Der größte? (Teil 1.1) (Reiseberichte)

Sören Heise, Region Hannover, Freitag, 21.11.2014, 16:47 (vor 4186 Tagen)

Grüß Gott,

dreizehn Bahnstrecken aus der Stadt heraus machen München zu einem der größten Eisenbahnknoten Deutschlands. Auch der Hauptbahnhof ist nicht gerade klein. Das geht an diesem Beitrag nicht spurenlos vorüber. Vor dem bildlichen Teil folgen einige Worte zu den Bahnstrecken in und um München und zum Hauptbahnhof.


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Die jüngste Strecke in München ist die unsichtbarste: Der S-Bahn-Tunnel zwischen Hauptbahnhof und Ostbahnhof. Bereits in den 30ern gab es Planungen für eine Innenstadtquerung auf dieser Route, sie wurden nach dem Krieg fortgesetzt. Die Vergabe der Olympischen Sommerspiele 1972 an München führten zur Beschleunigung des Vorhabens, am 15. Juni 1966 war offizieller Baubeginn. Zum Fahrplanwechsel am 28. Mai 1972 erfolgte die Inbetriebnahme, gleichzeitig ging auch die Münchner S-Bahn in Betrieb, auf etwa 360 Kilometern Linienlänge. Sie bedient alle aus München herausführenden Bahnstrecken, eingesetzt wird heute die Baureihe 423. Für einige wenige tangentiale Leistungen und manche Leistungen auf der erst jüngst elektrifizierten Lokalbahn Dachau - Altomünster (eröffnet 8. Juli 1912 bis Markt Indersdorf, 18. Dezember 1913 bis Altomünster) werden auch wieder Triebwagen der Baureihe 420 vorgehalten, mit der der Betrieb einst aufgenommen wurde.


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Nachfolgend stelle ich nun die aus München herausführenden Bahnstrecken vor, dies erfolgt etwa im Uhrzeigersinn. Den Anfang macht die Strecke nach Ingolstadt. Sie wurde am 14. November 1867 eröffnet. Für den Vorortverkehr wurde am 1. Juni 1934 der Abschnitt bis Dachau elektrifiziert, am 5. Mai 1960 dann die Fortsetzung nach Ingolstadt. Im Zusammenhang mit dem Bau der Schnellfahrstrecke Ingolstadt - Nürnberg befindet sich die Strecke München - Ingolstadt im Umbau, der mittlerweile fast fertiggestellt ist. Die S-Bahn fährt bis Petershausen, daneben fährt zweistündlich der RE nach Nürnberg (Baureihe 101 und IC-Wagen) sowie stündlich der RE Richtung Ingolstadt - Treuchtlingen (Baureihe 111 und Doppelstockwagen). Dazu kommt ein umfangreicher ICE-Verkehr nach Berlin, Hamburg und ins Ruhrgebiet.


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Die Strecke nach Landshut wurde am 3. November 1858 eröffnet. Dieser Abschnitt ist bereits seit dem 3. Oktober 1925 elektrifiziert. In München hatte die Strecke zunächst (bis zum 27. September 1892) einen eigenen Bahnhof nahe des heutigen und eine andere Linienführung über die heutige Landshuter Allee. In Neufahrn zweigt die kurze Verbindung zur S-Bahn-Strecke vom Ostbahnhof zum Flughafen ab. Sie wurde am 18. März 1997 eröffnet.
Neben der S-Bahn (bis Freising bzw. Flughafen mit Teilung in Neufahrn) verkehren zweistündlich der Alex nach Regensburg und weiter nach Hof oder Prag (Baureihe 183 und diverse Wagen, teilweise tschechische Garnituren), ebenfalls zweistündlich der RE nach Regensburg - Nürnberg (Baureihe 111 und Doppelstockwagen), stündlich der RE nach Passau (Baureihe 440 oder lokbespannte Doppelstockwagen) sowie mehr oder minder oft Regionalbahnen nach Landshut.


