Acis-Quelle Schlüchtern (Reiseberichte)

L.Willms, Sonntag, 24.05.2015, 14:51 (vor 4013 Tagen) @ L.Willms

Es scheint mir inzwischen ein Wort in diesem Text zu fehlen ... in der dritten Strophe heißt es "Weder schmutziger Schlamm noch trübt jemals" ... "noch" was? auf der Seite www.schluechtern.de steht in der Nähe davon ein "[Vieh" und das ist vermutlich dasjenige was auch nicht das Wasser trübt. Hier der Text mit dem "Vieh" eingefügt:

Aus "Schlüchtern - unsere Stadt" (mit Bild und Erläuterungen)

AN DIE ACISQUELLE

Quelle, du Zierde des Hains,
umgrünt von üppigem Moose,
die du den Vätern schon oft
kühlende Labe gewährt,
wonnig umfängt mich bei dir
des Helikons heilige Stille,
und Begeist'rung erweckt
deine kastalische Flut.

Lieblichen Schlummer lockst du herbei
mit sanftem Gelispel,
und den Durstigen letzt nirgends
ein reinerer Trank.

Weder schmutziger Schlamm
noch Vieh trübt jemals dein Wasser,
leuchtender noch als Kristall
glänzt es bis tief auf den Grund.

Vögel nippen vom rieselnden Naß,
und in lieblichem Chore
tönt ihr klagendes Lied
rings aus dem dichten Gezweig.

Ach, daß so jung ich die Heimat
verlassen muß. Drauß' in der Fremde
wird nach dem Hain und dem Quell
ewige Sehnsucht mich ziehn.

Doch ist es süß dereinst,
erduldeten Leids zu gedenken,
und nach der Wand'rung Müh'n
freut man sich doppelt der Ruh.
Leb denn wohl und vergiß nicht mein,
sanft murmelnde Quelle.

Scheidend wünsch ich dir noch:
"Nimmer versiege dein Lauf!"

Text und Bild 1 aus dem Buch von Wilhelm Praesent "Schlüchterner Gestalten"

Zur Acisquelle siehe auch www.acisquelle.de


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