seehas und seehäsle im Portrait (Fortsetzung) (Reiseberichte)

TD, Donnerstag, 02.04.2015, 17:41 (vor 4068 Tagen) @ TD

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Den Haltepunkt Singen Industriegebiet unweit des Hupac-Terminals Singen lassen wir aus und fahren bis Singen (Hohentwiel). Jenseits der Gleise befindet sich das Maggi-Stammwerk, in der nicht nur die berühmte Würze in der braunen Flasche hergestellt wird, sondern auch Ravioli und Suppen.

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Zwischen den Städten Konstanz und Singen gibt es eine gewisse Rivalität, die vergleichbar dem Verhältnis von Köln und Düsseldorf insbesondere zur närrischen Zeit wieder aufgewärmt wird. Somit kann ich natürlich völlig objektiv anmerken, dass ein Besuch in der wenig attraktiven Innenstadt nicht lohnt. Wir schauen uns deshalb nur am Bahnhof um und wollen uns dann dem Namenszusatz „Hohentwiel“ widmen.

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Entlang der Radolfzeller Aach laufen wir nun auf den Vulkankegel mit der weit sichtbaren Festungsruine zu. Ich glaube ich war zuletzt im Grundschulalter im Rahmen eines Schulausflugs dort oben, seither bin ich immer nur mit dem Zug am Fuße des Bergs entlanggefahren. Also höchste Zeit, den Hohentwiel mal wieder zu besteigen.

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Schon beim Aufstieg gibt es einen schönen Ausblick über den Hegau, dann erreichen wir den Gipfel mit der Festung. Der Hohentwiel ist 686 Meter hoch und wird geologisch ein Phonolith-Schlotpfropfen bezeichnet. Auf dem Hohentwiel befindet sich eine der größten Burgruinen Deutschlands, die jedes Jahr zahlreiche Besucher anlockt. Im Jahr 915 wurde der Hohentwiel erstmals urkundlich erwähnt und so feiert man in diesem Jahr 1100 Jahre Hohentwiel.

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Hier nun ein paar Bilder vom Hohentwiel auf den Hegau. Der Landstrich nordwestlich des Bodensees ist vulkanisch geprägt von weiteren Phonolith- und Basaltbergen, die ebenfalls von mehr- oder weniger erhaltenen Burgruinen gekrönt sind.

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Ausgehend vom rechten unteren Bildrand verläuft die Schwarzwaldbahn nach Norden, dort werden wir später Richtung Engen weiterfahren.

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Hier schlängelt sich nun die Radolfzeller Aach ins Bild, dazu der erste Teil des Stadtgebiets von Singen.

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Und hier der Blick über das Zentrum von Singen, rechts der Bildmitte das markante Maggi-Werk am Bahnhof. Über die Gleise von links oben sind wir angereist, rechts geht es in Richtung Schaffhausen und zu unseren Füßen verläuft die Schwarzwaldbahn. Am Horizont der Bodensee, wo wir unseren Ausflug begonnen haben.

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Die Festung auf dem Hohentwiel besteht aus mehreren Ebenen, hier der Blick von oben auf die Untere Festung.

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Und weiter geht der Rundumblick in Richtung Süden und Westen, in der Ferne liegt die Schweiz.

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Mit der mächtigen Rundbastion des Rondells Augusta nun aber genug der Hohentwiel-Bilder, jetzt wollen wir uns wieder der Bahn widmen.

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Diesmal wählen wir den kürzeren Weg, direkt am Fuße des Hohentwiels befindet sich nämlich der Haltepunkt Landesgartenschau. Wie unschwer zu erraten wurde der Haltepunkt im Rahmen der damaligen Landesgartenschau eröffnet, das war im Jahr 2000. Von hier aus fahren wir nun mit dem seehas eine Station weiter.

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Die nächste Station wird heute teilweise nach der politischen Gemeinde Mühlhausen-Ehingen bezeichnet, etwas zugewachsen ist am ehemaligen Empfangsgebäude aber noch die eigentliche Bezeichnung „Mühlhausen (b Engen)“ zu lesen. Auch dieser Haltepunkt leidet unter einem äußerst niedrigen Bahnsteig.

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Der nächste Haltepunkt Welschingen-Neuhausen liegt im Grünen zwischen den beiden namensgebenden Orten. Das Empfangsgebäude wird privat genutzt, der Prellbock links gehört zu Ladegleisen, wo hin und wieder Holz verladen wird. Ansonsten bin ich nicht traurig, als wir mit dem nächsten seehas den ungastlichen Bahnhof wieder verlassen.

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Wer schon einmal auf der Schwarzwald- oder Gäubahn durch Engen gefahren ist, kennt sicherlich diesen Anblick der Altstadt. Heute wollen wir nun auch die andere Seite dieser Häuserzeile erkunden – allerdings erst im zweiten Teil, denn nach der Hälfte der Bilder wollen wir hier einen Schnitt machen.
Der nächste Teil kommt dann voraussichtlich am Wochenende.

Viele Grüße

Tobias

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