Eröffnung Wehrhahnlinie Düsseldorf (Reiseberichte)

agw, NRW, Samstag, 20.02.2016, 13:23 (vor 3730 Tagen)

Mal ein paar Eindrücke:
https://www.dropbox.com/sc/iiv38w7ybqmrydo/AAAzdT8L1OMqIi6onSBq9TtWa

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"Mit Vollgas in den Sommer: Sparen Sie 20% bei Europcar."
- bahn.de

Strassen- oder U-Bahn?

ktmb, Samstag, 20.02.2016, 13:35 (vor 3730 Tagen) @ agw

- kein Text -

Niedeflurstadtbahn

462 001, Taunus, Samstag, 20.02.2016, 14:07 (vor 3730 Tagen) @ ktmb

- kein Text -

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Von mir besuchte Bahnhöfe
- Deutschland: 1627
- Euro. Ausland: 717

Oberirdisch günstiger?

ktmb, Sonntag, 21.02.2016, 13:38 (vor 3729 Tagen) @ 462 001
bearbeitet von ktmb, Sonntag, 21.02.2016, 13:38

Da es sich ja nur um eine Straßenbahn handelt, wird hier kritisch hinterfragt, ob es nicht auch günstiger hätte sein können, wenn die Schienen oben verlegt worden wären.
Herzliche Grüße

Oberirdisch günstiger?

agw, NRW, Sonntag, 21.02.2016, 14:16 (vor 3729 Tagen) @ ktmb

Bei der Nutzung von ÖPNB bevorzuge ich in dieser Reihenfolge: RE, RB/S, U-Bahn/Stadtbahn, Strassenbahn, Bus.
Der Abschnitt ab Wehrhahn ist für mich jetzt wesentlich attraktiver geworden.
Es wird schneller und pünktlicher.
Bei Straßenbahnen die mitten durch belebte Fußgängerzonen fahren, krieg ich immer das Grausen.
Auf dem Dorf mag das okay sein, in der Düsseldorfer Alt- und Innenstadt nicht.

Das man mit anderen Linien nicht mehr so flexibel ist, stimmt natürlich.

Alternative Autos verbannen

ES89, Hamburg / Rostock, Sonntag, 21.02.2016, 16:01 (vor 3729 Tagen) @ ktmb

Da es sich ja nur um eine Straßenbahn handelt, wird hier kritisch hinterfragt, ob es nicht auch günstiger hätte sein können, wenn die Schienen oben verlegt worden wären.

Die Schienen lagen ja oben. Insbesondere im Bereich Schadowstraße wäre die Alternative gewesen, die Autos zu verbannen. Da hat man sich aber wohl nicht ran getraut. Auch wenn jetzt umgestaltet werden wird dürfte die Schadowstraße weiterhin eine schäußliche Einkaufsstraße bleiben. Für mich ein absoluter Schandfleck.

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Gegen Großraum-Zwang im Fernverkehr!
Für zumindest drei Abteile je Wagenklasse!

Alternative Autos verbannen +1

Bahngenießer, Montag, 22.02.2016, 13:58 (vor 3728 Tagen) @ ES89

Da es sich ja nur um eine Straßenbahn handelt, wird hier kritisch hinterfragt, ob es nicht auch günstiger hätte sein können, wenn die Schienen oben verlegt worden wären.


Die Schienen lagen ja oben. Insbesondere im Bereich Schadowstraße wäre die Alternative gewesen, die Autos zu verbannen. Da hat man sich aber wohl nicht ran getraut. Auch wenn jetzt umgestaltet werden wird dürfte die Schadowstraße weiterhin eine schäußliche Einkaufsstraße bleiben. Für mich ein absoluter Schandfleck.

"Autos unter die Erde verlegen" scheint mir auch meist die bessere Lösung!

Wobei ich mich mit ganz kurzen U-Bahn-Tunneln (z. B. unter Haupt-Fußgängerzonen) noch abfinden kann! Bei der Interessen-Abwägung stehen für mich auf jeden Fall die Interessen der Fußgänger an erster Stelle, der ÖPNV kommt aber noch vor dem Individual-Autoverkehr.

