Fahrpreisnacherhebung - bitte um Hilfe! (Allgemeines Forum)
fabs, Braunschweig, Donnerstag, 06.08.2009, 19:53 (vor 6093 Tagen)
Moin zusammen!
Kann man stolz darauf sein, als Besitzer einer MBC 100 eine Fahrpreisnacherhebung zu bekommen? Es gehört schon einiges dazu dies zu schaffen, oder?
Nun - folgender Sachverhalt:
Prüfdienst (kein KiN) rückt an und ich zeige ihm meine MBC 100.
„Und wo ist die Fahrkarte dazu? Das ist nur die Bahncard.“ Nun ja, nach ein wenig hin und her habe ich mir dann eine FPN ausstellen lassen.
Nun seit ihr gefragt, was ist der sinnvollste Weg der weiteren Vorgehensweise?
Viele Grüße
fabs
Fahrpreisnacherhebung - kann nicht helfen
RhBDirk, Donnerstag, 06.08.2009, 19:59 (vor 6093 Tagen) @ fabs
bearbeitet von RhBDirk, Donnerstag, 06.08.2009, 20:00
Aber sag doch mal bei welchem Eisenbahnverkehrsunternehmen das war.
Zuerst würde ich mit dem EVU Kontakt aufnehmen und die Sache schildern.
Hatte die BC100 denn Gültigkeit (gibt zwar nicht viele Linien wo sie nicht gilt) - ich nehme mal an, es war kein Zug der DB?
Fahrpreisnacherhebung - bitte um Hilfe!
alleo, Donnerstag, 06.08.2009, 20:16 (vor 6093 Tagen) @ fabs
Also wenn ich 100% eine gültige Fahrkarte dabei habe würde ich mich weigern eine Fahrpreisnacherhebung anzunehmen. Kann man in so Fällen nicht nach dem "Vorgesetzten" fragen? Wenn deine Karte gültig wär, ist sowas doch einfach nur eine Frechheit.
Fahrpreisnacherhebung - bitte um Hilfe!
liebe70, Donnerstag, 06.08.2009, 21:55 (vor 6093 Tagen) @ alleo
Also wenn ich 100% eine gültige Fahrkarte dabei habe würde ich mich weigern eine Fahrpreisnacherhebung anzunehmen. Kann man in so Fällen nicht nach dem "Vorgesetzten" fragen?
Und dann? Der Vorgesetzte ist zu 99,9% weit weg vom Geschehen.
Wenn deine Karte gültig wär, ist sowas doch einfach nur eine Frechheit.
Das ist die entscheidende Frage: Gültig oder nicht?
Gruß, Ralf
Fahrpreisnacherhebung - bitte um Hilfe!
Markus-P, Donnerstag, 06.08.2009, 22:22 (vor 6093 Tagen) @ alleo
Also wenn ich 100% eine gültige Fahrkarte dabei habe würde ich mich weigern eine Fahrpreisnacherhebung anzunehmen. Kann man in so Fällen nicht nach dem "Vorgesetzten" fragen? Wenn deine Karte gültig wär, ist sowas doch einfach nur eine Frechheit.
Vorgesetzter ist wie schon geschrieben weit weg.
Ich hätte mich allerdings geweigert, dem Herren vom Prüfdienst meinen Ausweis zu zeigen. Dann hätte die Bupo anrücken müssen zwecks Personalienfeststellung.
Da hätte man auch gleich zwei prima Zeugen gehabt.
Anlaufstationen
Jogi, Donnerstag, 06.08.2009, 20:19 (vor 6093 Tagen) @ fabs
bearbeitet von Jogi, Donnerstag, 06.08.2009, 20:23
Moin zusammen!
Kann man stolz darauf sein, als Besitzer einer MBC 100 eine Fahrpreisnacherhebung zu bekommen? Es gehört schon einiges dazu dies zu schaffen, oder?
Na ja, andere Fahrgäste können keinen Wagenstandanzeiger lesen. Oder sogar ich war am Mittwoch zu doof, die Fahrzeit der S-Bahn zwischen Hamburg Hbf und Altona richtig zu kalkulieren, so dass ich meinen ICE verpasst habe und erst anderthalb Stunden später nach Hause kam. Von dem her musst du dich nicht schämen... ;)
Nun - folgender Sachverhalt:
Prüfdienst (kein KiN) rückt an und ich zeige ihm meine MBC 100.
