Eisenbahnkreuzung Elsterwerda-Biehla Dresdner Bahn fertig (Allgemeines Forum)

L.Willms, Mittwoch, 17.12.2014, 16:53 (vor 4131 Tagen)
bearbeitet von L.Willms, Mittwoch, 17.12.2014, 16:57

Am Samstag, den 13. Dezember wurde die neu gebaute Unterführung eröffnet, durch welche die Dresdner Bahn die in Ost-West-Richtung verlaufende Strecke unterquert, die von Roßlau (bei Dessau) über Lu-Wittenberg, Falkenberg nach Horka und die polnische Grenze führt, und die zwischen Knappenrode und Horka für den Güterverkehr ausgebaut und elektrifiziert wird.

Für diese Unterführung wurde ein 420 Meter langer Betontrog gebaut, den die Bahnen zwischen Berlin und Dresden dann mit 160 km/h durchfahren können sollen. Dazu wurden drei Brücken für die Ost-West-Strecke neu errichtet.

Das Kreuzungsbauwerk in Elsterwerda-Biehla ist Teil des Streckenausbaus zwischen Berlin und Dresden. Die Strecke zwischen Blankenfelde, südlich von Berlin, bis wenige Kilometer vor Dresden wird von der Deutschen Bahn auf die Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h ausgebaut. Die Reisezeit im Fernverkehr kann sich nach dem Infrastruktur-Ausbau deutlich verkürzen. Ziel ist ab Ende 2018 eine Fahrzeit im Fernverkehr von rund 100 Minuten zwischen Berlin und Dresden.

Quelle: http://www.deutschebahn.com/de/presse/presseinformationen/pi_it/8632940/ubd20141214.htm...

Die regional "zuständige" Lausitzer Rundschau reproduziert die eben zitierte Presseinfo der DB AG, und fügt nur zwei Absätze über den Druck seitens der Länder Sachsen und Brandenburg sowie eine Mahnung der örtlichen Bürgermeisters, der an den seit 20 Jahren versprochenen Ausbau der B169/101 erinnerte:
http://www.lr-online.de/regionen/elsterwerda/Kreuzungsbauwerk-Biehla-uebergeben;art1059...

Für Dampflok-Fans gibt es Bilder des ersten auf dem neuen Kreuzungsbauwerk durchfahrenden Zuges 79399 mit der Dampflok 03 2155-4 an der Spitze

Eisenbahnkreuzung Elsterwerda-Biehla Dresdner Bahn fertig

L.Willms, Mittwoch, 17.12.2014, 17:05 (vor 4131 Tagen) @ L.Willms

Ich vergaß Links zu den Karten:

http://www.openrailwaymap.org/ und dann suchen nach Elsterwerda-Biehla
Einen direkten Link scheint es nicht zu geben.

Auf der zugrundeliegenden OpenStreetMap sieht man die Örtlichkeit hier
http://www.openstreetmap.org/#map=16/51.4728/13.5236

Fahrzeitverkürzung

Proeter, Mittwoch, 17.12.2014, 19:21 (vor 4131 Tagen) @ L.Willms

Interessante Zusammenstellung, danke!

Warum führt die Inbetriebnahme eigentlich nicht zu einer Fahrzeitverkürzung?
Im alten und neuen Fahrplan hat sich im Durchschnitt nichts geändert.

Fahrzeitverkürzung

L.Willms, Mittwoch, 17.12.2014, 20:11 (vor 4131 Tagen) @ Proeter

Warum führt die Inbetriebnahme eigentlich nicht zu einer Fahrzeitverkürzung?
Im alten und neuen Fahrplan hat sich im Durchschnitt nichts geändert.

