Ein Bahnhof am Dreiländereck (60 Bilder), Teil 1 (Reiseberichte)

Sören Heise, Region Hannover, Dienstag, 12.05.2015, 18:10 (vor 4026 Tagen)

Moin!


Zittau war einstmals eine wichtige und bedeutende Stadt. Dort gibt es einen einstmals wichtigen und bedeutenden Bahnhof. Vor etwa einem Jahr schreckte mich die Meldung auf, daß er umgebaut werden soll. Das wird den Bahnhof mehr oder minder umkrempeln. Aus Fotografensicht ist das schade. Nachfolgend beschreibe ich zunächst Strecken und Betrieb. Die auf den Aufnahmen (vom 25. August 2014) noch zu sehende Deutsche Bahn mußte sich im Dezember 2014 aus Zittau und Südostsachsen verabschieden.


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Beginnen wir die Übersicht über die Geschichte der Eisenbahnstrecken um Zittau mit der Schmalspur. Sie kam zuletzt, weshalb für sie nur noch auf dem Bahnhofsvorplatz Platz war. Viel hat nicht gefehlt und sie würde heute nicht mehr existieren. Denn die heutige Strecke nach Bertsdorf, Oybin und Jonsdorf sollte 1990 zugunsten eines Kohletagesbaus stillgelegt werden. Es kam anders. Zum 1. Dezember 1996 wurde die Strecke privatisiert, seitdem führt die SOEG (Sächsisch-Oberlausitzer Eisenbahngesellschaft) den Betrieb. Eingesetzt werden mehrheitlich Dampfloks der Baureihe 99.
Die Bahnstrecke Zittau - Oybin mit der Zweigstrecke Bertsdorf - Jonsdorf wurde am 15. Dezember 1890 eröffnet. Die Sächsische Staatsbahn führte den Betrieb zunächst auf Rechnung der privaten Zittau-Oybin-Jonsdorfer Eisenbahn, die zum 1. Juni 1906 verstaatlicht wurde. Die Strecke Zittau Vorstadt - Obyin wurde von 1913 bis 1943/44 sogar zweigleisig betrieben, in erster Linie wegen des starken Ausflugsverkehrs.


Ebenfalls schmalspurig (da wir in Sachsen sind, bedeutet das 750 mm) ist die einzige Zittauer Bahnstrecke, die man heute vergeblich im Kursbuch sucht. Sie führte ostwärts über Reichenau zur österreichischen Grenze und weiter bis Hermsdorf. Am 1. November 1884 wurde der deutsche Abschnitt bis Markersdorf in Betrieb genommen, am 25. August 1900 ging die Verlängerung bis Hermsdorf in Betrieb. Am selben Tag eröffneten auch die Friedländer Bezirksbahnen ihre Schmalspurbahn (sie hatten daneben mit Friedland - Heinersdorf und Raspenau - Weißbach zwei Normalspurstrecken) von der Bezirksstadt nach Hermsdorf. Erst ab Mai 1945 gab es umsteigefreie Züge. Die polnische Besetzung des Türchauer Zipfels am 22. Juni 1945 beendete den durchgehenden Verkehr. Ende Juni 1945 wurde die Strecke Friedland - Hermsdorf wieder durch die CSD übernommen. Von 1947 bis 1957 bestand hier nur Güterverkehr, anschließend fuhren zwischen Frýdlant und Heřmanice bis zum 13. Januar 1976 wieder Reisezüge, ehe die Strecke aus technischen Gründen gesperrt wurde. Die offizielle Stillegung erfolgte erst 1984, der Gleisabbau gar erst 1996/1997.

Der Mittelabschnitt der Strecke lag nun in Polen. Im Dezember 1945 wurde auf sowjetischen Befehl die Verbindung über die Neiße abgebaut. In Turoszów, wie Türchau nun hieß, wurden Vertriebene aus Ostpolen angesiedelt; der seit 1907 bestehende Braunkohletagebau wird seit 1946/1947 von polnischer Seite betrieben. Von 1951 bis 1961 bestand auf dem polnischen Streckenteil von Sieniawka über Bogatyna nach Markocice Personenverkehr, auch auf der Industriebahn nach Turoszów. Die Strecke wurde stillgelegt und teilweise vom Tagebau überbaggert.


