Spiegel: DB plant Abschaffung der Bahncard... (Allgemeines Forum)
moonglum, Hagen, Donnerstag, 04.12.2014, 08:48 (vor 4143 Tagen)
bearbeitet von moonglum, Donnerstag, 04.12.2014, 08:52
Die Deutsche Bahn plant einem Medienbericht zufolge eine Abschaffung der BahnCard und andere Einsparungen im Fernverkehr. Auch die Streichung aller Nachtzüge sei im Gespräch, berichtete der Radiosender HR Info am Donnerstag unter Berufung auf eine vertrauliche Vorlage für den Aufsichtsrat.
Quelle:
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/dermorgen-spiegelonline-echtzeit-nachrichten-...
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Schöne Grüße aus den EC 6/7/8/9,
wo es Wein in Karaffen, keine Mikrowelle und kein in Schüsseln gepamptes Essen gibt.
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Spiegel: DB plant Abschaffung der Bahncard...
railan, Augsburg, Donnerstag, 04.12.2014, 09:01 (vor 4143 Tagen) @ moonglum
bearbeitet von railan, Donnerstag, 04.12.2014, 09:03
Nehmen wir mal den hier:
http://www.welt.de/wirtschaft/article135005616/Deutsche-Bahn-will-die-Bahncard-abschaff...
Passt zum Konzept.
Als nächster Schritt werden dann die Schienen abgeschafft und die Trassen für LKW und Busse freigegeben.
Spiegel: DB plant Abschaffung der Bahncard...
moonglum, Hagen, Donnerstag, 04.12.2014, 09:05 (vor 4143 Tagen) @ railan
Wenn die DB das tun würde, wäre klarer denn je, dass ihr VON OBEN die eigene Demontage verordnet worden wäre ...
in der Schweiz lachen sich gerade die mich Umgebenden halb schräg, seit diese Meldung im Raum kreist.
Wieder einmal tolle Werbung für DE :-(
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Spiegel: DB plant: Weg mit BC und Nachtzügen
Nachtzugfan, Friedberg (Hessen), Donnerstag, 04.12.2014, 09:24 (vor 4143 Tagen) @ moonglum
Wieder einmal tolle Werbung für DE :-(
Das baldige Ende aller Nachtzüge ist ja seit längerem klar und angesichts des Alters des jetzigen Rollmaterials auch ohne Beschluß von oben unvermeidlich.
in der Schweiz lachen sich gerade die mich Umgebenden halb schräg, seit diese Meldung im Raum kreist.
Bislang gibt es aber noch kaum Fernbusse in der Schweiz. Mal sehen, wer noch lacht, wenn sich das ändert.
Wenn die BC-Abschaffung dazu beiträgt, das kaum überschaubare Tarifwirrwar der Bahn zu lichten, ist das sicherlich sinnvoll. Vor allem die Absurdität, daß der "Normalpreis" der höchste ist, wird hoffentlich endlich korrigiert. Zudem hält der hohe Preis der BC 50 und der nur begrenzte Einsatz (nicht bei Sparpreisen) sowieso viele vom Kauf dieser BC ab. Letztlich braucht man für wirklich preiswertes Bahnfahren beide Bahncards - und das ist eine weitere Absurdität. Im Hinblick auf die BC gibt es also einen ziemlich hohen Änderungsbedarf.
Aufpreiskarte für IC/ICE wieder einführen
ICE-T-Fan, Donnerstag, 04.12.2014, 09:38 (vor 4143 Tagen) @ Nachtzugfan
Was mich am meisten ärgert, dass in Verbünden wie VMT oder anderen die Bahncard50 nur 25% oder teilweise auch gar nicht angerechnet wird. Für 250 € / Jahr ein Witz.
Was ich fordern würde, wäre innerhalb der Verbünde eine Aufpreiskarte für IC/ICE. So kann man kurze Relationen wie Gotha-Erfurt auch mal sinnvoll mit ICE nutzen, wenn gerade mal kein RE fährt.
Aktuell sieht es so aus, Beispiel: Erfurt-Eisenach:
ohne BC
ICE-Normalpreis (DB-Tarifklasse A): 19,50 €
IC-Normalpreis (DB-Tarifklasse B): 14,50 €
NV-Normalpreis (DB-Tarifklasse C): 11,80 €
Sparpreis: 19,00 €
mit BC25
ICE-Normalpreis: 14,60 €
IC-Normalpreis: 10,85 €
NV-Normalpreis: 8,85 €
Sparpreis: 14,25 €
mit BC50
ICE-Normalpreis: 9,75 €
IC-Normalpreis: 7,25 €
RB-Normalpreis: 5,90 €
Eine Verbundfahrkarte würde auf dieser Relation, vergleichbar mit Jena-Erfurt, etwa 9,00 € kosten.
Daher sollte es ein neues Preismodell geben:
NV-Verbundtarif: 9,00 €
IC-Aufpreis: 2,00 € (11,00 € Gesamt)
ICE-Aufpreis: 4,00 € (13,00 € Gesamt)
Zudem sollte es für Relationen unter 150 km noch einen Sparpreis für 9,90 € geben.
Spiegel: DB plant: Weg mit BC und Nachtzügen
guru61, Arolfingen, Donnerstag, 04.12.2014, 10:10 (vor 4143 Tagen) @ Nachtzugfan
Bislang gibt es aber noch kaum Fernbusse in der Schweiz. Mal sehen, wer noch lacht, wenn sich das ändert.
Es wird auch keine geben im Inland.
Wenn das Parlament das beschliessen würde, unterstünde dieser Beschluss dem fakultativen Referendum.
http://www.parlament.ch/d/wissen/parlamentswoerterbuch/seiten/referendum-fakultatives.aspx
Da kannst du Gift drauf nehmen, dass die 50'000 Unterschriften zustande kommen und die Vorlage vors Volk kommt.
Und dass das Volk dem nicht zustimmen würde, wäre das wahrscheinlichte Szenario.
Aber soweit wird es wahrscheinlich nicht kommen: Die Vorlage würde sehr wahrscheinlich schon im Vernehmlassungsverfahren zerfetzt werden:
http://www.admin.ch/ch/d/gg/pc/
Gruss Guru
"individuelle Rabatte nach Kundenumsatz"
bskf, Donnerstag, 04.12.2014, 09:38 (vor 4143 Tagen) @ railan
Na, da sollte doch z.B. moonglum keine Probleme mit haben, weiter günstige Tickets zu bekommen.
Ob dann auch das Bonuspunktesystem oder zumindest die Freifahrten abgeschafft werden. Das wäre mal wieder der Klassiker: Erst exzessiv bewerben und dann aufgrund des großen Erfolgs und der intensiven Nutzung abschaffen......
Grüße,
bskf
Spiegel: DB plant Abschaffung der Bahncard...
CNL484, Donnerstag, 04.12.2014, 11:36 (vor 4143 Tagen) @ railan
Naja irgendwo muss ja die Lohnerhöhung bezahlt werden der Lokführer. Also wundert mich nicht das wieder gestrichen wird und eingespart wird. Ist nun mal eine DB AG und verhält sich auch so. Wird jetzt dementiert die Pläne mit der Bahncard um Ruhe zu haben.In 1-2 Jahren holt man sie wieder aus Schrank. Hoffe das bei Nachtzug Streichungen die "ÖBB" weiter den Nachtverkerhr in Deutschland ausbaut. Wenn Hamburg-München gestrichen würde. Würde ich mich freuen über Hamburg-Salzburg über München oder weiter nach Klagenfurt im Sommer.
Ohne Bahncard 50 fahre ich kein ICE mehr
ICE-T-Fan, Donnerstag, 04.12.2014, 09:22 (vor 4143 Tagen) @ moonglum
.. Normalpreise sind mir viel zu teuer und Sparpreise für kurze Relationen uninteressant.
Ohne Bahncard 50 fahre ich kein ICE mehr
moonglum, Hagen, Donnerstag, 04.12.2014, 09:26 (vor 4143 Tagen) @ ICE-T-Fan
Glaubst Du, ich würde dann noch fahren?
Auf GAR KEINEN FALL ...
Und so werden wieder Hundertausende sich verweigern!
Mehdorn ist ja schon damit gescheitert, Grube würde sich damit seine eigene graben.
Nur, ich haben den Eindruck, dass sich hier etwas geändert hat:
Heutzutage wird einfach GEMACHT, komme, was da wolle.
Die Bahncards müssten vor Allem preiswerter werden!
Die Sparpreise dürften nicht teilweise noch billiger sein!
Also besser weg mit den Sparpreisen.
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Ohne Bahncard 50 fahre ich kein ICE mehr
Burkhard, Donnerstag, 04.12.2014, 09:29 (vor 4143 Tagen) @ moonglum
Glaubst Du, ich würde dann noch fahren?
Auf GAR KEINEN FALL ...
Nach allem, was Du hier im Forum zu Deinem zukünftigen Reiseverhalten bisher schon geschrieben hast... glaube ich gar keine Aussage von Dir dazu.
Ohne Bahncard 50 fahre ich kein ICE mehr
moonglum, Hagen, Donnerstag, 04.12.2014, 09:34 (vor 4143 Tagen) @ Burkhard
Das musst Du ja auch nicht :-)
Fühle dich frei zu denken und zu tun, was Du magst.
Und sei Dir sicher, dass ich in diesem Jahr gegenüber 2007 tatsächlich nur c.a 70.000 Bahnkilometer weniger gefahren bin.
Für den Fall, dass Du eine Statistik über mich führst, kannst Du mal schauen, ob deine oder meine genauer ist.
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Das Konzept muss nicht schlecht sein!
Burkhard, Donnerstag, 04.12.2014, 09:32 (vor 4143 Tagen) @ ICE-T-Fan
.. Normalpreise sind mir viel zu teuer und Sparpreise für kurze Relationen uninteressant.
Das ist - beim heutigen Preissystem - sicherlich richtig. Die Normalpreise sind eigentlich unerschwinglich.
Gleichzeitig ist es aber doch so, dass kaum jemand mit dem Normalpreis unterwegs ist. Insofern könnte ist doch erst mal abzuwarten, was genau in diesem neuen Preismodell drinsteht. Die Reaktion auf den Fernbus ist sicherlich nicht, die Abschaffung der BahnCard bei unveränderten Normalpreisen. Falls doch, kann der Fernverkehr sich gleich selbst einstellen.
genau!
HolyPetrus, Berlin, Donnerstag, 04.12.2014, 09:40 (vor 4143 Tagen) @ Burkhard
*owt*
Ohne Bahncard 50 fahre ich kein ICE mehr
sylterjung, Donnerstag, 04.12.2014, 09:35 (vor 4143 Tagen) @ ICE-T-Fan
Nichtreisende soll man nicht aufhalten
Ohne Bahncard 50 fahre ich kein ICE mehr
ICE-T-Fan, Donnerstag, 04.12.2014, 09:41 (vor 4143 Tagen) @ sylterjung
Ich bin da sicherlich nicht der einzige. Wenn ich sehe wie viele Studenten und junge Leute eine Bahncard haben und damit Freitags und Sonntags von der Uni zu ihren Eltern oder Freunden pendeln.
Studenten
Mario-ICE, Donnerstag, 04.12.2014, 18:14 (vor 4143 Tagen) @ ICE-T-Fan
Ich bin da sicherlich nicht der einzige. Wenn ich sehe wie viele Studenten und junge Leute eine Bahncard haben und damit Freitags und Sonntags von der Uni zu ihren Eltern oder Freunden pendeln.
Ist es nicht eher so, dass die Bahn nicht aufpassen muss eine ganze Generation an andere Verkehrsmittel zu verlieren. Wenn ich mich in diesem Klientel umhöre gibt es Mitfahrzentrale, Fernbus und wieder Mitfahrzentrale. Auf die Frage Bahn bekomme ich heute nur erstaunte und ungläubige Gesichter zu sehen und die Aussage viel zu teuer. Nun könnte es sein das ich gerade an die Spezies "Billig, egal wie" gekommen bin oder wie ist eure Meinung?
Studenten
Thomas, Donnerstag, 04.12.2014, 18:26 (vor 4143 Tagen) @ Mario-ICE
ich komme aus eigner Erfahrung zu genau der gleichen Einschätzung. Leider ist es genau so, wie du beschrieben hast.
Studenten
Felix, Göttingen, Donnerstag, 04.12.2014, 18:31 (vor 4143 Tagen) @ Mario-ICE
bearbeitet von Felix, Donnerstag, 04.12.2014, 18:33
Ist es nicht eher so, dass die Bahn nicht aufpassen muss eine ganze Generation an andere Verkehrsmittel zu verlieren. Wenn ich mich in diesem Klientel umhöre gibt es Mitfahrzentrale, Fernbus und wieder Mitfahrzentrale. Auf die Frage Bahn bekomme ich heute nur erstaunte und ungläubige Gesichter zu sehen und die Aussage viel zu teuer. Nun könnte es sein das ich gerade an die Spezies "Billig, egal wie" gekommen bin oder wie ist eure Meinung?
Ich glaube, es gibt zwar eine langfristige Gewöhnung bzw. "Bindung" entweder daran, autolos zu leben, oder daran, ein Auto zu besitzen. Aber wenn man autolos lebt, dann spielt bei der Wahl zwischen verschiedenen Verkehrsmitteln Gewöhnung oder eine langfristig gewachsene Vorliebe kaum eine Rolle. Dies zu verstehen scheint vielen Leuten Schwierigkeiten zu machen, wenn sie nicht wissen, wie es sich anfühlt, mit wenig Geld auskommen zu müssen.
Also, wer es sich leisten kann, wird das bessere Angebot vorziehen, egal, womit er früher gefahren ist. Ich kenne übrigens jemanden, früher Student, inzwischen wissenschaftlicher Mitarbeiter, früher hat er immer über die Bahn und ihre Preise geschimpft und ist nach Möglichkeit mit der billigeren Mitfahrgelegenheit gefahren, seitdem hat sich seine finanzielle Situation aber erheblich gebessert und heute fährt er immer Bahn.
Studenten
tose25, Donnerstag, 04.12.2014, 20:23 (vor 4143 Tagen) @ Mario-ICE
bearbeitet von tose25, Donnerstag, 04.12.2014, 20:25
Kann ich bestätigen. Gerade durch die inzwischen sehr hohen Wohnkosten in den Großstädten sind 400 Euro für ein WG Zimmer keine Seltenheit. Wenn man bedenkt, dass der Bafög Höchstsatz bei etwa 590 Euro liegt, bleibt da wirklich nicht mehr viel, selbst mit Nebenjob. Da nicht jeder die großen Möglichkeiten des DB-Buchungssystems inklusive ecoupons usw kennt, werden dann eben andere Alternativen genommen. Es ist also nicht unbedingt die Billig-Mentalität. Sonderangebote, wie dieses 4-Fahrten-Ticket für 89 Euro aus diesem Jahr haben kaum die Chance, bei den Studierenden bekannt zu werden, gerade weil ja an jeder Ecke Werbung zu finden ist. Mein Vorschlag wäre ja, der Personengruppe 15-18 Jahre (und Studierende bis 26 Jahre) 25 Prozent Rabatt zu gewähren, ähnlich wie Kindern 50 Prozent Rabatt gewährt wird. Übrigens: Diejenigen, die ein Semester-NRW-Ticket haben, fahren durchaus öfter mit der Bahn.
Studenten
RhBDirk, Donnerstag, 04.12.2014, 20:37 (vor 4143 Tagen) @ tose25
Kann ich bestätigen. Gerade durch die inzwischen sehr hohen Wohnkosten in den Großstädten sind 400 Euro für ein WG Zimmer keine Seltenheit. Wenn man bedenkt, dass der Bafög Höchstsatz bei etwa 590 Euro liegt, bleibt da wirklich nicht mehr viel, selbst mit Nebenjob. Da nicht jeder die großen Möglichkeiten des DB-Buchungssystems inklusive ecoupons usw kennt, werden dann eben andere Alternativen genommen. Es ist also nicht unbedingt die Billig-Mentalität. Sonderangebote, wie dieses 4-Fahrten-Ticket für 89 Euro aus diesem Jahr haben kaum die Chance, bei den Studierenden bekannt zu werden, gerade weil ja an jeder Ecke Werbung zu finden ist. Mein Vorschlag wäre ja, der Personengruppe 15-18 Jahre (und Studierende bis 26 Jahre) 25 Prozent Rabatt zu gewähren, ähnlich wie Kindern 50 Prozent Rabatt gewährt wird. Übrigens: Diejenigen, die ein Semester-NRW-Ticket haben, fahren durchaus öfter mit der Bahn.
Für bis 18jährige gibts die Jugend BahnCard
http://www.bahn.de/p/view/bahncard/ueberblick/jugendbahncard25.shtml?dbkanal_007=L01_S0...
Für Studenten bis 26 rabattierte BahnCards - zumindest 25er und 50er
Studenten
tose25, Donnerstag, 04.12.2014, 20:49 (vor 4143 Tagen) @ RhBDirk
Dass es die JugendBahnCard und die ermäßigte BahnCard für Studierende gibt, weiß ich auch. Meine Idee bezieht sich ja auf den eigentlichen Fahrkartenpreis und nicht die BahnCard. Das mit den ermäßigten BahnCards wissen übrigens auch die meisten anderen Studierende, das ändert aber nichts an deren Abwanderung.
zur ermäßigten Bahncard und pendelnden Studenten
ALR997, Donnerstag, 04.12.2014, 21:55 (vor 4143 Tagen) @ RhBDirk
Kann ich bestätigen. Gerade durch die inzwischen sehr hohen Wohnkosten in den Großstädten sind 400 Euro für ein WG Zimmer keine Seltenheit. Wenn man bedenkt, dass der Bafög Höchstsatz bei etwa 590 Euro liegt, bleibt da wirklich nicht mehr viel, selbst mit Nebenjob. Da nicht jeder die großen Möglichkeiten des DB-Buchungssystems inklusive ecoupons usw kennt, werden dann eben andere Alternativen genommen. Es ist also nicht unbedingt die Billig-Mentalität. Sonderangebote, wie dieses 4-Fahrten-Ticket für 89 Euro aus diesem Jahr haben kaum die Chance, bei den Studierenden bekannt zu werden, gerade weil ja an jeder Ecke Werbung zu finden ist. Mein Vorschlag wäre ja, der Personengruppe 15-18 Jahre (und Studierende bis 26 Jahre) 25 Prozent Rabatt zu gewähren, ähnlich wie Kindern 50 Prozent Rabatt gewährt wird. Übrigens: Diejenigen, die ein Semester-NRW-Ticket haben, fahren durchaus öfter mit der Bahn.
Für bis 18jährige gibts die Jugend BahnCard
http://www.bahn.de/p/view/bahncard/ueberblick/jugendbahncard25.shtml?dbkanal_007=L01_S0...
Die Jugend BahnCard (die ich ja auch noch besitze) ist eigentlich ein perfektes Angebot. Das Problem ist: mit 18 geht man in der Regel noch zur Schule. Ich persönlich habe den Vorteil, dass ich die Karte noch wenigstens ein Jahr nutzen kann.
Für Studenten bis 26 rabattierte BahnCards - zumindest 25er und 50er
Mal ne Frage: sind die Preise (z.B. ermäßigte BC25 41€) pro MONAT oder pro JAHR ?
Ich denke mir, einerseits wäre es logisch, dass die Preise pro Jahr sind, andererseits steht absolut nirgendwo, in welchem Rhythmus die Zahlung fällig wird. Kann da jemand nachhelfen?
Ich finde dieses Angebot wirklich gut - wenn ich mir die Preise so anschaue sind 127€ im Jahr (erm. BC50/2. Klasse) selbst für ganz arme Studenten noch erschwinglich.
Eine ermäßigte BC110 wäre natürlich auch schön, dafür gäbe es seitens der Bahn aber vermutlich keinen Anreiz.
Was die Verkehrsmittelwahl angeht:
Meine bisherige Erfahrung ist folgende: Wer ein Auto hat, der nutzt dieses in der Regel - egal ob er weite oder kurze Strecken zwischen Hochschulstandort und Wohnort zurücklegen muss. Wer das nicht hat, der sucht sich die Kombination aus "möglichst günstig - möglichst schnell - möglichst einfach". Wer zum Beispiel von Berlin nach Heilbronn will hat folgende Möglichkeiten:
Beispiel: Freitag, 9. Jänner 2015, ab ca. 15 Uhr (möglicherweise zum Vorlesungsende)
Bahn (Normalpreis/NP BC25/günstigster Sparpreis/SP BC25):
Verbindung 1: 2 Umstiege, Fahrzeit: 5:33 h, Preis: 139€/104,25€/111€/83,25€
Verbindung 2: 1 Umstieg, Fahrzeit: 6:27 h, Preis: 129€/96,75€/40,50€; (bei Ankunft vor Mitternacht schon 71€)/33-53€
Bus
Verbindung 3 (Ausstieg in Neckarsulm): 16:30 -> 23:20, 22€
Verbindung 4: 23:00 -> 13:25, Umstieg in Köln (07:00 -> 08:15), 29€
Verbindung 5 (Ausstieg in Neckarsulm): 21:45 -> 05:25, 29,50€
Egal, wie man es dreht und wendet, der Bus ist die schnellste Variante für den gesuchten Tag (ich glaube viel mehr als einen Monat vor Fahrtantritt wird man noch nicht unbedingt die Planungssicherheit haben, wann genau man nach Hause fährt - zumindest geht es vielen Leuten in meinem Umfeld so).
In diesem Fall sieht es so aus:
Top 3 "möglichst günstig": Verbindung 3/Verbindung 4/Verbindung 5
Top 3 "möglichst schnell": Verbindung 1/Verbindung 2/Verbindung 3
Top 3 "möglichst einfach": Verbindung 3/Verbindung 5/Verbindung 2
Möglichst einfach definiere ich in dem Fall als "Umstiegsfrei" oder "so wenige Umstiege wie möglich".
Selbst wenn die günstigste Zugverbindung nur rund 4 Euro teurer ist, als die teuerste Busverbindung, so hat sie das große Manko, dass man erst um etwa 00:40 Heilbronn erreicht. Und wenn man zu einer halbwegs angemessenen Zeit ankommen möchte (etwa 23:00) ist es schon fast der doppelte Preis.
Insofern kann ich die Wahl vieler Studenten auf längeren Strecken, den Fernbus zu nehmen schon nachvollziehen. Im Bus habe ich einen gesicherten Sitzplatz - im Zug muss ich dafür noch knapp 5 Euro zuzahlen. Im Bus habe ich W-Lan - im Zug oft nichtmal mobiles Netz.
Allerdings ist es auch, soweit ich das mitbekomme, üblich, die Preise zu vergleichen oder Mitfahrgelegenheiten zu nutzen. Ein Kommilitone ist tatsächlich vor kurzem nach Hause geflogen - wohl eine einmalige Gelegenheit... ;-)
zur ermäßigten Bahncard und pendelnden Studenten
RhBDirk, Donnerstag, 04.12.2014, 21:59 (vor 4143 Tagen) @ ALR997
Die BahnCard Preise gelten selbstverständlich pro Jahr.
Bei der Jugendbahncard wird nur einmal 10€ fällig.
zur ermäßigten Bahncard und pendelnden Studenten
lululu, Freitag, 05.12.2014, 00:01 (vor 4142 Tagen) @ ALR997
Ich gebe als Student dann auch mal meinen Senf dazu ab :)
Was ich so mitbekomme, kann ich deinen Tendenzen nur zustimmen. Hauptkriterien scheinen möglichst günstig und möglichst schnell zu sein. Wenn es dann auch noch möglichst unkompliziert geht - noch besser.
Bei mir selbst sieht die Sache jetzt nochmal ganz anders aus.
Fernbus fahren funktioniert nicht wirklich.