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Die Fernbahnstrecke südlich an Münchens Innenstadt vorbei zum Ostbahnhof ist historisch gesehen Teil der Strecke nach Mühldorf. Hier zunächst diese Strecke, anschließend die weiteren vom Ostbahnhof abgehenden Strecken. Der Abschnitt zwischen Haupt- und Ostbahnhof wurde am 15. März 1871 eröffnet, am 1. Mai folgte die Verlängerung über Mühldorf nach Neuötting um am 1. Juni weiter nach Simbach und Braunau. Die Strecke München - Mühldorf und weiter nach Freilassing soll zweigleisig ausgebaut und elektrifiziert werden. Man baut bereits.
Am 7. September 1970 wurden die Strecke bis Markt Schwaben und die Lokalbahn von dort nach Erding (eröffnet am 16. November 1872) elektrifiziert. Sie sind Teil der S-Bahn. Nach Mühldorf fahren teilweise lokbespannte Züge (Rotlinge oder Doppelstock, Baureihen 218 oder 245) und auch Dieseltriebwagen der Baureihe 628.


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Wichtiger als die Mühldorfer Strecke ist die nach Rosenheim. Hier läuft der internationale Fernverkehr nach Italien (Reihe 1216 und ÖBB-Wagen) und Österreich-Ungarn (Railjet). Die Regionalverkehrsleistungen werden seit Dezember 2013 von der Bayerischen Oberlandbahn unter dem Namen Meridian bedient, eingesetzt werden Flirts der Baureihen 1427 und 1430.
Die Strecke wurde am 15. Oktober 1871 eröffnet und ist seit dem 12. April 1927 elektrifiziert. Bis Grafing ist sie viergleisig, die S-Bahn biegt dort auf die Bahnstrecke nach Wasserburg ab, die sie bis Ebersberg nutzt (Grafing - Ebersberg wurde am 6. November 1899 eröffnet und ist seit 1969 elektrifiziert).


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Am 5. Juni 1909 wurde eine kurze Strecke vom Ostbahnhof nach Ismaning eröffnet, die am 21. Oktober 1927 elektrifiziert wurde. Sie ist seit dem 30. September 1973 Teil der S-Bahn. Am 17. Mai 1992 wurde die Verlängerung zum Flughafen eröffnet, in den Ortslagen Unterföhrung und Ismaning verläuft die Strecke im Tunnel.


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Die Bahnstrecke nach Deisenhofen verläßt den Ostbahnhof westwärts, so daß die S-Bahnen kopfmachen müssen. Sie wurde am 10. Oktober 1898 eröffnet und erreicht in Deisenhofen die Strecke nach Holzkirchen. Seit dem 23. Mai 1971 besteht elektrischer Betrieb. Auf der zweigleisigen Strecke fährt nur die S-Bahn.
Zwischen Ostbahnhof und der Abzweigung der Strecke nach Kreuzstraße besteht planmäßig Linksverkehr. Am 6. Juni 1904 erfolgte deren Eröffnung zwischen Giesing und Aying, am 25. November 1912 der Rest bis Kreuzstraße. Seit dem 26. September 1971 besteht elektrischer Betrieb. Die Strecke ist eingleisig, auf dem äußeren Abschnitt ist der normale 20-Minuten-Takt der S-Bahn ausgedünnt.


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Die Strecke nach Holzkirchen ist Teil der ersten Verbindung nach Rosenheim, der Mangfalltalbahn. Am 24. Juni 1854 wurde der Abschnitt von München nach Großhesselohe (unmittelbar vor der Isar gelegen) eröffnet, am 31. Oktober 1857 die Fortsetzung über Holzkirchen und Kreuzstraße nach Rosenheim. Seit dem 29. November 1957 ist der Abschnitt München - Solln elektrifiziert, seit dem 28. September 1968 auch die weitere Strecke bis Rosenheim. Zwischen München und Holzkirchen ist die Strecke zweigleisig. Der Abschnitt Solln - Deisenhofen ist hierbei kein Teil der S-Bahn, diese biegen hinter Solln ins Isartal ab (siehe unten), Deisenhofen - Holzkirchen wird ab Ostbahnhof bedient.
Der Meridian fährt im Berufsverkehr zwischen München und Holzkirchen und ganztags von dort bis Rosenheim. Ferner wird die Strecke bis Holzkirchen auch von den Dieselzügen der Bayerischen Oberlandbahn bedient. Die meisten bedienen hinter Holzkirchen mittels Zugteilungen die Strecken nach Schliersee, Tegernsee und Lenggries.