Das neue Stück ist 420 Meter lang, die gesamte Strecke Berlin - Dresden ca 175 km

Da ist noch viel zu tun! Hier drei weitere Absätze aus der Pressemitteilung der DB AG (Infrastruktur):

Das Kreuzungsbauwerk in Elsterwerda-Biehla ist Teil des Streckenausbaus zwischen Berlin und Dresden. Die Strecke zwischen Blankenfelde, südlich von Berlin, bis wenige Kilometer vor Dresden wird von der Deutschen Bahn auf die Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h ausgebaut. Die Reisezeit im Fernverkehr kann sich nach dem Infrastruktur-Ausbau deutlich verkürzen. Ziel ist ab Ende 2018 eine Fahrzeit im Fernverkehr von rund 100 Minuten zwischen Berlin und Dresden.
[...]
Bis 2018 werden mit Investitionen von 555 Millionen Euro wesentliche Abschnitte der Strecke Berlin – Dresden ausgebaut. Aktuell finden in Dahlewitz, Zossen, Rangsdorf und Hohenleipisch Umbaumaßnahmen statt. Unter anderem werden Bahnübergänge durch Straßenunterführungen ersetzt sowie Bahnhofsbereiche modernisiert und umgestaltet. Ab Februar 2015 werden in Mückendorf und Lindenbrück auch die ersten Straßenüberführungen gebaut. Für die vier Ausbauabschnitte laufen derzeit die Planfeststellungsverfahren.

Insgesamt müssen 20 Bahnübergänge durch Brücken oder Unterführungen für die erhöhte Geschwindigkeit ersetzt werden. Auf 125 Kilometern werden zudem die Gleisanlagen und Oberleitungen erneuert, moderne Leit- und Sicherungstechnik installiert und sechs Elektronische Stellwerke in Betrieb genommen.

16 Monate Sperrung ab August 2016

joerg-dd, Dresden, Mittwoch, 17.12.2014, 20:56 (vor 4131 Tagen) @ L.Willms

Hallo,
hier steht, dass es eine Vollsperrung geben wird.
Wie sieht es eigentlich nach der Vollsperrung der Strecke aus?
Gibt es sonst in Deutschland eine Strecke, die für 200 km/h ausgebaut istund nur einen Zug alle 2 Stunden mit dieser Geschwindigkeit hat?
Viele Grüße
Jörg

Ist die Zukunft des FV auf dieser Strecke gesichert?

Felix, Göttingen, Mittwoch, 17.12.2014, 21:13 (vor 4131 Tagen) @ joerg-dd

hier steht, dass es eine Vollsperrung geben wird.
Wie sieht es eigentlich nach der Vollsperrung der Strecke aus?

Auf der Relation Dresden-Berlin fahren heute schon ziemlich viele Fernbusse. Ist gesichert, daß auf dieser Strecke auch in Zukunft eigenwirtschaftlicher Schienenpersonenfernverkehr angeboten werden kann?

Gibt es sonst in Deutschland eine Strecke, die für 200 km/h ausgebaut istund nur einen Zug alle 2 Stunden mit dieser Geschwindigkeit hat?

Vielleicht Mannheim-Neustadt (Weinstraße)? Ich weiß aber nicht, ob diese Strecke wirklich für diese Geschwindigkeit ausgebaut wurde oder noch werden wird.

Ist die Zukunft des FV auf dieser Strecke gesichert?

Giovanni, Mittwoch, 17.12.2014, 22:05 (vor 4131 Tagen) @ Felix

hier steht, dass es eine Vollsperrung geben wird.
Wie sieht es eigentlich nach der Vollsperrung der Strecke aus?


Auf der Relation Dresden-Berlin fahren heute schon ziemlich viele Fernbusse. Ist gesichert, daß auf dieser Strecke auch in Zukunft eigenwirtschaftlicher Schienenpersonenfernverkehr angeboten werden kann?

Der Interconnex nach Dresden ist schon länger Geschichte.

Gibt es sonst in Deutschland eine Strecke, die für 200 km/h ausgebaut istund nur einen Zug alle 2 Stunden mit dieser Geschwindigkeit hat?


Vielleicht Mannheim-Neustadt (Weinstraße)? Ich weiß aber nicht, ob diese Strecke wirklich für diese Geschwindigkeit ausgebaut wurde oder noch werden wird.

