Bahnfahrern drohen lange Wartezeiten in Erfurt (Allgemeines Forum)
Marien, Berlin, Donnerstag, 16.07.2015, 01:32 (vor 3917 Tagen)
http://www.otz.de/startseite/detail/-/specific/Verkehrsexperte-8222-Es-bringt-nichts-si...
Klappt das im Fall von Erfurt?
Die Fahrzeit von Erfurt nach Leipzig beträgt etwa 45 Minuten – das ist nicht ideal, um einen Taktfahrplan aufzustellen. Genauso Nürnberg–Erfurt: Mit Halten in Erlangen und Bamberg beträgt die Reisezeit zwischen 70 und 80 Minuten. Die Strecke Erfurt–Halle wird in 35 Minuten gefahren, so dass beim Verzicht auf den Halbknoten Erfurt der Knoten Halle gestärkt werden könnte. Unter anderem wegen solcher Argumente steht für mich ein Fragezeichen hinter dem Halbknoten Erfurt.
Wenn die Bahn sich auf einen Halbknoten Erfurt festlegt, müssten die Knoten Nürnberg, Halle und Leipzig leiden?
Das kann man so sehen. Oder es wird nicht die kürzest mögliche Reisezeit erreicht, indem Zeit auf der Strecke verschwendet wird, indem man nicht die mögliche Streckengeschwindigkeit ausreizt oder einen längeren Aufenthalt einplant. Von Nürnberg nach Erfurt müsste ein ICE beispielsweise etwa zehn Minuten Aufenthalt haben, um in den nötigen knapp 90 Minuten zu fahren.
Heißt das zusammengefasst: Es ist sehr unwahrscheinlich, dass sich alle Züge zur halben Stunde in Erfurt treffen?
Davon gehe ich aus. Bei einem deutschlandweiten Takt ist zu erwarten, dass ein Zusammenhang zwischen Taktknoten und der Bedeutung der Städte besteht. Da Leipzig–Berlin, Leipzig–Dresden oder Fulda–Frankfurt jeweils etwa eine Stunde Fahrzeit voneinander entfernt liegen und Fulda–Leipzig zwei Stunden, ergibt sich in der Kombination, dass Erfurt vermutlich kein Halbknoten wird.
http://www.otz.de/startseite/detail/-/specific/Bahnfahrern-drohen-lange-Wartezeiten-in-...
Durch die ungünstige Lage der Landeshauptstadt im Bahnnetz im Bezug auf die anderen Taktknoten sei das aber unwahrscheinlich, so der Experte. Das Zeitfenster, in dem die Fernverkehrszüge fahren, werde voraussichtlich bis zu einer halben Stunde groß.
Die Folge sei, dass sich die Übergangszeiten zwischen Fern- und Regionalverkehr verlängern. „Oder Anschlüsse bestehen nur in eine Richtung und nicht in alle Richtungen“, sagt Bräuer und empfiehlt dem Land, die Planungen nicht einseitig auf einen Knoten in Erfurt zu konzentrieren. Für Gera und Jena seien jeweils schnelle Anbindungen an Leipzig notwendig.
Bahnfahrern drohen lange Wartezeiten in Erfurt
Steffen, Donnerstag, 16.07.2015, 02:53 (vor 3917 Tagen) @ Marien
Ach was. Auf Erfurt als wichtigsten Bahnknoten Europas werden selbstverständlich die Fahrpläne ausgerichtet!
;-)))
--
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Vorrang des Ostens
Karolinger, Donnerstag, 16.07.2015, 09:53 (vor 3917 Tagen) @ Steffen
Ach was. Auf Erfurt als wichtigsten Bahnknoten Europas werden selbstverständlich die Fahrpläne ausgerichtet!
Das ist leider nicht von der Hand zu weisen.
Die Linien die zum Fahrplanwechsel auf Dosto-ICs umgestellt werden sind Opfer einer verfehlten Ausrichtung auf ostdeutsche Taktknoten.