Alternative Autos verbannen +1

Aphex Twin, Dienstag, 23.02.2016, 04:51 (vor 3728 Tagen) @ Bahngenießer

Da es sich ja nur um eine Straßenbahn handelt, wird hier kritisch hinterfragt, ob es nicht auch günstiger hätte sein können, wenn die Schienen oben verlegt worden wären.


Die Schienen lagen ja oben. Insbesondere im Bereich Schadowstraße wäre die Alternative gewesen, die Autos zu verbannen. Da hat man sich aber wohl nicht ran getraut. Auch wenn jetzt umgestaltet werden wird dürfte die Schadowstraße weiterhin eine schäußliche Einkaufsstraße bleiben. Für mich ein absoluter Schandfleck.


"Autos unter die Erde verlegen" scheint mir auch meist die bessere Lösung!

Wobei ich mich mit ganz kurzen U-Bahn-Tunneln (z. B. unter Haupt-Fußgängerzonen) noch abfinden kann! Bei der Interessen-Abwägung stehen für mich auf jeden Fall die Interessen der Fußgänger an erster Stelle, der ÖPNV kommt aber noch vor dem Individual-Autoverkehr.

Maximal erlaubte Geschwindigkeit ist in Tunnels meistens höher. In Stuttgart darf die Stadtbahn im Tunnel 80 km/h fahren und auf eigener Trasse oberirdisch nur 60 km/h.

Frage dazu...

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Dienstag, 23.02.2016, 07:18 (vor 3728 Tagen) @ Bahngenießer
bearbeitet von Colaholiker, Dienstag, 23.02.2016, 07:18

Wobei ich mich mit ganz kurzen U-Bahn-Tunneln (z. B. unter Haupt-Fußgängerzonen) noch abfinden kann! Bei der Interessen-Abwägung stehen für mich auf jeden Fall die Interessen der Fußgänger an erster Stelle, der ÖPNV kommt aber noch vor dem Individual-Autoverkehr.

Frage zum von mir hervorgehobenen Teil des Zitats: Wieso? Warum gerade Fußgänger? Für mich ist dieses "Verkehrsmittel" nur eine reine Zu- und Abbringerfunktion zum ÖPNV oder zu einem anderen beräderten Verkehrsmittel (egal ob muskel- oder motorbetrieben).

Man behauptet zwar immer, es sei die Fortbewegungsmethode mit dem geringsten Ressourcenverbrauch, läßt dabei aber eine Ressource vollkommen außer Acht. Die Zeit. Es ist die langsamste aller üblichen Fortbewegungsarten. Und im Gegensatz zu Energien, zu denen es auch alternative Formen gibt, gibt es für die Zeit keine Alternative. Wir haben nur eine Zeitspanne von X auf diesem Planeten, die wir nutzen können...

Leicht philosophierend nachfragende Grüße,
der Colaholiker

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Fußgänger sind das schwächste Glied, Zeit ist nicht alles

ES89, Hamburg / Rostock, Dienstag, 23.02.2016, 22:24 (vor 3727 Tagen) @ Colaholiker

Frage zum von mir hervorgehobenen Teil des Zitats: Wieso? Warum gerade Fußgänger? Für mich ist dieses "Verkehrsmittel" nur eine reine Zu- und Abbringerfunktion zum ÖPNV oder zu einem anderen beräderten Verkehrsmittel (egal ob muskel- oder motorbetrieben).

Fußgänger sind das "schwächste Glied" und werden auch so behandelt. Sie es beim Überqueren der Straßen (die Krönung sind Bettelampeln), selbst in Fußgängerzonen wird von einem erwartet, dass man doch dem Lieferverkehr der Geschäfte Platz zu machen hat.

Zudem der Faktor Lebensqualität: In meinem anderen Beitrag zum Thema hatte ich ja schon die Schadowstraße angesprochen. Die ist so ein typischen Beispiel: Zwei Fahrspuren pro Richtung für die Autos, in der Mitte die Straßenbahn und am Rande zwei Bürgersteige für Massen an Menschen. Das hat keinerlei Aufenthalts- und Lebensqualität.

Man behauptet zwar immer, es sei die Fortbewegungsmethode mit dem geringsten Ressourcenverbrauch, läßt dabei aber eine Ressource vollkommen außer Acht. Die Zeit. Es ist die langsamste aller üblichen Fortbewegungsarten.

