Achtzehn. Zwanzig. (Reiseberichte)

Sören Heise, Region Hannover, Samstag, 14.03.2015, 08:12 (vor 4141 Tagen)

Guten Tag und herzlich willkommen in Altenburg. Das ist eine sehenswerte Stadt ganz im Osten Thüringens, an der Bahnstrecke von Leipzig nach Zwickau. Mitgebracht habe ich Bilder eines ehemaligen Hauptbahnhofs, eines ehemaligen Bahnhofs und einer ehemaligen Hauptstadt. Die Geschichte der Stadt kann ich hier nicht ausbreiten, aber zur Geschichte der Eisenbahn in Altenburg möchte ich einige Zeilen schreiben.


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Von den drei Bahnstrecken, die einstmals Altenburg bedienten, ist im Reiseverkehr noch eine übrig. Das ist die von der Sächsisch-Bayerischen Eisenbahn-Compagnie initiierte Strecke von Leipzig nach Hof. 1841 begann der Bau von Leipzig aus, am 19. September 1842 wurde die Strecke vom dortigen Bayrischen Bahnhof nach Altenburg eröffnet. Am 15. März 1844 folgte die Verlängerung nach Crimmitschau, am 18. September 1845 wurden Werdau und Zwickau erreicht, am 31. Mai 1846 Reichenbach. Die folgende Teilstrecke von Reichenbach nach Plauen brachte die Gesellschaft an den Rand des Ruins, am 1. April 1847 wurde sie als Sächsisch-Bayerische Staatseisenbahn verstaatlicht. Am 20. November 1848 wurde dann der Südabschnitt eröffnet und am 15. Juli 1851 auch der noch fehlende Abschnitt Reichenbach - Plauen.

Relativ früh, in den 1960ern, begann die Elektrifizierung: Am 2. Oktober 1961 wurde von Leipzig kommend Böhlen erreicht, Altenburg am 15. Januar 1962. Am 25. Mai 1963 folgte der Abschnitt nach Zwickau, hierfür mußte der Altenburger Tunnel aufgeschlitzt werden (dieser Bereich wurde in den letzten Jahren vollständig saniert). Seit dem 20. Dezember 1963 kommt man elektrisch bis Reichenbach, weiter über Plauen nach Hof erfolgte die Elektrifizierung erst in diesem Jahrzehnt. Die Strecke mit ihren Stationen steht zwischen Gaschwitz, Altenburg und Gößnitz heute großteils in einem eigentümlichen Kontrast zu den eingesetzten Fahrzeugen.


Kommen wir nun zu den Nebenbahnen. Westwärts führt die Strecke über Meuselwitz nach Zeitz. Sie wurde am 19. Juni 1872 eröffnet und diente anfangs überwiegend der Abfuhr von Braunkohle aus Meuselwitz. Anno 2002 endete der Reiseverkehr, am 28. September 2002 auf dem sachsen-anhaltinischen Abschnitt Zeitz - Meuselwitz und zum Fahrplanwechsel auch auf dem Ostteil. Wegen Hochwasserschäden zwischen Zeitz und Tröglitz wird die Strecke derzeit von Altenburg aus im Güterverkehr bedient. Die Strecke zweigt nördlich des Bahnhofs von der Verbindung nach Leipzig ab. Im Winkel der beiden Strecken befindet sich das Bahnbetriebswerk, hier ist heute ein Prvatunternehmen ansässig, das Güterwagen revidiert.

Die zweite Nebenbahn war die Strecke von Altenburg nach Langenleuba-Oberhain. Die Züge dieser Strecke nutzten für einige Kilometer die Hauptstrecke südwärts mit und bogen in Nobitz nach links auf die eigentliche Strecke ab. Das konnten sie vom 15. Juni 1901 bis zum 27. Mai 1995 tun. An jenem Tag wurde der Reiseverkehr eingestellt. Zum Jahresende 1999 wurde die letzte Teilstrecke offiziell stillgelegt.


