Frage: DB pro km noch billiger wenn ich GTE 1,5L VW-Golf (Allgemeines Forum)
Johannes85, Mittwoch, 14.01.2015, 18:47 (vor 4106 Tagen)
fahre?
Kann das wer ausrechnen? Anschaffungspreis ohne extras ca. 37.000Euro.
Was meint Ihr? Werden jetzt einige Kunden von der Bahn auf solch ein Auto umsteigen, wenn es denn dann in einigen Jahren billiger werden sollte? Oder vielleicht jetzt schon?
P.s.: Weiß, dass das ein eher untypischer Artikel für diese Seite ist, trotzdem finde ich, dass man(n) den Blick ab und zu auch über den Tellerand hinaus bewegen kann!
Wen es nicht interessiert - bitte einfach ignorieren! DANKE
Frage: DB pro km noch billiger wenn ich GTE 1,5L VW-Golf
TEE Rheingold, Mittwoch, 14.01.2015, 19:00 (vor 4106 Tagen) @ Johannes85
bearbeitet von TEE Rheingold, Mittwoch, 14.01.2015, 19:02
Die 1,5l/100km sind eine reine Verbrauchertäuschung!
Durch Verrechnung von elektrischer Fahrstrecke und Hybridbetrieb ergeben sich rechnerisch 1,5l/100km. Die Krönung ist, dass diese 1,5l aber nicht am Stück auf 100 km erreichbar sind. Der GTE kann im Idealfall 50 km am Stück elektrisch fahren.
Danach fährt er im Hybridmodus mit ca. 4,5l. (Benzinpreise dürften bekannt sein).
Laut EU-Richtlinie muss er bei der Verbrauchsermittlung von sog. Plug-in-Hybrid-Fahrzeugen nur 25 km mit leerem Akku gefahren werden. Dann werden 4,5l auf 25 km und 50 km mit 0l Benzin verrechnet, da der GTE bis zu 50km elektrisch schafft.
Dies sind dann absolut 1,5l auf 75 km. Auf den ersten 100km am Stück wären es ca. 2,25l. Auf Langstrecke geht der Verbrauch gegen 4,5l. Theoretisch kann man auch tausende Kilometer ohne Benzin fahren.
Der Akku hat eine Nettokapazität von 7kWh. Der Wagen braucht also rund 14 kWh/100 km (im Idealfall und im Winter deutlich mehr).
Eine Kilowattstunde kostet derzeit ca. 25 Cent. Damit Kosten 100 km elektrisch (im Kurzstreckenbetrieb) rund 3,50 Euro.
So zu rechnen ist natütlich dämlich, da der Wertverlust viel mehr ausmacht als die Energiekosten.
Fazit: Der GTE ist für Privatleute wirtschaftlicher Unsinn!
Die Verbrauchsangabe ist für Laien nicht nachvollziehbar und ich gehe jede Wette ein, dass die Mehrheit der Autoverkäufer sie auch nicht erklären kann.
Frage: DB pro km noch billiger wenn ich GTE 1,5L VW-Golf
GibmirZucker, Mittwoch, 14.01.2015, 19:59 (vor 4106 Tagen) @ TEE Rheingold
Eine Kilowattstunde kostet derzeit ca. 25 Cent. Damit Kosten 100 km elektrisch (im Kurzstreckenbetrieb) rund 3,50 Euro.
Dazu kann mit den aktuellen Kilowattpreisen auch nur gerechnet werden, wenn die Elektroautos Exoten bleiben. Sollten 50% der Neuwagen als Elektroautos/aufladbarer Hybrid verkauft werden, dürften die Strompreise in den nächsten Jahren massiv steigen.
Elektromobilität im Individualverkehr ist sicher ein guter Ansatz, um die Luftverschmutzung in Innenstädten zu bekämpfen. Mehr aber nicht.
Frage: DB pro km noch billiger wenn ich GTE 1,5L VW-Golf
RhBDirk, Mittwoch, 14.01.2015, 20:20 (vor 4106 Tagen) @ GibmirZucker
Wer fährt mich denn dann?