Zeit ist nicht alles. Wir hetzen uns viel zu sehr, verbringen viel zu viel Zeit auf Arbeit und unterwegs (Pendelei zur Arbeit). Das Zufußgehen kann, wenn es nicht zum Shoppingspaziergang verkommt, weit mehr als ein Fortbewegungsmittel sein.

Im Übrigen: Für mich sind Fußgänger und ÖPNV gleichwertig, da sie zusammen eine lebenswert Stadt ermöglichen. Fahrradfahrer kommen erst danach (da sie im Herbst und Winter dann doch wieder die Kapazitäten des ÖPNV nutzen). Für dem motorisierten Individualverkehr müssen auch Lösungen geschaffen werden, diese können aber auch weitmaschiger sein und müssten sich daher an sich erst hier hinten einreihen.

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Fußgänger sind das schwächste Glied, Zeit ist nicht alles

Junior, Mittwoch, 24.02.2016, 06:20 (vor 3727 Tagen) @ ES89
bearbeitet von Junior, Mittwoch, 24.02.2016, 06:21


Zudem der Faktor Lebensqualität: In meinem anderen Beitrag zum Thema hatte ich ja schon die Schadowstraße angesprochen. Die ist so ein typischen Beispiel: Zwei Fahrspuren pro Richtung für die Autos, in der Mitte die Straßenbahn und am Rande zwei Bürgersteige für Massen an Menschen. Das hat keinerlei Aufenthalts- und Lebensqualität.

Das stimmt so leider überhaupt nicht. Es gibt eine Fahrspur pro Richtung mit Straßenbahn drauf (jetzt nicht mehr). Lediglich im Haltestellenbereich sah es anders aus.

Schadowstraße / Am Wehrhahn

ES89, Hamburg / Rostock, Mittwoch, 24.02.2016, 22:45 (vor 3726 Tagen) @ Junior

Das stimmt so leider überhaupt nicht. Es gibt eine Fahrspur pro Richtung mit Straßenbahn drauf (jetzt nicht mehr). Lediglich im Haltestellenbereich sah es anders aus.

Ich habe noch mal auf die Karte geschaut und stelle fest, dass so einiges, was ich als Teil der Schadowstraße in Erinnerung hatte bereits zu "Am Wehrhahn" zählt. Dort hast du (zumindest vor gut 7 Jahren, als ich das letzte Mal da war) zwei Spuren je Richtung.
Ansonsten macht das Fehlen der eigenen Straßenbahnspur die Straße auch nicht lebenswerter.

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Fußgänger sind das schwächste Glied, Zeit ist nicht alles

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Mittwoch, 24.02.2016, 07:46 (vor 3726 Tagen) @ ES89

Fußgänger sind das "schwächste Glied" und werden auch so behandelt.

Mitleid?

Sie es beim Überqueren der Straßen (die Krönung sind Bettelampeln),

Wo genau ist der Unterschied, ob ich mit dem Auto an einer Kreuzung erst auf die Induktionsschleife fahren muß, um grün zu kriegen, oder ob ich als Fußgänger an einer Ampel einen Knopf drücken muß? Richtig angesch..en ist man da eh nur als Radfahrer, denn die Induktionsschleifen reagieren auf handelsübliche Alurahmen-Fahrräder nicht. Ich kenne eine Ampel, da wurde extra ein Taster für Radfahrer nachgerüstet, aber das ist die Ausnahme.

selbst in Fußgängerzonen wird von einem erwartet, dass man doch dem Lieferverkehr der Geschäfte Platz zu machen hat.

Zumindest da, wo ich es kenne, zeitlich begrenzt auf die Stunden am Morgen, wo eh noch nichts los ist. Sonst fährt da höchstens mal ein Fahrzeug der Stadtreinigung lang, um Mülleimer zu leeren (die sonst überquellen) oder für Sauberkeit zu sorgen. (Was in meinen Augen deutlich zu dem von Dir angesprochenen Punkt "Lebensqualität" gehört.)

Zudem der Faktor Lebensqualität: In meinem anderen Beitrag zum Thema hatte ich ja schon die Schadowstraße angesprochen. Die ist so ein typischen Beispiel: Zwei Fahrspuren pro Richtung für die Autos, in der Mitte die Straßenbahn und am Rande zwei Bürgersteige für Massen an Menschen. Das hat keinerlei Aufenthalts- und Lebensqualität.

