Frbrg (Brsg) Hptbhnhf (45 Bldr), Teil 1 (Reiseberichte)

Sören Heise, Region Hannover, Samstag, 25.10.2014, 15:40 (vor 4183 Tagen)

Moin,

heute besuchen wir Freiburg im Breisgau. Der einleitende Text ist wieder etwas länger geraten.


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Die wichtigste Bahnstrecke in Freiburg ist die Badische Hauptbahn. Sie erschließt Baden zwischen Mannheim und Konstanz und verläuft mehr oder minder dicht am Rhein. In Freiburg gerade minder, denn die Stadt liegt im Binnenland. Der Bau der Strecke begann von Norden aus. Die Eröffnungsdaten:
Mannheim - Heidelberg 12. September 1840,
Heidelberg - Karlsruhe 10. April 1843,
Karlsruhe - Rastatt 1. Mai 1844,
Rastatt - Baden-Baden (Oos) 6. Mai 1844,
Baden-Baden (Oos) - Offenburg 1. Juni 1844,
Offenburg - Freiburg 1. August 1845,
Freiburg - Müllheim 1. Juni 1847,
Müllheim - Schliengen 15. Juni 1847,
Schliengen - Efringen-Kirchen 8. November 1848,
Efringen-Kirchen - Haltingen 22. Januar 1851.

Bevor es weiterging, stand neben der Frage der Weiterführung ein anderes Projekt im Vordergrund. Denn es hatte sich erwiesen, daß Baden weit und breit das einzige Land war, das auf eine Spurweite von 1,6 Metern setzte. Man versuchte anfangs, den Rest Europas von sich zu überzeugen, nagelte dann aber seine Strecken 1854/1855 auf die üblichen 1435 Millimeter um. Da hatte man sich schon entschieden, die Strecke durch Basel zu führen. Damals fiel auch die Entscheidung, die Fortsetzung gen Konstanz durch schweizer Gebiet, nämlich den Kanton Schaffhausen, zu führen. Die weiteren Eröffnungsdaten:

Haltingen - Basel Badischer Bf. 20. Februar 1855,
Basel Badischer Bf. - Bad Säckingen 4. Februar 1856,
Bad Säckingen - Waldshut 30. Oktober 1856 und
Waldshut - Konstanz 13. Juni 1863.

Der Abschnitt Mannheim - Basel wurde bis 1958 elektrifiziert. Zwischen Konstanz und Singen wird die Oberleitung seit dem 25. September 1977 genutzt, von Singen nach Schaffhausen seit dem 24. September 1989 und zwischen Schaffhausen und Erzingen seit dem 15. Dezember 2013. Und auch die am 4. September 1905 eröffnete Güterumgehungsbahn ist elektrifiziert, sie führt weiter westlich durchs Freiburger Stadtgebiet.

Freiburgs erstes Empfangsgebäude wurde 1945 zerstört und durch ein Provisorium ersetzt. Das erfüllte durchaus seinen Zweck, wurde aber 1999 abgerissen. Anschließend entstand ein neuer, großstädtisch anmutender Gebäudekomplex, der in seinen bodenständigeren Regionen teilweise als Hauptbahnhof dient. In massivem Kontrast dazu steht das hölzerne Bahnsteigdach von Gleis 4/5.

Ebenfalls elektrifiziert ist eine der beiden in Freiburg abzweigenden Bahnstrecken, nämlich die hoch in den Schwarzwald führende Höllentalbahn. Sie und wurde am 21. Mai 1887 nach Neustadt eröffnet. Bis 1933 bestand zwischen Hirschsprung und Hinterzarten Zahnradbetrieb, da die Strecke doch recht steil geworden war. Damals fanden umfangreiche Bauarbeiten an der Strecke statt, neben einer teilweisen Neutrassierung wurde die Strecke und die in Titisee anschließende Dreiseenbahn (am 2. Dezember 1926 bis Seebrugg eröffnet, eine Weiterführung nach St. Blasien kam nie zustande) für Versuchszwecke mit 20 kV/50 Hz elektrifiziert. Man hatte nur vier Elloks der Baureihe E 244, neben ihnen kamen weiterhin Dampfloks zum Zug. Am 20. Mai 1960 erfolgte die Umstellung auf die damals noch üblichen 16 2/3 Hz bei 15.000 Volt.
Warum der ab Neustadt folgende Abschnitt nach Donaueschingen (Eröffnung 20. August 1901; Donaueschingen - Hüfingen bereits am 18. Oktober 1892 zwecks Anschluß der privaten Bregtalbahn) ebenfalls zur Höllentalbahn gerechnet wird, erschließt sich mir nicht, es geht zwar die Kilometrierung weiter, aber das Höllental ist weit entfernt.