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Kommen wir zur Normalspur. Die vier Richtungen lassen sich in drei Abschnitten zusammenfassen, folgen wir der Uhr und beginnen wir mit der Strecke nach Görlitz. Sie besteht historisch gesehen aus der seit 1945 unterbrochenen Bahnstrecke Görlitz - Reichenberg/Liberec und der Zweigstrecke Hagenwerder/Nikrisch - Zittau.
Es dauerte einige Jahre von den ersten Absichten bis zur Erteilung der Konzession für die Strecke Görlitz - Reichenberg. Diese wurde im Oktober 1871 von preußischer Seite und im folgenden März auch von Österreich erteilt. Am 1. Juli 1875 fand die feierliche Eröffnung statt. Ort war der preußische Grenzbahnhof Seidenberg. Heute ist er der polnische Grenzbahnhof Zawidów, hier wird auf tschechische Loks statt gewechselt (nur noch Güterverkehr). Nach der Annexion des Sudetenlandes sollte Seidenberg für wenige Jahre ein ganz normaler Provinzbahnhof sein. Am 7. Mai 1945 sprengten deutsche Truppen die Bahnbrücke über die Neiße, seitdem ist die Strecke zwischen Hagenwerder (der Ort wurde 1936 umbenannt, eine Rückumbenennung in Nikrisch erfolgte nicht) und Seidenberg unterbrochen. Teile der Strecke sind aber Teil der PKP-Neubaustrecke (Eröffnung 1948/1949), die das Kohlerevier bei Bogatynia ans restliche Netz anschließt. Im Jahr 2000 endete auf ihr der Reiseverkehr. Auf tschechischer Seite fahren zwischen Liberec und Černousy Reisezüge, im Berufsverkehr bis zum Grenzbahnhof stündlich.

Am 15. Oktober ging die Zweigstrecke Nikrisch - Zittau in Betrieb, sie hatte seit Anfang stärkeren Verkehr als die Stammstrecke nach Seidenberg. Die Strecke quert in ihrem Verlauf viermal die Lausitzer Neiße, 1945 wurden alle vier Brücken zerstört. Schon am 9. September 1945 war die Strecke wieder betriebsbereit; nachdem Polen die Gegend östlich der Neiße übernommen hatte, mußte der Reiseverkehr jedoch eingestellt werden. 1948 wurde die östlich der Neiße gelegene Strecke an die PKP übergeben und unter sowjetischer Aufsicht ein privilegierter Durchgangsverkehr vereinbart, der seit Dezember 1948 bestand. 1949 wurde der polnische Abschnitt ans polnische Netz angeschlossen, das war für den Kohleverkehr wichtig. Zunächst wurden die Züge in Hirschfelde beladen, 1960 wurde eine neue Strecke nach Turoszów fertiggestellt und 1961 nach Bogatynia verlängert. (Der Eisenbahnatlas Polen nennt in der 1. Auflage andere Zahlen. Ich folge Wilfried Rettig, Eisenbahnen im Dreiländereck - zwei Bände, Freiburg 2010/2011 - und bazakolejowa.)
Der Bahnhof von Ostritz liegt auf dem östlichen Ufer und heißt seit 1945 Krzewina Zgorzelecka, nach dem nächstgelegenen Ort. Ab 1950 hielten hier wieder deutsche Züge, bis 1995 waren sie nur von Deutschland aus erreichbar. Damit verschwand das Kuriosum, daß auf einem Bahnhof polnische und deutsche Züge hielten, man aber nicht umsteigen durfte - es gab nämlich bis 1995 keinen Grenzübergang. Seit 2000 halten nur noch deutsche Züge, im letzten Sommer hing ein rein deutschsprachiger Fahrplan von DB Station und Service aus (Bildlink), 2011 war es ein Linienfahrplan der ODEG (hier ein kleines Bahnhofsportrait von damals).
Heute verkehren stündlich Züge von Zittau über Görlitz nach Cottbus. Die Ostdeutsche Eisenbahn setzt Dieseltriebwagen der Baureihe 642 ein. Auf dem polnischen Abschnitt besteht darüber hinaus ein umfangreicher Güterverkehr zur Braunkohlegrube.