„Und wo ist die Fahrkarte dazu? Das ist nur die Bahncard.“ Nun ja, nach ein wenig hin und her habe ich mir dann eine FPN ausstellen lassen.Nun seit ihr gefragt, was ist der sinnvollste Weg der weiteren Vorgehensweise?
Du warst in einem Zug, in dem die BC100 gilt? Wenn ja, dann auf jeden Fall Zahlung verweigern. Geld, das die DB erst mal hat gibt sie nicht so gern wieder her ;)
Auf dem Wisch müsste eine Adresse in Baden-Baden stehen (keine Ahnung, ich hab noch nie so was bekommen ;D). Denen würde ich schnellstmöglich eine E-Mail oder einen Brief schicken und den Sachverhalt schildern. Auf jeden Fall mit rein muss Datum, Zugnummer, dein Zu- und Ausstiegsbahnhof und am besten noch der Name des Kontrolleurs.
Du könntest noch eine Kopie deiner BC beifügen bzw. anhängen um schon von vornrein klar zu machen, dass du im Besitz einer gültigen Fahrkarte warst.
Wenn unwahrscheinlicherweise keine Kontaktadresse drauf ist, würde ich ins Reisezentrum gehen und dort den Sachverhalt vortragen. Im Stuttgarter Verbund kann man hier nachweisen, dass man über eine gültige Fahrkarte zum Zeitpunkt der FPN verfügt hat. Ob so was bei der DB geht weiß ich nicht. Zumindest müssten die dort die Kontaktadresse in BAD parat haben.
Vielleicht kann dir auch diese Service-Hotline 0180 5 99 66 33 helfen, kostet allerdins 14 Cent pro Minute.
Nochmal: wenn die BC auf der Strecke bzw. in dem Zug gilt, dann nichts überweisen!
Jogi
Anlaufstationen
liebe70, Donnerstag, 06.08.2009, 22:03 (vor 6093 Tagen) @ Jogi
Du warst in einem Zug, in dem die BC100 gilt? Wenn ja, dann auf jeden Fall Zahlung verweigern. Geld, das die DB erst mal hat gibt sie nicht so gern wieder her ;)
Erstens braucht man bei einer FN sowieso nicht die Zahlung verweigern. Zahlt man den Forderungsbetrag, erkennt man die Schuld an.
Zweitens kann ich nirgends erkennen, daß es hier wirklich die DB war, die die BC100 nicht anerkannte.
Drittens rücken auch andere Unternehmen das Geld nicht gern wieder heraus.
Auf dem Wisch müsste eine Adresse in Baden-Baden stehen (keine Ahnung, ich hab noch nie so was bekommen ;D). Denen würde ich schnellstmöglich eine E-Mail oder einen Brief schicken und den Sachverhalt schildern. Auf jeden Fall mit rein muss Datum, Zugnummer, dein Zu- und Ausstiegsbahnhof und am besten noch der Name des Kontrolleurs.
Guckst Du unter https://www.db-fahrpreisnacherhebung.de/emailservice/reklamationen/index.html, steht alles drin.
Du könntest noch eine Kopie deiner BC beifügen bzw. anhängen um schon von vornrein klar zu machen, dass du im Besitz einer gültigen Fahrkarte warst.
Zeitlich gültig (also noch nicht abgelaufen) oder auf der befahrenen Strecke gültig?
Vielleicht kann dir auch diese Service-Hotline 0180 5 99 66 33 helfen, kostet allerdins 14 Cent pro Minute.
Zu teuer. Nutze die von mir verlinkte Webseite, das reicht schon.
Nochmal: wenn die BC auf der Strecke bzw. in dem Zug gilt, dann nichts überweisen!
Generell: Nix überweisen. Erst einmal Einspruch erheben und abwarten, was dann passiert. Wer Geld haben will, muß sich bewegen. Ansonsten war es dann wohl doch nicht so wichtig...
