Fernverkehrsdebatte - hier gibt es ein paar Zahlen ARD Kontr (Allgemeines Forum)

TheFons, Donnerstag, 22.01.2015, 18:06 (vor 4093 Tagen)

ARD bringt heute, (bei drehscheibe gefunden), einen Bericht:

http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/ARD-KONTRASTE-Millioneneinbussen-bei-der-Deuts...

Hier werden auch Zahlen genannt. Angeblich hat die DB seit Einführung des Fernbusverkehrs täglich auf den Fernverkehrsstrecken

Berlin-Leipzig 953 Reisende
Berlin-Hannover 759 Reisende
Frankfurt - Stuttgart 802 Reisende

weniger.

Hier muss man sich jetzt Gedanken machen, wie man die zurückgewinnen will.

Es sind alles Strecken mit bereits gutem Fernverkehrsangebot.

Für Berlin-Hannover könnte man sich einen IR-ähnlichen Zug Berlin-Bremen vorstellen (diese Direktverindung fehlt ja heute fast vollständig).

Zwischen Berlin und Leipzig (ich traute meinen Augen kaum) scheint es derzeit zwischen dem teuren ICE und dem umständlichen Nahverkehr (Fahrzeit 2:40 mit Umsteigen) keine geeignetes günstiges Zwischenprodukt zu geben.

Auf Frankfurt-Stuttgart könnte man an einen günstigen Zug Frankfurt-Heilbronn-Stuttgart denken.

Viele Grüße

Fernverkehrsdebatte - hier gibt es ein paar Zahlen ARD Kontr

Action85, Donnerstag, 22.01.2015, 18:19 (vor 4093 Tagen) @ TheFons

Wann soll das denn heute beid er ARD kommen? Hab so nichts im Programmheft gefunden.

Und der Link funktioniert leider nicht

Fernverkehrsdebatte - hier gibt es ein paar Zahlen ARD Kontr

Tom Hörning, Donnerstag, 22.01.2015, 18:26 (vor 4093 Tagen) @ Action85

Wann soll das denn heute beid er ARD kommen? Hab so nichts im Programmheft gefunden.

Und der Link funktioniert leider nicht

Warte doch einfach die Antwort des DB Facebook Teams ab...

P.S. Auch ohne den Link anklicken zu müssen findet man die Antwort

Dann geben wir bei Dr. Google mal ein:

Rheinländer, Donnerstag, 22.01.2015, 18:32 (vor 4093 Tagen) @ Action85

Wann soll das denn heute beid er ARD kommen? Hab so nichts im Programmheft gefunden.

Und der Link funktioniert leider nicht


Kontraste - 22.01 - Bahn

Und raus kommt ganz mundgerecht zum Direktverzehr:
http://www.rbb-online.de/kontraste/

Eigentlich doch gar nicht so schwer, oder?

Fernverkehrsdebatte - hier gibt es ein paar Zahlen ARD Kontr

naseweiß, Donnerstag, 22.01.2015, 19:21 (vor 4093 Tagen) @ TheFons

Zwischen Berlin und Leipzig (ich traute meinen Augen kaum) scheint es derzeit zwischen dem teuren ICE und dem umständlichen Nahverkehr (Fahrzeit 2:40 mit Umsteigen) keine geeignetes günstiges Zwischenprodukt zu geben.

Hier gab es bis vor kurzem den InterConnex. Und den hat der Fernbus erledigt. Allgemein gibt es dort vermutlich kaum Bedarf für ein Zwischenprodukt (der InterConnex fuhr nonstop). Für die Gesamtstrecke Berlin-Halleipzig reichen die stündlichen/zweistündlichen ICE/IC. Und abgesehen von Wittenberg und Bitterfeld, wo ICE/IC halten, gibt es keine größeren Orte, die so ein Zwischenprodukt bräuchten.

Auf Frankfurt-Stuttgart könnte man an einen günstigen Zug Frankfurt-Heilbronn-Stuttgart denken.

Das ist aber eine sehr langsame Route. Dazu gibt es mit der IC-L62 schon eine langsamere Alternative zum ICE, die Darmstadt und Heidelberg abseist der ICE-Strecke bedient.

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Fernverkehrsdebatte - hier gibt es ein paar Zahlen ARD Kontr

TEE Rheingold, Donnerstag, 22.01.2015, 20:18 (vor 4093 Tagen) @ naseweiß

Ich finde 47 Euro für einfache Strecke im IC Stuttgart-Frankfurt ohne BC und Sparpreis zu teuer. Die Fahrzeit ist recht gut mit 1:35h. "Krönung" ist der ICE 1593.
Der ist um 23:08 abends nicht nur 20 Minuten langsamer über Darmstadt-Heidelberg, sondern auch 16 Euro teurer.
Da muss man sich nicht wundern, wenn die Leute bei solchen Entfernungen von ca. 200 km die Leute auf Alternativen ausweichen, falls vorhanden.
Eine IRE-Verbindung - z.B. eine Durchbindung der RE-Züge Frankfurt-Heidelberg mit Fahrzeiten um 2:30 bei Fahrpreisen um 20 Euro (ähnlich Hamburg-Berlin) wäre sicher interessant für viele "Normalverdienter". So ein Zug würde drei Ballungsräume verbinden. Frankfurt, Neckar-Region und Stuttgart. Aber das würde natürlich den IC/ICE Fahrgäste abgraben, aber immernoch besser, als an die Gummibahn oder selbst eine Gummibahn (IC-Bus) fahren zu lassen.

Frankfurt - Heilbronn - Stuttgart

ICE_HD, Donnerstag, 22.01.2015, 21:16 (vor 4093 Tagen) @ TEE Rheingold

Die Idee eines durchgehenden ICs auf dieser Achse finde ich gar nicht so schlecht. Auch wenn ich die Realisierungschancen als eher unwahrscheinlich ansehe.
Heilbronn ist z.B. komplett vom Fernverkehr abgehängt. Es wird zwar immer auf die Anbindung an Stuttgart bzw. Heidelberg/Mannheim über den Regionalverkehr verwiesen. Doch der Fernverkehr hat auch so etwas wie eine Symbolwirkung und könnte neues Fahrgastpotenzial heben. Gerade der Raum Heilbronn liegt doch etwas im Bahnschatten. Zudem hat Heilbronn in alle Himmelsrichtungen Autobahnen über die man (zumindest theoretisch) Stuttgart/Mannheim/Nürnberg/Würzburg in kurzer Zeit erreichen kann.
M.E. sollte man wirklich mal drüber nachdenken, Heilbronn an den Fernverkehr anzubinden. Genial wäre es sogar, den morgendlichen ICE 699 Stuttgart - München schon in Heilbronn beginnen zu lassen.

Frankfurt - Heilbronn - Stuttgart

Traktion, Freitag, 23.01.2015, 14:24 (vor 4093 Tagen) @ ICE_HD

M.E. sollte man wirklich mal drüber nachdenken, Heilbronn an den Fernverkehr anzubinden. Genial wäre es sogar, den morgendlichen ICE 699 Stuttgart - München schon in Heilbronn beginnen zu lassen.

ICE 699 ist planmäßig ein ICE 1 - Zuglänge 359 Meter. Wurden in Heilbronn die Bahnsteige nicht auf 210 Meter zurückgebaut? Von den fehlenden Trassen zwischen 6 und 7 Uhr von TH nach TS ganz zu schweigen...

Bahnsteiglänge Heilbronn

ICE_HD, Freitag, 23.01.2015, 18:56 (vor 4092 Tagen) @ Traktion

Fernverkehrsdebatte - hier gibt es ein paar Zahlen ARD Kontr

JeDi, überall und nirgendwo, Donnerstag, 22.01.2015, 21:51 (vor 4093 Tagen) @ TEE Rheingold

Eine IRE-Verbindung - z.B. eine Durchbindung der RE-Züge Frankfurt-Heidelberg mit Fahrzeiten um 2:30 bei Fahrpreisen um 20 Euro (ähnlich Hamburg-Berlin) wäre sicher interessant für viele "Normalverdienter". So ein Zug würde drei Ballungsräume verbinden. Frankfurt, Neckar-Region und Stuttgart. Aber das würde natürlich den IC/ICE Fahrgäste abgraben, aber immernoch besser, als an die Gummibahn oder selbst eine Gummibahn (IC-Bus) fahren zu lassen.

Frankfurt-Heidelberg-Stuttgart per RE (wobei der durchgehende RE Heidelberg-Stuttgart via Bruchsal mittelfristig eh eingestellt wird) dauert aktuell 3:33 mit 30 Minuten Umsteigezeit in Heidelberg. Wie willst du da auf 2:30 Fahrzeit kommen?

Zumal selbst 20 Euro bei Buspreisen von üblicherweise um die 10, Freitags/Sonntags vielleicht mal 15 EUR bei ähnlichen Fahrzeiten nicht hinreichend attraktiv sein dürften.

Wer etwas mehr zahlen mag, findet in der Regel Sparpreise von 20 bis 30 Euro vor - dafür mit Fernverkehrs-Geschwindigkeit und -Komfort.

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Weg mit dem 4744!

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TEE Rheingold, Donnerstag, 22.01.2015, 22:20 (vor 4093 Tagen) @ JeDi

Eine IRE-Verbindung - z.B. eine Durchbindung der RE-Züge Frankfurt-Heidelberg mit Fahrzeiten um 2:30 bei Fahrpreisen um 20 Euro (ähnlich Hamburg-Berlin) wäre sicher interessant für viele "Normalverdienter". So ein Zug würde drei Ballungsräume verbinden. Frankfurt, Neckar-Region und Stuttgart. Aber das würde natürlich den IC/ICE Fahrgäste abgraben, aber immernoch besser, als an die Gummibahn oder selbst eine Gummibahn (IC-Bus) fahren zu lassen.