Da muss ich mich selber ans Steuer setzen, wie bei jedem anderen KfZ auch. Einen Chauffeur kann ich mir nicht leisten. Und das ist es doch, was bei Nutzung von Bahn, Bus oder Flugzeug zieht.
Frage: DB pro km noch billiger wenn ich GTE 1,5L VW-Golf
TEE Rheingold, Mittwoch, 14.01.2015, 20:35 (vor 4106 Tagen) @ RhBDirk
bearbeitet von TEE Rheingold, Mittwoch, 14.01.2015, 20:36
Ne so sehe ich das nicht. Ich fahre morgens lieber eine Stunde mit Rad zur Arbeit (wo ich dusche) als erst zum Bahnhof, dann umsteigen und dann Straßenbahn, was unterm Strich genauso lange dauert. Mit dem Auto so 20-30 Minuten.
Ehrlich gesagt bin ich froh wenn ich morgens meine Ruhe im Auto oder auf dem Fahrrad und keine Schulkinder oder Leute um mich herum habe, die Laut ihre peinlichen Privatgespräche auf dem Handy führen. Von verspäteten Zügen und Bahnen ganz abgesehen.
Ab und zu fahre ich aber gerne Zug und Bahn!
Jetzt im Winter fahre ich mit dem Auto, da es nicht lange hell ist. Ab Februar wird es dann wieder losgehen.
Herstellerangabe zu Kosten im Vergleich (GTE/TDI)
numi, Mittwoch, 14.01.2015, 22:10 (vor 4106 Tagen) @ TEE Rheingold
VW gibt doch einige Informationen heraus:
Kraftstoffverbrauch kombiniert: 1,5 l/100 km
Stromverbrauch kombiniert: 11,4 kWh/100 km
Jahressteuer für dieses Fahrzeug: 28,00 Euro
Energieträgerkosten bei einer Laufleistung von 20.000 km
Kraftstoffkosten Super E5 bei einem Kraftstoffpreis von 1,598 Euro/Abrechnungseinheit: 479,40 Euro
Stromkosten bei einem Strompreis von 0,288 Euro/Abrechnungseinheit: 656,64 Euro
Steuern + Energie belaufen sich demnach bei dieser Nutzung auf 5,8 ct/km.
Dazu einmal im Vergleich der Golf Trendline mit 1.6 TDI BlueMotion:
Jahressteuer²⁾ für dieses Fahrzeug 160,00 EUR
Energieträgerkosten (primärer Kraftstoff) bei einer Laufleistung von 20.000 km:
Kraftstoffkosten³⁾ (Diesel) bei einem Kraftstoffpreis von 1,429 EUR/Abrechnungseinheit 1.086,04 EUR
Das wären dann 6,2 ct/km.
Wir sehen also, dass der GTE im Vergleich zu einem normalen Golf schon heute kaum etwas spart (nur 0,4 ct/km). Dazu kommt jetzt aber, dass der GTE in Serienausstattung ganze 15.425 € teurer ist. Nehmen wir einmal an, dass das Fahrzeug 300.000 km gefahren wird. Es ergeben sich so zusätzlich Kosten von 5,1 ct/km alleine wegen der Mehrkosten des Fahrzeuges (dabei sind Zinsen o.Ä. noch gar nicht eingerechnet).
Der GTE kostet so also 10,9 ct/km für Steuern, Energie und Mehrkosten gegenüber einem normalen Diesel. Das sind 76% mehr als der normale Trendline.
Für die Gesamtkosten kommen natürlich bei beiden Fahrzeugen noch weitere Kosten hinzu (Anschaffung, Versicherung, Wartung,...). Der Vergleich sollte zeigen, dass der GTE laut Herstellerangaben deutlich teurer ist als das normale Fahrzeug mit Dieselmotor. Für den Kostenvergleich Bahn/PKW ändert das neue Fahrzeug also absolut nichts.
