NL: NS unterschätzt athletische Leistung ihrer Kunden... (Allgemeines Forum)

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Dienstag, 05.05.2015, 08:46 (vor 3992 Tagen)

Hallo ICE-Fans,


seit einigen Tagen ist Rotterdam bei uns der erste große Bahnhof, in dem der Bahnsteigbereich gesperrt ist.
Nur schade, dass die Sperren offenbar zu niedrig sind. Es gab bereits einige Kunden, die wie trainierte Hürdenläufer über die Sperren sprangen.

NS verteidigt sich damit, die aktuelle Höhe der Sperren sei kundenfreundlich, und zudem sei genug Personal vorhanden für die Kontrolle der Sperren.
Selbstverständlich möchte die Regierung, dass in z.B. Utrecht höhere Sperren installiert werden.

Auch in unserer Zeitung ein Artikel dazu, sogar auf der Frontseite.
Die Liberalen: Training für die 110 m Hürden gehört auf einer Leichtathletikstrecke, nicht in einem Bahnhof!
Die Sozialisten: So sind die Sperren reine Kapitalvernichtung.
Die Populisten: Es geht nicht darum, wieviel Kapital vernichtet wird, es geht darum, dass wir Niederländer mal wieder die große Lachnummer der Welt sind!

Übrigens sind m.M.n. die Schleicher ein größeres Sorgenkind. Diese benutzen unauffällig die Freigabe der Sperren eines vorherigen Fahrgastes.

Weniger lustig: einige Touristen aus Estland, die bei Ankunft in Rotterdam ihre Fahrkarten in den Papierkorb geworfen hatten, denn die sollten ja nicht mehr gelten. Diese Touristen konnten in Rotterdam den Bahnhof also nicht mehr verlassen. Für 47 Euro waren die Kontrolleure bereit, die Sperren für die Touristen freizugeben.


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

NL: NS unterschätzt athletische Leistung ihrer Kunden...

thelasse, Utrecht(NL), Dienstag, 05.05.2015, 09:23 (vor 3992 Tagen) @ Oscar (NL)

Hallo ICE-Fans,


seit einigen Tagen ist Rotterdam bei uns der erste große Bahnhof, in dem der Bahnsteigbereich gesperrt ist.
Nur schade, dass die Sperren offenbar zu niedrig sind. Es gab bereits einige Kunden, die wie trainierte Hürdenläufer über die Sperren sprangen.

NS verteidigt sich damit, die aktuelle Höhe der Sperren sei kundenfreundlich, und zudem sei genug Personal vorhanden für die Kontrolle der Sperren.
Selbstverständlich möchte die Regierung, dass in z.B. Utrecht höhere Sperren installiert werden.

War es nicht geplant höhere Sperren einzubauen,wiez.B. in der Metro in Rotterdam. Aber es gab immerwieder Leute die nicht schnell genug durch die Sperren gegangen sind und sie deshalb gegen den Kopf bekommen haben. Weswegen man die hohen gegen nicht so hohe Sperren ausgetauscht hat.


Übrigens sind m.M.n. die Schleicher ein größeres Sorgenkind. Diese benutzen unauffällig die Freigabe der Sperren eines vorherigen Fahrgastes.

War es nicht früher so das die Sperren schneller zugingen? Aber auch das wurde durch Beschwerden der Fahrgäste abgeschaft

Weniger lustig: einige Touristen aus Estland, die bei Ankunft in Rotterdam ihre Fahrkarten in den Papierkorb geworfen hatten, denn die sollten ja nicht mehr gelten. Diese Touristen konnten in Rotterdam den Bahnhof also nicht mehr verlassen. Für 47 Euro waren die Kontrolleure bereit, die Sperren für die Touristen freizugeben.


gruß,

Oscar (NL).

NL: NS unterschätzt athletische Leistung ihrer Kunden...

1040bln, Berlin-Mitte, Dienstag, 05.05.2015, 23:31 (vor 3992 Tagen) @ Oscar (NL)

seit einigen Tagen ist Rotterdam bei uns der erste große Bahnhof, in dem der Bahnsteigbereich gesperrt ist.

Übrigens sind m.M.n. die Schleicher ein größeres Sorgenkind. Diese benutzen unauffällig die Freigabe der Sperren eines vorherigen Fahrgastes.

Kann man übrigens auch sehr schön in Stockholm beobachten (U-Bahn-Zugang auf dem Hauptbahnhof).

Pro und Contra Bahnsteigsperren

Alphorn (CH), Dienstag, 05.05.2015, 23:50 (vor 3992 Tagen) @ Oscar (NL)

Wo liegen eigentlich die Vorteile von gesperrten Bahnsteigen? Ich sehe eine Menge Nachteile:

- Kosten
- Anzahl Zugänge zum Bahnhof wird u.U. reduziert, dadurch längere Wege
- Grosses Gepäck und Kinderwagen sind nur schwer durchzukriegen
- Pendlerströme werden verlangsamt
- Bahnhof verliert u.U. seine Verbindungsfunktion zwischen Quartieren
- Hürde für Reisende aus dem Ausland wird höher (nix geht mit Papier)
- Begleiten von Reisenden geht nicht mehr, z.B. zum Gepäck tragen helfen

Als einzigen Vorteil sehe ich, dass weniger kontrolliert werden muss. Wie wird das nun gehandhabt? Gibt es noch Züge, in denen immer kontrolliert wird? Und wo Stichproben?

Mir gefällt die altmodische Variante mit offenen Bahnhöfen jedenfalls wesentlich besser. Der Personalaufwand für stichprobenhafte Kontrollen ist nicht gross, wenn man den Besitz eines Tickets vor Besteigen des Zuges vorschreibt.

Pro und Contra Bahnsteigsperren

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Mittwoch, 06.05.2015, 00:55 (vor 3992 Tagen) @ Alphorn (CH)

Wo liegen eigentlich die Vorteile von gesperrten Bahnsteigen? Ich sehe eine Menge Nachteile:
(...)
Als einzigen Vorteil sehe ich, dass weniger kontrolliert werden muss.

Ich würde Bahnsteigsperren berüßen.
Zugang nur noch mit Fahrkarte oder Bahnsteigkarte.

  • Weniger Schwarzfahrer
  • Kein herumlungern auf Bahnsteigen mehr
  • Höhere Sicherheit

--
Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
[image]

Pro und Contra Bahnsteigsperren

R 450, Mittwoch, 06.05.2015, 05:57 (vor 3991 Tagen) @ 218 466-1

Was ist, wenn der Bahnsteig evakuiert werden muss?

--
Für eine europaweit einheitliche Symmetrieminute http://de.wikipedia.org/wiki/Symmetrieminute und http://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Lampart
Explanation in English: https://en.wikipedia.org/wiki/Symmetry_minute

Pro und Contra Bahnsteigsperren

bahnerausleidenschaft, Mittwoch, 06.05.2015, 06:22 (vor 3991 Tagen) @ R 450

Was sollte dann sein? Dann verlassen alle den Bahnsteig.

Pro und Contra Bahnsteigsperren

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Mittwoch, 06.05.2015, 07:54 (vor 3991 Tagen) @ bahnerausleidenschaft

Was sollte dann sein? Dann verlassen alle den Bahnsteig.

Die Masse bildet akkurate Schlangen vor den Bahnsteigsperren.. der erste zückt sein Kärtchen *piep*, die Tür öffnet sich, er tritt hindurch, die Tür schließt sich. Der nächste zückt sein Kärtchen... usw, usw.

Wenn das jemals so gesittet funktioniert und nicht die ersten, die an der Sperre stehen, gnadenlos zerquetscht werden, weil es nicht schnell genug geht, gebe ich Dir einen aus.

Das mit dem Angriff der Killerschildkröten, bei dem jeder panisch schreiend um sein Leben spaziert vergleichende Grüße,
der Colaholiker

Pro und Contra Bahnsteigsperren

bahnerausleidenschaft, Mittwoch, 06.05.2015, 07:59 (vor 3991 Tagen) @ Colaholiker

Die Sperren sind nicht direkt an der Bahnsteigtreppe sind im Eingangsbereich der Haupthalle. Also schon mal genug Platz zu evakuieren. Außerdem gehe ich davon aus das bei Gefahr die Sperren geöffnet werden.

Das HOFFST du

R 450, Mittwoch, 06.05.2015, 20:08 (vor 3991 Tagen) @ bahnerausleidenschaft

Das HOFFST du, dass die Bahnsteigsperren bei Gefahr --schnell!!-- geöffnet werden. Das hierfür erforderliche Personal muss ja die Gefahr erst einmal erkennen, um entsprechend handeln zu können, und da kann wertvolle Zeit verloren gehen!

Rettungs- und Fluchtwege von JEGLICHEN HINDERNISSEN JEDERZEIT FREIZUHALTEN ist oberstes Gebot!

--
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Das HOFFST du

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Donnerstag, 07.05.2015, 08:24 (vor 3990 Tagen) @ R 450

Rettungs- und Fluchtwege von JEGLICHEN HINDERNISSEN JEDERZEIT FREIZUHALTEN ist oberstes Gebot!