Frankfurt-Heidelberg-Stuttgart per RE (wobei der durchgehende RE Heidelberg-Stuttgart via Bruchsal mittelfristig eh eingestellt wird) dauert aktuell 3:33 mit 30 Minuten Umsteigezeit in Heidelberg. Wie willst du da auf 2:30 Fahrzeit kommen?

Zumal selbst 20 Euro bei Buspreisen von üblicherweise um die 10, Freitags/Sonntags vielleicht mal 15 EUR bei ähnlichen Fahrzeiten nicht hinreichend attraktiv sein dürften.

Wer etwas mehr zahlen mag, findet in der Regel Sparpreise von 20 bis 30 Euro vor - dafür mit Fernverkehrs-Geschwindigkeit und -Komfort.

Die IC fahren Frankfurt-HD unter 60 Minuten. Man könnte noch in Langen und (immer) in Heppenheim halten. Heidelberg-Stuttgart dauert 1:50 mit einem durchgehenden RE/RB.
Wenn man hier ein paar Halte streicht, kommt man in Summe zumindest in den Bereich von 2:40-2:45. Das wäre schon besser als indiskutable 3:33 wenn ein Bus billiger und ohne Umstieg fährt.

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JeDi, überall und nirgendwo, Donnerstag, 22.01.2015, 22:28 (vor 4093 Tagen) @ TEE Rheingold

Wenn man hier ein paar Halte streicht, kommt man in Summe zumindest in den Bereich von 2:40-2:45.

Eher weniger. Die Strecke ist halt einfach schnarchlahm - und außer vielleicht Rößlesweg, Illingen, Sersheim und Ellental, was zusammen vielleicht 5 bis max. 10 Minuten bringt, sehe ich kein großes Streichpotenzial. Zumal: Wer soll dann die Bedienungslücken für die genannten Halte schließen?

Aber wie gesagt - 2018 hat sich das Thema eh erledigt, wenn der Verkehr in der Ecke neu strukturiert wird.

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Lumi25, Freitag, 23.01.2015, 00:21 (vor 4093 Tagen) @ TEE Rheingold

Es gab schon mal RE-Züge Frankfurt - Stuttgart und zwar über Hanau - (durch den Odenwald) - Heilbronn.

Fernverkehrsdebatte - hier gibt es ein paar Zahlen ARD Kontr

JeDi, überall und nirgendwo, Freitag, 23.01.2015, 00:28 (vor 4093 Tagen) @ Lumi25

Es gab schon mal RE-Züge Frankfurt - Stuttgart und zwar über Hanau - (durch den Odenwald) - Heilbronn.

Ja. Die wären aber weder Fahrzeitmäßig attraktiv, noch im heutigen Fahrplan sinnvoll unterzubringen. Für einen eigenwirtschaftlichen Zug lassen sie in der Region Rhein-Neckar ein großes Kundenpotenzial aus.

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Fernverkehrsdebatte - hier gibt es ein paar Zahlen ARD Kontr

Lumi25, Freitag, 23.01.2015, 00:35 (vor 4093 Tagen) @ JeDi

Ich hab ja nur geschrieben, dass es so was schon mal gab mehr nicht. Aber davon abgesehen die RE-Leistungen auf der Riedbahn und Main-Neckar-Bahn sind jetzt ausgeschrieben worden. Da wird sich also nichts tun.

Generell bin ich auch gegen solche Mammut RE-Linien wie Nürnberg-Dresden.

Davon auch abgesehen müssen sich die Besteller einigen und das scheitert ja oft. Wie toll wäre es z.B. gewesen, wenn der RE 9 Aachen-Siegen bis Frankfurt durchgebunden worden wäre. Die Kehrseite ist natürlich wie verspätungsanfällig das ganze ist.

Dennoch eine Direktverbindung Köln-Frankfurt via Siegen und Gießen hätte schon was gehabt.

Die Argumente zusammengefasst

ICE-T-Fan, Donnerstag, 22.01.2015, 22:30 (vor 4093 Tagen) @ TheFons

Zusammenfassung der Argumente aus der Sendung:

Bahn zahlt "Maut" = Trassengebühren + Stationsgebühren + "Parkplatzgebühren" + Entsorgung der Toiletten

Bus zahl das alles nicht oder es wird illegal umgegangen

Fahrer arbeiten länger und überschreiten gesetzliche Lenkzeiten

Die DB sieht aufgrund des Wettbewerbs den Intercity als unwirtschaftlich und es droht mittelfristig Abkopplung von der Fläche, namentlich Kiel, Bremen, Rostock, Saarbrücken und Dresden. Der ICE soll als möglicherweise alleiniges Fernverkehrsprodukt auf dem Kernnetz prioritisiert werden.

Eine Bus-Maut ist politisch nicht durchsetzbar also soll die DB seitens der Bundesländer verpflichtet werden auch unwirtschaftliche Strecken weiterhin mit Fernverkehr zu bedienen.

Im Grund bestraft man damit die DB. Wenn man konsequent ist, müsste man die Streichungen akzeptieren. Man kann die DB als eigenwirtschaftliches Unternehmen nicht dazu verpflichten unwirtschaftlich zu fahren. Das läuft wohl wieder auf neue teure Subventionen hinaus.

Der Bus ist derzeit in Sachen CO2-Bilanz umweltfreundlicher als die Bahn, aber der Elektrobetrieb hat das größere Einsparpotential und mittelfristig soll die Bahn das umweltfreundlichere Verkehrsmittel werden.

Durch Rückzug aus der Fläche wird die vorhandene Infrastruktur schlechter ausgelastet und somit fallen weniger Einnahmen für die Instandhaltung und den Ausbau an. Damit wird das Schienennetz langfristig teurer für den Steuerzahler.

Die Argumente zusammengefasst

JeDi, überall und nirgendwo, Donnerstag, 22.01.2015, 22:34 (vor 4093 Tagen) @ ICE-T-Fan

Eine Bus-Maut ist politisch nicht durchsetzbar also soll die DB seitens der Bundesländer verpflichtet werden auch unwirtschaftliche Strecken weiterhin mit Fernverkehr zu bedienen.

Im Grund bestraft man damit die DB. Wenn man konsequent ist, müsste man die Streichungen akzeptieren. Man kann die DB als eigenwirtschaftliches Unternehmen nicht dazu verpflichten unwirtschaftlich zu fahren. Das läuft wohl wieder auf neue teure Subventionen hinaus.

Genau. Auf die Subventionen, um die sich der Bund seit über 20 Jahren drückt:

Art 87e Grundgesetz:

(4) Der Bund gewährleistet, daß dem Wohl der Allgemeinheit, insbesondere den Verkehrsbedürfnissen, beim Ausbau und Erhalt des Schienennetzes der Eisenbahnen des Bundes sowie bei deren Verkehrsangeboten auf diesem Schienennetz, soweit diese nicht den Schienenpersonennahverkehr betreffen, Rechnung getragen wird. Das Nähere wird durch Bundesgesetz geregelt.

--
Weg mit dem 4744!

Die Argumente zusammengefasst

L.Willms, Freitag, 23.01.2015, 15:55 (vor 4093 Tagen) @ JeDi

Eine Bus-Maut ist politisch nicht durchsetzbar also soll die DB seitens der Bundesländer verpflichtet werden auch unwirtschaftliche Strecken weiterhin mit Fernverkehr zu bedienen.

Im Grund bestraft man damit die DB. Wenn man konsequent ist, müsste man die Streichungen akzeptieren. Man kann die DB als eigenwirtschaftliches Unternehmen nicht dazu verpflichten unwirtschaftlich zu fahren. Das läuft wohl wieder auf neue teure Subventionen hinaus.


Genau. Auf die Subventionen, um die sich der Bund seit über 20 Jahren drückt:

Art 87e Grundgesetz:

(4) Der Bund gewährleistet, daß dem Wohl der Allgemeinheit, insbesondere den Verkehrsbedürfnissen, beim Ausbau und Erhalt des Schienennetzes der Eisenbahnen des Bundes sowie bei deren Verkehrsangeboten auf diesem Schienennetz, soweit diese nicht den Schienenpersonennahverkehr betreffen, Rechnung getragen wird. Das Nähere wird durch Bundesgesetz geregelt.

Subventionen für ein profitorientiertes Unternehmen sind nicht in Ordnung.

Wenn schon, dann muß die ganze sog. "Bahnreform" von 1993 beseitigt werden, um den Eisenbahnverkehr zu re-nationalisieren, so wie die Venezolaner die im staatlichen Eigentum stehende Erdölgesellschaft PDVSA re-nationalisiert hatten.

Artikel 87e GG

Die Argumente zusammengefasst

ABRob, Bad Oeynhausen, Samstag, 24.01.2015, 11:15 (vor 4092 Tagen) @ L.Willms

Wenn schon, dann muß die ganze sog. "Bahnreform" von 1993 beseitigt werden, um den Eisenbahnverkehr zu re-nationalisieren, so wie die Venezolaner die im staatlichen Eigentum stehende Erdölgesellschaft PDVSA re-nationalisiert hatten.

Warum in die Ferne schweifen, wenn das gute liegt so nah?

Das Schweizer Modell würde völlig reichen. Dort konzessioniert der Bund den Fernverkehr (an die SBB) und in der Konzession sind Mindeststandards festgeschrieben. Aber gut, das würde nicht zum hier herrschenden Wettbewerbswahn passen, denn dort unterbindet der Bund den Wettbewerb auf den profitablen Strecken, damit die SBB genug Geld einnimmt, um auch die unprofitablen Strecken zu betreiben (und trotzdem gilt der Schweizer Schienenmarkt als ziemlich frei).

--
NBS/SFS Hannover - Hamburg statt NBS/SFS Isernhagen - Lauenbrück; NBS/SFS Frankfurt - Fulda statt NBS/SFS Gelnhausen - Mottgers

Die Argumente zusammengefasst

GibmirZucker, Donnerstag, 22.01.2015, 22:53 (vor 4093 Tagen) @ ICE-T-Fan

Bus zahl das alles nicht oder es wird illegal umgegangen

Der Bus fährt ja nicht in einer anderen Galaxie. Wird illegal gehandelt, d.h. illegale Entsorgung der Toiletten, Überschreiten der Lenkzeiten, dann muss eben stärker kontrolliert werden. Damit eben illegales Verhalten nicht zu einem Wettbewerbsvorteil führt. Vielleicht sollte man angesichts des Fernbusbooms sich auch Gedanken über mehr Kontrollen machen.