In die andere Richtung gab es einstmals eine Bahnstrecke nach Colmar. Am 14. September 1871 ging zunächst eine durch die Staatsbahn betriebene Privatbahn nach Breisach in Betrieb. Diese erhielt später in Gottenheim und Breisach Anschluß an die Kaiserstuhlbahn, die in Riegel auch an die Badische Hauptbahn anschließt. Die plötzlich fehlende Staatsgrenze sorge für einigen Wirbel, ehe am 7. Januar 1878 auch die Fortsetzung mit Rheinbrücke nach Colmar (das damals Kolamr hieß) eröffnet wurde. Am Niklaustag 1881 wurde die Strecke verstaatlicht. Traurige Berühmtheit erreichte die Strecke am 3. September 1882, als bei Hugstetten ein Zug entgleiste. Mit 64 Toten war es das bis dahin scherste Eisenbahnunglück Deutschlands. Eine ausführliche Darstellung bei Wikipedia.
Die Rheinbrücke wurde 1945 gesprengt, in ihrem Verlauf quert heute die Straße den Rhein. Auf französischer Seite (hier befindet sich übrigens Vaubans bekannte Festungsstadt Neuf-Brisach) endete der Reiseverkehr im Jahr 1969.

Nahe Freiburgs zweigen zwei weitere Bahnstrecken von der Hauptstrecke ab. Nördlich der Stadt in Denzlingen die Elztalbahn nach Elzach. Am 1. Januar 1875 wurde ihr erster Abschnitt bis Waldkirch eröffnet, es war diese Stadt, die die Bahn gebaut hatte. Gut zehn Jahre später erwarb die Badische Staatsbahn die Strecke, am 20. August 1901 wurde die Verlängerung bis Elzach eröffnet. Einstmals war eine Verlängerung nach Hausach geplant, die wird wohl jedoch nie gebaut werden.

Südlich Freiburgs zweigt in Bad Krozingen die Münstertalbahn ab. Am 20. Dezember 1894 wurde zunächst eine private Nebenbahn von Krozingen über Staufen nach Sulzburg eingeweiht, erst am 1. Mai 1916 folgte die Zweigstrecke von Staufen nach Münstertal. Von Vering & Waechter kam die Bahn über die DEBG 1963 zur landeseigenen SWEG. Die legte wenige Jahre später, am 27. September 1969, den Ast nach Sulzburg still. Seit dem 15. Juli 2013 steht die Oberleitung der Münstertalbahn unter Spannung, einige wenige Zugpaare erreichen den Freiburger Hauptbahnhof.
Ab dem nächsten Bahnhofsportrait werde ich mich wieder etwas kürzerfassen, sonst taucht da noch die Strecke nach Pruntrut auf. Egal, wie schön es da vielleicht ist, das muß nun wirklich nicht sein.


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Kommen wir zum Fahrzeugeinsatz (ohne Einzelleistungen wie die beiden EC-Paare Hamburg - Schweiz und den TGV nach Paris). Die wenigen Züge der Münstertalbahn fährt die SWEG mit einem ihrer zwei Elektrotalente. Eine mittlerweile hundertprozentige SWEG-Tochter ist seit dem Rückzug der Freiburger Verkehrsbetriebe die Breisgau-S-Bahn, sie setzt für die Züge nach Breisach und Elzach auf Regioshuttles. Man fährt teilweise mit fünf oder gar sechs Fahrzeugen. Eine Elektrifizierung der Strecken ist geplant, da gibt es aber offenbar Differenzen über die Kosten.

Freiburg ist Systemhalt der stündlichen ICE-Verbindung von Mannheim nach Basel. Nördlich Mannheims werden Amsterdam, Köln und Berlin angesteuert, südlich Basels geht es mit dem ICE 1 nach Zürich oder Interlaken weiter, der ICE 3 fährt wieder zurück. Ferner halten die zweistündlichen ICEs zwischen Hamburg und Zürich. Manche kommen nicht bis Zürich, andere dafür aber bis Kiel.

Der Regionalverkehr auf der Hauptstrecke (hier kommt man normalerweise bis Offenburg und Basel Badischer Bf., seltener bis SBB und bis Karlsruhe) und hoch in den Schwarzwald liegt bei DB Regio, ebenso der kurze Zipfel von Müllheim nach Neuenburg. Eingesetzt wird ausschließlich lokbespanntes Material (111, 143, 146) mit diversen Wagensorten, vom n-Wagen über importierte DBuz bis hin zu modernen Doppelstockwagen.

