IC's von und nach Norddeich (Allgemeines Forum)

moonglum, Hagen, Mittwoch, 24.06.2009, 20:37 (vor 6232 Tagen)

Das ist ja kaum noch zu überbieten, welches Durcheinander hier existiert, z.B. fährt IC 2330 nur

MI, Do, Fr, Sa, So....

Der Morgen IC (7:30 ab Münster) fährt nicht Di und Mi.....

Das soll sich irgend jemand merken können?

Ich habe ja heute das Glück des Tüchtigen, dass ich ganz normal um 9:30 von Münster nach Norddeich aufbrach und mit den 2330 wieder zurück fahren kann......

Seit wann gibt es denn all diese seltsamen Regelungen?

Fahrzeiten sind von der Tide abhängig *zwinker* (owt)

Ludo, Niedersachsen, Mittwoch, 24.06.2009, 23:32 (vor 6232 Tagen) @ moonglum

Hier steht nix!

IC im Stundentakt und weitere Schwierigkeiten

moonglum, Hagen, Donnerstag, 25.06.2009, 08:15 (vor 6231 Tagen) @ Ludo
bearbeitet von moonglum, Donnerstag, 25.06.2009, 08:17

... so hieß es ja einmal. Man hat sich auf Nebenstrecken ja auch an den 2 Stundentakt gewöhnen können. Das war absolut berechenbar. Aber das, was nun auf dieser Strecke passiert, das ist nicht mehr zu überschauen und meines Erachtens sehr kundenunfreundlich. Ich selbst bin einfach davon ausgegangen, dass die Züge fahren und hatte gestern das Glück, weil es bezogen auf meine Verbindung ein MITTWOCH gewesen ist.

Jetzt habe ich mir einen persönlichen Fahrplan, ganztags bis 30.9.2009 ausgeben lassen per PDF. Ich studiere schon seit 10 Minuten, was alles wann NICHT fährt und dann wieder doch.

Einmal fährt der Zug Dienstags nicht, dann Donnerstag nicht, andere wieder Montag und Dienstag nicht, dann aber doch bis 30.8.2009 und so fort.

Und das betrifft ja nicht nur IC's zur Mole sondern auch Verbindungen nach/von Rheine, Emden.....

Ich finde das unmöglich. Soll die Bahn doch die Doppelstock-Züge zweistündig von Krefeld, Köln, Hagen, Münster, Rheine nach Norddeich verlängern. Das ist alles noch kalkulierbar, und die Fahrzeiten wären ähnlich (ausser dass Urlaubsreisende ihr Gepäck nirgendwo lassen könnten UND sich kaputte Beine in der beklemmenden Enge der Sitzreihen holen...).

Ohne IC ist nur auf die Regionalbahnen mit Wartezeiten in Münster UND Emden ein regelmäßiger Verlass. Schauen wir dann auf die Fahrzeiten, so greift man sofort zum Autoschlüssel.....


Ein ZUB auf der Hinfahrt meinte zu einigen irritierten Reisenden, dass er sie absolut verstehen könne und LEIDER die falschen Signale aus den Führungsetagen kommen. Bis vor kurzer Zeit konnte man sagen: ich nehme die Fähre z.B. von Norderney und komme dann abends irgendwo an, ab Norddeich Mole dann bequem mit einem IC. Heute muss man sich genau informieren, welchen Wochentag man hat. Haben wir Dienstag? Sorry - das wird wohl nichts. Haben wir Montag? Dann geht es nur in einer Richtung....

Ist das noch der Auftrag der Bahn und die Idee des IC/ICE?

Genau betrachtet stellen sich solche Planungen immer mehr ein: ICE 502 fährt von Karlsruhe nach Hannover. Wer hatte schon zuzeiten mitbekommen, dass er plötzlich und NUR SAMSTAGS ab Köln über Essen anstatt über Hagen fährt? An jenem ersten Samstag haben viele Reisende und auch ich Bauklötze gestaunt, als es hinter der Bruder-Klaus-Siedlung nach Leverkusen-Mitte ging, und das war dann keine Umleitung.... Damals wartete in Düsseldorf der RE nach Dortmund extra auf uns Fehlgeleitete...

Oder wie wäre es damit. Man steht in Köln und wartet auf den zweistündig fahrenden IC nach Leipzig (Ziel ist Halle). Zur größten Überraschung (es ist Pfingstsonntag) fährt ein munterer ICE 3 von Karlsruhe nach Dortmund über Hagen..... Und der Leipziger IC? Ach so, samstags und an Sonntagen auf die ein Feiertag folgt, fährt stattdessen dieser ICE 3 in der selbigen Zeitlage - aber NICHT nach Leipzig sondern nur bis Dortmund.

Im Winter war es ähnlich. Plötzlich finde ich, dass der CNL von Düsseldorf nach München in dieser Nacht nicht fährt, dafür aber wieder in der Übernächsten....

Ich ahne einmal, auch eingedenk des sehr unerfreulichen Artikels über den Finanzstatus der Bahn in der heutigen Süddeutschen, dass wir bei solchen Entwicklungen erst am Anfang stehen.

Wie gesagt: Sehr unerfreulich, zumal meine Firma sich überhaupt nicht dafür interessiert, was die Bahn macht - ich habe halt diesen und jenen Termin......

IC im Stundentakt und weitere Schwierigkeiten

Matze86, München, Donnerstag, 25.06.2009, 09:00 (vor 6231 Tagen) @ moonglum
bearbeitet von Matze86, Donnerstag, 25.06.2009, 09:01

Ich finde das unmöglich. Soll die Bahn doch die Doppelstock-Züge zweistündig von Krefeld, Köln, Hagen, Münster, Rheine nach Norddeich verlängern. Das ist alles noch kalkulierbar, und die Fahrzeiten wären ähnlich (ausser dass Urlaubsreisende ihr Gepäck nirgendwo lassen könnten UND sich kaputte Beine in der beklemmenden Enge der Sitzreihen holen...).

Das könnte Probleme geben, denn zwischen Emden und Norddeich ist die Strecke nur eingleisig, Kreuzungsmöglichkeiten gibt es nur in Abelitz, Marienhafe und Norden...

Ohne IC ist nur auf die Regionalbahnen mit Wartezeiten in Münster UND Emden ein regelmäßiger Verlass. Schauen wir dann auf die Fahrzeiten, so greift man sofort zum Autoschlüssel.....

Ja, die Umsteigezeit von RE aus Münster auf RE aus Richtung Oldenburg nach Norddeich beträgt mehr als 20min. Das ist übrigens auch ein Argument pro IC ;)
Emden-Norddeich Mole (von Bahnhof zu Bahnhof) ist mit dem Auto nicht schneller machbar, daran beiße ich mir schon länger die Zähne aus ;)
Durch ganz Emden, dann Landstraße, dann so eine komische Ampel in Georgsheil, durch ganz Norden und Norddeich (Edit: ach ja, nun ist ja die Umgehung befahrbar, könnte ein wenig schneller geworden sein *g*) bis zum Meer, da ist man ewig unterwegs...

IC im Stundentakt und weitere Schwierigkeiten

kindergärtner, Donnerstag, 25.06.2009, 09:19 (vor 6231 Tagen) @ moonglum

Jetzt habe ich mir einen persönlichen Fahrplan, ganztags bis 30.9.2009 ausgeben lassen per PDF. Ich studiere schon seit 10 Minuten, was alles wann NICHT fährt und dann wieder doch.

Abweichende Fahrpläne an einzelnen Verkehrstagen (z.B. wegen Baustellen) von (werk)täglich verkehrenden Zügen machen den persönlichen Fahrplan manchmal unübersichtlicher als er tatsächlich ist.


Einmal fährt der Zug Dienstags nicht, dann Donnerstag nicht, andere wieder Montag und Dienstag nicht, dann aber doch bis 30.8.2009 und so fort.

Und das betrifft ja nicht nur IC's zur Mole sondern auch Verbindungen nach/von Rheine, Emden.....

Das nennt man nachfrageorientierten Fahrplan. Würdest du das mit eigenen Zügen, die ohne staatlichees Bestellentgeld ihre Brötchen verdienen müssen, anders machen?

Ich finde das unmöglich. Soll die Bahn doch die Doppelstock-Züge zweistündig von Krefeld, Köln, Hagen, Münster, Rheine nach Norddeich verlängern. Das ist alles noch kalkulierbar, und die Fahrzeiten wären ähnlich (ausser dass Urlaubsreisende ihr Gepäck nirgendwo lassen könnten UND sich kaputte Beine in der beklemmenden Enge der Sitzreihen holen...).

Die DB würde auch halbstündlich RE von Notrddeich ins Ruhgrgebiet fahrne lassen - es muss nur einer bestellen.

Ohne IC ist nur auf die Regionalbahnen mit Wartezeiten in Münster UND Emden ein regelmäßiger Verlass. Schauen wir dann auf die Fahrzeiten, so greift man sofort zum Autoschlüssel.....

Die RE der Strecke passen in Münster doch gut an die IC aus/in Richtung Köln. Das ergibt stündliche Verbindungen. Wo liegt da jetzt dein Problem?


Ein ZUB auf der Hinfahrt meinte zu einigen irritierten Reisenden, dass er sie absolut verstehen könne und LEIDER die falschen Signale aus den Führungsetagen kommen. Bis vor kurzer Zeit konnte man sagen: ich nehme die Fähre z.B. von Norderney und komme dann abends irgendwo an, ab Norddeich Mole dann bequem mit einem IC. Heute muss man sich genau informieren, welchen Wochentag man hat. Haben wir Dienstag? Sorry - das wird wohl nichts. Haben wir Montag? Dann geht es nur in einer Richtung....

Gerade diese Kundschaft ist doch aus preislichen Erwägungen primär mit zuggebindenen fahrkarten unterwegs und von solcher "Unsicherheit" gar nicht betroffen.

Ist das noch der Auftrag der Bahn und die Idee des IC/ICE?

Ist es Auftrag der Bahn, eigenwirtschaftliche Züge leer durch die Gegend fahren zu lassen?

Es gibt aus der Politik i.W. zwei Vorgaben für die Bahn: Sie soll für ihren Eigentümer kein finanzielles Desaster sein und sie hat zugleich den Auftrag mehr Verkehr auf die Schiene zu bringen. Beides ist ihr in den letzten Jahren ziemlich gut gelungen.

Genau betrachtet stellen sich solche Planungen immer mehr ein: ICE 502 fährt von Karlsruhe nach Hannover. Wer hatte schon zuzeiten mitbekommen, dass er plötzlich und NUR SAMSTAGS ab Köln über Essen anstatt über Hagen fährt?

Wird da im Zug nichts durchgesagt? Steht das nicht am Abfahrtsplan am Bahnhof oder im Fahrplan, der im Zug ausliegt? Gibt es samstags in Köln keinen Anschluss in Richtung Hagen? Ist die Erde eine Scheibe?

An jenem ersten Samstag haben viele Reisende und auch ich Bauklötze gestaunt, als es hinter der Bruder-Klaus-Siedlung nach Leverkusen-Mitte ging, und das war dann keine Umleitung.... Damals wartete in Düsseldorf der RE nach Dortmund extra auf uns Fehlgeleitete...

Ist doch ein guter Service gewesen, oder?

Ansonsten sehe ich schon, die Bahn kann sich Ansagen im Zug sowie diese Faltblätter völlig sparen - interessiert ohnehin kein Schwein ...

Oder wie wäre es damit. Man steht in Köln und wartet auf den zweistündig fahrenden IC nach Leipzig (Ziel ist Halle). Zur größten Überraschung (es ist Pfingstsonntag) fährt ein munterer ICE 3 von Karlsruhe nach Dortmund über Hagen..... Und der Leipziger IC? Ach so, samstags und an Sonntagen auf die ein Feiertag folgt, fährt stattdessen dieser ICE 3 in der selbigen Zeitlage - aber NICHT nach Leipzig sondern nur bis Dortmund.

Findest du es nicht gut, dass da (anders als beim samstagabendlichen ICE Karlsruhe - Hannover) überhaupt ein vertaktetes FV-Angebot Richtung Hagen besteht?

Und wegen des IC nach Leipzig, der da nicht fährt: soll der heiße Luft spazieren fahrend, das auch an solchen Tagen tun oder ist es nicht besser, dass die DB auf der Strecke Ruhr - Hannover nachfrageorientiert Freitag Nachmittag und Sonntagabend ein Dutzend zusätzlicher Züge fahren lässt?