Der Bus ist derzeit in Sachen CO2-Bilanz umweltfreundlicher als die Bahn, aber der Elektrobetrieb hat das größere Einsparpotential und mittelfristig soll die Bahn das umweltfreundlichere Verkehrsmittel werden.

Das ist eine urban legend, die immer wieder verbreitet wird. Die Daten wurden damals erhoben, als man von einer 60% Auslastung beim Bus ausging, aber 40% im Fernverkehr der Bahn. Das war noch zu BLB-Monopolzeiten. Die durchschnittliche Auslastung beim Fernbus dürfte nun viel geringer sein. Ob bei einer 40%tigen (oder vielleicht sogar nur noch 30%) Auslastung die Bilanz noch günstiger ist, bezweifle ich.

Die Argumente zusammengefasst

Henrik, Freitag, 23.01.2015, 17:03 (vor 4093 Tagen) @ GibmirZucker

Bus zahl das alles nicht oder es wird illegal umgegangen

Der Bus fährt ja nicht in einer anderen Galaxie. Wird illegal gehandelt, d.h. illegale Entsorgung der Toiletten, Überschreiten der Lenkzeiten, dann muss eben stärker kontrolliert werden. Damit eben illegales Verhalten nicht zu einem Wettbewerbsvorteil führt. Vielleicht sollte man angesichts des Fernbusbooms sich auch Gedanken über mehr Kontrollen machen.

wird ja auch gemacht & macht man ja auch.
Die Reportage nicht zu ernst nehmen,
ist nunmal ne einseitige polemische Busbashing-Reportage gewesen mit alten Beiträgen.

hinsichtlich der Entsorgungssituation vgl.
http://www.berliner-zeitung.de/berlin/illegale-entsorgung-der-bordtoilette-warum-es-am-...

Der Bus ist derzeit in Sachen CO2-Bilanz umweltfreundlicher als die Bahn, aber der Elektrobetrieb hat das größere Einsparpotential und mittelfristig soll die Bahn das umweltfreundlichere Verkehrsmittel werden.

Das ist eine urban legend, die immer wieder verbreitet wird. Die Daten wurden damals erhoben, als man von einer 60% Auslastung beim Bus ausging, aber 40% im Fernverkehr der Bahn. Das war noch zu BLB-Monopolzeiten. Die durchschnittliche Auslastung beim Fernbus dürfte nun viel geringer sein. Ob bei einer 40%tigen (oder vielleicht sogar nur noch 30%) Auslastung die Bilanz noch günstiger ist, bezweifle ich.

ob nun 60% oder 40% Auslastung macht den großen Unterschied auch nicht aus,
die Auslastung der Fernbusse wird eh stark steigen in nächster Zeit.

In Einzelfällen sieht's eh sehr differenzierter aus.

Die Argumente zusammengefasst

Paladin, Hansestadt Rostock / Güstrow, Freitag, 23.01.2015, 20:43 (vor 4092 Tagen) @ Henrik

40% oder 60% macht keinen großen Unterschied? Hast du dabei auch an die wirtschaftliche Seite gedacht?

Die Argumente zusammengefasst

Henrik, Samstag, 24.01.2015, 00:26 (vor 4092 Tagen) @ Paladin

40% oder 60% macht keinen großen Unterschied?

Kontext war "in Sachen CO2-Bilanz umweltfreundlicher"
im Zweifel ist er dann eben etwas weniger umweltfreundlich als die Bahn,
aber eben immernoch deutlich umweltfreundlicher als MIV.

Hast du dabei auch an die wirtschaftliche Seite gedacht?

darauf war der Bezug des letzten Halbsatzes.

Mannheim-Nürnberg

TEE Rheingold, Samstag, 24.01.2015, 10:29 (vor 4092 Tagen) @ Henrik
bearbeitet von TEE Rheingold, Samstag, 24.01.2015, 10:34

Auch auf der Relation Mannheim-Nürnberg gibt es kein gescheites Angebot ohne Umwege, die der (Privat-)Kunde teuer bezahlt (oder auch nicht). Bei Dienstreisen zahlt mein Arbeitgeber und es ist mir relativ egal.
Eine spontane Anfrage ergibt 19 Euro für die Gummibahn (IC-Bus)2:50 Fahrzeit und 71 Euro mit dem ICE über Frankfurt. Dafür ist man sogar 3:27 unterwegs, inkl. 31 Minuten in FFM. (Ok 19 Euro Sparpreis, aber beim ICE wurde keiner angezeigt)
65 Euro Bus-Normalpreis sind auch viel zu viel für ca. 250 km!
Die A6 ist eine der Stau und Unfallautobahnen in Deutschland, die ist bei Verkehrsdurchsagen eigentlich immer mit dabei. Die Neckarregion und Nürnberg sind große Wirtschaftszentren. Warum schafft man da kein konkurrenzfähiges Angebot zur Straße?
Gäbe es die Mögichkeit über Heidelberg-Osterburken-Crailsheim oder über Heilbronn vernünftige Fahrzeiten zu erreichen? Kenne mich in der Gegend von der Schieneninfrastruktur nicht so gut aus.
Stuttgart-Nürnberg wird auch im 2-Stundentakt mit IC-Zügen bedient.
Zur unsäglichen CO2-Diskussion: Die Bahn fährt doch mit Ökostrom und 0 Gramm CO2 oder ist das ein Pseudo-Argument, um über (angeblich) höhere Energiekosten höhere Fahrpreise
zu verlangen?

Ökostom

Berlin-Express, nähe BPHD, Samstag, 24.01.2015, 10:38 (vor 4092 Tagen) @ TEE Rheingold

Soweit ich weiß fährt nur der Fernverkehr mit 100% Ökostrom und dass auch nur auf elktrifizierten Strecken (ist ja logisch). Dazu kommen dann halt Strecken wie Hamburg-Kopenhagen oder Lindau-München

Ökostom

TEE Rheingold, Samstag, 24.01.2015, 11:26 (vor 4092 Tagen) @ Berlin-Express

Meinst Du das im Ernst mit dem Ökostrom?
Ökostrom wird eingespeist und abgenommen. Egal ob der Kunde es will oder nicht.
Selbst wenn es keine Kunden für Ökostrom gibt, wird der Anbieter ihn los.
Und darum bin ich bereit, genau 0 Cent Aufpreis für Ökostrom zu bezahlen, da er gesetzlich vergütet wird.

Ökostom

Berlin-Express, nähe BPHD, Samstag, 24.01.2015, 12:05 (vor 4092 Tagen) @ TEE Rheingold

Es geht darum dass sich die DB Fernverkehr 100% Ökostrom kauft für ihre Züge die unter der Strippe fahren, aber z.b. die DB Regio kauft sich den Standart Energiemix natürlich gibt es für beide am Ende den gleichen Strom.

Ökostom

L.Willms, Samstag, 24.01.2015, 15:48 (vor 4092 Tagen) @ Berlin-Express

Soweit ich weiß fährt nur der Fernverkehr mit 100% Ökostrom und dass auch nur auf elktrifizierten Strecken (ist ja logisch). Dazu kommen dann halt Strecken wie Hamburg-Kopenhagen oder Lindau-München

Das geht bei der DB AG sitzplatzweise, daß der am Fenster mit Ökostrom gefahren wird, der am Gang mit Kohlestrom, und der auf dem Platz gegenüber mit Atomstrom.

Die DB AG hat es geschafft, die Elektronen fein abgezählt von dem jeweiligen Kraftwerken über gemeinsame Leitungen, aber fein säuberlich nach Stromarten getrennt, über den Kontakt zwischen Oberleitung und Stromabnehmer in den richtigen Proportionen, wie die Fahrkarten für diese Reise bezüglich der verschiedenen Stromarten gekauft worden sind. Wenn sich auch nur ein Elektron vom Kohlestrom zuviel an den Kontaktpunkt heranwagt, wird es vom Stromabnehmer brüsk zurückgewiesen.

Wer diese technischen Meisterleistung nicht glaubt, soll ein Seminar bei der GRÜNEn Partei, der Verbraucherzentrale oder der Bundesanstalt für Politische Verbildung besuchen.

Was soll jetzt der Scheiss?

Berlin-Express, nähe BPHD, Samstag, 24.01.2015, 16:11 (vor 4092 Tagen) @ L.Willms

- kein Text -

Der neue Troll vom Dienst.

Silver, Samstag, 24.01.2015, 16:45 (vor 4092 Tagen) @ Berlin-Express

- kein Text -

Wieso neu? Den gibt's doch schon ewig...

JeDi, überall und nirgendwo, Sonntag, 25.01.2015, 12:01 (vor 4091 Tagen) @ Silver

- kein Text -

--
Weg mit dem 4744!

Wieso neu? Den gibt's doch schon ewig...

L.Willms, Sonntag, 25.01.2015, 13:08 (vor 4091 Tagen) @ JeDi
bearbeitet von L.Willms, Sonntag, 25.01.2015, 13:09

Ewig lebt kein Mensch.

Aber schon immer haben sich verbohrte Fanatiker von der Erwähnung von Tatsachen aus der Fassung bringen lassen.

Wieso neu? Den gibt's doch schon ewig...

L.Willms, Sonntag, 25.01.2015, 18:58 (vor 4090 Tagen) @ L.Willms

Ewig lebt kein Mensch.

Aber schon immer haben sich verbohrte Fanatiker von der Erwähnung von Tatsachen aus der Fassung bringen lassen.