Beim Fernverkehr hat der verkehrsschwache Osten dank Ex-Reichsbahnern in den entsprechenden Positionen Vorrang vor dem verkehrsstarken Westen.
Die IC-Linie 35 verkehrt heute eine Stunde versetzt zur damaligen IR-Linie mit der Folge schlechterer Anschlüsse an die Fähren, nur damit sie in Emden Anschluss an die IC-Linie 56 hat. Wir hätten eine Linie Norddeich-Stuttgart(-Süddeutschland) im 2-Stundentakt haben können.
Die IC-Linie 51 ist heute auf den Knoten Erfurt ausgerichtet, die IR-Linie hatte hingegen in Kassel-Wilhelmshöhe Anschluss an die ICEs nach München. Auch boten die IRs für Pendler attraktive Züge aus der Region Kassel/Paderborn ins Ruhrgebiet, heute verkehren auf der Linie nur noch Züge über Erfurt und keine mehr in pendlerfreundlichen Zeitlagen. Wir hätten eine Linie NRW-Kassel-Weimar im 2-Stundentakt haben können.
Die IC-Linie 55 weist Taktlücken nur auf dem westdeutschen Abschnitt auf. Die Einbindung in den 0-Knoten Magdeburg führt insgesamt zu Fahrtzeitverlängerungen von über 30 Minuten zwischen Köln und Leipzig. Die IC-Linie 32 verkehrt meistens in der selben Stunde wie die IC-Linie 55, statt dass sich beide Linien zum Stundentakt zwischen Hannover und Dortmund ergänzen.
Für die IC-Linie 56 gilt analog das über die IC-Linien 35 und 55 gesagte.
Vorrang des Ostens
Mario-ICE, Donnerstag, 16.07.2015, 10:03 (vor 3917 Tagen) @ Karolinger
Das ist leider nicht von der Hand zu weisen.
Die Linien die zum Fahrplanwechsel auf Dosto-ICs umgestellt werden sind Opfer einer verfehlten Ausrichtung auf ostdeutsche Taktknoten.
Beim Fernverkehr hat der verkehrsschwache Osten dank Ex-Reichsbahnern in den entsprechenden Positionen Vorrang vor dem verkehrsstarken Westen.
Also das finde ich ja schon starken Tobak. Ich nehme an das du uns hier Beweise lieferst.
Die IC-Linie 35 verkehrt heute eine Stunde versetzt zur damaligen IR-Linie mit der Folge schlechterer Anschlüsse an die Fähren, nur damit sie in Emden Anschluss an die IC-Linie 56 hat. Wir hätten eine Linie Norddeich-Stuttgart(-Süddeutschland) im 2-Stundentakt haben können.Die IC-Linie 51 ist heute auf den Knoten Erfurt ausgerichtet, die IR-Linie hatte hingegen in Kassel-Wilhelmshöhe Anschluss an die ICEs nach München. Auch boten die IRs für Pendler attraktive Züge aus der Region Kassel/Paderborn ins Ruhrgebiet, heute verkehren auf der Linie nur noch Züge über Erfurt und keine mehr in pendlerfreundlichen Zeitlagen. Wir hätten eine Linie NRW-Kassel-Weimar im 2-Stundentakt haben können.
Ich kann im Moment keine Ausrichtung der Linie 51 auf den Knoten Erfurt erkennen.
Die IC-Linie 55 weist Taktlücken nur auf dem westdeutschen Abschnitt auf. Die Einbindung in den 0-Knoten Magdeburg führt insgesamt zu Fahrtzeitverlängerungen von über 30 Minuten zwischen Köln und Leipzig. Die IC-Linie 32 verkehrt meistens in der selben Stunde wie die IC-Linie 55, statt dass sich beide Linien zum Stundentakt zwischen Hannover und Dortmund ergänzen.Für die IC-Linie 56 gilt analog das über die IC-Linien 35 und 55 gesagte.
Aja Taktlücken nur im Westen, na dann schau dir die Linien 55 und 56 nochmal genauer an.
Wäre mir neu, dass der Fixpunkt der Linien 55/56 Magdeburg wäre.
