Mein Bahnhof hat drei Ecken (40 Bilder), Teil 1 (Reiseberichte)

Sören Heise, Region Hannover, Freitag, 29.05.2015, 18:01 (vor 4068 Tagen)

Mein Bahnhof hat drei Ecken. Drei Ecken? Mein Bahnhof!
Und hätt er nicht drei Ecken, so wär`s nicht mein Bahnhof.

So könnte er singen, der Bahnhofsvorsteher in Horrem. Oder der Fahrdienstleiter. Denn Horrem ist in seiner heutigen Erscheinung einer von Deutschlands wenigen Dreiecksbahnhöfen, sogar mit Bahnsteigen in alle Richtungen. Aber: Es gibt vor Ort keinen Bahnhofsvorsteher mehr und wohl auch keinen Fahrdienstleiter.


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Der Bahnhof Horrem liegt an der Bahnstrecke Köln - Aachen. Der - nicht allzu - hochwertige Fernverkehr rast durch, es halten stündlich der RE 1 Paderborn - Aachen (Baureihe 146 und Doppelstockwagen) und der RE 7 Siegen - Aachen (Baureihe 442 oder lokbespannte Doppelstockzüge). Relativ oft hält die S-Bahn (Baureihe 423). Ganztägig ist die S 12 Düren - Au unterwegs, nur im Berufsverkehr die S 13/S 19. Sie hat hier ihren westlichen Endpunkt (von einigen Nachtzügen abgesehen) und fährt bis Troisdorf (S 13) bzw. Hennef (keine Sorge, die nächste Klammer kommt bestimmt).
Dann gibt es noch die RB 38. Sie wurde kürzlich von der Baureihe 628 auf moderne Dieseltriebwagen der Baureihe 644 umgestellt. Der Fahrplan variiert je nach Wochentag, mo-fr gibt es in Horrem einen Stundentakt Köln - Düsseldorf und den stündlichen Pendelzug zwischen Horrem und Bedburg.


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Betriebstechnisch gesehen gibt es in Horrem drei Strecken. Die jüngste ist die parallel zur Fernbahn verlaufende S-Bahn-Strecke von Köln nach Düren. Sie wurde am 15. Dezember 2002 eröffnet. Die zum Sommerfahrplan 1966 elektrifizierte Strecke Köln - Aachen ist dagegen eine der ältesten Bahnstrecken Deutschlands. Sie wurde in drei Etappen eröffnet, die Daten für den Reiseverkehr:
2. August 1839 Köln - Müngersdorf, 2. Juli 1840 Müngersdorf - Lövenich und am 6. September 1841 der längste Abschnitt von Lövenich nach Aachen über Horrem. Als am 15. Dezember 1843 die Verlängerung von Aachen nach Herbesthal in Betrieb ging, hatte die Welt ihre erste internationale Eisenbahnstrecke.

Die Zweigstrecke nach Bedburg ist nicht elektrifiziert. Bauherr war die zum 1. Januar 1913 verstaatlichte Bedburger Kreisbahn. Sie baute ihr Netz in Meterspur, auf der heutigen Strecke Horrem - Bedburg wurde der Reiseverkehr bis Zieverich am 20. Februar 1897 und weiter bis Bedburg am 8. Mai desselben Jahres eröffnet. Bereits 1903/1904 wurde die Kreisbahn umgespurt, seitdem ist sie normalspurig.
Ebenfalls am 20. Februar 1897 wurde der Reiseverkehr ins südlich Horrems gelegene Mödrath eröffnet, auch durch die Kreisbahn. Auf diesem kurzen Streckenabschnitt endete zum Sommerfahrplan 1972 der Reiseverkehr, Ende September 1978 auch der Güterverkehr. Die Strecke Ri. Bergheim war zwischen Herbst 1983 und Sommer 1996 für den Güterverkehr zum Martinswerk (Hersteller von Chemiespezialitäten) sogar elektrifiziert.