Oder sich -- wie im vorliegenden Fall -- darüber empört, daß jemand mit den Fingern auf den Kaiser mit seinen Neuen Kleidern zeigt, und den alleine durch den Fingerzeig entblößt.

Was soll jetzt der Scheiss?

L.Willms, Samstag, 24.01.2015, 18:58 (vor 4091 Tagen) @ Berlin-Express

Der Berlin-Express durcheinanderbringen.

Hat sich als voller Erfolg herausgestellt! Er ist gleich aus den Schienen gesprungen!

Leider gibt es keine Bahncard "Kohle- und Atomstrom"

TEE Rheingold, Samstag, 24.01.2015, 16:49 (vor 4092 Tagen) @ L.Willms

Im Moment ist windstill und es ist bedeckt. Wer glaubt im Moment elektrischen Bahnverkehr mit Ökostrom abzuwickeln, glaubt auch an den Weihnachtsmann.
Meine private PV-Anlage erzeugt auch mehr elektrische Energie als unser Haushalt benötigt, dennoch ist der Haushalt noch lange nicht komplett mit Ökostrom versorgt.
Als Kunde bin ich bereit genau 0 Cent Aufpreis für Verrechnungs- und Zertifikatemumpitz zu bezahlen.

Niemandsland rund um Crailsheim

naseweiß, Samstag, 24.01.2015, 11:25 (vor 4092 Tagen) @ TEE Rheingold

Gäbe es die Mögichkeit über Heidelberg-Osterburken-Crailsheim oder über Heilbronn vernünftige Fahrzeiten zu erreichen? Kenne mich in der Gegend von der Schieneninfrastruktur nicht so gut aus.

Osterburken-Crailsheim gibt es gar keine direkte Strecke. Über Osterburken wäre die Nordvariante über Würzburg, Crailsheim die Südvariante über Heilbronn (Kopf machen und Diesellücke).

Die Nordvariante hätte den Vorteil, dass man nicht Kopf machen und sie schon elektrifiziert ist und man für Würzburg-Nürnberg die vorhandenen ICE nutzen könnte. Direktverkehr bis Nürnberg ist aber definitiv auszuschließen, lediglich Mannheim-Würzburg könnte als verlängerte und zum RE beschleunigte RN-S1 was werden. Das steht aber in Konkurrenz zum RE Würzburg-Stuttgart, der auf den Stundentakt verdichtet werden soll. Das ginge meines Erachtens nur alternativ bzw. mit Umsteigen, da mehr als ein Stundentakt auf Osterburken-Würzburg ein Überangebot wäre. Aber selbst, wenn man als RE ca. 30 min schneller als heute die S-Bahn ist, benötigt man für Mannheim-Würzburg immer noch aufgerundet 2,5 Stunden, bis Nürnberg als rund 3,5 h.

Der einzig sinnvolle Weg ist Frankfurt-Mannheim und Hanau-Nanentenbach bzw. ggf. irgendwas auf Würzburg-Nürnberg auszubauen. Denn diese müssen sowieso ausgebaut werden. Dann benötigte man für Frankfurt-Mannheim nur noch 30 min und Frankfurt-Nürnberg ginge unter 2 h. Die Gesamtfahrzeit bei Kurzumstieg wäre dann 2,5 h. Und dazu lohnt sich auf beiden Strecke der 30-min-Takt. Folglich wäre ein verpasster Anschluss nicht schön, aber verschmerzbar.

Stuttgart-Nürnberg wird auch im 2-Stundentakt mit IC-Zügen bedient.

Sehr ähnlich ist das Problem auch mit der Nord-Süd-Richtung, nämlich Ulm-Würzburg. Es gibt die direkte Autobahn aber keine Zugverbinung und keinerlei geeignete Strecken. Die ganze Region rund um Crailsheim ist praktisch Niemandsland, gerade was überregionale Eisenbahnverbindungen abgesehen von Stuttgart-Nürnberg betrifft. Ulm-Würzburg geht auf keine Weise schnell, Ulm-Fulda kann man über Stuttgart-Mannheim-Frankfurt fahren, Ulm-Nürnberg über Augsburg oder Donauwörth oder Ingolstadt oder gar München.

Gruß, naseweiß

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Niemandsland rund um Crailsheim

Christian_S, Samstag, 24.01.2015, 11:30 (vor 4092 Tagen) @ naseweiß


Die Nordvariante hätte den Vorteil, dass man nicht Kopf machen und sie schon elektrifiziert ist und man für Würzburg-Nürnberg die vorhandenen ICE nutzen könnte.

Falsch, in Würzburg wäre Kopf machen erforderlich.

Die ganze Region rund um Crailsheim ist praktisch Niemandsland, gerade was überregionale Eisenbahnverbindungen abgesehen von Stuttgart-Nürnberg betrifft. Ulm-Würzburg geht auf keine Weise schnell, Ulm-Fulda kann man über Stuttgart-Mannheim-Frankfurt fahren, Ulm-Nürnberg über Augsburg oder Donauwörth oder Ingolstadt oder gar München.

Es ist schon richtig, das vor allem westlich von Ansbach bis quasi Öhringen eher dünn besiedeltes Gebiet ist, aber die Stadt und das Umland Schwäbisch Hall haben schon einiges an Potential. Das merkt man in dieser Relation nur deshalb nicht, weil eben das Bahnangebot dort eher dünn ist. Die meisten Schwäbsch Haller, die die Bahn nutzen, tun dies vor allem Richtung Stuttgart.

Mannheim-Nürnberg

Christian_S, Samstag, 24.01.2015, 11:26 (vor 4092 Tagen) @ TEE Rheingold

Die A6 ist eine der Stau und Unfallautobahnen in Deutschland, die ist bei Verkehrsdurchsagen eigentlich immer mit dabei. Die Neckarregion und Nürnberg sind große Wirtschaftszentren. Warum schafft man da kein konkurrenzfähiges Angebot zur Straße?

Gute Frage. Auf der A6 kommt man in der Tat auf keine allzu hohe Durchschnittsgeschwindigkeit, selbst nachts oftmals nicht. Das liegt am z.T. nur 2-spurigen Zustand (pro Richtung) und natürlich dem sehr hohen LKW-Verkehr, wodurch man als PKW-Fahrer auch oft mit 90 km/h zwischen den LKW-Rennen hängen bleibt.
Der westliche Abschnitt Heilbronn-Mannheim ist sowieso immer staugefährlich.

Eigentlich eine ideale Strecke, wo der Schienenverkehr punkten könnte, aber ...

Gäbe es die Mögichkeit über Heidelberg-Osterburken-Crailsheim oder über Heilbronn vernünftige Fahrzeiten zu erreichen? Kenne mich in der Gegend von der Schieneninfrastruktur nicht so gut aus.
Stuttgart-Nürnberg wird auch im 2-Stundentakt mit IC-Zügen bedient.

Das Problem ist in der Tat die Schienen-Infrastruktur. Der östliche Abschnitt von Nürnberg bis Hessental ist noch relativ gut nutzbar, mit Ausnahme der Bahnhöfe Ansbach und Crailsheim (je 80 km/h) sind hier relativ ordentliche Geschwindigkeiten zwischen 130 und 160 km/h möglich. Ab Hessental gehts aber zunächst sehr kurvig und mit entsprechend niedrigerer Geschwindigkeit um Schwäbisch Hall drum herum, danach sind wieder teils bis zu 140 km/h möglich, hinter Öhringen ists bedingt durch die Stadtbahn dann aber wieder etwas langsamer. In Heilbronn müsste eh Kopf gemacht werden. Westlich davon kenne ich mich nicht aus, sollte anhand der Reisezeit zu beurteilen aber auch nicht allzu schnell gehen.

Ergo: Da müsste erstmal einiges getan werden, um eine schnelle Bahnverbindung überhaupt zu ermöglichen.

Mannheim-Nürnberg

TEE Rheingold, Samstag, 24.01.2015, 11:35 (vor 4092 Tagen) @ Christian_S

Realistisch betrachtet hat sich die DB auf der Relation schon von der Kernkompetenz verabschiedet und setzt auf den Bus...Selbst langfristig wird es hier keinen direkten FV mehr geben, solange es keine politischen Entscheidungen gibt. Gerade auf solchen Verbindungen ist der Fernbus locker konkurrenzfähig, da günstiger und auch zeitlich mangels direkter Strecken und Angebote.

Vorschlag NBS/ABS Mannheim-Stuttgart - Nürnberg

Holger2, Samstag, 24.01.2015, 16:13 (vor 4092 Tagen) @ TEE Rheingold

Hallo,

mein Vorschlag wäre eine ABS Nürnberg - Aalen - Schorndorf (Nürnberg - Ansbach und Aalen - Schorndorf dreigleisig) mit Höchstgeschwindigkeit von 200km/h. Ferner eine Neubaustrecke von Schorndorf nach Stuttgart-Untertürkheim mit langem Tunnel und Einbindung in das Projekt Stuttgart 21. Mit dieser kurzen Neubaustrecke kann auch eine attraktive Fahrzeit sowohl nach Mannheim erreicht werden, als auch nach Karlsruhe, Zürich und Stuttgart.
Eine solche ABS/NBS hat auch den Vorteil, dass Fahrgäste von Stuttgart nach Leipzig / Dresden und Berlin nicht mehr über Frankfurt fahren müssen. Durch Bündelung all dieser Verkehrsströme ließe sich auch wieder ein Stundentakt (oder mehr) auf der Strecke Stuttgart - Nürnberg rechtfertigen.

Holger

Rückzug aus Bremen?

JumpUp, Donnerstag, 22.01.2015, 22:54 (vor 4093 Tagen) @ ICE-T-Fan

Die IC sollten aus Bremen nicht so schnell loszuwerden sein!

Es gibt zwei reguläre Linien:

Hamburg - Köln: Eine der wichtigsten Linien überhaupt
Hannover - Emden: Wird mit Regionalisierungsmitteln bestellt.

