinkgeld Fr 11.- Aber das ist es mir wert. Und wenn ich rechne, brauche ich länger zum Essen, als ich das Geld wieder verdient habe.
Auch abends, manchmal habe ich Lust auf ein Bier, auch dieses Bedürfnis kann sehr gut im Speisewagen befriedigt werden.
Und wenn ich unterwegs bin, dann setze ich mich gerne an einen Tisch und esse gepflegt. Ohne Kopfhörer und Daddelkiste.
Die Welt wird auch nicht untergehen, wenn man mal eine Stunde lang nicht weiss, ob in China ein Sack Reis umgefallen ist.
Und das Unterbewusstsein wird es danken, wenn es eine Zeitlang nicht von Musik zugeschallt wird.
Beim Perronverstinker und den Schnellfresspunten im Bahnhof, werde ich nie was kaufen. Wer glaubt, in einem Deutschen Döner für einen Euro 50 sei gutes Fleisch drin, dem ist nicht zu helfen.
Hier bin ich wohl zu stark von unseren ausländischen Mitbewohnern infiziert worden: Die Leben nicht fürs Chrampfen und Sparen. Die geniessen das Leben.
Und am Schluss noch die Generalsfrage: Was macht ihr eigentlich mit dem eingesparten Geld? Das letzte Hemd hat keine Taschen!
Gruss Guru, der ein gepflegtes Restaurant in deutschen Bahnhöfen sehr vermisst!
Lebensqualität!
Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Montag, 29.02.2016, 07:57 (vor 3690 Tagen) @ guru61
Wer glaubt, in einem Deutschen Döner für einen Euro 50 sei gutes Fleisch drin, dem ist nicht zu helfen.
Wer glaubt, daß es in Deutschland Döner für 1,50 gibt, lebt in der Schweiz. :-P
Freundliche gen Süden winkende Grüße,
der Colaholiker
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Lebensqualität!
guru61, Arolfingen, Montag, 29.02.2016, 08:42 (vor 3690 Tagen) @ Colaholiker
bearbeitet von guru61, Montag, 29.02.2016, 08:43
Wer glaubt, in einem Deutschen Döner für einen Euro 50 sei gutes Fleisch drin, dem ist nicht zu helfen.
Wer glaubt, daß es in Deutschland Döner für 1,50 gibt, lebt in der Schweiz. :-PFreundliche gen Süden winkende Grüße,
der Colaholiker
Soviel hatte ich damals in Bad Schandau gezahlt. 2 Mark 50.
http://www.mydealz.de/deals/lokal-berlin-d%C3%B6ner-1-50-88098
Zitat:
Bei dem Schnellimbiss in der Maxstraße 15 in 13347 Berlin Wedding ist der Döner nun dauerhaft auf 1,50€ gesenkt.
Schmeckt Super!
Freundlich zurückwink!
Gruss Guru
Lebensqualität!
Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Montag, 29.02.2016, 09:17 (vor 3690 Tagen) @ guru61
Das ist Berlin. Arm und heruntergekommen (von manchen als "sexy" bezeichnet, aber es gibt ja auch Leute, die heruntergekommene Crackhuren sexy finden). In Frankfurt bist Du eher mit 3,50 - 4,50 dabei.
Durchaus gute Dönerläden in Frankfurt kennende Grüße,
der Colaholiker
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Lebensqualität!
JeDi, überall und nirgendwo, Montag, 29.02.2016, 14:14 (vor 3690 Tagen) @ Colaholiker
Das ist Berlin. Arm und heruntergekommen (von manchen als "sexy" bezeichnet, aber es gibt ja auch Leute, die heruntergekommene Crackhuren sexy finden). In Frankfurt bist Du eher mit 3,50 - 4,50 dabei.
Durchaus gute Dönerläden in Frankfurt kennende Grüße,
der Colaholiker
In Fürstenwalde (ist aber noch ne Ecke Schlimmer als Berlin, und ja, das geht!) gabs letztens gegenüber vom Bahnhof Döner für 99 Cent.
--
Weg mit dem 4744!
Lebensqualität!
guru61, Arolfingen, Montag, 29.02.2016, 14:19 (vor 3690 Tagen) @ JeDi
Das ist Berlin. Arm und heruntergekommen (von manchen als "sexy" bezeichnet, aber es gibt ja auch Leute, die heruntergekommene Crackhuren sexy finden). In Frankfurt bist Du eher mit 3,50 - 4,50 dabei.
Durchaus gute Dönerläden in Frankfurt kennende Grüße,
der Colaholiker
In Fürstenwalde (ist aber noch ne Ecke Schlimmer als Berlin, und ja, das geht!) gabs letztens gegenüber vom Bahnhof Döner für 99 Cent.