Freiburg wurde von mir zweimal heimgesucht, am 20. August 2014 (da fangen wir an) und am 15. August 2012. Wir beginnen in der Innenstadt.


Teil 2 folgt.

Frbrg (Brsg) Hptbhnhf (45 Bldr), Teil 2

Sören Heise, Region Hannover, Samstag, 25.10.2014, 15:40 (vor 4183 Tagen) @ Sören Heise

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1 Der Bertoldsbrunnen ist der zentrale Knotenpunkt des Freiburger Straßenbahnnetzes. Hier mit Mietfahrzeug aus Helsinki. Hinten das Martinstor.


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2 Das Freiburger Münster ist die höchste Sehenswürdigkeit der Stadt (mir war es zu hoch). Hinten beginnt gleich der Schwarzwald.


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3 Es hat bunte Fenster.


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4 Die zweite große Sehenswürdigkeit sind die "Bächle". Das sind die mittelalterlichen Abwassergräben, die heute nur noch als Stolperfalle für unwissende Touristen dienen, aber dennoch bei Straßenneugestaltungen wieder eingebaut werden müssen.


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5 Südlich des Hauptbahnhofs quert die Straßenbahn die Eisenbahn. Die Haltestelle oben auf der Brücke bietet direkten Zugang zu den Bahnsteigen. Wagen 290 wird in wenigen Metern am Stadttheater (w)enden. Die Aufnahme sollte eigentlich anders werden, aber der Bauwagen links im Bild verhinderte das erfolgreich.


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6 Von der Brücke kann man nach Süden schauen. Hinter der alten Brücke sieht man das Bw und dahinter einen Berg.


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7 Nach Norden sieht man die Bahnsteige und vielleicht auch 143 350, die diese Aufnahme bereichert...


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8 ...oder 146 109 (links 143 042).


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9 Die Straßenbahnhaltestelle.


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10 Logenplatz.


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11 Neben den Combinos hat Freiburg weitere seltsame Straßenbahnen.


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12 Weder der Zug nach Neustadt noch der nach Endbahnhof sind da.


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13 Da schauen wir vor lauter Frust zum Empfangsgebäude hin.


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14 Das ist sein stadtseitiger Haupteingang. Über eine unterirdische Passage kommt man in den südlichen Bahnsteigtunnel.


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15 Nebenan ein Türmchen. Es gehört dem Investor, daher ohne Keks.


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16 Zwischendurch ein Blick auf die Uhr.


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17 Hoppla, ich dachte, wir würden reingehen. Stattdessen 143 145 auf Gleis 7.


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18 Und ganz hinten zwei alte Wagenschuppen aus dem Jahr 1845.


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19 Führungsloser Steuerwagen.


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20 Ein ziemlich unterirdisches Bild vom Hinterausgang.


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21 Während 143 312 sich mental auf die Fahrt in den Schwarzwald vorbereitet (sie kam nach acht Jahren in Rostock 1996 nach Mannheim und im Jahr 2000 nach Freiburg), schauen wir aufs Empfangsgebirge. Schön hier? Das ist Baden-Württemberg!


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22 146 110 und der einfahrende 1442 150 der SWEG.


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23 Den sehe ich nicht so oft, daher hier noch als Luftkissenportrait. Links das Schild 75342. Wer dessen Bedeutung wissen muß, wird sie sicherlich wissen.


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24 Im Empfangsgebäude, Blickrichtung Stadt.


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25 Richtung Gleise.


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26 Luftbild. Beachte die schräg aufgestellten Automaten.


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27 Selbsterkärend. Der Triebwagen wurde bei einem Unfall am 22. September schwer beschädigt, zwei Menschen starben.


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28 Zugang zum nördlichen Personentunnel. Das Holzdach steht sowohl im Kontrast zum Nebendach rechts als auch zum Empfangsgebäude.


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29 Treppe hier hoch.


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30 Treppe nebenan hoch.


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31 Ja, meine Bahnhofsportraits haben es in sich.


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32 Das moderne Bahnsteigdach auf Gleis 2/3.


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33 In der unterirdischen Verteilerebene.


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34 Bollenbach 7 + 1, Bombach 7, Bottingen 5, Bötzingen 5, Brandenberg 5 + 1 oder einfach nur Tarifsalat.


