Mit Panorama- & Wellblechschlafwagen nach Slowenien Fortset. (Reiseberichte)
Für die Weiterfahrt nach Österreich nutzen wir diesmal den Regionalverkehr, ein von außen recht unansehnlicher Desiro bringt uns nach Spielfeld-Straß. Beim Innenraum kann man aber nicht meckern.
Knapp 20 Minuten dauert die Fahrt durch die Hügellandschaft der Windischen Bühel, dann ist der Grenzbahnhof erreicht.
Hier gibt es einen bahnsteiggleichen Anschluss auf die S 5 nach Graz. Die S-Bahn ist aus CityShuttle-Wagen gebildet.
Die Strecke führt unspektakulär durch die flache Ebene des Leibnitzer Feldes. Gegen 15 Uhr wäre der Zug in Graz – aber was machen wir dann dort über sieben Stunden lang bis zur Abfahrt des Nachtzugs? Da bietet sich ein Abstecher zur Graz-Köflacher Bahn (GKB) geradezu an. Und so verlassen wir die S 5 schon in Graz Puntigam.
Die GKB ist rechtlich eine Privatbahn, obwohl sie im Eigentum der Republik Österreich ist. Zum traditionellen Streckennetz der GKB gehören die Köflacherbahn von Graz nach Köflach sowie die von dieser Strecke abzweigende Wieserbahn. Zwischenzeitlich kam eine weitere Strecke hinzu, nämlich ein schon fertig gestellter Abschnitt der Koralmbahn. Wir beginnen unsere Fahrt nun auf diesem jüngsten Streckenabschnitt. Die S 6 kommt aus Graz und führt über die Südbahn und die Koralmbahn nach Wettmannstätten, von dort geht es auf der Altstrecke weiter bis Wies-Eibiswald.
Die GKB hat in den letzten Jahren das Rollmaterial verjüngt, das Bild wird heute von Stadler-GTW in der Dieselversion geprägt.
Der „Warnhinweis“ ist ja nett, allerdings erschließt sich mir der Sinn nicht so ganz, denn die Züge sind begleitet und Fahrkarten werden personenbedient im Zug verkauft, Fahrkartenautomaten gibt es nur an den ÖBB-Stationen, nicht jedoch im GKB-Kernnetz.
Es ist gar nicht so einfach, eine neue Bahnstrecke zu fotografieren, während man selbst als Fahrgast auf der Strecke fährt. Hier die Haltestelle Hengsberg, der zweite Bahnsteig ist noch ohne Gleisanschluss.
In Wettmannstätten trifft die Koralmbahn auf die alte Strecke der Wieserbahn. Unser Zug verlässt nun die neue Trasse, die hier noch im Bauzustand ist. Einige Kilometer weiter wird am knapp 33 Kilometer langen Koralmtunnel gebaut, der das Kernstück der neuen schnellen Verbindung zwischen Graz und Klagenfurt sein wird.
Wir fahren nun auf der Wieserbahn durch die Steiermark. Die Wieserbahn wurde 1873 eröffnet und verbindet Wies mit Graz. Auf der Fahrt war mir schon aufgefallen, dass es viele Haltepunkte im Grünen gibt, mittlerweile weiß ich auch warum: aus Rücksichtnahme auf die konkurrierenden Interessen der Fuhrleute wurde die Trasse seinerzeit bewusst in weiter Entfernung von Ortschaften gebaut.
Die Strecke endet am Bahnhof Wies-Eibiswald. Dabei ist der Zusatz Eibiswald etwas irreführend, denn der Ort Eibiswald liegt ein ganzes Stück entfernt. Wir drehen nun noch eine Runde um den Bahnhof, wobei die Sonne für weitere Bilder sehr ungünstig steht.
Es gibt rund einen Kilometer vor der Endstation noch einen weiteren Haltepunkt in Wies, nämlich die Station Wies Markt. Und so laufen wir nun dieses Stück zurück und bekommen noch einen kleinen Eindruck von der 4.500-Einwohner-Gemeinde. Bekannt ist Wies für die barocke Wallfahrtskirche "Gegeißlter Heiland auf der Wies".
Mit 52 Bildern ist dieser Reiseberichtsteil jetzt schon sehr lang, deshalb machen wir hier einen Schnitt. In den nächsten Tagen folgt der letzte Teil, darin befahren wir von Wies aus die restlichen Strecken der GKB und machen uns dann mit dem EN Zürichsee auf den Heimweg.
Viele Grüße
Tobias
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10.02.2016, 17:37
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10.02.2016, 17:41
- Slowenien - Danke - RhBDirk, 10.02.2016, 20:44
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10.02.2016, 17:41