Ausgefallener RE sorgt für ICE-Verspätung (Allgemeines Forum)

ICETreffErfurt, Eisenach, Dienstag, 10.11.2015, 11:05 (vor 3867 Tagen)

-> http://www.br.de/nachrichten/unterfranken/inhalt/randale-bahnhof-dettingen-100.html

Die aufgebrachten Reisenden protestierten lautstark am Bahnsteig. Eine Bahn-Angestellte fühlte sich davon so bedroht, dass sie einen Notruf absetzte. Noch vor dem Eintreffen einer Polizeistreife brachten die verärgerten Bahnkunden dann einen ICE zum ungeplanten Halt in Dettingen und wollten zusteigen. Der Lokführer war darüber so aufgebracht, dass er sich nervlich nicht in der Lage sah, die Fahrt fortzusetzen. Erst als ein Kollege mit dem Taxi aus Hanau gekommen war, konnte der ICE mit zwei Stunden Verspätung die Fahrt fortsetzen.

*kopfschüttel*

Schließe mich dem Kopfschütteln an & Wertschätzung für die..

GUM, Dienstag, 10.11.2015, 11:08 (vor 3867 Tagen) @ ICETreffErfurt

... beteiligten Eisenbahner.

Für mich neu - & vor einigen Wochen selbst erlebt - ist die erschreckend hohe Gewaltbereitschaft der Fahrgäste.

Für beide Eisenbahner kann ich volles Verständnis aufbringen und hätte sofort ein Kärtchen mit Telefonnummer, Datum zur Verfügung gestellt.

--
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agw, NRW, Dienstag, 10.11.2015, 11:22 (vor 3867 Tagen) @ GUM

Jo, schon schlimm wie weit die DB mit ihrem Verhalten die Fahrgäste schon gebracht hat.

Oder?

Andere Fahrgäste und Bahn-Mitarbeiter sind keine Wutbälle

GUM, Dienstag, 10.11.2015, 11:30 (vor 3867 Tagen) @ agw

Jo, schon schlimm wie weit die DB mit ihrem Verhalten die Fahrgäste schon gebracht hat.

Oder?

Das kann ich nicht akzeptieren.


Ausälle und Gewaltorgien sind an der Tagesordnung. Wobei keiner der anderen Fahrgäste oder Bahn-Mitarbeiter auch nur die irgendwie erfindbare Einwilligung dafür gegeben hätte Opfer psychischer oder körperlicher Gewalt zu werden*.

Da läuft etwa bei Vielen schief.


* Um hier gleich einer beliebten Täter-Ausrede vorzubeugen: Nein, der Bahnmitarbeiter und die anderen Fahrgäste wollten nicht psychisch oder körperlich misshandelt werden. Und sind auch nicht schuld an diesem Tag an diesem Ort gewesen zu sein.

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Mario-ICE, Dienstag, 10.11.2015, 15:18 (vor 3866 Tagen) @ agw

Jo, schon schlimm wie weit die DB mit ihrem Verhalten die Fahrgäste schon gebracht hat.

Oder?

Liegt es nicht eher an der Gesellschaft selbst? Jeder meint alles besser zu können und der andere ist der Idiot. Respekt null, Hemmschwellen fallen immer mehr. Was noch vor einigen Jahren undenkbar war ist heute schon Realität. Ich glaube kaum, dass es nur die Betriebsqualität der einzelnen Bahnen ist. Man möge sich mal mit anderen Personengruppen unterhalten, die mit Menschen zu tun haben. Da haben viele schon lange ihre (hoffentlich) gute Kinderstube vergessen.

ein bisschen Philosophie

ICETreffErfurt, Eisenach, Dienstag, 10.11.2015, 15:26 (vor 3866 Tagen) @ Mario-ICE
bearbeitet von ICETreffErfurt, Dienstag, 10.11.2015, 15:28

Im Kapitalismus wird den Kindern ein ungesundes Konkurrenzdenken beigebracht. "Du musst besser als die anderen sein, der Beste in der Schule sein, ein gutes Studium schaffen, mehr Geld verdienen, Karriere machen." - ich kann es ehrlich gesagt nicht mehr hören und bin aus diesem Laufrad schon lange ausgestiegen, obwohl oder gerade weil ich in der Schule immer der Klassenprimus war.

Da wir in einer Gesellschaft leben, die darauf aufgebaut ist, dass jeder für sich selbst sorgen muss und in möglichst jeder Lebenslage eigenverantwortlich handeln soll, transformiert sich diese Eigenverantwortung immer mehr in Egoismus und Respektlosigkeit der anderen gegenüber.

Andererseits will aber auch kaum jemand, der die Gesellschaft oder der Staat jedem die Verantwortung für sich selbst abnimmt und jeder von jedem abhängig ist. Sozialismus ist ja auch out.

Fehlende Wertschätzung beruht auf Gegenseitigkeit!

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Dienstag, 10.11.2015, 11:25 (vor 3867 Tagen) @ GUM
bearbeitet von Colaholiker, Dienstag, 10.11.2015, 11:25

Nach der Odyssee gestern Abend kann ich nachvollziehen, daß immer mehr Beförderungsfälle am Rad drehen. Was die Bahn sich gestern Abend geleistet hat, rechtfertigt zwar keine Gewalt den Mitarbeitern gegenüber, zeugt aber davon, daß bestimmten Mitarbeitern die Wertschätzung für den zahlenden Fahrgast vollkommen abgängig ist.Felentscheidungen, Fehlinformationen, Inkompetenz und Unfreundlichkeit wohin man schaute, und eine "es ist uns scheißegal, wie Fahrgäste mitten in der Nacht an ihr Ziel kommen, auch wenn der Fehler bei uns liegt"-Einstellung, daß ich im Quadrat kotzen könnte.

Auch die Kehrseite der Medaille erwähnende Grüße,
der Colaholiker (dank DB satte zweieinhalb Stunden Schlaf letzte Nacht)

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+1

musicus, Dienstag, 10.11.2015, 11:26 (vor 3867 Tagen) @ Colaholiker

- kein Text -

Der Zorn ist z.T. wirklich verständlich!

musicus, Dienstag, 10.11.2015, 15:40 (vor 3866 Tagen) @ musicus

Heute erst erlebt:
Der xxx von xxx nach xxx hat in xxx ein Problem (xxx). Die Folge: außerplanmäßiges Fahrtende nach 2h bzw. 70km. Dort Umsteigen in einen Ersatzzug. Am eigentlichen Umsteigebahnhof ist der Anschluss natürlich weg. Der nächstmögliche Zug verlässt als Sichtanschluss den Bhf ohne Umsteiger. Ab ins Reisezentrum an den comfort-Schalter: Dort findet der Mitarbeiter die ausgefallene, auf dem OT aufgedruckte Verbindung nicht in seinem System. Weiter zur Info - dort stempelt man bereitwillig und gibt Auskunft zur Weiterreise. Der nächstmögliche Zug kommt +40 an und fährt mit +45 weiter. An seinem Ziel wird er trotz SFS +50 haben. Auch hier Sichtanschluss statt Umstieg. Warten auf die nächste S-Bahn und Ankunft +120 am Ziel.
Wohl nur einer von tausenden Einzelfällen täglich.

Mein Termin ist natürlich wegen der Verspätung (trotz 1:15h "Reserve") ins Wasser gefallen. Dafür ein spaßiger Tag mit der DB und munteres Däumchendrehen bis morgen. 

Diese Zeit gehört mir *scnr*‎

Der Zorn ist z.T. wirklich verständlich!

Lumi25, Dienstag, 10.11.2015, 16:20 (vor 3866 Tagen) @ musicus

Mein Termin ist natürlich wegen der Verspätung (trotz 1:15h "Reserve") ins Wasser gefallen. Dafür ein spaßiger Tag mit der DB und munteres Däumchendrehen bis morgen.


Du fährst also mit 75 Minuten Pufferzeit und schaffst den Termin dennoch nicht aufgrund der Verspätung. Jetzt stell Dir so was mehrmals die Woche vor.

Da kommt richtig viel Freizeit zusammen die man dank Verspätungen oder Zugausfällen verliert gepaart mit eventuellen Viehtransporterlebnissen.

Irgendwann platzt halt der Geduldsfaden.


Ich kann das Verhalten der Pendler nachvollziehen. Man soll per Vorkasse den vollen Fahrpreis entrichten bekommt dann aber eine Leistung geboten die allenfalls 25-50% des Fahrpreises rechtfertigt.

Warum soll man immer 1-2 Verbindungen früher nehmen um pünktlich zur Arbeit oder zu irgendwelchen Terminen zu erscheinen. Das ist Freizeit die einem durch die Unpünktlichkeit der Bahn gestohlen wird.

Was ist dir den gestern zugestoßen? *neugierig frag*

Tabernaer, Irgendwo im grünen Nirgendwo, Dienstag, 10.11.2015, 11:41 (vor 3867 Tagen) @ Colaholiker

- kein Text -

Das läßt sich hier leider nicht regelkonform beschreiben.

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Dienstag, 10.11.2015, 11:45 (vor 3867 Tagen) @ Tabernaer

- kein Text -

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Nur so viel...

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Dienstag, 10.11.2015, 11:51 (vor 3867 Tagen) @ Colaholiker

...es begann mit der letzten in diesem Posting hinzugefügten (also nicht grau geschriebenen) Störung und endete mit einem langen Fußmarsch und 100 Minuten Verspätung bei mir zu Hause. Der Rest wrde Rückschlüsse auf Bahnmitarbeiter geben und kann daher hier nicht gepostet werden - und bei hinreichender Anonymisierung wäre das Verständnis der Zusammenhänge nicht mehr gewährleistet.

Mich an die Spielregeln haltende Grüße,
der Colaholiker

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War es vielleicht so?

ICETreffErfurt, Eisenach, Dienstag, 10.11.2015, 11:55 (vor 3867 Tagen) @ Colaholiker
bearbeitet von ICETreffErfurt, Dienstag, 10.11.2015, 11:59

Lass mich raten, du wolltest von Hildesheim nach Frankfurt (oder umgekehrt) und warst davon betroffen, dass die ICE über Hannover umgeleitet worden sind?
Vermutlich kein passender Anschluss oder warten auf einen Stunden später fahrenden Zug.

War es vielleicht so?

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Dienstag, 10.11.2015, 12:00 (vor 3867 Tagen) @ ICETreffErfurt
bearbeitet von Colaholiker, Dienstag, 10.11.2015, 12:00

Lass mich raten, du wolltest von Hildesheim nach Frankfurt und warst davon betroffen, dass die ICE über Hannover umgeleitet worden sind?

Im Grunde trifft es das.

Vermutlich kein passender Anschluss oder warten auf einen Stunden später fahrenden Zug.

Eine Stunde später gab es nix mehr (der 877 ist außer freitags und sonntags der letzte ICE der von Hildesheim gen Frankfurt fährt), es wurde ein Umweg mit mehreren Umstiegen und einem längeren Fußmarsch durchs nächtliche Frankfurt nach Hause. Das Problem, das man hier aber nicht darlegen darf, ist das Verhalten einzelner Bahnmitarbeiterinnen und -mitarbeiter in diesem Zusammenhang.

Auf letzteres mit Verweis auf die Forenregeln nicht weiter eingehende Grüße,
der Colaholiker

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+1 *****

Reisefuchs, Dienstag, 10.11.2015, 12:28 (vor 3867 Tagen) @ Colaholiker

- kein Text -

Fehlende Wertschätzung beruht auf Gegenseitigkeit!

Kein Bier in Wagen 11, Dienstag, 10.11.2015, 17:14 (vor 3866 Tagen) @ Colaholiker
bearbeitet von Kein Bier in Wagen 11, Dienstag, 10.11.2015, 17:19

Nach der Odyssee gestern Abend kann ich nachvollziehen, daß immer mehr Beförderungsfälle am Rad drehen. Was die Bahn sich gestern Abend geleistet hat, rechtfertigt zwar keine Gewalt den Mitarbeitern gegenüber, zeugt aber davon, daß bestimmten Mitarbeitern die Wertschätzung für den zahlenden Fahrgast vollkommen abgängig ist.Felentscheidungen, Fehlinformationen, Inkompetenz und Unfreundlichkeit wohin man schaute,

Bei meiner letzten Fahrt vor 1,5 Wochen hat es die DB doch tatsächlich geschafft, bei einer regulär dreistündigen Fahrt die Verspätung von 5 auf 105 Minuten auszubauen. Erst ein bisschen rumgezuckel und dann eine ewig lange Standzeit am Bahnhof. Bis dahin keine einzige Info. Irgendwann, etwa nach 25 Minuten kam die Durchsage, dass der Zug auf Grund auf einer Türstörung nicht weiterfahren könne. Andere Reisemöglichkeiten und auch der Zusatzhalt des späteren Takts wurden nicht durchgesagt. Also auf eigene Faust umgestiegen, zusätzliche Verspätung gesammelt, im Gang gesessen, und mit der lapidaren Androhung der Zwangsräumung rausgeworfen worden. Der ursprünglich genutzte Zug fuhr wieder, war aber voll und ein Riesenchaos wegen des angedrohten Zwangs-Wechsels und den vielen Umsteigern. Und anstatt dass der Zub einen für die letzten zwei Stationen in der leeren(!) ersten Klasse sitzen lässt, soll man in Wagen 16. Und natürlich war auch dort nichts mehr frei. Dafür nochmal eine Fahrkartenkontrolle mit dem kompletten Prozedere, obwohl das Ticket in dem Zug schon von dem Kollegen geknipst wurde. Kein Wort der Entschuldigung, kein gar nichts. Selbst nach dem Fahrgastrechteformular musste man explizit nachfragen und wurde nur unwirsch abgefertigt. Mit einer derartigen Unfreundlichkeit und Nicht-Information muss sich die Bahn in der Tat nicht wundern, wenn das Image derart mies ist.