- Erstens müsste ich neue Wege lernen (ist jetzt noch nicht das größte Problem, heiße aber trotzdem Mobi-Training beantragen, mit der dazugehörigen Papierschlacht mit dem Kostenträger).
- In meinem Fall gäbe es keine Direktverbindung. Da es Seitens der Fernbusanbieter keinerlei Hilfe gibt, ist Umsteigen ein Ding der Unmöglichkeit. Damit ist das KO-Kriterium schon gefunden.
Bei Mitfahrgelegenheiten bestehen die gleichen Probleme wie beim Bus.
Mir bleibt also nur die Bahn übrig.
Ok, ich muss dazu sagen, dass ich in meinem Fall nicht führ die komplette Strecke ein Ticket brauche, wodurch sie der Preis bezogen auf die Gesamtstrecke dann ja auch nochmals reduziert.
Ich gehöre jetzt zur Bahncard 50 Fraktion, da ich erstens nicht 3-4 Wochen im Voraus planen kann und zweitens Sparpreise eine Seltenheit sind, wenn man Freitags und Sonntags unterandrem über die KRM muss. Und wie du sagtest, 127€ für eine BC 50 pro Jahr gehen eigentlich noch.
Fazit: Ich bin jetzt wahrscheinlich kein repräsentatives Beispiel für den heutigen Studenten, aber was ich so an der Uni mitbekomme, stimmen deine Einschätzungen.
--
Grüße
lululu
Die Bahn ist besser als ihr Ruf
Eingleisigkeit, Freitag, 05.12.2014, 00:17 (vor 4142 Tagen) @ ALR997
bearbeitet von Eingleisigkeit, Freitag, 05.12.2014, 00:18
Hallo,
da kann die Bahn sogar an einem Freitagnachmittag mit dem Bus mithalten.
Folgende Verbindung am 09.01.2015 bekomme ich für nur 29 Euro:
+-------------------------+--------+--------+----------+
| Berlin Hbf (tief) | | 16:54 | ICE 1197 |
| Fulda | 20:25 | 21:00 | ICE 885 |
| Würzburg Hbf | 21:32 | 21:37 | RE 4949 |
| Heilbronn Hbf | 23:08 | | |
+-------------------------+--------+--------+----------+
Mit Bahncard 25, die es gerade für 20 Euro/Jahr für Studenten gibt, kostet das ganze also nur 21,75 Euro. Und das bei 06:14 h Fahrzeit!
Problem wie immer: Man findet die guten Verbindungen schwer. In diesem Fall musste man einfach nur "Schnelle Verbindungen bevorzugen" abwählen. Häufig braucht man aber wirklich Fachwissen und Zeit bei der Verbindungssuche. Auf dem ersten Bildschirm gibt es meist nichts günstiges.
Ich habe schon einge meiner Kommilitonen von der Bahn überzeugt. In diesem Fall hätte es sicher auch funktioniert.
Grüße
Eingleisigkeit
Danke, die Verbindung habe ich gar nicht gesehen
ALR997, Freitag, 05.12.2014, 04:44 (vor 4142 Tagen) @ Eingleisigkeit
(Oder bei mir gab es sie halt nicht)
Studenten
Marien, Berlin, Freitag, 05.12.2014, 00:17 (vor 4142 Tagen) @ Mario-ICE
Ich studiere an der Humboldt-Uni in Berlin. Aus meinem Kurs fahren fast alle mit der Bahn innerhalb Berlins. Zu ihren Eltern oder Freunden aber nur die allerwenigsten. Ich bin ja auch am überlegen, ob es nicht bessere Alternativen gibt, zumal mein Stammzug, der Interconnex, ja eingestellt wird.
Für mich ist der Fahrpreis nicht ganz so ausschlaggebend, aber die Bequemlichkeit und Fahrradmitnahme. Gäbe es einen durchgehenden IC von Rostock über Berlin nach Leipzig und vielleicht sogar bis Altenburg oder Gera, würde ich den auch zu Normalpreis mit Bahncard 25 nutzen.
ICE kommt für mich wegen dem Fahrrad nicht in Frage und weil er mir im Vergleich zum IC zu teuer ist ohne irgendeinen Mehrwert zu haben. Schneller sind sie Richtung Leipzig nicht und gerade die schmalen ICE-Baureihen empfinde ich als unkomfortabel. Nur die alten ICE aus den 1990er mag ich. Auch diese ICE mit der Lok davor sind innen ganz schick. Leider nehmen die auch keine Fahrräder mit, obwohl sie wie Intercity aussehen.
Studenten
worfie, Freitag, 05.12.2014, 00:49 (vor 4142 Tagen) @ Mario-ICE
bearbeitet von worfie, Freitag, 05.12.2014, 00:53
Auf die Frage Bahn bekomme ich heute nur erstaunte und ungläubige Gesichter zu sehen und die Aussage viel zu teuer. Nun könnte es sein das ich gerade an die Spezies "Billig, egal wie" gekommen bin oder wie ist eure Meinung?
Da hat die Bahn aber auch viel Probleme hausgemacht. Ich bin damals sehr viel Bahn gefahren, zumeist Berlin-Hamburg.
Eine Bahncard für Studenten kostete 70 Euro. Heute hat die Bahn den Preis ganz dezent um 85% erhöht.
Von Berlin nach Hamburg konnte man damit spontan für etwa 25 Euro (ICE), bzw. 20 Euro (IC) fahren. Den Preis hat die Bahn auch ganz leicht um nur 60% erhöht, wobei man IC-Züge durch ICE mit identischen Fahrzeiten für einen extra Aufschlag ersetzt hat.
Alles andere drumherum hat man auch "leicht" verteuert, so wurden 15DM Stornogebühren zu mittlerweile 17,50 Euro.
Gleichzeitig wurde die Geschwindigkeit der "Hochgeschwindigkeitszüge" von Jahr zu Jahr langsamer, ebenso sank der Servicelevel ins unermessliche. Die Züge sehen heute teilweise aus, als würden sie nicht aus Rummelsburg sonden aus Stalingrad kommen und irgendetwas ist immer. WC defekt, Sitze defekt, Türen defekt, Restaurant defekt, Zug defekt…
Darüber, dass der Markt für Mitfahrgelegenheiten und Busse stetig gewachsen ist, kann man nur verwundert sein, wenn man vom täglichen Leben nicht mehr mitbekommt als das Spieleparadies in der Plüschetage.
Dabei kann ich heute zwar noch billiger fahren, wenn ich meine Tickets nicht am Bahnhof, sondern irgendwo am Busbahnhof im Internet mit von Parties und Pizzaschachteln geschnorrten Servietten-Codes und Pralinen bezahle und 2 Wochen in Mondscheinnächten voraus reserviere. Das ist auch alles schön und gut, aber Busse verkaufen ihre Angebote noch bis kurz vor knapp und selbst wenn ich ganz spontan beim Fahrer bezahle, ist der Preisunterschied nicht so groß wie bei der Bahn, wo dann statt 29 Euro schnell mal 80 Euro fällig werden für keine 300km.
Studenten
Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Freitag, 05.12.2014, 08:31 (vor 4142 Tagen) @ Mario-ICE
Ist es nicht eher so, dass die Bahn nicht aufpassen muss eine ganze Generation an andere Verkehrsmittel zu verlieren. Wenn ich mich in diesem Klientel umhöre gibt es Mitfahrzentrale, Fernbus und wieder Mitfahrzentrale. Auf die Frage Bahn bekomme ich heute nur erstaunte und ungläubige Gesichter zu sehen und die Aussage viel zu teuer. Nun könnte es sein das ich gerade an die Spezies "Billig, egal wie" gekommen bin oder wie ist eure Meinung?
Komisch... zu meiner Studienzeit war die Bahn, gefolgt vom eigenen Auto die Priorität. Okay, Busse waren da noch nicht nennenswert vorhanden, aber Mitfahrzentralen waren das absolute No-Go. Höchstens wenn man sich im Freundeskreis eben zusammengefunden hat, um irgendwo hinzufahren. Okay, mit unseren Semestertickets ging ja auch viel.. der ganze RMV-Raum, damals erst noch mit InterRegios (bei geschickter Streckenführung kam man für ganz kleines Geld nach Köln), nach Wegfall der InterRegios die IC-Freigabe im ganzen RMV-Gebiet für 10€ im Semester.. Schee war's.
In Erinnerungen schwelgende Grüße
der Colaholiker
Studenten-Semesterticket
Mario-ICE, Freitag, 05.12.2014, 16:40 (vor 4142 Tagen) @ Colaholiker
bearbeitet von Mario-ICE, Freitag, 05.12.2014, 16:42
Heute wird das Semesterticket im Gültigkeitsbereich auch häufig genutzt. Für längere Fahrten oder Heimreisen scheint die Bahn aber vielen doch zu teuer zu sein.
Ohne BC 50 fahre ich kein ICE mehr - vielleicht so gewollt?
funthomas, Donnerstag, 04.12.2014, 09:36 (vor 4143 Tagen) @ ICE-T-Fan
.. Normalpreise sind mir viel zu teuer und Sparpreise für kurze Relationen uninteressant.
vielleicht ist genau das so gewollt? Wer kurze Strecken billig mit BC50 mit dem ICE möglichst am Freitag Abend und Sonntag nachmittag fährt, blockiert die Plätze für ertragreichere Kunden.
funthomas
Ohne BC 50 fahre ich kein ICE mehr - vielleicht so gewollt?
ICE-T-Fan, Donnerstag, 04.12.2014, 09:40 (vor 4143 Tagen) @ funthomas
Dann soll man die Fahrpläne aber so optimieren, dass man auch ohne Fernverkehr von A nach C kommt, ohne in B beinahe eine Stunde warten zu müssen. ;)
Ohne BC 50 fahre ich kein ICE mehr - vielleicht so gewollt?
moonglum, Hagen, Donnerstag, 04.12.2014, 12:46 (vor 4143 Tagen) @ funthomas
Was aber nur daran liegt, dass die moderne DB nicht mehr wie vor 20 Jahren bedarfsgerecht an jene Züge 3-5 Wagen anhängen kann, daraus entstanden Probleme, und diese Probleme sind nun anscheinend Standard und darauf werden frecherweise auch noch wertschöpfende Tarifüberlegungen angewendet, anstatt das Grundsatzproblem zu lösen....
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Wagen anhängen?
Reservierungszettel, KDU, Donnerstag, 04.12.2014, 12:52 (vor 4143 Tagen) @ moonglum
bearbeitet von Reservierungszettel, Donnerstag, 04.12.2014, 12:54
Wenn man Glück hat bekommen "ausgewählte Züge" zu Weihnachten und bei Ferienbeginn/ende mal hier und da einen Bimz Spendiert, der fast schon so aussieht als käme er von einem Wagenfriedhof - dafür fehlt dann an anderer Stelle ein Planmäßiger Wagen.
Die andere Seite ist natürlich woher will man etwas nehmen wenn man nicht rechtzeitig für adäquate Reserven/Ersatz gesorgt hat, das passiert eben wenn jeder ruft billig will ich.
Vorzüge
TheFons, Donnerstag, 04.12.2014, 14:53 (vor 4143 Tagen) @ Reservierungszettel
Wenn man Glück hat bekommen "ausgewählte Züge" zu Weihnachten und bei Ferienbeginn/ende mal hier und da einen Bimz Spendiert, der fast schon so aussieht als käme er von einem Wagenfriedhof - dafür fehlt dann an anderer Stelle ein Planmäßiger Wagen.
In den 80er Jahren, vielleicht noch in den 90ern, gab es nicht nur angehängte Wagen, sondern auch sog. Vorzüge, die 5 Minuten vor oder nach dem Planzug fuhren, sozusagen im Blockabstand. Solche Züge wurden, wenn ich mich recht entsinne, nicht nur planmäßig zu Stosszeiten gefahren, sondern auch öfter mal relativ spontan auf die Beine gestellt. Das Rollmaterial war freilich nicht das beste.
Viele Grüße
Vorzüge
Mario-ICE, Donnerstag, 04.12.2014, 18:18 (vor 4143 Tagen) @ TheFons
Wenn man Glück hat bekommen "ausgewählte Züge" zu Weihnachten und bei Ferienbeginn/ende mal hier und da einen Bimz Spendiert, der fast schon so aussieht als käme er von einem Wagenfriedhof - dafür fehlt dann an anderer Stelle ein Planmäßiger Wagen.
In den 80er Jahren, vielleicht noch in den 90ern, gab es nicht nur angehängte Wagen, sondern auch sog. Vorzüge, die 5 Minuten vor oder nach dem Planzug fuhren, sozusagen im Blockabstand. Solche Züge wurden, wenn ich mich recht entsinne, nicht nur planmäßig zu Stosszeiten gefahren, sondern auch öfter mal relativ spontan auf die Beine gestellt. Das Rollmaterial war freilich nicht das beste.Viele Grüße
Diese Entwicklung wurde spätestens zur Liberalisierung des Eisenbahnverkehrs zu Grabe getragen. Heute bekommt man das nicht mehr hin einen Vorzug so zu planen. Das Trassenangebot ist dann so schlecht, dass der Zug keine Entlastung zum Hauptzug darstellt.
Vorzüge
moonglum, Hagen, Donnerstag, 04.12.2014, 18:24 (vor 4143 Tagen) @ TheFons
bearbeitet von moonglum, Donnerstag, 04.12.2014, 18:25
Die gute alte Zeit:
Ich habe mal einen Vorauszug nach Oberstdorf erwischt, 2. X-Mas-Tag, Vorzug zum damaligen IC via Köln.
Das war eine komplette IC-Garnitur, die anscheinend feiertagsbedingt "übrig" war - das waren noch Zeiten.
Der Voraus-IC für den Nymphemburg hatte in jener Zeit sogar einen bewirtschafteten Speisewagen
(ich erinnere mich, dass man von München die Garnitur des "Herkules" nach Dortmund fahren liess).
Aber mal zum Ernst des Themas:
Es wurde doch eindeutig mit dem Bestellen von Triebzügen manifestiert, dass man nicht mal eben "Wagen" dranhängen kann.
Dann wurden ausserdem so wenige Triebzugeinheiten bestellt, dass man auch nicht mal eben Vorauszüge fahren kann.
Dann musste die Werkstattbesuchsfrequenz nach dem Achsbruchthema verkürzt werden, wodurch noch mehr Knappheit entstanden ist.
Reine Wagenzüge sind da von absolutem Vorteil gewesen:
Meine Damen und Herren!
Bei unserem nächsten Halt in Nürnberg werden am Zugschluss weitere drei Wagen beigestellt....
Und das waren dann durchweg Am203 mit Aufkleber "2.Klasse"
Lang ist es her.
Was ich damit nur sagen will, ohne diese Konzepte grundsätzlich zu diskutieren:
Moderne Überfüllung ist die Folge aus Entscheidungen, die bezüglich der Abwicklung in Spitzenbelegungszeiten nicht sehr realitätsnah gewesen sind, auch wenn mit Sicherheit hier wieder User anders argumentieren werden.
Wer am Freitag Nachmittag in Washington steht und nach DE will, der hat die Wahl: 4 Jumbos fliegen kurz nacheinander.
Lufthansa, Delta-Airlines, Singapore Airlines, noch mal Lufthansa.... So gut kann man den FLugverkehr inzwischen vorbereiten.
Die DB schafft es aber nicht einmal , einfach einen zweiten Zug z.B. von Hamburg bis Köln fahren zu lassen, und zusätzlich fehlen dann ggf. dem 2307 noch die Wagen X, Y und Z. Angehängt wird da i.d.R. gar nichts.
Es wird also übervoll! Nun kann man daraus weitere Probleme ableiten wie: Der Sparpreiskunde oder Bahncardkunde klaut dem Normalbezahler den Sitzplatz in Zügen MIT ZU WENIG PLATZ ....
Und genau darum geht es: Die Probleme, die hier heute diskutiert werden und die dieses Thema haben, sind nur möglich, weil einfach ZU WENIG RESSOURCEN geboten werden, und das ist Sache der Planung. Und nun wird diese Unzulänglichkeit benutzt, um weitere Entscheidungen zur Lenkung der Reisenden auszudenken?
Jedes Kind mit etwas Kenntnissen von Orten und Uhrzeiten, vor Allem mit Zugriff auf Statistiken, weiss sehr schnell, welche Züge VOLL sein werden. Kommt dann noch eine Messe hinzu, dann wird es noch voller. Usw.
Aber was ist, wenn die Platzressourcen gar nicht vorhanden sind bzw. geboten werden können?
Muss man dann deswegen Rabatte einschränken, um zu garantieren, dass "Normalpreiskunden" einen bevorzugten Platz bekommen können?
Es wird mit solchen Überlegungen immer schwieriger.....
Dazu trägt derzeit übrigens auch nicht bei, dass sich Velaros nicht mit ICE3 kuppeln lassen und Velaros der ersten Baureihe nicht mit jenen kuppeln lassen, die jetzt geliefert werden und einen roten Punkt tragen. Wie immer sich das auch entwickelt und vll. zukünftig mal zusammenpasst, es ist wiederum recht unflexibel.
Wenn es dann Weihnachten voraussichtlich DICHT werden sollte, dann hängt die SBB (zumindest tat sie das bisher) an den EC8 Wagen an, damit der EC9 am Folgetag Platz bieten kann. Kurz vor Weihnachten 2012 oder 2013 fuhr er mit 10 B-Wagen.... so einfach konnte das sein...
Im 2307 oder 2024 fehlen dann eher Wagen - aus technischen Gründen.
--
Schöne Grüße aus den EC 6/7/8/9,
wo es Wein in Karaffen, keine Mikrowelle und kein in Schüsseln gepamptes Essen gibt.
https://adobe.ly/2PMZyEV
Man könnte ja eine Unterscheidung "Anytime" und "Off-Peak"
maxiboy, IBNR: 7006966, Donnerstag, 04.12.2014, 23:18 (vor 4142 Tagen) @ funthomas
bearbeitet von maxiboy, Donnerstag, 04.12.2014, 23:19
einführen… Das würde eben jenes Problem beseitigen:
vielleicht ist genau das so gewollt? Wer kurze Strecken billig mit BC50 mit dem ICE möglichst am Freitag Abend und Sonntag nachmittag fährt, blockiert die Plätze für ertragreichere Kunden.
Ach nee, diese Differenzierung stammt ja aus England, und die können bekanntlich nichts. Wäre zwar extrem sinnvoll (etwa auch auf Berlin-Hamburg, wo morgens die Pendlerzüge voll sind und mittags teilweise nur heiße Luft herumgefahren wird), aber will man ja nicht.
An die Bahn wird sowas auch regelmäßig herangetragen. Dann heißt es aber gern, unser Tarifsystem ist doch eh schon kompliziert genug (NEIN! Ist es nicht! BahnCards, Normalpreis, Sparpreis, das ist eigentlich so was von zu einfach, dass es für viele Fahrgäste wieder ungerecht wird. Kompliziert wird es nur durch die ganzen Verbund- und Landestarife, aber das ist ja kein Fernverkehrsproblem.)
Bahn dementiert, will sich heute äußern
bskf, Donnerstag, 04.12.2014, 09:49 (vor 4143 Tagen) @ moonglum
- kein Text -
hierzu die Ankündigung der Pressemeldung
redcobra, Donnerstag, 04.12.2014, 10:15 (vor 4143 Tagen) @ bskf
Die Frage ist immer: Warum kommt so was an die Medien
Frankfurt (Main) Süd, Donnerstag, 04.12.2014, 10:27 (vor 4143 Tagen) @ redcobra
Offensichtlich lag dieser Vorschlag (Umwandlung der Bahncard in ein "Kundenkonto") im Aufsichtsrat vor und war umstritten. Die Medien kriegen solche Informationen in aller Regel nicht, weil jemand die Unterlagen aus Versehen im Zug liegen lässt, sondern weil jemand, der diese Information hat, sie bewusst einem Journaisten zukommen lässt. Warum? Um damit etwas zu erreichen. (Alternativszenario: Der Journalist hat kompromittierendes Material gegen einen in der Hand und lässt sich dessen Nichtveröffentlichung mit Exklusivinformationen bezahlen. Das ist aber nicht unbedingt die Arbeitsweise des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, der hier die Infos bekommen hat.)
Am wahrscheinlichsten in diesem Fall: Ein Aufsichtsratsmitglied, das mit dem Vorschlag nicht einverstanden ist, hat die Sache vorab an den HR gegeben, damit das Konzept öffentlich in der Luft zerrissen wird und das Unternehmen gar nicht anders kann als zurückzurudern und die Sache heute gar nicht und später auch nicht in dieser Form zu beschließen. Öffentlich behauptet wird dann natürlich, dass es das alles nie gegeben habe, aber man kann sich seinen Teil denken. Die Taktik scheint in diesem Fall funktioniert zu haben.
Wer könnte es gewesen sein? Im Aufsichtsrat der DB AG sitzen diese Damen und Herren: http://www.deutschebahn.com/de/konzern/konzernprofil/aufsichtsrat.html
Warum kommt so was an die Medien?
funthomas, Donnerstag, 04.12.2014, 10:38 (vor 4143 Tagen) @ Frankfurt (Main) Süd
Wer könnte es gewesen sein? Im Aufsichtsrat der DB AG sitzen diese Damen und Herren: http://www.deutschebahn.com/de/konzern/konzernprofil/aufsichtsrat.html
Diese Papiere hat ja nicht nur der Aufsichtsrat. Bevor sowas Aufsichtsratsreif wird, sind damit einige Abteilungen und Unmengen Menschen beschäftigt:
Bei so einer massiven Tarifänderung gibts es vorher x Szenarien, alle müssen ertragsseitig gerechnet werden, die Marketing Leute sagen was dazu, es werden MaFo Studien gefahren und, und, und.
Es reicht dann die Info das ein Entwurf an den Aufsichtsrat geht und diesen kennen alle Vorstände und alle damit befaßten Abteilungen. Da ist ein Leck nicht zu orten.
funthomas
Warum kommt so was an die Medien?
moonglum, Hagen, Donnerstag, 04.12.2014, 10:41 (vor 4143 Tagen) @ funthomas
Solche Lecks sind manchmal lebenswichtig...
Sie haben schon vollkommen unfassbare Entscheidungen unmöglich in ihrer Durchführung gemacht.
Einer der Klassiker war ja die Einführung eines bestimmten gentechnisch veränderten Gemüses....
Manches geht halt gar nicht.
Dank also an den oder die Unbekannten.
Die DB kann mit der Meldung des Dementis gerade noch einen Shitstorm abwehren, der kurz davor war, durchzustarten.
--
Schöne Grüße aus den EC 6/7/8/9,
wo es Wein in Karaffen, keine Mikrowelle und kein in Schüsseln gepamptes Essen gibt.
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Antwort: Um zu sehen wie die oeffentliche Reaktion ist.
br752, Donnerstag, 04.12.2014, 13:17 (vor 4143 Tagen) @ Frankfurt (Main) Süd
und wie weit man das Spiel treiben kann.
Nachher kommen dann Saetze wie:
"Es wie nie von der Abschaffung, sondern von einer Veraenderung der BC die Rede"
"Wir muessen uns den neuen Bedingungen im Markt ..."
"Auch Fernbusse haben keine BC ..."
"Der Individualrabatt bleibt erhalten ..."
"Wer clever bucht kann trotzdem weiterhin starkt sparen"
Mein Favorit:
"Wir wollen weg vom Pauschalrabatt (per BC) hin zum Individualrabatt der Auslastungsgesteuert ist."
Bingo.
