NBS Ebensfeld - Erfurt 03.04.2015 viele Bilder (Reiseberichte)

VT 650 724, Coburg, Sonntag, 12.04.2015, 13:57 (vor 4008 Tagen)

Servus,

So mal meine Bilder vom 03.04.2015. An diesen Tag habe ich mal wieder eine Streckenbereisung gemacht vom ÜBF Unterleiterbach bis zum ÜBF Theuern.

ABS Nürnberg - Ebensfeld: ÜBF Unterleiterbach bis Südpotal Tunnel Eierberge

NBS Ebensfeld - Erfurt Los Süd: Südportal Tunnel Eierberge bis VBK Nord

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NBS Ebensfeld - Erfurt Los Mitte: VBK Nord bis ÜBF Theuern

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Grüße,
Patrick

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Was für eine Geldverschwendung ...

gus78, Sonntag, 12.04.2015, 14:05 (vor 4008 Tagen) @ VT 650 724

- kein Text -

...und Landschaftszerstörung und Ressourcenverschwendung

Felix, Göttingen, Sonntag, 12.04.2015, 14:37 (vor 4008 Tagen) @ gus78

Geld ist immerhin ersetzbar. Landschaft und Ressourcen hingegen sind endlich. Was einmal verbraucht oder zerstört wurde, ist weg, für immer.

Genau. Man kann ja auch mit dem Fernbus fahren

maxiboy, IBNR: 7006966, Sonntag, 12.04.2015, 14:42 (vor 4008 Tagen) @ Felix

und ist gerade mit so einem Minibus dann sogar schneller am Ziel. Günstiger als ein ICE-Ticket ist es auch.

Über den Komfort wollen wir dann mal nicht reden. Aber ich wollte auch mal genörgelt haben.

Genau. Man kann ja auch mit dem Fernbus fahren

Sascha, FMT/FLIS/EBZ, Sonntag, 12.04.2015, 14:52 (vor 4008 Tagen) @ maxiboy

und ist gerade mit so einem Minibus dann sogar schneller am Ziel. Günstiger als ein ICE-Ticket ist es auch.

Über den Komfort wollen wir dann mal nicht reden. Aber ich wollte auch mal genörgelt haben.

Ja. Ich bin eigentlich dafür, dass wir die Schienen (wieder) raus reissen und Radwege draus machen... ist doch viel schöner.

Genau. Man kann ja auch mit dem Fernbus fahren

Action85, Sonntag, 12.04.2015, 15:00 (vor 4008 Tagen) @ Sascha

so wie in Freudenberg?

Asdorftalbahn

Genau. Man kann ja auch mit dem Fernbus fahren

Sascha, FMT/FLIS/EBZ, Sonntag, 12.04.2015, 15:18 (vor 4008 Tagen) @ Action85

Ja, zum Beispiel.

Von Winterberg nach Allendorf (Eder) ist es das gleiche Trauerspiel.

Oder der Rheinische Esel

maxiboy, IBNR: 7006966, Sonntag, 12.04.2015, 15:57 (vor 4008 Tagen) @ Sascha

https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnstrecke_Dortmund-Löttringhausen–Bochum-Langendreer

Das hat die gute alte Bundesbahn aktiv herunterkommen lassen.

Oder die Solardraisinen-Geschichte mit der Überwaldbahn in Südhessen.
So ein Öko-Tourismus ist ja schön und gut. Aber man würde mit einer ordentlichen SPNV-Anbindung erheblich mehr gewinnen…

Genau. Man kann ja auch mit dem Fernbus fahren

Aphex Twin, Montag, 13.04.2015, 01:12 (vor 4008 Tagen) @ Sascha

Ja. Ich bin eigentlich dafür, dass wir die Schienen (wieder) raus reissen und Radwege draus machen...

Dann hat man endlich Radwege ohne das ständige bergauf und bergab.

...und Landschaftszerstörung und Ressourcenverschwendung

GibmirZucker, Sonntag, 12.04.2015, 14:51 (vor 4008 Tagen) @ Felix

Geld ist immerhin ersetzbar. Landschaft und Ressourcen hingegen sind endlich. Was einmal verbraucht oder zerstört wurde, ist weg, für immer.

Das hätte man beim Bau der Autobahn durch den Thüringer Wald lieber sagen sollen. Sie ist um einiges breiter, wegen der Verzweigung auch in der Länge größerer Flächenbedarf, ganz abgesehen davon, dass dann auch noch permanent Abgase abgegeben werden.

Landschaftsverbrauch im Vergleich

ES89, Hamburg / Rostock, Sonntag, 12.04.2015, 14:53 (vor 4008 Tagen) @ Felix

Geld ist immerhin ersetzbar. Landschaft und Ressourcen hingegen sind endlich. Was einmal verbraucht oder zerstört wurde, ist weg, für immer.

a) Geldverschwendung: Eine Strecke, bei der sichergestellt ist, dass diese jeden Tag von sicherlich 10.000 + x Reisenden genutzt werden wird, dürfte bedenkenlos als gute Investition gesehen werden.
b) Landschaft: Unbestritten. Aber: Zum großen Teil handelt es sich hierbei um Kulturlandschaft, die ohnehin weit weg von natürlich ist. Vielfach dürfte es sich hierbei um riesige ex-LPG-Äcker handeln.
c) Landschaftsverbrauch: Beim Blick auf die Bilder wird erneut ersichtlich, wie klein der Landschaftsverbrauch eine Bahnstrecke gegenüber einer Autobahn ist.

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Gegen Großraum-Zwang im Fernverkehr!
Für zumindest drei Abteile je Wagenklasse!

Landschaftsverbrauch im Vergleich

Felix, Göttingen, Sonntag, 12.04.2015, 15:10 (vor 4008 Tagen) @ ES89

a) Geldverschwendung: Eine Strecke, bei der sichergestellt ist, dass diese jeden Tag von sicherlich 10.000 + x Reisenden genutzt werden wird, dürfte bedenkenlos als gute Investition gesehen werden.

Es ist nicht sicher, ob es wirklich 10000 Reisende täglich werden, die diese Strecke benutzen. Dürfte eine knappe Sache werden.

b) Landschaft: Unbestritten. Aber: Zum großen Teil handelt es sich hierbei um Kulturlandschaft, die ohnehin weit weg von natürlich ist. Vielfach dürfte es sich hierbei um riesige ex-LPG-Äcker handeln.

Auch bei landwirtschaftlich genutzter Kulturlandschaft gibt es keine Massen von Beton, Sand und Kies wie bei einer Eisenbahn-Neubaustrecke und auch keine großen Einschnitte. Hier wurden ja auch riesige Schneisen in den Wald geschlagen.

Nur ein Teil der Strecke verläuft über landwirtschaftlich genutztes Ex-DDR-Gebiet. Ein großer anderer Teil verläuft durch Wald, insbesondere den Naturpark Thüringer Wald. Und durch Bayern, wo es keine LPGs gab.

c) Landschaftsverbrauch: Beim Blick auf die Bilder wird erneut ersichtlich, wie klein der Landschaftsverbrauch eine Bahnstrecke gegenüber einer Autobahn ist.

Siehst Du die extrem breiten Schneisen, die durch den Wald geschlagen wurden? Das ist schlimm genug. Ja, eine Autobahn dürfte wohl noch mehr Landschaft fressen.

Meines Erachtens hätte man sowohl auf die A71/A73 durch den Thüringer Wald wie auch auf diese Eisenbahn-HGV-Strecke gut verzichten können und sollen. Die Autobahnen binden dünnbesiedelte Gegenden an, wo die Leute sowieso wegsterben und wegziehen. Und es gibt bereits eine Bahnstrecke zwischen Berlin und München, die sogar noch Weißenfels, Naumburg, Jena, Saalfeld und Lichtenfels anbindet.

Bahnfahrt Berlin-München bisher nicht konkurrenzfähig

maxiboy, IBNR: 7006966, Sonntag, 12.04.2015, 15:59 (vor 4008 Tagen) @ Felix

Meines Erachtens hätte man sowohl auf die A71/A73 durch den Thüringer Wald wie auch auf diese Eisenbahn-HGV-Strecke gut verzichten können und sollen. Die Autobahnen binden dünnbesiedelte Gegenden an, wo die Leute sowieso wegsterben und wegziehen. Und es gibt bereits eine Bahnstrecke zwischen Berlin und München, die sogar noch Weißenfels, Naumburg, Jena, Saalfeld und Lichtenfels anbindet.

Auf der Strecke lohnt sich das Fliegen noch, und auch Minibusse sind schneller als die Züge.

Und Weißenfels und Saalfeld (Saale) sind nun auch keine Weltmetropolen. Was bei der Autobahn schlecht ist, ist bei der Bahn plötzlich gut? Einmal rosarote Brille abnehmen bitte.

Bahnfahrt Berlin-München bisher nicht konkurrenzfähig

Felix, Göttingen, Sonntag, 12.04.2015, 19:15 (vor 4008 Tagen) @ maxiboy

Auf der Strecke lohnt sich das Fliegen noch...

Wird es sich auch nach Inbetriebnahme der Neubaustrecke noch. Die Zugfrequenz zwischen Berlin und München wird im Vergleich zu heute wenn dann nur minimal zunehmen.

...und auch Minibusse sind schneller als die Züge.

Und trotzdem fahren heute ICEs im Stundentakt. Offensichtlich findet die Bahn auch heute schon ihre Kunden.

Und Weißenfels und Saalfeld (Saale) sind nun auch keine Weltmetropolen. Was bei der Autobahn schlecht ist, ist bei der Bahn plötzlich gut?

Natürlich ist es grundsätzlich gut, wenn auch kleine Orte erschlossen werden, aber dafür sollte man keine Autobahn bauen. Die Bahnstrecke gibt es ja schon, dann kann der Zug auch in diesen Orten anhalten.

Pardon, das ist manipulative Argumentation

maxiboy, IBNR: 7006966, Sonntag, 12.04.2015, 20:21 (vor 4008 Tagen) @ Felix
bearbeitet von maxiboy, Sonntag, 12.04.2015, 20:21

Auf der Strecke lohnt sich das Fliegen noch...


Wird es sich auch nach Inbetriebnahme der Neubaustrecke noch. Die Zugfrequenz zwischen Berlin und München wird im Vergleich zu heute wenn dann nur minimal zunehmen.

Das Fliegen war noch nie wegen der Taktung attraktiv, sondern wegen der kurzen Reisezeiten. Da ist es angesichts der Wettbewerbsfähigkeit ein Unterschied, ob man 4,5 Stunden Zug fährt oder mehr als 6 Stunden u.a. durch den Thüringer Wald juckelt.

...und auch Minibusse sind schneller als die Züge.


Und trotzdem fahren heute ICEs im Stundentakt. Offensichtlich findet die Bahn auch heute schon ihre Kunden.

Klar, da die Fernlinienbusse noch eine relativ neue Erfindung in der BRDDR sind.
Fest etabliert und ausdifferenziert haben sie sich noch nicht.

Und Weißenfels und Saalfeld (Saale) sind nun auch keine Weltmetropolen. Was bei der Autobahn schlecht ist, ist bei der Bahn plötzlich gut?


Natürlich ist es grundsätzlich gut, wenn auch kleine Orte erschlossen werden, aber dafür sollte man keine Autobahn bauen. Die Bahnstrecke gibt es ja schon, dann kann der Zug auch in diesen Orten anhalten.

Für alles gibt es ein passendes Werkzeug.
Ob ein ICE (angeblicher Hochgeschwindigkeitszug) so das Richtige ist für den Transport von Frischwaren wie Gemüse in die nächste Kleinstadt, besser als ein LKW, der auf Straßen fährt?

Gut, es gibt auch immer Leute, die predigen, wie toll alles werden würde, wenn man Kraftfahrzeuge verbieten würde und alle vom Schulkind bis zum Greis mit Rennrädern auf großstädtischen Gehwegen rumsausen. Aber vieles ist praktisch nicht darstellbar, weil man "gutes / schlechtes Verkehrsmittel" immer ideologiefrei und im Kontext sehen muss.

Mehr als 6 Stunden müsste nicht sein heute Berlin-München

CNL484, Sonntag, 12.04.2015, 23:43 (vor 4008 Tagen) @ maxiboy

Zeit Puffer viele Stopps an Bahnhöfen wie Lutherstadt Wittenberg verlängern die Fahrzeiten. Berlin-Leipzig in 1 Stunde machbar.4 min Aufenthalt. Leipzig-Jena geht in 54 min. Jena-Nürnberg könnte man wenn in 2 Stunden schaffen. Auch mit Halten wie Bamberg und Erlangen. Hatte mal 20 min Verspätung bekommen wegen Bahnübergang Störung in Rudolstadt im ICE 1005.Trotzdem auf die Minute Pünktlich in Nürnberg eingefahren.2 Stunden also machbar ohne Neigetechnik. Nürnberg-München schafft man im 58 min. Natürlich mit ICE3.Aber wer braucht ICE-T auf der Strecke der ICE Linie 28.Also ich komm auf 5 Stunden Fahrzeit heute. Leider setzt man das nicht um. In Jena Paradies stehen Züge weil sie zu pünktlich sind teilweise 10 min rum heute. Man steht über 10 min teilweise in Leipzig. Und dieser Zeit Puffer überall grausig. Also komm auf 5 stunden Fahrzeit heute.

Auch 6 Stunden sind für die meisten Reisenden ausreichend

Felix, Göttingen, Montag, 13.04.2015, 08:53 (vor 4007 Tagen) @ CNL484

Es müßte halt nur der Fahrpreis dazu passen, es darf also nicht zu teuer sein.

Mit der Neubaustrecke wird der Fahrpreis ordentlich steigen. Wie bei den anderen Neubaustrecken auch wird die Zahl der Fahrgäste nicht steigen, es werden lediglich preisbewußte Fahrgäste von der Bahn auf die Autobahn vertrieben und durch solche ersetzt, die heute das Flugzeug nehmen.

Ja, ein Trabi reicht auch, um durch Europa zu reisen

maxiboy, IBNR: 7006966, Montag, 13.04.2015, 22:36 (vor 4007 Tagen) @ Felix

Nur sollte man nicht verstimmt sein, wenn die Leute sich eben Alternativen suchen.

Und der innerdeutsche Flugverkehr ist auch deswegen so stark, weil die Bahn (das Angebot von DB Fernverkehr halt) oftmals kein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis bietet. Es gibt Relationen in anderen Ländern, wo ein gutes Bahnangebot dem Flugverkehr massiv Marktanteile abgenommen hat. Das gilt mit Einschränkungen sogar für den Örostar.