Zugegeben, die Zuordnung "Schadowstraße" zu "Düsseldorf" ist mir sofort gelungen, und ich bin mit Sicherheit auch schon mal auf einer meiner Weihnachtsmarkttouren an den Rhein dort gewesen, aber die Verkehrssituation dort ist mir nicht geläufig.
Aufenthaltsqualität auf der Straße ist für mich nebensächlich, da die Straße kein Ort ist, wo ich mich aufhalte. Ich nutze sie nur, um dort hin zu kommen, wo ich mich aufhalten will. (Und wenn das draußen sein soll, dann ist das in der Regel im Grünen, aber definitiv nicht in der Stadt, wo "Massen an Menschen" (um Deinen Ausdruck aufzugreifen) sind.

Zeit ist nicht alles. Wir hetzen uns viel zu sehr, verbringen viel zu viel Zeit auf Arbeit und unterwegs (Pendelei zur Arbeit).

Tja... 40 Stunden Wochenarbeitszeit sind nun mal 40 Stunden Wochenarbeitszeit. Sollte es irgendwann mal klappen, daß ich einen nennenswerten Lottogewinn einfahre, kann ich darauf sicherlich leicht verzichten. Und die Pendelei - ich hätte meine Arbeit auch gerne näher an meiner Wohnung und nicht 25 km weit weg im Umland der Stadt auf der gegenüberliegenden Seite. Aber mein Arbeitgeber wird sicher nicht umziehen, und die Alternativen, näher zu wohnen, heißen entweder totes Dorf (ÖPNV = alle halbe Stunde mal eine Bimmelbahn) im Speckgürtel, was sicher teurer ist als meine jetzige Wohnung, und somit nicht zu bezahlen, oder eine Wohnung in einem der weniger empfehlenswerten Stadtteile von Frankfurt. Sicher billiger als jetzt und näher, aber... nein danke.

Das Zufußgehen kann, wenn es nicht zum Shoppingspaziergang verkommt, weit mehr als ein Fortbewegungsmittel sein.

Und was? Meditative Erfahrung? Sorry, Esotherik ist nicht mein Ding. Für mich ist es Mittel zum Zweck. Die Straßenbahn fährt nun mal nicht aus meinem Wohnzimmer (zum Glück), sondern von der Haltestelle ein Stück die Straße runter gegenüber. Da es vollkommen unsinnig wäre, dort mit dem Auto hin zu fahren und auch Fahrrad aus dem Keller holen und dort wieder abzustellen länger dauert, als hin zu laufen, laufe ich hin. Wenn ich in dem Kaff, in dem ich arbeite, aus der Bahn steige, habe ich keine andere Möglichkeit, als den letzten Kilometer ins Büro zu laufen, da ich ja kein anderes Beförderungsmittel dabei habe, und es keine feinere ÖPNV-Erschließung gibt. Gäbe es einen Bus, würde ich maximal vom Bahnsteig zum Bussteig laufen...

Shoppingspaziergänge übrigens auch nicht. Ich gehe einkaufen, sprich, ich steuere gezielt ein Geschäft an, das das verkauft, was ich kaufen möchte, und kaufe es. Shopping, ohne bestimmtes Ziel, ist für mich Zeit- und Geldverschwendung.

Im Übrigen: Für mich sind Fußgänger und ÖPNV gleichwertig, da sie zusammen eine lebenswert Stadt ermöglichen. Fahrradfahrer kommen erst danach (da sie im Herbst und Winter dann doch wieder die Kapazitäten des ÖPNV nutzen). Für dem motorisierten Individualverkehr müssen auch Lösungen geschaffen werden, diese können aber auch weitmaschiger sein und müssten sich daher an sich erst hier hinten einreihen.

"Lebenswerte Stadt" ist für mich eigentlich ein Widerspruch in sich. Ganz ehrlich, auch wenn die Zeil in Frankfurt komplett Fußgängerzone ist, also Deiner Definition nach lebenswert, dorthin verschlägt es mich nur, wenn es wirklich alternativlos ist. Wenn ich könnte, würde ich Frankfurt komplett den Rücken kehren, da ich große Städte im Grunde fürchterlich finde. Leider finde ich in meiner zweiten Heimat, die ich als Stadt deutlich angenehmer finde (auch bedingt durch die kleinere Größe, an der Schwelle zur Großstadt) keine Arbeit - womit wir wieder oben angekommen wären.