Gruß, Ralf
Anlaufstationen
Jogi, Donnerstag, 06.08.2009, 22:21 (vor 6093 Tagen) @ liebe70
Hallo Ralf,
Drittens rücken auch andere Unternehmen das Geld nicht gern wieder heraus.
natürlich (ich sag nur Telekom...), aber der DB geht halt auch ein berühmt-berüchtiger Ruf voraus...
Guckst Du unter https://www.db-fahrpreisnacherhebung.de/emailservice/reklamationen/index.html, steht alles drin.
Diese Seite war mir bisher unbekannt, aber gut zu wissen, dass es so was gibt.
@ Admins: Kann man die vielleicht in die Linkliste mit aufnehmen??
Generell: Nix überweisen. Erst einmal Einspruch erheben und abwarten, was dann passiert. Wer Geld haben will, muß sich bewegen. Ansonsten war es dann wohl doch nicht so wichtig...
Hübsch gesagt :)
Gruß, Jogi
DB-Fahrpreisnacherhebung in der Linkliste
Holger_HAM, Hamm (Westfalen), Samstag, 08.08.2009, 10:15 (vor 6092 Tagen) @ Jogi
Glückwunsch! Sollen wir weinen oder lachen?
Holger_HAM, Hamm (Westfalen), Donnerstag, 06.08.2009, 20:53 (vor 6093 Tagen) @ fabs
Hallo,
Kann man stolz darauf sein, als Besitzer einer MBC 100 eine Fahrpreisnacherhebung zu bekommen? Es gehört schon einiges dazu dies zu schaffen, oder?
Glückwunsch. Allerdings weiß ich nicht, ob man da nun heulen oder lachen soll.
Nun - folgender Sachverhalt:
Prüfdienst (kein KiN) rückt an und ich zeige ihm meine MBC 100.
„Und wo ist die Fahrkarte dazu? Das ist nur die Bahncard.“ Nun ja, nach ein wenig hin und her habe ich mir dann eine FPN ausstellen lassen.
Fein. War das wirklich der DB-Prüfdienst? War das bei der DB oder in einer teilnehmenden City-Ticket-Stadt/Region?
Nun seit ihr gefragt, was ist der sinnvollste Weg der weiteren Vorgehensweise?
Tja, gute Frage.
--
Viele Grüße aus Hamm in Westfalen,
Holger
***
Der bahn.kommfort-Briefkasten. Auch vor Ihrer Haustür!
![[image]](http://www.abload.de/img/db_tonne_kleinluwx.jpg)
Glückwunsch! Sollen wir weinen oder lachen?
liebe70, Donnerstag, 06.08.2009, 21:45 (vor 6093 Tagen) @ Holger_HAM
Nun seit ihr gefragt, was ist der sinnvollste Weg der weiteren Vorgehensweise?
Tja, gute Frage.
Wieso? Einspruch erheben, und zwar unter https://www.db-fahrpreisnacherhebung.de/emailservice/reklamationen/index.html. Die wollen ggf. noch die BC100-Nummer haben und fertig. Die FN wird dann niedergeschlagen, Ende.
Gruß, Ralf
Der Grundstein für eine schöne Geschichte
Blaschke, Donnerstag, 06.08.2009, 21:19 (vor 6093 Tagen) @ fabs
Moin zusammen!
Kann man stolz darauf sein, als Besitzer einer MBC 100 eine Fahrpreisnacherhebung zu bekommen? Es gehört schon einiges dazu dies zu schaffen, oder?
Hut ab! Ich wär' stolz drauf!
Nun - folgender Sachverhalt:
Prüfdienst (kein KiN) rückt an und ich zeige ihm meine MBC 100.
„Und wo ist die Fahrkarte dazu? Das ist nur die Bahncard.“ Nun ja, nach ein wenig hin und her habe ich mir dann eine FPN ausstellen lassen.
Das ist vernünftig. Damit ist der Grundstein gelegt für eine bestimmt noch unterhaltsame Geschichte!
Nun seit ihr gefragt, was ist der sinnvollste Weg der weiteren Vorgehensweise?