Im Winter war es ähnlich. Plötzlich finde ich, dass der CNL von Düsseldorf nach München in dieser Nacht nicht fährt, dafür aber wieder in der Übernächsten....

Der zur Awicklung bei einer DB-Tochter ausgelagerte Nachtverkewhr ist ein ganz spezielles Kapitel. Das weiter zu erläutern, würde hier den rahmen sprengen.

Ich ahne einmal, auch eingedenk des sehr unerfreulichen Artikels über den Finanzstatus der Bahn in der heutigen Süddeutschen, dass wir bei solchen Entwicklungen erst am Anfang stehen.

Das beste, was du und andere dagegen tun können ist mit solchen Zügen zu fahren, anstatt über ihr Verschwinden aufgrund mangelnder Nutzung zu lamentieren.

Wie gesagt: Sehr unerfreulich, zumal meine Firma sich überhaupt nicht dafür interessiert, was die Bahn macht - ich habe halt diesen und jenen Termin......

Am Samstag Abend in Hagen?

Vom Nachtzug mal abgesehen, ist es nicht so, dass zu den Ausfallzeiten solcher Züge praktisch immer zeitnahe Alternativen (ggf. über andere Wege) bestehen?

IC im Stundentakt und weitere Schwierigkeiten

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Donnerstag, 25.06.2009, 19:07 (vor 6231 Tagen) @ kindergärtner

Würdest du das mit eigenen Zügen, die ohne staatlichees Bestellentgeld ihre Brötchen verdienen müssen, anders machen?

Ja, ich mache die Züge halt etwas kürzer, damit weniger Todlast mitgeschleppt wird.
Nun ist das bei lokbespannten Zügen etwas schwieriger als bei Triebwagen.

Findest du es nicht gut, dass da (anders als beim samstagabendlichen ICE Karlsruhe - Hannover) überhaupt ein vertaktetes FV-Angebot Richtung Hagen besteht?

Ja, aber mit meiner IC-Fahrkarte komm' ich leider nicht in den ICE...:(


gruß,

Oscar (NL = bezüglich Bahn "nur langsam").

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

Zu ICE 502

Blaschke, Donnerstag, 25.06.2009, 14:25 (vor 6231 Tagen) @ moonglum

ICE 502 fährt von Karlsruhe nach Hannover. Wer hatte schon zuzeiten mitbekommen, dass er plötzlich und NUR SAMSTAGS ab Köln über Essen anstatt über Hagen fährt? An jenem ersten Samstag haben viele Reisende und auch ich Bauklötze gestaunt, als es hinter der Bruder-Klaus-Siedlung nach Leverkusen-Mitte ging, und das war dann keine Umleitung.... Damals wartete in Düsseldorf der RE nach Dortmund extra auf uns Fehlgeleitete...

Soooooo ist's aber nicht ganz korrekt geschrieben: ICE 502 fährt Samstags GAR NICHT! Sondern nur Sonntags bis Freitags.

Samstags heißt der bis Köln in gleicher Fahrplanlage verkehrender Zug ICE 1002.

Der dann Samstags über Duisburg fährt, weil der sonst fort fahrende 2318 in Köln endet.

Ich ahne einmal, auch eingedenk des sehr unerfreulichen Artikels über den Finanzstatus der Bahn in der heutigen Süddeutschen, dass wir bei solchen Entwicklungen erst am Anfang stehen.

Wie gesagt: Sehr unerfreulich

Der Ahnung stimme ich dann allerdings zu und dein Fazit ist ebenfalls korrekt!

Schöne Grüße aus der Friedensstadt Osnabrück vom

blaschke

Zu ICE 502

kindergärtner, Donnerstag, 25.06.2009, 15:06 (vor 6231 Tagen) @ Blaschke

Ich ahne einmal, auch eingedenk des sehr unerfreulichen Artikels über den Finanzstatus der Bahn in der heutigen Süddeutschen, dass wir bei solchen Entwicklungen erst am Anfang stehen.

Wie gesagt: Sehr unerfreulich


Der Ahnung stimme ich dann allerdings zu und dein Fazit ist ebenfalls korrekt!

Schöne Grüße aus der Friedensstadt Osnabrück vom

blaschke

qed

@ kindergärtner

Jogi, Donnerstag, 25.06.2009, 19:06 (vor 6231 Tagen) @ kindergärtner

Hallo kindergärtner,

Ich ahne einmal, auch eingedenk des sehr unerfreulichen Artikels über den Finanzstatus der Bahn in der heutigen Süddeutschen, dass wir bei solchen Entwicklungen erst am Anfang stehen.

Wie gesagt: Sehr unerfreulich


Der Ahnung stimme ich dann allerdings zu und dein Fazit ist ebenfalls korrekt!

Schöne Grüße aus der Friedensstadt Osnabrück vom

blaschke


qed

das finde ich jetzt schon einen Hammer, Blaschke einen Fehlschluss vorzuwerfen (witzig, darüber les ich grad was für meinen Literatur-GK). Wenn du mal bei DS-O vorbeischaust wirst du sehen, dass er nicht erst seit gestern Bahn fährt.

Sicher, das System Bahn ist mit allen Facetten, die in die
Wirtschaftlichkeitsrechnung miteinfließen, ungleich komplexer - so komplex, dass sie in einem Forum nicht adäquat dargestellt werden kann und man sich die Rosinen rauspickt, die in seine Argumentation passen.

Aber die Ausdünnung des SPFV ist spätestens seit dem Jahresfahrplan 2004 evident. Ich meine nicht explizit die Streichung des IR oder der Rückzug von der Franken-Sachen-Magistrale (ja, ich weiß, der IRE wird DB Fernverkehr bestellt). Versuch mal, Samstag abends nach aus Leipzig nach Berlin (!) zu fahren: da ist Sense um 22.00 Uhr, um 22.11 spuckt HAFAS dir eine Regionalzugverbindung raus, mit der du um 1.00 Uhr in Berlin ankommst.

Extrem ist es mit Magdeburg, wohlgemerkt Landeshauptstadt: ab Hannover fährt samstags der letzte IC um 19.36 Uhr (!!), ab Leipzig fährt bereits um 17.42 Uhr der letzte IC.

DB Fernverkehr konzentriert sich auf lukrative Verbindungen und versucht die Umläufe zu optimieren. Das führt zu solch schönen Erscheinungen, dass auf der Wupperschiene, die zwischen zwei Korrespondenzbahnhöfen liegt, abends eine empfindliche 2-Stundenlücke entsteht. Wer weiterreisen will, ist auf den (bestellten, also definitiv fahrenden) Regionalverkehr angewiesen.
Dagegen ist aus wirtschaftlicher Sicht nix zu sagen, aber dem Kunden, der dem Fernverkehr Geld bringt, tut das weh. Und das Auto fährt im Zweifelsfall immer, nicht nur im 2-Stundentakt.

Wo wir grad bei Fehlschlüssen sind: es wäre schön, wenn du deine Meinung auch begründest, wikipedia-Artikel verlinken kann ich auch...

Einige andere Sachen will ich noch erwähnen:
deine Anspielung, kindergärtner, auf Ralfs Rechtschreibung war daneben. Auch wenn du es anscheinend ironisch gemeint: der Ton macht die Musik.
Und verglicht man das mit dem, was manch andere in (anderen) Foren wahrlich ohne Punkt und Komma mit dem Ausdrucksvermögen eines betrunkenen Elefanten schreiben, ist mir hier kein einziger User bekannt, bei dem ich 2-Zeilenbeiträge dreimal lesen musste um den Sinn überhaupt mal annährend zu begreifen.

@Mario-ICE: Dein Beitrag, in dem du Befürchtung darüber geäußerst hast, wohin sich der Fernverkehr bewege, hat mich nachdenklich gemacht - im positiven Sinne. Kurz & knapp alles relevante geschrieben. Andere tippen oftmals halbe Romane... (ja, das war eine Anspielung auf mich selber)

Viele Grüße, Jogi

@ kindergärtner

kindergärtner, Freitag, 26.06.2009, 11:00 (vor 6230 Tagen) @ Jogi

das finde ich jetzt schon einen Hammer, Blaschke einen Fehlschluss vorzuwerfen (witzig, darüber les ich grad was für meinen Literatur-GK). Wenn du mal bei DS-O vorbeischaust wirst du sehen, dass er nicht erst seit gestern Bahn fährt.

Ist man automatisch vor Fehlschlüssen gefeit, wenn man "nicht erst seit gestern Bahn fährt"?

Aber die Ausdünnung des SPFV ist spätestens seit dem Jahresfahrplan 2004 evident. Ich meine nicht explizit die Streichung des IR oder der Rückzug von der Franken-Sachen-Magistrale (ja, ich weiß, der IRE wird DB Fernverkehr bestellt). Versuch mal, Samstag abends nach aus Leipzig nach Berlin (!) zu fahren: da ist Sense um 22.00 Uhr, um 22.11 spuckt HAFAS dir eine Regionalzugverbindung raus, mit der du um 1.00 Uhr in Berlin ankommst.

2004 fur an Samstagen der letzte FV ab Leizig nach Berlin um 21:51, 2002 um 21:51, 2001 21:54, 2000 um 19:54 Uhr.
Du kannst mir sicher sagen bis zu welchem jahr es nach 22 uhr noch eine FV-Verbindung ab Leizig nach Berlin gab, oder?


Extrem ist es mit Magdeburg, wohlgemerkt Landeshauptstadt: ab Hannover fährt samstags der letzte IC um 19.36 Uhr (!!), ab Leipzig fährt bereits um 17.42 Uhr der letzte IC.

Es besteht um 20:31 und um 22:31 ab Hannover eine nicht besonders attraktive Umsteigeverbindung aber dafür um 0:11 noch eine Spätverbindung von Hannover nach Magdeburg; ideal um von einer Abendveranstaltung in Hannover nach Hause zu fahren.

Und von Leipzig gibt es ebenfalls samstags eine Spätverbindung um 23:38, die anders als ein IC preiswert per Länderticket zu nutzen ist.


DB Fernverkehr konzentriert sich auf lukrative Verbindungen und versucht die Umläufe zu optimieren.

Der DB Fernverkehr hat es im Zuge der Bahnreform auferlegt bekommen, seine Züge eigenwirtschaftlich zu fahren. Das muss man nicht gut finden, es ist aber im Zuge der Bahnreform so festgelegt worden.

Dagegen ist aus wirtschaftlicher Sicht nix zu sagen, aber dem Kunden, der dem Fernverkehr Geld bringt, tut das weh. Und das Auto fährt im Zweifelsfall immer, nicht nur im 2-Stundentakt.

Wo wir grad bei Fehlschlüssen sind: es wäre schön, wenn du deine Meinung auch begründest, wikipedia-Artikel verlinken kann ich auch...

Steht ziemlich oben:" Als Fehlschluss oder Trugschluss (lat. fallacia) bezeichnet man einen Schluss, bei dem die abgeleitete Aussage nicht aus den explizit angegebenen oder implizit angenommenen Voraussetzungen folgt. Dies bedeutet nicht sofort, dass die abgeleitete Aussage auch falsch ist: Ein Fehlschluss gibt keinerlei Aufschluss über den tatsächlichen Wahrheitsgehalt der abgeleiteten Aussage."

Das Beispiel weiter unten hierzu kannst du Dir ebenfalls zu Gemüte führen, wenn du das möchtest.

AW

Jogi, Freitag, 26.06.2009, 11:31 (vor 6230 Tagen) @ kindergärtner
bearbeitet von Jogi, Freitag, 26.06.2009, 11:33

Hallo kindergärtner,

das finde ich jetzt schon einen Hammer, Blaschke einen Fehlschluss vorzuwerfen (witzig, darüber les ich grad was für meinen Literatur-GK). Wenn du mal bei DS-O vorbeischaust wirst du sehen, dass er nicht erst seit gestern Bahn fährt.

Ist man automatisch vor Fehlschlüssen gefeit, wenn man "nicht erst seit gestern Bahn fährt"?

Natürlich nicht, aber man erarbeitet sich Kenntnisse über den Bahnbetrieb, sei es durch beobachten oder durch Gespräche mit Personal.

2004 fur an Samstagen der letzte FV ab Leizig nach Berlin um 21:51, 2002 um 21:51, 2001 21:54, 2000 um 19:54 Uhr.
Du kannst mir sicher sagen bis zu welchem jahr es nach 22 uhr noch eine FV-Verbindung ab Leizig nach Berlin gab, oder?