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Jetzt verlassen wir mal die große Eisenbahn, denn die Isartalbahn steht auf dem Programm. In Betrieb ist nur noch der Abschnitt von Solln an der Holzkirchner Strecke nach Wolfratshausen (das seit dem 29. Mai 1960 elektrisch erreicht wird). Die Strecke ist Gründungsmitglied der S-Bahn, wird jedoch erst seit dem 31. Mai 1981 in die Stammstrecke eingebunden, zuvor endeten die Züge im Holzkirchner Bahnhof. Von Wolfratshausen ist eine Verlängerung der S-Bahn nach Geretsried geplant.
Die Isartalbahn war gewissermaßen die Stammstrecke der Lokalbahn AG (LAG). Sie hatte einen eigenen Bahnhof in München, den Isartalbahnhof, und führte immer am Fluß entlang bis Bichl. Am 10. Juni 1891 wurde als erster Abschnitt die Teilstrecke München-Thalkirchen - Ebenhausen eröffnet, am 27. Juli die Fortsetzung bis Wolfratshausen. Erst am 1. Juni 1892 folgte der Nordabschnitt zwischen Isartalbahnhof und Thalkirchen.
Der Abschnitt vom Isartalbahnhof bis Höllriegelskreuth wurde seit dem 15. Januar 1900 mit Gleichstrom 750 Volt elektrisch betrieben, dieser Abschnitt war auch zweigleisig. Am 1. August 1938 wurde die Lokalbahn AG verstaatlicht. Der 8. Oktober 1950 war der Anfang vom Ende der nördlichen Isartalbahn, an jenem Tag ging die Verbindungskurve von Solln nach Großhesselohe in Betrieb. Fünf Jahre später erfolgte die Umstellung von 750 V auf normalen Bahnstrom. Am 31. Mai 1964 endete der Reiseverkehr zwischen dem Isartalbahnhof und Großhesselohe. Dem vorausgegangen war ein Handel zwischen der Stadt München, die eine Straße ausbauen wollte, und der Bundesbahn, die mit dem S-Bahn-Tunnel den Verkehr auf der innerstädtischen Ost-West-Achse übernehmen würde.

Die Verlängerung von Wolfratshausen nach Bichl wurde in drei Abschnitten eröffnet: Wolfratshausen - Eurasburg am 1. Juni 1897, am 15. August bis Beuerberg und am 23. Mai 1898 bis Bichl. Bereits am 31. Mai 1959 endete zwischen Beuerberg und Bichl der Gesamtverkehr, am 27. Mai 1972 auch zwischen Wolfratshausen und Beuerberg. Vor etwa einem Jahr zeigte Bernd Mühlstraßer im Hifo eine Serie über diese Bahnstrecke, hier der letzte Teil mit Links zu den weiteren Folgen.


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Nun wenden wir uns den vier letzten Strecken zu, die München verlassen. Sie alle bedienen den Bahnhof München-Pasing und verzweigen sich dort. Erster dort war die Strecke nach Augsburg. Sie war auch Münchens erste Bahnstrecke und wurde in vier Abschnitten eröffnet: 1. September 1839 München - Lochhausen, 27. Oktober weiter bis Olching, 7. Dezember bis Maisach und am 4. Oktober 1840 zwischen Maisach und Augsburg. Für den Vorortverkehr wurde 1927 der Abschnitt bis Nannhofen elektrifiziert (der Bahnhof heißt heute Mammendorf und ist Endstation der S-Bahn), am 15. Mai 1931 folgte die Fortsetzung nach Augsburg. Die Strecke ist durchgehend viergleisig, teilweise noch breiter. Neben umfangreichem Fernverkehr Richtung Stuttgart - Mannheim, weiter nach Frankfurt und gen Köln) fährt hier der Fugger-Express, Triebwagen der Baureihe 440, betrieben durch DB Regio.


Teil 1.2 folgt gleich.