Anzumerken ist, das zwischen Berlin und Dresden längst nicht alle Fernverkehrszüge 200km/h fahren können:
RE 18998/9 fährt nur mit BR 143 und daher 120km/h
EN/CNL/IC 456/7 fährt nur mit BR 371 und 160km/h-Sitzwagen
EC 178/9 besitzt mehrere nur für 160km/h zugelassene Wagen

...und das, obwohl die derzeit übliche Fahrtstrecke zwischen Berlin Osdorfer Straße und Jüterbog sehr wohl für 200km/h zugelassen ist.

--
Wo Logik aufhört fängt das DB-Preissystem an.
2.4.4: "Eine Fahrkarte für eine höhere Produktklasse berechtigt [...] auch zur Beförderung in einer niedrigeren Produktklasse."
Ein Doppelstock-RE ist 4.631,5mm hoch - ein ICE1-Speisewagen nur 4.295mm ;)

Ist die Zukunft des FV auf dieser Strecke gesichert?

ALR997, Mittwoch, 17.12.2014, 22:57 (vor 4131 Tagen) @ Giovanni

hier steht, dass es eine Vollsperrung geben wird.
Wie sieht es eigentlich nach der Vollsperrung der Strecke aus?


Auf der Relation Dresden-Berlin fahren heute schon ziemlich viele Fernbusse. Ist gesichert, daß auf dieser Strecke auch in Zukunft eigenwirtschaftlicher Schienenpersonenfernverkehr angeboten werden kann?


Der Interconnex nach Dresden ist schon länger Geschichte.

Ich glaube es ging eher um die IC/EC und ich glaube die haben, durch die Verbindung nach Prag, eine gewisse Sicherheit, zu bestehen bleiben.

Gibt es sonst in Deutschland eine Strecke, die für 200 km/h ausgebaut istund nur einen Zug alle 2 Stunden mit dieser Geschwindigkeit hat?

Vielleicht Mannheim-Neustadt (Weinstraße)? Ich weiß aber nicht, ob diese Strecke wirklich für diese Geschwindigkeit ausgebaut wurde oder noch werden wird.

Anzumerken ist, das zwischen Berlin und Dresden längst nicht alle Fernverkehrszüge 200km/h fahren können:
RE 18998/9 fährt nur mit BR 143 und daher 120km/h
EN/CNL/IC 456/7 fährt nur mit BR 371 und 160km/h-Sitzwagen
EC 178/9 besitzt mehrere nur für 160km/h zugelassene Wagen

...und das, obwohl die derzeit übliche Fahrtstrecke zwischen Berlin Osdorfer Straße und Jüterbog sehr wohl für 200km/h zugelassen ist.

Künftig wird ja auch das Zugmaterial erneuert und da wird sicherlich neues Material mit bis zu 200 km/h fahren werden können. Wir reden schließlich von 2017/2018, wenn man Bauprojekte in Deutschland kennt vielleicht auch 2019, da gibt es ICx, da gibt es massig Railjets und neue Wagen bei den ausländischen Gesellschaften.

Ist die Zukunft des FV auf dieser Strecke gesichert?

Giovanni, Mittwoch, 17.12.2014, 23:26 (vor 4131 Tagen) @ ALR997

Anzumerken ist, das zwischen Berlin und Dresden längst nicht alle Fernverkehrszüge 200km/h fahren können:
RE 18998/9 fährt nur mit BR 143 und daher 120km/h
EN/CNL/IC 456/7 fährt nur mit BR 371 und 160km/h-Sitzwagen
EC 178/9 besitzt mehrere nur für 160km/h zugelassene Wagen

...und das, obwohl die derzeit übliche Fahrtstrecke zwischen Berlin Osdorfer Straße und Jüterbog sehr wohl für 200km/h zugelassen ist.


Künftig wird ja auch das Zugmaterial erneuert und da wird sicherlich neues Material mit bis zu 200 km/h fahren werden können. Wir reden schließlich von 2017/2018, wenn man Bauprojekte in Deutschland kennt vielleicht auch 2019, da gibt es ICx, da gibt es massig Railjets und neue Wagen bei den ausländischen Gesellschaften.