In der Einleitung erwähnte ich einen ehemaligen Bahnhof. Altenburgs erster Bahnhof war ein Kopfbahnhof, der stadtnäher gelegen war als der heutige. Das führte zu betrieblichen Problemen, am 25. September 1878 wurde die neue Strecke mit Durchgangsbahnhof und dem mittlerweile verschwundenen Tunnel erstmals befahren. Das erste Empfangsgebäude steht aber noch heute. Reste der alten Streckenführung sind im Lufbild noch zu erkennen.

1942 wurde Altenburgs Bahnhof zum Hauptbahnhof. Das Datum der Rückbenennung ist mir nicht bekannt. In den Wendejahren wurde das Empfangsgebäude saniert, 2010/2011 erfolgte die Modernisierung und Verkürzung der Bahnsteige. Das Empfangsgebäude wirkt auf den unvoreingenommenen Besucher heute hoffnungslos überdimensioniert. Man sollte aber wissen, daß Altenburg bis 1920 Hauptstadt von Sachsen-Altenburg war, einem der zahlreichen deutschen Kleinstaaten. Der letzte regierende Herzog, Ernst II., starb übrigens 1955 als Bürger der DDR auf seinem volkseigenen Schloß „Fröhliche Wiederkunft”.


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Gehlt geht gleich weiter.

Zwei - Altenburger Allerlei (45 Bilder)

Sören Heise, Region Hannover, Samstag, 14.03.2015, 08:12 (vor 4141 Tagen) @ Sören Heise

Übersichtlich geworden ist der Fahrzeugeinsatz: Alle zwei Stunden fährt der Regionalexpress nach Thüringen (Baureihe 612). Die S 5 der S-Bahn Miteldeutschland besteht im Prinzip aus zwei Linien (beide Baureihe 1442), jeweils im Stundentakt: Die S 5X fährt als Eilzug zwischen Halle, dem Flughafen Schkeuditz, Leipzig, Altenburg und Zwickau, die S 5 als Nahverkehrszug zwischen dem Flughafen und Zwickau, südlich von Altenburg zweistündlich. Am 1. August 2014 erreichte ich Altenburg mit einer S 5X aus Halle, die erste Aufnahme entstand bereits vor der Ankunft.


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1 Anno 1928 wurde Stellwerk B 5 in Betrieb genommen. Laut stellwerke.de ist es eines von drei Befehlsstellwerken im Bahnhof, dazu kommen fünf Wärterstellwerke. Ich meine, es seien nicht mehr alle in Betrieb.


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2 Nein, ich war nicht der einzige Aussteiger. Nur der einzige, der noch kurz auf dem Bahnsteig verweilte. Beachte das Lichtsignal.


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3 Güterverkehr gibt es auch. Interessanter ist der Wegweiser zum Mittelbahnsteig. Die Treppe ist links, der einzige Personentunnel auch. Mobilitätseingeschränkte müssen aber rechts am Empfangsgebäude vorbei, über die Straße, zum Busbahnhof und dort in den Personentunnel. Das dauert ziemlich lange, glaube ich.


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4 Der Altenburger Bauer wartet seit 1935 auf seinen Zug. Mittlerweile ist der Bahnsteig, auf dem er einst stand, weg.


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5 Der Tunnelabgang.


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6 Tunnelbild.


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7 Mittelbahnsteig, nordwärts.


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8 Mittelbahnsteig, südwärts. Man sieht kaum mehr als das mächtige Empfangsgebäude.


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9 Die Nordausfahrt gen Leipzig. Der Wasserturm steht am Bahnbetriebswerk.


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10 Gesamtansicht mit Güterzug.


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11 Die Nordfassade des Empfangsgebäudes.


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12 Bahnsteigrest.


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13 Bahnhofsplatz.


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14 Volkseigener Kanaldeckel, siehe auch hier.


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15 Luftbild südwärts mit Stellwerk, nicht-mehr-Bahnsteig (er ist durch ein Gleis vom restlichen Mittelbahnsteig getrennt) und einem ins Bild gesprungenen Wasserkranausleger. Und Gegenlicht.


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16 Das Empfangsgebäude.