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Etwa 27 Kilometer südöstlich von Zittau liegt die größte Stadt der Region, Liberec/Reichenberg. Die dortigen Bürger wünschten in der Frühzeit der Eisenbahnplanungen die Führung der Bahnstrecke Prag - Dresden über ihre Stadt und Zittau. Damit konnten sie sich jedoch nicht durchsetzen. Im Herbst 1855 begannen jedoch die Bauarbeiten für eine Bahnstrecke zwischen den beiden Städten, am 1. Dezember 1859 fand die Eröffnung statt. Nach Kriegsende fand am 12. Mai 1945 die erste Zugfahrt statt, die ČSD kamen bis Zittau. Am 15. Februar 1946 wurde die Strecke auf sowjetischen Befehl unterbrochen, 1950 wurde auch für diese Strecke ein priviliegierter Grenzdurchgangsverkehr vereinbart. Polen machte einige Probleme, so daß der seit 1945 über polnisches Territorium führende Abschnitt Zittau - Hradek nad Nisou erst am 1. April 1951 in Betrieb gehen konnte, gleichzeitig wurde ein tschechoslowakischer Verkehr Liberec - Varnsdorf über Zittau ermöglicht.

Mittlerweile wird der Gesamtverkehr von der Vogtlandbahn (Markenname Trilex) abgewickelt. Fünf Zugpaare verkehren als Eilzug Liberec - Dresden, die Nahverkehrszüge fahren zumeist weiter Richtung Varnsdorf. Problematisch ist der Zustand des polnischen Streckenabschnitts, der Infrastrukturbetreiber untersucht hier seit längerer Zeit, wie lange eine Strecke mit minimalstem Unterhalt (oder gar noch weniger?) befahren werden kann. Noch bis in die 1990er gab es übrigens aus diesem Abschnitt einen Schrankenposten mit polnischem Personal.
Früher war der Verkehr interessanter, neben einigen tschechischen Binnenschnellzügen fuhr hier sogar einige Jahre ein internationales Nachtzugpaar Dresden - Košice, das im Sommer durch ein Zugpaar Leipzig - Margecany verstärkt wurde (Angabe laut Reichsbahnkursbuch Internationaler Verkehr 1986/1987).


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Gleich geht es weiter.

Ein Bahnhof am Dreiländereck (60 Bilder), Teil 2

Sören Heise, Region Hannover, Dienstag, 12.05.2015, 18:11 (vor 4026 Tagen) @ Sören Heise

Bauherr der ältesten Bahnstrecke in Zittau war die Löbau-Zittauer Eisenbahngesellschaft. Die über Herrnhut führende Strecke wurde am 10. Juni 1848 eröffnet. Knapp 150 Jahre später, am 24. Mai 1998, endete zwischen Löbau und Oberoderwitz der Reiseverkehr. Der Abschnitt Oberoderwitz - Zittau ist heute Teil der Bahnstrecke von Dresden.

Eine weitere Strecke nach Sachsen war die Verbindung nach Ebersbach. Von Zittau bis Mittelherwigsdorf nutzt sie die Löbauer Strecke, von dort führt sie über Warnsdorf/Varnsdorf und Eibau nach Ebersbach - Wilthen (und weiter über Bischofswerda nach Dresden). Die Eröffnungsdaten:
Mittelherwigsdorf - Großschönau: 2. Januar 1868
Großschönau - Warnsdorf: 15. August 1871
Warnsdorf - Seifhennersdorf: 15. September 1876
Seifhennersdorf - Eibau - Ebersbach: 1. November 1874
Ebersbach - Sohland: 1. Mai 1875
Sohland - Wilthen: 1. September 1877

Der Schlenker über Warnsdorf, damals eine bedeutende Industriestadt, war ein Umweg von 11 Kilometern. Am 15. Oktober 1879 wurde die direkte Verbindung Oberoderwitz - Eibau (sechseinhalb Kilometer) eröffnet. Die Verbindung über Warnsdorf - Seifhennersdorf verlor an Bedeutung.

Zwischen Zittau und Dresden bestehen jeweils zweistündlich eine schnelle und eine langsame Verbindung, seit Dezember 2014 ist hier die Vogtlandbahn (Markenname Trilex) unterwegs, eingesetzt werden Triebwagen der Baureihen 642 und 650. Bereits seit Dezember 2010 fahren die Trilex-Züge von Liberec kommend nach Varnsdorf und weiter nach Rybniště oder Seifhennersdorf. Hier kommen die Baureihen 650 und auch 654 zum Einsatz. Ende 2006 fuhren zwischen Seifhennersdorf und Eibau die letzten Züge.

