Sommer 2014 - Teil 1: Frühlingserwachen (m. 11+9 B) (Reiseberichte)

ALR997, Mittwoch, 31.12.2014, 00:05 (vor 4160 Tagen)

Schönen guten Abend,

jetzt, wo sich das Jahr sehr deutlich seinem Ende zuneigt, bin ich (endlich) mit der Aufarbeitung meiner Bildersammlung im Sommer 2014 angekommen. Diese Sammlung umfasst allerdings doch eine ganze Menge verschiedener Touren, Ausflüge oder schlichte Fahrten irgendwo hin.

Den ersten Teil aus dieser Sammlung schätze ich am 31. Dezember als überaus passend ein, geht es doch um das, was wir in wenigen Monaten wieder erleben dürfen: den Frühling - und damit auch wieder mehr grün an den Bäumen.
Im Mai des nun fast vergangenen Jahres war ich bereits am frühen Morgen in Oberhausen unterwegs um ein paar Eindrücke des Frühlings einzufangen. Dabei ist allerdings der Anteil an Schienen sehr gering. Trotzdem wünsche ich Viel Spaß!

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1. Ein Mittwoch im Mai - kurz nach 5 Uhr. Vom Monte Schlacko blicke ich auf die Neue Mitte samt Centro, KöPi-Arena und Gasometer. Die Sonne ist noch nicht aufgegangen.

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2. Der Blick nach Nordwesten zeigt: bei der Müllverbrennungsanlage wird bereits gearbeitet, davor ist das Gewerbegebiet um den Max-Planck-Ring zu sehen. Im Hintergrund die Silhouetten der Duisburger Montanindustrie.

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3. Noch einmal 45 Grad nach links gedreht schauen wir auf die Altstadt Oberhausens. Im Zentrum ragt die Marienkirche in den Himmel, im Hintergrund das weniger schöne Viertel "City West".
Wer entdeckt denn auf dem Bild den Hauptbahnhof? ;-)

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4. Nun weder nach links, noch nach rechts, sondern nach oben: der Restmond verabschiedet sich langsam aber sicher in den Tag, drunter zu sehen ist der östliche Teil der Stadt, der dem geneigten Eisenbahner sicher durch den Güterbahnhof Osterfeld bekannt sein könnte.

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5. Ein dichterer Blick auf die Neue Mitte, das "Mikadospiel" ist eine der zentralen Bushaltestellen der Stadt - der Zugang zur Neuen Mitte inklusive Centro und KöPi-Arena (links zu sehen). Der darunterliegende Platz trägt den recht unbekannten Namen "Platz der guten Hoffnung". Aktuell steht dort noch eine kleine Rodelbahn aus der Winter- und Weihnachtswelt.
Die deutlich sichtbare Trasse führt Bus und Tram gleichermaßen über den Rhein-Herne-Kanal hinweg zur nächsten Station: "OLGA-Park".

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6. Leider hat die Lage auf einem Berg durch die konsequente Bewaldung nicht den gewünschten Effekt - einen kompletten Sonnenaufgang zu zeigen - gebracht. Doch über dem kleinen Bruder, dem Gasometer in Bottrop, ist auch so der große gelbe Ball zu sehen, der Licht und angenehme Wärme mit sich bringt.

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7. Szenenwechsel: im Grenzgebiet zwischen Oberhausen und Mülheim nur rund 20 Minuten später hat man vom Sonnenaufgang wohl noch nicht viel sehen können. Die "Skyline des Südens", bestehend aus Bäumen und Strommasten, mit dem teils blauen, teils wolkenbehangenen Himmel empfand ich jedoch trotzdem als schönes Motiv.

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8. Ein bisschen Schiene muss aber sein. Niederflurwagen 208 kommt auf seinem Weg von Sterkrade nach Mülheim auch an der Schleife Landwehr vorbei. Seit Juni 2013 haben die Stadtwerke Oberhausen die Leistung der Straßenbahn weitgehend halbiert. Nach 8 Uhr wird statt wie üblich im 10- nur noch im 20-Minuten-Takt gefahren. Sonntags dann auch nur noch im Halbstundentakt. Da kommt es den Beteiligten aus Mülheim und Oberhausen gerade recht, dass die Schleife genau auf der Stadtgrenze liegt: bis hierhin wird aus Mülheim kommend generell im 10- am Wochenende im 15-Minuten-Takt gefahren.

