Süddeutsche Zeitung: Schaffner wirft Dunkelhäutigen aus Bahn (Allgemeines Forum)
andy24b, Mittwoch, 04.03.2015, 09:36 (vor 4050 Tagen)
Die Süeddeutsche berichtet heute von einem Zwischenfall in Bayern
http://www.sueddeutsche.de/bayern/arabische-unterschrift-auf-ticket-schaffner-wirft-aus...
Besser: Hellhäutiger Schaffner wirft Fahrgast aus der Bahn
Steffen, Mittwoch, 04.03.2015, 09:54 (vor 4050 Tagen) @ andy24b
Weiß nicht warum Zeitungen immer betonen müssen, wenn ein Täter oder Opfer eine andere Hautfarbe hatte...
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![[image]](http://img.aachen-im-bild.de/brueckebelgien.jpg)
(OT) Gibt es bald irgendwelche Wahlen in Deutschland?
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Mittwoch, 04.03.2015, 09:59 (vor 4050 Tagen) @ Steffen
Weiß nicht warum Zeitungen immer betonen müssen, wenn ein Täter oder Opfer eine andere Hautfarbe hatte...
So geht's auch bei uns in NL.
Hier sind in 2 Wochen Wahlen.
Populistische Parteien sehen solche Artikel in Zeitungen gerne; so werden mehr Leute auf denen abstimmen.
gruß,
Oscar (NL).
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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
Nur in Bremen
Frankfurt (Main) Süd, Mittwoch, 04.03.2015, 10:09 (vor 4050 Tagen) @ Oscar (NL)
Am 10. Mai. Dann erst wieder 2016.
Und Bremen ist a) ziemlich klein und b) ziemlich weit weg vom Bayerischen Wald. Ich sehe da keinen Zusammenhang.
Danke für die Infos.
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Mittwoch, 04.03.2015, 10:16 (vor 4050 Tagen) @ Frankfurt (Main) Süd
bearbeitet von Oscar (NL), Mittwoch, 04.03.2015, 10:16
- kein Text -
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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
Was wird denn bei euch gewählt?
ALR997, Mittwoch, 04.03.2015, 18:07 (vor 4049 Tagen) @ Oscar (NL)
Wenn ich mich nicht irre ist die Tweede Kamer erst im Mai 2017 regulär wieder dran?
Provinzwahlen -> Eerste Kamer.
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Mittwoch, 04.03.2015, 18:13 (vor 4049 Tagen) @ ALR997
Wenn ich mich nicht irre ist die Tweede Kamer erst im Mai 2017 regulär wieder dran?
Vielleicht eher, wenn die 5 Regierungsparteien zusammen ihre Mehrheit in der Eerste Kamer nicht kriegen...:)
Am 18.03.2015 sind es Provinzwahlen hier ("Provinciale Statenverkiezingen").
gruß,
Oscar (NL).
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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
Provinzwahlen -> Eerste Kamer.
ALR997, Mittwoch, 04.03.2015, 18:23 (vor 4049 Tagen) @ Oscar (NL)
Wenn ich mich nicht irre ist die Tweede Kamer erst im Mai 2017 regulär wieder dran?
Vielleicht eher, wenn die 5 Regierungsparteien zusammen ihre Mehrheit in der Eerste Kamer nicht kriegen...:)Am 18.03.2015 sind es Provinzwahlen hier ("Provinciale Statenverkiezingen").
Okay danke für die Info ;-)
18.03.2015 -> Bahn-Tag
Henrik, Mittwoch, 04.03.2015, 20:54 (vor 4049 Tagen) @ Oscar (NL)
Wenn ich mich nicht irre ist die Tweede Kamer erst im Mai 2017 regulär wieder dran?
Vielleicht eher, wenn die 5 Regierungsparteien zusammen ihre Mehrheit in der Eerste Kamer nicht kriegen...:)
Am 18.03.2015 sind es Provinzwahlen hier ("Provinciale Statenverkiezingen").
na... das is ja nen Datum,
da schaut die Welt hierzulande nicht nur auf Berlin wegen Olympia,
sondern vor allem schaut die ganze Republik nach Berlin wegen der Bahn,
das neue Konzept wird vorgelegt
und die Medien werden am nächsten Tag nach der Bilanzpressekonferenz umfänglich drüber berichten..
An Wahl dürfte die in Dänemark interessanter sein, im September - dort sieht es sehr stark nach Regierungswechsel aus,
sprich Verkehrsminister Magnus Heunicke wird uns wohl sicher nicht erhalten bleiben,
kurz zuvor bekommt er nochmal Besuch von seinem deutschen Kollegen.
18.03.2015 -> Snowden live auf der CeBit
Henrik, Samstag, 07.03.2015, 00:10 (vor 4047 Tagen) @ Henrik
Wenn ich mich nicht irre ist die Tweede Kamer erst im Mai 2017 regulär wieder dran?
Vielleicht eher, wenn die 5 Regierungsparteien zusammen ihre Mehrheit in der Eerste Kamer nicht kriegen...:)
Am 18.03.2015 sind es Provinzwahlen hier ("Provinciale Statenverkiezingen").
na... das is ja nen Datum,
da schaut die Welt hierzulande nicht nur auf Berlin wegen Olympia,
sondern vor allem schaut die ganze Republik nach Berlin wegen der Bahn,
das neue Konzept wird vorgelegt
und die Medien werden am nächsten Tag nach der Bilanzpressekonferenz umfänglich drüber berichten..
und Edward Snowden wird live auf der CeBIT 2015 in Hannover sprechen, am 18.03.2015.
Besser: Hellhäutiger Schaffner wirft Fahrgast aus der Bahn
agw, NRW, Mittwoch, 04.03.2015, 10:11 (vor 4050 Tagen) @ Steffen
Weiß nicht warum Zeitungen immer betonen müssen, wenn ein Täter oder Opfer eine andere Hautfarbe hatte...
Weißt du nicht? Eigentlich ist es doch klar.
Entweder möchte man herausstellen, dass Ausländer böse Sachen machen oder dass ein Deutscher sich böse gegenüber einem Ausländer verhalten hat.
Sonst wäre es vermutlich auch gar keine Meldung wert.
Häufiger sieht man auch, dass die Zeitungen sich nach ein paar Stunden zensieren und diese Angaben wieder streichen.
Die Folgemeldungen sind dann bestimmt je nach Geschmack "Ausländer dürfen immer häufiger kostenlos Bahnfahren, weil nicht mehr kontrolliert wird" oder "weniger Übergriffe von Zub auf Ausländer".
Besser: Hellhäutiger Schaffner wirft Fahrgast aus der Bahn
Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Mittwoch, 04.03.2015, 10:30 (vor 4050 Tagen) @ agw
Weißt du nicht? Eigentlich ist es doch klar.
Entweder möchte man herausstellen, dass Ausländer böse Sachen machen oder dass ein Deutscher sich böse gegenüber einem Ausländer verhalten hat.
Sonst wäre es vermutlich auch gar keine Meldung wert.
Eben.. wenn bei jedem, der eine nicht gültige Fahrkarte hat (und das ist sie in dem Fall ja gewesen) ein Zeitungsartikel geschrieben würde, würde die Papierindustrie sich freuen.
Ja, etwas mehr Fingerspitzengefühl wäre vielleicht seitens des Zub sinnvoll gewesen (wir waren nicht dabei, kennen die Vorgeschichte nicht, und ich nicht mal das Video, daher das vielleicht), vielleicht hätte es auch gereicht, dem Fahrgast einen Stift in die Hand zu drücken, um ein leserliches Eintragen des Namens zu bitten, und diesen direkt mit einem amtlichen Dokument zu vergleichen.
Das Sommerloch dieses Jahr schon besonders früh begrüßen könnende Grüße,
der Colaholiker
Süddeutsche Zeitung: Schaffner wirft Dunkelhäutigen aus Bahn
guru61, Arolfingen, Mittwoch, 04.03.2015, 10:59 (vor 4050 Tagen) @ andy24b
bearbeitet von guru61, Mittwoch, 04.03.2015, 11:03
Ich weiss nicht, was das Problem ist:
Mindestens zum 2. Mal aufgefordert die Karte zu unterzeichnen, dem micht nachgekommen. Da sind in der Schweiz schon welche aus minderem Grund aus dem Zug Katapultiert worden.
Im uebrigen (ironie) hat sich der Schaffner nur so verhalten, wie ein Schaffner im Heimatland des Schwarzfahrers, also eine vorbildliche Integrationstat (Ironie aus).
Gruss Guru
Oh Deutschland, du (m)ein Heimatland
L.Willms, Mittwoch, 04.03.2015, 19:42 (vor 4049 Tagen) @ guru61
Im uebrigen (ironie) hat sich der Schaffner nur so verhalten, wie ein Schaffner im Heimatland des Schwarzfahrers, also eine vorbildliche Integrationstat (Ironie aus).
"Schwarzfahrer" ist eine Beschuldigung, die man so ohne Kenntnis des Vorfalls nicht erheben sollte.
Und als das Heimatland einer in Bajuwarien ein einem Regionalzug reisenden Person gilt erstmal Bayern, wenn nicht gleich ganz Deutschland.
Also hat der Schaffner sich wie ein gewöhnlicher deutscher Schaffner aufgeführt, wie man diese Mischung so kennt, ja?
Oh Deutschland, du (m)ein Heimatland
guru61, Arolfingen, Donnerstag, 05.03.2015, 07:26 (vor 4049 Tagen) @ L.Willms
Im uebrigen (ironie) hat sich der Schaffner nur so verhalten, wie ein Schaffner im Heimatland des Schwarzfahrers, also eine vorbildliche Integrationstat (Ironie aus).
"Schwarzfahrer" ist eine Beschuldigung, die man so ohne Kenntnis des Vorfalls nicht erheben sollte.Und als das Heimatland einer in Bajuwarien ein einem Regionalzug reisenden Person gilt erstmal Bayern, wenn nicht gleich ganz Deutschland.
Also hat der Schaffner sich wie ein gewöhnlicher deutscher Schaffner aufgeführt, wie man diese Mischung so kennt, ja?
Guck einfach mal im Lexikon nach was ironie ist.
Heimatland des Schwarzfahrens
maxiboy, IBNR: 7006966, Donnerstag, 05.03.2015, 08:57 (vor 4049 Tagen) @ L.Willms
Das muss natürlich das Heimatland der Eisenbahn, also das United Kingdom sein.
Und auch da gab es schon solche Vorfälle, etwa hier im Jahr 2011: http://www.scotsman.com/news/scotrail-no-ticket-fallout-i-d-paid-fare-says-big-man-vict...
"A TEENAGER bundled off a train by another passenger because he apparently did not have a ticket claims he was “assaulted” and insists he had paid his fare."
Der Sack Reis in China und trotzdem eine Frage
Freifahrtensammler, Mittwoch, 04.03.2015, 12:37 (vor 4050 Tagen) @ andy24b
Das erinnert mich an den sprichwörtlichen Sack Reis in China. Nein, ich habe weder etwas gegen Asylbewerber, noch gehe ich mit in den deutschen Farben angemalten Kreuzen zu irgendwelchen Peginesen-Demos oder fürchte um meine "nationale Identität". Ich habe auch keine Angst davor, dass der sächsischen Oma der Christstollen vom bösen Tunesier weggegessen wird. Ich habe tatsächlich schon als eingeborener Germane mit Asylbewerbern in einer Wohnung gelebt und es sogar schadlos überlebt ;-). Von daher weiß ich, wir sind alle Menschen, im Guten wie im Schlechten. Klar gibt es Alltagsrassismus, aber genauso sollte man sich davor hüten, alles auf die (Achtung Wortspiel!) "rassistische Schiene" zu schieben.
Allerdings - und damit zurück zum Bahnthema - habe ich doch eine Frage zum Verhalten des Zugbegleiters. Ich würde grundsätzlich beim "Sie" bleiben. Auch bei "schwierigen Kunden". Gerade mit denen möchte man ja nicht unbedingt befreundet sein. Das schafft ne professionelle Distanz und zeigt eher Respekt dem Anderen gegenüber. Vor allem frage ich mich, warum der Zub in diesem Fall körperlichen Zwang angewendet hat. Er vertritt zwar die Bahn und hat damit Hausrecht, aber ich würde es an seiner Stelle nicht machen. Dafür gibt es die Jungs und Mädels der DB-Sicherheit und/oder die Polizei. Die können Judo... ;-) Wenn ich richtig verstanden habe, ist das auch so in den bahninternen Vorgaben geregelt.
Oder erwartet die DB jetzt von ihren Zubs neuerdings Türsteher-Qualitäten?
Der Sack Reis in China und trotzdem eine Frage
gnampf, Mittwoch, 04.03.2015, 13:46 (vor 4050 Tagen) @ Freifahrtensammler
Allerdings - und damit zurück zum Bahnthema - habe ich doch eine Frage zum Verhalten des Zugbegleiters. Ich würde grundsätzlich beim "Sie" bleiben. Auch bei "schwierigen Kunden". Gerade mit denen möchte man ja nicht unbedingt befreundet sein. Das schafft ne professionelle Distanz und zeigt eher Respekt dem Anderen gegenüber. Vor allem frage ich mich, warum der Zub in diesem Fall körperlichen Zwang angewendet hat. Er vertritt zwar die Bahn und hat damit Hausrecht, aber ich würde es an seiner Stelle nicht machen. Dafür gibt es die Jungs und Mädels der DB-Sicherheit und/oder die Polizei. Die können Judo... ;-) Wenn ich richtig verstanden habe, ist das auch so in den bahninternen Vorgaben geregelt.
Du oder Sie ist immer so eine Sache, in manchen Regionen wird das Du ja auch so gerne gebraucht, ohne das Gegenüber damit respektlos behandeln zu wollen.
Das Problem liegt ja wohl eben genau darin, daß der Zub hier selbst durch körperlichen Eingriff versucht hat den Fahrgast nach draußen zu befördern, was er nicht hätte tun dürfen. Er hätte eben auf Polizei oder vergleichbares warten müssen, zur Durchsetzung vom Hausrecht. Auf die damit einhergehenden Verspätungen hatte er aber vermutlich keine Lust...
Oder erwartet die DB jetzt von ihren Zubs neuerdings Türsteher-Qualitäten?
In diesem Fall spielts eigentlich keine Rolle was die DB erwartet, denn so wie ich das lese hat die DB mit der ganzen Sache rein gar nichts zu tun. Das ganze ist wohl bei einer Privatbahn passiert.
Duzen ohne Einladung dazu gehört sich nicht
L.Willms, Mittwoch, 04.03.2015, 19:47 (vor 4049 Tagen) @ gnampf
Du oder Sie ist immer so eine Sache, in manchen Regionen wird das Du ja auch so gerne gebraucht, ohne das Gegenüber damit respektlos behandeln zu wollen.
Am Biertisch mag das ja angehen, aber ein Schaffner in einem Zug, der seine Fahrgäste einfach duzt, ohne dazu eingeladen zu sein, der schleppt die schlechtesten Ikea-Sitten in ein öffentliches Verkehrsmittel, wo die nicht hingehören.
Im Gegenteil ist das uneingeladene Duzen von jemandem, der sich als Autoritätsperson vorstellt, gegenüber einer kontrollierten Person eine Demütigung, die i.d.R. von solchen Leuten bewußt betrieben wird, um die andere Person zu erniedrigen. Alleine dafür sollte der Schaffner zu einer Teestunde bei seinen Vorgesetzten geladen werden.
Duzen ohne Einladung dazu gehört sich nicht
Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Donnerstag, 05.03.2015, 07:59 (vor 4049 Tagen) @ L.Willms
Am Biertisch mag das ja angehen, aber ein Schaffner in einem Zug, der seine Fahrgäste einfach duzt, ohne dazu eingeladen zu sein, der schleppt die schlechtesten Ikea-Sitten in ein öffentliches Verkehrsmittel, wo die nicht hingehören.
Veto. Aus Frankfurt-Sicht hast Du (oh sorry, keine Einladung, aber Usus im Internet) Recht. In anderen Gegenden des deutschen Sprachraums wird das anders gehandhabt und gehört einfach zur jeweiligen regionalen Kultur. So wie es eben in Schweden auch Usus ist, und deshalb bei Ikea zum Image gehört.
Im Gegenteil ist das uneingeladene Duzen von jemandem, der sich als Autoritätsperson vorstellt, gegenüber einer kontrollierten Person eine Demütigung, die i.d.R. von solchen Leuten bewußt betrieben wird, um die andere Person zu erniedrigen.
Kann sein, muß aber nicht. Meine vage Erinnerung an einen Urlaub in der Ecke Deutschlands sagt mir, daß Duzen dort deutlich lockerer gehandhabt wird als bei uns. Kann also sein, daß der Zub sich in diesem Aspekt einfach wie immer verhalten hat.
Alleine dafür sollte der Schaffner zu einer Teestunde bei seinen Vorgesetzten geladen werden.
Generell sollte er für diesen Auftritt zu seinem Vorgesetzten geladen werden, keine Frage. Jedoch nicht dafür.
Dieses Detail im Vergleich zur Anwendung eines unmittelbaren Zwangs als Nichtigkeit ansehende Grüße,
der Colaholiker
PS: Was wäre denn gewesen, wenn der Zub mit dem Fahrgast, der dem Beschriebenen nach ja versucht hat, auf Englisch mit dem Zub zu sprechen, in dieser Sprache mit ihm kommuniziert hätte.. wäre das "you" dann ein Du oder ein Sie gewesen? ;-)
Duzen ohne Einladung dazu gehört sich nicht
maxiboy, IBNR: 7006966, Donnerstag, 05.03.2015, 08:33 (vor 4049 Tagen) @ Colaholiker
Am Biertisch mag das ja angehen, aber ein Schaffner in einem Zug, der seine Fahrgäste einfach duzt, ohne dazu eingeladen zu sein, der schleppt die schlechtesten Ikea-Sitten in ein öffentliches Verkehrsmittel, wo die nicht hingehören.
Veto. Aus Frankfurt-Sicht hast Du (oh sorry, keine Einladung, aber Usus im Internet) Recht. In anderen Gegenden des deutschen Sprachraums wird das anders gehandhabt und gehört einfach zur jeweiligen regionalen Kultur. So wie es eben in Schweden auch Usus ist, und deshalb bei Ikea zum Image gehört.
Hmm, wo denn?
Hier in Berlin vielleicht. Aber der Ort ist eh nicht als Hort des guten Services und des respektvollen Umgangs miteinander bekannt.
PS: Was wäre denn gewesen, wenn der Zub mit dem Fahrgast, der dem Beschriebenen nach ja versucht hat, auf Englisch mit dem Zub zu sprechen, in dieser Sprache mit ihm kommuniziert hätte.. wäre das "you" dann ein Du oder ein Sie gewesen? ;-)
Die Differenzierung von thou und you ist schon seit sehr langer Zeit Vergangenheit. Na gut, es hat sich wohl noch in den Dialekten von Yorkshire bei älteren Sprechern gehalten. Aber das heißt ja nicht viel.
Duzen ohne Einladung dazu gehört sich nicht
L.Willms, Donnerstag, 05.03.2015, 10:58 (vor 4049 Tagen) @ Colaholiker
PS: Was wäre denn gewesen, wenn der Zub mit dem Fahrgast, der dem Beschriebenen nach ja versucht hat, auf Englisch mit dem Zub zu sprechen, in dieser Sprache mit ihm kommuniziert hätte.. wäre das "you" dann ein Du oder ein Sie gewesen? ;-)
Der Unterschied findet dann statt durch Ansprache mit Nach- oder Vorname, oder noch subtilere Nuancen, die unsereiner kaum versteht.
Süddeutsche Zeitung: Schaffner wirft Dunkelhäutigen aus Bahn
ICE11, Aachen, Mittwoch, 04.03.2015, 13:35 (vor 4050 Tagen) @ andy24b
bearbeitet von ICE11, Mittwoch, 04.03.2015, 13:36
Ich habe bei diesem Artikel nicht in Bezug auf den Vorfall an sich Bauchschmerzen - wenn ich in China, Indien oder wo auch immer kein gültiges oder richtig ausgefülltes Ticket habe, kriege ich auch ein Problem mit dem Schaffner und die örtliche Presse wird es wahrscheinlich nicht die Bohne interessieren - sondern vielmehr, weil er mal wieder das leider inzwischen alltäglich gewordene Phänomen der Handyvideos aufzeigt. Jeder (vermeintliche!) Fehler eines anderen - und sei er noch so nichtig - wird festgehalten, dem Arbeitgeber desjenigen zugespielt und womöglich später sogar noch auf Youtube gestellt oder wie in diesem Fall an die Presse weitergegeben. Erich Mielke und Erich Honecker würden vor lauter Freude über diese moderne Art des Denunziantentums sicherlich Jubelschreie ausstoßen!
Geht noch schlimmer...
Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Mittwoch, 04.03.2015, 13:44 (vor 4050 Tagen) @ ICE11
Ich habe bei diesem Artikel nicht in Bezug auf den Vorfall an sich Bauchschmerzen - (...) weil er mal wieder das leider inzwischen alltäglich gewordene Phänomen der Handyvideos aufzeigt.
...wie man letzte Woche in der Straße, in der ich wohne, sehen durfte. Ein Autofahrer verliert die Kontrolle über sein Fahrzeug (regennasse Straßenbahnschienen auf der Fahrbahn, nach Augenzeugen nicht angepaßte Geschwindigkeit...), spielt Pingpong mit geparkten Autos, bleibt regungslos in seinem Wagen sitzen. Alles drumherum zückt das Handy und filmt. Ein Freund von mir, der genau gegenüber wohnt (ehemaliger Feuerwehrmann), hatte genug Zeit, sich anzuziehen, Einmalhandschuhe zu schnappen und über die Straße zu gehen, ohne daß ihm jemand die Möglichkeit streitig gemacht hätte, als erster zu schauen, wie es dem Unfallfahrer geht. Er war auch der erste, der dann den Notruf abgesetzt hat. Zum Glück war der Mann wohl nicht verletzt sondern nur in Schockstarre, aber trotzdem ist es echt unmöglich, wie viele "Mitglieder" unserer Gesellschaft sich in dieser Hinsicht aufführen.