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35 Die nordwärtige Ausfahrt.


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Wir haben noch Platz für einige weitere Bilder aus dem Jahr 2012.


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36 Zunächst eine ziemlich dichte Zugfolge.


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37 Die Straßenbahnhaltestelle.


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38 Das Bahnsteigdächle von Gleis 8.


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39 Tunnelbild.


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40 Die sieben Fahrkartenautomaten.


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41 Un- und Wichtiges.


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42 Bahnhofsmission und Bahnhofsplanetarium.


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43 München - Freiburg war eine der ersten deutschen Fernbuslinien.


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44 Vom Busbahnhof ist es ein kleiner Weg zum Zug.


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45 Heute zeige ich zum Abschied den erhobenen Mi-, hoppla, den erhobenen Zeigefinger.


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Nun ja, es hätte schlimmer kommen können. In Wochenmitte beenden wir unsere Reise auf der Badischen Hauptbahn im Ausland.

Viele Grüße
Sören

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Verstehen Sie Bahnhof!
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Logenplatz unter badischer Sonne

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Samstag, 25.10.2014, 17:28 (vor 4183 Tagen) @ Sören Heise
bearbeitet von Alibizugpaar, Samstag, 25.10.2014, 17:31

Moin Sören.

4 Da würde mich von den Einheimischen mal interessieren, was die städtische Endlosstatistik über Knöchelbrüche und Kinnplatzer aussagt. Im ICE nach Freiburg wird man noch auf den ´Ausstieg rechts´ hingewiesen. Aber kaum im Stadtzentrum angekommen liegt man dann flach. Hat noch kein Amerikaner die Stadt auf Millionen verklagt?

7 Faszinierend und wahrscheinlich für immer ein gut behütetes Geheimnis bleiben auf vielen großen Bahnhöfen die unterschiedlich lang ausgefallenen Bahnsteigdächer. In Freiburg wie auch in Göttingen(tief) und anderswo. Mag denn jemand trotzdem über das WARUM spekulieren?

10 Logenplatz ist gut. Wahrscheinlich haben die Mädels einen Eisenbahnfotografen beobachtet, der mit Warnweste einen Oberleitungsmasten raufgeklettert ist. Da Mädchen überdurchschnittlich pfiffig sind, haben sie sofort abgeleitet: Orange Warnweste erlaubt alles! So viel hochsommerliche Unbekümmertheit in einem Motiv eingefangen - ein interessanter Schnappschuss.

13 Das Freiburger Bahnhofsgebäude kenne ich noch aus seinen weit kleinbürgerlicheren Zeiten der 80er Jahre. Sieht jetzt alles ein wenig Wilhelmshöhig aus. Nicht ganz so schlimm, aber gefallen muß es v.a. den Freiburgern. Die Ablagerungen der Witterungseinflüsse lassen die silberne Fassade jedenfalls leicht ungepflegt aussehen, sonst wirkt die Anlage aber gepflegt.

Mit Zuwegungen scheint der Bahnhof geradezu gesegnet zu sein. Gibt es auch einen gescheiten Zugang von der Westseite oder doch nur über die Straßenbahnbrücke? (gerade auf Bild 38 geklärt)

Was mir irgendwie fehlt, das ist ein Meer von Studenten-Drahteseln bis zum Horizont...

Vielen Dank und Gruß!

Olaf

Logenplatz unter badischer Sonne

611 040, Erfurt, Samstag, 25.10.2014, 18:09 (vor 4183 Tagen) @ Alibizugpaar

Mein Heimatbahnhof wie schön war gerade heute mittag noch da sitze aber jetzt im EC 8.

Logenplatz unter badischer Sonne

naseweiß, Samstag, 25.10.2014, 18:45 (vor 4183 Tagen) @ Alibizugpaar
bearbeitet von naseweiß, Samstag, 25.10.2014, 18:46

4 Da würde mich von den Einheimischen mal interessieren, was die städtische Endlosstatistik über Knöchelbrüche und Kinnplatzer aussagt. Im ICE nach Freiburg wird man noch auf den ´Ausstieg rechts´ hingewiesen. Aber kaum im Stadtzentrum angekommen liegt man dann flach. Hat noch kein Amerikaner die Stadt auf Millionen verklagt?

Die persönliche Statistik sagt, dass diese Rinnen ("Bächle") kein Problem sind, noch nicht mal für Radfahrer. Für Kinder sind das kleine Planschbecken oder im Sommer zum Füße ankühlen. Werden auch regelmäßig gereinigt. Dagegen habe ich aber schon Leute über das Pflaster fliegen sehen. Das ist mitunter mit größeren Lücken und Höhenunterschieden tückisch.