Frage: DB pro km noch billiger wenn ich GTE 1,5L VW-Golf
Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Donnerstag, 15.01.2015, 08:30 (vor 4106 Tagen) @ TEE Rheingold
Ne so sehe ich das nicht. Ich fahre morgens lieber eine Stunde mit Rad zur Arbeit (wo ich dusche) als erst zum Bahnhof, dann umsteigen und dann Straßenbahn, was unterm Strich genauso lange dauert. Mit dem Auto so 20-30 Minuten.
Wenn man die Möglichkeit hat, ist das natürlich gut. Ich kann bei der Arbeit nicht duschen, und da ich nicht acht Stunden meinen Kollegen einen vorstinken möchte, bleibt für mich, wenn ich das Fahrrad einbinden will, auf dem Hinweg nur eine Kombination aus Fahrrad und ÖPNV. Auf dem Rückweg hingegen radele ich auch durch. Daheim kann ich ja duschen, bis der Arzt kommt. ;-) Allerdings das Fahrrad für mich nur bei schönem Wetter eine Möglichkeit - mit Regenklamotten kann ich nicht fahren, ohne am Hitzestau zu kollabieren. (Dürfte ja mittlerweile in diesem Forum hinlänglich bekannt sein, daß mir eigentlich immer und überall zu warm ist.)
Ehrlich gesagt bin ich froh wenn ich morgens meine Ruhe im Auto oder auf dem Fahrrad und keine Schulkinder oder Leute um mich herum habe, die Laut ihre peinlichen Privatgespräche auf dem Handy führen. Von verspäteten Zügen und Bahnen ganz abgesehen.
Geht mir ähnlich. Nur hat man seit gestern die letzte noch halbwegs fahrbare Route von mir zur Arbeit auch mit einer Baustelle zugepflastert, daß es tatsächlich momentan keine Möglichkeit gibt, ohne gigantische Umwege oder langes im Stau stehen mit dem Auto zur Arbeit zu kommen. :(
Ab und zu fahre ich aber gerne Zug und Bahn!
Im Fernverkehr fahre ich grundsätzlich lieber Bahn als Auto. Zur Arbeit kommt als unschöner Faktor dazu, daß das Kaff, wo ich arbeite, nur im Halbstundentakt bedient wird. Einmal am Telefon nicht schnell genug den Kollegen abgewürgt, und der Zug ist weg, man steht ne halbe Stunde mitten im Nirgendwo und wartet. :(
Jetzt im Winter fahre ich mit dem Auto, da es nicht lange hell ist. Ab Februar wird es dann wieder losgehen.
Wenn ich zur Arbeit fahre, ist es im Februar noch nicht hell... und das Temperaturproblem bleibt ja auch. In langärmeligen Klamotten schwitze ich mich tot, fürs T-Shirt ist es mit Fahrtwind und der recht feuchten Luft mir zwar nicht wirklich zu kalt, aber krank werde ich trotzdem. ;-)
Mich aufs Frühjahr freuende Grüße,
der Colaholiker
330.000. Eintrag...:)
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Mittwoch, 14.01.2015, 23:27 (vor 4106 Tagen) @ RhBDirk
- kein Text -
--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
330.000. Eintrag...:)
heinz11, Donnerstag, 15.01.2015, 09:19 (vor 4106 Tagen) @ Oscar (NL)
Was? Soviel hat RhBDirk schon geschrieben? Respekt...
;-)
Frage: DB pro km noch billiger wenn ich GTE 1,5L VW-Golf
heinz11, Donnerstag, 15.01.2015, 09:30 (vor 4106 Tagen) @ TEE Rheingold
Die 1,5l/100km sind eine reine Verbrauchertäuschung!
....
Fazit: Der GTE ist für Privatleute wirtschaftlicher Unsinn!
Nicht nur für die...
Die Verbrauchsangabe ist für Laien nicht nachvollziehbar und ich gehe jede Wette ein, dass die Mehrheit der Autoverkäufer sie auch nicht erklären kann.