Also da lässt sich nichts streichen!

vermeintlicher ICE-Rückzug aus Bremen

Henrik, Donnerstag, 22.01.2015, 23:09 (vor 4093 Tagen) @ JumpUp

Die IC sollten aus Bremen nicht so schnell loszuwerden sein!

Es gibt zwei reguläre Linien:

Hamburg - Köln: Eine der wichtigsten Linien überhaupt
Hannover - Emden: Wird mit Regionalisierungsmitteln bestellt.

Also da lässt sich nichts streichen!

Es war auch nicht vom IC die Rede (auch nicht von der DB!),
sondern vom ICE-Hauptnetz - da passt Bremen nicht gerade rein.
obiges sind keine ICE-Linien.

vermeintlicher ICE-Rückzug aus Bremen

ICE-T-Fan, Donnerstag, 22.01.2015, 23:41 (vor 4093 Tagen) @ Henrik
bearbeitet von ICE-T-Fan, Donnerstag, 22.01.2015, 23:44

Soweit ich das verstanden habe, will die DB den Intercity im Kernnetz loswerden und dort eine einheitliche Zuggattung ICE fahren. Also insbesondere der Mischverkehr von IC und ICE scheint den Managern ein Dorn im Auge. (Unterschiedliche Qualität der Fahrzeuge, unterschiedliche Fahrzeiten, unterschiedliche Außenwirkung.) In der Fläche wird der Intercity bleiben, soll aber ausgedünnt werden auf Relationen wo man mit billigem Zugmaterial (Anm. Doppelstock) einen Gewinn erwirtschaften kann, was ja auch in Saarbrücken, Bremen oder Dresden möglich ist. Dafür soll der ICE aus den "Randzonen" verschwinden, da er dort nix bringt.

Hamburg-Bremen-Münster ist für mich Kernnetz und da wird wohl aus IC dann ICE werden.

vermeintlicher ICE-Rückzug aus Bremen

Henrik, Donnerstag, 22.01.2015, 23:56 (vor 4093 Tagen) @ ICE-T-Fan

Soweit ich das verstanden habe, will die DB den Intercity im Kernnetz loswerden und dort eine einheitliche Zuggattung ICE fahren. ... (Unterschiedliche Qualität der Fahrzeuge, unterschiedliche Fahrzeiten, unterschiedliche Außenwirkung.) In der Fläche wird der Intercity bleiben, soll aber ausgedünnt werden auf Relationen wo man mit billigem Zugmaterial (Anm. Doppelstock) einen Gewinn erwirtschaften kann, was ja auch in Saarbrücken, Bremen oder Dresden möglich ist. Dafür soll der ICE aus den "Randzonen" verschwinden, da er dort nix bringt.

das magst Du so verstanden haben, ..aber so aus den letzten Wochen & Monaten,
begründet aus reinen Spekulationen & Vermutungen,
offizielles von Seiten der DB gibt es dazu nicht (abgesehen vom Doppelstock-IC zum Erhalt des Randnetzes),
Thema der heutigen Reportage auf ARD war das alles gar nicht.

Also insbesondere der Mischverkehr von IC und ICE scheint den Managern ein Dorn im Auge.

hört sich sehr nach Selbstzweck an.. :D
dementsprechend ist dem natürlich nicht so.
Hätten die IC eine ähnlich gute Wirtschaftlichkeit wie die ICE, dann wären diese dem Bahnvorstand natürlich kein Dorn im Auge. -.-

vermeintlicher ICE-Rückzug aus Bremen

ICE-T-Fan, Freitag, 23.01.2015, 12:48 (vor 4093 Tagen) @ Henrik

Es wird aber mit hoher Wahrscheinlichkeit genauso kommen.

IC wird zum Randzonenprodukt für Leute die mehr auf günstige Preise als auf hohem Komfort stehen.
Der ICE als Premiumprodukt bedient das Kernnetz, da dort weniger preissensible Leute unterwegs sind und die Masse der Reisenden einen gewissen Mindestkomfort erwarten und auch im Zug arbeiten wollen, Stichwort WLAN, Steckdosen, usw.

vermeintlicher ICE-Rückzug aus Bremen

TRAXXP160DE, HBIK, Freitag, 23.01.2015, 14:45 (vor 4093 Tagen) @ ICE-T-Fan

Welche Vorteile bringt ein ICE?

Darf der ICE z.B. BR 403 überhaupt von der Bremshundersteln 160 ohne LZB Ruhrgebiet - Hamburg fahren?

Gruss

Heiko

vermeintlicher ICE-Rückzug aus Bremen

Reservierungszettel, KDU, Freitag, 23.01.2015, 15:09 (vor 4093 Tagen) @ TRAXXP160DE

Ich meine mich zu erinnern das er zumindest mit ausgeschalteter Wirbelstrombremse fährt...

vermeintlicher ICE-Rückzug aus Bremen

ICE-T-Fan, Freitag, 23.01.2015, 16:04 (vor 4093 Tagen) @ Reservierungszettel

140-150 km/h ohne LZB auf der Rollbahn
120-140 km/h zwischen Fulda und Erfurt

vermeintlicher ICE-Rückzug aus Bremen

L.Willms, Freitag, 23.01.2015, 16:25 (vor 4093 Tagen) @ TRAXXP160DE

Darf der ICE z.B. BR 403 überhaupt von der Bremshundersteln 160 ohne LZB Ruhrgebiet - Hamburg fahren?

Ohne LZB? Zwischen Hamburg und Bremen, Bremen und Osnabrück und Osnabrück und Münster liegt weitgehend LZB für 200 km/h, und der letzte höhengleiche Bahnübergang (bei Diepholz?) wurde in den vergangenen Jahren beseitigt.

vermeintlicher ICE-Rückzug aus Bremen

TheFons, Freitag, 23.01.2015, 19:27 (vor 4092 Tagen) @ TRAXXP160DE

Welche Vorteile bringt ein ICE?

Darf der ICE z.B. BR 403 überhaupt von der Bremshundersteln 160 ohne LZB Ruhrgebiet - Hamburg fahren?

Gruss

Heiko

Es geht hier nicht um den ICE3, sondern man will auf der Rollbahn wohl später ICX einsetzen und als ICE fahren lassen.

Wie es sich mit dem ICE3 und der Wirbelstrombremse verhält, da steige ich nicht mehr durch. In jedem Fall fuhr der ICE 514 / 515 früher langsamer als normale IC-Züge.

Viele Grüße

ICE-3 ohne Wirbelstrombremse, langsamer?

L.Willms, Freitag, 23.01.2015, 21:07 (vor 4092 Tagen) @ TheFons
bearbeitet von L.Willms, Freitag, 23.01.2015, 21:08

Wie es sich mit dem ICE3 und der Wirbelstrombremse verhält, da steige ich nicht mehr durch. In jedem Fall fuhr der ICE 514 / 515 früher langsamer als normale IC-Züge.

Verstehe ich das richtig, daß hier die Meinung besprochen wird, daß der ICE-3 ohne Wirbelstrombremse langsamer fahren müsse?

Nu, auf den französischen Netze dürfen die die Wirbelstrombremse auch nicht einsetzen, und da fahren die bis zu 320 km/h schnell (Schnitt von 300 km/h von Baudrecourt bis zum Ende der LGV vor Paris).

ICE-3 ohne Wirbelstrombremse, langsamer?

ICE-T-Fan, Freitag, 23.01.2015, 22:30 (vor 4092 Tagen) @ L.Willms

Wenn beim ICE3 die Wirbelstrombremse gesperrt ist, was auf einigen Strecken / Streckenteilen Vorschrift ist, darf er signalgeführt nicht so schnell fahren wie andere Züge, da die Generatorbremse alleine zusammen mit der Scheibenbremse nicht genügend Bremshundertstel bringt um den Zug bei einem Vorsignalabstand von 1000-1500 Meter bei 160 km/h rechtzeitig zum Stehen zu bringen. Je nach Steigungsverhältnisse oder Vorsignalabstand kann er maximal 150 km/h fahren, meistens jedoch irgendwo zwischen 130 und 140 km/h. Auf meiner Stammstrecke gibt es sogar Teilabschnitte wo er nur 120 km/h fahren darf, weil dort ein entsprechendes Gefälle vorhanden ist.

vermeintlicher ICE-Rückzug aus Bremen

TRAXXP160DE, HBIK, Freitag, 23.01.2015, 12:46 (vor 4093 Tagen) @ ICE-T-Fan

Soweit ich das verstanden habe, will die DB den Intercity im Kernnetz loswerden und dort eine einheitliche Zuggattung ICE fahren. Also insbesondere der Mischverkehr von IC und ICE scheint den Managern ein Dorn im Auge. (Unterschiedliche Qualität der Fahrzeuge, unterschiedliche Fahrzeiten, unterschiedliche Außenwirkung.) In der Fläche wird der Intercity bleiben, soll aber ausgedünnt werden auf Relationen wo man mit billigem Zugmaterial (Anm. Doppelstock) einen Gewinn erwirtschaften kann, was ja auch in Saarbrücken, Bremen oder Dresden möglich ist. Dafür soll der ICE aus den "Randzonen" verschwinden, da er dort nix bringt.

Hamburg-Bremen-Münster ist für mich Kernnetz und da wird wohl aus IC dann ICE werden.

Bremen ist zwar die einwohnermäßig zehntgrösste Stadt Deutschlands, aber bahntechnisch liegt der Hbf ungünstig. Ein neuer Bahnhof Bremen 3000 als Turmbahnhof Güterstrecke Wehye - Sagehorn und Hannover - Bremen wäre die Ideallösung.

gruss

Heiko

Für "Bremen 3000" melde ich Urheberrechte an!!!!

Blaschke, Freitag, 23.01.2015, 19:58 (vor 4092 Tagen) @ TRAXXP160DE

Hallo!

Bremen ist zwar die einwohnermäßig zehntgrösste Stadt Deutschlands, aber bahntechnisch liegt der Hbf ungünstig. Ein neuer Bahnhof Bremen 3000 als Turmbahnhof Güterstrecke Wehye - Sagehorn und Hannover - Bremen wäre die Ideallösung.