Und selbst offene Bahnsteigsperren schränken durch die zwischen den Durchgängen vorhandenen Barrieren (die nun mal notwendig sind, um Kartenelser und Türmechanik irgendwo zu befestigen, mit Siemens-Lufthaken geht das ja nicht) den Querschnitt des Fluchtwegs ein. Inwieweit das relevant ist, mögen fachkundige Gutachter beurteilen, aber im Falle einer Panik kann jedes Hindernis im Fluichtweg zur tödlichen Gefahr werden. Und wer weiß, wie Menschen in subjektiven Gefahrensituationen reagieren, der weiß, daß die Menschen sich nicht nur bis in die Bahnhofshalle begeben, wo "genug Platz" ist, sondern nur "raus" wollen.

Daher auch mit gemischten Gefühlen auf diese Sperren schauende Grüße,
der Colaholiker

Das HOFFST du

bahnerausleidenschaft, Donnerstag, 07.05.2015, 08:49 (vor 3990 Tagen) @ R 450

Dann schreibe dies doch bitte an die NS und schildere deine Bedenken. Mir sind die Sperren völlig egal und bei der DB sind die nicht geplant.

Nicht bei der DB

ALR997, Donnerstag, 07.05.2015, 09:14 (vor 3990 Tagen) @ bahnerausleidenschaft

Dann schreibe dies doch bitte an die NS und schildere deine Bedenken. Mir sind die Sperren völlig egal und bei der DB sind die nicht geplant.

Bei der DB nicht. Der VRR träumt allerdings von so einem System, und während Stadtbahnhalte dann schön abgesperrt werden (bin mal gepannt, ob die restliche Strecke dann eingezäunt wird...^^) wird man sich bestimmt nicht lumpen lassen, und in Bahnhöfen offene Durchgänge mit diesen Säulen einzurichten. Damit hätten wir praktisch eine - etwas schmalere - Version des Bahnhofszugangs, wie der in den Niederlanden zu finden ist. Nur eben ohne Türen.

Aber bevor der VRR so etwas überhaupt ansatzweise umgesetzt hat, gibt es bei uns ohnehin keine Stadtbahnstrecken mehr, für die sich der Aufwand überhaupt lohnen könnte ;-)

(etwas OT, da ICE auf Meterspur nicht so ne tolle Idee ist, aber irgendwie schafft ja selbst dieses Forum gelegentlich den Schwenk zum Nahverkehr - eine Diskussion möchte ich dazu trotzdem nicht starten :D )

Mit mittelnorddeutschen Grüßen,
Lucas

Ein-/Auschecken U-Bahn/Stadtbahn vs. Strassenbahn/Tram

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Donnerstag, 07.05.2015, 09:24 (vor 3990 Tagen) @ ALR997
bearbeitet von Oscar (NL), Donnerstag, 07.05.2015, 09:25

Aber bevor der VRR so etwas überhaupt ansatzweise umgesetzt hat, gibt es bei uns ohnehin keine Stadtbahnstrecken mehr, für die sich der Aufwand überhaupt lohnen könnte ;-)

Bei uns checkt man bei Stadtbahnbenutzung bereits an der Haltestelle ein (wie beim Zug), bei der Strassenbahn erst im Fahrzeug (wie beim Bus).
Für Strassenbahnen (worüber in den verknüpften Artikeln meist geschrieben wird) muss man also die rollende Infrastruktur anpassen, nicht die feste.


gruß,

Oscar (NL).

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Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

Pro und Contra Bahnsteigsperren

gnampf, Mittwoch, 06.05.2015, 08:53 (vor 3991 Tagen) @ 218 466-1

Ich würde Bahnsteigsperren berüßen.
Zugang nur noch mit Fahrkarte oder Bahnsteigkarte.

  • Weniger Schwarzfahrer

Dafuer kauft keiner mehr 1. Klasse Fahrkarten, weil ja im Zug eh nicht mehr kontrolliert wird und somit die 1. Klasse eh keinen Sinn mehr hat, gerade im NV

  • Kein herumlungern auf Bahnsteigen mehr

kein Am-Bahnsteig-Abholen oder Koffer-bis-zum-Zug-tragen mehr

  • Höhere Sicherheit

Weil eine Bahnsteigsperre natuerlich mit einem Nacktscanner verbunden wird, der automatisch alle boesen Leute aussortiert

Pro und Contra Bahnsteigsperren

thelasse, Utrecht(NL), Mittwoch, 06.05.2015, 14:53 (vor 3991 Tagen) @ gnampf

Ich würde Bahnsteigsperren berüßen.
Zugang nur noch mit Fahrkarte oder Bahnsteigkarte.

  • Weniger Schwarzfahrer


Dafuer kauft keiner mehr 1. Klasse Fahrkarten, weil ja im Zug eh nicht mehr kontrolliert wird und somit die 1. Klasse eh keinen Sinn mehr hat, gerade im NV

Es wird ja noch kontrolliert (siehe mein Post weiter unten)

  • Kein herumlungern auf Bahnsteigen mehr


kein Am-Bahnsteig-Abholen oder Koffer-bis-zum-Zug-tragen mehr

Das ist mit einer OV-Chipkaart durchaus möglich

  • Höhere Sicherheit


Weil eine Bahnsteigsperre natuerlich mit einem Nacktscanner verbunden wird, der automatisch alle boesen Leute aussortiert

Nein,aber die Leute die meistens Unruhe stiften sind Leute ohne Fahrkarte die so den Bahnhof(wenn die Sperren hoch genug sind) nicht mehr betreten können.

Pro und Contra Bahnsteigsperren

gnampf, Mittwoch, 06.05.2015, 15:19 (vor 3991 Tagen) @ thelasse

Es wird ja noch kontrolliert (siehe mein Post weiter unten)

Dann ersparen die Schranken somit auch keine Kontrollen und sind in der Hinsicht ueberfluessig

Das ist mit einer OV-Chipkaart durchaus möglich

Die man aber nur als Bahnfahrer besitzt. Und wenn der "Bringdienst" kein Bahnfahrer ist?

Nein,aber die Leute die meistens Unruhe stiften sind Leute ohne Fahrkarte die so den Bahnhof(wenn die Sperren hoch genug sind) nicht mehr betreten können.

Ah, und was haelt sie davon ab sich eine Karte zu holen? Ggf. wollen die ja eh zur naechsten Station weiter fahren, wenn es bei der aktuellen zu langweilig wird. Und ansonsten poebeln sie dich halt bereits vor der Schranke an und verlangen gleich noch Wegezoll ;-)

Pro und Contra Bahnsteigsperren

thelasse, Utrecht(NL), Mittwoch, 06.05.2015, 16:11 (vor 3991 Tagen) @ gnampf

Es wird ja noch kontrolliert (siehe mein Post weiter unten)


Dann ersparen die Schranken somit auch keine Kontrollen und sind in der Hinsicht ueberfluessig

Die NS hat auch nie davon gesprochen damit Kontrollen im Zug ersetzen zu wollen.

Das ist mit einer OV-Chipkaart durchaus möglich


Die man aber nur als Bahnfahrer besitzt. Und wenn der "Bringdienst" kein Bahnfahrer ist?

Da man die OV-Chipkaart für den gesamten Nahverkehr nutzen kann hat so gut wie jeder Niederländer eine solche Karte. Hinzukommt das gerade einmal 20% der Bahnhöfe von Sperren versehen werden.Somit ist das ein Problem was eigentlich nicht existiert.

Nein,aber die Leute die meistens Unruhe stiften sind Leute ohne Fahrkarte die so den Bahnhof(wenn die Sperren hoch genug sind) nicht mehr betreten können.


Ah, und was haelt sie davon ab sich eine Karte zu holen? Ggf. wollen die ja eh zur naechsten Station weiter fahren, wenn es bei der aktuellen zu langweilig wird. Und ansonsten poebeln sie dich halt bereits vor der Schranke an und verlangen gleich noch Wegezoll ;-)

Wenn man sich aber ansieht warum diese Leute Unruhe stiften ist der mit Abstand häufigste Grund das sie keine Fahrkarte haben und erwischt werden. Somit hat man wenn sie sich eine Karte holen erreicht was man will.

Pro und Contra Bahnsteigsperren

Marien, Berlin, Mittwoch, 06.05.2015, 17:09 (vor 3991 Tagen) @ thelasse

Ich gehe mal davon aus, dass das örtliche Bahnhofspersonal einen Schlüssel für die Bahnsteigsperren hat und nach eigenem Ermessen Leute durchlassen kann, die aus dienstlichen Gründen oder zum Abholen von Gepäck den Bahnsteig ohne Fahrkarte oder Bahnsteigkarte betreten wollen.

Pro und Contra Bahnsteigsperren

gnampf, Donnerstag, 07.05.2015, 08:11 (vor 3990 Tagen) @ Marien

Wer dienstlich im Auftrag der Bahn unterwegs ist wird wohl selbst Zugangsmoeglichkeiten haben. Aber fuer Abholer/Hinbringer wird sich wohl nicht jedes Mal jemand da hinbegeben, da wird das Personal besseres zu tun haben.

Pro und Contra Bahnsteigsperren

Marien, Berlin, Samstag, 09.05.2015, 15:30 (vor 3988 Tagen) @ gnampf

Also ich habe oft genug erlebt, dass Bahnhofspersonal bei hilfsbedürftigen Menschen das Gepäck getragen hat. Warum sollte das mit Bahnsteigsperre anders sein?

Pro und Contra Bahnsteigsperren

ALR997, Samstag, 09.05.2015, 15:59 (vor 3988 Tagen) @ Marien

Also ich habe oft genug erlebt, dass Bahnhofspersonal bei hilfsbedürftigen Menschen das Gepäck getragen hat. Warum sollte das mit Bahnsteigsperre anders sein?