ICx? Ist momentan als reines Einsystemfahrzeug bestellt - eine CZ-Zulassung war nie beantragt
Railjets? Die von der Ceske Drahy beschafften Railjets reichen nur für die seit einigen Tagen bestehenden Verkehre Prag - Graz. Weitere Bestellungen wurden verworfen.

neue Wagen der ausländischen Gesellschaften?
Im Augenblick stellt die DB im internationalen Tagesverkehr auf dieser Strecke lediglich 4 Wagen - auf sie kann man daher kaum hoffen.
Die im EC 178/9 eingesetzten Wagen wurden erst 2013/4 modernisiert und dürfen daher sehr wohl als "neu" bezeichnet werden.

Aber selbst entsprechende Fahrzeuge bedeuten ja nicht, das die heute mögliche Geschwindigkeit auch ausgefahren wird: Der ICE Dresden - Berlin fährt laut Plan jedenfalls keine 200km/h (Jüterbog - Südkreuz in 33min sind selbst mit 120km/h kein Problem)

Die Fernverkehrszüge von Regio Nordost fahren nur saisonal, trotzdem ist es überraschend das man nicht einmal ein Triebfahrzeug für 140km/h (was der Wagenpark erlaubt) organisieren konnte/wollte.

--
Wo Logik aufhört fängt das DB-Preissystem an.
2.4.4: "Eine Fahrkarte für eine höhere Produktklasse berechtigt [...] auch zur Beförderung in einer niedrigeren Produktklasse."
Ein Doppelstock-RE ist 4.631,5mm hoch - ein ICE1-Speisewagen nur 4.295mm ;)

Ist die Zukunft des FV auf dieser Strecke gesichert?

L.Willms, Mittwoch, 17.12.2014, 23:42 (vor 4131 Tagen) @ Felix
bearbeitet von L.Willms, Mittwoch, 17.12.2014, 23:44

Gibt es sonst in Deutschland eine Strecke, die für 200 km/h ausgebaut istund nur einen Zug alle 2 Stunden mit dieser Geschwindigkeit hat?


Vielleicht Mannheim-Neustadt (Weinstraße)? Ich weiß aber nicht, ob diese Strecke wirklich für diese Geschwindigkeit ausgebaut wurde oder noch werden wird.

Die Strecke, d.h. der Oberbau, ist für diese Geschwindigkeit ausgebaut, und oben in den Bergen zwischen Kaiserslautern und Saarbrücken sind auch schon ein paar km für 200 km/h stabil genug, aber es fehlt noch das für Geschwindigkeiten jenseits von 160 km/h die Voraussetzung laut §40 EBO, daß "Strecke und führende Fahrzeuge mit Zugbeeinflussung (§ 15 Absatz 3, § 28 Absatz 1 Nummer 5) ausgerüstet sind und diese wirksam ist".

http://www.gesetze-im-internet.de/ebo/__40.html


Nachtrag: der Auftrag für die Ausrüstung mit ETCS Level 2 ist eigentlich schon lange an Ansaldo STS erteilt, aber man hört nichts von konkreten Schritten der Realisierung.

Ist die Zukunft des FV auf dieser Strecke gesichert?

Henrik, Donnerstag, 18.12.2014, 00:08 (vor 4131 Tagen) @ L.Willms

Gibt es sonst in Deutschland eine Strecke, die für 200 km/h ausgebaut ist und nur einen Zug alle 2 Stunden mit dieser Geschwindigkeit hat?

Vielleicht Mannheim-Neustadt (Weinstraße)? Ich weiß aber nicht, ob diese Strecke wirklich für diese Geschwindigkeit ausgebaut wurde oder noch werden wird.