Zum Thema "Turmbahnhof Bremen" melde ich schon mal Urheberrechte an!

Siehe u.a.
http://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?3,5226977,5227241#msg-5227241 :


Die Anbindung Bremens sollte man auch ändern. Ich wäre für eine NBS, die von Diepholz direkt auf Delmenhorst zuläuft, dann aber unterirdisch im 90 Grad-Winkel zum jetzigen Hauptbahnhof diesen unterquert (mit Verkehrshalt natürlich). Von dort geht es auf neuen Gleisen Richtung Buxtehude, nördlich davon über (oder unter) die Elbe und dann über die Verbindungsbahn quasi von hinten in den Hamburger Hauptbahnhof. Ohne Fahrtrichtungwechsel kann's dann gleich zurück nach Süden gehen. Diese Betriebsmöglichkeit kommt dann auch dem HKX zugute - also eine diskriminierungsfreie NBS.

Schöne Grüße von

jörg

Für "Bremen 3000" melde ich Urheberrechte an!!!!

TRAXXP160DE, HBIK, Freitag, 23.01.2015, 22:05 (vor 4092 Tagen) @ Blaschke

Nennen wir es Bremen 2200. Passt irgendwie besser zur DB Streckennummer. Grins.

greetings

Heiko

P.S.: Soviel teuer neu bauen will ich ja gar nicht wie Du Jörg.

Rückzug aus Bremen?

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Donnerstag, 22.01.2015, 23:46 (vor 4093 Tagen) @ JumpUp

Vielleicht meinte das DB-Papier die ICE Bremen - Hannover - München?

Gruß
Olaf

ICE-Rückzug aus Bremen?

ICE 785, Samstag, 24.01.2015, 09:52 (vor 4092 Tagen) @ JumpUp

Bei den guten Auslastungszahlen wäre die Bahn nicht gut beraten die ICE ab Bremen zu streichen.

Ohne es zu wissen... das wird nicht kommen!

Eher sehe ich einen Zwei-Stunden-Takt Frankfurt-Leipzig-Dresden

Die Argumente zusammengefasst

ALR997, Donnerstag, 22.01.2015, 23:16 (vor 4093 Tagen) @ ICE-T-Fan

Danke für die Zusammenfassung

Zusammenfassung der Argumente aus der Sendung:

Bahn zahlt "Maut" = Trassengebühren + Stationsgebühren + "Parkplatzgebühren" + Entsorgung der Toiletten

Bus zahl das alles nicht oder es wird illegal umgegangen

Fahrer arbeiten länger und überschreiten gesetzliche Lenkzeiten

Dass das bei der Bahn wohl weniger im so großen Stil läuft, wie bei den Bussen, dürfte allemal der strengeren Kontrolle geschuldet sein. Und auch ansonsten, dürfte man mit der Bahn ein deutlich sichereres Verkehrsmittel zur Hand haben.

Die DB sieht aufgrund des Wettbewerbs den Intercity als unwirtschaftlich und es droht mittelfristig Abkopplung von der Fläche, namentlich Kiel, Bremen, Rostock, Saarbrücken und Dresden. Der ICE soll als möglicherweise alleiniges Fernverkehrsprodukt auf dem Kernnetz prioritisiert werden.

Wobei man hier vielleicht ein ähnliches Konzept umsetzen könnte, wie die DB es in der Schweiz tut (wurde die Tage diskutiert): die endenden Fernverkehrszüge auf andere Linien durchbinden. In dem Fall würde das bedeuten, dass zum Beispiel einzelne ICE/IC jeweils ab Berlin auf den RE3 oder den RE5 an die Ostsee durchgebunden werden könnten. So würden einige Fernverbindungen zwar ggf. bedeutend langsamer werden, aber umgekehrt kann die Auslastung in Fernverkehrszügen auf schwachen Abschnitten durch die Mitbenutzung im Nahverkehr steigen.

Gerade bei den Linien nach Kiel und Flensburg würde es sich zum Beispiel durchaus anbieten, da die Unterwegshalte gegenüber dem Fernverkehr durchaus ähnlich sind.

Wenn ich mich nicht sehr irre, dürfte das genau das sein, was aktuell zwischen Erfurt und Gera geplant ist, oder?

Eine Bus-Maut ist politisch nicht durchsetzbar also soll die DB seitens der Bundesländer verpflichtet werden auch unwirtschaftliche Strecken weiterhin mit Fernverkehr zu bedienen.

Aber eine generelle Maut auf Autobahnen kommt. Kann man nicht Fernbusse daran beteiligen? (Den Stadt- und Regionalbusverkehr sollte man ja trotzdem davon ausnehmen)

Im Grund bestraft man damit die DB. Wenn man konsequent ist, müsste man die Streichungen akzeptieren. Man kann die DB als eigenwirtschaftliches Unternehmen nicht dazu verpflichten unwirtschaftlich zu fahren. Das läuft wohl wieder auf neue teure Subventionen hinaus.

Aber es ist immer so leicht, auf die Bahn zu schimpfen. Da kann man als Politiker vor die Kameras treten und sich aufregen, wie schlecht die Bahn doch sei, und dass da gehandelt werden muss - und hinterrücks kann man dann auch gleich das Messer nachschieben.

Vielleicht wären gewisse Vorgaben, was auf bestimmten Strecken mindestens gefahren werden muss, sinnvoll. Aber bei dem aktuellen System, sehe ich keine wirklich sinnvollen Lösungsansätze.

Der Bus ist derzeit in Sachen CO2-Bilanz umweltfreundlicher als die Bahn, aber der Elektrobetrieb hat das größere Einsparpotential und mittelfristig soll die Bahn das umweltfreundlichere Verkehrsmittel werden.

Im Schienenverkehr dürfte die Elektrifizierung weiter voran schreiten. Und da, davon auszugehen ist, dass die Kraftstoffpreise irgendwann wieder steigen werden, hat dann die Bahn, sofern der Strompreis nicht in dem Maß steigt, wie aktuell, wieder den Vorteil bei sich und kann ein bisschen bei den Ticketpreisen tricksen.

Durch Rückzug aus der Fläche wird die vorhandene Infrastruktur schlechter ausgelastet und somit fallen weniger Einnahmen für die Instandhaltung und den Ausbau an. Damit wird das Schienennetz langfristig teurer für den Steuerzahler.

Die Argumente zusammengefasst

ICE-T-Fan, Donnerstag, 22.01.2015, 23:38 (vor 4093 Tagen) @ ALR997

Wobei man hier vielleicht ein ähnliches Konzept umsetzen könnte, wie die DB es in der Schweiz tut (wurde die Tage diskutiert): die endenden Fernverkehrszüge auf andere Linien durchbinden. In dem Fall würde das bedeuten, dass zum Beispiel einzelne ICE/IC jeweils ab Berlin auf den RE3 oder den RE5 an die Ostsee durchgebunden werden könnten. So würden einige Fernverbindungen zwar ggf. bedeutend langsamer werden, aber umgekehrt kann die Auslastung in Fernverkehrszügen auf schwachen Abschnitten durch die Mitbenutzung im Nahverkehr steigen.

Gerade bei den Linien nach Kiel und Flensburg würde es sich zum Beispiel durchaus anbieten, da die Unterwegshalte gegenüber dem Fernverkehr durchaus ähnlich sind.

Wenn ich mich nicht sehr irre, dürfte das genau das sein, was aktuell zwischen Erfurt und Gera geplant ist, oder?

Ja, so in der Art. Von Erfurt bis Gera ersetzen die drei IC-Zugpaare dann Taktzüge der RE-Linien 1 (Göttingen-Glauchau) oder 3 (Erfurt-Altenburg).

Die Argumente zusammengefasst

naseweiß, Freitag, 23.01.2015, 00:09 (vor 4093 Tagen) @ ALR997

Wobei man hier vielleicht ein ähnliches Konzept umsetzen könnte, wie die DB es in der Schweiz tut (wurde die Tage diskutiert): die endenden Fernverkehrszüge auf andere Linien durchbinden.(...)

Gerade bei den Linien nach Kiel und Flensburg würde es sich zum Beispiel durchaus anbieten, da die Unterwegshalte gegenüber dem Fernverkehr durchaus ähnlich sind.

In einem integrativen Netz (meine damit kein künstlicher Unterschied zwischen Regional- und Fernverkehr) könnte man das machen. Insbesondere Hamburg wäre ein gutes Beispiel, da die Fernverkehrszüge dort sowieso schon teilweise auf die RE-Außenstrecken durchgebunden werden, wenn auch zusätzlich. Das hätte ich Hamburg Hbf auch den Vorteil, dass man nicht zwei endende, sondern einen durchgehenden hat.

Allerdings scheitert das (also im RE-Takt mit RE-Halten) vielerorts schon mal an den Bahnsteiglängen, die nicht für die richtigen FV-Züge ausreichen.

Es gibt viele andere Beispiele von einigermaßen interessanten Randstrecken. Hier hat man sich zuletzt aber gegen die FV-RV-Integration und für reinen RV entschieden:
- Schwarzwaldbahn Karlsruhe-Konstanz
- Moselstrecke Koblenz-Luxembourg
- Pfälzische Ludwigsbahn Mannheim-Saarbrücken

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[image]

Die Argumente zusammengefasst

ALR997, Freitag, 23.01.2015, 08:20 (vor 4093 Tagen) @ naseweiß

Dass man sich dagegen entschieden hat, hatte allerdings insbesondere den Grund, dass sich die Politik von der Bahn erpresst gefühlt hat.

Vielleicht ist das aber langfristig die einzige sinnvolle Variante, Fenverkehr auf dem Ergänzungsnetz zu erhalten. (Vielleicht auch nicht, ich will meinen Vorschlag nicht als beste Lösung darstellen, und die Auswahl an Vorschlägen ist gross genug).