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9. In der Gegenrichtung ist es Wagen 207, der sich auf den langen Weg in das nördlich gelegene Sterkrade macht. Am linken Rand wähnt sich Martin Schulz als möglicher Präsident der europäischen Kommission, am kommenden Sonntag zeigt sich, dass er diesen Traum 2014 nicht verwirklichen kann.

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10. Nur wenige Minuten später: Wagen 202 der Mülheimer Verkehrsgesellschaft wirbt für "Wohnen in Oberhausen". Sein älterer Bruder 201 hatte im März 2011 einen heftigen Unfall bei dem der Wagenkasten arg gebrochen war. Anschließend wurde er repariert und bekam eine neue Farbgebung.
Dieses Bild ist nicht von mir, es erschien lediglich bei der Google-Suche. Damit sollte aber klar sein, welchen Weg die Fahrzeuge der MVG künftig farblich gehen könnten

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11. Zum Abschied noch ein guter Grund, im Großraum Essen auf Bus und Bahn umzusteigen (auch wenn es EVAG, STOAG und VRR immer aufs Neue schwer machen): die Autobahn A40 und ihr "zähfließender Verkehr", der sich in den kommenden 30 Minuten zu einem handfesten Stau entwickeln wird.

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Zusatzbilder: weil es ja nun doch weniger mit Zügen zuging, folgen noch ein paar Rückblicke auf das Frühjahr 2012, wo es mich in die Nachbarstadt Duisburg verschlagen hat.

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12. Tz Frankfurt (Oder) und 422-031 stehen hier in Duisburg gemeinsam und warten auf ihre Abfahrt Richtung Düsseldorf.

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13. An diesem Tag hatte ich eine längerfristige Verabredung mit dem Wedauer - damals mit Triebzug 628-538. Dieser Zug pendelt als Linie RB37 im Stunden- oder Halbstundentakt auf der kurzen Verbindung Hauptbahnhof - Wedau - Bissingheim - Entenfang und zurück.

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14. Nebenan macht sich nun ein S-Bahn-Triebzug aus dem Staub - die Linie 1 verbindet bekanntermaßen Dortmund und Düsseldorf miteinander.

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15. Es folgen die zwei kürzesten Bahnhofsportraits in der Geschichte dieses Forums: zuerst Duisburg-Entenfang. Ein Bahnsteig, ein Gleis, ein Signal, ein Zug. Ende.

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16. Gleich im Anschluss: Duisburg-Bissingheim. Der Bahnhof liegt etwas außerhalb des "Bissingheimer Dorfplatzes", an dem Umstiegsmöglichkeiten zum Busverkehr bestehen.

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17. Von der Uerdinger Straße reicht der Blick über die Rheinaue bis hin zum Bayerwerk in Hohenbudberg. Dazwischen liegt unsichtbar der Rhein. Ich entschuldige mich für die Linse im Bild ;-)

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18. Am Westkopf der Rheinbrücke Neuenkamp überholt mich ein Bus der Linie 926 auf dem Weg von Hochheide zur Universität.

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19. Vom Ostufer aus eine Gesamtansicht auf die Rheinbrücke, mit der die A40 aus Moers kommend in Richtung Ruhrgebiet den Rhein quert.

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20. Noch ein Blick auf Ruhrort: das Rheinorange markiert hierbei den Zusammenfluss von Rhein (links) und Ruhr (rechts). Im Hintergrund erstreckt sich die Friedrich-Ebert-Brücke.

Das war jetzt aber wirklich alles, was ich in diesem Jahr noch zeigen wollte. Ich hoffe, dass auch dieser Beitrag gefällt und über Lob, wie auch Kritik (so sie denn nett formuliert ist) freue ich mich natürlich auch.

Im Jahr 2015 soll es dann von meiner Seite so weitergehen: es folgen weitere Auslandsportraits, die Sommerportraits und natürlich auch weitere Bahnhofsportraits.

Und weil das Timing gerade so gut ist, folgt nun noch mein persönlicher Gruß: ich wünsche euch allen ein spannendes und interessantes Jahr 2015, vorher natürlich einen guten Rutsch für alle Feuerwerks- und Partyfreunde und für die Eisenbahner unter euch, die heute/morgen Nacht einen Zug fahren oder begleiten müssen, zwar keinen Rutsch aber einen angenehmen Übergang ins neue Jahr.