Da ist wenigstens eins sicher: Es hat kein Fleisch drin :-)
Lebensqualität!
Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Montag, 29.02.2016, 14:24 (vor 3690 Tagen) @ JeDi
In Fürstenwalde (ist aber noch ne Ecke Schlimmer als Berlin, und ja, das geht!) gabs letztens gegenüber vom Bahnhof Döner für 99 Cent.
In der ganzen Nachbarschaft gibt es vermutlich keine freilaufenden Katzen, keine Vögel und keine Ratten mehr. *schauder*
Das andere Extrem habe ich mal auf dem Schweizer Straßenfest in Frankfurt erlebt - vor 12, 13 Jahren hat da ein Standbetreiber tatsächlich 7,50€ für einen normalen Döner haben wollen. Als ich fragte, ob davon 5€ Pfand auf das Fladenbrot seien, ist er mit dem Dönermesser hinter mir her, aber ich war schneller. :o)
Heute eher nach dem Motto "ich bin zu fett zum wegrennen, ich kämpfe" agierende Grüße,
der Colaholiker
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Lebensqualität!
akbar23, Montag, 29.02.2016, 11:15 (vor 3690 Tagen) @ guru61
bearbeitet von akbar23, Montag, 29.02.2016, 11:16
Das Problem ist, dass die meißten Deutschen sich (kaum) Bahn fahren noch in der Bahn essen leisten können.
Lebensqualität!
guru61, Arolfingen, Montag, 29.02.2016, 12:23 (vor 3690 Tagen) @ akbar23
Das Problem ist, dass die meißten Deutschen sich (kaum) Bahn fahren noch in der Bahn essen leisten können.
Das höre ich immer wieder. Wenn ich aber in meinem deutschen Bekanntenkreis herumhöre, dann haben alle Häuser, dicke Autos (im Vergleich zu meinem Corsa), machen 2 Mal pro Jahr Ferien und shoppen zwischendurch mal nach London oder anderswo hin.
Gibt's da statistische Unterlagen?
Gruss Guru
Zusammenfassende Antwort
Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Montag, 29.02.2016, 12:44 (vor 3690 Tagen) @ guru61
Mietwohnung, japanischer Kleinwagen, Einkauf quasi Weltweit (vom heimischen Schreibtisch aus) Urlaub gerne. Bordgastronmie im Zug auch gerne, wenn ich Hunger habe - oft fahre ich aber zu Zeiten, wo ich noch satt von der vorherigen Mahlzeit bin.
Lieber fahre ich in der Bahn 1. Klasse, als mir irgendwo eine Immobilie ans Bein zu binden. (Der einzige Grund, über einen Immobilienkauf nachzudenken, wäre, wenn ich aufgrund eines Lottogewinns die Immobilie in einem Rutsch bezahlen könnte, ohne sie zu finanzieren. Dann wäre mir die fehlende Flexibilität, weil ich an einen Ort gebunden bin, und nicht woanders arbeiten könnte, auch egal, denn ich würde nicht mehr arbeiten. ;-) )
Dir den falschen Bekanntenkreis attestierende Grüße,
der Colaholiker
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Auf den Lottogewinn...
Frankfurt (Main) Süd, Montag, 29.02.2016, 16:04 (vor 3690 Tagen) @ Colaholiker
...hoffe ich auch schon länger. Dass er bislang ausgeblieben ist, könnte allerdings auch damit zusammenhängen, dass ich noch nie einen Lottoschein ausgefüllt habe. ;-)
Auf den Lottogewinn...
Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Dienstag, 01.03.2016, 08:33 (vor 3689 Tagen) @ Frankfurt (Main) Süd
könnte allerdings auch damit zusammenhängen, dass ich noch nie einen Lottoschein ausgefüllt habe. ;-)
Ich auch nicht. Zumindest nicht auf Papier.
Online beim Anbieter direkt mitspielende Grüße,
der Colaholiker
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Jeder hat andere Bedürfnisse!
guru61, Arolfingen, Dienstag, 01.03.2016, 07:13 (vor 3689 Tagen) @ Colaholiker
Mietwohnung, japanischer Kleinwagen, Einkauf quasi Weltweit (vom heimischen Schreibtisch aus) Urlaub gerne. Bordgastronmie im Zug auch gerne, wenn ich Hunger habe - oft fahre ich aber zu Zeiten, wo ich noch satt von der vorherigen Mahlzeit bin.
Das kann ich leider nicht, da mein Chef sagt, wann ich antreten muss.