Verdrehte Welt?

Giovanni, Dienstag, 10.11.2015, 11:30 (vor 3867 Tagen) @ GUM

... beteiligten Eisenbahner.

Für mich neu - & vor einigen Wochen selbst erlebt - ist die erschreckend hohe Gewaltbereitschaft der Fahrgäste.

Das ist eine Folge der erschreckend hohen Kundenignoranz im integrierten Konzern - die aber nicht unbedingt neu ist.
Eigentlich sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, dass sich bei einem liegengebliebenen Zug um eine schnellstmögliche Weiterreise der betroffenen Fahrgäste gekümmert wird.
Und mehr als dies wurde durch die Fahrgäste auch nicht eingefordert - diese bissen jedoch beim örtlichen Fahrdienstleiter auf Granit. Dem möchte ich dabei noch nicht einmal Vorwürfe machen, denn wenn er im Sinne der Fahrgäste von den Vorgaben des Managements abweichen würde, brächte er seinen eigenen Job in Gefahr.

In NRW ist das tagtäglich zu erleben, dass man bei verspäteten oder ausfallenden Regionalzügen den Kunden ernsthaft zumuten will erst noch ein Ticket zu erwerben (was bei der betroffenen Fahrgastzahl im Zweifel an der Zahl der verfügbaren Schalter oder Automaten scheitern dürfte) um diesen Betrag dann irgendwann nach vielen Wochen vom SC Fahrgastrechte zurück zu bekommen - immer mit dem kleinen Risiko, dass der Antrag inkl Originalbeleg verloren gehen kann. Unkomplizierte Freigaben, die eigentlich selbstverständlich sein sollten, sind seltene Ausnahmen.
(Bei Ausfall oder +60 betrachte ich die Vorkasse-Regelung zudem als Verstoß gegen die Fahrgastrechteverordnung, da sie die Reisenden unangemessen an der Wahrnehmung seiner Rechte hindert)

...zumal, bei der angesprochenen Zahl von 40 bis 60 Reisenden in Dettingen auch keine Überfüllung des ICE zu vermuten wäre.

--
Wo Logik aufhört fängt das DB-Preissystem an.
2.4.4: "Eine Fahrkarte für eine höhere Produktklasse berechtigt [...] auch zur Beförderung in einer niedrigeren Produktklasse."
Ein Doppelstock-RE ist 4.631,5mm hoch - ein ICE1-Speisewagen nur 4.295mm ;)

Keine Entschuldigung für Gewalt oder Androhung derselben

ICETreffErfurt, Eisenach, Dienstag, 10.11.2015, 11:47 (vor 3867 Tagen) @ Giovanni
bearbeitet von ICETreffErfurt, Dienstag, 10.11.2015, 11:47

Eine Entschuldigung kann das aber nicht sein. Zudem haben sich die Fahrgäste mit ihrer Aktion selbst ins Knie geschossen, da das eingeschüchterte Bahnpersonal zurecht aus psychologischen Gründen sich als arbeitsunfähig deklariert hat.

Für solche Verspätungen sollte es in meinen Augen auch keine Entschädigung geben.

+ 1

GUM, Dienstag, 10.11.2015, 11:54 (vor 3867 Tagen) @ ICETreffErfurt

Eine Entschuldigung kann das aber nicht sein. Zudem haben sich die Fahrgäste mit ihrer Aktion selbst ins Knie geschossen, da das eingeschüchterte Bahnpersonal zurecht aus psychologischen Gründen sich als arbeitsunfähig deklariert hat.

Das ist das einzig Gute an diesem Vorfall. Die Passagiere haben gelernt, dass sich ihnen gegenüberstehende MitarbeiterInnen nicht alles bieten lassen müssen. Und dann aus eigenem Verhalten einen entsprechenden Schaden gehabt.

Gut so.

Dann gibt es in wenigen Wochen auch weniger Plastiktüten-Brüller. Ja tatsächlich: In der Feinkost-Abteilung eines Kaufhauses im 1. Untergeschoß von München Hbf Tunnelbahnhof hat neulich jemand versucht die Kassiererin anzubrüllen, weil seit Sept. (!) Plastiktüten 0,15 Euro kosten.

Aufgrund negativen, verbalen Feedbacks der Warteschlange hinter ihm hat er für seinen Ausraster auch keine "Belohnung" erhalten. Von der Physiognomie/Alterssturuktur/Kleidung her jemand, der auf Krawall aus war. Und diesen nicht bekommen hat. Die Plastiktüte wurde von ihm selber bezahlt und damit alles korrekt läuft hat die Kassiererin ihm auch noch den zweiten Kassenzettel in die Hand gedrückt :-)

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Verdrehte Welt?

moonglum, Hagen, Dienstag, 10.11.2015, 12:20 (vor 3867 Tagen) @ Giovanni

Genau so ist es,
die DB Konzernspitze erfährt auf diese Weise durch Reaktionen an der Kundenbasis, wie extrem voll das Fass der oftmals ertragenen Mängel, der verpassten Anschlüsse bei den Kunden etc.ist. Insofern mag das Verhalten der Reisenden formal strafbar sein, ja, aber es sollte der Konzernspitze ein weiteres Alarmsignal sein, mal schauen, wie viele Extremreaktionen noch notwendig sind, bis man kapiert, dass es so nicht weitergehen darf und was da so alles geschehen wird. Wie lange so ein Fassüberlaufen noch rational zu managen ist, wird man sehen.

Als großer Bahnfan seit jüngsten Kindertagen habe ich so viele Pannen/Umleitungen allein im Raum Gevelsberg/Hagen mitbekommen, als Reisender, als Zuschauer.... zu Zeiten der Bundesbahn.

Ein D-Zug wird via Gevelsberg in Richtung Hagen-Fredericia umgeleitet, es ist ein langes eingleisiges Stück damals gewesen: Oberbarmen-Langerfeld-Schwelm-GevelsbergWest...
Der Nahverkehr bekam also eine hohe Verspätung, da der D-Zuig vorrangig fuhr. Was geschah:
Der FDL von Gevelsberg Hbf hielt den D333 an, Signal stand einfach auf HP0, Durchsage: Zugpersonal 333, Zug frei bis Hagen Hbf. Und alles war gut.
Als in Köln ein anderes Mal ein abendlicher Pendlerzug ausfiel, stand nur ein VT 601 in Köln bereit (vor einigen Minuten aus Hannover eingetroffen). Kurzerhand fuhr jener nach Hagen mit Halt nahezu überall, die Zeitungen waren voll des Lobes, die Arbeiter erst recht. Die DB kümmert sich. Man erlebte es.
Versehentlich fuhr ein Wochenend-D-Zug in den Norden in Oberbarmen durch...
5 Minuten später kam er mit Schritttempo zurück gerollt. Einsteigen, Lachen, Abfahrt....
Auf die Bahn war Verlass. Das Wörtchen "war" ist entscheidend.

usw. usw.

Heute sind viele Kommunikationswege schneller und moderner geworden, die gnadenlose Zerschlagung der Zugleitstellen/Transportleitung etc. pp (oder sollte man sagen: Optimierung) vermutlich durch Motive der Rationalisierung und des angeblichen Kostendrucks, hat fühlbar zu deutlichen Häufungen von totalen Unfähigkeitserscheinungen geführt, von denen immer mehr Reisende die Nase voll zu haben scheinen.

Nicht einmal die vorhandenen modernen Gleiswechselmöglichkeiten zB im Raum Wuppertal-Schwelm werden im Bedarfsfall regelmäßig genutzt. Vor einigen Wochen ließ dort tatsächlich der deutlichst verspätete RE7 durch Wechsel auf das Gegengleis elegant den ICE nach Berlin vorbei. Geht doch, man muss nur wollen. Aber wie oft schleicht der ICE hinter dem RE her, hat in Hagen so viel Verspätung, dass man i.d.R. bereits hier sicher sein kann, dass man den Anschluss in Hannover nach Hamburg NICHT mehr bekommen wird (es sei denn er ist verspätet)? Jeder weiss: DAS ist die Regel, nicht der Gleiswechsel. Lotteriespielcharakter hat so etwas. Darauf ist kein Verlass.
Die Wut steigt, die Hemmschwelle sinkt,
das ist in solchen Fällen und egal in welchem Bereich nichts Neues.

Insofern wird auch beim Ausfall der Klimaanlage im Sommer mit Sicherheit immer öfter immer schneller die Scheibe eingeschlagen, wenn der Zug nicht schnell anhält und Kühlung geboten wird,die Hemmschwellen sinken, insofern mögen Reisende immer öfter ganze Züge stoppen, wie in diesem Falle hier. Irrationale Reaktionen sind es, weil das innere Fass überläuft.

Und natürlich:
Das Abwandern der Zugreisenden mit Ausweichen auf andere Beförderungskanäle setzt sich weiter fort. Es folgen Personaldebatten und die üblichen Sideeffects... die Presse hat wieder Negativfutter usw.

Und noch etwas:
Die angeblich mögliche Hi-Tech blebt weit hinter ihren Möglichkeiten bei der heutigen DB zurück, kann viel zu schnell versagen, denken wir an die Entgleisung des IC 2311 am Rhein anno September 2011. Die führende 101 war samt einiger Wagen entgleist, Telefonieren war dem TFZ nicht mehr möglich (siehe Unfallbericht!!!!!). Die Wagen hingen in den Lichtraum des Gegengleises, dank einer absolut gnädigen Fügung war der entgegenkommende IC wenige Sekunden VOR der Entgleisung vorbei gerattert...

Denken wir auch an die mangelhafte Logistik. In DE bleibt ein havarierter Zug samt Reisenden für Stunden teilweise auf der Strecke stehen, ggf. sogar in Sichtweite eines Bahnsteiges. Vergleichen wir mal, wie schnell die hochprofessionelle Hilfsaktion in CH nach Entgleisen des Zuges in Graubünden im August 2014 gelang und 200 Reisende sicher zum nächsten Bhf. brachte...
http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/ungluecke/zug-in-der-schweiz-wegen-erdrutsches-...
Geht doch....


Es gäbe viele Lösungsansätze für die DB, zweifelsohne, technische, logistische....
Man müsste sie wollen und durchsetzen...

Bsp.:
Sofortige Warn- und Stopauslösung, wenn ein Zug sich in einem Abschnitt ungewöhnlich verhält, technische Sonden könnten Entgleisung signalisieren und sofortigen STOP aller Züge im Abschnitt elektronisch verfügen, lieber einmal zu viel als zu wenig.

Schnelle elektronisch generierte Entscheidungshilfen für Gleiswechsel, Zusatzstops von IC/E und so weiter....
Schnelles Einspielen ins interne RIS mit Alarmsignal usw.

Abschließend noch der legendäre Fall, als ein altes Mütterchens mit vollgepacktem geflochtenen Einkaufskorb in Ulm versehentlich in den IC nach Hamburg einstieg, sie hatte sich vertan und musste nur nach Beimerstetten.... Sie erschrak zu Tode, als sie hörte, dass der nächste Halt Stuttgart sein würde, knickte ein, bekam einen Weinkrampf, zeterte dann herum. Lösung:
Der IC hielt für etwa 30 Sekunden in Beimerstetten, die alte Dame stieg mit Hilfe des ZUB aus, und wieder waren die Lokal-Zeitungen des Lobes voll. Wir waren nebenbei bei Ankunft in Stuttgart trotzdem pünktlich.
Positive PR vom Allerfeinsten war das - lang ist es her.

Kurzum:
Man sollte sehr genau prüfen, wie man den Reisenden helfen kann, von mir aus auch mit halt eines ICE und ggf. Abwarten des ICE-Anschlusses am Knoten dahinter. Wenige Minuten Zeitaufwand können eine Super-PR bringen und die Bahn wieder verlässlicher erscheinen lassen.

--
Schöne Grüße aus den EC 6/7/8/9,
wo es Wein in Karaffen, keine Mikrowelle und kein in Schüsseln gepamptes Essen gibt.

https://adobe.ly/2PMZyEV

Lieber moonglum ...

Mario-ICE, Dienstag, 10.11.2015, 14:47 (vor 3866 Tagen) @ moonglum

... die Welt dreht sich weiter und deine Schilderungen gehen in einen Bereich, da wurde die Bahn noch aus einem Guß betrieben. Heute fahren viele EVU mit mehr Zügen als früher durch die Lande, eine BZ lenkt den Verkehr auf ihren Gleisen und hat nicht mehr die Verfügung über Züge, wie das früher einmal war. Es gibt eben immer zwei Medaillen bei der Bahnreform.