Also es kommt zwar immer auf den Grad der Hilfsbedürftigkeit an, aber im Zweifelsfall sollte es auch eigentlich noch so gerade eben möglich sein, den Weg von der Bahnsteigkante bis zum Ausgang zu meistern, würde ich behaupten.

Allerdings sind die meisten größeren Bahnhöfe in den Niederlanden ziemlich gut mit Personal bestückt (mal abgesehen von den Zugbegleitern, die Hilfe leisten könne).

Und an fast allen Bahnhöfen gibt es Aufzüge oder Rampen, was den Zu- und Abgang des Bahnsteigs erleichtert.

Wer es mal probieren möchte kann es hier überprüfen. Bin gespannt, ob jemand eine Station ohne Lift und/oder Rampe findet ;-)

Pro und Contra Bahnsteigsperren

Alphorn (CH), Mittwoch, 06.05.2015, 18:47 (vor 3991 Tagen) @ thelasse

Da man die OV-Chipkaart für den gesamten Nahverkehr nutzen kann hat so gut wie jeder Niederländer eine solche Karte. Hinzukommt das gerade einmal 20% der Bahnhöfe von Sperren versehen werden.Somit ist das ein Problem was eigentlich nicht existiert.

Wenn Du damit argumentierst, dass der Schaden kaum von Bedeutung ist (weil es nur einen kleinen Teil der Bahnhöfe betrifft), dann ist auch der Nutzen kaum von Bedeutung. Bei der Abwägung von Pro und Contra dividiert sich die Zahl der umgebauten Bahnhöfe raus.

Zudem schränkst du hier auf Niederländer ein. Für Ausländer erhöhen sich die Hürden beim Bahnfahren und beim Gepäck tragen helfen definitiv.

Pro und Contra Bahnsteigsperren

thelasse, Utrecht(NL), Mittwoch, 06.05.2015, 22:58 (vor 3991 Tagen) @ Alphorn (CH)

Da man die OV-Chipkaart für den gesamten Nahverkehr nutzen kann hat so gut wie jeder Niederländer eine solche Karte. Hinzukommt das gerade einmal 20% der Bahnhöfe von Sperren versehen werden.Somit ist das ein Problem was eigentlich nicht existiert.


Wenn Du damit argumentierst, dass der Schaden kaum von Bedeutung ist (weil es nur einen kleinen Teil der Bahnhöfe betrifft), dann ist auch der Nutzen kaum von Bedeutung. Bei der Abwägung von Pro und Contra dividiert sich die Zahl der umgebauten Bahnhöfe raus.

Ich meinte damit eigentlich das die Wahrscheinlichkeit das du zu den 10% ohne Chipkarte gehörst und zu einem der Bahnhöfe mit Sperren muss gering ist , da die Leute ohne Chipkarte eher in Gebieten wohnen wo man mit dem Auto einen Vorteil gegenüber dem Nahverkehr hast und die Sperren ja eher in der Randstad zu finden sind.

Zudem schränkst du hier auf Niederländer ein. Für Ausländer erhöhen sich die Hürden beim Bahnfahren und beim Gepäck tragen helfen definitiv.

Das stimmt. Nur sind NL der Großteil der Bahnfahrer nun mal Niederländer und Ausländer bringen sich gegenseitig eher weniger zum Bahnhof(ausgenommen vielleicht die Grenzregionen)

Pro und Contra Bahnsteigsperren

gnampf, Donnerstag, 07.05.2015, 07:55 (vor 3990 Tagen) @ thelasse

Die NS hat auch nie davon gesprochen damit Kontrollen im Zug ersetzen zu wollen.

Und wer spricht von der NS? Ich habe lediglich auf den Wunsch nach Bahnsteigsperren in D von 218 geantwortet

Da man die OV-Chipkaart für den gesamten Nahverkehr nutzen kann hat so gut wie jeder Niederländer eine solche Karte. Hinzukommt das gerade einmal 20% der Bahnhöfe von Sperren versehen werden.Somit ist das ein Problem was eigentlich nicht existiert.

Und in Deutschland saehe das ggf. ganz anders aus, da es in Deutschland genug Leute gibt, fuer die Verkehr gleichgesetzt mit Auto ist. Die Einfuehrung einer Chipkarte wuerde lediglich dazu fuehren, dass die paar Fahrten die sie mit Oeffis gemacht haben auch noch mit dem Auto erledigt werden. Und sie somit ihre Verwandtschaft nicht mehr ordentlich am Bahnhof abholen koennen und noch weniger von Oeffis halten werden.

Wenn man sich aber ansieht warum diese Leute Unruhe stiften ist der mit Abstand häufigste Grund das sie keine Fahrkarte haben und erwischt werden. Somit hat man wenn sie sich eine Karte holen erreicht was man will.

Ahhja... Besoffene, Obdachlose, randalierende Jugendliche/Fussballfans/... alles das gibts also erst wenn man sie kontrolliert und ohne Fahrkarte am Bahnsteig erwischt? Komisch... ich hab bisher am Bahnsteig eigentlich noch nie eine Fahrscheinkontrolle erlebt, aber schon zig mal unangenehme Gestalten...

Fazit: Bahnsteigsperren bringen nur dann etwas, wenn man dadurch Kontrollen im Zug vermeidet, fuer alles andere sind sie sinnlos und hinderlich. Kontrollen im Zug koennen sie aber auch nicht vermeiden, da es eben noch mehrere Klassen gibt und es viel zu teuer waere jeden einzelnen Haltepunkt mit Sperren auszuruesten. Ergo: Bahnsteigsperren sind ein absolut ueberfluessiges Uebel.

Pro und Contra Bahnsteigsperren

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Mittwoch, 06.05.2015, 16:35 (vor 3991 Tagen) @ gnampf

Dafuer kauft keiner mehr 1. Klasse Fahrkarten, weil ja im Zug eh nicht mehr kontrolliert wird und somit die 1. Klasse eh keinen Sinn mehr hat, gerade im NV

Doch. Sonst könnte ja jeder mit Bahnsteigkarte Zugfahren.^^

kein Am-Bahnsteig-Abholen oder Koffer-bis-zum-Zug-tragen mehr

Kostet halt eine Bahnsteigkarte. 1 oder 2€ wird man dafür ja wohl übrig haben.

Weil eine Bahnsteigsperre natuerlich mit einem Nacktscanner verbunden wird, der automatisch alle boesen Leute aussortiert

Bei Flugzeugen muss man auch da durch. Warum nicht auch bei der Bahn? Man stelle sich vor, jemand verübt einen Selbstmordanschlag in einem voll besetzten ICE oder in einer S-Bahn.
Beim Transrapid wurde dieser Punkt von manchen auch angesprochen. Wenn man es dort fordert, macht es zu Rad-Schiene keinen Unterschied.

Zu Evakuirungen: Beim Ausgang braucht man ja keine weitere Kontrolle und in Notfällen kann man die Tore auch ganz öffnen, sodass das Verlassen des Bahnsteigs dann wieder so wie jetzt möglich ist.

--
Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
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Pro und Contra Bahnsteigsperren

Ösi, Mittwoch, 06.05.2015, 16:43 (vor 3991 Tagen) @ 218 466-1

Bei Flugzeugen muss man auch da durch. Warum nicht auch bei der Bahn? Man stelle sich vor, jemand verübt einen Selbstmordanschlag in einem voll besetzten ICE oder in einer S-Bahn.

Man stelle sich vor, jemand verübt einen Selbstmordanschlag auf einem vollen öffentlichen Platz.

Pro und Contra Bahnsteigsperren

Marien, Berlin, Mittwoch, 06.05.2015, 17:07 (vor 3991 Tagen) @ Ösi

Da geht wenigstens kein Zug kaputt. ;) /Sarkasmus

Pro und Contra Bahnsteigsperren

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Donnerstag, 07.05.2015, 08:26 (vor 3990 Tagen) @ Marien

Da geht wenigstens kein Zug kaputt. ;) /Sarkasmus

Solange es ein IC(E)-T ist, fände sie das nicht mal schlimm, wenn er kaputt ginge. :o)

Fies grinsende Grüße,
der Colaholiker

Pro und Contra Bahnsteigsperren

ICE_HD, Mittwoch, 06.05.2015, 20:25 (vor 3991 Tagen) @ 218 466-1

Dafuer kauft keiner mehr 1. Klasse Fahrkarten, weil ja im Zug eh nicht mehr kontrolliert wird und somit die 1. Klasse eh keinen Sinn mehr hat, gerade im NV


Doch. Sonst könnte ja jeder mit Bahnsteigkarte Zugfahren.^^

Und warum soll es dann mit Bahnsteigsperren weniger Schwarzfahrer geben? Die können sich eine Bahnsteigkarte kaufen.

Man kann sogar dagegen argumentieren: es würde die Hemmschwelle zum Schwarzfahren für Leute sinken, die einfach eine Bahnsteigkarte kaufen.

Bahnsteigsperren sind gegen Schwarzfahren sicher kein effizientes Mittel. Ich halte das für Geldverschwendung.