Lieber fahre ich in der Bahn 1. Klasse, als mir irgendwo eine Immobilie ans Bein zu binden. (Der einzige Grund, über einen Immobilienkauf nachzudenken, wäre, wenn ich aufgrund eines Lottogewinns die Immobilie in einem Rutsch bezahlen könnte, ohne sie zu finanzieren. Dann wäre mir die fehlende Flexibilität, weil ich an einen Ort gebunden bin, und nicht woanders arbeiten könnte, auch egal, denn ich würde nicht mehr arbeiten. ;-) )
Ich habe eine Immobilie UND fahre seit 1988 erste Klasse mit dem Klappauto, hier GA genannt.
Dank der abbezahlten Immobilie habe ich heute Wohnkosten von ca. 500.- Fr. im Monat. Vorher zahlte ich für eine vergleichbare Mietwohnung 1'800 Franken inkl. Nebenkosten im Monat. Die Differenz reicht völlig, um das ganze Essen zu bezahlen, inkl. Restaurantbesuche und Speisewagen.
Ich fahre Deutsche Wertarbeit: Kürzlich bin ich von Corsa auf Ford Fiesta umgestiegen. Das Auto habe ich aber nur noch, um in Deutschland oder Österreich rumzufahren. In der Schweiz brauch ich es etwa einmal pro Woche.
Dir den falschen Bekanntenkreis attestierende Grüße,
Möglich, aber mir machts nichts aus :-)
der Colaholiker
Prost Guru
Jeder hat andere Bedürfnisse!
Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Dienstag, 01.03.2016, 08:42 (vor 3689 Tagen) @ guru61
Das kann ich leider nicht, da mein Chef sagt, wann ich antreten muss.
Die meisten meiner Fernverkehrsbahnfahrten sind privater Natur. Ich sitze den überwiegenden Teil des Jahres im Büro, da kann ich antreten wann ich will, und wenn ich privat fahre, fahre ich auch, wann ich will. ;-)
Ich habe eine Immobilie UND fahre seit 1988 erste Klasse mit dem Klappauto, hier GA genannt.
Hier im Rhein-Main-Tebiet müßte ich bei meinem derzeitigen Gehalt vermutlich bis zu meinem 326. Lebensjahr arbeiten, um eine Immobilie abzubezahlen. ;-) Die deutsche Cousine des GA, also die BC 100, lohnt sich für mich nicht, für den örtlichen Nahverkehr habe ich eine Jahreskarte, im Fernverkehr fahre ich mit BC25 und Sparpreisen billiger.
Dank der abbezahlten Immobilie habe ich heute Wohnkosten von ca. 500.- Fr. im Monat. Vorher zahlte ich für eine vergleichbare Mietwohnung 1'800 Franken inkl. Nebenkosten im Monat. Die Differenz reicht völlig, um das ganze Essen zu bezahlen, inkl. Restaurantbesuche und Speisewagen.
Die Preis- und Einkommensstruktur in der Schweiz ist eben eine andere als in Deutschland. Eine so teure Mietwohnung könnte ich nicht stemmen...
Ich fahre Deutsche Wertarbeit: Kürzlich bin ich von Corsa auf Ford Fiesta umgestiegen. Das Auto habe ich aber nur noch, um in Deutschland oder Österreich rumzufahren. In der Schweiz brauch ich es etwa einmal pro Woche.
Hier braucht man es doch öfter als geplant. Erst gestern wieder. Man steht morgens an der Haltestelle, aber die Straßenbahn kommt einfach nicht. Möglichkeiten zur Fahrgastinformation gibt es dort keine, also wartet man 10 Minuten und setzt sich dann ins Auto. Dank des seit einem guten Jahr von 10 auf 15 Minuten ausgedünnten Fahrplans klappt bei der nächsten Bahn der Anschluß auf die Regionalbahn nicht mehr, und dort ist dann nur noch Halbstundentakt angesagt. (Und Schülerzug, nein danke!) Grundsätzlich eine Straßenbahn eher nehmen ist auch doof, weil das dann zu einer knappen halben Stunde Aufenthalt am Hbf führt. (Du siehst, Deutschland ist Meister in aufeinander abgestimmten Fahrplänen...)
Möglich, aber mir machts nichts aus :-)
Darüber ausgesprochen froh seiende Grüße,
der Colaholiker
--
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guru61, Arolfingen, Dienstag, 01.03.2016, 09:56 (vor 3689 Tagen) @ Colaholiker
Hier im Rhein-Main-Gebiet müßte ich bei meinem derzeitigen Gehalt vermutlich bis zu meinem 326. Lebensjahr arbeiten, um eine Immobilie abzubezahlen. ;-) Die deutsche Cousine des GA, also die BC 100, lohnt sich für mich nicht, für den örtlichen Nahverkehr habe ich eine Jahreskarte, im Fernverkehr fahre ich mit BC25 und Sparpreisen billiger.