Der größte? (Teil 1.2)

Sören Heise, Region Hannover, Freitag, 21.11.2014, 16:48 (vor 4186 Tagen) @ Sören Heise

Dann wäre da die Strecke nach Starnberg. Am 21. Mai 1854 erfolgte als erster Schritt die Inbetriebnahme bis Planegg, am 16. Juli wurde Gauting erreicht und am 16. September Mühlthal, Starnberg wurde am 28. November erreicht. Am 1. Juli 1865 wurde Tutzing (hier endet heute die Zweigleisigkeit, bis Gauting ist die Strecke sogar viergleisig) erreicht und am 1. Februar 1866 Weilheim und Unterpeißenberg im Rahmen der Strecke nach Schongau. Die Verkehrsströme änderten sich, statt Richtung Schongau fahren die Züge von Weilheim heute südwärts gen Alpen: am 15. Mai 1879 ging die Strecke bis Murnau in Betrieb, am 25. Juli 1889 die durch die LAG gebaute Fortsetzung bis Garmisch-Partenkirchen. Die Gesamtstrecke hierhin wurde am 25. Februar 1925 elektrifiziert.
Die S-Bahn fährt bis Tutzing, weiter bis Garmisch kommen Elektrotriebwagen der Baureihe 2442, die als Flügelzüge auch die Strecke von Tutzing nach Kochel bedienen.


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Herrsching liegt am Ammersee und wird von einer in Pasing beginnenden Stichbahn erschlossen, auf der heute die S-Bahn fährt. Sie wurde am 1. Juli 1903 eröffnet und am 1. August 1925 elektrifiziert. Der Abschnitt bis Weßling ist zweigleisig, bis Herrsching liegen immerhin zwei Schienen.


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Schlußendlich ist die Strecke nach Buchloe zu nennen, deren Teilabschnitt bis zur S-Bahn-Endstation Geltendorf seit dem 28. September 1968 elektrisch betrieben wird. Die heute zweigleisige Strecke wurde am 1. November 1872 eröffnet und schließt in Buchloe an die Strecke Augsburg - Lindau an.
Paradezüge sind die vier EC-Paare nach Zürich mit schweizer Wagen und der Baureihe 218 in Doppeltraktion. Daneben fährt zweistündlich der Alex nach Lindau und Oberstdorf (Baureihe 223 und diverse Wagen), ferner fahren zahlreiche RE-Züge der DB Richtung Füssen, Kempten und Memmingen. Neben der Baureihe 218 kommen auch Dieseltriebwagen der Baureihe 612 zum Einsatz.


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München Hbf ist einer der größten deutschen Personenbahnhöfe, gleismäßig steht er sogar an Platz 1. Neben dem zweigleisigen Tunnelbahnhof besitzt er als weitere Besonderheit zwei Flügelbahnhöfe, den Starnberger Bahnhof im Norden (heute München Hbf Gl. 27-36 genannt) und im Süden den Holzkirchner Bahnhof (Gl. 5-10).
Seit 1848 befindet sich Münchens Bahnhof an dieser Stelle, in den ersten Jahren lag er weiter westlich, an der Hackerbrücke. Der 1848 eröffnete Bahnhof war schon bald zu klein, obwohl die Züge nach Landshut einen eigenen Bahnhof hatten. Daher wurde ab 1877 ein neuer Bahnhof errichtet, der 1883 fertiggestellt war, hierbei wurde das alte Empfangsgebäude erweitert.
Der Verkehr wuchs, 1893 kam der Starnberger Bahnhof dazu. Am 1. Mai 1904 wurde der Bahnhof umbenannt, in München Hbf. Der Verkehr wuchs. Neubaupläne wurden aufgegeben, stattdessen wurde der Bahnhof erweitert. Der Krieg kam dazwischen, so daß erst am 30. April 1921 der erweiterte Starnberger Bahnhof und der neue Holzkirchner Bahnhof (südlich des Hauptbahnhofs) dem Verkehr übergeben werden konnten. Unter Hitler gab es hochtrabende Pläne, das Ende ist bekannt.
Die Reste der alten Bahnsteighalle wurden 1949 gesprengt, der Wiederaufbau begann. Bereits 1950 war das neue Empfangsgebäude des Starnberger Bahnhofs fertig, 1953 die neue Schalterhalle des Hauptbahnhofs. 1960 war der neue Hauptbahnhof komplett fertiggestellt, Empfangsgebäude und die großzügige Bahnhofshalle mit nur einer Reihe Mittelstützen.
Am 11. Oktober 1964 ging das Zentralstellwerk an der Hackerbrücke in Betrieb, das zahlreiche alte Stellwerke ablöste. Irgenwann verschwanden die Flügelbahnhöfe aus dem Kursbuch und wurden durch die Gleisangaben ersetzt. Es wurde weiter modernisiert, irgendwann geisterte auch das Projekt München 21 durch die Köpfe der Politiker und Planer, das einen Durchgangsbahnhof vorsah. Aktuell wird die Unterwelt umgestaltet, geplant ist auch ein zweiter S-Bahn-Tunnel.