Nun gut, ich denke, das kommt auf Deine Zeit und Motivation und die Laune drauf an, was Du noch alles anstellst. Vor meinem geistigen Augen schweben zumindest mir nette, unterhaltsame Schriftwechsel vor. Und zwar so lang und ausgiebig, dass Du es irgendwann bis ins Fernsehen schaffst. Oder eine Zeitung berichtet über den Prüf-Künstler.
Ärgerlich wäre natürlich, Baden-Baden würde von sich aus gar nix mehr unternehmen. Oder sie Dir gleich Recht geben. Da würde ich mich dann an Deiner Stelle beschweren und eine Klage wegen des entgangenen Unterhaltungsfaktors ankündigen.
Schöne Grüße aus der Friedensstadt Osnabrück vom
blaschke
Der Grundstein für eine schöne Geschichte
liebe70, Donnerstag, 06.08.2009, 21:50 (vor 6093 Tagen) @ Blaschke
Hallo Jörg!
Nun gut, ich denke, das kommt auf Deine Zeit und Motivation und die Laune drauf an, was Du noch alles anstellst. Vor meinem geistigen Augen schweben zumindest mir nette, unterhaltsame Schriftwechsel vor. Und zwar so lang und ausgiebig, dass Du es irgendwann bis ins Fernsehen schaffst. Oder eine Zeitung berichtet über den Prüf-Künstler.
Das ist viel zu kompliziert. Versuche aber mal, eine vergessene Fahrkarte vorzulegen, die weder ein Onlineticket noch eine Zeitkarte noch eine andere persönliche Fahrkarte ist. Da ist Unterhaltungswert garantiert. Guck mal in die BB Bahn. (Tfv 600/A, Punkt 3.9.1) ;-)
Gruß, Ralf
Wie es bisher weiter ging
fabs, Braunschweig, Donnerstag, 06.08.2009, 22:04 (vor 6093 Tagen) @ fabs
Moin!
Nachdem ich die 14 Cent/Min. teure bahn.comfort Hotline kontaktierte, war ich schon mal einen Schritt weiter. Die merklich entsetzte Telefonistin gab mir den Rat eine Kopie der FN und der MBC 100 mit einem kurzen Schreiben an eine normal-teure Faxnummer zu senden. Zusätzlich bekomme ich nun auch noch als kleine Entschädigung 1500 Comfortpunkte gutgeschrieben (ich bin gespannt).
Zu euren Fragen:
- Auf der FN befindet sich die Postadresse in Baden-Baden und die Internetadresse www.db-fahrpreisnacherhebung.de Vielleich reiche ich meine Beschwerde dort zusätzlich auch noch ein - mal sehen.
- Das ganze passierte in einem Regionalzug der DB Regio auf einer Strecke der DB Netz außerhalb eines Verkehrsverbundes. Dort ist definitiv der DB-Tarif voll gültig. Es gab sogar jemanden, der mich auf sein Länderticket mitnehmen wollte, was der Prüfdienst allerdings ablehnte.
- Es war ein Prüfdienst in Zivil, mit einem Ausweis, auf dem unter anderem das DB Logo mit dem Hinweis "im Auftrag" (oder so ähnlich) aufgedruckt war.
- Der Prüfer an sich war wohl "echt", dank Prüfernummer auf der FPN aus dem MT(!) lässt sich das jedoch nachprüfen.
Vielen Dank für eure Tips - ich werde euch auf dem Laufenden halten
fabs
Wie es bisher weiter ging
fabs, Braunschweig, Donnerstag, 06.08.2009, 22:10 (vor 6093 Tagen) @ fabs
Noch was: zeitlich ist die Karte noch bis Ende November gültig und personalisiert ist sie schließlich auch (Foto und Name). Also werde ich wohl nicht - wie von Jörg erhofft - so viel "Spaß" mit Hotline, Kundendialog, Presse, Funk und Fernsehen haben.