Vorrang des Ostens
Karolinger, Donnerstag, 16.07.2015, 11:00 (vor 3917 Tagen) @ Mario-ICE
Ich kann im Moment keine Ausrichtung der Linie 51 auf den Knoten Erfurt erkennen.
Ankunft der Linie 51 in Erfurt zur Minute 28 und Abfahrt zur Minute 26 ist keine Ausrichtung auf den 30er Knoten?
Die Ausrichtung auf Erfurt hat damals angefangen als man die Linien Düsseldorf-Erfurt und Erfurt-Berlin-Binz miteinander verknüpft hat.
Die Verbindung Dortmund-München wäre mit Anschluss in Kassel an die schnellen ICE über Ingolstadt schneller als die direkten ICE über Frankfurt.
Aja Taktlücken nur im Westen, na dann schau dir die Linien 55 und 56 nochmal genauer an.
Ich sehe einen durchgehenden Stundentakt zwischen Magdeburg und Halle, von Taktlücken kann man allenfalls Samstag nachmittags und Sonntags vormittags sprechen.
Zwischen Hannover und Dortmund besteht täglich außer samstags eine Taktlücke (12.12 Uhr ab Hannover Hbf), in Gegenrichtung montags bis donnerstags (Hannover Hbf an 13.47 Uhr). Ebenso besteht täglich eine Taktlücke zwischen Dortmund (ab 9.37 Uhr) und Köln über Wuppertal.
Wäre mir neu, dass der Fixpunkt der Linien 55/56 Magdeburg wäre.
Die ICE-Linie 77 erreicht Hannover zur Minute 18 und fährt bereits zur Minute 21 weiter nach Berlin.
Die IC-Linie 55 kommt ebenfalls zur Minute 18 an, die IC-Linie 56 sogar zur Minute 13. Trotzdem fahren beide erst zur Minute 35/36 ab. In Magdeburg hat man 6 statt 2 Minuten Aufenthalt. So bindet man den Nullknoten Magdeburg optimal an den FV-Knoten Hannover an. Kostet die durchreisenden Fahrgäste 20 Minuten.
Vorrang des Ostens
Christian_S, Donnerstag, 16.07.2015, 11:45 (vor 3917 Tagen) @ Karolinger
Ankunft der Linie 51 in Erfurt zur Minute 28 und Abfahrt zur Minute 26 ist keine Ausrichtung auf den 30er Knoten?
Die Ausrichtung auf Erfurt hat damals angefangen als man die Linien Düsseldorf-Erfurt und Erfurt-Berlin-Binz miteinander verknüpft hat.
Quatsch, die Zeitlage war schon zu IR-Zeiten so (wenn auch um eine Stunde gedreht), weil das nunmal zur Korrespodenz mit der damaligen IC-Linie 50 in Weimar am besten passte.
Die Verbindung Dortmund-München wäre mit Anschluss in Kassel an die schnellen ICE über Ingolstadt schneller als die direkten ICE über Frankfurt.
Ist sie doch auch. Das Zugpaar 1223/1224 bzw 1228 beweist das doch. Es fährt im MDV-Takt ab/bis Kassel und passt dann ab/bis Würzburg prima zum Takt der Linie 41.
Die IC-Linie 55 kommt ebenfalls zur Minute 18 an, die IC-Linie 56 sogar zur Minute 13. Trotzdem fahren beide erst zur Minute 35/36 ab. In Magdeburg hat man 6 statt 2 Minuten Aufenthalt. So bindet man den Nullknoten Magdeburg optimal an den FV-Knoten Hannover an. Kostet die durchreisenden Fahrgäste 20 Minuten.
Dir ist schon klar, das in Magdeburg Kopf gemacht wird?
Vorrang des Ostens
ICE-TD, Donnerstag, 16.07.2015, 12:27 (vor 3917 Tagen) @ Karolinger
In Magdeburg hat man 6 statt 2 Minuten Aufenthalt. So bindet man den Nullknoten Magdeburg optimal an den FV-Knoten Hannover an. Kostet die durchreisenden Fahrgäste 20 Minuten.