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17 Das ist das alte Empfangsgebäude von Altenburg (Fabrikstr. 5, Ecke Terrassenstr.). Es liegt dichter am Stadtzentrum als der heutige Bahnhof, aber immer noch recht weit weg. Aber wenn wir schonmal angefangen haben, gehen wir weiter. Von 1895 bis 1920 verband eine Straßenbahn Bahnhof und Stadtzentrum.


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18 Saniertes und unsaniertes. Auch Altenburg hat nach der Wende Einwohner verloren.


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19 Das Landestheater wurde 1995 mit dem von Gera fusioniert.


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20 Im Schloßhof.


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21 Markt mit Rathaus und Brüderkirche.


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22 Stadtumbau Ost.


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23 Es war einmal.


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24 Von der Nikolaikirche steht nur noch der Turm. Ein Blick über die Stadt in die Richtung des Bahnhofs.


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25 Kontraste in der Altstadt.


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26 Die Stadtbusse haben Buchstaben als Liniennummer. Wir fahren zum Bahnhof zurück.


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27 Der Eingang zum Tunnel am Busbahnhof. Die älteren unter euch werden sich noch an Telefonzellen erinnern, da steht eine im Bild. Und wer wie ich steinalt ist, wird noch wissen, daß sie mal gelb waren.


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28 Versuch einer Gesamtansicht. Die Großherzogin von Gerolstein hatte sicherlich kein so pompöses Schloß und auch die Herrscher anderer deutscher Kleinstaaten haben vielleicht neidisch nach Altenburg geblickt beim Vergleich von diesem Bahnhof mit ihrem Schloß.


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29 Überm Haupteingang.


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30 Eingang.


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31 Seiteneingang.


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32 Innendrin.


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33 Die fast schon obligatorische kleine Spiegelei zwischendurch.


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34 Bahnsteigbild.


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35 Blick südwärts. Vgl. mit Bild 15.


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36 Hausbahnsteig.


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37 Noch ein vernünftiges Bild vom Bauern.


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38 Kontraste.


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39 Das Licht ist aus.


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40 Seitengang.


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41 Der Grüne Wenzel.


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42 Eine etwas ungewöhnliche Neunutzung: Eine freie evangelische Gemeinde hat ihre Heimat im Bahnhof gefunden.


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43 Blick in die Haupthalle.


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44 S-Punkt, der fahrkartenverkaufende Kiosk.


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45 Und der Ausgang.


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Durch ihn verlassen wir den Bahnhof Altenburg und auch dieses Bahnhofsportrait. Nächstes Wochenende steht der ehemalige Hauptbahnhof mit Z auf dem Fahrplan.
Zuvor aber sei ein Besuch in Altenburg empfohlen. Es lohnt sich. Das ist keine x-beliebige Provinzstadt.


Viele Grüße
Sören


PS: Ein Dankeschön geht an Christoph, diesmal aber für kein Bild, sondern die Betreffzeile.

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Verstehen Sie Bahnhof!
Europa: Linkliste Fahrplantabellen und mehr

Zwei - Altenburger Allerlei (45 Bilder)

Sebi, Passau/Bochum, Samstag, 14.03.2015, 11:44 (vor 4141 Tagen) @ Sören Heise

Wie immer ein echt tolles Portrait, absolut sehenswert, da bekommt man richtig Lust, sich selbst nach Altenburg aufzumachen!

PS: Ein Dankeschön geht an Christoph, diesmal aber für kein Bild, sondern die Betreffzeile.

Erklärst du uns denn auch den Sinn dieser Betreffzeile? Irgendwie komme ich auch nach einigem Nachdenken nicht auf den Sinn von "Achtzehn. Zwanzig."...

Zwei - Altenburger Allerlei (45 Bilder)

Ludo, Niedersachsen, Samstag, 14.03.2015, 11:53 (vor 4141 Tagen) @ Sebi

Erklärst du uns denn auch den Sinn dieser Betreffzeile? Irgendwie komme ich auch nach einigem Nachdenken nicht auf den Sinn von "Achtzehn. Zwanzig."...