Ja, ein Trabi reicht auch, um durch Europa zu reisen

JeDi, überall und nirgendwo, Dienstag, 14.04.2015, 14:23 (vor 4006 Tagen) @ maxiboy

Und der innerdeutsche Flugverkehr ist auch deswegen so stark, weil die Bahn (das Angebot von DB Fernverkehr halt) oftmals kein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis bietet.

Wobei die Lufthansa ja drauf und dran ist, die DB zu unterbieten...

--
Weg mit dem 4744!

Ja, ein Trabi reicht auch, um durch Europa zu reisen

maxiboy, IBNR: 7006966, Mittwoch, 15.04.2015, 20:21 (vor 4005 Tagen) @ JeDi

Es gibt aber neben der LH auch noch andere Fluggesellschaften, z.B. Air Berlin.
Wenn die teils deutlich günstiger sind als ein DB-Sparpreis z.B. auf Berlin-Stuttgart, dann ist was faul.

Mehr als 6 Stunden müsste nicht sein heute Berlin-München

Mario-ICE, Montag, 13.04.2015, 10:05 (vor 4007 Tagen) @ CNL484
bearbeitet von Mario-ICE, Montag, 13.04.2015, 10:05

Zeit Puffer viele Stopps an Bahnhöfen wie Lutherstadt Wittenberg verlängern die Fahrzeiten. Berlin-Leipzig in 1 Stunde machbar.4 min Aufenthalt. Leipzig-Jena geht in 54 min. Jena-Nürnberg könnte man wenn in 2 Stunden schaffen. Auch mit Halten wie Bamberg und Erlangen. Hatte mal 20 min Verspätung bekommen wegen Bahnübergang Störung in Rudolstadt im ICE 1005.Trotzdem auf die Minute Pünktlich in Nürnberg eingefahren.2 Stunden also machbar ohne Neigetechnik. Nürnberg-München schafft man im 58 min. Natürlich mit ICE3.Aber wer braucht ICE-T auf der Strecke der ICE Linie 28.Also ich komm auf 5 Stunden Fahrzeit heute. Leider setzt man das nicht um. In Jena Paradies stehen Züge weil sie zu pünktlich sind teilweise 10 min rum heute. Man steht über 10 min teilweise in Leipzig. Und dieser Zeit Puffer überall grausig. Also komm auf 5 stunden Fahrzeit heute.

Man merkt eben das du Laie bist und das ist nicht negativ gemeint. 4 Minuten Aufenthalt in Leipzig ist in der Regel heute beim Fahrtrichtungswechsel nur noch unter optimalen Bedingungen zu erreichen. Die 10 Minuten in Leipzig resultieren aus dem Anschluss aus/an die Linie Leipzig - Frankfurt. Die Fahrzeiten zwischen Naumburg und Nürnberg sind dem bayerischen Nahverkehrskonzept geschuldet, die ja auch über entsprechende Rahmenverträge verfügen und nicht ständig ihre Pläne ändern wenn der Fernverkehr wieder Probleme mit seinen Fahrzeugen hat. Ebenso passt man sich in Naumburg an die Korrespondenz Dresden -Frankfurt an. Es nützt in Deutschland nichts Linien nur eigenständig zu betrachten.Dann deine Argumentation mit ICE 3 zwischen Nürnberg und München und wer braucht auf der Linie 28 ICE-T? Abgesehen das die ICE 3 derzeit völlig untauglich sind auf der Strecke, woher sollen diese denn kommen?
Klar wäre es wünschenswert schon heute schneller zu sein auf dieser Linie, man muss eben aber auch die Rahmenbedingungen mit betrachten.
Der einzige Vorteil ist dann, dass man sich bei der Eröffnung Ende 2017 auf die Schulter klopfen kann und gegenüber den Medien gigantische Fahrzeitverkürzungen verkünden kann, die in Wahrheit jedoch nur die Hälfte von dem sind was verkündet wird. Aber wer erinnert sich schon an Fahrpläne die 10 Jahre zurückliegen? Der Vergleich zum aktuellen Ist wird für viele leichter verständlich.

Mehr als 6 Stunden müsste nicht sein heute Berlin-München

Giovanni, Montag, 13.04.2015, 11:24 (vor 4007 Tagen) @ CNL484

Zeit Puffer viele Stopps an Bahnhöfen wie Lutherstadt Wittenberg verlängern die Fahrzeiten. Berlin-Leipzig in 1 Stunde machbar.4 min Aufenthalt. Leipzig-Jena geht in 54 min. Jena-Nürnberg könnte man wenn in 2 Stunden schaffen. Auch mit Halten wie Bamberg und Erlangen. Hatte mal 20 min Verspätung bekommen wegen Bahnübergang Störung in Rudolstadt im ICE 1005.Trotzdem auf die Minute Pünktlich in Nürnberg eingefahren.2 Stunden also machbar ohne Neigetechnik. Nürnberg-München schafft man im 58 min. Natürlich mit ICE3.Aber wer braucht ICE-T auf der Strecke der ICE Linie 28.Also ich komm auf 5 Stunden Fahrzeit heute.

Problem dabei: Zwischen Nürnberg und Leipzig darf der ICE-T m.w. stellenweise selbst ohne Neigetechnik schneller als lokbespannte Züge fahren (z.b. 160 statt 120km/h bei Naumburg). Da die Strecke Berlin - Nürnberg bislang noch nicht für den Einsatz der Wirbelstrombremse zugelassen ist, dürfen die ICE3 dort (wie auch zwischen Dortmund und Hamburg) wegen fehlender Bremshundertstel auf den Abschnitten ohne LZB auch nicht 160km/h - sondern nur rund 140km/h fahren.

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Wo Logik aufhört fängt das DB-Preissystem an.
2.4.4: "Eine Fahrkarte für eine höhere Produktklasse berechtigt [...] auch zur Beförderung in einer niedrigeren Produktklasse."
Ein Doppelstock-RE ist 4.631,5mm hoch - ein ICE1-Speisewagen nur 4.295mm ;)

Mehr als 6 Stunden müsste nicht sein heute Berlin-München

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Montag, 13.04.2015, 18:58 (vor 4007 Tagen) @ Giovanni

Zeit Puffer (...) Hatte mal 20 min Verspätung bekommen wegen Bahnübergang Störung in Rudolstadt im ICE 1005.Trotzdem auf die Minute Pünktlich in Nürnberg eingefahren.2 Stunden also machbar ohne Neigetechnik.

Das liegt an NV-Zügen, deren Takt man leider nicht für die ICE mit Überholung opfert. Daher müssen ICE, wenn sie pünktlich sind, hinter dem NV bummeln, können aber ggf. viel Verspätung aufholen.

Problem dabei: Zwischen Nürnberg und Leipzig darf der ICE-T m.w. stellenweise selbst ohne Neigetechnik schneller als lokbespannte Züge fahren (z.b. 160 statt 120km/h bei Naumburg).

Das sind aber sehr kurze Abschnitte und was der IC-T dadurch gewinnt (~10 Sekunden), verliert er umso mehr bei der Beschleunigung, sodass unterm Strich der MET-ICE doch schneller ist.

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Mehr als 6 Stunden müsste nicht sein heute Berlin-München

Marien, Berlin, Dienstag, 14.04.2015, 10:56 (vor 4006 Tagen) @ 218 466-1

Zeit Puffer (...) Hatte mal 20 min Verspätung bekommen wegen Bahnübergang Störung in Rudolstadt im ICE 1005.Trotzdem auf die Minute Pünktlich in Nürnberg eingefahren.2 Stunden also machbar ohne Neigetechnik.


Das liegt an NV-Zügen, deren Takt man leider nicht für die ICE mit Überholung opfert. Daher müssen ICE, wenn sie pünktlich sind, hinter dem NV bummeln, können aber ggf. viel Verspätung aufholen.

Wieso leider? Glücklicherweise!

Mehr als 6 Stunden müsste nicht sein heute Berlin-München

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Dienstag, 14.04.2015, 17:23 (vor 4006 Tagen) @ Marien

Wieso leider? Glücklicherweise!

Nein, ich wäre dafür dem FV konsequent Vorrang zu geben und NV gnadenlos zu überholen.
Einzige Lösung wäre viergleisiger Ausbau, aber solange es Mischbetrieb gibt, sollte dies zu Lasten der langsameren Züge gehen.

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Dein Ansatz halte ich für falsch

Marien, Berlin, Dienstag, 14.04.2015, 18:11 (vor 4006 Tagen) @ 218 466-1

Ich halte das für falsch. Der Fernverkehr hat durch die längeren Wege viel größere Reserven. Zudem kann man nicht einfach irgendwelche Anschlüsse kaputt machen, nur damit der ICE 5 min schneller ist.

Im Nahverkehr fahren außerdem mehr Leute mit.

Dein Ansatz halte ich für richtig

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Dienstag, 14.04.2015, 18:44 (vor 4006 Tagen) @ Marien

Ich halte das für falsch. Der Fernverkehr hat durch die längeren Wege viel größere Reserven. Zudem kann man nicht einfach irgendwelche Anschlüsse kaputt machen, nur damit der ICE 5 min schneller ist.

Ich halte das für richtig. Ein NV-Zug verliert 3-5 Minunten durch eine Überholung. Die FV-Züge verlieren über 15 Minuten durch die Blockabstand-bummelei. Das steht in keinen Verhältnis.
Die Anschlüsse können angepasst werden, ggf. muss halt auch ein RE mal eine Milchkanne auslassen. Zw. München, Memmingen und Kißlegg wurde das zugunsten der EC München - Zürich 1993-2004 auch so praktiziert. Inzwischen wurde der Fahrplan so angepasst, dass die Überholung interiert ist bzw. nur noch 2h-Takt besteht.

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Ich halte meinen Ansatz auch für richtig ;)

Marien, Berlin, Dienstag, 14.04.2015, 20:09 (vor 4006 Tagen) @ 218 466-1

Wenn ich das in alten Beiträgen richtig gelesen und verstanden habe, hat die DB Regio bei der DB Netz bestimmte Fahrzeiten (Trassen) für mehrere Jahre fest bestellt. Die DB Netz kann von sich aus die Trassen nicht aufkündigen.

Nun musste die DB Fernverkehr aus ihren bestellten Trassen ausbrechen, da die Fahrzeuge kaputt gegangen sind und langsamer fahren. So gesehen hat der Fernverkehr Vertragsbruch begangen. Dafür Regio zu bestrafen wäre Schwachsinn und würde wohl beim EBA nicht durchkommen.

Netztrassen.

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Dienstag, 14.04.2015, 21:27 (vor 4006 Tagen) @ Marien

Wenn ich das in alten Beiträgen richtig gelesen und verstanden habe, hat die DB Regio bei der DB Netz bestimmte Fahrzeiten (Trassen) für mehrere Jahre fest bestellt. Die DB Netz kann von sich aus die Trassen nicht aufkündigen.

Nun musste die DB Fernverkehr aus ihren bestellten Trassen ausbrechen, da die Fahrzeuge kaputt gegangen sind und langsamer fahren. So gesehen hat der Fernverkehr Vertragsbruch begangen. Dafür Regio zu bestrafen wäre Schwachsinn und würde wohl beim EBA nicht durchkommen.

Aber alle fünf Jahre gibt es neue Vetragsperioden und wenn DB Fernverkehr gewollt hätte, dann müsste sich der NV doch unterorden. Aber kurz vor VdE8 war es das leider nicht mehr wert.
Dazu kommt die Art der bestellten Trasse. Eine Premiumtrasse kostet eben mehr, garatiert aber "grüne Welle" - auch bei Verspätungen.

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Netztrassen.

Christian_S, Dienstag, 14.04.2015, 21:41 (vor 4006 Tagen) @ 218 466-1

Dazu kommt die Art der bestellten Trasse. Eine Premiumtrasse kostet eben mehr, garatiert aber "grüne Welle" - auch bei Verspätungen.

Garantiert grüne Welle? Ha, schön wärs.
Selbst die ICE-Sprinter, die ja meines Wissens nach solch hochwertige Trassen haben, sind lange nicht mehr so "sicher" in grüner Welle wie noch vor ein paar Jahren.

Netztrassen.

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Dienstag, 14.04.2015, 21:48 (vor 4006 Tagen) @ Christian_S

Garantiert grüne Welle? Ha, schön wärs.
Selbst die ICE-Sprinter, die ja meines Wissens nach solch hochwertige Trassen haben, sind lange nicht mehr so "sicher" in grüner Welle wie noch vor ein paar Jahren.

Auch bei den fünf Jahren gilt, wer zuerst kommt ...
Aber grundsätzlich ist es möglich, die ICE so schneller durchzubringen, jedenfalls nicht über längere Abschnitte hinter dem NV bummeln zu müssen.

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Rahmenverträge

Lumi25, Mittwoch, 15.04.2015, 17:11 (vor 4005 Tagen) @ 218 466-1

Diese können auch über einen längeren Zeitraum als 5 Jahre abgeschlossen werden.

In diesen 5 Jahresschritten kann man halt neue Rahmentrassen beantragen und dann ist der Fernverkehrsanbieter in der Tat auf Augenhöhe mit dem Nahverkehr. DB Netz tritt dann meist an den Besteller heran und informiert diesen entsprechend.

Wie z.B. im Fall HKX. HKX hat ab 2016 Rahmentrassen von Frankfurt nach Köln beantragt also müssen in manchen Zeitlagen Halte bei der MRB zwischen Remagen und Köln gestrichen werden.

Hauptbahnhöfe und Zugdichte

Marien, Berlin, Mittwoch, 15.04.2015, 09:06 (vor 4005 Tagen) @ 218 466-1

Unterordnen schön und gut, aber gerade in großen Bahnhöfen wie Nürnberg oder München kann der Nahverkehr sicherlich nicht fahren wie er lustig ist. Wenn du den richtigen "Slot" verpasst, kann es sein, dass erst 10 Minuten später wieder was frei ist. Hat mir mein Opa mal so erklärt. Aus dem Grund gibt es im Fahrplan selten mal Verschiebungen über 5 Minuten hinaus, weil es einfach nicht möglich ist. Entweder man konstruiert den Fahrplan von Grund auf neu oder man verschiebt nur sehr minimal. Dazwischen ist kaum etwas möglich. Dazu kommen ja auch noch mit dem Besteller gemeinsam vereinbarte Anschlüsse. Die kann und will man nicht einfach aufgeben. Verschiebst du Linie A musste du also auch Linie B und C verschieben. Verschiebst du Linie C musst du auch D und E verschieben, usw. Am Ende bist du wieder bei der kompletten Neukonstruktion des Fahrplans.

