Ausgewippert (Teil 2, 40 Bilder) (Reiseberichte)

Sören Heise, Region Hannover, Montag, 23.03.2015, 20:55 (vor 4238 Tagen)

Moin,

heute setzen wir unsere Reise auf der Wipperliese fort. Bereits erschienen ist
Teil 1. Wir kommen mit dem Zug in Vatterode an und gehen von dort zu Fuß zwei Stationen weiter, bevor wir für eine Station wieder den Zug nehmen. Hier nochmals der Link zu Openstreetmap (der Hp. Vatterode ist falsch eingezeichnet. Er liegt am südwestlichen Ortsrand an der Landstraße). Vatterode ist heute ein Stadtteil von Mansfeld. Der 973 erstmals erwähnte Ort hat gut 600 Einwohner. Vor den Aufnahmen noch das Streckenband.



 0,0   Klostermansfeld
 1,5   Klostermansfeld Einkaufszentrum (Hp. wurde nicht gebaut)
 2,4   Klostermansfeld Randsiedlung
 6,1   Mansfeld (Südharz)
 7,7   Vatterode
 8,9   Vatteröder Teich
 9,8   Gräfenstuhl-Klippmühle
11,5   Biesenrode
15,9   Friesdorf Ost (Rammelburg)
17,7   Friesdorf
19,9   Wippra


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26 Haltepunkt mit Zug.


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27 Der Fußweg in den Ort, der Schienenweg nach Klostermansfeld und das lokale Bellkommando.


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28 Die massive Wartehalle und der massiv aussehende Mülleimer.


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29 Innenaufnahme der Wartehalle.


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30 Die einzige Laterne.


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31 Der Weg zum Bahnsteig.


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32 Der Weg zum Ort.


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33 Vatterodes Kirchen. Der Turm steht bemerkenswerterweise auf der Ostseite.


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34 Vatterodes Wipperbrücke und -furt.


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35 Vatterodes Neubaugebiet mit Garage vor der Tür.


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36 Direkt am Ortsausgang befindet sich Vatterodes Bahnhof. Es heißt Wippergrund und gehört zur Parkeisenbahn Vatterode.


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Am nahegelegenen Vatteröder Teich entstand 1960 ein Nahverholungsgebiet mit Feriendorf, in erster Linie für die Werktätigen des Mansfeld-Kombinats. Die Werkbahn engagierte sich bei der Errichtung der Bahn, daher erhielt die am 3. Juli 1967 eingeweihte Strecke eine Spurweite von 500 mm; sie hieß „Pioniereisenbahn Junges Leben Vatterode”. Die beiden Loks basieren auf Grubenloks der Baureihe EL 9. Die Pioniereisenbahnen waren nicht nur ein Freizeitvergnügen sein, sondern sollten auch den Nachwuchs für die Eisenbahn und den Beruf des Eisenbahners begeistern. 1996 ging die nunmehr als „Parkeisenbahn Vatterode” firmierende Bahn in den Besitz des Kreises über, die Kreisbahn Mansfelder Land übernahm die Betriebsführung. Mit dem Ende der Saison 2008 endete der Betrieb vorübergehend. Mittlerweile gehört die Bahn einem Privatmann aus Sachsen. Eine Wiederaufnahme des Betriebs ist vorgesehen; unter http://www.parkeisenbahn-vatterode.de präsentiert sich die Anlage im Netz.
Die Strecke verläuft parallel zur Landstraße, das Ostende in Vatterode markiert der hier gezeigte Bahnhof. Der zweite Bahnhof heißt Mansfeld-Schleife. Er liegt am Westende. Hier befinden sich ein Empfangsgebäude, kombiniert mit dem Lok- und Fahrzeugschuppen (neben den Loks verfügt die Bahn auch über acht offene Wagen), sowie eine Wendeschleife.


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37 Der Bahnhof Wippergrund von der Straße aus.


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38 Streckenaufnahme. Daneben die Landstraße. Hier können sich zwei Autos problemlos begegnen, später wird sie schmaler.


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39 Die Weiche an der Einfahrt in die Schleife. Im Hintergrund das Betriebsgebäude, von dem ich keine Nahaufnahme habe.


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40 An ihm zeigt ein Plan die einstige Ausdehnung des schmalspurigen Werkbahnnetzes.


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41 Eine weitere Karte zeigt die Pioniereisenbahnen der DDR. Zwei weitere in Prerow und Magdeburg waren bei Eröffnung der Vatteröder Strecke bereits stillgelegt, diejenige im Pionierlager Crispendorf der Wismut ist auf der Karte nicht enthalten.