Deine Meinung respektierende aber nicht teilende Grüße,
der Colaholiker

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Fußgänger, Ampeln usw.

ES89, Hamburg / Rostock, Mittwoch, 24.02.2016, 23:04 (vor 3726 Tagen) @ Colaholiker

Wo genau ist der Unterschied, ob ich mit dem Auto an einer Kreuzung erst auf die Induktionsschleife fahren muß, um grün zu kriegen, oder ob ich als Fußgänger an einer Ampel einen Knopf drücken muß?

Ich meine nicht die normale Fußgängerampel mit Knopfdruckanforderung, sondern die Hamburger Spezialform "Bettelampel". Das bedeutet:
* Wenn ich einen als Fußgänger einen Grünphase anfordere, bekommt die Nebenstraße zusammen mit mir Grün.
* Wenn aber die Nebenstraße grün bekommt und an der Fußgängerampel nicht schon mindestens einen halbe Minute vorher jemand Grün angefordert hat, bleibt die Fußgängerampel ohne jeden Grund Rot.

Zumindest da, wo ich es kenne, zeitlich begrenzt auf die Stunden am Morgen, wo eh noch nichts los ist. Sonst fährt da höchstens mal ein Fahrzeug der Stadtreinigung lang, um Mülleimer zu leeren (die sonst überquellen) oder für Sauberkeit zu sorgen. (Was in meinen Augen deutlich zu dem von Dir angesprochenen Punkt "Lebensqualität" gehört.)

Gegen morgens oder abends sage ich ja gar nichts. Habe aber auch schon ganz anderes erlebt, zu stark frequentierten Zeiten.

Aufenthaltsqualität auf der Straße ist für mich nebensächlich, da die Straße kein Ort ist, wo ich mich aufhalte. Ich nutze sie nur, um dort hin zu kommen, wo ich mich aufhalten will. (Und wenn das draußen sein soll, dann ist das in der Regel im Grünen, aber definitiv nicht in der Stadt, wo "Massen an Menschen" (um Deinen Ausdruck aufzugreifen) sind.

Zustimmung, das spricht aber wiederrum nicht für die Stadtplanung.

Und was? Meditative Erfahrung? Sorry, Esotherik ist nicht mein Ding.

Nee, meins auch nicht. War auch etwas überspitzt die Aussage. Aber die Reduzierung als "Zubringer-Fortbewegung" halte ich eben für zu extrem.

Shoppingspaziergänge übrigens auch nicht. Ich gehe einkaufen, sprich, ich steuere gezielt ein Geschäft an, das das verkauft, was ich kaufen möchte, und kaufe es. Shopping, ohne bestimmtes Ziel, ist für mich Zeit- und Geldverschwendung.

Sag ich ja.

"Lebenswerte Stadt" ist für mich eigentlich ein Widerspruch in sich. Ganz ehrlich, auch wenn die Zeil in Frankfurt komplett Fußgängerzone ist, also Deiner Definition nach lebenswert, dorthin verschlägt es mich nur, wenn es wirklich alternativlos ist.

Nur graue Fußgängerzone wäre tatsächlich ebenso unschön wie Betonwüsten für Autos. Da gehört schon mehr zur Stadtplanung. Ich bin ja in einer begrünten Plattenbausiedlung groß geworden (was im Osten durchaus als gute Wohnlage zu verstehen ist), daher wäre wohnen in eng bebauter Innenstadtlage auch auf dauer nichts für mich. Meine Kollgen, die auf St. Pauli groß geworden sind, können dafür mit Kleinstadt oder Stadtrandlage nichts anfangen. Vermutlich alles eine Frage der "Prägung".

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Fußgänger, Ampeln usw.

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Donnerstag, 25.02.2016, 08:00 (vor 3725 Tagen) @ ES89

Ich meine nicht die normale Fußgängerampel mit Knopfdruckanforderung, sondern die Hamburger Spezialform "Bettelampel".