Gut, dass wusste ich nicht. Danke für die Aufklärung. Ich dachte, dass es bei gut 1 1/4 Stunden Fahrzeit möglich wärem gegen Mitternacht mit dem FV in Berlin anzukommen.

Extrem ist es mit Magdeburg, wohlgemerkt Landeshauptstadt: ab Hannover fährt samstags der letzte IC um 19.36 Uhr (!!), ab Leipzig fährt bereits um 17.42 Uhr der letzte IC.

Es besteht um 20:31 und um 22:31 ab Hannover eine nicht besonders attraktive Umsteigeverbindung aber dafür um 0:11 noch eine Spätverbindung von Hannover nach Magdeburg; ideal um von einer Abendveranstaltung in Hannover nach Hause zu fahren.

Ähh, gut... die ersten zwei Verbindungen bezeichnest du ja selber als nicht wirklich attraktiv. Macht eine Lücke von 4 1/2 Stunden. Und die Möglichkeit, nach Mitternacht nach MD zu kommen ist ja da, aber ich kann mit schöneres vorstellen, als nachts um 1 Uhr in Braunschweig umzusteigen und eine Stunde in einem DBuza zu verbringen. Mal ganz abgesehen von der reinen Fahrzeit.

Und von Leipzig gibt es ebenfalls samstags eine Spätverbindung um 23:38, die anders als ein IC preiswert per Länderticket zu nutzen ist.

Ja, mit RV kommt man nach MD. Der Fahrkomfort dürfte sich erübrigen, was fährt zwischen Leipzig und MD? "Honeckers Rache" oder y-Wagen?
Aber was, wenn man nach Fallersleben möchte, da man dort wohnt? Oder nach Hannover will? Den "Harz-Elbe-Express" benutzen, in Halle und Hildesheim umsteigen, um die letzten Meter grandios in der S-Bahn zurückzulegen? Da kommen mindestens zwei zusätzliche Umstiege auf einen zu, vom Fahrkomfort ganz zu schweigen.
Lange Rede, kurzer Sinn: Die Bahn gibt auf der Rückfahrt für viele Kunden keine zum PKW praktikable Alternative, also fällt auch die Hinfahrt flach.

DB Fernverkehr konzentriert sich auf lukrative Verbindungen und versucht die Umläufe zu optimieren.

Der DB Fernverkehr hat es im Zuge der Bahnreform auferlegt bekommen, seine Züge eigenwirtschaftlich zu fahren. Das muss man nicht gut finden, es ist aber im Zuge der Bahnreform so festgelegt worden.

Ich sage zum dritten Mal, aus wirtschaftlicher Sicht ist nichts dagegen einzuwenden. Aber Kunden gewinnt man damit nicht.

Wo wir grad bei Fehlschlüssen sind: es wäre schön, wenn du deine Meinung auch begründest, wikipedia-Artikel verlinken kann ich auch...

Steht ziemlich oben:" Als Fehlschluss oder Trugschluss (lat. fallacia) bezeichnet man einen Schluss, bei dem die abgeleitete Aussage nicht aus den explizit angegebenen oder implizit angenommenen Voraussetzungen folgt. Dies bedeutet nicht sofort, dass die abgeleitete Aussage auch falsch ist: Ein Fehlschluss gibt keinerlei Aufschluss über den tatsächlichen Wahrheitsgehalt der abgeleiteten Aussage."

Lesen kann ich das selber, sogar auf den Link klicken kann ich :)
aaaaaber deine eigene Begründung fehlt mir, denn mir erscheinen, bei meinem Wissensstand, die Beispiele plausibel und ausreichend genug um - im Rahmen eines Forums, keiner wissenschaftlichen Arbeit - zu einer Meinung zu kommen.

Das Beispiel weiter unten hierzu kannst du Dir ebenfalls zu Gemüte führen, wenn du das möchtest.

Welches?

Jogi

*kicher*

Blaschke, Donnerstag, 25.06.2009, 19:54 (vor 6231 Tagen) @ kindergärtner
bearbeitet von Blaschke, Donnerstag, 25.06.2009, 19:56


qed

Hey, danke für den Link. Was steht da derzeit über dem eigentlichen Artikel?

Dieser Artikel wurde in der Qualitätssicherung Philosophie eingetragen. Dabei werden Artikel gelöscht, die nach Fristablauf sich als nicht relevant herausstellen oder kein akzeptables Niveau erreicht haben

Da wundert es nicht, dass DU den verlinkst :-))

Deine Meinung in Ehren - ich teile sie aber nicht. Meine Meinung zum Bahnsystem ist eine andere. Darüber könnten wir nun ernsthaft diskutieren. Auch wenn wir vermutlich nicht auf einen Nenner kommen. Müssen wir ja auch gar nicht. Im allgemeinen tauscht man Argumente aus - und überläßt die Deutung jedem Zuhörer oder Leser. Kurz gesagt: Bild Dir Deine Meinung. Womit ich wieder bei Dir bin. Meine Meinung steht dann allerdings leider erstmal fest: Username und Schreibstil und die Form der Präsentation der eigenen Meinung lassen auf eine gewisse Seelenverwandtschaft mit der mit obigem Spruch hausieren gehenden Zeitung schließen.

Schöne Grüße von

jörg

IC's von und nach Norddeich

kindergärtner, Donnerstag, 25.06.2009, 08:50 (vor 6231 Tagen) @ moonglum

Das ist ja kaum noch zu überbieten, welches Durcheinander hier existiert, z.B. fährt IC 2330 nur

MI, Do, Fr, Sa, So....

Der Morgen IC (7:30 ab Münster) fährt nicht Di und Mi.....

Der abendliche 2330 fährt tgl. außer Mo und Di und weil er wohl auf den morgendlichen 2331 wendet fährt der nicht Di und Mi.


Das soll sich irgend jemand merken können?

Das musst du dir nicht merken können. Du kannst auf dieser Strecke mit dem tollen RE fahren, der fährt jede Stunde. Gleichzeitig kannst du dir überlegen, welche Spontanreisenden (also Leute ohne Tickets mit Zugbindung) angesichts der stündlichen RE-Konkurrenz noch den IC nutzen. Nur die sind letztendlich von solchen unregelmäßigen Verkehrstagen betroffen.


Ich habe ja heute das Glück des Tüchtigen, dass ich ganz normal um 9:30 von Münster nach Norddeich aufbrach und mit den 2330 wieder zurück fahren kann......

Seit wann gibt es denn all diese seltsamen Regelungen?

Seit mindestens 15.6.2008 sagt mein letztjähriges Kursbuch Europa der DB.

IC's von und nach Norddeich

Matze86, München, Donnerstag, 25.06.2009, 08:54 (vor 6231 Tagen) @ kindergärtner

Das soll sich irgend jemand merken können?

Das musst du dir nicht merken können. Du kannst auf dieser Strecke mit dem tollen RE fahren, der fährt jede Stunde.

Diese (stündliche) RE-Linie geht allerdings nur bis nach Emden...

Gleichzeitig kannst du dir überlegen, welche Spontanreisenden (also Leute ohne Tickets mit Zugbindung) angesichts der stündlichen RE-Konkurrenz noch den IC nutzen. Nur die sind letztendlich von solchen unregelmäßigen Verkehrstagen betroffen.

Im Sommer sind die IC aus dem Ruhrgebiet nach Norddeich immer gut bis sehr gut ausgelastet.

IC's von und nach Norddeich

moonglum, Hagen, Donnerstag, 25.06.2009, 11:14 (vor 6231 Tagen) @ Matze86

Exakt!! Und hier disqualifizieren sich die DoStos sofort: Zu eng für längere Strecken und das Geschimpfe einer größeren Menge von Familien mit Koffern, Fangnetz etc. pp. konnte ich mir gestern live anhören, da diese kurz vor Abfahrt der 13:30 Fähre aus Richtung Hannover ankamen....

Das Kindergarten Argument von dem bedarfsgerechten Fahren lassen geht m.E. an dem grundlegenden Sinn der Bahn vorbei. Es hat immer wieder Verbindungszeiten gegeben, die weniger ausgelastet gewesen sind. Trotzdem ist ja wohl lange Zeit Niemand darauf gekommen, diese ausfallen zu lassen. Man stelle sich vor, das würden hier die Buslinien machen.

Private Bahnen wie Abellio Rail machen das mustergültiger, sie fahren absolut regelmäßig im Takt. ggf. ist es nur ein zweiteiliger Triebwagen, und in Andrangzeiten sind es drei 3teilige Triebwagen. Das klappt alles bestens.

IC's von und nach Norddeich

Burkhard, Donnerstag, 25.06.2009, 11:22 (vor 6231 Tagen) @ moonglum

Private Bahnen wie Abellio Rail machen das mustergültiger, sie fahren absolut regelmäßig im Takt. ggf. ist es nur ein zweiteiliger Triebwagen, und in Andrangzeiten sind es drei 3teilige Triebwagen. Das klappt alles bestens.

Die werden auch dafür bezahlt!
Wenn die DB dafür bezahlt wird, macht sie es auch... aber der Fernverkehr ist nun mal eigenwirtschaftlich!

Nebenbei, bei all Deiner Nörgelei zum Beispiel über den Fernverkehr in Hagen, insbesondere den 502 oder "jede Stunde" beim IC(E).
Gerade NRW hat eine Angebotsdichte in Fern- wie Nahverkehr, die es zu "jede Stunde jede Klasse"-Zeiten nie gegeben hat. Ich will gar nicht alles gut reden, aber bei Dir liest man immer so heraus, dass früher bei der Bahn alles besser war - und das war es definitiv nicht.

IC's von und nach Norddeich

heinz11, Donnerstag, 25.06.2009, 11:48 (vor 6231 Tagen) @ Burkhard

Private Bahnen wie Abellio Rail machen das mustergültiger, sie fahren absolut regelmäßig im Takt. ggf. ist es nur ein zweiteiliger Triebwagen, und in Andrangzeiten sind es drei 3teilige Triebwagen. Das klappt alles bestens.


Die werden auch dafür bezahlt!
Wenn die DB dafür bezahlt wird, macht sie es auch... aber der Fernverkehr ist nun mal eigenwirtschaftlich!

Na ja, das scheint mir sowieso DAS Argument der DB in den letzten Jahren zu sein, quasi als Generalerklärung und -lösung in einem. Es suggeriert, daß die Bahn im Fernverkehr nur deshalb Probleme hat, weil sie in diesem Segment eigenwirtschaftlich muß.

Dies bezweifle ich, möchte aber hier keine verkehrspolitische Diskussion eröffnen.


heinz

IC's von und nach Norddeich

Burkhard, Donnerstag, 25.06.2009, 11:57 (vor 6231 Tagen) @ heinz11

Na ja, das scheint mir sowieso DAS Argument der DB in den letzten Jahren zu sein, quasi als Generalerklärung und -lösung in einem. Es suggeriert, daß die Bahn im Fernverkehr nur deshalb Probleme hat, weil sie in diesem Segment eigenwirtschaftlich muß.

Dies bezweifle ich, möchte aber hier keine verkehrspolitische Diskussion eröffnen.

Das bezweifelst Du sicherlich vielfach auch zu Recht - und ich finde auch nicht alles gut, was die Bahn macht.

Nur der herangeführte Vergleich zwischen Abellio und Fernverkehr ist einfach völlig daneben.

IC's von und nach Norddeich

kindergärtner, Donnerstag, 25.06.2009, 11:44 (vor 6231 Tagen) @ moonglum

Exakt!! Und hier disqualifizieren sich die DoStos sofort: Zu eng für längere Strecken und das Geschimpfe einer größeren Menge von Familien mit Koffern, Fangnetz etc. pp. konnte ich mir gestern live anhören, da diese kurz vor Abfahrt der 13:30 Fähre aus Richtung Hannover ankamen....

Die Fähren nach Norderney sollten also besser nicht auf die RE aus Hannover abgestimmt sein, sondern auf die zur jeweils anderen Stunden fahrenden IC(-Verbindungen)?

Ob diese zahreichen Familien, die mit diesem RE ankamen (der erste am Tag, der unter der Woche ab Hannover per Länderticket benutzt werrden darf) und für ihre Fahrt per Länderticket recht wenig bezahlt haben, dann glücklicher wären, wenn sie bei gleichem Fahrpreis eine Stunde in Nordeich Mole warten dürften oder um das zu vermeiden, deutlich teurer als per Länderticket im IC anreisen müssten?