Vermutlich will man wirklich einfach warten, bis die ICE-Strecke nach Erfurt fertig ist. Dann braucht es eh einen komplett neuen Fahrplan.

Dein Ansatz halte ich für richtig

Giovanni, Dienstag, 14.04.2015, 21:15 (vor 4006 Tagen) @ 218 466-1

Ich halte das für falsch. Der Fernverkehr hat durch die längeren Wege viel größere Reserven. Zudem kann man nicht einfach irgendwelche Anschlüsse kaputt machen, nur damit der ICE 5 min schneller ist.


Ich halte das für richtig. Ein NV-Zug verliert 3-5 Minunten durch eine Überholung. Die FV-Züge verlieren über 15 Minuten durch die Blockabstand-bummelei. Das steht in keinen Verhältnis.

Wo hast du diese Zeiten her? Die 15min schneller hatte der ICE-T nur mit aktiver Neigetechnik geschafft - ohne nicht.
Auch braucht so eine Überholung oft länger als 3-5 Minuten...

Zudem:
Ich hab nicht mitgezählt, wie oft ein RE planmäßig zur Seite geholt wurde, damit der EC überholen kann - der dadurch nur eine Minute gewinnen würde.
Nur stand der RE dort meist vergebens, da der EC nie so absolut pünktlich war, dass die Überholung Sinn gemacht hätte.

Die Anschlüsse können angepasst werden, ggf. muss halt auch ein RE mal eine Milchkanne auslassen. Zw. München, Memmingen und Kißlegg wurde das zugunsten der EC München - Zürich 1993-2004 auch so praktiziert. Inzwischen wurde der Fahrplan so angepasst, dass die Überholung interiert ist bzw. nur noch 2h-Takt besteht.

Nur wie soll sinnvoller Nahverkehr aussehen, wenn der Fernverkehr wie Kraut und Rüben fährt? Einige Fernzüge ziehen Blutspuren hinter sich her, die die Diskussion um Münster-Albachten vs HKX lächerlich aussehen lassen.

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2.4.4: "Eine Fahrkarte für eine höhere Produktklasse berechtigt [...] auch zur Beförderung in einer niedrigeren Produktklasse."
Ein Doppelstock-RE ist 4.631,5mm hoch - ein ICE1-Speisewagen nur 4.295mm ;)

Überholung RE durch ICE

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Dienstag, 14.04.2015, 22:02 (vor 4006 Tagen) @ Giovanni

Wo hast du diese Zeiten her? Die 15min schneller hatte der ICE-T nur mit aktiver Neigetechnik geschafft - ohne nicht.

Zu IC-T kann ich nichts sagen, aber der MET hat schon über 15 Minuten aufgeholt, weil dann kein NV mehr im Weg war.

Auch braucht so eine Überholung oft länger als 3-5 Minuten...

Kommt auf die Blockabschnitte an. Auf der NIM geht das in Pfaffenhofen und Pethershausen in unter drei Minuten Standzeit bei Überholung MNX durch ICE. Zeitverlust abzüglich planmäßiger Standzeit unter 2 Minuten.
Im Allgäu in Mindelheim (Strecke München - Memmingen) kostet die (planmäßige) Überholung dagegen über 10 Minuten.

Ich hab nicht mitgezählt, wie oft ein RE planmäßig zur Seite geholt wurde, damit der EC überholen kann - der dadurch nur eine Minute gewinnen würde.
Nur stand der RE dort meist vergebens, da der EC nie so absolut pünktlich war, dass die Überholung Sinn gemacht hätte.

Wäre noch interessant wo "dort" ist?

Nur wie soll sinnvoller Nahverkehr aussehen, wenn der Fernverkehr wie Kraut und Rüben fährt? Einige Fernzüge ziehen Blutspuren hinter sich her, die die Diskussion um Münster-Albachten vs HKX lächerlich aussehen lassen.

Siehe Antwort weiter oben mit den Rahmenvetragsperioden, alle fünf Jahre.

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Überholung RE durch ICE

Christian_S, Dienstag, 14.04.2015, 22:35 (vor 4006 Tagen) @ 218 466-1

Kommt auf die Blockabschnitte an. Auf der NIM geht das in Pfaffenhofen und Pethershausen in unter drei Minuten Standzeit bei Überholung MNX durch ICE. Zeitverlust abzüglich planmäßiger Standzeit unter 2 Minuten.
Im Allgäu in Mindelheim (Strecke München - Memmingen) kostet die (planmäßige) Überholung dagegen über 10 Minuten.

Richtig, es kommt auf die zulässige Streckengeschwindigkeit im Zusammenspiel mit der Verteilung der Signalblöcke an.

Ich hab nicht mitgezählt, wie oft ein RE planmäßig zur Seite geholt wurde, damit der EC überholen kann - der dadurch nur eine Minute gewinnen würde.
Nur stand der RE dort meist vergebens, da der EC nie so absolut pünktlich war, dass die Überholung Sinn gemacht hätte.


Wäre noch interessant wo "dort" ist?

Mir würde da von vor einigen Jahren noch das Beispiel Bad Endorf einfallen. Die RB München-Salzburg hatte da planmäßig Aufenthalt zur Überholung durch den ÖBB-Korridorzug. Kam der verspätet, konnte die RB trotzdem nicht abfahren, da sie ja den planmäßigen Aufenthalt hatte. Also fuhr sie pünktlich weiter und wurde dann später außerplanmäßig überholt, was auch der RB Verspätung einbrachte.

Ähnliche Beispiele solcher Überholungen finden sich heute z.B. noch sehr zahlreich zur HVZ im Kinzigtal (Hanau-Fulda), wo eigentlich auch fast täglich ad-hoc disponiert werden muss.

In meinen Augen ist es bei solchen Überholungen sinnvoll, planerisch keinen großen Aufenthalt zu veröffentlichen, sondern die Zeit lieber als Puffer bis zum nächsten Bahnhof einzubauen. Verlängert zwar zwischen den beiden benachbarten Bahnhöfen die Fahrzeit des Regionalzuges, dafür kann aber flexibler agiert werden, ohne unnötig Zeit abzustehen und später verspätet zu werden. Funktioniert aber eben auch nur in sehr begrenztem Rahmen und eigentlich nicht über eine längere Strecke.

Überholung RE durch ICE

JeDi, überall und nirgendwo, Mittwoch, 15.04.2015, 09:12 (vor 4005 Tagen) @ Christian_S

In meinen Augen ist es bei solchen Überholungen sinnvoll, planerisch keinen großen Aufenthalt zu veröffentlichen, sondern die Zeit lieber als Puffer bis zum nächsten Bahnhof einzubauen. Verlängert zwar zwischen den beiden benachbarten Bahnhöfen die Fahrzeit des Regionalzuges, dafür kann aber flexibler agiert werden, ohne unnötig Zeit abzustehen und später verspätet zu werden. Funktioniert aber eben auch nur in sehr begrenztem Rahmen und eigentlich nicht über eine längere Strecke.

Und wenn man sowas macht, wie z.B. in Baden-Württemberg üblich, meckern Experten wie unsere Vorserien-120 wieder rum, dass man ja vorsätzlich Verspätungen verursachen würde.

--
Weg mit dem 4744!

Du bist echt lustig...

Lumi25, Dienstag, 14.04.2015, 18:21 (vor 4006 Tagen) @ 218 466-1

Nein, ich wäre dafür dem FV konsequent Vorrang zu geben und NV gnadenlos zu überholen.
Einzige Lösung wäre viergleisiger Ausbau, aber solange es Mischbetrieb gibt, sollte dies zu Lasten der langsameren Züge gehen.

schau Dir doch mal an wie die Strecken teilweise ausgebaut werden.


Als Beispiel nehme ich mal Düren-Köln. Hier haben wir überwiegend eine viergleisige Strecke trotzdem müssen RE oder Güterzüge im Stand überholt werden. Eine fliegende Überholung ist hier kaum möglich dank Linienbetrieb.


Nächstes Beipsiel Hamm-Minden


Auch hier liegen 4 Gleise der Nahverkehr kann aber meist nur die Ferngleise nutzen also muss dieser zwischen 200 km/h schnellen Fernzügen gepresst werden. Ein Umbau auf Richtungsbetrieb wäre hier längst angebracht aber investieren in die eigene Infrastruktur? Daran scheint man wenig Interesse zu haben.


Die Probleme sind also hausgemacht und ohne Förderungen ist die DB AG auch nicht bereit nur einen einzigen Cent in die Verbesserung ihrer Infrastruktur zu stecken.

Mehr als 6 Stunden müsste nicht sein heute Berlin-München

Christian_S, Dienstag, 14.04.2015, 17:33 (vor 4006 Tagen) @ 218 466-1


Das sind aber sehr kurze Abschnitte und was der IC-T dadurch gewinnt (~10 Sekunden), verliert er umso mehr bei der Beschleunigung, sodass unterm Strich der MET-ICE doch schneller ist.

Na das macht schon mehr aus. Allein Weißenfels-Naumburg bringt durch die höhere zulässige Streckengeschwindigkeit (160 statt 120 km/h und das auf rund 8 km Streckenlänge) für den ICE-T rund eine Minute, die Abschnitte im Frankenwald zusammengerechnet ebenso. Da kommt der MET nicht mit ;)

...und Landschaftszerstörung und Ressourcenverschwendung

Frank Augsburg, Ansbach, Montag, 13.04.2015, 07:17 (vor 4007 Tagen) @ Felix

Geld ist immerhin ersetzbar. Landschaft und Ressourcen hingegen sind endlich. Was einmal verbraucht oder zerstört wurde, ist weg, für immer.

Sehr richtig erkannt! Genau daran denke ich auch immer, wenn die x-te ach so notwendige Umgehungsstraße in die Wiesen geprügelt werden muß. Mit Platzbedarfen, da wird jede ICE- Strecke blaß. Aber die Bahn ist böse, nur der Bus unser Heil, jawoll!

--
"Die Ferne ist ein schöner Ort,
doch wenn ich da bin, ist sie fort.
Die Ferne ist wo ich nicht bin,
ich geh und geh und komm nicht hin."

(Silly, mit der leider viel zu früh verstorbenen Tamara Danz)

Du willst nur nicht zugeben, daß ich recht habe

Felix, Göttingen, Montag, 13.04.2015, 08:56 (vor 4007 Tagen) @ Frank Augsburg

Geld ist immerhin ersetzbar. Landschaft und Ressourcen hingegen sind endlich. Was einmal verbraucht oder zerstört wurde, ist weg, für immer.


Sehr richtig erkannt! Genau daran denke ich auch immer, wenn die x-te ach so notwendige Umgehungsstraße in die Wiesen geprügelt werden muß. Mit Platzbedarfen, da wird jede ICE- Strecke blaß. Aber die Bahn ist böse, nur der Bus unser Heil, jawoll!

Wegen Bussen werden keine Umgehungsstraßen gebaut. Und ich sage nicht, daß die Bahn böse ist, ich sage, daß die Bahnlobby böse ist - jedenfalls in Deutschland. Das ist ein Unterschied.

Es gibt doch heute schon eine Bahnstrecke zwischen Berlin und München. Mit völlig ausreichenden Reisezeiten. Man kann stattdessen auch einfach mit dem Zug fahren, der heute schon fährt.

Du willst nur nicht einsehen, daß Du Unrecht hast...

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Montag, 13.04.2015, 08:59 (vor 4007 Tagen) @ Felix

...und ansonsten *gähn*. deine ewig gleiche Argumentation und Verweigerung jedweder Verbesserungen im System Bahn langweilt.

Heute meine direkte Ader habende Grüße,
der Colaholiker

Wer ist überhaupt diese Bahnlobby?

bahnerausleidenschaft, Montag, 13.04.2015, 09:12 (vor 4007 Tagen) @ Felix

- kein Text -

Na DAS BÖSE(TM) ;-)

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Montag, 13.04.2015, 09:24 (vor 4007 Tagen) @ bahnerausleidenschaft

- kein Text -

Fällt mir schwer, das zu glauben...

Frank Augsburg, Ansbach, Montag, 13.04.2015, 13:12 (vor 4007 Tagen) @ Colaholiker

...aber ganz leicht, mir das vorzustellen. In den ollen Stephen- King- Schinken verbarg sich das Böse immer im Gewöhnlichen (na gut, da braucht es eigentlich keinen Stephen- King- Schinken!), und in dem neuesten Schocker "Das Böse in den Tiefen des FLIX" ziehen sich düstere Schwaden über der Autobahn zusammen, und aus fingergleich zu Boden reichenden schwarzen Säulen steigt plötzlich Ronaldichenchenlein herab, mit ner DB- Knolle auf der Nase und der rosaroten Schienenverkehrsbrille.
Der Busfahrer erstickt höchstens vor Lachen. Wenn die derzeitige Bahnlobby etwas bewirkt dann das.

Schöne Grüße
Frank

--
"Die Ferne ist ein schöner Ort,
doch wenn ich da bin, ist sie fort.
Die Ferne ist wo ich nicht bin,
ich geh und geh und komm nicht hin."

(Silly, mit der leider viel zu früh verstorbenen Tamara Danz)

Wer ist überhaupt diese Bahnlobby?

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Montag, 13.04.2015, 20:05 (vor 4007 Tagen) @ bahnerausleidenschaft

Na das ist die Bahnlobby. ;)

--
Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
[image]

Reisezeiten M - B heute und mit VDE8 - und Alternativen dazu

L.Willms, Montag, 13.04.2015, 09:31 (vor 4007 Tagen) @ Felix

Es gibt doch heute schon eine Bahnstrecke zwischen Berlin und München. Mit völlig ausreichenden Reisezeiten.

Absolut nicht ausreichend.

Eine neue Schneise am östlichen Rand durch das deutsche Mittelgebirge war und ist absolut notwendig, um annehmbare Reisezeiten zwischen Berlin und München zu erreichen, der jeweils größen und drittgrößten Stadt der Republik, den Einwohnerzahlen nach gerechnet.

Ob die Strecke nun unbedingt einen Umweg nach Westen über Erfurt nehmen mußte, anstatt einer Direttissima, die von Nürnberg über Bayreuth, Hof, Plauen und Zwickau nach Leipzig führte, und durch einen Nürnberger Citytunnel für Fernzüge den Hbf Leipzig von Süden her, vom Bayerischen Bahnhof erreicht hätte. Mit einer zweiten Schnellfahrstrecke für den West-Ost-Verkehr von Erfurt über Jena, ebenfalls von Süden her in den Leipziger Hbf, über welche Strecke dann auch der Verkehr von Südwesten (Frankfurt/Main) nach Berlin abgewickelt werden würde.