Für die nachfolgende Bildreportage stehen mir über 250 Aufnahmen zur Auswahl, sie entstanden bei mehreren Besuchen in den Jahren 2012 bis 2014. Der Rundgang hat sechs Abschnitte. Wir beginnen mit Außenaufnahmen, besuchen dann die Schalterhalle und den Querbahnsteig. Durch die Unterwelt erreichen wir den Starnberger Bahnhof, anschließend schauen wir uns auf den Bahnsteigen der Haupthalle um, bevor der Besuch auf dem Holzkirchner Bahnhof endet.


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Teil 1.3 folgt gleich.

Der größte? (Teil 1.3, 30 Bilder)

Sören Heise, Region Hannover, Freitag, 21.11.2014, 16:48 (vor 4186 Tagen) @ Sören Heise

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1 Beginnen wir mit dem bekannten Blick von der Hackerbrücke. Das Glück war mir nicht hold, die Frauenkirche war halb eingepackt, die Sonne schien nicht wirklich und zwei Züge fuhren auch ins Bild. Während ein Wendezug gerade einfährt, verläßt 101 126 den Bahnhof mit einem ICE.


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2 Südlich des Bahnhofs. Eine Straße quert die Bahnsteige unterirdisch. Das Haus links beherbergt den Modellbahnladen.


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3 Der Südeingang.


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4 Nebenan das Intercityhotel, davor die Straßenbahnhaltestelle Hauptbahnhof Süd.


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5 Gegenüber gibt's Qualitätszeitungen und landesübliche Kleidung.


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6 Die 174 Meter lange Hauptfassade, zur Innenstadt hin. Wagen 2031 ist einer der letzten Hochflurwagen der örtlichen Straßenbahn. Noch interessanter fand ich jenen hochdeutsch sprechenden (wie ich) Touristen, der mich an dieser Stelle fragte, wo denn der Hauptbahnhof sei.


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7 Die Nordostecke. In den beiden oberen Etagen des Bahnhofs kann man sein Auto parken.


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8 Ein Blick hin zum Haupteingang.


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9 Ansicht aus der Schützenstraße. Hier buhlen gleich sechs Zeitungsautomaten um den Kunden:
Süddeutsche, Bild, Abendzeitung, Welt kompakt, tz und Münchner Merkur.


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10 Das Untergeschoß präsentierte sich durchaus freundlich. Wir nutzen es, um in die Schalterhalle zu gelangen.


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11 Da ist es voll.


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12 Zwischendurch begrüßt auch die Deutsche Bundesbahn euch.


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13 Backsteinbögen in der Wand. Sind sie ein baulicher Rest des alten Empfangsgebäudes?


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14 Eine Ansicht aus erhöhter Perspektive. Links gibt es ergänzend zum Reisezentrum auch noch klassische Schalter.


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15 Die Schließfachanlage.


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16 In der anderen Richtung geht der Blick in die Bahnsteighalle.


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17 Schräg nach rechts.


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18 Im ersten Stock befindet sich der Zugang zur Lounge.


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19 Internationals Spezialitäten...


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20 ...gibt es auf Bodenhöhe.
Und auf der anderen Seite den Zugang zur S-Bahn.


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21 Dort landet man zunächst in der Verteilerebene. Sie befand sich diesen Sommer im Umbau, die Aufnahme entstand 2012. Hier dürfen wir nicht runter.


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22 25 Sekunden später geht es aber doch bergab, die Aufnahme entstand während eines kurzen Fotohalts.


