NL: Eindhoven sucht erneut ICE-Anschluss. (Allgemeines Forum)

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Mittwoch, 16.09.2015, 13:44 (vor 3900 Tagen)

Hallo ICE-Fans,


die ICE-Seifenoper hier in Eindhoven wird mal wieder abgestaubt.
Leider habe ich den Überblick verloren aber heute gibt es den nächsten Versuch, die Stadt an das deutsche ICE-Netz anzubinden.

Es sei die Rede einer "HSL-Linie", mit Einstieg in Eindhoven.
Ob das bestehende/ausgebaute Infra ist oder doch eine neue Rennbahn, ergibt meine Quelle leider nicht.

Jedenfalls Bestandteil der Massnahmen ist die Gleisverdopplung zwischen Kaldenkirchen und Dülken (nicht Venlo-Viersen, die Doppelspur Venlo-Kaldenkirchn und Dülken-Viersen gibt es schon). Finde ich gut. Ja, vielleicht passt der eine oder andere ICE noch auf der Einspur, aber mit Doppelspur ist man flexibler wenn es mehrere Zuggatttungen betrifft.

Jetzt wo es mit der NL-Wirtschaft gut geht, sollen wir die Anbindung an das deutsche ICE-Netz nachstreben.
Das heisst aber noch nicht, dass zwischen Breda und Venlo eine Rennbahn gebaut werden muss.
Das heisst auch nicht, dass zwischen Eindhoven und Deutschland direkte ICEs fahren sollen.
Man kann auch schnelle Zubringerverbindungen nach NS-IC Vorbild schaffen.

Im Artikel sei auch die Rede von "angepasste Bahninfra" zwischen Breda und Venlo. In Prinzip ist die Verbindung so wie sie ist gut. Nur die kleinen Halte zwischen Eindhoven und Venlo sollten nicht sein. Helmond reicht da locker aus. Der Sprinter, der jetzt in Deurne endet, kann dann nach Venlo weiterfahren. Bestrebenswert wäre Eindhoven-Venlo 30 Minuten mit "IC", 60 Minuten mit "Sprinter".

Es sei auch die Rede von einem "HSL-Bahnhof". Das kann sein:

- Ausbau des heutigen "Hauptbahnhof"s (Oh Ironie: es ist schon in Umbau)
- neuer Bahnhof an bestehender Strecke (sowieso eine gute Idee, Eindhoven hat nur 2 Bahnhöfe, Helmond 4)
- neuer Bahnhof an neuer Strecke (sozusagen "Eindhoven ICE")

Zum Schluss wird noch ein Argument genannt:
Es gibt schon eine nette Nord-Süd strecke mit Amsterdam-Rotterdam-Breda-Belgien. Wir brauchen auch eine West-Ostverbindung.
Das heisst noch nicht, das in NL eine West-Ost Rennbahn gebaut werden muss.
Heute verkehren nur 7 grenzüberschreitende Fernzüge NL-DE via Emmerich und 7 weitere via Bad Bentheim. Da ist bei Hazeldonk schon mehr los, und das wird recht mehr wenn der Benelux über die HSL-Zuid fahren soll und/oder direkte Züge Breda-Antwerpen fahren.
Eine West-Ost Rennbahn (z.B. Utrecht-Arnhem) wäre sinnvoller wenn auch die NS-ICs davon profitieren können.

Als ICE-Fan muss ich dann wieder an einen Vorschlag aus 2009 denken: Rennbahn Nijmegen-Köln, Fahrzeit 45 Minuten.


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

NL: Eindhoven sucht erneut ICE-Anschluss.

MartinN, Fricktal, Schweiz, Mittwoch, 16.09.2015, 14:54 (vor 3900 Tagen) @ Oscar (NL)

Hallo Oscar>


Es sei die Rede einer "HSL-Linie", mit Einstieg in Eindhoven.

Ja das tönt doch gut.

Das heisst aber noch nicht, dass zwischen Breda und Venlo eine Rennbahn gebaut werden muss.
Das heisst auch nicht, dass zwischen Eindhoven und Deutschland direkte ICEs fahren sollen.

Fände ich aber trotzdem gut.


Es sei auch die Rede von einem "HSL-Bahnhof".


Zum Schluss wird noch ein Argument genannt:
Es gibt schon eine nette Nord-Süd strecke mit Amsterdam-Rotterdam-Breda-Belgien. Wir brauchen auch eine West-Ostverbindung.

Dann hätte man so etwas wie ein Kreuz von HGV-Strecken. Solche Ideen gibt es in der Schweiz ja auch.
Also was da alles steht von könnte, sollte, müsste, etc., denke ich, werden da aber noch so einige Jahre ins Land ziehen.

NL: Eindhoven sucht erneut ICE-Anschluss.

