Bahnhof statt Hauptbahnhof (30 Bilder) (Reiseberichte)

Sören Heise, Region Hannover, Samstag, 28.02.2015, 18:04 (vor 4154 Tagen)

Moin!


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1 Nach Erhalt dieser Aufnahme war die für dieses Wochenende geplante Pause gestrichen.


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2 Kürzlich erreichte ich den Bahnhof mit VT 113 (links), VT 101 (nicht links) fährt in Kürze nach Buxtehude.


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3 Das Empfangsgebäude. Der Schriftzug "Hauptbahnhof" an der Wand ist mittlerweile einem "Bahnhof" über dem Vordach gewichen.


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4 Am BÜ Gnarrenburger Straße steht das Stellwerk Bo.


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5 Wie das Stellwerk am Westkopf (Bild aus dem Zug) wurde es Mai 1993 durch das neue Drucktastenstellwerk im Empfangsgebäude ersetzt, stellwerke.de nennt im Gegensatz zur Literatur (Wolff und Bohlmann) das Jahr 1992.
Aber zurück zum Ostkopf.


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6 Linie 847 nach Kuhstedt quert den BÜ.


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7 2,97 Euro ärmer geht es weiter.


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8 Der Südbahnhof. Hier endete einst die Kleinbahn, mittlerweile wird sie in den "Hauptbahnhof" eingeführt.


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9 Der Bahnsteig ist abgesperrt, hier halten die Moorexpressschienenbusse Winterschlaf. Im Hintergrund die moderne Werkstatt.


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10 Das Empfangsgebäude. Der Bahnsteig am Gleis 1 wurde gerade umgebaut.


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11 Die Ostausfahrt. Bo sieht man im Hintergrund, interessanter finde ich das Fundament vom Signal am Gleis 2.


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12 Blick westwärts.


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13 Der Busbahnhof.


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14 Ein Eindruck vom Bahnhofsvorplatz.


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15 Im Empfangsgebäude.


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16 Die Seitenwände zieren zwei Zeichnungen aus der Schwedenzeit.


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17 Schloß und Festung wurden 1682 geschleift, nachdem die Schweden die Verwaltung nach Stade verlegt hatten.


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18 Im Westen schließt sich der Güterschuppen an. Die Verwaltung der EVB teilt sich auf mehrere Bauten, die zur leichteren Orientierung numeriert sind.


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19 Wir gehen mal kurz ins Stadtzentrum, ganz hinten der Bahnhof.


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20 Auf dem Rathausmarkt, rechts die Stadtkirche, links der Fernmeldeturm.


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21 Die Bushaltestelle nennt neben den Liniennummern auch den Betreiber. Mit den EVB, der KVG Stade und dem Privatunternehmen Stoß sind es gerade einmal drei.


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22 Die St.-Liborius-Kirche wurde 1651 fertiggestellt, ihr Vorgänger stand im Schloßbereich.


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23 Bahnsteigbild, Blick gen Osten.


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24 Die Werkstatt. 246 002 hat Pufferschonbezüge drauf.


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25 Hinterm Bahnsteigende finden Bauarbeiten statt.


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26 Bahnsteigbild. Links der einstige Staats-, rechts der alte Südbahnhof.


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27 Auch der Moorexpress hält.


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28 Der Bahnsteigzugang.


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29 Detailaufnahme des Empfangsgebäudes. Bis Ende März soll der Umbau fertig sein. Das sieht gut aus, mit dem Bahnsteig war man fast fertig.


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30 VT 101 sahen wir am Anfang, jetzt kommt VT 102 und holt uns ab.