Aber es mußte ja mal wieder alles ganz billig sein.

Aber eine Schneise für eine HGV-Trasse, die war und ist unbedingt nötig.

Reisezeiten M - B heute und mit VDE8 - und Alternativen dazu

Mario-ICE, Montag, 13.04.2015, 10:40 (vor 4007 Tagen) @ L.Willms

Es stellt sich jedoch die Frage, ob es das ganze Geld wirklich wert war, auf der VDE 8.1 wird in der Regel 1 Zug pro Stunde fahren, je nach Sprinteraufkommen vielleicht ein zweiter jede 2. oder 4. Stunde. Dem Güterverkehr wurden durch diese Strecke rosige Zeiten versprochen, inzwischen fahren im Güterverkehr immer mehr Private, ob diese die teuren Fahrzeug und Trassenkosten tragen werden bleibt abzuwarten.
Ein Bundesland erkauft sich die neue Strecke mit einem Halt und verliert dafür andere Halte, die per Gutachten keine Vorteile durch die NBS erzielen und muss nun den regionalen Zubringerverkehr bezahlen.
Es gab ja Ausbaupläne auf den Altstrecken, die dann im Überschwang der Nachwendezeit in den Schubladen verschwunden sind. Sicher wäre man nicht an die angepeilten Ziele der VDE 8 herangekommen, jedoch wären die Unterschiede wesentlich geringer als mancher heute denkt.
Zum Thema Individualverkehr stellt sich schon die Frage, wie sieht denn der Nutzen für solche Autobahnen aus.
Auch wenn es viele hier nicht hören wollen, die Eisenbahn ist ein Nebenschauplatz im Verkehrswesen geworden und wenn man nicht aufpasst wird bald eine Generation kommen, die sie sogar als zu teuer und überflüssig betrachtet.

Schnellen SPFV gibt's nun mal nur mit SFSen

flierfy, Montag, 13.04.2015, 12:41 (vor 4007 Tagen) @ Mario-ICE

Es stellt sich jedoch die Frage, ob es das ganze Geld wirklich wert war, auf der VDE 8.1 wird in der Regel 1 Zug pro Stunde fahren, je nach Sprinteraufkommen vielleicht ein zweiter jede 2. oder 4. Stunde. Dem Güterverkehr wurden durch diese Strecke rosige Zeiten versprochen, inzwischen fahren im Güterverkehr immer mehr Private, ob diese die teuren Fahrzeug und Trassenkosten tragen werden bleibt abzuwarten.

Abwarten. Erst wenn zwischen Nürnberg und Ebensfeld durchgehend 4 Gleise liegen, wird das ganze Potential der VDE8 zur Verfügung stehen. Und erst dann wird man Verkehre fahren können, die konkurrierenden Verkehrsträgern die nachfrage abgraben.

Ein Bundesland erkauft sich die neue Strecke mit einem Halt und verliert dafür andere Halte, die per Gutachten keine Vorteile durch die NBS erzielen und muss nun den regionalen Zubringerverkehr bezahlen.

Zubringerverkehr musste Thüringen schon immer bezahlen. Es dreht sich nun lediglich die Zubringerrichtung um. Insgesamt ergeben sich für Thüringen sehr viel mehr Vor- als Nachteile durch die beiden SFSen.

Es gab ja Ausbaupläne auf den Altstrecken, die dann im Überschwang der Nachwendezeit in den Schubladen verschwunden sind. Sicher wäre man nicht an die angepeilten Ziele der VDE 8 herangekommen, jedoch wären die Unterschiede wesentlich geringer als mancher heute denkt.

Das glaubst du ja selbst nicht. Die Bestandsstrecke eignet sich überhaupt nicht für den SPFV. Ausbauten, die wirkliche Fahrzeitgewinne gebracht hätte, wären ähnlich teuer gewesen wie die Teilabschnitte des VDE8. Doch dann hätte man sich weiterhin mit dem Regional- und Güterverkehr rumplagen müssen.

Schnellen SPFV gibt's nun mal nur mit SFSen

Mario-ICE, Montag, 13.04.2015, 13:28 (vor 4007 Tagen) @ flierfy

Wir kennen ja deine Meinung über den schnellen Zugverkehr. Seltsam nur das ausgerechnet dieser keine Steigerungsraten zu verzeichnen haben. Weißt du überhaupt um welche Projekte es geht? Das Thüringen mehr profitiert als verliert gilt nur für wenige Regionen, alle anderen haben sogar Nachteile, aber das wirst du der nur im Punkt zu Punkt- Verkehr eh nie begreifen.
Jedenfalls profitieren mehr Leute von solchen Projekten wie der Thüringer-Wald-Autobahn gegenüber der U-Bahn von Erfurt nach Nürnberg.

Schnellen SPFV gibt's nun mal nur mit SFSen

flierfy, Montag, 13.04.2015, 14:43 (vor 4007 Tagen) @ Mario-ICE

Wir kennen ja deine Meinung über den schnellen Zugverkehr. Seltsam nur das ausgerechnet dieser keine Steigerungsraten zu verzeichnen haben.

Diese Behauptung zeigt, wie wenig Sie von der Materie verstehen. Schauen Sie sich einfach mal die Fahrgastzahlen zwischen Madrid und Barcelona vor und nach der Inbetriebnahme der SFS zwischen beiden Städten an, und Sie werden sehen, welche fundamentalen Verschiebungen im Modalsplit der Hochgeschwindigkeitsverkehr der Bahn zu leisten vermag.

Weißt du überhaupt um welche Projekte es geht? Das Thüringen mehr profitiert als verliert gilt nur für wenige Regionen, alle anderen haben sogar Nachteile, aber das wirst du der nur im Punkt zu Punkt- Verkehr eh nie begreifen.

Auch wenn Sie das nicht wahr haben wollen, aber die Bahn bedient immer nur Punkte, egal wie dicht ihr Netz ist. Und nein, es gilt eben nicht nur für wenige Regionen Thüringens, dass die SFSen Vorteilen bringen. Das ganze thüringer Becken profitiert davon. Und dort leben nun mal die meisten Thüringer. Nachteile hat die Veränderung allein für 2 Städte.

Jedenfalls profitieren mehr Leute von solchen Projekten wie der Thüringer-Wald-Autobahn gegenüber der U-Bahn von Erfurt nach Nürnberg.

Das ist eine nicht haltbare Behauptung, bei der einfach ausser Acht gelassen wurde, dass die beiden SFSen in der gesamten Osthälfte Deutschlands verkehrlich wirken, während sich die verbesserte Verbindungen durch die Autobahnen zwischen Erfurt, Schweinfurt und Bamberg fast nur auf diese Region beschränkt.

Schnellen SPFV gibt's nun mal nur mit SFSen

Mario-ICE, Montag, 13.04.2015, 14:58 (vor 4007 Tagen) @ flierfy

Weißt du überhaupt um welche Projekte es geht? Das Thüringen mehr profitiert als verliert gilt nur für wenige Regionen, alle anderen haben sogar Nachteile, aber das wirst du der nur im Punkt zu Punkt- Verkehr eh nie begreifen.

Auch wenn Sie das nicht wahr haben wollen, aber die Bahn bedient immer nur Punkte, egal wie dicht ihr Netz ist. Und nein, es gilt eben nicht nur für wenige Regionen Thüringens, dass die SFSen Vorteilen bringen. Das ganze thüringer Becken profitiert davon. Und dort leben nun mal die meisten Thüringer. Nachteile hat die Veränderung allein für 2 Städte.

Jetzt muss ich doch mal lachen.

Jedenfalls profitieren mehr Leute von solchen Projekten wie der Thüringer-Wald-Autobahn gegenüber der U-Bahn von Erfurt nach Nürnberg.

Das ist eine nicht haltbare Behauptung, bei der einfach ausser Acht gelassen wurde, dass die beiden SFSen in der gesamten Osthälfte Deutschlands verkehrlich wirken, während sich die verbesserte Verbindungen durch die Autobahnen zwischen Erfurt, Schweinfurt und Bamberg fast nur auf diese Region beschränkt.

Warum wird wohl der Verkehr aus Mitteldeutschland nach Südwestdeutschland heute nicht mehr nur über die A4 und A5 betrieben?

Schnellen SPFV gibt's nun mal nur mit SFSen

L.Willms, Montag, 13.04.2015, 15:05 (vor 4007 Tagen) @ Mario-ICE

Jedenfalls profitieren mehr Leute von solchen Projekten wie der Thüringer-Wald-Autobahn gegenüber der U-Bahn von Erfurt nach Nürnberg.

Das ist eine nicht haltbare Behauptung, bei der einfach ausser Acht gelassen wurde, dass die beiden SFSen in der gesamten Osthälfte Deutschlands verkehrlich wirken, während sich die verbesserte Verbindungen durch die Autobahnen zwischen Erfurt, Schweinfurt und Bamberg fast nur auf diese Region beschränkt.

Das ist eine bemerkenswerte Feststellung von Fierfly (Name richtig erinnert?).

Warum wird wohl der Verkehr aus Mitteldeutschland nach Südwestdeutschland heute nicht mehr nur über die A4 und A5 betrieben?

Ach, nur noch über die A9?

Schnellen SPFV gibt's nun mal nur mit SFSen

Lumi25, Montag, 13.04.2015, 14:17 (vor 4007 Tagen) @ flierfy

Abwarten. Erst wenn zwischen Nürnberg und Ebensfeld durchgehend 4 Gleise liegen, wird das ganze Potential der VDE8 zur Verfügung stehen. Und erst dann wird man Verkehre fahren können, die konkurrierenden Verkehrsträgern die nachfrage abgraben.


Es werden nie mehr als 2 Zugpaare pro Richtung in der Stunde sein.

Zubringerverkehr musste Thüringen schon immer bezahlen. Es dreht sich nun lediglich die Zubringerrichtung um. Insgesamt ergeben sich für Thüringen sehr viel mehr Vor- als Nachteile durch die beiden SFSen.


Also Jena ist wenn ich mich nicht irre ein bedeutender Technologiestandort und ich meine auch gelesen zu haben, dass diese teilweise abwandern will wenn Jena keinen regelmäßigen Fernverkehrsanschluss bekommt.

Das glaubst du ja selbst nicht. Die Bestandsstrecke eignet sich überhaupt nicht für den SPFV. Ausbauten, die wirkliche Fahrzeitgewinne gebracht hätte, wären ähnlich teuer gewesen wie die Teilabschnitte des VDE8. Doch dann hätte man sich weiterhin mit dem Regional- und Güterverkehr rumplagen müssen.


Kennst Du die Fahrzeiten wenn die Altstrecke ausgebaut worden wäre? Ein Ausbau von 80 km/h auf 160 km/h z.B. bringt wesentlich mehr als Du glaubst. Dagegen ist der Fahrzeitvorteil von 160 auf 200-250 km/h eher bescheiden.

Mal als Beispiel für die Frankenwaldrampe war immer wieder eine Umgehung geplant gewesen ähnlich wie sie jetzt im Spessart realisiert wird.

Zwischen Apolda und Naumburg hätte sich eine Neutrassierung der Strecke angeboten womit man die schnellen Verkehre Erfurt-Jena auf diese Route hätte verlagern können.

Das sind nur zwei Beispiele

Reisezeiten M - B heute und mit VDE8 - und Alternativen dazu

L.Willms, Montag, 13.04.2015, 13:49 (vor 4007 Tagen) @ Mario-ICE

Es gab ja Ausbaupläne auf den Altstrecken, die dann im Überschwang der Nachwendezeit in den Schubladen verschwunden sind. Sicher wäre man nicht an die angepeilten Ziele der VDE 8 herangekommen, jedoch wären die Unterschiede wesentlich geringer als mancher heute denkt.

Es geht hier um eine weitere Nord-Süd-Schneise durch das deutsche Mittelgebirge, welches eine Barriere darstellt zwischen der Norddeutschen Tiefebene und den Ebenen in Süddeutschland.

Hier kann man, davon bin ich fest überzeugt, signifikante Zeitgewinne nur durch Neubaustrecken erreichen, die nicht mehr den gewundenen Tälern folgen, sondern wirkliche Schneisen in Berg und Tal schlagen. Der wesentliche Fahrzeitvorteil durch die bisherigen Neubaustrecken -- Hannover - Würzburg, Mannheim - Stuttgart, Nürnberg - Ingolstadt und Köln - Rhein-Main -- wurden durch die Verkürzung der Strecken erreicht, indem man aus den Tälern ausgebrochen ist und richtige neue Schneisen in das Gebirge geschlagen hat.

Hingegen bringen Neubaustrecken in der Ebene, wo man dann statt Vmax 200 km/h auf Vmax 300 km/h kommt, solche drastischen Fahrzeitverkürzungen nicht, weil die Strecken dabei nicht so radikal verkürzt werden.

Eine andere Frage ist die Streckenführung der VDE8, wie sie nun gebaut worden ist. Dazu hab ich meine inzwischen erlangte Meinung schon in meinem vorigen Beitrag geschrieben. Aber hätte wäre wenn ist relativ müßig, auch wenn wir vielleicht in einer fernen Zukunft, wenn die Geldverschwendung für Krieg und Überwachung mal aufgehört hat, die sinnvolleren Strecken bauen könnten.

Reisezeiten M - B heute und mit VDE8 - und Alternativen dazu

Aphex Twin, Dienstag, 14.04.2015, 02:35 (vor 4007 Tagen) @ L.Willms

Es gab ja Ausbaupläne auf den Altstrecken, die dann im Überschwang der Nachwendezeit in den Schubladen verschwunden sind. Sicher wäre man nicht an die angepeilten Ziele der VDE 8 herangekommen, jedoch wären die Unterschiede wesentlich geringer als mancher heute denkt.


Es geht hier um eine weitere Nord-Süd-Schneise durch das deutsche Mittelgebirge, welches eine Barriere darstellt zwischen der Norddeutschen Tiefebene und den Ebenen in Süddeutschland.

Hier kann man, davon bin ich fest überzeugt, signifikante Zeitgewinne nur durch Neubaustrecken erreichen, die nicht mehr den gewundenen Tälern folgen, sondern wirkliche Schneisen in Berg und Tal schlagen. Der wesentliche Fahrzeitvorteil durch die bisherigen Neubaustrecken -- Hannover - Würzburg, Mannheim - Stuttgart, Nürnberg - Ingolstadt und Köln - Rhein-Main -- wurden durch die Verkürzung der Strecken erreicht, indem man aus den Tälern ausgebrochen ist und richtige neue Schneisen in das Gebirge geschlagen hat.

