[FR] Tram de Reims (Reiseberichte)

kcp, Sonntag, 14.12.2014, 22:35 (vor 4176 Tagen)

Bonjour,

ich habe mir einen kleinen Adventsabstecher nach Reims gegönnt. Ein kleiner Bilderbogen zur Tram und zur großen Bahn

Tram

Das Tramnetz besteht aus zwei Linien (A & B), die vom gleichen Startpunkt (Station Neufchâtel) ausgehen, größtenteils die gleiche Strecke befahren und sich nur gegen Ende verzweigen. Der Fahrzeugpark besteht aus Citadis-Bahnen von Alstgom, die recht farbenfroh lackiert sind

An der Endstation "Neufchâtel" trifft auf rot auf lila.
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Bunte Abendimpressionen von der Station "Kennedy". Welche Schweinderl hättens denn gern?

Grau?
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Oder besser gelb mir grün-Anteil?
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Rosé?
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Oder lieber was Richtung (rost-) rot
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Wo immer möglich ist Rasengleis verbaut.
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Meine Lieblingsstelle zum Knispen war eine Brücke über die Trasse kurz vor der Station "Campus Croix Rouge".

Auch wenn sich Farbtöne ein wenig beißen: Grün im grünen hat was:
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Wem es besser gefällt: Gelb auf grün.
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Noch ein paar Aufnahmen aus der gleichen Ecke

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Im Innenstadtbereich fährt die Bahn ohne Oberleitung: Die Energieversorgung erfolgt hier über eine Stromschiene im Boden (APS, "Alimentation Par Sol").

Diese Bahn senkt gerade an der Station "Boulingrin" den Stromabnehmer. Mit APS geht es gleich weiter Richtung Bahnhof.
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Eine Tram am Bahnhof. Der Stromabnehmer ist gesenkt, zwischen den Gleisen sieht man gut die Stromschiene
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Das Interieur der Bahnen ist farblich an die Außenlackierung angepaßt. Eine blaue und eine rote Bahn von innen
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Selbst die Beleuchtung ist entsprechend: Eine grüne Bahn an der Station "Opéra"
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Auch die Haltestellen haben ein paar bunte Leuchtelemente
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Champagne Ardenne TGV

Die Linie B fährt zum außerhalb von Reims gelegenen Bahnhof Champagne Ardenne TGV.

Rechts die Endhaltstelle der Tram, daneben ein Hotel und oben auf dem Hügel der Bahnhof
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Ein Blick zurück, nachdem der halbe Aufstieg zum Bahnhof geschafft ist
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Architektur ist Geschmackssache: Mein Fall ist der Gebäude jedenfalls nicht
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Spontanschuß auf einen durchrasenden TGV. Die Druckwelle hat die Überfühung ein wenig "wackeln" lassen.
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Die Sonne kämpft gegen den Morgennebel
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Trivia

Zum Schluß noch was ohne Züge: Farben und Lich scheinen es der Stadt Reims angetan zu haben. Die Oper wurde abends mit stetig wechselnden Farben angestrahlt
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Und auf der Front der Kathedrale gab es eine Videoprojektion
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Die Kathedrale ist einen Besuch wert: Unglaublich hell verglichen mit anderen Kathedrale (wie etwa Notre Dame de Paris) und mit tollen Fenstern. Rosette im Seitenarm
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Beim Chagall-Fenster wurden Erinnerungen an mein Reli-Buch aus der Schule wach: Das war auch voll mit Chagall-Bildern
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In der Innenstadt war Weihnachtsmarkt. Neben dem üblichen: Glühwein, Kitsch und Kerzen, gab es auch Stände die Champagner verkauft haben. Prost.
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Das solls gewesen sein, vom kleinen Ausflug in die Champagne. Freue mich über Rückmeldungen.

Salut
Charly

[FR] Tram de Reims

alleo, Montag, 15.12.2014, 02:16 (vor 4176 Tagen) @ kcp

Danke fuer diese wunderbaren Bilder dieses wunderschoenen reseau de tramway

Wie man auf einem deinen Bilder sehen kann, ist das "Farbkonzept" mit Einfuehrung der Strassenbahn auch auf die Busse angewandt worden.