In Zürich geht's auch nicht :-)
Man muss halt suchen. Und vergoldete Türklinken brauche ich auch nicht :-)
Das GA lohnt sich, genau auf den Rappen gerechnet, wahrscheinlich auch nicht. Aber die Freiheit, in jede offene Tür einzusteigen, was öffentlich ist und Räder hat, ist mir das wert.
Die Preis- und Einkommensstruktur in der Schweiz ist eben eine andere als in Deutschland. Eine so teure Mietwohnung könnte ich nicht stemmen...
Das können auch viele nicht, aber es bleibt ihnen nichts anderes übrig oder eben Pendeln:
http://www.immoscout24.ch/de/suche/wohnung-mieten-zh?s=2&t=1&l=26&nrf=3&...
Ich fahre Deutsche Wertarbeit: Kürzlich bin ich von Corsa auf Ford Fiesta umgestiegen. Das Auto habe ich aber nur noch, um in Deutschland oder Österreich rumzufahren. In der Schweiz brauch ich es etwa einmal pro Woche.
Hier braucht man es doch öfter als geplant. Erst gestern wieder. Man steht morgens an der Haltestelle, aber die Straßenbahn kommt einfach nicht. Möglichkeiten zur Fahrgastinformation gibt es dort keine, also wartet man 10 Minuten und setzt sich dann ins Auto. Dank des seit einem guten Jahr von 10 auf 15 Minuten ausgedünnten Fahrplans klappt bei der nächsten Bahn der Anschluß auf die Regionalbahn nicht mehr, und dort ist dann nur noch Halbstundentakt angesagt. (Und Schülerzug, nein danke!) Grundsätzlich eine Straßenbahn eher nehmen ist auch doof, weil das dann zu einer knappen halben Stunde Aufenthalt am Hbf führt. (Du siehst, Deutschland ist Meister in aufeinander abgestimmten Fahrplänen...)
Es geht doch nichts über einen guten Fahrplan! Ich wohne seit Mai 2012 an diesem Ort, und der Bus ist bis anhin noch nie zu spät gekommen, so dass ich einen Anschluss verpasst hätte.
Möglich, aber mir machts nichts aus :-)
Darüber ausgesprochen froh seiende Grüße,
der Colaholiker
Gruss Guru
Jeder hat andere Bedürfnisse!
Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Dienstag, 01.03.2016, 10:21 (vor 3689 Tagen) @ guru61
In Zürich geht's auch nicht :-)
Man muss halt suchen. Und vergoldete Türklinken brauche ich auch nicht :-)
Es sollte halt noch irgendwo halbwegs in der Nähe von da wo man arbeitet sein... und selbst da erzwingen die Preise bei mir schon 25 km Entfernung. (Lustigerweise is es da, wo ich arbeite, außerhalb der Stadt im Speckgürtel) teurer als in der Stadt. Man müßte noch weiter raus fahren, daß es wieder billiger wird, aber da ist man dann wirklich "hinterm Berg".
Das GA lohnt sich, genau auf den Rappen gerechnet, wahrscheinlich auch nicht. Aber die Freiheit, in jede offene Tür einzusteigen, was öffentlich ist und Räder hat, ist mir das wert.
Ob sich meine Jahreskarte auf den Cent genau rechnet, weiß ich auch nicht. Aber eine BC 100 würde es jedenfalls nicht mal ansatzweise. Ich rechne überschlägig mit rund 2k€ (1. Klasse) bei der Bahn (ich schrammel immer knapp am Comfortstatus lang), dazu 1,2 k€ für den örtlichen ÖPNV (ohne 1. Klasse, gibt es nur auf einem kurzen Abschnitt meines Pendelwegs und lohnt sich nicht). Das ist von den fast 7 k€ für die BC 100 doch verdammt weit weg, auch wenn sie beides ersetzen würde. Für diese Flexibilität mehr als das Doppelte ausgeben... öh... nein.
Das können auch viele nicht, aber es bleibt ihnen nichts anderes übrig oder eben Pendeln:
http://www.immoscout24.ch/de/suche/wohnung-mieten-zh?s=2&t=1&l=26&nrf=3&...
Wie will man es stemmen, wenn die Wohnung mehr kostet als man im Monat verdient? *kopf kratz*
Es geht doch nichts über einen guten Fahrplan! Ich wohne seit Mai 2012 an diesem Ort, und der Bus ist bis anhin noch nie zu spät gekommen, so dass ich einen Anschluss verpasst hätte.