Und die Bahn gibt es halt nun schon über 20 Jahre nicht mehr.

Früher war es gut!

guru61, Arolfingen, Dienstag, 10.11.2015, 14:56 (vor 3866 Tagen) @ Mario-ICE

Heute istv es besser.
Es wäre besser, es wäre wieder gut!

Kannst du mir eine Erklärung geben, wo dann der Vorteil liegt, bei der verschlimbesserung?
Gruss Guru

Früher war es gut!

Mario-ICE, Dienstag, 10.11.2015, 15:13 (vor 3866 Tagen) @ guru61

Heute istv es besser.
Es wäre besser, es wäre wieder gut!

Kannst du mir eine Erklärung geben, wo dann der Vorteil liegt, bei der verschlimbesserung?
Gruss Guru

Die Vorteile kann dir sicher jeder Politiker erklären.

Früher war es gut!

guru61, Arolfingen, Mittwoch, 11.11.2015, 05:14 (vor 3866 Tagen) @ Mario-ICE

Heute ist es besser.
Es wäre besser, es wäre wieder gut!

Kannst du mir eine Erklärung geben, wo dann der Vorteil liegt, bei der verschlimbesserung?
Gruss Guru


Die Vorteile kann dir sicher jeder Politiker erklären.

Der alte Witz:
Wie erkennt man, wenn ein Politiker lügt?

"Sobald er die Lippen bewegt."

Gruss Guru

Verdrehte Welt?

ICE-TD, Dienstag, 10.11.2015, 16:11 (vor 3866 Tagen) @ moonglum

Ein D-Zug wird via Gevelsberg in Richtung Hagen-Fredericia umgeleitet, es ist ein langes eingleisiges Stück damals gewesen: Oberbarmen-Langerfeld-Schwelm-GevelsbergWest...
Der Nahverkehr bekam also eine hohe Verspätung, da der D-Zuig vorrangig fuhr. Was geschah:
Der FDL von Gevelsberg Hbf hielt den D333 an, Signal stand einfach auf HP0, Durchsage: Zugpersonal 333, Zug frei bis Hagen Hbf. Und alles war gut.

Habe ich auch vor noch gar nicht langer Zeit erlebt, RE liegengeblieben, ich war mit einem ICE dahinter, der FDL hat mit mir auf dem kurzem Dienstweg einen außerplanm. Halt abgesprochen um die Reisenden abzutransportieren, alle waren zufrieden mit Ausnahme eines Disponenten der sich übergangen fühlte.

Abschließend noch der legendäre Fall, als ein altes Müttercheüns mit vollgepacktem geflochtenen Einkaufskorb in Ulm versehentlich in den IC nach Hamburg einstieg, sie hatte sich vertan und musste nur nach Beimerstetten.... Sie erschrak zu Tode, als sie hörte, dass der nächste Halt Stuttgart sein würde, knickte ein, bekam einen Weinkrampf, zeterte dann herum. Lösung:
Der IC hielt für etwa 30 Sekunden in Beimerstetten, die alte Dame stieg mit Hilfe des ZUB aus, und wieder waren die Lokal-Zeitungen des Lobes voll. Wir waren nebenbei bei Ankunft in Stuttgart trotzdem pünktlich.

Habe ich selbst vor einiger Zeit auch gemacht, außerplanm. Halt an einem kleinen Haltepunkt mit einem IC damit Reisende die in den falschen Zug gestiegen waren von dort mit einem anderen Zug zu ihrem Zielbahnhof kommen.

Wie man sieht gibts das heute vereinzelt alles auch noch, und auch früher waren solche Sachen nicht alltäglich, soviel hat sich also nicht verschlechtert in der Hinsicht.

Straftäter sollten von der Beförderung ausgeschlossen werden

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Dienstag, 10.11.2015, 17:07 (vor 3866 Tagen) @ ICE-TD

Zu Bundesbahnzeiten war es meistens ganz normal, dass in kurzer Zeit eine Alternative Reisemöglichkeit angeboten wurde, indem ein IC oder IR außerplanmäßig gehalten hat oder der Tf des VT 627.0 eine Extratour bis zum nächsten Knotenbf. (und leer zurück) angehängt hat, weil der Eilzug verspätet war (stellte sich gerade mal als +25 heraus) aber es wurde eben schnell gehandelt.
Auch der Rangierer mit seiner 294 hat mal einen Eilzug samt defekter 218 abgeschleppt.
Aber auch damals konnte man nicht zaubern, es ging also nicht immer.
Jedoch waren solche BB mit "ab 20 Minuten darf ein anderer Zug genutzt werden" damals schlicht unbekannt, weil grundsätzlich jeder Zug genutzt werden durfte, (bis auf den EC/IC Zugschlag, ICE Fahrpreis, sowie SWT auch damals nur NV).

Seit der Bahnreform ist man leider wesentlich seltener so flexiebel. Aber es gab auch schon ALX-Züge mit DB-218 u.a. wo dennoch unkonventionell auch EVU-übergreifend geholfen wurde.

Ich habe teilweise noch Verständnis, wenn Fahrgäste mit SWT manchmal die Nase voll haben und in einen ICE steigen, weil sie nicht nochmal eine Stunde zuwarten wollen. Aber überhaupt ins Gleis zu laufen und sich selbst in höchste Lebensgefahr zu begeben, da hört es wirklich auf. Bei diesem Vorfall war es neben Nötigung und Bedrohung, auch gefährlicher Eingriff in den Bahnbetrieb. Solche Leute sollten von der Beförderung ausgeschlossen und mit einem Bundesweiten "Hausverbot" aller Bahnanlagen belegt werden. Trifft man sie dennoch auf Bahnstationen und/oder in Zügen an, Anzeige wegen Hausfriedensbruch.

--
Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
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Welche Straftäter?

ICETreffErfurt, Eisenach, Dienstag, 10.11.2015, 17:12 (vor 3866 Tagen) @ 218 466-1
bearbeitet von ICETreffErfurt, Dienstag, 10.11.2015, 17:12

Das Problem an deinem Vorschlag ist, die individuelle Schuld jeder einzelnen Person nachzuweisen. Pauschale Gruppenstrafen sind ja zurecht verboten.

Wenn von 50 Leuten fünfzig Leute sagen: "Ich war's nicht", gibt es auch keine Strafe.

Lass die Kirche im Dorf...

Meinrad aus Kanada, Oakville, Canada, Dienstag, 10.11.2015, 17:13 (vor 3866 Tagen) @ 218 466-1
bearbeitet von Meinrad aus Kanada, Dienstag, 10.11.2015, 17:14

...in Dettingen steht nicht einmal eine Unterfuehrung zur Verfuegung, die es den Befoerderungsfaellen erlaubt haette, den einzigen DB-Mitarbeiter zu sprechen ohne die Gleise zu ueberschreiten, nachdem sie einfach am Bahnsteig zurueckgelassen wurden.

Lass die Kirche im Dorf...

superkolbi, Aschaffenburg, Freitag, 13.11.2015, 07:53 (vor 3864 Tagen) @ Meinrad aus Kanada

...in Dettingen steht nicht einmal eine Unterfuehrung zur Verfuegung, die es den Befoerderungsfaellen erlaubt haette, den einzigen DB-Mitarbeiter zu sprechen ohne die Gleise zu ueberschreiten, nachdem sie einfach am Bahnsteig zurueckgelassen wurden.

Was für ein Blödsinn. Natürlich gibt es dort eine Unterführung!

Watt denn Watt denn?

Lehrter Bahnhof, Dienstag, 10.11.2015, 20:42 (vor 3866 Tagen) @ moonglum
bearbeitet von Lehrter Bahnhof, Dienstag, 10.11.2015, 20:43

Was haben du und die Fahrgäste denn??

Ist doch viel wichtiger, dass die Bahn sich jetzt erstmal darauf konzentriert, wie sie 2050 vielleicht auch die Lokführer einsparen kann! Außerdem wird jetzt alles digital! Da kann man sich dann ganz wunderbar darüber informieren, was alles in Echtzeit nicht klappt.

Verdrehte Welt?

Lumi25, Dienstag, 10.11.2015, 13:31 (vor 3866 Tagen) @ Giovanni

Das ist eine Folge der erschreckend hohen Kundenignoranz im integrierten Konzern - die aber nicht unbedingt neu ist.
Eigentlich sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, dass sich bei einem liegengebliebenen Zug um eine schnellstmögliche Weiterreise der betroffenen Fahrgäste gekümmert wird.
Und mehr als dies wurde durch die Fahrgäste auch nicht eingefordert - diese bissen jedoch beim örtlichen Fahrdienstleiter auf Granit. Dem möchte ich dabei noch nicht einmal Vorwürfe machen, denn wenn er im Sinne der Fahrgäste von den Vorgaben des Managements abweichen würde, brächte er seinen eigenen Job in Gefahr.


Der Zug ist ja nicht liegengeblieben sondern nachdem er die Fahrgäste abgesetzt hat leer weitergefahren laut dem Artikel und ich denke genau das hat dann den Ausschlag gegeben.

Keine Information nichts und man steht in der Pampa kommt wieder mal später nach Hause.

Die DB AG erwartet natürlich immer dafür Verständnis. Ob die DB AG auch dafür Verständnis hätte wenn die Pendler ihre Fahrkarte erst nach erbrachter Leistung bezahlen statt per Vorkasse wage ich zu bezweifeln.

In NRW ist das tagtäglich zu erleben, dass man bei verspäteten oder ausfallenden Regionalzügen den Kunden ernsthaft zumuten will erst noch ein Ticket zu erwerben (was bei der betroffenen Fahrgastzahl im Zweifel an der Zahl der verfügbaren Schalter oder Automaten scheitern dürfte) um diesen Betrag dann irgendwann nach vielen Wochen vom SC Fahrgastrechte zurück zu bekommen - immer mit dem kleinen Risiko, dass der Antrag inkl Originalbeleg verloren gehen kann. Unkomplizierte Freigaben, die eigentlich selbstverständlich sein sollten, sind seltene Ausnahmen.
(Bei Ausfall oder +60 betrachte ich die Vorkasse-Regelung zudem als Verstoß gegen die Fahrgastrechteverordnung, da sie die Reisenden unangemessen an der Wahrnehmung seiner Rechte hindert)


Für den Pendler ist jede Verspätung ein Freizeitausfall und es gibt noch ganz andere Probleme. Was passiert wenn der Pendler an einem Bahnhof vom Zug in den Bus umsteigt und der Übergang nur 5 Minuten beträgt (wie in Erftstadt). Der Zug kommt mit +4 Minuten an (laut DB AG also pünktlich) und der Bus fährt pünktlich vor der Nase von den Pendlern los.

Was jetzt?

Laut DB AG war der Zug pünktlich für den Pendler ergibt sich aber eine Verspätung von 30-60 Minuten.

Ich hatte das früher Hin und wieder mal erlebt und wenn man 30-60 Minuten in bitterer Kälte auf den nächsten Bus warten muss nur weil der Zug (mal wieder) Verspätung hatte sammelt sich der Frust.


Nicht für alle Pendler endet die Fahrt am Bahnhof und dort steht das Auto. Es gibt Landstriche da fährt nur alle 60 Minuten ein Bus und wenn der Zug auch nur kleinere Verspätungen hat ist der Bus weg und ja auch Busse haben entsprechende Umlaufpläne die wegen knapper Kassen der Kommunen auch sehr eng sind.

Fahrgäste wären gleich weiter gekommen

ICETreffErfurt, Eisenach, Dienstag, 10.11.2015, 14:16 (vor 3866 Tagen) @ Lumi25
bearbeitet von ICETreffErfurt, Dienstag, 10.11.2015, 14:20

Der Witz ist ja, dass der betroffene RE 4641 schon mit 35 Minuten Verspätung aus Frankfurt abgefahren ist. Statt planmäßig 16:07 Uhr war er 16:48 Uhr in Dettingen.

Der nächste RE (4623) Richtung wäre 17:07 Uhr gefahren, hatte aber wegen "Personen im Gleis" 115 Minuten Verspätung (Abfahrt 19:03 Uhr). Schon 16:57 Uhr ist wäre eine Regionalbahn der Linie 55 Richtung Aschaffenburg gefahren, hatte wegen der Aktion aber knapp 30 Minuten Verspätung (Abfahrt 17:19 Uhr).

Wären die Fahrgäste ruhig geblieben hätten sie nur 10 Minuten auf den nächsten Zug nach Aschaffenburg und nur 20 Minuten auf den nächsten Zug nach Würzburg warten müssen.

Fahrgäste wären gleich weiter gekommen

Reisefuchs, Dienstag, 10.11.2015, 14:24 (vor 3866 Tagen) @ ICETreffErfurt

Wären die Fahrgäste ruhig geblieben hätten sie nur 10 Minuten auf den nächsten Zug nach Aschaffenburg und nur 20 Minuten auf den nächsten Zug nach Würzburg warten müssen.