Okay, der Begriff war mir nicht bekannt, so etwas kenne ich im Rhein-Main-Gebiet aber auch für Autos, daß bestimmte Abbiegerrelationen nur dann geschaltet werden, wenn Autos auf der Kontaktschleife stehen. Ist man jetzt aber mit dem Fahrrad unterwegs, oder steht zwischen dem ersten Auto an der Ampel und der Haltelinie noch ein unsichtbarer Wagen (sprich: Fahrer hält viel zu früh und aktiviert die Kontaktschleife nicht), hat man Pech.

Wobei ich es in Hamburg eigentlich nicht als problematisch erlebt habe - vorletztes Jahr bin ich mit meiner Freundin vom Hbf zur HafenCity gelaufen (Die U-Bahn fuhr aufgrund einer Betriebsstörung nicht, wir hatten aber keine Zeit zu warten, bis sie irgendwann wieder fahren würde), und das einzige, was wirklich unangenehm war, war das Schietwetter.

Interessant ist, daß es tatsächlich mehrere Vereine zu dem Thema gibt. Ich dachte, so etwas gäbe es nur in Frankfurt, wo der einsame Rächer der Fußgänger stadtbekannt und vielbelächelt ist.

Das bedeutet:
* Wenn ich einen als Fußgänger einen Grünphase anfordere, bekommt die Nebenstraße zusammen mit mir Grün.

Was ich persönlich eigentlich in letzter Zeit als extrem problematisch sehe, da es dann entweder heißt, daß irgendein Autofahrer nicht versteht, daß er beim Abbiegen die Fußgänger durchzulassen hat, oder die Grünphasen für beide gleich lang sind, sodaß höchstens ein Auto um die Ecke kommt, bevor es wieder rot wird.

* Wenn aber die Nebenstraße grün bekommt und an der Fußgängerampel nicht schon mindestens einen halbe Minute vorher jemand Grün angefordert hat, bleibt die Fußgängerampel ohne jeden Grund Rot.

Dabei ist eine Ampelsteuerung gar nicht so schwer zu programmieren. Haben wir sogar in der Schule gemacht. :D

Gegen morgens oder abends sage ich ja gar nichts. Habe aber auch schon ganz anderes erlebt, zu stark frequentierten Zeiten.

Kenne ich hier halt nicht. Was es manchmal baustellenbedingt gibt, ist die An- und Abfahrt von Baufahrzeugen - aber so etwas ist halt unvermeidlich, wenn gebaut wird. Die Baustellen laufen halt auch tagsüber, und nicht immer gibt es parallel eine Straße, von der aus man die Baustelle "von hinten" erreicht.

Zustimmung, das spricht aber wiederrum nicht für die Stadtplanung.

Und für meine Misantrophische Einstellung. Ich habe nicht gerne viele Leute um mich, besonders dann nicht, wenn ich zügig etwas erledigen will (einen bestimmten Artikel in der Stadt kaufen), und alle mögliochen Leute mir durch Smartphonezombiekrankheit oder einfach nur Planlosigkeit im Weg herum stehen. (Ich bin auch meist recht schnellen Schrittes unterwegs.)

Nee, meins auch nicht. War auch etwas überspitzt die Aussage. Aber die Reduzierung als "Zubringer-Fortbewegung" halte ich eben für zu extrem.

Deshalb habe ich ja zurückgespitzt. ;-) Ähnlich der in großen Teilen der USA verbreiteten Einstellung "jede Strecke, die länger als mein Auto ist, fahre ich mit dem Auto", benutze ich halt auch lieber Fahrzeuge (allerding snicht zwangsweise das eigene mit Verbrennungsmotor), wenn es sinnvoll möglich ist.

Nur graue Fußgängerzone wäre tatsächlich ebenso unschön wie Betonwüsten für Autos.

Bei letzterem kommt mir irgendwie Ludwigshafen in den Sinn, ich weiß nicht, wieso...

Da gehört schon mehr zur Stadtplanung. Ich bin ja in einer begrünten Plattenbausiedlung groß geworden (was im Osten durchaus als gute Wohnlage zu verstehen ist), daher wäre wohnen in eng bebauter Innenstadtlage auch auf dauer nichts für mich.