Der Abschnitt Zittau - Varnsdorf war für einige Jahrzehnte betrieblich interessant, weil hier DR und ČSD wechselseitig im privilegierten Durchgangsverkehr fuhren. Seit dem 1. April 1951 die ČSD, bereits seit dem 11. März die DR. Während in Zittau seit dem 6. April 1977 tschechische Züge halten (wo fand die tschechische Kontrolle statt?), konnte ein Verkehrhalt deutscher Züge in Varnsdorf erst am 1. Juni 2006 eingeführt werden. Bis 2003 war sogar noch ein tschechisches Schnellzugpaar im Durchgangsverkehr unterwegs. Bevor Trilex kam, machte die Sächsisch-Böhmische Eisenbahngesellschaft den Verkehr noch bunter, sie setzte unter anderem ex-DB-Schienenbusse und die beiden von der Regentalbahn zu Dieseltriebwagen umgebauten Akkutriebwagen der Baureihe 515 ein.


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1 Genug der Worte. Die erste Aufnahme zeigt 642 414, mit dem ich dank eines Zugausfalls aus Cottbus gekommen bin (geplant war die Anreise über Dresden). Der Lokführer hat bereits das Schlußlicht eingeschaltet, denn es geht nach nur sechs Minuten zurück gen Norden.


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2 Auf der anderen Seite leuchtet noch das seit Cottbus eingeschaltete Schlußlicht. Rechts liegen die Gütergleise, hier kann sich die Vegetation mehr oder minder ungestört ausbreiten.


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3 Dieweil steht vor dem riesigen Empfangsgebäude 642 143 bereit zur Fahrt nach Dresden.


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4 Hier sehen wir beide.


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5 Formsignale.


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6 Vorm repräsentativen Empfangsgebäude (die DB möchte es gerne loswerden) ein Weichenkreuz. Das Empfangsgebäude entstand im Rahmen des Umbaus der Eisenbahnanlagen in Zittau anläßlich des Baus der Reichenberger Bahn, der Mittelbahnsteig beim Umbau 1907-1911.


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7 Auf dem Hausbahnsteig die Gebäude der einstigen Grenzübergangsstelle.


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8 Die Gütergleise und die Signalbrücke. Die einstigen Güterschuppen sind mittlerweile zum Sonnenkraftwerk umfunktioniert worden.


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9 Hinab!


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10 Zittau verfügt über zwei Personentunnel.


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11 Um die Ecke und wieder nach oben.


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12 Der Treppenabgang.


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13 Am Ostende des Mittelbahnsteigs thront Stellwerk W3. Es wird dieses Jahr 105.


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14 Das Stumpfgleis für Züge Richtung Liberec wird nicht mehr genutzt.


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15 Dem Paßkontrolleur über die Schulter geschaut. Wer wohl, per Paßlaufband verbunden, im Nebenzimmer saß?


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16 Feste soll man feiern, wie sie fallen.


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17 W 1 steht zwischen den Strecken nach Görlitz (link) und Liberec (rechts), letztere kreuzt wenig später die Schmalspurbahn.


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18 Einmal umgedreht.


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19 Irgendwelche Schuppen und ein sächsisches Grenzzeichen.


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20 Weichenkreuz und Sperrsignal.


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Hier unterbrechen wir kurz, weil die Forensoftware es möchte.

Ein Bahnhof am Dreiländereck (60 Bilder), Teil 3

Sören Heise, Region Hannover, Dienstag, 12.05.2015, 18:11 (vor 4026 Tagen) @ Sören Heise

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21 Versuch einer Gesamtansicht der Straßenseite des Empfangsgebäudes.


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22 Auf Wunsch der Stadtväter wurde der Bahnhof etwa 600 Meter nördlich der Stadt errichtet.


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23 Ein Schmalspurgleis kreuzt den Vorplatz, es verbindet den Personenbahnhof (rechts) mit den Betriebsanlagen.


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24 Blick zum Schmalspurbahnhof.


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25 Der Eingang zur Normalspur, sieht leicht nach Tudorstil aus.


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26 Vor dem Bahnhof der Busbahnhof.


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27 Seitenansicht des Empfangsgebäudes, links vorbei der Nachtzugang.


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28 Der Gegenschuß zu Bild 25.


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29 Innenansicht.


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30 Überdachter Innenhof.


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31 Der Fahrscheinverkauf ist privatisiert.


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32 Auf dem Schmalspurbahnsteig.


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33 Die Ausfahrt.


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34 Der Zug ins Gebirge steht bereit.


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35 Witterungsgeschützte Zuwegung.


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36 Die westlichen Stumpfgleise werden von einer Drehscheibe abgeschlossen.