Der TGV-Bahnhof dient uebrigens nur Zuegen die nicht Paris ansteuern. Reims "Hbf" und Paris Est sind direkt verbunden, in 45 Minuten.

[FR] Tram de Reims

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Montag, 15.12.2014, 07:48 (vor 4175 Tagen) @ kcp

Danke für die Bilder!

Ich weiß nicht, woran es liegt, aber ich finde -egal in welcher Stadt- die Straßenbahnen in Frankreich einfach nur häßlich. Okay, die hier sind nicht so schlimm wie die in Marseille, aber trotzdem, schön geht anders.

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Laß mich mal nachdenken, an was erinnert mich das.... Ach ja, das war's.

Assoziative Grüße,
der Colaholiker

[FR] Tram de Reims

Benjamin.Keller, Montag, 15.12.2014, 15:33 (vor 4175 Tagen) @ Colaholiker

Ich weiß nicht, woran es liegt, aber ich finde -egal in welcher Stadt- die Straßenbahnen in Frankreich einfach nur häßlich.

Echt? Mir ging es genau andersherum, ich finde Form und matte Farbe der Bahn ausgesprochen gut und bewunderte bereits die Fähigkeit der Franzosen, attraktiv anzuschauende ÖPNV-Systeme aufzubauen. Besonders gelungen finde ich, dass die Fahrzeuge nicht voller Aufkleber mit Werbung, Schriftzügen, Betreiber- und Verkehrsbetriebslogo und/oder Länderflaggen sind...

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Tramdesign (3 Bilder)

Alphorn (CH), Montag, 15.12.2014, 15:47 (vor 4175 Tagen) @ Benjamin.Keller
bearbeitet von Alphorn (CH), Montag, 15.12.2014, 15:49

Eins muss man den Franzosen jedenfalls lassen: Die Designs, egal wie man dazu steht, sind mutig. Sowas sieht man sonst nur in Japan. Mir gefällt eigentlich das Abweichen vom Einheitsbrei im restlichen Europa. Zudem haben die "Nasen" unter der Front oft auch eine Unfallschutzfunktion, insbesondere für Fussgänger.

Marseilles:
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Tours:
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Lyon:
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Ich bewundere den Mut der Franzosen...

kcp, Montag, 15.12.2014, 15:57 (vor 4175 Tagen) @ Alphorn (CH)

...sowohl beim Design als auch bei der Technik (Stichwort APS).

Stimme Dir zu - Jedes der Designs hat was. Die drei Städte stehen auch noch auf meiner Todo-Liste für irgendwann.

[FR] Tram de Reims

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Dienstag, 16.12.2014, 07:45 (vor 4174 Tagen) @ Benjamin.Keller

Echt? Mir ging es genau andersherum, ich finde Form und matte Farbe der Bahn ausgesprochen gut und bewunderte bereits die Fähigkeit der Franzosen, attraktiv anzuschauende ÖPNV-Systeme aufzubauen. Besonders gelungen finde ich, dass die Fahrzeuge nicht voller Aufkleber mit Werbung, Schriftzügen, Betreiber- und Verkehrsbetriebslogo und/oder Länderflaggen sind...

Farblich finde ich die Bahnen auch gut, ohne Frage. Gerade Frankfurt ist mit diesem Türkiston ja wirklich kein Paradebeispiel für ansprechende Farbgestaltung der Fahrzeuge. Auch daß die Franzosen attraktive Straßenbahnsysteme ist lobenswert. Aber die Frontgestaltung finde ich einfach nicht schön. Wenn ich mir die Bilder von Alphorn anschaue, gruselt's mich. Marseille hatte ich ja schon genannt, dieses riesige dritte Spitzenlicht hat was von Zyklop. Tours hat irgendwie vergessen, den Bahnen überhaupt eine Frontpartie zu geben, und Lyon erinnert mich auch an was, aber ich komme gerade nicht drauf. Bis dahin belassen wir es mal bei "hochgeklappter Klobrille".