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42 Bahnsteigbild.


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43 Der Vatteröder Teich.


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44 Die Bahnstrecke verläuft erhöht. Der Haltepunkt liegt zwischen Feriendorf und einem Kinderferienlager (beide nicht im Bild), er wurde erst vor wenigen Jahren eröffnet.


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45 Das ist er.


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46 Die Fahrradabstellanlage, pardon, der Bike-and-Ride-Platz.


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Der nächste Halt der Wipperliese ist Gräfenstuhl-Klippmühle. Es ist ein Haltepunkt fernab des Ortes Gräfenstuhl, der 1950 nach Vatterode eingemeindet wurde. Er liegt etwa einen Kilometer vom Haltepunkt entfernt, auf der anderen Flußseite oberhalb des Tales. Die Klippmühle wurde nach Eröffnung der Wipperliese zu einer Schankwirtschaft. Das Lokal wurde 1980 geschlossen und 1996 abgerissen. Heutzutage gibt es ein Naturschutzgebiet Klippmühle.


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47 Dieser nette Weg führt von der Landstraße zum Haltepunkt (auf Openstreetmap ist er nicht verzeichnet).


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48 Der Klippmühlquarzit ist ein bedeutender geologischer Aufschluß.


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49 Daher spendierte ihm der Geopark Harz - Braunschweiger Land - Ostfalen eine Erläuferungstafel (Klick aufs Bild für eine größere Version).


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50 Das Stromhäuschen.


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51 Gesamtansicht des Haltepunkts. Auch hier war der Baik-und-Raid-Platz leer.


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52 Im Wartehäuschen.


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53 Diese eigenartigen Kilometertafeln findet man ab und an im Reichsbahnland. Hier steht die acht auf dem Kopf.


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54 Der Hinweis auf die SEV-Haltestelle.


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55 Wenig später unterbricht ein Dieselmotor die Waldesruh.


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Es folgt Biesenrode. Im 12. Jahrhundert wurde das Dorf mit heute etwa 400 Einwohnern erstmals erwähnt. Es verfügt über eine Dorfkirche und einen Ritterhof. Seit 2005 ist es ein Stadtteil von Mansfeld. Der Bahnhof kam außerhalb des Ortes am anderen Wipperufer zu liegen, mittlerweile befindet sich direkt im Ort ein neugebauter Haltepunkt. Bemerkenswert ist für westwärts fahrende Züge eine Langsamfahrstelle von 0 km/h. Hier muß die Zugbegleiterin aussteigen und den Bahnübergang von Hand sichern. In der Gegenrichtung muß der Lokführer selber schauen.


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56 Der neue Haltepunkt. Im Hintergrund neben dem verschwindenden Zug das ehemalige Empfangsgebäude. Es dient jetzt als Wohnhaus.


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57 Es verfügt über einen Güterschuppen.


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58 Jenseits der Wipper der Ort.


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59 Die fast schon obligatorische Spiegelung mit dem Haltepunkt im Hintergrund.


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60 Der Bahnübergang.


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61 Kirche und Ritterhof.


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62 Ritterhof und Kirche.


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63 Auf dem Bahnsteig.


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64 Ein Hinweis für Ortsunkundige.


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65 Und da ist der Zug.


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Er fährt Richtung Klostermansfeld, wir fahren aber nach Friesdorf. Dort gibt es neben dem gleichnamigen Haltepunkt auch die Station Friesdorf Ost für den Ortsteil Rammelburg. Diese beiden Stationen werden wir übermorgen im dritten Teil dieser Serie besuchen. Zwei Tage später erscheint der vierte Teil. Dann sind wir am Streckenende zu Gast.


Viele Grüße
Sören

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Verstehen Sie Bahnhof!
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Ausgewippert (Teil 2)

462 001, Taunus, Montag, 23.03.2015, 21:58 (vor 4238 Tagen) @ Sören Heise

Guten Abend Sören,

vielen Dank für den 2. Teil deiner Tour. Da war ja wirklich verdammt wenig los als du warst. Wenn das immer so ist, kann ich verstehen warum der Verkehr eingestellt werden soll. Da ist im Westerwald ja noch mehr los und dort ist es schon ruhig.

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46 Die Fahrradabstellanlage, pardon, der Bike-and-Ride-Platz.