Mit besten Grüßen aus dem vereisten Ruhrgebiet,
Lucas

Frühlingserwachen im Winterschlaf

Sören Heise, Region Hannover, Mittwoch, 31.12.2014, 09:30 (vor 4160 Tagen) @ ALR997

Moin Lucas,

ein ernsthafter Eisenbahnfotograf hat immer Gerät zur Vegetationspflege dabei. Du bist also keiner - wie auch ich. Denn sonst hättest Du den Sonnenaufgang ohne Gestrüpp gezeigt und Dich Deiner Vegetationspflegegerätschaften gerühmt.

Auf Bild 3 erkenne ich natürlich den Hauptbahnhof, ich war ja schließlich schonmal da.

Nicht so ganz überzeugen tun mich Deine beiden Stationsporträits, das ginge sicherlich ausführlicher. ;-) Ich habe den Pendel vorgestern immerhin gesehen, er verließ den Duisburger Bahnsteig nordwärts zur Abstellung. Aber mich zieht es in der nächsten Zeit in andere Richtungen.

Viele Grüße aus dem Winterschlaf
Sören

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Verstehen Sie Bahnhof!
Europa: Linkliste Fahrplantabellen und mehr

Gähhhn ;-)

ALR997, Mittwoch, 31.12.2014, 09:47 (vor 4160 Tagen) @ Sören Heise

Guten Morgen,

ein ernsthafter Eisenbahnfotograf hat immer Gerät zur Vegetationspflege dabei. Du bist also keiner - wie auch ich. Denn sonst hättest Du den Sonnenaufgang ohne Gestrüpp gezeigt und Dich Deiner Vegetationspflegegerätschaften gerühmt.

Leider passte meine Kettensäge, die ich sonst immer dabei habe, nicht auf den Gepäckträger - im Zug habe ich sie natürlich immer dabei, da muss man sich ja ab und an seinen Weg frei räumen...
Scherz beiseite: Dass die Vegetation im Bild war hat mich insofern geärgert, dass ich recht eilig von zuhause auf den Berg geradelt bin und dann keine freie Sicht hatte.

Auf Bild 3 erkenne ich natürlich den Hauptbahnhof, ich war ja schließlich schonmal da.

Gibt es überhaupt einen Hauptbahnhof an dem du noch nicht warst? ;-)

Nicht so ganz überzeugen tun mich Deine beiden Stationsporträits, das ginge sicherlich ausführlicher. ;-) Ich habe den Pendel vorgestern immerhin gesehen, er verließ den Duisburger Bahnsteig nordwärts zur Abstellung. Aber mich zieht es in der nächsten Zeit in andere Richtungen.

Ehrlich gesagt: in Entenfang gibt es wirklich nicht viel mehr. Da ist auch bei meinen Pendelfahrten insgesamt nur 3 Mal jemand ein- oder ausgestiegen. Und das bei 6 dort durchgeführten Wenden. Da wohnt niemand, da gibt es nichts - warum der Zug dort überhaupt noch hält weiß ich auch gar nicht. Aber wer schon immer den Duisburger Süden sehen und eine absolute Sitzplatzgarantie haben wollte, dem sei dieser Zug sehr ans Herz gelegt ;-)

Lieber Gruß,
Lucas

Entenfang

Sören Heise, Region Hannover, Mittwoch, 31.12.2014, 09:59 (vor 4160 Tagen) @ ALR997

Guten Morgen Lucas!

Scherz beiseite: Dass die Vegetation im Bild war hat mich insofern geärgert, dass ich recht eilig von zuhause auf den Berg geradelt bin und dann keine freie Sicht hatte.

Verständlich.

Gibt es überhaupt einen Hauptbahnhof an dem du noch nicht warst? ;-)

Zwei ehemalige. Einen davon habe ich noch mit im Zug durchfahren, am anderen bin ich vermutlich mal mit dem Auto vorbeigefahren, aber Bilder habe ich noch keine. Es ist auch noch eine andere Tour erforderlich, um die Serie abschließen zu können.

Ehrlich gesagt: in Entenfang gibt es wirklich nicht viel mehr.

Die Karte stimmt dem zu. Nach André Joost war die Station zunächst nur ein Personalhalt, der dann später (Sommerfahrplan 1982) öffentlich wurde.

Viele Grüße
Sören

Sommer 2014 - Teil 1: Frühlingserwachen (m. 11+9 B)

462 001, Taunus, Mittwoch, 31.12.2014, 13:52 (vor 4160 Tagen) @ ALR997

Danke für den kleinen Eindruck, wie es bald hoffentlich wieder aussieht.