Die Strecke, d.h. der Oberbau, ist für diese Geschwindigkeit ausgebaut, und oben in den Bergen zwischen Kaiserslautern und Saarbrücken sind auch schon ein paar km für 200 km/h stabil genug, aber es fehlt noch das für Geschwindigkeiten jenseits von 160 km/h die Voraussetzung laut §40 EBO, daß "Strecke und führende Fahrzeuge mit Zugbeeinflussung (§ 15 Absatz 3, § 28 Absatz 1 Nummer 5) ausgerüstet sind und diese wirksam ist".

http://www.gesetze-im-internet.de/ebo/__40.html

wenns allein nur danach ginge, dem Oberbau, dann gibts mehr Strecken,
so auch die Hauptstrecke in Schleswig-Holstein, Hamburg-Flensburg/Kiel, mit eben ebenso nur spärlichem Fernverkehr.

Nachtrag: der Auftrag für die Ausrüstung mit ETCS Level 2 ist eigentlich schon lange an Ansaldo STS erteilt, aber man hört nichts von konkreten Schritten der Realisierung.

da hat man in letzter Zeit sehr viel gehört hinsichtlich der ETCS-Ausrüstungsstrategie der DB Netz AG.
Die DB Netz AG priorisiert auf Wunsch des Bundes die ETCS-Projekte VDE 8.1/8.2 und Korridor A, wodurch sich die Planungen aller anderen laufenden ETCS-Projekte derzeit in Überarbeitung befinden.

16 Monate Sperrung ab August 2016

mrhuss, FKON, Mittwoch, 17.12.2014, 22:36 (vor 4131 Tagen) @ joerg-dd

Gibt es sonst in Deutschland eine Strecke, die für 200 km/h ausgebaut istund nur einen Zug alle 2 Stunden mit dieser Geschwindigkeit hat?

Soest-Paderborn

Beispiel für wenig HGV

TEE Rheingold, Donnerstag, 18.12.2014, 01:31 (vor 4131 Tagen) @ mrhuss

Köln-Düren(-Aachen)
9 Zugpaare zwischen 6:44 und 19:43.
Vmax 250 zwischen Köln und Düren, wobei die 5 Thalys 36-38 Minuten fahren und nicht 33 Minuten wie die ICE. Ob die Thalys vielleicht nur 200 km/h bis Düren fahren dürfen, weiß ich nicht. Dennoch finde ich nicht sinnvoll, eine Hochgeschwindigkeitsstrecke nur 4-9mal am Tag auch als solche zu Nutzen. Im Mittel also tagsüber auch nur ungefähr 90 Minuten Takt. In Richtung AC gibt es morgens und am frühen Nachmittag Taktlücken von 3 Stunden. In der Gegenrichtung wird bis auf eine Ausnahme nur in 36 Minuten gefahren, vielleicht mehr Fahrzeitreserve im Zulauf auf Köln oder Trassenkonflikte mit dem RE1/9, weil man sonst auf den RE aufläuft, so dass Vmax nicht nötig sein dürfte oder nur im Fall von Verspätungen gebraucht wird. Wobei ca. 30km Vmax 250 gegenüber 200 km/h in der Praxis kaum mehr als 2 Minuten Fahrzeit bringen.
Ob die Auslegung auf 250 km/h deutlich teurer ist als auf nur 200 km/h, wäre interessant zu wissen.

Beispiel für wenig HGV

Lumi25, Donnerstag, 18.12.2014, 02:28 (vor 4131 Tagen) @ TEE Rheingold
bearbeitet von Lumi25, Donnerstag, 18.12.2014, 02:29

Köln-Düren(-Aachen)
9 Zugpaare zwischen 6:44 und 19:43.
Vmax 250 zwischen Köln und Düren, wobei die 5 Thalys 36-38 Minuten fahren und nicht 33 Minuten wie die ICE. Ob die Thalys vielleicht nur 200 km/h bis Düren fahren dürfen, weiß ich nicht. Dennoch finde ich nicht sinnvoll, eine Hochgeschwindigkeitsstrecke nur 4-9mal am Tag auch als solche zu Nutzen. Im Mittel also tagsüber auch nur ungefähr 90 Minuten Takt. In Richtung AC gibt es morgens und am frühen Nachmittag Taktlücken von 3 Stunden. In der Gegenrichtung wird bis auf eine Ausnahme nur in 36 Minuten gefahren, vielleicht mehr Fahrzeitreserve im Zulauf auf Köln oder Trassenkonflikte mit dem RE1/9, weil man sonst auf den RE aufläuft, so dass Vmax nicht nötig sein dürfte oder nur im Fall von Verspätungen gebraucht wird. Wobei ca. 30km Vmax 250 gegenüber 200 km/h in der Praxis kaum mehr als 2 Minuten Fahrzeit bringen.
Ob die Auslegung auf 250 km/h deutlich teurer ist als auf nur 200 km/h, wäre interessant zu wissen.