Im zeitgeschichtlichen Kontext ihrer Entstehung kann ich mir sehr gut vorstellen, daß die "Platte" die bevorzugte Wohnlage war. Ob man es schön findet oder nicht, von der Bausubstanz und dem Komfort der Wohnungen her lagen zwischen Altbauten und den damals modernen Plattenbauten ja Welten. Da zählt die fehlende architektonische Vielfalt nicht viel. Das Hauptproblem heute ist ja eher die veränderte Einwohnerstruktur.

Meine Kollgen, die auf St. Pauli groß geworden sind, können dafür mit Kleinstadt oder Stadtrandlage nichts anfangen. Vermutlich alles eine Frage der "Prägung".

Vermutlich. Ich merke es ja an den Kommentaren meiner Freundin, wenn sie in Frankfurt ist. Die ecke, in der ich wohne, hat trotz Zugehörigkeit zu Frankfurt noch einen großen Teil ihres dörflichen Charmes behalten, was für sie, die sie aus einer deutlich kleineren Stadt kommt, okay ist. Aber viele Ecken, wo ich sagen würde, daß es fr mich im Grenzbereich dessen, was noch erträglich wäre, empfindet sie als unmöglich eng gedrängt. ;-)

Ziemlich vom Thema abkommende Grüße,
der Colaholiker

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Schöne Eindrücke

462 001, Taunus, Samstag, 20.02.2016, 14:06 (vor 3730 Tagen) @ agw

Mal ein paar Eindrücke:
https://www.dropbox.com/sc/iiv38w7ybqmrydo/AAAzdT8L1OMqIi6onSBq9TtWa

Danke:)

Hätte ich das gewusst...

Ich bin seit 7:40 Uhr in Düsseldorf unterwegs:-)

Gruß aus dem Gespann 379+649, gerade in Gerresheim Unter den Eichen

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Von mir besuchte Bahnhöfe
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- Euro. Ausland: 717

Schöne Eindrücke

agw, NRW, Samstag, 20.02.2016, 14:29 (vor 3730 Tagen) @ 462 001

Mal ein paar Eindrücke:
https://www.dropbox.com/sc/iiv38w7ybqmrydo/AAAzdT8L1OMqIi6onSBq9TtWa


Danke:)

Hätte ich das gewusst...

Ich muss zugeben "gewusst" hatte ich das auch nicht. War zufällig in Düsseldorf und habe ebenfalls zufällig einen dieser großen elektronischen Anzeigetafeln für Autofahrer mit dem Veranstaltungshinweis gesehen und mich kurzfristig zum Besuch der Eröffnung entschlossen.

Da hätten wir ein Foren-Treffen machen können...

oppermad, Wuppertal/Wunstorf, Samstag, 20.02.2016, 15:10 (vor 3730 Tagen) @ 462 001
bearbeitet von oppermad, Samstag, 20.02.2016, 15:12

Moin,

war eben auch am Hbf. Ich habe vorher schon 2 Sonderfahrten mit historischen Strassenbahnen gemacht und bin nun in anderer Sache unterwegs. Die Wehrhahnlinie werde ich die Tage mal testen, der Tunnelmund Bilk liegt fast neben meiner Dienststelle.
@agw: Danke für die Bilder.
Grüße aus der Lounge Köln,

Dirk

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Wer ist kundig auf folgenden Baureihen:
101, 103, 110, 111, 112, 120, 139, 140, 141, 143, 150, 151, 155, 181.2, 218, 225, 233, 362, 420, 472, 601, 605, 624, 628, 643 und 644?
Richtig: Bender!

Danke

Action85, Samstag, 20.02.2016, 15:23 (vor 3730 Tagen) @ agw

Danke für die Fotos. Sieht ja wirklich gut aus.

Gruß aus dem ICE 940

RP-Online: Kinderkrankheiten

Packwagen1980, Dortmund, Montag, 22.02.2016, 18:12 (vor 3728 Tagen) @ agw

Hallo

so nun die richtige Vorstellung. Nach längerem Mitlesen habe ich beschlossen aktiv mitzuarbeiten.