Für diese Zeitgenossen Verachtung empfindende Grüße,
der Colaholiker
...schuldig bis die Unschuld bewiesen ist?
Giovanni, Mittwoch, 04.03.2015, 15:08 (vor 4050 Tagen) @ ICE11
Ich habe bei diesem Artikel nicht in Bezug auf den Vorfall an sich Bauchschmerzen
Es wird gefilmt - aber niemand greift ein, wenn eine vermeintliche Autoritätsperson Gewalt anwendet. Diese wird sogar noch von zwei weiteren Personen unterstützt, von denen eine, abhängig von der Quelle, der Triebfahrzeugführer sein soll.
An der Tatsache, dass der Fahrgast das Beförderungsentgeld korrekt und in voller Höhe entrichtet hat, gibt es bislang keinerlei Zweifel.
Trotzdem wurde ihm der Fahrschein offenbar von einem Mitarbeiter des Verkehrsunternehmens abgenommen (davon gehe ich jedenfalls aus, da das Verkehrsunternehmen gegenüber dem BR behauptet ihm liege der Fahrschein vor) und der Fahrgast gewaltsam von der Beförderung ausgeschlossen.
Die vom Fahrgast verlangte unverzügliche Erstattung des Beförderungsentgeldes ist offensichtlich nicht erfolgt. Ob wie in den Beförderungsbedingungen vorgeschrieben eine Quittung ausgestellt wurde ist nicht bekannt.
Was genau im Namensfeld des Fahrscheines eingetragen war, ist nicht bekannt. Eine nachträgliche Änderung dieses Eintrages, wie laut Berichten von Zugbegleiter gefordert, hätte den Fahrschein jedoch ungültig gemacht.
Dass der Namenseintrag leserlich sein sollte, wird in den Beförderungsbedingungen nicht ausdrücklich verlangt.
Vermutlich wäre es gar nicht zu dieser Eskalation gekommen, wenn bereits vorher ein Fahrgast eine Vermittlerposition eingenommen hätte, um die Sprachbarriere zu umschiffen.
Ich hab auch schon einem Schaffner erklärt, dass ein anderer umgestiegener Fahrgast mit geringen Sprachkenntnissen sich im vorherigen Zug sichtlich bemüht hatte ein Ticket aus dem defekten Fahrkartenautomat zu bekommen - und der Schaffner hat ihm das Ticket ohne Aufpreis verkauft.
--
Wo Logik aufhört fängt das DB-Preissystem an.
2.4.4: "Eine Fahrkarte für eine höhere Produktklasse berechtigt [...] auch zur Beförderung in einer niedrigeren Produktklasse."
Ein Doppelstock-RE ist 4.631,5mm hoch - ein ICE1-Speisewagen nur 4.295mm ;)
...schuldig bis die Unschuld bewiesen ist?
Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Mittwoch, 04.03.2015, 15:25 (vor 4050 Tagen) @ Giovanni
Was genau im Namensfeld des Fahrscheines eingetragen war, ist nicht bekannt. Eine nachträgliche Änderung dieses Eintrages, wie laut Berichten von Zugbegleiter gefordert, hätte den Fahrschein jedoch ungültig gemacht.
Dass der Namenseintrag leserlich sein sollte, wird in den Beförderungsbedingungen nicht ausdrücklich verlangt.
Es gibt genug Fälle, wo eine Ergänzung/Änderung nötig ist, ohne daß deshalb die Gültigkeit angekratzt wäre - nehmen wir nur mal an, der Stift geht während des Schreibens leer oder versagt. (Wie mein Bürokugelschreiber regelmäßig. Ich brauche den einfach zu wenig.) Dann muß man zwangsweise mit einem anderen Stift wieder ansetzen.
Lösungsmöglichkeit: Fahrgast weist sich aus und schreibt im Beisein des Zub den Namen leserlich nochmal dazu, Zub quittiert das mit einem Stempelabdruck, evtl. kleiner Vermerk daß das Unleserliche ungültig ist, und alle sind glücklich.
Einfache Lösungen naheliegend findende Grüße,
der Colaholiker
Sprachkenntnisse
Proeter, Mittwoch, 04.03.2015, 15:26 (vor 4050 Tagen) @ Giovanni
bearbeitet von Proeter, Mittwoch, 04.03.2015, 15:27
Vermutlich wäre es gar nicht zu dieser Eskalation gekommen, wenn bereits vorher ein Fahrgast eine Vermittlerposition eingenommen hätte, um die Sprachbarriere zu umschiffen.
Zustimmung!
Und allgemein: Nach dem, was man im Video erkennen kann, scheint der KiN aus einer Generation zu stammen, in der er Englischunterricht gehabt haben muss. Von Bemühungen um Verständigung mit dem Fahrgast in englischer Sprache ist aber nichts zu erkennen.
Da bliebe zusätzlich die Frage, warum ein EVU (ein zudem sich so jung und dynamisch gebendes wie die Länderbahn) überhaupt KiNs ohne substantielle Englischkenntnisse beschäftigt. Hat jemand eine Idee?
Sprachkenntnisse
Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Donnerstag, 05.03.2015, 08:16 (vor 4049 Tagen) @ Proeter
bearbeitet von Colaholiker, Donnerstag, 05.03.2015, 08:16
Und allgemein: Nach dem, was man im Video erkennen kann, scheint der KiN aus einer Generation zu stammen, in der er Englischunterricht gehabt haben muss. Von Bemühungen um Verständigung mit dem Fahrgast in englischer Sprache ist aber nichts zu erkennen.
Vielleicht hatte er keinen Englischunterricht? Ich kenne auch Leute im "passenden" Alter, die eben nur eine Fremdsprache in der Schule gelernt haben - und wer als erste Fremdsprache Französisch hatte, kann noch so oft aus einer Generation stammen, wo er Englischunterricht gehabt haben müßte, versteht die Sprache aber trotzdem nicht.
Zu meiner Schulzeit (in Hessen, das muß ja dazu gesagt sein, da es im Bezug auf die Ausgestaltung der Lehrpläne Unterschiede zwischen den Ländern gibt) war es nämlich so, daß man die erste Fremdsprache aus einem gewissen, je nach Schule variierenden Angebot, wählen konnte. Bei uns war das eben Englisch und Französisch. Wählte man Englisch konnte man als zweite Fremdsprache beliebig eine andere wählen, die eben dann angeboten wurde (je nach Lehrerversorgung und Menge der interessierten Schüler wechselte das). Wählte man Französisch, war als zweite Fremdsprache - sofern man denn eine lernte - Englisch verpflichtend. Auf Integrierten Gesamtschulen gab es aber auch genug Schüler, die eben keine zweite Fremdsprache gewählt haben - natürlich nicht die, die hinterher Abitur gemacht haben, wo mehrere Fremdsprachen gefordert sind, aber beispielsweise die, die die Schule mit einem (erweiterten) Hauptschulabschluß verlassen haben.
In meiner zweiten Fremdsprache, die ich mal gelernt habe, könnte ich heute auch nicht mehr kommunizieren. Mehr als "Bitte", "Danke", "Ja" und "Nein" ist da auch nicht mehr vorhanden, weil nach Ende der Schulzeit nie wieder gebraucht. Und das kann auch mit erworbenen Englischkenntnissen passieren, wenn man sie nicht regelmßig nutzt.
Da bliebe zusätzlich die Frage, warum ein EVU (ein zudem sich so jung und dynamisch gebendes wie die Länderbahn) überhaupt KiNs ohne substantielle Englischkenntnisse beschäftigt. Hat jemand eine Idee?
Da kann ich nur mutmaßen. Sonderlich attraktiv sind die Arbeitsbedingungen als Zugbegleiter dort sicher nicht. Abgesehen von denen, die so einen Job "aus Leidenschaft" ;-) machen, wird halt der Bewerberkreis dementsprechend sein. Und dann werden bei den geforderten Qualifikationen entsprechende Prioritäten gesetzt, und Englischkenntnisse stehen dann wohl eher weiter hinten. Bitte versteht das nicht Abwertung gegenüber den Zugbegleitern im Allgemeinen, es ist kein leichter Job und die meisten machen ihn verdammt gut. Ich möchte nur zum Ausdruck bringen, daß jemand "mit verhandlungssicheren Sprachkenntnissen in zwei Fremdsprachen" mit hoher Wahrscheinlichkeit eine andere Karriere anstreben wird, wo die Arbeitsbedingungen besser und das Gehalt höher ist. Wenn man diesen Beruf nicht "aus Leidenschaft" ausüben will, ist es in meinen Augen nachvollziehbar, daß man sich, wenn es die persönliche Qualifikation erlaubt, beruflich anders orientiert, und so ohne Schichtdienst etc. irgendwo eine "ruhige Kugel zu schieben".
Warum man allerdings nicht den Mitarbeitern regelmäßige Trainings anbietet, wo sie wenigstens die wichtigsten Dinge, die sie für ihre Arbeit brauchen, auch auf Englisch lernen, weiß ich nicht - aber ist vermutlich einfach zu teuer.
Aber das Nichtvorhandensein von Fremdsprachenkenntnissen ist im Vergleich zu dem, was ich hier in Frankfurt im Busverkehr erlebe, ja noch harmlos. Viele der dienstjüngeren Busfahrer haben nicht mal ausreichend Deutschkenntnisse, um problemlos eine Fahrkarte zu verkaufen. Und das beim komplizierten Tarifgefüge des RMV. Aber klar, auf Teufel komm raus wird alles ausgeschrieben, der billigste gewinnt, und das wird bei den Personalkosten eingespart. Da sind die Stellen eben dementsprechend unattraktiv, und werden oft mit Leuten besetzt, die anderswo auf dem Arbeitsmarkt wenig Chancen haben, und oft sogar den Busführerschein und Personenbeförderungsschein "vom Amt" bezahlt bekommen haben. Das ist übrigens nicht nur ein Problem zwischen Fahrer und Fahrgast, wie ich von einem guten Freund, der bei einem Busunternehmen, das in Frankfurt Stadtbusverkehr fährt, arbeitet, weiß, ist das auch ein Problem zwischen Fahrer und Disponent in der Leitstelle, Werkstattpersonal, etc. Aber es ist ja politisch so gewollt.
Mit der Gesamtsituation unzufriedene Grüße,
der Colaholiker
Typisch deutsch
eco, Mittwoch, 04.03.2015, 14:31 (vor 4050 Tagen) @ andy24b
Alles muss seine genaue Richtigkeit haben - und wenn der N**** hier die Regeln nicht zu 150% befolgt wird er rausgeschmissen.
Das zusätzlich ekelhafte an dem Video ist, dass nicht dem Fahrgast geholfen wurde, sondern der obrigkeitsgeile deutsche Michel natürlich hilft den Fahrgast rauszuwerfen.
Typisch deutsch
ICE-TD, Mittwoch, 04.03.2015, 14:41 (vor 4050 Tagen) @ eco
Vielleicht wollten die Fahrgäste einfach nicht auf die Polizei warten und somit ihre Anschlußzüge verpassen? Das der Zugbegleiter nicht handgreiflich werden darf ist unstrittig, aber vor noch gar nicht langer Zeit war es völlig normal das Fahrgäste ohne gültiges Ticket wenn sie nicht nachlösen wollten unterwegs rausgeschmissen wurden. Ich kann mich an einige Fahrten erinnern wo beim letzten IC unterwegs an irgendeinem Haltepunkt angehalten wurde und einige Gestalten an die frische Luft gesetzt wurden.
Polizei muss keineswegs zur Verzögerung führen
Proeter, Mittwoch, 04.03.2015, 15:15 (vor 4050 Tagen) @ ICE-TD
bearbeitet von Proeter, Mittwoch, 04.03.2015, 15:18
Vielleicht wollten die Fahrgäste einfach nicht auf die Polizei warten und somit ihre Anschlußzüge verpassen?
Das ist bei den vielen Anschlussknoten mit hochkomplexen Reiseketten auf der Strecke von Zwiesel nach Bodenmais sicher ein Hauptmotiv gewesen.
Allgemein und nicht auf den konkreten Fall bezogen:
Mal davon abgesehen kann die Polizei durchaus auch zum übernächsten Bahnhof oder gar zum Endbahnhof bestellt werden, wenn die Weiterfahrt eines nicht-konformen Fahrgastes nicht Leib, Leben, Eigentum oder die Sicherheit beeinträchtigt.
Dass die Polizei erst später dazukommt, habe ich schon oft selbst gesehen.
aber vor noch gar nicht langer Zeit war es völlig normal das Fahrgäste ohne gültiges Ticket wenn sie nicht nachlösen wollten unterwegs rausgeschmissen wurden.
Allgemein ist das durchaus akzeptabel und wohl auch konform mit den Beförderungsbedingungen.
Nach allem, was zu dem konkreten Fall bekannt ist, scheint dies aber hier nicht vorzuliegen. Ein Ticket lag vor, war wohl nur nicht in lateinischen Buchstaben ausgefüllt. Mehr wissen wir noch nicht. Und nach dem, was wir wissen, war der Ausschluss von der Fahrt nicht gerechtfertigt. Aber warten wir ab, was da noch kommt.
Typisch deutsch
Giovanni, Mittwoch, 04.03.2015, 15:17 (vor 4050 Tagen) @ ICE-TD
Vielleicht wollten die Fahrgäste einfach nicht auf die Polizei warten und somit ihre Anschlußzüge verpassen?
Es gibt auf der Strecke keinerlei Anschlusszüge.
Das der Zugbegleiter nicht handgreiflich werden darf ist unstrittig, aber vor noch gar nicht langer Zeit war es völlig normal das Fahrgäste ohne gültiges Ticket wenn sie nicht nachlösen wollten unterwegs rausgeschmissen wurden.
Keiner der Berichte enthält Anhaltspunkte, dass der Fahrgast das Beförderungsentgeld nicht in voller Höhe entrichtet haben soll. Ein Beleg, dass das Ticket ungültig gewesen sein soll, wurde bislang nicht erbracht - da "leserlich" nicht ausdrücklich in den Beförderungsbedingungen verlangt wird.
Eine Möglichkeit wäre ein Umtausch des Tickets mit unleserlichem Namenseintrag durch ein neues, bei dem der Zugbegleiter die Namenseintragung durchführt. Dies birgt zwar einen Mehraufwand bei der Abrechnung, verhindert aber trotzdem die verbotene Mehrfachnutzung.
Vergleichbare Fahrkarten (d.h. Tageskarten für einen eng begrenzten Geltungsbereich) in anderen Regionen Deutschlands haben übrigens keinen Namenseintrag - und die Forderung nach diesem ist in den Beförderungsbedingungen auch auf Seite 60 versteckt.
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Wo Logik aufhört fängt das DB-Preissystem an.
2.4.4: "Eine Fahrkarte für eine höhere Produktklasse berechtigt [...] auch zur Beförderung in einer niedrigeren Produktklasse."
Ein Doppelstock-RE ist 4.631,5mm hoch - ein ICE1-Speisewagen nur 4.295mm ;)
Definiere "leserlich"
Frankfurt (Main) Süd, Mittwoch, 04.03.2015, 15:56 (vor 4050 Tagen) @ Giovanni
da "leserlich" nicht ausdrücklich in den Beförderungsbedingungen verlangt wird.
Mglw. war der Name ja sogar in perfekt leserlichem Arabisch eingetragen. Hilft nur demjenigen Leser nicht, der nie gelernt hat, die arabische Schrift zu lesen - so jemand wie ich zum Beispiel.
Wenn man die BBs dahingehend ergänzen wollte, die Anforderung "leserlich" explizit aufzunehmen, sollt man vielleicht auch gleich noch "in lateinischer Schrift" ergänzen.
Dass es lateinische Schrift sein soll,
maxiboy, IBNR: 7006966, Donnerstag, 05.03.2015, 09:01 (vor 4049 Tagen) @ Frankfurt (Main) Süd
steckt ja implizit schon drin, denn Vertragssprache ist Deutsch.
(Meinetwegen auch Englisch, Französisch oder Polnisch, wenn das bestimmte SSTVMs unterstützen. Auch wenn man daran schon stark zweifeln kann, zumal die Beförderungsbedingungen auf Deutsch sind.)
Ich bin auch schon viel rumgekommen und z.B. kyrillische Druckschrift kann ich schon einigermaßen lesen, aber nicht kyrillische Schreibschrift, das sind für mich unlesbare Schleifen. Von Arabisch, Hebräisch oder Koreanisch gar nicht zu reden.
Typisch deutsch
JeDi, überall und nirgendwo, Donnerstag, 05.03.2015, 17:19 (vor 4049 Tagen) @ Giovanni
Vielleicht wollten die Fahrgäste einfach nicht auf die Polizei warten und somit ihre Anschlußzüge verpassen?
Es gibt auf der Strecke keinerlei Anschlusszüge.
Naja, nach Kurzwende Bodenmais den Knoten Zwiesel.
Das der Zugbegleiter nicht handgreiflich werden darf ist unstrittig, aber vor noch gar nicht langer Zeit war es völlig normal das Fahrgäste ohne gültiges Ticket wenn sie nicht nachlösen wollten unterwegs rausgeschmissen wurden.
Keiner der Berichte enthält Anhaltspunkte, dass der Fahrgast das Beförderungsentgeld nicht in voller Höhe entrichtet haben soll. Ein Beleg, dass das Ticket ungültig gewesen sein soll, wurde bislang nicht erbracht - da "leserlich" nicht ausdrücklich in den Beförderungsbedingungen verlangt wird.
Den Anweisungen des Personals (Namen nochmal in Leserlich eintragen) ist Folge zu leisten.
Eine Möglichkeit wäre ein Umtausch des Tickets mit unleserlichem Namenseintrag durch ein neues, bei dem der Zugbegleiter die Namenseintragung durchführt. Dies birgt zwar einen Mehraufwand bei der Abrechnung, verhindert aber trotzdem die verbotene Mehrfachnutzung.
Wäre möglich gewesen. Ich sehe auch nicht das Problem, den Namen nochmal leserlich einzutragen, dies ist keine Änderung des eingetragenen Namens.
Vergleichbare Fahrkarten (d.h. Tageskarten für einen eng begrenzten Geltungsbereich) in anderen Regionen Deutschlands haben übrigens keinen Namenseintrag - und die Forderung nach diesem ist in den Beförderungsbedingungen auch auf Seite 60 versteckt.
Nein, auf Seite 40 (oder auf der ersten Seite, auf der das entsprechende Angebot behandelt wird.
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Weg mit dem 4744!
Typisch deutsch
L.Willms, Mittwoch, 04.03.2015, 19:52 (vor 4049 Tagen) @ ICE-TD
bearbeitet von L.Willms, Mittwoch, 04.03.2015, 19:56
vor noch gar nicht langer Zeit war es völlig normal das Fahrgäste ohne gültiges Ticket wenn sie nicht nachlösen wollten unterwegs rausgeschmissen wurden.
Aber nicht so handgreiflich.
Außerdem lese ich in dem Bericht der SdtZtg, daß der Fahrgast die Rückgabe von 7,50 Euro verlangt hat, und daß er nach der Rückgabe des Geldes den Zug verlassen würde.
"Give me my Geld, I go outside", erwidert der Zugfahrgast in einem Mix aus Englisch und Deutsch.
Das läßt eigentlich darauf schließen, daß er schon was gezahlt hat.
Süddeutsche Zeitung: Schaffner wirft Dunkelhäutigen aus Bahn
Sebi, Passau/Bochum, Mittwoch, 04.03.2015, 15:10 (vor 4050 Tagen) @ andy24b
Ich finde manche Kommentare zu diesem Artikel hier einfach schrecklich. Da wird ein dunkelhäutiger Mann, der vermutlich auch keine sehr guten Deutsch-Kenntnisse hat, von einem Schaffner, der sich unprofessionell verhält, aggressiv angegangen und mit Gewalt aus der Bahn geworfen. Doch anstatt das eskalierende Vorgehen des Schaffners zu kritisieren, oder die Tatsache, dass ihm noch von Mitfahrern bei dieser unberechtigten Tat geholfen wird, wird a) derjenige kritisiert, der seinen Namen fehlerhaft in das Kästchen eingetragen hat und b) derjenige, der den Vorgang gefilmt, weil ja jetzt auffliegt, dass der arme, unprofessionelle Schaffner nicht fähig ist, vernünftig seinen Job auszuführen. Klar macht jeder Mensch Fehler, auch im Beruf, aber wer im Beruf täglich zu Menschen in Kontakt kommt, darf sich solch aggressive Ausraster eben nicht erlauben, und wenn doch ist er wohl im falschen Beruf gelandet...
Süddeutsche Zeitung: Schaffner wirft Dunkelhäutigen aus Bahn
Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Mittwoch, 04.03.2015, 15:13 (vor 4050 Tagen) @ Sebi
b) derjenige, der den Vorgang gefilmt, weil ja jetzt auffliegt, dass der arme, unprofessionelle Schaffner nicht fähig ist, vernünftig seinen Job auszuführen. Klar macht jeder Mensch Fehler, auch im Beruf, aber wer im Beruf täglich zu Menschen in Kontakt kommt, darf sich solch aggressive Ausraster eben nicht erlauben, und wenn doch ist er wohl im falschen Beruf gelandet...