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37 Nebenan auf dem Hausbahnsteig das Sperrsignal vorm Weichenkreuz. Auch einen (nicht mehr benutzten) Hampelmann zur Zugzielanzeige gibt es.


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38 Detailaufnahme.


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39 Der Mittelbahnsteig wurde modernisiert. Wie man sieht, geht das auch unter Erhaltung der historischen Bausubstanz.


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40 Der westliche Haus- und Stumpfbahnsteig. Ein Lichtlein leuchtet.


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41 Die Uhren wurden dem vorigen Stationsdesign angepaßt.


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42 N2 und N5. Warum nur hat man neben den Kilometerstein noch eine Tafel gesetzt?


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43 W4 mit M1 und M54. Statt eines schweren Personenzuges hatte nur ein kleiner Dieseltriebwagen Ausfahrt.


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44 Wir schauen Richtung Empfangsgebäude.


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45 Wer sieht das Lichtsignal?


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46 Technik.


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47 Zwischenzeitlich ist 642 156 als RE 5253 Dresden - Liberec eingetroffen. 642 301 als TLX 20914 Liberec - Rybnište kreuzt.


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48 Auf dem Hausbahnsteig.


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49 642 323 erreicht Zittau und endet hier.


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50 Die kleine Spiegelei zwischendurch.


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51 Noch ein Bild von innendrin.


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52 Es ist Zeit, Abschied zu nehmen.


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53 Gepäckband.


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54 Tunnelbild.


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55 Und nach oben.


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56 Unser Zug für die Rückfahrt kommt.


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57 Gesamtansicht der Westausfahrt.


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58 Standfest.


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59 Ein Sichtungsbild der übleren Sorte, aber immerhin nicht allzu unscharf: Die 199 018 wurde 1973 bei FAUR (auch als 23. August oder Malaxa bekannt) in Bukarest gebaut und als 87 0029 an die CFR geliefert. Vor ihrem Verkauf nach Deutschland lief sie zuletzt auf dem Schmalspurnetz um Târgu Mures. 2009 wurde sie durch die SOEG erworben. Zwischen 1967 und 1985 wurden 334 Loks des Typs L45H gebaut.


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60 Vom Siemens Desiro Classic wurden ebenfalls über 300 Exemplare gebaut, es gibt neben der Diesel- auch eine Elektroversion. In Deutschland fährt nur die Dieselvariante, 642 416 ist die höchste Betriebsnummer sowohl im Fahrzeugregister als auch bei der ODEG, die nur sechs Fahrzeuge hat.


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Da sich das Wetter mittlerweile verabschiedet hatte, verließ ich Zittau ohne einen Besuch in der Innenstadt. Somit ist dieser Beitrag auch nur zu lang geworden und nicht viel zu lang. Mal sehen, wieviele Aufnahmen es beim nächsten Mal werden. Bis dann!

Viele Grüße
Sören

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Verstehen Sie Bahnhof!
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Ein Bahnhof am Dreiländereck (60 Bilder), Teil 3

Christian_S, Dienstag, 12.05.2015, 18:57 (vor 4025 Tagen) @ Sören Heise

Danke Sören, dass Du uns in diesen entlegenen Winkel Deutschlands mitgenommen hast. War sehr anschaulich. Mir sind zwar die Strecken und deren länderübergreifende Verläufe rund um Zittau bekannt, nichtsdestotrotz war ich noch nie dort. Daher wars für mich umso interessanter.

Die Westausfahrt scheint aber durchaus sanierungsbedürftig ob der als Streckengeschwindigkeit dort signalisierten 20 km/h.

Ein Bahnhof am Dreiländereck (60 Bilder), Teil 3

462 001, Taunus, Dienstag, 12.05.2015, 19:10 (vor 4025 Tagen) @ Sören Heise

Hallo Sören,

danke für die Einblicke in einen Bahnhof den ich noch nie gesehen habe. Auch die nährere Umgebung kenne ich überhaupt nicht, da es mich in diesen Winkel der Republik noch nie verschlagen hat. Zur Bestimmung der genauen lage, musste ich eben erstmal auf der Karte nachschauen:)

Und die komischen Gleisnummern: Es gibt einige Bahnhöfe wo die Nummern ähnlich komisch sind. Beispiele sind Siegen und Bingen(Rhein) Stadt.

Also nochmal danke und einen schönen Abend.