So wenig wie da los ist, kann man ein Fahrrad ohne Sicherung dort stehen lassen und es ist 1 Woche später immer noch da^^

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53 Diese eigenartigen Kilometertafeln findet man ab und an im Reichsbahnland. Hier steht die acht auf dem Kopf.

Das ist noch gute Wertarbeit;-) Oder die Tafel sollte mal bei Km 8,6 stehen, wer weiß das schon.

Es folgt Biesenrode. Im 12. Jahrhundert wurde das Dorf mit heute etwa 400 Einwohnern erstmals erwähnt. Es verfügt über eine Dorfkirche und einen Ritterhof. Seit 2005 ist es ein Stadtteil von Mansfeld. Der Bahnhof kam außerhalb des Ortes am anderen Wipperufer zu liegen, mittlerweile befindet sich direkt im Ort ein neugebauter Haltepunkt. Bemerkenswert ist für westwärts fahrende Züge eine Langsamfahrstelle von 0 km/h. Hier muß die Zugbegleiterin aussteigen und den Bahnübergang von Hand sichern. In der Gegenrichtung muß der Lokführer selber schauen.

Ich meine mich zu erinnern das es in der Eifel auch so etwas ähnliches gibt. Ist glaub ich eine Museumsbahn, die Quer durch ´nen Ort fährt wo der Schaffner vor dem Zug herlaufen muss, um zu sichern. Weiß aber jetzt leider nicht mehr wo das ist und ob es das überhaupt noch gibt.

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63 Auf dem Bahnsteig.

Sogar mit Fahrgastinformation. Ich finds leicht überflüssig.

Nochmals danke und ich freue mich schon sehr auf den 3. Teil.

Gruß
ICE1223

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Ausgewippert (Teil 2, 40 Bilder)

Alexander Reeg, Alzenau-Wasserlos, Montag, 23.03.2015, 23:59 (vor 4238 Tagen) @ Sören Heise

Hallo Sören,
Danke für den schönen Bildbericht und jetzt weiß ich auch wo es im aktuellen Urlaub noch hingeht.

Grüße aus der Gartenschaustadt Alzenau,
Alexander

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http://www.donauwalzer224.blogspot.de
Hier gibt es meine,nicht nur, Bahnbilder zu sehen.

Ausgewippert (Teil 2, 40 Bilder)

Holger2, Dienstag, 24.03.2015, 01:03 (vor 4238 Tagen) @ Sören Heise

Hallo,

vielen Dank und zwei blöde Fragen:

Kann es sein, dass der Hp. Gräfendorf - Kippmühle nachts mangels Beleuchtung gar nicht angefahren werden kann?
Und was macht man auf den diversen anderen Hp., wenn die eine Glühbirne mal kaputt ist?

Holger

Sammelantwort

Sören Heise, Region Hannover, Dienstag, 24.03.2015, 19:42 (vor 4237 Tagen) @ Sören Heise

Moin,

vielen Dank für die Kommentare.

ICE 1223: Es war wirklich wenig los bei meinen Besuchen. 25 Schulkinder zurück, ein paar wenige Normalreisende und einige Abschiedreisende, Einheimische wie von weiter fort. Und einige autofahrende Fotografen.
Zug anhalten und Lotse ist in Olef (Oleftalbahn, war ich noch nie). Da in Biesenrode ist es nur ein Bahnübergang, der zu sichern ist.
Die Fahrgastinformation ist nicht nur überflüssig, sie war sogar in Betrieb.


Alexander: Es lohnt sich. Und auch im Kahlgrund war ich noch nie.


Holger: Für den Lampe-kaputt-Fall hängt die Rufnummer aus. Gräfenstuhl-Klippmühle wird von allen Zügen bedient. Vielleicht wissen die Bedenkenträger nichts von der dortigen Situation.


Für alle Sammelantwortleser hier schon der Hinweis, daß diese Serie insgesamt sechsteilig wird. Der dritte erscheint morgen. Danach geht es im Zweitagesrhythmus (-rüttmuss für die Jüngeren unter euch) weiter mit den Teilen 4, 6 und 5 in dieser Reihenfolge.


Viele Grüße
Sören

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Sammelantwort

462 001, Taunus, Dienstag, 24.03.2015, 22:36 (vor 4237 Tagen) @ Sören Heise

Zug anhalten und Lotse ist in Olef (Oleftalbahn, war ich noch nie).

Ja, genau das hab ich gemeint. Danke

Die Fahrgastinformation ist nicht nur überflüssig, sie war sogar in Betrieb.

Das ist ja wohl die Höhe;-)

Viele Grüße
Sören

Grüße zurück

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