IC's von und nach Norddeich

moonglum, Hagen, Donnerstag, 25.06.2009, 13:22 (vor 6231 Tagen) @ kindergärtner

Geschimpft haben die Herrschaften über die Enge in den DoStos und den wenigen Stauraum für Koffer, Kind und Kegel.

Übrigens mache ich ja nicht grundsätzlich die Bahn schlecht und fahre jedes Jahr selbst meine 80 TKM bis 100 TKM, aber es ändern sich Dinge, die zu einer meines Erachtens nie da gewesenen Unübersichtlichkeit führen, und da ich kreuz und quer im Land unterwegs bin, merke ich das und kann mich nicht nur auf das sehr gute Netz in NRW verlassen.

Als reisender Kunde erlebe ich, was mir serviert wird, und da bleibe ich dabei, dass es vor einigen JAhren deutlich einfacher, regelmäßiger und in einigen wichtigen Relationen im Bezug auf das Umsteigen zwischen Nah- und Fernverkehr auch besser vertaktet gewesen ist -von der Gastronomie im Zug ganz zu schweigen.

Was mache ich denn heute, wenn der 512 mal 30 min. Verspätung hat und ich nach Hagen möchte?
Habe ich letztens gerade wieder erlebt. Ich bekam in EDo einen Taxigutschein und war 0:50 daheim. Es gab viele Jahre einen IC in der Relation Köln-Hagen-Dortmund zur Stunde 23...., jetzt gibt es nicht einmal einen durchgehenden Regionalverkehr von Köln oder gar Düsseldorf mehr. Und warum wurde es 0:50? Weil die Menschentraube am Servicepoint in EDo sich wie die Kesselflicker stritten, wer mit wem zusammen fahren muss. Am liebsten hätte man uns von Dortmund über Hemer, Iserlohn und Hohenlimburg nach Hagen gekarrt..... vermutlich denkt man selbst in diesem Segment noch optimiert wirtschaftlich.

Hatte zuzeiten jener letzte IC Verspätung, so wartete für Anschlussreisende die S8 auf Gleis 3 in Wuppertal! So weit war im VER gedacht worden!

Wie kommt man denn am Samstag Morgen (oder an Sonntagen) zu den frühen Flügen zum Flughafen Köln? Mit dem Nahverkehr? Sorry, aber jener Zug fährt nur noch Mo - Fr an Werktagen.

Die Liste ließe sich noch lange fortsetzen. Nur: Das war mal besser organisiert, und die Züge waren noch frequentiert - auch der letzte IC von München nach Hagen-Dortmund zur besagten Stunde 23.
NIe hatte ich in den Jahren den Eindruck, ich sei der letzte Mensch im Zug - im Gegenteil.

IC's von und nach Norddeich

kindergärtner, Donnerstag, 25.06.2009, 14:45 (vor 6231 Tagen) @ moonglum

Geschimpft haben die Herrschaften über die Enge in den DoStos und den wenigen Stauraum für Koffer, Kind und Kegel.

Als reisender Kunde erlebe ich, was mir serviert wird, und da bleibe ich dabei, dass es vor einigen JAhren deutlich einfacher, regelmäßiger und in einigen wichtigen Relationen im Bezug auf das Umsteigen zwischen Nah- und Fernverkehr auch besser vertaktet gewesen ist

Es wurden z.T. die Mindestübergangszeiten erhöht, was den Verlust so mancher Standardanschlüsse hervorrief. Dafür platzten dann seltener Anschlüsse, ein Thema das Fahrgastverbände zuvor nicht müde geworden waren, in der Öffentlichkeit breit zu treten.

-von der Gastronomie im Zug ganz zu schweigen.

Seit dem unseligen Beschluss vor über 6 Jahren, den Speisewagen abzuschaffen, der später revidiert wurde, bekamen die siebenteiligen ICE-T wieder ein richtiges Bordrestaurant. Im ICE3 gibt es immerhin neben der Bistro-Karte die Monatsangebote des Speisewagens. Nicht perfekt - aber schlechter geworden ist das Angebot in den letzten paar Jahren dadurch sicher nicht.


Was mache ich denn heute, wenn der 512 mal 30 min. Verspätung hat und ich nach Hagen möchte?

In Düsseldorf die S8 ab 23:28 umsteigefrei nach Hagen nehmen?

bahn.de kann dir bereits im Voraus bei Beantwortung solcher Fragen weiter helfen, in dem Du bei der Verbindungssuche einen Mindestwert von 30 Minuten (oder diverse andere Intervalle) forderst. Aber muss man das das jemandem, der, so wie er schriebt, jedes Jahr 80 bis 100 Tsd. Kilometer im Zug fährt, tatsächlich erklären?

Habe ich letztens gerade wieder erlebt. Ich bekam in EDo einen Taxigutschein und war 0:50 daheim.

Es verwundert mich, dass die DB Dir in diesem Falle geraten hat, bis Dortmund im ICE512 zu bleiben und ab dort ein Taxi zu nehmen. Die o.a. S-Bahn erreicht Hagen schon um 0:40 Uhr.

Es gab viele Jahre einen IC in der Relation Köln-Hagen-Dortmund zur Stunde 23...., jetzt gibt es nicht einmal einen durchgehenden Regionalverkehr von Köln oder gar Düsseldorf mehr.

Die S8 Düsseldorf Hbf ab um 23:28 Uhr (gilt auch für den RE um 22:40) nach Hagen ist nicht meine Erfindung. bahn.de sagt, sie würde fahren. Fährt sie denn entgegen des Fahrplans nicht?

Und warum wurde es 0:50? Weil die Menschentraube am Servicepoint in EDo sich wie die Kesselflicker stritten, wer mit wem zusammen fahren muss. Am liebsten hätte man uns von Dortmund über Hemer, Iserlohn und Hohenlimburg nach Hagen gekarrt..... vermutlich denkt man selbst in diesem Segment noch optimiert wirtschaftlich.

Wie gesagt, dieser Reiseweg ist mir unverständlich im Rahemn der genannten Verspätung und des genannten Zuges.

Wie kommt man denn am Samstag Morgen (oder an Sonntagen) zu den frühen Flügen zum Flughafen Köln? Mit dem Nahverkehr? Sorry, aber jener Zug fährt nur noch Mo - Fr an Werktagen.

Früher fuhr gar kein Zug nach CGN, da durftest du wahlweise in Köln oder Bonn in einen Bus steigen.

Die Liste ließe sich noch lange fortsetzen.

Ja? Ich bin gespannt.

Nur: Das war mal besser organisiert, und die Züge waren noch frequentiert - auch der letzte IC von München nach Hagen-Dortmund zur besagten Stunde 23.

Dieser IC ist jetzt ein ICE (eben jener 512) und weil der, im Gegensatz zu früher, wo bekanntlich alles besser war, die KRM benutzt, ist er eben heutzutage schon um 22 Uhr in Köln, anstatt wie früher als IC erst um 23 Uhr. Und um 22 Uhr (ICE24) gibt es selbstverständlich noch einen FV-Zug ab Köln nach Hagen.

NIe hatte ich in den Jahren den Eindruck, ich sei der letzte Mensch im Zug - im Gegenteil.

Wie denn auch, jener IC war schlicht der Urvater des heutigen ICE512, des letzten Tageszuges München - Dortmund. Ist das jetzt schlecht, dass der fahrplanmäßig eine Stunde früher in Käln eintrifft, als in der glorreichen Vergangenheit der IC aus München?

IC's von und nach Norddeich

ktmb, Donnerstag, 25.06.2009, 13:48 (vor 6231 Tagen) @ moonglum
bearbeitet von ktmb, Donnerstag, 25.06.2009, 13:52

Ich muss immer montags dienstlich nach Papenburg. Gottseidank gibt es noch FV auf dieser Strecke. NV würde zwar auch gehen, bedeutete aber mind. 1 h mehr Fahrzeit hin/rück. Hoffe nur, dass die Politiker des Emslandes sich ein bißchen bewegen. Immerhin zählt diese Region (noch) zu den wirtschaftlich gesunden dieser Republik, die auch gute Bahnanschlüsse braucht.


Es wäre ein absolutes Unding, die Feriengäste ab Münster mit RE anreisen zu lassen. Es sei denn, er hätte eine 2/1 FV-Konfiguration.

Hoffe, dass sich auf dieser Strecke noch ein bißchen was tut. Leer könnte vielleicht auch als Kreuzungsbahnhof einer Verbindung HH-HB-Groningen-Amsterdam profitieren.

Fernverkehr allgemein

Mario-ICE, Donnerstag, 25.06.2009, 14:20 (vor 6231 Tagen) @ moonglum

Ich glaube das ist erst der Anfang von einem vielleicht bitteren Ende. Jede Stunde, jede Klasse hieß ja mal ein Motto der DB. Bei größeren Städten mag das auch noch stimmen und teilweise gibt es auch Mehrangebote.
Die Rahmenbedingungen haben sich seitdem grundsätzlich verändert und unter dem Motto, dass der Fernverkehr ja eigenwirtschaftlich fahren muss werden wohl diese "nachfrageorientierten" Fahrpläne immer mehr um sich greifen, weitere Städte werden ihren Fernverkehrsanschluss verlieren oder Alibi-Angebote behalten, Reisende werden in die Regionalzüge gedrängt. Reisezeiten werden länger, die wie "moonglum" schon schrieb in vielen Relationen dazu führen werden gleich den Autoschlüssel in die Hand zu nehmen.
Von der guten alten Zeit eines Taktfahrplanes - was übrigens auch die Kundenzufriedenheit steigert - wird sich immer weiter weg entfernt.
Wenn ich mir das Fahrzeugdesaster noch zusätzlich anschaue frage ich mich immer mehr wohin steuert der deutsche Fernverkehr.

Wie in Frankreich?

Steffen, Donnerstag, 25.06.2009, 14:25 (vor 6231 Tagen) @ Mario-ICE

Meinst Du das geht (im Fernverkehr) irgendwann so weit wie in Frankreich, wo es nicht mal den Ansatz eines Taktfahrplans gibt?

Nur(?) der Thalys fährt einen (fast?) sauberen Halbstundentakt zwischen Paris und Brüssel - aber ich glaube das ist eines der "Sahnestückchen" ähnlich Köln-Frankfurt.

--
[image]

Rennbahnbelegung K-F

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Donnerstag, 25.06.2009, 21:20 (vor 6231 Tagen) @ Steffen
bearbeitet von Oscar (NL), Donnerstag, 25.06.2009, 21:22

Nur(?) der Thalys fährt einen (fast?) sauberen Halbstundentakt zwischen Paris und Brüssel

1. Fast sauber = nicht sauber. Wenn ich einen Elfmeter fast treffe, ist das Endergebnis gleich wie "voll daneben" = kein Tor.
Saubere Fahrpläne findet man nur in CH; sogar unsere Fahrpläne sind nicht sauber; so fährt Sonntags der IC Linie 8 nur bis Amsterdam und nicht weiter nach Alkmaar oder Schagen.

2. TGV Paris - Lyon Part Dieu - Lyon Perrache wird s.i.w. stündlich angeboten.

aber ich glaube das ist eines der "Sahnestückchen" ähnlich Köln-Frankfurt.

K-F ein Sahnestückchen?!


   000000000011111111112222222222333333333344444444445555555555
   012345678901234567890123456789012345678901234567890123456789

04 ....................521NM...................................
05 .......................523*NM.........................511SM.
06 ..............711*MZ811F....................525*NM....501B..
07 ....................813F....................527*NM....513SM.
08 ..........815*F.............................529*NM....503B..
09 ....................11F.....................621*NM121*F515SM
10 ....................623NM.............................105B..
11 ............................................625*NM....517SM.
12 ....................627NM.............................507B..
13 ....................123F....................629*NM....519SM.
14 ....................15F.....721NM.....................509B..
15 ....................125F....................723*NM....611SM.
16 ....................817F....................725*NM....601B..
17 ....................127F....715MZ...........727*NM....613SM.
18 ....................819F....................729*NM....603B..
19 ....................129F....911F..........................615A
20 ....................17F.....................605*B...........
21 ....................227F..............................617S..
22 ......................................................913F..