Das ist das sog. "Reizen" beim Skatspiel. Aus Altenburg stammen bekanntlich auch die allseits bekannten Spielkarten.

Gruß, Ludo

Zwei - Altenburger Allerlei (45 Bilder)

Sebi, Passau/Bochum, Samstag, 14.03.2015, 12:04 (vor 4141 Tagen) @ Ludo

Erklärst du uns denn auch den Sinn dieser Betreffzeile? Irgendwie komme ich auch nach einigem Nachdenken nicht auf den Sinn von "Achtzehn. Zwanzig."...


Das ist das sog. "Reizen" beim Skatspiel. Aus Altenburg stammen bekanntlich auch die allseits bekannten Spielkarten.

Gruß, Ludo

Ah, ok, danke! Beides mir unbekannte Fakten!

Gruß zurück!

Zwei - Altenburger Allerlei (45 Bilder)

heinz11, Samstag, 14.03.2015, 12:06 (vor 4141 Tagen) @ Ludo

Erklärst du uns denn auch den Sinn dieser Betreffzeile? Irgendwie komme ich auch nach einigem Nachdenken nicht auf den Sinn von "Achtzehn. Zwanzig."...


Das ist das sog. "Reizen" beim Skatspiel. Aus Altenburg stammen bekanntlich auch die allseits bekannten Spielkarten.

Nicht nur das. Das Skatspiel wurde 1810 in Altenburg erfunden, hier wurde auch das 1927 das Deutsche Skatgericht gegründet und heutzutage befindet sich ebenda das Internationale Skatgericht.

Zwei - Altenburger Allerlei (1 Bild)

heinz11, Samstag, 14.03.2015, 12:21 (vor 4141 Tagen) @ Sören Heise
bearbeitet von heinz11, Samstag, 14.03.2015, 12:21

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27 Der Eingang zum Tunnel am Busbahnhof. Die älteren unter euch werden sich noch an Telefonzellen erinnern, da steht eine im Bild. Und wer wie ich steinalt ist, wird noch wissen, daß sie mal gelb waren.

Danke für Deine feine Ironie! Da weiß ich jetzt wenigstens, daß ich auch steinalt bin.

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Nächstes Wochenende steht der ehemalige Hauptbahnhof mit Z auf dem Fahrplan.
Zuvor aber sei ein Besuch in Altenburg empfohlen. Es lohnt sich. Das ist keine >x-beliebige Provinzstadt.


Da stimme ich Dir uneingeschränkt zu.

Lieber Sören, vielen Dank für dieses liebevoll und feinsinnig geschriebene Bahnhofsporträt. Dieser Bericht wird mich garantiert dazu animieren, der Skatstadt wieder einmal einen Besuch abzustatten.

Danke!

Breisgau-S-Bahn, Freiburg/Gera, Samstag, 14.03.2015, 20:55 (vor 4140 Tagen) @ Sören Heise

Hallo Sören,
vielen Dank für ein weiteres tolles Bahnhofsportrait. Wie immer hast du einen sehr informativen Text und gute Bilder geliefert. Da macht das Lesen Spaß :-)

Ich bin zwar ständig in Gera unterwegs, aber bis Altenburg kam ich noch nie. Nach deinem Portrait werde ich aber sicherlich bei einem Länderticket-Ausflug dort vorbei schauen.

Viele Grüße
Breisgau-S-Bahn

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Für eine DB Lounge in Erfurt!

Danke für deinen Reisebericht

Marien, Berlin, Samstag, 14.03.2015, 10:09 (vor 4141 Tagen) @ Sören Heise

Ich finde schön, wie du hier die Bahnhöfe vorstellst. Aus Altenburg kommt mein aktueller Freund und ich habe an dem Bahnhof schon viel Zeit verbracht.

Gibt es eigentlich auch mal ein Portät von Greiz? Ich weiß, dass ist nur eine kleine Provinzstadt an einer vergleichsweise schwach frequentierten Eisenbahnstrecke. Aber würde mich freuen von meiner Heimat mehr zu lesen. Ich würde bei Bedarf auch aus Berlin vorbeikommen.