BR752
Bahn dementiert Dementi und räumt "Planspiele" ein
Karolinger, Donnerstag, 04.12.2014, 16:03 (vor 4143 Tagen) @ bskf
Soeben im Radio 104.6 RTL: Falschmeldung
EC 178, Donnerstag, 04.12.2014, 09:50 (vor 4143 Tagen) @ moonglum
bearbeitet von EC 178, Donnerstag, 04.12.2014, 09:50
Hallo,
104.6 RTL hat soeben vermeldet, daß die DB die Meldung über die geplante Abschaffung der BahnCard als "dreiste Falschmeldung" zurückgewiesen hat.
Zu den Plänen, unrentable Linien und Nachtzüge einzustellen, wolle man sich im Laufe des Tages äußern.
Gruß
EC 178
Gottseidank
Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Donnerstag, 04.12.2014, 09:55 (vor 4143 Tagen) @ EC 178
104.6 RTL hat soeben vermeldet, daß die DB die Meldung über die geplante Abschaffung der BahnCard als "dreiste Falschmeldung" zurückgewiesen hat.
Ohne Bahncard hätten meine Freundin und ich auch ein echtes Problem. Die Hin- und Herfahrerei an den Wochenenden ist ja anders gar nicht zu bezahlen. Ich könnte zwar theoretisch aufs Auto ausweichen, will dies aber aus verschiedenen Gründen nicht, meine Freundin hätte gar kein Auto zum Ausweichen.
Zu den Plänen, unrentable Linien und Nachtzüge einzustellen, wolle man sich im Laufe des Tages äußern.
Warten wir ab, was dabei rauskommt, allerdings erwarte ich da keine bahnbrechenden (Wortwitz nicht beabsichtigt) Neuigkeiten.
Herztropfen suchende Grüße
der Colaholiker
Gottseidank
moonglum, Hagen, Donnerstag, 04.12.2014, 10:11 (vor 4143 Tagen) @ Colaholiker
Genau, her mit den Rescuetropfen ....
--
Schöne Grüße aus den EC 6/7/8/9,
wo es Wein in Karaffen, keine Mikrowelle und kein in Schüsseln gepamptes Essen gibt.
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mal etwas differenzierter angegangen
funthomas, Donnerstag, 04.12.2014, 09:53 (vor 4143 Tagen) @ moonglum
es macht sicherlich keinen Sinn, das ganze persönlich zu sehen.
Was sind die Probleme mit dem jetzigen Tarifsystem:
Das Hauptproblem ist, das zu den nachfragestärksten Zeiten (Do abend, Freitag nachmittag/Abend, Sonntag nachmittag Abend, sowie auf diversen gut ausgelastete Linien Kunden sitzen, die entweder dafür wenig (BC50) oder sehr wenig (BC100) bezahlen.
Es müssen somit besser zahlende Kunden stehen gelassen werden, weil Wenigzahler unterwegs sind.
Mit Sparpreisen bekommt man offensichtlich die Kundenlenkung nicht wunschgemäß geregelt.
Zusätzlich Ärgerpotential der BC50 Kunden, die Sparpreise nicht vergünstigt bekommen (wie die BC25 Kunden)
Ich bin auch dafür das grundsätzlich zu ändern. Es ist ja auch merkwürdig, das es ein 50% Kundenkarte nur bei der Bahn gibt. Wie cool wäre die AldiCard50, oder die BMW-Card50. Kein Mensch kommt auf die Idee.
Sicherlich ist ein rein nachfrageorientierter Tarif (gedeckelt auf vielleicht 75% des jetzigen Normalspreises) sinnvoller und transparenter.
funthomas
PS. bitte nicht immer den Vergleich mit der Schweiz. Es ist nun hinlänglich bekannt, das die Schweiz den Bahnverkehr sehr massiv subventioniert. (das 6-fache pro Kopf der deutschen Subventionen). Da es politisch offensichtlich in Deutschland nicht gewünscht ist dutzende Milliarden/Jahr zusätzlich in den Bahnbetrieb zu investieren ist es leidlich diese beiden Systeme dann zu vergleichen.
mal etwas differenzierter angegangen
Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Donnerstag, 04.12.2014, 10:03 (vor 4143 Tagen) @ funthomas
Was sind die Probleme mit dem jetzigen Tarifsystem:
Viel zu viele unübersichtliche Angebote.
Das Hauptproblem ist, das zu den nachfragestärksten Zeiten (Do abend, Freitag nachmittag/Abend, Sonntag nachmittag Abend, sowie auf diversen gut ausgelastete Linien Kunden sitzen, die entweder dafür wenig (BC50) oder sehr wenig (BC100) bezahlen.
Den Sonntagabend kannste da ausklammern. Wenn ich Sonntagsabends im 877 sitze, hocken mit mir im Wagen vielleicht 4, 5 andere Fahrgäste. Nachfragestark sieht anders aus. ;-)
Es müssen somit besser zahlende Kunden stehen gelassen werden, weil Wenigzahler unterwegs sind.
Stehen gelassen heißt im Fernverkehr aber meistens nur stehen in Form von nicht sitzen. Daß Leute wirklich nicht im Zug mitkommen ist ja eher eine Ausnahme, die nur bei außergewöhnlichen Ereignissen (große Betriebsstörungen, Unwetter, Streiks, etc.) auftreten. Klar, im Frenverkehr ist ein Stehplatz nicht schön, aber dank radikaler Abstellung von noch fahrfähigem Material hat man sich ja auch die Möglichkeit genommen, ein angebotsstarkes Entlastungszugsystem zu schaffen.
Mit Sparpreisen bekommt man offensichtlich die Kundenlenkung nicht wunschgemäß geregelt.
Vielleicht sind die meisten Kunden auch einfach nicht so zeitflexibel wie gedacht? Nehmen wir mal an, ich will freitags nach Hildesheim. Es gibt ein recht enges Zeitfenster - vor 16 Uhr kann ich in Frankfurt nicht abfahren, weil ich nicht eher von der Arbeit komme, und zu spät will ich auch nicht fahren, weil man sonst vom gemeinsamen Abend mit (um mich mal am Vokabular meines Getränkeschwagers Blaschke zu bedienen) Mausi (Wirklich Jörg, nur am Vokabular - Deine Mausi ist eine andere) nix mehr übrig ist.
Zusätzlich Ärgerpotential der BC50 Kunden, die Sparpreise nicht vergünstigt bekommen (wie die BC25 Kunden)
50% vom Sparpreis ist ja auch quasi nichts mehr. Was man eventuell hätte machen können, wäre daß eine BC50 auch 25% auf Sparpreise gibt.
Ich bin auch dafür das grundsätzlich zu ändern. Es ist ja auch merkwürdig, das es ein 50% Kundenkarte nur bei der Bahn gibt. Wie cool wäre die AldiCard50, oder die BMW-Card50. Kein Mensch kommt auf die Idee.
Es kommt ja auch keiner auf die Idee, daß bei Aldi die Preise am Freitagnachmittag höher sind als am Mittwochvormittag. Und auf die Idee, einen BMW zu kaufen, käme ich nicht mal mit einer geschenkten BMW-Card100. *schauder*
Sicherlich ist ein rein nachfrageorientierter Tarif (gedeckelt auf vielleicht 75% des jetzigen Normalspreises) sinnvoller und transparenter.
Davon nichts haltende Grüße
der Colaholiker
mal etwas differenzierter angegangen
ICE-T-Fan, Donnerstag, 04.12.2014, 10:04 (vor 4143 Tagen) @ funthomas
Das Problem ist nicht die Bahncard sondern der Normalpreis.
Beinahe 20€ für eine Fahrt von 56 km finde ich persönlich Wucher.
Wenn man den Normalpreis generell auf 67-75% des heutigen Wertes senkt, braucht man auch keine Bahncard als Rabattkarte mehr. Denn diesen Preis würden die meisten Spontan- und Gelegenheitsfahrer wohl problemlos annehmen.
mal etwas differenzierter angegangen
CNL484, Donnerstag, 04.12.2014, 11:46 (vor 4143 Tagen) @ ICE-T-Fan
Nicht nur Fernbusse sitzt der DB im Nacken. Auch die zur Zeit niedrigen Benzin Preise. Fahren wieder mehr mit dem Auto. Aber man gibt den Fernbussen die schuld.
mal etwas differenzierter angegangen
Mint, Donnerstag, 04.12.2014, 23:34 (vor 4142 Tagen) @ ICE-T-Fan
Wenn man den Normalpreis generell auf 67-75% des heutigen Wertes senkt, braucht man auch keine Bahncard als Rabattkarte mehr.
Das hieße für mich eine Preiserhöhung zwischen 34 % und 50 %! Da würde ich das Thema Auto neu gegenrechnen. Bisher ist die Bahn günstiger, aber bleibt sie es dann?
Denn diesen Preis würden die meisten Spontan- und Gelegenheitsfahrer wohl problemlos annehmen.
Ich glaube nicht, um es mal vorsichtig zu formulieren. Oder mag sein, aber was ist mit Stammkunden, deren Umsatz zwar deutlich über BahnComfort liegt, aber unter BC 100 (bleibt die BC 100 in dem Szenario oder verschwindet sie auch?)?
mal etwas differenzierter angegangen
gnampf, Donnerstag, 04.12.2014, 10:58 (vor 4143 Tagen) @ funthomas
Das Hauptproblem ist, das zu den nachfragestärksten Zeiten (Do abend, Freitag nachmittag/Abend, Sonntag nachmittag Abend, sowie auf diversen gut ausgelastete Linien Kunden sitzen, die entweder dafür wenig (BC50) oder sehr wenig (BC100) bezahlen.
Ein BC100-Kunde wird dir sicher was anderes erzaehlen, und es nicht so empfinden, als ob sie ihn sehr wenig gekostet haette ;-) Andernfalls waere die Verbreitung wohl auch deutlich hoeher.
Die Frage waere, was bleibt an Verkehr uebrig, wenn du diese Nutzer raus ziehst? Ist der Zug dann ueberhaupt noch ansatzweise ausgelastet? Die Abschaffung der BC100/BC50 heisst ja nicht, dass die bisherigen Kunden weiterhin mit dem Zug fahren, aber mehr dafuer zahlen. Sie heisst auch nicht, dass die Kunden auf einen anderen Zug ausweichen... das wird vielfach gar nicht gehen. Sondern sie wird vielfach heissen, dass diese Kunden der Bahn den Ruecken zudrehen, und somit teils fast 7000 Euro gesicherte Einnahmen weg sind.
Es müssen somit besser zahlende Kunden stehen gelassen werden, weil Wenigzahler unterwegs sind.
wer stehen bleibt entscheidet nicht der Ticketpreis, sondern ob man eine Reservierung hat. Nachdem in der 1. Klasse bei den normalen Tickets dann demnaechst selbige zwangsweise dabei ist bleiben eher die BC100-Nutzer stehen, bis sie sich das nicht mehr gefallen lassen und der Bahn den Ruecken zudrehen.
Man sollte das ganze ja nicht einfach auf den einzelnen Zug beziehen, sondern auf den Jahresumsatz. Und da wird wohl der BC100-Kunde mehr generieren als diejenigen, die gerade ein teures Ticket gekauft haben... ansonsten haetten die naemlich auch eine BC100,
Mit Sparpreisen bekommt man offensichtlich die Kundenlenkung nicht wunschgemäß geregelt.
Zusätzlich Ärgerpotential der BC50 Kunden, die Sparpreise nicht vergünstigt bekommen (wie die BC25 Kunden)
Warum BC50-Kunden keinen Rabatt auf Sparpreise erhalten wird sicher keiner wirklich verstehen. Das die Kundenlenkung nicht funktioniert moechte ich aber nicht einfach so behaupten, ohne derartige Massnahmen wuerden sicher noch weit mehr vor den ueberfuellten Zuglaeufen stehen, waehrend andere ganz leer rumgurken. Nur kann eben nicht jeder mal einfach schon Freitag vormittags Feierabend machen und ins Wochenende starten.
Ich bin auch dafür das grundsätzlich zu ändern. Es ist ja auch merkwürdig, das es ein 50% Kundenkarte nur bei der Bahn gibt. Wie cool wäre die AldiCard50, oder die BMW-Card50. Kein Mensch kommt auf die Idee.
Schlechter Vergleich. Bei Aldi kaufst du Waren, keine Dienstleistung. Waren kannst du problemlos weiter verkaufen, ohne dass der neue Kaeufer einen Rabattanspruch beim urspruenglichen Verkaeufer haben muss. Du koenntest also bei ALdi 50% reduziert einkaufen, und verkaufst es vor dem Laden an Gelegenheitskaeufer fuer 75% weiter. Bei Dienstleistungen wie von der Bahn klappt das nicht, hier muss derjenige, der die Dienstleistung in Anspruch nimmt, auch den Rabattanspruch nachweisen koennen, nicht der Kaeufer. Bei Waren waere so ein Modell in der Tat nicht umsetzbar, bei Dienstleistungen schon. Und da ist es ja auch normal, dass es z.B. zum 24 Monats-Tarif ploetzlich ein Handy dazu gibt, bei monatlicher Kuendigung jedoch nicht.
mal etwas differenzierter angegangen
guru61, Arolfingen, Donnerstag, 04.12.2014, 11:03 (vor 4143 Tagen) @ funthomas
bearbeitet von guru61, Donnerstag, 04.12.2014, 11:03
es macht sicherlich keinen Sinn, das ganze persönlich zu sehen.
Was sind die Probleme mit dem jetzigen Tarifsystem:
Das Hauptproblem ist, das zu den nachfragestärksten Zeiten (Do abend, Freitag nachmittag/Abend, Sonntag nachmittag Abend, sowie auf diversen gut ausgelastete Linien Kunden sitzen, die entweder dafür wenig (BC50) oder sehr wenig (BC100)
PS. bitte nicht immer den Vergleich mit der Schweiz. Es ist nun hinlänglich bekannt, das die Schweiz den Bahnverkehr sehr massiv subventioniert. (das 6-fache pro Kopf der deutschen Subventionen). Da es politisch offensichtlich in Deutschland nicht gewünscht ist dutzende Milliarden/Jahr zusätzlich in den Bahnbetrieb zu investieren ist es leidlich diese beiden Systeme dann zu vergleichen.
Aber nur 1/3 pro Personenkilometer, gegenüber Deutschland.
Laut der „Eisenbahn Revue international“ (2/2011, Seite 93, es wird das „Primon-Gutachten zitiert) wendet die Schweiz 2,4 Cent pro Personenkilometer Bahn auf, Deutschland hingegen ca. das Dreifache, nämlich 7.0 Cent!
Und wnn wir die 16 Milliarden rausrechnen für die NEAT, die wir für die EU zahlen, und alles, was wir den Nachbarländern für die Finanzierung der Zulaufstrecken nachgeworfen haben, dann sieht die Rechnung noch mal anders aus!
Hier ein paar Beispiele:
http://www.nzz.ch/aktuell/schweiz/bahnausbau-als-exterritoriale-wirtschaftsfoerderung-1...
http://www.medienmitteilungen.bs.ch/mm_vom_19_2_2008_beilage.pdf
http://www.nzz.ch/aktuell/schweiz/basler-tramlinie-3-soll-ins-elsass-fahren-1.18301723
http://www.bav.admin.ch/aktuell/03876/04114/04116/index.html?lang=de
http://www.bav.admin.ch/aktuell/03876/04529/04532/index.html?lang=de
http://www.srf.ch/news/schweiz/wie-die-schweiz-das-europaeische-bahnnetz-mitfinanziert
![[image]](https://farm8.staticflickr.com/7476/15943498362_da3d857752_o.jpg)
Gruss Guru
meine Quelle dazu
funthomas, Donnerstag, 04.12.2014, 11:55 (vor 4143 Tagen) @ guru61
bearbeitet von funthomas, Donnerstag, 04.12.2014, 11:56
Aber nur 1/3 pro Personenkilometer, gegenüber Deutschland.
Laut der „Eisenbahn Revue international“ (2/2011, Seite 93, es wird das „Primon-Gutachten zitiert) wendet die Schweiz 2,4 Cent pro Personenkilometer Bahn auf, Deutschland hingegen ca. das Dreifache, nämlich 7.0 Cent!
Link zum Thema: welches Land gibt pro Kopf wieviel EUR für die Bahn Infrastruktur aus: klick
Die Differenz pro Kopf von 255EUR zwischen Deutschland und Schweiz multipliziert mit der Einwohnerzahl D 80Mio macht pro Jahr 20Mrd EUR. Dies wäre der Betrag den D aufwenden müßte um auf die pro Kopf Ausgaben der Schweiz zu kommen.
funthomas
meine Quelle dazu
guru61, Arolfingen, Donnerstag, 04.12.2014, 14:35 (vor 4143 Tagen) @ funthomas
Die Differenz pro Kopf von 255EUR zwischen Deutschland und Schweiz multipliziert mit der Einwohnerzahl D 80Mio macht pro Jahr 20Mrd EUR. Dies wäre der Betrag den D aufwenden müßte um auf die pro Kopf Ausgaben der Schweiz zu kommen.funthomas
pro Kopf schon, aber nicht pro Transporteinheit.
steht auch hier auf Seite 59 rechts unten
http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&frm=1&source=web&...
Öffentliche Zuschüsse für die Schiene: In der Schweiz
werden je Leistungseinheit im Schienenverkehr respektive
je Einheitskilometer8 rund 5,7 Cent an öffentlichen
Mitteln zugeschossen. In Deutschland lag dieser
Betrag bereits 2003 bei rund 7,5 Cent, also deutlich
höher.9 Es spricht einiges dafür, dass die öffentlichen
Mitteln für die Schiene inzwischen in Deutschland
nochmals höher liegen.
das Ganze, auch wenn es von den Linken kommt, ist sehr lesenswert.
Nun ist es so, dass in der Schweiz gerade die NEAT gebaut wird. Diese Kosten werden ab 2016 wegfallen. Dann wird auch die Belastung pro Kopf fallen.
Das Problem in Deutschland ist dooh, dass die Infrastruktur nicht erhalten wird. Hier wird sich Mittelfristig die Frage stellen, ob man die Infrastruktur verfalen lässt, oder ob man investieren muss. Dann werden die Ausgaben pro Kopf auch in Deutschland massiv steigen.
Uebrigens, wieviel gibt Deutschland für die Erhaltung der Infrastruktur aus?
Gruss Guru
mal etwas differenzierter angegangen
Felix, Göttingen, Donnerstag, 04.12.2014, 13:29 (vor 4143 Tagen) @ guru61
bearbeitet von Felix, Donnerstag, 04.12.2014, 13:30
Laut der „Eisenbahn Revue international“ (2/2011, Seite 93, es wird das „Primon-Gutachten zitiert) wendet die Schweiz 2,4 Cent pro Personenkilometer Bahn auf, Deutschland hingegen ca. das Dreifache, nämlich 7.0 Cent!
Und wieso glaubst Du so einfach, was ein Presseerzeugnis über ein ominöses Gutachten behauptet, das Dir wahrscheinlich gar nicht vorliegt?
Wieso braucht es darüber überhaupt ein Gutachten? Was der Schweizer Staat für seine Bahn zahlt, darüber muß es doch öffentlich zugängliche Zahlen geben, oder nicht? Nenn doch mal diese Zahlen, dann könnten wir selber nachrechnen.
In Deutschland zahlt der Staat ca. 12 Mrd. € jährlich für die Bahn, die Verkehrsleistung liegt meiner Erinnerung nach bei 80-90 Mrd. Pkm.
mal etwas differenzierter angegangen
Aphex Twin, Donnerstag, 04.12.2014, 14:34 (vor 4143 Tagen) @ funthomas
Ich bin auch dafür das grundsätzlich zu ändern. Es ist ja auch merkwürdig, das es ein 50% Kundenkarte nur bei der Bahn gibt. Wie cool wäre die AldiCard50, oder die BMW-Card50. Kein Mensch kommt auf die Idee.
Der Unterschied sind die jeweilligen Grenzkosten. Wieviel Prozent des Normalpreises kostet es die Bahn in zusätzlichen Ausgaben für Strom wenn ein zusätzlicher Fahrgast einsteigt? Und wieviel Prozent des durchschnittlichen Preises eines Dreier BMW kostet es einen Dreier BMW herzustellen? Solange 50% des Normalpreises die Grenzkosten decken, und das tun sie sicher angesichts der Sparpreise die noch deutlich darunterliegen und wohl kaum nur als Lockvogelangebote dienen, kann ein 50% Rabatt wenn er Nachfrage stimuliert finanziell sehr sinnvoll sein.
PS. bitte nicht immer den Vergleich mit der Schweiz. Es ist nun hinlänglich bekannt, das die Schweiz den Bahnverkehr sehr massiv subventioniert. (das 6-fache pro Kopf der deutschen Subventionen). Da es politisch offensichtlich in Deutschland nicht gewünscht ist dutzende Milliarden/Jahr zusätzlich in den Bahnbetrieb zu investieren ist es leidlich diese beiden Systeme dann zu vergleichen.
Auch in der Schweiz gab es schon Vorschläge GAs auf 180 Tage im Jahr zu beschränken, um Berufspendler dazu zu zwingen ein Streckenabo zu erwerben und damit die Einahmen und Ausgaben stärker zu korrelieren.
mal etwas differenzierter angegangen
guru61, Arolfingen, Donnerstag, 04.12.2014, 14:50 (vor 4143 Tagen) @ Aphex Twin
Auch in der Schweiz gab es schon Vorschläge GAs auf 180 Tage im Jahr zu beschränken, um Berufspendler dazu zu zwingen ein Streckenabo zu erwerben und damit die Einahmen und Ausgaben stärker zu korrelieren.
Und das wird das Todesurteil für jede Partei in der Schweiz sein, die das umsetzt.
Dass wir mehr zahlen müssen ist unbestritten. Aber es kann nicht sein, dass die Wirtschaft flexible Arbeitnehmer verlangt, und man dafür noch bestraft wird.
Gerade die Bundeseigenen Betriebe Post und SBB, haben in den letzen Jahren sich durch den Rückzug aus der Fläche und die Zentralisierung ihrer Arbeitsplätze hervorgetan.
Gruss Guru
Vorzüge die zweite
TheFons, Donnerstag, 04.12.2014, 15:36 (vor 4143 Tagen) @ funthomas
es macht sicherlich keinen Sinn, das ganze persönlich zu sehen.
Was sind die Probleme mit dem jetzigen Tarifsystem:
Das Hauptproblem ist, das zu den nachfragestärksten Zeiten (Do abend, Freitag nachmittag/Abend, Sonntag nachmittag Abend, sowie auf diversen gut ausgelastete Linien Kunden sitzen, die entweder dafür wenig (BC50) oder sehr wenig (BC100) bezahlen.
Es müssen somit besser zahlende Kunden stehen gelassen werden
Wenn das so ist, dann ließen sich doch mit denen zusätzliche Züge füllen. Wie schon an anderer Stelle erwähnt, gab es mal das Konzept der Vorzüge, d.h. dass in Stoßzeiten ein Zug fünf Minuten vor dem Regelzug zusätzlich fuhr. Man könnte sich folgendes Ziel vorstellen: "Billigfahrer" in die Vorzüge und Normalzahler in die Regelzüge, soweit machbar. Vorzüge u. U. mit verringertem Komfort. ohne Bistro, eventuell sogar ohne 1.Klasse usw. (vielleicht so ein ICX light).
Man kann wohl nur einen kleinen Teil der zu den Stoßzeiten reisenden Menschen in andere Züge zu anderen Zeiten locken. Da dies so ist, bleibt nur der Einsatz zusätzlicher Züge zu bestimmten Zeiten. Diese Züge müssten dann leider außerhalb der Stoßzeiten rumstehen. Das ist aber nun nicht zu ändern und auch nicht so gravierend, da ja der Verschleiß entsprechend niedriger ist und die Züge lange Jahre eingesetzt werden können. Ich denke, dass ca. 12-15 zusätzliche Fernzugeinheiten allein für die Stoßzeiten schon sehr viel bringen würden, von der Notwendigkeit zusätzlicher Züge im Nahverkehr mal ganz abgesehen.