Abfahrten ab Köln Hbf, * = Abfahrt ab "Köln ICE"
B = Basel, nicht Berlin


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

Rennbahnbelegung K-F

Steffen, Freitag, 26.06.2009, 00:42 (vor 6231 Tagen) @ Oscar (NL)

Ich sehe gerade, der Thalys hat auch Lücken. Fährt aber immer um *:13 oder *:43 in Brüssel ab.

Der Halbstundentakt ist nur zur Hauptverkehrszeit. Mittags um 14 Uhr ist eine Lücke von 1 1/2 Stunden.

Nur(?) der Thalys fährt einen (fast?) sauberen Halbstundentakt zwischen Paris und Brüssel


1. Fast sauber = nicht sauber. Wenn ich einen Elfmeter fast treffe, ist das Endergebnis gleich wie "voll daneben" = kein Tor.
Saubere Fahrpläne findet man nur in CH; sogar unsere Fahrpläne sind nicht sauber; so fährt Sonntags der IC Linie 8 nur bis Amsterdam und nicht weiter nach Alkmaar oder Schagen.

2. TGV Paris - Lyon Part Dieu - Lyon Perrache wird s.i.w. stündlich angeboten.

In der Tat! Abfahrt in Lyon immer um *:00, zur Hauptverkehrszeit besteht 30 Minuten-Takt. Aber auch hier ist der Takt nicht sauber: Ankunft in Paris (und damit die Fahrzeit) variiert um 6 Minuten!

aber ich glaube das ist eines der "Sahnestückchen" ähnlich Köln-Frankfurt.


K-F ein Sahnestückchen?!

Ich meinte das Fahrgastpotential ;)

--
[image]

Rennbahnbelegung K-F

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Freitag, 26.06.2009, 07:23 (vor 6230 Tagen) @ Steffen

Nur(?) der Thalys fährt einen (fast?) sauberen Halbstundentakt zwischen Paris und Brüssel

2. TGV Paris - Lyon Part Dieu - Lyon Perrache wird s.i.w. stündlich angeboten.

In der Tat! Abfahrt in Lyon immer um *:00, zur Hauptverkehrszeit besteht 30 Minuten-Takt. Aber auch hier ist der Takt nicht sauber: Ankunft in Paris (und damit die Fahrzeit) variiert um 6 Minuten!

Kann es sein, dass einzelne Züge einen extra Unterwegshalt in einem Pampabahnhof (z.B. Le Creusot TGV) haben?

Und soweit ich weiß, wird auch Eurostar Italia AV Mailand-Rom stündlich angeboten.


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

Rennbahnbelegung K-F

Steffen, Freitag, 26.06.2009, 09:42 (vor 6230 Tagen) @ Oscar (NL)

Kann es sein, dass einzelne Züge einen extra Unterwegshalt in einem Pampabahnhof (z.B. Le Creusot TGV) haben?

Ja. Passt aber trotzdem nicht 100%ig.

Beispiel:
TGV 6614
TGV 6616

Da ist immer noch ein Fahrzeitunterschied von 2 Minuten.

Man beachte auch den großen Unterschied bei der Fahrt von Lyon-Perrache nach Lyon Part Dieu.

--
[image]

Fernverkehr allgemein

ktmb, Donnerstag, 25.06.2009, 14:26 (vor 6231 Tagen) @ Mario-ICE

Wozu noch FV, wenn die schönen Dostos von den Bundesländern bezahlt werden?
:)

Fernverkehr allgemein

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Donnerstag, 25.06.2009, 21:29 (vor 6231 Tagen) @ ktmb

Wozu noch FV, wenn die schönen Dostos von den Bundesländern bezahlt werden?
:)

Damit dieses Forum Daseinsrecht hat?...:)


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

Fernverkehr allgemein

kindergärtner, Freitag, 26.06.2009, 09:37 (vor 6230 Tagen) @ ktmb

Wozu noch FV, wenn die schönen Dostos von den Bundesländern bezahlt werden?
:)

Was zunächst flapsig klingt, hat durchaus einen Kern, über den man nachdenken sollte: Wenn bestellter Zugverkehr eigenwirtschaftlich zu fahrenden Zügen dauerhaft erhebliche Mengen an Fahrgäste entzieht, so dass diese Züge ihre Kosten nicht mehr einfahren, stellt sich durchaus die Frage, ob man sie weiterhin unverändert (nur eben leerer als früher) durch die Gegend fahren lassen sollte oder das FV-Angebot nicht an die veränderte Situation anpasst.

Wenn z. B. der Metronom zwischen Hannover und Göttingen im Gegensatz zum zuvor dort bestehenden Angebot mit DB-Nahverkehrszügen stündlich umsteigefreie Verbindungen bietet und daraufhin die Nutzung der IC auf diesem Abschnitt an den Zwischenstationen deutlich zurückgeht, soll man diese IC dann trotzdem unverändert weiter fahren lassen?

Oder ist es nicht besser, diese Unterwegshalte entfallen zu lassen und mit dadurch um eine halbe Stunde beschleunigten IC-Zügen Hamburg - Karlsruhe dem Kunden eine halbwegs attraktive Alternative zu den meist sehr gut gefüllten ICE der Linie Hambuirg - Basel anzubieten?

1979: Jede Stunde, jede Klasse

kindergärtner, Donnerstag, 25.06.2009, 15:01 (vor 6231 Tagen) @ Mario-ICE

Ich glaube das ist erst der Anfang von einem vielleicht bitteren Ende. Jede Stunde, jede Klasse hieß ja mal ein Motto der DB.

Das war ab 1979, dem jahr der Einführung des Stundentaktes (und gleichzeitig der 2. Klasse) im IC-Netz. Aus dieser Zeit (genau genommen Kursbuch Sommer 1981, Scan auf Anfrage) die sonntäglichen Abfahrtszeiten aller Züge in Leer Richtung Rheine (dahinter Angabe der Zuggattung):
7:02 E
8:53 E
10:21 D
12:21 D
12:35 E
15:22 D
16:28 E
17:07 D
18:14 E
20:13 D

Nein, ich habe nicht jeden zweiten Zug vergessen, diese 10 Züge waren das gesamte Zugangebot in Leer Richtung Süden und nein, es fuhr auch kein Zug in Leer durch.

Also so toll waren die Zeiten des "Jede Stunde, jede Klasse" wahrlich nicht, oder sehe ich das falsch?

1979: Jede Stunde, jede Klasse

Mario-ICE, Donnerstag, 25.06.2009, 16:08 (vor 6231 Tagen) @ kindergärtner

Ich glaube das ist erst der Anfang von einem vielleicht bitteren Ende. Jede Stunde, jede Klasse hieß ja mal ein Motto der DB.


Das war ab 1979, dem jahr der Einführung des Stundentaktes (und gleichzeitig der 2. Klasse) im IC-Netz. Aus dieser Zeit (genau genommen Kursbuch Sommer 1981, Scan auf Anfrage) die sonntäglichen Abfahrtszeiten aller Züge in Leer Richtung Rheine (dahinter Angabe der Zuggattung):
7:02 E
8:53 E
10:21 D
12:21 D
12:35 E
15:22 D
16:28 E
17:07 D
18:14 E
20:13 D

Nein, ich habe nicht jeden zweiten Zug vergessen, diese 10 Züge waren das gesamte Zugangebot in Leer Richtung Süden und nein, es fuhr auch kein Zug in Leer durch.

Also so toll waren die Zeiten des "Jede Stunde, jede Klasse" wahrlich nicht, oder sehe ich das falsch?

Ich bezog mich nicht mit meinem Posting auf die angesprochene Linie, deshalb wurde auch ein anderer Betreff gewählt. Es geht im allgemeinen um den Fernverkehr und seine Verschlechterungen durch Taktlücken, Verkehrstageeinschränkungen etc. Nicht falsch verstehen, gegen gewisse Verkehrstageregeln ist sicher nichts einzuwenden, wenn aber manche Linien so kastriert werden bzw. Bahnhöfe nicht mehr angefahren werden, das man von Linie nicht mehr reden kann ist die Entwicklung nicht die Beste.

1979: Jede Stunde, jede Klasse

kindergärtner, Freitag, 26.06.2009, 09:45 (vor 6230 Tagen) @ Mario-ICE

Ich bezog mich nicht mit meinem Posting auf die angesprochene Linie, deshalb wurde auch ein anderer Betreff gewählt. Es geht im allgemeinen um den Fernverkehr und seine Verschlechterungen durch Taktlücken, Verkehrstageeinschränkungen etc.

Dann die Gretchen-Frage auch an dich: Soll man das FV-Angebot - gerade dort wo es weniger nachgefragt wird, unverändert belassen oder soll man nicht besser da mehr Züge fahren lassen, wo das bestehende Angebot für die ihm gegenüber stehende Nachfrage zu knapp ist?

Nicht falsch verstehen, gegen gewisse Verkehrstageregeln ist sicher nichts einzuwenden, wenn aber manche Linien so kastriert werden bzw. Bahnhöfe nicht mehr angefahren werden, das man von Linie nicht mehr reden kann ist die Entwicklung nicht die Beste.

Welche Züge / Linien meinst du denn?
Zu Hannover - Göttingen schrieb ich bereits etwas.

"Kastrierte Linien"

Jogi, Freitag, 26.06.2009, 10:53 (vor 6230 Tagen) @ kindergärtner
bearbeitet von Jogi, Freitag, 26.06.2009, 10:54

Ich bezog mich nicht mit meinem Posting auf die angesprochene Linie, deshalb wurde auch ein anderer Betreff gewählt. Es geht im allgemeinen um den Fernverkehr und seine Verschlechterungen durch Taktlücken, Verkehrstageeinschränkungen etc.

Dann die Gretchen-Frage auch an dich: Soll man das FV-Angebot - gerade dort wo es weniger nachgefragt wird, unverändert belassen oder soll man nicht besser da mehr Züge fahren lassen, wo das bestehende Angebot für die ihm gegenüber stehende Nachfrage zu knapp ist?

Aus wirtschaftlicher Sicht nicht. Aber Gegenfrage: wie soll eine Nachfrage entstehen, wenn kein Angebot vorhanden ist? Nicht alle wollen wieder um 18 Uhr zu Hause sein. Und wenn man dann sieht, in Münster und Rheine muss man (oder frau) zwei Mal zusätzlich umsteigen und vielleicht beide Male eine halbe Stunde warten - dann rückt das Auto wieder ins Blickfeld. Am schlimmsten finde ich daran, dass dafür der gleiche Fahrpreis abverlangt wird, als wenn die gleiche Strecke komplett im ICE und/oder IC zurückgelgt werden würde.

Welche ["kastrierten"] Züge / Linien meinst du denn?
Zu Hannover - Göttingen schrieb ich bereits etwas.

Mario-ICE wird mir sicher zustimmen. Zunächst mal der ICE:
L45: Köln-Wiesbaden-Stuttgart - bei so einer Auslastung müsste der Abzw. nach WI IMO stillgelegt oder zumindest eingleisig rückgebaut werden...
L50: Samstag abends ein kleines Glücksspiel, von Dresden weiter als bis Frankfurt zu kommen.
L78: Von einem ehemals sauberen 2-Stunden-Takt fliegt der ICE Basel-Amsterdam raus. Abends in Süd-Nordrichtung ein "3-Stunden-Takt". Ankunft des ersten Züge an ihren Endpunkten um 11 Uhr (FFM) bzw. 11.30 Uhr (AMS) - also für Geschäftsreisende keine Alternative zum Flugzeug, da die meisten Sitzungen gegen zehn, halb elf beginnen.