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13. An diesem Tag hatte ich eine längerfristige Verabredung mit dem Wedauer - damals mit Triebzug 628-538. Dieser Zug pendelt als Linie RB37 im Stunden- oder Halbstundentakt auf der kurzen Verbindung Hauptbahnhof - Wedau - Bissingheim - Entenfang und zurück.

Im März bin ich mal mitgefahren, damals wars ein ET426. Einen halbstundentakt gibt es nicht wirklich, morgens und nachmittags fährt ein zusätzlicher Zug, mehr nicht.

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15. Es folgen die zwei kürzesten Bahnhofsportraits in der Geschichte dieses Forums: zuerst Duisburg-Entenfang. Ein Bahnsteig, ein Gleis, ein Signal, ein Zug. Ende.

Sehr gutes Portrait. Mehr gibts da echt nicht zu sehen.

Gruß und guten Rutsch ins Jahr 2015
ICE1223

Sommer 2014 - Teil 1: Frühlingserwachen (m. 11+9 B)

ALR997, Mittwoch, 31.12.2014, 14:02 (vor 4160 Tagen) @ 462 001

Danke für den kleinen Eindruck, wie es bald hoffentlich wieder aussieht.

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13. An diesem Tag hatte ich eine längerfristige Verabredung mit dem Wedauer - damals mit Triebzug 628-538. Dieser Zug pendelt als Linie RB37 im Stunden- oder Halbstundentakt auf der kurzen Verbindung Hauptbahnhof - Wedau - Bissingheim - Entenfang und zurück.

Im März bin ich mal mitgefahren, damals wars ein ET426. Einen halbstundentakt gibt es nicht wirklich, morgens und nachmittags fährt ein zusätzlicher Zug, mehr nicht.

Also ich habe schon seit Jahren keinen 426 mehr da gesehen. Bin aber auch nicht traurig drum ;-) was den Halbstundentakt angeht, so stimmt es, dass der lediglich morgens und nachmittags besteht (ich könnte aber schwören, dass er sich mittags mal über zwei, statt eine Stunde gezogen hat).

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15. Es folgen die zwei kürzesten Bahnhofsportraits in der Geschichte dieses Forums: zuerst Duisburg-Entenfang. Ein Bahnsteig, ein Gleis, ein Signal, ein Zug. Ende.

Sehr gutes Portrait. Mehr gibts da echt nicht zu sehen.

Sag ich ja^^

Gruß und guten Rutsch ins Jahr 2015

Gleichfalls

Der Wedauer

462 001, Taunus, Mittwoch, 31.12.2014, 14:13 (vor 4160 Tagen) @ ALR997
bearbeitet von 462 001, Mittwoch, 31.12.2014, 14:14

Also ich habe schon seit Jahren keinen 426 mehr da gesehen. Bin aber auch nicht traurig drum ;-)

Das war auch nur ein einziges mal. Ich komme ungefähr alle 2 Wochen durch Duisburg und habe seitdem keinen mehr gesehen.

was den Halbstundentakt angeht, so stimmt es, dass der lediglich morgens und nachmittags besteht (ich könnte aber schwören, dass er sich mittags mal über zwei, statt eine Stunde gezogen hat).

Ja, da hast du Recht, es war mal mehr Halbstundentakt.

Zum Entenfang schon 2010 nur eine Mittagsstunde

Sören Heise, Region Hannover, Mittwoch, 31.12.2014, 14:22 (vor 4160 Tagen) @ 462 001

was den Halbstundentakt angeht, so stimmt es, dass der lediglich morgens und nachmittags besteht (ich könnte aber schwören, dass er sich mittags mal über zwei, statt eine Stunde gezogen hat).

Ja, da hast du Recht, es war mal mehr Halbstundentakt.

Es war mal mo-fr ein ganztägiger Halbstundentakt. Ich weiß nicht, wann der abgeschafft wurde. Mein digitales Kursbucharchiv reicht bis ins Jahr 2010 zurück, schon da war es mittags nur eine Zusatzrunde.

@ICE1223: Dann warst Du also zwei Tage vor mir da. ;-) Aber auch ich hatte die 143 nebst x-Wagen als Ziel.

Viele Grüße
Sören

Reinorange, die Ente und das frühe Aufstehen...