7 Faszinierend und wahrscheinlich für immer ein gut behütetes Geheimnis bleiben auf vielen großen Bahnhöfen die unterschiedlich lang ausgefallenen Bahnsteigdächer. In Freiburg wie auch in Göttingen(tief) und anderswo. Mag denn jemand trotzdem über das WARUM spekulieren?

Vermutlich dachte man bei Gleis 4/5 an kürzere Züge als an Gleis 6/7, wo die Höllentalbahn mit teils hohem Aufkommen hält. Aber seitdem die Breisacher Bahn auch mal 6er-Traktionen erlebt, hat sich das natürlich überholt. An Gleis 8 hält kaum was, da ist das ganz kurze Dach berechtigt. Und die Gleise 1-3 als Fernbahnsteige haben die entsprechende Dachlänge.

13 Das Freiburger Bahnhofsgebäude kenne ich noch aus seinen weit kleinbürgerlicheren Zeiten der 80er Jahre. Sieht jetzt alles ein wenig Wilhelmshöhig aus. Nicht ganz so schlimm, aber gefallen muß es v.a. den Freiburgern. Die Ablagerungen der Witterungseinflüsse lassen die silberne Fassade jedenfalls leicht ungepflegt aussehen, sonst wirkt die Anlage aber gepflegt.

Das Bahnhofsgebäude ist sehr angenehm.

Mit Zuwegungen scheint der Bahnhof geradezu gesegnet zu sein. Gibt es auch einen gescheiten Zugang von der Westseite oder doch nur über die Straßenbahnbrücke? (gerade auf Bild 38 geklärt)

Nicht ganz. Auf Bild 38 siehst du den Ausgang des Haupttunnels (bzw. Sören nannte ihn Südtunnel) zu Gleis 8. Den Hinterausgang siehst du schon auf Bild 20. Lediglich der kaum genutzte Nordtunnel hat keinen Zugang zu Gleis 8 und keinen Hinterausgang (z.B. auf Bild 39 anhand der Wand am Ende zu sehen).

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Logenplatz unter badischer Sonne

mrhuss, FKON, Samstag, 25.10.2014, 18:57 (vor 4183 Tagen) @ Alibizugpaar

10 Logenplatz ist gut. Wahrscheinlich haben die Mädels einen Eisenbahnfotografen beobachtet, der mit Warnweste einen Oberleitungsmasten raufgeklettert ist. Da Mädchen überdurchschnittlich pfiffig sind, haben sie sofort abgeleitet: Orange Warnweste erlaubt alles! So viel hochsommerliche Unbekümmertheit in einem Motiv eingefangen - ein interessanter Schnappschuss.

Da sitzen bei schönem Wetter viele. Ganz so gefährlich wie es auf den ersten Blick aussieht ist es auch nicht, denn vor dem Bogen ist ein Weg. Es geht also nicht direkt runter auf die Gleise, wobei man sich natürlich trotzdem weh tun kann...

Logenplatz unter badischer Sonne

Graukärtchenfahrer, Symbaden, Samstag, 25.10.2014, 20:07 (vor 4183 Tagen) @ Alibizugpaar

Moin Sören.

4 Da würde mich von den Einheimischen mal interessieren, was die städtische Endlosstatistik über Knöchelbrüche und Kinnplatzer aussagt. Im ICE nach Freiburg wird man noch auf den ´Ausstieg rechts´ hingewiesen. Aber kaum im Stadtzentrum angekommen liegt man dann flach. Hat noch kein Amerikaner die Stadt auf Millionen verklagt?

Weiß ich nicht, aber wer reintappt muß eine Freiburgerin heiraten. Gerhard Schröder hat sich allerdings bisher nicht daran gehalten.

Als Freiburger nimmt man die Bächle nicht war, man geht einfach rüber :-)

10 Logenplatz ist gut. Wahrscheinlich haben die Mädels einen Eisenbahnfotografen beobachtet, der mit Warnweste einen Oberleitungsmasten raufgeklettert ist. Da Mädchen überdurchschnittlich pfiffig sind, haben sie sofort abgeleitet: Orange Warnweste erlaubt alles! So viel hochsommerliche Unbekümmertheit in einem Motiv eingefangen - ein interessanter Schnappschuss.

Je nach Sonne und Wärme ist die blaue Brücke voller sitzenden Menschen. Es handelt sich um eine reine Fußgänger und Radfahrerbrücke.