In Magdeburg braucht man zum Wenden 4 min Aufenthalt, das die Gegenrichtung 6 min hat hängt damit zusammen das sich die Fahrstrassen beider Richtungen bei der Ausfahrt kreuzen. Die Bahnsteige tauschen geht auch nicht, dann würden sie sich bei der Einfahrt kreuzen.
Vorrang des Ostens
ICE-TD, Donnerstag, 16.07.2015, 12:43 (vor 3917 Tagen) @ Karolinger
Zwischen Hannover und Dortmund besteht täglich außer samstags eine Taktlücke (12.12 Uhr ab Hannover Hbf), in Gegenrichtung montags bis donnerstags (Hannover Hbf an 13.47 Uhr). Ebenso besteht täglich eine Taktlücke zwischen Dortmund (ab 9.37 Uhr) und Köln über Wuppertal.
Die erste Taktlücke finde ich auch ein Unding, das hat man vermutlich gemacht um einen Wagenpark einzusparen. Die zweite Taktlücke ist ja erst entstanden durch die Verbindung der Linie 55 mit der Linie 32 beim IC 2013, vor einigen Jahren wurde diese Taktlücke noch gefüllt vom ICE 505, die beiden Taktlücken haben nichts mit irgendeiner Bevorzugung des Ostens zu tun.
Die ICE-Linie 77 erreicht Hannover zur Minute 18 und fährt bereits zur Minute 21 weiter nach Berlin.
Die IC-Linie 55 kommt ebenfalls zur Minute 18 an, die IC-Linie 56 sogar zur Minute 13. Trotzdem fahren beide erst zur Minute 35/36 ab. In Magdeburg hat man 6 statt 2 Minuten Aufenthalt. So bindet man den Nullknoten Magdeburg optimal an den FV-Knoten Hannover an. Kostet die durchreisenden Fahrgäste 20 Minuten.
Das die Linie 77 keinen Anschluß von der Linie 10 hat ist sicher von Nachteil für Wolfsburg und Stendal, aber ich sehe bei der Gleisbelegung in Hannover nicht wie man das bewerkstelligen sollte. Oder man müsste die Linie 56 aus dem Takt werfen und ohne Anschluß der Linie 10 direkt weiterfahren in Hannover, dann wäre aber der fast saubere Stundentakt bis Leipzig Geschichte und man würde eine Menge Fahrgäste verlieren aus dem Anschluß aus der Linie 10 nach Braunschweig, Magdeburg und Leipzig.
Vorrang des Ostens
ICE-TD, Donnerstag, 16.07.2015, 11:19 (vor 3917 Tagen) @ Karolinger
Die IR Ruhrgebiet-Kassel fuhren auch damals in der Zeitlage, da hat sich nichts geändert. Die Linie 55 fuhr auch schon immer so und war über die Wupper die Korrespondenzlinie zu den IC Hamburg-Köln. Dagegen hat man die Linie 10 vor Jahren verschoben um etwa eine halbe Stunde und hat dadurch die Linie 55 im westl. Abschnitt geschwächt durch die Überholung in Hannover, viele fahren jetzt mit dem ICE bis Hannover und sparen dadurch 20 min Fahrzeit.
Vorrang des Ostens
Marien, Berlin, Donnerstag, 16.07.2015, 16:50 (vor 3917 Tagen) @ Karolinger
bearbeitet von Marien, Donnerstag, 16.07.2015, 16:51
Im Übrigen hast du indirekt etwas sehr richtiges geschrieben: In einem Taktverkehr ist es immer sinnvoll die Züge auf die verkehrsschwachen Knoten auszurichten, da dort die wenigsten Züge fahren und daher die Anschlüsse besonders wichtig sind. In Regionen wo der Regionalverkehr und teilweise sogar der Fernverkehr in einem S-bahn-artigen Takt fahren, sind explizite Anschlüsse nicht so vorrangig, da die Taktlücken viel kleiner sind.