Billige Angebote für wenig ausgelastete oder relativ langsame Fernzüge kann es ja weiterhin geben.
Viele Grüße
Vorzüge - Kosten und Trassensituation berücksichtigen
michael_seelze, Donnerstag, 04.12.2014, 16:46 (vor 4143 Tagen) @ TheFons
Wie schon an anderer Stelle erwähnt, gab es mal das Konzept der Vorzüge, d.h. dass in Stoßzeiten ein Zug fünf Minuten vor dem Regelzug zusätzlich fuhr. Man könnte sich folgendes Ziel vorstellen: "Billigfahrer" in die Vorzüge und Normalzahler in die Regelzüge, soweit machbar. Vorzüge u. U. mit verringertem Komfort. ohne Bistro, eventuell sogar ohne 1.Klasse usw. (vielleicht so ein ICX light).
Man kann wohl nur einen kleinen Teil der zu den Stoßzeiten reisenden Menschen in andere Züge zu anderen Zeiten locken. Da dies so ist, bleibt nur der Einsatz zusätzlicher Züge zu bestimmten Zeiten. Diese Züge müssten dann leider außerhalb der Stoßzeiten rumstehen. Das ist aber nun nicht zu ändern und auch nicht so gravierend, da ja der Verschleiß entsprechend niedriger ist und die Züge lange Jahre eingesetzt werden können. Ich denke, dass ca. 12-15 zusätzliche Fernzugeinheiten allein für die Stoßzeiten schon sehr viel bringen würden, von der Notwendigkeit zusätzlicher Züge im Nahverkehr mal ganz abgesehen.
Wenn die Kosten für Energie, Trassen, Stationshalte, Wartung, Instandhaltung, Abstellung, Bewachung und Reinigung solcher 4-5 Tage in der Woche (wahrscheinlich auch noch inkl. Tfz) ungenutzten Fernverkehrseinheiten geringer wären als die zusätzlichen Einnahmen durch mehr verkaufte Fahrkarten und entsprechende Trassen und Bahnsteiggleise frei wären, würden die doch vermutlich auch eingesetzt werden.
Die Abschaffung der BahnCard wäre perfekt
GUM, Donnerstag, 04.12.2014, 09:55 (vor 4143 Tagen) @ moonglum
Ich bin davon überzeugt, dass diese Maßnahme - wenn sie richtig durchgerechnet wird - für die Passagiere, die Zubs und das Gesamtsystem von Vorteil wäre. Aufgrund der Millionen Kundenprofile kann die Bahn ja genau die Durchschnittsumsätze, -rabatte etc. ausrechnen.
Wenn ich Rüdiger Grube wäre, dann würde ich:
1.) Die BahnCard dann abschaffen und nur noch eine Bonus-/Sammelkarte anbieten.
2.) Die Normalpreise werden umgerechnet, so dass sie das Durchschnittsniveau aus BahnCard-Erträgen und BahnCard50-Rabatten erreichen. Schon wird Bahnfahren so einfach wie in eine U-Bahn einsteigen: Fahrschein kaufen und losfahren.
3.) Nur extrem vielfahrende Kunden zahlen dann leicht mehr. Allerdings wird auch die Mobility Bahn Card 100 günstiger um die Hemmschwellen zu senken!
4.) Das Ganze zieht ein enormes Verkehrsvolumen auf die Bahn
5.) Sparpreise werden nur noch und unkontingentiert als Sparpreis 33 angeboten. Zugbindung gibt es zwar noch, aber nicht mehr mit Milliardenkosten für die jeweilige Abfrage des individuellen Preises. Stattdessen druckt die Verkaufsstelle einfach den gewählten Zug mit auf.
6.) Das Ganze einen Monat ausprobieren und feinjustieren.
--
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Gegenvorschlag
ICE-T-Fan, Donnerstag, 04.12.2014, 10:21 (vor 4143 Tagen) @ GUM
Ich bin davon überzeugt, dass diese Maßnahme - wenn sie richtig durchgerechnet wird - für die Passagiere, die Zubs und das Gesamtsystem von Vorteil wäre. Aufgrund der Millionen Kundenprofile kann die Bahn ja genau die Durchschnittsumsätze, -rabatte etc. ausrechnen.
Wenn ich Rüdiger Grube wäre, dann würde ich:
1.) Die BahnCard dann abschaffen und nur noch eine Bonus-/Sammelkarte anbieten.
Einverstanden in einer hypothetischen Diskussion
2.) Die Normalpreise werden umgerechnet, so dass sie das Durchschnittsniveau aus BahnCard-Erträgen und BahnCard50-Rabatten erreichen. Schon wird Bahnfahren so einfach wie in eine U-Bahn einsteigen: Fahrschein kaufen und losfahren.
Einverstanden. Da dürfte dann wohl so etwas in der Größenordnung meiner geforderten 67-75% heraus kommen.
3.) Nur extrem vielfahrende Kunden zahlen dann leicht mehr. Allerdings wird auch die Mobility Bahn Card 100 günstiger um die Hemmschwellen zu senken!
Einverstanden.
4.) Das Ganze zieht ein enormes Verkehrsvolumen auf die Bahn
Das glaube ich eher nicht.
5.) Sparpreise werden nur noch und unkontingentiert als Sparpreis 33 angeboten. Zugbindung gibt es zwar noch, aber nicht mehr mit Milliardenkosten für die jeweilige Abfrage des individuellen Preises. Stattdessen druckt die Verkaufsstelle einfach den gewählten Zug mit auf.
Nicht einverstanden. Es muss noch eine Auslastungslenkung geben.
Bei einem Normalpreis von 70% des heutigen Wertes, hätte man einen Maximalpreis von 89 € für einmal quer durch Deutschland. Davon würde ich mehrere Sparpreis-Stufen ableiten:
89 € -> Maximalpreis (voll flexibel), bis zur Abfahrt des Zuges oder als Bordpreis (ohne weitere Aufschläge)
69 € -> Sparpreis80 (~ 80% von Maximalpreis ) bis 1 Stunde vor Abfahrt des Zuges, unbegrenzt
49 € -> Sparpreis40 (~ 40% von Maximalpreis ) bis 6 Stunden vor Abfahrt des Zuges, unbegrenzt
29 € -> Sparpreis20 (~ 20% von Maximalpreis ) bis 1 Tag vor Abfahrt des Zuges, unbegrenzt
19 € -> Kurzstrecke1 (~ 15% von Maximalpreis) bis 200 km Reiseweite, bis 1 Stunde vor Abfahrt des Zuges
9 € -> Kurzstrecke2 (~ 10% von Maximalpreis ) bis 100 km Reiseweite, bis 1 Stunde vor Abfahrt des Zuges
Sparpreise grundsätzlich mit Zugbindung und als Globalpreis mit integrierter Sitzplatzreservierung. Kurzstreckenpreise ohne Reservierung dafür kontingentiert auf maximal 25% der Plätze im Zug.
6.) Das Ganze einen Monat ausprobieren und feinjustieren.
Ich würde eher 6 Monate dafür ansetzen.
Super!
GUM, Donnerstag, 04.12.2014, 11:26 (vor 4143 Tagen) @ ICE-T-Fan
bearbeitet von GUM, Donnerstag, 04.12.2014, 11:27
Einverstanden in einer hypothetischen Diskussion
2.) Die Normalpreise werden umgerechnet, so dass sie das Durchschnittsniveau aus BahnCard-Erträgen und BahnCard50-Rabatten erreichen. Schon wird Bahnfahren so einfach wie in eine U-Bahn einsteigen: Fahrschein kaufen und losfahren.
Einverstanden. Da dürfte dann wohl so etwas in der Größenordnung meiner geforderten 67-75% heraus kommen.
Genau so sehe ich das auch. Preisänderungen von +/- 10 % würden gar nichts bewirken.
Wenn wir also mal von 67 % und der Rückstellung des Klassenfaktors auf 1,5 ausgehen, dann wird die Bahn wirklich wettbewerbsfähig. Super, genau dort sehe ich den neuen NormalFlex 2. auch.
3.) Nur extrem vielfahrende Kunden zahlen dann leicht mehr. Allerdings wird auch die Mobility Bahn Card 100 günstiger um die Hemmschwellen zu senken!
Einverstanden.
4.) Das Ganze zieht ein enormes Verkehrsvolumen auf die Bahn
Das glaube ich eher nicht.
Das ist genau die spannende Frage: Wie reagieren alle Kundengruppen (außer Geschäftsreisen & Pendler) auf eine Preisänderung? Gibt es wirklich eine Preiselastizität, die bei sinkenden Preisen einen Nachfrageschub auslöst?
5.) Sparpreise werden nur noch und unkontingentiert als Sparpreis 33 angeboten. Zugbindung gibt es zwar noch, aber nicht mehr mit Milliardenkosten für die jeweilige Abfrage des individuellen Preises. Stattdessen druckt die Verkaufsstelle einfach den gewählten Zug mit auf.
Nicht einverstanden. Es muss noch eine Auslastungslenkung geben.
Wo zu denn das? Die ersten Monate des NWP (Neuen wettbewerbsfähigen Preissystems) spülen so viel Geld in die Kasse, dass man sich schon bald auf die Suche nach anzumietenden Fahrzeugen begeben kann.
Bei einem Normalpreis von 70% des heutigen Wertes, hätte man einen Maximalpreis von 89 € für einmal quer durch Deutschland. Davon würde ich mehrere Sparpreis-Stufen ableiten:
89 € -> Maximalpreis (voll flexibel), bis zur Abfahrt des Zuges oder als Bordpreis (ohne weitere Aufschläge)
69 € -> Sparpreis80 (~ 80% von Maximalpreis ) bis 1 Stunde vor Abfahrt des Zuges, unbegrenzt
49 € -> Sparpreis40 (~ 40% von Maximalpreis ) bis 6 Stunden vor Abfahrt des Zuges, unbegrenzt
29 € -> Sparpreis20 (~ 20% von Maximalpreis ) bis 1 Tag vor Abfahrt des Zuges, unbegrenzt
Ist mir schon zu viel Komplexität:
MaximalFlex 2. bleibt bei 89 Euro, der einzigeSparpreis liegt bei 59 Euro.
Dann kann man noch ein bisschen mit Mitfahrer-Multiplikatoren spielen.
Kurzstreckenspezial wird abgeschafft, dafür gibt es ja den neuen niedrigeren Normalpreis.
Wer unter 59 Euro fahren möchte, der sollte bitte das QDL-Ticket kaufen. Damit etabliert sich auch ein gewisser Mindestumsatz pro Transaktion.
19 € -> Kurzstrecke1 (~ 15% von Maximalpreis) bis 200 km Reiseweite, bis 1 Stunde vor Abfahrt des Zuges
9 € -> Kurzstrecke2 (~ 10% von Maximalpreis ) bis 100 km Reiseweite, bis 1 Stunde vor Abfahrt des ZugesSparpreise grundsätzlich mit Zugbindung und als Globalpreis mit integrierter Sitzplatzreservierung. Kurzstreckenpreise ohne Reservierung dafür kontingentiert auf maximal 25% der Plätze im Zug.
6.) Das Ganze einen Monat ausprobieren und feinjustieren.
Ich würde eher 6 Monate dafür ansetzen.
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Super!
Eingleisigkeit, Donnerstag, 04.12.2014, 11:38 (vor 4143 Tagen) @ GUM
Wer unter 59 Euro fahren möchte, der sollte bitte das QDL-Ticket kaufen. Damit etabliert sich auch ein gewisser Mindestumsatz pro Transaktion.
Hahaha, super Vorschlag. Wir schaffen Wettbewerbsfähigkeit, indem wir einen Mindestpreis setzen, der doppelt so hoch ist wie heute. Dann sind die Züge doch erst recht leer. Ich würde niemals für mehr als 50 Euro Zug fahren in Deutschland. Da gibt es doch viel zu viele Alternativen.
Warum soll ich denn nicht für 29 Euro diejenigen noch mitnehmen, die eben nur bereit sind, diesen Preis zu zahlen?
Grüße
Eingleisigkeit
Die genaue Preisgrenze finden
GUM, Donnerstag, 04.12.2014, 13:00 (vor 4143 Tagen) @ Eingleisigkeit
Warum soll ich denn nicht für 29 Euro diejenigen noch mitnehmen, die eben nur bereit sind, diesen Preis zu zahlen?
Grüße
Eingleisigkeit
Diese Frage wird in jedem Unternehmen gestellt und ganz unterschiedlich beantwortet. Es geht einerseits um die Grenzkosten der Mitnahme jedes weiteren Passagiers gegenüber den Gesamtkosten pro Passagier.
Die 29er Preise funktionieren nur so lange, wie nicht Passagiere abwandern, die mehr bezahlt hätten.
Im Endeffekt spielt auch die Preiselastizität eine Rolle: Gewinnt die Bahn beispielsweise 60 29er-Kunden auf der Strecke München-Hamburg, so müsste die Kostenbasis von einem zusätzlichen Waggon auf diese Kunden verteilt werden.
Die Bahn kann also langfristig gesehen und wirtschaftlich betrachtet keine 29er München-Hamburg anbieten, wenn die Gesamtkosten pro Passagier höher sind. Der 29er könnte allenfalls zum Kennenlernen angeboten werden oder zu Leerzeiten, in denen die nicht teilbare 7er oder 14er-Wageneinheit gefüllt werden muss.
Im Endeffekt kann es sich aber kein Unternehmen leisten die 29er-Preise dauerhaft und auf zu langen Strecken anzubieten.
Irgendein auf der Kostenbasis basierender Mindestpreis darf auch durch den Super-Sparpreis oder den Hauptstadt-Tarif nicht unterschritten werden.
--
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Die genaue Preisgrenze finden
Eingleisigkeit, Donnerstag, 04.12.2014, 20:12 (vor 4143 Tagen) @ GUM
bearbeitet von Eingleisigkeit, Donnerstag, 04.12.2014, 20:15
Warum soll ich denn nicht für 29 Euro diejenigen noch mitnehmen, die eben nur bereit sind, diesen Preis zu zahlen?
Grüße
Eingleisigkeit
Diese Frage wird in jedem Unternehmen gestellt und ganz unterschiedlich beantwortet. Es geht einerseits um die Grenzkosten der Mitnahme jedes weiteren Passagiers gegenüber den Gesamtkosten pro Passagier.Die 29er Preise funktionieren nur so lange, wie nicht Passagiere abwandern, die mehr bezahlt hätten.
Im Endeffekt spielt auch die Preiselastizität eine Rolle: Gewinnt die Bahn beispielsweise 60 29er-Kunden auf der Strecke München-Hamburg, so müsste die Kostenbasis von einem zusätzlichen Waggon auf diese Kunden verteilt werden.
Die Bahn kann also langfristig gesehen und wirtschaftlich betrachtet keine 29er München-Hamburg anbieten, wenn die Gesamtkosten pro Passagier höher sind. Der 29er könnte allenfalls zum Kennenlernen angeboten werden oder zu Leerzeiten, in denen die nicht teilbare 7er oder 14er-Wageneinheit gefüllt werden muss.
Im Endeffekt kann es sich aber kein Unternehmen leisten die 29er-Preise dauerhaft und auf zu langen Strecken anzubieten.
Irgendein auf der Kostenbasis basierender Mindestpreis darf auch durch den Super-Sparpreis oder den Hauptstadt-Tarif nicht unterschritten werden.
Naja, da belehrt dich doch die Wirklichkeit eines besseren, denn die DB bietet schon über viele Jahre hinweg 29 Euro-Tickets an, auch auf Langstrecken. Erzähl mir doch nicht, die haben das noch nie evaluiert.
Was du beschreibst, ist die Kunst der Preisdiskriminierung, also jedem Kunden möglichst genau den Preis vorzusetzen, den er gerade noch bezahlen würde. Und die Bahn macht das ja momentan so, indem sie bspw. Konditionen setzt (lange Vorausplanung, Zugbindung, Tagesrandlagen) zum Erhalt der 29 Euro-Tickets, die eben Kunden mit einer niedrigen Zahlungsbereitschaft ansprechen. Als Student kostet mich die Lebensstunde nicht viel, da kann ich auch mal eine Strecke mit dem RE fahren, bevor ich in den Fernzug umsteige, wenn bei dem wieder Platz ist.
Witzigerweise schlägst du selbst vor, dieses Instrument nicht zu nutzen, wenn es nur noch einen günstigeren Normalpreis und vielleicht einen eher hohen Sparpreis geben soll, also de facto 2 Preise, an denen sich alle orientieren können. Da gehen dir ja neben Kunden, die sagen, dass ihnen das zu teuer ist auch noch zahlreichen Einnahmen aus den bislang verkauften teuren Normalpreis-Tickets verloren.
Ein Problem, das ich durchaus sehe, ist aber, dass die Bahn die Grenzkosten für einen Passagier gar nicht kennt. Die Grenzkosten sind ja außerdem unterschiedlich: Der letzte Passagier, der einen weiteren Wagen nötig machen würde, ist natürlich viel teurer als der zweite in diesem Zusatzwagen. Und wie viele Leute der Bahn den Rücken kehren, weil sie von den Familien genervt sind, die eben mal günstig mitgenommen werden, weiß halt auch keiner.
Wie kommst du also gerade auf 59 Euro als günstigstes Ticket und nicht auf 39?
Grüße
Eingleisigkeit
Preisuntergrenze 59/39
GUM, Freitag, 05.12.2014, 11:54 (vor 4142 Tagen) @ Eingleisigkeit
Wie kommst du also gerade auf 59 Euro als günstigstes Ticket und nicht auf 39?
Grüße
Eingleisigkeit
Für alle Abfahrten nach 09 Uhr sollte sich die hohe Produktqualität eines Fernzuges auch in einem Preis widerspiegeln, der über dem QDL-Ticket liegt.
Zudem sollte auch in der 2. Klasse ein hoher Sitzabstand angeboten werden können, weshalb eigentlich nur eine Preisuntergrenze in Frage kommt oder das Aufteilen in die 2+ Klasse (Sitzabstand vor dem Redesign/Flächenproduktivitätserhöhung) und einer Sparpreis-Klasse.
Bei dieser gibt es dann allerdings wieder das Problem, das hohe Sparpreise fast auf die 2+ Klasse auflaufen.
--
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Preisuntergrenze 59/39
ICE-T-Fan, Freitag, 05.12.2014, 16:49 (vor 4142 Tagen) @ GUM
Dann wäre es ja besser das QDL-Ticket als Bahn-Flatrate abzuschaffen.
Das sehe ich auch so!
GUM, Freitag, 05.12.2014, 16:54 (vor 4142 Tagen) @ ICE-T-Fan
Dann wäre es ja besser das QDL-Ticket als Bahn-Flatrate abzuschaffen.
Volle und uneingeschränkte Zustimmung.
Ich glaube aber fast, dass da die Bundesländer nicht mitmachen werden. Insbesondere diejenigen, die keinen flächendeckenden Fernverkehr haben und deren Kaufkraft unterhalb der der stärkeren Bundesländer liegt.
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Sicherheitshinweis: Lassen Sie Ihre Politiker nicht unbeaufsichtigt!
Security advice: Don't leave your politicians unattended!
Apropos Zeitkarten
ICE-T-Fan, Freitag, 05.12.2014, 17:07 (vor 4142 Tagen) @ GUM
bearbeitet von ICE-T-Fan, Freitag, 05.12.2014, 17:12
Was man braucht und zwar deutschlandweit einheitlich, sind Zeitkarten.
Ich würde es für den Fernverkehr so aufziehen:
Jahresabo Deutschland (=BC100) für 4000 Euro / 8000 Euro
Jahresabo Bundesland für 3000 / 6000 Euro
Monatskarte Deutschland für 900 / 1800 Euro
Monatskarte Bundesland für 675 / 1350 Euro
Wochenkarte Deutschland für 300 / 600 Euro
Wochenkarte Bundesland für 225 / 450 Euro
Tageskarte Deutschland für 100 / 200 Euro
Tageskarte Bundesland für 75 / 150 Euro
Länderticket (nur Nahverkehr):
Jahresabo für 2000 / 4000 Euro
Monatskarte für 500 / 1000 Euro
Wochenkarte für 170 / 340 Euro
Tageskarte für 55 / 110 Euro
SWT/QDL abschaffen, da eine Fahrt quer durch Deutschland unter Ausschluss des FV eh wenig Sinn macht und nur zur Überlastung der Regionalzüge führen würde.
Apropos Zeitkarten
gnampf, Freitag, 05.12.2014, 19:08 (vor 4142 Tagen) @ ICE-T-Fan
Was man braucht und zwar deutschlandweit einheitlich, sind Zeitkarten.
ähh... hat man doch...
Ich würde es für den Fernverkehr so aufziehen:[...]
ich nehme mal an, du willst damit die Preise für 1./2. Klasse darstellen? Damit wären dann sämtliche "Premiunm"-Kunden der DB weg, in der 1. würden sich ausschießlich noch Sparpreisticketinhaber befinden. Schon jetzt dürfte der Anteil an Sparpreisinhabern in der 1. recht hoch sein, da sie eigentlich nur den bei Sparpreisen anfallenden Aufpreis wert ist, nicht die 60%, die bei Normalpreis/BC100 aktuell fällig werden. Es sollte also wohl eher in die Gegenrichtung gehen, nämlich die Differenz bei den Sparpreisen wieder was erhöhen, insbesondere die 10 Euro Upgrades ab in die Tonne, und dafür bei Normalpreis/BC100 die Differenz verkleinern.
Länderticket (nur Nahverkehr):Jahresabo für 2000 / 4000 Euro
Monatskarte für 500 / 1000 Euro
Wochenkarte für 170 / 340 Euro
Tageskarte für 55 / 110 Euro
cool. Dann würde ich zur Arbeit also statt 24 Euro plötzlich 55 Euro täglich zahlen sollen, oder statt 75,40 ganze 170 Euronen? Und das dann auch noch für reinen Nahverkehr, anstatt wie jetzt incl. IC? Sorry, der Verkehr im Auto nervt zwar, und wird dann sicher noch mehr nerven, da es noch 99% der restlichen Pendler genauso machen würden wie ich, aber... da hock ich definitiv wieder im Auto.
SWT/QDL abschaffen, da eine Fahrt quer durch Deutschland unter Ausschluss des FV eh wenig Sinn macht und nur zur Überlastung der Regionalzüge führen würde.
und damit also noch mehr Leute zu den Fernbussen drängen. Was Sinn macht dürfte doch wohl für jeden recht verschieden sein, wer knappe an Kohle aber reich an Zeit ist wird ein QdL/SWT sicher nicht für Humbug halten. Und mancherorts bleibt einem nichtmals was anders übrig, als zig Stunden im Regionalverkehr zu verbringen... oder wie willst du z.B. von Nürnberg nach Dresden fahren? Klar, geht auch über Leipzig... wo man dann noch länger unterwegs ist und noch mehr für zahlen darf.
Wenn Regionalzüge so überlastet sind, und Fernverkehr so leer, dann kann es wohl nicht die richtige Lösung sein den Nahverkehr unattraktiv zu machen. Damit bringt man nämlich keinen dazu auf Fernverkehr umzusteigen, sondern treibt sie lediglich zu anderen Verkehrsmitteln. Entweder den Nahverkehr ausbauen damit er den Bedarf decken kann, oder den Fernverkehr attraktiv machen, damit er einen Teil vom Nahverkehr übernehmen kann, wo er Kapazitäten frei hat.
Apropos Zeitkarten
ICE-T-Fan, Samstag, 06.12.2014, 01:56 (vor 4141 Tagen) @ gnampf
Was man braucht und zwar deutschlandweit einheitlich, sind Zeitkarten.