Wie es bisher weiter ging
SuperMazza, Donnerstag, 06.08.2009, 22:27 (vor 6093 Tagen) @ fabs
bearbeitet von SuperMazza, Donnerstag, 06.08.2009, 22:29
Mach Dir mal keine Gedanken. Fax denen den Sachverhalt bzw. ne Kopie der BC 100 und der FN. Ich hatte meine BC 100 mal vergessen, daher habe ich die FN angenommen. Die Zub sagte mir, ich könne das ja nachweisen und dann würde das wieder zurückgenommen. Das würde ich aber nicht im RZ machen, sondern nur über das IFS in Baden-Baden. Im RZ wollen die eine Gebühr. Nach etwa 4 Wochen erhielt ich eine Antwort mit der Mitteilung, es wäre geprüft worden und sie würden die Forderung auf ein Bearbeitungsentgelt von ca. 7 € reduzieren. Die sollte ich dann innerhalb 2 Wochen zahlen.
Da ich aber der Meinung bin, nicht für diesen Bürokratieaufwand verantwortlich zu sein schrieb ich genau bei Fristablauf ein weiteres Fax, wo ich erklärte, dass ich genug für mangelnden Service bezahle und sie daher verstehen mögen, dass sie von mir keinerlei Geld bekommen würden.
Nie wieder etwas gehört.
Wie es bisher weiter ging
liebe70, Donnerstag, 06.08.2009, 22:36 (vor 6093 Tagen) @ SuperMazza
(...) Nach etwa 4 Wochen erhielt ich eine Antwort mit der Mitteilung, es wäre geprüft worden und sie würden die Forderung auf ein Bearbeitungsentgelt von ca. 7 € reduzieren. Die sollte ich dann innerhalb 2 Wochen zahlen.
Da ich aber der Meinung bin, nicht für diesen Bürokratieaufwand verantwortlich zu sein schrieb ich genau bei Fristablauf ein weiteres Fax, wo ich erklärte, dass ich genug für mangelnden Service bezahle und sie daher verstehen mögen, dass sie von mir keinerlei Geld bekommen würden.
Wenn die Erstellung einer FN auf einen Fehler seitens der Bahn zurückzuführen ist, ist das in der Tat unverschämt. Aber manche agieren wohl auch hier nach dem Motto "Wenn es klappt, dann klappt es..."
Gruß, Ralf
Wie es bisher weiter ging
kalle.55, Freitag, 07.08.2009, 04:34 (vor 6093 Tagen) @ SuperMazza
Hi,
[SuperMazza schrieb, dass er seinen Fahrausweise vergessen hatte]
Da ich aber der Meinung bin, nicht für diesen Bürokratieaufwand verantwortlich zu sein schrieb ich genau bei Fristablauf ein weiteres Fax, wo ich erklärte, dass ich genug für mangelnden Service bezahle und sie daher verstehen mögen, dass sie von mir keinerlei Geld bekommen würden.
Hast du eigentliche die Fahrkarten vergessen oder jemand anders. Nur mal so als Denkanstoß...
Wie es bisher weiter ging
JanKrohn, Vaals (NL), Freitag, 07.08.2009, 09:20 (vor 6093 Tagen) @ fabs
Nachdem ich die 14 Cent/Min. teure bahn.comfort Hotline kontaktierte, war ich schon mal einen Schritt weiter. Die merklich entsetzte Telefonistin gab mir den Rat eine Kopie der FN und der MBC 100 mit einem kurzen Schreiben an eine normal-teure Faxnummer zu senden. Zusätzlich bekomme ich nun auch noch als kleine Entschädigung 1500 Comfortpunkte gutgeschrieben (ich bin gespannt).
Die 1500 ComfortPunkte sind mit BC100 ja auch so sinnvoll!! :-)
Aber wenigstens haben sie sich entschuldigt. Ein RMV Kontrolleur hatte meiner Frau trotz Jahreskarte mal eine FN erteilt, inkl. lauter Diskussionen und Beschuldigungen des Schwarzfahrens.
Da kam als Antwort auf eine Beschwerde lediglich, auf die Forderung würde ohne Rechtsanspruch verzichtet werden.
Jan
Wie es bisher weiter ging
Matze86, München, Freitag, 07.08.2009, 10:28 (vor 6093 Tagen) @ JanKrohn
Die 1500 ComfortPunkte sind mit BC100 ja auch so sinnvoll!! :-)
Also ich würde die schon sinnvoll finden :)
Wie es bisher weiter ging
Regiosprinter, Freitag, 07.08.2009, 12:27 (vor 6093 Tagen) @ Matze86
Die 1500 ComfortPunkte sind mit BC100 ja auch so sinnvoll!! :-)
Also ich würde die schon sinnvoll finden :)
Vermutlich meint er auch bahn.bonus-Punkte...