Ich finde das eigentlich schrecklich. Das Fernverkehrsangebot ist schlechter als früher und Pendler aus Aachen und Düren nach Köln trifft es dabei am meisten. Früher gab es hier stündlich Fernverkehrszüge. Im Nahverkehr gibt es mit dem dauerverspäteten RE 1 und den Hamsterbacken auf dem RE 9 auch kein gescheites Angebot.

Früher gab es ja mal die D-Züge nach Oostende im 2h-Takt aber dieses gute Angebot hat man lieber eingestellt in Deutschland.

Aachen/Düren-Köln Pendler mit der Bahn niemals würde ich mir das freiwillig antun genau so wie von Aachen nach Düsseldorf.

Kein Wunder also, dass die A4 weiterhin voll ist. Ich kenne auch persönlich jemanden der jeden Tag von Stolberg nach Köln-Technologiepark pendelt aber mit dem Auto.

Beispiel für wenig HGV

JW, Donnerstag, 18.12.2014, 09:21 (vor 4130 Tagen) @ TEE Rheingold

Hallo,

Ob die Thalys vielleicht nur 200 km/h bis Düren fahren dürfen, weiß ich nicht.

die TGV PBKA haben mit 16,7Hz nur 4460kW anstatt 8800kW, denn ein Trafo für 16,7Hz ist sehr viel schwerer als einer für 50Hz. So wurde der 16,7Hz Teil nur für die halbe Leistung ausgelegt. Der TGV PBKA kann damit zwar 250km/h unter 16,7Hz erreichen, beschleunigt aber im oberen Geschwindigkeitsbereich wesentlich langsamer als unter 50Hz.

Ob diese Beschleunigung reicht, um zwischen Düren und Köln 250km/h zu erreichen weiß ich nicht.

Gruß Jörg

Beispiel für wenig HGV

TEE Rheingold, Donnerstag, 18.12.2014, 18:53 (vor 4130 Tagen) @ JW

Danke für die Antwort, dass mit der geringeren Leistung unter 16,7 Hertz war mich nicht bekannt, aber technisch plausibel.
Und ja, ich meine früher gab es stündlich D-Züge Köln-Oostende + die EC nach Paris.
Unterm Strich dürften es sogar mehr Sitzplätze gewesen sein und natürlich günstiger.
Natürlich langsamer, aber sicher schneller als ein Bus...

Gleich das große Rad drehen... ;-)

Blaschke, Mittwoch, 17.12.2014, 20:49 (vor 4131 Tagen) @ L.Willms
bearbeitet von Blaschke, Mittwoch, 17.12.2014, 20:52

Hallöchen!

Nicht, dass jemand denkt, dass das hier nur die Popelstrecke Berlin - Dresden ist. Nein, wie die Lausitzer Rundschau http://www.lr-online.de/regionen/elsterwerda/Kreuzungsbauwerk-Biehla-uebergeben;art1059... richtig anmerkt, ist


Die Ausbaustrecke (ABS) (...) als Teil des transeuropäischen Bahnkorridors 7 auch von überregionaler Bedeutung. Der Schienenkorridor verbindet die strategisch wichtigen Häfen der Nord- und Ostsee mit dem Schwarzen Meer und dem Mittelmeer.