Bezogen auf Erfurt kann man sagen, dass die Regionalzüge in alle Himmelsrichtungen nur etwa alle Stunde fahren, warum es dort besonders gut passen muss. In Berlin oder Frankfurt fährt der Regionalverkehr teilweise alle 20 Minuten oder dichter in eine bestimmte Richtung und dort ist es völlig egal ob sich die Fernzüge dort zu einer bestimmten Zeit treffen oder nicht.
Davon abgesehen stimmt die Aussage, dass die Züge Fulda-Leipzig in zwei Stunden fahren würden, eh nicht.
Fulda-Eisenach sind 50 Minuten
Eisenach-Erfurt sind 30 Minuten
Erfurt-Leipzig werden 45 Minuten sein
Dazu noch 5 Minuten Standzeit in Erfurt für die Überholung durch die Züge von/nach Halle.
Das macht 130 Minuten und somit ist auch ein Taktknoten in Fulda und Frankfurt nicht möglich, wenn Leipzig einer werden soll.
Auch Berlin Hbf-Leipzig Hbf liegt mit etwa 70 Minuten über einer Stunde.
Würde das die Chance auf einen ICE-Halt in Coburg erhöhen?
Weide, Donnerstag, 16.07.2015, 13:31 (vor 3917 Tagen) @ Marien
bearbeitet von Weide, Donnerstag, 16.07.2015, 13:33
In die Sache ist ja offenbar eh schon Bewegung gekommen:
http://www.np-coburg.de/lokal/coburg/coburg/Bahn-bewegt-sich-bei-ICE-Halt-Coburg;art834...
TOP! Europastadt Coburg! Mit "Itz-Lauter-Sulz"-Ticket
Blaschke, Donnerstag, 16.07.2015, 15:45 (vor 3917 Tagen) @ Weide
Hallo!
"Sehr geehrte Fahrgäste. Um die Wartezeit in Erfurt Hbf für Sie zu verkürzen, hält dieser Zug planmäßig auch in Coburg!"
Und in der dazugehörigen PM lobt die DB sich selbst:
"Um unseren Fahrgästen keine unzumutbaren Umstiegszeiten in Erfurt zuzumuten, halten die ICE der Linie Neapel - München - ERFURT - Warschau - Helsinki jetzt auch in der Europastadt Coburg. Damit können wir den Bewohnern Coburgs und des Umlandes attraktive Reiseziele ohne Umstieg bieten. Für alle anderen Reisenden ergeben sich bedingt durch die kürzere Umstiegszeit in Erfurt keine längeren Reisezeiten! Neu werden wir in dem Zusammenhang das "Itz-Lauter-Sulz-Ticket" einführen, mit dem Reisende zwischen Coburg und anderen bedeutenden Flüssen der Welt verkehren können."
Topendgeil!
Schöne Grüße von
jörg
Bahnfahrern drohen lange Wartezeiten in Erfurt
Holger2, Freitag, 17.07.2015, 01:46 (vor 3916 Tagen) @ Marien
Hallo,
ehrlich gesagt finde ich, dass der sogenannte Verkehrsexperte einige Dinge übersieht.
1. wie Marien schon sagt, sind optimierte Taktknoten gerade auf den kleineren Bahnhöfen wichtiger, da auf den größeren Bahnhöfen ohnehin nach wenigen Minuten der nächste Zug kommt. Dabei sind leicht verzogene Knoten, wie in Erfurt durchaus legitim, d.h. die jeweils wichtigsten Züge dürfen ruhig auch mal 5 Minuten vor der Zeit ankommen oder abfahren. Dass dadurch die Anschlusszeiten der unwichtigeren Anschlüsse zwischen Fern- und Regionalverkehr in gleichem Maße steigt, ist vollkommen selbstverständlich und ganz normal. Letztlich geht es darum, das Optimum für die Maximalzahl der Reisenden zu finden.