Mit denen kann man trotz BC 100 etwas anfangen. *g*
Klaus
Wie es bisher weiter ging
Matze86, München, Freitag, 07.08.2009, 16:45 (vor 6092 Tagen) @ Regiosprinter
Vermutlich meint er auch bahn.bonus-Punkte...
Mit denen kann man trotz BC 100 etwas anfangen. *g*
Klaus
Ahja, stimmt. Für mich ist das alles dasselbe ;)
Fahrpreisnacherhebung - bitte um Hilfe!
jor, Donnerstag, 06.08.2009, 22:06 (vor 6093 Tagen) @ fabs
bearbeitet von jor, Donnerstag, 06.08.2009, 22:07
Da wär ich auch mächtig stolz drauf!
Ich musste immerhin einige Wochen warten, bis mir im Bahnbus mal gesagt wurde, die Karte würde angeblich nicht gelten - hatte viel früher mit einer solchen Aussage gerechnet. Glücklicherweise konnte ich dem Fahrer damals gleich sagen, dass alles in den VRN-Beföderungsbedingunen unter Anlage 2 steht, sodass er nachsehen konnte...
Daten sauber halten InfoScore berechnet Kreditlimits
GUM, Donnerstag, 06.08.2009, 22:34 (vor 6093 Tagen) @ fabs
Nun - folgender Sachverhalt:
Prüfdienst (kein KiN) rückt an und ich zeige ihm meine MBC 100.
„Und wo ist die Fahrkarte dazu? Das ist nur die Bahncard.“ Nun ja, nach ein wenig hin und her habe ich mir dann eine FPN ausstellen lassen.Nun seit ihr gefragt, was ist der sinnvollste Weg der weiteren Vorgehensweise?
Viele Grüße
fabs
Hallo fabs,
erst einmal schade, dass das passiert ist.
Ganz ehrlich würde ich mit gleicher Härte zurückantworten.
Hintergrund des ganzen ist ein (relativ) komplexes System der "Datenwanderung" zwischen Unternehmen und ein eventuell negativer Eintrag bei scoring-Unternehmen.
Der Internet-Eintrag der Datennacherhebung führt zu folgendem Domain-Inhaber:
"db-fahrpreisnacherhebung.de
Letzte Aktualisierung 28.11.2007
Domaininhaber
Der Domaininhaber ist der Vertragspartner der DENIC und damit der an der Domain materiell Berechtigte.
Domaininhaber: InFoScore Software Service GmbH
Adresse: Rheinstrasse 99
PLZ: 76532
Ort: 76532 Baden-Baden
Land: DE"
Also:
1. Gegen die Fahrpreisnacherhebung sofort rechtlich vorgehen. Einfach eine Betrugsanzeige gegen die beteiligten Mitarbeiter erstatten.
2. Dieses Aktenzeichen an die Rechtsabteilung des Privatunternehmens InFoScore GmbH schicken mit der Aufforderung sofort alle Daten dieses Vorganges zu löschen. Anspruch lt. Bundesdatenschutzgesetz. Brief per Einschreiben mit Rückschein.
Damit dürftest Du auf der sicheren Seite sein. Auf alle Fälle gar nichts bezahlen.
Und wenn Du noch nach der Abwicklung was für Bürgerrechte tun willst, einen Abgeordneten einer kleinen Partei (je nach Geschmack "F"-Partei oder "L"-Partei anschreiben, was da für ein Datensaustall herrscht).
Gefahr ist, dass InfoScor nicht nur diese Daten bearbeitet, sondern auch Kreditscorings. Und was würde nach den Skandalen der letzten Zeit näher liegen, als sich bei einem eigenen Unternehmen einfach zu bedienen.
Dies wäre mein -gründlicher - Vorschlag. Hoffe das hilft.