Die blaue Brücke ist stark frequentiert. im Jahr 2013 passierten knapp 2,5 Millionen Radfahrer diese West-Ostverbindung:
http://www.badische-zeitung.de/freiburg/2-45-millionen-fahrraeder-rollten-2013-ueber-di...


13 Das Freiburger Bahnhofsgebäude kenne ich noch aus seinen weit kleinbürgerlicheren Zeiten der 80er Jahre. Sieht jetzt alles ein wenig Wilhelmshöhig aus. Nicht ganz so schlimm, aber gefallen muß es v.a. den Freiburgern. Die Ablagerungen der Witterungseinflüsse lassen die silberne Fassade jedenfalls leicht ungepflegt aussehen, sonst wirkt die Anlage aber gepflegt.

Selbst im Winter ist es in der Halle angenehm war.

Was mir irgendwie fehlt, das ist ein Meer von Studenten-Drahteseln bis zum Horizont...

Tja, gekonnt von Sören ausgeblendet :-)

Frbrg (Brsg) Hptbhnhf (45 Bldr), Teil 2

462 001, Taunus, Samstag, 25.10.2014, 20:48 (vor 4182 Tagen) @ Sören Heise

Danke für den zweiten Bahnhof an der Badischen Hauptbahn.

Gruß
ICE1223

Freiburg (Breisgau) Hbf - Bild 23

michael_seelze, Samstag, 25.10.2014, 23:21 (vor 4182 Tagen) @ Sören Heise


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23 Den sehe ich nicht so oft, daher hier noch als Luftkissenportrait. Links das Schild 75342. Wer dessen Bedeutung wissen muß, wird sie sicherlich wissen.

Aus den zugänglichen Richtlinien geht u.a. hervor:
Blockkennzeichen. Es ist kein Signal, sondern ein Orientierungszeichen.
Im Signalbuch findet sich dazu: "Blockkennzeichen sind an den Blockstellen aufgestellt, die nicht durch den Standort eines Hauptsignals oder eines Signals Ne 14 gekennzeichnet sind."
Bei einem ETCS-Halt soll davor gehalten werden. Sie kennzeichnen einen Zugfolgeabschnitt für LZB-geführte Züge (virtuelle Blockstelle).

Freiburg (Breisgau) Hbf - Bild 23

fabs, Braunschweig, Sonntag, 26.10.2014, 00:01 (vor 4182 Tagen) @ michael_seelze


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23 Den sehe ich nicht so oft, daher hier noch als Luftkissenportrait. Links das Schild 75342. Wer dessen Bedeutung wissen muß, wird sie sicherlich wissen.

Aus den zugänglichen Richtlinien geht u.a. hervor:
Blockkennzeichen. Es ist kein Signal, sondern ein Orientierungszeichen.
Im Signalbuch findet sich dazu: "Blockkennzeichen sind an den Blockstellen aufgestellt, die nicht durch den Standort eines Hauptsignals oder eines Signals Ne 14 gekennzeichnet sind."
Bei einem ETCS-Halt soll davor gehalten werden. Sie kennzeichnen einen Zugfolgeabschnitt für LZB-geführte Züge (virtuelle Blockstelle).

Nun, vereinfacht ausgedrückt: Es ist ein "Hauptsignal ohne Signal" und gilt nur für LZB-geführte Züge. Da die Stellung des "Signals" allerdings bei LZB-Führung im Führerraum angezeigt wird, reicht eine einfache Blechtafel.
Wenn ein LZB-geführter Zug an diesem Blockkennzeichen vollständig vorbei gefahren ist, kann der nächste LZB-geführte Zug bis dahin fahren. Man erreicht eine hohe Zugdichte (wenn man die Tafeln in kurzen Abständen aufstellt), ohne vor Ort aufwändige und Wartungsintensive Signaltechnik (zumindest im Vergleich mit einer wartungsfreien Blechtafel) aufstellen zu müssen.
Ich hoffe, ich konnte es einigermaßen verständlich erklären, ansonsten einfach nachfragen!
In Bild 31 ist noch eins zu sehen (75302)
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Viele Grüße
fabs

--
Es gibt Dinge im Leben, die dich schnell aus der Bahn werfen können!
Zugbegleiter zum Beispiel...