Im Jahr 2001 erhielt Horrem ein elektronisches Stellwerk (das 1965 errichtete Stellwerk Hf ist außer Betrieb, aber vorhanden), im Zusammenhang mit dem Bau der S-Bahn und dem Ausbau der Strecke nach Aachen zur Hochgeschwindigkeitstrecke wurden damals auch die Gleise und Bahnsteige umgebaut. Im Jahr 2010 begann der Umbau des Vorplatzes samt Neubau des Empfangsgebäudes. Im Juni 2014 war man fertig, der Bahnhof ist nun nach DB-Informationen Europas erster CO2-freier Bahnhof (hier die entsprechende Pressemitteilung).

Der Bahnhof liegt auf dem Horremer Sprung, einer tektonischen Verwerfung. Köln und Aachen entfernen sich hier um etwa 0,9 Millimeter pro Jahr. Dieses erforderte bauliche Maßnahmen, Schienenauszüge bei der S-Bahn und eine verstellbare unterirdische Brücke für die Ferngleise. Das wußte ich beim Besuch nicht, habe beides aber am 26. Juli 2014 doch bildlich festgehalten.


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Da machen wir mal einen Schnitt.

Mein Bahnhof hat drei Ecken (40 Bilder), Teil 2

Sören Heise, Region Hannover, Freitag, 29.05.2015, 18:01 (vor 4068 Tagen) @ Sören Heise

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1 Das Doppeltalent (hinten 442 255) muß ohne mich weiterfahren.


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2 Das alte Stellwerk steht im Gleisdreieck.


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3 Mittelbahnsteig. Links hält die S-Bahn von, rechts der Regionalverkehr nach Köln.


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4 Von dichter dran, beachte auch die Fallblattanzeigen (!) in unterschiedlichen Größen. Damals außer Betrieb sind sie mittlerweile vielleicht schon Geschichte.
Rechts im Hintergrund, zwischen den Signalen, die unterirdische Brücke. Eine bessere Aufnahme habe ich leider nicht.


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5 Ein Blick gen Busbahnhof.


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6 Tunnelbild.


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7 Hausbahnsteig.


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8 Im Empfangsgebäude. An der Stirnwand des weißen Blocks die Information. Knöpfchen drücken und freundlich in die Kamera blicken.


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9 Blick nach draußen.


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10 Da sorgt das Kraftwerk für Reflektionen.


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11 Läden. Einen Fahrkartenschalter gibt es auch.


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12 Blick nach draußen.


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13 Das Empfangsgebäude ist leicht und luftig, fast wie ein Bau aus den 50ern. Die Architektur unterstützt diesen Eindruck manchmal.


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14 Aber nicht immer.


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15 Luftbild. Rechts vom Stellwerk einer Brücke mit rotem Geländer. Bitte merken. Aber was ist da hinten mit dem Wald passiert?


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16 Eine kleine Spiegelei zwischendurch.


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17 Busbahnhof.


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18 Blickrichtung Düren. Im Vordergrund der Schienenauszug überm Sprung.


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19 Noch ein Tunnelbild.


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20 Gleis 10 ist der zweite Schenkel des Dreiecks.


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21 Der Regionalbahnsteig Ri. Aachen. In der Mitte die bahnsteiglosen Ferngleise.


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22 Bitte achten Sie auf dem Abstand zwischen Zug und Bahnsteigkante.


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23 Wege nach Gleis 10.


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24 Gleis 10. Hier hält der Pendelzug Horrem - Bedburg.


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25 Im schlimmsten Gegenlicht ein Blick hinüber zur Hauptbahn.


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26 Blick gen Hauptbahn. Die Kurve fädelt in Ri. Düren ein.


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27 Blick gen Bergheim.


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28 Nun ruft Gleis 19. Machen wir uns auf den Weg.


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29 Vorbei an Hf.


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30 Nur noch 100 Meter.


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31 Schön hier. Bloß wo ist Gleis 19?


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32 Blinker setzen. Kein Gegenverkehr. Vorm Wegweiser links abbiegen.


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33 Daaa lang!


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34 Unten bleiben! Erinnert ihr euch noch an die Brücke mit dem roten Geländer? Das ist sie.


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35 Ein erschöpfter Blick zurück.


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36 Gleich ist es geschafft.


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37 Blick zurück.


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38 Unter der Brücke durch geht es nach Bedburg.


