Lokmangel Ulm (Reiseberichte)

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Samstag, 01.08.2015, 22:27 (vor 3938 Tagen) @ Alexander
bearbeitet von 218 466-1, Samstag, 01.08.2015, 22:31

es handelt sich hier um zwei wirtschaftlich selbstständig agierende "Profitcenter", warum soll DB Regio Allgäu Schwaben die 218 (welche Fristtot bzw. Kilometertot sind) nicht an das Stillstandsmanagement abgeben, bei welchem wiederum alle DB EVU die Möglichkeit haben jederzeit auf diese Loks und Triebwagen zurückzugreifen? (Sofern es sich nicht um geförderte Nahverkehrsfahrzeuge handelt) Es handelt sich ja hier nicht um Loks welche sofort in den Einsatz gehen können, Kempten hat die Kilometer oder Zeitfristen eigentlich bei fast jeder Lok sinnvoll abgefahren. (u.a. auch mit Ausleihen nach Ulm oder DB Systemtechnik)

Mindestens bei 218 471-1, welche im Januar abgestellt wurde, bezweifle ich das, da diese Lok erst 2011 noch eine HU bekommen hat.


Ulm hätte auf dem Papier genügend 218, allein schon durch die sehr langen Stillstandszeiten.
Aber die sehr hohe Störanfälligkeit der 218 (teilweise stehen über 10 Maschinen defekt in Ulm - oder wo sie gerade gestrandet sind) mit anscheinend einer nicht optimal aufgestellten Werkstatt (wobei ich dies nur vom hören sagen weiß und nicht selbst bestätigen kann) entsteht halt ein Lokmangel.

Doch, stimmt schon. So kann in Ulm z.B. keine IS 903 durchgeführt werden. In Kempten und Mühldorf dagegen schon.
Dazu kommt das generelle Fahren auf Verschleiß des Wirtschaftsunternehmens DB und der gemischte Bestand in Ulm (mit/ohne ZWS, mit/ohne GTO), der in zwei getrennten Umläufen eingesetzt werden muss, da weder ohne ZWS IRE-D geschoben werden kann, noch Doppeltraktion bei IC mit AEG und GTO-Heizung sinnvoll funktioniert.

Der Verzicht der NVBW auf die BR 245 macht sich gnadenlos bemerkbar.
Wenn man die BR 218 bis S21 + Südbahn-Elektrifizierung beibehalten will, muss man die Loks auch richtig instand halten, so wie es bei der Bundesbahn üblich war, d.h. jedes defekte Teil sofort auszutauschen und nicht zuzuwarten, bis genug kaputt ist, damit sich ein Werkstattaufenthalt "lohnt" oder die Lok irgendwo liegen bleibt.

Die 218-Erfahrung in Ulm ist auch eher gering, da das ein klassischer 215 Standort war. Erst seit 1998 hat Ulm eigene 218.

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Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
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