Genau.. eine Info der Bahn hätte ausgereicht. Aber das war scheinbar unmöglich. Grund für diese ganze Aktion liegt bei DB

Fahrgäste wären gleich weiter gekommen

ICETreffErfurt, Eisenach, Dienstag, 10.11.2015, 14:28 (vor 3866 Tagen) @ Reisefuchs

Das sehe ich nicht so eindeutig wie du. Die DB ist wohl eher nicht schuld daran, dass die Fahrgäste in den Gleisen herumgetanzt sind oder zumindest den Anschein einer Gefährdung des Bahnbetriebs dargestellt haben, was die Streckensperrung ausgelöst hat.

Fahrgäste wären gleich weiter gekommen

Reisefuchs, Dienstag, 10.11.2015, 14:34 (vor 3866 Tagen) @ ICETreffErfurt

Das sehe ich nicht so eindeutig wie du. Die DB ist wohl eher nicht schuld daran, dass die Fahrgäste in den Gleisen herumgetanzt sind oder zumindest den Anschein einer Gefährdung des Bahnbetriebs dargestellt haben, was die Streckensperrung ausgelöst hat.

Ändert nichts an der Tatsache: Fahrgäste aussteigen lassen ohne Vorankündigung abfahren. Es käme wärenicht zu Gleistänzen gekommen. Ursache ist eindeutig das Fehlverhalten von DB. Da kann noch soviel schön geredet werden. Die Folgen daraus stehen auf einen anderen Blatt.

Fahrgäste wären gleich weiter gekommen

Mario-ICE, Dienstag, 10.11.2015, 14:40 (vor 3866 Tagen) @ Reisefuchs

Das sehe ich nicht so eindeutig wie du. Die DB ist wohl eher nicht schuld daran, dass die Fahrgäste in den Gleisen herumgetanzt sind oder zumindest den Anschein einer Gefährdung des Bahnbetriebs dargestellt haben, was die Streckensperrung ausgelöst hat.


Ändert nichts an der Tatsache: Fahrgäste aussteigen lassen ohne Vorankündigung abfahren. Es käme wärenicht zu Gleistänzen gekommen. Ursache ist eindeutig das Fehlverhalten von DB. Da kann noch soviel schön geredet werden. Die Folgen daraus stehen auf einen anderen Blatt.

Warst du dabei oder woher nimmst du deine Weisheiten?

guter Service

sflori, Dienstag, 10.11.2015, 14:05 (vor 3866 Tagen) @ Giovanni
bearbeitet von sflori, Dienstag, 10.11.2015, 14:05

In NRW ist das tagtäglich zu erleben, dass man bei verspäteten oder ausfallenden Regionalzügen den Kunden ernsthaft zumuten will erst noch ein Ticket zu erwerben

Ich finde diese Regelung auch absolut unmöglich.

Darum bin ich neulich einfach in einen ICE gestiegen und habe ein Foto der Verspätungsanzeige des REs (er hatte +60) gezeigt. Die Zugchefin hat das sofort mit ihrem Smartphone nachgeprüft und dann gemeint, dass es für sie in Ordnung wäre, dass ich bei ihr mitfahre. Und schon war ich wieder versöhnt. ;-)


Bye. Flo.

Wie stoppt man denn einen ICE?

MvG, Dienstag, 10.11.2015, 11:36 (vor 3867 Tagen) @ ICETreffErfurt

Tja, hätten die Leute einfach friedlich die Informationen der DB abgewartet hätten sie einfach den nächsten Regionalzug besteigen können und höchstens eine Stunde gewartet.

Aber wie kann man denn von einem Bahnsteig aus einen durchfahrenden ICE zum Anhalten bringen? Haben die die Fahrdienstleiterin zum Halt-Stellen gezwungen?

Indem man es sich auf den Gleisen bequem macht.

ICETreffErfurt, Eisenach, Dienstag, 10.11.2015, 11:43 (vor 3867 Tagen) @ MvG

Sie sind auf den Gleisen herum geturnt und haben eine Streckensperrung / Fahren auf Sicht herbeigeführt.

Indem man es sich auf den Gleisen bequem macht.

MvG, Dienstag, 10.11.2015, 15:02 (vor 3866 Tagen) @ ICETreffErfurt

Ahja. Na da haben sich die Fahrgäste des ICEs bestimmt gefreut.

Die Folgen waren ziemlich heftig

ICETreffErfurt, Eisenach, Dienstag, 10.11.2015, 15:17 (vor 3866 Tagen) @ MvG

Nicht nur die. Alle nachfolgenden Züge hatten bis zu 120 Minuten Verspätung.

Regionalverkehr:

  • RB 15245 - Abfahrt 16:57 Uhr - 22 Minuten
  • RE 4623 - Abfahrt 17:07 Uhr - 115 Minuten
  • RB 15247 - Abfahrt 17:27 Uhr - Ausfall ab Kahl
  • RB 16249 - Abfahrt 17:48 Uhr - Ausfall ab Kahl
  • RE 4637 - Abfahrt 18:07 Uhr - 65 Minuten
  • RB 16251 - Abfahrt 18:27 - 41 Minuten
  • RB 16253 - Abfahrt 18:57 Uhr - Ausfall ab Hanau
  • RE 4627 - Abfahrt 19:07 Uhr - Ausfall bis Kleinostheim
  • RB 16257 - Abfahrt 19:48 Uhr - Totalausfall


Fernverkehr (Begründung: "Personen im Gleis"):

  • ICE 229 - +134 (ab Aschaffenburg)
  • ICE 725 - +36 (ab Aschaffenburg)
  • IC 2027 - +40 (ab Aschaffenburg)
  • ICE 727 - +22 (ab Aschaffenburg)

Was für Idioten...

462 001, Taunus, Dienstag, 10.11.2015, 12:31 (vor 3867 Tagen) @ ICETreffErfurt

Hallo,

die Pendler kann ich nur teilweise verstehen, denn ein ausgefallener Zug rechtfertigt noch lange keine Gewalt und das rumturnen auf einer Bahnstrecke!

Die DB sollte von den Pendlern Schadenersatz fordern und zwar für die Verspätungen(FGR), zusätzliche Personalkosten, evtl. Arztkosten und auch der Polizeieinsatz will ja bezahlt sein.

Ich hab zwar auch schon einige ganz dumme Situationen erlebt, doch auf solch Schwachsinnige Ideen würd ich im Leben nicht kommen.

Gruß von ICE1223,
der die betroffenen Pendler lebenslang von Zugfahrten ausschließen würde

--
Von mir besuchte Bahnhöfe
- Deutschland: 1627
- Euro. Ausland: 717

Was für Idioten...

Lumi25, Dienstag, 10.11.2015, 13:07 (vor 3866 Tagen) @ 462 001

Hallo,

die Pendler kann ich nur teilweise verstehen, denn ein ausgefallener Zug rechtfertigt noch lange keine Gewalt und das rumturnen auf einer Bahnstrecke!


Es ist nicht der einzelne Zug an dem einen Tag sondern sicherlich vielerlei Ereignisse die den Pendlerfrust nach oben treiben.

Die DB sollte von den Pendlern Schadenersatz fordern und zwar für die Verspätungen(FGR), zusätzliche Personalkosten, evtl. Arztkosten und auch der Polizeieinsatz will ja bezahlt sein.


OK im Gegenzug werden dann Fahrkarten erst nach erfolgter Beförderung entsprechend bezahlt. Bei Verspätungen oder geringeren Kapazitäten zahlt der Fahrgast dann entsprechend weniger.


Wie Besteller und DB Regio auf Beschwerden von Pendlern reagieren kann man eindrucksvoll am Vareo erleben. Man redet die Probleme schön und da muss man sich nicht wundern wenn die Pendler auch mal frustriert sind.

Ausgefallener RE sorgt für ICE-Verspätung

murdock, Dienstag, 10.11.2015, 12:50 (vor 3867 Tagen) @ ICETreffErfurt

Gibt es wirklich in Dettingen einen Fdl?,mir war nur bekannt Kleinostheim und dann Großkrotzenburg.

Dann hatte ich gestern fast schon Glück das mir da keiner vor "meinen" 26 gesprungen ist.Kurz nach meiner Durchfahrt Dettingen muss es wohl dort eskaliert sein. Leider musste ich dann mit dem "etwas" Verspätungsanfälligen 2027 noch Umleitung über Darmstadt fahren.

Danke für die erschreckenden Links, geben eine erste Vorstel

GUM, Dienstag, 10.11.2015, 15:16 (vor 3866 Tagen) @ ICETreffErfurt

lung vom Reisendenverhalten

--
Sicherheitshinweis: Lassen Sie Ihre Politiker nicht unbeaufsichtigt!
Security advice: Don't leave your politicians unattended!

Danke für die erschreckenden Links, geben eine erste Vorstel

Giovanni, Dienstag, 10.11.2015, 15:49 (vor 3866 Tagen) @ GUM

lung vom Reisendenverhalten

Stimmt - wirklich erschreckend:
"Von einer wilden Horde oder Radau am Dettinger Bahnhof mag der Bundespolizeisprecher nicht reden."

Die Verweigerung des Zustiegs bei einem am Bahnsteig haltenden Reisezug für Fahrgäste die von Zugausfall / Verspätung über 60min betroffen sind ist jedoch ein Verstoß gegen die Fahrgastrechteverordnung.
Zumindest laut Darstellung des Main Echo ist erst durch diese Verweigerung der Mitfahrt ein Streit entstanden, der dazu führte, dass sich der Triebfahrzeugführer nicht mehr in der Verfassung betrachtete weiterzufahren.
Auch infranken.de stellt dies ähnlich dar - primavera24 erwähnt dazu hingegen nichts.

Anscheinend wurden die Personalien des Zugpersonals nicht erfasst. Allerdings sollte dieses vergleichsweise leicht zu identifizieren sein.

--
Wo Logik aufhört fängt das DB-Preissystem an.
2.4.4: "Eine Fahrkarte für eine höhere Produktklasse berechtigt [...] auch zur Beförderung in einer niedrigeren Produktklasse."
Ein Doppelstock-RE ist 4.631,5mm hoch - ein ICE1-Speisewagen nur 4.295mm ;)

Warum durften die gestrandeten nicht im ICE mitfahren?

agw, NRW, Dienstag, 10.11.2015, 16:32 (vor 3866 Tagen) @ Giovanni

Und warum durften die gestrandeten, die sich gesetzeskonform verhalten hatten, nicht in dem ICE mitfahren? Der stand doch wohl schon am Bahnsteig und mindestens eine Tür wird auch offen gewesen sein.

Das wird man wohl keinem der dort friedlich wartenden erklärt haben können.


Das Verhalten der anderen deute ich so: Die Bahn hat es geschafft, den Frust der Fahrgäste so hoch zu treiben, dass sich diese bewusst in Lebensgefahr gebracht haben.
Welche AG schafft das heute sonst noch? Vielleicht was für eine Doktorarbeit in Psychologie.

Warum durften die gestrandeten nicht im ICE mitfahren?

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Dienstag, 10.11.2015, 16:54 (vor 3866 Tagen) @ agw

Und warum durften die gestrandeten, die sich gesetzeskonform verhalten hatten, nicht in dem ICE mitfahren? Der stand doch wohl schon am Bahnsteig und mindestens eine Tür wird auch offen gewesen sein.

Weil der auf einen anderen Tf vmtl. noch länger gewartet hat, der nächste RE daher ohnehin die bessere Alternative war?

--
Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
[image]

Warum durften die gestrandeten nicht im ICE mitfahren?

Giovanni, Dienstag, 10.11.2015, 17:17 (vor 3866 Tagen) @ 218 466-1

Und warum durften die gestrandeten, die sich gesetzeskonform verhalten hatten, nicht in dem ICE mitfahren? Der stand doch wohl schon am Bahnsteig und mindestens eine Tür wird auch offen gewesen sein.


Weil der auf einen anderen Tf vmtl. noch länger gewartet hat, der nächste RE daher ohnehin die bessere Alternative war?

In den verlinkten Medienberichten wird kein Zusammenhang zwischen dem Grund des Haltes und der Fahruntauglichkeit des Triebfahrzeugführers hergestellt. Der Grund für den Halt des Zuges wird ebenfalls nicht genannt.
Ob sich Fahrgäste im Gleis befanden oder der Zug durch ein Hp0 gestoppt wurde ist gegenwärtig nicht bekannt.

Laut Darstellung in den Medienberichten liegt die Ursache der Fahruntauglichkeit des Triebfahrzeugführers im Streit zwischen den zusteigewilligen Fahrgästen und dem Zugpersonal.

--
Wo Logik aufhört fängt das DB-Preissystem an.
2.4.4: "Eine Fahrkarte für eine höhere Produktklasse berechtigt [...] auch zur Beförderung in einer niedrigeren Produktklasse."
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Warum durften die gestrandeten nicht im ICE mitfahren?

agw, NRW, Dienstag, 10.11.2015, 18:36 (vor 3866 Tagen) @ 218 466-1

Und warum durften die gestrandeten, die sich gesetzeskonform verhalten hatten, nicht in dem ICE mitfahren? Der stand doch wohl schon am Bahnsteig und mindestens eine Tür wird auch offen gewesen sein.