Gruß von ICE1223,
für den morgen schon Freitag ist

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Von mir besuchte Bahnhöfe
- Deutschland: 1627
- Euro. Ausland: 717

Ein Bahnhof am Dreiländereck (60 Bilder), Teil 2

Berlin-Express, nähe BPHD, Dienstag, 12.05.2015, 18:38 (vor 4025 Tagen) @ Sören Heise

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9 Hinab!

Da hat jemand bei der Gleisnummernvergabe aber auch zu viel getrunken ;).

Gutes Porträt Sören, wie immer!

Ein Bahnhof am Dreiländereck (60 Bilder), Teil 2

Nachtzug, Dienstag, 12.05.2015, 18:59 (vor 4025 Tagen) @ Berlin-Express

Hallo zusammen,

ich glaube nicht das Da jemand zu viel getrunken hat die Bahnsteige 50 und 54 gibt es wirklich.
Danke Sören für die Bilder.
Kann mich noch erinnern wie es zu DDR Zeiten war bei der Grenzkontrolle.
Bin damals mit dem Nachtzug D 481 von Dresden nach Poprad-Tatry gefahren war ne schöne fahrt dort hin.

Gruß (Nachzug)Heiko

Ein Bahnhof am Dreiländereck (60 Bilder), Teil 2

Action85, Dienstag, 12.05.2015, 19:04 (vor 4025 Tagen) @ Nachtzug

Danke für den Bericht!

Bahnsteig 54 gibt es in Siegen auch.

Nichts geht über LichtenBLO

JeDi, überall und nirgendwo, Dienstag, 12.05.2015, 23:28 (vor 4025 Tagen) @ Berlin-Express

Da hat jemand bei der Gleisnummernvergabe aber auch zu viel getrunken ;).

Deren "Zu den Gleisen 1 bis 22" ist immer noch toll :D

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Weg mit dem 4744!

Sammelantwort

Sören Heise, Region Hannover, Mittwoch, 13.05.2015, 19:25 (vor 4024 Tagen) @ Sören Heise

Guten Abend und vielen Dank für die Kommentare.

Ich habe gleich zweimal geantwortet, das kommentiere ich lieber nicht.


Christian: Entlegen ist relativ. Für mich sind das die Gegenden Deutschlands, deren Bahnstrecken ich nicht als Tagesreise erledigen kann. ;-)
Die Westausfahrt konnte ich nicht bereisen, daher weiß ich nicht, wie lange es da mit 20 km/h langgeht.

ICE1223: Die Ecke ist ganz nett. Görlitz sollte man auf jeden Fall gesehen haben. Von dort nach Zittau ist es nicht weit.

Berlin-Express: Man ist ja fast schon im Bier-Land. Oder ist Deutschland auch eines? Ich kenne mich da nicht aus.

Nachtzug: DDR-Grenzkontrollen kenne ich nur von der Westgrenze.

JeDi: Bittesehr.

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Viele Grüße und bis zum nächsten Mal
Sören

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Strecke zum Schunkeln: Hradek nach Zittau

AbschnittE, Montag, 13.07.2015, 13:49 (vor 3964 Tagen) @ Sören Heise

Problematisch ist der Zustand des polnischen Streckenabschnitts, der Infrastrukturbetreiber untersucht hier seit längerer Zeit, wie lange eine Strecke mit minimalstem Unterhalt (oder gar noch weniger?) befahren werden kann.

Noch geht es! ;-) Kamen gestern von Liberec zurück, zwischen Hradek und Zittau eierte der Trilex zunächst über eine grüne Wiese, man sah die Schaukelei beim Blick auf die Schienen kommen... danach durchs Grüne:

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Ein bisschen wie ein Fahrgeschäft auf der Kirmes, passte auch zum Bordpreis: 1,60 pro Person plus 0,60 für's Fahrrad. Freundliches Personal, dass es nicht versäumte, die Kollegen in den Stellwerkshäuschen zu grüßen. Und wenn mal jemand durch Gleisbett geht: Bremsen, hupen, Vogel zeigen, nochmal hupen und weiter – in Deutschland wär erstmal anderthalb Stunden nix gegangen ;-)


PS: Mein aktueller Lieblingsbahnhof ist der Bedarfshalt Machnín hrad ohne wirklichen Bahnsteig mitten im Wald: https://goo.gl/maps/y2zdT – fiel nur deswegen auf, weil oberhalb der Radweg verläuft und man sich fragte, warum da eine Laterne im Wald steht :)

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