LZB-Blockkennzeichen

Fabian318, Münster i. W., Sonntag, 26.10.2014, 14:54 (vor 4182 Tagen) @ fabs
bearbeitet von Fabian318, Sonntag, 26.10.2014, 14:56

Nun, vereinfacht ausgedrückt: Es ist ein "Hauptsignal ohne Signal" und gilt nur für LZB-geführte Züge. Da die Stellung des "Signals" allerdings bei LZB-Führung im Führerraum angezeigt wird, reicht eine einfache Blechtafel.
Wenn ein LZB-geführter Zug an diesem Blockkennzeichen vollständig vorbei gefahren ist, kann der nächste LZB-geführte Zug bis dahin fahren. Man erreicht eine hohe Zugdichte (wenn man die Tafeln in kurzen Abständen aufstellt), ohne vor Ort aufwändige und Wartungsintensive Signaltechnik (zuminde

Im Endeffekt spart man sich so nur das Signal. Die gesamte Stellwerkstechnik, Achszähler usw. sind genau so wie bei einem Block für H/V-geführte Züge vorhanden, nur statt ein Signal grün anzuschalten die Information an die LZB-Zentrale, dass ein LZB-Fahrauftrag gegeben werden kann. An LZB-Blockstellen kann man sogar das Ersatzsignal bedienen, nur draußen wird es natürlich mangels Signal nicht gesehen werden. ;)

Bitte Blauwal der SNCF (Koop. mit DB Regio) nicht vergessen.

br752, Sonntag, 26.10.2014, 00:06 (vor 4182 Tagen) @ Sören Heise
bearbeitet von br752, Sonntag, 26.10.2014, 00:06

Der Regionalverkehr auf der Hauptstrecke (hier kommt man normalerweise bis Offenburg und Basel Badischer Bf., seltener bis SBB und bis Karlsruhe) und hoch in den Schwarzwald liegt bei DB Regio, ebenso der kurze Zipfel von Müllheim nach Neuenburg. Eingesetzt wird ausschließlich lokbespanntes Material (111, 143, 146) mit diversen Wagensorten, vom n-Wagen über importierte DBuz bis hin zu modernen Doppelstockwagen.

Leider hast du was ganz wichtiges vergessen! Der Blauwal der SNCF faehrt taeglich einmal Freiburg an um dann (nonstopp) ueber Muellheim und Neuenburg nach Mulhouse zu fahren! Er ist auf deutscher Seite an NV Zug bestellt und hat die alte Verbindung wieder zum leben erweckt!
Aus dem jahrelangen Test-/Vorlaufbetrieb ist hinterher eine regelmaessige Verbindung geworden und ohne diese waere auf der Strecke auch kein TGV gefahren!


BR752

Bitte Blauwal der SNCF (Koop. mit DB Regio) nicht vergessen.

safe go, Chemnitz, Sonntag, 26.10.2014, 00:49 (vor 4182 Tagen) @ br752

Der Regionalverkehr auf der Hauptstrecke (hier kommt man normalerweise bis Offenburg und Basel Badischer Bf., seltener bis SBB und bis Karlsruhe) und hoch in den Schwarzwald liegt bei DB Regio, ebenso der kurze Zipfel von Müllheim nach Neuenburg. Eingesetzt wird ausschließlich lokbespanntes Material (111, 143, 146) mit diversen Wagensorten, vom n-Wagen über importierte DBuz bis hin zu modernen Doppelstockwagen.


Leider hast du was ganz wichtiges vergessen! Der Blauwal der SNCF faehrt taeglich einmal Freiburg an um dann (nonstopp) ueber Muellheim und Neuenburg nach Mulhouse zu fahren! Er ist auf deutscher Seite an NV Zug bestellt und hat die alte Verbindung wieder zum leben erweckt!
Aus dem jahrelangen Test-/Vorlaufbetrieb ist hinterher eine regelmaessige Verbindung geworden und ohne diese waere auf der Strecke auch kein TGV gefahren!


BR752

Ich zitiere Sören:

Kommen wir zum Fahrzeugeinsatz (ohne Einzelleistungen wie die beiden EC-Paare Hamburg - Schweiz und den TGV nach Paris).

Dennoch vielen Dank für diese Ergänzung und Sören für das Portrait - mal wieder einer der wenigen Bahnhöfe, die ich auch selber kenne. Irgendwie wollte ich wohl mal nach Seebrugg.

Was mir aber noch nicht ganz einleuchtet, ist der Titel ohne Vokale. Bitte darauf in der Sammelantwort eingehen. ;-)

Frbrg (Brsg) Hptbhnhf

lokuloi, Sonntag, 26.10.2014, 10:03 (vor 4182 Tagen) @ safe go


Dennoch vielen Dank für diese Ergänzung und Sören für das Portrait - mal wieder einer der wenigen Bahnhöfe, die ich auch selber kenne.