Blaschke, Mittwoch, 31.12.2014, 14:35 (vor 4160 Tagen) @ ALR997

Hallöchen!


Was gibt es schöneres, als frühmorgens den Sonnenaufgang live zu erleben? Ich genieße das bei meiner Zustellerei auch jedes Mal!

Auf der "Ente" bin ich bislang noch nicht mitgefahren - aber sie tauchte mal überraschend an der Strecke auf, als ich mit der CNL von Milano nach Amsterdam fuhr. Ab Düsseldorf ging es nämlich über die Güterstrecke an Lintorf vorbei. Zu meiner Überraschung - ich hatte mich mit den örtlichen Gegebenheiten nicht ausgiebig beschäftigt! - tauchte rechts quasi aus dem Nichts ein Bahnsteig auf. Es war der von Duisburg-Entenfang.

Schmunzeln mußte ich, als ich bei Wiki mal den Eintrag zur Bahnstrecke Troisdorf - Mülheim - Speldorf las:

Sie verläuft in wenigen Kilometern Abstand parallel zur dreißig Jahre älteren Bahnstrecke Köln–Duisburg der konkurrierenden Köln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft, von der sie Verkehr abziehen sollte. Da die Strecke an den Siedlungskernen vorbeiführt, wurde schon bald nach der Verstaatlichung beider Gesellschaften der Personenverkehr abschnittsweise eingestellt.

Fehlplanungen sind also nicht unbedingt eine Erfindung der Neuzeit... ;-)

Aber das beste am Beitrag ist das Rheinorange in reinorange. Dein dankenswerterweise verlinkter Hinweis haut einem das Ozon aus der Lampe: Die olle Steele hat über 400.000 DM gekostet? Was wohl der Erfinder an so einem "Kunstwerk" verdient hat? Das erinnert mich an ein "Kunstwerk" hier in Osnabrück. Da hat man vom Schrott ein paar rostige Schiffs-Kurbelwellen in eine Art Halterung geworfen. Dazu eine Story samt Interpretation erfunden. Fertig. Das ärgert mich wirklich, dass mir dafür die Gene fehlen: Auf die Art würde ich auch gerne Geld verdienen.

Niederflurwagen 208 kommt auf seinem Weg von Sterkrade nach Mülheim auch an der Schleife Landwehr vorbei. Seit Juni 2013 haben die Stadtwerke Oberhausen die Leistung der Straßenbahn weitgehend halbiert. Nach 8 Uhr wird statt wie üblich im 10- nur noch im 20-Minuten-Takt gefahren. Sonntags dann auch nur noch im Halbstundentakt. Da kommt es den Beteiligten aus Mülheim und Oberhausen gerade recht, dass die Schleife genau auf der Stadtgrenze liegt: bis hierhin wird aus Mülheim kommend generell im 10- am Wochenende im 15-Minuten-Takt gefahren.


Ist Oberhausen nicht noch pleiterer als Mülheim? Irgendwo habe ich aber mal was von generellem 15-Min-Takt in Mülheim gelesen. Ab 2017 oder so.

Schöne Grüße, besten Dank für Deine Beiträge und weiterhin Gute Fahrt 2015 wünscht


jörg

Reinorange, die Ente und das frühe Aufstehen...

ALR997, Mittwoch, 31.12.2014, 15:21 (vor 4160 Tagen) @ Blaschke

Hallo Jörg,

Was gibt es schöneres, als frühmorgens den Sonnenaufgang live zu erleben? Ich genieße das bei meiner Zustellerei auch jedes Mal!

Eine der aus meiner Sicht schönsten Standorte bisher für den Sonnenaufgang war die morgendliche Ostseeküste außerhalb Stockholms, was aber mit einer längeren Anreise verbunden ist.
Aber auch im Ruhrgebiet findet man (meist zufällig) wunderbare Punkte. Als Beispiel nenne ich mal die A40 in Richtung Essen (allerdings ist das eher was für Beifahrer ;-) ).

Auf der "Ente" bin ich bislang noch nicht mitgefahren - aber sie tauchte mal überraschend an der Strecke auf, als ich mit der CNL von Milano nach Amsterdam fuhr. Ab Düsseldorf ging es nämlich über die Güterstrecke an Lintorf vorbei. Zu meiner Überraschung - ich hatte mich mit den örtlichen Gegebenheiten nicht ausgiebig beschäftigt! - tauchte rechts quasi aus dem Nichts ein Bahnsteig auf. Es war der von Duisburg-Entenfang.