Wenn ich das jetzt mal vergleiche mit den "S-Wagen" in Frankfurt, der aktuellsten Straßenbahngeneration, offiziell Bombardier Fleyity Classic, gefallen mir diese doch deutlich besser. Als Beispiel habe ich hier mal die baugleichen Fahrzeuge aus Adelaide (die Form der Front ist die gleiche, aber Adelaide hat die schönere Lackierung): Bombardier Flexity Classic Adelaide Als Vergleich dazu unsere Frankfurter in der einfallslosen Lackierung:S-Wagen Frankfurt am Main
Ich bin ansonsten kein großer Fan dieser Fahrzeuge (aus technischen/betrieblichen Gründen, aber im Gegensatz zu den Beispielen aus Frankreich finde ich, daß diese Wagen einfach ein "hübscheres Gesicht" haben.

Ausführlicher beschreibende Grüße,
der Colaholiker

[FR] Tram de Reims

Sören Heise, Region Hannover, Montag, 15.12.2014, 08:36 (vor 4175 Tagen) @ kcp

Moin Charly,

besten Dank für diesen Bericht und auch andere, bei denen ich mich nicht gemeldet habe.
Auf den Aufnahmen kommt sehr gut zur Geltung, wie die neuen Straßenbahnen in den Stadtraum eingefügt wurden. Und auch, daß fast jede Stadt trotz Fahrzeugen von der Stange ihr Design erhalten hat. Müßte man mal im Original sehen, aber mir gefällt es.


Viele Grüße
Sören

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Verstehen Sie Bahnhof!
Europa: Linkliste Fahrplantabellen und mehr

Erstaunlich kleiner Spalt

Alphorn (CH), Montag, 15.12.2014, 09:30 (vor 4175 Tagen) @ kcp

An der Endstation "Neufchâtel" trifft auf rot auf lila.
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Immer wieder erstaunlich, wie gut die Franzosen den Spalt zwischen Fahrzeug und Bahnsteig im Griff haben. In der Schweiz braucht man überall Klapp- oder Schiebetritte, bei deutschen S-Bahnen nimmt man einen Spalt von 5 bis 10 cm in Kauf - nur die Franzosen kriegen ohne jede Hilfsmittel den Spalt auf wenige cm runter. Woran das wohl liegt? Andere Vorschriften betreffend Lichtraumprofil?

Eines ist allerdings klar: Mit dem französischen System sind behindertengerechte Haltestellen in Kurven nicht machbar - mit Schiebetritten hingegen schon.

Erstaunlich kleiner Spalt

ALR997, Dienstag, 16.12.2014, 23:00 (vor 4174 Tagen) @ Alphorn (CH)

An der Endstation "Neufchâtel" trifft auf rot auf lila.
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Immer wieder erstaunlich, wie gut die Franzosen den Spalt zwischen Fahrzeug und Bahnsteig im Griff haben. In der Schweiz braucht man überall Klapp- oder Schiebetritte, bei deutschen S-Bahnen nimmt man einen Spalt von 5 bis 10 cm in Kauf - nur die Franzosen kriegen ohne jede Hilfsmittel den Spalt auf wenige cm runter. Woran das wohl liegt? Andere Vorschriften betreffend Lichtraumprofil?

Ich glaube, was das angeht, ist ordentliche Planung einfach alles. Wenn Fußboden- und Bahnsteighöhe mal zueinander passen ist das die halbe Miete. Wenn der Bahnsteig gerade ist, kann man dann den Abstand so schmal machen wie man will, würde ich behaupten. (Klar es gibt einen gewissen Mindestabstand, aber der dürfte eingehalten sein)

Eines ist allerdings klar: Mit dem französischen System sind behindertengerechte Haltestellen in Kurven nicht machbar - mit Schiebetritten hingegen schon.

Dann baut man eben nicht in Kurven. In Stadtverkehrssystemen sollte das gut machbar sein...

Erstaunlich kleiner Spalt

Alphorn (CH), Dienstag, 16.12.2014, 23:58 (vor 4174 Tagen) @ ALR997

Ich glaube, was das angeht, ist ordentliche Planung einfach alles.