Die Argumente zusammengefasst

L.Willms, Freitag, 23.01.2015, 16:28 (vor 4093 Tagen) @ naseweiß

Es gibt viele andere Beispiele von einigermaßen interessanten Randstrecken. Hier hat man sich zuletzt aber gegen die FV-RV-Integration und für reinen RV entschieden:
- Schwarzwaldbahn Karlsruhe-Konstanz
- Moselstrecke Koblenz-Luxembourg
- Pfälzische Ludwigsbahn Mannheim-Saarbrücken

Das letzte Beispiel stimmt so nicht. Die DB AG will ab 2016 (Inbetriebnahme der Phase 2 der LGV Est Européenne von Baudrecourt nach Vendenheim) noch 4 ICE Frankfurt - Paris über Saarbrücken führen, und zweie über Straßburg. So die derzeitige Beschlußlage.

Der Kontraste-Beitrag zum Nachlesen

Henrik, Freitag, 23.01.2015, 01:19 (vor 4093 Tagen) @ ICE-T-Fan

Zusammenfassung der Argumente aus der Sendung:

wozu..?
man kann ihn komplett nachlesen.

http://www.rbb-online.de/kontraste/archiv/kontraste-vom-22-01-2015/fernbusse.html

soviel ists ja nun nicht.

Bahn zahlt "Maut" = Trassengebühren + Stationsgebühren + "Parkplatzgebühren" + Entsorgung der Toiletten

Bus zahl das alles nicht oder es wird illegal umgegangen

Fahrer arbeiten länger und überschreiten gesetzliche Lenkzeiten

Die DB sieht aufgrund des Wettbewerbs den Intercity als unwirtschaftlich und es droht mittelfristig Abkopplung von der Fläche, namentlich Kiel, Bremen, Rostock, Saarbrücken und Dresden. Der ICE soll als möglicherweise alleiniges Fernverkehrsprodukt auf dem Kernnetz prioritisiert werden.

Die Wirtschaftlichkeit des IC ist grundsätzlich niedrig, nicht erst seit der Fernbusliberalisierung.
Die DB sieht ihn also nicht wegen des Wettbewerbs als wirtschaftlich kritisch an.
Bei den genannten Städten geht es nicht um den IC, sondern den ICE-Verkehr, das ICE-Netz,
zudem erfolgten die Aussagen diesbezüglich nicht von der DB, sondern von Herrn Kirchner, Vorsitzender der EVG, er befürchtet ein solches Szenario.
von einem ICE als alleiniges FV-Produkt war in der Reportage auch nicht die Rede.

Eine Bus-Maut ist politisch nicht durchsetzbar

wurde so nicht gesagt, wäre auch gewiss haltlos, eine solche Einschätzung.
Eine extra gesonderte Bus-Maut, eine zusätzliche Belastung des frischen Fernbusmarktes ist jetzt nicht geplant - das war alles zu dem Thema
und die Aussage, der O-Ton ist bereits monate alt, jedoch mit wenigstens schönen Außenaufnahmen vorm Hotel nebenbei. ;)

also soll die DB seitens der Bundesländer verpflichtet werden auch unwirtschaftliche Strecken weiterhin mit Fernverkehr zu bedienen.

seitens des Bundes, nicht Bundesländer,
die Bundesländer wollen jedoch darauf hinstreben.
aus dem GG wurde ja bereits zitiert.
"verpflichtet" passt nicht so recht.

Wenn man konsequent ist, müsste man die Streichungen akzeptieren.

genau. das wäre nur zu konsequent & plausibel.

Im Grund bestraft man damit die DB. Man kann die DB als eigenwirtschaftliches Unternehmen nicht dazu verpflichten unwirtschaftlich zu fahren. Das läuft wohl wieder auf neue teure Subventionen hinaus.

es war damit nie was anderes gemeint als direkt subventionierter FV,
entsprechende Stellungnahmen dazu gibt es ja auch einige von Seiten der Bundesregierungen.

Der Bus ist derzeit in Sachen CO2-Bilanz umweltfreundlicher als die Bahn, aber der Elektrobetrieb hat das größere Einsparpotential und mittelfristig soll die Bahn das umweltfreundlichere Verkehrsmittel werden.
Durch Rückzug aus der Fläche wird die vorhandene Infrastruktur schlechter ausgelastet und somit fallen weniger Einnahmen für die Instandhaltung und den Ausbau an. Damit wird das Schienennetz langfristig teurer für den Steuerzahler.

..so Frau Dziekan vom UBA.
aus ihrem Hause kamen auch schon genau entgegenteilige Aussagen.

Der Kontraste-Beitrag zum Nachlesen

ICE-T-Fan, Freitag, 23.01.2015, 12:51 (vor 4093 Tagen) @ Henrik

Zusammenfassung der Argumente aus der Sendung:


wozu..?

Damit du was zu meckern hast :P

Die Argumente zusammengefasst

L.Willms, Freitag, 23.01.2015, 16:17 (vor 4093 Tagen) @ ICE-T-Fan

Zusammenfassung der Argumente aus der Sendung:

Ganz kurz konnte man dabei einen Blick auf einen Teil einer Vortragsfolie erhaschen, darin das Zauberwort "Preiswahrnehmung". Das geistert bei der DB AG seit Jahren herum - nicht die Preise sollen geändert werden, sondern die Wahrnehmung der Preise -- die sollen zwar so hoch wie möglich sein, aber als so niedrig wie möglich wahrgenommen werden.

Dann hat die TV-Redaktion eine Karte mit Verlusten an Fahrgastzahlen für einzelne Strecken gezeigt, mit (ich muß aus dem löchrigen Gedächtnis zitieren) etwa 850 Pax/Tag zwischen Berlin und Hannover (nicht klar, ob das für eine Richtung oder für beide Richtungen zusammen gilt).

Diese Zahl wurde aber nicht in eine Verhältnis zu den tatsächlichen Passagierzahlen oder gar der Platzkapazität gesetzt. Die Fahrgastzahlen sind mir nicht bekannt, aber die Anzahl der Züge pro Werktag kann man den Fahrplänen entnehmen, und deren Sitzplatzkapazität ist auch ermittelbar.

Ein ICE-2 hat laut Wikipedia-Artikel 368 Sitzplätze (vor Redesign) bzw. 381 (nach Redesign), und die fahren von Berlin nach Westen i.d.R. im Doppelpack. Da mir die Verteilung zwischen alten und neu gestalteten Zügen nicht bekannt ist, nehme ich einfach mal 375 Plätze je Einheit an, was dann 750 Plätze pro Zug ergibt.

Von den 25 ICE und IC, die die DB AG werktäglich von Berlin nach Hannover fährt (laut Offline-Hafas für heute, ohne diejenigen, die vorher schon nach Braunschweig, Hildesheim, Göttingen abbiegen) sind 8 IC und die restlichen 17 ICE. 17 mal 750 sind 12750 Plätze pro Tag und Richtung, plus (unter der Annahme von 400 Plätzen je IC) 3200 Plätze in ICs, zusammen 15'950 Plätze. Davon sind die 850 an die Busse gegangenen Paxe 5,3%.

Jetzt müßte man nur noch die tatsächliche Belegung der Züge wissen, um den prozentualen Verlust an Fahrgästen schätzen zu können.


Abschließend noch ein Wort zu den Illusionen, daß die DB AG, wenn sie Busse auf Relationen einsetzen will, auf denen die Züge nicht besonders profitabel fahren, dann auch noch die Anzahl der gefahrenen Züge vermehrt, anstatt sie einzustellen. Die DB AG ist aber gemäß Bahnreform als privatwirtschaftlich organisiertes Unternehmen, das eigentlich auch noch an private Hände verscherbelt werden soll, auf Profitmaximierung ausgerichtet, nicht auf optimale Dienstleistung im Interesse der ganzen Gesellschaft.

Zwischenprodukt für B-L

sfn17, Freitag, 23.01.2015, 11:38 (vor 4093 Tagen) @ TheFons
bearbeitet von sfn17, Freitag, 23.01.2015, 11:39

Berlin-Leipzig 953 Reisende

Ich vermute, dass das die nicht ganz so armen Junggebliebenen (25-35 Jahren) sind, die vorher mit dem Zug gefahren sind und jetzt im Fernbus sitzen, um Berlin (oder Leipzig) zu genießen. Würde von der Zahl hinkommen, in jedem ICE-Wagen sind das immer so 3-5 Leute. MMn aber dürften die meisten Fernbusreisenden auf dieser Relation ehemalige Mfgler sind.

Zwischen Berlin und Leipzig (ich traute meinen Augen kaum) scheint es derzeit zwischen dem teuren ICE und dem umständlichen Nahverkehr (Fahrzeit 2:40 mit Umsteigen) keine geeignetes günstiges Zwischenprodukt zu geben.

Bis Mai 2006 gabs IR/IC und ICE abwechselnd. Der Gesamtfahrplan (zusammen mit NV) war aber zuletzt grauenvoll: Es bestand in beide Richtungen ein faktischer 2-Stunden-Takt bei der Ankunft,
und es war unmöglich, von Leipzig aus vor 9 Uhr in Berlin anzukommen außer mit NV-Abfahrt 04:43 (oder so) oder mit diesem EN aus Zagreb(?) mit undurchsichtigem Tarifgefüge.

Die Anbindung war echt gruslig und geradezu wirtschaftsgefährdend. Keine zwei Jahre nach der Eröffnung des Lehrter Bahnhofs ist L-B nun eine Fernpendelstrecke geworden. Soviel zum Einfluss der Deutschen Bahn auf ganze Regionen...

Auf Frankfurt-Stuttgart könnte man an einen günstigen Zug Frankfurt-Heilbronn-Stuttgart denken.

Gabs mal nicht einen Langläufer Frankfurt-Stuttgart via Odenwald? Oder täusche ich mich zu sehr?

Zwischenprodukt für B-L

brandenburger, Perleberg, Freitag, 23.01.2015, 12:22 (vor 4093 Tagen) @ sfn17

Gabs mal nicht einen Langläufer Frankfurt-Stuttgart via Odenwald? Oder täusche ich mich zu sehr?