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39 Dort geht es nach Köln. Der Bahnsteig hier ist erst seit Dezember 2012 in Betrieb, zuvor passierten die Züge Köln - Bedburg den Bahnhof Horrem ohne Halt.


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40 628 500 kommt an...


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...und wir sind weg. Ich stieg am nächsten Halt aus. Da ich aber meine, da nochmal hinzumüssen, sind wir beim nächsten Mal anderswo zu Gast.


Viele Grüße
Sören

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Mein Bahnhof hat drei Ecken (40 Bilder), RE9 nicht RE7

RhBDirk, Freitag, 29.05.2015, 19:05 (vor 4068 Tagen) @ Sören Heise

Aachen - Siegen ist der RE9 oder RSX, der Rhein Sieg Express.

Mein Bahnhof hat drei Ecken (40 Bilder), Teil 2

Lumi25, Freitag, 29.05.2015, 19:17 (vor 4068 Tagen) @ Sören Heise

Der neue Bahnhof Horrem ist aus meiner Sicht sehr gelungen.

Was mir deutlich weniger gefällt ist der damalige Infrastrukturausbau mit seinen zukünftigen Folgen.

Bald soll ja auf der Kongobahn die S 12 mal irgendwann (bis Bedburg) fahren und diese wird dann am Kurvenbahnsteig halten. Ziemlich dumm also wenn die S 13 dann aus Düren Verspätung hat und die S 12 dann dort hinten losfährt.

Es wäre besser gewesen die Kongobahn in den Bahnhof Horrem einzubinden. Dies würde dann auch abends ein Flügelzugkonzept ermöglichen.

Ich bin kein Fan von diesem 10/20 Minuten-Takt auf der S-Bahn und die zukünftige S 12/S 13 ist da ein perfektes Beispiel. Zukünftig hat man zwischen Köln und Horrem abends so wie am Wochenende so einen bescheuerten 20/10 Minuten-Takt statt einen einheitlichen 15 Minuten-Takt.

Dank Linienbetrieb ist auch hier leider nur artreiner Verkehr möglich. S/RE-Verstärker ab Köln mit Halten in Köln-Ehrenfeld und Horrem und dann entsprechend überall (Sindorf, Buir und Merzenich) als HVZ-Verstärker wird es leider nie geben können obwohl es sinnvoll wäre.

Mein Bahnhof hat drei Ecken (40 Bilder), Teil 2

Manuel, Freitag, 29.05.2015, 19:36 (vor 4068 Tagen) @ Sören Heise

Danke für das Portrait!

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22 Bitte achten Sie auf dem Abstand zwischen Zug und Bahnsteigkante.

Zitat aus der Wikipedia aber auch selbst erlebt:

das durchgehende Gleis 7 ist ohne Bahnsteig, für den Weltjugendtag 2005 war es mit einem provisorischen Seitenbahnsteig versehen.

Ansonsten scheint mir von den Bildern her zu beurteilen der Bahnhof in den letzten Jahren doch erheblich schöner geworden zu sein.

Viele Grüße
Manuel

Das Bahnhofsgebäude gibt es auch 87-fach verkleinert

Karolinger, Freitag, 29.05.2015, 22:08 (vor 4068 Tagen) @ Sören Heise

Übergangszeit

safe go, Chemnitz, Samstag, 30.05.2015, 14:56 (vor 4067 Tagen) @ Sören Heise

Wie ist denn die Übergangszeit von/nach Bahnsteig 19 zu bewerten? Die im Kursbuch vermerkten 4 min erscheinen mir nach den Bildern doch etwas optimistisch.

Versiebte Sammelantwort

Sören Heise, Region Hannover, Samstag, 30.05.2015, 15:37 (vor 4067 Tagen) @ Sören Heise

Moin,

danke für die Kommentare und Korrekturen.

RE 9 statt RE 7, das habe ich wohl versiebt. Danke für die Hinweise.
Und eine neue Bahngesellschaft habe ich gegründet, aber vielleicht nimmt sich mal ein Modellbahner der Bedburger Kreisbahn an. Das ist natürlich die Bergheimer Kreisbahn gewesen.
Das sind vermutlich Ermüdungserscheinungen. Daher werde ich diesen Monat kein neues Bahnhofsportrait mehr erstellen.