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23 Da sieht es seltsam aus. Zwei Gleise und vier Bahnsteigkanten sollen helfen, den Aufenthalt der Züge kurz zu halten. Man nennt die "Spanische Lösung" oder auch "Zwillingsbahnsteig".


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24 Mittlerweile sind wir im Jahr 2013 und auf dem Ankunftsbahnsteig angekommen.


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25 Ein Blick stadtauswärts. Die Sitzmöglichkeiten muten überflüssig an.


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26 Ganz hinten ist Licht im Tunnel. Das ist die Station Karlsplatz.


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27 Zwischengeschoß.


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28 Nehmen wir nun diesen Gang.


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29 Wo sind wir hier nur gelandet?


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30 Und es ward Licht.


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Das sehen wir aber erst im zweiten Teil unseres Besuchs in, auf und dann nicht mehr unter Münchens Hauptbahnhof. Bis dahin verbleibe ich mit dem Wunsch, daß ihr mir gewogen bleibt, und natürlich auch mit vielen Grüßen.

Euer Sören

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Verstehen Sie Bahnhof!
Europa: Linkliste Fahrplantabellen und mehr

Danke für das Potrait

Berlin-Express, nähe BPHD, Freitag, 21.11.2014, 17:53 (vor 4186 Tagen) @ Sören Heise

Der Metropolitan wirkt erstaunlich sauber ;), kenne den sonst nur mit schwarzem Dach.

Der größte? (Teil 1.3)

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Freitag, 21.11.2014, 18:13 (vor 4186 Tagen) @ Sören Heise

http://abload.de/img/mh019lu4o.jpg
1 Beginnen wir mit dem bekannten Blick von der Hackerbrücke. Das Glück war mir nicht hold, die Frauenkirche war halb eingepackt, die Sonne schien nicht wirklich und zwei Züge fuhren auch ins Bild. Während ein Wendezug gerade einfährt, verläßt 101 126 den Bahnhof mit einem ICE.

4x 218 und MET-ICE in einem Bild. Besser geht nicht! Da lässt sich das Wetter und das Baugerüst verschmerzen. ;)
Danke fürs Portrait.

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Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
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Der größte? (Teil 1)

462 001, Taunus, Freitag, 21.11.2014, 18:38 (vor 4186 Tagen) @ Sören Heise
bearbeitet von 462 001, Freitag, 21.11.2014, 18:39

Vielen Dank für das Portrait.

6 Die 174 Meter lange Hauptfassade, zur Innenstadt hin. Wagen 2031 ist einer der letzten Hochflurwagen der örtlichen Straßenbahn. Noch interessanter fand ich jenen hochdeutsch sprechenden (wie ich) Touristen, der mich an dieser Stelle fragte, wo denn der Hauptbahnhof sei.

Der Bahnhof ist ja auch so klein, das man ihn leicht übersehen kann:)

Internationals Spezialitäten gibt es auf Bodenhöhe.

Ich persönlich finde die Verpflegungsmöglichkeiten in Münchne am besten. Es gibt wiklich eine sehr große Auswahl.

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23 Da sieht es seltsam aus. Zwei Gleise und vier Bahnsteigkanten sollen helfen, den Aufenthalt der Züge kurz zu halten. Man nennt die "Spanische Lösung" oder auch "Zwillingsbahnsteig".

Ja, die Bahnsteige sehen schon seltsam aus, aber beim Fahrgastwechsel sind sie wirklich hilfreich.

Gruß
ICE1223

Wann erscheint Dein Buch "Deutschlands Bahnhöfe"??? ;-)

ICE11, Aachen, Freitag, 21.11.2014, 22:50 (vor 4186 Tagen) @ Sören Heise

- kein Text -

Wann erscheint Dein Buch "Deutschlands Bahnhöfe"??? ;-)

ICE3 Fan, Freitag, 21.11.2014, 23:31 (vor 4186 Tagen) @ ICE11

In der Bude in Bild 19 kann man einen leckeren Leberkäs essen.
Und danke :-)

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Mfg. ICE3 Fan (Lukas)

Der größte? (Teil 1.3, 30 Bilder)

Jens, Bayern/NRW, Freitag, 21.11.2014, 23:46 (vor 4186 Tagen) @ Sören Heise


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25 Ein Blick stadtauswärts. Die Sitzmöglichkeiten muten überflüssig an.