Als Ergänzung zu den bisherigen Beiträgen ein Artikel der Rheinischen Post

" Mit schwarzen Filzstift waren die "Achat"-Wände an einem der Treppenabgänge am Graf-Adolf-Platz beschmiert worden. Sonntagmorgen waren die Kritzeleien entdeckt worden, die Rheinbahn reagierte schnell, um 14 Uhr war alles wieder weggewischt. "Das Material ist zum Glück so beschaffen, dass es relativ schnell und rückstandlos zu entfernen war", sagt Sprecherin Heike Schuster. "Es ist trotzdem traurig."

" An vielen der 63 Infokästen muss noch gearbeitet werden. Sie bleiben wie am Montagmittag an der Heinrich-Heine-Allee/Ausgang Schadowplatz oder am Graf-Adolf-Platz schwarz - manchmal gibt es auch den Hinweis, dass das System neu startet. "Das zeigt, dass die Kollegen daran arbeiten", sagt Schuster. Alle gleichzeitig hätte man nicht über Nacht in Betrieb nehmen können, teilweise fehlt noch der Strom oder das Fundament konnte nicht gegossen werden. "Wir haben die Priorität auf die Anzeigen im Tunnel gelegt." Probleme mit der Rheinbahn-App seien auf die hohen Zugriffszahlen zurückzuführen.

Im "Übergangszustand" befinden sich noch die Haltstellen Brunnenstraße und Aachener Straße. Dort wurden die Fahrpläne noch nicht getauscht. "Das werden sich die Kollegen am Dienstag angucken, ob das vergessen wurde oder Absicht ist", sagt Schuster und bittet um Verständnis für die überlasteten Kollegen. Die beiden Ersatzhaltstellen sollen im Juni wieder an ihre alte Position "Bilk-S" vor die Arcaden zurückziehen.

Gruß
Packwagen1980

Bedeutung Wehrhahnlinie Düsseldorf

naseweiß, Dienstag, 23.02.2016, 10:35 (vor 3727 Tagen) @ agw

Hallo, mir fehlt hier bisher jegliche Anmerkung zur Bedeutung der Wehrhahnlinie und zur Auswirkung auf Streckennetz. Nach kurzem gurglen würde ich sagen, dass es diese Graphik von Urbanrail am schönsten zeigt.

- grau: Eisenbahn S/RV/FV
- rot_: Straßenbahn
- blau: Hochflur-Stadtbahn, kombinierte erste und zweite Stammstrecke
- grün: Niederflur-Stadtbahn, neue Wehrhahnlinie, dritte Stammstrecke

Da die ersten beiden Stammstrecke in der Innenstadt gebündelt verlaufen, ist die Wehrhahnlinie effektiv erst die zweite Tunnelachse in der Innenstadt. Auf beiden Seite werden Außenäste angeschlossen, sodass es ein vollwertiges Teilnetz wird. Laut Wikipedia scheint noch eine weitere (sogenannte Stammstrecke 6, nachdem die Plaung für die Nummer 4 verworfen und die Nummer 5 irgendwas weiter außen ist) in der Innenstadt geplant zu sein.

Glückwunsch nach D-Dorf,
naseweiß

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Stammstrecke 6?

Junior, Dienstag, 23.02.2016, 12:15 (vor 3727 Tagen) @ naseweiß
bearbeitet von Junior, Dienstag, 23.02.2016, 12:15

Laut Wikipedia scheint noch eine weitere (sogenannte Stammstrecke 6, nachdem die Plaung für die Nummer 4 verworfen und die Nummer 5 irgendwas weiter außen ist) in der Innenstadt geplant zu sein.

Welche soll das sein?

Stammstrecke 6?

naseweiß, Dienstag, 23.02.2016, 12:22 (vor 3727 Tagen) @ Junior

Welche soll das sein?

Habe das jetzt nicht ausführlich gelesen und auch nicht auf Quellen überprüft:
https://de.wikipedia.org/wiki/Stammstrecke_6_%28Stadtbahn_D%C3%BCsseldorf%29

Wollte nur feststellen, dass in Düsseldorf der Bedarf nach Stadtbahn-Stammstrecken-Tunnelabschnitten in der Innenstadt vermutlich noch nicht gedeckt ist.

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Stammstrecke 6?

Junior, Dienstag, 23.02.2016, 12:43 (vor 3727 Tagen) @ naseweiß

Danke für die Info. Da hatte ich tatsächlich noch nichts von gehört. Halte es aber für sehr unwahrscheinlich, dass das jemals realisiert wird.

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