Ein Winterausflug zwischen Bodensee und Appenzell (m 51 B) (Reiseberichte)

TD, Freitag, 30.01.2015, 17:43 (vor 4129 Tagen)

Hallo zusammen,

schneereiche Winter sind mittlerweile doch recht selten geworden. Und so gilt es die Gunst der Stunde zu nutzen, wenn es doch einmal etwas weiß wird. An einem der letzten Tage des alten Jahres sollte es deshalb auf eine kleine Winterrunde gehen. Eigentlich wollte ich bei Winterwetter auch mal gerne in den Schwarzwald, allerdings war mir die Schwarzwaldbahn angesichts der angekündigten Schneefälle zu kritisch, denn da fällt hin und wieder doch mal ein Baum. Und so habe ich mich für eine kleine Tour zu den Appenzeller Bahnen entschieden.

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Ob es vernünftig ist, bei einer Unwetterwarnung wegen starker Schneefälle einen Ausflug mit Bus und Bahn zu planen? Ach egal, außerdem bewege ich mich nur im Umkreis von kaum 50 Kilometern über die deutsch-schweizerische Grenze. Von Konstanz geht es über Kreuzlingen nach Sankt Gallen und mit den Appenzeller Bahnen nach Appenzell. Von dort über Gossau zurück nach Sankt Gallen, mit dem Bus nach Heiden, weiter mit der Rorschach-Heiden-Bergbahn und schließlich via Weinfelden zurück nach Konstanz. Die erstklassige Tour fand am letzten Sonntag des Jahres 2014 statt.

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In Konstanz ist es ein bisschen weiß, richtig viel Schnee liegt hier am Morgen noch nicht. Aus Kreuzlingen kommt gerade die S 14 angefahren, die mich auf ihrem Rückweg mitnimmt über die Grenze.

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Nach dem Umstieg in Kreuzlingen geht es mit der S 8 nach Sankt Gallen. Dunkle Schneewolken hängen über dem Bodensee, anfangs fallen nur ein paar Flocken, dann nimmt der Schneefall zu.

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Bis Romanshorn fährt die S 8 auf der Seelinie entlang des Bodensees, von dort geht es weiter auf der Strecke der ehemaligen Bodensee-Toggenburg-Bahn. Hier in Romanshorn sind wir noch auf Seehöhe bei knapp 400 Meter über Meer.

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Sankt Gallen hingegen liegt auf 670 Metern über Meer und der Zug gewinnt nun deutlich an Höhe. Bei schönem Wetter kann man bei der Fahrt einen Ausblick über den Bodensee genießen, stattdessen gibt es heute dichtes Schneetreiben.

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In Sankt Gallen gibt es einen kleinen Zwischenstopp. Wenn man das Bahnhofsgebäude verlässt, quert man die Gleise der Trogenerbahn. Der Pfeil über dem Torbogen zum Nebenbahnhof weist den Weg zu den Zügen Richtung Gais und Appenzell. Bevor wir aber dem Pfeil folgen, drehen wir eine kleine Runde in die Altstadt.

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Durch das Klosterviertel...

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...geht es zur Stiftskirche. Die barocke Stiftskirche aus dem 18. Jahrhundert gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe.

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Jetzt zurück an den Bahnhof, diesmal aber nicht zum Hauptgebäude...

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...sondern um die Ecke zum Nebenbahnhof, wo die Schmalspurzüge der Appenzeller Bahnen abfahren.

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Hier starten die Züge Richtung Trogen (links) und Appenzell (rechts), wir wählen den roten Pendelzug, der als S 22 nach Gais und Appenzell fährt.

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Am Zugschluss befindet sich ein Niederflursteuerwagen, dort ist auch die erste Klasse angesiedelt.

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Für die Fahrgäste in der ersten Klasse liegen Zeitungen bereit – aber wir sind ja nicht zum Zeitunglesen hier, sondern der Bahnfahrt wegen.

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Kurz nachdem die Bahn den Bahnhof St. Gallen verlassen hat, beginnt der knapp ein Kilometer lange Zahnstangenabschnitt und es geht in engen Kurven bergauf, wobei der Ausblick vom Schneetreiben getrübt ist.

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Großteils verläuft die Strecke parallel zur Straße, hier die Ortsdurchfahrt von Teufen.

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Nach einer Dreiviertelstunde ist der Endbahnhof Appenzell erreicht. Wer möchte kann nun mitkommen auf eine kleine Runde durch den Hauptort des Kantons Appenzell Innerrhoden.

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Die prächtigen Holzhäuser mit ihren geschweiften Giebeln verleihen dem Ort einen ganz eigenen Charme, dazu noch der Schnee und der Weihnachtsschmuck – schön.

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Im Jahr 1560 zerstörte ein Dorfbrand die meisten Häuser. Das heutige Ortsbild wird geprägt von Häusern, die nach jenem Brand erbaut wurden. Der massive Turm der Mauritiuskirche hielt dem Brand teilweise stand, die Wandmalereien entstanden jedoch erst wesentlich später.

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Es geht gleich weiter...

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