Die Straßenbahn (oder sagt man bei Euch nicht das Tram?) kommt meistens deshalb zu spät, weil Autofahrer zu blöd sind. Entweder biegen sie irgendwo, wo sie es nicht dürfen, vor einer Straßenbahn links ab und sorgen für Kaltverformungen, oder, gerade da wo ich wohne, parken sie nicht dicht genug am Straßenrand, sodaß die Straßenbahn nicht vorbei kommt. Und leider dauert es hier sehr lange, bis der Abschleppwagen kommt und Platz schafft. (Wenn er mal da ist, geht es aber recht schnell, das Unternehmen, was bei uns abschleppt, hat üblicherweise 90 Sekunden nach Ankunft den Wagen auf'm Laster. Wenn Du mal Zeit hast, such bei Youtube mal nach Auto-Dentz, über dieses Unternehmen gibt es sogar Fernsehberichte. Hier in Frankfurt haben die Kultstatus!) Bis vorletzten Dezember hatten wir morgens sogar schon 10-Minuten-Takt, doch dann kam irgendein Sparbrötchen im Lokalen Verkehrsorganisationswasserkopf (Ja Maria, ich sage wieder was gegen Deine TraffiKuh! :-P ) auf den Trichter, daß die Bahnen ja nur halb voll sind (Stadtauswärts leer, stadteinwärts voll ist im Durchschnitt ja nur halbvoll) und hat den Takt auf 15 Minuten ausgedünnt. :(
Der Fahrplan ist halt im Zusammenspiel zwischen Straßenbahn und Regionalverkehr auf meiner Linie blöd. Der Regionalzug fährt eine ode rzwei Minuten nach Ankunft der Straßenbahn am Hauptbahnhof ab. Das schafft man nicht von draußen über die Straße, durch die halbe Bahnhofshalle bis zum Perron... Also hat man immer im Wechsel eine Wartezeit von einer knappen halben Stunde oder einer knappen Viertelstunde, weil beim Erreichen des Bahnsteigs der Zug entweder gerade weg ist oder seit etwas mehr als 15 Minuten. Und erschwerend kommt dazu, daß durch den Halbstundentakt ich nur einen Zug habe, den ich nehmen kann. Halbe Stunde eher bin ich früher auf der Arbeit als ich anfangen darf, halbe Stunde später + Stunde später sind Schülerzüge, die proppenvoll sind. Danach wäre indiskutabel spät bei der Arbeit, was einen noch indiskutabel späteren Feierabend ergäbe.
Nach 16 Uhr im Büro depressiv werdende Grüße,
der Colaholiker
--
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Jeder hat andere Bedürfnisse!
guru61, Arolfingen, Dienstag, 01.03.2016, 11:05 (vor 3689 Tagen) @ Colaholiker
In Zürich geht's auch nicht :-)
Man muss halt suchen. Und vergoldete Türklinken brauche ich auch nicht :-)
Es sollte halt noch irgendwo halbwegs in der Nähe von da wo man arbeitet sein... und selbst da erzwingen die Preise bei mir schon 25 km Entfernung. (Lustigerweise is es da, wo ich arbeite, außerhalb der Stadt im Speckgürtel) teurer als in der Stadt. Man müßte noch weiter raus fahren, daß es wieder billiger wird, aber da ist man dann wirklich "hinterm Berg".
Ja, da ich aber über 50 bin und mein Arbeitsplatz von St. Gallen über Winterthur, Zürich nach Bern verlegt wurde, war ich gezwungen 3 Jahre von Weinfelden nach Bern zu pendeln.
Nachher haben wir das Haus, das wir dort hatten verkauft und zogen in die Region Olten: Da meine Frau in Zürich arbeitet haben wir uns für die Region Olten entschieden, geografisch in der Mitte.
Darum werde ich auch allergisch, wen n die DuschenmitDorisTante im Bundesrat jeweils den bösen Pendler verantwortlich macht, während sie ein paar Jahre vorher als Wirtschaftsministerin noch den flexiblen Arbeitnehmer forderte.