Falsch... es wird nicht kritisiert, daß gefilmt wird, um durch ein Nichtfilmen den Zugbegleiter zu schützen. Es wird kritisiert, daß sich die Fahrgäste lieber aufs Filmen konzentriert haben, statt einzuschreiten und zu vermitteln!
Den Unterschied deutlich klarstellende Grüße,
der Colaholiker
Süddeutsche Zeitung: Schaffner wirft Dunkelhäutigen aus Bahn
Sebi, Passau/Bochum, Mittwoch, 04.03.2015, 15:17 (vor 4050 Tagen) @ Colaholiker
b) derjenige, der den Vorgang gefilmt, weil ja jetzt auffliegt, dass der arme, unprofessionelle Schaffner nicht fähig ist, vernünftig seinen Job auszuführen. Klar macht jeder Mensch Fehler, auch im Beruf, aber wer im Beruf täglich zu Menschen in Kontakt kommt, darf sich solch aggressive Ausraster eben nicht erlauben, und wenn doch ist er wohl im falschen Beruf gelandet...
Falsch... es wird nicht kritisiert, daß gefilmt wird, um durch ein Nichtfilmen den Zugbegleiter zu schützen. Es wird kritisiert, daß sich die Fahrgäste lieber aufs Filmen konzentriert haben, statt einzuschreiten und zu vermitteln!Den Unterschied deutlich klarstellende Grüße,
der Colaholiker
Ich bezog mich dabei nicht so sehr auf deine Kritik, die ich sehr wohl nachvollziehen kann, sondern auf die Kritik des Beitrages, auf den du geantwortet hast. Denn "Jeder (vermeintliche!) Fehler eines anderen - und sei er noch so nichtig - wird festgehalten, dem Arbeitgeber desjenigen zugespielt und womöglich später sogar noch auf Youtube gestellt oder wie in diesem Fall an die Presse weitergegeben." klingt für mich eher nach einer Kritik am Film-Vorgang an sich, und nicht daran, dass nicht von anderen Fahrgästen eingegriffen wurde!
Ich werde nie mehr einschreiten und vermitteln wollen
maxiboy, IBNR: 7006966, Donnerstag, 05.03.2015, 08:55 (vor 4049 Tagen) @ Colaholiker
Falsch... es wird nicht kritisiert, daß gefilmt wird, um durch ein Nichtfilmen den Zugbegleiter zu schützen. Es wird kritisiert, daß sich die Fahrgäste lieber aufs Filmen konzentriert haben, statt einzuschreiten und zu vermitteln!
Egal, wie gut mein Englisch, Polnisch oder Französisch sein mag. Ich werde nie mehr einschreiten und vermitteln wollen. Einmal wäre das ziemlich böse ins Auge gegangen, das reicht.
Der KiN muss schon wissen, wie er zurechtkommt und ggf. Hilfe ruft. Allenfalls kann ich mit dem Handy 110 rufen, wenn es eskaliert und körperlich werden sollte.
Süddeutsche Zeitung: Schaffner wirft Dunkelhäutigen aus Bahn
L.Willms, Mittwoch, 04.03.2015, 19:54 (vor 4049 Tagen) @ Sebi
wird a) derjenige kritisiert, der seinen Namen fehlerhaft in das Kästchen eingetragen hat
hat er das wirklich? Oder konnte der Schaffner vielleicht nur nicht das Geschriebene lesen?
Kundenbetreuer wirft Fahrgast aus Länderbahn
Henrik, Mittwoch, 04.03.2015, 20:10 (vor 4049 Tagen) @ L.Willms
wird a) derjenige kritisiert, der seinen Namen fehlerhaft in das Kästchen eingetragen hat
hat er das wirklich? Oder konnte der Schaffner vielleicht nur nicht das Geschriebene lesen?
es ist in der offiziellen Stellungnahme von einem "erkennbar unleserlichem Eintrag" die Rede,
zudem ist von lediglich einem Wort die Rede - das wäre wenigstens eines zu wenig.
Danach würde es sich ganz offensichtlich auch um ein nicht gültiges Ticket handeln, worauf der Fahrgast ja wohl auch mehrfach hingewiesen wurde.
Kundenbetreuer wirft Fahrgast aus Länderbahn
L.Willms, Mittwoch, 04.03.2015, 20:55 (vor 4049 Tagen) @ Henrik
wird a) derjenige kritisiert, der seinen Namen fehlerhaft in das Kästchen eingetragen hat
hat er das wirklich? Oder konnte der Schaffner vielleicht nur nicht das Geschriebene lesen?
es ist in der offiziellen Stellungnahme von einem "erkennbar unleserlichem Eintrag" die Rede,
für den Schaffner. Mehr weiß man nicht.
Kundenbetreuer wirft Fahrgast aus Länderbahn
Henrik, Mittwoch, 04.03.2015, 21:14 (vor 4049 Tagen) @ L.Willms
wird a) derjenige kritisiert, der seinen Namen fehlerhaft in das Kästchen eingetragen hat
hat er das wirklich? Oder konnte der Schaffner vielleicht nur nicht das Geschriebene lesen?
es ist in der offiziellen Stellungnahme von einem "erkennbar unleserlichem Eintrag" die Rede,
für den Schaffner. Mehr weiß man nicht.
Plural, für die Schaffner, in jeweils verschiedenen Zügen.
Ansonsten joa, mag sein...... insofern ist es auch recht müßig, darüber zu mutmaßen.
Das EVU mag ggf. erheblich mehr wissen, es war hier die Rede davon, sie wäre im Beitz des Fahrscheins - dann kämen zudem etliche Personen mehr dazu. Nähreres dann dort.
Süddeutsche Zeitung: Schaffner wirft Dunkelhäutigen aus Bahn
Lumi25, Mittwoch, 04.03.2015, 15:54 (vor 4050 Tagen) @ andy24b
Sehr guter Artikel mal wieder. Den Unterschied zwischen einem Schaffner und Kontrolleur weiß man anscheinend nicht.
Und wenn man wegen der Fahrkarte nicht genau Bescheid weiß, dann fragt man halt jemanden auf dem Bahnhof, wie man unterschreiben soll.
Hab auch schon öfters die Unterschrift vergessen, weil ich halt nicht immer einen Kulli mit mir führe. So was kann die Bahn auch nicht verlangen. Also habe ich dann in Gegenwart des Zugbegleiters oder Kontrolleur unterschrieben und alles war gut.
Ansonsten würde ich empfehlen so was in Zukunft gar nicht zu posten.
Süddeutsche Zeitung: Schaffner wirft Dunkelhäutigen aus Bahn
clime, Hannover, Mittwoch, 04.03.2015, 16:15 (vor 4050 Tagen) @ Lumi25
Und wenn man wegen der Fahrkarte nicht genau Bescheid weiß, dann fragt man halt jemanden auf dem Bahnhof, wie man unterschreiben soll.
Also ganz ehrlich: Ich hätte nicht gewusst, dass man (anscheinend) nicht mit arabischen Buchstaben unterschreiben darf, wenn mich jemand gefragt hätte. Ganz im Gegenteil: Wenn der so heißt, wird so unterschrieben, ist doch das Gleiche mit z.B. polnischen Buchstaben. Und wenn er dann einen Ausweis dabei hat, der auch auf Arabisch ist und der Name stimmt überein, dann ist doch alles in Ordnung. Auf die Idee, dass man (anscheinend) zwingend lateinische Buchstaben verwenden muss, wäre ich nicht gekommen.
Ansonsten würde ich empfehlen so was in Zukunft gar nicht zu posten.
Das sehe ich auch so.
Grüße
c.
Süddeutsche Zeitung: Schaffner wirft Dunkelhäutigen aus Bahn
Holger2, Mittwoch, 04.03.2015, 21:32 (vor 4049 Tagen) @ clime
Hallo,
meine Zustimmung. Übrigens habe ich letzte Woche meinen Einreisezettel für Russland ausgefüllt - in lateinischer Schrift und nicht etwa auf kyrillisch.
Und jetzt sitze ich gerade in Helsinki und bin schier geschockt, dass jede Straßenbahnfahrerin und jeder Kassierer im Kaufhaus mir in perfektem akzentfreien Englisch geantwortet haben, wenn sie auch nur geahnt haben, dass ich aus dem Ausland komme.
Vielleicht sollten wir uns darüber auch mal Gedanken machen.
Holger
Süddeutsche Zeitung: Schaffner wirft Dunkelhäutigen aus Bahn
Henrik, Mittwoch, 04.03.2015, 22:08 (vor 4049 Tagen) @ Holger2
Und wenn man wegen der Fahrkarte nicht genau Bescheid weiß, dann fragt man halt jemanden auf dem Bahnhof, wie man unterschreiben soll.
Also ganz ehrlich: Ich hätte nicht gewusst, dass man (anscheinend) nicht mit arabischen Buchstaben unterschreiben darf, wenn mich jemand gefragt hätte. Ganz im Gegenteil: Wenn der so heißt, wird so unterschrieben, ist doch das Gleiche mit z.B. polnischen Buchstaben. Und wenn er dann einen Ausweis dabei hat, der auch auf Arabisch ist und der Name stimmt überein, dann ist doch alles in Ordnung. Auf die Idee, dass man (anscheinend) zwingend lateinische Buchstaben verwenden muss, wäre ich nicht gekommen.
meine Zustimmung. Übrigens habe ich letzte Woche meinen Einreisezettel für Russland ausgefüllt - in lateinischer Schrift und nicht etwa auf kyrillisch.
..auch bei Einreise in USA?
(zumindest bis letztes Jahr, seitdem sehen sie es ja insgesamt erheblich lockerer),
da hätte und hatte ich sehr von abgeraten, arabische bzw. deutsche Schreibweisen bei den Ziffern zu benutzen, stattdessen eben die amerikanische,
von arabischer Schrift hätte ich gar noch eher sehr abgeraten.
In Israel würde ich sehr strikt erheblich abraten, sich mit entsprechenden Personen anlegen zu wollen.
Ansonsten würde ich empfehlen so was in Zukunft gar nicht zu posten.
Das sehe ich auch so.
jo.. könnte ich aber genau ebenso zu so einigen etlichen anderen Threads dick unterschreiben. ;)
Süddeutsche Zeitung: Schaffner wirft Dunkelhäutigen aus Bahn
Holger2, Freitag, 06.03.2015, 19:59 (vor 4047 Tagen) @ Henrik
meine Zustimmung. Übrigens habe ich letzte Woche meinen Einreisezettel für Russland ausgefüllt - in lateinischer Schrift und nicht etwa auf kyrillisch.
..auch bei Einreise in USA?
Ja, auch da auf lateinisch und nicht auf kyrillisch:)
An die verwendeten Ziffern kann ich mich nicht mehr erinnern, aber es lief alles sehr entspannt ab:
"Seit Ihr das erste mal in den USA?" - "Ja, warum" - "Das dachte ich mir schon, ihr seht etwas nervös aus."
Dann noch der Irisscan, der Fingerabdruck, Gepäckbestätigung, der zweite Securitycheck, das wars. Alles sehr höflich und fast schon enttäuschend.
In Israel würde ich sehr strikt erheblich abraten, sich mit entsprechenden Personen anlegen zu wollen.
Naja, ich kenne ein paar (jüdische) Israelis, die selber nicht mehr nach Israel zurückwollen. Ich weiß nicht, ob das unser Maßstab sein sollte.
Süddeutsche Zeitung: Schaffner wirft Dunkelhäutigen aus Bahn
maxiboy, IBNR: 7006966, Donnerstag, 05.03.2015, 08:25 (vor 4049 Tagen) @ Holger2
Und jetzt sitze ich gerade in Helsinki und bin schier geschockt, dass jede Straßenbahnfahrerin und jeder Kassierer im Kaufhaus mir in perfektem akzentfreien Englisch geantwortet haben, wenn sie auch nur geahnt haben, dass ich aus dem Ausland komme.
Vielleicht sollten wir uns darüber auch mal Gedanken machen.
Och, das gibt's hier auch, dass Leute einen auf Englisch (und oft nicht besonders gutem obendrein) ansprechen, wenn man z.B. indisch oder afrikanisch aussieht ;) Nervt aber eher.
Süddeutsche Zeitung: Schaffner wirft Dunkelhäutigen aus Bahn
Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Donnerstag, 05.03.2015, 08:43 (vor 4049 Tagen) @ Holger2
meine Zustimmung. Übrigens habe ich letzte Woche meinen Einreisezettel für Russland ausgefüllt - in lateinischer Schrift und nicht etwa auf kyrillisch.
Im internationalen Personen- und Warenverkehr ist die lateinische Schrift nunmal die dominierende. Ob aus historischen Gründen, oder weil sie weltweit von der größten Anzahl von Menschen verstanden wird (nicht zwangsweise muttersprachlich), sei mal dahingestellt. Nur mal so als Beispiel - maschinenlesbare Reisepässe nach ICAO-Spezifikation (die ICAO ist eine Organisation der Vereinten Nationen, wird also fast von jedem Land mitgetragen) sind in der maschinenlesbaren Zone in lateinischer Schrift ausgeführt. Egal welches Schriftsystem im Ausstellungsland des Dokuments das vorwiegend verwendete ist.
Und jetzt sitze ich gerade in Helsinki und bin schier geschockt, dass jede Straßenbahnfahrerin und jeder Kassierer im Kaufhaus mir in perfektem akzentfreien Englisch geantwortet haben, wenn sie auch nur geahnt haben, dass ich aus dem Ausland komme.
Die Finnen sind da, genau wie andere nordeuropäische Länder, wirklich unschlagbar, was Englisch-Fremdsprachenkenntnisse angeht. Ich hatte, egal ob in Dänemark, Schweden, Finnland oder Norwegen, noch nie Probleme mich zu verständigen, obwohl ich keine der Landessprachen spreche. Da kann man sich echt eine Scheibe von abschneiden.
Arbeitsbedingt auch gute Englischkenntnisse habende Grüße,
der Colaholiker
Süddeutsche Zeitung: Schaffner wirft Dunkelhäutigen aus Bahn
AndyUlm, TDI, Mittwoch, 04.03.2015, 22:02 (vor 4049 Tagen) @ clime
Interessant das viele Unterschriften wohl in Druckbuchstabenform erfolgen.. (:
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Wer früher bremst, ist länger schnell.
Süddeutsche Zeitung: Schaffner wirft Dunkelhäutigen aus Bahn
Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Donnerstag, 05.03.2015, 08:37 (vor 4049 Tagen) @ AndyUlm
Interessant das viele Unterschriften wohl in Druckbuchstabenform erfolgen.. (:
Steht in den Beförderungsbedingungen wirklich drin, daß diese Fahrkarte zu unterschreiben ist? Beim Niedersachsenticket muß ja der Name eingetragen werden. Das ist ein himmelweiter Unterschied. Namen auf Fahrkarte und amtlichem Dokument vergleichen kann quasi jeder, der (das verwendete Alphabet) lesen kann.Unterschriften hingegen sicher vergleichen kann nur ein Graphologe. (Und auch der würde bei Leuten, bei denen jede Unterschrift anders aussieht, versagen.)
Nachfragende Grüße,
der Colaholiker
Süddeutsche Zeitung: Schaffner wirft Dunkelhäutigen aus Bahn
AndyUlm, TDI, Donnerstag, 05.03.2015, 08:43 (vor 4049 Tagen) @ Colaholiker
Darauf wollte ich hinaus, unterschrieben werden muss gar nichts, sondern der Name in Druckbuchstaben eingetragen werden.
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Wer früher bremst, ist länger schnell.
Süddeutsche Zeitung: Schaffner wirft Dunkelhäutigen aus Bahn
Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Donnerstag, 05.03.2015, 08:35 (vor 4049 Tagen) @ clime
Also ganz ehrlich: Ich hätte nicht gewusst, dass man (anscheinend) nicht mit arabischen Buchstaben unterschreiben darf, wenn mich jemand gefragt hätte. Ganz im Gegenteil: Wenn der so heißt, wird so unterschrieben, ist doch das Gleiche mit z.B. polnischen Buchstaben. Und wenn er dann einen Ausweis dabei hat, der auch auf Arabisch ist und der Name stimmt überein, dann ist doch alles in Ordnung. Auf die Idee, dass man (anscheinend) zwingend lateinische Buchstaben verwenden muss, wäre ich nicht gekommen.
Und ich wäre niemals auf die Idee gekommen, daß man in einem Land, in dem lateinische Buchstaben verwendet werden, seinen Namen in arabischer Schrift eintragen könnte. Bei Reisepässen aus Ländern, in denen Arabisch gesprochen wird, stehen die persönlichen Angaben ja auch (zusätzlich) in lateinischer Schrift angegeben. Zumal für jemanden, der diese Schrift nicht beherrscht, es quasi unmöglich ist, diesen Namen mit einem auf einem amtlichen dokument gedruckten Namen zu vergleichen.
Polnisch hingegen basiert ja auch auf dem lateinischen Alphabet - und das durchgestrichene l oder andere Buchstaben mit diakritischen Zeichen lassen sich auch ohne Polnische Sprachkenntnisse von einem Deutschmuttersprachler erkennen. Ein Engländer kann ja auch ein ü erkennen und mit einem Ausweisdokument leicht vergleichen.
Arabische Schrift nicht lesen könnende Grüße,
der Colaholiker
Am Rande: Manchmal gibt's Fahrgäste...
Blaschke, Mittwoch, 04.03.2015, 22:33 (vor 4049 Tagen) @ andy24b
bearbeitet von Blaschke, Mittwoch, 04.03.2015, 22:34
Hallöchen!
Ich befrage. Kunde hält mir ein Länderticket hin.
Ich überschreite meine Befugnisse und sage ihm FREUNDLICH: Da muß eigentlich noch der Name eingetragen werden.
Kommentar des Kunden: "Geht Sie das was an? Kümmern Sie sich um ihren Kram! Befragung beendet".
Okay. Haken bei "Verweigerer", Thema durch.
5 Min später kömmt der Schaffner. Der diskutierte nicht und gab auch keinen "freundlichen" Hinweis, sondern verlange gleich den Ausweis und schrieb sich die Daten auf. Gab dann direkt einen 40er.
Der Kunde titulierte mich dann noch als "Arschloch", weil er natürlich davon ausging, dass ich dem Schaffner einen Hinweis gegeben habe. Aber bei gewissen Mitmenschen empfindet man solche Aussage ja als Lob... ;-)
(oder wie es Manfred Krug alias Kommissar Stoever im Tatort "Tod eines Mädchens" auf die Vorhaltung des Täters bei dessen Überführung "Ich finde Sie widerlich!" mal ausdrückte: "Aus Ihrer Sicht sicher richtig!")
Schöne Grüße von
jörg
Am Rande: Manchmal gibt's Fahrgäste...
Silver, Mittwoch, 04.03.2015, 23:16 (vor 4049 Tagen) @ Blaschke
Einen ähnlichen Fall habe ich auch mal erlebt. Ein Fahrgast will im Zug die Fahrkarte mit EC-Karte bezahlen. Der Schaffner weist eher beiläufig darauf hin, dass die Karte noch unterschrieben werden müsse. Anstatt dies als helfenden Hinweis aufzufassen, befürchtet der Fahrgast jedoch die Ablehnung seines Zahlungsmittels, stellt auf stur, verweigert die Unterschrift und ist zu keiner sinnvollen Kommunikation mehr fähig. Ende des Lieds: Die beiden schreien sich an und der Schaffner droht mit Rauswurf und Polizei am nächsten Bahnhof. Letztlich konnten die Gemüter durch den Zugführer noch rechtzeitig besänftigt werden, die Karte wurde unterschrieben und die Fahrkarte bezahlt. Aber es war mal wieder ein schönes Beispiel dafür, dass manche Leute völlig unfähig sind, sachlich und mit kühlem Kopf alltägliche Situationen zu meistern.
Wahrscheinlich ist es in dem aktuellem Fall ähnlich gelaufen. Der Fahrgast bekommt den Hinweis auf den vorzunehmenden Namenseintrag in den falschen Hals und dem Kontrolleur gelingt es nicht, über die sprachliche Barriere hinweg seine Anforderung verständlich zu machen.
Am Rande: Manchmal gibt's Fahrgäste...
Henrik, Donnerstag, 05.03.2015, 00:31 (vor 4049 Tagen) @ Silver
Einen ähnlichen Fall habe ich auch mal erlebt. Ein Fahrgast will im Zug die Fahrkarte mit EC-Karte bezahlen. Der Schaffner weist eher beiläufig darauf hin, dass die Karte noch unterschrieben werden müsse. Anstatt dies als helfenden Hinweis aufzufassen, befürchtet der Fahrgast jedoch die Ablehnung seines Zahlungsmittels, stellt auf stur, verweigert die Unterschrift und ist zu keiner sinnvollen Kommunikation mehr fähig. Ende des Lieds: Die beiden schreien sich an und der Schaffner droht mit Rauswurf und Polizei am nächsten Bahnhof. Letztlich konnten die Gemüter durch den Zugführer noch rechtzeitig besänftigt werden, die Karte wurde unterschrieben und die Fahrkarte bezahlt. Aber es war mal wieder ein schönes Beispiel dafür, dass manche Leute völlig unfähig sind, sachlich und mit kühlem Kopf alltägliche Situationen zu meistern.
und der Fahrgast hatte dann doch tatsächlich seine EC-Karte unterschrieben?
Was für ein Depp!
Das geht dem Schaffner nen Scheißdreck an, vor allem bringts bei ihm dann ja noch so reichlich viel! :D :D :D
Der Schaffner hat also tatsächlich zugeschaut wie der Fahrgast die EC-Karte unterschreibt und wie er anschließend den EC-Beleg unterschreibt
und dann vergleicht er diese beiden Unterschriften und kommt zum Schluss, dass sie übereinstimmen.
köstlich. :) :D
"Nö, Perso muss ich nun ja nich mehr sehen, lassen Sie mal stecken, hab ja beide Unterschriften soeben miteinander verglichen - passt!"
schönes Kino!
sowas muss gefilmt werden, das ist lustig - der YouTube Hit schlechthin! :D
..vor allem mit ohne Schaden, für niemand.