OK, außer L45 irgendwo verkraftbar, aber der Intercity ist "krass":
L26 (Stralsund-Karlsruhe): nur noch ein Zugpaar bis Konstanz, starke Ausdünnung in Tagesrandlage, insb. zw. Kassel und Hannover.
L30 (Norddeich-Luxembourg): 4-Stunden-Lücke zw. Koblenz und Trier/LUX, Einschränkung der Verkehrstage, so dass wochenends keine Tagesausflüge nach LUX möglich sind. Die phantasievolle Einschränkung der Verkehrstage im nördlichen Abschnitt war ja schon Thema. Im Sommer sind die Züge wie bereits gesagt immer stark nachgefragt, ansonsten wird vil heiße Luft dort durch die Gegend gekarrt.
L51: der erste Fernzug kommt in Stralsund um 12.24 Uhr an, den kann ich ohne Probleme aus Stuttgart erreichen. Und in Sachen Fahrkomfort ist der RE3 keine wirkliche Alternative (DBuza).
Die Ausdünnung auf der MDV zwischen Ruhrgebiet und Erfurt ist auch altbekannt. Der erste Tageszug kommt um 12 Uhr in Düsseldorf an, sonntags sogar erst um 16 Uhr. HAFAS schickt den Kunden aus Kassel gern über die SFS Köln-Rhein/Main oder über Hannover - natürlich im ICE.
L55: Samstags ist da keine Linie mehr, ganze zwei Zugpaare fahren zwischen Köln und Leipzig ohne Einschränkung der Verkehrstage.
L56: Auch wieder Ausdünnung in Tagesrandlage, insb. samstags, wodurch Magdeburg von Samstag, 21.00 Uhr, bis Sonntag, 7.00 Uhr, fernverkehrsfrei ist.
L61: Ausdünnung am Wochenende. Erste Fahrmöglichkeit samstags von Stuttgart nach Nürnberg um 8 Uhr, letzte Fahrmöglichkeit um 16 Uhr, somit sind keine Tagesausflüge mehr möglich. Der RV fährt im 2-Stundentakt - also nicht wirklich eine tolle, aber praktikable Alternative, insb. der letzte Zug um 20.30 Uhr ab Nürnberg ist eigentlich immer voll. Toll ist Kürzung die ganze Woche über spätabends. Der IC um 19 Uhr ab KA wendet in Stuttgart auf den um 22 Uhr abfahrenden IC nach KA, Folge: die DB hat eine Garnitur eingespart, der Kunde, der in Stuttgart durchfahren will ist mindestens anderthalb Stunden länger unterwegs.

Dann gibt es hie und da noch Einschränkungen im Laufweg oder der Verkehrstage, v.a. samstags. Als weiteres Beispiel sei ein Wupper-Flügel Köln-Berlin genannt, so dass zwischen Hamm und Berlin ein einzelner ICE-2 fährt.

Kleines Fazit: V.a. samstags und sonntags früh hat die Bahn massiv eingespart, es fährt meistens so um 20 Uhr noch ein "Lumpensammler", natürlich in ICE-Qualität, damit der Tagesausflügler was abdrücken muss. Schönes Beispiel ist der ICE 272, der die letzte Süd-Nord-Verbindung sicherstellt - und auch in Celle, uelzen und Lüneburg hält.

Zu Hannover-Göttingen: die Umleitung über die SFS bringt zweifelsohne auch Vorteile, wie z.B. die Anschlusssituation in KA oder der wieder mögliche Umstieg in Bruchsal Richtung Stuttgart (wenn ich richtig gerechnet habe), aber auch die Nachteile solltest du auch sehen, insb. auf der Main-Weser-Bahn. Die wären bescheidenere Anschlüsse an den Unterwegsbahnhöfen oder zweistündliche Degradierung des Mittelhessen-"Express" zur Regionalbahn. Siehe auch hier.

Dann will ich Dir, lieber kindergärtner, noch eine Sache mit auf den Weg geben: Der Ton macht die Musik. Auf mich macht eben dieser einen besserwisserischen Eindruck. Aber gerade den hast Du eigentlich bei deinem (inhaltlichem) Wissen, wie ich finde, nicht nötig.

Jogi

"Kastrierte Linien" (Abbau heißer Luft)

kindergärtner, Freitag, 26.06.2009, 15:01 (vor 6230 Tagen) @ Jogi

Aber Gegenfrage: wie soll eine Nachfrage entstehen, wenn kein Angebot vorhanden ist?

Mal abgesehen, von den Strecken auf denen die Fantasie eine nie existierende Verbindung in die goldene vergangenheit projiziert haben mag, gab es doch diese Tagesrandzüge des FV, deren Einstellung hier bejammert wird? Es war also ein Angebot vorhanden, für das jedoch nicht genügend Nachfrage existierte. Die DB probiert auch immer wieder neue Tagesrandlagen im FV aus (jüngst B - WOB - H). Zum kommenden Winterfahrplan wird es weitere solche Testballons geben (Siegen, Tübingen). Also kann hier sehr wohl Nachfrage "entstehen", aber wenn sie das nicht tut, verschwinden solche Züge wieder.

Nicht alle wollen wieder um 18 Uhr zu Hause sein. Und wenn man dann sieht, in Münster und Rheine muss man (oder frau) zwei Mal zusätzlich umsteigen und vielleicht beide Male eine halbe Stunde warten - dann rückt das Auto wieder ins Blickfeld.

Samstag Abend und Sonntag Morgen ist im Fernverkehr die Nachfrage traditionell (das kannst du auch auf Autobahnen beobachten) massiv niedriger, als zu anderen Zeiten.

Am schlimmsten finde ich daran, dass dafür der gleiche Fahrpreis abverlangt wird, als wenn die gleiche Strecke komplett im ICE und/oder IC zurückgelgt werden würde.

Das ist ein Stück weit eine Annäherung an eine Tarifierung, die den benutzten Zugtyp außen vor lässt. In anderen Ländern ist das Usus und so etwas wird (u.a. auch in DSO) immer wieder als etwas ganz Tolles dargestellt.

Soll eine Fahrkarte, sagen wir von Mannheim nach Konstanz jetzt unterschiedlich bepreist sein, je nachdem ob man in Karlsruhe, in Baden-Baden oder in Offenburg aus einem ICE in einen RE steigt? Uns soll der Preis nochmals ein anderer sein, wenn man in einem dieser Orte nicht in einen RE, sondern in einen IC wechselt?

Mario-ICE wird mir sicher zustimmen. Zunächst mal der ICE:
L45: Köln-Wiesbaden-Stuttgart - bei so einer Auslastung müsste der Abzw. nach WI IMO stillgelegt oder zumindest eingleisig rückgebaut werden...

Die brauchte (fast) keiner, wie die Belegungen der Züge zeigten. Wäre dir die Alternative, die Züge auf anderen ICE3-Linien grundsätzlich nur mit einer Garnitur zu fahren und damit viele zahlende Kunden stehen zu lassen, lieber?

L50: Samstag abends ein kleines Glücksspiel, von Dresden weiter als bis Frankfurt zu kommen.

Letzte Abfahrt in Dresden samstags derzeit 17:54, 2003 (das letzte Jahr vor den angeblich immer mehr um sich greifenden Rücknahmen im Tagesrandverkehr) war das samstags 18:11 Uhr. Wohin "weiter" solls denn ein Glücksspiel sein?

L78: Von einem ehemals sauberen 2-Stunden-Takt fliegt der ICE Basel-Amsterdam raus.

Wann, als da ICE fuhren, war der wirklich sauber? Die gute Besetzung der außer Takt fahrenden Züge spricht dafür, dass der Kunde diese durchgehenden Fahrmöglichkeiten z.B. nach Basel durchaus schätzt.

Ankunft des ersten Züge an ihren Endpunkten um 11 Uhr (FFM) bzw. 11.30 Uhr (AMS) - also für Geschäftsreisende keine Alternative zum Flugzeug, da die meisten Sitzungen gegen zehn, halb elf beginnen.

Diese späten Ankünfte missfallen mir ebenfalls. Von der Strecke nach Brüssel (hier gab es vor einigen Jahren einen ICE, der in F um 6 Uhr abfuhr), weiß ich jedoch, dass die Frühverbindung sehr schlecht genutzt worden war (hatte mehrfach einen ganzen Wagen für mich). Die Späterlegung brachte Kundenzuwachs.


OK, außer L45 irgendwo verkraftbar, aber der Intercity ist "krass":
L26 (Stralsund-Karlsruhe): nur noch ein Zugpaar bis Konstanz, starke Ausdünnung in Tagesrandlage, insb. zw. Kassel und Hannover.

Konstanz hat stündliche (I)RE-Züge mit IC-Fahrzeit, die normalerweise (es klemmt wegen der Bauarbeiten zwischen RA und KA derzeit teilweise zum/vom Hambuirger ICE) sehr gut an das ICE-Netz in angebunden sind. Zu den Zwischenorten KS - H schrieb ich bereits: wenn da keiner per IC hinwill, wieso dann dort halten?

L30 (Norddeich-Luxembourg): 4-Stunden-Lücke zw. Koblenz und Trier/LUX, Einschränkung der Verkehrstage, so dass wochenends keine Tagesausflüge nach LUX möglich sind.

Wieso negierst du die im Wechsel zum IC existierenden Reisemöglichkeiten per RE, die kaum länger dauern und zudem per Länderticket für einen samstäglichen Trip ins Großherzogtum den FV preislich sehr alt aussehen lassen?

Die phantasievolle Einschränkung der Verkehrstage im nördlichen Abschnitt war ja schon Thema. Im Sommer sind die Züge wie bereits gesagt immer stark nachgefragt, ansonsten wird vil heiße Luft dort durch die Gegend gekarrt.

Die Hauptreisetage zu den Inseln sind sicher nicht Montag bis Mittwoch, oder?

L51: der erste Fernzug kommt in Stralsund um 12.24 Uhr an, den kann ich ohne Probleme aus Stuttgart erreichen. Und in Sachen Fahrkomfort ist der RE3 keine wirkliche Alternative (DBuza).

Stralsund ist diesbezüglich mies, aber auch hier: es fuhren jahrelang IR (später IC)-Züge auch am Tagesrand (sowohl von Hamburg als auch Berlin) dorthin, warum nur hat die DB sie eingestellt? Etwa wegen permanenter Überfüllung? Auch kam zwischen HH und HRO der durchgehende zweistündige RE als Konkurrent hinzu.

Die Ausdünnung auf der MDV zwischen Ruhrgebiet und Erfurt ist auch altbekannt. Der erste Tageszug kommt um 12 Uhr in Düsseldorf an, sonntags sogar erst um 16 Uhr.

Wer will da sonntags auch IC fahren, wo das per Länderticket zum Schnäppchenpreis in verlgeichbarer Fahrzeit möglich ist?

HAFAS schickt den Kunden aus Kassel gern über die SFS Köln-Rhein/Main oder über Hannover - natürlich im ICE.

Wieso auch nicht? Du kannst durch die Abwahl der Bevorzugung schneller Züge oder durch Abwahl des ICE auch andere Ergebnisse erzielen. Augfrund von Angeboten wie dauer-Spezial muss auch eine solche ICE-Fahrt keine teure Angelegenheit sein. Gerade Samstag Abend und Sonntag morgen gibt es hierfür größere Kontingente.

L55: Samstags ist da keine Linie mehr, ganze zwei Zugpaare fahren zwischen Köln und Leipzig ohne Einschränkung der Verkehrstage.

Die zu diesen Zeiten existierende Nachfrage lässt sich gut per ICE nach Hannover mit Umstieg in den Oldenburger IC abfahren. Bist du vor der Einstellung dieser IC am Samstagabend mal in einem gesessen?

L56: Auch wieder Ausdünnung in Tagesrandlage, insb. samstags, wodurch Magdeburg von Samstag, 21.00 Uhr, bis Sonntag, 7.00 Uhr, fernverkehrsfrei ist.

Hatten wir schon. Auch hier leider wieder das Thema Abstimmung des Kunden mit dem (NV)-Fahrschein.

L61: Ausdünnung am Wochenende. Erste Fahrmöglichkeit samstags von Stuttgart nach Nürnberg um 8 Uhr, letzte Fahrmöglichkeit um 16 Uhr, somit sind keine Tagesausflüge mehr möglich.

Die Strecke wird am Wochenende vom SWT regiert. Soll man das jetzt abschaffen?

Der RV fährt im 2-Stundentakt - also nicht wirklich eine tolle, aber praktikable Alternative, insb. der letzte Zug um 20.30 Uhr ab Nürnberg ist eigentlich immer voll. Toll ist Kürzung die ganze Woche über spätabends.

Zweistellige Besetzungszahlen machten diese Entscheidung der DB recht leicht. Aber wenn der Schwabe lieber das Länderticket nimmt, was soll man machen? Auch dieses abschaffen?

Dann gibt es hie und da noch Einschränkungen im Laufweg oder der Verkehrstage, v.a. samstags. Als weiteres Beispiel sei ein Wupper-Flügel Köln-Berlin genannt, so dass zwischen Hamm und Berlin ein einzelner ICE-2 fährt.