Weil der auf einen anderen Tf vmtl. noch länger gewartet hat, der nächste RE daher ohnehin die bessere Alternative war?

So wie es sich liest, wollte der Tf ja nur nicht weiterfahren, nachdem man schon beschlossen hatte, keinen mitfahren zu lassen.
Und warum nicht dem Fahrgast überlassen, was für ihn die bessere Alternative gewesen wäre? Weiß man doch nicht, wo die Leute hinwollen.

Warum durften die gestrandeten nicht im ICE mitfahren?

Mario-ICE, Dienstag, 10.11.2015, 18:52 (vor 3866 Tagen) @ agw

Und warum durften die gestrandeten, die sich gesetzeskonform verhalten hatten, nicht in dem ICE mitfahren? Der stand doch wohl schon am Bahnsteig und mindestens eine Tür wird auch offen gewesen sein.


Weil der auf einen anderen Tf vmtl. noch länger gewartet hat, der nächste RE daher ohnehin die bessere Alternative war?


So wie es sich liest, wollte der Tf ja nur nicht weiterfahren, nachdem man schon beschlossen hatte, keinen mitfahren zu lassen.
Und warum nicht dem Fahrgast überlassen, was für ihn die bessere Alternative gewesen wäre? Weiß man doch nicht, wo die Leute hinwollen.

Was man liest und wie es wirklich war wissen nur die Beteiligten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Tf sich dienstunfähig meldet wegen einer Auseinandersetzung mit Fahrgästen. Da muss schon mehr passiert sein, zumal er eigentlich keinen direkten Kundenkontakt haben müsste.

Warum durften die gestrandeten nicht im ICE mitfahren?

superkolbi, Aschaffenburg, Freitag, 13.11.2015, 08:02 (vor 3864 Tagen) @ Mario-ICE
bearbeitet von superkolbi, Freitag, 13.11.2015, 08:02

Und warum durften die gestrandeten, die sich gesetzeskonform verhalten hatten, nicht in dem ICE mitfahren? Der stand doch wohl schon am Bahnsteig und mindestens eine Tür wird auch offen gewesen sein.


Weil der auf einen anderen Tf vmtl. noch länger gewartet hat, der nächste RE daher ohnehin die bessere Alternative war?


So wie es sich liest, wollte der Tf ja nur nicht weiterfahren, nachdem man schon beschlossen hatte, keinen mitfahren zu lassen.
Und warum nicht dem Fahrgast überlassen, was für ihn die bessere Alternative gewesen wäre? Weiß man doch nicht, wo die Leute hinwollen.


Was man liest und wie es wirklich war wissen nur die Beteiligten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Tf sich dienstunfähig meldet wegen einer Auseinandersetzung mit Fahrgästen. Da muss schon mehr passiert sein, zumal er eigentlich keinen direkten Kundenkontakt haben müsste.

Der ICE229 stand am Anfang des Bahnsteiges (also zu 95% der Zuglänge außerhalb), nachdem dieser durch Personen im Gleis gestoppt wurde. Danach haben diese Personen auch noch den Zug geschlagen. Das war für den Lokführer dann wohl zuviel.
Er hätte natürlich auch noch 200m nach vorne fahren und die Leute danach einsteigen lassen können. Aber würdet ihr Personen, die über das Gleis springen und dann noch auf den Zug einschlagen mitnehmen?

Warum durften die gestrandeten nicht im ICE mitfahren?

Mario-ICE, Dienstag, 10.11.2015, 17:20 (vor 3866 Tagen) @ agw

Und warum durften die gestrandeten, die sich gesetzeskonform verhalten hatten, nicht in dem ICE mitfahren? Der stand doch wohl schon am Bahnsteig und mindestens eine Tür wird auch offen gewesen sein.

Das wird man wohl keinem der dort friedlich wartenden erklärt haben können.


Das Verhalten der anderen deute ich so: Die Bahn hat es geschafft, den Frust der Fahrgäste so hoch zu treiben, dass sich diese bewusst in Lebensgefahr gebracht haben.
Welche AG schafft das heute sonst noch? Vielleicht was für eine Doktorarbeit in Psychologie.

Deine Argumentationslinie muss man erst einmal begreifen. Alle wollten wohl garantiert nicht nur nach Aschaffenburg. Hier wurde ja schon geschrieben, dass es eine Alternative nur unwesentlich später gegeben hat. Mit ihrem Handeln haben diese 50 Leute 1000 anderen zusätzliche Unannehmlichkeiten und Verspätungen gebracht. Allein schon Wutbürger zu spielen, nur weil der Zug dann vom Bahnsteig wegfährt zeigt die Geisteshaltung mancher Reisender. Glaubt jemand wirklich das macht jemand um paar Pendler zu ärgern?
Hier kann man nur mit dem Kopf schütteln.

Warum durften die gestrandeten nicht im ICE mitfahren?

Giovanni, Dienstag, 10.11.2015, 17:30 (vor 3866 Tagen) @ Mario-ICE

Und warum durften die gestrandeten, die sich gesetzeskonform verhalten hatten, nicht in dem ICE mitfahren? Der stand doch wohl schon am Bahnsteig und mindestens eine Tür wird auch offen gewesen sein.

Das wird man wohl keinem der dort friedlich wartenden erklärt haben können.


Das Verhalten der anderen deute ich so: Die Bahn hat es geschafft, den Frust der Fahrgäste so hoch zu treiben, dass sich diese bewusst in Lebensgefahr gebracht haben.
Welche AG schafft das heute sonst noch? Vielleicht was für eine Doktorarbeit in Psychologie.


Deine Argumentationslinie muss man erst einmal begreifen. Alle wollten wohl garantiert nicht nur nach Aschaffenburg. Hier wurde ja schon geschrieben, dass es eine Alternative nur unwesentlich später gegeben hat.

Wurde über die Reisenden wie vorgeschrieben über diese Alternativen informiert?
Erwähnt wird das jedenfalls nicht.

Mit ihrem Handeln haben diese 50 Leute 1000 anderen zusätzliche Unannehmlichkeiten und Verspätungen gebracht.

Mit welcher Handlung? Fahrgäste im Gleis wurden bislang nicht bestätigt, gleiches gilt für die unterstellten Bedrohungen.
Selbst wenn ein Teil der Fahrgäste hier Regeln verletzt haben sollte rechtfertigt dies jedoch keine Einschränkung der Rechte der anderen Fahrgäste.

Allein schon Wutbürger zu spielen, nur weil der Zug dann vom Bahnsteig wegfährt zeigt die Geisteshaltung mancher Reisender. Glaubt jemand wirklich das macht jemand um paar Pendler zu ärgern?

Wenn der Zugbegleiter den Fahrgästen entgegen der gesetzlichen Vorschriften die Mitfahrt verweigert sollte er schon einen besonders guten Grund haben - oder er ärgert im Auftrag seines Vorgesetzten Pendler. Denn diese Vorgesetzten verlangen entgegen der Fahrgastrechteverordnung erst eine formelle Freigabe.

Hier kann man nur mit dem Kopf schütteln.

Stimmt.

--
Wo Logik aufhört fängt das DB-Preissystem an.
2.4.4: "Eine Fahrkarte für eine höhere Produktklasse berechtigt [...] auch zur Beförderung in einer niedrigeren Produktklasse."
Ein Doppelstock-RE ist 4.631,5mm hoch - ein ICE1-Speisewagen nur 4.295mm ;)

Warum durften die gestrandeten nicht im ICE mitfahren?

Mario-ICE, Dienstag, 10.11.2015, 17:37 (vor 3866 Tagen) @ Giovanni

Und warum durften die gestrandeten, die sich gesetzeskonform verhalten hatten, nicht in dem ICE mitfahren? Der stand doch wohl schon am Bahnsteig und mindestens eine Tür wird auch offen gewesen sein.

Das wird man wohl keinem der dort friedlich wartenden erklärt haben können.


Das Verhalten der anderen deute ich so: Die Bahn hat es geschafft, den Frust der Fahrgäste so hoch zu treiben, dass sich diese bewusst in Lebensgefahr gebracht haben.
Welche AG schafft das heute sonst noch? Vielleicht was für eine Doktorarbeit in Psychologie.


Deine Argumentationslinie muss man erst einmal begreifen. Alle wollten wohl garantiert nicht nur nach Aschaffenburg. Hier wurde ja schon geschrieben, dass es eine Alternative nur unwesentlich später gegeben hat.


Wurde über die Reisenden wie vorgeschrieben über diese Alternativen informiert?
Erwähnt wird das jedenfalls nicht.

Wer soll das auch erwähnen, die Bundespolizei ? Ich war nicht dabei, will es nicht ausschließen, kann mir aber nur schwerlich vorstellen das man sagt Leute raus und Tschüß. Sollte das der Fall gewesen sein ist das natürlich nicht korrekt. Hier wird aber schon wieder vorverurteilt, obwohl keiner dabei war .

Mit ihrem Handeln haben diese 50 Leute 1000 anderen zusätzliche Unannehmlichkeiten und Verspätungen gebracht.


Mit welcher Handlung? Fahrgäste im Gleis wurden bislang nicht bestätigt, gleiches gilt für die unterstellten Bedrohungen.
Selbst wenn ein Teil der Fahrgäste hier Regeln verletzt haben sollte rechtfertigt dies jedoch keine Einschränkung der Rechte der anderen Fahrgäste.

Auch hier die Antwort, du warst nicht dabei, wie auch nicht die Bundespolizei und die Presse.

Allein schon Wutbürger zu spielen, nur weil der Zug dann vom Bahnsteig wegfährt zeigt die Geisteshaltung mancher Reisender. Glaubt jemand wirklich das macht jemand um paar Pendler zu ärgern?


Wenn der Zugbegleiter den Fahrgästen entgegen der gesetzlichen Vorschriften die Mitfahrt verweigert sollte er schon einen besonders guten Grund haben - oder er ärgert im Auftrag seines Vorgesetzten Pendler. Denn diese Vorgesetzten verlangen entgegen der Fahrgastrechteverordnung erst eine formelle Freigabe.

Dreh doch nicht wieder alles so wie du es gern möchtest.

Hier kann man nur mit dem Kopf schütteln.


Stimmt.

OT: FGR: Beförderungsausschluss

michael_seelze, Dienstag, 10.11.2015, 18:33 (vor 3866 Tagen) @ Giovanni

Die Verweigerung des Zustiegs bei einem am Bahnsteig haltenden Reisezug für Fahrgäste die von Zugausfall / Verspätung über 60min betroffen sind ist jedoch ein Verstoß gegen die Fahrgastrechteverordnung.

Woraus geht das hervor?

EG-VO 1371/2007, Artikel 16:

Muss vernünftigerweise davon ausgegangen werden, dass bei Ankunft am Zielort gemäß Beförderungsvertrag die Verspätung mehr als 60 Minuten betragen wird, so hat der Fahrgast unverzüglich die Wahl zwischen
[...]
b) der Fortsetzung der Fahrt oder der Weiterreise mit geänderter Streckenführung unter vergleichbaren Beförderungsbedingungen bis zum Zielort bei nächster Gelegenheit;[...]

1. Einwand: Es können ggf. keine vergleichbaren BB vorliegen (PK ICE <--> PK C <-->ggf. PK C Sonderangebot).
2. Einwand: Besteht die Gelegenheit/opportunity auch bei einem unvorhergesehen Halt eines Zuges an einem Bahnsteig?

EG-VO 1371/2007, Artikel 4:

Beförderungsvertrag
Vorbehaltlich der Bestimmungen dieses Kapitels unterliegen der Abschluss und die Ausführung eines Beförderungsvertrags sowie die Bereitstellung von Informationen und Fahrkarten den Bestimmungen in Anhang I Titel II und III.

EG-VO 1371/2007, Anhang I:

Artikel 9
Berechtigung zur Fahrt. Ausschluss von der Beförderung [...](2) Die Allgemeinen Beförderungsbedingungen können vorsehen, dass Reisende, die
a) eine Gefahr für die Sicherheit und Ordnung des Betriebes oder für die Sicherheit der Mitreisenden darstellen,[...]von der Beförderung ausgeschlossen sind oder unterwegs davon ausgeschlossen werden können, und dass diese Personen
keinen Anspruch auf Erstattung des Beförderungspreises und der Gepäckfracht haben.

Dies ist in §8 EVO umgesetzt:

(2) Personen, die eine Gefahr für die Sicherheit und Ordnung des Betriebes oder für die Sicherheit der Mitreisenden darstellen oder den Anordnungen des Eisenbahnpersonals nicht folgen, können von der Beförderung ausgeschlossen werden. Sie haben keinen Anspruch auf Erstattung von Fahrpreis oder Gepäckfracht.

Wenn der Zustieg nun zu einer eine Gefahr für Sicherheit und Ordnung des Betriebes geführt hätte, wäre der Ausschluss von der Beförderung zulässig.