Dito. Sowohl was den Dank betriff als auch die Tatsache, dass ich den Bahnhof selbst kenne. Hier bin ich in den letzten 14 Jahren doch das ein oder andere Mal aus- ein oder umgesteigen und in ganz seltenen Fällen sogar durchgefahren.

Ein angenehmer Bahnhof.


Irgendwie wollte ich wohl mal nach Seebrugg.

Das war einer meiner ersten Fahrten von Freiburg aus. Nein, genaugenommen nur bis Schluchsee. Auf der Rückfahrt in einem aus IR-Wagen bestehenden RE, mit den die Garnitur des "Höllental" wieder ins Tal gelangte.


Was mir aber noch nicht ganz einleuchtet, ist der Titel ohne Vokale. Bitte darauf in der Sammelantwort eingehen. ;-)


Ich nehm mal an, es ist eine Anspielung auf die DB-übliche Abkrzng (Brsg). Aber: nix genaues weiß man nicht.

Ciao,
Uli

Smmlntwrt

Sören Heise, Region Hannover, Sonntag, 26.10.2014, 15:18 (vor 4182 Tagen) @ Sören Heise

Moin,

vielen Dank für die Kommentare. Um die Frage nach den Vokalen gleich jetzt aufzugreifen: Ich habe mal das Brsg auf den ganzen Namen ausgedehnt.

Olaf: Ich war wohl in den Semesterferien da, ein vernünftiges Fahrradmeerbild habe ich nicht. Das alte Empangsgebäude kenne ich nicht.

naseweiß: Haupttunnel ist von der Bedeutung her angemessen.

mrhuss: Danke. Stimmt, vor den Bögen ist der Fußweg, dazwischen der Radweg. Kann das sein?

Graukärtchenfahrer: Stimmt, Schröder hat schon länger nicht mehr geheiratet.

Michael/fabs/Fabian: Signal also und nicht Schild. Ansonsten verstehe ich zwar die Zeilen, nicht aber den Hintergrund...

br752: Wie safe go schreibt, fällt der Blauwal als Einzelleistung unter den Tisch.

safe go: In Seebrugg war ich schon mal, aber nicht mit dem Zug. Da ist nichts los (aber der Herbergsvater war seltsam - ist aber schon über zehn Jahre her).

lokuloi: Für mich liegt Freiburg doch eher abseits. Fünfmal durchgefahren und zweimal ausgestiegen sowie einmal per Auto angesteuert, das dürfte meine Bilanz sein.


Zum Schluß noch eine gute Nachricht: In den Bahnhofsportraits sind alle Bilder wieder da. Wir setzen unsere Reise auf der Badischen Hauptbahn fort, aber bitte den Ausweis nicht vergessen!

Viele Grüße
Sören

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Smmlntwrt Einspruch ;-)

br752, Sonntag, 26.10.2014, 16:24 (vor 4182 Tagen) @ Sören Heise

br752: Wie safe go schreibt, fällt der Blauwal als Einzelleistung unter den Tisch.

Das ist keine beliebige Einzelleistung, sondern eine Besondere! - Einziger NV seit Jahrezenten ueber die Grenze und das noch mit besonderem Fahrzeug.

Nach deiner Argumentation kann man bei einem Stadtportrait von Paris den Eifelturm als Einzelbauwerk unter den Tisch fallen lassen und sich nur den 50.00 Haueser, 10.000 Strassen und Millionen von Einwohnern widmen.

Kann man machen, finde ich aber nicht in Ordnung.


BR752

Einspruch ;-)

Sören Heise, Region Hannover, Sonntag, 26.10.2014, 20:46 (vor 4181 Tagen) @ br752

Moin,

dann sind wir unterschiedlicher Meinung. Kein Problem, Du hast ihn ja erwähnt. ;-)

Gruß Sören

Blockkennzeichen = Orientierungszeichen

michael_seelze, Montag, 27.10.2014, 01:00 (vor 4181 Tagen) @ Sören Heise

Michael/fabs/Fabian: Signal also und nicht Schild. Ansonsten verstehe ich zwar die Zeilen, nicht aber den Hintergrund...

Kein Signal im Sinne der ESO, sondern ein Orientierungszeichen. Dies kann z.B. ein Schild sein. Was ist bezüglich der Hintergrundes erläuterungsbedürftig?

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