Bronnbach Bhf, Mittwoch, 16.09.2015, 15:19 (vor 3900 Tagen) @ Oscar (NL)

Als ICE-Fan muss ich dann wieder an einen Vorschlag aus 2009 denken: Rennbahn Nijmegen-Köln, Fahrzeit 45 Minuten.


gruß,

Oscar (NL).

Für mich immer noch die beste Lösung. Es wären zumindest Köln und Düsseldorf angebunden und die Fahrezit von ca 1:45h zwischen Köln und Amsterdam wären einfach top. Auch darf man dabei nicht vergessen: Das ergäbe für Frankfurt/M. Hbf - Amsterdam CS eine Kantenfahrzeit von knapp unter 3 Stunden. Damit wäre man gleichschnell wie der Flieger, und würde Auto und Fernbus weit hinter sich lassen

Wird wohl aber immer ein Traum bleiben....

NL: Eindhoven sucht erneut ICE-Anschluss.

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Mittwoch, 16.09.2015, 15:50 (vor 3900 Tagen) @ Bronnbach Bhf
bearbeitet von Oscar (NL), Mittwoch, 16.09.2015, 15:51

Als ICE-Fan muss ich dann wieder an einen Vorschlag aus 2009 denken: Rennbahn Nijmegen-Köln, Fahrzeit 45 Minuten.

Für mich immer noch die beste Lösung. Es wären zumindest Köln und Düsseldorf [1] angebunden und die Fahrezit von ca 1:45h zwischen Köln und Amsterdam [2] wären einfach top.

Zu 1: Köln bleibt angebunden, Düsseldorf nur suboptimal. Neuss wird etwa zu "Düsseldorf ICE". Interessant wäre die Anbindung von Krefeld. Denkbar wäre ein ICE International Amsterdam-Utrecht-Nijmegen-Krefeld-Duisburg-...-Berlin.

Auch darf man dabei nicht vergessen: Das ergäbe für Frankfurt/M. Hbf - Amsterdam CS eine Kantenfahrzeit von knapp unter 3 Stunden.

Die 3 Stunden kann man vermutlich auch billiger haben. Vielleicht nicht ganz aber doch in etwa.

a. Arnhem-Oberhausen wird ausgebaut. Wieviel kann man dort mit 200 km/h ohne Lafas noch rausholen?
b. Statt 130 km NBS300 kann man auch 40 km NBS200 bauen (Utrecht - Ede-Wageningen). NS möchte mit ihren "IC"s sowieso nicht mehr in Driebergen-Zeist und Veenendaal-De Klomp halten. Zudem ermöglicht die Strecke "IC"s Utrecht-Veenendaal-Rhenen.
Hinzu 160 km/h Ausbau Ede-Wageningen - Arnhem.
c. Auf Utrecht-Amsterdam kriegt man bei 200 km/h ICE noch ein paar Minuten raus. Man muss gerade vor einem IC-Bündel losfahren und kann dann in Amsterdam Bijlmer den vorherigen Takt überholen. Setzt aber 2 Minuten Zugfolgezeit voraus (heute 3 Minuten). Und auch die Kombi 200 km/h bei 1500 V ist nicht gut machbar.

Wird wohl aber immer ein Traum bleiben....

Das glaube ich auch. Aber träumen darf man immer, dafür sind wir ja ICE-Fans...:)


gruß,

Oscar (NL).

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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

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Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

NL: Eindhoven sucht erneut ICE-Anschluss.

thelasse, Utrecht(NL), Mittwoch, 16.09.2015, 19:33 (vor 3900 Tagen) @ Oscar (NL)

Als ICE-Fan muss ich dann wieder an einen Vorschlag aus 2009 denken: Rennbahn Nijmegen-Köln, Fahrzeit 45 Minuten.

Für mich immer noch die beste Lösung. Es wären zumindest Köln und Düsseldorf [1] angebunden und die Fahrezit von ca 1:45h zwischen Köln und Amsterdam [2] wären einfach top.


Zu 1: Köln bleibt angebunden, Düsseldorf nur suboptimal. Neuss wird etwa zu "Düsseldorf ICE". Interessant wäre die Anbindung von Krefeld. Denkbar wäre ein ICE International Amsterdam-Utrecht-Nijmegen-Krefeld-Duisburg-...-Berlin.

Für so einen ICE müsste man aber erheblich mehr ausbauen. Wenn man über Venlo fährt muss man zusätzlich die Masslinie ausbauen und wenn man direkt von Nijmegen Richtung Krefeld will muss man die Strecke Nijmegen-Kleve reaktivieren. Was natürlich die Leute in Kleve und Umgebung freuen dürfte

NL: Eindhoven sucht erneut ICE-Anschluss.

ALR997, Mittwoch, 16.09.2015, 19:54 (vor 3900 Tagen) @ Oscar (NL)

Als ICE-Fan muss ich dann wieder an einen Vorschlag aus 2009 denken: Rennbahn Nijmegen-Köln, Fahrzeit 45 Minuten.