Im ICE kann man seit etlichen Jahren nicht mehr mit EC-Karte bezahlen
Wahrscheinlich ist es in dem aktuellem Fall ähnlich gelaufen. Der Fahrgast bekommt den Hinweis auf den vorzunehmenden Namenseintrag in den falschen Hals und dem Kontrolleur gelingt es nicht, über die sprachliche Barriere hinweg seine Anforderung verständlich zu machen.
nach der 10. höflichen Bitte, im zweiten Zug beim dritten Schaffner könnte man sich aber schonmal Gedanken machen, ein wenig guten Willen zu zeigen.. ;)
sprachliche Barrieren scheints da ja eher diesbezüglich keine gegeben zu haben.
Am Rande: Manchmal gibt's Fahrgäste...
Silver, Donnerstag, 05.03.2015, 07:07 (vor 4049 Tagen) @ Henrik
und der Fahrgast hatte dann doch tatsächlich seine EC-Karte unterschrieben?
Was für ein Depp!
Das geht dem Schaffner nen Scheißdreck an, vor allem bringts bei ihm dann ja noch so reichlich viel! :D :D :D
Die Karte ist ohne Unterschrift nicht gültig. Wenn er nicht unterschrieben hätte, hätte er aussteigen müssen – und das zu Recht.
Der Schaffner hat also tatsächlich zugeschaut wie der Fahrgast die EC-Karte unterschreibt und wie er anschließend den EC-Beleg unterschreibt
und dann vergleicht er diese beiden Unterschriften und kommt zum Schluss, dass sie übereinstimmen.
köstlich. :) :D
"Nö, Perso muss ich nun ja nich mehr sehen, lassen Sie mal stecken, hab ja beide Unterschriften soeben miteinander verglichen - passt!"
schönes Kino!
sowas muss gefilmt werden, das ist lustig - der YouTube Hit schlechthin! :D
..vor allem mit ohne Schaden, für niemand.
Im ICE kann man seit etlichen Jahren nicht mehr mit EC-Karte bezahlen
Youtube gab es damals noch nicht und im IC konnte man noch mit EC-Karte zahlen. Allerdings nur mit unterschriebener Karte.
Am Rande: Manchmal gibt's Fahrgäste...
maxiboy, IBNR: 7006966, Donnerstag, 05.03.2015, 08:26 (vor 4049 Tagen) @ Silver
bearbeitet von maxiboy, Donnerstag, 05.03.2015, 08:28
Einen ähnlichen Fall habe ich auch mal erlebt. Ein Fahrgast will im Zug die Fahrkarte mit EC-Karte bezahlen. Der Schaffner weist eher beiläufig darauf hin, dass die Karte noch unterschrieben werden müsse. Anstatt dies als helfenden Hinweis aufzufassen, befürchtet der Fahrgast jedoch die Ablehnung seines Zahlungsmittels, stellt auf stur, verweigert die Unterschrift und ist zu keiner sinnvollen Kommunikation mehr fähig. Ende des Lieds: Die beiden schreien sich an und der Schaffner droht mit Rauswurf und Polizei am nächsten Bahnhof. Letztlich konnten die Gemüter durch den Zugführer noch rechtzeitig besänftigt werden, die Karte wurde unterschrieben und die Fahrkarte bezahlt. Aber es war mal wieder ein schönes Beispiel dafür, dass manche Leute völlig unfähig sind, sachlich und mit kühlem Kopf alltägliche Situationen zu meistern.
Wahrscheinlich ist es in dem aktuellem Fall ähnlich gelaufen. Der Fahrgast bekommt den Hinweis auf den vorzunehmenden Namenseintrag in den falschen Hals und dem Kontrolleur gelingt es nicht, über die sprachliche Barriere hinweg seine Anforderung verständlich zu machen.
Naja gut, sämtliche "EC-Karten" sind ja auch abgelaufen, mittlerweile werden nur noch girocards ausgestellt.
Wobei fortschrittliche Bankkunden (auch) eine Visa Debit, oder Debit MasterCard zu ihrem Girokonto bekommen, für die kostenfreien Bargeldabhebungen überall. Mittlerweile auch in Deutschland :)
Und die wird ja auch immer im Zug akzeptiert, zumal mit Hochprägung.
Am Rande: Manchmal gibt's Fahrgäste...
Silver, Donnerstag, 05.03.2015, 09:29 (vor 4049 Tagen) @ maxiboy
Meine Geschichte spielt in einer Zeit, als noch nicht für jede Transaktion Gebühren in die neue Welt überwiesen wurden. Soll heißen: EC-Karte stimmt schon.
Am Rande: Manchmal gibt's Fahrgäste...
maxiboy, IBNR: 7006966, Donnerstag, 05.03.2015, 21:59 (vor 4048 Tagen) @ Silver
bearbeitet von maxiboy, Donnerstag, 05.03.2015, 22:00
Meine Geschichte spielt in einer Zeit, als noch nicht für jede Transaktion Gebühren in die neue Welt überwiesen wurden. Soll heißen: EC-Karte stimmt schon.
Die girocard gibt es noch und wird nur von der Deutschen Kreditwirtschaft getragen. Sie ist aber ein erhebliches Hindernis für die Entwicklung des deutschen bargeldlosen Zahlungsverkehrs, da jedes Rad neu erfunden werden muss. In Ösi-Land und NL gibt es schon ewig Maestro PayPass, hierzulande gibt es das nur von Commerz Finanz als Kreditkarte(!) und demnächst von Fidor, weil der Rest der Bankbranche rein national denkt. Armselig…
Und es gibt halt kontaktlose Visa und MasterCard, aber ads ist ein anderes Thema.
Am Rande: Manchmal gibt's Fahrgäste...
Silver, Freitag, 06.03.2015, 10:33 (vor 4048 Tagen) @ maxiboy
Die girocard gibt es noch und wird nur von der Deutschen Kreditwirtschaft getragen. Sie ist aber ein erhebliches Hindernis für die Entwicklung des deutschen bargeldlosen Zahlungsverkehrs, da jedes Rad neu erfunden werden muss. In Ösi-Land und NL gibt es schon ewig Maestro PayPass, hierzulande gibt es das nur von Commerz Finanz als Kreditkarte(!) und demnächst von Fidor, weil der Rest der Bankbranche rein national denkt. Armselig…
Warum soll sich die deutsche Kreditwirtschaft in die Hände von potenziell marktbeherrschenden Konzernen (aka Visa, Mastercard) begeben, wenn man ein funktionierendes und kostengünstiges System hat? Mag ja sein, dass die Innovationsfrequenz bei den genannten Konzernen höher ist, aber zu welchem Preis?
Am Rande: Manchmal gibt's Fahrgäste...
Ösi, Freitag, 06.03.2015, 11:18 (vor 4048 Tagen) @ Silver
Warum soll sich die deutsche Kreditwirtschaft in die Hände von potenziell marktbeherrschenden Konzernen (aka Visa, Mastercard) begeben, wenn man ein funktionierendes und kostengünstiges System hat?
Weil die deutsche Kreditwirtschaft auf dem technischen Stand von vor 40 Jahren ist.
Man vergleiche:
Kreditkarte oder PayPal: Zahlung erfolgt sofort, egal ob es 15:00 am Montag, 19:00 am Heiligen Abend oder 2:00 am Sonntag ist. Wenn mich der Verkäufer betrügt, reichen ein paar Klicks und ich kriege mein Geld wieder.
Überweisung: Dauer bis zu fünf Tage (am Mittwoch nach Bankschluss ausgelöst, Donnerstag Bearbeitung, Freitag Feiertag, Samstag und Sonntag keine Bankarbeitstage, Montag ist das Geld endlich auf dem Zielkonto). Im Betrugsfall bleibt mir nur der Weg über die Gerichte.
Am Rande: Manchmal gibt's Fahrgäste...
gnampf, Freitag, 06.03.2015, 11:28 (vor 4048 Tagen) @ Ösi
Man vergleiche:
Kreditkarte oder PayPal: Zahlung erfolgt sofort, egal ob es 15:00 am Montag, 19:00 am Heiligen Abend oder 2:00 am Sonntag ist. Wenn mich der Verkäufer betrügt, reichen ein paar Klicks und ich kriege mein Geld wieder.
Oder auch nicht, abhängig davon ob man gerade bereit ist dir irgendwas zu glauben, und vor allem ob das Geld denn auf dem Gegenkonto noch schön greifbar rumliegt... wenn nicht gibts nämlich gerade bei Paypal null komma gar nichts, außer vielleicht Beschuldigungen oder Kontosperrungen gegen deine Person.
Bei der Kreditkarte reichen ein paar Klicks um Geld zurückzubuchen? Ich habs bisher noch bei keiner meiner Kreditkarten ausprobiert, aber es bietet auch definitiv keine eine "standardisierte" Form dafür, oder gar irgendwelche einfach klickbaren Formulare. Wenn ich was zurückbuchen will darf das alles über den Kundendialog erfolgen. Die Lastschriftrückgabe hingegen erfolgt im Onlinebanking bei mir in der Tat mit "einem Klick".
Am Rande: Manchmal gibt's Fahrgäste...
Silver, Freitag, 06.03.2015, 12:16 (vor 4048 Tagen) @ Ösi
Für 90% der getätigten Transaktionen reichen die herkömmlichen Verfahren aus. Bei den restlichen 10% erwartet der Kunde mehr, deshalb haben PayPal und Kreditkarten ja auch berechtigterweise einen Anteil am Markt. Aber warum sollte man dort, wo die Zusatzleistungen nicht benötigt werden, den höheren Preis von Paypal/Visa/Mastercard bezahlen, wenn es auch günstiger geht? Daher haben Überweisung und Lastschrift auch heute noch ihre Berechtigung für den Großteil des Transaktionsvolumens.
Weil es nicht funktioniert!
maxiboy, IBNR: 7006966, Samstag, 07.03.2015, 00:27 (vor 4047 Tagen) @ Silver
bearbeitet von maxiboy, Samstag, 07.03.2015, 00:28
Die girocard gibt es noch und wird nur von der Deutschen Kreditwirtschaft getragen. Sie ist aber ein erhebliches Hindernis für die Entwicklung des deutschen bargeldlosen Zahlungsverkehrs, da jedes Rad neu erfunden werden muss. In Ösi-Land und NL gibt es schon ewig Maestro PayPass, hierzulande gibt es das nur von Commerz Finanz als Kreditkarte(!) und demnächst von Fidor, weil der Rest der Bankbranche rein national denkt. Armselig…
Warum soll sich die deutsche Kreditwirtschaft in die Hände von potenziell marktbeherrschenden Konzernen (aka Visa, Mastercard) begeben, wenn man ein funktionierendes und kostengünstiges System hat? Mag ja sein, dass die Innovationsfrequenz bei den genannten Konzernen höher ist, aber zu welchem Preis?
Es funktioniert, weil man den Leuten zwei Karten (eine girocard und dazu eine MasterCard oder Visa) verkaufen kann und wenn sie schon seit Kindesbeinen an bei der selben Volksbank oder Sparkasse sind, wird für beide Karten ordentlich jeden Monat geblecht. Volkswirtschaftlich ist es vielleicht nicht so toll, aber wen juckt das schon?
Aber kostengünstig ist es schon nicht mehr (Mindest-Disagio pro girocard-Transaktion sind wohl 7 Cent, da ist Visa zu akzeptieren wohl günstiger, wenn man nur einen Kaugummi für nen Juro kauft).
Und durch dieses hohe Mindest-Disagio und das Fehlen von girocard contactless (als Analogon zu Maestro PayPass) wird die Akzeptanz von Kartenzahlungen bei kleinen und mittleren Beträgen erheblich behindert. Deswegen gibt es immer noch Gaststätten in Berlin mit Bedienung am Platz, die keine Karten annehmen, obwohl man da regelmäßig 20 Euro p.P. verfuttert, und es wird auch noch so hingenommen, weil es ja ach so teuer sei (LOL).
Die girocard ist selbst auch quasi marktbeherrschend, aber das juckt ja keinen. Genauso wie die DB Regio bei jedem Vergabeverfahren auch immer "die Guten" sind, weil sie homegrown sind. Wobei das aber eigentlich kein Wert an sich ist.
Weil es nicht funktioniert!
Silver, Samstag, 07.03.2015, 13:03 (vor 4047 Tagen) @ maxiboy
Ach ja. Immer wieder amüsant, wenn Leute nach einem Auslandsaufenthalt diesen so sehr als Teil ihrer Identität betrachten, dass alles, was sie im Ausland neues gesehen haben, natürlich viel besser ist. Und was sollen die anderen schone einwenden? Man hat ja durch den Auslandsaufenthalt einen Wissensvorsprung, ergo weiß man es sowieso besser. Das direkte Äquivalent zu den deutschen Touristen, die im Urlaub auf Bratwurst und Schnitzel bestehen.
Weil es nicht funktioniert!
maxiboy, IBNR: 7006966, Samstag, 07.03.2015, 19:00 (vor 4046 Tagen) @ Silver
Ach ja. Immer wieder amüsant, wenn Leute nach einem Auslandsaufenthalt diesen so sehr als Teil ihrer Identität betrachten, dass alles, was sie im Ausland neues gesehen haben, natürlich viel besser ist. Und was sollen die anderen schone einwenden? Man hat ja durch den Auslandsaufenthalt einen Wissensvorsprung, ergo weiß man es sowieso besser. Das direkte Äquivalent zu den deutschen Touristen, die im Urlaub auf Bratwurst und Schnitzel bestehen.
Es steht Ihnen frei, auch mal in die Niederlande zu fahren. Wir haben Reisefreiheit in der EU.
Weil es nicht funktioniert!
L.Willms, Sonntag, 08.03.2015, 00:32 (vor 4046 Tagen) @ maxiboy
Die girocard ist selbst auch quasi marktbeherrschend, aber das juckt ja keinen.
Außer die PR-Boys der Fa. Visa, die gerne ihr Monopol einrichten möchte...
Kontaktlose Karten sind prima für die Banken, weil die Terminals dafür billiger werden, für den zahlenden Kunden bringen sie garnix, außer mehr Probleme beim Händling -- man hat die Karte ja nicht mehr in der Hand, und hat Mühe, sie wieder zwischen die Finger zu kriegen.
Das ist wie bei den Telefonen oder Autoradios mit Patscheschirm und Wischiwaschi-Bedienung, die sind v.a. für die Hersteller billiger, weil sie weniger Kabelbäume brauchen.
Aber was interessiert das einen Boy...
Am Rande: Manchmal gibt's Fahrgäste...
Trainer, Donnerstag, 05.03.2015, 10:37 (vor 4049 Tagen) @ maxiboy
Wobei fortschrittliche Bankkunden (auch) eine Visa Debit, oder Debit MasterCard zu ihrem Girokonto bekommen, für die kostenfreien Bargeldabhebungen überall. Mittlerweile auch in Deutschland :)
Und die wird ja auch immer im Zug akzeptiert, zumal mit Hochprägung.
In Deutschland? Ich habe hier noch keine Bank gesehen, die Visa oder Mastercard Debit Karten ausstellen.
Beispielweise sind die Karten, die die DKB ausstellt, normale Visa Kreditkarten. Und dazu gibt's halt noch Maestro oder V-Pay. Die Ing-Diba Seite z.B. schweigt sich darüber aus, ob es sich um eine Debit-Karte handelt. Allerdings ist auf den Fotos der Karte auf der Seite kein "Visa Debit" Logo, und wahrscheinlich gilt sie daher nicht als Debit-Karte. In anderen Ländern (z.B. UK) sieht das anders aus, da kriegt man oft auch eine Visa Debit-Karte.
Am Rande: Manchmal gibt's Fahrgäste...
kater_k, BBRN, Donnerstag, 05.03.2015, 10:50 (vor 4049 Tagen) @ Trainer
Wobei fortschrittliche Bankkunden (auch) eine Visa Debit, oder Debit MasterCard zu ihrem Girokonto bekommen, für die kostenfreien Bargeldabhebungen überall. Mittlerweile auch in Deutschland :)
Und die wird ja auch immer im Zug akzeptiert, zumal mit Hochprägung.
In Deutschland? Ich habe hier noch keine Bank gesehen, die Visa oder Mastercard Debit Karten ausstellen.Beispielweise sind die Karten, die die DKB ausstellt, normale Visa Kreditkarten. Und dazu gibt's halt noch Maestro oder V-Pay. Die Ing-Diba Seite z.B. schweigt sich darüber aus, ob es sich um eine Debit-Karte handelt. Allerdings ist auf den Fotos der Karte auf der Seite kein "Visa Debit" Logo, und wahrscheinlich gilt sie daher nicht als Debit-Karte. In anderen Ländern (z.B. UK) sieht das anders aus, da kriegt man oft auch eine Visa Debit-Karte.
Ich kann das für Irland bestätigen :). Die echte Visa Debit-Karte wird im deutschen Zug übrigens nicht akzeptiert, obwohl mit Prägung. Die Comdirect-Pseudo-Debit-Visa schon. Das ändert sich aber hoffentlich mit der kommenden MT-Generation (die dann auch eine Online-Autorisierung beherrschen sollte).
OT: Wobei es dem Karteninhaber natürlich egal ist, ob die normale Visakarte täglich abgerechnet wird oder eine echte Debitkarte ist. Trotzdem hinkt Deutschland schon etwas hinter, was neue Produkte der Kreditwirtschaft angeht (was nicht unbedingt schlecht ist).
Am Rande: Manchmal gibt's Zahlungsmethoden...
L.Willms, Donnerstag, 05.03.2015, 10:56 (vor 4049 Tagen) @ kater_k
OT: Wobei es dem Karteninhaber natürlich egal ist, ob die normale Visakarte täglich abgerechnet wird oder eine echte Debitkarte ist. Trotzdem hinkt Deutschland schon etwas hinter, was neue Produkte der Kreditwirtschaft angeht (was nicht unbedingt schlecht ist).
Da sollten die anderen erstmal mit dem effizientesten System, nämlich der Banküberweisung, nachrüsten.
Da, wo der papierne Scheck das Hauptzahlungsmittel war und ist, da haben natürlich überflüssige Neuerungen ihr Hauptfeld.
Am Rande: Manchmal gibt's Zahlungsmethoden...
Trainer, Donnerstag, 05.03.2015, 12:21 (vor 4049 Tagen) @ L.Willms
bearbeitet von Trainer, Donnerstag, 05.03.2015, 12:22
Da sollten die anderen erstmal mit dem effizientesten System, nämlich der Banküberweisung, nachrüsten.
Da, wo der papierne Scheck das Hauptzahlungsmittel war und ist, da haben natürlich überflüssige Neuerungen ihr Hauptfeld.
Ich hoffe, dein Weltbild dadurch nicht zu zerstören, aber natürlich gibt es Banküberweisungen auch in Ländern, in denen gerne noch mit Schecks (z.B. die Miete) bezahlt wird.
Das wohl meistgenannte Beispiel sind die USA, wo Schecks noch an der Tagesordnung sind. Dort gibt es aber seit Ewigkeiten schon die "ACH Push" und "ACH Pull" Dienste, die über Nacht Geld auf ein anderes Konto schieben können (Überweisung) und Geld von einem anderen Konto holen können (Lastschrift). Also genau wie bei uns, nur dass es ohne gesetzliche Regelung schon seit Langem bei denen nicht mehr als einen Tag dauerte.
Der Witz an der Sache ist aber, dass Banken das ungerne ihren Kunden anbieten. Interessanterweise sind es gerade die kleineren "Community Banks", bei denen man das am Häufigsten findet. Woran das liegt, kann ich jetzt nur spekulieren - bestimmt gibt es aber Untersuchungen dazu. Gerade bei Gehaltszahlungen geht der Trend dort aber definitiv in Richtung bargeldlose Überweisung, und wie gesagt: Überweisungen gibt es dort schon. Nur ist das Angebot und vermutlich auch Nachfrage dort einfach nicht so hoch.
Am Rande: Manchmal gibt's Zahlungsmethoden...
L.Willms, Donnerstag, 05.03.2015, 12:59 (vor 4049 Tagen) @ Trainer
Das wohl meistgenannte Beispiel sind die USA, wo Schecks noch an der Tagesordnung sind. Dort gibt es aber seit Ewigkeiten schon die "ACH Push" und "ACH Pull" Dienste,
Der Witz an der Sache ist aber, dass Banken das ungerne ihren Kunden anbieten.
... und es dem Publikum auch nicht so präsent ist. Und vermutlich auch wenig Unterstützung durch Bankingsoftware findet.
Ein anderes Beispiel ist Frankreich. Sehr schwer, hier einfach per Überweisung zu bezahlen.
In beiden Fällen drängen sich dann Dienste wie Paypal oder Apple Pay rein, die für Zahlungsempfänger und Zahlenden nicht kostenlos sind.
Wer soll das bezahlen, wer hat das bestellt…
maxiboy, IBNR: 7006966, Donnerstag, 05.03.2015, 22:21 (vor 4048 Tagen) @ L.Willms
bearbeitet von maxiboy, Donnerstag, 05.03.2015, 22:22
Das wohl meistgenannte Beispiel sind die USA, wo Schecks noch an der Tagesordnung sind. Dort gibt es aber seit Ewigkeiten schon die "ACH Push" und "ACH Pull" Dienste,
Der Witz an der Sache ist aber, dass Banken das ungerne ihren Kunden anbieten.