Hingegen bringen Neubaustrecken in der Ebene, wo man dann statt Vmax 200 km/h auf Vmax 300 km/h kommt, solche drastischen Fahrzeitverkürzungen nicht, weil die Strecken dabei nicht so radikal verkürzt werden.

Dafür sind in der Ebene die Baukosten deutlich geringer. Gibt es eigentlich Zahlen die die Baukosten pro km der deutschen SFS (am besten inflationskorrigiert) darstellen?

Reisezeiten M - B heute und mit VDE8 - und Alternativen dazu

Lumi25, Montag, 13.04.2015, 13:59 (vor 4007 Tagen) @ Mario-ICE

Es stellt sich jedoch die Frage, ob es das ganze Geld wirklich wert war, auf der VDE 8.1 wird in der Regel 1 Zug pro Stunde fahren, je nach Sprinteraufkommen vielleicht ein zweiter jede 2. oder 4. Stunde. Dem Güterverkehr wurden durch diese Strecke rosige Zeiten versprochen, inzwischen fahren im Güterverkehr immer mehr Private, ob diese die teuren Fahrzeug und Trassenkosten tragen werden bleibt abzuwarten.


Sobald die Strecke Hof-Regensburg unter Draht ist stellt sich diese Frage gar nicht mehr für Güterzüge. Ich frage mich wie ohne den Güterverkehr die NBS ihre Betriebskosten einigermaßen erwirtschaften soll. Der IR wird ja auch nicht kommen.

Ein Bundesland erkauft sich die neue Strecke mit einem Halt und verliert dafür andere Halte, die per Gutachten keine Vorteile durch die NBS erzielen und muss nun den regionalen Zubringerverkehr bezahlen.


Zubringerverkehre klingt gar nicht mal so schlecht ist nur die Frage wie man das ganze umsetzt. Talent II oder VT 612 sind jedenfalls keine Fahrzeuge die mittleren Fernverkehr gerecht werden. Der Fernverkehrskunde möchte z.B. gerne in Ruhe und bequem sitzen können und sich nicht beim Einstieg um die Sitzplätze schlagen müssen.

Es gab ja Ausbaupläne auf den Altstrecken, die dann im Überschwang der Nachwendezeit in den Schubladen verschwunden sind. Sicher wäre man nicht an die angepeilten Ziele der VDE 8 herangekommen, jedoch wären die Unterschiede wesentlich geringer als mancher heute denkt.
Zum Thema Individualverkehr stellt sich schon die Frage, wie sieht denn der Nutzen für solche Autobahnen aus.


Würde mich echt mal im Detail interessieren was dort möglich gewesen wäre.

Auch wenn es viele hier nicht hören wollen, die Eisenbahn ist ein Nebenschauplatz im Verkehrswesen geworden und wenn man nicht aufpasst wird bald eine Generation kommen, die sie sogar als zu teuer und überflüssig betrachtet.


Ich empfinde es als sehr schade, dass es in Deutschland keine Musterregion gibt wo die Schiene klar schneller ist als das Auto.

Die Eifel würde sich für so was durchaus anbieten, denn noch ist die A1 nicht durchgängig. Potential ist hier massig vorhanden, dass haben früher die Neigezüge gezeigt. Dieser hat alle Knoten (Köln-Euskirchen-Trier-Saarbrücken) und wichtigen Anschlüsse miteinander verbunden. Der Effekt die Fahrgastzahlen stiegen mal eben um 50% an.

Man sieht also die Leute steigen um wenn es attraktiv ist und die Fahrzeiten stimmen. Mit eine durchgehenden Elektrifizierung und Neigezügen so wie teilweisen Streckenausbau auf 2 Gleise (vor allem im Abschnitt Gerolstein-Trier) könnte man Köln-Trier in 2 Stunden und Köln-Saabrücken in 3 Stunden locker schaffen und wäre damit auf Augenhöhe zum Auto.

Bei Neutrassierungen wäre Köln-Saarbrücken in 2 1/2 Stunden durchaus realistisch.


Leider fehlt für so was der politische Rückhalt.

Reisezeiten M - B heute und mit VDE8 - und Alternativen dazu

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Montag, 13.04.2015, 20:18 (vor 4007 Tagen) @ L.Willms

Es gibt doch heute schon eine Bahnstrecke zwischen Berlin und München. Mit völlig ausreichenden Reisezeiten.


Absolut nicht ausreichend.

Auch mit der SFS (4h und selbst das nur mit Sprinter) noch lange nicht ausreichend.


Ob die Strecke nun unbedingt einen Umweg nach Westen über Erfurt nehmen mußte, anstatt einer Direttissima, die von Nürnberg über Bayreuth, Hof, Plauen und Zwickau nach Leipzig führte, und durch einen Nürnberger Citytunnel für Fernzüge den Hbf Leipzig von Süden her, vom Bayerischen Bahnhof erreicht hätte. Mit einer zweiten Schnellfahrstrecke für den West-Ost-Verkehr von Erfurt über Jena, ebenfalls von Süden her in den Leipziger Hbf, über welche Strecke dann auch der Verkehr von Südwesten (Frankfurt/Main) nach Berlin abgewickelt werden würde.

Aber es mußte ja mal wieder alles ganz billig sein.
Aber eine Schneise für eine HGV-Trasse, die war und ist unbedingt nötig.

Nein, keine Schneise, sondern eine aufgeständerte Transrapid Strecke wäre unbedingt nötig, um wirklich attraktive Fahrzeiten (1,5h) zu erreichen.
Stattdessen hat man ICE's, die weiterhin deutlich langsamer als Flugzeuge sind und dazu an ihrem Bedarf (Jena, Saalfeld, Lichtenfels) vorbei fahren.

--
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Reisezeiten M - B heute und mit VDE8 - und Alternativen dazu

GibmirZucker, Montag, 13.04.2015, 20:48 (vor 4007 Tagen) @ 218 466-1

Nein, keine Schneise, sondern eine aufgeständerte Transrapid Strecke wäre unbedingt nötig, um wirklich attraktive Fahrzeiten (1,5h) zu erreichen.

Transrapid sieht schon auf dem Papier aus. Aber selbst in China hat man eingesehen, dass das Konzep auch auf Langstrecken viele Nachteile mit sich bringt.

Um gegenüber dem Flugzeug konkurrenzfähig zu sein, bedarf es auf Strecken wie B-M solcher Spielereien nicht. Eine echte SFS Berlin-München, 550km, wäre nonstop in etwa 2:30zurückzulegen. Ganz konventionell, mit einer Vmax von 320. Gerade wegen den doch sehr abgelegenen Flughäfen in Berlin (zukünftig) und München (aktuell) wäre die Reisezeit Zentrum-Zentrum konkurrenzfähig. Dazu braucht es keine futuristischen Verkehrsmittel.

Reisezeiten M - B heute und mit VDE8 - und Alternativen dazu

Lumi25, Dienstag, 14.04.2015, 14:03 (vor 4006 Tagen) @ GibmirZucker

Um gegenüber dem Flugzeug konkurrenzfähig zu sein, bedarf es auf Strecken wie B-M solcher Spielereien nicht. Eine echte SFS Berlin-München, 550km, wäre nonstop in etwa 2:30zurückzulegen. Ganz konventionell, mit einer Vmax von 320. Gerade wegen den doch sehr abgelegenen Flughäfen in Berlin (zukünftig) und München (aktuell) wäre die Reisezeit Zentrum-Zentrum konkurrenzfähig. Dazu braucht es keine futuristischen Verkehrsmittel.

Bist Du wohl ruhig.

Das ruft direkt Provinzfürsten auf den Plan oder Forenuser wie L.Willms...


In Göttingen eine Umfahrung bauen


Nein das geht gar nicht da wird ein ganz wichtiger Knoten abgehängt...


Den Knoten Hamm so umbauen, dass dort ein Gleispaar 250 km/h erlaubt um Dortmund - Bielefeld auf etwa 30 Minuten zu drücken.


Nein das geht nicht Hamm ist als Knoten wesentlich wichtiger als Dortmund da muss der ICE halten.


Komisch in Frankreich geht das in Lyon oder in Italien auch. Insbesondere Italien kann man auch recht gut mit Deutschland vergleichen. Die Italiener bauen die NBS allerdings so, dass ein optimaler Nutzen für viele ensteht nämlich mit entsprechenden Verbindungskurven zum Altnetz und lässt dort dann IC fahren.


In Deutschland kann man als Vergleich dazu Heidelberg nehmen. Der ICE fährt Mannheim-Stuttgart direkt und der IC größtenteils über Heidelberg und dann ab dem Abzw. Rollenberg über die NBS nach Stuttgart. Was für einen Sinn würde es machen jeden ICE nach Stuttgart via. Heidelberg zu führen nur weil es ein wichtiger Knoten ist? Der Fahrzeitunterschied IC zum ICE auf den paar Kilometern NBS beträgt maximal 5 Minuten.


Viele wollen einfach nicht begreifen, dass sich 250-300 km/h erst ab 100 km aufwärts lohnen für alles darunter reichen 200 km/h locker aus.

Reisezeiten M - B heute und mit VDE8 - und Alternativen dazu

L.Willms, Dienstag, 14.04.2015, 18:23 (vor 4006 Tagen) @ Lumi25

Komisch in Frankreich geht das in Lyon oder in Italien auch.

Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich.

Mit der Gleichstellung des hyperzentralisierten Frankreichs mit dem super-dezentralisierten Deutschland zeigen Sie Ihr Unverständnis der für das jeweilige Land angemessenen Verkehrssysteme.

Reisezeiten M - B heute und mit VDE8 - und Alternativen dazu

Lumi25, Dienstag, 14.04.2015, 19:52 (vor 4006 Tagen) @ L.Willms

Komisch in Frankreich geht das in Lyon oder in Italien auch.


Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich.

Mit der Gleichstellung des hyperzentralisierten Frankreichs mit dem super-dezentralisierten Deutschland zeigen Sie Ihr Unverständnis der für das jeweilige Land angemessenen Verkehrssysteme.


Sie suchen sich nur das raus was ihnen ins Konzept passt. Ich habe nicht nur Frankreiche genannt sondern auch Italien mal ganz davon abgesehen ist Lyon mit einer der größten Städte in Frankreich dennoch führt die NBS an der Stadt vorbei. Gegen Lyon ist Göttingen nur eine Milchkanne (überspitzt ausgedrückt).

Französische Zentralisierung und deutsche Kleinstaaterei

L.Willms, Dienstag, 14.04.2015, 22:02 (vor 4006 Tagen) @ Lumi25

Sie suchen sich nur das raus was ihnen ins Konzept passt. Ich habe nicht nur Frankreiche genannt sondern auch Italien mal ganz davon abgesehen ist Lyon mit einer der größten Städte in Frankreich dennoch führt die NBS an der Stadt vorbei.

Nein, sie führt nach Lyon und sie führt an ihr vorbei nach Marseille.

Man könnte natürlich auch alle TGV von Paris nach Marseille über Lyon führen und dort halten lassen, aber dann würde man in Lyon gut die Hälfte der Fahrgäste verlieren.

Eine Lösung wäre, die Züge in Lyon zu schwächen in Richtung Süden und zu stärken in Richtung Norden, aber dann hätte man das Problem, daß in Lyon die Hälfte des in Lyon bleibenden Zugteils in den weiterfahrenden Zugteil umsteigen würde.

Und unter diesen Umständen ist es einfach sinnvoller, den nach Marseille durchfahrenden Zugteil garnicht erst in Lyon halten zu lassen.

Also "die Hälfte" ist jetzt von mir etwas sehr grob geschätzt, aber so ungefähr sind die Verhältnisse, uns solche Verhältnisse gibt es praktisch nirgendwo in Deutschland. Nicht mal die ICE, die von Süden her über Hannover hinaus nach Hamburg fahren verlieren in Hannover einen derart hohen Anteil ihrer Fahrgäste, daß sich Vorbeifahrten an Hannover mit direkten Zügen nach Hamburg lohnen würde.

Auch Italien ist nicht so durch Rom monopolisiert; gerade die Lombardei mit Mailand und Piedmonte mit Torin sind durchaus gewichtig.

Gegen Lyon ist Göttingen nur eine Milchkanne (überspitzt ausgedrückt).

Aber in Göttingen wiegt sich die Zahl der Einsteiger und Aussteiger in beide Richtungen weitgehend auf. Und es steigen in GÖ ziemlich viele ein- und aus. Ich hab mich vor fünf Jahren mal bei der Leitung des Bahnhofs Göttingen nach der Zahl der Fernverkehrsreisenden dort erkundigt, und bekam eine Zahl, von der ich nicht mehr weiß, ob es 30'000 oder 23'000 pro Tag waren. Eine Suche in Google Groups nach diesem alten Beitrag führt leider zu extremen Hängs, so daß ich die aufgegeben habe.

Hingegen ist der Verkehr von Lyon nach Marseille weeesentlich schwächer als der von Lyon nach Paris. Für Göttingen hingegen lohnt es sich nicht, hier Fernzüge enden zu lassen, um anderen Fernzügen zu ersparen, die Hälfte ihrer Reisenden in Göttingen zu verlieren und leer weiterzufahren.

"Den TGV bekommen" bedeutet in Frankreiche eine schnelle Direktverbindung nach Paris zu bekommen. "Den ICE bekommen" bedeutet in Deutschland hingegen in keinster Weise eine Direktverbindung nach Berlin und Umsteigeverbindungen in alle anderen Zentren und Oberzentren der deutschen Duodezfürstentümer.

Nicht nur, daß Frankreich einen Bevölkerungsschwerpunkt hat mit der Ile de France, und der zudem in sich noch stark zentralisiert ist auf Paris intra muros, ist auch die gesamte Bevölkerungsdichte in Frankreich wesentlich geringer. Es ist glaub ich so: In Deutschland wohnt ein Drittel mehr Menschen als in Frankreich auf einer um ein Drittel kleineren Fläche -- auch wenn das schnellere Bevölkerungswachstum in Frankreich diesen Unterschied weniger krass werden läßt.

Wenn Sie schon den Eisenbahnverkehr in Deutschland in das französichen Pokrustesbett zwängen wollen, dann dürfen Sie aber eine 300-km/h-Neubaustrecke vom Ruhrgebiet nach Berlin nicht in Bielefeld halten lassen und auch an Hannover vorbeiführen. Aber was kostet das, und wie oft am Tage würde man einen ganzen Zug vollkriegen für Fahrgäste, die die ganze Strecke fahren wollen? Übrigens würde so eine Schnellfahrstrecke wie bei der Einfahrt nach Paris am Rande des Ruhrgebiets enden und beginnen -- in Hamm, von wo aus man die Fahrgäste am besten in die Fläche verteilen kann.