Traurig ...

ktmb, Samstag, 14.03.2015, 18:31 (vor 4140 Tagen) @ Sören Heise

Ich kenne Altenburg noch als einen Bahnhof mit Fernverkehr. Habe kurz nach der Wende dort einmal für zwei Jahre gelebt.
Habe dort sogar einmal eine Fahrkarte nach Istanbul erstanden. Dennoch traurig zu sehen, dass es nicht einmal mehr ein Reisezentrum der DB gibt.

Vielen Dank für den Bericht über Bahnhof und Stadt.

Herzliche Grüße
Jörg

Altenburg

Christian_S, Samstag, 14.03.2015, 19:05 (vor 4140 Tagen) @ Sören Heise

Danke Sören, in Altenburg war ich schon länger nicht mehr, wirklich viel hat sich zumindest aber vom betrieblichen Zustand her dort nicht getan seit meinem letzten Besuch.

Wie ktmb schon schrieb, hatte Altenburg auch mal Fernverkehrsanbindung. Nicht nur zu DDR-Zeiten, sondern auch noch bis 2001. Damals gab es nämlich das tägliche IR-Zugpaar "Alpsee" Berlin-Oberstdorf und zurück, dazu kam ein Wochenend-D-Zugpaar München-Leipzig und zurück (Fr bzw So). Beide Zugpaare verkehrten übrigens auch in Altenburg mit Dieselbespannung, zuletzt BR 232/234. Die Fahrleitung zwischen Leipzig und Reichenbach wurde von diesen Zügen nicht genutzt, um nicht in Reichenbach nochmal umspannen zu müssen.

Danke

462 001, Taunus, Samstag, 14.03.2015, 20:16 (vor 4140 Tagen) @ Sören Heise

Nabend Sören,

danke für das Portrait. Altenburg kenn ich nur aus der S-Bahn heraus. Ausgestiegen bin ich damals nicht. Vielleicht werde ich mal dorthin fahren und mir auch die Stadt anschauen, wer weiß.

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27 Der Eingang zum Tunnel am Busbahnhof. Die älteren unter euch werden sich noch an Telefonzellen erinnern, da steht eine im Bild. Und wer wie ich steinalt ist, wird noch wissen, daß sie mal gelb waren.

Also ich kenne die gelben Telefonzellen auch noch, bin aber nicht steinalt:)

Gruß
ICE1223

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Sammelantwort

Sören Heise, Region Hannover, Sonntag, 15.03.2015, 13:33 (vor 4140 Tagen) @ Sören Heise

Moin,

vielen Dank für die Antworten.

Genau, die Betreffzeile nahm aufs Skatspiel Bezug. Ich habe es irgendwie verpaßt, das beim Grünen Wenzel noch unterzubringen.

Telefonzellen sieht man aufgrund der Entwicklungen im Telefonsektor nur noch sehr selten, da wollte ich sie mal wieder ins Gedächtnis rufen. Diejenige am hiesigen Bahnhof sehe ich das nächte Mal wohl erst dann bewußt, wenn sie weg ist.

Breisgau-S-Bahn: Kenne ich, man fährt eher in die Ferne als in die Nähe. Aber Altenburg lohnt sich. Nimm Dir Zeit mit, meine Aufnahmen sollten nur als Appetitanreger dienen.

Marien: Kommt Dein Freund immer zu spät Dich abholen? Nein, das war unhöflich. ;-)

Ich kann mir vorstellen, die Elstertalbahn mal zu porträtieren. Da würde Greiz dann ein Kapitel erhalten. Allerdings kann ich da nichts versprechen.

Jörg: Wie ich gerade bei DSO lese, ist der S-Punkt ein Fortschritt, es gab im Bahnhof wohl mal gar keinen Fahrkartenverkauf. Aber verglichen mit anderen Bahnhöfen ist Altenburgs heute durchaus ansehnlich.