Pro und Contra Bahnsteigsperren

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Mittwoch, 06.05.2015, 21:56 (vor 3991 Tagen) @ ICE_HD

Dafuer kauft keiner mehr 1. Klasse Fahrkarten, weil ja im Zug eh nicht mehr kontrolliert wird und somit die 1. Klasse eh keinen Sinn mehr hat, gerade im NV


Doch. Sonst könnte ja jeder mit Bahnsteigkarte Zugfahren.^^


Und warum soll es dann mit Bahnsteigsperren weniger Schwarzfahrer geben? Die können sich eine Bahnsteigkarte kaufen.
Man kann sogar dagegen argumentieren: es würde die Hemmschwelle zum Schwarzfahren für Leute sinken, die einfach eine Bahnsteigkarte kaufen.
Bahnsteigsperren sind gegen Schwarzfahren sicher kein effizientes Mittel. Ich halte das für Geldverschwendung.

Steht doch direkt darüber, dass im Zug weiterhin kontrolliert werden sollte, um eben dies zu verhindern.

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Pro und Contra Bahnsteigsperren

Alphorn (CH), Mittwoch, 06.05.2015, 22:07 (vor 3991 Tagen) @ 218 466-1

Steht doch direkt darüber, dass im Zug weiterhin kontrolliert werden sollte, um eben dies zu verhindern.

Wozu richtet man dann überhaupt die Bahnsteigsperren ein? Um Nichtbahnfahrer vom Bahnsteig fernzuhalten? Das soll den Aufwand wert sein?

Bahnsteigsperre ist Geldverschwendung

ICE_HD, Samstag, 09.05.2015, 08:10 (vor 3988 Tagen) @ Alphorn (CH)

Genau meine Rede - ich verstehe die Leute nicht, die hier behaupten eine Bahnsteigsperre würde weniger Schwarzfahrer bedeuten (wenn weiterhin im Zug kontrolliert werden muss, man also den Kontrollaufwand im Zug nicht reduzieren kann).
Für mich ist das eindeutig Geldverschwendung.

Bahnsteigsperre ist Geldverschwendung

kater_k, BBRN, Samstag, 09.05.2015, 08:42 (vor 3988 Tagen) @ ICE_HD

(wenn weiterhin im Zug kontrolliert werden muss, man also den Kontrollaufwand im Zug nicht reduzieren kann).

Natürlich lässt sich der Kontrollaufwand im Zug verringern. So wie es im MET beispielsweise durch die Inklusivreservierung möglich war. Wer eingecheckt ist und auf seinem Sitzplatz sitzt, wird nicht mehr kontrolliert. Reduziert den Aufwand für das Zugbegleitpersonal ganz erheblich, würde aber natürlich voraussetzen, dass a) Fahrgäste in der Lage sind, ihre Sitzplätze zu finden und b) die DB auch alle Sitzplätze und Wagen bereitstellt, bevorzugt in der richtigen Reihenfolge.

Bahnsteigsperre ist Geldverschwendung

ICE_HD, Samstag, 09.05.2015, 09:36 (vor 3988 Tagen) @ kater_k

Das macht das System komplex und fehleranfällig: Bahnsteigsperre, Zwangsreservierung, keine Flexibilität (z.B. bei kurzfristigem Ausfall eines Zuges wie Ersatz eines ICE durch einen IC).

Ich finde man sollte besser in mehr Zugbegleitpersonal investieren - das bringt mehr Service und Sicherheit. Die Schweiz kommt übrigens auch ohne Bahnsteigsperren aus (für mich weiterhin unbestritten das Land mit dem besten Bahnsystem).

Bahnsteigsperre ist Geldverschwendung

bahnerausleidenschaft, Samstag, 09.05.2015, 09:42 (vor 3988 Tagen) @ ICE_HD

Das macht das System komplex und fehleranfällig: Bahnsteigsperre, Zwangsreservierung, keine Flexibilität (z.B. bei kurzfristigem Ausfall eines Zuges wie Ersatz eines ICE durch einen IC).

Ich finde man sollte besser in mehr Zugbegleitpersonal investieren - das bringt mehr Service und Sicherheit. Die Schweiz kommt übrigens auch ohne Bahnsteigsperren aus (für mich weiterhin unbestritten das Land mit dem besten Bahnsystem).

Und ich dachte hier geht es um die Bahnsteigsperren in den Niederlanden. Nun kommen noch Zwangsreservierungen dazu? Also beim ICE aus Amsterdam haben wir die nicht. Außerdem gibt es diese Sperren an relativ wenig Bahnhöfen und hier wird so getan als wenn ganz Holland eingesperrt ist. Aber wie war das mit der Mücke und dem Elefanten :)

Bahnsteigsperre ist Geldverschwendung

ALR997, Samstag, 09.05.2015, 10:06 (vor 3988 Tagen) @ bahnerausleidenschaft

Das macht das System komplex und fehleranfällig: Bahnsteigsperre, Zwangsreservierung, keine Flexibilität (z.B. bei kurzfristigem Ausfall eines Zuges wie Ersatz eines ICE durch einen IC).

Ich finde man sollte besser in mehr Zugbegleitpersonal investieren - das bringt mehr Service und Sicherheit. Die Schweiz kommt übrigens auch ohne Bahnsteigsperren aus (für mich weiterhin unbestritten das Land mit dem besten Bahnsystem).


Und ich dachte hier geht es um die Bahnsteigsperren in den Niederlanden. Nun kommen noch Zwangsreservierungen dazu? Also beim ICE aus Amsterdam haben wir die nicht. Außerdem gibt es diese Sperren an relativ wenig Bahnhöfen und hier wird so getan als wenn ganz Holland eingesperrt ist. Aber wie war das mit der Mücke und dem Elefanten :)

Im Endzustand sollen doch mehr oder weniger alle Bahnhöfe dicht gemacht werden, oder irre ich mich?

Ich finde aber nicht, dass das ein Grund ist, hier gleich das System zu verteufeln, weil wenn man mal einen Tag damit unterwegs war, kann man das System eigentlich problemlos anwenden (gut, eine Karte an ein Lesegerät zu halten ist auch nicht sonderlich anspruchsvoll!).
Was die NS macht, haben viele Metrosysteme vorgemacht. Seien es London, Paris, New York oder auch nur Stockholm, Amsterdam oder Mailand - mit der Einschränkung, dass es sich hier nicht um ein vollständig geschlossenes System handelt, das Reisende aus Deutschland und Belgien in vielen Fällen bei ihrer Ankunft noch keine Karte besitzen und diese zunächst kaufen müssen.

Aber das alles nur am Rande :-)

Bahnsteigsperre ist Geldverschwendung

thelasse, Utrecht(NL), Samstag, 09.05.2015, 11:07 (vor 3988 Tagen) @ ALR997

Das macht das System komplex und fehleranfällig: Bahnsteigsperre, Zwangsreservierung, keine Flexibilität (z.B. bei kurzfristigem Ausfall eines Zuges wie Ersatz eines ICE durch einen IC).

Ich finde man sollte besser in mehr Zugbegleitpersonal investieren - das bringt mehr Service und Sicherheit. Die Schweiz kommt übrigens auch ohne Bahnsteigsperren aus (für mich weiterhin unbestritten das Land mit dem besten Bahnsystem).


Und ich dachte hier geht es um die Bahnsteigsperren in den Niederlanden. Nun kommen noch Zwangsreservierungen dazu? Also beim ICE aus Amsterdam haben wir die nicht. Außerdem gibt es diese Sperren an relativ wenig Bahnhöfen und hier wird so getan als wenn ganz Holland eingesperrt ist. Aber wie war das mit der Mücke und dem Elefanten :)


Im Endzustand sollen doch mehr oder weniger alle Bahnhöfe dicht gemacht werden, oder irre ich mich?

Nein,wie ich schon weiter oben schrieb sollen 82 der 400 Stationen in NL dicht gemacht werden. Also ungefähr 20% der Stationen.


Ich finde aber nicht, dass das ein Grund ist, hier gleich das System zu verteufeln, weil wenn man mal einen Tag damit unterwegs war, kann man das System eigentlich problemlos anwenden (gut, eine Karte an ein Lesegerät zu halten ist auch nicht sonderlich anspruchsvoll!).
Was die NS macht, haben viele Metrosysteme vorgemacht. Seien es London, Paris, New York oder auch nur Stockholm, Amsterdam oder Mailand - mit der Einschränkung, dass es sich hier nicht um ein vollständig geschlossenes System handelt, das Reisende aus Deutschland und Belgien in vielen Fällen bei ihrer Ankunft noch keine Karte besitzen und diese zunächst kaufen müssen.

Aber das alles nur am Rande :-)

Bahnsteigsperre ist Geldverschwendung

ICE_HD, Samstag, 09.05.2015, 13:22 (vor 3988 Tagen) @ thelasse

Bisher konnte noch keiner begründen warum das System mit Bahnsteigsperren besser ist.
Damit ist es für mich Geldverschwendung.

Übrigens: wenn die Reisenden die Bahnsteigsperren aufgrund zu geringer Höhe überwinden können, dann bedarf das neue System ja noch weiterer Kontrollen (will man an jedem Bahnsteig von 5 bis 24 Uhr Kontrollposten aufstellen).
Für mich wird das ganze immer absurder je länger man sich damit beschäftigt.

Bahnsteigsperre ist Geldverschwendung

thelasse, Utrecht(NL), Samstag, 09.05.2015, 14:52 (vor 3988 Tagen) @ ICE_HD

Bisher konnte noch keiner begründen warum das System mit Bahnsteigsperren besser ist.
Damit ist es für mich Geldverschwendung.