ähh... hat man doch...
Ich würde es für den Fernverkehr so aufziehen:[...]
ich nehme mal an, du willst damit die Preise für 1./2. Klasse darstellen?
Ja. Den Faktor 2 habe ich jetzt zur einfacheren Darstellung genommen. Man kann auch den Faktor 1,5 oder weniger nehmen. Ist dann eine Frage an die Kundenabteilung, wo man die sinnvolle Grenze zieht.
Länderticket (nur Nahverkehr):Jahresabo für 2000 / 4000 Euro
Monatskarte für 500 / 1000 Euro
Wochenkarte für 170 / 340 Euro
Tageskarte für 55 / 110 Euro
cool. Dann würde ich zur Arbeit also statt 24 Euro plötzlich 55 Euro täglich zahlen sollen, oder statt 75,40 ganze 170 Euronen? Und das dann auch noch für reinen Nahverkehr, anstatt wie jetzt incl. IC? Sorry, der Verkehr i
Keine Ahnung, welche Strecke fährst du denn? Mit der Wochenkarte Land kannst du innerhalb eines Geltungsgebietes, typischerweise ein ganzes Bundesland oder ein großer Verkehrsverbund, einen Monat lang sämtlichen Nahverkehr (mit Bus und Tram) benutzen. Dafür halte ich 170 € für nicht so viel. Außerdem gibt es ja noch Streckenzeitkarten für jede beliebige Teilstrecke. Wer also nur von einer Stadt zur nächsten pendelt, bezahlt ganz sicher keine 170 € / Woche.
Apropos Zeitkarten - angepasst
ICE-T-Fan, Samstag, 06.12.2014, 02:03 (vor 4141 Tagen) @ ICE-T-Fan
Was man braucht und zwar deutschlandweit einheitlich, sind Zeitkarten.
Ich würde es für den Fernverkehr so aufziehen:
Jahresabo Deutschland (=BC100) für 4000 Euro / 6000 Euro
Jahresabo Bundesland für 3000 / 4500 Euro
Monatskarte Deutschland für 900 / 1350 Euro
Monatskarte Bundesland für 675 / 1000 Euro
Wochenkarte Deutschland für 300 / 450 Euro
Wochenkarte Bundesland für 225 / 340 Euro
Tageskarte Deutschland für 100 / 150 Euro
Tageskarte Bundesland für 75 / 120 Euro
Länderticket (Nahverkehr, Tram, Bus, U-Bahn):
Jahresabo für 1800 / 2700 Euro
Monatskarte für 360 / 540 Euro
Wochenkarte für 120 / 180 Euro
Tageskarte für 40 / 60 Euro
SWT/QDL abschaffen, da eine Fahrt quer durch Deutschland unter Ausschluss des FV eh wenig Sinn macht und nur zur Überlastung der Regionalzüge führen würde.
Apropos SWT/QDL überlasten NV-Züge
Henrik, Samstag, 06.12.2014, 02:29 (vor 4141 Tagen) @ ICE-T-Fan
Was man braucht und zwar deutschlandweit einheitlich, sind Zeitkarten.
Tageskarte Deutschland für 100 / 150 Euro
Tageskarte Bundesland für 75 / 120 EuroLänderticket (Nahverkehr, Tram, Bus, U-Bahn):
Jahresabo für 1800 / 2700 Euro
Monatskarte für 360 / 540 Euro
Wochenkarte für 120 / 180 Euro
Tageskarte für 40 / 60 Euro
SWT/QDL abschaffen, da eine Fahrt quer durch Deutschland unter Ausschluss des FV eh wenig Sinn macht und nur zur Überlastung der Regionalzüge führen würde.
würde? wieso würden sie es künftig nach Deinem Modell, tun es heute aber noch nicht?
Die SWT/QDL sind nicht dazu da, überfüllte NV-Züge zu überlasten (gibt es kaum),
sondern um leere NV-Züge noch wenigstens etwas zu füllen.
und so ganz billig sind diese Tickets ja nun auch nicht mehr.
Diese Tickets machen sehr wohl Sinn für finanzsensible Fahrgäste, die mehr als ein Bundesland durchfahren wollen.
Apropos SWT/QDL überlasten NV-Züge
ICE-T-Fan, Samstag, 06.12.2014, 02:53 (vor 4141 Tagen) @ Henrik
Ich finde man sollte Fernreisende in Fernzüge lenken und nicht in den Regionalverkehr.
Apropos SWT/QDL überlasten NV-Züge
Henrik, Samstag, 06.12.2014, 03:05 (vor 4141 Tagen) @ ICE-T-Fan
Ich finde man sollte Fernreisende in Fernzüge lenken und nicht in den Regionalverkehr.
aus welchem Grund?
und vor allem wie?
FV ist grundsätzlich teurer als NV (mit Recht).
mit Höchstpreisen von 142 Euro bzw. 100 Euro in Deinem Modell pro Person wird man finanzsensible potenzielle Fahrgäste nicht in den FV locken - die nutzen dann andere Verkehrsmittel.
Apropos SWT/QDL überlasten NV-Züge
worfie, Samstag, 06.12.2014, 06:45 (vor 4141 Tagen) @ Henrik
bearbeitet von worfie, Samstag, 06.12.2014, 06:48
Ich finde man sollte Fernreisende in Fernzüge lenken und nicht in den Regionalverkehr.
FV ist grundsätzlich teurer als NV (mit Recht).
Nicht zwangsläufig. Dieser bizarre Preiserhöhnungswahn in Deutschland hat doch schon ganze Arbeit geleistet. Es gibt inzwischen genug Strecken (oft -aber nicht nur- zwischen 100 und 250km), wo der NV schon teurer ist als der FV. Und als Dankeschön kriegt ein NV-Kunde mit seinem 46 Euro QDL-Ticket bei Problemen bestenfalls einen feuchten Händedruck im Gegensatz zum FV-Fahrgast mit einem 14,25 Euro Sparpreis.
Und wenn man dann noch Seiten wie http://www.bahn.de/regional/view/regionen/bayern/aktion/ehrlich_faehrt_am_laengsten.shtml mit seinen seltsamen Gängelungen findet, bekommt man fast den Eindruck, dass ein NV-Kunde von vorne herein unter Generalverdacht steht. Man könnte doch auch Länderticket-Kunden nur mitfahren lassen, wenn sie sich vor Fahrtantritt und nach Fahrtende telefonisch bei der Volks- oder Bundespolizei registrieren oder auf dem Ticket eine Stuhlprobe hinterlegen, damit auch wirklich der letzte Zweifel ausgeschlossen ist. (Sarkasmus-Tags dürfen nach belieben gesetzt werden)
Aber zurück zum Thema. Dann würde ich es schon eine Alternative finden, wenn man die Preisgestaltung des QDL-Ticket an das japanische Seishun18-Ticket anlehnt: Ein Coupon-Heft mit 5 Stempelfeldern für 85 Euro, mit dem man alleine an fünf verschiedenen Tagen fahren kann, oder mit 5 Personen an einem Tag oder eine Mischung daraus. Dafür darf man einen Zug ohne DNA-Probe betreten und kann das Ticket auch ohne Gefängnisstrafe weitergeben, sofern man nicht alle Fahrten alleine nutzen kann.
Gut, das Seishun-18 Ticket ist auf bestimmte Jahreszeiten begrenzt, wohingegen die deutschen Tickets durch diese (aufgrund der ganzen Preiserhöhungen mittlerweile bizarre) 9-Uhr-Regelung permanent nur beschränkt nutzbar sind. Und vermutlich würde ein Ticket, dass man für 85 Euro jetzt einführt, in 10 Jahren dann auch schon 150 Euro kosten.
Apropos SWT/QDL überlasten NV-Züge
ICE-T-Fan, Samstag, 06.12.2014, 10:06 (vor 4141 Tagen) @ Henrik
Ich finde man sollte Fernreisende in Fernzüge lenken und nicht in den Regionalverkehr.
aus welchem Grund?
Bessere Auslastung der Fernzüge.
und vor allem wie?
Durch beispielsweise ein Tagesticket Fernverkehr für 100 Euro Deutschlandweit 2. Klasse oder 75 Euro für eine bestimmte Region oder ein bestimmtes Bundesland.
Für nur Regionalverkehr dann 40 Euro. Ich denke, dass einige Kunden den Aufschlag von 35 Euro bezahlen würden, wenn sie innerhalb ihrer Region alle Züge nutzen dürfen. (Ausgenommen reservierungspflichtige Züge).
FV ist grundsätzlich teurer als NV (mit Recht).
Nein. Zwischen Weimar und Erfurt oder Gotha und Erfurt sind die IC-Tickets, zumindest mit Bahncard-Rabatt, billiger als die NV-Verbund-Tickets.
Auch durch die Sparpreise gibt es da Ausnahmen. Beispielsweise kostet eine Fahrt im Fernverkehr für eine Personen von Eisenach nach Leipzig 19 Euro mit Sparpreis. Das Thüringen-Ticket Single kostet 22 Euro, der Normalpreis Nahverkehr 31,80 Euro ohne Bahncard oder 23,80 Euro mit Bahncard25. Nur mit Bahncard50 ist der NV-Preis günstiger als der günstigste FV-Sparpreis.
mit Höchstpreisen von 142 Euro bzw. 100 Euro in Deinem Modell pro Person wird man finanzsensible potenzielle Fahrgäste nicht in den FV locken - die nutzen dann andere Verkehrsmittel.
Höchstpreis liegt bei 89 Euro für eine einfache Fahrt und 100 Euro für ein Tagesticket mit beliebig vielen Fahrten im Fernverkehr. Das halte ich für angemessene Preise.
Darüber hinaus habe ich ja ein Sammelsurium von Sparpreisen eingebaut als Kompensation für den Wegfall der Bahncards.
Apropos SWT/QDL überlasten NV-Züge
Henrik, Samstag, 06.12.2014, 11:51 (vor 4141 Tagen) @ ICE-T-Fan
Ich finde man sollte Fernreisende in Fernzüge lenken und nicht in den Regionalverkehr.
aus welchem Grund?
Bessere Auslastung der Fernzüge.
hehe
..darum gings hier ja nicht.
das ist ja eh klar.
und vor allem wie?
Durch beispielsweise ein Tagesticket Fernverkehr für 100 Euro Deutschlandweit 2. Klasse oder 75 Euro für eine bestimmte Region oder ein bestimmtes Bundesland.
100 Euro ausgeben, wenns auch für 44 Euro möglich wäre? wozu.
..dann zu zweit, zu dritt, zu viert.
Für nur Regionalverkehr dann 40 Euro. Ich denke, dass einige Kunden den Aufschlag von 35 Euro bezahlen würden, wenn sie innerhalb ihrer Region alle Züge nutzen dürfen. (Ausgenommen reservierungspflichtige Züge).
das könnten sie dann i.d.R. heute bereits. tun sie aber nicht.
die 40 bzw. 44 Euro sind der Status Quo, da kommt man auch zu zweit, zu dritt, zu viert, .... günstig weit.
FV ist grundsätzlich teurer als NV (mit Recht).
Nein. Zwischen Weimar und Erfurt oder Gotha und Erfurt sind die IC-Tickets, zumindest mit Bahncard-Rabatt, billiger als die NV-Verbund-Tickets.
ja.... darum gehts hier ja nun nicht.
Auch durch die Sparpreise
zuggebunden - auch das passt hier nicht rein.
mit Höchstpreisen von 142 Euro bzw. 100 Euro in Deinem Modell pro Person wird man finanzsensible potenzielle Fahrgäste nicht in den FV locken - die nutzen dann andere Verkehrsmittel.
Höchstpreis liegt bei 89 Euro für eine einfache Fahrt und 100 Euro für ein Tagesticket mit beliebig vielen Fahrten im Fernverkehr. Das halte ich für angemessene Preise.
Darüber hinaus habe ich ja ein Sammelsurium von Sparpreisen eingebaut als Kompensation für den Wegfall der Bahncards.
Den Beitrag Gegenvorschlag kannte ich nicht.
Ich finde eine größere Staffelung grundsätzlich besser
ICE-T-Fan, Donnerstag, 04.12.2014, 14:19 (vor 4143 Tagen) @ GUM
bearbeitet von ICE-T-Fan, Donnerstag, 04.12.2014, 14:21
Was ist da zu viel Komplexität? Ein Sparpreis für alle Zwecke gibt es nicht. Den einen zu teuer, den anderen wieder zu niedrig in Hinsicht auf die DB.
Je mehr Preisstufen man hat, desto eher trifft man jeden Geschmack.
Wer flexibel mit jedem Zug zu jeder Zeit fahren möchte, wird die 89 Euro für München-Hamburg locker bezahlen. Wer sich eine Stunde vor Abfahrt des Zuges auf einen Zug festlegen möchte, spart 20 Euro oder 22% also etwa dem heutigen BC25-Normalpreis bezogen auf den neuen Maximalpreis.
Wer sich am frühen morgen auf eine Rücktour am Nachmittag festlegen kann, bekommt einen Sparpreis von 49 Euro also dem heutigen BC50-Tarif bezogen auf den neuen Maximalpreis.
Der 29er-Sparpreis entspricht dem 2005 eingeführten Dauer-Spezial, was von vielen Gelegenheitsreisenden und Urlaubern genutzt wird. Der ist durch die Werbung auch sehr bekannt und gut nachgefragt.
Einzig die "ungeraden" Preisstufen 79, 59 und 39 lasse ich weg, da sie keinen wirklichen Sinn ergeben.
Für Leute die nur von einer Stadt zur nächsten fahren wollen, gibt es die Kurzstrecken-Tarife für 9 oder 19 Euro, also etwa die heutigen BC50-Normalpreise für Strecken von 50-200 Kilometer. Diese gibt es bis eine Stunde vor Abfahrt des Zuges aber eben gebunden an diesen einen Zug. Sie werden nur verkauft, wenn der Zug nicht voll ausgelastet ist. Ansonsten gilt der Normalpreis / FullFlex-Tarif auf dem Niveau der heutigen BC25-Preise.
Kurzstrecken-Tarife ?
GUM, Freitag, 05.12.2014, 11:58 (vor 4142 Tagen) @ ICE-T-Fan
bearbeitet von GUM, Freitag, 05.12.2014, 11:58
Für Leute die nur von einer Stadt zur nächsten fahren wollen, gibt es die Kurzstrecken-Tarife für 9 oder 19 Euro, also etwa die heutigen BC50-Normalpreise für Strecken von 50-200 Kilometer. Diese gibt es bis eine Stunde vor Abfahrt des Zuges aber eben gebunden an diesen einen Zug. Sie werden nur verkauft, wenn der Zug nicht voll ausgelastet ist. Ansonsten gilt der Normalpreis / FullFlex-Tarif auf dem Niveau der heutigen BC25-Preise.
Interessante Gedanken.
Bei den Kurzstrecken-Spezials stelle ich mir aber immer folgende Fragen:
+ Muss es den unbedingt sein, dass in den Fernzug zusätzliche Unruhe hereinkommt, dadurch dass alle halbe Stunde ein Großteil der Passagiere wechselt. Wie es bei engen Haltestellenabständen und einem stetigen Angebot von Kurzstreckenspezials der Fall wäre.
Wäre da nicht ein InterRegio-Produkt besser?
+ Möchte ich mich als Stadtbesichtigungs-Einkaufengeh-Leutebesuchs-Kurzstrecken Kunde wirklich unbedingt auf einen Zug festlegen?
Oder ist da der neue FullFlex-Tarif mit reduziertem Grundpreis für alle nicht einfach unschlagbar.
Ich weiß, dass dies schwierig zu sagen ist. Aber irgendwie muss sich die Wertigkeit der Bahn auch in den Endverkaufspreisen ausdrücken.
Wie genau, weiß ich allerdings auch nicht.
--
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Kurzstrecken-Tarife ?
ICE-T-Fan, Freitag, 05.12.2014, 16:48 (vor 4142 Tagen) @ GUM
Ich betrachte die ICE als bessere und schnellere S-Bahn. Solange Fahrpläne erstellt werden, wo man auf Teilstrecken zur Nutzung des ICE gezwungen wird, weil keine Alternative existiert, muss es auch Kurzstreckenpreise geben.
Mein Lieblingsbeispiel Eisenach-Gera.
Wer in Erfurt die Regionalexpress-Züge erreichen will, muss von Eisenach aus den ICE nutzen, da die Regionalbahnen 5 Minuten nach Abfahrt der Express-Züge in Erfurt ankommen. Gäbe es RE von Eisenach nach Erfurt mit Anschluss an die RE nach Weimar-Jena-Gera-Altenburg, würde kaum ein Mensch auf die Idee kommen für die 56 km den ICE zu benutzen. Und einen IR parallel zum ICE würde der Auslastung der ICE massiv schaden.
Kurzstrecken-Tarife ?
GUM, Freitag, 05.12.2014, 16:59 (vor 4142 Tagen) @ ICE-T-Fan
Ich betrachte die ICE als bessere und schnellere S-Bahn. [...]
Bitte nicht :eek:
Zwischen dem ET423 und einem ICE ist ein himmelweiter Unterschied.
Mein Lieblingsbeispiel Eisenach-Gera.Wer in Erfurt die Regionalexpress-Züge erreichen will, muss von Eisenach aus den ICE nutzen, da die Regionalbahnen 5 Minuten nach Abfahrt der Express-Züge in Erfurt ankommen. Gäbe es RE von Eisenach nach Erfurt mit Anschluss an die RE nach Weimar-Jena-Gera-Altenburg, würde kaum ein Mensch auf die Idee kommen für die 56 km den ICE zu benutzen. Und einen IR parallel zum ICE würde der Auslastung der ICE massiv schaden.
Ja, leider. Sowas gibt's vom MüNüEx zum Nürnberg-Dresden Express leider auch. Blöder Fahrplan, beinahe 1 Stunde Aufenthalt in Nürnberg Hbf.
--
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Gegenvorschlag
HolyPetrus, Berlin, Donnerstag, 04.12.2014, 15:04 (vor 4143 Tagen) @ ICE-T-Fan
89 € -> Maximalpreis (voll flexibel), bis zur Abfahrt des Zuges oder als Bordpreis (ohne weitere Aufschläge)
69 € -> Sparpreis80 (~ 80% von Maximalpreis ) bis 1 Stunde vor Abfahrt des Zuges, unbegrenzt
49 € -> Sparpreis40 (~ 40% von Maximalpreis ) bis 6 Stunden vor Abfahrt des Zuges, unbegrenzt
29 € -> Sparpreis20 (~ 20% von Maximalpreis ) bis 1 Tag vor Abfahrt des Zuges, unbegrenzt19 € -> Kurzstrecke1 (~ 15% von Maximalpreis) bis 200 km Reiseweite, bis 1 Stunde vor Abfahrt des Zuges
9 € -> Kurzstrecke2 (~ 10% von Maximalpreis ) bis 100 km Reiseweite, bis 1 Stunde vor Abfahrt des Zuges
Klingt eher nach Wunschvorstellung :) bis einen Tag vor Abfahrt habe ich also meinen 29€-Platz sicher, unabhängig von Kontingenten?
Erstens fahren dann annähernd alle flexiblen Fahrer für 29€, was der Bahn schon genug Umsatz versagt. Dazu kommen dann aber sicherlich auch bald Firmen auf die Idee, dass _ein_ Tag Vorausplanung zuzumuten ist und im Notfall sind die 29€ dann halt weg falls man doch flexibel umplanen muss - die neuen Reiserichtlinien belasten dann den Umsatz zusätzlich.
Da freue ich mich doch weiterhin, mit früh geplanten 21,75€-Tickets quer durch Deutschland zu fahren und um mich herum Mitfahrer zu haben die die Bahn per Normalpreis quersubventionieren. ;)
Gegenvorschlag
ICE-T-Fan, Donnerstag, 04.12.2014, 16:29 (vor 4143 Tagen) @ HolyPetrus
Du übersiehst meinen unteren Abschnitt. Sparpreise sind Globalpreise mit inkludierter Platzreservierung. Kein Sitzplatz = kein Sparpreis
Alle Sparpreise sind kontingentiert, nämlich durch die Verfügbarkeit von Platzreservierungen.
Gegenvorschlag
HolyPetrus, Berlin, Donnerstag, 04.12.2014, 16:34 (vor 4143 Tagen) @ ICE-T-Fan
ok, also unbegrenzt = solange buchbar wie Plätze im Zug.
Buchen dann Sparpreis-Bucher die ICEs Freitag abends aus und Leute mit Normalpreis müssen stehen?
Gegenvorschlag
ICE-T-Fan, Donnerstag, 04.12.2014, 16:44 (vor 4143 Tagen) @ HolyPetrus
ok, also unbegrenzt = solange buchbar wie Plätze im Zug.
Buchen dann Sparpreis-Bucher die ICEs Freitag abends aus und Leute mit Normalpreis müssen stehen?
Das wäre natürlich die Folge. Andererseits gibt es aus technischen Gründen in jeder Baureihe nicht reservierbare Sitzplätze. Für die Pendler mit FlexTarifen wäre es sicherlich sinnvoll, dass man einige Wagen oder Wagenteile im Zug nicht für Reservierungen freigibt. So können Sparpreis-Bucher den Zug nie zu 100% auslasten.
Mein Modell ist ja nur ein sehr grober Entwurf. Es stellt nur einen Vorschlag dar, wie man es aufziehen könnte ohne die Bahncard zu haben. Für jeden etwas dabei.
Die Kurzstrecken-Pendler nutzen die 9/19€-Fahrkarten mit Zugbindung. Die Spontanfahrer den Normalpreis, die Rabatt-Jäger (und ehemalige BC-Inhaber) nutzen die Sparpreise. Je eher man sich auf eine Verbindung festlegt, desto geringer der Preis. Wer einen Tag im Voraus bucht, bekommt den 29€-Sparpreise, wer am Abend für den nächsten Morgen oder am Vormittag für den nächsten Abend bucht, bekommt einen 49€-Sparpreis. Leute die sich eine Stunde vor Abfahrt des Zuges am Bahnhof einfinden, also typischerweise Wochenend-Pendler mit flexibler Arbeitszeit, bekommen noch den 69€-Sparpreis.
Gelegenheitsfahrer bezahlen maximal 89€, den "Normalpreis".
Gegenvorschlag
L.Willms, Donnerstag, 04.12.2014, 18:29 (vor 4143 Tagen) @ ICE-T-Fan
Ich bin davon überzeugt, dass diese Maßnahme - wenn sie richtig durchgerechnet wird - für die Passagiere, die Zubs und das Gesamtsystem von Vorteil wäre. Aufgrund der Millionen Kundenprofile kann die Bahn ja genau die Durchschnittsumsätze, -rabatte etc. ausrechnen.
Wenn ich Rüdiger Grube wäre, dann würde ich:
1.) Die BahnCard dann abschaffen und nur noch eine Bonus-/Sammelkarte anbieten.
Einverstanden in einer hypothetischen Diskussion
2.) Die Normalpreise werden umgerechnet, so dass sie das Durchschnittsniveau aus BahnCard-Erträgen und BahnCard50-Rabatten erreichen. Schon wird Bahnfahren so einfach wie in eine U-Bahn einsteigen: Fahrschein kaufen und losfahren.
Einverstanden. Da dürfte dann wohl so etwas in der Größenordnung meiner geforderten 67-75% heraus kommen.
Mir hat mal jemand vorgerechnet, daß der durchschnittliche Fahrpreis pro Pesonenkilometer ziemlich genau der Hälfte des als "Normalpreis" bezeichneten Maximalpreises beträgt. Das müßte sich anhand der Geschäftsberichte der DB AG nachrechnen lassen.