OT: FGR: Beförderungsausschluss

agw, NRW, Dienstag, 10.11.2015, 18:39 (vor 3866 Tagen) @ michael_seelze

Dies ist in §8 EVO umgesetzt:

(2) Personen, die eine Gefahr für die Sicherheit und Ordnung des Betriebes oder für die Sicherheit der Mitreisenden darstellen oder den Anordnungen des Eisenbahnpersonals nicht folgen, können von der Beförderung ausgeschlossen werden. Sie haben keinen Anspruch auf Erstattung von Fahrpreis oder Gepäckfracht.

Wenn der Zustieg nun zu einer eine Gefahr für Sicherheit und Ordnung des Betriebes geführt hätte, wäre der Ausschluss von der Beförderung zulässig.

Anscheinend war es ja genau andersrum. Es kam ja nur zu einer Gefahr für Sicherheit und Ordnung des Betriebes, weil der Zustieg NICHT zugesichert wurde? :-)

OT: FGR: Beförderungsausschluss

Mario-ICE, Dienstag, 10.11.2015, 18:44 (vor 3866 Tagen) @ agw

Dies ist in §8 EVO umgesetzt:

(2) Personen, die eine Gefahr für die Sicherheit und Ordnung des Betriebes oder für die Sicherheit der Mitreisenden darstellen oder den Anordnungen des Eisenbahnpersonals nicht folgen, können von der Beförderung ausgeschlossen werden. Sie haben keinen Anspruch auf Erstattung von Fahrpreis oder Gepäckfracht.

Wenn der Zustieg nun zu einer eine Gefahr für Sicherheit und Ordnung des Betriebes geführt hätte, wäre der Ausschluss von der Beförderung zulässig.


Anscheinend war es ja genau andersrum. Es kam ja nur zu einer Gefahr für Sicherheit und Ordnung des Betriebes, weil der Zustieg NICHT zugesichert wurde? :-)

Sagt wer?

OT: FGR: Beförderungsausschluss

agw, NRW, Dienstag, 10.11.2015, 19:06 (vor 3866 Tagen) @ Mario-ICE

Dies ist in §8 EVO umgesetzt:

(2) Personen, die eine Gefahr für die Sicherheit und Ordnung des Betriebes oder für die Sicherheit der Mitreisenden darstellen oder den Anordnungen des Eisenbahnpersonals nicht folgen, können von der Beförderung ausgeschlossen werden. Sie haben keinen Anspruch auf Erstattung von Fahrpreis oder Gepäckfracht.

Wenn der Zustieg nun zu einer eine Gefahr für Sicherheit und Ordnung des Betriebes geführt hätte, wäre der Ausschluss von der Beförderung zulässig.


Anscheinend war es ja genau andersrum. Es kam ja nur zu einer Gefahr für Sicherheit und Ordnung des Betriebes, weil der Zustieg NICHT zugesichert wurde? :-)


Sagt wer?

Meine Deutung der Presseartikel.

OT: FGR: Beförderungsausschluss

Mario-ICE, Dienstag, 10.11.2015, 19:09 (vor 3866 Tagen) @ agw
bearbeitet von Mario-ICE, Dienstag, 10.11.2015, 19:09

Die Zeitung mit den vier großen Buchstaben hat da auch eine Version. Abgesehen das sie das Dettingen nach Baden-Württemberg verlegt hat (das gibts auch ist aber nicht gemeint), kommt der Bericht wohl meinen Vermutungen wohl etwas näher.

OT: FGR: Beförderungsausschluss

agw, NRW, Dienstag, 10.11.2015, 19:20 (vor 3866 Tagen) @ Mario-ICE

Die Zeitung mit den vier großen Buchstaben hat da auch eine Version. Abgesehen das sie das Dettingen nach Baden-Württemberg verlegt hat (das gibts auch ist aber nicht gemeint), kommt der Bericht wohl meinen Vermutungen wohl etwas näher.

"den ICE, der vor Dettingen warten musste".

Irgendjemand weiß sicher, wo das Ausfahrtsignal steht.

OT: FGR: Beförderungsausschluss

Mario-ICE, Dienstag, 10.11.2015, 19:28 (vor 3866 Tagen) @ agw

Die Zeitung mit den vier großen Buchstaben hat da auch eine Version. Abgesehen das sie das Dettingen nach Baden-Württemberg verlegt hat (das gibts auch ist aber nicht gemeint), kommt der Bericht wohl meinen Vermutungen wohl etwas näher.


"den ICE, der vor Dettingen warten musste".

Irgendjemand weiß sicher, wo das Ausfahrtsignal steht.

Was willst uns damit sagen?

OT: FGR: Beförderungsausschluss

agw, NRW, Dienstag, 10.11.2015, 19:37 (vor 3866 Tagen) @ Mario-ICE

Die Zeitung mit den vier großen Buchstaben hat da auch eine Version. Abgesehen das sie das Dettingen nach Baden-Württemberg verlegt hat (das gibts auch ist aber nicht gemeint), kommt der Bericht wohl meinen Vermutungen wohl etwas näher.


"den ICE, der vor Dettingen warten musste".

Irgendjemand weiß sicher, wo das Ausfahrtsignal steht.


Was willst uns damit sagen?

Wenn der ICE vor Dettingen gehalten hat, wird man ja wohl vom Bahnsteig aus keine Kommunikation gehabt haben können, sondern muss ihn zum weiteren Halt im Bahnhof gezwungen haben, sprich auf die Gleise gegangen sein?

OT: FGR: Beförderungsausschluss

Mario-ICE, Dienstag, 10.11.2015, 19:50 (vor 3866 Tagen) @ agw

Die Zeitung mit den vier großen Buchstaben hat da auch eine Version. Abgesehen das sie das Dettingen nach Baden-Württemberg verlegt hat (das gibts auch ist aber nicht gemeint), kommt der Bericht wohl meinen Vermutungen wohl etwas näher.


"den ICE, der vor Dettingen warten musste".

Irgendjemand weiß sicher, wo das Ausfahrtsignal steht.


Was willst uns damit sagen?


Wenn der ICE vor Dettingen gehalten hat, wird man ja wohl vom Bahnsteig aus keine Kommunikation gehabt haben können, sondern muss ihn zum weiteren Halt im Bahnhof gezwungen haben, sprich auf die Gleise gegangen sein?

Richtig und das ist vermutlich der Grund warum sich der Tf hat ablösen lassen. Wenn es denn so war, ist das ein Eingriff in den Bahnbetrieb. Die entsprechenden Folgen hat man ja nun gesehen.

Danke für die erschreckenden Links, geben eine erste Vorstel

Mario-ICE, Dienstag, 10.11.2015, 18:42 (vor 3866 Tagen) @ Giovanni


Die Verweigerung des Zustiegs bei einem am Bahnsteig haltenden Reisezug für Fahrgäste die von Zugausfall / Verspätung über 60min betroffen sind ist jedoch ein Verstoß gegen die Fahrgastrechteverordnung.
Zumindest laut Darstellung des Main Echo ist erst durch diese Verweigerung der Mitfahrt ein Streit entstanden, der dazu führte, dass sich der Triebfahrzeugführer nicht mehr in der Verfassung betrachtete weiterzufahren.

Woraus leitest du den Rückschlüsse auf die Fahrgastrechteverordnung ab? Seit wann hält der Zug den in Dettingen? Wieso hielt der Zug den auf einmal mit ein oder zwei Wagen am Bahnsteig? Warum meldete sich der Tf dienstunfähig? Normalerweise hätte er mit den Reisenden am Bahnsteig gar kein Kontakt. War es vielleicht doch eher ein Ereignis im Bahnhof, der nicht verbal geführt wurde, sondern sich ganz anders zugetragen hat, so dass sich der Tf nicht mehr in der Lage sahden Zug weiter zu fahren? Fragen über Fragen, Vorverurteilungen sind sehr schnell gemacht.

Ausgefallener RE sorgt für ICE-Verspätung

DBreuer, Dienstag, 10.11.2015, 17:58 (vor 3866 Tagen) @ ICETreffErfurt

Nach meinen leidvollen Erfahrungen mit der Bahn ist es vor allem die zögerliche Information der Fahrgäste die zu schlechter Stiommung und einer "Grundagressivität" gegenüber der Bahn führt.
Eine frühzeitige Information der Fahrgäste ist zwar in den Fahrgastrechten verankert, diese findet jedoch meist erst dann statt, wenn der Fahrgast es eh schon selbt bemekt hat.

Nur ein Beispiel von vielen der jüngeren Vergangenheit:
Geplante Fahrt von Wuppertal an den Rhein. Dazu die erste Teilstrecke von Wuppertal nach Köln. Dort dann ein Umstieg.
Laut Reiseverbindung von Wuppertal nach Köln mit dem ICE. Dort Umstieg in eine RB.
Bein frühzeitigen Eintreffen am Wuppertaler Hbf fuhr gerade ein 5 Min verspäteter RE nach Köln ein. Mit diesem wurde, aufgrund des dann kurzen Umstiegszeit in Köln nicht genutzt.
Kurz nach der Abfahrt des RE dann die Durchsage und Anzeige, dass der IC etwa 20 Min verpätet eintrifft.
Doll, damit klappt der Umstieg dann erst recht nicht.

Ausgefallener RE sorgt für ICE-Verspätung

ICE-TD, Dienstag, 10.11.2015, 18:19 (vor 3866 Tagen) @ DBreuer

Laut Reiseverbindung von Wuppertal nach Köln mit dem ICE. Dort Umstieg in eine RB.
Bein frühzeitigen Eintreffen am Wuppertaler Hbf fuhr gerade ein 5 Min verspäteter RE nach Köln ein. Mit diesem wurde, aufgrund des dann kurzen Umstiegszeit in Köln nicht genutzt.
Kurz nach der Abfahrt des RE dann die Durchsage und Anzeige, dass der IC etwa 20 Min verpätet eintrifft.
Doll, damit klappt der Umstieg dann erst recht nicht.

Das der ICE noch nicht in der Anzeige stand ist doch logisch, schließlich war doch der RE noch nicht weg. Da informiert man sich doch vorher an einer elektronischen Abfahrtstafel (keine Ahnung ob die zur Zeit in Wuppertal aufgrund des Umbaus existiert) über den ICE oder man nutzt das Handy das man eh die ganze Zeit vor Augen hat für Gesichtsbuch und co.

Ausgefallener RE sorgt für ICE-Verspätung

DBreuer, Dienstag, 10.11.2015, 18:41 (vor 3866 Tagen) @ ICE-TD

Laut Reiseverbindung von Wuppertal nach Köln mit dem ICE. Dort Umstieg in eine RB.
Bein frühzeitigen Eintreffen am Wuppertaler Hbf fuhr gerade ein 5 Min verspäteter RE nach Köln ein. Mit diesem wurde, aufgrund des dann kurzen Umstiegszeit in Köln nicht genutzt.
Kurz nach der Abfahrt des RE dann die Durchsage und Anzeige, dass der IC etwa 20 Min verpätet eintrifft.
Doll, damit klappt der Umstieg dann erst recht nicht.

Das der ICE noch nicht in der Anzeige stand ist doch logisch, schließlich war doch der RE noch nicht weg. Da informiert man sich doch vorher an einer elektronischen Abfahrtstafel (keine Ahnung ob die zur Zeit in Wuppertal aufgrund des Umbaus existiert) über den ICE oder man nutzt das Handy das man eh die ganze Zeit vor Augen hat für Gesichtsbuch und co.

Eine elektronische Abfahrtstafel ist derzeit in Wuppertal nicht existent. Daher wären in solchen Fällen weitergehende Durchsagen schon hilfreich.

Und es soll doch tatsächlich Menschen geben, die kein "Smartphone" nutzen (wollen). Falls die Bahn zukünftig davon ausgeht, dass jeder Fahrgast son ein Gerät hat, dann muss es uch beim Fahrscheinkauf ausgehändigt werden.

Ausgefallener RE sorgt für ICE-Verspätung

agw, NRW, Dienstag, 10.11.2015, 18:44 (vor 3866 Tagen) @ ICE-TD

Laut Reiseverbindung von Wuppertal nach Köln mit dem ICE. Dort Umstieg in eine RB.
Bein frühzeitigen Eintreffen am Wuppertaler Hbf fuhr gerade ein 5 Min verspäteter RE nach Köln ein. Mit diesem wurde, aufgrund des dann kurzen Umstiegszeit in Köln nicht genutzt.
Kurz nach der Abfahrt des RE dann die Durchsage und Anzeige, dass der IC etwa 20 Min verpätet eintrifft.
Doll, damit klappt der Umstieg dann erst recht nicht.

Das der ICE noch nicht in der Anzeige stand ist doch logisch, schließlich war doch der RE noch nicht weg. Da informiert man sich doch vorher an einer elektronischen Abfahrtstafel (keine Ahnung ob die zur Zeit in Wuppertal aufgrund des Umbaus existiert) über den ICE oder man nutzt das Handy das man eh die ganze Zeit vor Augen hat für Gesichtsbuch und co.