Es ist eben schwer zu sagen warum das System gut ist. Es ist ja offensichtlich das solche Systeme in Metros (Rotterdam,London,Paris,Amsterdam) durchaus sehr nützlich sind siehe hier. Nur sind das eben Systeme wo jede Station geschlossen ist. Deshalb kann mn eben nicht sagen inwiefern die gleichen Effekte auch bei der NS eintreten.


Übrigens: wenn die Reisenden die Bahnsteigsperren aufgrund zu geringer Höhe überwinden können, dann bedarf das neue System ja noch weiterer Kontrollen (will man an jedem Bahnsteig von 5 bis 24 Uhr Kontrollposten aufstellen).

Da an den meisten Bahnhöfen mit niedrigen Sperren diese in der Bahnhofshalle stehen muss man dann nur da kontrollieren. Hinzu kommt das dieses über die Sperren springen hauptsächlich abends passiert und vermehrt in den Ausgangsnächten(Freitag & Samstag) d.h. man muss in dieser Zeit kontrollieren und nicht von 5 bis 24 Uhr. Aber natürlich muss man das NS Personal, was ja an den großen Stationen sowiso vorhanden ist aufstocken.
An den Stationen wo nicht immer Personal anwesend ist und die Sperren auf den Bahnsteigen stehen (Helmond,Rotterdam Alexander) sind die Sperren ja sowieso höher.
[image]
Rotterdam Alexander
[image]
Rotterdam Centraal

Danke. Wieder was gelernt ;-)

ALR997, Samstag, 09.05.2015, 17:41 (vor 3988 Tagen) @ thelasse

- kein Text -

Pro und Contra Bahnsteigsperren

R 450, Mittwoch, 06.05.2015, 22:58 (vor 3991 Tagen) @ ICE_HD

Kann es sein, dass die Bahn die Errichtung der Sperren nicht selbst bezahlen muss und deswegen behauptet, dass diese Idee so toll wäre?

--
Für eine europaweit einheitliche Symmetrieminute http://de.wikipedia.org/wiki/Symmetrieminute und http://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Lampart
Explanation in English: https://en.wikipedia.org/wiki/Symmetry_minute

Pro und Contra Bahnsteigsperren

bahnerausleidenschaft, Samstag, 09.05.2015, 11:26 (vor 3988 Tagen) @ R 450

Und wer bezahlt sonst die Sperren? Was hätte die NS davon?

Förderung < - > keine Förderung

R 450, Samstag, 09.05.2015, 13:53 (vor 3988 Tagen) @ bahnerausleidenschaft

Es wäre ja denkbar, dass es einen "Fördertopf" des Staates gibt, aus dem beantragte Maßnahmen bezahlt werden, ohne dass die Sinnhaftigkeit (eingehend) geprüft wird (und die NS es nicht selbst bezahlen muß).

So ähnlich, wie in Deutschland bestimmte Bauvorhaben aus dem "Geldtopf" eines aufgelegten Programmes finanziert werden. Beispiel Bau eines Aufzuges an einem Bahnsteig, der dann infolge Vandalismus häufig defekt ist, anstatt Bau einer Rampe, die vandalismusresistent ist und obendrein weniger kostet, jedoch u.U. nicht bezuschusst wird.

--
Für eine europaweit einheitliche Symmetrieminute http://de.wikipedia.org/wiki/Symmetrieminute und http://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Lampart
Explanation in English: https://en.wikipedia.org/wiki/Symmetry_minute

Pro und Contra Bahnsteigsperren

gnampf, Donnerstag, 07.05.2015, 08:04 (vor 3990 Tagen) @ 218 466-1

Doch. Sonst könnte ja jeder mit Bahnsteigkarte Zugfahren.^^

Die Logik muss ich aber nicht verstehen, oder? Eine Bahnsteigkarte laesst sich beim Aussteigen ja ganz simpel erkennen. Ob du aber mit 2. Klasse Karte in der 1. gefahren bist nicht.

Kostet halt eine Bahnsteigkarte. 1 oder 2€ wird man dafür ja wohl übrig haben.

Klar, wir habens ja. Da darfste dann also demnaechst auch noch zahlen, damit du jemandem helfen darfst.

Bei Flugzeugen muss man auch da durch. Warum nicht auch bei der Bahn? Man stelle sich vor, jemand verübt einen Selbstmordanschlag in einem voll besetzten ICE oder in einer S-Bahn.

Man stelle sich vor, jemand veruebt einen Selbstmordanschlag in einem vollen Supermarkt. Oder auf einem Volksfest. Also bitte ab sofort Nacktscanner an jeder Haustuer, damit die boesen Leute gar nicht erst aus dem Haus raus kommen. Noch jemand der nicht durchblickt hat, dass man mit dem Geraffel den Kriminellen nicht aufhaelt, aber dem unbescholtenen Buerger Schaden zufuegt.

Beim Transrapid wurde dieser Punkt von manchen auch angesprochen. Wenn man es dort fordert, macht es zu Rad-Schiene keinen Unterschied.

Es wurde auch schon gefordert alle oeffentlichen Orte per Video zu ueberwachen, alle Autos mit GPS-Tracking auszustatten, etc. Zum Glueck haben wir aber auch noch einen letzten Rest Grundrechte. Auf der einen Seite Sozialismus fordern, aber auf der anderen die Buerger bis zum letzten ueberwachen wollen...

Zu Evakuirungen: Beim Ausgang braucht man ja keine weitere Kontrolle und in Notfällen kann man die Tore auch ganz öffnen, sodass das Verlassen des Bahnsteigs dann wieder so wie jetzt möglich ist.

Und was hilft das? Sperren sind da, auch wenn sie ggf. nicht nochmal freigegeben werden muessen, sie sind trotzdem eine deutliche Verlangsamung. Und sie noch wegzuklappen wirst du vergessen koennen, bis die zustaendigen was davon mitbekommen drueckt die Menschenmasse bereits alles platt.

OT: Nacktscanner

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Donnerstag, 07.05.2015, 08:31 (vor 3990 Tagen) @ gnampf

Also bitte ab sofort Nacktscanner an jeder Haustuer, damit die boesen Leute gar nicht erst aus dem Haus raus kommen.

Als die Dinger eine Weile am Flughafen Hamburg getestet wurden, hatte ich das "Glück", da durch zu müssen. Bei den normalen Metalldetektoren reicht es, wenn ich von meinem Gürtel die Schnalle abnehme (geht bei meinem Gürtel), und dann durchs Tor gehe.
Beim Nacktscanner mußte der Gürtel aus der Hose, also die Hose haltend in die Kabine, mich nach Anweisung des Personals hinstellen. Dann kam die Anweisung "Arme nach oben". Also Hose losgelassen, durch verkrampfte Beinhaltung irgendwie versucht, selbige am Rutschen zu hindern. Absurd wurde es nur, als die Anwiesung "Arme noch höher" kam, als meine Hände bereits die Decke dieser Kabine flächig berührten. Über dem Colaholiker ist da eben nicht viel Platz drin...

Gerne mal Blaschi in so einer Kiste (nur das visuelle Echtbild, nicht das Scanergebnis bitte) sehen würdende Grüße, ;-)
der Colaholiker

definiere "Sicherheit"

Julian, Wien, Mittwoch, 06.05.2015, 09:47 (vor 3991 Tagen) @ 218 466-1

- kein Text -

Bitte sehr:

Frank Augsburg, Ansbach, Mittwoch, 06.05.2015, 10:14 (vor 3991 Tagen) @ Julian

3.35 Sicherheit: Das Nichtvorhandensein eines unzulässigen Schadensrisikos

(aus EN 50126).

Was unzulässig ist, ist schon wieder eine andere Frage.

Beste Grüße
Frank

--
"Die Ferne ist ein schöner Ort,
doch wenn ich da bin, ist sie fort.
Die Ferne ist wo ich nicht bin,
ich geh und geh und komm nicht hin."

(Silly, mit der leider viel zu früh verstorbenen Tamara Danz)

Pro und Contra Bahnsteigsperren

thelasse, Utrecht(NL), Donnerstag, 07.05.2015, 14:35 (vor 3990 Tagen) @ 218 466-1

Interessanter Artikel über die Auswirkungen der Sperren bei der Rotterdamer Metro. Die NS erhofft sich wahrscheinlich ähnliche Auswirkungen. Ob das wirklich so ist wird man sehen.Hier

Pro und Contra Bahnsteigsperren

thelasse, Utrecht(NL), Mittwoch, 06.05.2015, 08:14 (vor 3991 Tagen) @ Alphorn (CH)

Wo liegen eigentlich die Vorteile von gesperrten Bahnsteigen? Ich sehe eine Menge Nachteile:

- Kosten
- Anzahl Zugänge zum Bahnhof wird u.U. reduziert, dadurch längere Wege
- Grosses Gepäck und Kinderwagen sind nur schwer durchzukriegen
- Pendlerströme werden verlangsamt
- Bahnhof verliert u.U. seine Verbindungsfunktion zwischen Quartieren
- Hürde für Reisende aus dem Ausland wird höher (nix geht mit Papier)
- Begleiten von Reisenden geht nicht mehr, z.B. zum Gepäck tragen helfen

Als einzigen Vorteil sehe ich, dass weniger kontrolliert werden muss. Wie wird das nun gehandhabt? Gibt es noch Züge, in denen immer kontrolliert wird? Und wo Stichproben?