Der Meßzyklus ist absolut realtitätsfremd, aber insbesondere der VW-Konzern wirbt damit wie verrückt. Für Details verweise ich u.a. auf die Erklärung in der "Autobild" vom 09.1.2015, die in den meisten Lounges noch ausliegen dürfte.
Erdgasauto billiger als die meisten Elektroautos
Bernado, Mittwoch, 14.01.2015, 20:26 (vor 4106 Tagen) @ Johannes85
Preiswerte Mobilität gabs schon vor den E-Autos. Erdgasautos. Moderne Erdgasautos verbrauchen 4 bis max. 5 kg Erdgas auf 100 km. 1 kg Erdgas kostet ca. 1,10 Euro. Also alles nur eine Frage der Zeit bis sich die etwas höheren Anschaffungskosten für ein Erdgasauto amortisiert haben.
Dass elektrisch fahren natürlich (viel) mehr Spass macht (zumindest mir :-), dass ist natürlich kein finanzieller Vorteil.
Aber finanzielle Aspekte haben ja bei einem Autokauf ohnehin nicht die oberste Priorität, sonst müssten ja nur Kleinwagen rumfahren und Mercedes, Audi und BMW wären Pleite.
Bis sich die Anschaffungskosten amortisieren...
joerg-dd, Dresden, Mittwoch, 14.01.2015, 21:24 (vor 4106 Tagen) @ Bernado
kann ich viel Bahn fahren!
Mit BC25 und Sparpreisen komme ich auf ca. 10cent/km für die Familie! Bei 10.000 km macht das ca. 1.000 Euro im Jahr. Selbst bei 20T€ würde ich noch Bahn fahren.
Was spricht sonst noch dagegen:
1. Es fahren tendenziell Leute mit der Bahn die in größeren Städten wohnen. Gerade diese haben keine eigene Garage und ein Stromanschluss ist selten da.
2. Man muss ja denn selber fahren.
Vieler Grüße
joerg-dd
Frage: DB pro km noch billiger wenn ich GTE 1,5L VW-Golf
kimba2k, Wuppertal-Frankfurt am Main, Mittwoch, 14.01.2015, 23:20 (vor 4106 Tagen) @ Johannes85
bearbeitet von kimba2k, Mittwoch, 14.01.2015, 23:24
Naja, es ändert sich ja nur 1 Variable in der Preisfindung, der Treibstoff und das nicht mal richtig gut. Du musst die teuren 37k€ Anschaffung umrechnen, wie bei anderen Autos auch, du hast Steuern und Versicherung (ok Steuern ist lachhaft), Reifen und Bremsen, Inspektionen usw., wie bei allen Autos eben.
Zum Treibstoff:
Kombiniert 1,7 Liter Super a derzeit rund 1,20€ und 12 KWh Strom a derzeit rund 0,25€ an der heimischen Steckdose auf 100KM. Mit Herstellerangaben kommt man im Regelfall nicht weit und rechnet mal nur freundlich 25% drauf, also 2,2 Liter Sprit und 15 KWh Saft.
Macht also 2,2 * 1,20 + 15 * 0,25 = 6,39€/100KM. Mit den schöngerechneten 1,7 * 1,20 + 12 * 0,25 = 5,04€/100KM.
So ein "Golf GTD" dieser hier liegt bei rund 29T€ Liste in der Anschaffung und verbraucht laut Hersteller "innerorts 5,1 / außerorts 3,7 / kombiniert 4,2", nehmen wir auch hier mind. 25% Mehrverbrauch an so haben wir 5,2 Liter Diesel zu derzeit 1,10 macht 5,72€/100KM für Treibstoff.
Beide Autos haben ordentlich KW unter der Haube, wir wollen ja nicht Äpfel und Birnen vergleichen, aber wenn man sparen will, geht das mit dem "TDI BlueMotion Comfortline" klick der 3,2 (Hersteller) bzw. rund 4,0 Liter Diesel verbraucht noch viel besser, da kommt man auf 4,40€/100KM.
Die Antwort lautet also: Ja, die Bahn ist pro KM erst recht billiger, wenn Du einen GTE fährst.