Für die größeren Bahnhöfe hatte hier ja schon jemand eine mögliche Lösung gepostet, ich glaube es war ein Bahnsteigsanzeiger in Dresden: Die nächsten Züge werden in klein unter dem aktuellen Zug angezeigt.
Sicher nur eine Lösung für große Bahnhöfe mit Doppelanzeigen, aber immerhin hätte man so auf einen Blick, auch am Bahnsteig, gesehen: RE +5, IC +20, "da steig ich mal in den RE".

Da kann man nur auf einen erfolgreichen Pilotversuch und Ausrollen in die Republik hoffen.

Ausgefallener RE sorgt für ICE-Verspätung

Mario-ICE, Dienstag, 10.11.2015, 18:48 (vor 3866 Tagen) @ agw

Laut Reiseverbindung von Wuppertal nach Köln mit dem ICE. Dort Umstieg in eine RB.
Bein frühzeitigen Eintreffen am Wuppertaler Hbf fuhr gerade ein 5 Min verspäteter RE nach Köln ein. Mit diesem wurde, aufgrund des dann kurzen Umstiegszeit in Köln nicht genutzt.
Kurz nach der Abfahrt des RE dann die Durchsage und Anzeige, dass der IC etwa 20 Min verpätet eintrifft.
Doll, damit klappt der Umstieg dann erst recht nicht.

Das der ICE noch nicht in der Anzeige stand ist doch logisch, schließlich war doch der RE noch nicht weg. Da informiert man sich doch vorher an einer elektronischen Abfahrtstafel (keine Ahnung ob die zur Zeit in Wuppertal aufgrund des Umbaus existiert) über den ICE oder man nutzt das Handy das man eh die ganze Zeit vor Augen hat für Gesichtsbuch und co.


Für die größeren Bahnhöfe hatte hier ja schon jemand eine mögliche Lösung gepostet, ich glaube es war ein Bahnsteigsanzeiger in Dresden: Die nächsten Züge werden in klein unter dem aktuellen Zug angezeigt.
Sicher nur eine Lösung für große Bahnhöfe mit Doppelanzeigen, aber immerhin hätte man so auf einen Blick, auch am Bahnsteig, gesehen: RE +5, IC +20, "da steig ich mal in den RE".

Da kann man nur auf einen erfolgreichen Pilotversuch und Ausrollen in die Republik hoffen.

Und was passiert wenn der Zug nicht vom selben Bahnsteig abfährt.
Übrigens gibt es Bahnhöfe, wo schon 30 Minuten vorher im Laufband die Verspätung von nächstfolgenden Zug angezeigt wird. Wie viele Reisende es begreifen lass ich mal dahingestellt sein.

Ausgefallener RE sorgt für ICE-Verspätung

agw, NRW, Dienstag, 10.11.2015, 19:13 (vor 3866 Tagen) @ Mario-ICE


Für die größeren Bahnhöfe hatte hier ja schon jemand eine mögliche Lösung gepostet, ich glaube es war ein Bahnsteigsanzeiger in Dresden: Die nächsten Züge werden in klein unter dem aktuellen Zug angezeigt.
Sicher nur eine Lösung für große Bahnhöfe mit Doppelanzeigen, aber immerhin hätte man so auf einen Blick, auch am Bahnsteig, gesehen: RE +5, IC +20, "da steig ich mal in den RE".

Da kann man nur auf einen erfolgreichen Pilotversuch und Ausrollen in die Republik hoffen.


Und was passiert wenn der Zug nicht vom selben Bahnsteig abfährt.

Das wird bei den meisten Bahnhöfen nicht der Fall sein, da die meisten Bahnhöfe nur einen Bahnsteig pro Richtung und Zugart haben dürften.
Und wenn es ein größerer Bahnhof ist, gibt es entweder weitere Anzeigen in der Nähe oder es ist im Zweifel eh zu spät, wenn man am IC-Bahnsteig steht und der RE auf einem ganz anderen Bahnsteig eintrudelt.

Übrigens gibt es Bahnhöfe, wo schon 30 Minuten vorher im Laufband die Verspätung von nächstfolgenden Zug angezeigt wird. Wie viele Reisende es begreifen lass ich mal dahingestellt sein.

Hab ich noch nie gesehen. Scheint eine absolute Ausnahme zu sein.
Die Informationen am Bahnsteig sind ja, wie wir hier schon oft festgestellt haben, absolut inkonsistent und auch ziemlich zufällig.

Letztens erst wieder aus einem leicht verspäteten ICE in verkehrter Reihung in Düsseldorf auf den Anzeiger draußen geschaut: Dort wurde nichts von der eigenen Verspätung, nichts von nachfolgenden Verspätungen, nichts von der verkehrten Reihung angezeigt sondern nur: " LH 1234 ---- LH 1234 ---- LH 1234 ---- LH 1234 ---- " (Zugnummer geändert)

Da ist mir eine automatische zweite Reihe mit den nächsten Zügen am gleichen Bahnsteig schon lieber.

Ausgefallener RE sorgt für ICE-Verspätung

ICE-TD, Dienstag, 10.11.2015, 19:27 (vor 3866 Tagen) @ agw

Übrigens gibt es Bahnhöfe, wo schon 30 Minuten vorher im Laufband die Verspätung von nächstfolgenden Zug angezeigt wird. Wie viele Reisende es begreifen lass ich mal dahingestellt sein.


Hab ich noch nie gesehen. Scheint eine absolute Ausnahme zu sein.

Habe ich schon häufig in Essen Hbf gesehen, ob es allerdings jemand beachtet...

Noch schlimmer als keine Information ist eine falsche Info

FD Alpenland, Dienstag, 10.11.2015, 19:46 (vor 3866 Tagen) @ DBreuer

Wenn wir schon dabei sind, uns über fehlende Informationen zu beklagen, dann kann ich nicht umhin, mich über falsche aufzuregen.
Vergangene Woche in Ffm-Flughafen: Wir warten auf einen in Ffm-Hbf beginnenden ICE Richtung Köln. Kurz nach der planmäßigen Abfahrt eine Durchsage, der Zug habe aufgrund einer Stört am Zug 30 bis 35 Minuten Verspätung. Die Anzeige springt auf den nächsten Zug um.
Ich denke, dann können wir ja nochmal in die Lounge.
Sind gerade an der Rolltreppe, da fährt nun doch unser Zug an, allerdings ohne jede Korrektur der Anzeige oder der Durchsage. Beinahe hätte ich den Zug verpasst.

Warum weiß die Bahn nicht, welche Züge gerade wo fahren? Das müsste bei spurgebundenen Verkehrsmitteln doch eigentlich nicht so schwer sein.

Die Wahrheit hätte wohl geholfen

Reservierungszettel, KDU, Dienstag, 10.11.2015, 19:15 (vor 3866 Tagen) @ ICETreffErfurt

Was ich damit sagen möchte, wenn Fahrgäste aus einem defekten Zug rausschickt sollte informiert werden wie es weitergeht, der ICE hätte von Seiten der DB dort halten sollen.

Was ich mich noch frage - wo fuhr der defekte RE hin? Nach Frankfurt, nach Aschaffenburg oder nur ins Gleisvorfeld und kann man in Dettingen überhaupt einen Zug abstellen?

Grüße Andreas

Die Wahrheit hätte wohl geholfen

ICETreffErfurt, Eisenach, Dienstag, 10.11.2015, 20:25 (vor 3866 Tagen) @ Reservierungszettel

Der Zug ging leer nach Aschaffenburg in die Abstellung, wenn man DSO-User glauben schenken darf.

Übrigens wäre der ICE-Halt völlig überflüssig gewesen, da nur 20 Minuten später der nächste planmäßige RE gefahren wäre und der war bis Dettingen auch halbwegs pünktlich.

Die Wahrheit hätte wohl geholfen

Lehrter Bahnhof, Dienstag, 10.11.2015, 20:53 (vor 3866 Tagen) @ ICETreffErfurt
bearbeitet von Lehrter Bahnhof, Dienstag, 10.11.2015, 20:54

Das ist einfach das extrem schlechte DB-Informationsmanagement: Warum hat der Zugbegleiter das alles nicht gesagt? Warum die Frau im Bahnhof das nicht gesagt?

Stattdessen wollen die irgendwelche Digitalisierungsprojekte machen...ich fass es nicht...

Das DB-Management lebt in einer Phantasiewelt und hat absolut keine Ahnung, was eigentlich in der Firma los ist. Grube muss weg!

Die Wahrheit hätte wohl geholfen

Mario-ICE, Dienstag, 10.11.2015, 21:04 (vor 3866 Tagen) @ Lehrter Bahnhof

Das ist einfach das extrem schlechte DB-Informationsmanagement: Warum hat der Zugbegleiter das alles nicht gesagt? Warum die Frau im Bahnhof das nicht gesagt?

Stattdessen wollen die irgendwelche Digitalisierungsprojekte machen...ich fass es nicht...

Das DB-Management lebt in einer Phantasiewelt und hat absolut keine Ahnung, was eigentlich in der Firma los ist. Grube muss weg!

Komisch wie die Ratten aus den Löchern kommen. Warst du bei den gestrigen Vorfall dabei? Hier wird immer von irgendwelchen Fehlverhalten von Mitarbeitern gesprochen, wie die Kunden gegenüber den Bahnangestellten aufgetreten sind wird hier überhaupt nicht in Frage gestellt. Die waren offensichtlich alle sehr vorbildlich bis sie vermutlich auf die Gleise gingen.

Der nächste fordert bessere Computertechnik, dich interessiert die Digitalisierung nicht.

Zum letzten Satz nur soviel billigst Polemik.

Die Wahrheit hätte wohl geholfen

Lehrter Bahnhof, Dienstag, 10.11.2015, 22:28 (vor 3866 Tagen) @ Mario-ICE

Glaube kaum, dass das billigste Polemik ist. Grube steht an der Wand, deswegen ja der schnelle Umbau des Vorstands, neues Fernverkehrskonzept, und dieser hektische Schwenk auf Digitalisierung, die ihm von McKinsey eingeredet wurde (machen die gerade bei allen großen Firmen), dann noch dieser Automatisierungsquatsch.

Glaube kaum, dass er über 2016 hinaus Bahnchef bleibt. Die nächste Bilanz im Frühjahr wird vermutlich auf Grund Streiks etc. (hier hat man sich wiederum vom Schranner Negotiation Institute fatal falsch beraten lassen) verheerend ausfallen. Dann wird er mit der Halbjahresbilanz im Sommer 2016 liefern müssen, sonst war es das.

Die Wahrheit hätte wohl geholfen

Paladin, Hansestadt Rostock / Güstrow, Dienstag, 10.11.2015, 21:07 (vor 3866 Tagen) @ Lehrter Bahnhof

Das ist einfach das extrem schlechte DB-Informationsmanagement: Warum hat der Zugbegleiter das alles nicht gesagt? Warum die Frau im Bahnhof das nicht gesagt?

Woher wissen wir denn, was gesagt wurde?

Stattdessen wollen die irgendwelche Digitalisierungsprojekte machen...ich fass es nicht...

Statt Leute zu informieren? Wohl kaum. Abgesehen davon hätte ein Blick auf den DB Navigator bestimmt geholfen -> Stichwort nächster RE 20 Minuten später.

Das DB-Management lebt in einer Phantasiewelt und hat absolut keine Ahnung, was eigentlich in der Firma los ist. Grube muss weg!

Und du kennst natürlich das Allheilmittel gegen Krebs.

Blick auf den DB-Navigator

DBreuer, Mittwoch, 11.11.2015, 06:29 (vor 3866 Tagen) @ Paladin

Gut, ein Blick auf den DB-Navgator hätte vielleicht gehlfen. Nur ar der vermulich vor Ort nicht anwesend.
Wenn die Dienste der Bahn zukünftig ohne DB-Navigator nicht venünftig nutzbar sind muss die Bahn dafür sorgen, dass davon genügend frei zugänglich sind.

Blick auf den DB-Navigator

superkolbi, Aschaffenburg, Freitag, 13.11.2015, 07:47 (vor 3864 Tagen) @ DBreuer

Gut, ein Blick auf den DB-Navgator hätte vielleicht gehlfen. Nur ar der vermulich >vor Ort nicht anwesend.
Wenn die Dienste der Bahn zukünftig ohne DB-Navigator nicht venünftig nutzbar sind >muss die Bahn dafür sorgen, dass davon genügend frei zugänglich sind.

Das vor allem im Regionalverkehr die Informationen an Bahnkunden mehr als nur Mangelhaft sind (jedenfalls bei der DB Regio Bayern) kann wohl niemand abstreiten.

Trotz allem geht es mal gar nicht, in einem Bahnhof (trotz Unterführung) die Gleise zu überqueren und auf einen ICE einzuschlagen.
In Dettingen fahren im 20 Minuten-Takt Züge nach Aschaffenburg, wo kommen wir den hin wenn zukünftig bei einer Verspätung einfach der nächste D-Zug angehalten wird?

Ja der Pöbel probt endlich den Aufstand!

ALR997, Dienstag, 10.11.2015, 21:14 (vor 3866 Tagen) @ ICETreffErfurt

Ursprünglich wollte ich nichts dazu schreiben, aber das Thema hat den Tag heute ordentlich an mir genagt...