In den Zügen der NS wird genauso viel kontrolliert wie vorher. Denn es sind ja noch nicht überall die Sperren geschlossen. Aber selbst wenn das dann irgendwann mal der Fall ist wird sich da wenig ändern weil dann gerade mal 82 von knapp 400 Stationen mit Sperren ausgestattet sind.


Mir gefällt die altmodische Variante mit offenen Bahnhöfen jedenfalls wesentlich besser. Der Personalaufwand für stichprobenhafte Kontrollen ist nicht gross, wenn man den Besitz eines Tickets vor Besteigen des Zuges vorschreibt.

Pro und Contra Bahnsteigsperren

IC Königssee, Mittwoch, 06.05.2015, 16:32 (vor 3991 Tagen) @ thelasse

Also quasi gar nicht. Ich bin bei so vielen Fahrten in NL nie kontrolliert worden, außer in Produkten wie ICE International, IC Direkt, Fyra, IC Berlin, Thalys, Benelux-IC. Aber in Inlandszügen und Inlandsintercities habe ich nie eine Kontrolle erlebt.
MFG
IC Königssee

Pro und Contra Bahnsteigsperren

Marvin-GE, NRW, Mittwoch, 06.05.2015, 16:37 (vor 3991 Tagen) @ IC Königssee

Also quasi gar nicht. Ich bin bei so vielen Fahrten in NL nie kontrolliert worden, außer in Produkten wie ICE International, IC Direkt, Fyra, IC Berlin, Thalys, Benelux-IC. Aber in Inlandszügen und Inlandsintercities habe ich nie eine Kontrolle erlebt.
MFG
IC Königssee

Bei meiner einzigen Inlandsintercity Fahrt bin ich kontrolliert worden.
Macht also ne Quote von 100% :P

Gruß
Marvin-GE

Kontrolle in Inlandszügen

462 001, Taunus, Mittwoch, 06.05.2015, 19:28 (vor 3991 Tagen) @ IC Königssee

Also quasi gar nicht. Ich bin bei so vielen Fahrten in NL nie kontrolliert worden, außer in Produkten wie ICE International, IC Direkt, Fyra, IC Berlin, Thalys, Benelux-IC. Aber in Inlandszügen und Inlandsintercities habe ich nie eine Kontrolle erlebt.

Echt? Ich bin schon sehr oft Venlo - Nijmegen, Venlo - Den Haag, Nijmegen - Zwolle und Zwolle - Rotterdam gefahren und bis jetzt bei etwa 80% der Fahrten kontrolliert worden.

Gruß
ICE1223

--
Von mir besuchte Bahnhöfe
- Deutschland: 1619
- Euro. Ausland: 717

Stand: 20.02.2026

Bahnsteigsperren leicht zu umgehen

Marien, Berlin, Mittwoch, 06.05.2015, 11:14 (vor 3991 Tagen) @ Alphorn (CH)

Damit das System effektiv ist, müsste man Bahnsteigsperren an allen Bahnhöfen und Haltepunkten im ganzen System errichten, was in Sachen Kostenfaktor utopisch ist.

Aus dem Grund kann man die Sperre einfach umgehen. Einfach irgendwo an einem kleinen Haltepunkt in einen Zug steigen und in der nächstgrößeren Stadt am Bahnsteig aussteigen. Und schon ist man, mitunter sogar ohne gültige Fahrkarte, direkt am Bahnsteig.

Bahnsteigsperren leicht zu umgehen

flierfy, Mittwoch, 06.05.2015, 23:06 (vor 3991 Tagen) @ Marien

Aus dem Grund kann man die Sperre einfach umgehen. Einfach irgendwo an einem kleinen Haltepunkt in einen Zug steigen und in der nächstgrößeren Stadt am Bahnsteig aussteigen. Und schon ist man, mitunter sogar ohne gültige Fahrkarte, direkt am Bahnsteig.

Und wie kommst du an einem Grossstadt-Bahnhof wieder raus?

Fluchtweg vs Bahnsteigsperre - EBA sicherlich dagegen

Marien, Berlin, Samstag, 09.05.2015, 15:34 (vor 3988 Tagen) @ flierfy

Durch die Sperre nehme ich mal an. Oder wird auch beim Verlassen kontrolliert?

Ich denke, wenn die Sperre in beide Richtungen kontrolliert, beißt sich das mit der Forderung nach einem Fluchtweg. Da dürfte das deutsche EBA für das Netz der DB dieser Idee schnell einen Riegel vorschieben.

Wie kleinlich das EBA ist, habe ich in Eisenach erfahren. Ich wollte mich dort Abends in den Warteraum setzen. Der war abgeschlossen und das Personal durfte ihn auch nicht aufschließen. Als Grund wurde genannt, dass das EBA die Helligkeit der Notbeleuchtung beanstandet hat und deshalb die Betriebserlaubnis des Warteraums zurückgezogen hat.

Eine Behörde die so reagiert, wird Bahnsteigsperren zumindest in Deutschland extrem erschweren, wenn nicht gar unmöglich machen.

Fluchtweg vs Bahnsteigsperre - EBA sicherlich dagegen

gnampf, Samstag, 09.05.2015, 19:18 (vor 3988 Tagen) @ Marien

Durch die Sperre nehme ich mal an. Oder wird auch beim Verlassen kontrolliert?

in NL muss auf jeden Fall beim Verlassen "ausgecheckt" werden, da sich die Gebühren für die Fahrt ja nach Ein- und Ausstiegspunkt ergeben. Und wenn man die Kontrollen in den Zügen einsparen will, dann müsste das auch überall so sein, sonst kaufst du ein Ticket von München Hbf bis München Pasing, fährst aber bis Lübeck.

Ich denke, wenn die Sperre in beide Richtungen kontrolliert, beißt sich das mit der Forderung nach einem Fluchtweg. Da dürfte das deutsche EBA für das Netz der DB dieser Idee schnell einen Riegel vorschieben.

Nö, nicht zwangsläufig. Es gibt genug Orte, wo der Weg nach draußen erstmal versperrt ist, sich aber von jedem öffnen lässt. Damit das dann nicht einfach so passiert ist der Ausgang eben Alarmgesichert. Bei genug Platz kann man also separate Notausgänge ohne Sperren vorsehen, die von jedem zu öffnen sind. Braucht aber auch da wieder Personal, dass bei Alarmauslösung dann eingreifen kann.

Eine Behörde die so reagiert, wird Bahnsteigsperren zumindest in Deutschland extrem erschweren, wenn nicht gar unmöglich machen.

nicht mehr oder weniger, als jede Großveranstaltung sonst auch

Deutschland vs. Niederlande

Marien, Berlin, Sonntag, 10.05.2015, 21:12 (vor 3987 Tagen) @ gnampf

Ich habe einen EBA-Beamten in meinem weiteren Freundeskreis. Ich weiß aus Erzählungen, dass sie in gewissen Grenzen persönlich haftbar gemacht werden können, wenn sie Entscheidungen der Infrastrukturbetreiber oder Verkehrsunternehmen abzeichnen und davon ein Sicherheitsrisiko ausgeht.

Ich weiß nicht inwieweit Bahnsteigsperren da generell drunter fallen. Ich weiß aber, dass der Umgang mit Kundenbereichen bei der Bahn sehr pingelig gehandhabt wird. Da kann schon eine nicht ausreichende Notbeleuchtung, siehe Fall Eisenach (wo mein Bekannter sogar involviert war) dazu führen, dass der Zugang zu öffentlichen Räumen untersagt wird. Vermutlich wäre nie etwas passiert. Wenn aber etwas passiert wäre, hätte man auch den Entscheider beim EBA dafür belangt.

Ich persönlich bin eh gegen jede Form der Kundengängelung, egal ob Bahnsteigsperren, Zwangsreservierungen, Zugbindungen, Konsumverbote in Zügen oder andere idiotische Regeln. Ich fahre gerne mit der Bahn, weil sie schnell und flexibel ist und man sich keinen Kopf machen muss. Man kauft eine Fahrkarte und steigt in den dazu passenden Zug. Ich will mir keine Waffel machen, ob ich an Bahnhof B aussteigen darf und dann wieder rein komme. Ich will, dass meine Eltern oder mein Freund mich am Bahnsteig verabschieden, wenn ich für längere Zeit weg fahre. Ich will mein Fahrrad oder größere Koffer problemlos mit mir transportieren dürfen. Ich will auch mal ein Bier oder Wein im Zug genießen dürfen ohne gleich doof angemacht zu werden oder in Ruhe einen Film gucken.

Dafür bin ich wiederum auch sehr tolerant was andere Dinge angeht. Ich gehe nicht gleich an die Decke, wenn mein Zug mal 10 Minuten Verspätung hat, selbst wenn es regelmäßig vorkommt. Mit dem Auto oder Fernbus kann ich selten auf 10 Minuten genau meine Reise planen. Mich stören auch keine ausgefallenen Restaurants oder ob der Lokführer die Scheibe undurchsichtig gemacht hat. Das ist alles nur Kinderkram.

Bahnsteigsperren sind die besten Verkehrszähler

flierfy, Mittwoch, 06.05.2015, 23:04 (vor 3991 Tagen) @ Alphorn (CH)

Als einzigen Vorteil sehe ich, dass weniger kontrolliert werden muss. Wie wird das nun gehandhabt? Gibt es noch Züge, in denen immer kontrolliert wird? Und wo Stichproben?