Tja, wird denn im Rest von Europa nirgends ordentlich geplant? Ich kenne ausser in Frankreich kein behindertengerechtes Strassenbahnsystem ohne Schiebe- oder Klapptritte.

Vielleicht liegt es daran, dass die Franzosen besonders eifrig Trams abgebaut haben und jetzt besonders eifrig wieder aufbauen. Bei Neubauten kann man viel besser gleich alles auf Behindertengerechtigkeit auslegen... indem man zum Beispiel keine Haltestellen in Kurven baut.

Bsp. DE Lichtraumprofil EBO / BOStrab

numi, Mittwoch, 17.12.2014, 00:30 (vor 4174 Tagen) @ ALR997
bearbeitet von numi, Mittwoch, 17.12.2014, 00:31

Auch in Deutschland ist es bei Straßenbahnen so, dass der Abstand zwischen Zug und Bahnsteigkante meist nur sehr gering ist. Grund dafür ist die andere Berechnung des Lichtraumprofils.


Bei der Eisenbahn muss das Lichtraumprofil mit einer maximalen Breite von 3,15 m auch in Kurven bis minimal 250 m Radius eingehalten werden (bei engeren Kurven wird dann Streckenseitig ein größeres Lichtraumprofil bereitgestellt). Das führt dazu, dass die maximal mögliche Fahrzeugbreite auch von der Länge des Drehzapfenabstandes (also letztendlich meist der Wagenlänge) abhängt. Einen Bahnsteig zu bauen der direkt an den Zug angrenzt ist daher nicht möglich. Schließlich muss auch auf gerader Strecke das Lichtraumprofil bereitgestellt werden.

Auch ist ein Zug mit langen Wagen schmaler als ein Zug mit kurzen Wagen. Ein Beispiel für einen Zug mit kurzen Wagen wäre der Lint, der nur 2,75 m breit ist. Eher breite Wagen haben S-Bahn Züge wie die BR 430 mit 3,02 m. Dabei sind beides aktuelle Züge die das selbe Lichtraumprofil voll ausnutzen. Trotzdem ist der Spalt beim Lint ganze 13,5 cm größer!


Bei der Straßenbahn funktioniert diese Berechnung anders. Eine Straßenbahn darf maximal 2,65 m breit sein. In Kurven darf der Lichtraumbedarf aber auf beiden Seiten um ganze 0,65 m steigen (wenn die Strecke außerhalb öffentlicher Straßen verläuft sogar noch mehr). Das führt dazu, dass eine Straßenbahn fast immer 2,65 m breit ist und auch die Bahnsteige direkt daran angrenzen können. Nachteil ist, dass nicht so einfach Bahnsteige in Kurven gebaut werden können und nur eine bestimmte Art von Fahrzeugen eingesetzt werden darf.


Grund für diese Unterscheidung ist, dass die Nutzung der verschiedenen Systeme deutlich unterschiedlich ist. Während auf Eisenbahnstrecken verschiedenen Fahrzeuge fahren, von S-Bahnen über Schnellzüge bis zu Güterzügen, sind auf Straßenbahnen meist nur Fahrzeuge mit eher kleinen Unterschieden unterwegs. Bei der Straßenbahn werden also Fahrzeuge und Infrastruktur direkt aufeinander abgestimmt. Der Einsatz von anderen Fahrzeugen wäre oftmals nicht möglich. Bei der Eisenbahn ist man deutlich flexibler bei den Fahrzeugen, hat aber dafür den größeren Abstand zwischen Zug und Bahnsteigkante.

Bsp. DE Lichtraumprofil EBO / BOStrab

Alphorn (CH), Mittwoch, 17.12.2014, 00:59 (vor 4174 Tagen) @ numi

Das führt dazu, dass eine Straßenbahn fast immer 2,65 m breit ist und auch die Bahnsteige direkt daran angrenzen können.