Der Zug ging leer nach Aschaffenburg in die Abstellung, wenn man DSO-User glauben schenken darf.

Alleine die Aussage, der Zug habe einen technischen Defekt, sollte dem gemeinen Fahrgast genügen. Das heißt nun nicht, dass die Fahrt nicht fortgesetzt werden könnte, sondern nur, dass man dies mit Fahrgästen an Bord gerne vermeiden möchte.

Dass die Fahrgäste nun - Verzeihung! - in der Walachei ausgesetzt wurden, genauer gesagt eben im Landkreis Aschaffenburg, ist dabei zunächst mal irrelevant.

Übrigens wäre der ICE-Halt völlig überflüssig gewesen, da nur 20 Minuten später der nächste planmäßige RE gefahren wäre und der war bis Dettingen auch halbwegs pünktlich.

Der eigentliche ICE-Halt fand wohl, wenn ich das richtig gelesen habe, VOR dem Bahnhof statt, vermutlich wird er dann den Bahnsteig passiert haben, wo der "Mob" den Zug dann (auf bisher ungeklärte Weise) zum Stillstand gebracht hat, um einzusteigen. Da muss ich sagen: Respekt! Der Bürgermeister würde den aufgebrachten Fahrgästen wohl liebend gerne die Ehrenbürgerschaft anerkennen, da sie sich für einen ICE-Halt Dettingen eingesetzt haben.

Dass dies jedoch dennoch als Eingriff in den Schienenverkehr gelten könnte, der genaue Hergang ist ja von der BP noch nicht genau dargelegt, wird die offizielle Verleihung wohl verhindern - Kriminelle möchte man ungerne als Ehrenbürger halten.

Nun aber mal weiter im Text: die (vermutlich zurecht, da offenbar ohne jedwede Information in diesem Kuhdorf zurückgelassenen) wütenden Pendler forderten nun Zutritt zum ICE, laut Fahrplanauskunft könnte das der 723 gewesen sein, der sie dann nach Aschaffenburg und im besten Fall natürlich noch nach Würzburg hätte bringen soll. Das Personal, sicher mit der Situation, dass der Zug gestoppt wurde, überfordert, wollten den Zutritt verweigern.

Irgendwann in der Zwischenzeit hat sich nun wohl die Bundespolizei eine Straßenkarte des Landkreises gesucht, den Ort lokalisiert und sich auf den Weg gemacht von Alzenau in den 4000-Seelen-Ort.

Jetzt kommt aber das allerbeste, das spannende Ende, die Moral:
Gegen 19 Uhr konnte der ICE schließlich weiterfahren und auch die etwa 50 Reisenden fuhren mit einem anderen Regionalexpress weiter. Sie und die ICE-Fahrgäste Richtung Aschaffenburg hatten jedoch rund zwei Stunden Verspätung. Zudem waren nach Bahnangaben rund 35 Züge des Nah- und Fernverkehrs betroffen.

Ob Personalien aufgenommen wurde, geht nicht daraus hervor, persönlich würde ich es begrüßen. Aber Strafe genug sollte es sein, dass diese Zugbremser gemeinsam im zwei Stunden später fahrenden Regionalexpress nach Würzburg weiterfahren mussten. Hoffentlich erhalten sie weder eine Entschädigung, noch eine Entschuldigung, das ist zumindest meine Meinung.

Dass man sich aufregt, wenn der Zug ausfällt: geschenkt.
Dass man verärgert ist, dass es die Bahn nicht schafft anständig zu informieren fördert nicht unbedingt eine gelassene Stimmung.
Dass man eine ganze Stunde auf den nächsten Zug warten muss ist nicht schön.
Aber muss man deshalb gleich anfangen, das Personal zu bedrängen, zu randalieren und sich selbst und andere Beteiligte im Schienenverkehr zu gefährden? Nur weil man mit 49 weiteren Personen eine offensichtlich größere Partei bildet, als die einzelne überforderte Fahrdienstleiterin kann man doch nicht machen was man will?

Es scheint eine immer häufiger auftretende Unsitte zu sein, an Bord eines Zuges oder im Bahnverkehr allgemein, sich mit anderen Fahrgästen in Gruppen zusammen zu rotten und das Personal zu drangsalieren. Das bezieht sich jetzt noch nichtmal auf diesen speziellen Fall, das fällt in kleinerem Maße auch im ganz normalen Betrieb auf. Am meisten in Erinnerung bleibt mir da, wie ein Mitfahrer in meinem Abteil die übrigen vier Personen wegen 10 Minuten (!) Verspätung dazu aufgestachelt hat, den Schaffner bei der nächsten Kontrolle zu bedrängen, dafür zu sorgen, dass der Anschlusszug wartet - konnte er nicht, da wurde es hässlich. Man fing an zu schimpfen, zu schreien, handgreiflich ist gottseidank niemand geworden. Diesmal nicht.

Natürlich wünsche auch ich mir oft, dass viele Zugbegleiter einfach mal etwas (mehr) Feingefühl an den Tag legen, höflicher sind und wenigstens so zu tun, als würden die ständigen Fragen nach der Anschluss-S-Bahn sie interessieren. Natürlich ist es peinlich, dass in einem Land, in dem angeblich die fortschrittlichsten Technologien der Welt existieren, das Bahnnetz derart unzuverlässig und die Fahrgastinformation so lückenhaft ist. Natürlich ist es ärgerlich, wenn man eine oder zwei Stunden auf den nächsten Zug warten muss und dann noch Monate auf die Entschädigung über das Servicecenter Fahrgastrechte warten darf.

Aber ist das heutzutage etwa schon Grund genug, zu tun und zu lassen, was einem die Hormone eben so eingeben? Wenn das so ist, dann werde ich bei der nächsten Bahnfahrt auch einfach mal das Personal zsammenschreien. Vielleicht ein bisschen Randale hier, Bistro verwüsten(*) dort, ist doch alles erlaubt? Auch wenn ich generell nicht-Bahn-Diskussionen in dem Forum vermeiden möchte: wenn sich unsere Umgangsformen in diese Richtung entwickeln, dann ist das in meinen Augen ein Armutszeugnis für unsere Kultur.

Nachdenkliche aber immer noch freundliche Grüße vom absolut entspannten, da seit fast zwei Wochen auf Bahn-Entzug lebendem,
Lucas

(*) Achja, das Bistro fehlt heute, schade aber auch, aber das Zugbegleiterabteil tuts auch!

PS: Bitte beachten Sie, dass es in diesem Beitrag zu Ironie und Sarkasmus kommen kann. Wie ich neulich bei DSO lernen durfte, muss man dies mittlerweile ausdrücklich mitteilen.

PPS: Dass die Packung Buttergemüse, die ich neulich kaufte ebenfalls mit dem Hinweis versehen war und es mittlerweile Standard zu sein scheint, diesen Hinweis auf ALLEM zu hinterlassen noch das hier: Kann Spuren von Nüssen enthalten!

Jetzt ist aber wirklich Schluss. Liebe Grüße :-)

Live dabei

superkolbi, Aschaffenburg, Donnerstag, 12.11.2015, 15:48 (vor 3864 Tagen) @ ALR997

Ich durfte das Chaos am Montag aus einem Logenplatz (im ICE 229 erste Reihe direkt hinter dem Lokführer) live erleben.
Zuerst blieben wir zwischen Kahl und Dettingen stehen (der defekte RE hat das Gleis blockiert). Ca. 20 Minuten später wechselte der Lokführer nach hinten um nach Kahl zurückzufahren und über das Gegenbleis am liegengebliebenen Zug vorbeizufahren.
Wieder 10 Minuten später kam er zurück, da die Strecke jetzt doch frei war.
Also losgefahren, nicht weit gekommen da im Bahnhof einige Fahrgäste inclusive Koffer über (!) die Gleise marschiert sind und den Zug so zum Nothalt gezwungen haben - es gibt dort natürlich auch eine Unterführung. Einige Munuten später haben dann einige Fahrgäste an den Zug geschlagen, die erste Türe befand sich gerade noch in Höhe des Bahnsteigs - der Lokführer meinte dann irgendwann er kann nicht mehr weiterfahren da er zittert. Auch hat er sich mehrfach über die Zentrale (?) beschert, es hätte zwei Notrufe abgesetzt und keener hätte sich bei ihm gemeldet.

Nachdem viel später die Polizei, dann noch später die bundespolizei, dann irgendwann der Notfallmanager kam, gesellte sich kurz vor 19Uhr auch ein neuer Lokführer in den Zug. Mit 132 Minuten Verspätung ging es dann weiter :-(

Was am Bahnsteig vorgefallen ist, habe ich allerdings nicht gesehen.

Live dabei

ALR997, Donnerstag, 12.11.2015, 22:07 (vor 3864 Tagen) @ superkolbi

Der Lokführer wurde ja offenbar aus Hanau "eingeflogen". Ich finde es schon traurig, dass die Leute dort so ein Theater wegen einer Stunde Verspätung veranstaltet haben...

Wer Wind sät ...

Hustensaft, Dienstag, 10.11.2015, 20:16 (vor 3866 Tagen) @ ICETreffErfurt
bearbeitet von Hustensaft, Dienstag, 10.11.2015, 20:20

Um eines vorab klarzustellen: Es ist nicht in Ordnung, einen Zughalt oder einen Einstieg zu erzwingen.

Was es mit dem bedrängten Bahnhofspersonal - gefühlt oder nicht - auf sich hat, werden wir wohl nicht klären können, aber da ist von echter Bedrängung bis hin zu mangelnder Stressfestigkeit wenn erboste Fahrgäste Informationen haben wollen alles denkbar.

Aber:
Wo ist die Empathie mit den Pendlern? Die wollen schlicht und einfach, dass sie möglichst pünktlich nach Hause kommen, was auf dieser Strecke schon nicht gar so häufig vorkommt. Dann müsste man wissen, mit welcher Begründung man sie aus dem Zug geschickt hat, der dann doch irgendwie wieder fahrfähig ist - da kann schon Unmut aufkommen. Wenn dann das Personal noch unwissend ist und/oder sich unklug äußert, dann kochen die Emotionen hoch. Noch einmal: Es ist nicht in Ordnung, was da passiert ist, aber die Bahn hat sich auch nicht clever verhalten. Nebenbei: Wäre es nicht sinnvoller gewesen (und schneller gegangen), die Leute einsteigen zu lassen und mit nach Aschaffenburg zu nehmen? Aber wahrscheinlich scheitert eine solch unbürokratische und kulante Lösung an irgendwelchen Vorschriften oder womöglich - noch schlimmer - an unflexiblem Personal oder - am schlimmsten - daran, dass sich der Fernverkehr und DB Regio am Ende nicht einigen können, ob und in welcher Höhe Kosten im Konzern zu verrechnen wären ...

Wer Fahrgäste misshandelt...

Kein Bier in Wagen 11, Mittwoch, 11.11.2015, 19:36 (vor 3865 Tagen) @ Hustensaft

Richtig. Die DB liefert zu oft nur eine mangelhafte Leistung ab. Und davon kommt sowieso nur der Bruchteil in die Öffentlichkeit.

Bei meiner letzten Fahrt (s.o.) hat sich der Laden mal wieder so richtig von der schlechten Seite gezeigt. Da geht die Beschwerde noch raus. Ob man mich wohl noch kennt? Immerhin hat man mir vor vielen, vielen Jahren schon einmal den 20-fachen Fahrkartenpreis als Entschädigung für das eigene Unvermögen gezahlt. Allerdings bewegt sich der Laden auch nicht, wenn man keine Druckmittel hat. Der Frust manches Reisenden ist also mehr als verständlich.

Ausgefallener RE sorgt für ICE-Verspätung

Lehrter Bahnhof, Dienstag, 10.11.2015, 20:49 (vor 3866 Tagen) @ ICETreffErfurt

Kann mir ehrlich gut vorstellen, was da los war. War bei mir mal ähnlich, aber noch viel schlimmer. Der Zug hielt bei Gewitter am Nachmittag plötzlich unerwartet an einem kleinen hessischen Bahnhof, und fuhr nicht mehr weiter. Keine Durchsage, gar nichts. Schließlich haben wir dann doch über Internet erfahren, dass der gesamte Zugverkehr bis zum nächsten Mittag eingestellt ist.
Die Bahnmitarbeiterin im Bahnhof verteilten Tacigutscheine, die wollten die Taxifahrer aber nicht annehmen. Um 18 Uhr schloss dann der Bahnservicepoint und ließ die Fahrgäste vor dem Bahnhof rumstehen, daneben warteten 20 Taxis wie die Aasgeier.
Irgendwann kam dann aus Frankfurt ein Taxifahrer, der unseren Gutschein akzeptiere, worauf er von den anderen Taxaifahrern am Wegfahren gehindert wurde, er konnte sich jedoch durchsetzen, und so waren wir dann gegen 22:30 Uhr in Frankfurt wieder in der Zivilisation.

Was aus den anderen 100 Fahrgästen geworden ist: Keine Ahnung, vielleicht haben die die Nacht im Bahnhof verbracht.

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