Kleines Fazit: V.a. samstags und sonntags früh hat die Bahn massiv eingespart, es fährt meistens so um 20 Uhr noch ein "Lumpensammler", natürlich in ICE-Qualität, damit der Tagesausflügler was abdrücken muss. Schönes Beispiel ist der ICE 272, der die letzte Süd-Nord-Verbindung sicherstellt - und auch in Celle, uelzen und Lüneburg hält.

Du fändest es hier besser zustzlich zum ohnehin nicht top nachgefragten ICE einen recht leeren IC fahren zu lassen oder noch besser: den IC statt des ICE (dessen Reisende dann umsteigen sollen)?

Dann will ich Dir, lieber kindergärtner, noch eine Sache mit auf den Weg geben: Der Ton macht die Musik. Auf mich macht eben dieser einen besserwisserischen Eindruck.

Soll man, um hier nicht anzuecken, also bestehenden Irrtümern (wie war das mit dem FV von L nach B?) lieber keine Fakten gegenüber stelllen und sich statt dessen dem allgemeinen Gejammere über ein sich seit Jahren verschlechterndes Angebot anschließen?

Das passte so gar nicht zu den seit einigen Jahren stark zunehmenden Reisendenzahlen im Schienenverkehr, so stark übrigens, dass der Marktanteil der Eisenbahn in Deutschland an den Verkehrsleistungen auch prozentual gegenüber den anderen Verkehrsträgern wächst und 2008 höher als vor 40 Jahren (als noch sehr viele Haushalte ohne Pkw waren, wesentlich weniger Autobahnen existierten und Fliegen noch richtig teuer war.

"Kastrierte Linien" (Abbau heißer Luft)

Jogi, Freitag, 26.06.2009, 20:41 (vor 6230 Tagen) @ kindergärtner

Nochmals hallo kindergärtner,

vorweg, aus Zeitgründen (mein Zug wartet nicht) und da wir uns argumentativ im Kries drehen picke ich mir nur die Rosinen raus, auf die ich antworte.

Aber Gegenfrage: wie soll eine Nachfrage entstehen, wenn kein Angebot vorhanden ist?

Mal abgesehen, von den Strecken auf denen die Fantasie eine nie existierende Verbindung in die goldene vergangenheit projiziert haben mag,

hübsch ausgedrückt...

gab es doch diese Tagesrandzüge des FV, deren Einstellung hier bejammert wird? Es war also ein Angebot vorhanden, für das jedoch nicht genügend Nachfrage existierte. Die DB probiert auch immer wieder neue Tagesrandlagen im FV aus (jüngst B - WOB - H). Zum kommenden Winterfahrplan wird es weitere solche Testballons geben (Siegen, Tübingen). Also kann hier sehr wohl Nachfrage "entstehen", aber wenn sie das nicht tut, verschwinden solche Züge wieder.

Das mag teilweise so gewesen sein, nur die Interna der DB werden uns darüber Aufschluss geben können. Andererseits stellt sich mir die Frage, ob man etwas dagegen unternommen hat, z.B. mit speziellen Angeboten um eine Nachfrage anzuheizen.

Am schlimmsten finde ich daran, dass dafür der gleiche Fahrpreis abverlangt wird, als wenn die gleiche Strecke komplett im ICE und/oder IC zurückgelgt werden würde.

Das ist ein Stück weit eine Annäherung an eine Tarifierung, die den benutzten Zugtyp außen vor lässt. In anderen Ländern ist das Usus und so etwas wird (u.a. auch in DSO) immer wieder als etwas ganz Tolles dargestellt.

Soll eine Fahrkarte, sagen wir von Mannheim nach Konstanz jetzt unterschiedlich bepreist sein, je nachdem ob man in Karlsruhe, in Baden-Baden oder in Offenburg aus einem ICE in einen RE steigt? Uns soll der Preis nochmals ein anderer sein, wenn man in einem dieser Orte nicht in einen RE, sondern in einen IC wechselt?

Ja, alles andere ist in meinen Augen Abzocke. Beispiel: Stuttgart-Hannover kann ich direkt im ICE fahren, ich kann aber bis Frankfurt den IC benutzen. Es kostet mich beides Mal um 99 Euro, Normalpreis. Bei der zweiten Verbindung bin aber eine gute halbe Stunde länger unterwegs, steige 1x um und benutze das "Premiumprodukt", für das ich auf der ganzen Strecke den A-Preis zahle, nicht komplett.
Wenn ich im SUpermarkt ein Päckchen Landliebe-Milch für 1,19 EUR und ein Päckchen No-Name-Milch für 59 Cent kaufe sagt der Kassierer ja auch nicht, dass es jetzt 2,38 Euro koste.

Mario-ICE wird mir sicher zustimmen. Zunächst mal der ICE:
L45: Köln-Wiesbaden-Stuttgart - bei so einer Auslastung müsste der Abzw. nach WI IMO stillgelegt oder zumindest eingleisig rückgebaut werden...

Die brauchte (fast) keiner, wie die Belegungen der Züge zeigten. Wäre dir die Alternative, die Züge auf anderen ICE3-Linien grundsätzlich nur mit einer Garnitur zu fahren und damit viele zahlende Kunden stehen zu lassen, lieber?

Ich habe schon geschrieben, dass der Abzweig eine Investitionsruine ist. Von deiner Interpretation habe ich nichts gesagt.

L50: Samstag abends ein kleines Glücksspiel, von Dresden weiter als bis Frankfurt zu kommen.

Letzte Abfahrt in Dresden samstags derzeit 17:54, 2003 (das letzte Jahr vor den angeblich immer mehr um sich greifenden Rücknahmen im Tagesrandverkehr) war das samstags 18:11 Uhr. Wohin "weiter" solls denn ein Glücksspiel sein?

In meinem Fall Stuttgart, der 4-Minuten-Übergang auf 695 ist heikel.

L78: Von einem ehemals sauberen 2-Stunden-Takt fliegt der ICE Basel-Amsterdam raus.

Wann, als da ICE fuhren, war der wirklich sauber? Die gute Besetzung der außer Takt fahrenden Züge spricht dafür, dass der Kunde diese durchgehenden Fahrmöglichkeiten z.B. nach Basel durchaus schätzt.

Bei der Einführung mit der Eröffnung der KRM, aber kann gut sein, dass ich mich da täusche, so genau erinnere ich mich nicht daran.

L30 (Norddeich-Luxembourg): 4-Stunden-Lücke zw. Koblenz und Trier/LUX, Einschränkung der Verkehrstage, so dass wochenends keine Tagesausflüge nach LUX möglich sind.

Wieso negierst du die im Wechsel zum IC existierenden Reisemöglichkeiten per RE, die kaum länger dauern und zudem per Länderticket für einen samstäglichen Trip ins Großherzogtum den FV preislich sehr alt aussehen lassen?

Besteht in Trier, wo man zum zweiten Mal umsteigen muss, direkter Anschluss nach LUX? Ansonsten ist das ja nur bis zur Porta Nigra interessant. Und was bitte bringt mir ein Länderticket, wenn ich in Köln oder Bonn zusteigen will? OK, zusätzlich ein Ticket lösen, und dann noch eins für die CFL, wenn man nach LUX rein will. Bahn fahren kann so einfach sein...

Die Ausdünnung auf der MDV zwischen Ruhrgebiet und Erfurt ist auch altbekannt. Der erste Tageszug kommt um 12 Uhr in Düsseldorf an, sonntags sogar erst um 16 Uhr.

Wer will da sonntags auch IC fahren, wo das per Länderticket zum Schnäppchenpreis in verlgeichbarer Fahrzeit möglich ist?

Schick mir mal eine NV-Verbindung von Kassel nach Düsseldorf, die zeitlich das Niveau der IC-Züge hat.

HAFAS schickt den Kunden aus Kassel gern über die SFS Köln-Rhein/Main oder über Hannover - natürlich im ICE.

Wieso auch nicht? Du kannst durch die Abwahl der Bevorzugung schneller Züge oder durch Abwahl des ICE auch andere Ergebnisse erzielen. Augfrund von Angeboten wie dauer-Spezial muss auch eine solche ICE-Fahrt keine teure Angelegenheit sein. Gerade Samstag Abend und Sonntag morgen gibt es hierfür größere Kontingente.

Oh, gut, also ohne ICE ab Kassel nach Düsseldorf heißt... einmal umsteigen in Gießen und vllt. noch Siegen. Nur doof, dass samstag morgens um halb sechs ein IC fährt und dann vier Stunden Pause bis zum nächsten ist. Gibt es ein DS nur für RV? Man könnte noch am Rhein entlang fahren, die Anschlusssituation ist ja gut in Frankfurt. So was, dauert gut 4 1/2 Stunden für etwa 300 km Luftlinie, aber wenigstens geht's durch's UNESCO Weltkulturerbe. *g*
Komisch, auf meinen Strecken finde ich nie auf Anhieb ein günstiges DS, d.h. 29 oder 39 EUR, erst nach längerer Suche und mit Eingabe eines via-Bfs. So lange musste ich bei germanwings nicht suchen. Meine neuste Erfahrung mit diesem Lockangebot ist, dass eine Verbindung freitag morgens, langes Wochenende, Stuttgart-Braunschweig in der 1. Klasse ohne ICE für 69 EUR ausgespuckt wurde. Als ich als via-Bf Frankfurt mit 15 Minuten Aufenthalt eingab konnte ich die exkat gleiche Verbindung für 49 EUR fahren.

Du fändest es hier besser zustzlich zum ohnehin nicht top nachgefragten ICE einen recht leeren IC fahren zu lassen oder noch besser: den IC statt des ICE (dessen Reisende dann umsteigen sollen)?

Nein, das habe ich nirgends gesagt. Aber wo bleibt da bitte die Marke ICE, für die gezahlt wird?

Dann will ich Dir, lieber kindergärtner, noch eine Sache mit auf den Weg geben: Der Ton macht die Musik. Auf mich macht eben dieser einen besserwisserischen Eindruck.

> Soll man, um hier nicht anzuecken, also bestehenden Irrtümern (wie war das mit dem FV von L nach B?)...
Habe ich die Korrektur nicht angenommen und mich für die Verbesserung offen gezeigt?

...lieber keine Fakten gegenüber stelllen und sich statt dessen dem allgemeinen Gejammere über ein sich seit Jahren verschlechterndes Angebot anschließen?

Schön, dass du meine Meinung mit "jammern" auszeichnest, dadurch gewinnt deine Argumentation unglaublich an Strahlkraft. Falls es dich beruhigt, ich habe viel darüber nachgedacht, verschiedene Positionen bewertet und habe mir selber eine Meinung gebildet. Im übrigen dürfe dir klar sein, auf was "der Ton" bezogen war! Fachkenntnisse, die ich jetzt schon schätze, scheinst du zu haben.
Um zum Ausgangspunkt unserer kleinen Diskussion zurückzukommen, durch die "Angebotsanpassung" wird ein für den Kunden attraktiver Taktfahrplan immer mehr aufgeweicht und die Flexibilität (Auto lässt grüßen) schwindet, durch die konzentrierte Lenkung in den ICE schwinden preisliche Alternativen.
Das ist so kein gottgegebener Umstand, den man stillschweigend akzeptieren und alle Hoffnung fahren lassen muss. Kleines Beispiel: an der Uni Stuttgart will der Rektor die Geisteswissenschaften um insg. 24 Professuren kürzen um Strukturen für die nächste Bewerbung der Exzellenz-Initiative zu schaffen. Das betrifft mich und mein Studium, ganz zu schweigen von allen die sich überlegen, hier ein Studium anzufangen. Soll ich jetzt still in der Bibliothel sitzen oder alternativ "jammern", um eine Entwicklung, die mir nicht passt und mein Studium in der geplanten Form defintiv in der Qualität beschneiden wird, aufzuhalten oder zumindest abzuschwächen? Da die DB des öfteren einen Blick hier rein wirft erscheint mir das wirkungsvoller als einen Brief nach Frankfurt zu schicken, der an die zuständige Abteilung P weitergeleitet werden dürfte. Für das Porto bück ich mich lieber noch nach 5 Cent und kauf ich mir ein Snickers.

Das passte so gar nicht zu den seit einigen Jahren stark zunehmenden Reisendenzahlen im Schienenverkehr, so stark übrigens, dass der Marktanteil der Eisenbahn in Deutschland an den Verkehrsleistungen auch prozentual gegenüber den anderen Verkehrsträgern wächst und 2008 höher als vor 40 Jahren (als noch sehr viele Haushalte ohne Pkw waren, wesentlich weniger Autobahnen existierten und Fliegen noch richtig teuer war.