Tun sie aber nicht. Im Tramland Schweiz gibt es kein einziges Tram, welches ohne Klapp- oder Schiebetritt den maximal erlaubten Spalt von 5 cm herstellt. In Deutschland ist mir auch keines bekannt, ich lasse mich aber gern belehren.

Bsp. DE Lichtraumprofil EBO / BOStrab

Henrik, Mittwoch, 17.12.2014, 02:03 (vor 4174 Tagen) @ Alphorn (CH)

Das führt dazu, dass eine Straßenbahn fast immer 2,65 m breit ist und auch die Bahnsteige direkt daran angrenzen können.

Tun sie aber nicht. Im Tramland Schweiz gibt es kein einziges Tram, welches ohne Klapp- oder Schiebetritt den maximal erlaubten Spalt von 5 cm herstellt. In Deutschland ist mir auch keines bekannt, ich lasse mich aber gern belehren.

..noch nicht.

vgl.
§ 8 Abs. 3 Satz 3 PBefG
Der Nahverkehrsplan hat die Belange der in ihrer Mobilität oder sensorisch eingeschränkten Menschen mit dem Ziel zu berücksichtigen, für die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs bis zum 1. Januar 2022 eine vollständige Barrierefreiheit zu erreichen.

In z.B. Hannover werden die Niedrigbahnsteige weiter nach und nach umgestaltet zu Hochbahnsteige.
die künftige neue Stadtbahn der dritten Generation (TW 3000) ist ohne Klapptrittstufen ausgerüstet.

Bsp. DE Lichtraumprofil EBO / BOStrab

safe go, Chemnitz, Mittwoch, 17.12.2014, 09:09 (vor 4173 Tagen) @ Alphorn (CH)
bearbeitet von safe go, Mittwoch, 17.12.2014, 09:10

Das führt dazu, dass eine Straßenbahn fast immer 2,65 m breit ist und auch die Bahnsteige direkt daran angrenzen können.


Tun sie aber nicht. Im Tramland Schweiz gibt es kein einziges Tram, welches ohne Klapp- oder Schiebetritt den maximal erlaubten Spalt von 5 cm herstellt. In Deutschland ist mir auch keines bekannt, ich lasse mich aber gern belehren.

Was ist das Kriterium für ein solches gewünschtes Beispiel? Müssen ausnahmslos alle (Regel-)Haltestellen der Straßenbahn den ebenerdigen Einstieg ermöglichen, d.h. es gibt keine straßenbündigen Haltestellen ohne aufgehöhte Fahrbahn mehr?
Dann haben es natürlich die gewachsenen deutschen Straßenbahnsysteme schwer gegen das französische Vorbild, welches weitgehend neu errichtet wurde.

Neue Trams ohne Spaltüberbrückung

Alphorn (CH), Mittwoch, 17.12.2014, 13:54 (vor 4173 Tagen) @ safe go

Was ist das Kriterium für ein solches gewünschtes Beispiel? Müssen ausnahmslos alle (Regel-)Haltestellen der Straßenbahn den ebenerdigen Einstieg ermöglichen, d.h. es gibt keine straßenbündigen Haltestellen ohne aufgehöhte Fahrbahn mehr?

Nein, das meine ich nicht. Ich spreche von Neubau-Haltestellen: Gibt es in Deutschland Tramsysteme, welche an neuen oder erneuerten Haltestellen ohne Spaltüberbrückung (Klapp- oder Schiebetritt) auskommen und dann einen Spalt von unter 5 cm haben? Ich denke nicht; denn Trams ohne Spaltüberbrückung sind in Kurvenhaltestellen nicht behindertentauglich.

Das macht halt die neuen französischen Trams beeindruckend. Die kommen alle ohne aus. Das macht die Trams billiger, zuverlässiger und schneller - die Spaltüberbrückung braucht immer etwas Zeit bei der Türöffnung. Nachteil ist, dass man entweder gar keine Kurvenhaltestellen mehr hat (bei Neubaulinien machbar) oder in Kauf nimmt, dass sie nicht rollstuhltauglich sind.