Für mich immer noch die beste Lösung. Es wären zumindest Köln und Düsseldorf [1] angebunden und die Fahrezit von ca 1:45h zwischen Köln und Amsterdam [2] wären einfach top.


Zu 1: Köln bleibt angebunden, Düsseldorf nur suboptimal. Neuss wird etwa zu "Düsseldorf ICE". Interessant wäre die Anbindung von Krefeld. Denkbar wäre ein ICE International Amsterdam-Utrecht-Nijmegen-Krefeld-Duisburg-...-Berlin.

Auch darf man dabei nicht vergessen: Das ergäbe für Frankfurt/M. Hbf - Amsterdam CS eine Kantenfahrzeit von knapp unter 3 Stunden.


Die 3 Stunden kann man vermutlich auch billiger haben. Vielleicht nicht ganz aber doch in etwa.

a. Arnhem-Oberhausen wird ausgebaut. Wieviel kann man dort mit 200 km/h ohne Lafas noch rausholen?

Wenn man es ordentlich macht, dann dürfte da einiges rauszuholen sein, aktuell beträgt die Durchschnittsgeschwindigkeit gerade einmal 100 km/h, zum Vergleich: zwischen Harburg und Bremen (auch etwa 100 km Strecke, beträgt die Durchschnittsgeschwindigkeit etwa 140 km/h, umgerechnet auf die Hollandstrecke könnte man die ICE-Reisezeit so von 55 auf mindestens 39 Minuten reduzieren.
Da man immer wieder gelegentlich auch von streckenweisen Ausbauten bis 230 km/h gesprochen hat, kann man großzügigerweise vielleicht noch ein paar Minuten abziehen.

b. Statt 130 km NBS300 kann man auch 40 km NBS200 bauen (Utrecht - Ede-Wageningen). NS möchte mit ihren "IC"s sowieso nicht mehr in Driebergen-Zeist und Veenendaal-De Klomp halten. Zudem ermöglicht die Strecke "IC"s Utrecht-Veenendaal-Rhenen.
Hinzu 160 km/h Ausbau Ede-Wageningen - Arnhem.

Sagen wir, statt 29 Minuten können hier 25 Minuten erreicht werden.

c. Auf Utrecht-Amsterdam kriegt man bei 200 km/h ICE noch ein paar Minuten raus. Man muss gerade vor einem IC-Bündel losfahren und kann dann in Amsterdam Bijlmer den vorherigen Takt überholen. Setzt aber 2 Minuten Zugfolgezeit voraus (heute 3 Minuten). Und auch die Kombi 200 km/h bei 1500 V ist nicht gut machbar.

Heute 24, künftig vielleicht 20 Minuten.

Wird wohl aber immer ein Traum bleiben....

Dazu könnte man die Gesamtreisezeit Oberhausen - Köln (Deutz statt Hbf) von 44 auf 40 Minuten bringen und zwischen Deutz und Frankfurt liegt heute die schnellste Reisezeit bei einer Stunde und zwei Minuten.

Ganz grob könnte man also für

  • Amsterdam - Frankfurt von 3:45 h auf knapp über 3 Stunden
  • Amsterdam - Köln von 2:37 h auf knapp über 2 Stunden
  • Amsterdam - Oberhausen von 1:49 h auf knapp unter 1,5 Stunden

gehen. Nicht ganz die 1:45 h von Köln nach Amsterdam, die du dir vorstellt, aber immerhin doch eine deutliche Verbesserung.

Was der Linie in meinen Augen aber viel besser täte - und hoffentlich mit dem neuen Fernverkehrskonzept auch endlich kommt - wäre ein anständiger Takt und nicht diese Verschiebungen, die teilweise nur im Minutenbereich, teilweise jedoch auch um 30-60 Minuten versetzt sind. Effektiver wäre es da vielleicht, die Linie 43 (für die, wo nicht wissen, wo die hinfährt: Köln - Basel) direkt nach Amsterdam durchzubinden - die Führung in Doppeltraktion könnte man in Köln-Deutz nicht ohne Weiteres auflösen. Es blieben als Alternative Düsseldorf, Duisburg und Oberhausen (wobei Duisburg - ohnehin ein Nadelöhr - dafür in meinen Augen weniger gut geeignet sind). Wie das in Düsseldorf ist, mit Abstell- und Wendemöglichkeiten, weiß ich gerade nicht so sicher, in Oberhausen dürfte das jedenfalls kein großes Problem sein ;-)

Das glaube ich auch. Aber träumen darf man immer, dafür sind wir ja ICE-Fans...:)

Genau! Und irgendwer hatte bestimmt auch mal geträumt, von einem Zug, der mehr als 30 km/h schafft :-)

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