Den grössten Vorteil, den solche Anlagen bieten, sind ziemlich genaue und sehr zeitnah verfügbare Statistiken darüber, wer wann wo ein- und aussteigt. Mal davon abgesehen, dass sich Geheimdienste für derlei Datei auch interessieren, können solche Zahlen für die Verkehrsplanung sehr nützlich sein.

Bahnsteigsperren sind die besten Verkehrszähler

gnampf, Donnerstag, 07.05.2015, 08:45 (vor 3990 Tagen) @ flierfy

Den grössten Vorteil, den solche Anlagen bieten, sind ziemlich genaue und sehr zeitnah verfügbare Statistiken darüber, wer wann wo ein- und aussteigt. Mal davon abgesehen, dass sich Geheimdienste für derlei Datei auch interessieren, können solche Zahlen für die Verkehrsplanung sehr nützlich sein.

Den Vorteil bringen aber nicht die Sperren, sondern das Ein- und Ausbuchen an den Bahnhoefen. Ansonsten braeuchte es dafuer ja auch Sperren an jedem Bahnhof.

OV-Chipkaart als Werkzeug für Verkehrsplaner

ALR997, Donnerstag, 07.05.2015, 08:55 (vor 3990 Tagen) @ flierfy

Als einzigen Vorteil sehe ich, dass weniger kontrolliert werden muss. Wie wird das nun gehandhabt? Gibt es noch Züge, in denen immer kontrolliert wird? Und wo Stichproben?

Den grössten Vorteil, den solche Anlagen bieten, sind ziemlich genaue und sehr zeitnah verfügbare Statistiken darüber, wer wann wo ein- und aussteigt. Mal davon abgesehen, dass sich Geheimdienste für derlei Datei auch interessieren, können solche Zahlen für die Verkehrsplanung sehr nützlich sein.

Jetzt mal die diversen Datenschutzaspekte außen vor gelassen: wenn ich dank des Systems genau erfassen kann, wo und wann ein Reisender unterwegs ist - und ich das bei der Gesamtheit aller Reisender tue, dann erleichtert das im Verkehrsministerium und bei der NS die Planung der Fahrgastbedürfnisse erheblich!
Vielleicht kommt auf einmal völlig überraschend heraus, dass 50 Prozent der Fahrgäste, die beispielsweise in Maastricht in den Zug nach Amsterdam einsteigen, in Den Bosch aussteigen und in den Sprinter nach Wijchen wechseln (jetzt mal rein als Beispiel).
Dann hätte man nun die Möglichkeit, das genau nachzuvollziehen, und um den Reisenden das Reisen angenehmer zu machen, dann eben zum Beispiel die Anschlusssituation in Den Bosch zu verbessern, oder sonst etwas.

Und dazu kommt, dass dieses System nahezu die vollständige Reisekette abdecken kann. Denn viele Fähren und eigentlich auch der gesamte Bus- und Stadtverkehr sind ebenso integriert. Das Einzige, was sich damit nicht prüfen lässt, ist der Rad- oder Autozubringer bzw. Taxifahrten.

OV-Chipkaart als Werkzeug für Verkehrsplaner

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Donnerstag, 07.05.2015, 09:17 (vor 3990 Tagen) @ ALR997

Und dazu kommt, dass dieses System nahezu die vollständige Reisekette abdecken kann. Denn viele Fähren und eigentlich auch der gesamte Bus- und Stadtverkehr sind ebenso integriert. Das Einzige, was sich damit nicht prüfen lässt, ist der Rad- oder Autozubringer bzw. Taxifahrten.

Oh doch, ggf. teilweise.

Beim Fahrrad kann ich in der Zukunft vielleicht im Parkhaus einchecken und verrechne somit meine Parkgebühr beim Auschecken. Dasselbe Verfahren gibt es ja auch bei Parkhäuser für Autos. Sogar Benutzung von Bahnhofstoiletten könnte man verchippen.
Und ich kann mich vorstellen, dass man bei Taxis auch ein- und auscheckt, wie beim Bus. Bedeutet bargeldloses Taxi.


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

OV-Chipkaart als Werkzeug für Verkehrsplaner

ALR997, Donnerstag, 07.05.2015, 09:29 (vor 3990 Tagen) @ Oscar (NL)

Und dazu kommt, dass dieses System nahezu die vollständige Reisekette abdecken kann. Denn viele Fähren und eigentlich auch der gesamte Bus- und Stadtverkehr sind ebenso integriert. Das Einzige, was sich damit nicht prüfen lässt, ist der Rad- oder Autozubringer bzw. Taxifahrten.


Oh doch, ggf. teilweise.

Beim Fahrrad kann ich in der Zukunft vielleicht im Parkhaus einchecken und verrechne somit meine Parkgebühr beim Auschecken. Dasselbe Verfahren gibt es ja auch bei Parkhäuser für Autos. Sogar Benutzung von Bahnhofstoiletten könnte man verchippen.
Und ich kann mich vorstellen, dass man bei Taxis auch ein- und auscheckt, wie beim Bus. Bedeutet bargeldloses Taxi.

Es ging mir nicht um die Bezahlung, sondern um die Datenerfassung. Ich behaupte mal, es gibt bei euch auf ein paar Orte, deren OV-Anbindung eher so mittel ist, und wo man dann vielleicht eher das Auto oder das Rad nimmt. Wenn das jetzt schon 10 oder 15 Leute machen, um den Zug um 8:16 zur Arbeit zu nehmen, dann hat man vielleicht 15 Leute mit der gleichen Strecke, die alle irgendwie zum Bahnhof fahren, weil kein Bus fährt. Wenn der lokale Busbetreiber das weiß, dann kann vielleicht irgendwie eine Busfahrt durch das Dorf schicken, die Anschluss an den Zug am Bahnhof bietet.

Aber genau das kann eben nicht ohne Weiteres erfasst werden.

Praktische Probleme

Bahngenießer, Mittwoch, 06.05.2015, 23:14 (vor 3991 Tagen) @ Alphorn (CH)

Wurde denn wirklich an alles gedacht?

1) Können die Karten auch noch gelesen werden, wenn sie durch den Regen aufgeweicht wurde?
2) Kommt man wirklich auch mit Fahrrädern, Rollatoren, Rollstühlen, Kinderwagen (Zwillings-Kinderwagen), XXL-Koffern mit Rollen usw. durch die Sperren?
3) Gibt es Fahrkarten, auf denen mehrere Personen fahren dürfen? (Familienkarten, Gruppenkarten, Schwerbehindertenausweise mit Begleitung, kostenlose Mitnahme von Kindern) Wenn ja: Wird dann auch die entsprechende Personenzahl durch die Sperre gelassen? Was passiert, wenn sich eine andere Person dazwischendrängt?

Übrigens:
1) Wenn man umsteigen muss, kann man sich dann aussuchen, ob man den Umsteigebahnhof zwischenzeitlich verlässt, oder bekommt man eventuelle Schwieriegkeiten?
2) Was passiert bei technischen Schwierigkeiten mit dem Fahrkartenautomaten? Komme ich dann trotzdem auf den Bahnsteig und in den Zug?
3) Kommt man auch aus dem Bahnhof heraus, wenn man falsch ausgestiegen ist? (Einen Bahnhof zu früh oder zu spät?)
4) Gibt es in den Niederlanden (zumindest in ICE-Zügen) auch noch die Möglichkeit, im Zug zu lösen?

Fragen über Fragen!

Praktische Probleme

thelasse, Utrecht(NL), Donnerstag, 07.05.2015, 00:31 (vor 3991 Tagen) @ Bahngenießer

Wurde denn wirklich an alles gedacht?

Gucken wir mal


1) Können die Karten auch noch gelesen werden, wenn sie durch den Regen aufgeweicht wurde?

Das hängt von der Karte ab. Mit einer Chipkarte (egal ob einmalig oder mehrjährig) dürfte das kein Problem sein. Der Regen dürfte dem Chip wenig anhaben. Bei E-Tickets sieht das natürlich anders aus.

2) Kommt man wirklich auch mit Fahrrädern, Rollatoren, Rollstühlen, Kinderwagen (Zwillings-Kinderwagen), XXL-Koffern mit Rollen usw. durch die Sperren?

Es gibt extra breite Durchgänge für diese Fälle. Bei einem Zwillingskinderwagen währe ich mir allerdings nicht so sicher ob der Durchgang noch breit genug ist.

3) Gibt es Fahrkarten, auf denen mehrere Personen fahren dürfen? (Familienkarten, Gruppenkarten, Schwerbehindertenausweise mit Begleitung, kostenlose Mitnahme von Kindern) Wenn ja: Wird dann auch die entsprechende Personenzahl durch die Sperre gelassen? Was passiert, wenn sich eine andere Person dazwischendrängt?

Es gibt Fahrkarten auf denen mehrere Personen fahren können. Aber entweder braucht jeder Reisende eine eigene persönliche Chipkarte auf die dann das jeweilige Produkt geladen werden kann (Schwerbehindertenausweis( obwohl auch hier nicht mit dem Ausweis selbst gereist wird, sondern mit einem Produkt auf der persönlichen Chipkarte) und kostenlose Mitnahme von Kindern) oder jeder Reisende hat ein eigenes E-Ticket(Gruppenkarte )


Übrigens:
1) Wenn man umsteigen muss, kann man sich dann aussuchen, ob man den Umsteigebahnhof zwischenzeitlich verlässt, oder bekommt man eventuelle Schwieriegkeiten?