Die Straßenbahn (oder sagt man bei Euch nicht das Tram?) kommt meistens deshalb zu spät, weil Autofahrer zu blöd sind. Entweder biegen sie irgendwo, wo sie es nicht dürfen, vor einer Straßenbahn links ab und sorgen für Kaltverformungen, oder, gerade da wo ich wohne, parken sie nicht dicht genug am Straßenrand, sodaß die Straßenbahn nicht vorbei kommt. Und leider dauert es hier sehr lange, bis der Abschleppwagen kommt und Platz schafft. (Wenn er mal da ist, geht es aber recht schnell, das Unternehmen, was bei uns abschleppt, hat üblicherweise 90 Sekunden nach Ankunft den Wagen auf'm Laster. Wenn Du mal Zeit hast, such bei Youtube mal nach Auto-Dentz, über dieses Unternehmen gibt es sogar Fernsehberichte. Hier in Frankfurt haben die Kultstatus!) Bis vorletzten Dezember hatten wir morgens sogar schon 10-Minuten-Takt, doch dann kam irgendein Sparbrötchen im Lokalen Verkehrsorganisationswasserkopf (Ja Maria, ich sage wieder was gegen Deine TraffiKuh! :-P ) auf den Trichter, daß die Bahnen ja nur halb voll sind (Stadtauswärts leer, stadteinwärts voll ist im Durchschnitt ja nur halbvoll) und hat den Takt auf 15 Minuten ausgedünnt. :(
Das ist ein Problem. Gibt's auch anderswo:
http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/stadt/Auto-blockierte-Talackerstrasse/story/24821156
Allerdings hat man in den Schweizer Städten seit den 70er Jahren wo immer möglich den Tram und Autoverkehr entkoppelt. Bei den Bauordnungen hat man ebenfalls rigoros eine Parkplatzpflicht durchgesetzt. Du kannst sogar hier im Dorf nicht mehr bauen, ohne dass du den Nachweis erbringst, dass Du Parkplätze auf deinem Grund erstellst.
Und für die, die ihr Auto auf öffentlichem Grund abstellen, kostet es vielerorts eine Gebühr.
http://www.tagblatt.ch/ostschweiz/stgallen/wil/wv-la/Auch-Laternengarage-kostet;art263,...
Und viele Parkplätze wurden mit Parkuhren ausgerüstet oder der blauen Zone zugeschlagen, die nicht mehr dauernd benützt werden dürfen.
https://www.stadt-zuerich.ch/pd/de/index/dav/parkkarten_bewilligungen/blaue_zone.html
Allerdings kommen da ziemliche Kosten auf den Auto Halter zu.
Was mir in Deutschland auffällt ist die Tatsache, dass ich selten eine Vorrangschaltung an Ampeln miterlebe. Während sogar unser Überlandbus an Baustellenampeln Vorrang hat (steht immer eine Tafel mit "Bus 1,2,3 oder 4" da, für den anzuwählenden Kanal), hält man in Deutschland an jeder Ampel fast eine Minute.
Der Fahrplan ist halt im Zusammenspiel zwischen Straßenbahn und Regionalverkehr auf meiner Linie blöd. Der Regionalzug fährt eine ode rzwei Minuten nach Ankunft der Straßenbahn am Hauptbahnhof ab. Das schafft man nicht von draußen über die Straße, durch die halbe Bahnhofshalle bis zum Perron... Also hat man immer im Wechsel eine Wartezeit von einer knappen halben Stunde oder einer knappen Viertelstunde, weil beim Erreichen des Bahnsteigs der Zug entweder gerade weg ist oder seit etwas mehr als 15 Minuten.
Hier wäre Verbesserungspotential. Mit einer Verschiebung um 3 Minuten würde das Tram also um einiges attraktiver. Will man das nicht sehen, oder haben die Verantwortlichen kein Musikgehör?
Nach 16 Uhr im Büro depressiv werdende Grüße,
der Colaholiker
Ich auch
Gruss Guru
Jeder hat andere Bedürfnisse!
Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Dienstag, 01.03.2016, 11:33 (vor 3689 Tagen) @ guru61
Allerdings hat man in den Schweizer Städten seit den 70er Jahren wo immer möglich den Tram und Autoverkehr entkoppelt. Bei den Bauordnungen hat man ebenfalls rigoros eine Parkplatzpflicht durchgesetzt. Du kannst sogar hier im Dorf nicht mehr bauen, ohne dass du den Nachweis erbringst, dass Du Parkplätze auf deinem Grund erstellst.
Das versucht man hier auch. Allerdings ist die Ecke, in der ich wohne, teils noch Vorkriegsbebauung bzw. in den alten Häuserfluchten wieder aufgebaut. Dementsprechend ist auf weiten Abschnitten außer zwei schmalen Gehwegen und eniem Parkstreifen gerade Platz für die beiden Spuren, je eine pro Richtung, die sich dann Tram und Auto teilen müssen. Selbst unter Verzicht auf den Parkstreifen könnte man maximal eine Richtung entkoppeln.