Christian: Das war dann also Regensburg - Leipzig hinter Diesel. Nicht schlecht. Hätte ich gerne mal erlebt. Aber das ist vorbei und kommt nicht wieder. Und bald könnte aufgrund der sächsischen Kleinstaaterei auch die Verbindung von Werdau ins Vogtland und nach Hof Geschichte sein.

ICE1223: Es gibt viele sehenswerte Städte, aber Altenburg ist eine Reise wert.
Und Du warst schonmal im Postmuseum, wegen der gelben Telefonzelle?


Abschließend ein kleiner Vorgeschmack aufs nächste Wochenende:

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Viele Grüße
Sören

Antwort der Sammelantwort

462 001, Taunus, Sonntag, 15.03.2015, 13:51 (vor 4140 Tagen) @ Sören Heise

Hallo Sören,

ICE1223: Es gibt viele sehenswerte Städte, aber Altenburg ist eine Reise wert.
Und Du warst schonmal im Postmuseum, wegen der gelben Telefonzelle?

Postmuseum?? So etwas habe ich noch nie von innen gesehen und ich wüsste jetzt auch gar nicht wo ich eins finde. Aber Moment mal, bestimmt in Bonn, da war ja schon immer alles gelb von der Post.

Ich habe schon öfters in einer gelben Telefonzellen drin gestanden und in den riesigen Telefonbüchern nach einer Nummer gesucht. Also kenne ich die Zellen noch aus der freien Wildbahn.

Abschließend ein kleiner Vorgeschmack aufs nächste Wochenende:
[image]

Raten wo das ist werd ich nicht, da ich null Ahnung habe wo das sein könnte. Da lass ich mich lieber nächste Woche überraschen:)

Viele Grüße
Sören

Grüße zurück.

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Nächste Woche?

ktmb, Sonntag, 15.03.2015, 13:53 (vor 4140 Tagen) @ 462 001

Irgendwo in Sachsen-Anhalt?
Herzliche Grüße
Jörg

Antwort der Antwort der Sammelantwort

Sören Heise, Region Hannover, Sonntag, 15.03.2015, 14:12 (vor 4140 Tagen) @ 462 001

Ich habe schon öfters in einer gelben Telefonzellen drin gestanden und in den riesigen Telefonbüchern nach einer Nummer gesucht. Also kenne ich die Zellen noch aus der freien Wildbahn.

Also bist Du doch steinalt. Oder wir definieren das unterschiedlich.

Abschließend ein kleiner Vorgeschmack aufs nächste Wochenende:
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Raten wo das ist werd ich nicht, da ich null Ahnung habe wo das sein könnte. Da lass ich mich lieber nächste Woche überraschen:)

Jörg vermutet, es könne irgendwo in Sachsen-Anhalt sein. Das ist genau so falsch wie sehr gut. Denn die meisten (oder gar alle) hier im Forum, die diese Stadt noch mit dem Zug erreicht haben, werden es aus Sachsen-Anhalt getan haben. Ein Blick in mein Beitragsverzeichnis wird das Rätsel schnell lösen. Wir sehen die Straße Brandenburger Tor, auf dem Weg zum alten Ostbahnhof dreußen vor der Stadt.

Eine weitere Aufnahme zeigte ich schon bei DSO, die kann ich hier auch noch anhängen:

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Das ist der ehemalige Hauptbahnhof der Stadt.


Viele Grüße
Sören

Antwort - die 4te

462 001, Taunus, Sonntag, 15.03.2015, 14:27 (vor 4140 Tagen) @ Sören Heise

Ich habe schon öfters in einer gelben Telefonzellen drin gestanden und in den riesigen Telefonbüchern nach einer Nummer gesucht. Also kenne ich die Zellen noch aus der freien Wildbahn.


Also bist Du doch steinalt. Oder wir definieren das unterschiedlich.

Da ich 24 bin, fühle ich mich noch nicht steinalt.

Abschließend ein kleiner Vorgeschmack aufs nächste Wochenende:

[...]

Das ist der ehemalige Hauptbahnhof der Stadt.

Damit kann ich leider nichts anfangen, also werde ich mich überraschen lassen.

