Bahn und Schule (Aktueller Betrieb)
Hallo,
ich bin ja in der "Branche" tätig. Also für die meisten Ausflüge ist der Bus das ideale Verkehrsmittel. Kein Umstieg, attraktiver Preis (bei Kurzausflügen in die nähere Umgebung kann man von 1 EUR je Person und Strecke ausgehen) und bei Klassenfahrten kann das Gepäck umsteigefrei mitbefördert werden, zumal diese im Bereich der Grundschule meist in der näheren Umgebung stattfinden und die Häuser in der Pampa liegen.
Als Lehrer werde ich oft, wenn ich morgens für die Kinder gut sichtbar aus dem Bus aussteige, gefragt:
- Wieso fährst du mit dem Bus? (Weil es bequemer, preiswerter und umweltfreundlicher ist.)
- Hast du kein Auto? (Habe ich, nutze ich aber selten.)
Ein großes Problem für ÖPNV und Bahnnutzung sind die oft negativen Attribute, mit denen diese Versehen werden. Die Aspekte sind wichtig, jedoch bleibt am Ende oft ein negativer Eindruck haften:
- Busschule:
Es ist vollkommen richtig, dass die Schüler über das korrekte Verhalten im Bus und an den Haltestellen informiert bzw. untereichtet werden.
- Gefahren an Bahnanlagen (Bundespolizei):
Auch wichtig und richtig. Ich finde es klasse, dass die BuPol von sich aus Schulen besucht und um Zeit im Unterricht bittet.
An dieser Stelle hört dann im Normalfall die "Mobilitätserziehung" auf. Haften bleibt oberflächlich der Eindruck, dass Bus- und Bahnfahren mit erheblichen Gefahren verbunden ist. In der Grundschule werden die Kinder meist mit dem PKW der Eltern befördert (es ist irre, was für ein Verkehrsaufkommen die Eltern vor unserer "Anstalt" erzeugen). Für die weiterführenden Schulen werden die Kinder dann bei uns meist in Sonderfahrten zum regulären Bus-Linienverkehr befördert. Seit dem Fahrplanwechsel hat sich das etwas entspannt, jedoch werden da meist nicht moderne Fahrzeuge eingesetzt und voll ist es auch. Wenn dann mal mit dem Zug gefahren wird, dann haben die Kinder das Glück das Erlebnispaket "DB Regio NRW und Fußballfans" zu erleben. Also bekommt der ÖPNV auch hier kein modernes Image und ist nicht "cool". Die meisten Jugendlichen sehnen sich dann nach dem Führerschein (was ich verstehen kann, wenn man den übersichtlichen Fahrplan am Ort "meiner" Schule kennt: Sonntags fährt da nix).
Also muss man irgendwie für den ÖPNV und das Verkehrsmittel Bahn Werbung machen. Ich bin ja in der Grundschule aktiv und da kann man:
- Sachrechnen: Lesen und verstehen von Busfahrplänen, IRPs als Rechenanlass (Längen- und Zeitmaße kann man da schön verbinden), Kursbuchseiten lesen,...
- PC-AG: Nutzung von EFA, HAFAS (online),...
Ich habe mir schon überlegt, dass man beim nächsten "Auftritt" der BuPol mal mit dem Bus zumindest zum Bahnhohf fährt, dann eine Strecke mit dem Zug fährt und vom anderen Bahnhof wieder zur Schule fährt. Da nun Bus und Bahn in Hand von DB-Unternehmen sind, dürft man das bestimmt kostenlos bekommen, wenn man die Zeitung dazu bestellt und die Werbewirkung schmackhaft macht. ;-)
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Viele Grüße aus Hamm in Westfalen,
Holger
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- ICE International 04.08.09 -
Oscar (NL),
04.08.2009, 08:16
- ICE International 04.08.09 - NIM rocks, 04.08.2009, 10:27
- ICE International 04.08.09 -
kindergärtner,
04.08.2009, 11:09
- Bahn und Schule -
Holger_HAM,
04.08.2009, 11:41
- Bahn und Schule -
Oscar (NL),
04.08.2009, 19:36
- Bahn und Schule - Holger_HAM, 04.08.2009, 19:39
- Bahn und Schule -
Oscar (NL),
04.08.2009, 19:36
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Holger_HAM,
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- ICE International 04.08.09 (2) - Oscar (NL), 04.08.2009, 18:55