Das alter der Häuser bringt es dann eben mit sich, daß sie keine Tiefgaragen haben, wie es heute üblicherweise mitgebaut wird. Könnte ich zu meiner Wohnung einen Garagenplatz mieten, würde ich das sofort machen, es würde viel Ärger bei der Parkplatzsuche sparen und zudem noch Vandalismus verhindern, was leider auch schon vorkam. Aber was nicht da ist, kann man nicht mieten...
Und für die, die ihr Auto auf öffentlichem Grund abstellen, kostet es vielerorts eine Gebühr.
http://www.tagblatt.ch/ostschweiz/stgallen/wil/wv-la/Auch-Laternengarage-kostet;art263,...
Da es eben keine Alternativen gibt, würde das bei uns vermutlich zu massiven Protesten führen.
Und viele Parkplätze wurden mit Parkuhren ausgerüstet oder der blauen Zone zugeschlagen, die nicht mehr dauernd benützt werden dürfen.
https://www.stadt-zuerich.ch/pd/de/index/dav/parkkarten_bewilligungen/blaue_zone.html
Allerdings kommen da ziemliche Kosten auf den Auto Halter zu.
Was man dort sofort einführen könnte, wäre Anwohnerparken. Auch dafür würde ich sofort bezahlen. Aber bei uns ist gibt es zwei große Seuchen - dadurch, daß wir recht nah an der Autobahn, aber tariflich schon in Frankfurt sind, nutzen viele Pendler den Stadtteil, besonders entlang der Hauptstraße mit Tram, als Park&Ride-Platz, und etliche Handwerker, die in der Gegend wohnen, finden es anscheinend spaßig, ihre großen Firmenfahrzeuge (ich rede nicht von selbständigen Handwerkern, deren wohnung gleichzeitig die Geschäftsadresse ist, sondern von Angestellten von Unternehmen irgendwoanders in der Stadt) dort abstellen. Ein Mitarbeiter enier Firma für Werbetechnik belegt regelmäßig drei Parkplätze mit einem überlangen Sprinter (nachts, wenn die Person zu Hause schläft, nicht tagsüber, weil er dort etwas zu arbeiten hätte). So etwas gehört in meinen Augen verboten.
Was mir in Deutschland auffällt ist die Tatsache, dass ich selten eine Vorrangschaltung an Ampeln miterlebe. Während sogar unser Überlandbus an Baustellenampeln Vorrang hat (steht immer eine Tafel mit "Bus 1,2,3 oder 4" da, für den anzuwählenden Kanal), hält man in Deutschland an jeder Ampel fast eine Minute.
Es gibt Ecken in Frankfurt, da klappt es gut (teils zu gut, weil man wenn die Straßenbahn in die Haltestelle einfährt, den parallel fahrenden Autoverkehr ebenfalls anhält, obwohl die Straßenbahn einen zur Fahrbahn hin abgegitterten Bahnsteig besitzt, also niemand auf die Fahrbahn aussteigen kann), aber es gibt auch Ecken, da klappt es absolut nicht.
Hier wäre Verbesserungspotential. Mit einer Verschiebung um 3 Minuten würde das Tram also um einiges attraktiver. Will man das nicht sehen, oder haben die Verantwortlichen kein Musikgehör?
Ich denke, man will es nicht sehen. Allerdings gibt es dadurch, daß an gewissen Haltetellen Linienverknüpfungen (auf dem Papier, in Echt meistens Sichtanschlüsse) existieren, Schwierigkeiten, eine einzelne Linie mal eben zu verschieben. Und bei der Zugdichte im Zulauf auf den Hauptbahnhof ist es utopisch zu glauben, man könne mal eben die Regionalbahn verschieben, zumal dort einige eingleisige Rampen beteiligt sind. Allgemein glaube ich, daß die Schweizer für die Erstellung von Fahrplänen ein besseres Händchen haben, und eher auf Details achten. Allerdings ist Frankfurt am Main auch ne Ecke größer als Zürich, um mal die größte Stadt der Schweiz anzuführen. Eventuell macht die Größe es einfacher, das kann ich nicht sagen.