Lumi25: Das Empfangsgebäude ist gelungen, keine Frage. Ob man die Bergheimer Strecke irgendwie in den "Hauptbahnhof" einführen könnte, kann ich nicht beurteilen. Der Umsteigeweg nach Gleis 19 ist allerdings nicht unbedingt schön.

Manuel: Ach, das ist Gleis 7? Davon abgesehen sind meine Texte immer zu 150 % ernst gemeint.

Dirk: Danke, da trug die Erinnerung.

Karolinger: Aber noch nicht lange.

Erik: En geübter Sprinter oder Läufer könnte die vier Minuten schaffen. Ich kann das nicht abschätzen, mit Fotografieren habe ich zwölf Minuten benötigt.


Damit verabschiede ich mich bis zum nächsten Mal.

Viele Grüße
Sören

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Mein Bahnhof hat drei Ecken (40 Bilder), Teil 1

Action85, Samstag, 30.05.2015, 16:05 (vor 4067 Tagen) @ Sören Heise

Danke für wieder ein sehr gelungenes Bahnhofsportrait.

Ich wollte schon immer mal bis Aachen bzw. Horrem fahren hab es aber irgendwie noch nie gemacht obwohl ich einfach im RE 9 sitzen bleiben müsste :-)


Gruß aus dem RE 9
Action85

Längster Umsteigweg?

heinz, Berlin Stadtbahn, Samstag, 30.05.2015, 16:12 (vor 4067 Tagen) @ Sören Heise
bearbeitet von heinz, Samstag, 30.05.2015, 16:14

Der Umsteigeweg nach Gleis 19 ist allerdings nicht unbedingt schön.

[...]

En geübter Sprinter oder Läufer könnte die vier Minuten schaffen. Ich kann das nicht abschätzen, mit Fotografieren habe ich zwölf Minuten benötigt.

Ist das der längste Umsteigweg innerhalb eines deutschen Bahnhofs? Oder gibt's Bahnhöfe, die über Bahnsteige verfügen, die noch weiter ab vom Schuss liegen?

EDIT: Höhenmeter zäheln nicht. (Bevor hier jemand mit Berlin Hbf kommt.)

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In Saarbrücken Hbf kann mit Anschluß nicht gerechnet werden.

München Hbf und Außenbahnsteige

safe go, Chemnitz, Samstag, 30.05.2015, 18:04 (vor 4067 Tagen) @ heinz

Ist das der längste Umsteigweg innerhalb eines deutschen Bahnhofs? Oder gibt's Bahnhöfe, die über Bahnsteige verfügen, die noch weiter ab vom Schuss liegen?

EDIT: Höhenmeter zäheln nicht. (Bevor hier jemand mit Berlin Hbf kommt.)

Mal grob mit Gockel Erde ausgemessen, könnte der Weg zwischen den äußeren Bahnsteigkanten im Münch(e)ner Hauptbahnhof noch weiter sein (ca. 400 vs. 500 m). Und dann kommen natürlich noch Bahnhöfe wie bspw. Leipzig Hbf in Betracht, die über Bahnsteige weit draußen verfügen.

Verspäteter Dank!

Christian_S, Samstag, 30.05.2015, 22:00 (vor 4067 Tagen) @ Sören Heise

Verspäteter Dank auch von mir, ein Kurz-Aufenthalt im Schwarzwald ist meine Entschuldigung ;)

Horrem kenne ich als Bahnhof eigentlich gar nicht, außer dass ich da vor über 10 Jahren mehrmals im Thalys (und ich glaube 1x auch im 406er) durchgefahren bin. Schaut aber für einen Provinzbahnhof wirklich sehr ordentlich aus!

Längster Umsteigweg?

Steffen, Sonntag, 31.05.2015, 00:35 (vor 4067 Tagen) @ heinz

Ist das der längste Umsteigweg innerhalb eines deutschen Bahnhofs? Oder gibt's Bahnhöfe, die über Bahnsteige verfügen, die noch weiter ab vom Schuss liegen?

So wahnsinnig weit ist der Fußweg in Horrem nicht. München ist bedeutend weiter - vor allem wenn man nicht in den ersten Wagen ist!

