Fernverkehr rund um die Mosel und Saar (Allgemeines Forum)
Fernverkehr rund um die Mosel-(Strecke)
Fernverkehr war an der Mosel schon
immer eine Art Rarität, doch was passiert wenn die Deutsche Bahn selbst eine
Anbindung immer unattraktiver gestaltet und die Einstellung provoziert? Und
welche Nachtteile gestalten sich daraus für die Region und das Großherzogtum
Luxemburg?
Ab 1971 wurde immer
wieder die Eingliederung in das ehemalige Inter-City gefordert, doch auch 1973
gab es nur eine City-D-Zug Verbindung mit drei Zugpaaren von Saarbrücken über
die Saar-, Mosel- und linke Rheinstrecke nach Düsseldorf, doch 1978 wurde diese
Verbindung eingestellt. Ab ungefähr 1980 gab es eine tägliche Verbindung mit
dem D-Zug 802 (Saarbrücken – Trier – Koblenz – Köln – Essen - Gelsenkirchen –
Dortmund) und 803 (Dortmund – Gelsenkirchen – Koblenz – Saarbrücken), aber 1988
wurde, mit der Einführung der Inter-Regios, auch diese Verbindung eingestellt.
In den 90er Jahre gab es sogar zeitweise eine stündliche Verbindung über die Moselstrecke
bis Koblenz und teilweise weiter ins Ruhrgebiet. In Richtung Großherzogtum gab
es zeitweise sogar Verbindungen nach Metz und regelmäßige Verbindungen nach
Luxemburg. Auch zwei tägliche Verbindungen über die Eifelstrecke, von Trier
aus, Richtung Emden wurden verwirklicht, doch schon Mitte 1991 gab es diese
zwei Verbindungen nicht mehr. Dafür gab es ab dem Fahrplanjahr 1991 immer mehr
internationale und längere Streckenverbindungen, vertreten waren Züge in Richtung
Bregenz und teilweise weiter bis Landeck, Norddeich und ein nächtliches Zugpaar
nach Port-Bou und von Cerbere von Köln und nach Köln. Des Weiteren gab es im
Verlauf der 90er Jahre Verbindungen nach Bremerhaven, Cuxhaven, Greifswald,
Oldenburg, Lübeck. Nach Österreich gab es ab 1994 nur noch ein Zugpaar (nach
Landeck) und ab `96 wurde dieses verlängert nach Innsbruck. Nach der
Jahrhundert-Wende wurde der Fernverkehr an Saar und Mosel kontinuierlich abgebaut,
2001 fiel die Verbindung nach Port-Bou weg und weitere Verbindungen ins Ausland
wurden auf Verläufe bis Luxemburg eingeschränkt, in Richtung Norden auf
Münster, doch ein sicherer Zwei-Stunden-Takt mit einigen Taktverstärkern war
vorhanden. Ab 2001 wurde der Fernverkehr an der Saarstrecke eingestellt. Ende 2002 kamen wieder Verbindungen von Trier bis
Norddeich und Emden dazu. Trier konnte ab 2005 erstmals mit Zügen der
Produktklasse A erreicht werden, es fuhr ein tägliches ICE-Zugpaar von Trier
bis Berlin, welches nach geraumer Zeit aber auf einen werktäglichen Verkehr beschränkt
wurde und Ende 2011 eingestellt wurde. Die Moselstrecke wurde seit 2010 immer
weniger von Fernzügen besucht, der, mittlerweile instabile Zwei-Stunden-Takt,
wurde immer mehr ausgedünnt auf ausgewählte Verkehrstage mit drei Zugpparen.
2013 war das Aus der Strecke besiegelt, es verkehrten nur noch zwei Zugpaare zu
unattraktiven Zeiten für Tagesausflüge an die Mosel und ins Großherzogtum. Und
heute, am 12.12.2014 fuhr der letze durchgehende Inter-City (IC132) die Mosel südwärts
entlang und kam dort um 19:12 Uhr mit einer 23-minüten Verspätung an. Am
morgigen Samstag (13.12.2014) fahren noch IC231 und IC133 die Mosel nordwärts
entlang.