"Zustände bei uns" .... (Reiseberichte)

Blaschke, Freitag, 16.10.2015, 22:25 (vor 3862 Tagen) @ Frankfurt (Main) Süd

Hallo!

Da sag noch einer was gegen die Zustände bei uns!


Ich schaue mir Reiseberichte aus den osteuropäischen Ländern immer sehr gerne an. Zunehmend kommt mir da langsam der Gedanke, dass bald die Zeit zum Auswandern gekommen ist. Gibt in den Bereichen der Welt ja offensichtlich mittlerweile genug Ecken und Gegenden, wo man unseren westlichen Standard bald überholt hat. Und durchaus motiviert ist, sich weiter "vorzuarbeiten" in Bezug auf Lebensstandards. So zumindest meine Ferndiagnose.

Wenn ich mir dann dagegen die hiesige, bräsig, verdrömelte Gesellschaft anschaue... Alles haben wollen, aber dafür nichts in Kauf nehmen wollen (um beim Forenthema zu bleiben: Die Eisenbahn bis ins Wohnhaus; aber ohne Lärm und ohne Trasse vor der Tür) und erstmal alles neue ablehnen. Veränderungen sind ein Graus, am besten die ganze Republik als gigantisches Freiluftmuseum; all alter Krempel muß erhalten bleiben. Und dann die Rückentwicklung zur Langsamkeit. Und ganz wichtig: Beim Karierten immer das allerkleinste Karo nehmen. Das alles ist grausam und täglich schwerer zu ertragen und die wenigen Lichtblicke werden immer seltener. Da ärgere ich mich über mich selbst, dass ich so heimatverbunden bin und in vielen Lebensbereichen eine gewisse Treue an den Tag lege.


Hoffnungslose Grüße von

jörg


der mal in einem Stelleninserat, mittels derem man Zeitungszusteller suchte, die Formulierung "wenn sie gerne mit Menschen zu tun haben" las. NEEEEEEEEEIN - und deswegen bin ich so gerne Zeitungszusteller: Da sieht man kaum jemanden! Und wenn, dann sind es angetrunkene Studenten auf dem Weg nach Hause, die einem morgens um 4:30 Uhr "noch einen schönen Abend!" wünschen...


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