Französische Zentralisierung und deutsche Kleinstaaterei

L.Willms, Dienstag, 14.04.2015, 22:33 (vor 4006 Tagen) @ L.Willms

Aber in Göttingen wiegt sich die Zahl der Einsteiger und Aussteiger in beide Richtungen weitgehend auf. Und es steigen in GÖ ziemlich viele ein- und aus. Ich hab mich vor fünf Jahren mal bei der Leitung des Bahnhofs Göttingen nach der Zahl der Fernverkehrsreisenden dort erkundigt, und bekam eine Zahl, von der ich nicht mehr weiß, ob es 30'000 oder 23'000 pro Tag waren. Eine Suche in Google Groups nach diesem alten Beitrag führt leider zu extremen Hängs, so daß ich die aufgegeben habe.

Ich hab meinen Beitrag vom 24.6.2010 in der Newsgroup de.etc.bahn.misc wiedergefunden, und muß die oben angegeben Zahlen korrigieren. Ich kopiere einfach mal den Beitrag, wie auf google Groups gefunden:

Re: Von Frankreich lernen, heisst rasen lernen, oder: Sven Andersen ???baut Deutschland um

Am Wed, 23 Jun 2010 17:52:54 UTC, schrieb paux-courrouges <cdpc@yahoo.fr> auf de.etc.bahn.misc :

Das Fahrgastaufkommen "Göttingen Fernverkehr" liegt in der
Grössenordnung von 500 pro Tag, und ist mit Sicherheit nicht ebenmäßig
über den Tag verteilt.
Oder haben Sie andere Zahlen?


Ja. Nach einer Zählung wird der Bahnhof Göttingen von 21'000 Leuten
pro Tag frequentiert, nach einer anderen Angabe (für das Jahr 2007)
von 23'300, darunter 8'800 Aus- und Einsteiger im Fernverkehr, 9'500
im Nahverkehr, und 5'000 Besucher.

Bricht man die 8'800 runter auf die 54 Fernverkehrshalte in GÖ pro
Tag und Richtung, dann sind das 81,5 Fahrgäste pro Zug - im
Durchschnitt. Das wären also etwas mehr als 40 Fahrgäste, die bei
jedem Zug aussteigen und 40 die einsteigen. Bezieht man das auf die
Sitzplatzkapazität eines ICE-1[1] von 650, und akzeptiert man mal Ihre
Einschätzung bezüglich der geringen Auslastung (ich finde die Züge
eigentlich immer viel zu voll), also von sagen wir mal 50% (ich glaub,
Sie gaben eine geringere Auslastung an), dann steigt von allen
Fahrgästen, die per ICE/IC in Göttingen ankommen, jeder achte dort
aus, und von allen Fahrgästen die Göttingen per ICE/IC verlassen, ist
jeder achte in Göttingen zugestiegen. Oder 13% aller Fahrgäste.

Und die wollen Sie alle stehenlassen?

Oder hab ich mich irgendwo grob verrechnet?


MfG,
L.W:

-------------------------------------------------------
Gewinnen und verlieren in einer Diskussion können sich
vernünftigerweise nur beziehen auf Gewinn an Erkenntnis und Verlust
von Vorurteilen. Wer meint, es ginge um Gewinnen von Plätzen in der
Hackordnung und Niedermachen eines "Gegners", sollte sich begraben
lassen.

[1] ich weiß, daß manche Kurse auf der Linie Hamburg - München mit
einem Doppelpack ICE-2 gefahren werden, die 2 x 391 Sitzplätze
aufweisen, aber auch einige IC mit vermutlich geringerer Kapazität.
Ich erhebe Anspruch auf eine nur überschlägige Rechnung.

Ein direkter Link auf den Beitrag scheint nur mit ungeheuren Schwierigkeiten herauszukriegen sein. Vielleicht kann wer was mit diesen Angaben anfangen:

From: "Herr Willms" <l.willms@domain.invalid>
Newsgroups: de.etc.bahn.misc
Subject: Re: Von Frankreich lernen, heisst rasen lernen, oder: Sven Andersen ???baut Deutschland um
Date: Thu, 24 Jun 2010 20:02:22 +0200
Lines: 45
Message-ID: <czd2LKcn8EGd-pn2-dYXuWxdFwdNc@lueko.willms.dialin.t-online.de>

Französische Zentralisierung und deutsche Kleinstaaterei

Aphex Twin, Mittwoch, 15.04.2015, 02:45 (vor 4006 Tagen) @ L.Willms

Das Prinzip ist dann ungefähr, dass wenn man einen Zug für Punktverbindungen vollbekommt, man diesen auch fahren lassen sollte. Zumindest wenn darunter die Frequenz der Züge mit Zwischenhalten nicht (zu sehr) leidet. Sehe ich das richtig so? Die nächste Frage ist dann ab wie vielen Direktzügen sich eine Umfahrung lohnt. Wobei Umfahrungen natürlich auch dem Güterverkehr dienen können.

Französische Zentralisierung und deutsche Kleinstaaterei

L.Willms, Mittwoch, 15.04.2015, 06:33 (vor 4005 Tagen) @ Aphex Twin

Das Prinzip ist dann ungefähr, dass wenn man einen Zug für Punktverbindungen vollbekommt, man diesen auch fahren lassen sollte.

Eben: wenn.

Zumindest wenn darunter die Frequenz der Züge mit Zwischenhalten nicht (zu sehr) leidet. Sehe ich das richtig so? Die nächste Frage ist dann ab wie vielen Direktzügen sich eine Umfahrung lohnt. Wobei Umfahrungen natürlich auch dem Güterverkehr dienen können.

Die DB AG läßt ja ein paar wenige Direktzüge dieser Art fahren - zwei Zugpaare pro Tag Frankfurt - Berlin und m.W. auch zweie Frankfurt - Hannover (und weiter nach Hamburg). Die meisten anderen wurden wieder eingestellt. Die DB AG läßt sich dabei von ihren kommerziellen Interessen leiten, also denke ich, daß sich mehr davon für diese Firma nicht lohnt.

Französische Zentralisierung und deutsche Kleinstaaterei

Lumi25, Mittwoch, 15.04.2015, 12:44 (vor 4005 Tagen) @ L.Willms

Die DB AG läßt ja ein paar wenige Direktzüge dieser Art fahren - zwei Zugpaare pro Tag Frankfurt - Berlin und m.W. auch zweie Frankfurt - Hannover (und weiter nach Hamburg). Die meisten anderen wurden wieder eingestellt. Die DB AG läßt sich dabei von ihren kommerziellen Interessen leiten, also denke ich, daß sich mehr davon für diese Firma nicht lohnt.


Das ist einfach deshalb geschuldet, weil man in Fulda, Kassel und Göttingen immer jeweils auf 80-120 km/h runterbremsen muss. Bei durchgehend 250-280 km/h würde das ganz anders aussehen. Da könnte man Frankfurt-Berlin schon heute in fast 3 Stunden fahren.

Französische Zentralisierung und deutsche Kleinstaaterei

L.Willms, Mittwoch, 15.04.2015, 14:18 (vor 4005 Tagen) @ Lumi25

Die DB AG läßt ja ein paar wenige Direktzüge dieser Art fahren - zwei Zugpaare pro Tag Frankfurt - Berlin und m.W. auch zweie Frankfurt - Hannover (und weiter nach Hamburg). Die meisten anderen wurden wieder eingestellt. Die DB AG läßt sich dabei von ihren kommerziellen Interessen leiten, also denke ich, daß sich mehr davon für diese Firma nicht lohnt.

Das ist einfach deshalb geschuldet, weil man in Fulda, Kassel und Göttingen immer jeweils auf 80-120 km/h runterbremsen muss. Bei durchgehend 250-280 km/h würde das ganz anders aussehen. Da könnte man Frankfurt-Berlin schon heute in fast 3 Stunden fahren.

Berlin - Frankfurt wird durch eine andere Maßnahme beschleunigt: die Neubaustrecke Erfurt - Halle/Leizpig.

Auch für die Verbindung München - Hamburg wird die Reise über Berlin konkurrenzfähig zu der über Würzburg, Kassel und Göttingen.

Und wenn man München - Nürnberg - Hannover beschleunigen möchte, dann sollte man die Kurven und Bergstrecken zwischen Würzburg und Kitzingen abkürzen.

Französische Zentralisierung und deutsche Kleinstaaterei

Lumi25, Mittwoch, 15.04.2015, 17:04 (vor 4005 Tagen) @ L.Willms

Berlin - Frankfurt wird durch eine andere Maßnahme beschleunigt: die Neubaustrecke Erfurt - Halle/Leizpig.


Es ist eher ein Trauerspiel, dass in Deutschland so viele Milliarden DM/€ in die NBS fließen und der Nutzen dermaßen gering ist. Nenne mir doch mal bitte die vielen Neuverkehre auf der NBS Hannover - Würzburg bzw. Leipzig/Halle - Erfurt - Ebensfeld.

Um eine NBS einigermaßen wirtschaftlich zu betreiben muss diese auch entsprechend ausgelastet werden.

Auch für die Verbindung München - Hamburg wird die Reise über Berlin konkurrenzfähig zu der über Würzburg, Kassel und Göttingen.


In der Tat das nächste traurige Kapitel. So viele Milliarden DM/€ verbauen und heraus kommt das langsamste HGV-Netz.

Und wenn man München - Nürnberg - Hannover beschleunigen möchte, dann sollte man die Kurven und Bergstrecken zwischen Würzburg und Kitzingen abkürzen.


Also wieder Milliarden € investieren für einen zweifelhaften Nutzen.


Sie wollen es anscheinend nicht kapieren oder verstehen. Noch mal HGV oberhalb von 200 km/h lohnt sich erst ab Entfernungen von 100 km aufwärts auch wenn Sie das nicht begreifen können oder wollen.

Französische Zentralisierung und deutsche Kleinstaaterei

L.Willms, Donnerstag, 16.04.2015, 12:02 (vor 4004 Tagen) @ Lumi25

Sie wollen es anscheinend nicht kapieren oder verstehen. Noch mal HGV oberhalb von 200 km/h lohnt sich erst ab Entfernungen von 100 km aufwärts auch wenn Sie das nicht begreifen können oder wollen.

Wenn dem denn so ist, und Sie kloppen ja immer damit rum, dann müssen Sie doch auch zugeben, daß in Deutschland Verkehre mit mehr als 200 km/h nicht wirtschaftlich zu betreiben sind.

Abgesehen von wenigen Ausnahmen.

Die zu fahrenden Entfernungen sind eben so.

Nochmal zum mitmeißeln: In Deutschland leben ein Drittel mehr Menschen als in Frankreich auf einer um ein Drittel kleineren Fläche, und diese deutlich höhere Bevölkerungsdichte ist auch noch weit gleichmäßiger in der Fläche verteilt, ohne einen eindeutigen zentralisierenden Schwerpunkt, wie es Paris für Frankreich darstellt.

Diese Europakarte der Bevölkerungsdichte mal anschauen!

Auch wenn Paris - Marseille und Paris - Lyon teilweise dieselben Schienenstränge benutzen, sind es zwei unterschiedliche radiale Verbindungen, die eigentlich nichts miteinander zu tun haben, sondern eben nur zwei verschiedene Orte der Provinz mit dem Zentrum verbinden, aber nicht einen Winkel der Provinz mit einem anderen.

Solche radialen Verbindungen vom dem einen einzigen Zentrum in irgendwelche Winkel der Provinz wie in Frankreich gibt es in Deutschland nicht, weil die Struktur des Landes völlig anders ist.

Hingegen gibt es mit den Verkehren Province-Province durchaus Verkehre, die wie die Eisenbahn in Deutschland an jedem dicken Baum halten, aber natürlich wesentlich seltener als in DE, also nicht mal in einem 2-Stunden-Takt. Und diese fahren alle an Paris vorbei, um nicht 90% ihrer Fahrgäste bei einer Durchfahrt durch Paris zu verlieren.

Schaun Sie mal auf Strasbourg - Bordeaux, Strasbourg - Nantes, Strasbourg - Lille-Flandres, und Lille - Marseille sowie ähnliche andere Verbindungen.

Und natürlich auch die im königlichen Eisenbahngesetz von 1844 vorgesehenen periphären Verbindungen von Strasbourg via Mulhouse in den Südosten und von Bordeaux über Toulouse ans Mittelmeer.

Französische Zentralisierung und deutsche Kleinstaaterei

Lumi25, Donnerstag, 16.04.2015, 14:35 (vor 4004 Tagen) @ L.Willms

Sie wollen es anscheinend nicht kapieren oder verstehen. Noch mal HGV oberhalb von 200 km/h lohnt sich erst ab Entfernungen von 100 km aufwärts auch wenn Sie das nicht begreifen können oder wollen.


Wenn dem denn so ist, und Sie kloppen ja immer damit rum, dann müssen Sie doch auch zugeben, daß in Deutschland Verkehre mit mehr als 200 km/h nicht wirtschaftlich zu betreiben sind.


Wie man eine SFS in Deutschland optimal Nutzen kann zeigt die SFS Mannheim-Stuttgart. Durch diese SFS wurden vielerlei Verbindungen erheblich beschleunigt und dies OHNE ICE zum großen Teil.

Der ICE fährt ja auch nur Mannheim - Stuttgart im Regelfall und nicht zusätzlich über Heidelberg das deckt der IC optimal ab.

Bei Sprinterverkehren handelt es sich um Zusatzverkehre die dazu dienen u.a. auch die SFS besser auszulasten. Die normalen Taktverkehre zweifelt niemand an. Allerdings stelle ich die Frage in den Raum wozu man für Entfernungen wie Göttingen - Kassel 250 km/h schnelle ICE-Züge braucht. Hier wären spurstarke IC für 200 km/h genau so schnell und billiger was die Betriebskosten als auch was die Fahrpreise anbelangt.


Diese Hysterie das der komplette Fernverkehr weg fällt nur weil nicht mehr ICE drauf steht ist vollkommener Blödsinn.

Französische Zentralisierung und deutsche Kleinstaaterei

L.Willms, Donnerstag, 16.04.2015, 19:45 (vor 4004 Tagen) @ Lumi25

Sie wollen es anscheinend nicht kapieren oder verstehen. Noch mal HGV oberhalb von 200 km/h lohnt sich erst ab Entfernungen von 100 km aufwärts auch wenn Sie das nicht begreifen können oder wollen.