Neue Trams ohne Spaltüberbrückung

safe go, Chemnitz, Mittwoch, 17.12.2014, 18:04 (vor 4173 Tagen) @ Alphorn (CH)

Was ist das Kriterium für ein solches gewünschtes Beispiel? Müssen ausnahmslos alle (Regel-)Haltestellen der Straßenbahn den ebenerdigen Einstieg ermöglichen, d.h. es gibt keine straßenbündigen Haltestellen ohne aufgehöhte Fahrbahn mehr?


Nein, das meine ich nicht. Ich spreche von Neubau-Haltestellen: Gibt es in Deutschland Tramsysteme, welche an neuen oder erneuerten Haltestellen ohne Spaltüberbrückung (Klapp- oder Schiebetritt) auskommen und dann einen Spalt von unter 5 cm haben? Ich denke nicht; denn Trams ohne Spaltüberbrückung sind in Kurvenhaltestellen nicht behindertentauglich.

Da muss ich mal mit dem Lineal losziehen. Ich überlege nur gerade, welche Endpunkte ohne Betriebshaltestelle Neubaubahnsteige haben. Denn an einer Unterwegshaltestelle will ich das (außer bei Anschlussgewährung) nicht zu messen probieren. ;-)

Fürs Erste verweise ich vereinfacht auf die wikipedia: Dresdner Combibord. Die Primärquelle ist hier (Heft 3) zu finden.

Stadtbahn Hannover

telemaxx, Bremen, Hannover, Donnerstag, 18.12.2014, 13:46 (vor 4172 Tagen) @ Alphorn (CH)

In Hannover ist mit den TW 2000 ("Silberpfeil") der Abstand zwischen Hochbahnsteig und Zug auf 7,5 cm gesunken. Siehe die Seiten 12 und 13 dieses Berichts.

Der neue Zug TW 3000, der ab April nächsten Jahres eingesetzt werden soll, hat einen noch kleineren Spalt zwischen Bahnsteig und Zug und dürfte den 5 cm sehr nahe kommen.

Zitat: „Der neue Stadtbahnwagen ist so konstruiert, dass der Spalt zwischen Tür und Bahnsteigkante geringer ist als beim Silberpfeil.“ Quelle

[FR] Tram de Reims frage wegen APS

baeckerman83, Montag, 15.12.2014, 22:04 (vor 4175 Tagen) @ kcp

Wie funktionier das mit der Stromschiene? Wie ist sicher gestellt das nichts passiert wenn eine Person drauf tritt oder gar stürzt?

[FR] Tram de Reims frage wegen APS

guru61, Arolfingen, Dienstag, 16.12.2014, 07:47 (vor 4174 Tagen) @ baeckerman83

Wie funktionier das mit der Stromschiene? Wie ist sicher gestellt das nichts passiert wenn eine Person drauf tritt oder gar stürzt?

Aus Wiki:
Die Technik Alimentation par le Sol (kurz APS, deutsch etwa Stromversorgung aus dem Boden), die die Mittelstromschiene für Straßenbahnen wieder belebte, stammt aus Frankreich und wurde von der heute zum Alstom-Konzern gehörenden Firma Innorail entwickelt. Sie wurde zuerst bei der Straßenbahn Bordeaux angewendet.

Bei diesem System befindet sich zwischen den beiden Schienen eine Stromschiene, die 750 Volt Gleichspannung führen kann. Die Stromschiene ist in einzelne Sektionen unterteilt. Jede Sektion besteht aus einer acht Meter langen spannungsführenden Schiene und einem drei Meter langen isolierten Abschnitt. Wird die Stromschiene von einer Straßenbahn überfahren, sendet diese per Funk ein codiertes Signal aus, das jenen Abschnitt der Stromschiene aktiviert, der sich zur Gänze unter dem Fahrzeug befindet. Es können maximal zwei der elf Meter langen Segmente gleichzeitig aktiviert werden. Bevor die Straßenbahn ein Segment verlässt, wird es abgeschaltet und aus Sicherheitsgründen geerdet. Bislang wird diese Technik nur von Alstom angeboten.

Also alle 11 Meter einen Doppel-Schalter.

Gruss Guru

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