Gruß
ICE1223

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Abbitte

Sören Heise, Region Hannover, Freitag, 27.03.2015, 14:11 (vor 4128 Tagen) @ 462 001

Also bist Du doch steinalt. Oder wir definieren das unterschiedlich.

Da ich 24 bin, fühle ich mich noch nicht steinalt.

Hier an diesem Punkt muß ich, wenn auch ein klein wenig verspätet, Abbitte leisten. Mehr dazu erfährst Du - wie auch alle anderen - Montag gegen 18 Uhr, wenn es wieder heißt Ausgewippert, auf Bild 132.

Viele Grüße
Sören

Sammelantwort - Antwort von Marie

Marien, Berlin, Sonntag, 15.03.2015, 15:10 (vor 4140 Tagen) @ Sören Heise
bearbeitet von Marien, Sonntag, 15.03.2015, 15:10

Marien: Kommt Dein Freund immer zu spät Dich abholen? Nein, das war unhöflich. ;-)

Nö, aber in der Schulzeit haben wir beide da viel herum gehangen. Der ein oder andere Müllhaufen ging sicherlich auch auf unser Konto. ;)

Aber was genau ist der Bauer?

1040bln, Berlin-Mitte, Sonntag, 15.03.2015, 16:46 (vor 4140 Tagen) @ Sören Heise
bearbeitet von 1040bln, Sonntag, 15.03.2015, 16:51

Genau, die Betreffzeile nahm aufs Skatspiel Bezug. Ich habe es irgendwie verpaßt, das beim Grünen Wenzel noch unterzubringen.

Bisher dachte ich immer, wenn ich durch Altenburg gefahren bin, daß der Bahnsteig-Bauer auch ein Wenzel (Bube) ist. Zugegeben, er sieht bei näherer Betrachtung doch nicht so aus. Wissen wir mehr über diese Skulptur?

Danke übrigens, daß der Tunnelblick wieder dabei ist :-)

Dein Einleitungstext toppt übrigens diesmal die Fotoserie, aber nicht, weil diese schlechter als sonst wäre.

Das Vorschaubild fürs kommende Woche sieht mir eher nach Randberlin oder zumindest Brandenburg aus. Kopfsteinpflaster ist typisch für die Gegend. Alle Berliner Radwanderer werden mir beipflichten, ebenso wie die Radsportler, die man Anteil an "Rund um Berlin" genommen haben oder gar mitgefahren sind.

Der Bauer ist ein Bauer

Sören Heise, Region Hannover, Sonntag, 15.03.2015, 16:55 (vor 4140 Tagen) @ 1040bln

Bisher dachte ich immer, wenn ich durch Altenburg gefahren bin, daß der Bahnsteig-Bauer auch ein Wenzel (Bube) ist. Zugegeben, er sieht bei näherer Betrachtung doch nicht so aus. Wissen wir mehr über diese Skulptur?

Es handelt sich um einen echten Bauern sozusagen. Wikipedia weiß mehr.

Danke übrigens, daß der Tunnelblick wieder dabei ist :-)

Manchmal reicht die Zeit nicht, extra einen Tunnel zu graben. ;-)
Danke fürs Lob zum Eingangstext.


Marie: Na dann ist ja alles in Ordnung. Und euer Müll war nicht mehr da. ;-)

Dankesantwort

safe go, Chemnitz, Dienstag, 17.03.2015, 14:17 (vor 4138 Tagen) @ Sören Heise

Hallo Sören,

danke für den wie immer detaillierten Überblick. Meine einzige Nichtdurchfahrt resultierte aus einer Sperrung zwischen Lehndorf und Altenburg. Daher war während des Umstiegs von der Gummibahn auch keine Zeit zur genaueren Betrachtung. Dank Deines Porträts wurde ich daran erinnert, den Bahnhof in die Liste möglicher Reiseziele in der Umgebung aufzunehmen. Schließlich will auch 2016 wieder ein Kalender an der Wand hängen, nachdem dieses Jahr durchgehend Herbst 2014 ist. :-D

Viele Grüße gerade mal aus Dresden
Erik

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