... und es dem Publikum auch nicht so präsent ist. Und vermutlich auch wenig Unterstützung durch Bankingsoftware findet.Ein anderes Beispiel ist Frankreich. Sehr schwer, hier einfach per Überweisung zu bezahlen.
In beiden Fällen drängen sich dann Dienste wie Paypal oder Apple Pay rein, die für Zahlungsempfänger und Zahlenden nicht kostenlos sind.
Auch in Großbritannien gibt es schon seit langem BACS- und CHAPS-Überweisungen und mittlerweile auch "Faster Payments".
Aber Fakt ist, dass irgendwer den Service finanzieren muss, ob's Kontoführungsgebühren sind, Disagio an den Acquirer bei Kartenzahlung, Postengebühr oder was auch immer. Selbst die Bargeldhandhabung ist nicht wirklich kostenlos, auch wenn der Verbraucher – wenn er bei einer guten Bank ist – ein 0-Euro-Girokonto und weltweit "Free cash withdrawals" kriegt. Aber seine Hausbank muss an die Automatenaufsteller ein Interbankenentgelt zahlen, für jede Abhebung, auch wenn die Automatenaufsteller kein direktes Kundenentgelt (Surcharge) verlangen sollten. Von den Sicherheitstransporten, dem Zählen des eingenommenen Gelds beim Händler usw. gar nicht erst zu reden.
Wer soll das bezahlen, wer hat das bestellt…
L.Willms, Donnerstag, 05.03.2015, 23:01 (vor 4048 Tagen) @ maxiboy
Aber Fakt ist, dass irgendwer den Service finanzieren muss, ob's Kontoführungsgebühren sind, Disagio an den Acquirer bei Kartenzahlung, Postengebühr oder was auch immer.
Die direkte überweisung ist immer noch das billigste.
Ansonsten leben die Banken davon, daß sie das Geld ihrer Kunden einsammeln und in Kapital verwandeln.
Wenn man allerdings immer noch kompliziertere Zahlungsinstrumente einführen will, um noch mehr Reibach zu machen, und dazu die einfachen und kostengünstigen in den Hintergrund schiebt, dann sage ich: Halt. Brauch' ist nicht.
Wer soll das bezahlen, wer hat das bestellt…
maxiboy, IBNR: 7006966, Donnerstag, 05.03.2015, 23:40 (vor 4048 Tagen) @ L.Willms
Aber Fakt ist, dass irgendwer den Service finanzieren muss, ob's Kontoführungsgebühren sind, Disagio an den Acquirer bei Kartenzahlung, Postengebühr oder was auch immer.
Die direkte überweisung ist immer noch das billigste.Ansonsten leben die Banken davon, daß sie das Geld ihrer Kunden einsammeln und in Kapital verwandeln.
Man kann ja auch selbst das Geld gewinnbringend anlegen, statt es auf einem Tagesgeldkonto oder gar Girokonto von der staatlichen Inflation auffressen zu lassen.
Klar ist die SEPA-Überweisung das Billigste. Aber dauert natürlich seine Zeit und man kann sich das Geld nicht einfach zurückholen.
Bei Kreditkartenzahlung kann die Autorisierung sofort erfolgen. Diese kann man auch z.B. in Japan oder den USA belasten lassen. Es ist kein teurer Währungstausch nötig, sondern allenfalls eine moderate Fremdwährungsgebühr von 1-2%. Und je nach Kartenvertrag sind noch zusätzliche Sicherheiten für den Kunden dabei (ich verweise auf s. 75 des britischen Consumer Credit Act 1974 – http://www.legislation.gov.uk/ukpga/1974/39/section/75 – leider nicht auf europäischem Recht basierend, so dass das Schutzniveau hierzulande schlechter ist).
Wenn man allerdings immer noch kompliziertere Zahlungsinstrumente einführen will, um noch mehr Reibach zu machen, und dazu die einfachen und kostengünstigen in den Hintergrund schiebt, dann sage ich: Halt. Brauch' ist nicht.
Ich nehme nicht für alles einen Hammer, zumal ein Schraubenzieher manchmal akkurater und präziser ist.
Wer soll das bezahlen, wer hat das bestellt…
L.Willms, Freitag, 06.03.2015, 22:57 (vor 4047 Tagen) @ maxiboy
Klar ist die SEPA-Überweisung das Billigste. Aber dauert natürlich seine Zeit
im Inland wird die Überweisung meist schon am selben Tag dem Empfängerkonto gutgeschrieben, wie es dem Zahler belastet wird. Wenn ich jetzt eine Überweisung an meine Bank gebe (elektronisch, per HBCI/Internet), dann ist das Geld morgen auf dem Konto des Empfängers (OK, da heute Freitag ist, erst am Montag). Und grenzüberschreitend i.d.R. am nächsten Tag, zumindest soweit ich aus den Folgehandlungen der Versender schließe, bei denen ich eingekauft hatte. Aber als Auftraggeber weiß man natürlich nie, wann er Zahlungsempfänger mal geruht, seine Kontoauszüge abzuholen.
und man kann sich das Geld nicht einfach zurückholen.
Gezahlt ist gezahlt... das sollte man sich vorher überlegen, ob man das Geld ausgeben will oder nicht. Jedoch Falschbuchungen werden auch korrigiert (ich hatte mal so einen Fall, wo die Absenderkontonummer eines handschriftlich ausgefüllten Überweisungsformulars falsch gelesen wurde, und die Überweisung meinem Konto belastet wurde. Bekam ich im Ruckzuck wieder gutgeschrieben)
Bei Kreditkartenzahlung kann die Autorisierung sofort erfolgen.
Bei der Überweisung erfolgt die Autorisierung sogar noch vor der Auslösung der Zahlung...
Aber bei einer Überweisung hat der Empfänger schneller sein Geld, und mit weniger Kosten, als bei einer Kreditkartenzahlung.
Diese kann man auch z.B. in Japan oder den USA belasten lassen. Es ist kein teurer Währungstausch nötig, sondern allenfalls eine moderate Fremdwährungsgebühr von 1-2%.
Genau für solche Reisen hatte ich mir seinerzeit eine Kreditkarte ausstellen lassen. Heute nutze ich die eher, um die Belastung auf dem Girokonto um Tage oder Wochen hinauszuschieben.
Ich nehme nicht für alles einen Hammer, zumal ein Schraubenzieher manchmal akkurater und präziser ist.
Das ist vernünftig.
Wer aber nur einen Hammer hat, für den ist jedes Problem ein Nagel...
Wer soll das bezahlen, wer hat das bestellt…
maxiboy, IBNR: 7006966, Samstag, 07.03.2015, 00:23 (vor 4047 Tagen) @ L.Willms
Klar ist die SEPA-Überweisung das Billigste. Aber dauert natürlich seine Zeit
im Inland wird die Überweisung meist schon am selben Tag dem Empfängerkonto gutgeschrieben, wie es dem Zahler belastet wird. Wenn ich jetzt eine Überweisung an meine Bank gebe (elektronisch, per HBCI/Internet), dann ist das Geld morgen auf dem Konto des Empfängers (OK, da heute Freitag ist, erst am Montag). Und grenzüberschreitend i.d.R. am nächsten Tag, zumindest soweit ich aus den Folgehandlungen der Versender schließe, bei denen ich eingekauft hatte. Aber als Auftraggeber weiß man natürlich nie, wann er Zahlungsempfänger mal geruht, seine Kontoauszüge abzuholen.
Kontoauszüge abholen ist so 1990er. Es gibt heute Onlinebanking.
und man kann sich das Geld nicht einfach zurückholen.
Gezahlt ist gezahlt... das sollte man sich vorher überlegen, ob man das Geld ausgeben will oder nicht. Jedoch Falschbuchungen werden auch korrigiert (ich hatte mal so einen Fall, wo die Absenderkontonummer eines handschriftlich ausgefüllten Überweisungsformulars falsch gelesen wurde, und die Überweisung meinem Konto belastet wurde. Bekam ich im Ruckzuck wieder gutgeschrieben)
Es freut mich, dass Sie in ihrem Leben nur mit absolut zuverlässigen Geschäftspartnern zu tun haben. Aber manchmal kann es halt doch in die Hose gehen. Da bieten manche Kredit- und Debitkartensysteme einen sehr guten Käuferschutz.
Bei Kreditkartenzahlung kann die Autorisierung sofort erfolgen.
Bei der Überweisung erfolgt die Autorisierung sogar noch vor der Auslösung der Zahlung...Aber bei einer Überweisung hat der Empfänger schneller sein Geld, und mit weniger Kosten, als bei einer Kreditkartenzahlung.
Aber eben keine Zahlungsgarantie bis zum Eintreffen des Geldes. Deswegen haben Krücken wie "Sofortüberweisung", oder die offizielle Variante giropay sich über die letzten Jahre verbreitet. Finde ich persönlich sehr befremdlich.
Ich nehme nicht für alles einen Hammer, zumal ein Schraubenzieher manchmal akkurater und präziser ist.
Das ist vernünftig.Wer aber nur einen Hammer hat, für den ist jedes Problem ein Nagel...
Visa Debit (+ payWave) + girocard/V-Pay + Debit MasterCard + girocard/Maestro + MasterCard (Credit), von insgesamt drei verschiedenen Banken. Das muss reichen. Na gut, bald kommt noch eine reine Maestro mit PayPass dazu.
Und gezahlt wird im Regelfall immer mit Visa Debit. Schon allein, damit kein "Kaufhof sagt Danke" auf dem Kontoauszug auftaucht :D
Wer soll das bezahlen, wer hat das bestellt…
L.Willms, Sonntag, 08.03.2015, 00:35 (vor 4046 Tagen) @ maxiboy
Kontoauszüge abholen ist so 1990er. Es gibt heute Onlinebanking.
von dem Sie anscheinend keine Ahnung haben, sonst würden Sie ja auch ihre Kontoauszüge online abholen, wie alle vernünftigen Menschen.
Unsereins will eben Übersicht haben, und sich nicht von den US-Banken und ihren PR-Boys verhohnepipeln lassen.
Übersicht haben wollen, ist ja sowas ewiges...
Visa Debit / Debit MasterCard
maxiboy, IBNR: 7006966, Donnerstag, 05.03.2015, 22:15 (vor 4048 Tagen) @ kater_k
In Deutschland? Ich habe hier noch keine Bank gesehen, die Visa oder Mastercard Debit Karten ausstellen.
Beispielweise sind die Karten, die die DKB ausstellt, normale Visa Kreditkarten. Und dazu gibt's halt noch Maestro oder V-Pay. Die Ing-Diba Seite z.B. schweigt sich darüber aus, ob es sich um eine Debit-Karte handelt. Allerdings ist auf den Fotos der Karte auf der Seite kein "Visa Debit" Logo, und wahrscheinlich gilt sie daher nicht als Debit-Karte. In anderen Ländern (z.B. UK) sieht das anders aus, da kriegt man oft auch eine Visa Debit-Karte.
Visa von ING-DiBa ist von der Abrechnungsmodalität her eine Debitkarte, EMV-App ID ist aber "VISA ING-DiBa".
Visa von BNP Paribas (Consorsbank) identifiziert sich mit EMV-App ID als "Visa Debit" und wird auch z.B. bei Buchung bei EasyJet als solche anerkannt. Beim Buchhändler in London neulich getestet und da wird sie vom Kassensystem als "DELTA CARD" erkannt. Echter geht es also nicht! Auch ein Blick in binlist.net (BIN 415932) bestätigt das, als Kartentyp wird "Debit" angezeigt.
![[image]](http://www.vevu.org/york/visadelta.jpg)
Debit MasterCard wird ausgestellt von Number26 (Wirecard Bank) sowie angeblich von einigen Sparkassen als MasterCard X-Tension. Auch die MasterCard der Fidor Bank (mit flachen Zahlen, also Prepaid) soll anekdotischen Berichten zufolge bei Onlineeinkäufen als Debit MasterCard einsetzbar sein, ebenso die virtuelle MasterCard von mpass.
Es ist ein riesiges Problem, dass die Banken in Deutschland ausnahmslos das Wort "Debit" auf der Karte vermeiden wie der Teufel das Weihwasser, da das die Akzeptanz z.B. in Großbritannien behindert und zu irrtümlichen Surcharging führen kann. Aber auch das zu ändern ist schon angestoßen.
Ich kann das für Irland bestätigen :). Die echte Visa Debit-Karte wird im deutschen Zug übrigens nicht akzeptiert, obwohl mit Prägung. Die Comdirect-Pseudo-Debit-Visa schon. Das ändert sich aber hoffentlich mit der kommenden MT-Generation (die dann auch eine Online-Autorisierung beherrschen sollte).
Die comdirect Visa ist schon seit langem keine Debitkarte mehr (war sie mal so bis 2011 herum, und z.B. an den Geldautomaten von HSBC damals auch als "Visa Debit" erkannt, obwohl App ID schon immer "comdirect Visa" war). Mittlerweile ist sie eine Charge Card, die Akzeptanzkosten sind die selben wie für echte Kreditkarten (und höher als für Debitkarten). binlist.net spuckt für die BIN 426354… folgerichtig "Credit" als Kartentyp aus.
Die Visa Debit von Consors wird akzeptiert.
Echte Visa Debit-Karten werden grds. überall akzeptiert, wo Visa akzeptiert wird. Es mag einzelne Ausnahmen geben, das ist aber ein anderes Problem.
OT: Wobei es dem Karteninhaber natürlich egal ist, ob die normale Visakarte täglich abgerechnet wird oder eine echte Debitkarte ist. Trotzdem hinkt Deutschland schon etwas hinter, was neue Produkte der Kreditwirtschaft angeht (was nicht unbedingt schlecht ist).
Nein, das ist dem Karteninhaber keineswegs egal, weil's natürlich um sein Geld geht. Siehe etwa die easyJet-Buchung, wo man auswählen kann, ob man mit Debit MasterCard, MasterCard, Visa Debit oder Visa zahlen will. Auch andere Händler in Ländern, wo die Differenzierung klarer ist, verlangen teilweise Surcharges bei Zahlung mit Kredit-, nicht aber mit Debitkarte.
![[image]](http://www.vevu.org/york/ezycards.png)
Und die Zahlungskultur in Deutschland ist wirklich unschön. Ständig muss man hierzulande Bargeld in "ausreichender Menge" haben. Bei einer Wurstbude mag das okay sein, aber nicht in einem Restaurant mit Bedienung. Das ist ein Servicemangel, wenn so mancher Gastronom sich die 0,95% Disagio für die Maestro-Zahlung mit SumUp/iZettle sparen will, dann aber Menüschecks von Ticket Restaurant mit 4,95% Disagio annimmt und das stolz an seiner Tür verkündet!
(Ekelhaft auch das "Zahlungsmittelentgelt" der DB, weil damit gezielt Kunden aus Ländern geschröpft werden, wo eben keine Maestro oder Visa Electron zum Konto ausgestellt werden, sondern die mächtigeren Visa- und MC-Debitkarten. Aber das ist wieder ein anderes Thema…)
Bargeld lacht
L.Willms, Donnerstag, 05.03.2015, 23:04 (vor 4048 Tagen) @ maxiboy
bearbeitet von L.Willms, Donnerstag, 05.03.2015, 23:04
und ist anonym
Ich konnte noch nie nachvollziehen,
maxiboy, IBNR: 7006966, Donnerstag, 05.03.2015, 23:35 (vor 4048 Tagen) @ L.Willms
warum die Leute so auf ihrer Bargeld-Anonymität bestehen und viele gleichzeitig fleißig Payback-Punkte sammeln, wo dann tatsächlich einiges an Daten anfällt, was über Zeit, Ort und Gesamtumsatz hinausgeht.
Ist vielleicht so etwas typisch Deutsches, was ich nie durchschauen werde.
Naja gut. Ich will dieses unwürdige "gestern Abend hatte ich noch 60 Euro im Geldbeutel, die drei Bier waren doch nicht so teuer"-Gefühl nicht haben. Deswegen zahle ich fast alles mit Karte. Ich bekomme im Online-Banking immer übersichtlich ein Kuchendiagramm, in dem ich sehen kann, was ich wofür ausgegeben habe, und ich kann dann schauen, wo ich noch Sparpotential habe.
Vielleicht bin ich nicht das hellste Licht in diesem Lande. Aber der bargeldlose Zahlungsverkehr erleichtert Leben und Finanzplanung doch erheblich. Der nächste Schritt ist die Kontaktloszahlung, womit man für kleine Beträge schneller ist als ein Barzahler. Ist sicher auch eine Frage des Lebensstils, aber ich rümpfe auch nicht über überzeugte Barzahler die Nase.
Vorteil von Kreditkarte
akbar23, Freitag, 06.03.2015, 00:50 (vor 4048 Tagen) @ maxiboy
Ich benutze Kreditkarten nur aus dem Grund, dass ich dadurch Meilen; bzw. Bahn-Bonuspunkte sammeln kann. Mittlerweile gibt es europaweite Überweisungen innerhalb eines Bankarbeitstages, daher sollte das hier eigentlich kein Problem sein. Wozu haben wir denn einen "einheitlichen Zahlungraum" ? Für irgendwass muss Iban die Schreckliche ja gut sein.
Ich konnte noch nie nachvollziehen,
gnampf, Freitag, 06.03.2015, 10:53 (vor 4048 Tagen) @ maxiboy
Naja gut. Ich will dieses unwürdige "gestern Abend hatte ich noch 60 Euro im Geldbeutel, die drei Bier waren doch nicht so teuer"-Gefühl nicht haben. Deswegen zahle ich fast alles mit Karte. Ich bekomme im Online-Banking immer übersichtlich ein Kuchendiagramm, in dem ich sehen kann, was ich wofür ausgegeben habe, und ich kann dann schauen, wo ich noch Sparpotential habe.
Hm, komisch, bei meinen Kreditkartenzahlungen steht all zu oft nur ein sehr kurzer, nichtssagender Text, wo man sich dann meist doch eher aus dem Betrag + Gedächtnis zusammenreimt was es gewesen sein könnte. Ein "Haushaltsbuch" darüber zu führen kann man völlig vergessen, nachdem selbstverständlich keinerlei Einzelposten dabei auftauchen. Sparpotential zu erkennen macht die Kreditkarte also da nicht möglich, zumindest nicht mehr oder weniger als jedes andere, genauso manuell geführte Haushaltsbuch auch.
Vielleicht bin ich nicht das hellste Licht in diesem Lande. Aber der bargeldlose Zahlungsverkehr erleichtert Leben und Finanzplanung doch erheblich. Der nächste Schritt ist die Kontaktloszahlung, womit man für kleine Beträge schneller ist als ein Barzahler. Ist sicher auch eine Frage des Lebensstils, aber ich rümpfe auch nicht über überzeugte Barzahler die Nase.
Ja, vielen macht es die Finanzplanung ganz einfach: es wird so lange die Karte eingesetzt, bis man sie nicht oder nur in Einzelteilen zurückbekommt, dann wird geflennt ;-) Wer mit Geld umgehen kann, der wird mit und ohne Kreditkarte kein Problem haben einen Überblick zu behalten. Wer nicht mit Geld umgehen kann, der weiss bei Bargeld wenigstens was er noch verfügbar hat, denn den Blick ins Onlinebanking, oder gar die Kontrolle der dort gelaufenen Buchungen, wird nie stattfinden, erstrecht auch nicht der Abgleich mit den restlichen Konten, kommenden Verpflichtungen, etc.
Aber was mich doch insbesondere wundert: zum einen schimpfst du darüber, daß Bargeld doch so unnachvollziehbar wäre. Dann aber willst du eine kontaktlose Zahlmöglichkeit haben, wo sich jemand an deinem Geld bedienen kann, der einfach neben dir her läuft, ohne dich auch nur einmal zu berühren. Sowas würde ich mal so richtig unnachvollziehbar finden... und es würde bei mir zu einer deutlichen Verlangsamung der Kartenzahlvorgänge führen, denn sobald ich herausfinde das eine meiner Karten damit ausgestattet ist würde die nur noch in einer funkgeschützten Hülle mitgeführt, wenn überhaupt.
Ich konnte noch nie nachvollziehen,
Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Freitag, 06.03.2015, 11:33 (vor 4048 Tagen) @ gnampf
Ein "Haushaltsbuch" darüber zu führen kann man völlig vergessen, nachdem selbstverständlich keinerlei Einzelposten dabei auftauchen.
Ich weiß ja, ich bin in vielerlei Hinsicht seltsam... aber auf die Idee, ein "Haushaltsbuch" zu führen, bin ich noch nie gekommen. kreditkartenabrechnung gegen die Belege prüfen, daß da alles stimmt, ja. Aber mehr auch nicht. Bin ich etwa so unnormal?
Kopfkratzende Grüße,
der Colaholiker
Ich konnte noch nie nachvollziehen,
gnampf, Freitag, 06.03.2015, 11:56 (vor 4048 Tagen) @ Colaholiker
Ich weiß ja, ich bin in vielerlei Hinsicht seltsam... aber auf die Idee, ein "Haushaltsbuch" zu führen, bin ich noch nie gekommen. kreditkartenabrechnung gegen die Belege prüfen, daß da alles stimmt, ja. Aber mehr auch nicht. Bin ich etwa so unnormal?
Nö, aber du hast ja auch nicht deine Kreditkartenabrechnung als Sparpotential aufzeigendes Kuchendiagrammisches Etwas hingestellt ;-)
Und ja, unnormal bist du definitiv ;-) Ich behaupte zu unterstellen, dass Otto-Normalbürger sich überhaupt nicht dafür interessiert, ob er zu den einzelnen Buchungen überhaupt einen Beleg hat. Solange die Summe unterm Strich nicht deutlich über der Summe auf'm ausgleichenden Konto liegt wirds als "passt scho" angenommen.