Wenn dem denn so ist, und Sie kloppen ja immer damit rum, dann müssen Sie doch auch zugeben, daß in Deutschland Verkehre mit mehr als 200 km/h nicht wirtschaftlich zu betreiben sind.

Wie man eine SFS in Deutschland optimal Nutzen kann zeigt die SFS Mannheim-Stuttgart. Durch diese SFS wurden vielerlei Verbindungen erheblich beschleunigt und dies OHNE ICE zum großen Teil.

Genauso Hannover - Würzburg: riesige Fahrzeitverkürzungen durch Streckenbegradigung. Kassel - Göttingen in nur noch 20 Minuten statt fast einer Stunde mit einem Regionalzug (allerdings mit vielen Zwischenhalten).

de.Wikipedia.org über "Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg"

Die Fahrzeit zwischen Fulda und Würzburg im IC-Verkehr reduzierte sich mit der Inbetriebnahme von 63 auf 39 Minuten, die Streckenlänge um 19 km

Und Köln - Rhein-Main spart 1 Stunde Fahrzeit ein.

Bei Sprinterverkehren handelt es sich um Zusatzverkehre die dazu dienen u.a. auch die SFS besser auszulasten.

Das ist nicht richtig. Die Sprinter F - B fahren in der Fahrplanlage der normalen ICEs F - B. Beim frühen, dem ICE1092 ist das nicht so gut sichtbar, weil das der erste ICE ab F nach B ist. Deutlicher wird das beim späteren ICE 1090, ab F um 18:14, der reißt eine Lücke von 2 Stunden zwischen den ICE 276 um 17:13 und ICE 274 um 19:13.

Die normalen Taktverkehre zweifelt niemand an.

Wie das Beispiel der Sprinter F - B zeigt, fallen dafür aber die normalen Taktzüge mit ihrem Zwischenhalten aus. Wer sonst um 19:40 von Kassel nach Berlin fahren könnte, muß entweder noch eine Stunde warten, oder um 19:22 oder um 20:25 fahren mit Umsteigen in Hannover.

Allerdings stelle ich die Frage in den Raum wozu man für Entfernungen wie Göttingen - Kassel 250 km/h schnelle ICE-Züge braucht.

Weil Kassel zwar ziemlich in der Mitte der derzeitigen Republik liegt, aber eben nicht der Nabel der Welt ist wie Paris, und die Bahn keine radialen Punkt-zu-Punkt-Verkehre von Kassel nach beliebigen Orten in der Provinz fährt, wie z.B. das benachbarte Göttingen.

Nein, wir leben in Deutschland, und da ist der Sprung von Kassel nach Göttingen nur eine kleines Zwischenstück von längeren Zugläufen -- bsp. von Zürich nach Kiel, oder von München nach Bremen oder von Stuttgart nach Hamburg usw usf.

Das ist doch einfach sehr einfach zu begreifen, wenn man sich nicht den Kopf mit irgendwelchen Hirngespinsten vernagelt.

Hier wären spurstarke IC für 200 km/h genau so schnell und billiger was die Betriebskosten als auch was die Fahrpreise anbelangt.

solche fahren da ja auch. Die IC-Linie 26 Karlsruhe - Frankfurt - Gießen - Kassel - Hanover - Hamburg benutzt natürlich auch die Schnellfahrstrecke zwischen Kassel und Göttingen und gurkt nicht etwa auf der Altstrecke herum. Übrigens ist das Stück zwischen Kassel und Göttingen in kommerzieller Hinsicht für die DB ein Leckerbissen -- hier pendeln die Impulsverkäufer mit Kaffe, Eis und Gebäck hin und her.

Diese Hysterie das der komplette Fernverkehr weg fällt nur weil nicht mehr ICE drauf steht ist vollkommener Blödsinn.

Sie können gerne einen Plan machen für ein Overlay-Netzwerk von Sprinterzügen, die nur an wenigen Bahnhöfen halten. Das wäre verkehrlich vielleicht ganz schön, aber kommerziell scheint das nicht profitabel zu sein, sonst hätte die DB AG das schon längst eingerichtet, und nicht zahlreiche Sprinter-Zugläufe wieder eingestellt.

Sie können auch gerne ein paar Dutzend Milliarden Euro für eine HGV-Strecke vom Ruhrgebiet bis zum Anschluß an die SFS nach Berlin in Oebisfelde oder auch schon Lehrte (mit Umgehung von Hannover entlang der Südumgehung). Diese Strecke würde natürlich auch das geliebte Bibelfeld weiträumig umfahren... Und wo würde diese Strecke anfangen? Natürlich in Hamm (Westf), weil man von dort so wunderbar in die Fläche verteilen kann...

Vielleicht auch die alten Pläne für die Große Acht von Transrapidstrecken wieder aus der Schublade holen?

verkehrstechnische vs. bahnwirtschaftliche Betrachtung

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Freitag, 17.04.2015, 10:11 (vor 4003 Tagen) @ L.Willms

Lumi25:

Bei Sprinterverkehren handelt es sich um Zusatzverkehre die dazu dienen u.a. auch die SFS besser auszulasten.

L.Willms:

Das ist nicht richtig. Die Sprinter F - B fahren in der Fahrplanlage der normalen ICEs F - B. Beim frühen, dem ICE1092 ist das nicht so gut sichtbar, weil das der erste ICE ab F nach B ist. Deutlicher wird das beim späteren ICE 1090, ab F um 18:14, der reißt eine Lücke von 2 Stunden zwischen den ICE 276 um 17:13 und ICE 274 um 19:13.

Das ist verkehrstechnisch ein Ärger. Solche Ausnahmen hatten wir hier in NL vor 10 Jahren auch noch. Es verkehrte ausnahmsweise im 15-Minutentakt Utrecht-Eindhoven (nur diese Richtung!) einen Kombi-IC nach Eindhoven und Roosendaal. Wenn aber ausnahmsweise ein Zugteil fehlte, wurde die Relation nach Eindhoven geopfert. Die Reisenden nach Eindhoven mussten dann in Den Bosch 15 Minuten warten.
Andersrum gab es die Verbindung nur als Roosendaal-Amsterdam, ohne Eindhoven-Zugteil. Dann gab es in Eindhoven also eine Lücke um 7:23. Der Zug von 7:38 war dann auch brechend voll, trotz 12 Wagen Dosto.

Jetzt ist unser Netz gnadenlos vertaktet und gibt es diese Ausnahmen nicht mehr. Finde ich gut.

Es gibt aber auch eine bahnwirtschaftliche Betrachtung. Der Grund des einmaligen Abstechers nach Roosendaal war dazu gemeint, Tilburg, Breda und Roosendaal auch eine Direktverbindung mit Utrecht und Amsterdam zu gönnen. Man erwartete zwar einige Reisende aus Eindhoven zu verlieren, aber viele aus genannten drei Städten zu gewinnen. Das passierte aber nicht.
Und heute reist man am schnellsten von Roosendaal nach Amsterdam mit einem Umstieg in Breda auf den IC Direkt...:)

In Deutschland ist der besagte F-B Sprinter (und auch die einzelnen IC-Halte in Diepholz, Tubingen, Berchtesgaden, Oberstdorf usw.) ein Produkt der bahnwirtschaftlichen Betrachtung. DB Fernverkehr muss ja auch, ist in Gegensatz zu NL ja ein eigenwirtschaftliches Geschäft. Wenn DB Fernverkehr mit dem abendlichen F-B Sprinter mehr gewinnt als mit einem entfallenden Taktzug verliert, wird es den Sprinter betreiben, auch wenn das verkehrstechnisch nur suboptimal sei.


gruss,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

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Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

Französische Zentralisierung und deutsche Kleinstaaterei

L.Willms, Freitag, 17.04.2015, 22:36 (vor 4003 Tagen) @ L.Willms

Weil Kassel zwar ziemlich in der Mitte der derzeitigen Republik liegt, aber eben nicht der Nabel der Welt ist wie Paris, und die Bahn keine radialen Punkt-zu-Punkt-Verkehre von Kassel nach beliebigen Orten in der Provinz fährt, wie z.B. das benachbarte Göttingen.

Nein, wir leben in Deutschland, und da ist der Sprung von Kassel nach Göttingen nur eine kleines Zwischenstück von längeren Zugläufen -- bsp. von Zürich nach Kiel, oder von München nach Bremen oder von Stuttgart nach Hamburg usw usf.

Und der ICE-Linie Nr. 11, die Berlin mit München verbindet, aber über Wolfsburg, Göttingen und Kassel, Frankfurt, Mannheim und Stuttgart.

Dieser Zug ist typisch für die deutsche Situation.

Für Frankreich muß man sich nur mal die Konfiguration der LGV Est anschauen -- die hat Verzweigungen, aber rein fischgrätmäßig nur von Paris weg, z.B. nach Reims Ville, von dort weiter z.B. nach Charleville-Mézière; zwei Abzweige ins Moseltal, einer nordwärts nach Metz, einer südwärts nach Nancy. Schließlich den Abzweig von Baudrecourt nach Forbach und Saarbrücken.

Für Verkehre von Reims Ville nach Strasburg gibt es aber keine Auffahrt auf die LGV. All das dient ausschließlich Punkt-zu-Punkt-Verkehren Paris - Province.

Verzweigungen von der LGV Est in die andere Richtung gibt es erst in der Phase 2, von denen einer den Direktzügen zwischen den beiden EU-Standorten Brüssel und Straßburg über Namur und Metz für das letzte Stück die Benutzung der LGV ermöglicht.

Französische Zentralisierung und deutsche Kleinstaaterei

Lumi25, Mittwoch, 15.04.2015, 13:06 (vor 4005 Tagen) @ L.Willms
bearbeitet von Lumi25, Mittwoch, 15.04.2015, 13:08

Ihre ganze Argumentation mit den Fahrgastzahlen von Göttingen ist einfach vollkommen uninteressant denn keiner denkt daran Göttingen oder Fulda abzuhängen, dass ist einfach nur Panikmache wie damals bei der Bypass-Diskussion um Mannheim.

Es ist halt Fakt, dass sich HGV-Verkehr oberhalb von 200 km/h erst ab Entfernungen von 100 km aufwärts lohnt.

Schau Sie sich mal selbst den Fahrzeitunterschied zwischen ICE und IC zwischen Kassel und Hannover an mit Halt in Göttingen. Eine Bedienung von Göttingen im 30 Minuten-Takt halte ich auch für absolut angebracht.


Bei Dortmund - Hannover ging es mir darum aufzuzeigen wie man die Strecke am besten beschleunigen kann ohne großartig Millarden € in NBS zu investieren.

Fakt ist nun mahl die Strecke Dortmund - Hamm - Bielefeld lässt bis auf den Knoten Hamm schon heute 200 km/h zu, jedoch lohnt es sich nicht auf den 30 km zwischen Dortmund und Hamm 200 km/h zu fahren. Trassierungsmäßig sind sogar locker 250 km/h drin und da Dortmund - Hamm ein viergleisiger Ausbau angedacht ist und Hamm - Bielefeld eh viergleisig ist bietet sich eine Ertüchtigung auf 250 km/h geradezu an.

Größter Kostenfaktor wäre der Knoten Hamm, da man hier ein Gleispaar für 250 km/h bauen müsste und dafür müsste der Spurplan hier komplett geändert werden.


Dies würde den ICE hier eine Fahrzeit von etwa 30 Minuten (heute 47 Minuten) zwischen Dortmund und Bielefeld ermöglichen.


Ich habe aber nie geschrieben Hamm abzuhängen, dass sehen nur Sie so da eben der ICE dort nicht mehr halten würde. Aber für Dortmund - Hamm oder Hamm - Gütersloh - Bielefeld braucht man keinen ICE da reicht ein 200 km/h schneller IC im Stundentakt alle mal aus.


Bei solch schnellen Verbindungen geht es also nicht darum Städte wie Hamm abzuhängen sondern zusätzliche Verkehre zu generieren bzw. attraktivere Verbindungen zu schaffen. Bei meiner Variante hatte ich eine Fahrzeit Köln-Berlin von 3:45h errechnet was immerhin rund 40 Minuten schneller wäre als derzeit und auch einigermaßen konkurrenzfähig zum Flugzeug.

Berlin-München vs. Rom-Mailand.

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Mittwoch, 15.04.2015, 15:23 (vor 4005 Tagen) @ Lumi25

Komisch in Frankreich geht das in Lyon oder in Italien auch. Insbesondere Italien kann man auch recht gut mit Deutschland vergleichen. Die Italiener bauen die NBS allerdings so, dass ein optimaler Nutzen für viele ensteht nämlich mit entsprechenden Verbindungskurven zum Altnetz und lässt dort dann IC fahren.

Die Strecke Turin-Neapel enthält dann auch die Mehrheit des totalen italienischen Fernverkehrs. Man hatte eine land-durchquerende, fast 1000 km lange Schienenautobahn gebaut. An der Strecke liegen Turin, Mailand, Bologna, Florenz, Rom und Neapel, plus ein Dutzend kleinere Städte wie Vercelli, Novara, Parma, Modena, Arezzo.

- die allermeisten fahren Mailand-Rom v.v.
- recht viele fahren zwischen den 6 genannten Grossstädten
- relativ wenige haben als Start/Ziel die kleineren Städte
- auch relativ wenige fahren eine Teilstrecke, z.B. Rom-Bozen, Mailand-Bari oder Rom-Venedig, aber alles zusammenaddiert (also Rom-Bozen UND Mailand-Bari UND Rom-Venedig) sind es dann wieder relativ viele, die eine Teilstrecke fahren

Und so haben wir Frecciarossa für die ersten beiden Kategorien, Frecciargenta für die Teilstreckenbenutzer (auf Altstrecken teilweise mit Neigetechnik), Frecciabianca und/oder ICs für die Kleinstadtbesucher. Und so haben wir auch eine Rennbahn die darauf ausgelegt ist: wie eine Autobahn.

In Deutschland durfte es keine Relation geben mit einer so stark vertretenen Kundschaft wie Mailand-Rom. Oder eine Strecke die damit vergleichbar wäre. Am nächsten käme s.i.w. Hamburg-München noch dran. Man könnte sagen:

a. ICE Sprinter/International = Hamburg-Hannover-Nürnberg-München (nur diese Halte, ICE International ab Nürnberg nach Wien, ggf. Budapest)
b. ICE wie jetzt, aber immer via Rennbahn Nurnberg-Ingolstadt mit Halt in Ingolstadt
c. IC hält extra in LG/UE/CE und fährt ab Nürnberg via Augsburg nach München

Allerdings denke ich nicht, dass der Schwerpunkt bei a. liegt, wie in Italien der Fall ist, sonder eher bei b. oder sogar c.