Anekdote zum Fahrplan: Teilweise werden hier aber auch aberwitzige Umsteigezeiten eingeplant. Extrembeispiel eins: Umstieg vom Tram in den Bus am Frankfurter Südbahnhof, am selben Bahnsteig. Also aussteigen, zwei Schritte aus dem Weg gehen, auf den Bus warten, drei Schritte zur Tür laufen, einsteigen. Mindesumsteigezeit: 8 Minuten. Extrembeispiel zwei: Nur zwei Minuten von der Tramhaltestelle am Lokalbahnhof zur S-Bahn am Lokalbahnhof. Der Marker zeigt auf den Zugang, von da aus geht es erst noch zwei Etagen in die Tiefe. Der östliche Zugang liegt zwar in der Luftlinie etwas näher, ist aber aufgrund von Zäunen und einer Tiefgaragenzufahrt (die kleine Parallelstraße nördlich des Worts "Heisterstraße" im ersten Link) fußläufig weiter weg.
Ich auch
Mit Dir gemeinsam auf den Feierabend freuende Grüße,
der Colaholiker
--
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Jeder hat andere Bedürfnisse!
Silver, Dienstag, 01.03.2016, 15:07 (vor 3689 Tagen) @ guru61
Was mir in Deutschland auffällt ist die Tatsache, dass ich selten eine Vorrangschaltung an Ampeln miterlebe. Während sogar unser Überlandbus an Baustellenampeln Vorrang hat (steht immer eine Tafel mit "Bus 1,2,3 oder 4" da, für den anzuwählenden Kanal), hält man in Deutschland an jeder Ampel fast eine Minute.
Die gibt es in Deutschland allerorten. Als Selten-Busfahrer erlebe ich natürlich meistens die Kehrseite der Medaille, denn wenn die Ampelschaltung von einem Bus aus dem Takt gebracht wurde, meinen die hiesigen Verkehrsplaner, dass man ja einfach mal die Grünphase für Fußgänger und Radfahrer ausfallen lassen kann. Und dann steht man gerne geschlagene 5 Minuten an der Ampel. Oder gilt als rotlichtrasender Kampfradler.
Als gelernter Sozialwissenschaftler...
Frankfurt (Main) Süd, Montag, 29.02.2016, 16:03 (vor 3690 Tagen) @ guru61
...muss ich dazu zunächst anmerken, dass der eigene Bekanntenkreis kein repräsentativer Querschnitt der Gesellschaft ist.
Statistische Informationen aller Art zu Deutschland finden sich unter: https://www.destatis.de/DE/Startseite.html
Interessant ist darüber hinaus der Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung:
http://www.armuts-und-reichtumsbericht.de/DE/Startseite/start.html
(Erscheint alle paar Jahre, die bislang vorliegenden Berichte sind dort unter Bericht -> Archiv zu finden.)
Als gelernter Maschinenmechaniker
guru61, Arolfingen, Dienstag, 01.03.2016, 07:02 (vor 3689 Tagen) @ Frankfurt (Main) Süd
...muss ich dazu zunächst anmerken, dass der eigene Bekanntenkreis kein repräsentativer Querschnitt der Gesellschaft ist.
Weiss ich das, dass mein Bekanntenkreis kein repräsentativer Querschnitt ist.
Aber andererseits weiss ich auch, dass ein Politiker lügt, sobald er die Lippen bewegt.
Gruss Guru
Als gelernter Maschinenmechaniker
Frankfurt (Main) Süd, Dienstag, 01.03.2016, 10:41 (vor 3689 Tagen) @ guru61
Aber andererseits weiss ich auch, dass ein Politiker lügt, sobald er die Lippen bewegt.
Wobei der Armuts- und Reichtumsbericht von Fachleuten und nicht von Politikern erstellt wird und auch einiges an Informationen beinhaltet, die der Bundesregierung, egal welcher Couleur, nicht sonderlich gefallen. Deswegen wird damit auch nicht hausieren gegangen, aber es gibt halt die gesetzliche Verpflichtung, ihn zu erstellen.
Lebensqualität!
akbar23, Montag, 29.02.2016, 18:32 (vor 3690 Tagen) @ guru61
Die Unterschiede in Deutschland wachsen immer. Und schau dir mal den Mindestlohn an: 8,50 entspricht etwa 7 € netto. Wie willst du da Zug fahren, geschweige denn im Spreisewagen essen?
Lebensqualität!
Silver, Montag, 29.02.2016, 18:44 (vor 3690 Tagen) @ akbar23
Die Unterschiede in Deutschland wachsen immer. Und schau dir mal den Mindestlohn an: 8,50 entspricht etwa 7 € netto. Wie willst du da Zug fahren, geschweige denn im Spreisewagen essen?
Ganz richtig, die Mindestlohnbezieher sind in den Fernverkehrszügen klar in der Minderheit, vorherrschend ist dort die Mittelschicht vertreten. Daher lässt sich die Frage nach dem Speisewagen auch nicht mit den finanziellen Möglichkeiten der Unterschicht beantworten, sondern mit denen der Mittelschicht.
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