Wenn man also die BC50 abschaffen würde, und stattdessen alle Fahrkarten zu dem BR50-Preis verkaufen würde, gäbe es keinen Einnahmeverlust...
Milchmädchenrechnung
Eingleisigkeit, Donnerstag, 04.12.2014, 19:53 (vor 4143 Tagen) @ L.Willms
Wenn man also die BC50 abschaffen würde, und stattdessen alle Fahrkarten zu dem BR50-Preis verkaufen würde, gäbe es keinen Einnahmeverlust...
Natürlich gäbe es den. Denn ich würde ja nicht zum BC50-Preis fahren, der über dem aktuellen 29-Euro-Preis liegt, sondern dann auf ein anderes Verkehrsmittel umsteigen. Dafür freut sich mein Onkel der "spontan" zu einer Beerdigung quer durch Deutschland muss, wie bolle, weil er die Hälfte spart. Der fährt deshalb aber nicht doppelt ;)
Also aufgepasst: Der Durchschnittspreis würde dann nur von denjenigen gekauft werden, die ihn auch jetzt schon mindestens bezahlt haben. Wie viele Reisende eine geringe Zahlungsbereitschaft haben, kann man nicht wissen.
Grüße
Eingleisigkeit
Milchmädchenrechnung
L.Willms, Donnerstag, 04.12.2014, 20:26 (vor 4143 Tagen) @ Eingleisigkeit
Das aber sehr eingleisig gesehen!
Milchmädchenrechnung
Henrik, Donnerstag, 04.12.2014, 22:27 (vor 4143 Tagen) @ L.Willms
Das aber sehr eingleisig gesehen!
höchst eingleisig war die vorherige Ausführung,
Eingleisigkeits Entgegnung hingegen sehr realitätsnah,
wenn man mal 12 Jahre zurückdenkt - was heute ja sehr oft getan wurde,
es folgte ein zweistelliger Umsatzrückgang im Fernverkehr..
OT: Wie Fahrpreis pro Pkm ermitteln?
michael_seelze, Donnerstag, 04.12.2014, 20:26 (vor 4143 Tagen) @ L.Willms
Mir hat mal jemand vorgerechnet, daß der durchschnittliche Fahrpreis pro Pesonenkilometer ziemlich genau der Hälfte des als "Normalpreis" bezeichneten Maximalpreises beträgt. Das müßte sich anhand der Geschäftsberichte der DB AG nachrechnen lassen.
Verkehrsleistung in Pkm 2013: 88.746.000.000
Problem nur: Wo findet man die Fahrgeldeinnahmen im Geschäftsbericht?
OT: Wie Fahrpreis pro Pkm ermitteln?
Felix, Göttingen, Donnerstag, 04.12.2014, 20:31 (vor 4143 Tagen) @ michael_seelze
Verkehrsleistung in Pkm 2013: 88.746.000.000
Problem nur: Wo findet man die Fahrgeldeinnahmen im Geschäftsbericht?
Beim Fernverkehr nehme ich dafür den Außenumsatz. (Mehrwertsteuer aber berücksichtigen)
OT: Wie Fahrpreis pro Pkm ermitteln?
michael_seelze, Donnerstag, 04.12.2014, 20:52 (vor 4143 Tagen) @ Felix
Verkehrsleistung in Pkm 2013: 88.746.000.000
Problem nur: Wo findet man die Fahrgeldeinnahmen im Geschäftsbericht?
Beim Fernverkehr nehme ich dafür den Außenumsatz. (Mehrwertsteuer aber berücksichtigen)
Bitte erkläre den Begriff "Außenumsatz" für den Laien.
Für den FV mag das funktionieren. Der Mwst-Satz ist da ja einheitlich. Die Einnahmen durch die Busreisenden müssten allerdings herausgerechnet werden.
Wenn man den SPNV nimmt,kann man die Bestellerentgelte abziehen (hier besteht das Problem evtl. Bruttoverträge); man hätte aber schon 2 Mwst-Sätze: Hier müsste man wissen, wie viel Einnahmen mit FK zu niedrigerem und wie viel zum höheren Steuersatz erzielt wurden, oder?
OT: Wie Fahrpreis pro Pkm ermitteln?
Felix, Göttingen, Freitag, 05.12.2014, 05:24 (vor 4142 Tagen) @ michael_seelze
Bitte erkläre den Begriff "Außenumsatz" für den Laien.
Umsatz, der mit Kunden außerhalb des Konzerns gemacht wird - statt mit anderen Geschäftsbereichen. DB Netz z.B. macht viel Umsatz (=Trassengebühren) innerhalb des Konzerns, mit DB Regio, DV Fernverkehr, DB Schenker Rail.
Für den FV mag das funktionieren. Der Mwst-Satz ist da ja einheitlich. Die Einnahmen durch die Busreisenden müssten allerdings herausgerechnet werden.
Nur wenn man es ganz genau wissen will. Denn die sind ja im Verhältnis zum Zugverkehr minimal.
Wenn man den SPNV nimmt,kann man die Bestellerentgelte abziehen (hier besteht das Problem evtl. Bruttoverträge); man hätte aber schon 2 Mwst-Sätze: Hier müsste man wissen, wie viel Einnahmen mit FK zu niedrigerem und wie viel zum höheren Steuersatz erzielt wurden, oder?
Kann sein. Mir genügt da ein Schätzwert, einen anderen weiß ich nicht. Ich schätze einfach, daß der Durchschnittserlös im SPNV etwas unter dem im Fernverkehr liegt.
Fahrgelderlös pro Pkm im Vergleich zum Normalpreis
michael_seelze, Freitag, 05.12.2014, 22:40 (vor 4142 Tagen) @ michael_seelze
Hier mal eine kurze Rechnung für das Geschäftsjahr 2013 basierend auf den Geschäftsberichten der DB Regio AG und der DB Fernverkehr AG. (Mwst müsste ja durchlaufen und in den Umsatzerlösen nicht mehr enthalten sein; inkl. der Busverkehre vereinfachend wird im NV von Nettoverträgen ausgegangen und im FV vom Nichtvorhandensein von Bestellerentgelten)
Tun wir des weiteren so, als gäbe es keine Degression bei den Fahrpreisen
und wir hätten im FV ein kilometerbasiertes statt eines relationsbasierten Preissystems [Beispielerelation für FV: Hannover Hbf-Norden: 280km]. Da mir die FV-Preise für 2013 nicht mehr vorliegen, habe ich von den aktuellen Preisen 2,5 % als durchschnittliche Steigerung abgezogen.
DB FV:
- Umsatzerlöse aus PV: 3.941.000.000 €
- Verkehrsleistung in Pkm: 36.800.000.000 km
- Erlös pro Pkm (gerundet): 0,107 €
- Reisende insgesamt: 130.500.000
- durchschnittliche Reiseweite: 281,99 km
- Erlös pro Reisendem: 30,17 €
- Normalpreis PK IC/EC 2.Kl/1.Kl (für durchschnittliche Reiseweite, geschätzte 17% Mwst wg. Reisen unter 50 km ist abgezogen): 42,89 € / 69,60 €
- Normalpreis PK ICE 2.KL/1.KL (für durchschnittliche Reiseweite, geschätzte 17% Mwst wg. Reisen unter 50 km ist abgezogen): 46,13 € / 74,45 €
DB Regio:
- Fahrgelderlöse: 2.663.000.000 €
- Verkehrsleistung in Pkm: 35.700.000.000 km
- Erlös pro Pkm (gerundet): 0,075 €
- Reisende insgesamt: 1.410.000.000
- durchschnittliche Reiseweite: 25,32 km
- Erlös pro Reisendem: 1,90 €
- Normalpreis PK C 2.Kl/1.Kl(für durchschnittliche Reiseweite, geschätzte 10% Mwst wg. Reisen über 50 km ist abgezogen): 5,13 € / 8,19 €
Daten zum Anteil der Reisenden 2.Klasse/1.Klasse sind mir nicht bekannt.
Wenn man nun die 1. Klasse sogar außer Acht lässt, sieht man, dass der durchschnittliche Erlös pro Reisendem auf der durchschnittlichen Reiseweite mit dem Normalpreis 2.Klasse (Ohne Mwst.) in Relation gestellt folgende Werte ergibt:
- PK IC/EC: 70,3%
- PK ICE: 65,4%
- PK C: 37,0%
Wenn man nun die 1.Klasse einbezieht und im FV einen 1.Klasse-Anteil von 20% und im NV von selbigen von 5 % annimmt, kommt man auf folgende Werte:
- PK IC/EC: 62,5%
- PK ICE: 58,2%
- PK C: 36,0%
Wenn man diese Werte [PK IC/EC und ICE mal pkm-bezogen mit 50:50 angesetzt] miteinander "verrechnet", kommt man auf 48,34%.
Die These
daß der durchschnittliche Fahrpreis pro Personenkilometer ziemlich genau der Hälfte des als "Normalpreis" bezeichneten Maximalpreises beträgt
kommt also einigermaßen hin.
Ich bitte um Korrekturen.
Gegenvorschlag
Henrik, Donnerstag, 04.12.2014, 22:51 (vor 4143 Tagen) @ L.Willms
Ich bin davon überzeugt, dass diese Maßnahme - wenn sie richtig durchgerechnet wird - für die Passagiere, die Zubs und das Gesamtsystem von Vorteil wäre. Aufgrund der Millionen Kundenprofile kann die Bahn ja genau die Durchschnittsumsätze, -rabatte etc. ausrechnen.
Wenn ich Rüdiger Grube wäre, dann würde ich:
1.) Die BahnCard dann abschaffen und nur noch eine Bonus-/Sammelkarte anbieten.
Einverstanden in einer hypothetischen Diskussion
2.) Die Normalpreise werden umgerechnet, so dass sie das Durchschnittsniveau aus BahnCard-Erträgen und BahnCard50-Rabatten erreichen. Schon wird Bahnfahren so einfach wie in eine U-Bahn einsteigen: Fahrschein kaufen und losfahren.
Einverstanden. Da dürfte dann wohl so etwas in der Größenordnung meiner geforderten 67-75% heraus kommen.
Mir hat mal jemand vorgerechnet, daß der durchschnittliche Fahrpreis pro Pesonenkilometer ziemlich genau der Hälfte des als "Normalpreis" bezeichneten Maximalpreises beträgt. Das müßte sich anhand der Geschäftsberichte der DB AG nachrechnen lassen.
das muss man sich nicht vorrechnen lassen oder selbst errechnen, das erkennt man ja auch so anhand der Sparpreise und Angebote
und ist auch bekannt,
die durchschnittlichen Fahrpreiserlöse sind ja kein Geheimnis.
Nur sind sie auch nicht einheitlich. Es gibt Relationen mit sehr hohen durchschnittlichen Fahrpreiserlösen, andere mit sehr niedrigen, gestaffelt auf Zeit etc.
Wenn man also die BC50 abschaffen würde, und stattdessen alle Fahrkarten zu dem BR50-Preis verkaufen würde, gäbe es keinen Einnahmeverlust...
Nein.
vgl. Erwiderung von Eingleisigkeit
Für den gleichen Erlös müsste der Normalpreis ja schon deutlich höher liegen als der heutige durchschnittliche Fahrpreiserlös,
sprich die heutigen BC50-Kunden müssten deutlich drauf zahlen.
Die DB wird sich nicht noch einmal kräftig ihre Finger dran verbrennen, vgl. Grube & Bieck von heute,
"Wir haben diesen Rückschlag von damals nicht vergessen. Der Fehler, die Kunden abzuschrecken, darf sich nicht wiederholen"
BC50 sowie BC25 werden auch weiterhin die Vorzüge von heute bieten,
zusätzlich wird es womöglich weitere BahnCard-Angebote geben.
Gegenvorschlag - korrigiert
ICE-T-Fan, Montag, 15.12.2014, 15:20 (vor 4132 Tagen) @ ICE-T-Fan
bearbeitet von ICE-T-Fan, Montag, 15.12.2014, 15:21
Ich bin davon überzeugt, dass diese Maßnahme - wenn sie richtig durchgerechnet wird - für die Passagiere, die Zubs und das Gesamtsystem von Vorteil wäre. Aufgrund der Millionen Kundenprofile kann die Bahn ja genau die Durchschnittsumsätze, -rabatte etc. ausrechnen.
Wenn ich Rüdiger Grube wäre, dann würde ich:
1.) Die BahnCard dann abschaffen und nur noch eine Bonus-/Sammelkarte anbieten.
Einverstanden in einer hypothetischen Diskussion
2.) Die Normalpreise werden umgerechnet, so dass sie das Durchschnittsniveau aus BahnCard-Erträgen und BahnCard50-Rabatten erreichen. Schon wird Bahnfahren so einfach wie in eine U-Bahn einsteigen: Fahrschein kaufen und losfahren.
Einverstanden. Da dürfte dann wohl so etwas in der Größenordnung meiner geforderten 67-75% heraus kommen.
3.) Nur extrem vielfahrende Kunden zahlen dann leicht mehr. Allerdings wird auch die Mobility Bahn Card 100 günstiger um die Hemmschwellen zu senken!
Einverstanden.
4.) Das Ganze zieht ein enormes Verkehrsvolumen auf die Bahn
Das glaube ich eher nicht.
5.) Sparpreise werden nur noch und unkontingentiert als Sparpreis 33 angeboten. Zugbindung gibt es zwar noch, aber nicht mehr mit Milliardenkosten für die jeweilige Abfrage des individuellen Preises. Stattdessen druckt die Verkaufsstelle einfach den gewählten Zug mit auf.
Nicht einverstanden. Es muss noch eine Auslastungslenkung geben.Bei einem Normalpreis von 70% des heutigen Wertes, hätte man einen Maximalpreis von 89 € für einmal quer durch Deutschland. Davon würde ich mehrere Sparpreis-Stufen ableiten:
89 € -> Maximalpreis (voll flexibel), bis zur Abfahrt des Zuges oder als Bordpreis (ohne weitere Aufschläge)
69 € -> Sparpreis80 (~ 80% von Maximalpreis ) bis 1 Stunde vor Abfahrt des Zuges, unbegrenzt
49 € -> Sparpreis50 (~ 50% von Maximalpreis ) bis 6 Stunden vor Abfahrt des Zuges, unbegrenzt
29 € -> Sparpreis30 (~ 30% von Maximalpreis ) bis 1 Tag vor Abfahrt des Zuges, unbegrenzt19 € -> Kurzstrecke1 (~ 20% von Maximalpreis) bis 200 km Reiseweite, bis 1 Stunde vor Abfahrt des Zuges
9 € -> Kurzstrecke2 (~ 10% von Maximalpreis ) bis 100 km Reiseweite, bis 1 Stunde vor Abfahrt des ZugesSparpreise grundsätzlich mit Zugbindung und als Globalpreis mit integrierter Sitzplatzreservierung. Kurzstreckenpreise ohne Reservierung dafür kontingentiert auf maximal 25% der Plätze im Zug.
6.) Das Ganze einen Monat ausprobieren und feinjustieren.
Ich würde eher 6 Monate dafür ansetzen.
Da hatten sich paar Rechenfehler eingeschlichen.
Die Abschaffung der BahnCard wäre perfekt
gnampf, Donnerstag, 04.12.2014, 11:05 (vor 4143 Tagen) @ GUM
2.) Die Normalpreise werden umgerechnet, so dass sie das Durchschnittsniveau aus BahnCard-Erträgen und BahnCard50-Rabatten erreichen. Schon wird Bahnfahren so einfach wie in eine U-Bahn einsteigen: Fahrschein kaufen und losfahren.
Oeh... wo ist denn U-Bahn-Fahren in Deutschland einfach? Einfach ist es Auto zu fahren. Sobald es um die Oeffis geht, erstrecht bei den Verbuenden, geht doch das Geraetsel los, wie man denn jetzt legal und doch am guenstigsten ans Ziel kommt.
4.) Das Ganze zieht ein enormes Verkehrsvolumen auf die Bahn
Noe, tuts nicht. Mehr Volumen bekommt die Bahn nur, wenn es fuer die jetzigen Vielfahrer nicht teurer oder billiger wird, und sie zeitgleich nicht staerker "belaestigt" werden, also z.B. mehr stehen oder kostenpflichtig reservieren muessen. Ansonsten hast du vielleicht ein paar Gelegenheitsfahrer gewonnen, aber ganz schnell einen Haufen Vielfahrer (die gesichert Geld in die Kassen spuelen) verloren.
5.) Sparpreise werden nur noch und unkontingentiert als Sparpreis 33 angeboten. Zugbindung gibt es zwar noch, aber nicht mehr mit Milliardenkosten für die jeweilige Abfrage des individuellen Preises. Stattdessen druckt die Verkaufsstelle einfach den gewählten Zug mit auf.
Damit sorgst du dann auch noch dafuer, dass du dich weiter von den Fernbussen entfernst. Es sollte doch angeblich aber gerade wegen der Gefahr durch die Fernbusse die BC abgeschafft werden. Den Fernbussen kannst du nur mit billig begegnen.
6.) Das Ganze einen Monat ausprobieren und feinjustieren.
Wie soll das gehen? Die Aktion muss min. 15 Monate laufen, so lange brauchts naemlich bis die letzte Bahncard ihre Gueltigkeit verloren hat. Wenn man dann nach 16 Monaten den Flop bemerkt wird man mehrere Jahre brauchen um zum alten Stand zurueck zu kommen, und dabei jede Menge Federn lassen... und es nur wegen Vater Staat im Ruecken ueberleben.
Die Preiswahrnehmung ist ein Problem
GUM, Donnerstag, 04.12.2014, 11:18 (vor 4143 Tagen) @ gnampf
bearbeitet von GUM, Donnerstag, 04.12.2014, 11:19
2.) Die Normalpreise werden umgerechnet, so dass sie das Durchschnittsniveau aus BahnCard-Erträgen und BahnCard50-Rabatten erreichen. Schon wird Bahnfahren so einfach wie in eine U-Bahn einsteigen: Fahrschein kaufen und losfahren.
Oeh... wo ist denn U-Bahn-Fahren in Deutschland einfach? Einfach ist es Auto zu fahren. Sobald es um die Oeffis geht, erstrecht bei den Verbuenden, geht doch das Geraetsel los, wie man denn jetzt legal und doch am guenstigsten ans Ziel kommt.
Vielen Dank für das Hauptproblem in der Kundenwahrnehmung, dass Du ansprichst. Während für ein bisschen Drahtgestell mit einem leicht veränderten Überzug beim Auto (=sog. Sportsitz) oftmals vierstellige Beträge über den Tresen wandern, suchen die gleichen Kunden im Verkehrsverbund den letzten Cent Ersparnis.
Vorbild bei der Tageskarte ist auch hier der MVV. Eine Tageskarte für das riesige weiße Feld - genannt Innenraum - kaufen und Sehenswürdigkeiten besuchen, einen Ausflug ins Stadion machen und erst spätabends im Hotel zurück sein.
Kostet nicht viel mehr als zwei einfache Fahrten im Innenraum.
Da musst Du Dir gar keine Gedanken machen, sobald Du Dich von der Hypothese löst, dass Deine Suchzeit nichts wert und die Ersparnis von 0,NN Euro hoch zu bewerten wäre.
4.) Das Ganze zieht ein enormes Verkehrsvolumen auf die Bahn
Noe, tuts nicht. Mehr Volumen bekommt die Bahn nur, wenn es fuer die jetzigen Vielfahrer nicht teurer oder billiger wird, und sie zeitgleich nicht staerker "belaestigt" werden, also z.B. mehr stehen oder kostenpflichtig reservieren muessen. Ansonsten hast du vielleicht ein paar Gelegenheitsfahrer gewonnen, aber ganz schnell einen Haufen Vielfahrer (die gesichert Geld in die Kassen spuelen) verloren.
Bei einem guten Angebot kann man die Vielfahrer gar nicht verlieren. Zielgruppe für die Tarifneuformung müssen die bisherigen Nichtkunden sein.
Damit sorgst du dann auch noch dafuer, dass du dich weiter von den Fernbussen entfernst. Es sollte doch angeblich aber gerade wegen der Gefahr durch die Fernbusse die BC abgeschafft werden. Den Fernbussen kannst du nur mit billig begegnen.
Nein, dem kann ich als Bahn nicht begegnen. Als Bahn biete ich einen unglaublichen Komfort, einen Stundentakt und zwei hochwertige Reiseklassen an. Das "Fernbus"-Gestühl würde bei der Bahn allenfalls als IV. Klasse durchgehen.
Und bis hin zum letzten denkfähigen Kunden muss klar sein: Wer nicht 72 oder 80 Plätze in einem B-Wagen haben will, der muss eine gewisse Preisuntergrenze respektieren.
--
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Die Preiswahrnehmung ist ein Problem
gnampf, Donnerstag, 04.12.2014, 12:12 (vor 4143 Tagen) @ GUM
Vielen Dank für das Hauptproblem in der Kundenwahrnehmung, dass Du ansprichst. Während für ein bisschen Drahtgestell mit einem leicht veränderten Überzug beim Auto (=sog. Sportsitz) oftmals vierstellige Beträge über den Tresen wandern, suchen die gleichen Kunden im Verkehrsverbund den letzten Cent Ersparnis.
und wie viele kaufen sich extra einen Sportsitz? Das wird wohl eher eine Sache derjenigen sein, die kein so knappes Budget haben. Und eine Zielgruppe, die du mit den Oeffis eh sehr schwer erreichen wirst.
Ansonsten gibt es wohl genug Leute, die sich einfach ein billiges Auto kaufen, weil was anderes entweder nicht drin ist, oder es ihnen nicht wert ist. Und die auch beim Auto drauf achten, dass sie nicht unnoetig zuviel zahlen.
Vorbild bei der Tageskarte ist auch hier der MVV. Eine Tageskarte für das riesige weiße Feld - genannt Innenraum - kaufen und Sehenswürdigkeiten besuchen, einen Ausflug ins Stadion machen und erst spätabends im Hotel zurück sein.
Naja, wenn du sagst "guckt gefaelligst nicht auf den Preis, machts euch einfach", dann biete doch einfach nur noch eine Jahreskarte an... ganz einfach dann fuer alle ;-)
Warum fuer jemanden, der einmal von A nach B und wieder zurueck will, eine Tageskarte das guenstigste ist, muss man ja schon nicht verstehen. Wenn man sich dann aber noch mit zig Zonen auseinander setzen muss, ohne womoeglich ueberhaupt ordentlich rausfinden zu koennen in welcher man startet, in welcher man landet, und durch welche man durch muss... aber all das fuer das korrekte Ticket wissen muss (ausser man kauft sich eben einfach auf gut Glueck das teuerste Tagesticket das es gibt)... daran scheiterts doch eher.
Kostet nicht viel mehr als zwei einfache Fahrten im Innenraum.
Schlimm genug, diese Flatrate-Politik.
Da musst Du Dir gar keine Gedanken machen, sobald Du Dich von der Hypothese löst, dass Deine Suchzeit nichts wert und die Ersparnis von 0,NN Euro hoch zu bewerten wäre.
nur dann, wenn ich die Tageskarte fuers Gesamtnetz kaufe. Ansonsten bleibt das Hauptproblem, naemlich welche "Tarifstufe" ich denn jetzt brauche. Und nein, ich zahle sicher nicht 16,80 EUR fuer ein VGN-Vollbereichs-Ticket, wenn ich eigentlich mit 1,60 EUR fuer einen Kurzstreckenfahrschein auskommen wuerde.
Bei einem guten Angebot kann man die Vielfahrer gar nicht verlieren. Zielgruppe für die Tarifneuformung müssen die bisherigen Nichtkunden sein.