Schmunzeln mußte ich, als ich bei Wiki mal den Eintrag zur Bahnstrecke Troisdorf - Mülheim - Speldorf las:

Sie verläuft in wenigen Kilometern Abstand parallel zur dreißig Jahre älteren Bahnstrecke Köln–Duisburg der konkurrierenden Köln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft, von der sie Verkehr abziehen sollte. Da die Strecke an den Siedlungskernen vorbeiführt, wurde schon bald nach der Verstaatlichung beider Gesellschaften der Personenverkehr abschnittsweise eingestellt.

Fehlplanungen sind also nicht unbedingt eine Erfindung der Neuzeit... ;-)

Wobei diese "Fehlplanung" in ihrer Sammelfunktion für die lauten Güterzüge wirklich gut geraten ist. Würde man sich nun noch um anständigen Lärmschutz an den unvermeidbaren Berührungspunkten mit Ratingen, Düsseldorf und Leverkusen bemühen, wäre diese Strecke praktisch DIE Güterstrecke schlechthin, weil sie nirgendwo mit Personenverkehr in Kontakt kommt.

Aber das beste am Beitrag ist das Rheinorange in reinorange. Dein dankenswerterweise verlinkter Hinweis haut einem das Ozon aus der Lampe: Die olle Steele hat über 400.000 DM gekostet? Was wohl der Erfinder an so einem "Kunstwerk" verdient hat? Das erinnert mich an ein "Kunstwerk" hier in Osnabrück. Da hat man vom Schrott ein paar rostige Schiffs-Kurbelwellen in eine Art Halterung geworfen. Dazu eine Story samt Interpretation erfunden. Fertig. Das ärgert mich wirklich, dass mir dafür die Gene fehlen: Auf die Art würde ich auch gerne Geld verdienen.

Ich habe insgeheim gehofft, dass jemand die 400'000 DM anspricht. Kunst ist das Eine. Und da es gespendet ist, beschwere ich mich nicht. Aber eine Stahlsteele orange angemalt für fast eine halbe Million Mark (in Euro wirds angenehmer - 200.000, dafür bekommst du gerade so einen Gelenkbus) ist doch etwas viel. Schön aussehen tut es immerhin.

Niederflurwagen 208 kommt auf seinem Weg von Sterkrade nach Mülheim auch an der Schleife Landwehr vorbei. Seit Juni 2013 haben die Stadtwerke Oberhausen die Leistung der Straßenbahn weitgehend halbiert. Nach 8 Uhr wird statt wie üblich im 10- nur noch im 20-Minuten-Takt gefahren. Sonntags dann auch nur noch im Halbstundentakt. Da kommt es den Beteiligten aus Mülheim und Oberhausen gerade recht, dass die Schleife genau auf der Stadtgrenze liegt: bis hierhin wird aus Mülheim kommend generell im 10- am Wochenende im 15-Minuten-Takt gefahren.

Ist Oberhausen nicht noch pleiterer als Mülheim? Irgendwo habe ich aber mal was von generellem 15-Min-Takt in Mülheim gelesen. Ab 2017 oder so.

Oberhausen verdient die Superlative. Oberhausen ist die pleiteste Stadt in Deutschland - vermutlich im ganzen Universum. Wobei uns wohl ein Ort in der Pfalz abgelöst hat, habe ich mir sagen lassen.
Nur mal am Rande zitiere ich mal Torsten Sträter: "Oberhausen, auch das Detroit des Ruhrgebiets genannt, ist die am derbsten verschuldete Stadt des Reviers." Er bringt es damit gut auf den Punkt!

Was den 15-Minuten-Takt angeht: Oberhausen hat Pech. Denn einerseits ist der Takt in Mülheim beschlossene Sache. Andererseits ist er in Essen nicht gewollt (meiner Meinung nach zurecht, da er auf den Hauptachsen zu wenig, mit einem 7,5-Minuten-Takt aber zu viel Leistung erbringen würde).

So viel dazu. Danke für die Kommentare, ich musste das Ein oder Andere Mal auch lachen ;-)

Schöne Grüße, besten Dank für Deine Beiträge und weiterhin Gute Fahrt 2015 wünscht

Danke und die besten Wünsche auch zurück. Grüße mir die Friedensstadt,
Lucas

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