Pro Bahn kritisiert: Stopp des NV in NRW war übertrieben (Allgemeines Forum)

Henrik, Mittwoch, 01.04.2015, 19:12 (vor 4029 Tagen) @ Brail

Kritik an Zugausfällen
"Schlag ins Gesicht der Pendler"

Von Maike von Galen

[...]Einen Tag nach dem Unwetter geht es nun um die Frage: War der komplette Stopp auch wirklich nötig?

Nein, glaubt Lothar Ebbers, Sprecher des Fahrgastverbands "Pro Bahn" in NRW. Er selbst war zwischen Oberhausen und Düsseldorf mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs und erlebte neben viel Wind vor allem eins: "Ein komplettes Kommunikationschaos der Bahn." Viel zu früh habe die Bahn pauschal gesagt: Es fährt nichts mehr im Nahverkehr, glaubt Ebbers. "Tatsächlich sind zu diesem Zeitpunkt noch einzelne Züge gefahren. Es war offensichtlich umständlicher genau aufzuführen, welche Linie mit welcher Verspätung eintrifft, als pauschal herauszugeben: Nichts geht mehr im Nahverkehr."

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"Dass die Bahn dem Fernverkehr auf Kosten des Nahverkehrs den Vorrang gibt, ist ein Schlag ins Gesicht für alle Pendler in NRW", beklagt Lothar Ebbers von Pro Bahn. "Die Züge der privaten Anbieter sind fast alle gefahren - das zeigt doch, dass auch für die Deutsche Bahn hier noch Spielraum gewesen wäre."

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Kritik kommt dagegen von Seiten der Politik: "Die Pendler haben mit Recht die Erwartung an die Deutsche Bahn, dass wenigstens die Kernachsen zeitnah freigegeben werden"

Auch der verkehrspolitische Sprecher der Grünen Rolf Beu kritisierte die Entscheidung der Bahn als zu drastisch: "Auch wenn Sicherheitsbedenken grundsätzlich an erster Stelle stehen, so muss sich die DB doch die Frage gefallen lassen, ob dieser Schritt verhältnismäßig war – zumal die privaten Anbieter weiter ihre Routen bedienen." Eine räumlich begrenzte Streckensperrung auf die von Niklas besonders betroffenen Regionen hätte verhindern können, dass Tausende Pendler an den Bahnhöfen strandeten.

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http://www1.wdr.de/themen/aktuell/sturm_niklas/kritik-an-bahn100.html


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