Daten sauber halten InfoScore berechnet Kreditlimits
Markus-P, Donnerstag, 06.08.2009, 22:46 (vor 6093 Tagen) @ GUM
Also:
1. Gegen die Fahrpreisnacherhebung sofort rechtlich vorgehen. Einfach eine Betrugsanzeige gegen die beteiligten Mitarbeiter erstatten.
2. Dieses Aktenzeichen an die Rechtsabteilung des Privatunternehmens InFoScore GmbH schicken mit der Aufforderung sofort alle Daten dieses Vorganges zu löschen. Anspruch lt. Bundesdatenschutzgesetz. Brief per Einschreiben mit Rückschein.
Damit dürftest Du auf der sicheren Seite sein. Auf alle Fälle gar nichts bezahlen.
Wobei ein Betrug liegt hier ja noch nicht vor, da man noch keinen Vermögensschaden erlitten hat.
Am besten wäre es, wenn man selber Rechtsanwalt ist, dann könnte man der Bahn seine eigenen Kosten aufs Auge drücken, auch wenn Baden-Baden die Nacherhebung niederschlägt.
@Markus-P: Hatte ich wohl falsch formuliert
GUM, Samstag, 08.08.2009, 22:40 (vor 6091 Tagen) @ Markus-P
Wobei ein Betrug liegt hier ja noch nicht vor, da man noch keinen Vermögensschaden erlitten hat.
Am besten wäre es, wenn man selber Rechtsanwalt ist, dann könnte man der Bahn seine eigenen Kosten aufs Auge drücken, auch wenn Baden-Baden die Nacherhebung niederschlägt.
Die Bahn zeigt ja lt. diversen Zeitungsberichten schwarzfahren als Straftat an. In diesem Fall also den umgekehrten Fall anzeigen: Vortäuschen einer Straftat, Verleumdung oder so was. Damit man ein Aktenzeichen bekommt und die Daten schnell korrigieren kann.
Korrekte Paragraphen habe ich als Nicht-Jurist im Moment keine...
@Markus-P: Hatte ich wohl falsch formuliert
Markus-P, Sonntag, 09.08.2009, 00:07 (vor 6091 Tagen) @ GUM
Wobei ein Betrug liegt hier ja noch nicht vor, da man noch keinen Vermögensschaden erlitten hat.
Am besten wäre es, wenn man selber Rechtsanwalt ist, dann könnte man der Bahn seine eigenen Kosten aufs Auge drücken, auch wenn Baden-Baden die Nacherhebung niederschlägt.
Die Bahn zeigt ja lt. diversen Zeitungsberichten schwarzfahren als Straftat an. In diesem Fall also den umgekehrten Fall anzeigen: Vortäuschen einer Straftat, Verleumdung oder so was. Damit man ein Aktenzeichen bekommt und die Daten schnell korrigieren kann.Korrekte Paragraphen habe ich als Nicht-Jurist im Moment keine...
Du hast ja Recht!
Man muss in solchen Fällen den größtmöglichen Aufwand für den Gegenüber erzeugen.
Dann werden die Mitarbeiter besser geschult.
Daten sauber halten InfoScore berechnet Kreditlimits
PhilippK, Donnerstag, 06.08.2009, 23:34 (vor 6093 Tagen) @ GUM
Also jetzt mal halblang.
Ein Betrugsfall dürfte hier recht sicher nicht vorliegen. Es gab ja keine Schädigungsabsicht.
Zu der Sache mit den Scoring-Einträgen: eine bestrittene Forderung darf nicht an die Schufa etc. gemeldet werden. Siehe z. B. http://www.jurpc.de/rechtspr/20080116.htm
So lange selbiges nicht angedroht wird, bringt auch der Gang zum Juristen wenig. Im Zweifel ist der Geschädigte auch dazu verpflichtet, eine Schadensbegrenzung zu betreiben. Die Kosten eines Rechtsanwalts werden daher wohl erst dann der Bahn / InfoScore auferlegt werden können, wenn sich andeutet, dass die Forderung nicht anstandslos zurückgezogen wird.
Gruß, Philipp
OT gerade mal etwas ausschweifend...