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Bis die Fahrt losgeht, dauert es noch einige Minuten. Zeit also, sich mit der Geschichte der Eisenbahn um Bremervörde zu beschäftigen. Wir beginnen mit der Kleinbahn in Bremervörde, der einstigen Bremervörde-Osterholzer Eisenbahn. Sie verbindet Bremervörde mit Osterholz-Scharmbeck an der Hauptstrecke Bremen - Bremerhaven. Am 23. Juni 1909 wurde zunächst deren Nordabschnitt von Bremervörde bis Gnarrenburg festlich eröffnet, erst am 9. Februar 1911 folgte der durchs Teufelsmoor und die Hammeniederung führende südliche Streckenabschnitt bis Osterholz; dort hat die Kleinbahn ihren eigenen Bahnhof, aber es sind seit 1949 Zugfahrten in den Bundesbahnhof möglich. Von 1950 bis 1975 verkehreten durchgehende Züge bis Bremen Hbf (seit 1949 schon bis Burg). Am 18. März 1978 wurde der Reiseverkehr eingestellt.
1981 fusionierte die BOE mit der in Zeven beheimateten Wilstedt-Zeven-Tostedter Eisenbahn zu den Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser (EVB), die mittlerweile auch die einst durch die Staatsbahn erbauten Strecken innerhalb des Nassen Dreiecks betreiben (Ausnahme Bremerhaven - Bederkesa). Diese wollte die DB Mitte der 80er loswerden, nach längeren Verhandlungen gingen sie ab dem 27. September 1992 an die EVB über.

Die einzige damals noch im Reiseverkehr betriebene Strecke war die Ost-West-Verbindung von Stade über Hesedorf und Bremervörde nach Bremerhaven. Sie wurde in zwei Etappen eröffnet: Am 1. Oktober 1898 zwischen Stade und Bremervörde, am Neujahrstag 1899 folgte die Verlängerung nach Bremerhaven. Am 25. September 1993 fuhren letztmals Reisezüge zwischen Stade und Hesedorf. Seit dem 26. September 1993 fahren sie über Harsefeld nach Buxtehude (bis Dezember 2007 sogar bis Neugraben). Hierdurch erhielt die Buxtehude-Harsefelder Eisenbahn wieder planmäßigen Personenverkehr. Er hatte auf der erst am 22. Dezember 1928 eröffneten Strecke am 31. Mai 1969 geendet. Die Strecke ist außerhalb der Region bekannt durch die Buxtehude-Harsefelder Eisenbahnfreunde und ihren T 175, einen Dieseltriebwagen der WUMAG aus dem Jahr 1926.
Die EVB setzte anfangs eigene Triebwagen der Baureihe 628 ein, mittlerweile kommen 648 des niedersächsischen Fahrzeugpools zum Einsatz. Und nach Stade fuhr man noch mit Schienenbussen.

Von der Stader Strecke zweigt in Hesedorf die Strecke nach Buchholz ab. Sie wurde am 1. Februar 1902 eröffnet. Am 26. Mai 1968 endete der Reiseverkehr, zwischen Hollenstedt und Buchholz auch der Güterverkehr - so wurde eine neue Brücke über die zu elektrifizierende Hauptstrecke Hamburg - Bremen vermieden. Der Wiedereröffnung des Reiseverkehrs zwischen Hesedorf und Harsefeld steht die Stillegung des Abschnittes Harsefeld - Hollenstedt entgegen. Nach der Neutrassierung der Personenverkehrsstrecke wurde er nicht mehr angeschlossen. Die Daten hierfür schwanken, Wolff nennt das Jahresende 2002, Bohlmann den 18. April 2005.

Am 16. Mai 1908 wurde mit Eröffnung der Strecke Bremervörde - Zeven - Rotenburg das Staatsbahnnetz um Bremervörde vollendet. Die östliche Ausfahrt aus Bremervörde nutzen alle drei Strecken gemeinsam. Mir ist nicht bekannt, wann die Hesedorfer Strecke in die Zevener Bahn verschwenkt wurde, so daß eine Ostebrücke entfallen konnte. Am 28. September 1968 endete der Reiseverkehr. Für den Güterverkehr ist die Strecke weiterhin in Betrieb.

Seit dem Jahr 2000 verkehren in den Somermonaten wieder planmäßige Reisezüge zwischen Stade, Bremervörde und Osterholz-Scharmbeck, seit 2006 sogar direkt bis Bremen. Möglicht macht das der Moorexpress. Es gilt ein Haustarif, gefahren wird meistens mit von der DB übernommenen Schienenbussen.


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Das war es für heute und das war es für diesen Monat. Heute in vier Wochen endet diese Serie. Was liegt da näher als nächstes Wochenende schonmal Endzeitstimmung zu verbreiten. Wo? Das erfahrt ihr, wenn es dann wieder heißt: Verstehen Sie Bahnhof!


Viele Grüße
Sören


PS: Bild 1 fertigte Christoph (ccar) am 6. April 2000 an. Alle anderen entstanden am 19. Februar 2015.

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Verstehen Sie Bahnhof!
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