Dafür würde ich sehr gerne Quellen sehen, gehört ja zu den Fakten dazu, es sei denn du verfügst über DB-Interna, die sollen natürlich unter Verschluss bleiben. Im übrigen warte ich immer noch auf deine Begründung für den Fehlschluss, den Blaschke sich geliefert haben soll. Und der Hinweis auf den weiteren, denn du erwähnt hast, wäre auch schön...

So, ich wünsche allen ICE-Fans - und vor allem dir, lieber kindergärtner - ernsthaft ein schönes Wochenende; ich werde es leider nicht genißen können, da ich Referate vorbereiten muss,

Jogi :)

"Kastrierte Linien" (Abbau heißer Luft)

kindergärtner, Samstag, 27.06.2009, 11:50 (vor 6229 Tagen) @ Jogi

Ja, alles andere ist in meinen Augen Abzocke. Beispiel: Stuttgart-Hannover kann ich direkt im ICE fahren, ich kann aber bis Frankfurt den IC benutzen. Es kostet mich beides Mal um 99 Euro, Normalpreis. Bei der zweiten Verbindung bin aber eine gute halbe Stunde länger unterwegs, steige 1x um und benutze das "Premiumprodukt", für das ich auf der ganzen Strecke den A-Preis zahle, nicht komplett.
Wenn ich im SUpermarkt ein Päckchen Landliebe-Milch für 1,19 EUR und ein Päckchen No-Name-Milch für 59 Cent kaufe sagt der Kassierer ja auch nicht, dass es jetzt 2,38 Euro koste.

Ist es dann auch Abzocke, wenn neben dir, der du die 99,- bezahlt haben willst, jemand sitzt, der per Dauer-Spezial nur 29,- gezahlt hat?

Wann, als da ICE fuhren, war der wirklich sauber? Die gute Besetzung der außer Takt fahrenden Züge spricht dafür, dass der Kunde diese durchgehenden Fahrmöglichkeiten z.B. nach Basel durchaus schätzt.

Bei der Einführung mit der Eröffnung der KRM, aber kann gut sein, dass ich mich da täusche, so genau erinnere ich mich nicht daran.

Hältst du es für anmaßend, wenn ich dich bitten würde, solcherlei Behauptungen über frühere Fahrpläne vor deren Postulierung in geeigneten Medien (alte Kursbücher oder Hafas-CD'S) zu verifizieren?

L30 (Norddeich-Luxembourg): 4-Stunden-Lücke zw. Koblenz und Trier/LUX, Einschränkung der Verkehrstage, so dass wochenends keine Tagesausflüge nach LUX möglich sind.

Wieso negierst du die im Wechsel zum IC existierenden Reisemöglichkeiten per RE, die kaum länger dauern und zudem per Länderticket für einen samstäglichen Trip ins Großherzogtum den FV preislich sehr alt aussehen lassen?

Besteht in Trier, wo man zum zweiten Mal umsteigen muss, direkter Anschluss nach LUX?

Die Bedienung von Hafas sollte dir möglich sein, oder? Ansonsten (für heute):
+-------------------------+--------+--------+----------+----------------+
| Bahnhof | An | Ab | Zug Nr. | Bemerkungen |
+-------------------------+--------+--------+----------+----------------+
| Köln Hbf | | 05:53 | ICE 23 |BR |
| Koblenz Hbf | 06:46 | 07:22 | RE 12006 |FB KL |
| Trier Hbf | 08:46 | 08:57 | RE 5214 |FB |
| Luxembourg | 09:41 | | | |
+-------------------------+--------+--------+----------+----------------+

+-------------------------+--------+--------+----------+----------------+
| Köln Hbf | | 07:18 | IC 2338 |FR FB BT |
| Koblenz Hbf | 08:16 | 08:22 | RE 12008 |FB KL |
| Trier Hbf | 09:46 | 09:52 | RE 5216 |FB |
| Luxembourg | 10:45 | | | |
+-------------------------+--------+--------+----------+----------------+

+-------------------------+--------+--------+----------+----------------+
| Köln Hbf | | 08:18 | EC 115 |FR FB BT |
| Koblenz Hbf | 09:15 | 09:24 | IC 338 |FR FB BT |
| Luxembourg | 11:39 | | | |
+-------------------------+--------+--------+----------+----------------+

+-------------------------+--------+--------+----------+----------------+
| Köln Hbf | | 09:18 | IC 119 |FR FB BT |
| Koblenz Hbf | 10:15 | 10:22 | RE 12010 |FB KL |
| Trier Hbf | 11:46 | 11:52 | RE 5218 |FB |
| Luxembourg | 12:45 | | | |
+-------------------------+--------+--------+----------+----------------+
+-------------------------+--------+--------+----------+----------------+
| Köln Hbf | | 10:18 | IC 2005 |FR FB BT |
| Koblenz Hbf | 11:15 | 11:22 | RE 12024 |FB KL |
| Trier Hbf | 12:46 | 12:57 | RE 5220 |FB |
| Luxembourg | 13:45 | | | |
+-------------------------+--------+--------+----------+----------------+

Wo ist da jetzt das Problem?

Und was bitte bringt mir ein Länderticket, wenn ich in Köln oder Bonn zusteigen will? OK, zusätzlich ein Ticket lösen, und dann noch eins für die CFL, wenn man nach LUX rein will. Bahn fahren kann so einfach sein...

Ursprünglich schriebst du von Koblenz; da ist das Länderticket ideal. Ab Köln Du kannst auch einen anderen Tarif wählen, idealerweise zur Freude der DB den nicht ermäßigten Normaltatrif, den du ja oben für Stuttgart - Hannover zu wählen gedachtest.

Wer will da sonntags auch IC fahren, wo das per Länderticket zum Schnäppchenpreis in verlgeichbarer Fahrzeit möglich ist?

Schick mir mal eine NV-Verbindung von Kassel nach Düsseldorf, die zeitlich das Niveau der IC-Züge hat.

+-------------------------+--------+--------+----------+----------------+
| Kassel Hbf | | 07:58 | RE 3908 |FB |
| Warburg(Westf) | 08:35 | 08:39 | ERB39888 |FB FM |
| Hamm(Westf) | 10:06 | 10:16 | RE 10116 |FB |
| Düsseldorf Hbf | 11:38 | | | |
+-------------------------+--------+--------+----------+----------------+
| Fahrzeit: 3:40; |

ist sogar schneller als
+-------------------------+--------+--------+----------+----------------+
| Kassel Hbf | | 08:23 | RE 4105 |FB EH 3T |
| Kassel-Wilhelmshöhe | 08:28 | 09:00 | IC 2156 |FR FB BT |
| Düsseldorf Hbf | 12:12 | | | |
+-------------------------+--------+--------+----------+----------------+
| Fahrzeit: 3:49;

Oh, gut, also ohne ICE ab Kassel nach Düsseldorf heißt... einmal umsteigen in Gießen und vllt. noch Siegen.

Nur doof, dass samstag morgens um halb sechs ein IC fährt und dann vier Stunden Pause bis zum nächsten ist. Gibt es ein DS nur für RV? Man könnte noch am Rhein entlang fahren, die Anschlusssituation ist ja gut in Frankfurt. So was, dauert gut 4 1/2 Stunden für etwa 300 km Luftlinie, aber wenigstens geht's durch's UNESCO Weltkulturerbe. *g*

Vielleicht solltest du bei der Bedienung von Hafas noch etwas nacharbeiten. Oder für Probleme mit Fahrplänen und Tarifen ggf. auf andere Informationsquellen als dieses Forum zurückgreifen. Es gibt z.B. speziell dafür eine Newsgroup.

Komisch, auf meinen Strecken finde ich nie auf Anhieb ein günstiges DS, d.h. 29 oder 39 EUR, erst nach längerer Suche und mit Eingabe eines via-Bfs. So lange musste ich bei germanwings nicht suchen.

Germanwings fliegt jetzt von Kassel nach Düsseldorf?

Meine neuste Erfahrung mit diesem Lockangebot ist, dass eine Verbindung freitag morgens, langes Wochenende, Stuttgart-Braunschweig in der 1. Klasse ohne ICE für 69 EUR ausgespuckt wurde. Als ich als via-Bf Frankfurt mit 15 Minuten Aufenthalt eingab konnte ich die exkat gleiche Verbindung für 49 EUR fahren.

Kein Angebot von 4U auf BWE-STR.

Schön, dass du meine Meinung mit "jammern" auszeichnest, dadurch gewinnt deine Argumentation unglaublich an Strahlkraft.

Wie würdest du das bezeichnen, wenn jemand Dingen hinterherweint, die nie existiert haben?

Das passte so gar nicht zu den seit einigen Jahren stark zunehmenden Reisendenzahlen im Schienenverkehr, so stark übrigens, dass der Marktanteil der Eisenbahn in Deutschland an den Verkehrsleistungen auch prozentual gegenüber den anderen Verkehrsträgern wächst und 2008 höher als vor 40 Jahren (als noch sehr viele Haushalte ohne Pkw waren, wesentlich weniger Autobahnen existierten und Fliegen noch richtig teuer war.

Dafür würde ich sehr gerne Quellen sehen, gehört ja zu den Fakten dazu, es sei denn du verfügst über DB-Interna, die sollen natürlich unter Verschluss bleiben.

Das sind keine Interna. Wenn du die Quellen sehen willst, lies zunächst den Geschäftsbericht der DB für 2008. Hierin findet sich auch eine Darstellung zum Modal Split. Für weiter zurückliegende Zahlen verweise ich auf ViZ

Einen Scan der entsprechenden Seite von einer ViZ Ausgabe, in der noch Zahlen aus den 60ern dargestellt sind, gibts auf Wunsch.

Im übrigen warte ich immer noch auf deine Begründung für den Fehlschluss, den Blaschke sich geliefert haben soll. Und der Hinweis auf den weiteren, denn du erwähnt hast, wäre auch schön...

Spar-Ankündigung und Auslegen von FV-Zügen steht nur in zeitlichem, nicht aber kausalem Zusammenhang. Letzteres als Ergebnis permanenter Überprüfung der Besetzungszahlen von Reisezügen wird und wurde schon immer gemacht, auch schon von der Bundesbahn.

1979: Jede Stunde, jede Klasse

Mario-ICE, Freitag, 26.06.2009, 16:54 (vor 6230 Tagen) @ kindergärtner

Ich bezog mich nicht mit meinem Posting auf die angesprochene Linie, deshalb wurde auch ein anderer Betreff gewählt. Es geht im allgemeinen um den Fernverkehr und seine Verschlechterungen durch Taktlücken, Verkehrstageeinschränkungen etc.


Dann die Gretchen-Frage auch an dich: Soll man das FV-Angebot - gerade dort wo es weniger nachgefragt wird, unverändert belassen oder soll man nicht besser da mehr Züge fahren lassen, wo das bestehende Angebot für die ihm gegenüber stehende Nachfrage zu knapp ist?

Grundsätzlich habe ich nichts dagegen einzuwenden, nur wird es in den meisten Fällen an den nicht vorhandenen Trassen scheitern.
Unverändert belassen nicht, aber mit der Salami-Taktik wird die DB auf weniger nachgefragten Strecken halt auch keine Kunden gewinnen. So kann man Linien auch zu Grunde richten. Wenn mein deiner Argumentation so folgt würde es auf manchen Strecken halt gar kein Angebot mehr geben, halt Pech gehabt wenn nicht genug zusammen kommen die mit dir einen Zug füllen. Dann fahr halt bestellten Regionalverkehr oder nimm gleich das Auto.
Wie wäre es denn mal mit ein paar Angeboten in der Schwachlastzeit und komm jetzt nicht mit Dauerspezial etc. mit Zugbindung und so. Man müsste gerade auf dem Gebiet der Tarife flexibler sein um auch Leute in Schwachlastzüge zu bringen (zugegeben klingt zwar etwas paradox wegen Tarifdschungel etc.). Und wenn dann der Unterschied einer Bahnfahrt zwischen A nach B und Fernverkehr bzw. Regionalverkehr mehr als eine Stunde ist weiß ich das diese schneller und je nach Personenzahl preiswerter auf deutschen Straßen unterwegs sind.

RSS-Feed dieser Diskussion
powered by my little forum