Die sind tatsächlich für Umsteiger gedacht die (auf Anweisung der Ausstiegsseite) richtig Aussteigen aber (natürlich) nicht dann einmal übers Gleis gehen wollen um in die folgende Bahn umzusteigen.

Und natürlich für die, die sich durch das Schild welches dich aufgehalten hat nicht abschrecken lassen ;)


Vielen Dank für diesen Bahnhof, bei dem ich mir Vorstellen kann das die Bildauswahl deutlich schwerer ist als bei einem Kleinen?

Sammelantwort, Teil 1 und 2

Sören Heise, Region Hannover, Sonntag, 23.11.2014, 09:50 (vor 4185 Tagen) @ Sören Heise

Moin,

vielen Dank für die Kommentare in Teil 1 und 2.

Umsteigen: Da gibt es ja so viele Stationen, wo man das auch machen könnte.

Bildauswahl: Ja, die war dieses Mal tatsächlich etwas schwieriger. Ich habe sogar Unterordner für die einzelnen Bahnhofsteile gehabt, das ist sehr, sehr selten.

Die nächstliche Dunkelbeleuchtung ist mir nicht erinnerlich. Dieses Jahrtausend war ich nur bei Tageslicht da.


Nächstes Wochenende steht Kempten auf dem Fahrplan. Wenn ich es schaffe, fahren wir über Rosenheim hin.

Viele Grüße
Sören

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Verstehen Sie Bahnhof!
Europa: Linkliste Fahrplantabellen und mehr

Bild 4 musst du unbedingt für die Nachwelt erhalten!

fabs, Braunschweig, Sonntag, 23.11.2014, 10:41 (vor 4185 Tagen) @ Sören Heise

Moin!
Wie immer, wenn ich einen Kommentar zu den Portraits gebe: Vielen Dank für Text und Bilder!

Das historische Bild 4 musst du unbedingt für die Nachwelt erhalten, auf dem ist zu sehen, dass es auch in München einmal Burger King gab ;-)

Viele Grüße
fabs

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Es gibt Dinge im Leben, die dich schnell aus der Bahn werfen können!
Zugbegleiter zum Beispiel...

Der größte? (Teil 1.3, 30 Bilder)

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Montag, 24.11.2014, 09:27 (vor 4184 Tagen) @ Sören Heise

Danke für die Bilder!

Da schaut man sich die Fotos an, sieht auf Bild 10, daß es auch Hauptbahnhöfe mit ansprechender B-Ebene gibt (nicht wie Frankfurt Hbf), denkt "ja, die DB kann es doch", und dann kommen zum Ende die Bilder aus dem S-Bahnhof. Keine Deckenverkleidungen, seltsam anmutende Gänge... also doch alles wie zu Hause.

Beruhigte Grüße
der Colaholiker

Der größte? (Teil 1.3, 30 Bilder)

Alexander, Montag, 24.11.2014, 10:03 (vor 4184 Tagen) @ Colaholiker

Danke für die Bilder!

Da schaut man sich die Fotos an, sieht auf Bild 10, daß es auch Hauptbahnhöfe mit ansprechender B-Ebene gibt (nicht wie Frankfurt Hbf), denkt "ja, die DB kann es doch", und dann kommen zum Ende die Bilder aus dem S-Bahnhof. Keine Deckenverkleidungen, seltsam anmutende Gänge... also doch alles wie zu Hause.

Beruhigte Grüße
der Colaholiker

Hi,

dass sieht langsam anders aus, weil das Zwischengeschoß umgebaut und Brandschutztechnisch moderniesiert wird.
Im Zielzustand soll es wie auf Bild 10 aussehen ;-)
(Gut der S-Bahn Bahnsteig wird etwas anders aussehen)


Viele Grüße

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Es gibt Menschen, die geizen mit ihrem Verstand wie andere mit ihrem Geld. (Wilhelm Busch)

Der größte? (Teil 1.3, 30 Bilder)

lokuloi, Sonntag, 30.11.2014, 18:47 (vor 4177 Tagen) @ Sören Heise

An dieser Stelle auch von mir verspäteter Dank für das ausführliche Portrait des mir nächstgelegenen Hauptbahnhofs.

Ciao,
Uli

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