In Deutschland kann man als Vergleich dazu Heidelberg nehmen. Der ICE fährt Mannheim-Stuttgart direkt und der IC größtenteils über Heidelberg und dann ab dem Abzw. Rollenberg über die NBS nach Stuttgart. Was für einen Sinn würde es machen jeden ICE nach Stuttgart via. Heidelberg zu führen nur weil es ein wichtiger Knoten ist? Der Fahrzeitunterschied IC zum ICE auf den paar Kilometern NBS beträgt maximal 5 Minuten.

Bei der heutigen Infra (also noch ohne Rennbahn Frankfurt-Mannheim) würde ich sagen: ICE-Knoten in Mannheim, IC-Knoten in Heidelberg.
Gut, wir wissen, der IC wird zum Teil auch ein ICE (die heutigen Rheintal-ICs sollen z.B. verICEt werden) und ob der IC-NEU die Knotenfunktion in Heidelberg übernehmen kann, bin ich mir nicht sicher.


gruss,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

Du willst nur nicht zugeben, daß ich recht habe

Frank Augsburg, Ansbach, Montag, 13.04.2015, 10:52 (vor 4007 Tagen) @ Felix

...ich sage, daß die Bahnlobby böse ist - jedenfalls in Deutschland. Das ist ein Unterschied.

Und ich sage, daß manche Leute kein Fenster brauchen um die Sterne zu sehen.

--
"Die Ferne ist ein schöner Ort,
doch wenn ich da bin, ist sie fort.
Die Ferne ist wo ich nicht bin,
ich geh und geh und komm nicht hin."

(Silly, mit der leider viel zu früh verstorbenen Tamara Danz)

" Wachtelkönig "

Bahn-Auto-Flug, Großraum Nürnberg, Dienstag, 14.04.2015, 15:01 (vor 4006 Tagen) @ Felix

" http://de.wikipedia.org/wiki/Wachtelk%C3%B6nig "

" Wohin flüchtet die Familie Wachtelkönig, wenn die skandinavischen Gletscher wieder bis zum Thüringer Wald vordringen?
Wer bewegt die Gletscher wieder zu einem Rückzieher?
Wie lange ist dann der Durchrutschweg auf Eis? "

Danke

sflori, Sonntag, 12.04.2015, 14:17 (vor 4008 Tagen) @ VT 650 724

Super Aufnahmen. Danke fürs Zeigen! :)


Bye. Flo.

Danke!

ktmb, Sonntag, 12.04.2015, 14:20 (vor 4008 Tagen) @ VT 650 724

Ich freue mich schon auf die erste Fahrt auf dieser Strecke.
Herzliche Grüße
Jörg

Danke!

bskf, Sonntag, 12.04.2015, 14:21 (vor 4008 Tagen) @ VT 650 724

Doch beeindruckend, wie weit die Arbeiten fortgeschritten sind. Interessant finde ich die Betonmischer/Kipperschlange (Bild 22 bzw. 45gt6e7p.jpg). Eine gute Logistik ist das halbe Leben ;-)

Grüße,

bskf

Danke!

VT 650 724, Coburg, Sonntag, 12.04.2015, 14:39 (vor 4008 Tagen) @ bskf

Servus,

Danke euch drei.

@bskf: Ja und hier in action. Hier wird gerade die HGT im ÜBF Rödental hergestellt. Diese Bilder sind vom 10.04.2015.

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Grüße,
Patrick

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NBS Ebensfeld - Erfurt 03.04.2015 viele Bilder

VT 650 724, Coburg, Sonntag, 12.04.2015, 14:33 (vor 4008 Tagen) @ VT 650 724

Servus

Hier noch die Bilder von der ABS Nürnberg - Ebensfeld vom ÜBF Unterleiterbach bis Südportal Tunnel Eierberge

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Warum Linienbetrieb?

flierfy, Sonntag, 12.04.2015, 23:55 (vor 4008 Tagen) @ VT 650 724

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Ich frage mich jedesmal, warum man nicht gleich von der Stelle der Zusammenführung an auf Richtungsverkehr zwischen Bestands- und Neubaustrecke setzt. Statt dessen führt man die NBS erst für etliche Kilometer von Ebensfeld bis Breitengüssbach neben der bestehenden Bahnstrecke her, um sie dann doch noch zu überwerfen. Dafür hätt ich zu gern mal einen plausiblen Grund erfahren.

Warum Linienbetrieb?

Lumi25, Montag, 13.04.2015, 13:37 (vor 4007 Tagen) @ flierfy

Das ist recht leicht zu beantworten. Im Regelfall spart man dadurch Kosten indem man keine neuen Überwerfungsbauwerke bauen muss.

Ich gehe stark davon aus, dass irgendwo niveaugleich per Weichen eingefädelt wird oder wo ist die Überwerfung geplant?

Was den Betrieb angeht erweißt sich das allerdings als enormes Hindernis, denn man zeige mir bitte die hunderte von Güterzügen in Deutschland die jeden Tag in ihrer Plantrasse fahren. Jeder Güterzug hat auch seinen Fahrplan nur fährt man da auch schon mal etliche Minuten vor oder nach Plan.

So können sich dann betriebsbedingt ganz ungünstige Konstellationen ergeben was den Betriebsablauf angeht. Bei einem Richtungsbetrieb kann man dies auffangen selbst wenn beide Richtungsgleise in einer Fahrtrichtung besetzt sind. Der Gz bummelt dann einfach hinter der RB her und sobald der Fernzug überholt hat kann der Gz mit vollen 100 km/h aufs Ferngleis wechseln und die RB überholen und spart dadurch Zeit und Energie.

München-Augsburg, Offenburg-Rastatt oder Köln-Düren müssten mahnende Beispiele sein wie man es total verkehrt macht.

Ich erlebe es z.B. öfters hier in Lövenich, dass ab Horrem ein GZ so wie RB 38 zeitgleich abfahren und die RB 38 dann im GWB bis Lövenich fährt obwohl die Strecke viergleisig ist. Das Problem ist nur die RB 38 kann das S-Bahngleis nicht nutzen da Linienbetrieb.

Warum Linienbetrieb?

flierfy, Montag, 13.04.2015, 14:50 (vor 4007 Tagen) @ Lumi25

Das ist recht leicht zu beantworten. Im Regelfall spart man dadurch Kosten indem man keine neuen Überwerfungsbauwerke bauen muss.

Ich gehe stark davon aus, dass irgendwo niveaugleich per Weichen eingefädelt wird oder wo ist die Überwerfung geplant?

Es wird nicht eingefädelt und schon gar nicht höhengleich. Diese Blösse gibt man sich hier nicht. Bei Unteroberndorf[/url} wird überworfen und ab dort umschliessen die Schnellfahr-Gleise die bestehende Strecke. Allerdings ist ja noch gar nicht ausgemacht, wie man durch oder um Bamberg herum die SFS führen wird.

Na ja

Lumi25, Sonntag, 12.04.2015, 15:57 (vor 4008 Tagen) @ VT 650 724

die NBS ist jetzt eben so gebaut worden. Verwunderlich ist eher, dass sich ein Bundesland nur für seine Landeshauptstadt ansonsten komplett selbst abhängt.

Das eine schnelle Verbindung zwischen Berlin und München nötig ist bezweifelt niemand allerdings für ein Zug pro Stunde so eine teure NBS zu bauen ist schwachsinnig denn selbst der geplante IR wird nicht kommen.

Die Variante an der Autobahn über Bayreuth, Hof nach Zwickau und von dort weiter nach Leipzig bzw. Dresden halte ich aus heutiger Sicht immer noch für die beste wo man auch das meiste Fahrgastpotential hätte abschöpfen können.


Was die Zerstörung der Landschaft angeht so gebe ich einigen hier aber auch durchaus recht. Für neue Autobahnen oder vierspurige Bundesstraßen (kann man auch schon als Autobahn bezeichnen) zerstört man die Landschaft noch viel mehr als mit einer NBS für die Schiene.


Hat zwar nicht viel mit dem Thema hier zu tun aber letztens traute sich doch glatt jemand von der FDP in der Facebookgruppe Eifelpendler zu posten und schrieb auch unverdrossen, dass er hoffe die A1 würde durch die Eifel endlich bald fertig gestellt. Man schaue sich dazu mal auf Google Maps die Schneisen in die Landschaft an die dafür geschlagen werden.

Für das Geld könnte man die Eifelstrecke in Teilen neu trassieren und elektrifizieren so das Köln-Trier in unter 2 Stunden machbar wäre. Die Landschaftszerstörung dabei wäre wesentlich geringer.

NBS Ebensfeld - Erfurt 03.04.2015 viele Bilder

L.Willms, Sonntag, 12.04.2015, 16:29 (vor 4008 Tagen) @ VT 650 724

Schön. Schade nur, daß man die meisten Bilder nicht wirklich einordnen kann. Etwas Kommentar, Lokalisierung und Beschreibung wäre hilfreich.

Irre... ;-)

Blaschke, Sonntag, 12.04.2015, 18:21 (vor 4008 Tagen) @ VT 650 724

Hallo!

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Mein lieber Schwan, wie sieht denn aus der Perspektive das Tunnel-Portal aus? Wie 'n Abwasserrohr, was aus'm Klärwerk führt...

Hach ja, kann nicht die Kaiserzeit oder welche auch immer mal wieder en vogue sein und etwas Verzierde Einzug halten in die ganzen nüchtern sachlichen Neubauten? Ohne dass gleich Rechnungshof und Steuerzahlerbund und Eisenbahnfreaks aufschreien und toben ob solch unsinniger Milliarden kostenden "Schnörkeleien"...


;-)))

Schöne Grüße von

jörg

Irre... ;-)

TheFons, Sonntag, 12.04.2015, 22:05 (vor 4008 Tagen) @ Blaschke

Hallo!

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Mein lieber Schwan, wie sieht denn aus der Perspektive das Tunnel-Portal aus? Wie 'n Abwasserrohr, was aus'm Klärwerk führt...

Hach ja, kann nicht die Kaiserzeit oder welche auch immer mal wieder en vogue sein und etwas Verzierde Einzug halten in die ganzen nüchtern sachlichen Neubauten? Ohne dass gleich Rechnungshof und Steuerzahlerbund und Eisenbahnfreaks aufschreien und toben ob solch unsinniger Milliarden kostenden "Schnörkeleien"...

Diese Schnnörkeleien würden nur wenige Promille der Gesamtkosten ausmachen, aber heutzutage ist eher die bewußte Verhässlichung der Umwelt (und der Seelen) gefragt...

Viele Grüße

Irre... ;-)

Frank Augsburg, Ansbach, Montag, 13.04.2015, 07:26 (vor 4007 Tagen) @ Blaschke

Servus Jörg,

gar kein schlechter Vergleich, schon die alten Römer spendierten dem edlen Naß, bevor es zu dem wurde, was Du beschreibst, monumentale Kunstbauten.
Ach ja, auch das: welch eine Landschafts- und Ressourcenverschwendung schon damals!
Aber mal ehrlich: Es ist doch auch eine Kunst, die Tunnelportale so zu gestalten, daß ein Blaschi an Abwasserrohre denken muß. Klärschlammbasierte Inspiration quasi, Faszination des Schrecklichen...

So, nun verdiene ich Brötchen, sonst kommen mir auch noch Inspirationen, wenn auch hoffentlich keine klärschlammbasierten!

Beste Grüße
Frank

--
"Die Ferne ist ein schöner Ort,
doch wenn ich da bin, ist sie fort.
Die Ferne ist wo ich nicht bin,
ich geh und geh und komm nicht hin."

(Silly, mit der leider viel zu früh verstorbenen Tamara Danz)

Irre... ;-)

gnampf, Montag, 13.04.2015, 13:44 (vor 4007 Tagen) @ Blaschke

Mein lieber Schwan, wie sieht denn aus der Perspektive das Tunnel-Portal aus? Wie 'n Abwasserrohr, was aus'm Klärwerk führt...

die Zuege, die da raus kommen werden, sehen ja auch manches mal so aus, als haette man sie frisch durch die Kloake gezogen ;-)

Hach ja, kann nicht die Kaiserzeit oder welche auch immer mal wieder en vogue sein und etwas Verzierde Einzug halten in die ganzen nüchtern sachlichen Neubauten? Ohne dass gleich Rechnungshof und Steuerzahlerbund und Eisenbahnfreaks aufschreien und toben ob solch unsinniger Milliarden kostenden "Schnörkeleien"...

Das kannste sogar recht kostenneutral haben... stell einfach temporaer einen Zaun und lauter "Zutritt verboten", "Sprayer werden strafrechtlich verfolgt", etc. auf. Innerhalb kuerzester Zeit duerfte das Portal bunt angemalt sein, dann kannste das Zeug wieder abbauen und am naechsten Tunnelende aufstellen. So machen die Jungs und Maedels dann wenigstens mal was sinnvolles, anstatt die Zuege selbst zu verschandeln.

Hat alles seinen Sinn - auch wenn es häßlich aussieht...

funthomas, Dienstag, 14.04.2015, 23:17 (vor 4006 Tagen) @ gnampf

Hach ja, kann nicht die Kaiserzeit oder welche auch immer mal wieder en vogue sein und etwas Verzierde Einzug halten in die ganzen nüchtern sachlichen Neubauten? Ohne dass gleich Rechnungshof und Steuerzahlerbund und Eisenbahnfreaks aufschreien und toben ob solch unsinniger Milliarden kostenden "Schnörkeleien"...

Der alte Kaiser war nicht allzu schnell unterwegs. Da konnte er seine Tunnel schön verschnörkelt gestalten. Mittlerweile gibt es bei hohen Geschwindigkeiten Probleme mit Schallwellen am Tunnelausgang. Aus diesem Grund werden diese kanalrohrähnlichen Tunnelportale gebaut!

hier gibts mehr: Tunnelknall

funthomas

Hat alles seinen Sinn - auch wenn es häßlich aussieht...

Steffen, Mittwoch, 15.04.2015, 14:44 (vor 4005 Tagen) @ funthomas

Vielleicht sollte man mal einen Designer befragen was der dazu meint! Beim ICE 3 hat es ja auch geklappt.

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Danke für die Bilder! Freue mich auf die Eröffnung! owt.

bendo, Freitag, 17.04.2015, 16:42 (vor 4003 Tagen) @ VT 650 724

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