SuperMazza, Donnerstag, 06.08.2009, 22:40 (vor 6093 Tagen) @ fabs
bearbeitet von SuperMazza, Donnerstag, 06.08.2009, 22:40
...bei der Geschichte, die definitiv bisher alles toppt was ich kenne oder erlebt habe fällt mir ein, dass ja meine beste Freundin damals während des ICE-Ersatzverkehrs nachlösen musste, da sie nicht die von ihr gebuchte Verbindung nutzte. Die gab es nicht mehr. Der Zugchef meinte aber, wenn das auf der Karte steht ist das auch so.
Also zusammengefasst heisst das:
1. eine BC 100 ist nur eine Bahncard. Man sollte versuchen, gegen Vorlage eine Fahrkarte zum Nulltarif zu lösen.
2. gebuchte Züge fahren grundsätzlich und immer. Natürlich! Wir bilden uns die ganzen Ersatzzüge doch sowieso nur alle ein. Die sind bestimmt nur eine Erfindung der Presse, um die Bahn wieder schlecht zu machen.
Ich habe das Gefühl, mein Gehirn kommt zum Stillstand, wenn ich an solche Sachen denke.
Ich bin mal sehr gespannt, wann hier jemand postet, er habe nachlösen müsssen, da er keine Fahrkarte für den benutzten IC 28xx gebucht hatte.
Guter Beitrag (owT)
GUM, Donnerstag, 06.08.2009, 22:42 (vor 6093 Tagen) @ SuperMazza
nix
Fahrpreisnacherhebung - bitte um Hilfe!
PhilippK, Donnerstag, 06.08.2009, 23:13 (vor 6093 Tagen) @ fabs
Ich würd's jetzt nicht gleich übertreiben, nur da jemand sich nicht so ganz mit dem Fahrpreissystem der Bahn auskannte :-)
Ich hätte es vermutlich auch erst mal bei der bahn.comfort-Hotline versucht. Das könnte dann den Erkenntnisprozess bei dem betroffenen Mitarbeiter etwas beschleunigen. Ggf. noch einen Brief hinterherschicken, dass du dir da als zahlender Kunde schon etwas blöd vorgekommen bist.
Wichtig ist vor allem, dass du am Ende was schriftliches hast, dass der Vorgang erledigt ist. Ggf. abschließend unter https://www.db-fahrpreisnacherhebung.de/emailservice/forderungsaufstellung/index.html eine Forderungsaufstellung anfordern.
Falls das Forderungsmanagement der Bahn etwas penetranter werden sollte: einmal schriftlich (Fax) den Fall kurz darstellen. Wenn sie dann immer noch Geld von dir wollen: abwarten. Sofern versucht wird, einen Mahnbescheid zu erwirken, auf jeden Fall Einspruch einlegen. Ansonsten kann dir da eigentlich nicht viel passieren.
Gruß, Philipp
Herzlichen Glückwunsch!
Steffen, Freitag, 07.08.2009, 00:49 (vor 6093 Tagen) @ fabs
Also ich beglückwünschee Dich zu dieser wahrlich seltenen Situation! Da hast Du also einen Kontrolleur getroffen, der nicht nur die Tarife nicht vollständig kennt (was ich nicht sooooo tragisch fände), sondern der auch absolut unbelehrbar war! (Du hast ja sicher mehrmals in Ruhe die Grundregel der BC100 erklärt) Das finde ich das schlimme daran: Fehler kann man machen, soll sie aber auch erkennen (spätestens, wenn man explizit darauf hingewiesen wird und die entsprechenden Unterlage in der Tasche hat) und eingestehen.
Interessant wäre noch zu wissen, wie viele Mitreisende (in diesem oder in einem anderen Zug) mit BC100 ebenfalls eine FPN bekommen haben - es gibt ja doch einige.
Wie hoch ist denn die FPN?
Die Reaktion, bei der DB anzurufen, finde ich goldrichtig. Man muss nicht immer gleich mit Anwälten antanzen, wenn es sich friedlich und ganz unkompliziert lösen lässt. Eventuell noch zusätzlich die Firma anschreiben, bei der der Kontrolleur angestellt ist (sofern bekannt).
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![[image]](http://img.aachen-im-bild.de/brueckebelgien.jpg)