2. Unbewusst zeigt der Experte, wie starr und unflexibel ein strenger ITF ist. Die Reisezeit zwischen Erfurt und Halle beträgt 35 min, zwischen Erfurt und Nürnberg ca. 75 - 80 min. Daraus schließt der Experte, dass ein ITF in Erfurt nicht möglich sei. Tatsächlich wird die Fahrzeit nach Halle aber sinken, sobald die neuen ICX einsatzbereit sind. Derzeit wird der Fahrplan an den beschleunigungsschwächeren und langsameren ICE-T ausgerichtet. Ähnliches gilt für Erfurt - Nürnberg, wenn hier dereinst zwischen Bamberg und Nürnberg der Vollausbau auf 230 km/h abgeschlossen sein wird.
Holger
Polemik statt Physik?
Zugarbeiter, Mittelndorf, Sonntag, 19.07.2015, 09:10 (vor 3914 Tagen) @ Holger2
Hallo Holger,
ich weiß nicht, welche Art der Ausbildung Du genossen hast, gestatte mir aber trotzdem einige Anmerkungen:
ehrlich gesagt finde ich, dass der sogenannte Verkehrsexperte einige Dinge übersieht.
Der Verkehrsexperte hat nach kurzer Webrecherche doch einige Referenzen:
- Buch "Rechnergestützte Fahrplankonstruktion: Moderne Betriebsorganisation im Eisenbahnverkehr"
- Vorlesungen Fahrplanwesen bei der DB Netz und TU Dresden
- Mitarbeiter beim "Institut für Regional- und Fernverkehrsplanung" oder iRFP e.K. in Dresden
Daher würde ich doch von einiger Fachkompentenz ausgehen.
2. Unbewusst zeigt der Experte, wie starr und unflexibel ein strenger ITF ist. Die Reisezeit zwischen Erfurt und Halle beträgt 35 min, zwischen Erfurt und Nürnberg ca. 75 - 80 min. Daraus schließt der Experte, dass ein ITF in Erfurt nicht möglich sei. Tatsächlich wird die Fahrzeit nach Halle aber sinken, sobald die neuen ICX einsatzbereit sind. Derzeit wird der Fahrplan an den beschleunigungsschwächeren und langsameren ICE-T ausgerichtet. Ähnliches gilt für Erfurt - Nürnberg, wenn hier dereinst zwischen Bamberg und Nürnberg der Vollausbau auf 230 km/h abgeschlossen sein wird.
Hast Du mal die Seite zum ICx gelesen? Die Höchstgeschwindigkeit der kleinen ICx ist genauso 230 km/h wie die der ICE-T und die großen ICx fahren nur 19 km/h schneller. Wie sollen da gravierend andere Zeiten herauskommen?
Nichts für Ungut...
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Zugarbeiter
Bei Mädchen, Funk und Eisenbahn
kommt's auf den rechten Anschluß an.
Domain ice-knoten.de
Marien, Berlin, Sonntag, 19.07.2015, 01:18 (vor 3914 Tagen) @ Marien
bearbeitet von Marien, Sonntag, 19.07.2015, 01:21
Übrigens: Um zu zeigen wie ach so wichtig der Erfurter Knoten ist, hat man sich die Domäne ice-knoten.de gesichert.
http://www.ice-knoten.de/ueberblick/
Ich kannte die Seite bisher gar nicht.
Domain ice-knoten.de
Steffen, Sonntag, 19.07.2015, 01:48 (vor 3914 Tagen) @ Marien
Übrigens: Um zu zeigen wie ach so wichtig der Erfurter Knoten ist, hat man sich die Domäne ice-knoten.de gesichert.
Was würden wir machen, wenn es Erfurt nicht gäbe...?
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![[image]](http://img.aachen-im-bild.de/brueckebelgien.jpg)
Domain ice-knoten.de
Marien, Berlin, Sonntag, 19.07.2015, 02:10 (vor 3914 Tagen) @ Steffen
Übrigens: Um zu zeigen wie ach so wichtig der Erfurter Knoten ist, hat man sich die Domäne ice-knoten.de gesichert.
Was würden wir machen, wenn es Erfurt nicht gäbe...?
Über Jena fahren. :P