Ich konnte noch nie nachvollziehen,
Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Freitag, 06.03.2015, 12:26 (vor 4048 Tagen) @ gnampf
Nö, aber du hast ja auch nicht deine Kreditkartenabrechnung als Sparpotential aufzeigendes Kuchendiagrammisches Etwas hingestellt ;-)
Nein. Aber so was zu lesen wundert mich nicht, wenn ich einen Kollegen habe, der alle zwei Tage sämtliche Strom-, Gas-, Wasser- und Heizungszähler seiner Wohnung abliest und aus der Differenz zum Vorwert einen Trend errechnet, ob er mehr oder weniger verbraucht.
Und ja, unnormal bist du definitiv ;-) Ich behaupte zu unterstellen, dass Otto-Normalbürger sich überhaupt nicht dafür interessiert, ob er zu den einzelnen Buchungen überhaupt einen Beleg hat. Solange die Summe unterm Strich nicht deutlich über der Summe auf'm ausgleichenden Konto liegt wirds als "passt scho" angenommen.
Ich hatte schon unberechtigte Posten auf der Kreditkarte. Irgeneine Website mit der ich noch nie was zu tun hatte. Allerdings reichte damals auch ein Script, um eine gültige KK-Nummer mit Ablaufdatum zu erzeugen, weitere Checks außer der Prüfsumme gab es damals noch nicht bei Onlinezahlungen.
Seitdem da genauer hinschauende Grüße,
der unnormale Colaholiker
Das stimmt in dieser Pauschalität nicht!
maxiboy, IBNR: 7006966, Freitag, 06.03.2015, 21:37 (vor 4047 Tagen) @ gnampf
Naja gut. Ich will dieses unwürdige "gestern Abend hatte ich noch 60 Euro im Geldbeutel, die drei Bier waren doch nicht so teuer"-Gefühl nicht haben. Deswegen zahle ich fast alles mit Karte. Ich bekomme im Online-Banking immer übersichtlich ein Kuchendiagramm, in dem ich sehen kann, was ich wofür ausgegeben habe, und ich kann dann schauen, wo ich noch Sparpotential habe.
Hm, komisch, bei meinen Kreditkartenzahlungen steht all zu oft nur ein sehr kurzer, nichtssagender Text, wo man sich dann meist doch eher aus dem Betrag + Gedächtnis zusammenreimt was es gewesen sein könnte. Ein "Haushaltsbuch" darüber zu führen kann man völlig vergessen, nachdem selbstverständlich keinerlei Einzelposten dabei auftauchen. Sparpotential zu erkennen macht die Kreditkarte also da nicht möglich, zumindest nicht mehr oder weniger als jedes andere, genauso manuell geführte Haushaltsbuch auch.
Händler und Händlertyp liegen vor, das genügt, und man kann das nachkategorisieren. Man kann bei einem guten Onlinebanking natürlich auch jeden Umsatz unterteilen, aber Kassenzettel sammeln ist nicht so mein Ding. Ein elektronisches Haushaltsbuch, bei dem ich sehe, für welche Kategorie ich was ausgegeben habe, ist okay…
Ja, vielen macht es die Finanzplanung ganz einfach: es wird so lange die Karte eingesetzt, bis man sie nicht oder nur in Einzelteilen zurückbekommt, dann wird geflennt ;-) Wer mit Geld umgehen kann, der wird mit und ohne Kreditkarte kein Problem haben einen Überblick zu behalten. Wer nicht mit Geld umgehen kann, der weiss bei Bargeld wenigstens was er noch verfügbar hat, denn den Blick ins Onlinebanking, oder gar die Kontrolle der dort gelaufenen Buchungen, wird nie stattfinden, erstrecht auch nicht der Abgleich mit den restlichen Konten, kommenden Verpflichtungen, etc.
Das stimmt in dieser Pauschalität nicht. Vielleicht kann ich auch nicht "mit Geld umgehen", aber immerhin sind diese "gestern Abend hatte ich noch 60 Euro im Geldbeutel, die drei Bier waren doch nicht so teuer" eliminiert!
Aber was mich doch insbesondere wundert: zum einen schimpfst du darüber, daß Bargeld doch so unnachvollziehbar wäre. Dann aber willst du eine kontaktlose Zahlmöglichkeit haben, wo sich jemand an deinem Geld bedienen kann, der einfach neben dir her läuft, ohne dich auch nur einmal zu berühren. Sowas würde ich mal so richtig unnachvollziehbar finden... und es würde bei mir zu einer deutlichen Verlangsamung der Kartenzahlvorgänge führen, denn sobald ich herausfinde das eine meiner Karten damit ausgestattet ist würde die nur noch in einer funkgeschützten Hülle mitgeführt, wenn überhaupt.
Das ist Unfug. Das Terminal müsste sehr sehr nah an die Karte herangehalten werden. Außerdem würde ein solcher kontaktloser Taschendiebstahl sofort bei den abrechnenden Banken auffallen. Die Debatte ist rein akademisch.
Und aus einem Geldbeutel, ob funkgeschützt oder nicht, holt man die Karte raus zum Kontaktloszahlen, na klar, schon um Card clash zu verhindern. Aber es ist schneller als Chip & PIN.
Das stimmt in dieser Pauschalität nicht!
L.Willms, Freitag, 06.03.2015, 22:42 (vor 4047 Tagen) @ maxiboy
Naja gut. Ich will dieses unwürdige "gestern Abend hatte ich noch 60 Euro im Geldbeutel, die drei Bier waren doch nicht so teuer"-Gefühl nicht haben. Deswegen zahle ich fast alles mit Karte.
wenn man jeden Furz mit Karte bezahlt, hat man soviele Einträge im Kontoauszug, daß man vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sieht, und richtig arbeiten muß, um unberechtigte Belastungen herauszufischen.
Ich bekomme im Online-Banking immer übersichtlich ein Kuchendiagramm,
Echt? Sowas gehört in die Buchhaltung, aber nicht ins Banking. Welches Programm macht denn sowas?
in dem ich sehen kann, was ich wofür ausgegeben habe, und ich kann dann schauen, wo ich noch Sparpotential habe.
Einfach die Tasche zuhalten...
Hm, komisch, bei meinen Kreditkartenzahlungen steht all zu oft nur ein sehr kurzer, nichtssagender Text,
Händler und Händlertyp liegen vor, das genügt,
Wenn ich da lese "MCPAPER XYZ SAGT DANKE", dann fühle ich mich eher verarscht, und welcher Laden das war, kann ich daraus auch nicht ersehen. XY ist tatsächlich eine 4-stellige Nummer, ob die des Ladens oder der Kasse, kann der Kunde nicht wissen. Andere Läden fügen noch irgendwelche dummen Werbesprüche dazu, die die Unübersichtlichkeit noch erhöhen.
Aber von einem Händlertyp steht da nirgendwo was.
und man kann das nachkategorisieren.
ach!
Und aus einem Geldbeutel, ob funkgeschützt oder nicht, holt man die Karte raus zum Kontaktloszahlen, na klar, schon um Card clash zu verhindern. Aber es ist schneller als Chip & PIN.
ich zahl so kleine Beträge lieber per Geldkarte. Karte in einen Schlitz stecken, ist einfacher, als eine Karte an eine senkrechte Wand anlegen und wieder abnehmen ... bei mir im Schwimmbad haben die das umgerüstet - ich muß die Karte dann immer bis zu einer Gehäusekante weiterziehen, damit ich sie wieder zwischen die Finger kriege.
Achso, und Paybackpunkte sammele ich natürlich nicht, und die neuen AGB der Bahnbonuspunktesammelei habe ich auch nicht unterschrieben.
Das stimmt in dieser Pauschalität immer noch nicht!
maxiboy, IBNR: 7006966, Samstag, 07.03.2015, 00:18 (vor 4047 Tagen) @ L.Willms
Naja gut. Ich will dieses unwürdige "gestern Abend hatte ich noch 60 Euro im Geldbeutel, die drei Bier waren doch nicht so teuer"-Gefühl nicht haben. Deswegen zahle ich fast alles mit Karte.
wenn man jeden Furz mit Karte bezahlt, hat man soviele Einträge im Kontoauszug, daß man vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sieht, und richtig arbeiten muß, um unberechtigte Belastungen herauszufischen.
Zu viele Informationen kann es nicht geben. Nur zu wenige. Ich sammel doch nicht Hunderte Kassenzettel, um nachvollziehen zu können, wo ich drei Euro fuffzig ausgegeben habe. (Ja, ich kaufe ab und zu mal mittags kurz im Supermarkt ein Fertiggericht und ein kleines Getränk und verzehre es am Schreibtisch, auch wenn es hierzulande als asozial gilt. Diesen Brauch habe ich in Großbritannien kennengelernt und es hier beibehalten, auch wenn der deutsche Einzelhandel alles in seiner Macht stehende tut, um es mir zu verübeln.) Außerdem hilft bei der Auswertung ja die automatische Kategorisierung durch das Online-Banking.
Ich bekomme im Online-Banking immer übersichtlich ein Kuchendiagramm,
Echt? Sowas gehört in die Buchhaltung, aber nicht ins Banking. Welches Programm macht denn sowas?
Jede gute Bank. In Deutschland beispielsweise comdirect, DAB Bank oder BNP Paribas/Consorsbank. Ich meine, dass Commerzbank und Deutsche Bank so eine automatische Auswertung der Umsätze auch bieten. Fidor will das wohl bald auch einführen.
in dem ich sehen kann, was ich wofür ausgegeben habe, und ich kann dann schauen, wo ich noch Sparpotential habe.
Einfach die Tasche zuhalten...
Nun, es sind vielleicht nicht alle Nutzer so intelligent, diszipliniert, hübsch o.ä. wie Sie. Der Gentleman schweigt und genießt.
Hm, komisch, bei meinen Kreditkartenzahlungen steht all zu oft nur ein sehr kurzer, nichtssagender Text,
Händler und Händlertyp liegen vor, das genügt,
Wenn ich da lese "MCPAPER XYZ SAGT DANKE", dann fühle ich mich eher verarscht, und welcher Laden das war, kann ich daraus auch nicht ersehen. XY ist tatsächlich eine 4-stellige Nummer, ob die des Ladens oder der Kasse, kann der Kunde nicht wissen. Andere Läden fügen noch irgendwelche dummen Werbesprüche dazu, die die Unübersichtlichkeit noch erhöhen.
Tja, das kommt davon, wenn man so treudoof ist und mit girocard (im Volksmund "eh-zeh") zahlt. Da dürfen Händler solche dämlichen Sprüche verwenden. Aber das ist ein Produkt der Deutschen Kreditwirtschaft, das sind nicht unbedingt die fortschrittlichsten.
Nicht mein Problem, ich zahle, wo es geht, immer mit Visa Debit. Da müssen die Händler ordentliche, korrekte Namen angeben und nicht so ein "Blabla sagt danke". Die Amis setzen Ordnung durch, der doofe Deutsche lässt alles durchgehen, um ja superentspannt und easy going zu sein und keine Regression in alte militaristische Muster zu zeigen. Welche Ironie.
Aber von einem Händlertyp steht da nirgendwo was.
Der Händlertyp bei Transaktion liegt der Bank vor, wird übermittelt. Es gibt z.B. Cashback-Kreditkarten, die 1% Cashback bei Tankstellenumsätzen bieten. Stichwort Merchant Code. Treffsicherheit ist so rund 98%.
und man kann das nachkategorisieren.
ach!
Auch Technik kann irren. Oder Amazon ist vielleicht noch als Buchhändler kategorisiert, obwohl sie ja ein Online-Kaufhaus für alles sind. Probieren Sie so ein fortschrittliches Bankkonto einfach selbst mal aus, statt es im voraus für ungeeignet zu erklären. Kostet auch nichts, wenn Sie zu einer guten Bank gehen.
Und aus einem Geldbeutel, ob funkgeschützt oder nicht, holt man die Karte raus zum Kontaktloszahlen, na klar, schon um Card clash zu verhindern. Aber es ist schneller als Chip & PIN.
ich zahl so kleine Beträge lieber per Geldkarte. Karte in einen Schlitz stecken, ist einfacher, als eine Karte an eine senkrechte Wand anlegen und wieder abnehmen ... bei mir im Schwimmbad haben die das umgerüstet - ich muß die Karte dann immer bis zu einer Gehäusekante weiterziehen, damit ich sie wieder zwischen die Finger kriege.
Warum ich ein Unterunterunterkonto auf(!) der Bank(!)karte benötige, konnte mir noch niemand erklären. Die Niederländer haben Chipknip zum 31.12.2014 abgeschaltet, und die haben sich schon was dabei gedacht.
Das stimmt in dieser Pauschalität immer noch nicht!
L.Willms, Sonntag, 08.03.2015, 00:42 (vor 4046 Tagen) @ maxiboy
Zu viele Informationen kann es nicht geben. Nur zu wenige. Ich sammel doch nicht Hunderte Kassenzettel, um nachvollziehen zu können, wo ich drei Euro fuffzig ausgegeben habe.
Nu, ob Sie die auf Papier oder als Datensätze sammeln, macht in der Hinsicht keinen Unterschied.
Ich bekomme im Online-Banking immer übersichtlich ein Kuchendiagramm,
Echt? Sowas gehört in die Buchhaltung, aber nicht ins Banking. Welches Programm macht denn sowas?
Jede gute Bank.
eine Bank ist eine Bank und kein Programm.
In Deutschland beispielsweise comdirect, DAB Bank oder BNP Paribas/Consorsbank.
Anscheinend machen Sie kein Online-Banking, sondern Web-Bänking. Alles in der Cloud, ja? Im siebten Himmel der Datenkraken.
Zentralcomputer sind sowas von 1960-isch...
ich zahl so kleine Beträge lieber per Geldkarte. Karte in einen Schlitz stecken, ist einfacher, als eine Karte an eine senkrechte Wand anlegen und wieder abnehmen ... bei mir im Schwimmbad haben die das umgerüstet - ich muß die Karte dann immer bis zu einer Gehäusekante weiterziehen, damit ich sie wieder zwischen die Finger kriege.
Warum ich ein Unterunterunterkonto auf(!) der Bank(!)karte benötige, konnte mir noch niemand erklären.
Sie hätten das sowieso nicht verstanden. Es ist ja viel zu einfach, nicht kompliziert genug im Händling, viel zu anonym, ohne alles in der Wolke der Überwachung zu speichern. Not for boys, but for real people.
Das stimmt in dieser Pauschalität immer noch nicht!
Trainer, Sonntag, 08.03.2015, 11:15 (vor 4046 Tagen) @ L.Willms
bearbeitet von Trainer, Sonntag, 08.03.2015, 11:16
Anscheinend machen Sie kein Online-Banking, sondern Web-Bänking. Alles in der Cloud, ja? Im siebten Himmel der Datenkraken.
Zentralcomputer sind sowas von 1960-isch...
Web-basiertes Online-Banking ist auch Online-Banking (laut Definition). Ob man die Überweisungsaufträge nun am Terminal im Bankgebäude einhämmert, oder zuhause auf der Internet-Seite der Bank, ist doch egal (solange natürlich die Verschlüsselung sicher ist und der eigene Rechner nicht kompromittiert ist -- HBCI-Banking reduziert diese Gefahr durch Einführung eines schwer knackbaren Zusatzgerätes). Die Daten landen aber immer in den gleichen Rechnern (nämlich denen der Bank).
Nur frage ich mich, was der Kommentar mit "der Cloud" zu tun hat?
Das stimmt in dieser Pauschalität immer noch nicht!
L.Willms, Sonntag, 08.03.2015, 11:40 (vor 4046 Tagen) @ Trainer
Anscheinend machen Sie kein Online-Banking, sondern Web-Bänking. Alles in der Cloud, ja? Im siebten Himmel der Datenkraken.
Zentralcomputer sind sowas von 1960-isch...
Web-basiertes Online-Banking ist auch Online-Banking (laut Definition). Ob man die Überweisungsaufträge nun am Terminal im Bankgebäude einhämmert, oder zuhause auf der Internet-Seite der Bank, ist doch egal
Richtiges Onlinebanking geht mit Bankingprogrammen auf dem eigenen Rechner, sowas wie Starmoney für Private oder das Netzwerk- und mehrbenutzerfähige Sfirm für Firmen.
(solange natürlich die Verschlüsselung sicher ist und der eigene Rechner nicht kompromittiert ist -- HBCI-Banking reduziert diese Gefahr durch Einführung eines schwer knackbaren Zusatzgerätes). Die Daten landen aber immer in den gleichen Rechnern (nämlich denen der Bank).
Nur frage ich mich, was der Kommentar mit "der Cloud" zu tun hat?
Zentralcomputer sind sowas von 1960-isch...
Wenn alle Daten auf einem fremden Rechner im Netz liegen, sind sie eher angreifbar als auf dem eigenen Rechner.
Den Erzählungen von unserem Maxiboy zufolge scheint der Erfahrungen ausschließlich mit Browserbanking (das ist der bessere Begriff) zu haben, wo Kontoauszüge ("sowas von 1990") immer bei der Bank bleiben, aber nicht im eigenen Rechner.
Browserbanking würd ich doch nie machen, außer auf Reisen zur Kontoüberwachung, und Transaktionen veranlassen vielleicht dann, wenn sich bei einer längeren Reise mal die Notwendigkeit ergeben sollte, eine ungeplante Überweisung zu machen. Irgendwelche Not- und Sonderfälle halt.
"Browserbanking würd ich doch nie machen"
ktmb, Sonntag, 08.03.2015, 11:47 (vor 4046 Tagen) @ L.Willms
Rennst du wegen jeder Überweisung zur Bank?
Herzliche Grüße
Jörg
Das stimmt in dieser Pauschalität immer noch nicht!
maxiboy, IBNR: 7006966, Sonntag, 08.03.2015, 20:23 (vor 4045 Tagen) @ L.Willms
Wenn alle Daten auf einem fremden Rechner im Netz liegen, sind sie eher angreifbar als auf dem eigenen Rechner.
Hier liegt offenbar der Irrglaube vor, es gäbe so eine Art POP3 bei Umsätzen, so dass sie vom Bankserver getilgt würden, wenn sie abgerufen wurden. Das ist aber nachweislich nicht der Fall!
Auch wenn man seine Kontobewegungen mit der Sparkasse+-App o.ä. abruft, bleiben die Daten auch auf dem FinTS-Server der Bank!
Den Erzählungen von unserem Maxiboy zufolge scheint der Erfahrungen ausschließlich mit Browserbanking (das ist der bessere Begriff) zu haben, wo Kontoauszüge ("sowas von 1990") immer bei der Bank bleiben, aber nicht im eigenen Rechner.
Das ist wieder eine rein akademische Debatte.
Kontoauszüge gibt's auch bei comdirect, BNP Paribas/Consorsbank, DAB Bank, Fidor Bank…, als PDF zum Download oder meist auch postalisch (gegen Gebühr, auf Wunsch). Und nun?
Das stimmt in dieser Pauschalität immer noch nicht!
L.Willms, Sonntag, 08.03.2015, 22:32 (vor 4045 Tagen) @ maxiboy
Den Erzählungen von unserem Maxiboy zufolge scheint der Erfahrungen ausschließlich mit Browserbanking (das ist der bessere Begriff) zu haben, wo Kontoauszüge ("sowas von 1990") immer bei der Bank bleiben, aber nicht im eigenen Rechner.
Das ist wieder eine rein akademische Debatte.
Ne, das ist eine sehr praktische Frage der Datensicherheit und des Bearbeitungskomforts. Und der Möglichkeiten, der Weiterverarbeitung und Analyse. Wer dabei auf Browserbanking stehen bleibt, ist dumm, und dann selbst dran schuld.
Kontoauszüge gibt's auch bei comdirect, BNP Paribas/Consorsbank, DAB Bank, Fidor Bank…, als PDF zum Download oder meist auch postalisch (gegen Gebühr, auf Wunsch).
Die Papierform oder zumindest Quasi-Papierform von Kontauszug ist gesetzlich vorgeschrieben.
Und nun?
Ich mach jetzt keinen Online-Kurs für Onlinebanking für Leute, die's nicht wissen wollen.
Das stimmt in dieser Pauschalität immer noch nicht!
Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Montag, 09.03.2015, 07:43 (vor 4045 Tagen) @ L.Willms
Ne, das ist eine sehr praktische Frage der Datensicherheit und des Bearbeitungskomforts. Und der Möglichkeiten, der Weiterverarbeitung und Analyse. Wer dabei auf Browserbanking stehen bleibt, ist dumm, und dann selbst dran schuld.
Die Frage ist einfach, welchen Funktionsumfang der einzelne braucht. Für mich gibt es genau drei Dinge, die ich machen will:
1. Kontostand abfragen
2. Abgleich Kassenzettel vs. Buchungen auf dem Konto
3. Überweisungen tätigen.
Mehr nicht. Ich will niemandem absprechen, mehr machen zu wollen, oder das Gefühl zu haben, mehr machen zu müssen. Aber diejenigen sollten auch akzeptieren, daß es Leute gibt, die einfach nicht mehr Funktionen als diese benötigen, und somit vom Funktionsumfang her mit Browserbanking voll und ganz zurecht kommen. Ich muß da nichts weiterverarbeiten oder analysieren. Der Komfort ist auch kein anderer, ob ich IBAN die Schreckliche jetzt in einem Browserformular zur Überweisung eintippe oder in einer Bankingsoftware. Eine Speicherfunktion für Bankkontakte bietet ein gutes Browserbanking heute auch.
Derartige Dinge als notwendiges Übel und nicht als Lebensinhalt sehende Grüße,
der Colaholiker
Das stimmt in dieser Pauschalität immer noch nicht!
Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Montag, 09.03.2015, 07:39 (vor 4045 Tagen) @ maxiboy
Hier liegt offenbar der Irrglaube vor, es gäbe so eine Art POP3 bei Umsätzen, so dass sie vom Bankserver getilgt würden, wenn sie abgerufen wurden. Das ist aber nachweislich nicht der Fall!
Richtig. Die Software implementiert lediglich die HBCI-Schnittstelle zum Bankserver und arbeitet mit den gleichen Daten.
Auch wenn man seine Kontobewegungen mit der Sparkasse+-App o.ä. abruft, bleiben die Daten auch auf dem FinTS-Server der Bank!
Der einzige technische Unterschied zwischen Browserbanking und Onlinebanking mit sparater Software ist, daß bei der separaten Software die Daten der Präsentationsschicht (vulgo HTML) nicht durch den verschlüsselten Kanal kommen, sondern bereits auf dem Anwender-Gerät vorhanden sind. Für den Browser muß eben auch die "Ansicht" übertragen werden. Ist halt mehr Datenvolumen, was aber heute im Zeitalter der schnellen Internetzugänge meist von untergeordneter Bedeutung ist.
Was die Sicherheit angeht, Trojaner klinken sich gerne in den Netzwerkstack des Betriebssystems ein. Da ist es scheißegal, ob da gerade ein Request eines Browsers durchgeht oder der reine Datenaustausch einer Bankingsoftware. Wenn der Trojaner es schafft, sich vor der Verschlüsselung in den Datenstrom einzuschalten, hat er gewonnen.
Kontoauszüge gibt's auch bei comdirect, BNP Paribas/Consorsbank, DAB Bank, Fidor Bank…, als PDF zum Download oder meist auch postalisch (gegen Gebühr, auf Wunsch).
Kenne ich ebenfalls so. In der "Postbox" innerhalb des "Browserbankings" gibt es die Kontoauszüge zum Download. Nach persönlichem Gusto kann man diese herunterladen, drucken, digital archivieren, ganz wie man möchte. Okay, vielleicht kann man leichter nach alten Informationen suchen, wenn es keine PDFs sind, sondern irgendwelche Listen in der Bankingsoftware. Mag Anwendungsfälle geben, wo das von Bedeutung ist. Wenn ich einen Kontoauszug auf Richtigkeit überprüft habe, wird er abgelegt und nie wieder angeschaut. Wozu auch.
Nicht mit Kanonen auf Spatzen schießende Grüße,
der Colaholiker
Onlinebanking per Browser oder Bankingprogramm
L.Willms, Montag, 09.03.2015, 08:55 (vor 4045 Tagen) @ Colaholiker
Der einzige technische Unterschied zwischen Browserbanking und Onlinebanking mit sparater Software ist, daß bei der separaten Software die Daten der Präsentationsschicht (vulgo HTML) nicht durch den verschlüsselten Kanal kommen, sondern bereits auf dem Anwender-Gerät vorhanden sind. Für den Browser muß eben auch die "Ansicht" übertragen werden. Ist halt mehr Datenvolumen, was aber heute im Zeitalter der schnellen Internetzugänge meist von untergeordneter Bedeutung ist.
Nein, anders als beim Browserbanking überträgt das Bankingprogramm die Daten nur ein einziges Mal, und hat sie dann in seiner eigenen Datenbank. Alles andere funktioniert dann off-line. Kontakt mit dem Bankrechner hat das Programm nur zur Übertragung von noch nicht übertragenen Daten - Kontobewegungen und Salden etc abholen, Überweisungs- oder Lastschriftaufträge hinschicken. Sonst nix. Was schon mal übertragen wurde, geht niemals ein zweites Mal über die Leitung, ganz anders als beim Browserbanking.
Was die Sicherheit angeht, Trojaner klinken sich gerne in den Netzwerkstack des Betriebssystems ein. Da ist es scheißegal, ob da gerade ein Request eines Browsers durchgeht oder der reine Datenaustausch einer Bankingsoftware.
die speziell verschlüsselt ist, auf Anwendungsebene
Wenn der Trojaner es schafft, sich vor der Verschlüsselung in den Datenstrom einzuschalten, hat er gewonnen.
Hat damit aber noch lange keine TAN erhalten... Die Phishing-Attacken zielen ja gerade auf Browserbanking.
vielleicht kann man leichter nach alten Informationen suchen, wenn es keine PDFs sind, sondern irgendwelche Listen in der Bankingsoftware. Mag Anwendungsfälle geben, wo das von Bedeutung ist.
z.B. wenn irgendwer behauptet, sein Geld noch nicht bekommen zu haben.
Und die Bestände in meinem Bankingprogramm reichen weit länger zurück, als sie auf dem Bankrechner zur Verfügung stehen (dort m.W. maximal 90 Tage).
Wenn ich einen Kontoauszug auf Richtigkeit überprüft habe, wird er abgelegt und nie wieder angeschaut. Wozu auch.
Beim vorvorigen Eigentümerwechsel meines Hauses gab es Aussetzer bei den Mietlastschriften des ausgehenden Eigentümers; der neue hatte dann fehlende Zahlungen angemahnt. Mindestens zwei Nachbarn von mir hatten die Kontoauszüge nicht mehr, und konnten nicht nachprüfen, was der Neueigentümer da behauptete. Beim nächsten Eigentümerwechsel (dem 5. und bisher letzten) hatte ein Nachbar die Miete für seine Garage doppelt überwiesen, weil der aktuelle Eigentümer die Miete für die Garage auf ein andres Bankkonto haben wollte als für die Wohnungsmiete, der Nachbar aber nur die Empfängerdaten seines Dauerauftrags hat ändern lassen...
Onlinebanking per Browser oder Bankingprogramm
Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Montag, 09.03.2015, 09:14 (vor 4045 Tagen) @ L.Willms
Nein, anders als beim Browserbanking überträgt das Bankingprogramm die Daten nur ein einziges Mal, und hat sie dann in seiner eigenen Datenbank. Alles andere funktioniert dann off-line. Kontakt mit dem Bankrechner hat das Programm nur zur Übertragung von noch nicht übertragenen Daten - Kontobewegungen und Salden etc abholen, Überweisungs- oder Lastschriftaufträge hinschicken. Sonst nix. Was schon mal übertragen wurde, geht niemals ein zweites Mal über die Leitung, ganz anders als beim Browserbanking.
Ich weiß nicht, was Du machst, aber wenn ich etwas überweise, gehen die Daten einmal von mir an den Bankserver, und die Sache ist durch. Das kommt für mich erst wieder hoch, wenn ich den PDF-Kontoauszug lade, und den habe ich dann auch offline verfügbar. Lastschriftenaufträge erteile ich als Privatperson nicht, und Daueraufträge habe ich ebenfalls keine. Die Wahl des Werkzeugs hängt eben immer vom Anwendungsfall ab. Um bei meinem Handy das Gehäuse zu wechseln nehme ich ja auch einen sehr kleinen Kreuzschlitzschraubendreher und keinen Schlagschrauber aus dem Ausbesserungswerk der Bahn. ;-)
Hat damit aber noch lange keine TAN erhalten... Die Phishing-Attacken zielen ja gerade auf Browserbanking.
Hat er beim Browserbanking auch nicht, und wenn man sie eingibt und an den Bankserver sendet, ist sie mii dem auszuführenden Überweisungsauftrag schon verknpüft. Ich bekomme, wenn ich einen Überweisungsauftrag im Browser ausgefüllt habe, eine SMS, in der Empfängerkonto und Betrag sowie die TAN genannt werden. Die TAN läßt sich für nichts anderes, als genau diese Überweisung verwenden. Die üblichen Phishingattacken zum TANs abschöpfen, die bei TAN-Listen funktioniert haben, sind bei mTAN nicht mehr wirksam. Abgeschöpfte TANs wären für Benutzer einer Bankingsoftware übrigens genauso problematisch, denn in aller Regel braucht der Kunde ja trotzdem den Zugang zum Onlinebanking, der im Web genauso funktioniert. Erbeutet der Gauner Zugangsdaten und TAN, würde es Kunden mit Bankingsoftware genauso treffen, wie Kunden mit Browserbanking. Lediglich die Anfälligkeit für Phishing wäre geringer, wenn der Kunde aus Prinzip nie Browserbanking macht. Aber da hilft gesunder Menschenverstand auch schon weiter.
z.B. wenn irgendwer behauptet, sein Geld noch nicht bekommen zu haben.
Kommt bei mir in der Regel nicht vor.
Und die Bestände in meinem Bankingprogramm reichen weit länger zurück, als sie auf dem Bankrechner zur Verfügung stehen (dort m.W. maximal 90 Tage).
Die in meinen PDF-Kontoauszügen reichen so lange zurück, wie meine Bank sie anbietet. Das, was davor liegt, ist entweder noch per Post gekommen und liegt im Ordner oder ist nach > 10 Jahren durch den Shredder gegangen.
Beim vorvorigen Eigentümerwechsel meines Hauses gab es Aussetzer bei den Mietlastschriften des ausgehenden Eigentümers; der neue hatte dann fehlende Zahlungen angemahnt. Mindestens zwei Nachbarn von mir hatten die Kontoauszüge nicht mehr, und konnten nicht nachprüfen, was der Neueigentümer da behauptete. Beim nächsten Eigentümerwechsel (dem 5. und bisher letzten) hatte ein Nachbar die Miete für seine Garage doppelt überwiesen, weil der aktuelle Eigentümer die Miete für die Garage auf ein andres Bankkonto haben wollte als für die Wohnungsmiete, der Nachbar aber nur die Empfängerdaten seines Dauerauftrags hat ändern lassen...
Wer die Kontoauszüge nicht aufhebt, ist selbst dran schuld. aber ob ich die letzten 10 Jahre jezt in irgendeinem Programm, in Papier oder in PDF habe, ist erstmal egal. Da ist mir Papier oder PDF sogar noch lieber als irgendein propritäres Bankingprogramm. Papier kann ich, Licht und Brille vorausgesetzt, immer anschauen, PDF läßt sich auf quasi jeder Computerplattform öffnen, und wird auch mit an sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit noch lange verfügbar sein - sofern man dafür Sorge trägt, daß die Daten a) gesichert sind und b) man noch die Möglichkeit hat, das verwendete Speichermedium zu lesen. Bei einer Bankingsoftware hingegen ist man doch recht eingeschränkt, was die Plattform angeht. Bei der derzeitigen Philosophie von Microsoft sieht es für mich so aus, als wäre Windows 7 definitiv das letzte Windows, das ich privat verwende. Steige ich komplett auf Linux um, geht eventuell die Bankingsoftware nicht mehr, und ich komme an die Daten nicht mehr dran. Und dann? Extra dafür immer eine aktuelle Version von Windows kaufen? Immer an einer alten, noch unter Windows 7 lauffähigen Version festhalten, und dieses extra dafür weiter betrieben? Alles keine wirkliche Alternative.
Wieder auf den Anwendungsfall hinweisende Grüße,
der Colaholiker
Das stimmt in dieser Pauschalität nicht!
Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Montag, 09.03.2015, 07:30 (vor 4045 Tagen) @ L.Willms
bearbeitet von Colaholiker, Montag, 09.03.2015, 07:31
wenn man jeden Furz mit Karte bezahlt, hat man soviele Einträge im Kontoauszug, daß man vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sieht, und richtig arbeiten muß, um unberechtigte Belastungen herauszufischen.
Ist die Frage, ob einem das mehr Spaß macht oder alle Schnarch lang zum Geldautomaten zu watscheln.
Wenn ich da lese "MCPAPER XYZ SAGT DANKE", dann fühle ich mich eher verarscht, und welcher Laden das war, kann ich daraus auch nicht ersehen. XY ist tatsächlich eine 4-stellige Nummer, ob die des Ladens oder der Kasse, kann der Kunde nicht wissen. Andere Läden fügen noch irgendwelche dummen Werbesprüche dazu, die die Unübersichtlichkeit noch erhöhen.
Nehmen wir als Beispiel mal meinen Stammsupermarkt, wo ich immer mit Karte zahle. Das ist ein Belegt pro Woche. Da reicht mir, daß ich sehe, daß die Belastung von Edeka ist und der Betrag dahinter mit dem Beleg übereinstimmt. Ob die danke sagen oder nicht ist mir vollkommen hupe. Lese ich drüber weg.
ich zahl so kleine Beträge lieber per Geldkarte. Karte in einen Schlitz stecken, ist einfacher, als eine Karte an eine senkrechte Wand anlegen und wieder abnehmen ... bei mir im Schwimmbad haben die das umgerüstet - ich muß die Karte dann immer bis zu einer Gehäusekante weiterziehen, damit ich sie wieder zwischen die Finger kriege.
Geldkarte.. einmal und nie wieder. Einmal benutzt, aufgeladen, Chip verreckt, Aussage der Postbank "Pech gehabt, Geld ist weg". Danke fürs Gespräch.
Meine Bank gibt übrigens keine Karten mit Geldkartenfunktion mehr aus, mangels Nachfrage hat man das eingestellt. Ich denke, das ist ziemlich tot. Immerhin vereint das System die Nachteile von Bargeld (man muß zum Automaten pilgern, um den Chip aufzuladen, im Verlustfall ist es weg, wenn der Betrag gerade so nicht reicht, hat man Pech gehabt, schlechtere Nachvollziehbarkeit wann man das Geld fr was ausgegeben hat) mit den Nachteilen der Karte (Handling).
Für kontaktlose Bezahlung (Mastercard Paypass) muß man die Karte übrigens nicht bis an die Gehäusewand halten. Ich benutze diese Funktion an der Tankstelle und beim Gasthaus "zur goldenen Möwe" regelmäßig. Mit etwas Abstand (so viel wie eben der Finger zwischen Karte und Terminal braucht) davor gehalten reicht. Dann kann man die Karte direkt wieder einstecken,
Achso, und Paybackpunkte sammele ich natürlich nicht, und die neuen AGB der Bahnbonuspunktesammelei habe ich auch nicht unterschrieben.
Das steht Dir ja frei. Ich hingegen schon, denn so wirklich spannend ist es auch nicht, daß der Typ mit der Zuckerbrause ständig mit den gleichen Zügen zwischen A und B hin und her gurkt. ;-)
Eigentlich nur noch beim Bäcker (die nehmen halt keine Karte) mit Bargeld zahlende Grüße,
der Colaholiker
Das stimmt in dieser Pauschalität nicht!
L.Willms, Montag, 09.03.2015, 08:33 (vor 4045 Tagen) @ Colaholiker
Geldkarte.. einmal und nie wieder. Einmal benutzt, aufgeladen, Chip verreckt, Aussage der Postbank "Pech gehabt, Geld ist weg".
Sowas ist mir noch nie passiert, und ich nutze die Geldkarte seit mindestens 15 Jahren.
Meine Bank gibt übrigens keine Karten mit Geldkartenfunktion mehr aus, mangels Nachfrage hat man das eingestellt. Ich denke, das ist ziemlich tot. Immerhin vereint das System die Nachteile von Bargeld (man muß zum Automaten pilgern, um den Chip aufzuladen,
So what... für die raschelnden Scheine müßte ich auch zum Geldautomaten, für das nicht mehr klingelnde Kleingeld auf der Karte genauso.
im Verlustfall ist es weg, wenn der Betrag gerade so nicht reicht, hat man Pech gehabt,
das ist wie beim Baren. Was ist am RMV-Automaten, wenn ich eine Anschlußfahrkarte zur Zeitkarte brauche, und das Hartgeld nicht reicht, und der Automat gerade mal keine Scheine wechseln will?
schlechtere Nachvollziehbarkeit wann man das Geld für was ausgegeben hat)
Jeder Geldkartenautomat zeigt auf Knopfdruck die Lade- und Zahlvorgänge.
mit den Nachteilen der Karte (Handling).
Und du sammelst also Briefmarken in Pfennigbeträgen, weil die Briefmarkenautomaten neben dem Briefkasten keine Wechselgeld geben auf 62 Cent?
Händling ist einfach: reinschieben, und nach der Abbuchung rausziehen. Fertig.
Aber -- jedem Tierchen sein Pläsierchen.
Das stimmt in dieser Pauschalität nicht!
Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Montag, 09.03.2015, 08:42 (vor 4045 Tagen) @ L.Willms
Sowas ist mir noch nie passiert, und ich nutze die Geldkarte seit mindestens 15 Jahren.
Sei froh. Mir ist das damals, als die Postbank (bei der ich zu diesem Zeitpunkt Kunde war) diesen Kram eingeführt hat, passiert. Setidem lasse ich die Finger davon. Als as eingeführt wurde, war ich noch Schüler, und die 50 Mark, die dadurch weg waren, viel Geld für mich.
So what... für die raschelnden Scheine müßte ich auch zum Geldautomaten, für das nicht mehr klingelnde Kleingeld auf der Karte genauso.
(...)
das ist wie beim Baren. Was ist am RMV-Automaten, wenn ich eine Anschlußfahrkarte zur Zeitkarte brauche, und das Hartgeld nicht reicht, und der Automat gerade mal keine Scheine wechseln will?
Und genau das sagte ich, die Nachteile des Bargelds werden damit nicht kompensiert, sondern mit den Nachteilen der Karte kombiniert. ;-) Ich habe e snoch nie gebraucht, aber gibt es die Anschlußfahrkarten beim RMV nicht auch als Handyticket? Das wrde das Kleingeldproblem auch beseitigen. Und die neuen Automaten in Frankfurt akzeptieren ja auch diverse Debit- und Kreditkarten.
Jeder Geldkartenautomat zeigt auf Knopfdruck die Lade- und Zahlvorgänge.
Also muß ich erst wieder zum Automaten tingeln.
Und du sammelst also Briefmarken in Pfennigbeträgen, weil die Briefmarkenautomaten neben dem Briefkasten keine Wechselgeld geben auf 62 Cent?
Nö. Ich drucke das Porto direkt auf den Briefbogen oder das Adressetikett. Klassische Briefmarken habe ich seit Jahren nicht mehr verwendet. Dort, wo ich wohne, ist die Post so genial, direkt vor der Postfiliale einen Briefmarkenautomaten aufgestellt zu haben - aber einen Briefkasten gibt es dort weit und breit nicht. Also frankiere ich elektronisch und werfe die Post wahlweise morgens am Bahnhof ein oder einfach bei der Arbeit in die Postausgangskiste. Die von Dir angesprochenen Automaten habe ich noch nie benutzt.
Händling ist einfach: reinschieben, und nach der Abbuchung rausziehen. Fertig.
Okay, wenn ich an den neuen VGF-Automatne mit meiner Mastercard zahle, kommt halt noch "PIN eingeben" dazu. Aber bei Monatskartenpreisen > 100€ (Preisstufe 3 reicht mir nicht) muß ich das auch nicht in Bargeld da reinfüttern.
Aber -- jedem Tierchen sein Pläsierchen.
Geldkarte nach wie vor für überflüssig haltende Grüße,
der Colaholiker
Das stimmt in dieser Pauschalität nicht!
L.Willms, Montag, 09.03.2015, 09:03 (vor 4045 Tagen) @ Colaholiker
Ich habe es noch nie gebraucht, aber gibt es die Anschlußfahrkarten beim RMV nicht auch als Handyticket?
Keine Ahnung. Und wenn, dazu müßte ich mich erstmal registrieren, und dazu online gehen, die Namen der Zielorte komplett eintasten -- ich erwarte dabei insgesamt wesentlich mehr Aufwand als am Automaten.
Und die neuen Automaten in Frankfurt akzeptieren ja auch diverse Debit- und Kreditkarten.
Ich muß nicht die Informationen über jede Fahrt von mir öffentlichem Zugriff aussetzen. Es ist schon mehr als genug, daß die Daten meiner Reisen per ICE der NSA zur Kenntnisnahme übergeben werden (SWIFT-Abkommen).
Das betrifft auch meine briefliche Korrespondenz...
Das stimmt in dieser Pauschalität nicht!
Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Montag, 09.03.2015, 09:21 (vor 4045 Tagen) @ L.Willms
Keine Ahnung. Und wenn, dazu müßte ich mich erstmal registrieren, und dazu online gehen, die Namen der Zielorte komplett eintasten -- ich erwarte dabei insgesamt wesentlich mehr Aufwand als am Automaten.
Man kann auch Tarifgebiete eingeben. Wenn man die nicht weiß, muß man am Automaten auch den Namen eintasten - und das mache ich lieber auf dem Handy als an den meistens grauenhaft danebenkalibrierten Automatentouchscreens.
Ich muß nicht die Informationen über jede Fahrt von mir öffentlichem Zugriff aussetzen. Es ist schon mehr als genug, daß die Daten meiner Reisen per ICE der NSA zur Kenntnisnahme übergeben werden (SWIFT-Abkommen).
*gähn* Ich arbeite für die Tochter eines US-Unernehmens, da weiß die NSA sowieso, wo ich arbeite. Da können die auch sehen, daß ich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln dort hin fahre. Wenn Du Zeitkarten kaufst, ist übrigens nicht jede Fahrt "dem öffentlichen Zugriff ausgesetzt".
Zum Glück habe ich mittlerweile eingesehen, daß ich einfach zu unwichtig bin, als daß sich die NSA wirklich für mich interessieren würde. Lustig finde ich immer nur die Leute (muß nicht zwangweise alles auf Dich zutreffen, also nicht gleich persönlich nehmen), die übre die NSA schimpfen, aber ein ständig eingeschaltetes Mobiltelefon mit sich rumschleppen, alle Nase lang Standorte bei Instagram, Facebook, Foursquare und wie sie alle heißen, posten, etc.
Das betrifft auch meine briefliche Korrespondenz...
Du schreibst die Briefe mit der Schreibmaschine? Oder glaubst Du wirklich, daß in Office nichts enthalten ist, was die NSA nutzen könnte, um zulesen, was Du schriebst, wenn es sie wirklich interessieren würde?