Mit E-Tickets und einmaliger Chipkarte sollte man keine Schwierigkeiten bekommen. Mit einer mehrjährigen OV-Chipkaart wird der Umstieg dann unter Umständen nicht mehr als Umstieg sondern zwei unabhänige Reisen gewehrtet. Wodurch es teurer werden kann.

2) Was passiert bei technischen Schwierigkeiten mit dem Fahrkartenautomaten? Komme ich dann trotzdem auf den Bahnsteig und in den Zug?

Hängt vom Ticket und Bahnhof ab. Mit mehrjäriger OV-Chipkaart ( mit genug Saldo drauf) und E-Ticket hat man dann kein Problem wenn man sich noch eine einmalige Chipkarte kaufen muss dann hat man wenn kein Schalter vorhanden ist ein Problem und kommt nicht in den Zug.

3) Kommt man auch aus dem Bahnhof heraus, wenn man falsch ausgestiegen ist? (Einen Bahnhof zu früh oder zu spät?)

Zu früh ist das gleiche wie beim Umsteigen. Bei zu spät bin ich mir nicht sicher. Aber warum fährst du dann nicht einfach die eine Station zurück ?

4) Gibt es in den Niederlanden (zumindest in ICE-Zügen) auch noch die Möglichkeit, im Zug zu lösen?

Im ICE kann man Tickets kaufen, in anderen Zügen nicht


Fragen über Fragen!

BahnSTEIGsperren vs. BahnHOFsperren

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Donnerstag, 07.05.2015, 09:05 (vor 3990 Tagen) @ thelasse

Bahngenießer:

3) Kommt man auch aus dem Bahnhof heraus, wenn man falsch ausgestiegen ist? (Einen Bahnhof zu früh oder zu spät?)

thelasse:

Zu früh ist das gleiche wie beim Umsteigen. Bei zu spät bin ich mir nicht sicher. Aber warum fährst du dann nicht einfach die eine Station zurück ?

Man soll bedenken, dass in z.B. Rotterdam der ganze Bahnsteigbereich gesperrt ist und in z.B. Helmond die einzelnen Bahnsteige.

Vor einiger Zeit hatte ich auf der Fahrt von Eindhoven nach Venlo gemerkt, dass ich etwas vergessen war. Also musste ich in Helmond aus dem Zug für die Rückfahrt nach Eindhoven.
Bedeutet somit: Ankunft Gleis 2, auschecken, durch die Sperre, zu Gleis 1 gehen, einchecken (es gilt das Verfahren "Overstap OK"), durch die Sperre, losfahren.

In Rotterdam kann ich ohne Sperren von einem Bahnsteig zum anderen gehen. Ist ja auch logisch, denn in Gegensatz zu Helmond ist Rotterdam ein Umsteigebahnhof. Wer in den "kleinen" Bahnhöfen von Helmond sein muss, steigt in Helmond um ohne den Bahnsteig zu verlassen, oder man steigt bereits in Eindhoven oder Deurne in den "Sprinter" um.

Wenn ich aber Eindhoven und Helmond durch Den Haag und Rotterdam ersetze, gilt nur folgender umständiger Verfahren als gesetzmässig: in Rotterdam aussteigen, zur Bahnhofshalle gehen, auschecken, durch die Sperre, umdrehen, einchecken, durch die Sperre, zum richtigen Bahnsteig gehen, nach Den Haag reisen. Sofort Bahnsteig wechseln und zurückfahren kann als gesetzwidrig erklärt werden, weil die Vermutung besteht, dass Du eine Rundreise machst (man war ja IN Den Haag eingecheckt und ist auf der Fahrt NACH Den Haag).


gruß,

Oscar (NL).

--
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Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

BahnSTEIGsperren vs. BahnHOFsperren

thelasse, Utrecht(NL), Donnerstag, 07.05.2015, 09:43 (vor 3990 Tagen) @ Oscar (NL)

Bahngenießer:

3) Kommt man auch aus dem Bahnhof heraus, wenn man falsch ausgestiegen ist? (Einen Bahnhof zu früh oder zu spät?)

thelasse:

Zu früh ist das gleiche wie beim Umsteigen. Bei zu spät bin ich mir nicht sicher. Aber warum fährst du dann nicht einfach die eine Station zurück ?

Man soll bedenken, dass in z.B. Rotterdam der ganze Bahnsteigbereich gesperrt ist und in z.B. Helmond die einzelnen Bahnsteige.

Vor einiger Zeit hatte ich auf der Fahrt von Eindhoven nach Venlo gemerkt, dass ich etwas vergessen war. Also musste ich in Helmond aus dem Zug für die Rückfahrt nach Eindhoven.
Bedeutet somit: Ankunft Gleis 2, auschecken, durch die Sperre, zu Gleis 1 gehen, einchecken (es gilt das Verfahren "Overstap OK"), durch die Sperre, losfahren.

In Rotterdam kann ich ohne Sperren von einem Bahnsteig zum anderen gehen. Ist ja auch logisch, denn in Gegensatz zu Helmond ist Rotterdam ein Umsteigebahnhof. Wer in den "kleinen" Bahnhöfen von Helmond sein muss, steigt in Helmond um ohne den Bahnsteig zu verlassen, oder man steigt bereits in Eindhoven oder Deurne in den "Sprinter" um.

Wenn ich aber Eindhoven und Helmond durch Den Haag und Rotterdam ersetze, gilt nur folgender umständiger Verfahren als gesetzmässig: in Rotterdam aussteigen, zur Bahnhofshalle gehen, auschecken, durch die Sperre, umdrehen, einchecken, durch die Sperre, zum richtigen Bahnsteig gehen, nach Den Haag reisen. Sofort Bahnsteig wechseln und zurückfahren kann als gesetzwidrig erklärt werden, weil die Vermutung besteht, dass Du eine Rundreise machst (man war ja IN Den Haag eingecheckt und ist auf der Fahrt NACH Den Haag).

In Rotterdam müsstest du nicht unbedingt durch die Sperren. Denn auf einem Teil der Bahnsteige stehen ja auch Säulen zum In- und Auscheken für internationale Reisende.

Ein- und Auschecken am selben Bahnhof passiert!

Bahngenießer, Donnerstag, 07.05.2015, 23:37 (vor 3990 Tagen) @ Oscar (NL)

Natürlich kann es immer passieren, dass man am selben Bahnhof ein- und auscheckt!

Beispiele:

1) Ich checke ein und erfahre auf dem Bahnsteig, dass der Zug ausfällt oder Verspätung hat. Daher verschiebe ich meine Reise bis zum nächsten Zug und bleibe natürlich nicht solange auf dem Bahnsteig sitzen. (Vielleicht gibt es auf dem Bahnhofsvorplatz einen heißen Kaffee?) Auf diese Weise checke ich auf dem selben Bahnhof aus, auf dem ich Minuten vorher eingecheckt habe.

2) Ich checke ein, hole eine hilfsbedürftige Person (Kleinkind, Behinderten oder gebrechliche Person) vom Zug ab und checke wieder aus. Wenn es keine Bahnsteigkarte gibt, werde ich doch wohl zum Preis der niedrigsten Preisstufe auf den Bahnsteig dürfen, diese Fahrkarte (z. B. zum Nachbarbahnhof) ersetzt doch dann sicher die Bahnsteigkarte, auch wenn ich die Fahrt verfallen lasse.

Bahnsteigsperren: Erfahrungen Amsterdam Muiderpoort u.A.

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Sonntag, 10.05.2015, 20:27 (vor 3987 Tagen) @ Oscar (NL)

Hallo ICE-Fans,

also heute konnte ich als Reporter bei einer Sportveranstaltung in Almere das System ausgiebig "ausprobieren".
Die Hinfahrt erfolgte in vier Etappen = Umstiege in Utrecht, Amsterdam Amstel und Amsterdam Muiderpoort.

Im Ausgangsort Eindhoven sowie in Utrecht keine Sperren.
In Amsterdam Amstel sind die Sperren nur am Eingang des Bahnhofs, genauso wie in Duivendrecht. In diesen beiden Bahnhöfen teilen Vollbahn und Stadtbahn die Bahnsteige. Hier muss der Fahrgast beim "alten" Verkehrsträger auschecken und beim "neuen" einchecken. Die Sperren benutzt er nur, wenn er den Bahnhof betritt/verlässt.
Anders sieht's aus in Amsterdam Bijlmer ArenA. Hier haben Vollbahn und Stadtbahn eigene Sperren. Logisch, denn die Stadtbahn hat einen eigenen Bahnsteig. Genauso wie in Amsterdam Zuid.

Amsterdam Muiderpoort ist ein Sonderfall. Der Bahnhof besteht aus zwei Bahnsteige, die an unterschiedlichen Strecken liegen. Gleis 2/3 liegen an der Strecke Amsterdam-Weesp, Gleis 8/9 an der Strecke Amsterdam-Utrecht. Jeder Bahnsteig hat eigene Sperren; bei Glis 2/3 sind die oben, bei Gleis 8/9 unten. Wenn man dort umstiegt (wie auf meiner Reise), dann muss man also zuerst auschecken, danach durch die Sperre, zum anderen Bahnsteig gehen, einchecken, durch die Sperre gehen. Es gilt das Verfahren "Overstap OK" = man braucht nicht erneut Starttarif zu bezahlen.

Zielbahnhof war Almere Poort. Auch hier sind die Sperren dicht. Es sind BahnHOFsperren.


gruß,

Oscar (NL).

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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

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