Ja, das wurde ja schon oben erwähnt. Der war aber eher was für Genießer.

Frankfurt-Odenwald-Heilbronn-Stuttgart

naseweiß, Freitag, 23.01.2015, 12:28 (vor 4093 Tagen) @ sfn17

Auf Frankfurt-Stuttgart könnte man an einen günstigen Zug Frankfurt-Heilbronn-Stuttgart denken.

Gabs mal nicht einen Langläufer Frankfurt-Stuttgart via Odenwald? Oder täusche ich mich zu sehr?

Da gab es zuletzt (Beispiel 2001/2002) sogar einen Takt:

Frankfurt 08:15 - Wiebelsb-Heub 09:15 - Eberbach 10:15 - Heilbronn 11:00 - Stuttgart 11:45
- ebenso Frankfurt ab 12:15 und 16:12, zusätzlich 18:15 nur bis Eberbach
- ergibt 4-4-2-h-Takt
- Fahrzeit rund 3,5 Stunden

Stuttgart 09:15 - Heilbronn 10:00 - Eberbach 10:55 - Wiebelsb-Heubach 12:00 - Frankfurt 12:55/13:05
- ebenso Frankfurt an 14:55/15:05 und 21:05, zusätzlich 10:25 nur von Ebersbach
- ergibt lustigen 2,5-2-6-h-Takt (außerdem 30er-Symmetrie zu Gegenrichtung!!!)
- Fahrzeit etwas über 3,5 Stunden

Im Abschnitt Eberbach-Heilbronn-Stuttgart müssten die Züge in den dortigen RB/SE-Takt eingebunden gewesen sein, also Halt an allen Stationen. Rund 10 min Lokwechsel in Eberbach. Im Odenwald fuhren sie leicht beschleunigt, Frankfurt-Hanau eher langsam, wegen des FV teilweise mit Überholung bzw. Stadtrundfahrt Hbf-Niederrad-Süd.

Zuletzt verkehrten sie dann nur noch Frankfurt-Eberbach (wegen der Rhein-Neckar-S-Bahn?). Und seitdem ausgebaut wurde und die VIAS mit den "Sardinos" startete, gibt es sowieso mehr Verbindungen, zumindest Frankfurt-Erbach. Am Wochenende ist es ein 2h-Takt RE über Hanau und ein 2h-Takt SE über Darmstadt-Ost. Nur wegen des 30er-symmetrischen Fahrplans im Abschnitt Erbach-Eberbach (fehlende 00er-Kreuzung, kein Bahnhof in Hetzbach) gibt es die durchgehenden SE Frankfurt-Eberbach aber nur in Süd-Nord-Richtung, in Nord-Süd-Richtung nur gestaffelt Frankfurt-Erbach und Darmstadt-Eberbach.

Und, verwirrend genug ;-?
naseweiß

--
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Zwischenprodukt für B-L

TheFons, Freitag, 23.01.2015, 12:34 (vor 4093 Tagen) @ sfn17

Auf Frankfurt-Stuttgart könnte man an einen günstigen Zug Frankfurt-Heilbronn-Stuttgart denken.

Gabs mal nicht einen Langläufer Frankfurt-Stuttgart via Odenwald?

Es gab zumindest noch 1999 noch RE im Vierstundentakt Frankfurt-Hanau-Heilbronn-Stuttgart auf dieser Strecke. In den achtziger Jahren fuhren die als D-Züge.

Leider ist die Strecke wohl großteils eingleisig.
Wenn man den Laufweg Frankfurt-Darmstadt-Erbach-Heilbronn wählt, könnte man hier eine Reisezeit Frankfurt-Heilbronn von etwas mehr als zwei Stunden erreichen. Viel schneller ist man mit der umständlichen und teuren Umsteigeverbindung über Mannheim auch nicht.

Viele Grüße

Hecken-D-Züge Frankfurt-Odenwald-Stuttgart

Bahngenießer, Samstag, 24.01.2015, 12:49 (vor 4092 Tagen) @ sfn17

Die drei Heckeneilzugpaare (später Heckenschnellzugpaare) Frankfurt - Odenwald - Stuttgart haben sich noch in dieses Jahrhundert gehalten. Mehrfach in den Jahren 1988 und 1989 sowie auch einmal später habe ich die Züge zwischen Babenhausen (Hessen) und Eberbach benutzt. Die Züge bestanden aus den klassischen D-Zug-Wagen (Sechserabteile mit Textil- oder Kunstlederbezug) und hatten Dampfheizung. An die Diesellok-Baureihe kann ich mich nicht mehr erinnern.

Auf dem Teilstück Erbach (Odenwald) - Eberbach fuhren nur diese drei Hecken-D-Zug-Paare sowie werktags außer samstags ein Nahverkehrszugpaar Darmstadt-Hetzbach-Darmstadt (grüne Umbauwagen). Im Bahnhof Hetzbach gab es noch einen Fahrkartenschalter, der hatte jedoch so ungünstige Öffnungszeiten, dass während dieser Öffnungszeiten nur ein oder zwei Züge dort hielten. Von den Hecken-D-Zügen hielt ohnehin auch nur ca. die Hälfte der Züge in Hetzbach, die restlichen fuhren ohne Halt zwischen Erbach und Eberbach.

Ich kann mich erinnern, dass der D-Zug eines Tages in Zell-Kirchbrombach außerplanmäßig halten musste, um die Kreuzung mit einem entgegenkommenden D-Zug abzuwarten. Da der Bahnsteig dort zu kurz war, blockierte der wartende D-Zug auch mehrere Minuten lang den dortigen beschrankten Bahnübergang.

Auch die Bahnhöfe Klein-Umstadt (kein D-Zug-Halt), Groß-Umstadt, Wiebelsbach-Heubach, Höchst, Bad König und Mümling-Grumbach (kein D-Zug-Halt) waren noch mit Fahrdienstleitern besetzt, die auch als Fahrkartenverkäufer und Bahnsteigaufsicht fungierten. Wenn ein Zug kreuzungsbedingt auf dem Außenbahnsteig statt auf dem Hausbahnsteig halten musste, wurde vom Fahrdienstleiter kurz vorher auf dem Gleisübergang die Sperrkette geöffnet und anschließend wieder geschlossen.

Wahrscheinlich in den neunziger Jahren passierte es, dass ein Hecken-D-Zug kurz vor Weihnachten zwischen Eberbach und Erbach (Odenwald) im Schnee steckenblieb. Da sowohl auf der Schiene als auch auf der Straße nichts mehr ging, wurden die Fahrgäste in einer nahegelegenen Dorf-Turnhalle einquartiert. So stand es zumindest in der Zeitung.

Die Strecke Erbach (Odenwald) - Eberbach gehört immer noch zu meinen Lieblingsstrecken. Die Züge durchfahren den Krähberg-Tunnel (3.100 m), den längsten eingleisigen Tunnel im Altbestandsnetz der DB. Die Bahnlinie befindet sich größtenteils in einer reizvollen Hanglage und bietet romantische Ausblicke auf Odenwald-Dörfer und Waldgebiete. Vorher hat man schon das Himbächel-Viadukt überfahren.

Oder auch Frankfurt-Köln

TEE Rheingold, Samstag, 24.01.2015, 12:57 (vor 4092 Tagen) @ Bahngenießer

Es gab auch mal einen Heckeneilzug von Frankfurt nach Köln über die untere (?) Westerwaldbahn...Leider ist die Abschnitt hinter Grävenwiesbach bis Weilburg nicht mehr komplett befahrbar. Bei solchen Fahrten könnte man heutzutage einen ganzen Sonderzug mit Eisenbahnfahrten füllen, allein wegen der Strecken.
Wikipedia kennt noch mehr Schmankerl...
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Fernverkehrsdebatte - hier gibt es ein paar Zahlen ARD Kontr

CNL484, Freitag, 23.01.2015, 21:19 (vor 4092 Tagen) @ TheFons

Mann sollte mit Tempo punkten. Überall massig Fahrzeitreserve im DB Netz. Gerade auf wichtigen Strecken. Als Beispiel ICE Linie 28.Berlin-München könnte wenn man will jetzt schon 40-45 min schneller sein als jetzt. Dem entsprechend schrumpft auch der Fahrzeitgewinn Jahr 2018 München-Erfurt-Berlin etwas. Aber man bummelt Berlin-Leipzig. Langer Aufenthalt Leipzig. Jena-Nürnberg beträgt 20-25 min Fahrzeitreserve. Lange Standzeit in Nürnberg.Zu oft über Augsburg. Die Airlines freut es natürlich. Auch den Fernbus. Oder ICE Hamburg-Kassel-München zu viel Reserve. Man sieht es ja als Kunde das es geht.20 min Verspätung mal eben wieder mit -1 min Ankunft reingefahren. Auf beiden Strecken schon erlebt. Viele kommende und bestehende Baustellen bremsen auch die Züge aus. Man vergleicht ja nicht nur den Preis auch die Fahrzeit zwischen Bus und Bahn. Oftmals fährt der Bus Direkt. Das wird vom Kunden gewünscht. Aber IC-Züge werden immer mehr durch langsamen Nahverkehr ersetzt und Umstieg. Was den Bussen zu gute kommt oder noch werden wird in den nächsten Jahren. Punkten kann man auch beim Zeitvertreib bei der Fahrt.DB sollte sich mal die neuen Wagen des RegioJet Prag-Kosice anschauen. Wie im Flieger Große Bildschirme im Vordersitz. Einfach super. Bahnen mit weniger auf den Konto investieren besser in ihre Flotte und Service als die Milliarden Schwere DB. Was in März kommen soll wird wieder nur ein Tropfen auf dem heißen Stein sein.

Sag das nicht den ITF Fans...

Holger2, Freitag, 23.01.2015, 23:50 (vor 4092 Tagen) @ CNL484

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