Dir eine Rolle Aluminiumfolie schenkende Grüße,
der Colaholiker
Das stimmt in dieser Pauschalität nicht!
JeDi, überall und nirgendwo, Montag, 09.03.2015, 09:24 (vor 4045 Tagen) @ L.Willms
Es ist schon mehr als genug, daß die Daten meiner Reisen per ICE der NSA zur Kenntnisnahme übergeben werden (SWIFT-Abkommen).
Warum das? Punkte sammelst du nicht - anonyme Barzahlung ist bei Bahnens möglich...
--
Weg mit dem 4744!
Das stimmt in dieser Pauschalität nicht!
L.Willms, Montag, 09.03.2015, 10:02 (vor 4045 Tagen) @ JeDi
Es ist schon mehr als genug, daß die Daten meiner Reisen per ICE der NSA zur Kenntnisnahme übergeben werden (SWIFT-Abkommen).
Warum das? Punkte sammelst du nicht - anonyme Barzahlung ist bei Bahnens möglich...
Weil ich dann meine Fahrkarte schon habe, wenn ich zum Bahnhof komme, und somit nicht Gefahr laufe, meinen Zug zu verpassen. Und ich muß nicht am Schalter anstehen. die Vorteile reichen mir.
Das stimmt in dieser Pauschalität nicht!
JeDi, überall und nirgendwo, Montag, 09.03.2015, 10:12 (vor 4045 Tagen) @ L.Willms
Weil ich dann meine Fahrkarte schon habe, wenn ich zum Bahnhof komme, und somit nicht Gefahr laufe, meinen Zug zu verpassen. Und ich muß nicht am Schalter anstehen. die Vorteile reichen mir.
Du kannst auch im Zug bar zahlen.
--
Weg mit dem 4744!
Das stimmt in dieser Pauschalität nicht!
Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Montag, 09.03.2015, 10:17 (vor 4045 Tagen) @ JeDi
Du kannst auch im Zug bar zahlen.
Dann muß er dem Zugbegleiter aber mitteilen von wo nach wo er fahren möchte. ;-)
In geheimer Mission unterwegs seiende Grüße,
der Colaholiker
Das stimmt in dieser Pauschalität nicht!
L.Willms, Montag, 09.03.2015, 10:23 (vor 4045 Tagen) @ JeDi
Weil ich dann meine Fahrkarte schon habe, wenn ich zum Bahnhof komme, und somit nicht Gefahr laufe, meinen Zug zu verpassen. Und ich muß nicht am Schalter anstehen. die Vorteile reichen mir.
Du kannst auch im Zug bar zahlen.
Mit Aufschlag.
RMV Handyticket
L.Willms, Montag, 09.03.2015, 10:20 (vor 4045 Tagen) @ Colaholiker
bearbeitet von L.Willms, Montag, 09.03.2015, 10:21
es die Anschlußfahrkarten beim RMV nicht auch als Handyticket?
Ich hab mal die AGB RMV Handyticket angeschaut, und meine Zweifel an dieser Möglichkeit sind noch ernster geworden:
Im internetbasierten Verkaufsdienst "RMV-HandyTicket" können Einzelfahrkarten, Tageskarten und Gruppentageskarten und das Hessenticket erworben werden.
Und auf der RMV-Seite "Alle Fahrkarten im Überblick: Einzelfahrkarten" wird zwischen den Einzelfahrkarte im eigentlichen Sinn (auf die von den AGB Handyticket verlinkt wird) und der Anschlußfahrkarte und anderen Einzelfahrkarten unterschieden. Sieht so für mich deutlich so aus, als ob Anschlußfahrkaten zur Zeitkarte nicht per Händieticket erworben werden können.
Übrigens konnte man frühere Händietickets mit jedem gewöhnlichen Mobiltelefon benutzen, jetzt nur noch mit solchen unter Kontrolle von Apple oder Google:
Für den Kauf von Fahrkarten im internetbasierten Verkaufsdienst "RMV-HandyTicket" ist das Herunterladen und Installieren der RMV-App für iOS oder Android auf ein Mobiltelefon.
sic.
Auf der allgemeinen Seite zum Händiticket hat der RMV sogar einen ganzen deutschen Satz dazu hinbekommen:
Sie benötigen die kostenfreie RMV-App für iPhone oder Android-Smartphones.
Damit ist die Angelegenheit für mich erledigt.
Das stimmt in dieser Pauschalität nicht!
gnampf, Samstag, 07.03.2015, 12:42 (vor 4047 Tagen) @ maxiboy
Händler und Händlertyp liegen vor, das genügt, und man kann das nachkategorisieren. Man kann bei einem guten Onlinebanking natürlich auch jeden Umsatz unterteilen, aber Kassenzettel sammeln ist nicht so mein Ding. Ein elektronisches Haushaltsbuch, bei dem ich sehe, für welche Kategorie ich was ausgegeben habe, ist okay…
um rauszufinden ob/wo du Geld einsparen kannst reicht es dir aus zu wissen, dass bei bei einem Versandhandel gekauft hast? Wow... die Fähigkeit besitze ich leider nicht, ich kann nur aus Händlernamen und -art definitiv nicht sagen, ob der Kauf nötig oder nice-to-have war.
Das stimmt in dieser Pauschalität nicht. Vielleicht kann ich auch nicht "mit Geld umgehen", aber immerhin sind diese "gestern Abend hatte ich noch 60 Euro im Geldbeutel, die drei Bier waren doch nicht so teuer" eliminiert!
Stimmt, sie werden ersetzt durch "was soll ich denn für 60 Euro bei einem Laden namens >>MeyKlKnudE<< gekauft haben? an dem Abend war ich doch nur saufen". In beiden Fällen stellt sich die Frage nur deshalb, weil ich keinen Bon mitgenommen hab ;-)
Das ist Unfug. Das Terminal müsste sehr sehr nah an die Karte herangehalten werden. Außerdem würde ein solcher kontaktloser Taschendiebstahl sofort bei den abrechnenden Banken auffallen. Die Debatte ist rein akademisch.
Oh, ja, danke für die Aufklärung, jetzt bin ich dann ja also sicher. Ach so, nee, moment... da fehlten ja jegliche Fakten...
Warum sollte es nötig sein, das Terminal nahe an die Karte zu halten? Das ist lediglich eine Frage der Antennen, Verstärker und Filterleistung. Im Zweifel wird es vermutlich sogar aus mehreren km Entfernung klappen, wenn auch nicht mit dem Material eines Kleinkriminellen. Aber selbst der wird kein Problem haben, bei einem normalen Menschengetümmel a la Weihnachtsmarkt nah genug an deinen Geldbeutel ran zu kommen um mit einem unmodifizierten Termimal sogar dich zu erleichtern.
Warum sollte so etwas der abrechnenden Bank sofort auffallen? Warum sollte es sie auch nur interessieren? Solange da noch fein die Provisionen fließen und sich nicht haufenweise die Betrogenen beschweren (und die wenigsten werden kapieren, dass sie dort betrogen wurden, weil sie sich an ihre Kleinbuchungen eh null erinnern), sind die doch happy. Und die Bedingungen sind schon so formuliert, daß man ihnen im Zweifelsfall eh nichts anhaben kann und nicht sie den Schaden tragen müssen.
Und aus einem Geldbeutel, ob funkgeschützt oder nicht, holt man die Karte raus zum Kontaktloszahlen, na klar, schon um Card clash zu verhindern. Aber es ist schneller als Chip & PIN.
Noch schneller ist es, wenn ich der Kassiererin einfach 100 Euro gebe und sage "stimmt so", obwohl ich 1,20 EURO zu zahlen hab.
Gerade wenn es um Geld geht muss es bei mir nicht unbedingt alles innerhalb von Sekundenbruchteilen passieren. Da ist es im Gegenteil manchmal sogar recht hilfreich, wenn es mal etwas dauert.
Das stimmt in dieser Pauschalität nicht!
maxiboy, IBNR: 7006966, Samstag, 07.03.2015, 19:05 (vor 4046 Tagen) @ gnampf
Händler und Händlertyp liegen vor, das genügt, und man kann das nachkategorisieren. Man kann bei einem guten Onlinebanking natürlich auch jeden Umsatz unterteilen, aber Kassenzettel sammeln ist nicht so mein Ding. Ein elektronisches Haushaltsbuch, bei dem ich sehe, für welche Kategorie ich was ausgegeben habe, ist okay…
um rauszufinden ob/wo du Geld einsparen kannst reicht es dir aus zu wissen, dass bei bei einem Versandhandel gekauft hast? Wow... die Fähigkeit besitze ich leider nicht, ich kann nur aus Händlernamen und -art definitiv nicht sagen, ob der Kauf nötig oder nice-to-have war.
Ich besitze immerhin die Fähigkeit, Bestätigungsmails zu archivieren. Das reicht.
Das stimmt in dieser Pauschalität nicht. Vielleicht kann ich auch nicht "mit Geld umgehen", aber immerhin sind diese "gestern Abend hatte ich noch 60 Euro im Geldbeutel, die drei Bier waren doch nicht so teuer" eliminiert!
Stimmt, sie werden ersetzt durch "was soll ich denn für 60 Euro bei einem Laden namens >>MeyKlKnudE<< gekauft haben? an dem Abend war ich doch nur saufen". In beiden Fällen stellt sich die Frage nur deshalb, weil ich keinen Bon mitgenommen hab ;-)
Also ich habe noch niemals einen solchen Namen auf der Abrechnung gehabt. Da sind die Banken und Zahlungssysteme schon hinterher.
Das ist Unfug. Das Terminal müsste sehr sehr nah an die Karte herangehalten werden. Außerdem würde ein solcher kontaktloser Taschendiebstahl sofort bei den abrechnenden Banken auffallen. Die Debatte ist rein akademisch.
Oh, ja, danke für die Aufklärung, jetzt bin ich dann ja also sicher. Ach so, nee, moment... da fehlten ja jegliche Fakten...
Warum sollte es nötig sein, das Terminal nahe an die Karte zu halten? Das ist lediglich eine Frage der Antennen, Verstärker und Filterleistung. Im Zweifel wird es vermutlich sogar aus mehreren km Entfernung klappen, wenn auch nicht mit dem Material eines Kleinkriminellen. Aber selbst der wird kein Problem haben, bei einem normalen Menschengetümmel a la Weihnachtsmarkt nah genug an deinen Geldbeutel ran zu kommen um mit einem unmodifizierten Termimal sogar dich zu erleichtern.
Warum sollte so etwas der abrechnenden Bank sofort auffallen? Warum sollte es sie auch nur interessieren? Solange da noch fein die Provisionen fließen und sich nicht haufenweise die Betrogenen beschweren (und die wenigsten werden kapieren, dass sie dort betrogen wurden, weil sie sich an ihre Kleinbuchungen eh null erinnern), sind die doch happy. Und die Bedingungen sind schon so formuliert, daß man ihnen im Zweifelsfall eh nichts anhaben kann und nicht sie den Schaden tragen müssen.
Nach wie vor eine rein akademische Debatte. Auch Banken haben ein Eigeninteresse an Missbrauchsprävention, zumal sie sich sonst leicht schadensersatzpflichtig und womöglich sogar strafbar machen. Man soll nicht immer alles glauben, was in Bedingungen steht, man sollte sie aber erst mal auch lesen können. Und da steht das Behauptete sicher nicht drin.
Wir lassen mal die Polen, Tschechen, Schweizer, Österreicher, Niederländer, Briten, US-Amerikaner Versuchskaninchen spielen. In 50 Jahren können wir ja vorsichtig testen, ob's auch hierzulande vielleicht Interesse weckt.
Das stimmt in dieser Pauschalität nicht!
gnampf, Samstag, 07.03.2015, 19:39 (vor 4046 Tagen) @ maxiboy
Ich besitze immerhin die Fähigkeit, Bestätigungsmails zu archivieren. Das reicht.
Nur wird das Einsparpotential sich somit nicht aus dem Onlinebanking oder der Kreditkarte, sondern aus den diversen archivierten Mails ergeben ;-)
Also ich habe noch niemals einen solchen Namen auf der Abrechnung gehabt. Da sind die Banken und Zahlungssysteme schon hinterher.
Und wie wollen sie das sein? "Meyer's kleine Kneipe um die Ecke" passt nicht. "Sam Meyer" hilft nicht. "Meyer's kleine" auch nicht. Und wenn der Meyer dann auch noch Paypal für die Abrechnung nutzt, dann bleibt noch weniger übrig.
Und ja, ich hab gerade über Paypal, schon oft genug Positionen gehabt, wo ich eine ganze Ewigkeit gegrübelt habe. Wobei Amazon noch schlimmer ist, denn da steht weder Bestellnr, noch Händler (beim Marketplace) oder sonstiges in der Abbuchung. Im normalen Onlinebanking hab ich hingegen selten so aussagelosen Schrott... aber da gibts ja auch wesentlich mehr Felder und Platz für sinniges.
Nach wie vor eine rein akademische Debatte. Auch Banken haben ein Eigeninteresse an Missbrauchsprävention, zumal sie sich sonst leicht schadensersatzpflichtig und womöglich sogar strafbar machen. Man soll nicht immer alles glauben, was in Bedingungen steht, man sollte sie aber erst mal auch lesen können. Und da steht das Behauptete sicher nicht drin.
Klar, solange es den Kram in freier Wildbahn nicht gibt ist das akademisch. Sollte man sich deswegen erst nach Einführung einer neuen Technik über ihre Risiken informieren? Wohl kaum, denn manche Einführung kann man sich so gleich sparen.
Schadensersatzpflichtig? Dämlich sind Banken ganz sicher nicht, und da können sie sich schon sehr gut absichern. Und man soll NICHT glauben, was in den Vertragsbedingungen steht? Na, das erzähl dann aber mal dem Richter... "aber Herr Richter, die können jetzt keine Gebühren von mir verlangen, nur weil das in ihren von mir unterschriebenen Bedingungen steht, immerhin hat der nette Herr Bankmann doch gesagt das wär alles völlig umsonst und sie wollten doch immer nur mein Bestes".
In Sachen Schadenersatz, Haftungspflichten, etc. ist übrigens vielfach wesentlich interessanter, was NICHT drin steht ;-) Das gilt nämlich im Zweifelfall auch nicht.
Wir lassen mal die Polen, Tschechen, Schweizer, Österreicher, Niederländer, Briten, US-Amerikaner Versuchskaninchen spielen. In 50 Jahren können wir ja vorsichtig testen, ob's auch hierzulande vielleicht Interesse weckt.
Klar, gerne, hab ich gar kein Problem mit. Ich muss nicht jeden Murks mitmachen, der mir kaum Vor-, aber dafür deutliche Nachteile bringt. Wers haben will: bitte schön. Wers meint mir aufzwingen zu müssen: viel Spaß mit dem Echo.
Das stimmt in dieser Pauschalität nicht!
maxiboy, IBNR: 7006966, Samstag, 07.03.2015, 20:09 (vor 4046 Tagen) @ gnampf
Ich besitze immerhin die Fähigkeit, Bestätigungsmails zu archivieren. Das reicht.
Nur wird das Einsparpotential sich somit nicht aus dem Onlinebanking oder der Kreditkarte, sondern aus den diversen archivierten Mails ergeben ;-)
Viel Spaß beim Auswerten.
Ein gutes Onlinebanking einer guten Bank liefert jedenfalls ausreichend Anhaltspunkte und ich kaufe nicht so viel Kram, dass ich den Überblick so schnell verlieren würde.
Also ich habe noch niemals einen solchen Namen auf der Abrechnung gehabt. Da sind die Banken und Zahlungssysteme schon hinterher.
Und wie wollen sie das sein? "Meyer's kleine Kneipe um die Ecke" passt nicht. "Sam Meyer" hilft nicht. "Meyer's kleine" auch nicht. Und wenn der Meyer dann auch noch Paypal für die Abrechnung nutzt, dann bleibt noch weniger übrig.
"Meyers Kneipen UG" aber. Und mit PayPal zahl ich im echten Leben nie.
Und ja, ich hab gerade über Paypal, schon oft genug Positionen gehabt, wo ich eine ganze Ewigkeit gegrübelt habe. Wobei Amazon noch schlimmer ist, denn da steht weder Bestellnr, noch Händler (beim Marketplace) oder sonstiges in der Abbuchung. Im normalen Onlinebanking hab ich hingegen selten so aussagelosen Schrott... aber da gibts ja auch wesentlich mehr Felder und Platz für sinniges.
Bestätigungsmails nicht löschen, sondern beiseite packen. Ganz einfach.
Nach wie vor eine rein akademische Debatte. Auch Banken haben ein Eigeninteresse an Missbrauchsprävention, zumal sie sich sonst leicht schadensersatzpflichtig und womöglich sogar strafbar machen. Man soll nicht immer alles glauben, was in Bedingungen steht, man sollte sie aber erst mal auch lesen können. Und da steht das Behauptete sicher nicht drin.
Klar, solange es den Kram in freier Wildbahn nicht gibt ist das akademisch. Sollte man sich deswegen erst nach Einführung einer neuen Technik über ihre Risiken informieren? Wohl kaum, denn manche Einführung kann man sich so gleich sparen.
Schadensersatzpflichtig? Dämlich sind Banken ganz sicher nicht, und da können sie sich schon sehr gut absichern. Und man soll NICHT glauben, was in den Vertragsbedingungen steht? Na, das erzähl dann aber mal dem Richter... "aber Herr Richter, die können jetzt keine Gebühren von mir verlangen, nur weil das in ihren von mir unterschriebenen Bedingungen steht, immerhin hat der nette Herr Bankmann doch gesagt das wär alles völlig umsonst und sie wollten doch immer nur mein Bestes".
In Sachen Schadenersatz, Haftungspflichten, etc. ist übrigens vielfach wesentlich interessanter, was NICHT drin steht ;-) Das gilt nämlich im Zweifelfall auch nicht.
Also in der EU haben wir ein ziemlich strenges AGB-Recht und die Banken können nicht einfach alles ausschließen, weil sie am längeren Hebel sitzen.
Das stimmt in dieser Pauschalität nicht!
L.Willms, Sonntag, 08.03.2015, 00:47 (vor 4046 Tagen) @ maxiboy
"Meyers Kneipen UG" aber. Und mit PayPal zahl ich im echten Leben nie.
Warum denn das nicht? Das paßt doch garnicht zu der sonstigen Lust an der neuen Unübersichtlichkeit. Sie haben doch sicherlich auch Bitcoins, oder?
Das stimmt in dieser Pauschalität nicht!
L.Willms, Sonntag, 08.03.2015, 00:52 (vor 4046 Tagen) @ maxiboy
Wir lassen mal die Polen, Tschechen, Schweizer, Österreicher, Niederländer, Briten, US-Amerikaner Versuchskaninchen spielen. In 50 Jahren können wir ja vorsichtig testen, ob's auch hierzulande vielleicht Interesse weckt.
Offensichtlich zu wenig für die US-Karten-Unternehmen.
Das liegt zumindest bei den USA, Britannien und den hier nicht genannten Frankreich daran, daß die nur ein absolut primitives Steinzeitbezahlsystem mit Schecks betreiben haben, während man in Deutschland oder Schweden den bargeldlosen Zahlungsverkehr schon lange wesentlich effizienter betrieben hatte, nämlich mit dem Überwiegen von Überweisungen, direkten Transfers von Konto zu Konto, von Bank zu Bank.
Das stimmt in dieser Pauschalität nicht!
maxiboy, IBNR: 7006966, Sonntag, 08.03.2015, 20:18 (vor 4045 Tagen) @ L.Willms
bearbeitet von maxiboy, Sonntag, 08.03.2015, 20:18
Und was ist mit den Niederlanden, dem Heimatland der Kampagne "Pinnen ja graag"?
Gerade die Schweden schaffen ja auch das Bargeld beinahe schon ab.
Visa Debit / Debit MasterCard - Danke!
Trainer, Freitag, 06.03.2015, 10:14 (vor 4048 Tagen) @ maxiboy
bearbeitet von Trainer, Freitag, 06.03.2015, 10:14
Danke für den ausführlichen und lehrreichen Post!
Interessant, dass es jetzt zumindest eine echte Visa Debit Karte in Deutschland gibt.
Bin jetzt verwirrt.
ktmb, Freitag, 06.03.2015, 10:48 (vor 4048 Tagen) @ Trainer
Habe ich nun eine Kreditkarte oder ein Debit-Karte?
Herzliche Grüße
Jörg
Unterschied Kreditkarte/Debitkarte
maxiboy, IBNR: 7006966, Freitag, 06.03.2015, 21:31 (vor 4047 Tagen) @ ktmb
Habe ich nun eine Kreditkarte oder ein Debit-Karte?
Herzliche Grüße
Jörg
Früher und heute noch im Volksmund wurde das nach dem Zahlungssystem beurteilt (Visa, MasterCard, Amex = Kreditkarte; Visa Electron, Maestro = Debitkarte).
Das ist aber lange her.
Denn Maestros werden mittlerweile auch mit der Abrechnungsmodalität revolvierender Kredit ausgestellt (man denke nur an die Maestro zum Einkaufskonto von Commerz Finanz), und genauso sind Visa Debit und Debit MasterCard stark verbreitet, auch hierzulande, damit die Leute kostenfrei überall Geld abheben können.
Man beurteilt das also danach, welche Abrechnungsmodalität vorliegt.
Abbuchung in 1-3 Tagen, jeder Posten einzeln, vom Bankkonto: Debitkarte
Abbuchung nach einer Woche, Rechnung nach einem Monat o.ä.: Kreditkarte im engeren Sinne (wenn Teilzahlungsfunktion/revolvierender Kredit), ansonsten Charge Card (umgangssprachlich auch Kreditkarte)