Aktuell (und noch die nächsten x Jahre) dürfte Stuttgart die weitesten Wege haben (S-Bahn - Fernbahn). Die Bahn rechnet mit einer Umsteigezeit von 13 Minuten.

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Einige Anmerkungen

Steffen, Sonntag, 31.05.2015, 00:50 (vor 4067 Tagen) @ Sören Heise

Mein Bahnhof hat drei Ecken. Drei Ecken? Mein Bahnhof!
Und hätt er nicht drei Ecken, so wär`s nicht mein Bahnhof.

So könnte er singen, der Bahnhofsvorsteher in Horrem. Oder der Fahrdienstleiter. Denn Horrem ist in seiner heutigen Erscheinung einer von Deutschlands wenigen Dreiecksbahnhöfen, sogar mit Bahnsteigen in alle Richtungen. Aber: Es gibt vor Ort keinen Bahnhofsvorsteher mehr und wohl auch keinen Fahrdienstleiter.
Der - nicht allzu - hochwertige Fernverkehr rast durch,

Ist das ironisch gemeint? Immerhin fahren da ICE (die Besten, die die Bahn bieten kann^^) und TGV alias Thalys vorbei. Was wünschst Du Dir? ;)

Die zum Sommerfahrplan 1966 elektrifizierte Strecke Köln - Aachen ist dagegen eine der ältesten Bahnstrecken Deutschlands. Sie wurde in drei Etappen eröffnet, die Daten für den Reiseverkehr:
2. August 1839 Köln - Müngersdorf, 2. Juli 1840 Müngersdorf - Lövenich und am 6. September 1841 der längste Abschnitt von Lövenich nach Aachen über Horrem. Als am 15. Dezember 1843 die Verlängerung von Aachen nach Herbesthal in Betrieb ging, hatte die Welt ihre erste internationale Eisenbahnstrecke.

Herbesthal gehörte zu jener Zeit zu Deutschland; Köln-Herbesthal war also eine deutsche Strecke. Durch den Anschluss nach Welkenraedt und weiter nach Lüttich war es dann in der Tat international :)

Und - nebenbei bemerkt - die Züge durften Seilbahn fahren (bzw. wurden per Seilzug nach Aachen-Süd hochgezogen).


Aber das ist weit weg von Horrem. In Horrem selbst dient das Gleis 7 als Überholgleis für Güterzüge. Mir ist schleierhaft, warum man zwar eine Bahnsteigkante hin gemacht hat, das Gleis aber mitten in die Landschaft gelegt hat. Wie Manuel schon geschrieben hat, bekam das Gleis zum Weltjugendtag einen Holzbahnsteig, und zwar an der dem Bahnhofsgebäude abgewandten Seite und 12-14 Wagen lang.

Übrigens, Horrem hört in Hafas auch auf den Namen Horror! :-)))

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Einige Anmerkungen

Sören Heise, Region Hannover, Sonntag, 31.05.2015, 08:35 (vor 4067 Tagen) @ Steffen

Moin,

Umsteigewege: München oder Stuttgart wären auch auch meine Favoriten.

Christian: Entschuldigt, klar. ;-)

Steffen:

Ist das ironisch gemeint? Immerhin fahren da ICE (die Besten, die die Bahn bieten kann^^) und TGV alias Thalys vorbei. Was wünschst Du Dir? ;)

Ich mag weder ICE 3 noch TGV, daher nicht allzu hochwertig. Vielleicht hätte ich stattdessen hochpreisig schreiben sollen. Vielleicht denke ich dran, wenn Düren dran ist. ;-)

Herbesthal gehörte zu jener Zeit zu Deutschland; Köln-Herbesthal war also eine deutsche Strecke. Durch den Anschluss nach Welkenraedt und weiter nach Lüttich war es dann in der Tat international :)

Hoppla. Danke für die Korrektur und auch die Hinweise zu Gleis 7.

Übrigens, Horrem hört in Hafas auch auf den Namen Horror! :-)))

Ich kann mir schlimmeres vorstellen.


Viele Grüße
Sören

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Verstehen Sie Bahnhof!
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