Ja, natuerlich, wir bieten einfach jedem einen eigenen Zug, der abfaehrt wann er es moechte, ankommt wann er es moechte und natuerlich nie ausfaellt, verspaetet ist, etc. Es gibt auf Wunsch natuerlich auch ein 5-Gaenge-Menue dazu, garantiert, und persoenliche Betreuung. Zahlen muss er dafuer als Flatrate immer nur 1 Euro im Jahr. Da steigen bestimmt alle auf die Bahn um ;-) Realistisch ist das Szenario aber nicht. Realistisch ist, dass sich am vorhandenen Material nichts aendern wird. Mehr Fahrgaeste wird also auch zwangslaeufig zu mehr Belegung in den Zuegen fuehren, und damit auch zu mehr Leuten, die keinen Platz mehr erhalten. Und damit zu mehr Unzufriedenheit. Denn du wirst die Neueinsteiger nicht dazu bekommen nur die unbeliebten Zuege zu nehmen... sondern bei denen wird die Verteilung genauso sein, wie auch bei der vorhandenen Kundschaft.
Nein, dem kann ich als Bahn nicht begegnen. Als Bahn biete ich einen unglaublichen Komfort, einen Stundentakt und zwei hochwertige Reiseklassen an. Das "Fernbus"-Gestühl würde bei der Bahn allenfalls als IV. Klasse durchgehen.
Wen wollen sie denn dann gewinnen, wenn nicht die Kunden, die sie durch den Fernbus verlieren? Und warum werden die erst interessant, seit die Kunden aufgrund der Fernbusse abspringen?
Und bis hin zum letzten denkfähigen Kunden muss klar sein: Wer nicht 72 oder 80 Plätze in einem B-Wagen haben will, der muss eine gewisse Preisuntergrenze respektieren.
Genug Leute scheinen aber mit 60 Plaetzen in einem kuerzeren Bus kein Problem zu haben, sondern das auch noch toll zu finden. Wenn die Bahn die Kunden zurueck will, dann wird sie den Markt auch entsprechend bedienen muessen. Wenn sie das durch eine generelle Umstellung z.B. der 2. Klasse macht, dann muss sie aber leider damit rechnen, dass ihr die Kunden, die eben nicht bereit sind das im Fernbus zu ertragen, floeten gehen.
Letztlich ein Problem der politischen Vorgaben
Frankfurt (Main) Süd, Donnerstag, 04.12.2014, 10:12 (vor 4143 Tagen) @ moonglum
tl;dr:
Man kann einem privatwirtschaftlichen profitorientierten Unternehmen nicht vorwerfen, dass es seinen Profit maximieren will. An der Misere im deutschen Schienenverkehr kann nur die Politik etwas ändern, sowohl in ihrer Rolle als Regulierer als auch als Eigentümer der DB AG.
---
So, hier noch mal die ARD-Meldung (der Hesslische Rotfunk hatte das ja recherchiert): http://www.tagesschau.de/wirtschaft/bahncard-103.html
Zitate daraus:
Die Bahn dementierte den Bericht umgehend als "dreiste Falschmeldung". Die Konzern werde sich zu den weiteren angeblichen Veränderungen im Fernverkehr im Laufe des Tages äußern.
"Die BahnCard wird zum Kundenkonto", heißt es in der Vorlage. Dieses Kundenkonto garantiert nur noch "Rabatte gemäß Auslastung eines Zuges und individuelle Rabatte nach Kundenumsatz", also für Großkunden und Vielfahrer.
Die Bahn will im Fernverkehr drastisch sparen und die Kosten bis 2019 um 1,5 Milliarden Euro senken. "Unwirtschaftliche Linien" sollen eingestellt, die Nachtzüge nur noch "abhängig vom Optimierungspotential" weitergeführt werden.
Was das Thema BahnCard anlangt, wird es auf ein neues Preismodell hinauslaufen. Das heißt sicher nicht, dass alle bisherigen BC50-Kunden künftig den unrabattierten Normalpreis, also das doppelte, zahlen werden. Aber da die Bahn Kosten senken und Einnahmen erhöhen will, kann das nur heißen, dass die meisten Kunden erheblich mehr zahlen werden.
Und was die Angebotsreduzierung im Fernverkehr (incl. Nachtverkehr) betrifft: Die politisch gesetzten Rahmenbedingungen verlangen seit der Bahnreform vor 20 Jahren, dass FV eigenwirtschaftlich funktionieren soll. Vor diesem Hintergrund kann man der Bahn keinen Vorwurf machen, dass sie nicht profitable Angebote streicht (eher ist es verwunderlich, dass sie die so lange quersubventioniert hat), sondern muss diesen Vorwurf der Politik machen, die durch die gesetzlichen Rahmenbedingungen diese Angebotsreduzierung herbeiführt. Womit ich wieder bei meinem Ceterum censeo wäre: Wir brauchen eine Struktur für subventionierten FV nach klaren Regeln, am realistischsten wahrscheinlich über ein Besteller-Betreiber-Modell analog zum NV machbar.
Volle Zustimmung!
Alex101, Donnerstag, 04.12.2014, 11:20 (vor 4143 Tagen) @ Frankfurt (Main) Süd
Man kann einem privatwirtschaftlichen profitorientierten Unternehmen nicht vorwerfen, dass es seinen Profit maximieren will. An der Misere im deutschen Schienenverkehr kann nur die Politik etwas ändern, sowohl in ihrer Rolle als Regulierer als auch als Eigentümer der DB AG.
Volle Zustimmung!
Gerade die Doppelmoral die der Bund an den Tag legt, wenn er einerseits das marode Schienennetz beklagt, andererseits aber die Bahn letztendlich an die Börse bringen will (oder zumindest eine saftige Dividende kassiert) stört mich massiv. Entweder man führt die Bahn privatwirtschaftlich oder nicht. Alles andere ist Augenauswischerei.
Dieses Problem lässt sich übrigens auch auf andere ehemalige Staatskonzerne (Telekom, Post etc.) übertragen.
Fehlende "Wir bewegen Deutschland" Vereinbahrung.
br752, Donnerstag, 04.12.2014, 13:52 (vor 4143 Tagen) @ Frankfurt (Main) Süd
Ich stimme dir zu, dass diese Misere politisch gewollt ist. Da der Abschluss (Boersengang) nicht funktioniert hat. (Aus meiner Sicht war das ein Glueck fuer unser Land!) Deshalb weiss die Politik nicht was sie mit der Bahn machen soll! Doch noch privatisieren oder doch wieder "verallgemeinern".
Als diesem Konflikt kommt die Bahn mit ihrer Preis- und Zug-Politik nicht raus.
Wir brauchen eine klare Ansage was die Bahn fuer unser Land leisten soll.
Im Moment sieht es wohl so aus, dass wir uns an den Bus gewohnen sollen (Jeden Tag, Jede Richtung), der FV nur noch die Magistralen (S21, ICE mit Multistrom) bedienen soll um als Reserve fuer die "Geschaeftsleute" zu dienen und der NV sich nur noch in den Ballungstraeumen abspielt.
Also mit dem Bus von Hamburg nach Mannheim, dann mit der S-Bahn noch 40 Minuten aufs Land. FGR Anschlussgarantien gibt es nicht mehr, da man 2 Tickets braucht.
Je weniger Verbindungen es im FV gibt um so weniger Anschlussverluste gibt es. Somit braucht man nur noch wenige lukrative Zuege und auch die FGR Verspaetungszahlungen verringern sich.
Je mehr man die Systeme FV/NV/Bus trennt um so weniger Kosten haben die Unternehmen!
BR752
DE: BahnCard-Reform nötig?
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Donnerstag, 04.12.2014, 11:11 (vor 4143 Tagen) @ moonglum
Hallo zusammen,
auch wenn es sich hier angeblich um eine Falschmeldung handelt (oder sogar Anreiz zu Forumbeschäftigung bei ICE-Fans...), ist es mal gut, über eine BC-Reform nachzudenken.
In Deutschland gibt es grundsätzlich drei Ermäßigungsstufen: 25, 50 und 100%. Dazu Klassenbindung, dafür aber keine Zeitbindung.
Bei uns in NL hat man Verfahren wie "Weekend Vrij", "Dal Voordeel", "Traject Vrij", "Dal Vrij", "Altijd Vrij".
Genaue Auseinandersetzung dieser Verfahren geht mir zu weit; Hauptsache ist, man spielt mit mehr Parametern als nur mit der Ermässigungsstufe. Und die meisten Abos sind in beiden Wagenklassen gültig.
Es gibt die Möglichkeit, in Schwachzeiten günstig zu reisen, oder im Wochenende, oder auf einer bestimmten Strecke. Entweder bezahlt man einen kleinen Fixbetrag und dazu einen reduzierten Normalpreis, oder einen grösseren Fixbetrag mit Freifahrt.
Für die HSL-Zuid kann man einen Zuschlagabo beschaffen, dann bezahlt man pro Monat 50-60 Euro, statt 2,30 pro Fahrt.
Gut, wir haben die OV-Chipkaart, dann ist das leicht machbar. Auch mit Freifahrt checkt man ein und aus = man kauft sich Fahrkarten für 0 Euro.
In der Schweiz ist es General-Abo oder Halbtax. Demnach wäre es eine Überlegung, nur die BC25 abzuschaffen, dafür aber den Preis der BC50 zu verringern.
Was meint Ihr dazu?
gruß,
Oscar (NL).
--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
Zeitliche Begrenzung
Eingleisigkeit, Donnerstag, 04.12.2014, 11:52 (vor 4143 Tagen) @ Oscar (NL)
Hallo Oscar,
Zeitfenster mit Rabattstufen kann ich mir in Deutschland noch nicht so gut vorstellen. Dafür sind die Reisezeiten zu lang. In den kleinen Niederlanden geht das sicher noch, aber wenn ich 6 Stunden von Berlin nach München fahre, lande ich doch unter der Woche immer entweder im morgendlichen oder im nachmittäglichen Berufsverkehr und müsste deshalb die Fahrkarte stückeln.
Natürlich könnte auch das System einen Endpreis aus mehreren Einzelpreisen berechnen (z.B. 33 Prozent Rabatt Berlin-Nürnberg, 0 Prozent Rabatt Nürnberg-München) und auf einer Fahrkarte ausgeben, aber dann wird die Berechnung wieder intransparenter.
Gegenbeispiel wäre Frankreich, wo man auch eine Rabattierung mit Zeitfenstern durchsetzt. Da kenne ich mich aber schlecht aus und weiß nicht, ob das gut funktioniert und warum. Könnte mir aber vorstellen, dass die Reisezeiten durch die vielen langen HGV-Strecken auch kürzer als in Deutschland sind. Ich würde aber aus dem Bauch auch nicht behaupten, dass das französische Preissystem einfach ist.
Grüße
Eingleisigkeit
Alle ca 10 jahre wieder...
Nocturn, Im Bahndeutsch "Spontaner VieIfahrer", Donnerstag, 04.12.2014, 13:56 (vor 4143 Tagen) @ moonglum
findet irgend ein findiger Unternehmesberater heraus das die Bahncard unrentabel ist.
Das Ergebnis von 2002 (wars glaub ich) hat die Bahn hoffentlich noch gut in Erinnerung, wenn nicht gibt wieder eine Abstimmung mit den Füßen.
Ganz klare Aussage meinerseits, wird die Bahncard (und hier insbesondere die 50) abgeschafft, dann war es das für mich.
Ich hatte Jahre lang die BC100, welche leider durch diverse Aktionen unattraktiv geworden ist und habe heute die sowohl eine 50 als auch eine 25 jeweils 1 Klasse. Die liebe DB AG macht mit mir privat und geschäftlich addiert im Jahr 7000 € Umsatz und ich bin da sicher nicht der einzige....
Die fehlen dann, viel Vergnüngen beim Gewinne erziehlen.
Niemand hat die Absicht eine BC abzuschaffen...
Frank-RE, Recklinghausen, Donnerstag, 04.12.2014, 14:10 (vor 4143 Tagen) @ Nocturn
bearbeitet von Frank-RE, Donnerstag, 04.12.2014, 14:12
Im Moment erinnert mich das Dementi der Pressestelle der Bahn mehr an Walter Ulbricht berühmten Satz vom Mauerbau als an ein seriöses Statement.
Diese Vorlage für den Aufsichtrat liegt dem HR vor und ist auch auf der HP gepostet
Ich habe seit 8 Jahren die BC 100.
Ich würde bei Abschaffung der BC eine Streckenkarte kaufen, und hätte somit 1000 Euro gespart.
Die paar Fahrten im Jahr die ich dann vom Ruhrgebiet nach München oder Berlin mache würde ich fliegen oder den Fernbuss nehmen.
Bin ja mal auf die nächste Pressemeldung der Bahn gespannt.... wahrscheinlich überlegen die sich jetzt wie sie ihren Schwachsinn so verschwurbelt in eine Pressemitteilung bringen, dass der Kunde am Ende denkt, es wäre ein Vorteil die BC abzuschaffen...
Hier noch ein paar Zitate aus dem internen Papier:
In der Bahn-Aufsichtsratsvorlage für die Sitzung am 10. Dezember 2014 heißt es unter anderem auf folgenden Seiten:
Seite 28: "Weiterentwicklung der Preisstruktur entlang von drei Stoßrichtungen notwendig"
Unter dem Stichwort "BahnCard-Welt reformieren" heißt es: „Von der BahnCard zum Kundenkonto – Loyalitätsrabatte statt erkaufte Rabattleistungen"
Seite 30: "Ansatzpunkte reichen von einer Anpassung des Status Quo bis zu grundsätzlichen Veränderungen der Rabattfunktion"
Hier heißt es unter anderem:
"Dynamischer Rabatt nach Auslastung"
"Individuelle Rabatte nach Kundenumsatz (Kundenkonto)"
Die Bahn plant offenbar auch weitreichende Kostensenkungen. Auf Seite 15 heißt es:
"2015-2019 rund 1,5 Mrd. Euro Aufwandssenkung (…) angestrebt – konkrete Ansatzpunkte bereits für ca. 1 Mrd. Euro vorhanden"
NIchts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird.
Burkhard, Donnerstag, 04.12.2014, 15:04 (vor 4143 Tagen) @ Frank-RE
Ich würde bei Abschaffung der BC eine Streckenkarte kaufen, und hätte somit 1000 Euro gespart.
Die paar Fahrten im Jahr die ich dann vom Ruhrgebiet nach München oder Berlin mache würde ich fliegen oder den Fernbuss nehmen.
Das hört sich jetzt so dramatisch an - aber letztlich gibt es da vielleicht auch einen guten Sparpreis - und fliegen ist auch nicht immer toll.
Und gerade bei Ruhrgebiet-München ist die Fahrzeit schon so lang, dass Dir allein die viel zu kleine Toilette vermutlich total auf den Keks gehen wird :)
Ergänzung hinsichtlich Fernverkehr u.a.
michael_seelze, Donnerstag, 04.12.2014, 15:46 (vor 4143 Tagen) @ Frank-RE
Hier noch ein paar Zitate aus dem internen Papier:
Quelle der Auszüge: HR info
In der Bahn-Aufsichtsratsvorlage für die Sitzung am 10. Dezember 2014 heißt es unter anderem auf folgenden Seiten:Seite 28: "Weiterentwicklung der Preisstruktur entlang von drei Stoßrichtungen notwendig"
Unter dem Stichwort "BahnCard-Welt reformieren" heißt es: „Von der BahnCard zum Kundenkonto – Loyalitätsrabatte statt erkaufte Rabattleistungen"
Seite 30: "Ansatzpunkte reichen von einer Anpassung des Status Quo bis zu grundsätzlichen Veränderungen der Rabattfunktion"
Hier heißt es unter anderem:
"Dynamischer Rabatt nach Auslastung"
Wäre letztlich die Weiterentwicklung des Sparpreissystems:
Problem für den Kunden: Noch weniger durchschaubar.
"Individuelle Rabatte nach Kundenumsatz (Kundenkonto)"
Damit könnte eine Weiterentwicklung des bahn.bonus-Programms gemeint sein. Auf zum bezüglich der bereisten Relationen "gläsernen" Bahnkunden, wen dieser mehr Rabatt haben möchte?
Die Bahn plant offenbar auch weitreichende Kostensenkungen. Auf Seite 15 heißt es:
"2015-2019 rund 1,5 Mrd. Euro Aufwandssenkung (…) angestrebt – konkrete Ansatzpunkte bereits für ca. 1 Mrd. Euro vorhanden"
Im Interview von NDR Info mit dem HRinfo-Redakteur (sollte Carsten Jens gewesen sein) wurden erwähnt:
- Überprüfung des Fernverkehrsangebotes auf Randlinien (Verkehre nach Konstanz, Kiel und Rostock wurden explizit genannt)
- Überprüfung des Nachtzugverkehres
Beides mit Zieljahr 2019.
Die Bahn bestreite zudem die Existenz der 33-seitigen Vorlage inzwischen nicht mehr.
Als Verbessrungen seien laut HR Info verkürzte Reisezeiten (Frankfurt-Berlin unter 4:00 Stunden; Kassel-Berlin: 2:30-3:00) in der Vorlage angegeben.
Lt. Beitrag von Hilke Janssen auf NDR Info (Link) sollten lt. Angaben von Bahnchef Grube, die dieser in Hannover gemacht habe, die Nachtzüge nicht abgeschafft werden.
Ich denke, es kommt dabei immer darauf an, was man unter Nachtzügen versteht.
Lt. Interview mit Reiner Bieck von der EVG (Link) gebe es [lediglich]eine Diskussion um die Fortentwicklung der BahnCard.
Ich meine dazu:: Es kommt weniger auf das Etikett denn auf den Inhalt an.
Leider habe ich noch keinen Bericht gelesen, was in der für 15:00 Uhr angesetzten Telefonkonferenz (dort erwähnt) verkündet wurde.
Medienmeldungen zu "Planspielen" zum Preissystem u.a.
michael_seelze, Donnerstag, 04.12.2014, 16:30 (vor 4143 Tagen) @ michael_seelze
bearbeitet von michael_seelze, Donnerstag, 04.12.2014, 16:31
Lt. Interview mit Reiner Bieck von der EVG (Link) gebe es [lediglich]eine Diskussion um die Fortentwicklung der BahnCard.
Ich meine dazu:: Es kommt weniger auf das Etikett denn auf den Inhalt an.
Die Welt zitiert ihn mit den Worten:
Wir erwarten vom Vorstand, dass er uns Pläne zur Rückgewinnung von Fahrgästen und zur Entspannung der Situation im Geschäftsfeld Fernverkehr vorlegt[...] Wir müssen uns fragen, ob das bisherige System noch den Vorstellungen der Kunden entspricht.
Und mit Bezug auf am 25.11. vom Vorstand dem Ausichtsrat präsentierte Strategien:
Das sind erste Planspiele, noch ist nichts beschlossen
Lt. dpa, auf die sich die Wirtschaftswoche beruft, hat der Bahnvorstand
den Auftrag, bis zur nächsten Aufsichtsratssitzung im März 2015 einen Abschlussbericht mit konkreten Vorschlägen zu erarbeiten
Ich hoffe, dass es dann wieder eine PM der DB zum Thema geben wird.
Leider habe ich noch keinen Bericht gelesen, was in der für 15:00 Uhr angesetzten Telefonkonferenz (dort erwähnt) verkündet wurde.
Zu den Ergebnissen der Telefonkonferenz schreibt u.a.die Welt unter Wiedergabe einer dpa-Meldung etwas:
Man überlege lt. Ulrich Homburg
Kundengruppen, die sich von den bisherigen Bahncards nicht angezogen fühlten, zusätzliche Rabattmöglichkeiten einzuräumen
und lt.BIZTravel wolle die Bahn lt. Homburg die BahnCard-Familie
sinnvoll ergänzen
. Die Telefonkonferenz sei lt. letzterem Medium teilweise chaotisch verlaufen.
Medienmeldungen zu "Planspielen" zum Preissystem u.a.
RRX_1, Donnerstag, 04.12.2014, 22:06 (vor 4143 Tagen) @ michael_seelze
...und solche Posts sind der Grund, warum ich hier schon seit Jahren heimlich mitlese und mich nun auch mal angemeldet habe.
Eine Presseübersicht inkl. Medien, von denen ich jetzt das erste mal höre, so das wir quasi ein Interview mit jedem Teilnehmer der Telefonkonferenz lesen können.
Hervorragend!
DB-Tarifsystem: Nichts gelernt?
sb, Donnerstag, 04.12.2014, 14:30 (vor 4143 Tagen) @ moonglum
Um Herrn Grube (MSN, 03.12.2014) zu zitieren:
"Es sei nicht verwunderlich, dass drei Anbieter bereits wieder aus dem Markt ausgeschieden seien. Auch die Bahn, selbst der drittgrößte Fernbusanbieter in Deutschland, erreiche hier "nur mit großer Mühe eine schwarze Null". Die Bahn werde sich nicht auf einen Preiskampf einlassen, sagte Grube: "Wir machen kein Dumping!""
...doch genau das Tarifsystem des DB Fernverkehrs seit 2002/2003 ist ein solches Dumping(!) – nun musste auch Herr Grube hinsichtlich des Fernbus-Hypes zugeben, dass Sparpreis-Tarifminimierung ökonomisch für die Bahn und selbst für den Fernbus auf längere Sicht kontraproduktiv ist.
Um mich vom 25.06.2014 zu wiederholen:
DB Fernverkehr hat bis heute nicht wirklich aus der PEP-Tarifkatastrophe aus 2002 bzw. 2003 gelernt, als es massive Proteste gegen die zwischenzeitliche Abschaffung der BahnCard50 gab; stattdessen versucht man verbissen, weiterhin den mathematischen Rafinessen des Yield Managements zu fröhnen, statt auf ein attraktives und erfolgreiches Preissystem umzustellen:
- Normalpreis = gleichbleibender Entfernungstarif als Vergleichsbasis mit anderen Verkehrsmitteln (dieser könnte gegenüber dem heutigen auch deutlich gesenkt werden unter Abschaffung weiterer Rabattkarten)
- Sparpreis = Sonderpreis für einzelne(!) Relationen zur Verbesserung der Auslastung, nicht als Quasi-Normaltarif
Während der Aufwand (Marketing, Vertrieb) für Stammkunden gering ist, ist er für Gelegenheitskunden hoch; folglich subventionieren im aktuellen Preissystem die Stammkunden der Bahn faktisch die Gelegenheitskunden, weil DB Fernverkehr nicht verstehen will, wie eine dauerhafte Kundenbindung auch wirtschaftlich realisierbar ist!
DB-Tarifsystem: Nichts gelernt?
TEE Rheingold, Donnerstag, 04.12.2014, 20:08 (vor 4143 Tagen) @ sb
Warum füllt die Bahn besonders die Plätze nicht mit Sparpreisen auf? Sparpreise nicht mehr nur drei Tage vor Abfahrt anzubieten, ist sicherlich ein richtiger Schritt.
Besser jemanden von für 29 Euro von Hamburg nach München fahren als heiße Luft.
Die Fixkosten für eine Zugfahrt sind da. Ob der Zug voll oder leer ist, spielt kostenmäßig (fast) keine Rolle.
Man kann die Sparpreise je nach Produkt und Distanz anders staffeln.
Von München nach Hamburg im ICE liegt die Schmerzgrenze sicherlich höher als auf Distanzen 200-300 km im IC.
Ltur-Tickets?
Eingleisigkeit, Donnerstag, 04.12.2014, 20:15 (vor 4143 Tagen) @ TEE Rheingold
- kein Text -
Viel zu wenig bekannt. Kenne ich auch nur durch dieses Forum
Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Freitag, 05.12.2014, 08:22 (vor 4142 Tagen) @ Eingleisigkeit
- kein Text -
Riesiges Medieninteresse
Destear, Berlin, Donnerstag, 04.12.2014, 16:25 (vor 4143 Tagen) @ moonglum
Als sehr interessant erachte ich das umfangreiche Medieninteresse an diesem Thema. Jedes wie auch immer geartete Medium hat heute darüber berichtet, ich will fast behaupten, dass es sich hier um die Schlagzeile des Tages handelt.