Jawoll! Da haben wir's. Nachher kommt der Zug mit dem Krimsekt aufgrund eines rotes Signals in Zossen zu spät in Travemünde an und deswegen wird die Fähre nach Helsinki verpaßt, was zu einer gewissen Trockenperiode an Bord derselben führt und infolge dessen während der 28-stündigen Überfahrt eine Revolution ausbricht. In Gegenrichtung werden die von den Amerikanern produzierten, heimlich mit Wanzen versehenen und per Schiff angelieferten Betonteile für den Schwarzmeer-Autobahnring nicht rechtzeitig nach Trabzon angeliefert, weil ein paar Bürger in Mückendorf die neue Straßenbrücke nicht haben wollen, dafür aber mehr Lärmschutz.

Das alles zieht diplomatische Verwicklungen nach sich: Finnlines geht pleite, wird von den Russen aufgekauft und der CEO Emanuele Grimaldi nach Monaco abgeschoben, während im SEV (Schiffs-Ersatzverkehr) Mika Häkkinen zum Einsatz kommt. Unsere türkischen Freunde toben, weil wir ihnen ein Stück Autobahn in der Heimat vorenthalten, während unsere polnische Nachbarn flugs einen Ersatzschmuggelweg aufgebaut haben, was zu einer Sperrung der A 15 bei Cottbus aufgrund requiriertem (um es mit "Ekel Alfred" auszudrücken. Für die Gläubigen unter uns geht auch "fringsen") Oberbaus führt. Das fällt aber erst auf, nachdem der erste Fernbus wegen der Umleitung satte Verspätung hat, worüber wir Bahnfreaks uns dann freudigst auslassen, weil deswegen ab 2016 der "Wawel" wiederbelebt wird. Und unsere Gumschen Demokratiefetischisten aus Amerika sind empört, weil sie jetzt nicht heimlich mithören können in der Türkei, sondern sich weiterhin nur mit Merkel & Co. zufrieden geben müssen. Zur Besänftigung kauft die DB ihnen noch ein paar Claas 66 ab und stellt diese dann in Mückendorf ab, wo sie dann regelmäßig den bekannten Zinnober vorm Autostart veranstalten: https://www.youtube.com/watch?v=3gTOrxluP4U . Eine ganz spezielle Form des Weckers. Tja, wer überbordenden Lärmschutz will, bekommt ein Abstellgleis für diese Maschinen.


Wie immer hängt also alles mit allem zusammen. Es bleibt spannend!

Schöne Grüße von

jörg

Mähdrescher?!?

Sören Heise, Region Hannover, Mittwoch, 17.12.2014, 20:55 (vor 4131 Tagen) @ Blaschke

Zur Besänftigung kauft die DB ihnen noch ein paar Claas 66 ab und stellt diese dann in Mückendorf ab, wo sie dann regelmäßig den bekannten Zinnober vorm Autostart veranstalten [...].


*scnr*

Ja. Die mähen den Unsinn hier weg.

Blaschke, Mittwoch, 17.12.2014, 21:07 (vor 4131 Tagen) @ Sören Heise

Huhu!

Für die Mathematiker unter uns: -a +s - und schon geht's von Harsewinkel in die USA.


Das kommt davon, wenn man in Gedanken noch in Traunstein ist und RÄTSELT, warum der Umstieg dort "im Prinzip" unnötig war.


Schöne Grüße von

jörg

Antwort aus Երևան

Sören Heise, Region Hannover, Mittwoch, 17.12.2014, 21:16 (vor 4131 Tagen) @ Blaschke

Das kommt davon, wenn man in Gedanken noch in Traunstein ist und RÄTSELT, warum der Umstieg dort "im Prinzip" unnötig war.

Weil ich entweder mit dem Meridian hätte weiter vorfahren können oder den nachfolgenden IC schon in Freilassing hätte erklimmen können - aber der Bahnhof hat mich enttäuscht. Ich hatte also im Prinzip andere Möglichkeiten gehabt. Aber nur im Prinzip, weil ich ja dort fotografieren wollte.

Und bei meinem nächsten Rechtschreibfehler darfst Du Dich drüber auslassen, ich gestatte es Dir hiermit. Und dann komme ich aus dem Westfalenland. :-)


Viele Grüße
Sören

--
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