Denn: Letztlich geht es hier erstmal um nichts anderes als um eine mehr oder weniger konkrete und beschlussreife Idee, das Rabattkartensystem eines großen Mobilitätsdienstleisters abzuschaffen. Bei dem Abgesang auf die Bahn, den man relativ regelmäßig zu hören bekommt, ist dass doch fast überraschend und zeigt, welche Bedeutung der Bahnverkehr im Augenblick noch hat.
Mir ist übrigens klar, dass diese ganze Angelegenheit erhebliche Folgen haben kann und die Veränderung des Preissystems eines faktischen Staatsunternehmens natürlich in Ausgestaltung und Folgen keine reine Trivialität ist. Dass das auf ein derartiges Echo trifft, finde ich dann aber doch sehr interessant.
Die Liberalisierung des Fernbusverkehrs hat etwas bewegt auf dem deutschen Mobilitätsmarkt. Letztlich war das politisch gewollt - entsprechende Folgen hat man ja schon im Vorfeld erahnen können. Es ist spannend, zu beobachten, wie sich unser Verkehrssystem hier weiterentwickelt. Ich finde es in Hinblick auf einen möglichst freien Marktzugang gut, dass es zu dieser Liberalisierung gekommen ist. Es sollte einem jeden selbst obliegen, wie er sich von A nach B befördern lassen möchte. Und dennoch macht mir die Entwicklung Sorgen, denn Lust habe ich nicht gerade, nur mit dem Fernbus fahren zu können, wenn ich nicht eine hohe Geldsumme für Bahnfahrten investieren möchte. Ich empfinde es mit all den Sparpreisen im Augenblick als nicht zu teuer, aber der Schluss von "Wir spielen nicht im Preiskampf mit" zu "Wir werden ein noch teurerer Premiumanbieter" ist auch nicht besonders weit weg. Wo wir aber schon beim freien Markt sind: Fair wäre es dann auch, die gleichen Wettbewerbsbedingungen herzustellen - da fallen mir Stichworte wie "Fernbusmaut" oder "Infrastrukturabgabe" ein...geht man von der Prämisse aus, dass die Straßen ein öffentliches Gut sind, so müssen Starkverbraucher entsprechend für ihren Verbrauch belastet werden. Soweit ist man mit dem Marktgedanken aber doch noch nicht gekommen.
Und wenn die Angst vor liberalem Nah- und Fernverkehr zu groß ist (ich finde die Angst nicht unbedingt begründet, aber nachvollziehbar), dann möge man aus der Deutschen Bahn auch rechtlich wieder ein reines Staatsunternehmen machen - oder es zumindest nach den Grundsätzen der öffentlichen Hand führen.
Riesiges Medieninteresse
Vogelflüsterer, Donnerstag, 04.12.2014, 18:45 (vor 4143 Tagen) @ Destear
> "Wir spielen nicht im Preiskampf mit" zu "Wir werden ein noch teurerer Premiumanbieter" ist auch nicht besonders weit weg. Wo wir aber schon beim freien Markt sind: Fair wäre es dann auch, die gleichen Wettbewerbsbedingungen herzustellen - da fallen mir Stichworte wie "Fernbusmaut" oder "Infrastrukturabgabe" ein...geht man von der Prämisse aus, dass die Straßen ein öffentliches Gut sind, so müssen Starkverbraucher entsprechend für ihren Verbrauch belastet werden. Soweit ist man mit dem Marktgedanken aber doch noch nicht gekommen.
Es muss ja im Sinne des Gesetzgebers sein, ein Maximum an Personen mit möglichst geringen Kapazitäten (also Fahrzeugeinheiten) zu transportieren. Je besser ausgelastet das Verhältnis zwischen Personen und Fahrzeugeinheit, desto "grüner" ist ja der Transport, da weniger Ressourcen verbraucht werden, als wenn jeder mit Auto fährt. Klar lassen sich die Verkehrsträger da nicht auf den Cent genau vergleichen, aber trotzdem will ich mal eine folgende Hypothese aufstellen:
BUS
Ein herkömmlicher Reisebus hat Platz für 60 - 70 Personen. Kommen Investitionssummen für den Bus hinzu zuzüglich Sprit, Abnutzung des Busses und 1-2 Busfahrer pro fahrt. Infrastruktur zahlt der Staat bzw. Steuerzahler.
BAHN (Beispiel ICE3)
Hier sind es 429 Sitzplätze, also viel mehr als im Bus. Investitionssumme für einen Zug sind aber viel teurer als beim Bus. Hinzu kommt Strom, Lokführer, ZUB, Schaffner, Infrastruktur, Bahnhöfe. Aber auch hier zahlt der Staat Unmengen in Infrastruktur.
Als Unterschied zum Bus kommt hinzu, dass die Bahn schneller unterwegs ist und somit mehr Relationen zurücklegt, während der Bus dahertuckelt. Das Fahrgastpotential ist somit noch höher (auf jeden Fall für ausgelastete Strecken).
Daher wundern mich die Preise bei der Bahn. Sparpreise in Verbindung mit BC25 sind in der Tat Quersubventionierungen für Gelegenheitsfahrer.
Es müssten doch Normalpreise möglich sein, die viel viel niedriger liegen, oder?
Riesiges Medieninteresse
TEE Rheingold, Donnerstag, 04.12.2014, 19:48 (vor 4143 Tagen) @ Vogelflüsterer
Mich stört es, dass Fernbusse keine Autobahngebühr zahlen müssen.
Jeder Zug zahlt Trassengebühren und die Übersteigen die Energiekosten im Normalfall bei weitem. Bei normaler Auslastung sind die Kosten für elektrische Traktionsenergie pro km fast zu vernachlässigen und dürften und den Spritkosten pro Fahrgast im Bus liegen.
Wenn ein Bus sagen wir 20-30l/100 km verbraucht, macht das weniger als 1 Cent pro Fahrgast und Kilometer bei 50 Fahrgästen.
Ein TF kann ja mal "Verbrauchswerte" vom ICE nennen und dies auf Passagier und Kilometer umrechnen. Ich glaube nicht, dass man im Mittel bei deutlich mehr als 1 Euro pro 100 km und Fahrgast landet.
Riesiges Medieninteresse
Vogelflüsterer, Donnerstag, 04.12.2014, 20:09 (vor 4143 Tagen) @ TEE Rheingold
Gibt es da eine Statistik, die alle Kosten berücksichtigt inkl. Trassenpreise? Das würde mich mal interessieren. Die Kosten des Busses sind ja überschaubar und könnte man "grob" kalkulieren...
Riesiges Medieninteresse
TEE Rheingold, Donnerstag, 04.12.2014, 21:40 (vor 4143 Tagen) @ Vogelflüsterer
Trassenpreise: Trassenpreise 2015
Vielleicht kann jemand dies mal an einem Beispiel für den Rennbahn KRM erklären.
Kostet die 9,50 Euro/km mit Faktor 1,65 für Fernverkehr oder 1,80 Expressverkehr?
Kostet eine ICE-Einheit 403/406 genauso viel wie eine Doppeltraktion?
Energiepreise Bahnstrom: Link Bahnstrom
Sind dies noch aktuelle Brutto-Preise? Die Preise kommen mir so niedrig vor.
Ich erinnere mich an Zeiten, wo zumindest im HT der Preis zweistellig war.
Hinzu kommen noch Kosten pro Halt an Bahnhöfen und Haltepunkten, Abstellung, Energie fürs Vorheizen/Klimatisieren, Personal, Wartung, Beschaffung der Fahrzeuge...
FAZ dazu
InterCityExpress-Fan, Donnerstag, 04.12.2014, 17:49 (vor 4143 Tagen) @ moonglum
bearbeitet von InterCityExpress-Fan, Donnerstag, 04.12.2014, 17:51
Aus der Bahncard wird ein Bahncard-System [...]
Unglücklich formuliert:
Millionen Menschen nutzen vor allem die Bahncard 25, die neben der Nutzung von Sparpreisen noch einen 25-Prozent-Rabatt ermöglicht [...]
Auch nicht BC-Besitzer können Sparpreise nutzen...
Hier gibt's den ganzen Artikel:
Ruhe bewahren, ich bin auf jeden Fall gespannt, wie es weitergeht...
Grüße
--
Grüße, InterCityExpress-Fan
![[image]](http://up.picr.de/18149715nq.jpg)
ICE 124 in Frankfurt(M) Flughafen Fernbf
FAZ dazu, jetzt Link berichtigt
L.Willms, Donnerstag, 04.12.2014, 18:32 (vor 4143 Tagen) @ InterCityExpress-Fan
bearbeitet von L.Willms, Donnerstag, 04.12.2014, 18:32
Aus der Bahncard wird ein Bahncard-System [...]
Hier gibt's den ganzen Artikel:
aber in dem Link war ein "http://" zu viel. Ich habs korrigiert:
Nutzungszahlen der Bahncards: (...)
sfn17, Donnerstag, 04.12.2014, 19:27 (vor 4143 Tagen) @ moonglum
Ich wollte es schon seit zwei Wochen hier mal mitteilen.
Auf die Gefahr hin, dass das schon irgendwo mal gepostet wurde - passen tut es auch
hier in den Thread.
Quelle: mobil 12/2014, S. 69
BC100: 43000 Nutzer
BC50: 1,5 Mio Nutzer
BC25: 3,5 Mio Nutzer
Mich überrascht, dass es doch nur sehr wenige BC100-Inhaber gibt.
Nutzungszahlen der Bahncards: (...)
RhBDirk, Donnerstag, 04.12.2014, 19:33 (vor 4143 Tagen) @ sfn17
Ich wollte es schon seit zwei Wochen hier mal mitteilen.
Auf die Gefahr hin, dass das schon irgendwo mal gepostet wurde - passen tut es auch
hier in den Thread.Quelle: mobil 12/2014, S. 69
BC100: 43000 Nutzer
BC50: 1,5 Mio Nutzer
BC25: 3,5 Mio Nutzer
Mich überrascht, dass es doch nur sehr wenige BC100-Inhaber gibt.
Mich überrascht das nicht. Wird doch für die BC100 überhaupt keine Werbung gefahren.
Diese Karte ist in der breiten Bevölkerung absolut unbekannt.
Wer dennoch mal von ihr gehört hat, sagt dann sie sei teuer. Wenn ich dann aber einem solchen ein Rechenbeispiel vorstelle und erzähle wo sie überall gilt, ist das Erstaunen, ob des umgerechnet günstigen Preises, groß.
Die BC100 wird nach wie vor von der DB nicht beworben.
Ebenso fehlt hier - wie oft im Forum erwähnt - eine Studentenvariante.
Nutzungszahlen der Bahncards: (...)
Thomas, Freitag, 05.12.2014, 11:41 (vor 4142 Tagen) @ RhBDirk
die BC100 ist leider immer noch zu unattraktiv, da sie keine echte Mobilitätskarte ist. Trotz einer Ausweitung ist sie in den allermeisten Busnetzen immer noch nicht gültig. Wer nicht größere Städte anfährt, hat ein Problem.
Nutzungszahlen der Bahncards
Henrik, Freitag, 05.12.2014, 00:10 (vor 4142 Tagen) @ sfn17
Ich wollte es schon seit zwei Wochen hier mal mitteilen.
Auf die Gefahr hin, dass das schon irgendwo mal gepostet wurde - passen tut es auch
hier in den Thread.Quelle: mobil 12/2014, S. 69
BC100: 43000 Nutzer
BC50: 1,5 Mio Nutzer
BC25: 3,5 Mio Nutzer
tagesschau.de hatte eine entsprechende Grafik mit Übersicht der letzten Jahre in ihren Artikel eingebettet,
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/bahncard-111~magnifier_pos-0.html
bzw. direkter Link zum Bild:
https://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/grafikbahncard-101~_v-videowebl.jpg
ca +40% in 6 Jahren bei BC25 und BC100
sfn17, Freitag, 05.12.2014, 11:34 (vor 4142 Tagen) @ Henrik
und leichte Abnahme der BC50-Nutzung.
Ich finde 40% bei BC25 und BC100 in sechs Jahren schon sehr viel, das sollte die Bahn ruhig(?) mal positiv sehen. Und einsehen, dass die BC50 derzeit unattraktiv ist.
ca +40% in 6 Jahren bei BC25 und BC100
Henrik, Freitag, 05.12.2014, 20:50 (vor 4142 Tagen) @ sfn17
und leichte Abnahme der BC50-Nutzung.
Ich finde 40% bei BC25 und BC100 in sechs Jahren schon sehr viel, das sollte die Bahn ruhig(?) mal positiv sehen. Und einsehen, dass die BC50 derzeit unattraktiv ist.
ersteres betont sie ja immer wieder sehr und wirbt ja auch sehr für die BC25 & BC100,
letzteres ist ihr so unrecht nicht und den Verfall der letzten Jahre hat sie gestern sehr deutlich betont
und ist mit der entscheidende Grund für die umfangreiche Erweiterung des BC-Angebots.
Ganz toll
Marien, Berlin, Freitag, 05.12.2014, 00:08 (vor 4142 Tagen) @ moonglum
Jetzt wo ihr mich dazu überredet habt eine Bahncard anzuschaffen, wo der Interconnex eingestellt wird, will sie die DB gleich wieder abschaffen. :-'
Ich glaube ich lasse mich in Zukunft von meinem Freund in Berlin abholen...
Was passiert mit der BC 100
turbohasi, Freitag, 05.12.2014, 05:59 (vor 4142 Tagen) @ moonglum
In der ganzen Diskussion wird immer von BC 25 oder 50 geredet. Aber was passiert mit der BC 100? Wird es sie weiter geben oder ist hier eine Abschaffung geplant?
Was passiert mit der BC 100?
InterCityExpress-Fan, Freitag, 05.12.2014, 07:16 (vor 4142 Tagen) @ turbohasi
Generell wird jetzt nicht von heute auf morgen die BC-Serie abgeschafft. Es sollen lediglich Anpassungen vorgenommen werden...
Gerade bei der BC 100 gehe ich davon aus, dass sie in ihrer jetzigen Art weiter existiert - was sollte man an unbegrenzter Mobilität ändern?
Grüße
Was passiert mit der BC 100?
martin.elsner, Freitag, 05.12.2014, 07:29 (vor 4142 Tagen) @ InterCityExpress-Fan
was sollte man an unbegrenzter Mobilität ändern?
Den Preis noch weiter erhöhen weil es ja zu viele Poweruser gibt. Oder man führt eine Drossel ein wie beim DSL ;) Nach 100 ICE Fahrten darf man nur noch RB fahren.
Die Kreativität von studierten, praxisfremden Welt- ähhh Bilanzverbesserern ist doch
heutzutage extrem groß ;-)
Gruß
Martin
Was passiert mit der BC 100?
InterCityExpress-Fan, Freitag, 05.12.2014, 15:27 (vor 4142 Tagen) @ martin.elsner
Stellt sich wieder einmal nur die Frage nach der Realisierung...
Aber danke für den aufheiternden Beitrag ;-)
Grüße
InterCityExpress-Fan
Was passiert mit der BC 100?
moonglum, Hagen, Freitag, 05.12.2014, 15:39 (vor 4142 Tagen) @ InterCityExpress-Fan
bearbeitet von moonglum, Freitag, 05.12.2014, 15:41
Nachdem mal ein ZUB so treffend zu mir auf meine Frage, wie ich denn bei 80 min. Verspätung als BC100 First Inhaber meine Kostenerstatten lassen soll, sagte, dass wir BC100 Inhaber doch eh diejenigen wären, an denen die Bahn eigentlich nichts verdient, ich solle mich mal nicht so anstellen, denke ich mir, dass man den Preis schön weiter hochdreht. Aber vll. bekommst Du dann eine Fahrradflatrate an den großen Bahnhöfen, weil es ja so realistisch ist, dass man per Leihrad zum Termin kommt....
Der heutige Artikel im Spiegel über die reichlich verlogene Konzeption der BC vor dem Hintergrund IMMENS GESTIEGENER Normalpreise hat mir das noch einmal vor Augen geführt.
Wie viele andere Menschen, die sich seit gestern in den Medien und Foren artikulieren, erwarte auch ich nichts wirklich Konstruktives von der DB derzeit. Aber der mit bestimmt 7stelligem jahres-Lohn bezahlte Herr Pofalla darf demnächst bestimmt versuchen, den neuen wirren Kram in schmackhafte Worte zu kleiden und im Sinne Merkels als vollkommen ALTERNATIVLOS zu verkaufen....
--
Schöne Grüße aus den EC 6/7/8/9,
wo es Wein in Karaffen, keine Mikrowelle und kein in Schüsseln gepamptes Essen gibt.
https://adobe.ly/2PMZyEV
Grube über die Gratismentalität der BC 100-Inhaber
Felix, Göttingen, Freitag, 05.12.2014, 16:31 (vor 4142 Tagen) @ moonglum
Nachdem mal ein ZUB so treffend zu mir auf meine Frage, wie ich denn bei 80 min. Verspätung als BC100 First Inhaber meine Kostenerstatten lassen soll, sagte, dass wir BC100 Inhaber doch eh diejenigen wären, an denen die Bahn eigentlich nichts verdient, ich solle mich mal nicht so anstellen, denke ich mir, dass man den Preis schön weiter hochdreht. Aber vll. bekommst Du dann eine Fahrradflatrate an den großen Bahnhöfen, weil es ja so realistisch ist, dass man per Leihrad zum Termin kommt....
[...]
Am schlimmsten seien jedoch die Besitzer der BahnCard 100, klagt Grube. "Da erkennt man eine regelrechte Gratismentalität. Diese Schnorrer scheinen zu glauben, nur weil sie 4000 oder 7000 Euro jährlich bezahlen, könnten sie anschließend durch ihre Vielfahrerei die Bahn in den Ruin treiben."
[...]
http://www.der-postillon.com/2014/12/25-bis-100-prozent-verlust-pro-fahrt.html
Grube über die Gratismentalität der BC 100-Inhaber
moonglum, Hagen, Freitag, 05.12.2014, 17:18 (vor 4142 Tagen) @ Felix
Es lebe der Postillion :-)
--
Schöne Grüße aus den EC 6/7/8/9,
wo es Wein in Karaffen, keine Mikrowelle und kein in Schüsseln gepamptes Essen gibt.
https://adobe.ly/2PMZyEV
Was passiert mit der BC 100
Henrik, Freitag, 05.12.2014, 20:46 (vor 4142 Tagen) @ moonglum
Nachdem mal ein ZUB so treffend zu mir auf meine Frage, wie ich denn bei 80 min. Verspätung als BC100 First Inhaber meine Kostenerstatten lassen soll, sagte, dass wir BC100 Inhaber doch eh diejenigen wären, an denen die Bahn eigentlich nichts verdient, ich solle mich mal nicht so anstellen,
der ZUB hat so einiges überhaupt nicht geschnallt,
wer diesen als typisches Beispiel und vor allem für ernst nimmt, ebenso nicht.
denke ich mir, dass man den Preis schön weiter hochdreht.
..oder eben senkt, wie ja auch immer wieder mal.
Der heutige Artikel im Spiegel über die reichlich verlogene Konzeption der BC vor dem Hintergrund IMMENS GESTIEGENER Normalpreise
..die aber ja eh keiner nutzt.
Interessant, sich sich über etwas teures aufzuregen, was eh nicht gekauft wird - wenn gleich sämtliche andere heiß begehrte Angebote immer billiger werden.
Wie viele andere Menschen, die sich seit gestern in den Medien und Foren artikulieren, erwarte auch ich nichts wirklich Konstruktives von der DB derzeit.
für eben diese paar zählbare Nerds ist der gestrige Tag aber nichts anderes als die Tage zuvor.
Alle anderen haben schnell erkannt, dass es sich um eine schlichte billige Ente handelt,
die ja selbst die Quelle selbst nichtmal belegen konnte.
Aber der mit bestimmt 7stelligem jahres-Lohn bezahlte Herr Pofalla darf demnächst bestimmt versuchen, den neuen wirren Kram in schmackhafte Worte zu kleiden und im Sinne Merkels als vollkommen ALTERNATIVLOS zu verkaufen....
wieso sollte er?
er wird kein Pressesprecher o.ä., soll keine neuen Produkte verkaufen, präsentieren,
er wird schön hinter den Kulissen die Strippen ziehen, Kontakte knüpfen, aufrechterhalten, für mehr Geld für die Bahn sorgen etc. Außenstehende werden davon überhaupt nichts mitbekommen, genauso wenig wie alle seine Vorgänger, wovon einige ja wirklich bekannte Namen hatten - in der Öffentlichkeit waren sie so gut wie nie. das ist nicht deren Aufgabe.
Österreich...
Jon4s94, Freitag, 05.12.2014, 10:52 (vor 4142 Tagen) @ moonglum
Ich denke, würde man dem Vorteilsmodell quasi nachahmen, würden wesentlich mehr Leute Bahn fahren. Vor allem spontaner. Die BahnCard 25 kann man abschaffen. Diese ist vorallem auf den Sparpreis ausschlaggebend. Also BahnCard 50 99€ und für unter 26 jährige 19€.... außerdem innerhalb von Verbünden BC Rabatt auf den DB Tarif. ich denke das würde schon eine ganze Menge bringen....
Spiegel: DB plant Abschaffung der Bahncard...
moonglum, Hagen, Freitag, 05.12.2014, 12:48 (vor 4142 Tagen) @ moonglum
Interessant:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/bahncard-deutsche-bahn-will-angebot-ausweiten-...
--
Schöne Grüße aus den EC 6/7/8/9,
wo es Wein in Karaffen, keine Mikrowelle und kein in Schüsseln gepamptes Essen gibt.
https://adobe.ly/2PMZyEV
Österreich...
Jon4s94, Freitag, 05.12.2014, 15:23 (vor 4142 Tagen) @ moonglum
Ich denke, würde man dem Vorteilsmodell quasi nachahmen, würden wesentlich mehr Leute Bahn fahren. Vor allem spontaner. Die BahnCard 25 kann man abschaffen. Diese ist vorallem auf den Sparpreis ausschlaggebend. Also BahnCard 50 99€ und für unter 26 jährige 19€.... außerdem innerhalb von Verbünden BC Rabatt auf den DB Tarif. ich denke das würde schon eine ganze Menge bringen....
Und wer soll das finanzieren?
Anoj 1, Dresden (D) / Vbg. (A), Sonntag, 07.12.2014, 11:05 (vor 4140 Tagen) @ Jon4s94
Hallo!
Ich denke, würde man dem Vorteilsmodell quasi nachahmen, würden wesentlich mehr Leute Bahn fahren. Vor allem spontaner. Die BahnCard 25 kann man abschaffen. Diese ist vorallem auf den Sparpreis ausschlaggebend. Also BahnCard 50 99€ und für unter 26 jährige 19€.... außerdem innerhalb von Verbünden BC Rabatt auf den DB Tarif. ich denke das würde schon eine ganze Menge bringen....
Ich glaube nicht, dass der Bund den Differenzbetrag zwischen Normal- und dem von dir vorgeschlagenen BC-Tarif bezahlen wird so wie es in Österreich der Fall ist.
m b g,
Anoj
... zweimal gegen die verschlossene Tür
Heros39, Montag, 08.12.2014, 19:33 (vor 4139 Tagen) @ moonglum
Niemand mit halbwegs Verstand rennt zweimal gegen dieselbe verschlossene Tür. Bereits vor gut 10 Jahren ist die Bahn mit der Abschaffung der Bahncard grandios gescheitert. Sie wird ja wohl noch halbwegs bei Verstand sein?